| (19) |
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(11) |
EP 2 732 056 B9 |
| (12) |
KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Ansprüche DE |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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22.07.2015 Patentblatt 2015/30 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.12.2014 Patentblatt 2014/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.01.2013 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/050572 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/104789 (18.07.2013 Gazette 2013/29) |
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| (54) |
MESSER SOWIE VERFAHREN ZU DESSEN HERSTELLUNG
KNIFE AND METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF
LAME ET SON PROCÉDÉ DE FABRICATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
12.01.2012 DE 102012200425
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.05.2014 Patentblatt 2014/21 |
| (73) |
Patentinhaber: Heusch GmbH & Co. KG |
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52078 Aachen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- WOLFF, Christoph
52393 Hürtgenwald (DE)
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| (74) |
Vertreter: Bauer, Dirk |
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BAUER WAGNER PRIESMEYER
Patent- und Rechtsanwälte
Grüner Weg 1 52070 Aachen 52070 Aachen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 555 694 JP-A- H01 230 722
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JP-A- S5 798 674 JP-A- S57 149 127
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- DATABASE WPI Section Ch, Week 198545 Thomson Scientific, London, GB; Class D, Seite
18, AN 1985-281662 XP002695965, & SU 1 152 966 A (ORLOV LIGHT IND RES) 30. April 1985
(1985-04-30)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Einleitung
[0001] Die Erfindung betrifft ein schraubenlinienförmiges Messer, wobei das Messer aus härtbarem
Stahl gefertigt ist und einen Schneidenschenkel aufweist, der sowohl an einem unteren
Ende eine Fußfläche als auch an einem oberen Ende eine Schneidenfläche aufweist, wobei
die Schneidenfläche entlang eines vorderen Randes eine Schneidkante aufweist.
[0002] Außerdem betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines solchen
schraubenlinienförmigen Messers.
[0003] Als "härtbare Stähle" gelten im Sinne der vorliegenden Anmeldung ferritische beziehungsweise
martensitische Stähle, wobei letztere mittels einer Härtung eines ferritischen Stahls
entstanden sind. Für die Härtbarkeit ist es notwendig, dass der Stahl einen Mindestgehalt
an Legierungselementen aufweist, bei einem unlegierten Stahl beispielsweise mindestens
0,8 % Kohlenstoff.
[0004] Unter einer Härtung wird dabei im Sinne der vorliegenden Anmeldung eine Erhöhung
der Härte eines Stahls mittels einer Wärmebehandlung (Erwärmen mit anschließendem
Abschrecken und gegebenenfalls anschließendem Anlassen) verstanden, wobei die Härte
eines Stahls beispielsweise in den Einheiten HRC (Rockwell) oder HV (Vickers) angegeben
werden kann. Eine Härtung umfasst demzufolge sowohl das klassische "Härten" (Erzeugen
einer Härte von ≥ 50 HRC beziehungsweise ≥ 510 HV) als auch das klassische "Vergüten"
(Härte wird erhöht aber 50 HRC beziehungsweise 510 HV werden nicht erreicht), da bei
beiden Vorgängen die Härte des jeweilig behandelten Stahls mittels einer Wärmebehandlung
erhöht wird. Bezeichnet die vorliegende Anmeldung also ein Messer oder einen bestimmten
Bereich desselben als "gehärtet", ist lediglich gemeint, dass die Härte des Messers
erhöht wurde. Nach vorgenannter klassischer Definition, die sich an die erreichte
Härte anlehnt, mag es sein, dass ein "gehärtetes Messer" im Sinne der vorliegenden
Anmeldung lediglich als vergütet bezeichnet würde.
[0005] Insbesondere nicht mit der Bezeichnung "härtbarer Stahl" gemeint sind austenitische
Stähle, deren Gitterstruktur im Zuge einer Wärmebehandlung (Erwärmen mit anschließendem
Abschrecken) keiner Änderung unterliegt und folglich keine Erhöhung der Härte erfährt.
Eine gegebenenfalls mittels Kaltverformung erzielte Erhöhung der Härte ist gemäß vorstehender
Definition ebenso nicht umfasst, da diese nicht mittels einer Wärmebehandlung herbeigeführt
wird.
Stand der Technik
[0006] Messer der eingangs beschriebenen Art sind insbesondere in der Leder- und der Textilbearbeitung
seit geraumer Zeit bekannt, wobei sie im Bereich der Lederbearbeitung zum so genannten
"Entfleischen" und/oder "Falzen" und in der Textilbearbeitung zum Scheren der Textilfasern
eingesetzt werden. Als Oberbegriff für eine Maschine, die zur Bearbeitung entweder
von Tierhäuten - insbesondere Leder - oder von fasrigen Materialien - insbesondere
Textilfasern - zum Einsatz kommt, wird nachfolgend der Begriff "Schneidaggregat" verwendet.
Wird hingegen ausschließlich auf die Lederverarbeitung Bezug genommen, werden - je
nach Anwendungsfall im Rahmen der Lederbearbeitung - die Begriffe "Entfleischaggregat"
oder "Falzaggregat" verwendet. Messer der eingangs beschriebenen Art kommen beispielsweise
bei dem Schneidaggregat gemäß der Gebrauchsmusterschrift
DE 74 03 463 U zum Einsatz, wobei es sich bei dem dort offenbarten Schneidaggregat um eine Schervorrichtung
zur Bearbeitung von Textilien handelt.
SU 1 152 966 A offenbart ein spiralförmiges Messer wobei das Messer mit Kohlenstoff angereicht und
anschließend gehärtet wird.
[0007] Im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit der Schneidaggregate, auf denen die Messer
montiert sind, sind vor allem lange Standzeiten der Messer entscheidend. Der Einsatz
härtbarer Stähle beziehungsweise gehärteter Messer ist daher von zentraler Bedeutung,
um eine Abrasion im Bereich der Schneidkante der Messer möglichst gering zu halten
und den Wechsel der Messer möglichst lange hinauszuzögern. Zwar sind die zu schneidenden
Waren meist von geringer Härte, der dauerhafte Einsatz und Eingriff der Schneidkante
mit dem zu schneidenden Material führt jedoch unweigerlich zu einem Abstumpfen der
Schneidkante. Dies trifft insbesondere auf das Falzen und Entfleischen zu, also Prozesse
im Zuge des Schneidens von Tierhäuten, da diese typischerweise eine verhältnismäßig
hohe Schnittkraft erfordern und die Messer entsprechend stark beansprucht werden.
Ein weiterer Verschleiß der Messer beziehungsweise der Schneidkante ergibt sich durch
ein permanentes Nachschärfen der Messer mittels eines Schleifsteins, welches automatisiert
abläuft.
[0008] Das Problem der Dauerhaftigkeit einer scharfen Schneidkante der Messer wird abgesehen
von einem rein mechanischen Abrieb außerdem durch eine Oxidation des Messerstahls
bestimmt beziehungsweise reduziert. Dies ist insbesondere im Bereich der Lederverarbeitung
problematisch, da hier im Vorfeld des Einsatzes eines Entfleischaggregats aggressive
Chemikalien verwendet werden, um die Lederhaut von der so genannten Oberhaut zu befreien.
Die Abtrennung der ferner mit der Lederhaut verbundenen Unterhaut muss hingegen mechanisch
erfolgen, was typischerweise durch den Einsatz von Entfleischmessern erreicht wird.
Dies wird als "Entfleischen" bezeichnet. Die Messer des Entfleischaggregats kommen
während dieses Entfleischens in besonderem Maße mit den zuvor genutzten Chemikalien
in Kontakt. Aufgrund der Aggressivität der Chemikalien korrodiert der Stahl der Messer
besonders zügig, insbesondere dann, wenn das Entfleischaggregat nicht permanent im
Einsatz ist. Im laufenden Betrieb des Entfleischaggregats unterliegen die Messer einem
ständigen Abrieb, so dass sich bildender Rost, der sehr weich ist, direkt abgeschliffen
wird. Die Mengen des oxidierten Materials (Rost), die dabei auf die Lederhaut gelangen,
sind so gering, dass eine optische Beeinträchtigung des Leders nicht feststellbar
ist. Sobald allerdings das Entfleischaggregat längere Zeit still steht (Wochenende,
Feiertage, Nichtnutzung etc.) kommt es zur Bildung einer ausgeprägten Rostschicht
auf den Messern, da der Stahl dem aggressiven Milieu der eingesetzten Chemikalien
nicht standzuhalten vermag. Sobald das Entfleischaggregat nach der Standzeit wieder
in Betrieb genommen wird, kann es besonders einfach zu einem prozessbedingtem Abtrag
des entstandenen Rosts kommen, der zu einer farblichen Beeinträchtigung der Lederhaut
führt. Derartige Verfärbungen lassen sich meist nicht beseitigen, so dass das verfärbte
Material herausgeschnitten werden muss, nicht weiter verwertet werden kann und so
ein wirtschaftlicher Schaden entsteht.
[0009] Um die Problematik zu beheben, ist der Einsatz nichtrostender Stähle für die Messer
in Erwägung gezogen worden. Diese weisen jedoch typenbedingt eine verhältnismäßig
geringe Härte von weniger als 600 HV auf und sind aufgrund der hohen mechanischen
Beanspruchung der Schneidkante des Messers folglich nicht für den Falz- oder den Entfleischbetrieb
geeignet. Gerade beim Falzen, das heißt der Bearbeitung der Dicke der Lederhaut (also
des Schneidens von gegerbtem Leder), werden die Schneidkanten besonders stark abrasiv
beansprucht und bedürfen für eine hohe Dauerhaftigkeit der Schneidkantenschärfe unbedingt
einer hohen Härte. Aus diesen Gründen konnten nichtrostende Stähle für die Herstellung
von Messern für eine Verwendung im Ledersektor bislang nicht realisiert werden.
[0010] Die
DE 695 10 719 T2 oder
EP 0 678 589 A1 beschreibt einen nichtrostenden Stahl mit einer besonders harten Randschicht, die
eine Härte im Bereich von 700 HV bis 1050 HV aufweist. Bei dem beschriebenen Stahl
handelt es sich um einen austenitischen Stahl, der als solcher nicht härtbar ist,
wie vorstehend erläutert wurde. Dies ist insbesondere im Hinblick auf einen Kernbereich
des jeweilig aus diesem Stahl gefertigten Bauteils nachteilig, da dieser nicht vergütet
werden kann und folglich vergleichsweise weich ist. Die geringe Steifigkeit eines
solchen austenitischen Stahls macht selbigen als Grundmaterial für ein Messer zur
Verwendung im Bereich der Textil- oder Lederbearbeitung in solchen Fällen nur beschränkt
einsetzbar, in denen das Messer stark erhöhten Schnittkräften ausgesetzt wird. Dies
liegt darin begründet, dass Verformungen eines Messers mit vergleichsweise geringer
Steifigkeit unter der Einwirkung stark erhöhter Schnittkräfte zu hoch wären, um ein
gutes Schneidergebnis erlangen zu können. Ferner ist der Stahl gemäß der
DE 695 10 719 T1 insoweit nachteilig, als er typischerweise hohe Mengen an Nickel enthält, das grundsätzlich
gesundheitsschädigendes Potential aufweist. Da in der Textil- und/oder Lederbearbeitung
die dort verwendeten Messer vergleichsweise häufig nachgeschliffen werden müssen,
ist ein Stahl mit hohem Nickelgehalt schon allein aus arbeitsschutztechnischen Gründen
unerwünscht.
Aufgabe
[0011] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht ausgehend von dem vorstehend beschriebenen
Stand der Technik darin, ein Messer sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung hervorzubringen,
das sowohl korrosionsbeständige Eigenschaften als auch eine ausreichende Härte und
Steifigkeit aufweist, so dass es insbesondere zum Einsatz in der Lederbearbeitung
auch bei hohen Anforderungen an die Schnittqualität geeignet ist.
[0012] Diese Aufgabe ist gemäß dem Verfahren und dem Messer von Anspruch 1 und 4 gelöst.
Lösung
[0013] Die zugrunde liegende Aufgabe wird aus verfahrenstechnischer Sicht ausgehend von
einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
der härtbare Stahl des Messers gleichzeitig ein nichtrostender Stahl ist und eine
Randschicht des Messers mit Kohlenstoff angereichert und anschließend gehärtet wird.
Vorteilhafterweise werden gleichzeitig mit der Härtung der Randschicht des Messers
auch der Rest des Messers gehärtet, das heißt dessen Kernbereich. In Abhängigkeit
von der jeweils erreichten Härte im den unterschiedlichen Bereichen des Messers (Randschicht,
Kernbereich) kann der Kernbereich nach der Härtung auch als "vergütet" bezeichnet
werden (Härte von < 50 HRC). Grundsätzlich findet durch die "Härtung" gemäß Anspruch
1 eine Erhöhung der Härte zumindest der Randschicht statt (vgl. auch einleitende Definition
von "härtbarem Stahl").
[0014] Als Ausgangsstahl für die Anreicherung mit Kohlenstoff und anschließendes Härten
ist insbesondere die Gruppe der ferritischen hochlegierten rostfreien (Chrom-)Stähle
relevant, wenngleich die vorliegende Anmeldung nicht auf derartige Stähle beschränkt
ist, sofern die genannten Eigenschaften "härtbar" und "nichtrostend" erfüllt sind.
Diese Stähle werden nach der Härtung als martensitische hochlegierte rostfreie (Chrom-)Stähle
bezeichnet, wobei sich im Zuge des Härteprozesses aus dem Ferrit des Grundstahls das
Martensit des gehärteten Stahls bildet. Da die Rostfreiheit typischerweise über das
Legierungselement Chrom erzeugt wird, kann das Endprodukt auch zutreffend als nichtrostender
martensitischer Chromstahl bezeichnet werden, der als solcher härtbar im Sinne dieser
Anmeldung, das heißt härtbar und/oder vergütbar ist.
[0015] Durch den Verfahrensschritt der Anreicherung mit Kohlenstoff wird der Kohlenstoffgehalt
der Randschicht des Messers gegenüber dessen Kernbereich erheblich erhöht. Dieses
Vorgehen der "Aufkohlung" eines bereits härtbaren Stahls, das heißt eines ferritischen
Stahls, der bereits einen für die Härtung notwendigen Mindestgehalt an Legierungselementen
aufweist, ist untypisch. Die Anreicherung eines Stahls mit Kohlenstoff wird normalerweise
nur dann durchgeführt, wenn der jeweilige Stahl überhaupt härtbar gemacht werden soll,
das heißt ein Mindestgehalt an Kohlenstoff als Legierungselement erzeugt werden soll.
Das Aufkohlen wird im Gegensatz zum hier vorgeschlagenen Vorgehen normalerweise auf
nicht härtbare (ferritische) Stähle angewandt, so genannte Einsatzstähle. Letztere
gelten folglich ohne eine gesonderte Anreicherung mit Kohlenstoff als nicht härtbar
im Sinne dieser Anmeldung, wobei dies nicht dadurch begründet ist, dass es sich bei
einem Einsatzstahl um einen austenitischer Stahl handelt - Einsatzstähle sind grundsätzlich
ferritisch -, sondern die mangelnde Härtbarkeit allein aufgrund ihres zu geringen
Kohlenstoffgehalts vorliegt.
[0016] Die weitere Anreicherung des Stahls mit Kohlenstoff, das so genannte "Aufkohlen",
das erfindungsgemäß durchgeführt wird, obwohl der Stahl schon härtbar ist, führt insofern
zu einer deutlich verbesserten Härtbarkeit des Messers im Hinblick auf besagte Randschicht,
als die erreichbaren Härtewerte im Zuge einer anschließenden Härtung des Messers erheblich
über den sonst realisierbaren Werten liegen. Auf diese Weise lassen sich Härtewerte
von über 700 HV erreichen. Zwar werden die nichtrostenden Eigenschaften des verwendeten
Stahls in der aufgekohlten Randschicht des Messers durch die Anreicherung mit Kohlenstoff
negativ beeinflusst, allerdings wird die Korrosionsbeständigkeit des Stahls nur minimal
gemindert, während die Härtbarkeit deutlich zunimmt. Auf diese Weise kann der Stahl
bei guter verbleibender Korrosionsbeständigkeit ferner mit einer hohen Härte versehen
werden, so dass sich das fertig gestellte Messer hervorragend für die Bearbeitung
von Leder, insbesondere für das Entfleischen und Falzen, eignet.
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren beinhaltet den Verfahrensschritt der Härtung der Randschicht
des Messers. Aufgrund des sich ändernden Kohlenstoffgehalts des Messers nach dessen
Aufkohlung (nur die Randschicht wird aufgekohlt), variiert die Härte des Stahls über
den Querschnitt des Messers, wobei diese in der Randschicht gegenüber einem Kernbereich
erhöht ist. Mittels einer Härtung des auf diese Weise hergestellten Messers kann die
Härte der Randschicht erheblich angehoben werden und besonders einfach das Maß von
mindestens 630 HV überschreiten. Vorteilhafterweise sollte eine Härte von mindestens
670 HV, weiter vorzugsweise von mindestens 720 HV überschritten werden. Im Kernbereich
des Messers wird vorteilhafterweise eine Härte von mehr als 300 HV, vorzugsweise von
mehr als 350 HV, weiter vorzugsweise von mehr als 400 HV, erreicht. Der gehärtete
Kernbereich des Messers gilt demzufolge nach klassischer Definition (vgl. einleitende
Definition) als (hoch-)vergütet. Im Zuge einer Härtemessung sollte beachtet werden,
dass eine bekannter Weise im Zuge des Aufkohlens entstehende äußere Randoxidationsschicht,
die typischerweise eine Dicke von etwa 20 µm ± 10 µm aufweist, nicht für die Beurteilung
der Härte der erfindungsgemäßen Randschicht berücksichtigt wird. Eine korrekte Härtebestimmung
ist besonders einfach möglich, indem die Randoxidationsschicht auf dem gehärteten
Messer mittels Schleif-Polier-Vorgängen entfernt wird und anschließend mit einer möglichst
geringen Prüflast die metallisch blanke Oberfläche des Messers geprüft wird.
[0018] Das vorstehend beschriebene Verfahren ist dann besonders von Vorteil, wenn die Randschicht
umlaufend an dem Messer mit Kohlenstoff angereichert und anschließend gehärtet wird.
Unter einer "umlaufenden Randschicht" wird in diesem Fall verstanden, dass die Randschicht
das jeweils behandelte Messer vollständig einfasst, das heißt nicht lediglich an einer
bestimmten Seite oder Flanke des Messers erzeugt wird. Der Vorteil einer umlaufend
harten Randschicht liegt in der Stabilisierungswirkung derjenigen Randschicht begründet,
die der Schneidkante des Messers gegenüberliegt. Zwar greift diese Seite selbst nicht
mit dem zu bearbeitenden Material ein und stellt insofern grundsätzlich keine erhöhten
Anforderungen an dessen Härte. Aufgrund der positiven Stabilisierungswirkung einer
harten Schicht, die das gesamte Messer versteift, ist sie jedoch besonders von Vorteil.
[0019] Das Verfahren kann dann auf besonders vorteilhafte Weise durchgeführt werden, wenn
als Grundwerkstoff ein Stahl mit den Eigenschaften eines nichtrostenden, martensitischen
Chromstahls vom Typ X20Cr13 vorliegt. Stähle dieses Typs sind härtbar und nichtrostend
und als genormter Stahl besonders gut verfügbar. Als Grundwerkstoff liegt ein solcher
Stahl noch nicht als martensitischer sondern als ferritischer Stahl vor. Die Bildung
des Martensits erfolgt erst im Zuge der Härtung des Stahls. Wird ein Stahl vom genannten
Typ X20Cr13 dem erfindungsgemäßen Verfahren zugrunde gelegt, wird die Randschicht
des Messers aufgrund des Verfahrensschritts des Aufkohlens in ihrer Struktur verändert,
da Kohlenstoff eingelagert wird. Die Bezeichnung X20Cr13 trifft demzufolge nach dem
Aufkohlen zumindest auf die Randschicht nicht länger zu.
[0020] Die zugrunde liegende Aufgabe wird vorrichtungstechnisch ausgehend von einem Messer
der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der härtbare Stahl
des Messers ein nichtrostender Stahl ist und das Messer eine mit Kohlenstoff angereicherte
und gehärtete Randschicht aufweist. Vorteilhafterweise ist neben der Randschicht auch
der Rest des Messers, das heißt der Kernbereich desselben, gehärtet, wobei die Härte
des Kernbereichs typischerweise nicht über 510 HV angehoben wird und folglich nach
klassischer Definition als vergütet gilt (vgl. einleitende Definition).
[0021] Wie vorstehend beschrieben ist, kann ein solches Messer besonders gut, das heißt
auf ein besonders hohes Maß, gehärtet werden und auf diese Weise sowohl eine hohe
Härte im Bereich der Randschicht erreichen (typischerweise von mindestens 630 HV)
als auch seine nichtrostenden Eigenschaften im Wesentlichen erhalten und daher nur
in verhältnismäßig geringem Maß korrodieren. Versuche haben zeigen können, dass auch
nach erheblichen Verweilzeiten eines solchen erfindungsgemäßen Messers in einem korrosiven
Milieu nur sehr geringe Anzeichen von Korrosion auftreten ("Flugrost"), während die
Korrosion bei herkömmlichen, nicht korrosionsbeständigen Messern bereits weit fortgeschritten
ist und die Form regelrechter "Rostkrater" großer Tiefe angenommen hat.
[0022] Wie ferner vorstehend bereits beschrieben ist, ist ein solches Messer besonders vorteilhaft,
bei dem eine Härte der Randschicht mindestens 630 HV, vorzugsweise mindestens 670
HV, weiter vorzugsweise mindestens 720 HV, beträgt. Messer, die Härten in diesem Bereich
aufweisen, eignen sich hinsichtlich ihrer Anfälligkeit für abrasiven Verschleiß besonders
gut für die Textil- und Lederbearbeitung, da sie dem jeweiligen Textil beziehungsweise
dem Leder gut standzuhalten vermögen.
[0023] Das erfindungsgemäße Messer sollte ferner so ausgestaltet sein, dass die aufgekohlte
Randschicht eine Dicke zwischen 0,001 mm und 0,30 mm, vorzugsweise zwischen 0,05 mm
und 0,20 mm, aufweist. Eine derartige Schichtdicke ist ausreichend, um eine hohe Standzeit
des Messers garantieren zu können, da ein Abtrag dieser Schichtdicke im Zuge des Betriebs
des zugehörigen Schneidaggregats einige Zeit in Anspruch nimmt. Ferner bietet die
geringe Schichtdicke den Vorteil, dass ein umso größerer Teil des Messers im Kern
bei einem im Verhältnis zur Randschicht geringen Kohlenstoffanteil verbleibt und das
gesamte Messer auf diese Weise trotz der besonders harten Randschicht eine hohe Zähigkeit
behält, wodurch die Bruchgefahr reduziert wird. Außerdem kann die Aufkohlzeit, das
heißt die Zeit, die der Messerstahl aufgekohlt werden muss, kurz gehalten werden,
was zu einer größeren Wirtschaftlichkeit bei der Herstellung führt. Bei der Angabe
der Dicke der aufgekohlten Randschicht ist zu beachten, dass die vorstehend erwähnte
Randoxidationsschicht, die im Zuge des Aufkohlprozesses gebildet wird, nicht mitgerechnet
wird.
[0024] In der Randschicht sollte das Messer vorzugsweise einen Kohlenstoffgehalt von mehr
als 0,25 %, vorzugsweise von mehr als 0,4 %, weiter vorzugsweise von mindestens 0,6
% aufweisen. Auf diese Weise wird die Randschicht besonders gut härtbar, so dass sie
der abrasiven Beanspruchung des Schneidbetriebs mittels Härten besonders lange standhalten
kann.
[0025] Der für das Messer verwendete härtbare Stahl sollte dabei vor der Aufkohlung der
Randschicht einen Kohlenstoffgehalt zwischen 0,10 % und 0,60 %, vorzugsweise zwischen
0,15 % und 0,50 %, aufweisen. Derartige Stähle zeichnen sich durch eine besonders
hohe Zähigkeit bei guter Härtbarkeit aus, wobei gerade letzteres stark von den Anteilen
der übrigen Legierungselemente abhängt. Beispielhaft sei auch hier als Messerstahl
der Typ X20Cr13 aus der Gruppe der nichtrostenden, martensitischen Chromstähle genannt,
der definitionsgemäß über ca. 0,2 % ± 0,05 % Kohlenstoff und ca. 13 % ± 1,0 % Chrom
verfügt und härtbar ist. Der hohe Chromanteil verleiht diesem Stahl seine Korrosionsbeständigkeit.
Gleichzeitig dient er als ein starker Karbidbildner, wodurch der Stahl trotz des verhältnismäßig
geringen Kohlenstoffgehalts von 0,2 % härtbar ist.
[0026] Je nach Zusammensetzung des jeweiligen Stahls kann auch ein höherer Kohlenstoffanteil
von 0,4 % sinnvoll sein, wobei vorteilhafterweise der Stahl, aus dem das Messer gefertigt
ist, einen Chromgehalt von mindestens 12,5 %, aufweisen sollte. Durch die Einhaltung
dieses Minimums im Hinblick auf den Chromgehalt wird die nichtrostende beziehungsweise
korrosionsbeständige Eigenschaft des jeweiligen Stahls begünstigt beziehungsweise
sichergestellt. Dies gilt insbesondere für die aufgekohlte Randschicht des Messers,
welche bei einem derartigen Chromgehalt trotz des Aufkohlens auf beispielsweise 1,0
% Kohlenstoff trotzdem eine hohe Korrosionsbeständigkeit behält.
[0027] Besonders vorteilhaft ist ein Messer, dessen Stahl nicht mit Nickel legiert ist,
insbesondere einen Nickelgehalt von maximal 1,0 %, vorzugsweise maximal 0,5 %, weiter
vorzugsweise maximal 0,25 % aufweist. Der geringe Nickelgehalt ist unter arbeitsschutztechnischer
Hinsicht besonders vorteilhaft, da bei Schleifvorgängen, die zum Zweck der Nachschärfung
der Messer in regelmäßigen Intervallen stattfinden müssen, kein gesundheitsschädliches
Nickel freigesetzt wird.
[0028] Besonders von Vorteil ist ein solches Messer, dessen innerer Kernbereich gehärtet
ist. Ein solcher gehärteter Kernbereich ist für die Einsetzbarkeit des Messers besonders
vorteilhaft, da das Messer hierdurch eine besonders hohe Steifigkeit erhält. Die Härte
des Messers im Kernbereich liegt dann vorteilhafterweise in einem Bereich von mindestens
300 HV, vorzugsweise mindestens 350 HV, weiter vorzugsweise mindestens 400 HV. Eine
erhöhte Steifigkeit des Messers ist im Hinblick auf höheren Widerstand unter der Einwirkung
von Scherkräften besonders vorteilhaft, da die Verformungen des Messers für eine hochqualitative
Bearbeitung von Textilien und/oder Leder gering gehalten werden sollte.
[0029] Ferner ist ein solches Messer besonders zu bevorzugen, bei dem die mit Kohlenstoff
angereicherte und gehärtete Randschicht um das Messer umläuft. Die Vorzüge einer umlaufend
gehärteten Randschicht sind vorstehend bereits dargelegt.
Ausführungsbeispiele
[0030] Das erfindungsgemäße Messer sowie das erfindungsgemäße Verfahren werden nachfolgend
anhand eines Ausführungsbeispiels, das in den Figuren dargestellt ist, näher erläutert.
[0031] Es zeigt:
- Fig. 1:
- Eine mikroskopische Aufnahme eines erfindungsgemäßen Messers und
- Fig. 2:
- Einen Entfleischzylinder mit einer Mehrzahl der erfindungsgemäßen Messer.
[0032] Ein erfindungsgemäßes Messer 1, das in Figur 1 dargestellt ist, weist eine Randschicht
2 sowie eine Randoxidationsschicht 3 auf. Die Randschicht 2 und die Randoxidationsschicht
3 gehen entlang eines Übergangsbereichs 4 fließend ineinander über. Die Randschicht
2 ist in Figur 1 dabei insbesondere durch eine helle Darstellung und die Randoxidationsschicht
3 durch eine dunkle Darstellung besonders gut erkennbar. Die Randoxidationsschicht
3 ist ein Produkt eines Aufkohlens des Messers 1. Sie weist typischerweise nur eine
äußerst geringe Härte auf.
[0033] Das Messer 1 ist aus einem martensitischen Chromstahl vom Typ X20Cr13 gefertigt und
weist entsprechend einen Kohlenstoffgehalt von ca. 0,2 % ± 0,05 % und einen Chromgehalt
von ca. 13 % ± 1,0 % auf. Dieser Stahl ist härtbar und gleichzeitig korrosionsbeständig.
Am Beispiel von Messer 1 treffen die angegebenen Werte auf einen nicht dargestellten
Kernbereich zu, während die Randschicht 2 des Messers 1 hingegen mit Kohlenstoff angereichert
ist und daher einen Kohlenstoffanteil von ca. 1,0 % aufweist. Eine Dicke der Randschicht
2 des Messers 1 beträgt ca. 0,15 mm. Die Anreicherung der Randschicht 2 mit Kohlenstoff
erfolgt im Zuge eines so genannten "Aufkohlens".
[0034] Der hohe Kohlenstoffgehalt der Randschicht 2 des Messers 1 führt dazu, dass selbiger
in diesem Bereich in Folge eines Abschreckvorgangs eine besonders hohe Härte entwickelt
(die durch Oxidation inaktiv gewordene Randoxidationsschicht 3 bleibt unberücksichtigt),
wobei die dem Stahl innewohnende Korrosionsbeständigkeit zwar reduziert, aber in umfangreichem
Maße erhalten bleibt. Durch diese Kombination von hoher Härte bei guter Korrosionsbeständigkeit
ist das Messer 1 besonders gut für den Einsatz in der Lederbearbeitung einsetzbar.
[0035] Beispielhaft ist in Figur 2 ein Entfleischzylinder 5, der im Zuge der Lederbearbeitung
verwendet wird, dargestellt. Dieser verfügt über eine Mehrzahl von erfindungsgemäßen
Messern 1, die auf einer Mantelfläche 6 eines Zylinderkörpers 7 des Entfleischzylinders
5 angeordnet sind. Der Entfleischzylinder 5 dreht sich im Betrieb um eine Längsachse
8, wobei eine Schneidkante 9 der Messer 1 mit einem zu bearbeitenden Material in Eingriff
gebracht wird und dieses infolgedessen schneidet. Die Messer 1 weisen jeweils einen
Schneidenschenkel 10 auf, der an einem unteren Ende eine Fußfläche 11 aufweist, mit
dem die Messer 1 jeweils auf der Mantelfläche 6 des Zylinderkörpers 7 angeordnet sind.
Ferner weisen die Messer 1 an einem oberen Ende des Schneidenschenkels 10 eine Schneidenfläche
12 auf. Diese umfasst an einem vorderen Rand 13 die Schneidkante 9 des Messers 1.
Die Messer 1 sind dabei mittels Verstemmen mit Kupfer 14 in Nuten des Zylinderkörpers
7 befestigt.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- Messer
- 2
- Randschicht
- 3
- Randoxidationsschicht
- 4
- Übergangsbereich
- 5
- Entfleischzylinder
- 6
- Mantelfläche
- 7
- Zylinderkörper
- 8
- Längsachse
- 9
- Schneidkante
- 10
- Schneidenschenkel
- 11
- Fußfläche
- 12
- Schneidenfläche
- 13
- Rand
- 14
- Kupfer
1. Verfahren zur Herstellung eines schraubenlinienförmigen Messers (1), wobei das Messer
(1) aus härtbarem Stahl gefertigt ist und einen Schneidenschenkel (10) aufweist, der
sowohl an einem unteren Ende eine Fußfläche (11) als auch an einem oberen Ende eine
Schneidenfläche (12) aufweist, wobei die Schneidenfläche (12) entlang eines vorderen
Randes (13) eine Schneidkante (9) aufweist, wobei das Messer (1) mit Kohlenstoff angereichert
wird, dadurch gekennzeichnet, dass der härtbare Stahl des Messers (1) ein nichtrostender Stahl ist und die Anreicherung
des Messers (1) mit Kohlenstoff lediglich in einer Randschicht (2) des Messers (1)
erfolgt und das Messer (1) anschließend gehärtet wird, wodurch eine Härte der Randschicht
(2) von mindestens 630 HV erzeugt wird und wobei die Randschicht (2) eine Dicke zwischen
0,001 mm und 0,30 mm aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Randschicht (2) umlaufend an dem Messer (1) mit Kohlenstoff angereichert und
anschließend gehärtet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Messer (1) nach dem Verfahrensschritt, in dem das Messer (1) gehärtet wird, als
nichtrostender, martensitischer Chromstahl vom Typ X20Cr13 mit der aufgekohlten Randschicht
(2) vorliegt.
4. Schraubenlinienförmiges Messer (1), wobei das Messer (1) aus härtbarem Stahl gefertigt
ist und einen Schneidenschenkel (10) aufweist, der sowohl an einem unteren Ende eine
Fußfläche (11) als auch an einem oberen Ende eine Schneidenfläche (12) aufweist, wobei
die Schneidenfläche (12) entlang eines vorderen Randes (13) eine Schneidkante (9)
aufweist, wobei das Messer (1) mit Kohlenstoff angereichert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der härtbare Stahl des Messers (1) ein nichtrostender Stahl ist und lediglich eine
Randschicht (2) des Messers (1) mit Kohlenstoff angereichert und das Messer (1) gehärtet
ist, wobei die Randschicht (2) eine Dicke zwischen 0,001 mm und 0,30 mm und eine Härte
von mindestens 630 HV aufweist.
5. Messer (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Härte der Randschicht (2) mindestens 630 HV, vorzugsweise mindestens 670 HV,
weiter vorzugsweise mindestens 720 HV, beträgt.
6. Messer (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Randschicht (2) eine Dicke zwischen 0,05 mm und 0,20 mm aufweist.
7. Messer (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der härtbare Stahl, aus dem das Messer (1) gefertigt ist, in der Randschicht (2)
einen Kohlenstoffgehalt von mindestens 0,25 %, vorzugsweise von mindestens 0,4 %,
weiter vorzugsweise von mindestens 0,6 %, aufweist.
8. Messer (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der härtbare Stahl, aus dem das Messer (1) gefertigt ist, in einem Kernbereich einen
Kohlenstoffgehalt zwischen 0,05 % und 0,60 %, vorzugsweise zwischen 0,15 % und 0,50
%, aufweist.
9. Messer (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der härtbare Stahl, aus dem das Messer (1) gefertigt ist, einen Chromgehalt von mindestens
12,5 %, aufweist.
10. Messer (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der härtbare Stahl einen Nickelgehalt von maximal 1,0 %, vorzugsweise maximal 0,5
%, weiter vorzugsweise maximal 0,25 %, aufweist.
11. Messer (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Kohlenstoff angereicherte und gehärtete Randschicht (2) um das Messer (1)
umläuft.
12. Messer (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der härtbare Stahl ein nichtrostender, martensitischer Stahl vom Typ X20Cr13 ist.
13. Messer (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kernbereich des Messers (1) gehärtet ist und eine Härte von mindestens 300 HV,
vorzugsweise von mindestens 350 HV, weiter vorzugsweise von mindestens 400 HV, aufweist.
1. A method for the production of a helical knife (1), wherein the knife (1) is produced
from hardenable steel and comprises a cutting leg (10) which comprises both a foot
face (11) at a lower end and a cutting face (12) at an upper end, wherein the cutting
face (12) comprises a cutting edge (9) along a front edge (13), wherein the knife
(1) is enriched with carbon, characterised in that the hardenable steel of the knife (1) is a stainless steel and the enrichment of
the knife (1) with carbon takes place only on a margin layer (2) of the knife (1)
and the knife (1) is then hardened, as a result of which a hardness of the margin
layer (2) of at least 630 HV is produced and wherein the margin layer (2) has a thickness
between 0.001 mm and 0.30 mm.
2. The method according to claim 1, characterised in that the margin layer (2) is enriched with carbon running around the knife (1) and is
then hardened.
3. The method according to claim 1 or 2, characterised in that the knife (1), after the method step in which the knife (1) is hardened, is present
as a stainless, martensitic chrome steel of type X20Cr13 with the case-hardened margin
layer (2).
4. A helical knife (1), wherein the knife (1) is produced from hardenable steel and comprises
a cutting leg (10) which comprises both a foot face (11) at a lower end and a cutting
face (12) at an upper end, wherein the cutting face (12) comprises a cutting edge
(9) along a front edge (13), wherein the knife (1) is enriched with carbon, characterised in that the hardenable steel of the knife (1) is a stainless steel and only a margin layer
(2) of the knife (1) is enriched with carbon and the knife (1) is hardened, wherein
the margin layer (2) has a thickness between 0.001 mm and 0.30 mm and hardness of
at least 630 HV.
5. The knife (1) according to claim 4, characterised in that a hardness of the margin layer (2) amounts to at least 630 HV, preferably at least
670 HV, further preferably at least 720 HV.
6. The knife (1) according to claim 4 or 5, characterised in that the margin layer (2) has a thickness between 0.05 mm and 0.20 mm.
7. The knife (1) according to any one of claims 4 to 6, characterised in that the hardenable steel from which the knife (1) is produced comprises, in the margin
layer (2), a carbon content of at least 0.25%, preferably of at least 0.4%, further
preferably of at least 0.6%.
8. The knife (1) according to any one of claims 4 to 7, characterised in that the hardenable steel from which the knife (1) is produced comprises, in a core region,
a carbon content between 0.05% and 0.60%, preferably between 0.15% and 0.50%.
9. The knife (1) according to any one of claims 4 to 8, characterised in that the hardenable steel from which the knife (1) is produced comprises a chromium content
of at least 12.5%.
10. The knife (1) according to any one of claims 4 to 9, characterised in that the hardenable steel comprises a nickel content of at most 1.0%, preferably at most
0.5%, further preferably at most 0.25%.
11. The knife (1) according to any one of claims 4 to 10, characterised in that the hardened margin layer (2) enriched with carbon runs around the knife (1).
12. The knife (1) according to any one of claims 4 to 11, characterised in that the hardened steel is a stainless, martensitic steel of type X20Cr13.
13. The knife (1) according to any one of claims 4 to 12, characterised in that a core region of the knife (1) is hardened and has a hardness of at least 300 HV,
preferably of at least 350 HV, further preferably of at least 400 HV.
1. Procédé de fabrication d'une lame (1) hélicoïdale, dans lequel la lame (1) est fabriquée
en acier durcissable et présente une branche de coupe (10), qui présente tant une
surface de pied (11) sur une extrémité inférieure qu'une surface de coupe (12) sur
une extrémité supérieure, sachant que la surface de coupe (12) présente une arête
de coupe (9) le long d'un bord avant (13), sachant que la lame (1) est enrichie au
carbone, caractérisée en ce que l'acier durcissable de la lame (1) est un acier inoxydable et l'enrichissement de
la lame (1) au carbone est effectué uniquement dans une couche de bord (2) de la lame
(1) et que la lame (1) est ensuite durcie, ce qui produit une dureté de la couche
de bord (2) d'au moins 630 HV et sachant que la couche de bord (2) présente une épaisseur
entre 0,001 mm et 0,30 mm.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisée en ce que la couche de bord (2) est enrichie au carbone sur le pourtour de la lame (1) puis
durcie.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la lame (1), après l'étape de procédé au cours de laquelle la lame (1) est durcie,
est présente sous forme d'acier chromé inoxydable martensitique de type X20Cr13 avec
la couche de bord (2) carburée.
4. Lame hélicoïdale (1), dans laquelle la lame (1) est fabriquée en acier durcissable
et présente une branche de coupe (10) qui présente tant une surface de pied (11) sur
une extrémité inférieure qu'une surface de coupe (12) sur une extrémité supérieure,
sachant que la surface de coupe (12) présente une arête de coupe (9) le long d'un
bord avant (13), sachant que la lame (1) est enrichie au carbone, caractérisée en ce que l'acier durcissable de la lame (1) est un acier inoxydable et que seule une couche
de bord (2) de la lame (1) est enrichie au carbone et que la lame (1) est durcie,
sachant que la couche de bord (2) présente une épaisseur entre 0,001 mm et 0,30 mm
et une dureté d'au moins 630 HV.
5. Lame (1) selon la revendication 4, caractérisée en ce qu'une dureté de la couche de bord (2) fait au moins 630 HV, de préférence au moins 670
HV, plus encore de préférence au moins 720 HV.
6. Lame (1) selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que la couche de bord (2) présente une épaisseur entre 0,05 mm et 0,20 mm.
7. Lame (1) selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisée en ce que l'acier durcissable dans lequel la lame (1) est fabriquée, présente dans la couche
de bord (2) une teneur en carbone d'au moins 0,25 %, de préférence d'au moins 0,4
%, plus encore de préférence d'au moins 0,6 %.
8. Lame (1) selon l'une des revendications 4 à 7, caractérisée en ce que l'acier durcissable dans lequel la lame (1) est fabriquée, présente dans une partie
de noyau une teneur en carbone entre 0,05 % et 0,60 %, de préférence entre 0,15 %
et 0,50 %.
9. Lame (1) selon l'une des revendications 4 à 8, caractérisée en ce que l'acier durcissable dans lequel la lame (1) est fabriquée, présente une teneur en
chrome d'au moins 12,5 %.
10. Lame (1) selon l'une des revendications 4 à 9, caractérisée en ce que l'acier durcissable présente une teneur en nickel de maximum 1 %, de préférence de
maximum 0,5 % et plus encore de préférence de maximum 0,25 %.
11. Lame (1) selon l'une des revendications 4 à 10, caractérisée en ce que la couche de bord (2) enrichie au carbone et durcie entoure la lame (1).
12. Lame (1) selon l'une des revendications 4 à 11, caractérisée en ce que l'acier durcissable est un acier inoxydable martensitique de type X20Cr13.
13. Lame (1) selon l'une des revendications 4 à 12, caractérisée en ce qu'une partie de noyau de la lame (1) est durcie et présente une dureté d'au moins 300
HV, de préférence d'au moins 350 Hv, et plus encore de préférence d'au moins 400 HV.


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