[0001] Die Erfindung betrifft einen Flachwischbezug gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Aus der
JP 2010 150 708 A ist es bekannt, zwei Garnhälften durch eine Klebeschicht zusammen zu halten, die
einen Wirkstoff enthält. Aus der
WO 2006/119 391 A1 ist ein Flachwischbezug bekannt, der mit einem antimikrobiell wirksamen Wirkstoff
imprägniert ist. Die
DE 102 35 305 A1 offenbart ein Feuchtboden- Wischgerät. Die
WO 95/22 277 A1 zeigt eine weitere Einrichtung zum Reinigen. Aus der
US 2004/ 200 591 A1 ist ein fasriges Material mit Kohlefasern bekannt. Die
US 2003/ 0157 147 A1 zeigt ein Wischtuch, welches Silber aufweist.
[0003] Aus der
WO 02/071 914 A1 ist eine textile Lage bekannt, die als Bezug für einen Wischmopp verwendet werden
kann. Diese textile Lage weist Garne auf, in denen Silber inkorporiert ist. Insbesondere
weist die Lage Schlaufen auf, die aus der Lage herausgebildet sind.
[0004] Aus der
DE 20 2004 020 313 U1 ist ein Flachwischbezug bekannt, dem ein Wirkstoff zugeordnet ist, welcher das Wachstum
von Bakterien und/oder Viren hemmt oder unterdrückt. Ganz konkret werden Silberionen
vorgeschlagen, die antibakterielle und antimikrobielle Eigenschaften zeigen. Der bekannte
Flachwischbezug weist Fasern auf, welche mit Silber beschichtet sind.
[0005] Bei der Ausgestaltung gemäß der
US 4,010,511 wird ein Reinigungsöl auf das Wischmaterial aufgetragen, wobei das Reinigungsöl mit
antimikrobiellem Wirkstoff versehen sein kann.
[0006] Auch bei der
EP 0 909 549 A1 wird eine antimikrobielle Flüssigkeit auf die Fasern aufgebracht.
[0007] Bei der
US 2008/0016640 A1 wird ein antimikrobieller Wirkstoff in einen Schaum eingebracht.
[0008] Bei dem aus dem Stand der Technik bekannten Flachwischbezug ist nachteilig, dass
der antimikrobiell wirksame Wirkstoff relativ leicht an die Umgebung abgegeben wird.
[0009] Bereits nach wenigen Waschvorgängen ist die Silberbeschichtung nahezu vollständig
von den Fasern entfernt. Der Flachwischbezug kann daher seine antimikrobielle bzw.
antibakterielle Wirkung nicht mehr entfalten.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Flachwischbezug der eingangs genannten
Art derart auszugestalten und weiterzubilden, dass der antimikrobiell wirksame Wirkstoff
möglichst lange im Flachwischbezug verbleibt, wobei der Flachwischbezug besonders
rasch Schmutz von feuchten Oberflächen aufnimmt.
[0011] Die vorliegende Erfindung löst die zuvor genannte Aufgabe durch die Merkmale des
Patentanspruchs 1.
[0012] Ein erfindungsgemäßer Flachwischbezug zur Anordnung an einem Wischbezughalter, umfasst
einen länglichen Grundkörper, wobei dem Grundkörper ein Wirkstoff zugeordnet ist,
welcher das Wachstum von Bakterien und/ oder Viren hemmt oder unterdrückt, wobei dem
Grundkörper Fasern, Garne oder Fransen zugeordnet sind und wobei der Wirkstoff innerhalb
des Materials, aus dem die Fasern, Garne oder Fransen gefertigt sind, verteilt ist.
[0013] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass die Fasern, Garne oder Fransen ein freies
Ende aufweisen, welches der zu reinigenden Fläche zuwendbar ist.
[0014] Erfindungsgemäß ist zunächst erkannt worden, dass der Wirkstoff innerhalb des Materials,
aus dem die Fasern, Garne oder Fransen gefertigt sind, verteilt werden muss, damit
dieser möglichst lange am Flachwischbezug verbleibt. Wesentlich ist auch oder alternativ,
dass der Wirkstoff innerhalb des Bestandteils aufgenommen ist, nämlich in diesem inkorporiert
ist.
[0015] Waschvorgänge lösen dann den so inkorporierten Wirkstoff nur sehr langsam aus der
Matrix der Fasern, Garne oder Fransen bzw. dem Bestandteil heraus. Vorteilhaft zeigt
ein Flachwischbezug noch eine antimikrobielle Wirkung nach 200 - 1300 Waschzyklen
bei 60 °C, insbesondere bei desinfizierenden Wäschen.
[0016] Weiter ist erkannt worden, dass Fasern, Garne oder Fransen, die ein freies Ende aufweisen,
als eine Art Docht wirken, längs dessen problemlos im Wasser gelöster Schmutz transportiert
und/ oder gebunden werden kann. Sofern die freien Enden einer feuchten, zu reinigenden
Fläche zugewendet werden, werden Schmutzpartikel überraschend leicht von den Fasern,
Garnen oder Fransen aufgenommen.
[0017] Der aufgenommene Schmutz bzw. die aufgenommenen Schmutzpartikel treten mit dem antimikrobiell
wirkenden Wirkstoff in Kontakt, sodass die Bildung unangenehmer Gerüche, die Bildung
von Schimmel oder von Pilzen bereits vor der meist täglich vorgenommenen desinfizierenden
Wäsche wirksam unterdrückt bzw. reduziert wird.
[0018] Durch die freien Enden entsteht, im Gegensatz zu geschlossenen Enden und/ oder Schlaufen,
nicht nur ein Dochteffekt, welcher den Schmutz- und Wassertransport in den Flachwischbezug
beschleunigt, es wird überdies ein Hängenbleiben der Fasern, Garne oder Fransen an
rauen Strukturen verhindert. Insbesondere bei der Reinigung von Holzböden mit Splittern
oder Nägeln bzw. bei der Reinigung von Sicherheitsfliesen können solche rauen Strukturen
auftreten.
[0019] Der erfindungsgemäße Flachwischbezug erlaubt daher eine problemlose Reinigung von
Böden. Insoweit ist ein Flachwischbezug angegeben, der problemlos Schmutz von einer
feuchten Fläche aufnimmt und sich durch eine dauerhafte Waschbeständigkeit auszeichnet.
[0020] Der Wirkstoff ist innerhalb des Materials homogen verteilt. Hierzu ist der Wirkstoff
erfindungsgemäß in eine Schmelze aus Polyester, Polyamid, Polypropylen oder ähnliche
zur Faserherstellung übliche Materialien eingebracht. Nach homogener Verteilung des
Wirkstoffes in der Schmelze können Fasern, insbesondere Mikrofasern, durch Extrusion
erzeugt werden. Der Wirkstoff ist danach innerhalb des Faserkörpers gleichmäßig homogen
verteilt. So wird eine allmähliche Abgabe des Wirkstoffs an die Umgebung sichergestellt.
[0021] Vor diesem Hintergrund liegt der Wirkstoff in einer Faser, einem Garn oder einer
Franse mit einem Gewichtsanteil von 0,0001 % bis 2 %, bevorzugt von 0,001 % bis 0,05
% vor. Der erste Bereich stellt sicher, dass einerseits eine ausreichende antimikrobielle
Wirkung gewährleistet ist, und andererseits der Flachwischbezug etwa 200 bis 1300
mal bei 60 °C waschbar ist, ohne seine antimikrobielle Wirkung zu verlieren. Der zweite
Bereich von 0,001 % bis 0,05 % stellt sicher, dass zwar eine antimikrobielle Wirkung
gegeben ist, andererseits aber auch nur relativ wenig antimikrobiell wirksamer Wirkstoff
an die Umwelt abgegeben wird.
[0022] Vor diesem Hintergrund könnte der Wirkstoff nanoskalig vorliegen. Ein Wirkstoff,
der nanoskalig vorliegt weist Partikel auf, deren maximale Durchmesser kleiner oder
gleich 1 µm sind. Ein Wirkstoff, welcher nanoskalig vorliegt, stellt eine besonders
große Oberfläche zur Verfügung und kann daher besonders gut mit Bakterien, Viren oder
Keimen wechselwirken.
Der Wirkstoff könnte elementares Silber oder ein anderes Nebengruppenelement umfassen.
Der Wirkstoff könnte als elementares Silber vorliegen. Elementares Silber ist besonders
problemlos in einer Schmelze verarbeitbar. Der Wirkstoff könnte zumindest ein Nebengruppenelement
umfassen. Nebengruppenelemente zeichnen sich durch antimikrobielle Wirkung aus. Vor
diesem Hintergrund ist denkbar, dass mehrere Nebengruppenelemente gemeinsam in dem
Wirkstoff vorliegen, um unterschiedlichen Bakterienarten selektiv zu begegnen. Es
hat sich in Versuchsreihen gezeigt, dass sich in Bezug auf die antimikrobielle Wirksamkeit
eine Rangfolge der verwendeten Stoffe ergibt. Neben Silber sind Quecksilber, Kupfer,
Cadmium, Chrom, Blei, Kobalt, Gold, Zink, Eisen und schließlich Mangan bekannt. Vor
diesem Hintergrund ist denkbar, auch Hauptgruppenelemente zu verwenden, welche eine
antimikrobielle Wirkung zeigen.
Der antimikrobiell wirkende Wirkstoff könnte eine Gold-Silber Mischung umfassen oder
ausschließlich aus einer Gold-Silber-Mischung bestehen. Mischungen dieser Art zeigen
eine besonders hohe antimikrobielle Wirksamkeit. Es hat sich überraschenderweise gezeigt,
dass die Anwesenheit von Gold die antimikrobielle Wirkung von Silber noch steigert.
Vor diesem Hintergrund ist denkbar, Silber mit Gold zu dotieren. Denkbar ist auch,
Inseln oder Cluster auszubilden, die entweder nur Gold oder nur Silber aber auch Mischungen
dieser Stoffen umfassen. Dabei können Inseln oder Cluster unterschiedlicher Zusammensetzung
nebeneinander vorliegen.
[0023] Dem Wirkstoff könnte Aluminium beigemengt sein. Aluminium bewirkt langfristig eine
Aufhellung und/ oder eine verbesserte Optik, da beispielsweise Silber aufgrund von
Oxidationsprozessen braun wird. Aluminium bewirkt des Weiteren eine Modifizierung
der Abgaberate des antimikrobiell wirkenden Wirkstoffes.
[0024] Der Wirkstoff könnte als Silbersalz vorliegen. Silbersalze lassen sich problemlos
lösen und verarbeiten.
[0025] Der Wirkstoff könnte in einem Keramikträger aufgenommen sein. Bevorzugt ist der Wirkstoff
in einer Keramikkugel aufgenommen. Der Keramikträger stellt sicher, dass der Wirkstoff
problemlos innerhalb einer Schmelze dispergierbar ist. Durch die Verwendung eines
Keramikträgers können Mischprobleme vermieden werden.
[0026] Der Wirkstoff könnte in einer Faser, einem Garn oder einer Franse mit einem Gewichtsanteil
von größer gleich 0,001 % vorliegen. Ein Flachwischbezug dieser Ausgestaltung kann
als Einmalprodukt verwendet werden. Ein solcher Flachwischbezug ist nur wenige Male,
maximal 100 mal waschbar, zeigt jedoch keine beständige antimikrobielle Wirkung bei
100 - 1500 Waschzyklen.
[0027] Der Flachwischbezug könnte mindestens eine Basislage aufweisen, an welcher die Fasern,
Garne oder Fransen festgelegt sind, wobei in und/ oder auf der Basislage ein Wirkstoff
verteilt ist, welcher das Wachstum von Bakterien und/ oder Viren hemmt oder unterdrückt.
Durch diese konkrete Ausgestaltung ist sichergestellt, dass Schimmelbildung oder Pilzbildung
auch im Bereich der Basislage verhindert wird. Der in der Basislage verwendete Wirkstoff
kann in den vorgenannten Konzentrationen und Beschaffenheiten vorliegen. Nach Beendigung
eines Reinigungsprozesses liegen die Fasern, Garne oder Fransen häufig auf der Basislage
auf. Bei einer mit einem antimikrobiell wirksamen Wirkstoff ausgerüsteten Basislage
können die Fasern, Garne oder Fransen zusätzlich zu ihrer intrinsischen antimikrobiellen
Ausrüstung durch die Basislage vor Schimmelbildung geschützt werden.
[0028] Der Wirkstoff, welcher der Basislage zugeordnet ist, entfaltet seine antimikrobielle
Wirkung in feuchter bzw, nasser Umgebung auch über eine gewisse Distanz hinweg. Versuche
haben gezeigt, dass dadurch auch weitere Teile des Flachwischbezugs, welche im Rahmen
der Versuchsanordnung nicht antimikrobiell ausgerüstet waren, vor Keimwachstum geschützt
werden. Vor diesem Hintergrund ist es auch möglich, dass der Wischbezughalter durch
Kontakt mit dem antimikrobiell ausgerüsteten Flachwischbezugs zumindest teilweise
ebenfalls vor Keimwachstum geschützt werden kann. Der Flachwischbezug erzeugt in feuchter
Umgebung auf kleinen Distanzen, nämlich im Millimeterbereich, eine Art antimikrobielle
Fernwirkung durch die Abgabe der Silberionen in die feuchte Umgebung.
[0029] Vor diesem Hintergrund könnte der Wirkstoff dem Grundkörper derart zonenweise zugeordnet
sein, dass die Zonen, in denen der Wirkstoff vorliegt, ein Muster ausbilden. Durch
diese konkrete Ausgestaltung können stärker beanspruchte Bereiche des Grundkörpers
verstärkt mit dem Wirkstoff ausgerüstet werden.
[0030] Die Fasern, Garne oder Fransen könnten Mikrofasern umfassen. Mikrofasern weisen Durchmesser
im Bereich von 1 bis 100 µm auf. Mikrofasern können durch Extrusion erzeugt werden.
Desweiteren können Mikrofasern durch Aufspalten von Multikomponentenfasern erzeugt
werden.
[0031] Am Grundkörper könnte mindestens eine Tasche angeordnet sein, in welche eine Aufnahme
eines Wischbezughalters einführbar ist. Durch diese konkrete Ausgestaltung kann beispielsweise
ein so genannter "Butterfly"- oder "Taschen" - Mopp mit dem Flachwischbezug verbunden
werden. Ein solcher Wischbezughalter weist zwei zueinander verschwenkbare Tragflügel
auf, welche in zwei Taschen des Flachwischbezugs eingeführt werden können. Die Taschen
sind an den Längsenden des länglichen Grundkörpers des Flachwischbezugs angeordnet.
[0032] Am Grundkörper könnten Laschen angeordnet sein, welche in Aufnahmeeinrichtungen eines
Wischbezughalters kraft- oder formschlüssig einfügbar sind. Die Laschen sind hierzu
im Bereich der Längsenden des länglichen Grundkörpers angeordnet. Die Laschen können
derart um einen Tragflügel eines Wischbezughalters gelegt werden, dass der Flachwischbezug
eine Spannung erfährt. Die Laschen können in klammerartige Spalten auf den Tragflügeln
eines Wischbezughalters eingeführt werden. So findet eine formschlüssige Verbindung
zwischen den Laschen und einem Tragflügel eines Wischbezughalters statt.
[0033] Dem Grundkörper könnten flächige Bereiche zugeordnet sein, welche an Aufnahmebereiche
eines Wischbezughalters formschlüssig anlegbar sind. Vor diesem Hintergrund ist konkret
denkbar, dass an der Unterseite eines Tragflügels eines Wischbezughalters Aufnahmebereiche
ausgebildet sind. Die Aufnahmebereiche könnten mit den flächigen Bereichen am Grundkörper
derart zusammenwirken, dass ein Klett-Verschluss gebildet wird. Des Weiteren ist denkbar
sogenannte Velcro-Verbindungselemente an den flächigen Bereichen sowie an den Aufnahmebereichen
vorzusehen.
[0034] Ein Wischbezughalter könnte einen Flachwischbezug der hier beschriebenen Art aufweisen.
Ein solcher Wischbezughalter zeichnet sich durch eine ausgeprägte antimikrobielle
Wirkung aus. Der in den Fransen des Flachwischbezugs inkorporierte Wirkstoff entfaltet
nämlich seine antimikrobielle Wirkung in feuchter bzw. nasser Umgebung auch über eine
gewisse Distanz hinweg.
[0035] Versuche haben gezeigt, dass dadurch auch weitere Teile des Flachwischbezugs, beispielsweise
die Basislage, die Laschen oder die flächigen Bereiche, die im Rahmen einer Versuchsanordnung
nicht antimikrobiell ausgerüstet waren, vor Keimwachstum geschützt werden.
[0036] Vor diesem Hintergrund ist es auch möglich, dass der Wischbezughalter durch Kontakt
mit dem antimikrobiell ausgerüsteten Flachwischbezug zumindest teilweise ebenfalls
vor Keimwachstum geschützt werden kann. Der Flachwischbezugs erzeugt in feuchter Umgebung
auf kleinen Distanzen, nämlich im Millimeterbereich, eine Art antimikrobielle Fernwirkung
durch die Abgabe der Silberionen in die feuchte Umgebung.
[0037] Der Flachwischbezug könnte als Velour-Flachwischbezug ausgestaltet sein. Ein Velour-Material
wird hergestellt, in dem ein Garn aus mehreren Fasern einer Basislage zugeordnet wird.
[0038] Der Flachwischbezugs könnte Fransen aufweisen. Ein solcher Flachwischbezug kann überTufting
oder Posament-Bildung gefertigt sein. Derartige Flachwischbezüge können relativ problemlos
gefertigt werden. Bei der Posament-Bildung werden Fransen oder Stränge aus mehreren
Garnen, vorzugsweise aus sechs miteinander verschlungenen Garnen, auf eine Basislage
genäht.
[0039] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die nachgeordneten
Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung bevorzugter Ausführungsbeispiele
des erfindungsgemäßen Flachwischbezugs anhand der Zeichnung zu verweisen.
[0040] In Verbindung mit der Erläuterung der bevorzugten Ausführungsbeispiele anhand der
Zeichnung, werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Lehre erläutert.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
[0041] In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Wischbezughalters mit verschwenkbaren Tragflügeln,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht des Wischbezughalters gemäß Fig. 1, bei welchem die Tragflügel
relativ zueinander geneigt sind,
- Fig. 3
- einen Flachwischbezug, der mit Taschen zur Aufnahme der Tragflügel ausgestaltet ist,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht eines Wischbezughalters, der mit einem Flachwischbezugs
gemäß Fig. 3 versehen ist,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht eines Wischbezughalters, wobei an der Oberseite oder
Stirnseite dessen Tragflügel klammerartige Formelemente, nämlich Spalten, zur Aufnahme
von Laschen vorgesehen sind,
- Fig. 6
- ein Flachwischbezug, an dessen Längsenden jeweils eine Lasche vorgesehen ist,
- Fig. 7
- ein Wischbezughalter, welcher mit einem Flachwischbezug gemäß Fig. 6 versehen ist,
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht eines Wischbezughalters,
- Fig. 9
- den Wischbezughalter gemäß Fig. 8, wobei dargestellt, dass an der Unterseite seines
Tragflügel rechteckige Aufnahmebereiche angeordnet sind,
- Fig. 10
- einen Flachwischbezug, dessen Grundkörper flächige Bereiche zugeordnet sind, welche
an den Aufnahmebereichen des Wischbezughalters gemäß Fig. 9 formschlüssig anlegbar
sind,
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht des Wischbezughalters gemäß Fig. 8 und Fig. 9, an dem
der Flachwischbezugs gemäß Fig. 10 angelegt ist,
- Fig. 12
- einen Wischbezughalter mit einem Tragflügel, dessen Länge federnd veränderbar ist,
- Fig. 13
- einen Flachwischbezug mit einer sich über den gesamten Grundkörper erstreckenden Tasche,
- Fig. 14
- eine perspektivische Schnittansicht des Wischbezughalters gemäß Fig. 12, an dem der
Flachwischbezug gemäß Fig. 13 angeordnet ist,
- Fig. 15
- einen Wischbezughalter, der einen Tragflügel aufweist, dessen Länge federnd veränderbar
ist,
- Fig. 16
- einen Flachwischbezug, dessen Grundkörper aus zwei Lagen gebildet sind, die einen
Tasche ausbilden,
- Fig. 17
- eine perspektivische Ansicht des Wischbezughalters gemäß Fig. 15, an welchen ein Flachwischbezug
gemäß Fig. 16 angelegt ist,
- Fig. 18
- eine Basislage, an welche Fasern, Garne oder Fransen anlegbar sind,
- Fig. 19
- einen Textilstreifen, an welchen Fransen angenäht sind,
- Fig. 20
- eine weitere Ansicht des Textilstreifens gemäß Fig. 19,
- Fig. 21
- eine perspektivische Ansicht der Basislage gemäß Fig. 18, welche mit Textilstreifen
gemäß Fig. 19 und Fig. 20 vernäht ist.
- Fig. 22
- eine Basislage, welcher Schlaufen zugeordnet sind,
- Fig. 23
- die Basislage gemäß Fig. 22, wobei dargestellt ist, dass die Schlaufen übereinander
liegen,
- Fig. 24
- eine weitere Basislage,
- Fig. 25
- eine Textillage, von welcher Garne mit einem freien Ende abragen,
- Fig. 26
- die Textillage gemäß Fig. 25, wobei dargestellt ist, dass die Garne derart durch Öffnungen
in der Textillage hindurchgeführt bzw. mit dieser verwoben sind, dass die Textillage
umschlungen wird, und
- Fig. 27
- eine perspektivische Ansicht eines Flachwischbezugs, bei welchem die Basislage gemäß
Fig. 24 mit der Textillage gemäß Fig. 25 und Fig. 26 vernäht ist.
Ausführung der Erfindung
[0042] Fig. 1 zeigt einen Wischbezughalter 1 mit zwei relativ zueinander verschwenkbaren
Tragflügeln 2. In Fig. 2 ist dargestellt, dass die Tragflügel 2 relativ zueinander
um deren kurze Querachse verschwenkt sind und einen spitzen Winkel einschließen.
[0043] Fig. 3 zeigt einen Flachwischbezugs 3, zur Anordnung an einem Wischbezughalter 1,
umfassend einen länglichen Grundkörper 4, wobei dem Grundkörper 4 ein Wirkstoff zugeordnet
ist, welcher das Wachstum von Bakterien und/ oder Viren hemmt oder unterdrückt, wobei
dem Grundkörper 4 Fasern 5 zugeordnet sind und wobei der Wirkstoff innerhalb des Materials,
aus dem die Fasern 5, Garne 6 oder Fransen 7 gefertigt sind, verteilt ist. Die Fasern
5, Garne 6 oder Fransen 7 weisen jeweils ein freies Ende auf, welches der zu reinigenden
Fläche zuwendbar ist.
[0044] Am Grundkörper 4 sind zwei Taschen 8 angeordnet in welche eine Aufnahme bzw. ein
Tragflügel 2 des Wischbezughalters 1 einführbar ist. Konkret ist dargestellt, dass
an den Längsenden des Grundkörpers 4 jeweils eine Tasche 8 ausgebildet ist.
[0045] Fig. 4 zeigt, dass die Tragflügel 2 in die Taschen 8 hinein ragen. Hierdurch wird
der Flachwischbezug 3 am Wischbezughalfier 1 festgelegt.
[0046] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Wischbezughalters 1, dessen Tragflügeln
2 jeweils klammerförmige Formelementen 9 zugeordnet sind. Die klammerförmigen Formelementen
9 sind an der Oberseite der Tragflügel 2 angeordnet, welche üblicherweise der zu reinigenden
Fläche abgewandt ist.
[0047] Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Flachwischbezugs 3, wobei an den
Längsenden dessen länglichen Grundkörpers 4 Laschen 10 angeordnet sind, welche in
Aufnahmeeinrichtungen, nämlich den klammerförmigen Formelementen 9, des Wischbezughalters
1 kraft- oder formschlüssig einfügbar sind.
[0048] Dies ist in Fig. 7 konkret dargestellt. Der Flachwischbezugs 3 gemäß Fig. 6 ist am
Wischbezughalter 1 dadurch festgelegt, dass die Laschen 10 von den klammerförmigen
Formelementen 9 erfasst sind.
[0049] Fig. 8 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht eines Wischbezughalters 1 mit einem
Tragflügel 2.
[0050] In Fig. 9 ist dargestellt, dass an der Unterseite des Tragflügels 2 Aufnahmebereiche
11 angeordnet sind, an welche flächige Bereiche 12 am Grundkörper 4 des Flachwischbezugs
3 gemäß, Fig. 10 anlegbar sind.
[0051] In Fig. 11 ist dargestellt, dass der Flachwischbezug 3 gemäß Fig. 10 am Wischbezughalter
1 gemäß Fig. 9 festgelegt ist. Die Aufnahmebereiche 11 sowie die flächigen Bereiche
12 sind als komplementäre Klett- oder Velcro-Verschlüsse ausgestaltet.
[0052] Fig. 12 zeigt einen Wischbezughalter 1 mit einem Tragflügel 2, dessen Länge federnd
veränderbar ist. Hierzu ist ein Teil 2a des Tragflügels federnd innerhalb eines Teils
2b des Tragflügels 2 verschiebbar.
[0053] In Fig. 13 ist ein Flachwischbezugs 3 gezeigt, an dessen länglichem Grundkörper 4
eine Tasche 8a ausgebildet ist, welche sich nahezu über die gesamte Länge des Grundkörpers
4 erstreckt. Die Tasche 8a ist als bogenförmige Tasche ausgestaltet. Diese Tasche
8a fungiert als eine Art Futteral.
[0054] In Fig. 14 ist dargestellt, dass der Tragflügel 2 in der bogenförmigen Tasche 8a
kraftflüssig aufgenommen ist. Durch die dem Tragflügel 2 innewohnende Federkraft wird
dieser innerhalb der bogenförmigen Tasche 8a fest gehalten.
[0055] Fig. 15 zeigt einen Wischbezughalter 1 mit einem Tragflügel 2, dessen Länge federnd
veränderbar ist. Der Wischbezughalter 1 gemäß Fig. 15 ist analog aufgebaut wie der
Wischbezughalter 1 gemäß Fig. 12. Im Gegensatz zum Wischbezughalters 1 gemäß Fig.
12 ist der Wischbezughalter gemäß Fig. 15 derart mit dem Stiel verbunden, dass sowohl
die Ober- als auch die Unterseite des Wischbezughalters 1 der zu reinigenden Fläche
zugewandt werden kann.
[0056] In Fig. 16 ist ein Flachwischbezug 3 dargestellt, dessen Grundkörper 4 aus zwei Lagen
4a, 4b gefertigt ist. Die Lagen 4a, 4b bilden eine Tasche aus, in welche der Tragflügel
2 des Wischbezughalters 1 gemäß Fig. 15 kraftschlüssig einführbar ist. Dies ist in
Fig. 17 dargestellt.
[0057] Fig. 18 zeigt eine Basislage 13. Fig. 19 zeigt einen Textilstreifen 14, welcher mit
Fransen 7 vernäht ist. Die Fransen 7 sind aus einer Vielzahl von Garnen gefertigt.
Hierdurch wird ein Posament gebildet. Das Posament ist in Fig. 20 dargestellt. Die
Fransen 7 können auch direkt miteinander, ohne einen Textilstreifen vernäht werden.
[0058] Fig. 21 zeigt, dass die Textilstreifen 14 des Posaments gemäß Fig. 19 und Fig. 20
mit der Basislage 13 gemäß Fig. 18 vernäht sind.
[0059] Fig. 22 zeigt eine Basislage 13, in welcher Schlaufen 15 ohne freie, dochtartige
Enden aufgenommen sind. Fig. 22 stellt daher keinen erfindungsgemäßen Flachwischbezugs
3 dar.
[0060] Fig. 23 zeigt die Anordnung gemäß Fig. 22, wobei die Schlaufen 15 übereinander liegen.
Fig. 22 stellt keinen erfindungsgemäßen Flachwischbezug 3 dar.
[0061] Fig. 24 zeigt eine weitere Basislage 13, welche mit einem Gebilde gemäß Fig. 25 oder
26 vernäht werden kann. Das Gebilde gemäß Fig. 25 und 26 kann jedoch auch isoliert
zur Herstellung des Flachwischbezugs 3 verwendet werden. Das Gebilde gemäß Fig. 25
und Fig. 26 umfasst eine Textillage 16, welche von Garnen 6 derart umschlungen oder
mit dieser verwoben ist, dass die Garne 6 mit ihren freien Enden von der Textillage
16 abragen.
[0062] Fig. 27 zeigt, dass die Anordnung gemäß Fig. 25 und Fig. 26 mit der Basislage 13
vernäht ist.
[0063] Bei allen in den Figuren 1 bis 27 dargestellten Flachwischbezügen 3 ist der Wirkstoff
innerhalb des Materials, aus dem die Fasern 5, Garne 6 oder Fransen 7 gefertigt sind,
homogen verteilt.
[0064] Der Wirkstoff liegt nanoskalig vor. Der Wirkstoff kann als elementares Silber vorliegen,
kann als Silbersalz vorliegen oder kann in einem Keramikträger aufgenommen sein.
[0065] Bevorzugt liegt der Wirkstoff in einer Faser 5, einem Garn 6 oder einer Franse 7
mit einem Gewichtsanteil von 0,0001 % bis 2 %, bevorzugt von 0,001 % bis 0,05 % vor.
[0066] Die Fasern 5, Garne 6 oder Fransen 7 sind an einer Basislage 13 festgelegt, wobei
der Wirkstoff in und/ oder auf der Basislage 13 verteilt ist, welcher das Wachstum
von Bakterien und/ oder Viren hemmt oder unterdrückt.
[0067] Der Wirkstoff kann dem Grundkörper 4 derart zonenweise zugeordnet sein, dass die
Zonen, in denen der Wirkstoff vorliegt, ein Muster ausbilden.
[0068] Die Einbettung des Wirkstoffes in die Fasern 5, Garne 6 oder Fransen 7 eröffnet die
Möglichkeit, die Fasern 5, Garne 6 oder Fransen 7 zu färben, ohne dass die antibakteriellen
oder antimikrobiellen Wirkungen verloren gehen.
[0069] Auch die Basislage 13 als Bestandteil des Grundkörpers 4 kann eingefärbt werden,
ohne dass deren antibakteriellen oder antimikrobiellen Wirkungen verloren gehen.
[0070] Es ist denkbar, dass der Wirkstoff nur in den Fransen 7 vorliegt, Es ist aber auch
möglich, dass der Wirkstoff nur in der Basislage 13 vorliegt, welche einen Bestandteil
des Grundkörpers 4 darstellt. Allerdings würde sich die zuvor beschriebene Fernwirkung
nur dann einstellen, wenn die Basislage 13 relativ hoch mit dem Wirkstoff beladen
würde. Schließlich ist es möglich, dass der Wirkstoff in der Basislage 13 und den
Fransen 7 vorliegt.
[0071] Der Wirkstoff kann auch in einem auf den Grundkörper 4 gesondert aufgebrachten textilen
Element vorliegen, welches keine zur Reinigung notwendige Funktion erfüllt. Das textile
Element ist auf diese Weise nur als Träger des antimikrobiellen Wirkstoffs ausgestaltet
aber dennoch ein Bestandteil des Grundkörpers 4. Wesentlich ist, dass der Wirkstoff
innerhalb des Bestandteils aufgenommen ist, nämlich in diesem inkorporiert ist.
[0072] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen
Lehre wird einerseits auf den allgemeinen Teil der Beschreibung und andererseits auf
die beigefügten Patentansprüche verwiesen.
1. Flachwischbezug (3) zur Anordnung an einem Wischbezughalter (1), umfassend einen länglichen
Grundkörper (4), wobei dem Grundkörper (4) ein Wirkstoff zugeordnet ist, welcher das
Wachstum von Bakterien und/ oder Viren hemmt oder unterdrückt, wobei dem Grundkörper
(4) Fasern (5), Garne (6) oder Fransen (7) zugeordnet sind, wobei der Wirkstoff innerhalb
des Materials, aus dem die Fasern (5), Garne (6) oder Fransen (7) gefertigt sind,
verteilt ist, wobei die Fasern (5), Garne (6) oder Fransen (7) ein freies Ende aufweisen,
welches der zu reinigenden Fläche zuwendbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkstoff innerhalb des Materials homogen verteilt ist, wobei der Wirkstoff in
eine Schmelze des zur Faserherstellung verwendeten Materials eingebracht ist, wobei
der Wirkstoff in einer Faser (5), einem Garn (6) oder einer Franse (7) mit einem Gewichtsanteil
von 0,0001 % bis 2 %, bevorzugt von 0,001 % bis 0,05 % vorliegt.
2. Flachwischbezug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkstoff Partikel aufweist, die nanoskalig vorliegen, so dass der maximale Partikeldurchmesser
maximal 1 µm ist.
3. Flachwischbezug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkstoff elementares Silber oder ein anderes Nebengruppenelement umfasst.
4. Flachwischbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkstoff als Silbersalz vorliegt.
5. Flachwischbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch mindestens eine Basislage (13), an welcher die Fasern (5), Garne (6) oder Fransen
(7) festgelegt sind, wobei in und/ oder auf der Basislage (13) ein Wirkstoff verteilt
ist, welcher das Wachstum von Bakterien und/ oder Viren hemmt oder unterdrückt.
6. Reinigungsgerät mit einem Wischbezughalter (1) und einem Flachwischbezug (3) nach
einem der voranstehenden Ansprüche.
1. Revêtement de nettoyage plat (3) destiné à être placé sur un support de revêtement
de nettoyage (1), comprenant un corps de base (4) allongé, dans lequel une matière
active est associée au corps de base (4), laquelle inhibe ou empêche la croissance
de bactéries et/ou de virus, dans lequel des fibres (5), des fils (6) ou des franges
(7) sont associés au corps de base (4), dans lequel la matière active, à partir de
laquelle les fibres (5), les fils (6) ou les franges (7) sont fabriqués, est dispersée
à l'intérieur du matériau, dans lequel les fibres (5), les fils (6) ou les franges
(7) présentent une extrémité libre, laquelle peut être consacrée à la surface à nettoyer,
caractérisé en ce que la matière active est dispersée de manière homogène à l'intérieur du matériau, dans
lequel la matière active est incorporée dans une masse fondue du matériau employé
pour la fabrication des fibres, dans lequel la matière active est présente dans une
fibre (5), un fil (6), ou une frange (7), dans une proportion en poids de 0,0001 %
à 2 %, de préférence de 0,001 % à 0,05 %.
2. Revêtement de nettoyage plat selon la revendication 1, caractérisé en ce que la matière active présente des particules, qui se présentent à l'échelle du nanomètre,
de sorte que le diamètre particulaire maximal est au maximum de 1 µm.
3. Revêtement de nettoyage plat selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la matière active comprend de l'argent élémentaire ou un autre élément du sous-groupe.
4. Revêtement de nettoyage plat selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la matière active est présente sous forme d'un sel d'argent.
5. Revêtement de nettoyage plat selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par au moins une couche de base (13), sur laquelle les fibres (5), les fils (6), ou les
franges (7), sont fixées, dans lequel dans et/ou sur la couche de base (13) une matière
active est distribuée, laquelle inhibe ou empêche la croissance de bactéries et/ou
de virus.
6. Appareil de nettoyage avec un support de revêtement de nettoyage (1) et un revêtement
de nettoyage plat (3) selon l'une des revendications précédentes.