[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung einer Front an einem Seitenteil
eines bewegbaren Möbelteils, mit der Front zugeordneten frontseitigen Kopplungsmitteln
und dem Seitenteil zugeordneten seitenteilseitigen Kopplungsmitteln, die zur Befestigung
der Front an dem Seitenteil miteinander koppelbar sind.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus der
DE 195 31 698 B4 bekannt. Die dort offenbarte Vorrichtung umfasst ein an der Front angeordnetes Halteteil,
das zweckmäßigerweise an der Schubladen-Innenfläche der Frontblende befestigt ist.
Das Halteteil besitzt einen laschenartigen Ansatz, der bei der Befestigung der Front
in ein an der Schubladen-Seitenwand befestigtes Aufnahmeteil einsteckbar ist und dort
über ein verschwenkbares Riegelelement verriegelt werden kann.
[0003] Die seitenteilseitigen Kopplungsmittel sind bei der zuvor erwähnten Vorrichtung in
eine Hohlkammerzarge integriert. Die Unterbringung der seitenteilseitigen Kopplungsmittel
in der Zarge ist jedoch relativ aufwändig und daher kostenintensiv.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu
schaffen, mit der sich eine Front an einem Seitenteil eines bewegbaren Möbelteils
in einfacher und kostengünstiger Weise befestigen lässt.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Befestigung einer Front an einem Seitenteil
eines bewegbaren Möbelteils mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst.
Weiterbil-dungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargestellt.
[0006] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die seitenteilseitigen
Kopplungsmittel Bestandteil eines zur Vorrichtung gehörenden Zusatzteils sind, das
seinerseits über Befestigungsmittel an dem Seitenteil befestigbar ist.
[0007] Die seitenteilseitigen Kopplungsmittel sind also nicht mehr in dem Seitenteil selber
integriert, sondern im Zusatzteil. Bei dem Seitenteil eines bewegbaren Möbelteils
kann es sich um eine Zarge, eine Seitenwand oder einen Aufsatz handeln. Im Falle eines
als Zarge ausgeführten Seitenteils kann die Zarge als Hohlkammerzarge oder als Holzzarge
ausgebildet sein Es ist also aufgrund der Erfindung möglich, standardisierte Seitenteile
zu verwenden, da die seitenteilseitigen Kopplungsmittel nicht mehr in das Seitenteil
selber integriert werden müssen. Insbesondere bei Seitenteilen aus Holz hat dies den
Vorteil, dass diese nicht mehr ausgefräst werden müssen, um die zugeordneten Kopplungsmittel
unterzubringen. Dadurch kann ein zeitintensiver und somit kostenaufwendiger Bearbeitungsschritt
bei der Herstellung des Seitenteils eingespart werden. Ferner ist es möglich, die
seitenteilseitigen Kopplungsmittel unabhängig vom Seitenteil zu handhaben, wodurch
diese mit verschiedenen Arten von Seitenteilen kombiniert werden können.
[0008] Zweckmäßigerweise ist das Zusatzteil mit den seitenteilseitigen Kopplungsmitteln
lösbar an dem Seitenteil befestigt, wodurch das Zusatzteil bei Bedarf in einfacher
Weise vom Seitenteil abmontierbar ist, um beispielsweise die seitenteilseitigen Kopplungsmittel
zu warten oder im Falle eines Defekts auszutauschen.
[0009] Bei einer Weiterbildung der Erfindung weist das Zusatzteil ein Gehäuse auf, in dem
die seitenteilseitigen Kopplungsmittel aufgenommen sind.
[0010] In besonders bevorzugter Weise ist an einer Gehäuseperipherie des Gehäuses wenigstens
eine zu den Befestigungsmitteln gehörende Befestigungsschnittstelle zur Befestigung
des Zusatzteils am Seitenteil ausgebildet. Damit lässt sich das Zusatzteil schnell
und einfach an dem zugeordneten Seitenteil montieren.
[0011] Zweckmäßigerweise sind zwei an verschiedenen, insbesondere benachbarten Gehäuseseiten
des Gehäuses ausgebildete Befestigungsschnittstellen vorgesehen.
[0012] In besonders bevorzugter Weise ist das Zusatzteil derart ausgebildet, dass es passgenau
in einer fensterartigen Ausnehmung bzw. Aussparung an dem Seitenteil, insbesondere
das Volumen der fensterartigen Ausnehmung im Wesentlichen vollständig ausfüllend,
einsetzbar ist. Das Zusatzteil vervollständigt also das Seitenteil. Eine derartige
fensterartige Ausnehmung ist insbesondere bei Seitenteilen aus Holz in einfacher Weise,
beispielsweise durch Heraussägen aus dem Holzmaterial, herzustellen. Dies ist weit
weniger aufwändig als der bei Holz-Seitenteilen aus dem Stand der Technik notwendige
Fräsvorgang für die Unterbringung der seitenteilseitigen Kopplungsmittel im Seitenteil.
Es ist jedoch auch möglich, dass Seitenteile aus Metall mit einer derartigen Aussparung
versehen sind.
[0013] In besonders bevorzugter Weise sind die seitenteilseitigen Kopplungsmittel zunächst
lose im Gehäuse aufgenommen. Zweckmäßigerweise werden die seitenteilseitigen Kopplungsmittel
bei der Befestigung des Zusatzteils am Seitenteil an der zugeordneten Befestigungsschnittstelle
gleichzeitig derart mitbefestigt, dass sie positionsfest im Gehäuse gehalten sind.
Auch dies ist eine weitere Montagevereinfachung, da eine Befestigung der seitenteilseitigen
Kopplungsmittel am Zusatzteil bevor dieses an das Seitenteil montiert wird, entfällt.
[0014] Zur Vorfixierung der seitenteilseitigen Kopplungsmittel im Gehäuse dienen Fixiermittel.
Die Fixiermittel können Rippen umfassen, die durch das Gehäuse verlaufen und als Führung
für die seitenteilseitigen Kopplungsmittel dienen.
[0015] Die seitenteilseitigen Kopplungsmittel können als vormontierte Baugruppe zusammengefasst
sein. Diese Baugruppe oder dieses Modul lässt sich als Einheit im Zusatzteil unterbringen.
[0016] Bei einer Weiterbildung der Erfindung besteht das Gehäuse aus Kunststoff. Zweckmäßigerweise
handelt es sich bei dem Gehäuse um ein Kunststoffspritzgießteil. Dies ermöglicht eine
kostengünstige Herstellung des Zusatzteils. Alternativ ist es jedoch auch denkbar,
dass das Gehäuse aus Metall besteht, beispielsweise als Zinkdruckgussteil ausgebildet
ist.
[0017] In besonders bevorzugter Weise weist das Zusatzteil ein das Gehäuse überdeckbares
Abdeckelement auf, das vorzugsweise aus demselben Material und/oder derselben Farbe
wie das Seitenteil besteht. Das Abdeckelement kann in seiner montierten Position alle
Öffnungen am Zusatzteil überdecken. Falls das Abdeckelement in derselben Farbe wie
das Seitenteil ausgestaltet ist, kann damit der Eindruck eines herkömmlichen, ohne
Ausnehmung versehenen Seitenteils vermittelt werden. In diesem Fall fällt das Zusatzteil
also nicht auf. Alternativ kann das Abdeckelement selbstverständlich auch in einer
anderen Farbe als das Seitenteil ausgestaltet sein, wodurch das Seitenteil auch ganz
individiuelle Farbkombinationen aufweisen und sich damit von herkömmlichen unifarbenen
Seitenteilen unterscheiden kann.
[0018] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist das Abdeckelement werkzeuglos am Gehäuse
befestigbar. Zweckmäßigerweise sind Rastmittel vorgesehen, mit denen das Abdeckelement
lösbar am Gehäuse verrastbar oder verrastet ist.
[0019] Die Erfindung umfasst ferner noch ein Möbelteil, insbesondere Schublade, mit einer
Front und zwei Seitenteilen, das sich durch eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 9 auszeichnet.
[0020] Bei einer Weiterbildung der Erfindung bestehen die Seitenteile aus Holz. Wie bereits
erwähnt, können jedoch auch Metall-Seitenteile, beispielsweise Hohlkammerzargen insbesondere
aus Aluminiummaterial, eingesetzt werden.
[0021] Bei einer Weiterbildung der Erfindung weisen die Seitenteile jeweils eine fensterartige
Ausnehmung auf, in die das zugeordnete Zusatzteil einsetzbar oder eingesetzt ist,
wobei vorzugsweise das zugeordnete Zusatzteil das Volumen der fensterartigen Ausnehmung
im Wesentlichen vollständig ausfüllt.
[0022] Schließlich umfasst die Erfindung noch ein Möbel, mit wenigstens einem Möbelteil,
insbesondere Schublade, das eine Front und zwei Seitenteile aufweist, wobei sich das
Möbel durch eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 auszeichnet. Ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Explosionsdarstellung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
- Figur 2
- eine vergrößerte Darstellung der Vorrichtung aus Figur 1 ohne Front, im montierten
Zustand des Zusatzteils,
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung des Zusatzteils ohne seitenteilseitige Kopplungsmittel.
[0023] Die Figuren 1 bis 3 zeigen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 11, die zur Befestigung einer Front 12 an einem Seitenteil 13 dient.
[0024] Sowohl die Front 12, die im Beispielsfall als Frontblende ausgestaltet ist, als auch
das Seitenteil 13 sind Bestandteil einer Schublade beziehungsweise eines Schubkastens.
Daher ist die Front 12 an zwei einander entgegengesetzten Seitenteilen 13, also an
einem linken und rechten Seitenteil 13, zu befestigen. Die in den Figuren 1 bis 3
dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung 11 kann daher im Beispielsfall auch identisch
am anderen Seitenteil vorhanden sein. Der im Folgenden beschriebene Aufbau und die
Funktionsweise der Vorrichtung 11 treffen daher in gleicher Weise auch auf das andere
Seitenteil 13 zu.
[0025] Das Seitenteil 13 besteht gemäß Beispielsfall aus Holz. Wie insbesondere in Figur
1 dargestellt, besitzt das Seitenteil 13 an seinem der Front 12 zugeordneten Ende
eine fensterartige Ausnehmung 14. Die fensterartige Ausnehmung 14 wird in einfacher
Weise aus dem Holzmaterial des Seitenteils 13 herausgesägt. Die fensterartige Ausnehmung
14, die auch als Aussparung bezeichnet werden könnte, wird durch zwei Randflächen
15a, 15b begrenzt, die durch die Schnitte in das Holzmaterial des Seitenteils entstanden
sind. Dabei ist eine in horizontaler oder X-Richtung sich erstreckende Randfläche
15a vorgesehen, an die sich rechtwinkelig dazu eine sich in vertikaler oder Y-Richtung
erstreckende Randfläche 15b anschließt. An der vertikalen Randfläche 15b münden Montagelöcher
16a, 16b aus, die von der Randfläche 15b aus in X-Richtung in das Material des Seitenteils
13 hineingetrieben sind. Auch an der horizontalen Randfläche 15a münden zwei Befestigungslöcher
17a, 17b aus, die in Y-Richtung als Durchgangslöcher durch das Material des Seitenteils
13 hineingetrieben sind und an der Unterkante des Seitenteils 13 ausmünden. In die
Befestigungslöcher 17a, 17b sind von der Unterkante des Seitenteils 13 her Befestigungselemente,
beispielsweise Befestigungsschrauben, einführbar, die in nachfolgend noch näher beschriebener
Weise wirksam sind.
[0026] Wie bereits erwähnt, ist die Front 12 als Frontblende ausgestaltet. Der Front 12
sind frontseitige Kopplungsmittel 18 zugeordnet. Die frontseitigen Kopplungsmittel
umfassen ein an der Innenseite der Front 12 befestigtes Halteteil 19, das laschenartig
ausgestaltet ist und daher auch als Befestigungslasche bezeichnet werden könnte. In
dem Halteteil 19 ist ein Riegelelement 20 aufgenommen, das zwischen einer in das Halteteil
19 eingefahrenen Einfahrstellung und einer aus dem Halteteil 19 ausgefahrenen Ausfahrstellung
21 bewegbar ist. Das Riegelelement 20 wird mittels der Federkraft einer Ausstellfeder
22 in die Ausfahrstellung gedrückt, in der der untere Bereich des Riegelelements 20
von der Unterkante des Halteteils hervorsteht. Der ausgefahrene Teil des Riegelelements
20 besitzt eine Anlaufschräge 40, die beim Befestigen der Front 12 an dem Seitenteil
13 wirksam wird.
[0027] Dem Seitenteil 13 sind seitenteilseitige Kopplungsmittel 23 zugeordnet, die zur Befestigung
der Front 12 an dem Seitenteil 13 mit den frontseitigen Kopplungsmitteln 18 gekoppelt
werden können. Die frontseitigen Kopplungsmittel 18 sind Bestandteil eines zur Vorrichtung
gehörenden Zusatzteils 24, das seinerseits über Befestigungsmittel an dem Seitenteil
13 befestigbar ist.
[0028] Das Zusatzteil 24 besitzt ein Gehäuse 25, das in Figur 3 näher dargestellt ist. Das
Gehäuse 25 ist insgesamt quaderförmig ausgebildet und so dimensioniert, dass es passgenau
in die fensterartige Ausnehmung 14 an dem Seitenteil 13 eingesetzt und dort befestigt
werden kann. Das Gehäuse 25 besitzt an seinem der Front 12 zugeordneten Ende eine
Einführöffnung 26, über die das an der Front 12 befestigte Halteteil 19 in das Gehäuse
25 eingeführt und dort mit den frontseitigen Kopplungsmitteln 18 gekoppelt werden
kann. Wie insbesondere in Figur 3 dargestellt, verlaufen im Innern des Gehäuses 25
sich in X-Richtung erstreckende Rippen 41a, 41b die zur Vorfixierung der seitenteilseitigen
Kopplungsmittel 23 dienen. An der Gehäuseperipherie des Gehäuses 25 sind zwei an einander
benachbarten Gehäuseseiten ausgebildete Befestigungsschnittstellen 27a, 27b vorgesehen,
die zur Befestigung des Zusatzteils 24 an dem Seitenteil 13 dienen. Es ist eine in
X-Richtung verlaufende Befestigungsschnittstelle 27a vorgesehen, die mit der in X-Richtung
verlaufenden Randfläche 15a korrespondiert und wie in Figur 3 dargestellt Durchgangsbohrungen
28a, 28b für die Befestigungselemente, die von der Unterkante des Seitenteils 13 über
die Befestigungslöcher 17a, 17b eingeführt werden, aufweist. Ferner ist eine in Y-Richtung
verlaufende Befestigungsschnittstelle 27b vorgesehen, die mit der in Y-Richtung verlaufenden
Randfläche 15b korrespondiert. An dieser vertikalen Befestigungsschnittstelle 27b
sind zwei sich in horizontaler Richtung erstreckende Steckzapfen 29a, 29b angeordnet,
die in die Montagelöcher 16a, 16b einsteckbar sind.
[0029] Die seitenteilseitigen Kopplungsmittel 23 sind modulartig ausgestaltet und können
als vormontiertes Modul in das Gehäuse 25 eingeschoben werden, wobei eine Vorfixierung
durch die im Gehäuse verlaufenden Rippen 41a, 41b erfolgt. Die seitenteilseitigen
Kopplungsmittel 23 umfassen ein Aufnahmeteil 30, das in Richtung zur Front 12 hin
geöffnet ist. Das Aufnahmeteil 30 besitzt eine sich nach vorne und unten neigende
Gegenschräge 31, die mit der Anlaufschräge 40 am Riegelelement 20 zusammenwirkt. Das
Aufnahmeteil 30 sitzt an einem plattenartigen Trägerteil 32, das oben und unten durch
die obere und die untere Innenseite des Gehäuses geführt ist. An der Unterkante des
Trägerelements, an dem das Aufnahmeteil 30 befestigt ist, befindet sich ein schräg
zum Trägerelement verlaufender Befestigungsschenkel 33, der ebenfalls Durchgangslöcher
aufweist.
[0030] Zum Befestigen des Zusatzteils 24 mitsamt den seitenteilseitigen Kopplungsmittel
werden die seitenteilseitigen Kopplungsmittel 23 als Baugruppe zunächst in das Gehäuse
25 eingeführt, indem das Trägerelement 32 über die Einführöffnung 26 in das Innere
des Gehäuses 25 eingeschoben wird. Über die Rippen 41a, 41b erfolgt eine Fixierung
in Z-Richtung. Die seitenteilseitigen Kopplungsmittel 23 sind zunächst noch lose,
jedoch wird das Trägerteil derart positioniert, dass die an dem Befestigungsschenkel
33 ausgebildeten Durchgangslöcher mit den an der Unterkante des Gehäuses ausgebildeten
Durchgangslöchern 28a, 28b fluchten. In dieser Lage der seitenteilseitigen Kopplungsmittel
23 innerhalb des Gehäuses 25 wird das Zusatzteil 24 in die fensterartige Ausnehmung
14 an dem Seitenteil 13 eingesetzt, wobei die Steckzapfen 29a, 29b in die zugeordneten
Montagelöcher 16a, 16b einfahren. Dadurch ist das Zusatzteil in Y- und Z-Richtung
fixiert. Eine Fixierung in X-Richtung erfolgt über die Befestigungselemente, die über
die Unterkante des Seitenteils 13 in die Befestigungslöcher 17a, 17b eingeführt und
durch die fluchtenden Durchgangslöcher am Gehäuse und Trägerelement hindurchgeführt
werden. Dort werden die Befestigungselemente mit dem Befestigungsschenkel 33 verschraubt,
wobei gleichzeitig zur Positionsfixierung des Zusatzteils 24 in X-Richtung auch die
seitenteilseitigen Kopplungsmittel 23 in X-Richtung positionsfest fixiert sind.
[0031] Das Zusatzteil 24 besitzt ferner ein das Gehäuse 25 überdeckbares Abdeckelement 34.
Das Abdeckelement 34 ist buchumschlagartig ausgestaltet und wird von oben auf das
montierte Zusatzteil 24 aufgesteckt. Zur Fixierung des Abdeckelements 34 dienen Rastmittel,
die auf Seiten des Abdeckelements 34 leistenartig an den beiden freien Schenkeln des
Abdeckelements 34 ausgebildet sind. Zum Aufschieben beziehungsweise Aufstecken des
Abdeckelements 34 rasten die Rastmittel in am Gehäuse 25 des Zusatzteils 24 ausgebildete
Gegen-Rastmittel ein.
[0032] Das Gehäuse 25 des Zusatzteils 24 besteht zweckmäßigerweise aus Kunststoffmaterial.
Insbesondere handelt es sich bei dem Gehäuse 25 um ein Kunststoffspritzgießteil. Zweckmäßigerweise
besteht das Abdeckelement 34 ebenfalls aus Kunststoff. Die Farbgebung kann jedoch
an die Farbe des Seitenteils 13 angepasst werden, wodurch die Integration des Zusatzteils
24 in das Seitenteil 13 im Wesentlichen nicht mehr auffällt. Alternativ könnte das
Abdeckelement natürlich auch in einer anderen Farbe zur Farbe des Seitenteils 13 ausgebildet
sein, so dass dadurch bewusst in Farbspiel erzeugt werden kann.
[0033] Zur Befestigung der Front 12 an dem Seitenteil 13 wird das Halteteil 19 über die
Einführöffnung 26 in das Gehäuse 25 eingeführt, wobei das Halteteil 19 in das Aufnahmeteil
30 eingeführt wird. Bei diesem Vorgang kommt die Anlaufschräge 40 des Riegelelements
20 in Kontakt mit der Gegenschräge 31, wobei das Riegelelement 20 bei der Weiterbewegung
der Front und des Halteteils 19 in Einfahrrichtung entgegengesetzt zu der Kraft der
Ausstellfeder 22 zurück in die Einfahrstellung gedrückt wird. Am Aufnahmeteil 30 befindet
sich eine Ausnehmung oder Raste, in die das Riegelelement 20 einschnappt, da es durch
die Ausstellfeder 22 permanent in seine Ausfahrstellung 21 beaufschlagt ist. Das Halteteil
19 ist somit im Aufnahmeteil 30 gesichert. Insgesamt bilden Halteteil 19, Riegelelement
20 und Aufnahmeteil 30 eine Art Schnappverschluss.
1. Vorrichtung zur Befestigung einer Front (12) an einem Seitenteil (13) eines bewegbaren
Möbelteils, mit der Front (12) zugeordneten frontseitigen Kopplungsmitteln (18) und
dem Seitenteil (13) zugeordneten seitenteilseitigen Kopplungsmitteln (23), die zur
Befestigung der Front (12) an dem Seitenteil (13) miteinander koppelbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die seitenteilseitigen Kopplungsmittel (23) Bestandteil eines zur Vorrichtung (11)
gehörenden Zusatzteils (24) sind, das seinerseits über Befestigungsmittel an der Zarge
(13) befestigbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzteil (24) ein Gehäuse (25) aufweist, in dem die seitenteilseitigen Kopplungsmittel
(23) aufgenommen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Gehäuseperipherie des Gehäuses (25) wenigstens eine zu den Befestigungsmitteln
gehörende Befestigungsschnittstelle (27a, 27b) zur Befestigung des Zusatzteils (24)
an dem Seitenteil (13) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei an verschiedenen, insbesondere benachbarten Gehäuseseiten des Gehäuses ausgebildete
Befestigungsschnittstellen (27a, 27b) vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzteil (24) derart ausgebildet ist, dass es passgenau in eine fensterartige
Ausnehmung (14) an dem Seitenteil (13), insbesondere das Volumen der fensterartigen
Ausnehmung im Wesentlichen vollständig ausfüllend, einsetzbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die seitenteilseitigen Kopplungsmittel (23) lose im Gehäuse (25) aufgenommen sind
und bei der Befestigung des Zusatzteils (24) an dem Seitenteil (13) gleichzeitig derart
mitbefestigbar sind, dass sie positionsfest im Gehäuse (25) gehalten sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (25) aus Kunststoff besteht.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzteil (24) ein das Gehäuse (25) überdeckbares Abdeckelement (34) aufweist,
das vorzugsweise aus demselben Material und/oder derselben Farbe wie das Seitenteil
(23) besteht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (34) mittels Rastmitteln lösbar am Gehäuse (25) verrastbar oder
verrastet ist.
10. Möbelteil, insbesondere Schublade, mit einer Front (12) und zwei Seitenteilen (13),
gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (11) nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
11. Möbelteil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile (13) aus Holz bestehen.
12. Möbelteil nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile (13) jeweils eine fensterartige Ausnehmung (14) aufweisen, in die
das zugeordnete Zusatzteil (24) einsetzbar oder eingesetzt ist, wobei vorzugsweise
das zugeordnete Zusatzteil (24) das Volumen der fensterartigen Ausnehmung im Wesentlichen
vollständig ausfüllt.
13. Möbel mit wenigstens einem Möbelteil, insbesondere Schublade, das eine Front (12)
und zwei Seitenteile (13) aufweist, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (11) nach einem der Ansprüche 1 bis 12.