[0001] Die Erfindung betrifft ein Verschlusselement für eine Gebäudeöffnung, welches einen
Stockrahmen für die Montage in der genannten Gebäudeöffnung sowie wenigstens einen
optionalen im Stockrahmen beweglich gelagerten Flügel umfasst. Weiterhin umfasst das
Verschlusselement Mittel zum Beschatten der Gebäudeöffnung, einen Antrieb, welche
mit den Beschattungsmitteln gekoppelt ist, einen Temperatursensor und eine Steuerung,
welche dazu eingerichtet ist, den Antrieb in Abhängigkeit der Temperatur zu aktivieren.
Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Beschatten einer Gebäudeöffnung,
welche mit einem Verschlusselement verschlossen ist, das einen Stockrahmen für die
Montage in der genannten Gebäudeöffnung, wenigstens einen optionalen im Stockrahmen
beweglich gelagerten Flügel, Mittel zum Beschatten der Gebäudeöffnung und einen Antrieb,
welche mit den Beschattungsmitteln gekoppelt ist, umfasst. Der Antrieb wird dabei
in Abhängigkeit der Temperatur aktiviert.
[0002] Beschattungseinheiten beziehungsweise Verfahren der genannten Art sind grundsätzlich
bekannt. In der Regel wird dabei die Beschattung bei steigender Temperatur verstärkt
und bei sinkender Temperatur abgeschwächt, um die im Inneren eines Gebäudes herrschende
Temperatur auch bei wechselnden Außenbedingungen in einem gewünschten Sollbereich
zu halten. In der Regel wird ein Temperatursensor daher im Innenbereich angeordnet,
um die Ist-Temperatur möglichst gut einer Soll-Temperatur anzupassen.
[0003] Allerdings kann eine solche Steuerung negativen Einfluss auf die Energiebilanz eines
Gebäudes haben. Beispielsweise ist dies dann der Fall, wenn eine Heizung im Winter
den Innenraum des Gebäudes erwärmt und die Beschattung als Folge verstärkt wird. Dies
kann beispielsweise passieren, wenn die Solltemperatur einer Heizungssteuerung über
der Solltemperatur der Beschattungssteuerung liegt. Aber auch bei gleichen Solltemperaturen
können Messfehler und Regelabweichungen dazu führen, dass der Istwert der Rauminnentemperatur
über der Solltemperatur der Beschattungssteuerung liegt.
[0004] Im Schlimmsten Fall können sich die Steuerbefehle einer Beschattungssteuerung, welche
nicht mit der Heizungssteuerung vernetzt ist und mit dieser kooperiert, gegenseitig
aufschaukeln. Die unerwünscht eingeleitete Verstärkung der Beschattung führt nämlich
dazu, dass die von der Sonne in das Gebäude zugeführte Energie abnimmt, worauf die
Heizungsregelung mit erhöhter Heizleistung nachkorrigiert. Insgesamt wird das Gebäude
dann stärker beheizt, als dies eigentlich nötig wäre.
[0005] Dieselben Effekte, nur mit umgekehrten Vorzeichen können auch im Sommer auftreten,
wenn zum Beispiel eine Klimaanlage das Gebäudeinnere abkühlt und die Beschattungssteuerung
fälschlicherweise davon ausgeht, das Gebäude müsste beheizt werden und in Folge die
Beschattung abschwächt.
[0006] Beschattungseinheiten sind beispielsweise in Form von motorisch betriebenen Jalousien,
Rollläden, Raffstores und dergleichen bekannt. Durch einen eingebauten Akkumulator
können diese Beschattungseinheiten insbesondere unabhängig von einem Stromnetz betrieben
werden. Häufig umfassen die Beschattungseinheiten auch ein Photovoltaik-Modul zur
Stromversorgung. Prinzipiell sind aber auch andere Energiequellen einsetzbar. Um den
Akkumulator im Ladebetrieb aber auch bei Stromentnahme nicht zu überlasten, beziehungsweise
diesen vor Explosion zu schützen, weisen die eingesetzten Akkumulatoren oft Temperatursensoren
auf.
[0007] Häufig werden die genannten Beschattungseinheiten abhängig von der Zeit gesteuert,
also zu einer bestimmten Zeit geöffnet und zu einer bestimmten Zeit geschlossen. Die
Zeit ist aber nur einer von vielen Einflussfaktoren für eine Beschattungssteuerung
und auch nicht unbedingt der wichtigste derselben. Nachteilig an einer Zeitsteuerung
ist auch, dass in der Regel eine Umstellung zwischen Sommerzeit und Winterzeit nötig
ist und dass die Uhr der Beschattungseinheit auch nach einem Ausfall der Energieversorgung
(Stromnetz) derselben neu eingestellt werden muss.
[0008] Eine Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine verbesserte Beschattungseinheit anzugeben.
Insbesondere soll die Beschattung differenzierter als bisher gesteuert werden können,
ohne den technischen Aufwand dafür maßgeblich zu erhöhen.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung wird mit einer Beschattungseinheit der eingangs genannten
Art gelöst, bei welcher der Temperatursensor in einem Hohlraum innerhalb des Verschlusselements
angeordnet ist, insbesondere innerhalb des Stockrahmens oder innerhalb des Flügelrahmens.
[0010] Die Aufgabe der Erfindung wird auch mit einem Verfahren der eingangs genannten Art
gelöst, bei welchem die Temperatur in einem Hohlraum innerhalb des Verschlusselements
gemessen wird, insbesondere innerhalb des Stockrahmens oder innerhalb des Flügelrahmens.
[0011] Die für die Beschattungssteuerung herangezogene Temperatur liegt aufgrund der Anordnung
des Temperatursensors zwischen der Gebäudeinnentemperatur und der Außentemperatur.
Eine Abweichung des Istwerts der Innentemperatur vom Sollwert führt daher nicht zwangsläufig
zu einer unmittelbaren Reaktion der Beschattungssteuerung. Liegt der Ist-Wert der
Innentemperatur beispielsweise an einem kalten Wintertag wegen einer aktivierten Heizung
über dem Sollwert, so wird die vom Temperatursensor der Beschattungssteuerung gemessene
Temperatur wegen der kühlen Außenluft nur geringfügig erhöht. Die Reaktion der Beschattungssteuerung
auf die erhöhte Innentemperatur fällt daher - wenn überhaupt vorhanden - moderat aus,
und Sonnenenergie kann weiterhin in das Gebäude zufließen. Ist es während der Heizperiode
jedoch unerwartet warm, so wird die vom Temperatursensor der Beschattungssteuerung
gemessene Temperatur durch eine Abweichung der Innentemperatur stärker beeinflusst,
wodurch es in so einem Fall durchaus im Winter zu einer stärkeren (erwünschten) Beschattung
kommen kann. Die erwähnten Effekte spielen im Speziellen bei Niedrigenergiehäusern
eine Rolle, insbesondere wenn die von der Sonne eingestrahlte Leistung die nötige
Heizleistung übersteigt. Wird in einem solchen Fall nicht beschattet, so kann der
Istwert der Innentemperatur weit über den Sollwert steigen. Bei voll automatisierter
Klimatisierung kann im schlimmsten Fall sogar im Winter eine Klimaanlage aktiviert
werden, um den Raum abzukühlen.
[0012] Ähnliche Erwägungen, nur mit umgekehrten Vorzeichen, können natürlich auch für den
Sommer getroffen werden. Beispielsweise bleibt eine Beschattung bei hohen Außentemperaturen
auch dann noch aktiv, wenn der Istwert der Innentemperatur kleiner ist als der Sollwert.
[0013] Die vorgestellte Steuerung ist aber natürlich nicht nur im Sommer oder Winter von
Vorteil, sondern im Speziellen auch in der Übergangszeit, in der es oft heftige Abweichungen
der Außentemperaturen von der für die betreffende Jahreszeit eigentlich übliche Außentemperatur
gibt.
[0014] Ein Vorteil der vorgestellten Steuerung ist es, dass diese auch autark "sinnvolle"
Entscheidungen treffen kann und es für eine erwünschte und energetisch sinnvolle automatische
Beschattung nicht unbedingt einer Vernetzung mit anderen Energiequellen oder Energiesenken
des Gebäudes bedarf, wenngleich dies natürlich nicht ausgeschlossen ist. Die vorgestellte
Steuerung eignet sich deshalb insbesondere auch zur Nachrüstung bereits bestehender
Gebäude, bei denen eine Vernetzung mit anderen Steuerungen/Regelungen zur Temperierung
des Gebäudes nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand möglich wäre. Da die Steuerung
beziehungsweise Regelung nicht bloß von der Innentemperatur beziehungsweise bloß von
der Außentemperatur abhängt, gelingt die Beschattung auch im autarken Betrieb besonders
gut.
[0015] An dieser Stelle wird angemerkt, dass die Begriffe "Steuerung" und "Regelung" wenn
nicht anders angegeben synonymisch gebraucht werden.
[0016] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung in Zusammenschau mit den Figuren.
[0017] Günstig ist es, wenn die Steuerung dazu eingerichtet ist, die Beschattung durch Aktivierung
des Antriebs bei steigender Temperatur zu verstärken und/oder die Beschattung durch
Aktivierung des Antriebs bei sinkender Temperatur abzuschwächen. Auf diese Weise kann
der Energiezufluss in das Gebäude so gesteuert werden, dass sich stets ein angenehmes
Raumklima im Inneren des Gebäudes einstellt. Die Differenz zwischen Außentemperatur
und Innentemperatur bestimmt ja im Wesentlichen die über den Wärmedurchgang zwischen
Gebäudeinnerem und Außenwelt ausgetauschter Energie beziehungsweise Leistung. Die
Innentemperatur kann in vielen Fällen als mehr oder minder konstant vorausgesetzt
werden, insbesondere wenn diese mit einer Heizung beziehungsweise Klimaanlage geregelt
wird. Insbesondere Beschattungsmittel mit hoher Isolationswirkung (z.B. Rollläden
oder Fensterläden) können den Wärmedurchgang zwischen Gebäudeinnerem und Außenwelt
auf diese Weise wesentlich beeinflussen.
[0018] Vorteilhaft ist es, wenn die Beschattungseinheit einen mit der Steuerung gekoppelten
Lichtsensor umfasst und die Steuerung dazu eingerichtet ist, die Beschattung durch
Aktivierung des Antriebs bei steigender Lichtintensität zu verstärken und/oder die
Beschattung durch Aktivierung des Antriebs bei sinkender Lichtintensität abzuschwächen.
Auch die Lichtintensität ist ein einflussreicher Parameter zur Beeinflussung eines
angenehmen Raumklimas. Während die Differenz zwischen Außentemperatur und Innentemperatur
den Wärmedurchgang bestimmt, bestimmt die Lichtintensität im Wesentlichen die über
Strahlung ausgetauschte Energie beziehungsweise Leistung. Da die Sonne im Vergleich
zur Raumtemperatur eine viel höhere Temperatur aufweist, bestimmt die Strahlungsdurchlässigkeit
durch die Gebäudeöffnung im Wesentlichen die in das Gebäudeinnere eingebrachte Energie
beziehungsweise Leistung.
[0019] Zusätzlich kann die Lichtintensität zur Bestimmung der Tageszeit und insbesondere
wenn sie über längere Zeit beobachtet wird auch zur Bestimmung der Jahreszeit herangezogen
werden. Wird über längere Zeit nur schwaches Licht gemessen, so kann davon ausgegangen
werden, dass es Winter ist und eine Heizung in Betrieb ist. Demzufolge ist ein Wärmeeintrag
in das Gebäude erwünscht. An einem sonnigen Wintertag wird daher für eine positive
Energiebilanz trotz hoher Lichtintensität eher nicht beschattet. Umgekehrt kann bei
lang anhaltender starker Lichtintensität darauf geschlossen werden, dass es Sommer
ist und ein Wärmeeintrag in das Gebäude in der Regel unerwünscht ist. Bei hoher Lichtintensität
wird die Gebäudeöffnung daher eher beschattet. Durch die Erfassung von Außentemperatur,
Lichtintensität und im Wissen um eine Innentemperatur im Bereich von 21° kann eine
Entscheidung, ob und wie viel beschattet werden soll, durch die Steuerung besonders
differenziert erfolgen.
[0020] Ergänzend wird angemerkt, dass die Lichtintensität der Anteil der gesamten Strahlungsleistung
ist, der als von einer Lichtquelle in einer gegebenen Raumrichtung in ein Raumwinkelelement
emittiert wird. Die Lichtstärke ist die Lichtintensität gewichtet mit der genormten
Empfindlichkeitskurve des menschlichen Auges. Im Rahmen der Erfindung kann an die
Stelle der Lichtintensität daher uneingeschränkt auch die Lichtstärke oder eine andere
vergleichbare physikalische Größe treten.
[0021] Von Vorteil ist es, wenn
- das Verschlusselement einen Akkumulator zur Energieversorgung des genannten Antriebs
aufweist,
- der Temperatursensor zum Messen der Temperatur des Akkumulators ausgebildet ist und,
- die Steuerung dazu eingerichtet ist, den Antrieb in Abhängigkeit der Temperatur des
Akkumulators zu aktivieren.
Vorteilhaft kann auf diese Weise eine temperaturgeführte Beschattungseinheit für eine
Gebäudeöffnung realisiert werden, ohne dass dazu ein zusätzlicher Temperatursensor
erforderlich wäre. Der Temperatursensor des Akkumulators erfüllt somit einen Doppelnutzen.
[0022] Günstig ist es, wenn der Temperatursensor auf oder in dem Akkumulator angeordnet
ist. Auf diese Weise ergibt sich eine starke Kopplung zwischen dem Temperatursensor
und dem Akkumulator. Die gemessene Temperatur entspricht daher im Wesentlichen der
Akkumulatortemperatur, weswegen diese gut zur Steuerung des Ladevorgangs des Akkumulators
herangezogen werden kann.
[0023] Günstig ist es auch, wenn der Temperatursensor vom Akkumulator beabstandet jedoch
thermisch gekoppelt zu diesem angeordnet ist. Unter Umständen kann die Beschattungseinheit
dadurch einfacher realisiert werden, beispielsweise weil der Temperatursensor aus
Platzgründen oder schaltungstechnischen Gründen einfacher abgesetzt vom Akkumulator
angeordnet werden kann. Eine thermische Kopplung zwischen Akkumulator und Temperatursensor
kann beispielsweise dadurch realisiert sein, dass ein guter thermischer Leiter zwischen
Akkumulator und Temperatursensor angeordnet ist. Denkbar wäre aber beispielsweise
auch, dass beide in demselben Hohlraum innerhalb des Stockrahmens oder innerhalb des
Flügelrahmens angeordnet sind.
[0024] Vorteilhaft ist es generell, wenn der Hohlraum, in dem der Temperatursensor angeordnet
ist, luftdicht abgeschlossen ist, da sich dadurch wiederum eine gute thermische Kopplung
zwischen Akkumulator und Temperatursensor ergibt.
[0025] Von Vorteil ist es aber auch, wenn der Hohlraum, in dem der Temperatursensor angeordnet
ist, zumindest eine Öffnung zur gebäudeaußenseitigen Seite des Verschlusselements
aufweist. Auf diese Weise kann der Temperatursensor stärker an die Außenseite des
Gebäudes gekoppelt werden. Die gemessene Temperatur liegt daher näher an der Außentemperatur.
[0026] Von Vorteil ist es aber auch, wenn der Hohlraum, in dem der Temperatursensor angeordnet
ist, zumindest eine Öffnung zur gebäudeinnenseitigen Seite des Verschlusselements
aufweist. Auf diese Weise kann der Temperatursensor stärker an die Innenseite des
Gebäudes gekoppelt werden. Die gemessene Temperatur liegt daher näher an der Innentemperatur.
[0027] Günstig ist es auch, wenn der Akkumulator eine Schutzschaltung zur Notabschaltung
des Akkumulators mit einem auf oder in dem Akkumulator angeordneten weiteren Temperatursensor
umfasst. Auf diese Weise ist der Akkumulator selbst dann noch vor Beschädigung oder
gar Zerstörung geschützt, wenn der dem Akkumulator und der Beschattung zugeordnete
Temperatursensor ausfallen sollte.
[0028] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Beschattungseinheit ein Photovoltaik-Modul
zur Energieversorgung des Antriebs beziehungsweise zum Laden des Akkumulators umfasst,
welches zusätzlich als Lichtsensor eingesetzt ist. Anstelle eines Lichtsensors oder
zusätzlich dazu kann die Lichtintensität auch über ein Photovoltaik-Modul zur Energieversorgung
des Antriebs beziehungsweise zum Laden des Akkumulators ermittelt werden. Die Lichtintensität
entspricht dabei der Spannung des Photovoltaik-Moduls oder kann von dieser abgeleitet
werden.
[0029] Günstig ist es, wenn die Beschattungseinheit einen zusätzlichen Temperatursensor
zum Messen der Innentemperatur des Gebäudes oder Mittel zur Eingabe derselben umfasst.
Für die Entscheidung, ob und wie viel beschattet werden soll, wird vorteilhaft auch
die Innentemperatur des Gebäudes gemessen. Kann die Innentemperatur als mehr oder
minder konstant vorausgesetzt werden, insbesondere wenn das Gebäude mit Hilfe einer
Regelung klimatisiert wird, dann kann ein (Sollwert) der Innentemperatur auch manuell
eingegeben oder über eine Kommunikationsverbindung von einer Regelung zur Gebäudeklimatisierung
(Heizungsregler, Temperaturregler einer Klimaanlage) auch übermittelt werden. Selbstverständlich
kann von dieser auch der Istwert der Innentemperatur übermittelt werden.
[0030] Vorteilhaft ist es, wenn die Steuerung dazu eingerichtet ist, den Antrieb in Abhängigkeit
einer Jahreszeit zu aktivieren. Wie erwähnt kann die Jahreszeit prinzipiell über eine
Langzeitbeobachtung der Lichtintensität ermittelt werden. Zusätzlich oder alternativ
dazu, kann die Steuerung auch eine interne Uhr respektive einen inneren Kalender umfassen,
um die Beschattung entsprechend der aktuellen Jahreszeit und der damit verbundenen
Präferenz, dem Gebäude Sonnenenergie zu- oder abzuführen, zu steuern.
[0031] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Steuerung dazu eingerichtet ist,
- die Beschattung bei Dunkelheit unabhängig von der Temperatur zu verstärken, insbesondere
zu aktivieren,
- die Beschattung bei schwachem Umgebungslicht unabhängig von der Temperatur abzuschwächen,
insbesondere aufzuheben,
- die Beschattung bei starkem Umgebungslicht und niedriger Temperatur abzuschwächen,
insbesondere aufzuheben, und
- bei starkem Umgebungslicht und hoher Temperatur zu verstärken, insbesondere zu aktivieren.
[0032] Dies ist eine besonders komfortable Variante der Steuerung. Dabei wird die Gebäudeöffnung
bei Dunkelheit beschattet, um die Sicht in das Gebäudeinnere zu verhindern. Bei schwachem
Umgebungslicht (z.B. im Winter) wird eine Beschattung dagegen vermieden. Ebenso wird
eine Beschattung bei starkem Umgebungslicht und niedriger Temperatur (z.B. sonniger
Wintertag) vermieden. Bei starkem Umgebungslicht und hoher Temperatur (z.B. heißer
Sommertag) wird die Beschattung dagegen aktiviert. Selbstverständlich ist dies nur
eine Variante der Steuerung, welche hohen Komfort bietet. Andere Ausführungsformen
sind ebenfalls denkbar. Beispielsweise kann es sinnvoll sein, ein durch die Sommersonne
trotz Beschattung stark aufgeheiztes Gebäude in der Nacht durch Öffnen der Beschattungsmittel
abzukühlen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Beschattung für zum Beispiel
drei Stunden nach Einbruch der Dunkelheit aktiv bleibt und dann aufgehoben. wird.
Damit wird der Einblick in das Gebäude verhindert, solange die Bewohner wach sind,
danach aber aufgehoben, um das Gebäude abzukühlen. Ein weiterer Grund, um die Beschattung
aufzuheben während die Bewohner schlafen, kann die damit erreichte Innenbeleuchtung
durch Mond und Sterne oder aber auch durch eine Straßenbeleuchtung sein, sodass sich
die Bewohner wenigstens bis zu einem gewissen Grad im Raum orientieren können, wenn
sie in der Nacht wach werden.
[0033] Besonders vorteilhaft ist es auch, wenn die Steuerung mit einer Ladeschaltung des
Akkumulators gekoppelt und dazu eingerichtet ist, den Antrieb in Abhängigkeit der
Temperatur des Akkumulators nur dann zu aktivieren, wenn der Akkumulator nicht geladen
wird oder für eine vorbestimmbare Zeitspanne nicht geladen wurde. Auf diese Weise
wird verhindert, dass die Erwärmung des Akkumulators beim Laden die (Außen)Temperaturmessung
verfälscht. Analog dazu kann auch vorgesehen sein, den Antrieb in Abhängigkeit der
Temperatur des Akkumulators nur dann zu aktivieren, wenn der Antrieb für eine vorbestimmbare
Zeitspanne nicht aktiviert wurde, denn auch die Energieentnahme kann die Temperatur
eines Akkumulators maßgeblich erhöhen und damit die Messung der Außentemperatur verfälschen.
[0034] Günstig ist es, wenn die Steuerung dazu eingerichtet ist, die Beschattung anhand
zumindest eines Schwellwertes für die Temperatur und/oder anhand zumindest eines Schwellwertes
für die Lichtintensität zu steuern. Dadurch kann die Steuerung der Beschattungsmittel
mit wenig Rechenaufwand erfolgen. Konsequenterweise kann die Steuerung für diese Variante
vergleichsweise einfach aufgebaut sein.
[0035] Günstig ist es in obigem Zusammenhang auch, wenn für den zumindest einen Schwellwert
eine Hysterese vorgesehen ist. Dadurch kann verhindert werden, dass die Beschattung
in schnell ablaufender Folge verändert wird.
[0036] Besonders vorteilhaft ist es, wenn eine Beschattungseinheit ein Kommunikationsmodul
zur Kommunikation mit weiteren Beschattungseinheiten aufweist. Dadurch ist es möglich,
dass mehrere Beschattungseinheiten Informationen untereinander austauschen. Insbesondere
kann auf diese Weise eine Gruppe von Beschattungseinheiten gebildet werden.
[0037] Dabei ist es von Vorteil, wenn die Steuerungen der Beschattungseinheiten einer Gruppe
dazu eingerichtet sind, die Temperaturen und/oder die Lichtintensitäten einer Beschattungseinheit
oder mehrerer Beschattungseinheiten auszuwerten, um deren Antriebe zu steuern. Insbesondere
können die Steuerungen dazu eingerichtet sein, den höchsten Wert, den niedrigsten
Wert oder den Mittelwert der Temperatur innerhalb der Gruppe für die Ansteuerung der
Antriebe heranzuziehen. Im Speziellen können die Steuerungen auch dazu eingerichtet
sein, den höchsten Wert, den niedrigsten Wert oder den Mittelwert der Lichtintensität
innerhalb der Gruppe für die Ansteuerung der Antriebe heranzuziehen. Auf diese Weise
können mehrere Beschattungseinheiten in gegenseitiger Abhängigkeit gesteuert werden.
Beispielsweise kann die Beschattung eines nordseitig gelegenen Fensters in Abhängigkeit
der Beschattung eines südseitigen Fensters bei Eintritt der Morgendämmerung aufgehoben
werden, sodass das nordseitig gelegene Fenster nicht übermäßig lange beschattet bleibt.
Desgleichen kann die Beschattung eines südseitig gelegenen Fensters in Abhängigkeit
der Beschattung eines nordseitigen Fensters bei Einbruch der Dunkelheit aktiviert
werden, sodass das südseitig gelegene Fenster nicht zu früh beschattet wird. Ein weiteres
Beispiel wäre auch die synchrone Ansteuerung aller Beschattungseinheiten in einem
Raum oder auf einer Gebäudeseite. Auf diese Weise wird vermieden, dass einige Fenster
eines Raumes beziehungsweise einer Gebäudeseite beschattet sind, andere wiederum nicht.
[0038] Vorteilhaft ist es, wenn die Beschattungseinheiten innerhalb einer Gruppe nach dem
Master-Slave-Prinzip organisiert sind, d.h. eine Beschattungseinheit der Gruppe die
Vorgaben für die übrigen Gruppenmitglieder erteilt. Der Master muss dabei nicht notwendigerweise
immer durch dieselbe Beschattungseinheit gebildet sein. Selbstverständlich ist es
auch möglich, dass der ersten Beschattungseinheit, welche ihren Grad der Beschattung
ändert, der Status des Masters zukommt. Infolge werden die übrigen Beschattungseinheiten
angewiesen, ihren Beschattungsgrad auf dieselbe oder auf eine andere vorgegebene Weise
zu ändern. Selbstverständlich ist aber auch eine Organisation der Beschattungseinheiten
ohne dezidierte Hierarchie möglich, das heißt die Beschattungseinheiten sind dann
gleichberechtigt.
[0039] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Werte für die Temperaturen und/oder die Lichtintensitäten
der Beschattungseinheiten unterschiedlich gewichtet sind. Diese Variante kann von
Vorteil sein, wenn in einer Gruppe Beschattungseinheiten von unterschiedlicher Bedeutung
für die Bewohner zusammengefasst sind. Beispielsweise können die an einem WC-Fenster
ermittelten Werte weniger gewichtet sein, als die Werte eines Wohnzimmerfensters.
Die Gewichtung kann sich je nach Tageszeit (welche beispielsweise über die periodische
Veränderung der Lichtintensität ermittelt wird) auch ändern. Etwa können am Morgen,
wenn es darum geht, eine Beschattung aufzuheben, die an einem Schlafzimmerfenster
ermittelten Werte am höchsten bewertet werden, wohingegen am Abend, wenn es darum
geht, eine Beschattung zu aktivieren, die an einem Wohnzimmerfenster ermittelten Werte
am höchsten bewertet werden. Dabei wird vorausgesetzt, dass die Beschattungseinheiten
beider Zimmer derselben Gruppe angehören. Selbstverständlich können Beschattungseinheiten
auch mehreren Gruppen angehören beziehungsweise kann die Gruppenzugehörigkeit zudem
abhängig von Tages- und/oder Jahreszeit geändert werden.
[0040] Besonders vorteilhaft ist es, wenn zumindest eine Steuerung innerhalb der Gruppe
dazu eingerichtet ist, Steuerungsparameter, insbesondere zumindest einen Schwellwert
für die Temperatur und/oder zumindest einen Schwellwert für die Lichtintensität zumindest
einer anderen Steuerung zu verändern. Insbesondere ist die zumindest eine Steuerung
dazu eingerichtet, Steuerungsparameter zumindest einer anderen Steuerung (z.B. zumindest
einen Schwellwert) dann zu verändern, wenn sie den ihr zugeordneten Antrieb aktiviert.
Bei dieser Variante werden Beschattungseinheiten nicht direkt durch konkrete Befehle
zum Ändern des Beschattungsgrads gesteuert ("harte" oder "starre" Verbindung), sondern
indirekt durch Ändern der Vorgaben, welche eine Beschattung beeinflussen. Beispielsweise
kann der Master einer Gruppe die Slaves dadurch beeinflussen, dass er deren Schwellwerte
für die Temperatur und/oder für die Lichtintensität beeinflusst. Als Beispiel wird
ein Master angeführt, der seinen Beschattungsgrad verringert. Infolge dessen werden
an die Slaves veränderte Schwellwerte ausgegeben, die eine Verringerung deren Beschattungsgrads
begünstigen. Gleichermaßen werden an die Slaves veränderte Schwellwerte ausgegeben,
die eine Erhöhung deren Beschattungsgrads begünstigen, wenn der Master seinen Beschattungsgrad
erhöht. Dadurch werden die Beschattungseinheiten einer Gruppe "weich" verbunden. Die
Beschattungseinheiten einer Gruppe verändern ihren Beschattungsgrad daher nicht zwangsläufig
synchron, aber es ist wahrscheinlich, dass dies so ist. Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit
hoch, dass die Beschattungseinheiten ihren Beschattungsgrad innerhalb kurzer Zeit
auf die gleiche Weise ändern. Beispielsweise kann eine Beschattungseinheit, welche
ihre Beschattung aktiviert oder verstärkt, die Temperaturschwellwerte der übrigen
Beschattungseinheiten derselben Fassadenseigte um 3°C absenken, sodass ein "Quasi-Gleichlauf"
der Beschattungseinheiten in der Gruppe gewährleistet ist. Andere Beschattungseinheiten
an einer Schattenseite bleiben dagegen unbeeinflusst und weiterhin offen.
[0041] Vorteilhaft ist es auch, wenn die vorgestellte Beschattungseinheit in ein Verschlusselement
(z.B. Fenster) mit mehreren voneinander beabstandeten transparenten Scheiben integriert
ist. Insbesondere sind die Beschattungsmittel dabei zwischen zwei der genannten Scheiben
angeordnet. Von Vorteil ist es auch, wenn der Antrieb und/oder der Akkumulator und/oder
der Temperatursensor und/oder die Steuerung und/oder gegebenenfalls das Photovoltaik-Modul
im oberen Bereich des Fensters angeordnet ist/sind. Auf diese Weise ergibt sich eine
besonders günstige Anordnung der Komponenten. Durch die spezielle Anordnung der Beschattungsmittel
sind diese praktisch völlig unempfindlich gegenüber Verschmutzung. Durch die Anordnung
der Komponenten im oberen Bereich des Fensters sind diese in unmittelbarer örtlicher
Nähe, wodurch sie vergleichsweise leicht miteinander verbunden werden können.
[0042] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematisch dargestellten Querschnitt durch ein beispielhaftes Fenster mit einer
Beschattungseinheit;
- Fig. 2
- wie Fig. 1, nur mit vom Akkumulator abgesetztem Temperatursensor;
- Fig. 3
- wie Fig. 2, nur mit außenliegenden Belüftungsöffnungen;
- Fig. 4
- wie Fig. 2, nur mit innenliegenden Belüftungsöffnungen;
- Fig. 5
- einen beispielhaften zeitlichen Verlauf von Temperatur, Lichtintensität und Beschattungsgrad;
- Fig. 6
- eine schematisch dargestellte Gruppe von Beschattungseinheiten;
- Fig. 7
- einen Vertikalschnitt durch ein beispielhaftes Fenster, in welchem Isothermen eingezeichnet
sind;
- Fig. 8
- wie Fig. 7, nur bei tieferer Außentemperatur als in Fig. 7 und
- Fig. 9
- wie Fig. 7, nur bei höherer Außentemperatur als in Fig. 7.
[0043] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiterhin
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0044] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit
einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder
weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
[0045] Fig. 1 zeigt einen schematisch dargestellten Querschnitt durch ein beispielhaftes
Fenster mit einer motorisch betriebenen Beschattungseinheit für eine Gebäudeöffnung.
Die Beschattungseinheit umfasst Mittel 1 zum Beschatten der Gebäudeöffnung, einen
Antrieb 2, welche mit den Beschattungsmitteln 1 gekoppelt ist, einen Akkumulator 3
zur Energieversorgung des genannten Antriebs 2 und einen Temperatursensor 4 zum Messen
der Temperatur T des Akkumulators 3. Wie aus der Fig. 1 zu entnehmen ist, ist der
Temperatursensor 4 weit außen am Fenster angeordnet. Die vom Temperatursensor 4 gemessene
Temperatur liegt daher nahe an der Außentemperatur, sofern der Akkumulator 3 selbst
keine Wärme abgibt. Zudem umfasst die Beschattungseinheit eine Steuerung 5, welche
dazu eingerichtet ist, den Antrieb 2 in Abhängigkeit der Temperatur T des Akkumulators
3 zu aktivieren. Vorteilhaft kann auf diese Weise eine temperaturgeführte Beschattungseinheit
für eine Gebäudeöffnung realisiert werden, ohne dass dazu ein gesonderter Temperatursensor
4 erforderlich wäre.
[0046] Weiterhin umfasst die Beschattungseinheit ein Photovoltaik-Modul 6 zur Energieversorgung
des Antriebs 2 beziehungsweise zum Laden des Akkumulators 3, eine Ladeschaltung 7
des Akkumulators 3 sowie Kommunikationsmodul 8 zur Kommunikation mit weiteren Beschattungseinheiten.
Die Beschattungseinheit ist in diesem Beispiel in ein Fenster mit mehreren Scheiben
9, 10 integriert, die in an sich bekannter Weise in einen Flügelrahmen 11 eingebaut
sind. Die Beschattungsmittel 1 sind in diesem Beispiel zwischen den genannten Scheiben
9, 10 angeordnet. Selbstverständlich ist dies nicht zwingend, die Beschattungsmittel
1 können auch vor oder hinter dem Fenster angeordnet sein. In diesem Beispiel sind
die Beschattungsmittel als Jalousie 1 ausgebildet. Gleichwertig könnten sie beispielsweise
aber auch als Rollladen, Fensterladen, Innenjalousie, Raffstore oder Vorhang ausgebildet
sein.
[0047] Ergänzend wird angemerkt, dass die Schnittdarstellung im oberen Bereich der besseren
Darstellbarkeit halber nicht schraffiert ist, sondern dort ein Blockschaltbild der
Beschattungseinheit dargestellt ist. Die räumliche Anordnung der dargestellten funktionalen
Einheiten kann daher auch anders sein als dargestellt. Lediglich im Falle des Temperatursensors
4 ist es von Vorteil, diesen an einer Stelle anzuordnen, an der die Außentemperatur
möglichst unbeeinflusst gemessen werden kann. Vorteilhaft ist dies eine Stelle an
der Außenseite des Flügelrahmens 11, welche im Schatten liegt.
[0048] Die Funktion der in der Fig. 1 dargestellten Anordnung ist nun wie folgt:
Generell ist es von Vorteil, wenn die Steuerung 5 die Beschattung durch Aktivierung
des Antriebs 2 bei steigender Temperatur verstärkt und/oder die Beschattung durch
Aktivierung des Antriebs 2 bei sinkender Temperatur abschwächt. Dadurch kann übermäßiger
Energieeintrag in ein Gebäude und damit eine übermäßige Erwärmung desselben vermieden
werden. Andererseits wird die Sonnenergie so weit als möglich auch für die Beheizung
desselben genutzt, um beispielsweise eine Verbrennung fossiler Brennstoffe für die
Gebäudeheizung zu vermindern oder nach Möglichkeit ganz zu vermeiden.
[0049] Die Differenz zwischen Außentemperatur und Innentemperatur bestimmt im Wesentlichen
die über den Wärmedurchgang zwischen Gebäudeinnerem und Außenwelt ausgetauschte Energie
beziehungsweise Leistung. Die Innentemperatur kann in vielen Fällen als mehr oder
minder konstant vorausgesetzt werden, insbesondere wenn diese mit einer (gesonderten)
Heizung beziehungsweise Klimaanlage geregelt wird. Vorteilhaft wird durch die Anordnung
des Akkumulators 3 respektive des Temperatursensors 4 eine Temperatur gemessen, welche
zwischen der Innentemperatur und der Außentemperatur liegt.
[0050] In einer einfachen Ausführungsform der Erfindung kann es auch ausreichend sein, zur
Steuerung der Beschattungseinrichtung im Wesentlichen die Außentemperatur zu messen.
Selbstverständlich ist es aber auch möglich, die Innentemperatur in die Steuerung
mit einzubeziehen.
[0051] Beispielsweise kann ein (Sollwert) der Innentemperatur manuell eingegeben werden.
Die Beschattungseinheit kann dazu entsprechende Mittel zur Eingabe derselben umfassen,
beispielweise Eingabetasten (nicht dargestellt). Möglich ist auch, dass die Beschattungseinheit
einen Temperatursensor (nicht dargestellt) zum Messen der Innentemperatur umfasst.
Schließlich kann die Innentemperatur (Sollwert oder Istwert) über das Kommunikationsmodul
8 von einer externen Einheit (Heizungsregler, Temperaturregler einer Klimaanlage)
erhalten werden. Trotz Eingabe oder Übermittlung lediglich eines Sollwertes für die
Innentemperatur kann die Steuerung 5 dann exakt arbeiten, wenn davon ausgegangen werden
kann, dass der Sollwert im Wesentlichen dem Istwert entspricht. Dies ist dann der
Fall, wenn die Raumtemperatur geregelt wird, beispielsweise von einer Heizung oder
einem Klimagerät.
[0052] Von Vorteil ist es, wenn der Antrieb 2 in Abhängigkeit der Temperatur des Akkumulators
3 nur dann aktiviert wird, wenn der Akkumulator 3 nicht geladen wird oder für eine
vorbestimmbare Zeitspanne nicht geladen wurde. Das heißt die Temperaturmessung für
die Einstellung eines Beschattungsgrads wird nur dann durchgeführt, wenn der Akkumulator
3 nicht geladen wird oder für eine vorbestimmbare Zeitspanne nicht geladen wurde,
sodass die gemessene Temperatur hier im Wesentlichen der Außentemperatur entspricht.
Analog dazu kann auch vorgesehen sein, den Antrieb 2 in Abhängigkeit der Temperatur
des Akkumulators 3 nur dann zu aktivieren, wenn der Antrieb 2 für eine vorbestimmbare
Zeitspanne nicht aktiviert wurde, denn auch die Energieentnahme kann die Temperatur
eines Akkumulators 3 maßgeblich erhöhen.
[0053] Von Vorteil ist es auch, wenn die Steuerung 5 die Beschattung durch Aktivierung des
Antriebs 2 bei steigender Lichtintensität L verstärkt und/oder die Beschattung durch
Aktivierung des Antriebs 2 bei sinkender Lichtintensität L abschwächt. Auch die Lichtintensität
ist ein einflussreicher Parameter, welcher im Wesentlichen die in das Gebäudeinnere
eingebrachte Energie beziehungsweise Leistung beeinflusst.
[0054] In diesem Beispiel dient das Photovoltaik-Modul 6 nicht nur zur Energieversorgung
des Antriebs 2 beziehungsweise zum Laden des Akkumulators 3, sondern wird zusätzlich
als Lichtsensor eingesetzt. Ein gesonderter Lichtsensor kann somit entfallen. Auf
diese Weise erfüllt nicht nur der Temperatursensor 4 des Akkumulators 3 einen Doppelnutzen,
sondern auch das Photovoltaik-Modul 6. Die Lichtintensität entspricht dabei der Spannung
des Photovoltaik-Moduls 6 oder kann von dieser abgeleitet werden.
[0055] In der in Fig. 1 dargestellten Anordnung befinden sich alle Elemente zur Beschattung
im Flügelrahmen 11. Generell können diese Elemente zur Gänze oder teilweise auch in
einem Stockrahmen eingebaut sein. Insbesondere gilt dies für den Temperatursensor
4. Beispielsweise können die Beschattungsmittel 1 auch außerhalb des Scheibenverbunds
9, 10 angeordnet sein.
[0056] Fig. 2 zeigt einen weiteren schematisch dargestellten Querschnitt durch ein beispielhaftes
Fenster, welches dem in Fig. 1 dargestellten Fenster sehr ähnlich ist. Im Unterschied
dazu weist die Beschattungseinheit respektive das Fenster kein Photovoltaik-Modul
6 auf, sondern ist fremdversorgt, beispielsweise von einer zentralen Photovoltaik-Anlage.
Weiterhin ist der Temperatursensor 4 nun vom Akkumulator 3 abgesetzt beziehungsweise
beabstandet, jedoch thermisch gekoppelt zu diesem angeordnet. Die thermische Kopplung
resultiert daraus, dass sowohl der Akkumulator 3 als auch der Temperatursensor 4 in
einem Hohlraum innerhalb des Flügelrahmens 11 angeordnet ist. Eine engere thermische
Kopplung könnte darüber hinaus zum Beispiel durch einen thermischen Leiter realisiert
werden, welcher den Temperatursensor 4 und den Akkumulator 3 miteinander verbindet.
[0057] Denkbar wäre auch, dass der Akkumulator 3 eine Schutzschaltung zur Notabschaltung
des Akkumulators 3 mit einem auf oder in dem Akkumulator 3 angeordneten weiteren Temperatursensor
umfasst (nicht dargestellt).
[0058] In dem in Fig. 2 dargestellten Beispiel ist der Hohlraum, in dem der Temperatursensor
4 angeordnet ist, luftdicht abgeschlossen. Dies ist aber keineswegs zwingend. Denkbar
wäre auch, dass der genannte Hohlraum 12 zumindest eine Öffnung zur gebäudeaußenseitigen
Seite des Verschlusselements aufweist, so wie dies in der Fig. 3 dargestellt ist.
Auf diese Weise kann der Temperatursensor 4 stärker an die Außenseite angekoppelt
werden. Die vom Temperatursensor 4 gemessene Temperatur liegt daher näher an der Außentemperatur.
[0059] Fig. 4 zeigt nun eine Variante, bei welcher der genannte Hohlraum eine Öffnung zur
gebäudeinnenseitigen Seite des Verschlusselements aufweist. Auf diese Weise kann der
Temperatursensor 4 stärker an die Innenseite des Gebäudes angekoppelt werden. Die
vom Temperatursensor 4 gemessene Temperatur liegt daher näher an der Innentemperatur.
[0060] Fig. 5 zeigt nun einen beispielhaften Verlauf von Temperatur T, Lichtintensität L
und Beschattungsgrad B über der Zeit t. Die Temperatur T (im Wesentlichen entsprechend
der Außentemperatur) und die Lichtintensität L zeigen dabei einen im Wesentlichen
sinusförmigen Verlauf zwischen Tag und Nacht. Dies ist natürlich eine sehr vereinfachende
Annahme, selbstverständlich können die Verläufe in der Realität auch maßgeblich von
dem gezeigten Verlauf abweichen.
[0061] Zusätzlich sind in der Fig. 5 Schwellwerte eingezeichnet, anhand derer die Beschattung
gesteuert wird. Konkret sind ein Schwellwert SWT für die Temperatur T und zwei Schwellwerte
SWL1, SWL2 für die Lichtintensität L vorgesehen. Dadurch kann die Steuerung der Jalousie
1 mit wenig Rechenaufwand erfolgen. Konsequenterweise kann die Steuerung 5 für diese
Variante vergleichsweise einfach aufgebaut sein. Die dargestellten Schwellwerte SWT,
SWL1 und SWL2 sind nur illustrative Beispiele. Selbstverständlich können auch davon
abweichende Schwellwerte die Steuerung der Beschattung vorgesehen werden. Insbesondere
ist es auch von Vorteil, wenn für die Schwellwerte SWT, SWL1, SWL2 Hysteresen vorgesehen
sind, wodurch verhindert werden kann, dass die Beschattung in schnell ablaufender
Folge verändert wird. In der Fig. 5 sind für die Schwellwerte SWT, SWL1, SWL2 der
besseren Übersichtlichkeit halber jedoch keine Hysteresen vorgesehen.
[0062] Durch den Schwellwert SWT für die Temperatur T wird der Temperaturbereich in einen
Bereich niedriger Temperatur T1 und in einen Bereich hoher Temperatur T2 unterteilt.
Gleichermaßen wird die Lichtintensität L durch die Schwellwerte SWL1 und SWL2 in einen
Bereich für Dunkelheit L1, schwaches Umgebungslicht L2 und starkes Umgebungslicht
L3 unterteilt.
[0063] Wie aus der Fig. 5 ersichtlich ist, beträgt der Beschattungsgrad B bei Dunkelheit
L1 100%, die Beschattungsmittel 1 (Jalousie) sind also vollständig geschlossen. Bei
Eintritt der Dämmerung, also beim dem durch den Schwellwert SWL1 definierten Übergang
von Dunkelheit L1 auf schwaches Umgebungslicht L2 (Zeitpunkt t1) wird die Jalousie
1 (vollständig) geöffnet. Der Beschattungsgrad B beträgt dann 0%.
[0064] Langsam erhöhen sich Lichtintensität L und Temperatur T. Wie aus der Fig. 5 ersichtlich
ist, wird der Schwellwert SWL2 zum Zeitpunkt t2 überschritten. Bei einer reinen Steuerung
der Beschattung anhand der Lichtintensität L würde zum Zeitpunkt t2 die Beschattung
aktiviert werden. Weil der Schwellwert SWT der in die Steuerung einbezogenen Temperatur
T zum Zeitpunkt t2 noch nicht überschritten wird, bleibt der Beschattungsgrad B aber
vorerst unverändert.
[0065] Dieser ändert sich erst zum Zeitpunkt t3, bei dem der Schwellwert SWT für die Temperatur
überschritten wird. Die Jalousie 1 wird also vollständig herunter gefahren, bleibt
aber durch entsprechende Schrägstellung der Lamellen leicht geöffnet, sodass sich
in diesem Beispiel ein Beschattungsgrad B von etwa 30% ergibt. Zwischen dem Zeitpunkt
t3 und t4 wird der Beschattungsgrad B sukzessive an die herrschende Temperatur T beziehungsweise
Lichtintensität L angepasst.
[0066] Zum Zeitpunkt t4 unterschreitet die Temperatur T den Schwellwert SWT woraufhin die
Beschattung aufgehoben, das heißt die Jalousie 1 nach oben gefahren wird. Der Beschattungsgrad
B sinkt somit auf 0%.
[0067] Der Schwellwert SWL1 definiert in diesem Beispiel nicht nur die Morgendämmerung,
sondern auch die Abenddämmerung, die zum Zeitpunkt t5 eintritt. Die Jalousie 1 wird
zum Zeitpunkt t5 daher wieder herunter gefahren und bleibt bis zum neuerlichen Eintritt
der Morgendämmerung geschlossen.
[0068] Die Fig. 5 zeigt einen zeitlichen Verlauf einer vorteilhaften Beschattungseinheit,
welche:
- die Beschattung bei Dunkelheit L1 unabhängig von der Temperatur T zu verstärkt, insbesondere
aktiviert,
- die Beschattung bei schwachem Umgebungslicht L2 unabhängig von der Temperatur T abschwächt,
insbesondere aufhebt,
- die Beschattung bei starkem Umgebungslicht L3 und niedriger Temperatur T1 abschwächt,
insbesondere aufhebt, und
- bei starkem Umgebungslicht L3 und hoher Temperatur T2 verstärkt, insbesondere aktiviert.
[0069] Dabei wird die Gebäudeöffnung bei Dunkelheit L1 beschattet, um die Sicht in das Gebäudeinnere
zu verhindern. Bei schwachem Umgebungslicht L2 (z.B. im Winter) wird eine Beschattung
dagegen vermieden. Ebenso wird eine Beschattung bei starkem Umgebungslicht L2 und
niedriger Temperatur T1 (z.B. sonniger Wintertag) vermieden. Bei starkem Umgebungslicht
L2 und hoher Temperatur T2 (z.B. heißer Sommertag) wird die Beschattung dagegen aktiviert.
[0070] Selbstverständlich ist dies nur eine Variante der Steuerung 5, andere Ausführungsformen
sind ebenfalls denkbar. Beispielsweise kann es sinnvoll sein, ein durch die Sommersonne
trotz Beschattung stark aufgeheiztes Gebäude in der Nacht durch Öffnen der Jalousie
1 abzukühlen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Beschattung für zum Beispiel
drei Stunden nach Einbruch der Dunkelheit aktiv bleibt und dann aufgehoben. wird.
Damit wird der Einblick in das Gebäude verhindert, solange die Bewohner wach sind,
danach aber aufgehoben, um das Gebäude abzukühlen. Ein weiterer Grund, um die Beschattung
aufzuheben, während die Bewohner schlafen, kann die damit erreichte Innenbeleuchtung
durch Mond und Sterne oder aber auch durch eine Straßenbeleuchtung sein, sodass sich
die Bewohner wenigstens bis zu einem gewissen Grad im Raum orientieren können, wenn
sie in der Nacht wach werden.
[0071] Grundsätzlich kann eine Uhrzeit, beziehungsweise auch eine Jahreszeit, welche Einfluss
auf die Steuerung der Beschattung haben kann/können mit einer in die Steuerung 5 integrierten
Uhr ermittelt werden. Prinzipiell kann die Tageszeit und/oder Jahreszeit aber auch
durch Beobachtung der Lichtintensität L festgestellt werden. Diese ist ja einer Tagesperiode
sowie einer überlagerten Jahresperiode unterworfen. Durch Mittelung mehrere Tagesmaxima
kann die Mittagszeit relativ genau ermittelt werden. Zur Interpolation ist ein Oszillator
geringerer Genauigkeit ausreichend. Auch kann eine Einstellung einer Uhrzeit unterbleiben,
weswegen die Beschattungseinheit Eingabetasten sowie ein Display zur Einstellung einer
Uhrzeit nicht unbedingt aufweisen muss. Die Beschattungseinheit stellt sich mit Hilfe
der erfassten Lichtintensität L praktisch selbst ein.
[0072] Auf die gleiche Weise kann auch eine Jahreszeit bestimmt werden. Wird über längere
Zeit nur schwaches Licht gemessen, so kann davon ausgegangen werden, dass es Winter
ist. Gleichermaßen kann davon ausgegangen werden, dass es Sommer ist, wenn über längere
Zeit relativ starkes Licht gemessen wird. Ein Oszillator kann wiederum zur Interpolation
dienen, eine Einstellmöglichkeit eines Kalendertages ist nicht unbedingt nötig. Alternativ
oder zusätzlich ist auch vorstellbar, dass die Jahreszeit über die Dauer des Tageslichts
ermittelt wird. Im Sommer ist das Tageslicht länger, im Winter dementsprechend kürzer.
[0073] Vorzugsweise ist die Steuerung 5 dazu eingerichtet, den Antrieb 2 in Abhängigkeit
einer Jahreszeit zu steuern. Im Winter ist nämlich in der Regel ein Wärmeeintrag in
das Gebäude erwünscht, um eine Heizung zu entlasten, wohingegen im Sommer ein Wärmeeintrag
in das Gebäude in der Regel unerwünscht ist, um eine Klimaanlage zur Kühlung des Gebäudes
nicht zusätzlich zu belasten. Im Winter steht also der Blendschutz im Vordergrund,
wohingegen im Sommer (auch) die Wirkung der Beschattung als Hitzeschutz erwünscht
ist. Generell ist anzumerken, dass die Beschattungsmittel 1 durch den Antrieb 2 nicht
nur hinauf und hinunter bewegt werden können, sondern beispielsweise auch die Stellung
der Lamellen verändert werden kann.
[0074] Wie bereits erwähnt umfasst die in Fig. 1 bis Fig. 4 dargestellte Beschattungseinheit
auch ein Kommunikationsmodul 8 zur Kommunikation mit weiteren Beschattungseinheiten.
Dadurch ist es möglich, dass mehrere Beschattungseinheiten Informationen untereinander
austauschen. Insbesondere kann eine Gruppe von Beschattungseinheiten gebildet werden,
wobei die Temperaturen T und/oder die Lichtintensitäten L einer Beschattungseinheit
oder mehrerer Beschattungseinheiten ausgewertet werden, um deren Antriebe 2 zu steuern.
[0075] Fig. 6 zeigt dazu ein Beispiel, bei dem eine Gruppe durch drei Beschattungseinheiten
beziehungsweise deren Steuerungen 50..52 gebildet wird. Dabei wird davon ausgegangen,
dass die Steuerungen 50..52 nach dem Master-Slave-Prinzip organisiert sind, wobei
die Steuerung 50 den Master, die Steuerungen 51 und 52 die Slaves bilden.
[0076] Die Master-Steuerung 50 empfängt in diesem Beispiel die Werte für die von den Slave-Steuerungen
51 und 52 ermittelten Temperaturen T und Lichtintensitäten L. Die Slave-Steuerung
51 sendet ihre Messwerte direkt zur Master-Steuerung 50 und fungiert gleichzeitig
als Repeater für die Slave-Steuerung 52. Selbstverständlich können die Steuerungen
50..52 beispielsweise auch in einem Stern organisiert sein. Die Kommunikation als
solche kann drahtgebunden, über Funk oder über Licht (z.B. Infrarot) erfolgen.
[0077] Nachdem alle Messwerte vorliegen, entscheidet die Master-Steuerung 50, ob und in
welcher Form die Beschattung verändert werden soll. Ändert sie den Beschattungsgrad
B, so schickt sie den Wert für den neuen Beschattungsgrad B auch an die Slave-Steuerungen
51 und 52, die somit ihrerseits den neuen Beschattungsgrad B einstellen können.
[0078] Auf diese Weise können mehrere Beschattungseinheiten in gegenseitiger Abhängigkeit
gesteuert werden. Beispielsweise kann die Beschattung eines nordseitig gelegenen Fensters
in Abhängigkeit der Beschattung eines südseitigen Fensters bei Eintritt der Morgendämmerung
aufgehoben werden, sodass das nordseitig gelegene Fenster nicht übermäßig lange beschattet
bleibt. Desgleichen kann die Beschattung eines südseitig gelegenen Fensters in Abhängigkeit
der Beschattung eines nordseitigen Fensters bei Einbruch der Dunkelheit aktiviert
werden, sodass das südseitig gelegene Fenster nicht zu früh beschattet wird. Ein weiteres
Beispiel wäre auch die synchrone Ansteuerung aller Beschattungseinheiten in einem
Raum oder auf einer Gebäudeseite. Auf diese Weise wird vermieden, dass einige Fenster
eines Raumes beziehungsweise einer Gebäudeseite beschattet sind, andere wiederum nicht.
[0079] Denkbar ist, dass die Steuerungen 50..52 dazu eingerichtet sind, den höchsten Wert,
den niedrigsten Wert oder den Mittelwert der Temperatur T innerhalb der Gruppe für
die Ansteuerung der Antriebe 2 heranzuziehen, beziehungsweise den höchsten Wert, den
niedrigsten Wert oder den Mittelwert der Lichtintensität L innerhalb der Gruppe.
[0080] Die Werte für die Temperaturen T und/oder die Lichtintensitäten L der Beschattungseinheiten
können auch unterschiedlich gewichtet sein. Dies ist beispielsweise dann von Vorteil,
wenn in einer Gruppe Beschattungseinheiten von unterschiedlicher Bedeutung für die
Bewohner zusammengefasst sind. Beispielsweise können die an einem WC-Fenster ermittelten
Werte weniger gewichtet sein, als die Werte eines Wohnzimmerfensters. Die Gewichtung
kann sich je nach Tageszeit und/oder Jahreszeit auch ändern. Etwa können am Morgen
eine andere Gewichtung angewandt werden als am Abend.
[0081] Der Steuerung 50 muss die Rolle als Master nicht ständig zukommen. Eine Möglichkeit
wäre auch, dass jeweils der ersten Steuerung 50..52, welche den Grad der Beschattung
ändert, für eine gewisse Zeit der Status des Masters zukommt. Beispielsweise könnte
dies zu einem Zeitpunkt die Steuerung 50, zu einem anderen Zeitpunkt die Steuerung
52 sein. Wird die Steuerung 52 der Master, werden die Steuerungen 50 und 51 angewiesen,
einen anderen Beschattungsgrad B einzustellen. Selbstverständlich ist aber auch eine
Organisation der Beschattungseinheiten ohne dezidierte Hierarchie möglich, das heißt
die Beschattungseinheiten sind gleichberechtigt.
[0082] Neben der in Fig. 6 dargestellten Variante zur Steuerung der Beschattung innerhalb
einer Gruppe kann die Steuerung auch dadurch erfolgen, dass zumindest eine Steuerung
5 innerhalb der Gruppe dazu eingerichtet ist, Steuerungsparameter, insbesondere zumindest
einen Schwellwert SWT für die Temperatur T und/oder zumindest einen Schwellwert SWL1,
SWL2 für die Lichtintensität L zumindest einer anderen Steuerung 5 zu verändern.
[0083] Bei dieser Variante werden Beschattungseinheiten nicht direkt durch konkrete Befehle
zum Ändern des Beschattungsgrads B gesteuert (siehe den von der Master-Steuerung 50
an die Slave-Steuerungen 51 und 52 übermittelten Beschattungsgrad B), sondern indirekt
durch Ändern der Vorgaben, welche eine Beschattung beeinflussen. Beispielsweise kann
die Master-Steuerung 50 die Slave-Steuerungen 51 und 52 dadurch beeinflussen, dass
sie deren Schwellwerte SWT für die Temperatur T und/oder deren Schwellwerte SWL1,
SWL2 für die Lichtintensität L beeinflusst. In der Fig. 6 tritt daher beispielsweise
eine Übermittlung von Schwellwerten SWT, SWL1 und SWL2 an die Stelle der Übermittlung
des Beschattungsgrads B
[0084] Verringert die Master-Steuerung 50 den Beschattungsgrad B, werden an die Slave-Steuerungen
51 und 52 veränderte Schwellwerte SWT, SWL1 und SWL2 ausgegeben, die eine Verringerung
deren Beschattungsgrads B begünstigen. Gleichermaßen werden an die die Slave-Steuerungen
51 und 52 veränderte Schwellwerte SWT, SWL1 und SWL2 ausgegeben, die eine Erhöhung
deren Beschattungsgrads B begünstigen, wenn die Master-Steuerung 50 den Beschattungsgrad
B erhöht.
[0085] Dadurch werden die Beschattungseinheiten einer Gruppe beziehungsweise deren Steuerungen
50..52 "weich" verbunden. Die Beschattungseinheiten einer Gruppe verändern ihren Beschattungsgrad
B daher nicht zwangsläufig synchron, aber es ist wahrscheinlich, dass dies so ist.
Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Beschattungseinheiten ihren Beschattungsgrad
B innerhalb kurzer Zeit auf die gleiche Weise ändern.
[0086] Die in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Beschattungseinheiten beziehungsweise Fenster
erlauben die Steuerung einer Beschattung anhand der Temperatur T des Akkumulators
3. Diese liegt aufgrund der Anordnung des Temperatursensors 4 zwischen der Gebäudeinnentemperatur
und der Außentemperatur. Da die Steuerung beziehungsweise Regelung in diesem Fall
nicht bloß von der Innentemperatur beziehungsweise bloß von der Außentemperatur abhängt,
gelingt die Beschattung besonders gut. Letzteres gilt aber auch für den Fall, dass
der Temperatursensor 4 zwar in einem Hohlraum innerhalb des Stockrahmens oder innerhalb
des Flügelrahmens angeordnet ist, die Beschattungseinheit jedoch keinen Akkumulator
3 aufweist, sondern beispielsweise an das Stromnetz angeschlossen ist.
[0087] Ein Vorteil der vorgestellten Beschattungseinheit (insbesondere auch bei einem Fehlen
des Akkumulators 3) ist es, dass diese auch autark "sinnvolle" Entscheidungen treffen
kann und es für eine erwünschte und energetisch sinnvolle automatische Beschattung
nicht unbedingt einer Vernetzung mit anderen Energiequellen oder Energiesenken des
Gebäudes bedarf, wenngleich dies natürlich nicht ausgeschlossen ist. Die vorgestellte
Beschattungseinheit eignet sich deshalb insbesondere auch zur Nachrüstung bereits
bestehender Gebäude, bei denen eine Vernetzung mit anderen Steuerungen/Regelungen
zur Temperierung des Gebäudes nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand möglich wäre.
Da die Steuerung beziehungsweise Regelung nicht bloß von der Innentemperatur beziehungsweise
bloß von der Außentemperatur abhängt, gelingt die Beschattung auch im autarken Betrieb
besonders gut.
[0088] Fig. 7 zeigt nun einen Vertikaltalschnitt durch ein Fenster in dessen oberem Bereich.
Das Fenster umfasst einen Stockrahmen 13 und einen darin beweglich gelagerten Flügelrahmen
11, Dichtungen 14 und 15 sowie eine Aluminiumblende 16 als Witterungsschutz. Weiterhin
ist in der Fig. 7 eine Steuerplatine 17 dargestellt, auf welcher die Steuerung 5,
die Ladeschaltung 7 und das Kommunikationsmodul 8 aufgebaut sind. Zudem befindet sich
in diesem Beispiel auch der Temperatursensor 4 auf der Steuerplatine 17. Der Temperatursensor
4 ist dabei mit dem Akkumulator 3 thermisch gekoppelt, beispielsweise indem er mit
einem thermisch leitfähigen Kleber auf den Akkumulator 3 aufgeklebt ist. in diesem
Beispiel umfasst das Fenster darüber hinaus drei Scheiben 9, 10 und 18.
[0089] In der Fig. 7 sind drei Isothermen, nämlich für +4°C, +5°C und +10°C, eingezeichnet,
welche sich im Fenster bei einer Innentemperatur von 20°C und einer Außentemperatur
von 0°C ergeben. Diese können beispielsweise mit Hilfe einer Computersimulation berechnet
oder aber auch an einem realen Fenster gemessen werden.
[0090] Die Figuren 8 und 9 zeigen das bereits in der Fig. 7 dargestellte Fenster bei anderen
Temperaturen. Konkret zeigt die Fig. 8 das Fenster bei einer Innentemperatur von 20°C
und einer Außentemperatur von -15°C sowie Isothermen bei -10°C, -8°C und -5°C. Das
Fig. 9 zeigt das Fenster bei einer Innentemperatur von 20°C und einer Außentemperatur
von 35°C sowie Isothermen bei +30°C, +31°C und +32°C.
[0091] Diese Isothermen zeigen, dass der auf der Steuerplatine 17 angeordnete Temperatursensor
4 einer Temperatur ausgesetzt ist, welche zwischen der Innentemperatur und der Außentemperatur
liegt. Die Isothermen können aber insbesondere auch dazu verwendet werden, einen geeigneten
Platz für den Temperatursensor 4 aufzufinden beziehungsweise das Fenster entsprechend
zu gestalten, sodass sich ein gewünschtes Verhalten der Steuerung 5 ergibt, welche
ja den Antrieb 2 in Abhängigkeit der vom Temperatursensor 4 gemessenen Temperatur
T aktiviert. In der Fig. 7 ist die Steuerplatine 17 einer Temperatur von etwa +4°C,
in der Fig. 8 einer Temperatur von etwa -8°C und in der Fig. 9 einer Temperatur von
etwa +31°C ausgesetzt.
[0092] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten einer erfindungsgemäßen
Beschattungseinrichtung respektive eines erfindungsgemäßen Fensters, wobei an dieser
Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten
desselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen
Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund
der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf
diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Insbesondere ist die offenbarte
Lehre sinngemäß auch auf andere Beschattungsmittel als eine Jalousie 1 anwendbar,
beispielsweise auf Rollläden, Fensterläden, Raffstores, Vorhänge und so weiter. Selbstverständlich
kann die Jalousie 1 anders als in der Fig. 1 dargestellt auch außerhalb der Scheiben
9 und 10 beziehungsweise anders als in den Figuren 7 bis 9 dargestellt außerhalb der
Scheiben 9, 10 und 18 angeordnet sein. Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten,
die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvariante
möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
[0093] Insbesondere wird festgehalten, dass die dargestellten Vorrichtungen in der Realität
auch mehr oder weniger Bestandteile als dargestellt umfassen können.
[0094] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass die Beschattungseinrichtung
und das Fenster sowie deren Bestandteile zum besseren Verständnis ihres Aufbaus teilweise
unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0095] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
Bezugszeichenaufstellung
[0096]
- 1
- Beschattungsmittel
- 2
- Antrieb
- 3
- Akkumulator
- 4
- Temperatursensor
- 5, 50..52
- Steuerung
- 6
- Photovoltaik-Modul
- 7
- Ladeschaltung
- 8
- Kommunikationsmodul
- 9
- Fensterscheibe
- 10
- Fensterscheibe
- 11
- Flügelrahmen
- 12
- Öffnung
- 13
- Stockrahmen
- 14
- Dichtung
- 15
- Dichtung
- 16
- Aluminiumblende
- 17
- Steuerplatine
- 18
- Fensterscheibe
- B
- Beschattungsgrad
- L
- Lichtintensität
- L1..L3
- Bereich für Lichtintensität
- SWL1, SWL2
- Schwellwert für Lichtintensität
- SWT
- Temperaturschwellwert
- T
- Temperatur
- t
- Zeit
- T1, T2
- Temperaturbereich
- t1..t5
- Zeitpunkt
1. Verschlusselement für eine Gebäudeöffnung, umfassend
- einen Stockrahmen für die Montage in der genannten Gebäudeöffnung,
- Mittel (1) zum Beschatten der Gebäudeöffnung,
- einen Antrieb (2), welche mit den Beschattungsmitteln (1) gekoppelt ist,
- einen Temperatursensor (4) und
- eine Steuerung (5, 50..52), welche dazu eingerichtet ist, den Antrieb (2) in Abhängigkeit
der Temperatur (T) zu aktivieren,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Temperatursensor (4) in einem Hohlraum innerhalb des Verschlusselements angeordnet
ist.
2. Verschlusselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieses wenigstens einen im Stockrahmen beweglich gelagerten Flügel umfasst und der
Temperatursensor (4) in einem Hohlraum innerhalb des Flügels angeordnet ist.
3. Verschlusselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum, in dem der Temperatursensor (4) angeordnet ist, luftdicht abgeschlossen
ist.
4. Verschlusselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum, in dem der Temperatursensor (4) angeordnet ist, zumindest eine Öffnung
zur gebäudeaußenseitigen Seite des Verschlusselements aufweist.
5. Verschlusselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum, in dem der Temperatursensor (4) angeordnet ist, zumindest eine Öffnung
zur gebäudeinnenseitigen Seite des Verschlusselements aufweist.
6. Verschlusselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
- dieses einen Akkumulator (3) zur Energieversorgung des genannten Antriebs (2) aufweist,
- der Temperatursensor (4) zum Messen der Temperatur (T) des Akkumulators (3) ausgebildet
ist und,
- die Steuerung (5, 50..52) dazu eingerichtet ist, den Antrieb (2) in Abhängigkeit
der Temperatur (T) des Akkumulators (3) zu aktivieren.
7. Verschlusselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor (4) auf oder in dem genannten Akkumulator (3) angeordnet ist.
8. Verschlusselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor (4) vom Akkumulator (3) beabstandet, jedoch thermisch gekoppelt
zu diesem angeordnet ist.
9. Verschlusselement nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Akkumulator (3) eine Schutzschaltung zur Notabschaltung des Akkumulators (3)
mit einem auf oder in dem Akkumulator (3) angeordneten weiteren Temperatursensor umfasst.
10. Verschlusselement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (5, 50..52) dazu eingerichtet ist, die Beschattung durch Aktivierung
des Antriebs (2) bei steigender Temperatur (T) zu verstärken und/oder die Beschattung
durch Aktivierung des Antriebs (2) bei sinkender Temperatur (T) abzuschwächen.
11. Verschlusselement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet dass diese einen mit der Steuerung (5, 50..52) gekoppelten, gebäudeaußenseitigen Lichtsensor
umfasst und die Steuerung (5, 50..52) dazu eingerichtet ist, die Beschattung durch
Aktivierung des Antriebs (2) bei steigender Lichtintensität (L) zu verstärken und/oder
die Beschattung durch Aktivierung des Antriebs (2) bei sinkender Lichtintensität (L)
abzuschwächen.
12. Verschlusselement nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch ein Photovoltaik-Modul (6) zur Energieversorgung des Antriebs (2) beziehungsweise
zum Laden des Akkumulators (3), welches zusätzlich als Lichtsensor eingesetzt ist.
13. Verschlusselement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet durch einen Temperatursensor (4) zum Messen der Innentemperatur des Gebäudes oder Mittel
zur Eingabe derselben.
14. Verschlusselement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Steuerung (5, 50..52) dazu eingerichtet ist, den Antrieb (2) in Abhängigkeit
einer Jahreszeit zu aktivieren.
15. Verschlusselement nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (5, 50..52) dazu eingerichtet ist,
- die Beschattung bei Dunkelheit (L1) unabhängig von der Temperatur (T) zu verstärken,
- die Beschattung bei schwachem Umgebungslicht (L2) unabhängig von der Temperatur
(T) abzuschwächen,
- die Beschattung bei starkem Umgebungslicht (L3) und niedriger Temperatur (T1) abzuschwächen,
und
- bei starkem Umgebungslicht (L3) und hoher Temperatur (T2) zu verstärken.
16. Verschlusselement nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (5, 50..52) mit einer Ladeschaltung (7) des Akkumulators (3) gekoppelt
ist und dazu eingerichtet ist, den Antrieb (2) in Abhängigkeit der Temperatur (T)
des Akkumulators (3) nur dann zu aktivieren, wenn der Akkumulator (3) nicht geladen
wird oder für eine vorbestimmbare Zeitspanne nicht geladen wurde.
17. Verschlusselement nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (5, 50..52) dazu eingerichtet ist, die Beschattung anhand zumindest
eines Schwellwertes (SWT) für die Temperatur (T) und/oder anhand zumindest eines Schwellwertes
(SWL1, SWL2) für die Lichtintensität (L) zu steuern.
18. Verschlusselement nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass für den zumindest einen Schwellwert (SWT, SWL1, SWL2) eine Hysterese vorgesehen ist.
19. Verschlusselement nach einem der Ansprüche 1 bis 18, gekennzeichnet durch ein Kommunikationsmodul (8) zur Kommunikation mit weiteren Verschlusselementen.
20. Verschlusselement mit mehreren voneinander beabstandeten transparenten Scheiben (9,
10, 18), gekennzeichnet durch ein Verschlusselement nach einem der Ansprüche 1 bis 19.
21. Verschlusselement nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschattungsmittel (1) zwischen zwei der genannten Scheiben (9, 10, 18) angeordnet
ist.
22. Verschlusselement nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (2) und/oder der Akkumulator (3) und/oder der Temperatursensor (4) und/oder
die Steuerung (5, 50..52) und/oder gegebenenfalls das Photovoltaik-Modul (6) im oberen
Bereich des Fensters angeordnet ist/sind.
23. Gruppe von Verschlusselementen nach Anspruch 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungen (5, 50..52) der Verschlusselemente dazu eingerichtet sind, die Temperaturen
(T) und/oder die Lichtintensitäten (L) eines Verschlusselements oder mehrerer Verschlusselemente
auszuwerten, um deren Antriebe (2) zu steuern.
24. Gruppe nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungen (5, 50..52) dazu eingerichtet sind, den höchsten Wert, den niedrigsten
Wert oder den Mittelwert der Temperatur (T) innerhalb der Gruppe für die Ansteuerung
der Antriebe (2) heranzuziehen.
25. Gruppe nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungen (5, 50..52) dazu eingerichtet sind, den höchsten Wert, den niedrigsten
Wert oder den Mittelwert der Lichtintensität (L) innerhalb der Gruppe für die Ansteuerung
der Antriebe (2) heranzuziehen.
26. Gruppe nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Werte für die Temperaturen (T) und/oder die Lichtintensitäten (L) der Verschlusselemente
unterschiedlich gewichtet sind.
27. Gruppe nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Steuerung (5, 50..52) innerhalb der Gruppe dazu eingerichtet ist,
Steuerungsparameter zumindest einer anderen Steuerung (5, 50..52) zu verändern.
28. Gruppe nach Anspruch 27, dass die zumindest eine Steuerung (5, 50..52) dazu eingerichtet
ist, Steuerungsparameter zumindest einer anderen Steuerung (5, 50..52) dann zu verändern,
wenn sie den ihr zugeordneten Antrieb (2) aktiviert.
29. Verfahren zum Beschatten einer Gebäudeöffnung, welche mit einem Verschlusselement
verschlossen ist, das einen Stockrahmen für die Montage in der genannten Gebäudeöffnung,
Mittel (1) zum Beschatten der Gebäudeöffnung und einen Antrieb (2), welche mit den
Beschattungsmitteln (1) gekoppelt ist, umfasst, wobei der Antrieb (2) in Abhängigkeit
der Temperatur (T) aktiviert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Temperatur (T) in einem Hohlraum innerhalb des Verschlusselements gemessen wird.