[0001] Die Erfindung betrifft ein Montagerahmensystem zum Einbau eines Fensters oder einer
Türe in einer Gebäudewandöffnung, eine Rahmensystemtiefe aufweisend.
[0002] Die Montage eines Fensters oder einer Türe erfolgt in einfachen Fällen durch Einschäumen
in einer Gebäudewandöffnung. Damit ist jedoch der Nachteil verbunden, dass einerseits
die Sicherstellung eines dampfdichten Abschlusses gegenüber einem umgebenden Mauerwerk
aufwendige Zusatzmaßnahmen erfordert und andererseits Wärmebrücken entstehen.
[0003] Weiter steigende Anforderungen an die Wärmedämmung von Gebäuden, insbesondere bei
sogenannten Passivhäusern mit einem Heizwärmebedarf von höchstens 10 kWh/m
2a, machen eine äußere Wärmedämmebene unumgänglich. Eine solche Wärmedämmebene umhüllt
als Dämmfassade oder als Fassadendämmsystem eine statisch tragende Gebäudewand. Verwendung
finden zumeist Polystyrol-, Mineralschaum-, Mineralwoll- oder Holzweichfaserplatten.
Die auf diese Weise gebildete Wärmedämmebene ist jedoch aufgrund einer geringen Festigkeit
nicht dazu geeignet, Fester oder Türen unmittelbar aufzunehmen.
[0004] Für eine optimale Gebäudedämmung ist es sinnvoll, Fenster oder Türen in der Wärmedämmebene
und nicht in der Ebene der tragenden Gebäudewand einzubauen. Wärmebrücken sollen auf
diese Weise vermieden werden, indem Fenster- oder Türrahmen nicht direkt an einem
Mauerwerk anschließen. Eine ausreichend stabile Befestigung erfolgt dabei mittels
Montageelemente, welche Kräfte von einem in der Wärmedämmebene angeordneten Fester
oder einer Türe auf die tragende Gebäudewand übertragen. Nach dem Stand der Technik
werden zu diesem Zweck Winkel oder Konsolen verwendet. Diese sind aus Festigkeitsgründen
zumeist aus einem Metall mit hoher Wärmeleitfähigkeit gefertigt, wodurch wiederum
Wärmebrücken entstehen.
[0005] Zur Vermeidung von Wärmebrücken kennt man aus dem Stand der Technik Montagerahmensysteme,
welche rund um ein Fenster oder eine Türe einen wärmedämmenden Rahmen vorsehen. Ein
solches System ist beispielsweise aus er
DE 10 2010 004 254 A bekannt. Dabei ist ein umlaufender wärmedämmender Rahmen in einer Ziegelmaueröffnung
eingesetzt, ohne eine zusätzliche außen an der Mauer angebrachte Dämmschicht vorzusehen.
Eine solche zusätzliche Dämmschicht würde zu tiefen äußeren Laibungen führen, mit
entsprechend beeinträchtigtem Lichteinfall. Zudem hat die Lösung den Nachteil eines
beträchtlichen Volumens, welches den Transport zum Einbauort erschwert.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für ein Montagerahmensystem der eingangs
genannten Art eine Verbesserung gegenüber dem Stand der Technik anzugeben.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein System gemäß Anspruch 1. Weiterbildungen
der Erfindung finden sich in abhängigen Ansprüchen.
[0008] Dabei weist ein Basisrahmen einen umlaufenden Flansch auf, welcher rund um die Gebäudeöffnung
befestigbar ist, wobei ein innerer Verstellrahmen gegenüber dem Basisrahmen in Tiefenrichtung
verschiebbar ist und mit dem Fensters oder der Türe verbindbar ist. Ein solches Montagerahmensystem
ist durch seine umlaufende Form einerseits stabil und dichtet andererseits die Gebäudeöffnung
gegenüber dem Fenster oder der Türe ab. Der Aufbau mit zwei teleskopartig in Tiefenrichtung
verstellbaren umlaufenden Rahmen ermöglicht zudem eine flexible Anpassung an verschiedene
Fassadentiefen sowie an verschiedene Fenster- oder Türtiefen. Umlaufend sind die Rahmen
in dem Sinn, dass sie ohne Unterbrechung um den ganzen Umfang der Gebäudeöffnung verlaufen.
[0009] Das erfindungsgemäße Montagerahmensystem ist aus einem Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit
(geringe Wärmeleitzahl) gefertigt, sodass es keine Wärmebrücke bildet. Konkret ist
die Wärmeleitfähigkeit deutlich kleiner als bei bekannten Metallwinkeln. Die geringe
Wärmeleitfähigkeit von wärmedämmenden Materialien ist allerdings nicht notwendig,
weil das Montagerahmensystem selbst nicht als wärmedämmendes Element, sondern als
tragendes Element genutzt wird.
[0010] Eine wärmedämmende Wirkung des Fenster- oder Türeinbaus kommt dadurch zustande, dass
das Fenster oder die Türe mittels des Montagerahmensystems in der Wärmedämmebene eingebaut
ist, sodass ein an dem Montagerahmensystem anliegender Fenster-oder Türrahmen von
wärmedämmendem Material einer Fassade umgeben ist. Das Montagerahmensystem selbst
umfasst kein wärmedämmendes Material. Gegenüber einem bekannten wärmedämmenden Montagerahmensystem
entfällt somit der Nachteil eines großen Volumens mit den damit verbundenen Transportschwierigkeiten.
[0011] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Montagerahmensystems besteht in seiner
einfachen Herstellbarkeit. So sind die einzelnen Rahmen beispielsweise aus vorgefertigten
Profilstangen zusammensetzbar.
[0012] Vorteilhaft ist es, wenn der Basisrahmen und/oder der innere Verstellrahmen aus einem
Kunststoff, insbesondere aus einem faserverstärkten Kunststoff gefertigt sind. Kunststoff
weist eine ausreichend geringe Wärmeleitzahl auf. Faserverstärkter Kunststoff wird
auch als Faserkunststoffverbund (FKV) oder Faserverbundkunststoff (FVK) bezeichnet.
Ein solches Material führt aufgrund einer höheren Festigkeit zu einer Massereduktion
des jeweiligen Rahmens. Zur Vermeidung einer Wärmebrücke ist es ausreichend, wenn
der Basisrahmen oder der innere Verstellrahmen aus Kunststoff oder faserverstärktem
Kunststoff gefertigt ist. Der jeweils andere Rahmen ist dann aus einem Metall, beispielsweise
aus Aluminium, herstellbar. Dadurch weist das Montagerahmensystem insgesamt eine höhere
Festigkeit auf, mit den damit verbundenen erweiterten Einsatzmöglichkeiten. Zum Beispiel
sind mittels eines metallenen Basisrahmens auch Sonderbauformen von Fenstern oder
Türen mit großen Abmessungen oder hohem Gewicht montierbar.
[0013] In einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass ein äußerer Verstellrahmen gegenüber
dem Basisrahmen in Tiefenrichtung verschiebbar ist und an einer Außenseite des Fensters
oder der Türe anlegbar ist. Auf diese Weise ist das Montagerahmensystem geeignet,
einen äußeren Fassadenanschluss aufzunehmen.
[0014] Dabei ist es günstig, wenn der äußere Verstellrahmen aus einem Kunststoff, insbesondere
einem faserverstärkten Kunststoff gefertigt ist. Alternativ dazu ist der äußere Verstellrahmen
aus einem Metall herstellbar (z.B. Aluminium), falls der Rahmen (Basisrahmen oder
innerer Verstellrahmen), mit dem der äußere Verstellrahmen verbunden ist, aus Kunststoff
oder faserverstärktem Kunststoff besteht. Eine solche Ausführung vermeidet ebenso
wie die Kunststoffausführung Wärmebrücken und bietet mehr Flexibilität bei der Gestaltung
des äußeren Verstellrahmens.
[0015] Eine weitere Verbesserung besteht darin, dass der Flansch an der Montagefläche eine
umlaufende dampfdichte Dichtung aufweist. Auf diese Weise schließt der Basisrahmen
mit der die Gebäudewandöffnung umgebenden Mauer dampfdicht ab und es gelangt keine
feuchte Raumluft in die Wärmedämmebene. Anderenfalls würde bei niedrigen Außentemperaturen
in der Wärmedämmebene die feuchte Raumluft kondensieren, was in weiterer Folge zu
Schimmelbildung führen könnte.
[0016] Damit in einem Zwischenraum zwischen dem Montagerahmensystem und einem Fenster- oder
Türrahmen keine feuchte Raumluft gelangt, ist es vorteilhaft, wenn der innere Verstellrahmen
in einem Bereich, welcher an das Fensters oder die Türe anlegbar ist, eine umlaufende
dampfdichte Dichtung aufweist. Ansonsten käme es bei niedrigen Außentemperaturen in
dem Zwischenraum zu unerwünschter Kondenswasserbildung.
[0017] Um Feuchtigkeitsunterschiede zwischen der Außenluft und der Luft im Zwischenraum
zwischen dem Montagerahmensystem und einem Fenster- oder Türrahmen auszugleichen und
gleichzeitig ein Eindringen von Regenwasser zu vermeiden, ist es günstig, wenn bei
vorhandenem äußeren Verstellrahmen dieser äußere Verstellrahmen in dem Bereich, welcher
an die Außenseite des Fensters oder der Türe anlegbar ist, eine umlaufende schlagregendichte,
dampfoffene Dichtung aufweist.
[0018] Für einen gleichmäßigen und widerstandsfähigen Übergang zwischen Montagerahmensystem
und einer die Dämmschicht überziehenden Putzschicht ist es von Vorteil, wenn der äußere
Verstellrahmen an einer äußeren Kante eine Putzanschlussleiste aufweist. Eine solche
Putzanschlussleiste ist beispielsweise an den äußeren Verstellrahmen geklebt und dient
als Träger für die an der Fenster- oder Türlaibung angebrachte Putzschicht.
[0019] Eine Weiterbildung des Montagerahmensystems sieht vor, dass der innere Verstellrahmen
mit dem Basisrahmen mittels mehrerer Schraubverbindungen verbunden ist und/oder dass
der innere Verstellrahmen mit dem Basisrahmen verklebt ist. Die Schraubverbindung
hat den Vorteil, dass nach einer erfolgten Einstellung der Tiefenposition des inneren
Verstellrahmens das Rahmensystem durch Anziehen der Schraubverbindungen sofort fixiert
ist, wobei das Rahmensystem jederzeit nachjustiert werden kann. Mit einer zusätzlichen
oder einer ausschließlichen Verklebung sind die Fugen zwischen den Rahmen auf einfache
Weise dampfdicht abgedichtet.
[0020] Zudem ist es günstig, wenn bei vorhandenem äußeren Verstellrahmen dieser äußere Verstellrahmen
mit dem Basisrahmen oder mit dem inneren Verstellrahmen mittels mehrerer Schraubverbindungen
verbunden ist und/oder wenn der äußere Verstellrahmen mit dem Basisrahmen oder mit
dem inneren Verstellrahmen verklebt ist.
[0021] In einer einfachen Ausführungsform der Erfindung ragt der innere Verstellrahmen in
eine umlaufende Nut des Basisrahmens oder der Basisrahmen ragt in eine umlaufende
Nut des inneren Verstellrahmens. Die Nut des einen Rahmens und der in diese Nut hineinragende
Bereich des anderen Rahmens bilden somit eine teleskopartige Führung zur Einstellung
der Rahmensystemtiefe.
[0022] Bei dem optionalen äußeren Verstellrahmen ist es von Vorteil, wenn der Basisrahmen
in eine umlaufende Nut des äußeren Verstellrahmens ragt oder wenn der äußere Verstellrahmen
in eine umlaufende Nut des Basisrahmens ragt.
[0023] Alternativ dazu kann es abhängig von den Platzverhältnissen auch von Vorteil sein,
wenn der äußere Verstellrahmen in eine umlaufende Nut des inneren Verstellrahmens
ragt oder wenn der innere Verstellrahmen in eine umlaufende Nut des äußeren Verstellrahmens
ragt.
[0024] Das Spiel in diesen teleskopartigen Nutführungen ist dabei so gewählt, dass einerseits
ein einfaches Justieren der Verstellrahmen möglich ist und andererseits nach erfolgter
Justierung die Rahmen zueinander dicht abschließen.
[0025] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung ist gegeben, wenn der Basisrahmen und der
innere Verstellrahmen aus Stangenelementen mit verbindenden Eckelementen zusammengesetzt
sind. Bei vorhandenem äußerem Verstellrahmen ist es günstig, auch diesen aus Stangenelementen
mit verbindenden Eckelementen zusammenzusetzen. Verschiedene Montagerahmensysteme
für unterschiedlich dimensionierte Fenster oder Türen können dann mit gleichen Elementen
durch Ablängen der Stangenelemente hergestellt werden. Das Zusammenfügen der Stangenelemente
und der Eckelemente ist auch am Montageort möglich, sodass der Transport zu einem
Montageort erleichtert wird und fehlerhafte Dimensionierungen rasch korrigierbar sind.
[0026] Alternativ dazu ist insbesondere bei größeren Stückzahlen eine Vorfertigung der Rahmen
sinnvoll. Dabei werden die einzelnen Stangenelemente in Gärung geschnitten und an
den Schnittstellen verschweißt oder verklebt.
[0027] Die Erfindung wird nachfolgend in beispielhafter Weise unter Bezugnahme auf die beigefügten
Figuren erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- Aufsicht auf ein Montagerahmensystem
- Fig. 2
- Schnitt A-A gemäß Fig. 1 durch eine Ausführungsform mit innerem Verstellrahmen
- Fig. 3
- Schnitt A-A gemäß Fig. 1 durch eine Ausführungsform mit innerem und äußerem Verstellrahmen
- Fig. 4
- Schnitt A-A gemäß Fig. 1 durch eine alternative Ausführungsform mit innerem und äußerem
Verstellrahmen
[0028] Im Beispiel gemäß Fig. 1 ist ein rechteckiges Fenster 5, bestehend aus einem Fensterrahmen
19 und einer Glasscheibe 20, in einem Montagerahmensystem eingebaut. Ein Flansch 3
des Basisrahmens 2 ist mittels Verschraubungen 24 am Umfang eines Maueranschlusses
befestigt. Der Einbau einer Türe erfolgt in gleicher Weise.
[0029] Zur Veranschaulichung des Rahmensystemaufbaus ist eine Schnittführung A-A eingezeichnet,
deren Ansicht für drei alternative Ausführungsformen in den Figuren 2, 3 und 4 gezeigt
ist. Der Einfachheit halber sind keine inneren oder äußeren Fensterbänke dargestellt.
[0030] Ein innerer Verstellrahmen 4 ist mit dem Fensterrahmen 19 verbunden und gegenüber
dem Basisrahmen 2 in Tiefenrichtung verstellbar. Optional ist auch ein äußerer Verstellrahmen
6 angeordnet, welcher an die Außenseite 7 des Fensters 5 anlegbar ist.
[0031] Alle Rahmen 2, 4, 6 des Montagerahmensystems sind umlaufend. Es handelt sich also
um Rahmen 2, 4, 6, die ohne Unterbrechung um den gesamten Umfang der Gebäudeöffnung
verlaufen.
[0032] Der Basisrahmen 2 ist am tragenden Mauerwerk 21 mittels mehrerer Verschraubungen
24 befestigt. Dabei ist am gesamten Umfang des Maueranschlusses eine dampfdichte Dichtung
8 zwischen Mauerwerk 21 und Basisrahmen 2 angeordnet.
In Fig. 2 ist nur ein innerer Verstellrahmen 4 angeordnet, welcher mit dem Fenster
5 verbunden ist, wobei ein Distanzrahmen 27 zum Einsatz kommen kann. Die Verbindung
des Fensters 5 mit dem inneren Verstellrahmen 4 ist dampfdicht ausgeführt. Zur Verstellung
des inneren Verstellrahmens 4 ragt dieser in eine umlaufende Nut 17 des Basisrahmens
2. Nach außen hin ist entweder unmittelbar eine Putzschicht oder eine weitere Dämmschicht
mit einer Putzschicht angebracht.
[0033] In den Ausführungen gemäß Fig. 3 und Fig. 4 befindet sich eine weitere umlaufende
dampfdichte Dichtung 10 zwischen dem inneren Verstellrahmen 4 und dem Fensterrahmen
19. Auf diese Weise ist auch hier eine Trennung des Raumklimas und des Außenklimas
sichergestellt. Ein Eintreten von Raumfeuchte in die Dämmschicht 26 und in den Zwischenraum
23 zwischen Rahmensystem und Fensterrahmen 19 wird verhindert. Ansonsten könnte an
Stellen, deren Oberflächentemperatur unterhalb der Taupunkttemperatur liegt, Tauwasser
ausfallen.
[0034] Dabei ist sicherzustellen, dass auch die Fugen zwischen dem Basisrahmen 2 und den
Verstellrahmen 4, 6 dampfdicht ausgeführt sind. Nach einem Justieren der Verstellrahmen
4, 6 werden die einzelnen Rahmen in überlappenden Bereichen mittels Schraubverbindungen
13, 14 aneinandergepresst, wodurch sich die Fugen schließen. Zur weiteren Absicherung
kann es sinnvoll sein, nach einem Justiervorgang diese Fugenbereiche zusätzlich abzudichten,
beispielsweise durch Auftragen einer geeigneten Dichtungsmasse oder mittels eines
Klebebandes.
[0035] Alternativ dazu oder zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Rahmen 2, 4, 6 miteinander
zu verkleben und damit einerseits eine sichere Verbindung der Rahmen 2, 4, 6 herzustellen
und andererseits die Fugen zwischen den Rahmen 2, 4, 6 abzudichten. Die Justierung
der Rahmen 2, 4, 6 zueinander erfolgt dabei innerhalb der offenen Zeit des verwendeten
Klebers.
[0036] Die dampfdichten Anschlüsse dienen zudem als Windsperren.
[0037] Bei Verwendung eines äußeren Verstellrahmens ist nach außen hin der Fensterrahmen
19 gegenüber dem Montagerahmensystem mittels einer umlaufenden, schlagregendichten,
dampfoffenen Dichtung 11 abgedichtet. Dabei handelt es sich in erster Linie um einen
Wetterschutz, welcher auch als zusätzliche Windsperre ausgeführt sein kann.
[0038] An dem äußeren Verstellrahmen 6 ist an der Außenseite eine Putzanschlussleiste 12
angebracht. An dieser haftet eine Putzschicht 22, welche eine Dämmschicht 26 umgibt.
Bei einem vorhandenen Fensterbrett oder einer vorhandenen Türschwelle schließt die
Putzanschlussleiste gegebenenfalls am Fensterbrett oder der Türschwelle an. Das Fensterbrett
schließt dann wiederum am Fensterrahmen 19 an. Bei einer Türe bildet die Türschwelle
das untere Verbindungselemente des Türrahmens.
[0039] In der Ausführung gemäß Fig. 3 ragt der Basisrahmen 2 mit einem umlaufenden Bereich
in eine erste umlaufende Nut 15 des inneren Verstellrahmens 4. Zudem ragt ein umlaufender
Bereich des äußeren Verstellrahmens 6 in eine zweite umlaufende Nut 16 des inneren
Verstellrahmens 4.
[0040] Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform, bei der ein umlaufender Bereich des inneren
Verstellrahmens 4 in eine umlaufende Nut 17 des Basisrahmens 2 ragt und bei der ein
umlaufender Bereich des Basisrahmens 2 in eine umlaufende Nut 18 des äußeren Verstellrahmens
6 ragt.
[0041] In all diesen Fällen bilden die in die Nuten 15, 16, 17, 18 ragenden Bereiche zusammen
mit den Nuten 15, 16, 17, 18 teleskopartige Führungen, welche eine Justierbarkeit
in Tiefenrichtung erlauben. Diese Justierbarkeit ist in den Figuren 2, 3 und 4 mit
Doppelpfeilen dargestellt.
[0042] Dieselbe Funktionalität ist selbstverständlich auch mit nicht dargestellten, von
der Erfindung umfassten Ausführungsvarianten erreichbar. Beispielsweise ist in einer
weiteren Variante der Basisrahmen 2 mit zwei umlaufenden Nuten ausführbar. Dabei ragt
ein umlaufender Bereich des inneren Verstellrahmens 4 in die eine Nut und ein umlaufender
Bereich des äußeren Verstellrahmens 6 ragt in die andere Nut.
[0043] Auf diese Weise ist bei allen Ausführungsformen sichergestellt, dass beide Verstellrahmen
4, 6 in der Tiefenrichtung verstellbar sind. Damit ist einerseits die Gesamttiefe
1 des Montagerahmensystems und anderseits die Distanz 25 zwischen innerem Verstellrahmen
4 und äußerem Verstellrahmen 6 einstellbar. Diese Distanz 25 bestimmt die aufnehmbare
Fensterrahmentiefe oder Türrahmentiefe.
[0044] Hergestellt sind die einzelnen Rahmen 2, 4, 6 beispielsweise aus faserverstärktem
Kunststoff. Solche Materialien zeichnen sich dadurch aus, dass sie neben einer hohen
Festigkeit auch eine geringe Wärmeleitfähigkeit besitzen. Üblicherweise ist die Wärmeleitzahl
λ kleiner 1 W/(m·K), vorzugsweise kleiner als 0.5 W/(m·K).
[0045] Wärmebrücken werden auch dann vermieden, wenn zur Erzielung einer höheren Festigkeit
einzelne Rahmen 2, 4, 6 aus einem Metall (Aluminium, Stahl etc.) hergestellt sind.
Beispielsweise bildet ein aus Aluminium hergestellter innerer Verstellrahmen 4 in
der Ausführungsform gemäß Fig. 4 keine Wärmebrücke, wenn der Basisrahmen 2 aus einem
Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit gefertigt ist. Ebenso verhält es sich bei
einem aus Metall hergestellten Basisrahmen 2 in einer Ausführungsform gemäß Fig. 3,
wenn der innere Verstellrahmen 4 aus einem Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit
hergestellt ist.
[0046] Das gezeigte Montagerahmensystem ist für alle Arten von Tür und Fensterformen einsetzbar.
Neben vieleckigen Ausführungen sind auch runde oder ovale Rahmensysteme von der Erfindung
umfasst.
Bezugszeichenliste:
[0047]
- 1
- Rahmensystemtiefe (Gesamttiefe des Montagerahmensystems)
- 2
- Basisrahmen
- 3
- Flansch des Basisrahmens
- 4
- innerer Verstellrahmen
- 5
- Fenster oder Türe
- 6
- äußerer Verstellrahmen
- 7
- Außenseite des Fensters oder der Türe
- 8
- dampfdichte Dichtung des Flansches
- 9
- Innenseite des Fensters oder der Türe
- 10
- dampfdichte Dichtung des inneren Verstellrahmens
- 11
- schlagregendichte, dampfoffene Dichtung des äußeren Verstellrahmens
- 12
- Putzanschlussleiste
- 13
- Schraubverbindungen des inneren Verstellrahmens
- 14
- Schraubverbindungen des äußeren Verstellrahmens
- 15
- erste umlaufende Nut des inneren Verstellrahmens
- 16
- zweite umlaufende Nut des inneren Verstellrahmens
- 17
- umlaufende Nut des Basisrahmens
- 18
- umlaufende Nut des äußeren Verstellrahmens
- 19
- Rahmen des Fensters oder der Türe
- 20
- Glasfläche des Fensters oder der Türe
- 21
- Gebäudeöffnung umgebendes Mauerwerk
- 22
- Putzschicht
- 23
- Zwischenraum zwischen Rahmensystem und Fenster- oder Türrahmen
- 24
- Verschraubungen
- 25
- Distanz zwischen innerem und äußerem Verstellrahmen
- 26
- Dämmschicht
- 27
- Distanzrahmen
1. Montagerahmensystem zum Einbau eines Fensters oder einer Türe (5) in einer Gebäudewandöffnung,
eine Rahmensystemtiefe (1) aufweisend, dadurch gekennzeichnet, dass ein Basisrahmen (2) einen umlaufenden Flansch (3) aufweist, welcher rund um die Gebäudeöffnung
befestigbar ist und dass ein innerer Verstellrahmen (4) gegenüber dem Basisrahmen
(2) in Tiefenrichtung verschiebbar ist und mit dem Fensters oder der Türe (5) verbindbar
ist.
2. Montagerahmensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisrahmen (2) und/oder der innere Verstellrahmen (4) aus einem Kunststoff,
insbesondere aus einem faserverstärkten Kunststoff gefertigt sind.
3. Montagerahmensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein äußerer Verstellrahmen (6) gegenüber dem Basisrahmen (2) in Tiefenrichtung verschiebbar
ist und an einer Außenseite (7) des Fensters oder der Türe (5) anlegbar ist.
4. Montagerahmensystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Verstellrahmen (6) aus einem Kunststoff, insbesondere einem faserverstärkten
Kunststoff gefertigt ist.
5. Montagerahmensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (3) an der Montagefläche eine umlaufende dampfdichte Dichtung (8) aufweist.
6. Montagerahmensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Verstellrahmen (4) in einem Bereich, welcher an das Fensters oder die
Türe (5) anlegbar ist, eine umlaufende dampfdichte Dichtung (10) aufweist.
7. Montagerahmensystem nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Verstellrahmen (6) in dem Bereich, welcher an die Außenseite (7) des Fensters
oder der Türe (5) anlegbar ist, eine umlaufende schlagregendichte, dampfoffene Dichtung
(10) aufweist.
8. Montagerahmensystem nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Verstellrahmen (6) an einer äußeren Kante eine Putzanschlussleiste (12)
aufweist.
9. Montagerahmensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Verstellrahmen (4) mit dem Basisrahmen (2) mittels mehrerer Schraubverbindungen
(13) verbunden ist und/oder dass der innere Verstellrahmen (4) mit dem Basisrahmen
(2) verklebt ist.
10. Montagerahmensystem nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Verstellrahmen (6) mit dem Basisrahmen (2) oder mit dem inneren Verstellrahmen
(4) mittels mehrerer Schraubverbindungen (14) verbunden ist und/oder dass der äußere
Verstellrahmen (6) mit dem Basisrahmen (2) oder mit dem inneren Verstellrahmen (4)
verklebt ist.
11. Montagerahmensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Verstellrahmen (4) in eine umlaufende Nut (17) des Basisrahmens (2) ragt
oder dass der Basisrahmen (2) in eine umlaufende Nut (15) des inneren Verstellrahmens
(4) ragt.
12. Montagerahmensystem nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisrahmen (2) in eine umlaufende Nut (18) des äußeren Verstellrahmens (4) ragt
oder dass der äußere Verstellrahmen (6) in eine umlaufende Nut des Basisrahmens (2)
ragt.
13. Montagerahmensystem nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Verstellrahmen (6) in eine umlaufende Nut (16) des inneren Verstellrahmens
(4) ragt oder dass der innere Verstellrahmen (4) in eine umlaufende Nut (18) des äußeren
Verstellrahmens (6) ragt.
14. Montagerahmensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisrahmen (2) und der innere Verstellrahmen (4) jeweils aus Stangenelementen
mit verbindenden Eckelementen zusammengesetzt sind.
15. Montagerahmensystem nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Verstellrahmen (6) aus Stangenelementen mit verbindenden Eckelementen
zusammengesetzt ist.