[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Verbinder und eine Verwendung des Verbinders.
[0002] In vielen komplexen elektrischen bzw. elektronischen Geräten werden Schnittstellen
bereitgehalten, mit denen eine kabelgebundene Verbindung zwischen zwei Geräten herstellbar
ist, um Daten auszutauschen, beispielsweise zwischen einem mobilen Gerät (beispielsweise
einem Laptop, einem Netbook, einer Testvorrichtung, einer mobilen Festplatte usw.)
und einem stationären Gerät (beispielsweise einem Router, einem Hub, einem DSL-Modem,
einem Server, einem Drucker usw.). Aufgrund der stetig steigenden maximalen Datentransferraten
zwischen den einzelnen Geräten und den stetig steigenden zu übertragenden Datenvolumen
sind Kabelverbindungen notwendig, die eine entsprechende Datenübertragung ermöglichen.
[0003] Insbesondere sind es notwendig Verbinder in den einzelnen Geräten zu verbauen, welche
elektrische Signale entsprechend verlustfrei übertragen können, beispielsweise zwischen
einer Hauptleiterplatte eines Gerätes, auf der der Verbinder befestigt ist, und einem
an dem Verbinder angeschlossenen Kabel, welches die Verbindung zu einem weiteren Gerät
herstellt.
[0004] Aufgrund der hohen Datenraten, welche in verschiedenen Kommunikations- bzw. Schnittstellenstandards
definiert sind, betragen die über den Verbinder zu übertragenden Frequenzen der elektrischen
Signale mehr als 400 MHz, teilweise mehr als 500 MHz. Herkömmliche Verbinder sind
für diese neuen Standards nicht mehr geeignet, da sie bei diesen hohen Frequenzen
eine zu hohe Dämpfung und ein zu großes Übersprechen zwischen den einzelnen Kontakten
innerhalb des Verbinders aufweisen.
[0005] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Verbinder bereitzustellen,
um lösbare elektrische Verbindungen zu ermöglichen, welche bei einfacher Anwendung
eine verbesserte Verbindungssicherheit und höhere Übertragungsraten aufweisen.
[0006] Die Aufgabe wird durch einen Verbinder gemäß Anspruch 1 und eine Verwendung des Verbinders
gemäß Anspruch 10 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
Verbinder gemäß einem Aspekt
[0007] Ein Aspekt der Erfindung betrifft einen Verbinder, insbesondere einen RJ45-Verbinder,
aufweisend:
- eine Steckeraufnahme, in welche ein zum Verbinder komplementärer Stecker entlang einer
Einführrichtung E einführbar ist;
- zumindest ein Kontaktelement, welches ausgelegt ist, in einer Betriebsposition mit
einem Kontaktbereich einen zugeordneten Kontakt des Steckers elektrisch zu kontaktieren;
- zumindest ein Verbindungselement, welches ausgelegt ist, in der Betriebsposition mit
einem Verbindungsbereich eine Hauptleiterplatte elektrisch zu kontaktieren;
- zumindest eine Leiterplatte, welche das zumindest eine Verbindungselement mit einem
zugeordneten Kontaktelement elektrisch verbindet,
wobei die Leiterplatte im wesentlichen parallel zu einer Ebene angeordnet ist, deren
Normalenvektor N mit der Einführrichtung E einen Winkel α einschließt, der verschieden
von 0 Grad und verschieden von 90 Grad ist.
[0008] Vorteilhafterweise können die elektrischen Verbindungen zwischen dem zumindest einen
Kontaktelement und dem zumindest einen Verbindungselement mittels der schräg zur Einführrichtung
E orientierten Leiterplatte derart ausgeführt sein, daß die Länge der elektrischen
Leitung minimiert ist, so daß die elektrische Dämpfung des Verbinders insbesondere
für hohe Frequenzen vorteilhafterweise minimiert ist.
[0009] Es versteht sich, daß der Verbinder auch zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht
oder mehr Kontaktelemente aufweisen kann, welche jeweils mit einem zugeordneten Verbindungselement
elektrisch verbunden sein können. Entsprechend kann der Verbinder auch zwei, drei,
vier, fünf, sechs, sieben, acht oder mehr Verbindungselemente aufweisen. Besonders
bevorzugt ist die Anzahl der Kontaktelemente identisch zu der Anzahl der Verbindungselemente.
[0010] Das Kontaktelement ist aus einem elektrisch leitfähigen Material ausgebildet, vorzugsweise
einem Metall, wie beispielsweise einer Kupferlegierung. Das Kontaktelement weist einen
Kontaktbereich auf. Das Kontaktelement bzw. der Kontaktbereich kann rückstellfähig
bzw. elastisch verformbar ausgebildet sein. Der Kontaktbereich ist ausgelegt, mit
einem zugeordneten Kontakt eines zum Verbinder komplementären Steckers elektrisch
und/oder mechanisch zu kontaktieren. Durch die Rückstellfähigkeit des Kontaktbereichs,
bevorzugt des gesamten Kontaktelements, ist in der Betriebsposition eine Andruckkraft
durch das Kontaktelement im Kontaktbereich auf den zugeordneten Kontakt des Steckers
anlegbar. Beispielsweise kann das Kontaktelement ausgelegt und positioniert sein,
um eine Andruckkraft von mehr als etwa 0,1 N, insbesondere von mehr als 0,5 N und
besonders bevorzugt von mehr als etwa 1 N, auf den zugeordneten Kontakt des Steckers
anzulegen. Insbesondere kann die Andruckkraft zwischen etwa 0,7 N und etwa 1 N liegen.
Durch die Andruckkraft wird vorteilhafterweise der elektrische Übergangswiderstand
zwischen dem Kontakt des Steckers und dem Kontaktelement reduziert.
[0011] Die Rückstellfähigkeit des Kontaktbereichs bzw. des Kontaktelements bedeutet, daß
beim Übergang des Verbinders in die Betriebsposition, daß heißt durch das Einführen
des Steckers in die Steckeraufnahme des Verbinders, der Kontaktbereich bzw. das Kontaktelement
durch das Anlegen einer Kraft mittels des zugeordneten Kontakts des Steckers zumindest
bereichsweise verlagert und/oder verformt wird, wobei diese Verlagerung bzw. Verformung
reversibel ist. Mit anderen Worten kehrt das Kontaktelement bzw. der Kontaktbereich
in seine ursprüngliche Position und/oder Form zurück, wenn die Kraft nicht mehr wirkt,
beispielsweise weil der Stecker wieder aus der Steckeraufnahme gezogen wurde. Die
rückstellfähige Verformbarkeit des Kontaktelements bzw. des Kontaktbereichs umfaßt
insbesondere eine elastische Verformbarkeit.
[0012] Die Kontaktelemente können im Bereich bzw. innerhalb der Steckeraufnahme angeordnet
sein, so daß ein elektrischer Kontakt zwischen dem zumindest einen Kontaktelement
und dem zugeordneten Kontakt des Steckers erst ermöglicht wird, wenn der Stecker zumindest
bereichsweise in die Steckeraufnahme eingeführt ist. In der Betriebsposition ist das
zumindest eine Kontaktelement mit dem zugeordneten Kontakt des Steckers elektrisch
kontaktiert.
[0013] Das zumindest eine Kontaktelement ist über die zumindest eine Leiterplatte mit einem
zugeordneten Verbindungselement elektrisch verbunden. Besonders bevorzugt ist genau
eine Leiterplatte vorgesehen, welche alle Kontaktelemente mit den zugeordneten Verbindungselementen
elektrisch verbindet. Die Zuordnung zwischen den Verbindungselementen und den Kontaktelementen
kann eineindeutig sein, das heißt das jedem Verbindungselement genau ein Kontaktelement
zugeordnet ist und umgekehrt. Unter einer Leiterplatte im Sinne der Erfindung wird
insbesondere eine gedruckte Schaltung bzw. Platine ("printed circuit board") verstanden.
Die elektrische Verbindung kann dann mittels auf der Leiterplatte ausgebildeten, "gedruckten"
Leiterbahnen erfolgen. Die Leiterplatte kann dabei frei von weiteren elektrischen
bzw. elektronischen Bauteilen sein, wie beispielsweise integrierten Schaltungen, Kondensatoren,
Widerständen und so weiter, so daß insbesondere auf der Leiterplatte keine Verarbeitung
der elektrischen Signale erfolgt, welche über die Leiterplatte geleitet werden.
[0014] Die Verbindungselemente sind ausgelegt, den Verbinder mit einer Hauptleiterplatte
elektrisch zu verbinden. Dazu ist an jedem Verbindungselement ein Verbindungsbereich
vorgesehen, in welchem der elektrische Kontakt zwischen dem Verbindungselement und
einem zugeordneten Kontakt der Hauptleiterplatte erfolgen kann. Insbesondere kann
der Verbindungsbereich mit dem zugeordneten Kontakt der Hauptleiterplatte verlötet
werden, so daß vorteilhafterweise auch eine mechanische Befestigung mittels der Verbindungselemente
erfolgen kann.
[0015] Durch die räumliche Erstreckung der Leiterplatte wird eine x'-y'-Ebene aufgespannt,
wobei die Dicke der Leiterplatte vernachlässigt wird. Senkrecht zu dieser x'-y'-Ebene
steht der Normalenvektor N, welcher in der Regel mit der Dickenrichtung der Leiterplatte
zusammenfällt. Die Leiterplatte ist innerhalb des Verbinders derart angeordnet bzw.
befestigt, daß der Normalenvektor N in einem Winkel α verschieden von 0 Grad und verschieden
von 90 Grad zu der Einführrichtung E angeordnet ist. Unter der Vorraussetzung, daß
die Einführrichtung bei der oben beschriebenen Art von Verbindern in der Regel parallel
zu einer x-y-Ebene, die durch die Hauptleiterplatte aufgespannt ist oder parallel
zu einer an der Hauptleiterplatte anordenbare Anordenseite des Verbinders orientiert
ist, schließt der Normalenvektor N der Leiterplatte mit der Hauptleiterplatte ebenfalls
einen Winkel ein, der verschieden von 0 Grad und verschieden von 90 Grad ist und insbesondere
zwischen etwa 5 Grad und etwa 85 Grad, bevorzugt zwischen etwa 10 Grad und etwa 80
Grad liegen kann. Mit anderen Worten kann der Normalenvektor N der Leiterplatte mit
der Anordenseite des Verbinders einen Winkel einschließen, der verschieden von 0 Grad
und verschieden von 90 Grad ist und insbesondere zwischen etwa 5 Grad und etwa 85
Grad, bevorzugt zwischen etwa 10 Grad und etwa 80 Grad liegt.
[0016] Durch die geneigt zur Einführrichtung E bzw. zur Hauptleiterplatte orientierte Leiterplatte
ist es vorteilhafterweise möglich, eine möglichst kurze elektrische Verbindung zwischen
dem Kontaktbereich des Kontaktelements und dem Verbindungsbereich des Verbindungselements,
also zwischen dem Steckers und der Hauptleiterplatte, auszubilden. Dadurch wird weiter
vorteilhafterweise die Dämpfung des Verbinders auf das zu übertragende Signal sowie
das Übersprechen zwischen einzelnen Leitungen im Verbinder durch kapazitive und/oder
induktive Kopplung minimiert. Dabei kann die Verbinder insbesondere ausgelegt sein,
die Anforderungen der internationalen Norm ISO/IEC 11801 bzw. den Standard IEEE 802.3an
der IEEE (Kategorie 6
A oder Cat-6
A) zu erfüllen. Dadurch ist der Verbinder geeignet ein mit dem komplementären Stecker
versehenes Twisted-Pair Kabel mit der Hauptleiterplatte elektrisch zu verbinden, um
eine Übertragungsstrecke für elektrische Signale auszubilden. Die Übertragungsstrecke
kann beispielsweise eine 10-Gigabit-Ethernet Breitbandverbindung (10GBASE-T) sein,
welche für Übertragungsfrequenzen bis 500 MHz und Übertragungstrecken bis 100 m ausgelegt
ist.
[0017] Vorzugsweise liegt der Winkel α zwischen etwa 10 Grad und etwa 80 Grad, insbesondere
zwischen etwa 30 Grad und etwa 60 Grad. Insbesondere kann der Winkel α etwa 61° betragen.
[0018] Vorzugsweise weist der Verbinder eine Vielzahl von Kontaktelementen und eine entsprechende
Vielzahl von zugeordneten Verbindungselementen auf, wobei die Leiterplatte jedes der
Verbindungselemente mit dem zugeordneten Kontaktelement elektrisch verbindet. Insbesondere
können zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht oder mehr Kontaktelemente und entsprechend
zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht oder mehr Verbindungselemente vorgesehen
sein, die mittels einer, zwei, drei oder mehr Leiterplatte(n) miteinander elektrisch
verbunden sind.
[0019] Vorzugsweise ist die Impedanz zwischen einem ersten elektrischen Verbindungselementanschluß
der Leiterplatte, welcher mit einem ersten der Verbindungselemente elektrisch verbunden
ist, und einem ersten elektrischen Kontaktelementanschluß der Leiterplatte, welcher
mit einem ersten der Kontaktelemente elektrisch verbunden ist, verschieden von der
Impedanz zwischen einem zweiten elektrischen Verbindungselementanschluß, welcher mit
einem zweiten der Verbindungselemente elektrisch verbunden ist, und einem zweiten
elektrischen Kontaktelementanschluß, welcher mit einem zweiten der Kontaktelemente
elektrisch verbunden ist.
[0020] Vorteilhafterweise kann die elektrische Impedanz zwischen einem Verbindungselementanschluß
und dem durch die elektrische Schaltung auf der Leiterplatte zugeordneten Kontaktelementanschluß
weitgehend beliebig vorbestimmt bzw. gewählt werden. Insbesondere können alle Verbindungselementanschlüsse
bzw. Kontaktelementanschlüsse mit untereinander verschiedenen Impedanzen verbunden
sein, so daß bevorzugt die unterschiedlichen Impedanzen der an den Verbindungselementanschlüsse
kontaktierenden Verbindungselemente und/oder die unterschiedlichen Impedanzen der
an den Kontaktelementanschlüssen kontaktierenden Kontaktelemente ausgeglichen werden
können. Die Verbindungselemente und/oder die Kontaktelemente können beispielsweise
aufgrund unterschiedlicher Länge, unterschiedlicher Befestigung und/oder unterschiedlichem
Querschnitt eine unterschiedliche Impedanz aufweisen.
[0021] Zur Impedanzanpassung kann die Leiterplatte weitere elektrische Bauelemente aufweisen,
wie beispielsweise Widerstände, Kondensatoren, Induktoren und andere elektronische
Bauteile. Alternativ oder zusätzlich kann die Leiterplatte zum Anpassen der Impedanz
unterschiedliche lange und/oder unterschiedlich verlegte (geradlinig oder in Kurven)
elektrische Leitungen zwischen den Kontaktelementanschlüssen und den zugeordneten
Verbindungselementanschlüssen aufweisen.
[0022] Vorzugsweise ist die Signallaufzeit eines elektrischen Signals auf der Leiterplatte
zwischen dem ersten elektrischen Verbindungselementanschluß und dem ersten elektrischen
Kontaktelementanschluß verschieden von der Signallaufzeit des elektrischen Signals
zwischen dem zweiten elektrischen Verbindungselementanschluß und einem zweiten elektrischen
Kontaktelementanschluß.
[0023] Durch die unterschiedliche Länge der elektrischen Leitungen zwischen den Kontaktelementanschlüssen
und den zugeordneten Verbindungselementanschlüssen auf der Leiterplatte kann die Signallaufzeit
für ein elektrisches Signal verschieden sein in Abhängigkeit davon von welchem Verbindungselementanschluß
das Signal zu dem zugeordneten Kontaktefementanschluß übertragen wurde. Diese unterschiedlichen
Signallaufzeiten sind vorteilhafterweise in einem bestimmten Umfang wählbar bzw. vorbestimmbar,
beispielsweise durch eine Verlängerung oder Verkürzung der elektrischen Leitungen
auf der Leiterplatte oder durch das bereichsweise Anordnen von dielektrischen Medien
entlang der elektrischen Leitungen.
[0024] Vorteilhafterweise können die unterschiedlichen Signallaufzeiten auf der Leiterplatte
genutzt werden, um die Signallaufzeiten durch den gesamten Verbinder für alle durch
den Verbinder hergestellten Leitungen im wesentlichen konstant zu halten. Beispielsweise
können die Einflüsse unterschiedlich langer Kontaktelemente und/oder Verbindungselemente
durch eine entsprechende Anpassung der Leiterplatte kompensiert werden. Sind beispielsweise
ein an der Leiterplatte angeschlossenes Kontaktelement bzw. Verbindungselement aus
konstruktiven Zwängen (Befestigungsmöglichkeiten, Position der Kontakte auf der Hauptleiterplatte)
länger als andere Kontaktelemente bzw. Verbindungselemente, so kann die elektrische
Leitung auf der Leiterplatte, welche dieses Kontaktelemente mit dem Verbindungselement
elektrisch verbindet kürzer ausgebildet werden als die elektrischen Leitungen der
Leiterplatte, welche die anderen Kontaktelemente mit den zugehörigen Verbindungselementen
verbinden. Bevorzugt kann die Differenz in den Signallaufzeiten zwischen den verschiedenen
Verbindungsbereichen der Verbindungselemente und den zugeordneten Kontaktbereichen
der Kontaktelemente weniger als etwa 10 ms, bevorzugt weniger als etwa 1 ms und insbesondere
weniger als etwa 100 ns, betragen.
[0025] Weiter vorzugsweise kann die Leiterplatte auch ausgelegt sein, daß Übersprechen zwischen
den durch den Verbinder hergestellten Leitungen, insbesondere im Steckbereich, zu
kompensieren. Dabei kann Leiterplatte durch eine geeignete Leitungsführung auf der
Leiterplatte bevorzugt ausgelegt sein folgende Werte (NEXT values) für das Übersprechen
(NEXT steht für "Near End Cross-Talk") zu unterschreiten: 75dB bei 1 MHz, 54dB bei
100 MHz, 46dB bei 250 MHz und 37dB bei 500 MHz.
[0026] Vorzugsweise sind der Kontaktbereich des zumindest einen Kontaktelements und der
Verbindungsbereich des zumindest einen Verbindungselements an gegenüberliegenden Seiten
der Steckeraufnahme angeordnet. Mit anderen Worten ist der Kontaktbereich des zumindest
einen Kontaktelements entlang einer Richtung senkrecht zur Einführrichtung E beabstandet
von dem Verbindungsbereich des zumindest einen Verbindungselements angeordnet, so
daß sich die Steckeraufnahme zumindest bereichsweise zwischen Kontaktbereich und Verbindungsbereich
erstreckt. Mit anderen Worten wird das an dem Stecker anliegende elektrische Signal
durch das Kontaktelement, die Leiterplatte und das Verbindungselement zumindest bereichsweise
um den Stecker bzw. die Steckeraufnahme zur Hauptleiterplatte herumgeführt. Das heißt,
die Kontaktbereiche der Kontaktelemente sind auf der gegenüberliegenden bzw. entgegengesetzten
Seite der Steckeraufnahme angeordnet und durch diese beabstandet von der Anordenseite
des Verbinders, mit welcher der Verbinder in der Betriebsposition an der Hauptleiterplatte
befestigt ist.
[0027] Vorzugsweise weist die Steckeraufnahme eine Verriegelungseinrichtung auf, welche
in der Betriebsposition mit einer komplementären Verriegelungseinrichtung des Steckers
verriegelbar ist. Vorteilhafterweise ist der Stecker dadurch vor einem versehentlichen
Herausziehen entgegen der Einführrichtung E aus der Steckeraufnahme des Verbinders
geschützt.
[0028] Bevorzugt weist die Verriegelungseinrichtung eine Hinterschneidung bzw. eine Rastkante
auf, wobei die komplementäre Verriegelungseinrichtung durch das Einführen des Steckers
entlang der Einführrichtung E in der Betriebsposition mit der Hinterschneidung bzw.
der Rastkante in Eingriff gelangt bzw. damit verrastet, so daß das Herausziehen des
Steckers entgegen der Einführrichtung E aus der Steckeraufnahme gehemmt ist. Dazu
kann bzw. können die Verriegelungseinrichtung und/oder die komplementäre Verriegelungseinrichtung
des Steckers rückstellfähig ausgebildet sein. Durch das Einführens des Steckers in
die Steckeraufnahme kann bzw. können die Verriegelungseinrichtung und/oder die komplementäre
Verriegelungseinrichtung entlang einer Verlagerungsrichtung, die im wesentlichen senkrecht
zur Einführrichtung E orientiert ist, verformt bzw. verlagert werden. Beim Erreichen
der Betriebsposition wird/werden die Verriegelungseinrichtung und/oder die komplementäre
Verriegelungseinrichtung aufgrund der Rückstellfähigkeit wieder entgegen der Verlagerungsrichtung
verlagert bzw. verformt, um in den ursprünglichen Zustand bzw. die ursprüngliche Form
zurückzukehren. Dadurch gelangen Verriegelungseinrichtung und komplementäre Verriegelungseinrichtung
in Eingriff. Die Verriegelung kann durch ein Betätigen Verriegelungseinrichtung bzw.
der komplementären Verriegelungseinrichtung entlang der Verlagerungsrichtung wieder
entriegelt werden.
[0029] Besonders bevorzugt ist der Verbinder als RJ45-Verbinderbuchse zur Aufnahme eines
RJ45-Steckers ausgebildet. Bei RJ45-Steckern befindet sich die komplementäre Verriegelungseinrichtung
auf einer den Kontakten des Steckers gegenüberliegenden Seite. Demzufolge ist die
Verriegelungseinrichtung bevorzugt an der den Kontaktelementen gegenüberliegenden
Seite der Steckeraufnahme ausgebildet. Ist der Verbinder an der Hauptleiterplatte
befestigt, so ist die Verriegelungseinrichtung an der der Hauptleiterplatte näherliegenden
Seite der Steckeraufnahme angeordnet. Diese Konfiguration wird auch als "tap down"
Konfiguration bezeichnet.
[0030] Vorzugsweise umfaßt der Verbinder zumindest ein Leistungskontaktelement, welches
ausgelegt ist, in der Betriebsposition mit einem Leistungskontaktbereich einen zugeordneten
Leistungskontakt des Steckers elektrisch zu kontaktieren.
[0031] Bevorzugt weist der Verbinder zwei Leistungskontaktelemente auf, so daß ein externes
Gerät mittels der Leistungskontakte mit einem Gleichstrom oder einem Wechselstrom
versorgt werden kann, um dieses externe Gerät mittels der Hauptleiterplatte über den
Verbinder mit elektrischer Energie zu versorgen. Insbesondere kann das externe Gerät
ausschließlich über die Leistungskontaktelemente mit der für den Betrieb des Gerätes
notwendigen Energie versorgt werden.
[0032] Die Leistungskontaktelemente sind verschieden von den Kontaktelementen. Die Kontaktelemente
sind insbesondere ausgelegt, elektrische Signale mit einem Frequenzgehalt von etwa
1 MHz bis etwa 500 MHz, bevorzugt von etwa 1 MHz bis etwa 500 MHz, und einer geringen
Stromstärke von bevorzugt weniger als 0,5 A, insbesondere weniger als 0,1 A, zu übertragen.
Dazu können die Kontaktelemente einen Querschnitt von etwa 0,11 mm
2 aufweisen. Dagegen sind die Leistungskontakte ausgelegt, die Energieversorgung des
externen Geräts zu übernehmen. Daher sollten die Leistungskontaktelemente zumindest
eine Stromstärke von mehr als etwa 1 A, bevorzugt von mehr als etwa 2 A oder 5 A,
leiten können. Dabei sollten sich die Leistungskontaktelemente während des Leitens
eines solchen elektrischen Stromes nicht übermäßig erwärmen. Insbesondere sollte sich
die Temperatur des entsprechenden Leistungskontaktelements durch das Leiten des elektrischen
Stroms nicht um mehr als etwa 10°C erhöhen. Dementsprechend ist der Leiterquerschnitt
der Leistungskontaktelemente in der Regel größer als der Leiterquerschnitt der Kontaktelemente.
Dazu können die Leistungskontaktelemente einen Querschnitt von etwa 0,16 mm
2 bis etwa 0,76 mm
2, insbesondere von etwa 0,37 mm
2, aufweisen. Insbesondere können die Leistungskontaktelemente einen um einen Faktor
von mehr als 2, bevorzugt um einen Faktor von mehr etwa 5, größeren Leitungsquerschnitt
aufweisen als die Kontaktelemente. Insbesondere kann dieser Faktor etwa 1,5 bis etwa
6,9 betragen, insbesondere etwa 3,4.
[0033] Besonders bevorzugt sind die Leistungskontaktelemente an einer Seite der Steckeraufnahme
angeordnet, welche der Seite der Steckeraufnahme gegenüberliegt bzw. entgegengesetzt
ist, an welcher die Kontaktelemente angeordnet sind. Mit anderen Worten ist der Stecker
zumindest bereichsweise zwischen dem zumindest einen Kontaktbereich und den zumindest
einen Leistungskontaktbereich einführbar.
[0034] Vorzugsweise umfaßt der Verbinder zumindest einen Lichtleiter, welcher derart angeordnet
ist, um das Licht von der Hauptleiterplatte in eine Richtung entgegen der Einführrichtung
E aus dem Verbinder abzustrahlen bzw. auszusenden.
[0035] Vorteilhafterweise können Lichtsignale von der Hauptleiterplatte mittels des Lichtleiters
über den Verbinder einem Benutzer angezeigt werden. Beispielsweise kann mittels eines
optischen Signals über den Lichtleiter dem Benutzer die Bereitschaft der Hauptleiterplatte
angezeigt werden, eine elektrische Verbindung oder eine Kommunikationsverbindung mittels
des Verbinders herzustellen. Weiter kann ein über den Verbinder fließender Datenstrom
durch ein auf der Hauptleiterplatte erzeugtes optisches Signal mittels des Lichtleiters
visualisiert werden. Dadurch ist es vorteilhafterweise dem Benutzer möglich, die Aktivität
einer Schnittstelle, welche mittels des Verbinders hergestellt ist, von außen zu prüfen,
insbesondere in dem Fall, daß die Hauptleiterplatte innerhalb eines Gehäuses angeordnet
ist und damit die auf der Hauptleiterplatte vorgesehene Lichtquelle nicht sichtbar
ist.
[0036] Der zumindest eine Lichtleiter umfaßt ein optisch transparentes bzw. durchsichtiges
Material, insbesondere einen Kunststoff, wie beispielsweise ein Acrylglas. Besonders
bevorzugt ist der Lichtleiter derart angeordnet und ausgebildet, daß Licht von einer
auf der Hauptleiterplatte befindlichen Lichtquelle in eine Richtung entgegen der Einführrichtung
E aus dem Verbinder abstrahlbar ist. Die Lichtquelle kann bevorzugt eine Leuchtdiode,
eine Glühlampe oder eine sonstige Lichtquelle umfassen.
Verwendung gemäß einem Aspekt
[0037] Ein Aspekt der Erfindung betrifft die Verwendung eines erfindungsgemäßen Verbinders
zur Übertragung von elektrischen Signalen von einer Hauptleiterplatte zu einem mit
dem Verbinder elektrisch kontaktierten Stecker, wobei die elektrischen Signale Frequenzen
bis etwa 500 MHz umfassen.
[0038] Bevorzugt enthält das Frequenzspektrum der mittels des Verbinders übertragenen Signale
Frequenzen von etwa 0 MHz bis etwa 500 MHz oder höher, insbesondere Frequenzen von
etwa 300 MHz bis etwa 450 MHz.
Figurenbeschreibung
[0039] Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform des Verbinders anhand der beigefügten
Zeichnungen beispielhaft erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1:
- eine perspektivische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform des Verbinders,
- Fig. 2:
- den in der Figur 1 gezeigten Verbinder ohne Gehäuse,
- Fig. 3:
- eine Schnittansicht durch den in Fig. 2 gezeigten Verbinder,
- Fig. 4:
- eine perspektivische Schnittansicht des Verbinders.
[0040] Die Figuren 1 bis 4 zeigen einen Verbinder 1 in verschiedenen Ansichten, wobei identische
Elemente des Verbinders 1 in den Figuren mit identischen Bezugszeichen gekennzeichnet
sind. Die Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Verbinders 1, welcher in
der gezeigten bevorzugten Ausführungsform als ein zum Standard RJ45 kompatibler Verbinder
ausgebildet ist. Der Verbinder 1 weist ein Gehäuse 3 auf, welches vorzugsweise aus
einem Metall ausgebildet ist, um elektromagnetische Streustrahlung abzuschirmen. Das
Gehäuse 3 kann insbesondere aus einem oder mehreren Stücken Metallblech ausgebildet
sein, wobei das Gehäuse 3 weiter zumindest eine Gehäuselötfahne 5 aufweist, welche
mit einem Schirmungskontakt oder Erdkontakt (nicht gezeigt) einer Hauptleiterplatte
verbindbar ist. Um den Verbinder 1 an der Hauptleiterplatte anzuordnen bzw. mit der
Hauptleiterplatte elektrisch und/oder mechanisch zu verbinden, weist das Gehäuse 3
eine Anordnungsseite 3a auf, welche im wesentlichen eben ausgebildet ist und insbesondere
eine x-y-Ebene aufspannt.
[0041] In der Betriebsposition des Verbinders 1 ist die Anordenseite 3a des Gehäuses 3 zumindest
bereichsweise an der Hauptleiterplatte angeordnet bzw. daran befestigt. Zur Befestigung
des Verbinders 1 an der Hauptleiterplatte kann das Gehäuse 3 zumindest ein Gehäusebefestigungsmittel
3b aufweisen, womit das Gehäuse 3 an der Hauptleiterplatte befestigt werden kann.
Insbesondere können die Gehäusebefestigungsmittel 3b ausgelegt sein, in eine komplementäre
Gehäusebefestigungsmittelaufnahme der Hauptleiterplatte zumindest bereichsweise aufgenommen
zu werden und/oder mit diesen zu verrasten.
[0042] Der Verbinder 1 weist ferner eine Steckeraufnahme 7 auf, in welche ein zum Verbinder
1 komplementärer Stecker (nicht gezeigt) entlang einer Einführrichtung E einführbar
ist. Durch das Einführen des Steckers entlang der Einführrichtung E in die Steckeraufnahme
7 kann ein Steckerkontaktbereich 3c des Gehäuses 3 mit einem komplementären Kontaktbereich
des Steckers elektrisch kontaktieren, so daß eine Abschirmung des Steckers mit dem
Abschirmgehäuse 3 des Verbinders 1 elektrisch kontaktiert ist.
[0043] Durch das Einführen des Steckers entlang der Einführrichtung E in die Steckeraufnahme
7 kann die Anordnung aus Stecker und Verbinder 1 in eine Betriebsposition überführt
werden. Um den Stecker in der Steckeraufnahme 7 in der Betriebsposition zu halten,
kann der Verbinder 1 eine Verriegelungseinrichtung 9 aufweisen, welche ausgelegt ist,
mit einer komplementären Verriegelungseinrichtung des Steckers in der Betriebsposition
zu verriegeln. Beispielsweise kann die Verriegelungseinrichtung 9, wie in Figur 1
gezeigt, als eine Hinterschneidung ausgebildet sein, hinter welcher die komplementäre
Verriegelungseinrichtung des Steckers in der Betriebsposition eingreift, so daß das
Herausziehen des Steckers entgegen der Einführrichtung E aus der Steckeraufnahme 7
gehemmt ist.
[0044] Beispielsweise kann die komplementäre Verriegelungseinrichtung des Steckers als ein
rückstellfähig ausgebildetes Bauelement ausgebildet sein, welches während des Einführens
des Steckers entlang der Einführrichtung E in die Steckeraufnahme 7 entlang einer
Verlagerungsrichtung senkrecht zur Einführrichtung E verformt bzw. verlagert wird,
um in der Betriebsposition entgegen der Verlagerungsrichtung aufgrund der Rückstellfähigkeit
verlagert bzw. verformt zu werden, so daß die komplementäre Verriegelungseinrichtung
des Steckers in Eingriff bzw. Verrastung mit der Verriegelungseinrichtung 9 des Verbinders
1 gelangt. Die Verriegelung bzw. Verrastung kann durch ein Betätigen der komplementären
Verriegelungseinrichtung des Steckers entlang der Verlagerungsrichtung gelöst werden.
Beispielsweise kann das Betätigen durch ein Werkzeug oder händisch, erfolgen, um die
Verriegelung zu lösen und den Stecker entgegen der Einführrichtung E aus der Steckeraufnahme
7 zu ziehen.
[0045] Der Verbinder 1 umfaßt in der in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Ausführungsform acht
Kontaktelemente 11, die ausgelegt sind, in der Betriebsposition mit jeweils einem
Kontaktbereich 11a des Kontaktelements 11 einen zugeordneten Kontakt des Steckers
elektrisch zu kontaktieren. Jedes der Kontaktelemente 11 ist mit einem zugeordneten
Verbindungselement 13 elektrisch verbunden, wobei jedes Verbindungselement 13 einen
Verbindungsbereich 13a aufweist, welcher ausgelegt ist, mit der Hauptleiterplatte
elektrisch kontaktiert bzw. verbunden zu sein. In der in den Figuren 1 bis 4 gezeigten
Ausführungsform des Verbinders 1 sind die Verbindungsbereiche 13a der Verbindungselemente
13 an der Anordenseite 3a des Gehäuses 3 derart angeordnet, daß die Verbindungsbereiche
13a entlang einer Anordenrichtung A über die Anordenseite 3a des Gehäuses 3 hinausragen.
Die Gehäusebefestigungsmittel 3b und die Gehäuselötfahnen 5 des Gehäuses 3 erstrecken
sich ebenfalls entlang der Anordenrichtung A, so daß der Verbinder 1 durch eine Verlagerung
entlang der Anordenrichtung A an der Hauptleiterplatte angeordnet und damit verbunden
werden kann. Insbesondere können die Verbindungsbereiche 13a mit entsprechenden Kontakten
der Hauptleiterplatte verlötet werden. Ebenso können die Gehäuselötfahnen 5 mit entsprechenden
Erdkontakten der Hauptleiterplatte verlötet werden. Durch das Verlagern des Verbinders
1 entlang der Anordenrichtung A können die Gehäusebefestigungsmittel 3b mit der Hauptleiterplatte
in Eingriff gelangen bzw. damit verrasten. Es versteht sich jedoch, daß die Gehäusebefestigungsmittel
3b ebenfalls ausgelegt sein können mit der Hauptleiterplatte verklebt, verschraubt,
verlötet, verrastet oder anderweitig befestigt zu werden.
[0046] Die in den Figuren 1 bis 4 gezeigte bevorzugte Ausführungsform des Verbinders 1 umfaßt
weiter zwei Leistungskontaktelemente 15, welche ausgelegt sind, durch das Einführen
des Steckers entlang der Einführrichtung E mit einem zugeordneten Leistungskontakt
des Steckers elektrisch zu kontaktieren. Dabei erfolgt der elektrische Kontakt des
Leistungskontaktelements 15 mit dem zugeordneten Leistungskontakt des Steckers in
einem Leistungskontaktbereich 15a.
[0047] Während die Kontaktelemente 11 bevorzugt ausgelegt sind elektrische Signale, insbesondere
transiente elektrische Signale mit einem Frequenzgehalt von etwa 1 MHz bis etwa 500
MHz, bevorzugt von etwa 100 MHz bis etwa 500 MHz, zu übertragen, um diese Signale
von der Hauptleiterplatte zu den Kontakten des Steckers und damit zu einem externen
Gerät, zu übertragen, sind die Leistungskontakte 15 ausgelegt, dieses externe Gerät
mit elektrischer Energie zu versorgen, welche für den Betrieb des Gerätes notwendig
ist. Daher sind die Leistungskontaktelemente ausgelegt, zumindest eine Stromstärke
von mehr als etwa 1 A, bevorzugt von mehr als etwa 2 A oder 5 A, zu leiten. Dagegen
können die Kontaktelemente 11 derart ausgelegt sein, daß Stromstärken von weniger
als 0,5 A, bevorzugt von weniger als 0,1 A geleitet werden, ohne daß sich die Temperatur
des Kontaktelements 11 durch das Leiten des elektrischen Stroms um mehr als etwa 10°C
erhöht. Dementsprechend ist der Leiterquerschnitt der Kontaktelemente 11 geringer
als der Leiterquerschnitt der Leistungskontaktelemente 15. Beispielsweise können die
Kontaktelemente einen Querschnitt von etwa 0,11 mm
2 aufweisen. Dagegen können die Leistungskontaktelemente einen Querschnitt von etwa
0,16 mm
2 bis etwa 0,76 mm
2, insbesondere von etwa 0,37 mm
2, aufweisen. Insbesondere können die Leistungskontaktelemente 15 einen Leiterquerschnitt
aufweisen, der um einen Faktor größer als 2, bevorzugt um einen Faktor größer als
etwa 5 größer ist, als der Leiterquerschnitt der Kontaktelemente 11. Insbesondere
kann dieser Faktor etwa 1,5 bis etwa 6,9 betragen, insbesondere etwa 3,4.
[0048] Bevorzugt weist der Verbinder 1 zwei Lichtleiter 17 auf, die derart angeordnet sind,
um jeweils Licht von einer zugeordneten Lichtquelle, die auf der Hauptleiterplatte
angeordnet ist, in eine Richtung entgegen der Einführrichtung E aus dem Verbinder
1 abzustrahlen. Beispielsweise kann die Hauptleiterplatte für jeden der Lichtleiter
eine zugeordnete Lichtquelle aufweisen, welche nahe eines Eintrittsfensters 17a des
Lichtleiters 17 angeordnet ist, wenn der Verbinder 1 an der Hauptleiterplatte angeordnet
bzw. befestigt ist. Die Lichtquelle kann beispielsweise eine Leuchtdiode oder eine
sonstige Lichtquelle umfassen. Das von der Lichtquelle ausgesandte Licht tritt durch
das Eintrittsfenster 17a in den Lichtleiter ein und wird innerhalb des Lichtleiters,
bevorzugt mittels Totalreflexion, geführt, um durch ein Austrittsfenster 17b den Lichtleiter
zu verlassen. Das Austrittsfenster 17b ist derart angeordnet, daß das Licht bevorzugt
den Lichtleiter 17 entgegen der Einführrichtung E verläßt. Mittels des Lichtleiters
17 können Signale von der Hauptleiterplatte aus auf optischem Wege ausgesandt werden.
Beispielsweise kann mittels eines optischen Signals über den Lichtleiter 17 die Bereitschaft
der Hauptleiterplatte angezeigt werden, eine elektrische Verbindung oder eine Kommunikationsverbindung
mittels des Verbinders 1 herzustellen. Weiter kann beispielsweise ein über den Verbinder
1 fließender Datenstrom durch ein optisches Signal mittels des Lichtleiters 17 angezeigt
werden. Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich, die Aktivität einer Schnittstelle,
welche mittels des Verbinders 1 hergestellt wird, von außen zu prüfen, das heißt auch
für den Fall, daß die Hauptleiterplatte und damit die auf der Hauptleiterplatte vorgesehene
Lichtquelle nicht sichtbar ist, beispielsweise weil diese innerhalb eines Gehäuses
angeordnet ist.
[0049] Die Figur 2 zeigt den in der Figur 1 gezeigten Verbinder, wobei das Gehäuse 3 und
einer der Lichtleiter 17 entfernt wurden, um eine bessere Sicht auf die Verbindung
zwischen den Kontaktelementen 11 und den Verbindungselementen 13 zu erlauben. Wie
in der Figur 2 gezeigt, sind die Kontaktelemente 11 mittelbar mit den zugeordneten
Verbindungselementen 13 elektrisch verbunden. Diese mittelbare elektrische Verbindung
erfolgt über die Leiterplatte 19, welche eine Vielzahl von Kontaktelementanschlüssen
19a aufweist, wobei die Anzahl der Kontaktelementanschlüsse 19a bevorzugt der Anzahl
der Kontaktelemente 11 entspricht. Entsprechend weist die Leiterplatte 19 eine Vielzahl
von Verbindungselementanschlüssen 19b auf, wobei die Anzahl der Verbindungselementanschlüsse
19b bevorzugt der Anzahl der Verbindungselemente 13 entspricht.
[0050] Die Leiterplatte ist bevorzugt als gedruckte Schaltung ausgebildet, wobei jeder der
Kontaktelementanschlüsse 19a mit einem zugeordneten Verbindungselementanschluß 19b
elektrisch verbunden ist, so daß eine elektrische Verbindung zwischen jedem der Kontaktelemente
11 mit einem zugeordneten der Verbindungselemente 13 hergestellt ist. Die Leiterplatte
und damit die gedruckten elektrischen Leitungsbahnen der Leiterplatte, welche die
Kontaktelementanschlüsse 19a mit den Verbindungselementanschlüssen 19b elektrisch
verbinden, erstreckt sich entlang einer x'-y'-Ebene, welche gegenüber der x-y-Ebene,
die durch die Anordenseite 3a des Gehäuses 3 aufgespannt ist und welche bevorzugt
parallel zur Hauptleiterplatte orientiert ist, verkippt ist. Mit anderen Worten wird
die x'-y'-Ebene durch einen Normalenvektor N definiert, der mit der Einführrichtung
E einen Winkel α einschließt, wobei der Winkel α von 0° und von 90° verschieden ist.
Bevorzugt beträgt der zwischen dem Normalenvektor N und der Einführrichtung E eingeschlossene
Winkel α etwa 10° bis etwa 80°. Besonders bevorzugt liegt der Winkel α zwischen etwa
30° und etwa 60°. Insbesondere kann der Winkel α etwa 61 betragen.
[0051] Vorteilhafterweise können die elektrischen Verbindungen zwischen den Kontaktelementen
11 und den Verbindungselementen 13 mittels der Leiterplatte 19 in der Länge minimiert
sein, so daß die elektrische Dämpfung des Verbinders 1 insbesondere für hohe Frequenzen
ebenfalls minimiert ist.
[0052] Weiter bevorzugt kann die Leiterplatte 19 derart ausgebildet sein, daß die elektrische
Impedanz zwischen einem ersten der Verbindungselementanschlüsse 19b und einem zugeordneten
ersten der Kontaktelementanschlüsse 19a verschieden ist von der Impedanz zwischen
einem zweiten der elektrischen Verbindungselementanschlüsse 19b und einem zweiten
der Kontaktelementanschlüsse 19a. Um die Impedanz zwischen einem Kontaktelementanschluß
19a und einem Verbindungselementanschluß 19b vorzubestimmen, kann die Leiterplatte
19 weitere elektrische Bauelemente 25 (in Figur 4 gezeigt) aufweisen, wie beispielsweise
Widerstände, Kondensatoren, Induktoren und ähnliches. Die Impedanzen zwischen den
Kontaktelementanschlüssen 19a und den zugeordneten Verbindungselementanschlüssen 19b
kann auch durch die Form der elektrischen Verbindung 27a, 27b, 27c zwischen zwei zugeordneten
Anschlüssen erfolgen. Dazu kann die elektrische Verbindungsleitung auf der Leiterplatte
19 zwischen zwei zugeordneten Anschlüssen 19a, 19b geradlinig (Verbindung 27a) oder
nicht geradlinig (Verbindung 27b) ausgebildet sein. Insbesondere können die elektrischen
Verbindungen 27a, 27b, 27c auf der Leiterplatte 19 zwischen den Kontaktelementanschlüssen
19a und den zugeordneten Verbindungselementanschlüssen 19b untereinander unterschiedlich
lang ausgebildet sein.
[0053] Durch die unterschiedliche Länge der elektrischen Verbindungen und/oder aufgrund
anderer Ursachen, wie beispielsweise einer Impedanzanpassung, kann die Signallaufzeit
eines elektrischen Signals auf der Leiterplatte 19 zwischen einem ersten der elektrischen
Verbindungselementanschlüsse 19b und einem ersten der Kontaktelementanschlüsse 19a
verschieden sein von der Signallaufzeit des elektrischen Signals zwischen einem zweiten
der Verbindungselementanschlüsse 19b und einem zweiten der Kontaktelementanschlüsse
19a. Die unterschiedlichen Signallaufzeiten auf der Leiterplatte 19 können insbesondere
dazu genutzt werden, die Signallaufzeiten durch den gesamten Verbinder 1 derart anzupassen,
daß die Signallaufzeit von allen Verbindungsbereichen 13a zu den jeweils zugeordneten
Kontaktbereichen 15a im wesentlichen konstant ist. Mit anderen Worten ist der Unterschied
in der Signallaufzeit zwischen einem ersten der Verbindungsbereiche 13a und einem
ersten der Kontaktbereiche 11a verglichen mit der Signallaufzeit zwischen einem zweiten
der Verbindungsbereiche 13a zu einem zugeordneten zweiten der Kontaktbereiche 11a
kleiner als etwa 10 Mikrosekunden, bevorzugt kleiner als etwa 1 Mikrosekunde und insbesondere
kleiner als etwa 100 Nanosekunden. Vorteilhafterweise können durch die Leiterplatte
19 unterschiedliche Signallaufzeiten durch unterschiedlich lange Kontaktelemente 11
bzw. unterschiedlich lange Verbindungselemente 13 ausgeglichen werden und Phasenverschiebungen
zwischen den Signalen verhindert werden.
[0054] Die Kontaktelemente 11 sind jeweils mit einem Leiterplattenkontaktbereich 11 b mit
dem Kontaktelementanschlüß 19a der Leiterplatte 19 elektrisch verbunden. Die elektrische
Verbindung kann beispielsweise durch Löten, Crimpen, Schrauben, Kleben, und ähnlichem
hergestellt sein. Bevorzugt sind die Kontaktelemente 11 dadurch auch mechanisch an
der Leiterplatte 19 befestigt. Besonders bevorzugt umfaßt der Verbinder einen Kontaktelementhalter
21, welcher ausgelegt ist, die Kontaktelemente 11 an der Leiterplatte 19 mechanisch
zu befestigen. Insbesondere können die Kontaktelemente 11 zumindest bereichsweise
durch den Kontaktelementhalter 21 durchgeführt sein, wobei der Kontaktelementhalter
21 bevorzugt eine Durchführöffnung mit einem abgerundeten Öffnungsbereich 21a aufweist,
so daß das Kontaktelement 11 im Bereich des Öffnungsbereichs 21a gebogen sein kann
und im gebogenen Bereich, insbesondere vollflächig, an dem Kontaktelementhalter 21
anliegen kann. Dadurch wird ein Knicken des Kontaktelements 11 vermieden, beispielsweise
wenn eine Kraft auf das Kontaktelement ausgeübt wird, wie dies der Fall ist, wenn
der komplementäre Stecker in die Steckeraufnahme 7 des Verbinders 1 eingeführt wird.
Der Kontaktelementhalter 21 besteht zweckmäßigerweise aus einem elektrisch isolierenden
Material, wie beispielsweise einem Kunststoff. Besonders bevorzugt kann der Kontaktelementhalter
21 einen Kontaktelementanschlag 21 b aufweisen, der eine übermäßige Verlagerung des
Kontaktelementes durch das Einführen des Steckers in die Steckeraufnahme 7 verhindert.
[0055] Entsprechend können die Verbindungselemente 13 einen Leiterplattenkontaktbereich
13b aufweisen, welcher mit dem Verbindungselementanschluß 19b der Leiterplatte 19
elektrisch kontaktiert. Beispielsweise kann der Leiterplattenkontaktbereich 13b mit
dem Verbindungselementanschluß 19b verlötet sein. Dadurch kann bevorzugt auch eine
mechanische Befestigung des Verbindungselements 13 an die Leiterplatte 19 erfolgen.
Da die Verbindungselemente 13 bevorzugt an einem Grundkörper 23 des Verbinders 1 befestigt
sind, beispielsweise dadurch, daß die Verbindungselemente 13 zumindest bereichsweise
durch diesen Grundkörper 23 durchgeführt sind, kann die Leiterplatte 19 mittels der
Verbindungselemente 13 auch innerhalb des Verbinders 1 mechanisch fixiert sein. Bevorzugt
weist der Grundkörper 23 des Verbinders 1 jedoch eine Leiterplattenaufnahme 23a auf,
in welche die Leiterplatte 19 entlang einer Leiterplatteneinführrichtung L zumindest
bereichsweise einführbar ist. Die Leiterplatteneinführrichtung L liegt dabei innerhalb
der von der Leiterplatte 19 aufgespannten Ebene. Weiter schließt die Leiterplatteneinführrichtung
L mit der Einführrichtung E des Steckers in die Steckeraufnahme 7 einen Winkel β ein,
der verschieden von 0 ° und verschieden von 90° ist. Insbesondere liegt der zwischen
der Einführrichtung E und der Leiterplatteneinführrichtung L eingeschlossene Winkel
β (entspricht β = 90°-α) de zwischen etwa 30° und etwa 60°. Insbesondere kann der
Winkel β etwa 29° betragen. Die Leiterplatte 19 kann in der Leiterplattenaufnahme
23a befestigt sein, beispielsweise durch Verkleben oder Verschmelzen oder Einschweißen.
[0056] In einem Zustand, in welchem der Verbinder 1 mit der Hauptleiterplatte verbunden
ist bzw. daran befestigt ist, sind die Leiterplatte 19 und die Hauptleiterplatte zueinander
verkippt. Mit anderen Worten sind die Hauptleiterplatte und die Leiterplatte 19 weder
parallel zueinander orientiert noch senkrecht aufeinanderstehend. Insbesondere schließen
die Hauptleiterplatte und die Leiterplatte 19 einen Winkel β von etwa 10° bis etwa
80°, bevorzugt von etwa 30° bis etwa 60° ein. Dementsprechend schließt die Leiterplattenaufnahmerichtung
L einen Winkel β von etwa 10° bis etwa 80° bevorzugt von etwa 30° bis etwa 60°, mit
der Hauptleiterplatte ein. Insbesondere kann der Winkel β etwa 29 ° betragen.
[0057] Durch das Verkippen der Leiterplatte 19, an welcher die Kontaktelemente 11 befestigt
sind, sind die Kontaktelemente 11 beabstandet von der Anordenseite 3a des Gehäuses
3 angeordnet. Die Steckeraufnahme 7 befindet sich zumindest bereichsweise zwischen
den Kontaktelementen 11 und der davon beabstandeten Anordenseite 3a. Bevorzugt sind
die Leistungskontaktelemente 15 an einer Seite der Steckeraufnahme 7 angeordnet, welche
der Seite gegenüberliegt bzw. entgegengesetzt ist, an welcher die Kontaktelemente
11 angeordnet sind. Mit anderen Worten ist der zu dem Verbinder 1 komplementäre Stecker
zumindest bereichsweise zwischen die Kontaktelemente 11 und die Leistungskontaktelemente
15 einführbar. In der Betriebsposition befindet sich der Stecker zwischen den Kontaktbereichen
11a der Kontaktelemente 11 und der Hauptleiterplatte.
[0058] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Verbinder 1 ausgelegt einen RJ45 Stecker
aufzunehmen. Bei diesem RJ45 Stecker befindet sich die komplementäre Verriegelungseinrichtung
auf einer gegenüberliegenden Seite der Kontakte des Steckers. Demzufolge ist die Verriegelungseinrichtung
9 des Verbinders ebenfalls an der den Kontaktbereichen 11a gegenüberliegenden Seite
der Steckeraufnahme 7 auszubilden. Wie in den Figuren 1 bis 4 gezeigt, befindet sich
die Verriegelungseinrichtung 9 von den Kontaktbereichen 11a der Kontaktelemente 11
aus gesehen in Richtung der Hauptleiterplatte. Diese Konfiguration wird auch als "Tap
down" bezeichnet. Diese Ausführungsform besitzt Vorteile bezüglich der Verriegelung
des Steckers mit dem Verbinder 1, da diese Verbindung weniger einfach versehentlich
gelöst werden kann, wenn der Verbinder 1 mit der Hauptleiterplatte in einem Gehäuse
eines Gerätes verbaut ist.
Bezugszeichenliste
[0059]
- 1
- Verbinder
- 3
- Gehäuse
- 3a
- Anordenseite des Gehäuses 3
- 3b
- Gehäusebefestigungsmittel des Gehäuses 3
- 3c
- Steckerkontaktbereich des Gehäuses 3
- 5
- Gehäuselötfahne
- 7
- Steckeraufnahme
- 9
- Verriegelungseinrichtung
- 11
- Kontaktelement
- 11a
- Kontaktbereich des Kontaktelements 11
- 11b
- Leiterplattenkontaktbereich des Kontaktelements 11
- 13
- Verbindungselement
- 13a
- Verbindungsbereich des Verbindungselements 13
- 13b
- Leiterplattenkontaktbereich des Verbindungselements 13
- 15
- Leistungskontaktelement
- 15a
- Kontaktbereich des Leistungskontaktelements 15
- 17
- Lichtleiter
- 17a
- Eintrittsfenster des Lichtleiters 17
- 17b
- Austrittsfenster des Lichtleiters 17
- 19
- Leiterplatte
- 19a
- Kontaktelementanschluß
- 19b
- Verbindungselementanschluß
- 21
- Kontaktelementhalter
- 21a
- Öffnungsbereich des Kontaktelementhalters 21
- 21b
- Kontaktelementanschlag des Kontaktelementhalters 21
- 23
- Grundkörper des Verbinders 1
- 23a
- Leiterplattenaufnahme des Grundkörpers 23
- 25
- elektrisches Bauteil
- 27a-c
- Verbindung auf der Leiterplatte 19
1. Verbinder (1), insbesondere ein RJ45-Verbinder, aufweisend:
- eine Steckeraufnahme (7), in welche ein zum Verbinder (1) komplementärer Stecker
entlang einer Einführrichtung (E) einführbar ist;
- zumindest ein Kontaktelement (11), welches ausgelegt ist, in einer Betriebsposition
mit einem Kontaktbereich (11a) einen zugeordneten Kontakt des Steckers elektrisch
zu kontaktieren;
- zumindest ein Verbindungselement (13), welches ausgelegt ist, in der Betriebsposition
mit einem Verbindungsbereich (13a) eine Hauptleiterplatte elektrisch zu kontaktieren;
- zumindest eine Leiterplatte (19), welche das zumindest eine Verbindungselement (13)
mit einem zugeordneten Kontaktelement (11) elektrisch verbindet,
wobei die Leiterplatte im wesentlichen parallel zu einer Ebene angeordnet ist, deren
Normalenvektor N mit der Einführrichtung E einen Winkel α einschließt, der verschieden
von 0 Grad und verschieden von 90 Grad ist.
2. Verbinder (1) gemäß Anspruch 1, wobei der Winkel α zwischen etwa 10 Grad und etwa
80 Grad, insbesondere zwischen etwa 30 Grad und etwa 61 Grad liegt.
3. Verbinder (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der Verbinder eine Vielzahl von Kontaktelementen
(11) und eine entsprechende Vielzahl von zugeordneten Verbindungselementen (13) aufweist,
wobei die Leiterplatte jedes der Verbindungselemente mit dem zugeordneten Kontaktelement
(11) elektrisch verbindet.
4. Verbinder (1) gemäß Anspruch 3, wobei die Impedanz der Leiterplatte (19) zwischen
einem ersten elektrischen Verbindungselementanschluß (19b), welcher mit einem ersten
der Verbindungselemente (13) elektrisch verbunden ist, und einem ersten elektrischen
Kontaktelementanschluß (19a), welcher mit einem ersten der Kontaktelemente (11) elektrisch
verbunden ist, verschieden ist von der Impedanz zwischen einem zweiten elektrischen
Verbindungselementanschluß (19b), welcher mit einem zweiten der Verbindungselemente
(13) elektrisch verbunden ist, und einem zweiten elektrischen Kontaktelementanschluß
(19a), welcher mit einem zweiten der Kontaktelemente (11) elektrisch verbunden ist.
5. Verbinder (1) gemäß Anspruch 3 oder 4, wobei die Signallaufzeit eines elektrischen
Signals auf der Leiterplatte (19) zwischen einem ersten elektrischen Verbindungselementanschluß
(19b), welcher mit einem ersten der Verbindungselemente (13) elektrisch verbunden
ist, und einem ersten elektrischen Kontaktelementanschluß (19a), welcher mit einem
ersten der Kontaktelemente (11) elektrisch verbunden ist, verschieden ist von der
Signallaufzeit eines elektrische Signals zwischen einem zweiten elektrischen Verbindungselementanschluß
(19b), welcher mit einem zweiten der Verbindungselemente (13) elektrisch verbunden
ist, und einem zweiten elektrischen Kontaktelementanschluß (19a), welcher mit einem
zweiten der Kontaktelemente (11) elektrisch verbunden ist.
6. Verbinder (1) gemäß Anspruch 5, wobei die Signallaufzeiten durch den gesamten Verbinder
1 von allen Verbindungsbereichen (13a) zu den jeweils zugeordneten Kontaktbereichen
(15a) im wesentlichen konstant ist.
7. Verbinder (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche, wobei der Kontaktbereich (11a) des
zumindest einen Kontaktelements (11) und der Verbindungsbereich (13a) des zumindest
einen Verbindungselements (13) an gegenüberliegenden Seiten der Steckeraufnahme (7)
angeordnet sind.
8. Verbinder (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche, der Steckeraufnahme (7) eine Verriegelungseinrichtung
(9) aufweist, welche in der Betriebsposition mit einer komplementären Verriegelungseinrichtung
des Steckers verriegelbar ist.
9. Verbinder (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche, weiter umfassend:
- zumindest ein Leistungskontaktelement (15), welches ausgelegt ist, in der Betriebsposition
mit einem Leistungskontaktbereich (15a) einen zugeordneten Leistungskontakt des Steckers
elektrisch zu kontaktieren.
10. Verbinder (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche, weiter umfassend:
- zumindest einen Lichtleiter (17), welcher derart angeordnet ist, um das Licht von
der Hauptleiterplatte in eine Richtung entgegen der Einführrichtung (E) aus dem Verbinder
(1) abzustrahlen bzw. auszusenden.
11. Verwendung eines Verbinders (1) gemäß eines der Ansprüche 1 bis 10 zur Übertragung
von elektrischen Signalen von einer Hauptleiterplatte zu einen mit dem Verbinder (1)
elektrisch kontaktierten Stecker, wobei die elektrischen Signale Frequenzen bis etwa
500 MHz umfassen.
12. Verwendung gemäß Anspruch 11, wobei die Hauptleiterplatte und die Leiterplatte (19)
des Verbinders (1) einen Winkel β einschließen, der verschieden von 0 Grad und verschieden
von 90 Grad ist.