[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dispenservorrichtung, insbesondere zur Abgabe
eines ersten und/oder zweiten Fluids, gemäss dem vorliegenden Anspruch 1. Die erfindungsgemässe
Dispenservorrichtung soll generell für Kosmetikprodukte mit mehreren einstellbaren
Komponenten verwendbar sein, insbesondere zum variablen Einstellen von Sonnencremes
mit unterschiedlichen Lichtschutzfaktoren. Es ist allerdings auch denkbar, die erfindungsgemässe
Dispenservorrichtung etwa zur variablen Förderung von zwei unterschiedlichen Klebstoffkomponenten
einzusetzen.
[0002] Aus der
EP 1 433 533 B1 ist eine Abgabevorrichtung bekannt, die zwei Behälter umfasst, welche dazu bestimmt
sind, jeweils ein Produkt zu enthalten, sowie zwei diesen Behältern jeweils zugeordnete
Pumpen, welche jeweils ein bewegliches Steuerorgan aufweisen. Die Betätigung des Steuerorgans
bewirkt dabei die Abgabe des in dem zugeordneten Behälter enthaltenen Produkts durch
die entsprechende Pumpe. Insbesondere umfasst die Abgabevorrichtung einen Druckknopf,
mindestens ein einem Steuerorgan zugeordnetes, elastisch verformbares Übertragungsorgan,
welches so angeordnet ist, dass es eine Bewegung des Druckknopfs auf das Steuerorgan
überträgt, um das Produkt abzugeben, sowie zumindest ein Einstellorgan, das die Einstellung
der Bewegungswegendstellung mindestens des dem Übertragungsorgan zugeordneten Steuerorgans
gestattet. Dabei ist das Übertragungsorgan derart angeordnet, dass es sich verformt,
wenn das zugeordnete Steuerorgan die durch das Einstellorgan auferlegte Wegendstellung
von dem anderen Steuerorgan erreicht, so dass dem Druckknopf gestattet wird, sich
weiter zu bewegen, und dieses andere Steuerorgan mitzunehmen. Das Einstellorgan umfasst
hierzu eine Wand, welche rotationszylindrisch zur Längsachse der Vorrichtung angeordnet
ist, wobei an deren radial inneren Fläche eine Vielzahl von Zungen angeordnet sind,
welche - wie das Einstellorgan selbst - aus einem verformbaren Werkstoff gebildet
sind. Die Zungen erstrecken sich schräg radial nach innen, wobei sie in derselben
Umfangsrichtung geneigt sind. Sie umfassen an ihrem Ende einen abgerundeten Abschnitt,
der eine nach innen gerichtet Konkavität besitzt, und der so ausgebildet ist, dass
er bei einer gegebenen Stellung des Einstellorgans im Wesentlichen zur Überdeckung
eines Teiles des Umfangs einer Pumpenstange bzw. eines Steuerorgans kommt. Bei der
Drehung des Einstellorgans verformen sich die Zungen elastisch, um die Pumpenstange
bzw. das Steuerorgan zu passieren und das Ende der Zunge, welche eine Pumpenstange
passiert hat, bleibt nach diesem Passieren in deren Nähe. Jede Pumpenstange ist auf
diese Weise bei einer bestimmten Einstellung zwischen dem abgerundeten Teil einer
Zunge und dem Ende der hinsichtlich der Drehrichtung des Einstellorgans benachbarten
Zunge angeordnet, was das Einstellorgan in der entsprechenden Stellung blockiert.
Der Aufbau dieser Vorrichtung ist allerdings äusserst kompliziert und aufwändig in
der Herstellung. Des Weiteren kann unter Umständen nicht immer ein sicheres Blockieren
der Pumpenstange gewährleistet werden.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Dispenservorrichtung bereitzustellen,
welche einfach im Aufbau und wenig aufwändig in der Herstellung ist, und welche zudem
ein hohes Mass an Sicherheit gegenüber allfälligen Fehldosierungen und unbeabsichtigten
Betätigungen gewährleistet.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch eine Dispenservorrichtung, insbesondere
zur Abgabe eines ersten und/oder zweiten Fluids, aufweisend eine Kopfbaugruppe mit
einem Halsteil und einem an das Halsteil anschliessenden Druckteil, wobei das Druckteil
einen Hohlraum in einer Innenwandung und einer Decke definiert, und einen ersten und
zweiten Abgabekanal umfasst; einen ersten und einen zweiten Fluidbehälter, welche
jeweils auf lösbare Weise mit dem Halsteil der Kopfbaugruppe verbunden sind, und welche
eine Bodenebene der Dispenservorrichtung definieren; eine erste und eine zweite Pumpeinrichtung,
welche jeweils in Fluidkommunikation mit dem ersten und zweiten Fluidbehälter sowie
dem ersten und zweiten Abgabekanal des Druckteils stehen, und welche über das Druckteil
zur Ausführung eines Pumpenhubs zum Zwecke der Fluidabgabe betätigbar sind; sowie
eine Einstelleinrichtung, welche im Bereich der Kopfbaugruppe angeordnet ist, und
mittels deren unterschiedliche lange Pumpenhübe der ersten und zweiten Pumpeinrichtung
vorgebbar sind, wobei von der Innenwandung und/oder der Decke des Druckteils erste
Betätigungsmittel abragen, welche in axialer Richtung wenigstens zwei unterschiedliche
Abstände bezüglich der Bodenebene der Dispenservorrichtung aufweisen, und welche vermittels
der Einstelleinrichtung wahlweise in fluchtende Ausrichtung mit zweiten Betätigungsmitteln
der ersten und/oder zweiten Pumpeinrichtung bringbar sind.
[0005] Ein derartiger, wiederbefüllbarer Dispenser ermöglicht die Abgabe von zwei unterschiedlichen
Fluidkomponenten in einer Vorrichtung anstelle von zwei separaten Vorrichtungen. Des
Weiteren kann mittels des erfindungsgemässen Dispensers der Benutzer das Dispensierverhältnis
der zwei Fluidkomponenten, innerhalb einer vorgegebenen Bandbreite, variabel gestalten.
Vorzugsweise sind dabei die Fluidbehälter gegeneinander codiert, wie etwa mit Hilfe
von unterschiedlichen Nut- bzw. Passformen oder ähnlichen Systemen. Auf diese Weise
wird verhindert, dass zwei "gleiche" Fluidbehälter, d.h. Fluidbehälter mit identischem
Inhalt, am jeweils korrespondierend ausgestalteten Halsteil der Kopfbaugruppe befestigt
werden. Auch farbliche Codierungen, z.B. im Kopfbereich der Fluidbehälter sowie entsprechend
im Halsbereich der Kopfbaugruppe, sind grundsätzlich vorstellbar. Die lösbare Verbindung
der Fluidbehälter mit dem Halsteil der Kopfbaugrupp erfolgt bevorzugt mittels eines
Bajonettverschlusses, eines Schnappverschlusses oder ähnlichem. Die Abgabekanäle können
weiter vorzugsweise mittels flexiblen Schläuchen oder definierten festen Förderkanälen
realisiert werden.
[0006] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Einstellvorrichtung als
ringförmiges Element ausgebildet, welches erste Positioniermittel aufweist, mittels
derer es gegenüber dem Halsteil in verschiedenen Positionen gehalten wird, wobei das
Halsteil vorzugsweise korrespondierend ausgestaltete zweite Positioniermittel aufweist.
Hierauf wird weiter unten im Detail eingegangen.
[0007] Des Weiteren ist die Einstellvorrichtung bzw. das ringförmige Element vorzugsweise
drehfest mit dem Druckteil verbunden. Zur Montage wird dabei das Druckteil auf das
ringförmige Element aufgesteckt, wobei Raststege an der Innenseite des ringförmigen
Elements in korrespondierende Schlitze bzw. schlitzartige Ausnehmungen einer an der
Innenseite des ringförmigen Elements anliegenden Wand des Druckteils einrasten. Hierbei
handelt es sich zweckmässiger Weise um zwei horizontale und parallel zueinander verlaufende
Stege/Schlitze.
[0008] Bevorzugt erfolgt die Einstellung der Dispenservorrichtung durch ein Verdrehen des
Druckteils samt Einstellvorrichtung gegenüber dem Halsteil der Dispenservorrichtung.
Im Übrigen besteht auch die Möglichkeit, dass das Halsteil und der Druckteil starr
ausgebildet sind. Bei einer solchen Ausführungsvariante ist dann die Einstellvorrichtung
alleine, zum Beispiel in Form eines von aussen betätigbaren Rings oder Schiebers,
für die notwendige Einstellung zuständig. Die Bedienung des Rings bzw. Schiebers kann
etwa über ein Sichtfenster oder aber einen Schlitz im Druckteil oder im Halsteil erfolgen.
Es sind grundsätzlich auch Ausführungsformen denkbar, in denen die Einstellvorrichtung
drehfest mit dem Halsteil verbunden ist und das Druckteil zur Einstellung der gewünschten
Stufen gegenüber der Einstellvorrichtung verdreht wird.
[0009] Die Dispenservorrichtung ist regelmässig wahlweise in zumindest vier Stufen einstellbar.
Dabei umfasst die erste Stufe eine Blockierung des Dispensers; die anderen drei Stufen
stellen verschiedene Dispensierverhältnisse für die zwei Fluidkomponenten bereit.
Dies wird beispielhaft in der nachstehenden Tabelle veranschaulicht:
| Stufe |
Pumpeinrichtung 1 |
Pumpeinrichtung 2 |
Funktion |
| 0 |
Keine Betätigung |
Keine Betätigung |
Dispenser blockiert. |
| |
|
|
Nullposition |
| 1 |
Betätigung (100% Hub) |
Keine Betätigung |
Abgabe nur Fluidkomponente 1 |
| 2 |
Betätigung (50% Hub) |
Betätigung (50% Hub) |
Mischung der Fluidkomponenten 1 und 2 |
| 3 |
Keine Betätigung |
Betätigung (100% Hub) |
Abgabe nur Fluidkomponente 2 |
[0010] Es sind natürlich auch feiner unterteilte Einstellpositionen mit Dispensierverhältnissen
von zum Beispiel 25:75 bzw. 75:25 realisierbar. Allerdings hat sich gezeigt, dass
die in der Tabelle angegebenen Stufen in der Praxis als ausreichend empfunden werden.
[0011] Besonders bevorzugt weist das Halsteil als zweite Positioniermittel an seiner Innenwandung
zwei Endanschläge auf, zwischen denen mehrere Einstellnuten für zumindest einige der
ersten Positioniermittel der Einstellvorrichtung angeordnet sind. Die Einstellvorrichtung
umfasst dementsprechend vorzugsweise als erste Positioniermittel an ihrer Aussenwand
zumindest einen Einstellsteg sowie mehrere Endanschlagsnuten für die Endanschläge
des Halsteils. In den Betriebsstufen 1 bis 3 der Dispenservorrichtung gleitet dabei
zumindest der eine Einstellsteg der Einstellvorrichtung in den korrespondierenden
Einstellnuten des Halsteils und die Endanschlagsnuten der Einstellvorrichtung gleiten
über die Endanschläge des Halsteils hinweg. In der Nullposition der Dispenservorrichtung
sind an der Aussenwand der Einstellvorrichtung keine Endanschlagsnuten vorhanden,
welche über die Endanschläge des Halsteils hinweggleiten könnten. Die Dispenservorrichtung
ist somit in der Nullposition gegen ein Niederdrücken des Druckteils bzw. der Einstellvorrichtung
blockiert.
[0012] Das Druckteil, die Einstellvorrichtung sowie das Halsteil sind in der Regel aus einem
festen Kunststoffmaterial gebildet. In Frage kommen beispielsweise Polyethylen oder
Polypropylen.
[0013] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die
erste und zweite Pumpeinreichtung in Form einer Spenderpumpe oder als Faltenbalgelement
ausgestaltet. In der Ausführungsvariante mit dem Faltenbalgelement wird der bewegliche
Pumpstössel im Wesentlichen gegen einen Faltenbalg ausgetauscht. Faltenbalgpumpen
werden bevorzugt eingesetzt bei Fluiden, welche sehr empfindlich gegenüber Scherkräften
sind. Mit beiden Varianten kann auf einfache und kostengünstige Weise ein effizienter
Pumpvorgang erzielt werden.
[0014] In einer wiederum anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
weisen die erste und zweite Pumpeinrichtung einen beweglichen Pumpstössel und eine
mit dem jeweiligen Fluidbehälter in Verbindung stehende Pumpkammer auf. Eine derartige
Spenderpumpe, wie sie beispielsweise in vielen Seifenspendern verwendet wird, basiert
auf dem Prinzip einer (Schöpf-)Kolbenpumpe. Hier sitzt regelmässig das Auslassventil
im Kolben selbst, wodurch das zu pumpende Material im Ausschiebetakt auf die andere
Seite des Kolbens befördert und von dort im nachfolgenden Ansaugtakt ausgeschoben
wird, wenn gleichzeitig auf der anderen Kolbenseite neues Material angesaugt wird.
Dieses Funktionsprinzip eignet sich besonders zum Pumpen von hochviskosem Material.
[0015] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die
ersten Betätigungsmittel fussartig ausgebildet und weisen horizontale Betätigungsflächen
auf, welche mit horizontalen Anschlagplatten auf den beweglichen Pumpstösseln zusammenwirken,
welche die zweiten Betätigungsmittel ausbilden. Auf diese Weise wird sichergestellt,
dass eine optimale Kraftübertragung von dem Druckteil auf die Pumpeinrichtung gewährleistet
wird. Es sind allerdings auch Ausführungsformen mit jeweils abgeschrägten Betätigungsflächen
bzw. Anschlagplatten denkbar. Dies hängt unter anderem davon ab, wie viel Platz den
einzelnen Betätigungselementen zur Verfügung steht bzw. wie variabel das Dispensierverhältnis
zwischen der ersten und zweiten Fluidkomponente einstellbar sein soll. Denkbar sind
auch (lösbare) formschlüssige Ausgestaltungen der ersten und zweiten Betätigungsmittel,
etwa in Art einer Nutfederverbindung. Bei der Ausführungsvariante mit dem Faltenbalgelement
sind die zweiten Betätigungsmittel in Form von geeigneten Anschlagmitteln am Balg
selber angeordnet, um eine Kraftübertragung zum Zusammendrücken des Balgelements zu
ermöglichen.
[0016] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden der
bewegliche Pumpenstössel und die Pumpkammer jedenfalls teilweise von einer Halteplatte
umfasst, welche an der dem Druckteil abgewandten Seite des Halsteils befestigt ist.
Vorzugsweise bildet dabei die Halteplatte den stationären Teil der Pumpkammer aus,
wobei der Stössel an seinem unteren Ende eine kolbenartige Anordnung aufweist, welche
in dem stationären Teil der Pumpkammer verschiebbar angeordnet ist. Hierdurch wird
auf besonders einfache Weise das Pumpsystem in die Dispenservorrichtung integriert.
Auch die Halteplatte ist dabei vorzugsweise aus einem festen Kunststoffmaterial gebildet.
[0017] In einer wiederum anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
weisen der erste und zweite Fluidbehälter mit der jeweils durch einen Pumpenhub abzugebenden
Fluidmenge korrespondierende Volumenreduktionsmittel auf. Die Volumenreduktionsmittel
können etwa in Form eines Nachlaufbodens oder aber in Form eines schrumpfenden Innenbeutels
innerhalb einer vordefinierten Aussengeometrie ausgestaltet sein.
[0018] Bei der Ausgestaltungsvariante mit einem Nachlaufboden weist dieser vorzugsweise
wenigstens einen senkrecht von dessen Oberseite abstehenden Dorn auf. Dieser wenigstens
eine Dorn ist fluchtend ausgerichtet mit einer korrespondierenden Öffnung in der Fluidbehälteroberseite
sowie einer korrespondierenden Öffnung in der Halteplatte, wobei die Öffnung in der
Fluidbehälteroberseite vorzugsweise mit einem durchstossbaren, bevorzugt elastischen,
Membranelement abgedichtet bzw. auf dichtende Weise verschlossen ist.
[0019] Besonders bevorzugt wird beim Hindurchtreten des wenigstens einen Dorns durch die
korrespondierenden Öffnungen in der Fluidbehälteroberseite und der Halteplatte ein
Arretiermechanismus für die Pumpeinrichtung betätigt. Dieser Arretiermechanismus soll
sicherstellen, dass, wenn einer der beiden Fluidbehälter leergepumpt ist, kein weiteres
Ansaugen dieser Fluidkomponente mit der entsprechenden Pumpeinrichtung mehr möglich
ist, um einer möglichen Fehldosierung durch den Benutzer vorzubeugen. Allerdings soll
weiter gestattet bleiben, dass ein noch gefüllter Fluidbehälter vollständig leer gepumpt
werden kann. In diesem Zusammenhang ist vorzugsweise auch ein Anzeigemittel vorhanden,
mittels welchem der Füllstand in jedem der beiden Fluidbehälter angezeigt werden kann.
Hierbei kann es sich um etwa um ein farblich gekennzeichnetes Volumenreduktionsmittel
(Nachlaufboden) handeln bzw. ein Sichtfenster in dem entsprechenden Fluidbehälter
oder aber dem Gehäuse sein. Es können ggf. zusätzlich am Fluidbehälter oder aber am
Gehäuse angebrachte Skalierungen vorgesehen sein.
[0020] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
umfasst der Arretiermechanismus ein schwenkbar auf der Oberseite der Halteplatte gelagertes
Hakenmittel, welches in Eingriff mit einer korrespondierend ausgestalteten Aussparung
in einer Seitenwand des beweglichen Pumpstössels gebracht wird. Auf diese Weise kann
eine sichere Blockade des beweglichen Pumpstössels erreicht werden. Die Aussparung
ist dabei vorzugsweise in dem unteren, kolbenartigen Teil des beweglichen Pumpstössels
angeordnet. Auf diese Weise kann eine besonders sichere Arretierung erreicht werden,
wenn der entsprechende Fluidbehälter leergepumpt ist. Andere Arretiermechanismen sind
denkbar, wie etwa eine schwenkbar gelagerte Zahnstange, welche mit einem korrespondierenden
Gegenstück am Pumpstössel in Eingriff gebracht wird, oder aber bewegliche Zungen,
welche mit korrespondierenden Vorsprüngen am Pumpstössel in Eingriff gebracht werden
und eine Abwärtsbewegung des Pumpstössels blockieren.
[0021] Es wird im Übrigen darauf hingewiesen, dass der vorstehend beschriebene Sicherheitsmechanismus
gegen ein ungewolltes Pumpen eines bereits leeren Fluidbehälters grundsätzlich unabhängig
von der Art der Ausgestaltung der Kopfbaugruppe ist.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist - im
unbetätigten Zustand des beweglichen Pumpstössels - eine Unterkante der Aussparung
mit einer Oberkante eines umlaufenden Vorsprungs, welcher auf der Halteplatte ausgebildet
ist, ausgerichtet. Hierdurch kann ein optimales Zusammenspiel zwischen Halteplatte
und Pumpstössel erreicht werden, bei gleichzeitig geringer technischer Komplexität.
[0023] In einer noch anderen bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung bildet der
umlaufende Vorsprung auf der Halteplatte jedenfalls einen ersten Teil der Pumpkammer
aus, wobei vorzugsweise ein korrespondierender unterer Teil des beweglichen Stössels
den zweiten Teil der Pumpkammer ausbildet, welcher vorzugsweise die Aussparungen für
das Hakenmittel aufweist. Der untere Teil des beweglichen Pumpstössels ist dabei in
der Art eines Kolbens ausgebildet, wie bereits zuvor beschrieben.
[0024] In einer wiederum anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
münden der erste und der zweite Abgabekanal in eine Austrittsöffnung des Druckteils.
Hier werden auch die beiden Fluidkomponenten vereint. Für eine besonders gute Vermischung
der beiden Fluidkomponenten kann - falls gewünscht - eine Mischdüse in der Austrittsöffnung
angeordnet sein.
[0025] In einer noch weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Fluidbehälter
von einem Gehäuseteil umgeben, welches lösbar an dem Halsteil befestigbar ist. Das
Gehäuseteil kann einen Gehäuse- bzw. Bodendeckel aufweisen, welcher wiederum lösbar
an dem Gehäuseteil befestigbar ist. Vorliegend gilt allerdings (im Hinblick auf eine
einheitliche Terminologie) sowohl für die Variante mit Gehäuseteil bzw. Bodendeckel
sowie für die Variante ohne Gehäuseteil bzw. Bodendeckel, dass jeweils die Fluidbehälter
die Bodenebene definieren.
[0026] Grundsätzlich wird allerdings mit der vorliegenden Erfindung das Prinzip einer Nichtmischung
verfolgt; d.h. beide Fluide werden getrennt voneinander dispensiert und erst durch
den Anwender manuell vermischt. Der Verzicht auf eine Mischdüse bzw. Mischkammer kann
den Vorteil haben, dass kein Totraumvolumen im System entsteht, welches unter Umständen
zu einer Vermischung der eingestellten Mischverhältnisse beider Komponenten führt.
[0027] Anhand der beigefügten Zeichnungen wird eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung veranschaulicht. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Frontalansicht einer erfindungsgemässen Dispenservorrichtung;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der erfindungsgemässen Dispenservorrichtung gemäss Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Querschnittsansicht entlang der Linie A-A gemäss Fig. 2;
- Fig. 4
- eine Querschnittsansicht entlang der Linie B-B gemäss Fig. 3;
- Fig. 5
- eine perspektivische Aufrissansicht einer erfindungsgemässen Dispenservorrichtung;
und
- Fig. 6
- eine perspektivische Innenansicht eines unterhalb der Einstellvorrichtung durchgeschnittenen
Halsteils.
[0028] In Fig. 1 wird eine erfindungsgemässe Dispenservorrichtung 1 im zusammengesetzten
Zustand von vorne gezeigt. Man erkennt die Kopfbaugruppe 2, welche gebildet wird von
dem Druckteil 3, dem Halsteil 4 und der Einstellvorrichtung 8, welche zwischen dem
Druckteil 3 und dem Halsteil 4 angeordnet ist. Im oberen Teil des Druckteils 3 ist
des Weiteren eine Austrittsöffnung 9 zu erkennen, in welche zwei Abgabekanäle 10,
10' für zwei Fluidkomponenten münden. An der unteren Seite des Druckteils 3 ist ein
Skalierstrich 11 angeordnet, welcher vorliegend eine mittlere Position einnimmt, in
welcher die beiden Fluidkomponenten vorzugsweise zu gleichen Teilen gefördert werden.
Bei einer Verdrehung des Druckteils nach links oder rechts wird bevorzugt jeweils
lediglich eine der beiden Fluidkomponenten gefördert. Bei einer Verdrehung des Druckteils
in die ganz linke Position, ist keine Betätigung des Druckteils mehr möglich, da letzteres
hinsichtlich einer Relativbewegung gegenüber dem Halsteil blockiert ist; man spricht
hier von der Nullposition (eine detaillierte Beschreibung der Einstellstufen folgt
weiter - unten). An das Halsteil 4 schliesst sich ein Gehäuse 28 an, welches regelmässig
zwei Sichtfenster 6, 6' aufweist. Die Sichtfenster 6, 6' dienen der Füllstandsanzeige
von zwei Fluidbehältern 5, 5', welche im Inneren des Gehäuses 28 aufgenommen sind.
Es sind allerdings auch Ausführungsformen denkbar, bei denen kein Gehäuse vorhanden
ist und die Fluidbehälter selbst die Aussenwand der Dispenservorrichtung 1 bilden
und ggf. ihrerseits entsprechende Sichtfenster für die Füllstandsanzeige aufweisen.
[0029] Eine Seitenansicht der erfindungsgemässen Dispenservorrichtung 1 wird in
Fig. 2 veranschaulicht. Man erkennt die Austrittsöffnung 9 an der Oberseite des Druckteils
3 sowie das Halsteil 4 mit den Skalierstrichen 7 sowie die zwischen dem Druckteil
3 und dem Halsteil angeordnete Einstellvorrichung 8. Das Halsteil 4, das Druckteil
3 und die Einstellvorrichtung 8 zusammen bilden wiederum die Kopfbaugruppe 2. Von
dem an das untere Ende des Halsteils anschliessenden Gehäuse 28 erkennt man das Sichtfenster
6.
[0030] Die
Fig. 3 stellt eine Schnittansicht entlang der Linie A-A gemäss
Fig. 2 dar. Man erkennt zunächst die Längsachse X der erfindungsgemässen Dispenservorrichtung
1 sowie die Bodenebene E. Man erkennt die durch das Druckteil 3 verlaufenden Abgabekanäle
10, 10', welche über Schläuche 13, 13' (nicht gezeigt) mit einer zugehörigen Pumpeinrichtung
14, 14' verbunden sind. Die Pumpeinrichtungen 14, 14' bestehen dabei aus einem hohlen,
beweglichen Pumpstössel 14a, 14a' sowie einem (unteren) Kolbenteil 14b, 14b'. Weiterhin
ist am unteren Ende des Halsteils 4 eine Halteplatte 17 befestigt, welche jedenfalls
einen stationären Teil der Pumpkammern 15, 15' definiert, in welche die Kolbenteile
14b, 14b' der Pumpeinrichtungen 14, 14' mittels eines Pumpenhubs hineinbewegt werden
können. Zur Rückstellung ist eine Feder 16 zwischen einem unteren Vorsprung der Einstellvorrichtung
8 sowie einer korrespondierenden Anlagefläche auf der Halteplatte 17 angeordnet. Weiterhin
erkennt man die ersten Betätigungsmittel 23, welche von der Innenwandung bzw. der
Decke des Druckteils abragen und eine horizontale Betätigungsfläche aufweisen. Unterhalb
der ersten Betätigungsmittel 23 erkennt man zwei parallel zueinander in der Wand des
Druckteils verlaufende, schlitzartige Ausnehmungen 12. Diese dienen beim Aufbringen
des Druckteils 3 auf die Einstellvorrichtung 8 einer sicheren Verrastung mit korrespondierenden,
stegartigen Vorsprüngen der Einstellvorrichtung 8 (nicht gezeigt). Auf diese Weise
kann eine drehfeste Verbindung zwischen Druckteil und Haltevorrichtung 8 gewährleistet
werden. An der Unterseite des Halsteils 4 sind Befestigungsmittel 18, 18' vorgesehen,
mit denen das korrespondierend ausgestaltete Gehäuseteil 28 lösbar am Halsteil 4 befestigt
werden kann. Es können natürlich auch die Fluidbehälter 5, 5' selbst, d.h. ohne ein
Gehäuse am Halsteil 4 befestigt werden. Hierzu kann z.B. eine Rast-, eine Einklick-,
eine Einhak- oder eine Schraubverbindung vorgesehen sein. Innerhalb der Fluidcontainer
5, 5' befinden sich jeweils die Nachlaufböden 21, 21'. Diese weisen ihrerseits zumindest
einen senkrecht von der Nachlaufbodenoberfläche abstehenden Dorn 22, 22' auf. An der
Oberseite der Fluidbehälter ist ein nach innen gewandter Auslass 19 vorhanden, in
welchen ein Einlass 19, 19' des hohlen Pumpstössels 14 einbringbar ist. Auf diese
Weise wird eine Fluidverbindung von den Fluidbehältern 5, 5' über die Pumpstössel
14, 14', die Schläuche 13, 13' sowie die Abgabekanäle 10, 10' zu der Austrittsöffnung
9 bereitgestellt. Das Gehäuseteil 28 weist hier einen Gehäuse- bzw. Bodendeckel 29
auf.
[0031] Fig. 4 veranschaulicht eine Schnittansicht entlang der Linie B-B in
Fig. 3. Man erkennt zunächst den Hohlraum 41 des Druckteils 3 sowie dessen Innenwandung 42
und Decke 43. Weiterhin werden die Längsachse X der erfindungsgemässen Dispenservorrichtung
1 sowie die Bodenebene E illustriert. Die Abstände L
1, L
2 zwischen den ersten Betätigungsmitteln 23, 24 und der Ebene E korrespondieren mit
der Länge des jeweils beim Niederdrücken des Druckteils 3 erzeugten Pumpenhubs. Der
Nachlaufboden 21' weist in diesem Ausführungsbeispiel zwei symmetrisch zur X-Achse
angeordnete Dorne 22' auf, welche mit korrespondierenden Öffnungen 25' in der Behälteroberseite
sowie mit korrespondierenden Öffnungen 26' in der Halteplatte 17 fluchtend ausgerichtet
sind. Beim Hindurchtreten der Dorne 22' durch die Öffnungen 25', 26', d.h. wenn der
Fluidbehälter 5' nahezu leergepumpt ist, wird jeweils ein schwenkbar auf der Halteplatte
gelagertes Hakenmittel 27' von den Spitzen der Dorne betätigt 22' und mit einer Ausnehmung
des Kolbenteils 14b' des beweglichen Pumpstössels 14a' in Eingriff gebracht. Auf diese
Weise kann eine weitere Betätigung der Pumpeinrichtung 14' unterbunden werden, wenn
der entsprechende Fluidbehälter 5' leer ist, so dass der Benutzer nicht der Gefahr
einer ungewollten Fehldosierung ausgesetzt ist. Die Öffnungen 26' im Fluidbehälter
5' sind vor dem Durchstossen der Dorne 22' mittels einer Membran (nicht gezeigt) abgedichtet.
[0032] In
Fig. 5 sind noch einmal beispielhaft erste Betätigungsmittel 23, 24 dargestellt, welche
wiederum unterschiedliche Abstände L
1, L
2 gegenüber der Ebene E aufweisen. In der gezeigten Einstellung wird lediglich die
linke Pumpeinrichtung 14 durch das Betätigungsmittel 23 mit dem Abstand L
1 gegenüber der Ebene E betätigt. Die beiden anderen dargestellten Betätigungsmittel
gehen bei einem Niederdrücken des Druckteils 3 ins Leere, d.h. die rechte Pumpeinrichtung
14' wird nicht betätigt. Man erkennt auch die Anschlagplatten bzw. Anschlagflächen
44, 44' auf den Pumpeinrichtungen 14, 14', welche mit den horizontalen Flächen der
jeweiligen ersten Betätigungsmittel 23, 24 zusammenwirken. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
sind, wie bereits oben erwähnt, vier Einstellungen vorgesehen:
In der Nullposition (entsprechend den kurzen Skalenstrich ganz links in Fig. 1) kann das Druckteil 3 nicht niedergedrückt werden. In der mittleren Einstellung (entsprechend
dem mittleren Skalenstrich in Fig. 1) ist jeweils ein erstes Betätigungsmittel 24 fluchtend ausgerichtet mit den Pumpeinrichtungen
14, 14' (bzw. den Anschlagplatten 44, 44'), welches einen Abstand L2 gegenüber der Ebene E aufweist. Das heisst, bei einem vollständigen Niederdrücken
des Druckteils 3 entgegen der Kraft der Feder 16 führen beide Pumpeinrichtungen 14,
14' jeweils einen halben Pumpenhub aus, was zu einem Dispensierverhältnis von 50:50
zwischen der ersten Fluidkomponente und der zweiten Fluidkomponente führt. In den
links und rechts von der Mittelposition gezeigten Position (vgl. Fig. 1) ist jeweils ein erstes Betätigungsmittel 23 fluchtend ausgerichtet mit entweder der
Pumpeinrichtung 14 bzw. der Pumpeinrichtung 14' (bzw.
den Anschlagplatten 44, 44'), welches einen Abstand L1 gegenüber der Ebene E aufweist. Die anderen im Druckteil 3 angeordneten ersten Betätigungsmittel
gehen bei einem Niederdrücken des Druckteils 3 ins Leere, d.h. es wird ein vollständiger
Pumpenhub für eine der Fluidkomponenten ausgeführt, was jeweils zu einem Dispensierverhältnis
von 100:0 bzw. 0:100 zwischen der ersten Fluidkomponente und der zweiten Fluidkomponente
führt. In der Praxis können natürlich feinere Abstufungen mittels mehrerer erster
Betätigungsmittel mit anderen Abständen L (z.B. mit L1 < L < L1+2(L2-L1)) gegenüber der Ebene E erzielt werden.
[0033] In
Fig. 6 wird schliesslich der Einstellmechanismus für die vorzugsweise vier Positionen der
Einstellvorrichtung 8 (bzw. des damit drehfest verbundenen Druckteils 3) gegenüber
dem Halsteil 4 veranschaulicht. Am inneren Umfang des Halsteils 4 sind zunächst zwei
Endanschläge 30 angeordnet, welche als radial nach innen ragende Vorsprünge ausgebildet
sind. Zwischen den beiden Endanschlägen 30 sind vier Nuten 31, 32, 33, 34 am Inneren
Umfang des Halsteils 4 angeordnet. Diese verlaufen, wie die Endanschläge 30, senkrecht
(d.h. parallel zu der Achse X der Dispenservorrichtung). Die vier Nuten 31, 32, 33,
34 am inneren Umfang des Halsteils 4 repräsentieren die zumindest vier Einstellpositionen
der erfindungsgemässen Dispenservorrichtung 1. Am äusseren Umfang der Einstellvorrichtung
bzw. des Einstellrings 8 sind wiederum vier Nuten 35, 36, 37, 38 eingeformt, welche
ebenfalls senkrecht verlaufen. Die Geometrie der Nuten 35, 36, 37, 38 korrespondiert
jeweils mit den Endanschlägen 30. Ebenfalls am äusseren Umfang der Einstellvorrichtung
bzw. des Einstellrings 8 angeordnet, sind zwei stegartige Vorsprünge, nämlich ein
Anschlagsteg 39 und ein Einstellsteg 40, deren Geometrie mit den Nuten 31, 32, 33,
34 korrespondiert. In der vorliegenden Einstellung befindet sich der Einstellsteg
40 in der Nut 32 des Halsteils 4. Dies entspricht der in
Fig. 1 dargestellten "mittleren Einstellposition". In dieser Position sind zwei erste Betätigungsmittel
24 (mit der Länge L
2) fluchtend ausgerichtet mit den Pumpeinrichtungen 14, 14', so dass beim Niederdrücken
des Druckteils 3 jeweils ein halber Pumpenhub ausgeführt wird. Wird der Druckteil
3 bzw. die Einstellvorrichtung 8 in der vorliegenden Darstellung im Uhrzeigersinn
weitergedreht, schlägt der Anschlagsteg 39 am (linken) Endanschlag 30 an, und der
Einstellsteg 40 gelangt in die Nut 31 des Halsteils 4. Diese Einstellung entspricht
der "rechten Einstellposition" gemäss
Fig. 1; d.h. beim Niederdrücken des Druckteils 3 wird ein vollständiger Pumpenhub der Pumpeinrichtung
14' ausgeführt, so dass ausschliesslich die Fluidkomponente aus dem Behälter 5' gefördert
wird. Dreht man das Druckteil 3 von der mittleren Position entgegen dem Uhrzeigersinn,
so gelangt der Einstellsteg 40 zunächst in die Nut 33 im Halsteil 4. Diese Einstellung
entspricht der "zweitlinken Einstellposition" gemäss
Fig. 1. Beim Niederdrücken des Druckteils 3 wird in dieser Position ein vollständiger Pumpenhub
der Pumpeinrichtung 14 erzeugt, d.h. es wird lediglich die Fluidkomponente aus dem
Fluidbehälter 5 gefördert. Wiederum drückt also ein erstes Betätigungsmittel 23 (mit
einem Abstand L
1 zur Ebene E) auf die entsprechende Anschlagsplatte 25 der Pumpeinrichtung 14. In
den drei vorstehend beschriebenen Positionen des Einstellstegs 40 befinden sich jeweils
zwei Nuten (vorliegend die Nuten 35 und 36) in fluchtender Ausrichtung mit den Endanschlägen
30, so dass ein (vollständiges) Niederdrücken des Druckteils 3 zusammen mit der Einstellvorrichtung
8 ermöglicht wird. Wird nun aber das Druckteil 3 mit der Einstellvorrichtung 8 in
die ganz linke Position gemäss
Fig. 1 gedreht, d.h. der Einstellsteg 40 gelangt in die Nut 34 des Halsteils 4 und der Anschlagsteg
39 gelangt in die Nut 33 des Halsteils 4, so kommt keine der Nuten 35, 36, 37, 38
der Einstellvorrichtung 8 in fluchtende Ausrichtung mit den Endanschlägen 30 des Halsteils
4, so dass ein Niederdrücken des Druckteils 3 und der Einstellvorrichtung 8 blockiert
ist. Diese Einstellung entspricht der Nullposition der erfindungsgemässen Dispenservorrichtung.
Bezugszeichenliste:
[0034]
- 1
- Dispenservorrichtung
- 2
- Kopfbaugruppe
- 3
- Druckteil
- 4
- Halsteil
- 5, 5'
- Fluidbehälter
- 6, 6'
- Sichtfenster
- 7
- Skalierung (Halsteil)
- 8
- Einstellvorrichtung
- 9
- Austrittsöffnung
- 10, 10'
- Abgabekanäle
- 11
- Skalierung (Druckteil)
- 12
- Schlitze
- 13
- Schlauch
- 14
- Pumpeinrichtung
- 14a, 14a'
- Pumpstössel (hohl)
- 14b, 14b'
- Kolbenteil des Pumpstössels
- 15, 15'
- Pumpkammer
- 16
- Feder
- 17
- Halteplatte
- 18, 18'
- Befestigungsmittel
- 19, 19'
- Auslass Fluidbehälter
- 20, 20'
- Einlass Pumpstössel
- 21, 21'
- Nachlaufböden
- 22, 22'
- Dorn
- 23
- erste Betätigungsmittel (L1)
- 24
- erste Betätigungsmittel (L2)
- 25, 25'
- Öffnung für Dorn (Behälter)
- 26, 26'
- Öffnung für Dorn (Halteplatte)
- 27, 27'
- Schwenkbare Hakenmittel
- 28
- Gehäuseteil
- 29
- Gehäusedeckel
- 30
- Endanschlag
- 31,32,33,34
- Nuten im Halsteil
- 35,36,37,38
- Nuten in Einstellvorrichtung
- 39
- Anschlagsteg (Einstellvorrichtung)
- 40
- Einstellsteg (Einstellvorrichtung)
- 41
- Hohlraum (Druckteil)
- 42
- Innenwandung (Druckteil)
- 43
- Decke (Druckteil)
- 44, 44'
- zweite Betätigungsmittel (Pumpeinrichtung)
- X
- X-Achse
- E
- Bodenebene
- L1
- Abstand
- L2
- Abstand
1. Dispenservorrichtung (1), insbesondere zur Abgabe eines ersten und/oder zweiten Fluids,
aufweisend
eine Kopfbaugruppe (2) mit einem Halsteil (4) und einem an das Halsteil (4) anschliessenden
Druckteil (3), wobei das Druckteil (3) einen Hohlraum (41) mit einer Innenwandung
(42) und einer Decke (43) definiert und einen ersten und zweiten Abgabekanal (10,
10') umfasst;
einen ersten und einen zweiten Fluidbehälter (5, 5'), welche jeweils auf lösbare Weise
mit dem Halsteil (4) der Kopfbaugruppe (2) verbunden sind und welche eine Bodenebene
(E) der Dispenservorrichtung (1) definieren;
eine erste und eine zweite Pumpeinrichtung (14, 14'), welche jeweils in Fluidkommunikation
mit dem ersten und zweiten Fluidbehälter (5, 5') sowie dem ersten und zweiten Abgabekanal
(10, 10') des Druckteils (3) stehen und welche über das Druckteil (3) zur Ausführung
eines Pumpenhubs zum Zwecke der Fluidabgabe betätigbar sind;
sowie eine Einstelleinrichtung (8), welche im Bereich der Kopfbaugruppe (2) angeordnet
ist und mittels derer unterschiedlich lange Pumpenhübe der ersten und zweiten Pumpeinrichtung
(14, 14') vorgebbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
von der Innenwandung und/oder der Decke des Druckteils (3) erste Betätigungsmittel
(23, 24) abragen, welche in axialer Richtung wenigstens zwei unterschiedliche Abstände
(L1, L2) bezüglich der Bodenebene (E) der Dispenservorrichtung (1) aufweisen und welche vermittels
der Einstelleinrichtung (8) wahlweise in fluchtende Ausrichtung mit zweiten Betätigungsmitteln
(14a, 14a') der ersten und/oder zweiten Pumpeinrichtung (14, 14') bringbar sind.
2. Dispenservorrichtung (1) gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellvorrichtung (8) erste Positioniermittel (35, 36, 37, 38, 39, 40) aufweist,
mittels derer sie gegenüber dem Halsteil (4) in verschiedenen Positionen gehalten
wird, wobei das Halsteil (4) vorzugsweise korrespondierend ausgestaltete zweite Positioniermittel
(30, 31, 32, 33, 34) aufweist.
3. Dispenservorrichtung (1) gemäss Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellvorrichtung (8) drehfest mit dem Druckteil (3) verbunden ist.
4. Dispenservorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Pumpeinrichtung (14, 14') in Form einer Spenderpumpe oder als
Faltenbalgelementausgestaltet sind.
5. Dispenservorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Pumpeinrichtung (14, 14') einen beweglichen Pumpenstössel (14a,
14a') und eine mit dem jeweiligen Fluidbehälter (5, 5') in Verbindung stehende Pumpkammer
(15, 15') aufweisen.
6. Dispenservorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Betätigungsmittel (23, 24) fussartig ausgebildet sind und horizontale
Betätigungsflächen aufweisen, welche mit horizontalen Anschlagplatten (44, 44') auf
den beweglichen Pumpenstösseln (14a, 14a') zusammenwirken, die die zweiten Betätigungsmittel
ausbilden.
7. Dispenservorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Pumpenstössel (14a, 14a') und die Pumpkammer (15, 15') jedenfalls
teilweise von einer Halteplatte (17) umfasst werden, welche an der dem Druckteil (3)
abgewandten Seite des Halsteils (4) befestigt ist.
8. Dispenservorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Fluidbehälter (5, 5') mit der jeweils durch einen Pumpenhub
abzugebenden Fluidmenge korrespondierende Volumenreduktionsmittel (21, 21') aufweisen.
9. Dispenservorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Fluidbehälter (5, 5') jeweils als Volumenreduktionsmittel einen
Nachlaufboden (21, 21') aufweisen, welcher nach jedem Pumpenhub nach oben in Richtung
der Kopfbaugruppe (2) wandert.
10. Dispenservorrichtung (1) gemäss Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Nachlaufboden (21, 21') wenigstens einen senkrecht von dessen Oberseite abstehenden
Dorn (22, 22') aufweist.
11. Dispenservorrichtung (1) gemäss Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Dorn (22, 22') fluchtend ausgerichtet ist mit einer korrespondierenden
Öffnung (25, 25') in der Fluidbehälteroberseite und einer korrespondierenden Öffnung
(26, 26') in der Halteplatte, wobei die Öffnung (25, 25') in der Fluidbehälteroberseite
vorzugsweise mit einem durchstossbaren Membranelement abgedichtet ist.
12. Dispenservorrichtung (1) gemäss Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass beim Hindurchtreten des wenigstens einen Dorns (22, 22') durch die korrespondierenden
Öffnungen (25, 25'; 26, 26') in der Fluidbehälteroberseite und der Halteplatte ein
Arretiermechanismus für die Pumpeinrichtung (14, 14') betätigt wird.
13. Dispenservorrichtung (1) gemäss Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretiermechanismus ein schwenkbar auf der Oberseite der Halteplatte (17) gelagertes
Hakenmittel (27, 27') umfasst, welches in Eingriff mit einer korrespondierend ausgestalteten
Aussparung in einer Seitenwand des beweglichen Pumpstössels (14a, 14a') gebracht wird.
14. Dispenservorrichtung (1) gemäss Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass - im unbetätigten Zustand des beweglichen Pumpstössels (14a, 14a') - eine Unterkante
der Aussparung mit einer Oberkante eines umlaufenden Vorsprungs, welcher auf der Halteplatte
ausgebildet ist, ausgerichtet ist.
15. Dispenservorrichtung (1) gemäss Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der umlaufende Vorsprung auf der Halteplatte (17) jedenfalls einen ersten Teil der
Pumpkammer (15) ausbildet und wobei vorzugsweise ein korrespondierender unterer Teil
(14b, 14b') des beweglichen Pumpstössels (14a, 14a') einen zweiten Teil der Pumpkammer
(15, 15') ausbildet, welcher weiter vorzugsweise die Aussparung für das Hakenmittel
(27, 27') aufweist.
16. Dispenservorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Abgabekanal (10, 10') in eine Austrittsöffnung (9) des Druckteils
(3) münden.