[0001] Die Erfindung betrifft ein Dampfsauggerät mit einem Gerätegehäuse, in dem eine elektrische
Steuereinheit, ein Dampferzeuger, ein Saugaggregat sowie ein vom Saugaggregat mit
Unterdruck beaufschlagbarer und dem Gerätegehäuse entnehmbarer Schmutzsammelbehälter
angeordnet sind, wobei am Gerätegehäuse ein mit dem Dampferzeuger in Strömungsverbindung
stehender Dampfanschluss und ein mit dem Saugaggregat in Strömungsverbindung stehender
Sauganschluss sowie ein elektrisch mit der Steuereinheit verbundener Elektroanschluss
und mindestens ein elektrisch mit der Steuereinheit verbundenes Bedienelement angeordnet
sind.
[0002] Derartige Dampfsauggeräte kommen insbesondere im Haushalt zum Einsatz. Mit ihrer
Hilfe kann eine Fläche mit heißem Dampf beaufschlagt und abgesaugt werden. Zur Erzeugung
des Dampfes weisen die Dampfsauggeräte einen Dampferzeuger auf, beispielsweise einen
beheizbaren Dampfkessel oder einen Durchlauferhitzer, und zum Absaugen der Fläche
weisen die Dampfsauggeräte ein Saugaggregat auf sowie einen Schmutzsammelbehälter,
der vom Saugaggregat mit Unterdruck beaufschlagbar ist. An einen Dampfanschluss der
Dampfsauggeräte kann eine Dampfabgabeleitung angeschlossen werden und an einen Sauganschluss
der Dampfsauggeräte kann eine Saugleitung angeschlossen werden. Am freien Ende des
Dampfabgabeleitung und der Saugleitung kann ein gemeinsames Handstück angeordnet sein,
das eine mit der Dampfabgabeleitung in Strömungsverbindung stehende Dampfdüse und
eine mit der Saugleitung in Strömungsverbindung stehende Saugdüse aufweist. Mittels
des Handstücks können die Dampfdüse und die Saugdüse an der zu reinigenden Fläche
entlanggeführt werden. In vielen Fällen ist am Handstück auch ein elektrischer Schalter
angeordnet zum Ein- und Ausschalten der Dampfabgabe. Der elektrische Schalter ist
mit einem Steuerkabel verbunden, das an einen Elektroanschluss der Dampfsauggeräte
angeschlossen werden kann. Der Elektroanschluss steht elektrisch mit einer Steuereinheit
der Dampfsauggeräte in Verbindung, mit deren Hilfe die Abgabe von Dampf an das Handstück
gesteuert werden kann. Ein vom Benutzer betätigbares Bedienelement ist ebenfalls mit
der Steuereinheit elektrisch verbunden.
[0003] Mittels des Saugaggregates kann eine Saugströmung erzielt werden, unter deren Wirkung
mit Schmutzpartikeln, Staub und Flüssigkeitströpfchen beladene Saugluft durch den
Sauganschluss hindurch in den Schmutzsammelbehälter eingesaugt werden kann. Hierbei
besteht bei bekannten Dampfsauggeräten der Nachteil, dass sich im Bereich zwischen
dem Sauganschluss und dem Schmutzsammelbehälter im Gerätegehäuse Schmutzablagerungen
bilden können. Derartige Schmutzablagerungen können häufig vom Benutzer nur unzureichend
entfernt werden und können unangenehme Gerüche bilden. Die Handhabung derartiger Dampfsauggeräte
wird daher häufig als wenig komfortabel empfunden.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Dampfsauggerät der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, dass es eine komfortablere Handhabung aufweist.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Dampfsauggerät der gattungsgemäßen Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass das Gerätegehäuse ein Gehäuseunterteil und ein Gehäuseoberteil
aufweist, wobei das Saugaggregat und der Schmutzsammelbehälter im Gehäuseunterteil
angeordnet sind und das Gehäuseoberteil zwischen einer Schließstellung, in der es
den Schmutzsammelbehälter überdeckt, und einer Freigabestellung, in der es den Schmutzsammelbehälter
freigibt, hin und her bewegbar ist, wobei der Sauganschluss am Gehäuseoberteil angeordnet
ist und in der Schließstellung des Gehäuseoberteils mit einer Ansaugöffnung des Schmutzsammelbehälters
in Strömungsverbindung steht.
[0006] Beim erfindungsgemäßen Dampfsauggerät weist das Gerätegehäuse ein Gehäuseunterteil
und ein Gehäuseoberteil auf. Das Gehäuseoberteil kann in eine Freigabestellung bewegt
werden, in der es den Schmutzsammelbehälter freigibt, der im Gehäuseunterteil angeordnet
ist. In der Freigabestellung des Gehäuseoberteils kann der Schmutzsammelbehälter dem
Gehäuseunterteil entnommen werden. In der Schließstellung des Gehäuseoberteils ist
der Schmutzsammelbehälter unter der Wirkung des Gehäuseoberteils im Gehäuseunterteil
arretiert.
[0007] Die Strömungsverbindung vom Sauganschluss zu einer Ansaugöffnung des Schmutzsammelbehälters
verläuft im Gehäuseoberteil und ist bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
dem Benutzer in der Freigabestellung des Gehäuseoberteils sowohl von dessen dem Gehäuseunterteil
abgewandten Oberseite als auch von dessen dem Gehäuseunterteil zugewandten Unterseite
zugänglich. Dies erleichtert die Reinigung des Sauganschlusses und ermöglicht daher
eine komfortablere Bedienung des Dampfsauggerätes.
[0008] Der Strömungsweg zwischen dem Sauganschluss und der Ansaugöffnung des Schmutzsammelbehälters
kann sehr kurz ausgestaltet sein und ist für Reinigungszwecke einfach zugänglich.
[0009] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Strömungsweg zwischen dem Sauganschluss
und der Ansaugöffnung des Schmutzsammelbehälters geradlinig verläuft. Die Gefahr,
dass sich im Bereich zwischen dem Sauganschluss und der Ansaugöffnung Schmutzablagerungen
bilden, ist gering. Gegebenenfalls können derartige Schmutzablagerungen vom Benutzer
auf einfache Weise entfernt werden, ohne dass zu befürchten ist, dass sich unangenehme
Gerüche bilden.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Dampfsauggerätes ist der
Sauganschluss als Saugstutzen ausgestaltet, der in der Schließstellung des Gehäuseoberteils
fluchtend zur Ansaugöffnung des Schmutzsammelbehälters ausgerichtet ist.
[0011] Vorteilhafterweise ist der Saugstutzen geradlinig ausgebildet. Er kann beispielsweise
eine zylindrische Gestalt aufweisen. Dies erleichtert die Reinigung des Saugstutzens.
[0012] Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Länge des Saugstutzens maximal so groß ist
wie der Durchmesser des Saugstutzens. Dies erleichtert zum einen die Reinigung des
Saugstutzens und hat darüber hinaus den Vorteil, dass sich aufgrund der kurzen Länge
des Saugstutzens praktisch keine Schmutzablagerungen im Saugstutzen ausbilden.
[0013] Ein weiterer Vorteil eines verhältnismäßig kurzen Saugstutzens liegt darin, dass
die vom Saugaggregat erzeugte Saugströmung im Bereich des Saugstutzens nur sehr geringe
Strömungsverluste erleidet.
[0014] Wie bereits erläutert, kann mit Hilfe des Saugaggregates eine Saugströmung erzeugt
werden, unter deren Wirkung Schmutz- und Staubpartikel sowie auch Flüssigkeitströpfchen
in den Schmutzsammelbehälter eingesaugt werden können. Um die Schmutz- und Staubpartikel
sowie die Flüssigkeitströpfchen von der Saugluft abzuscheiden, weist das Dampfsauggerät
günstigerweise eine Abscheideeinrichtung auf. Diese kann beispielsweise in Form eines
Zyklons ausgestaltet sein und/oder in Form eines Filterelements, beispielsweise eines
Faltenfilters.
[0015] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Abscheidung von Schmutz-
und Staubpartikeln sowie von Flüssigkeitströpfchen innerhalb des Schmutzsammelbehälters.
Hierzu ist der Schmutzsammelbehälter teilweise mit Flüssigkeit befüllbar und weist
eine sich innerhalb des Schmutzsammelbehälters an die Ansaugöffnung anschließende
Tauchleitung auf, die in die Flüssigkeit eintaucht, sowie mindestens eine oberhalb
der Flüssigkeit angeordnete Prallwand zur Umlenkung einer durch die Flüssigkeit hindurchgeführten
Saugströmung. Bei einer derartigen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Dampfsauggerätes
wird die Saugluft durch ein Flüssigkeitsbad hindurchgeführt, an das sich in Strömungsrichtung
der Saugströmung mindestens eine Prallwand anschließt. Die Saugströmung wird um die
Prallwand herumgeführt, wobei sich Schmutz- und Staubpartikel, sofern sie nicht bereits
innerhalb der Flüssigkeit von der Saugluft abgeschieden wurden, an der Prallwand abscheiden.
Mitgeführte Flüssigkeitströpfchen verbleiben in aller Regel in der Flüssigkeit oder
aber werden ebenfalls an der Prallwand abgeschieden. Der Schmutzsammelbehälter bildet
somit einen Flüssigkeitsabscheider aus, an dem Feststoffpartikel ebenso abgeschieden
werden wie von der Saugluft mitgeführte Flüssigkeitströpfchen.
[0016] Der Schmutzsammelbehälter weist bevorzugt ein Behälterunterteil und ein auf das Behälterunterteil
aufsetzbares und von diesem abnehmbares Behälteroberteil auf, wobei die Tauchleitung
und die mindestens eine Prallwand am Behälteroberteil angeordnet sind. Der Schmutzsammelbehälter
kann dem Gehäuseunterteil entnommen werden, nachdem zuvor das Gehäuseoberteil in seine
Freigabestellung bewegt wurde. Anschließend kann der Schmutzsammelbehälter zerlegt
werden, indem das Behälteroberteil vom Behälterunterteil abgenommen wird. Das Behälterunterteil
dient der Aufnahme von Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, und am Behälteroberteil sind
die Tauchleitung und die mindestens eine Prallwand angeordnet. Diese können vom Benutzer
auf einfache Weise gereinigt werden, beispielsweise dadurch, dass das komplette Behälteroberteil
unter fließendes Wasser gehalten wird. Nach der Reinigung kann das Behälteroberteil
wieder auf das Behälterunterteil aufgesetzt und anschließend können sie gemeinsam
in das Gehäuseunterteil eingesetzt werden. In einem abschließenden Schritt kann dann
das Gehäuseoberteil in seine Schließstellung bewegt werden, so dass das Dampfsauggerät
anschließend wieder betriebsbereit ist.
[0017] Das Gehäuseoberteil ist bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung am
Gehäuseunterteil schwenkbar gelagert. Dies hat eine weitere Vereinfachung der Handhabung
des Dampfsauggerätes zur Folge.
[0018] Von besonderem Vorteil ist es, wenn das Gehäuseoberteil einen Saugkanal aufweist,
der eine Absaugöffnung des Schmutzsammelbehälters mit einer Einlassöffnung des Saugaggregates
verbindet. Bei einer derartigen Ausgestaltung erfolgt die Strömungsverbindung zwischen
dem Schmutzsammelbehälter und dem Saugaggregat über das Gehäuseoberteil.
[0019] Günstig ist es, wenn das Gehäuseunterteil einen vom Gehäuseoberteil abdeckbaren Aufnahmeraum
für den Schmutzsammelbehälter und einen von einer Deckenwand abgedeckten Aggregateraum
für das Saugaggregat aufweist, wobei die Einlassöffnung des Saugaggregates an der
Deckenwand angeordnet und vom Gehäuseoberteil abdeckbar ist. Dies ermöglicht eine
besonders kompakte Ausgestaltung des Dampfsauggerätes, so dass dieses nur einen verhältnismäßig
geringen Bauraum erfordert und vom Benutzer auf einfache Weise zu einer Einsatzstelle
transportiert werden kann.
[0020] Bevorzugt ist auch der Dampferzeuger im Gehäuseunterteil angeordnet, insbesondere
in dessen Aggregateraum.
[0021] Auch die Steuereinheit ist bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Dampfsauggerätes in dessen Gehäuseunterteil angeordnet, insbesondere im Aggregateraum.
[0022] Das Gehäuseoberteil ist bevorzugt auf der dem Aggregateraum abgewandten Seite des
Aufnahmeraums schwenkbar am Gehäuseunterteil gelagert. Ausgehend von einer Schließstellung,
in der das Gehäuseoberteil den Aufnahmeraum für den Schmutzsammelbehälter und vorzugsweise
auch die Einlassöffnung des Saugaggregates abdeckt, kann das Gehäuseoberteil in die
dem Aggregateraum abgewandte Richtung verschwenkt werden. Es gibt dann den Aufnahmeraum
und gegebenenfalls auch die Einlassöffnung des Saugaggregates frei und der Schmutzsammelbehälter
kann dem Gehäuseunterteil auf einfache Weise entnommen werden.
[0023] Günstig ist es, wenn das Gehäuseunterteil einen Zusatzraum aufweist, der den Aufnahmeraum
U- oder C-förmig umgibt und an dem das Gehäuseoberteil schwenkbar gelagert ist.
[0024] Eine besonders komfortable Handhabung wird bei einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung dadurch erzielt, dass das mindestens eine Bedienelement und/oder der
Dampfanschluss und/oder der Elektroanschluss am Gehäuseoberteil angeordnet sind.
[0025] Von besonderem Vorteil ist es, wenn das mindestens eine Bedienelement und/oder der
Dampfanschluss und/oder der Elektroanschluss dem Sauganschluss unmittelbar benachbart
angeordnet sind. Die komplette Bedienung des Dampfsauggerätes kann dadurch von einer
Seite des Gerätes erfolgen. Dies hat eine weitere Vereinfachung der Handhabung des
Dampfsauggerätes zur Folge.
[0026] Bevorzugt bildet das Gehäuseoberteil einen Tragegriff aus, an dem der Benutzer das
Dampfsauggerät tragen kann, sofern sich das Gehäuseoberteil in seiner Schließstellung
befindet und am Gehäuseunterteil arretiert ist. Hierzu können am Gehäuseoberteil und
am Gehäuseunterteil miteinander zusammenwirkende Arretierungselemente angeordnet sein.
[0027] Der Sauganschluss und/oder das mindestens eine Bedienelement und/oder der Dampfanschluss
und/oder der Elektroanschluss sind vorteilhafterweise am Gehäuseoberteil in einem
Bereich zwischen dem Tragegriff und einer Schwenkachse des Gehäuseoberteils angeordnet.
[0028] Die Schwenkachse ist günstigerweise senkrecht zur Längsrichtung des Tragegriffs ausgerichtet.
[0029] Auf der der Schwenkachse abgewandten Seite des Tragegriffs können am Gehäuseoberteil
erste Arretierungselemente angeordnet sein, die mit am Gehäuseunterteil positionierten
zweiten Arretierungselementen zusammenwirken zur Arretierung des Gehäuseoberteils
am Gehäuseunterteil.
[0030] Günstig ist es, wenn das Dampfsauggerät einen Vorratstank für eine zu verdampfende
Flüssigkeit aufweist, wobei der Vorratstank mit dem Dampferzeuger verbindbar ist.
[0031] Der Dampferzeuger kann beispielsweise einen elektrisch beheizbaren Dampfkessel aufweisen,
der über eine Versorgungsleitung mit dem Vorratstank in Strömungsverbindung steht,
wobei in die Vorratsleitung eine Pumpe geschaltet ist, die in Abhängigkeit vom Füllstand
des Dampfkessels Flüssigkeit aus dem Vorratstank in den Dampfkessel fördert. Die Flüssigkeit
kann im Dampfkessel verdampft und anschließend dem Dampfanschluss zugeführt werden.
[0032] Der Vorratstank ist vorteilhafterweise am oder im Gerätegehäuse lösbar gehalten.
Dies gibt dem Benutzer die Möglichkeit, den Vorratstank dem Gerätegehäuse zu entnehmen,
falls er den Vorratstank mit Flüssigkeit, vorzugsweise mit Wasser, befüllen möchte.
[0033] Der Vorratstank weist bei einer vorteilhaften Ausgestaltung einen Tankgriff auf,
an dem der Benutzer den Vorratstank ergreifen kann.
[0034] Von Vorteil ist es, wenn der Vorratstank oberhalb des Saugaggregates und/oder des
Dampferzeugers angeordnet ist. Dies ermöglicht eine kompakte Ausgestaltung des Dampfsauggerätes
und erleichtert dadurch dessen Handhabung. Darüber hinaus ist der Vorratstank bei
einer derartigen Positionierung dem Benutzer auf einfache Weise zugänglich.
[0035] Eine besonders kompakte Ausgestaltung wird bei einer vorteilhaften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Dampfsauggerätes dadurch erzielt, dass der Vorratstank in Kombination
mit dem Gehäuseoberteil das Gehäuseunterteil vollständig überdeckt.
[0036] Eine komfortablere Handhabung eines Dampfsauggerätes der eingangs genannten Art wird
bei einer alternativen oder ergänzenden erfindungsgemäßen Ausgestaltung dadurch erzielt,
dass das Dampfsauggerät eine vormontierte Bedienbaugruppe aufweist, die den Elektronanschluss
und/oder den Dampfanschluss und/oder das mindestens eine Bedienelement und/oder den
Sauganschluss umfasst. Die vormontierte Bedienbaugruppe hat eine einfachere Handhabung
des Dampfsauggerätes insbesondere bei dessen Montage zur Folge. In einem ersten Montageschritt
kann die Bedienbaugruppe komplett vormontiert werden und in einem nachfolgenden Montageschritt
kann dann die vormontierte Bedienbaugruppe mit weiteren Bauteilen des Dampfsauggerätes
zusammengefügt werden.
[0037] Die Bedienbaugruppe kann beispielsweise den Elektroanschluss und den Dampfanschluss
umfassen und vorzugsweise auch das mindestens eine Bedienelement und/oder den Sauganschluss.
[0038] Die Bedienbaugruppe ist bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung am Gehäuseoberteil
angeordnet. Dies erleichtert dem Benutzer die Bedienung des Dampfsauggerätes.
[0039] Bevorzugt weist die Bedienbaugruppe ein spritzwasserdichtes Baugruppengehäuse auf,
in das eine flexible Dampfleitung und/oder ein flexibles Elektrokabel einmünden. Über
die flexible Dampfleitung kann eine Strömungsverbindung zwischen dem Dampferzeuger
und dem Dampfanschluss hergestellt werden und über das flexible Elektrokabel kann
eine Strömungsverbindung zwischen der elektrischen Steuereinheit und dem mindestens
einen Bedienelement hergestellt werden.
[0040] Die Dampfleitung und/oder das Elektrokabel sind günstigerweise von einer flexiblen
Schutzhülle umgeben, beispielsweise von einem Wellschlauch. Dies ermöglicht auf konstruktiv
einfache Weise einen Spritzwasserschutz von spannungsführenden Teilen und eine Zugentlastung
für die Dampfleitung und/oder das Elektrokabel.
[0041] Wie bereits erwähnt, ist es von Vorteil, wenn die Steuereinheit, der Dampferzeuger
und das Saugaggregat in einem Aggregateraum des Gehäuseunterteils angeordnet sind
und der Schmutzsammelbehälter von einem Aufnahmeraum des Gehäuseunterteils aufgenommen
wird, wobei der Aufnahmeraum U- oder C-förmig von einem Zusatzraum umgeben ist. Die
vorzugsweise von einer Schutzhülle umgebene Dampfleitung und/oder das vorzugsweise
von einer Schutzhülle umgebene Elektrokabel sind bei einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung durch den Zusatzraum hindurchgeführt. Günstig ist es hierbei, wenn die
Dampfleitung durch einen ersten Bereich des Zusatzraums hindurchgeführt ist und das
Elektrokabel durch einen zweiten Bereich des Zusatzraums, wobei die beiden Bereiche
entlang verschiedener Seiten des Aufnahmeraums verlaufen.
[0042] Das Baugruppengehäuse weist bei einer bevorzugten Ausgestaltung eine Trennwand auf,
die einen ersten Gehäuseabschnitt von einem zweiten Gehäuseabschnitt trennt, wobei
das Elektrokabel in den ersten Gehäuseabschnitt und die Dampfleitung in den zweiten
Gehäuseabschnitt einmündet. Mittels der Trennwand wird auf konstruktiv einfache Weise
eine spritzwasserdichte Trennung zwischen den beiden Gehäuseabschnitten erzielt. Im
ersten Gehäuseabschnitt kann der Elektroanschluss angeordnet sein und im zweiten Gehäuseabschnitt
kann der Dampfanschluss angeordnet sein.
[0043] Am Baugruppengehäuse ist bevorzugt eine Abdeckklappe beweglich gehalten, die zwischen
einer Abdeckstellung und einer Zugangsstellung hin und her bewegbar ist, wobei sie
in der Abdeckstellung den Elektroanschluss und/oder den Dampfanschluss und/oder den
Sauganschluss abdeckt und in der Zugangsstellung den Zugang zu diesen Anschlüssen
freigibt.
[0044] Die Abdeckklappe trägt bei einer vorteilhaften Ausgestaltung an ihrer dem Elektroanschluss
zugewandten Seite einen Kragen, der in der Abdeckstellung in einen den Elektroanschluss
in Umfangsrichtung umgebenden Ringraum eintaucht und daher den Elektroanschluss besonders
wirksam vor Spritzwasser schützt.
[0045] Alternativ oder ergänzend zu den voranstehend genannten Ausgestaltungen ist bei einem
Dampfsauggerät der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Saugaggregat
einen Luftaustrittskanal aufweist, der in der Gebrauchslage des Dampfsauggerätes vertikal
nach unten gerichtet ist. Bei einem derartigen Dampfsauggerät kann die vom Saugaggregat
abgegebene Prozessluft durch den Luftaustrittskanal hindurch vertikal nach unten in
Richtung auf eine Bodenwand des Gehäuses geführt werden. Die Geräuschentwicklung des
Dampfsauggerätes kann dadurch gering gehalten werden.
[0046] Es kann vorgesehen sein, dass sich in Strömungsrichtung der Prozessluft des Saugaggregates
an den Luftaustrittskanal ein Luftaustrittsfilter anschließt, das in einer Filteraufnahme
des Saugaggregates gehalten ist. Bei einer derartigen Ausgestaltung wird die Prozessluft
des Saugaggregates gefiltert, bevor sie an die Umgebung abgegeben wird. Hierzu kommt
ein Luftaustrittsfilter zum Einsatz, das in einer Filteraufnahme des Saugaggregates
gehalten ist. Dies verleiht dem Dampfsauggerät eine besonders kompakte Ausgestaltung
und ermöglicht eine einfache Montage des Dampfsauggerätes, denn das Saugaggregat kann
zusammen mit dem Luftaustrittsfilter vormontiert und dann als komplette Baueinheit
beispielsweise in das Gehäuseunterteil des Gerätegehäuses eingesetzt werden.
[0047] Das Saugaggregat kann ein Sauggehäuse aufweisen, in dem eine Saugturbine und ein
die Saugturbine antreibender Antriebsmotor angeordnet sind, wobei das Sauggehäuse
den Luftaustrittskanal und eine Filteraufnahme für das Luftaustrittsfilter ausbildet.
[0048] Der Luftaustrittskanal kann den Antriebsmotor in Umfangsrichtung vollständig umgeben
und dadurch Motorgeräusche wirksam dämmen.
[0049] Wie bereits erwähnt, weist das Gerätegehäuse günstigerweise ein Gehäuseunterteil
und ein Gehäuseoberteil auf, wobei das Saugaggregat im Gehäuseunterteil angeordnet
ist. Von Vorteil ist es, wenn das Gehäuseunterteil einen Abluftkanal ausbildet, der
sich in Strömungsrichtung der Prozessluft des Saugaggregates an das Luftaustrittsfilter
anschließt und sich bis zu mindestens einer Luftaustrittsöffnung des Gehäuseunterteils
erstreckt. Die mindestens eine Luftaustrittsöffnung kann an einer Seitenwand des Gehäuseunterteils
angeordnet sein.
[0050] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die mindestens eine Luftaustrittsöffnung
in einem sich an eine Bodenwand des Gehäuseunterteils anschließenden Bereich einer
Seitenwand angeordnet ist.
[0051] Der Luftaustrittskanal umfasst bevorzugt eine Kanalwand, die an einer Bodenwand des
Gehäuseunterteils abnehmbar gehalten ist, wobei sie im abgenommenen Zustand die Filteraufnahme
freigibt. Soll das Luftaustrittsfilter ausgewechselt werden, so kann bei einer derartigen
Ausgestaltung die Kanalwand von der Bodenwand des Gehäuseunterteils abgenommen werden.
Das in der Filteraufnahme positionierte Luftaustrittsfilter ist dann dem Benutzer
unmittelbar zugänglich.
[0052] Die nachfolgende Beschreibung einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung dient
im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schaubildliche Darstellung eines erfindungsgemäßen Dampfsauggerätes schräg von
vorne mit einem Gehäuseunterteil und einem Gehäuseoberteil und mit einer Abdeckklappe,
die sich in einer Abdeckstellung befindet;
- Figur 2:
- eine schaubildliche Darstellung des Dampfsauggerätes aus Figur 1, wobei sich die Abdeckklappe
in einer Zugangsstellung befindet;
- Figur 3:
- eine schaubildliche Darstellung des Dampfsauggerätes aus Figur 1, wobei das Gehäuseoberteil
eine Freigabestellung einnimmt;
- Figur 4:
- eine Längsschnittansicht des Dampfsauggerätes aus Figur 3;
- Figur 5:
- eine Längsschnittansicht des Dampfsauggerätes aus Figur 1;
- Figur 6:
- eine schaubildliche, teilweise aufgetrennte Darstellung des Dampfsauggerätes aus Figur
1 schräg von hinten;
- Figur 7:
- eine schaubildliche Darstellung eines Saugaggregates des Dampfsauggerätes aus Figur
1 schräg von oben;
- Figur 8:
- eine schaubildliche Darstellung des Saugaggregates aus Figur 7 schräg von unten;
- Figur 9:
- eine schaubildliche Darstellung einer vormontierten Bedienbaugruppe des Dampfsauggerätes
aus Figur 1 schräg von oben, wobei eine Abdeckklappe ihre Zugangsstellung einnimmt;
- Figur 10:
- eine schaubildliche Darstellung des vormontierten Bedienbaugruppe aus Figur 9 schräg
von unten;
- Figur 11:
- eine schaubildliche Darstellung der vormontierten Bedienbaugruppe entsprechend Figur
10, wobei eine Abdeckung der Bedienbaugruppe entfernt wurde;
- Figur 12:
- eine Längsschnittansicht der vormontierten Bedienbaugruppe aus Figur 9, wobei die
Abdeckklappe ihre Abdeckstellung einnimmt, und
- Figur 13:
- eine Längsschnittansicht der vormontierten Bedienbaugruppe aus Figur 9, wobei die
Abdeckklappe ihre Zugangsstellung einnimmt.
[0053] In der Zeichnung ist schematisch ein erfindungsgemäßes Dampfsauggerät 10 dargestellt
mit einem Gehäuse 12, das ein Gehäuseunterteil 14 und ein Gehäuseoberteil 16 aufweist.
Das Gehäuseoberteil 16 ist um eine in der Gebrauchslage des Dampfsauggerätes 10 horizontal
ausgerichtete Schwenkachse 18 zwischen einer in den Figuren 1, 2 und 5 dargestellten
Schließstellung und einer in den Figuren 3 und 4 dargestellten Freigabestellung hin
und her verschwenkbar am Gehäuseunterteil 14 gelagert.
[0054] Wie insbesondere aus Figur 6 deutlich wird, sind im Gehäuseunterteil 14 ein Schmutzsammelbehälter
20, ein Dampferzeuger 22, ein Saugaggregat 24 und eine elektrische Steuereinheit 26
angeordnet. Der Schmutzsammelbehälter 20 ist in einem Aufnahmeraum 28 des Gehäuseunterteils
14 positioniert und kann diesem ohne Weiteres entnommen werden, wenn das Gehäuseoberteil
16 seine Freigabestellung einnimmt.
[0055] Der Dampferzeuger 22, das Saugaggregat 24 und die Steuereinheit 26 sind in einem
seitlich neben dem Aufnahmeraum 28 angeordneten Aggregateraum 30 des Gehäuseunterteils
14 positioniert. Der Aggregateraum 30 wird oberseitig von einer Deckenwand 32 abgedeckt,
auf die ein Vorratstank 34 aufgesetzt ist. Der Vorratstank 34 umfasst einen Tankgriff
36 und kann vom Gehäuse 12 abgenommen werden. Der Vorratstank 34 nimmt eine vom Dampferzeuger
22 zu verdampfende Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, auf und kann zum Befüllen vom
Gehäuse 12 getrennt werden. Über eine an sich bekannte und deshalb zur Erzielung einer
besseren Übersicht nicht dargestellte Versorgungsleitung steht der Vorratstank 34
mit dem Dampferzeuger 22 in Strömungsverbindung. In die Versorgungsleitung ist eine
in der Zeichnung nicht dargestellte Pumpe geschaltet. Der Dampferzeuger 22 ist in
Form eines Dampfkessels ausgebildet, der mittels einer Elektroheizung beheizt werden
kann, so dass im Dampfkessel befindliche Flüssigkeit verdampft werden kann. In Abhängigkeit
vom Füllstand des Dampfkessels kann die in die Versorgungsleitung geschaltete Pumpe
ein- und ausgeschaltet werden, um bedarfsweise Flüssigkeit aus dem Vorratstank in
den Dampfkessel zu fördern.
[0056] Der Schmutzsammelbehälter 20 weist ein Behälterunterteil 38 und ein auf das Behälterunterteil
38 aufsetzbares und von diesem abnehmbares Behälteroberteil 40 auf. Am Behälteroberteil
40 ist eine Ansaugöffnung 42 angeordnet, an die sich eine in das Behälterunterteil
38 erstreckende Tauchleitung 44 anschließt. Der Mündungsbereich der Tauchleitung 44
wird von einer ersten bogenförmigen Prallwand 46 überdeckt, die am Behälteroberteil
40 festgelegt ist. Das Behälteroberteil 40 weist außerdem eine zweite Prallwand 48
auf, die unterhalb einer Absaugöffnung 50 des Behälteroberteils 40 angeordnet ist.
[0057] Am Behälterunterteil 38 ist ein das Behälteroberteil 40 übergreifender, U-förmiger
Behältergriff 52 angelenkt, der vom Benutzer ergriffen werden kann, um den Schmutzsammelbehälter
20 dem Gehäuseunterteil 14 zu entnehmen und bei Bedarf wieder in das Gehäuseunterteil
14 einzusetzen.
[0058] Das Gehäuseoberteil 16 ist nach Art einer Haube ausgestaltet und umfasst eine vormontierte
Bedienbaugruppe 54, die in eine Durchbrechung 56 des Gehäuseoberteils 16 eingesetzt
ist und ein Bedienelement in Form eines Drehschalters 58, einen Dampfanschluss 60,
einen Elektroanschluss 62 und einen Sauganschluss 64 aufweist. Der Drehschalter 58
ragt ebenso wie der Dampfanschluss 60 und der Elektroanschluss 62 oberseitig aus einem
spritzwasserdichten Baugruppengehäuse 66 der Bedienbaugruppe 54 hervor. Das Baugruppengehäuse
66 wird unterseitig, das heißt dem Gehäuseunterteil 14 zugewandt von einer Abdeckung
68 geschlossen. Die Abdeckung 68 ist in Figur 10 erkennbar und wurde in Figur 11 entfernt.
Von einer Trennwand 70 wird der Innenraum des Baugruppengehäuses 66 in einen ersten
Gehäuseabschnitt 72 und einen zweiten Gehäuseabschnitt 74 unterteilt. Der Drehschalter
58 ragt ebenso wie der Elektroanschluss 62 in den ersten Gehäuseabschnitt 72 hinein
und der Dampfanschluss 60 ragt in den zweiten Gehäuseabschnitt 74 hinein. In den ersten
Gehäuseabschnitt 72 mündet ein Elektrokabel 76, das von einer ersten Schutzhülle in
Form eines ersten Wellschlauchs 78 umgeben ist. In den zweiten Gehäuseabschnitt 74
mündet eine Dampfleitung 78, die von einer zweiten Schutzhülle in Form eines zweiten
Wellschlauchs 82 umgeben ist. Über das Elektrokabel 76 sind der Drehschalter 58 und
der Elektroanschluss 62 mit der Steuereinheit 26 verbunden, und über die Dampfleitung
80 ist der Dampfanschluss 60 mit dem Dampferzeuger 22 verbunden. Das Elektrokabel
76 und die Dampfleitung 80 sind durch einen Zusatzraum 84 des Gehäuseunterteils 14
hindurchgeführt, der den Aufnahmeraum 28 U- oder C-förmig umgibt. Der Zusatzraum 84
ist in Figur 6 erkennbar, wobei zur Erzielung einer besseren Übersicht in Figur 6
das Elektrokabel 76 und die Dampfleitung 80 nicht dargestellt wurden.
[0059] Das Gehäuseoberteil 16 ist auf der dem Aggregateraum 30 abgewandten Seite am Zusatzraum
84 schwenkbar gelagert. Es kann in die dem Aggregateraum 30 abgewandte Richtung nach
außen verschwenkt werden, um dem Benutzer einen ungehinderten Zugang zum Schmutzsammelbehälter
20 zu ermöglichen.
[0060] Der Sauganschluss 64 bildet einen Saugstutzen 86 aus, dessen Durchmesser größer ist
als dessen Länge. Der Saugstutzen 86 ist geradlinig ausgestaltet und fluchtet in der
Schließstellung des Gehäuseoberteils 16 mit der Ansaugöffnung 42 des Schmutzsammelbehälters
20. Dies wird insbesondere aus Figur 5 deutlich.
[0061] Das Gehäuseoberteil 16 bildet auf seiner dem Gehäuseunterteil 14 abgewandten Außenseite
einen Tragegriff 88. Die Bedienbaugruppe 54 ist zwischen dem Tragegriff 88 und der
Schwenkachse 18 des Gehäuseoberteils 16 positioniert, und auf der der Bedienbaugruppe
54 abgewandten Seite des Tragegriffs 88 ist eine Arretierungseinrichtung 90 angeordnet,
mit deren Hilfe das Gehäuseoberteil 16 in der Schließstellung am Gehäuseunterteil
14 arretiert werden kann. Hierzu weist das Gehäuseunterteil 14 an der den Aggregateraum
30 überdeckenden Deckenwand 32 ein Arretierungselement 92 auf, das mit der Arretierungseinrichtung
90 zusammenwirkt.
[0062] Auf seiner dem Gehäuseunterteil 14 zugewandten Unterseite weist das Gehäuseoberteil
16 einen Saugkanal 94 auf, der in der Schließstellung des Gehäuseoberteils 16 die
Absaugöffnung 50 des Schmutzsammelbehälters 20 mit einer Einlassöffnung 96 des Saugaggregates
24 verbindet. Das Saugaggregat 24 ist in den Figuren 7 und 8 vergrößert dargestellt.
Es umfasst ein Sauggehäuse 98 mit einem im Wesentlichen zylindrischen Grundkörper
100, an den sich oberseitig ein Einlassstutzen 102 anschließt. Das freie Ende des
Einlassstutzens 102 bildet die Einlassöffnung 96 des Saugaggregates 24. An einen im
Abstand zum Einlassstutzen 102 angeordneten unteren Seitenbereich des zylindrischen
Grundkörpers 100 schließt sich ein im Wesentlichen quaderförmiges Filteraufnahmeteil
104 einstückig an. Das Filteraufnahmeteil 104 umgibt eine im Wesentlichen quaderförmige
Filteraufnahme 106, in die ein Luftaustrittsfilter 108 eingesetzt ist.
[0063] Das Sauggehäuse 98 nimmt eine Saugturbine 110 auf sowie einen Antriebsmotor 112,
der die Saugturbine 110 antreibt. Unter der Wirkung der Saugturbine 110 kann vom Saugaggregat
24 eine Saugströmung erzielt werden, so dass der Schmutzsammelbehälter 20 über den
Saugkanal 94 mit Unterdruck beaufschlagt werden kann. Dadurch kann mit Feststoffpartikeln
und Flüssigkeitströpfchen beladene Saugluft durch den Saugstutzen 86 hindurch in den
Schmutzsammelbehälter 20 eingesaugt werden. Das Behälterunterteil 38 des Schmutzsammelbehälters
20 kann mit einer Flüssigkeit, vorzugsweise mit Wasser befüllt werden, so dass die
Tauchleitung 44 in das Wasser eintaucht. Dadurch wird die Saugströmung durch die Flüssigkeit
hindurchgeführt. Die Saugluft umströmt anschließend auf ihrem Weg zum Saugaggregat
24 die erste Prallwand 46 und die zweite Prallwand 48, wohingegen Feststoffpartikel
und Flüssigkeitströpfchen an den beiden Prallwänden 46, 48 wirkungsvoll abgeschieden
werden.
[0064] Die Saugluft gelangt über den Saugkanal 94, die Einlassöffnung 96 und den Einlassstutzen
102 zur Saugturbine 110 und wird von dieser über einen vertikal nach unten gerichteten
Luftaustrittskanal 114, der die Saugturbine 110 und den Antriebsmotor 112 in Umfangsrichtung
umgibt, zur Filteraufnahme 106 geführt. Die Luft kann die Filteraufnahme 106 vertikal
von oben nach unten durchströmen und gelangt dann in einen Abluftkanal 116, der im
Bereich einer Bodenwand 118 des Gehäuseunterteils 14 angeordnet ist und unterseitig
von einer Kanalwand 120 begrenzt wird, die an der Bodenwand 118 abnehmbar gehalten
ist. Die Kanalwand 120 ist unterhalb der Filteraufnahme 106 angeordnet. Der Benutzer
kann die Kanalwand 120 abnehmen und hat dadurch Zugang zur Filteraufnahme 106, so
dass er das Luftaustrittsfilter 108 bei Bedarf auf einfache Weise auswechseln kann.
[0065] Der Abluftkanal 116 erstreckt sich bis zu seitlich am Gehäuseunterteil 14 angeordneten
Luftaustrittsöffnungen 122, über die die vom Saugaggregat 24 angesaugte Saugluft (Prozessluft)
nach außen abgegeben werden kann.
[0066] Zum Betreiben des Dampfsauggerätes 10 kann das Behälterunterteil 38 des Schmutzsammelbehälters
20, wie voranstehend bereits erläutert, mit Flüssigkeit befüllt werden. Außerdem kann
der Vorratstank 34 mit zu verdampfender Flüssigkeit befüllt werden. An den Sauganschluss
64 kann eine Saugleitung angeschlossen werden und an den Dampfanschluss 60 kann eine
Dampfabgabeleitung angeschlossen werden und an den Elektroanschluss 62 kann ein Steuerkabel
angeschlossen werden. Über das Steuerkabel, die Dampfabgabeleitung und die Saugleitung
kann das Dampfsauggerät 10 mit einem an sich bekannten und deshalb zur Erzielung einer
besseren Übersicht in der Zeichnung nicht dargestellten Handstück verbunden werden,
das eine Dampfdüse und eine Saugdüse aufweist sowie einen elektrischen Schalter, mit
dessen Hilfe der Dampferzeuger 22 eingeschaltet werden kann. Der erzeugte Dampf kann
über die Dampfleitung 80, den Dampfanschluss 60 und die an den Dampfanschluss 60 angeschlossene
Dampfabgabeleitung der Dampfdüse des Handstücks zugeführt werden. Die von der Dampfdüse
pro Zeiteinheit abgebbare Dampfmenge kann der Benutzer am Drehschalter 58 einstellen.
Alternativ oder ergänzend kann der Benutzer am Drehschalter 58 die Saugleistung der
Saugturbine 110 vorgeben.
[0067] Um zu vermeiden, dass Spritzwasser unbeabsichtigt zum Elektroanschluss 62 gelangt,
kann dieser zusammen mit dem Saugangschluss 64 und dem Dampfanschluss 60 in Zeiten,
in denen das Dampfsauggerät 10 nicht in Betrieb ist, mittels einer Abdeckklappe 124
abgedeckt werden. Die Abdeckklappe 124 ist an der Bedienbaugruppe 54 zwischen einer
in Figur 12 dargestellten Abdeckstellung und einer in Figur 13 dargestellten Zugangsstellung
schwenkbar gelagert. In der Abdeckstellung taucht ein unterseitig an die Abdeckklappe
124 angeformter Abdeckkragen 126 in einen Ringraum 128, der den Elektroanschluss 62
und den Dampfanschluss 60 in Umfangsrichtung vollständig umgibt. In der Zugangsstellung
gibt die Abdeckklappe 124 den Elektroanschluss 62 ebenso wie den Dampfanschluss 60
und den Sauganschluss 64 frei.
[0068] Das Dampfsauggerät 10 zeichnet sich durch eine komfortable Handhabung, eine einfache
Montage und durch eine geringe Geräuschentwicklung aus. Die einfache Handhabung wird
insbesondere durch das verschwenkbar am Gehäuseunterteil 14 gelagerte Gehäuseoberteil
16 erzielt, das den Sauganschluss 64 aufweist und an dem die vormontierte Bedienbaugruppe
54 angeordnet ist. Sämtliche Bedienelemente des Dampfsauggerätes 10 sind am Gehäuseoberteil
16 angeordnet in einem Bereich zwischen dem Tragegriff 36 und der Schwenkachse 18.
Dies vereinfacht die Bedienung des Dampfsauggerätes 10.
[0069] Der Sauganschluss 64 steht über den sehr kurz gehaltenen Saugstutzen 86, dessen Durchmesser
größer ist als dessen Länge, mit der Absaugöffnung 50 des Schmutzsammelbehälters 20
in Strömungsverbindung. Dies vermeidet Schmutzablagerungen zwischen dem Sauganschluss
64 und der Ansaugöffnung 42. Der Saugstutzen 86 ist dem Benutzer zur Reinigung sowohl
auf der dem Gehäuseunterteil 14 abgewandten Oberseite als auch auf der dem Gehäuseunterteil
14 zugewandten Unterseite des Gehäuseoberteils 16 zugänglich, so dass er vom Benutzer
auf einfache Weise gereinigt werden kann.
[0070] Der Schmutzsammelbehälter 20 lässt sich mittels des Gehäuseoberteils 16 auf einfache
Weise am Gehäuseunterteil 14 festlegen und ist dem Benutzer bei Bedarf auf einfache
Weise zugänglich. Der Benutzer muss hierzu das Gehäuseoberteil 16 lediglich in die
dem Aggregateraum 30 abgewandte Richtung nach außen verschwenken.
[0071] Der Aggregateraum 30 nimmt insbesondere auch das Saugaggregat 24 auf, das ebenfalls
eine vorgefertigte Baugruppe ausbildet und bei der Montage des Dampfsauggerätes 10
zusammen mit dem Luftaustrittsfilter 108 in den Aggregateraum 30 eingesetzt werden
kann. Die von der Saugturbine 110 abgegebene Prozessluft wird innerhalb des Sauggehäuses
98 vertikal nach unten zur Filteraufnahme 106 geführt. Dies hat eine beträchtliche
Geräuschminderung des Saugaggregates 24 zur Folge. Das Luftaustrittsfilter 108 ist
dem Benutzer auf einfache Weise zugänglich, hierzu ist es lediglich erforderlich,
die Kanalwand 120 von der Bodenwand 118 des Gehäuseunterteils 14 zu entfernen.
1. Dampfsauggerät mit einem Gerätegehäuse (12), in dem eine elektrische Steuereinheit
(26), ein Dampferzeuger (22), ein Saugaggregat (24) sowie ein vom Saugaggregat (24)
mit Unterdruck beaufschlagbarer und dem Gerätegehäuse (12) entnehmbarer Schmutzsammelbehälter
(20) angeordnet sind, wobei am Gerätegehäuse (12) ein mit dem Dampferzeuger (22) in
Strömungsverbindung stehender Dampfanschluss (60) und ein mit dem Schmutzsammelbehälter
(20) in Strömungsverbindung stehender Sauganschluss (64) sowie ein elektrisch mit
der Steuereinheit (26) verbundener Elektroanschluss (62) und mindestens ein elektrisch
mit der Steuereinheit (26) verbundenes Bedienelement (58) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerätegehäuse (12) ein Gehäuseunterteil (14) und ein Gehäuseoberteil (16) aufweist,
wobei das Saugaggregat (24) und der Schmutzsammelbehälter (20) im Gehäuseunterteil
(14) angeordnet sind und das Gehäuseoberteil (16) zwischen einer Schließstellung,
in der es den Schmutzsammelbehälter (20) überdeckt, und einer Freigabestellung, in
der es den Schmutzsammelbehälter (20) freigibt, hin und her bewegbar ist, wobei der
Sauganschluss (64) am Gehäuseoberteil (16) angeordnet ist und in der Schließstellung
des Gehäuseoberteils (16) mit einer Ansaugöffnung (42) des Schmutzsammelbehälters
(20) in Strömungsverbindung steht.
2. Dampfsauggerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauganschluss (64) als Saugstutzen (86) ausgestaltet ist, der in der Schließstellung
des Gehäuseoberteils (16) fluchtend zur Ansaugöffnung (42) des Schmutzsammelbehälters
(20) ausgerichtet ist.
3. Dampfsauggerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmutzsammelbehälter (20) teilweise mit Flüssigkeit befüllbar ist und eine sich
innerhalb des Schmutzsammelbehälters (20) an die Ansaugöffnung (42) anschließende
Tauchleitung (44) aufweist, die in die Flüssigkeit eintaucht, sowie mindestens eine
oberhalb der Flüssigkeit angeordnete Prallwand (46, 48) zur Umlenkung einer durch
die Flüssigkeit hindurchgeführten Saugströmung.
4. Dampfsauggerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmutzsammelbehälter (20) ein Behälterunterteil (38) und ein auf das Behälterunterteil
(38) aufsetzbares und von diesem abnehmbares Behälteroberteil (40) aufweist, wobei
die Tauchleitung (44) und die mindestens eine Prallwand (46, 48) am Behälteroberteil
(40) angeordnet sind.
5. Dampfsauggerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseoberteil (16) am Gehäuseunterteil (14) schwenkbar gelagert ist.
6. Dampfsauggerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseoberteil (16) einen Saugkanal (94) aufweist, der eine Absaugöffnung (50)
des Schmutzsammelbehälters (20) mit einer Einlassöffnung (96) des Saugaggregats (24)
verbindet.
7. Dampfsauggerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseunterteil (14) einen vom Gehäuseoberteil (16) abdeckbaren Aufnahmeraum
(28) für den Schmutzsammelbehälter (20) und einen von einer Deckenwand (32) abgedeckten
Aggregateraum (30) für das Saugaggregat (24) aufweist, wobei die Einlassöffnung (96)
des Saugaggregates (24) an der Deckenwand (32) angeordnet und vom Gehäuseoberteil
(16) abdeckbar ist.
8. Dampfsauggerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseoberteil (16) auf der dem Aggregateraum (30) abgewandten Seite des Aufnahmeraums
(28) schwenkbar am Gehäuseunterteil (14) gelagert ist.
9. Dampfsauggerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseunterteil (14) einen Zusatzraum (84) aufweist, der den Aufnahmeraum (28)
U- oder C-förmig umgibt und an dem das Gehäuseoberteil (16) schwenkbar gelagert ist.
10. Dampfsauggerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Bedienelement (58) am Gehäuseoberteil (16) angeordnet ist.
11. Dampfsauggerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampfanschluss (60) am Gehäuseoberteil (16) angeordnet ist.
12. Dampfsauggerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektroanschluss (62) am Gehäuseoberteil (16) angeordnet ist.
13. Dampfsauggerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dampfsauggerät (10) einen Vorratstank (34) für eine zu verdampfende Flüssigkeit
aufweist, der mit dem Dampferzeuger (22) verbindbar ist.
14. Dampfsauggerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratstank (34) am oder im Gerätegehäuse (12) lösbar gehalten ist.
15. Dampfsauggerät nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratstank (34) oberhalb des Saugaggregates (24) und/oder des Dampferzeugers
(22) angeordnet ist.
16. Dampfsauggerät nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratstank (34) in Kombination mit dem Gehäuseoberteil (16) das Gehäuseunterteil
(14) vollständig überdeckt.
17. Dampfsauggerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dampfsauggerät (10) eine vormontierte Bedienbaugruppe (54) aufweist, die den
Elektroanschluss (62) und/oder den Dampfanschluss (60) und/oder das mindestens eine
Bedienelement (58) und/oder den Sauganschluss (64) umfasst.
18. Dampfsauggerät nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienbaugruppe (54) ein spritzwasserdichtes Baugruppengehäuse (66) aufweist,
in das eine flexible Dampfleitung (80) und ein flexibles Elektrokabel (76) einmünden,
wobei das Baugruppengehäuse (66) eine Trennwand (70) aufweist, die einen ersten Gehäuseabschnitt
(72) von einem zweiten Gehäuseabschnitt (74) trennt, wobei das Elektrokabel (76) in
den ersten Gehäuseabschnitt (72) und die Dampfleitung (80) in den zweiten Gehäuseabschnitt
(74) einmündet.
19. Dampfsauggerät nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienbaugruppe (54) ein spritzwasserdichtes Baugruppengehäuse (66) aufweist,
in das eine flexible Dampfleitung (80) und/oder ein flexibles Elektrokabel (76) einmünden,
wobei am Baugruppengehäuse (66) eine Abdeckklappe (124) beweglich gehalten ist, die
zwischen einer Abdeckstellung und einer Zugangsstellung hin und her bewegbar ist,
wobei sie in der Abdeckstellung den Elektroanschluss (62) und/oder den Dampfanschluss
(60) und/oder den Sauganschluss (64) abdeckt und in der Zugangsstellung den Zugang
zu diesen Anschlüssen freigibt.
20. Dampfsauggerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Saugaggregat (24) einen Luftaustrittskanal (114) aufweist, der in der Gebrauchslage
des Dampfsauggerätes (10) vertikal nach unten gerichtet ist.
21. Dampfsauggerät nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass sich in Strömungsrichtung der Prozessluft des Saugaggregates (24) an den Luftaustrittskanal
(114) ein Luftaustrittsfilter (108) anschließt, das in einer Filteraufnahme (106)
des Saugaggregats (24) gehalten ist, und dass das Gerätegehäuse (12) ein Gehäuseunterteil
(14) und ein Gehäuseoberteil (16) aufweist, wobei das Gehäuseunterteil (14) einen
Abluftkanal (116) ausbildet, der sich in Strömungsrichtung der Prozessluft des Saugaggregates
(24) an das Luftaustrittsfilter (108) anschließt und sich bis zu mindestens einer
Luftaustrittsöffnung (122) des Gehäuseunterteils (14) erstreckt.
22. Dampfsauggerät nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftaustrittskanal (114) eine Kanalwand (120) aufweist, die an einer Bodenwand
(116) des Gehäuseunterteils (14) abnehmbar gehalten ist, wobei sie im abgenommenen
Zustand die Filteraufnahme (106) freigibt.