(19)
(11) EP 2 735 411 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
14.10.2015  Patentblatt  2015/42

(21) Anmeldenummer: 13190104.3

(22) Anmeldetag:  24.10.2013
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B26D 7/06(2006.01)
B26F 1/40(2006.01)

(54)

Verfahren zum Bilden von Formetikettenstapeln

Method for forming stacks of shaped labels

Procédé de formation de piles d'étiquettes


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 21.11.2012 CH 24702012

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
28.05.2014  Patentblatt  2014/22

(73) Patentinhaber: BLUMER MASCHINENBAU AG
8112 Otelfingen (CH)

(72) Erfinder:
  • Bächtold, Georges
    8192 Glattfelden (CH)
  • Amherd, René
    8832 Wollerau/SZ (CH)

(74) Vertreter: Feldmann, Clarence Paul 
Schneider Feldmann AG Beethovenstrasse 49 Postfach 2792
8022 Zürich
8022 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 228 182
DE-A1- 4 013 071
EP-A2- 0 482 435
US-A- 5 768 963
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bilden von Formetikettenstapel mit Hilfe einer Streifenpaketquerschneider und einer Formstanzvorrichtung zwischen denen eine Förderstrecke vorhanden ist, wobei eine Vielzahl von Bogen in Streifenpakete geschnitten vorliegen, und diese Streifenpakete zu Stapelpaketen geschnitten werden und der Formstanzvorrichtung zugeführt werden, worauf hier die Stapelpakete zu Formetikettenstapel gestanzt werden.

    [0002] Teile einer solchen Anlage, die für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens geeignet sind, sind aus verschiedenen Dokumenten bekannt. In ihrer Gesamtheit werden solche Anlagen auf dem Markt auch von der Anmelderin angeboten. Das Dokument EP 482435 zeigt eine Förderbeziehungsweise Transferstrecke und eine anschliessende Formstanzvorrichtung, die hier zusätzlich mit einer Bandierstation ausgerüstet ist. Die im eben erwähnten Dokument nicht dargestellte Streifenpaketquerschneider, die praktisch am anderen Ende der Transferstrecke angeordnet ist, ist beispielsweise aus der EP 2228182 bekannt.

    [0003] Formetiketten sind in vielen Formen und Grössen bekannt und deren Anwendung sehr verbreitet. Man findet solche Etiketten auf Glasbehälter, wie Bierflaschen, Joghurtbecher oder Ölflaschen oder auch in Form von Siegeln auf Bierflaschen, Zigarettenschachteln oder Zigarrenbänder etc. Bei all diesen Anwendungen werden riesige Stückzahlen benötigt. Entsprechend sind Anlagen, wie oben erwähnt, bekannt, um solche Formetiketten herzustellen. Hierzu werden bedruckte oder unbedruckte Papierbögen mit oder ohne den aufgedruckten Formetiketten von Druckereibetrieben hergestellt und in Druckweiterverarbeitungsbetrieben zu fertigen bedruckten oder unbedruckten Etiketten oder rechteckig/quadratischen Nutzen fertig gestellt. In den erwähnten Anlagen, die meist aus drei oder mehr Arbeitsstationen bestehen, werden schlussendlich die gestanzten Formetiketten in Stapel definierter Anzahl Etiketten/Nutzen in einer Trennstation getrennt, anschliessend bandiert und stapelpacketweise in einen Karton, Tray oder Box für den Transport bereitgestellt. In der Planschneidmaschine werden die in der Druckerei gefertigten Druckbögen zu Streifen geschnitten, so dass nun Streifenpakete vorliegen und diese Streifenpakete werden dann quer zu ihrer Längsausrichtung abgeschnitten. Schneidet man einen Streifenbogenstapel senkrecht zu seiner Längsrichtung, so entsteht ein sogenanntes Stapelpacket. Dieses Stapelpacket wird dann über eine Förder- oder Transferstrecke zu einer Formstanze beziehungsweise Formstanzvorrichtung verschoben und hier jedes einzelne Stapelpacket in die Endform gestanzt und anschliessend um diesen Stapel von Formetiketten ein Band angebracht, welches den Stapel von Formetiketten sichert und den Weitertransport an die Kunden erlaubt. Diese Kunden sind Firmen, die Abfüll- oder Abpackanlagen besitzen und diese für den Eigengebrauch oder als Dienstleistung für Dritte betreiben.

    [0004] Entsprechend den enormen Stückzahlen solcher Formetiketten, die benötigt werden, müssen die Anlagen, auf denen die gewünschten Formetikettenstapelpakete gebildet werden, ebenfalls eine hohe Leistung besitzen. Ebenso selbstverständlich ist es auch, dass die Zuverlässigkeit und Lebensdauer der einzelnen Teile möglichst hoch sein muss, um die Stillstandszeiten für Revisionen so gering wie möglich zu halten.

    [0005] Im Prinzip könnte man sich vorstellen, die Leistungsfähigkeit einer solchen Anlage zu erhöhen, indem man die Stapelpakete möglichst hoch macht, so dass im Prinzip sowohl bei dem Streifenpaketquerschneider als auch bei der Formstanzvorrichtung weniger Schnitte pro Zeiteinheit erfolgen müssen. Dem sind aber aus zwei Gründen relativ enge Grenzen gesetzt. Zum einen können auf den Streifenpaketquerschneider nicht beliebig hohe Stapel von Bögen geschnitten werden ohne dabei diesen Streifenpaketquerschneider enorm zu verstärken. Zum zweiten aber sind bedruckte und oftmals plastifizierte Formetiketten relativ glitschig und die Formetiketten verrutschen beim schneiden höherer Stapelpakete, auch wenn diese unter Vordruck gehalten werden. Zum dritten aber gibt es noch eine natürliche Begrenzung der Höhe der Stapelpakete, da diese von Hand abgepackt und zum Teil auch in die weiter verarbeitenden Anlagen eingegeben werden. Hierbei darf somit ein solches Stapelpacket nicht höher sein, als dieser mittels einer Hand schnell und gesichert ergriffen werden kann, also weniger hoch als eine Handspanne. Üblich sind heute Stapelpakete von 12 cm Höhe.

    [0006] Andererseits kann aber ein Streifenpaketquerschneider problemlos mehr als ein Streifenpaket aufs Mal schneiden. Schneidet der Streifenpaketquerschneider aber beispielsweise 2 bis 4 Stapelpakete aufs Mal von 2 bis 4 nebeneinander liegenden Streifenpakete ab, so erhöht sich dadurch die Frequenz der bei der Formstanzvorrichtung ankommenden Stapelpakete. Deren Taktgeschwindigkeit ist jedoch begrenzt.

    [0007] Die Anmelderin hat in Untersuchungen festgestellt, dass bei jeder Stanzung die obersten Etiketten, abhängig vom verwendeten Substrat, verwendeten Innen- und Aussenwinkels beim Stanzwerkzeug, Vorschubgeschwindigkeit beim Stanzvorgang und weiteren Faktoren leicht grösser sind als die Untersten. Dabei spricht man vom Unterschnitt der in definierten Grenzen zu halten ist. Bei ungenügender Stabilität des Stanzwerkzeuges kann sich das Stanzwerkzeug beim Stanzvorgang leicht verformen und in eine gewissen Schwingung geraten, wodurch jeweils am Anfang der Schnitt des Stapels von minderer Qualität ist und der nachfolgende Schnittbereich bei beruhigtem Messer von höherer Qualität ist. Hierbei stellt man fest, dass bei Erhöhung der Frequenz der Formstanzvorrichtung die Eindringgeschwindigkeit, die folglich auch zunimmt, zu einer grösseren Verformung des Messers führt und die Schnittqualität somit mit steigender Arbeitsfrequenz abnimmt und sich gleichzeitig auch noch die Standzeit, bis zur Beruhigung des Messers, durch die erhöht auftretenden Schwingungen zunimmt.

    [0008] Es besteht folglich das Dilemma, dass sich die Leistungsfähigkeit einer Anlage zur Bildung von Formetikettenstapelpaketen nicht einfach dadurch erhöhen lässt, dass man mehr Stapelpakete pro Zeiteinheit bildet, sondern gleichzeitig müsste man erreichen, dass die Taktzeit der Stanzvorrichtung reduziert werden kann.

    [0009] Es ist folglich die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zu schaffen, mittels bekannter Anlagen zur Bildung von Formetikettenstapelpaketen, in der die Leistung erhöht werden kann, ohne dass dabei eine wesentliche Kostensteigerung der bekannten Anlage erfolgt.

    [0010] Diese Aufgabe löst ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruches 1. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen des Verfahrens gehen aus den abhängigen Ansprüchen hervor und deren Bedeutung und Wirkungsweise wird in der nachfolgenden Beschreibung mit Bezug auf die anliegenden Zeichnungen erläutert. In der Zeichnung sind rein beispielhaft vier verschiedene Ausführungsformen des erfindungsgemässen Verfahrnes schematisch dargestellt. Es zeigt:
    Figur 1
    ein Verfahren indem Stapelpakete einzeln geschnitten aufeinander geschichtet und anschliessend gestanzt werden.
    Figur 2
    zeigt eine Variante bei der mehrere Stapelpakete gleichzeitig geschnitten werden, wiederum aufeinandergeschichtet und gestanzt werden.
    Figur 3
    zeigt eine Lösung, bei der die Schichtung der Stapelpakete in einem Schacht nahe der Planschneidmaschine erfolgt, während
    Figur 4
    eine solche Lösung zeigt, bei der der Schacht zur Stapelpaketschichtung Teil einer Stanzvorrichtung ist.


    [0011] In der Figur 1 ist eine erste Durchführungsvariante des erfindungsgemässen Verfahrens dargestellt. Hierbei läuft das Verfahren in der Zeichnung von rechts nach links ab. Entsprechend erkennt man ganz recht den symbolisch dargestellten Streifenpaketquerschneider, der mit 1 bezeichnet ist. Von dem Streifenpaketquerschneider 1 erstreckt sich bis zur Stanzvorrichtung 3 die Transfer- oder Förderstrecke 2. Zwischen dem Streifenpaketquerschneider 1 und der Stanzvorrichtung 3 ist symbolisch ein Greifer 4 dargestellt. Bei dem Streifenpaketquerschneider 1 liegen die aus Bögen geschnittenen Streifenpakete 5 an. Das Streifenpaket 5 ist dabei mit Blick auf die schmale Stirnseite dargestellt. Das Messer 15 der Streifenpaketquerschneider trennt davon schrittweise Stücke, entsprechend der Grösse der zu bildenden Formetiketten ab und diese abgeschnittenen Stücke werden als Stapelpakete bezeichnet. Der Stapelpaket hat die Bezugsziffer 6. In der hier symbolisch dargestellten Anlage ist die Transfer- oder Fördertrecke 2 eben dargestellt. In Realität handelt es sich dabei aber um einen im Querschnitt rechteckigen L-förmigen circa um 20 - 30 Grad geneigten Kanal, indem die vom Streifenpaketquerschneider 5 abgetrennten Streifenpakete 6 abgelegt und transportiert werden. Dieser Transport kann prinzipiell mittels entsprechenden Schiebern oder mittels anderen Fördermittel erfolgen, wie beispielsweise Förderbänder.

    [0012] In der ersten Variante des erfindungsgemässen Verfahrens wird mittels der Streifenpaketquerschneider 1 lediglich ein einzelnes Streifenpaket zugeführt und entsprechend auch nur einzeln die abgetrennten Stapelpakete 6 weitergefördert. Der Transport erfolgt dabei bevorzugterweise schrittweise. So bildet sich eine Reihe von Stapelpaketen 6 und in dieser Ausführungsform befindet sich oberhalb der Förder- oder Transferstrecke 2 ein Greifer 4. Dieser Greifer 4 fasst nun ein Stapelpaket 6 und legt nun dieses auf einen zuvor bereits geförderten Stapelpaket 6, so dass nun ein geschichteter Stapel 7 entsteht. Im hier dargestellten Beispiel besteht dieser geschichtete Stapel 7 aus zwei Stapelpaketen 6. Der geschichtete Stapel 7 wird dann zur Stanzvorrichtung 3 geführt und in die Endform gebracht.

    [0013] Im hier dargestellten und bevorzugten Beispiel ist jeweils jedes Stapelpaket 6 mit einer Trennlage 61 zu oberst oder zu unterst versehen und diese Trennlage dient dazu, die in ihrer Endform gestanzten Formetiketten wieder in gleichgrosse Formetikettenstapel zu bringen, wie die ursprünglichen Stapelpakete 6. Diese Formetikettenstapel werden dann mittels einer, hier nicht dargestellten Bandiervorrichtung mit einem Band versehen und diese bandierten Formetikettenstapel gelangen dann zur Leimstation einer Abfüll- oder Abpackanlage.

    [0014] Prinzipiell könnten die mittels der Streifenpaketquerschneider 1 gebildeten Stapelpakete 6 kontinuierlich zur Stanzvorrichtung 3 bewegt werden. Es ist jedoch sinnvoller, dies getaktet zu tun. So kann man während der Stillstandszeit das Steifenpaket 5 vorschieben, das Messer 11 abwärts bewegen und ein Stapelpaket 6 in die Förderstrecke 2 ablegen. Während der selben Zeit kann nun der Greifer 4 einen bereits auf der Förderstrecke 2 in einer von dem Streifenpaketquerschneider 1 entfernten Position gefasst werden und auf einen nochmals weiter von dem Streifenpaketquerschneider entfernten Stapelpaket 6 aufgeschichtet werden. Während derselben Zeit kann zudem die Vorstanzvorrichtung 3 die nochmals weiter vorgeschobenen geschichteten Stapelpakete zu Formetiketten 8 gestanzt werden, wie dies in der Fig. 1 in der ganz links dargestellten Position gezeigt ist. Dieser getaktete Vorschub ist mit dem geringsten technischen Aufwand realisierbar, doch wäre ein kontinuierlicher Vorschub durchaus auch denkbar.

    [0015] Eine weitere bevorzugte Ausübungsvariante des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass der Streifenpaketquerschneider 1 mindestens zwei Streifenpakete auf einmal schneidet und diese nebeneinander liegenden Streifenpakete 6 anschliessend zu einem geschichteten Stapel 7 geschichtet werden. In der Fig. 3 ist eine solche Ausführung dargestellt. In diesem Fall können die beiden direkt neben einander liegenden Streifenpakete auf der Förderstrecke 2 weiter transportiert werden und anschliessend wie zuvor in der Fig. 2 dargestellt, zu einem geschichteten Stapel 7 aufeinander gelegt werden.

    [0016] Prinzipiell können praktisch mehrere Streifenpakete 5 gleichzeitig mittels dem Streifenpaketquerschneider 1 geschnitten werden und in ein oder in mehreren nacheinander folgenden Schritten mittels einem oder mittels mehreren Greifern 4 zu einem geschichteten Stapel 7 gebildet werden. Eine solche Lösung ist in der Fig. 2 dargestellt.

    [0017] Insbesondere wenn mehrere solche Stapelpakete 6 zu einem geschichteten Stapel 7 gebildet worden ist es sinnvoll, die einzelnen Stapelpakete zu oberst oder zu unterst mit einer Trennlage 61 zu versehen. So lässt sich, nachdem der geschichtete Stapel 7 zu einem Formetikettenstapelpaket 8 gestanzt worden ist, wiederum Stapelpakete aus formgestanzten Etiketten bilden und diese lassen sich, wie heute üblich, anschliessend bandieren.

    [0018] Prinzipiell lassen sich die geschichteten Stapel 7 aus mehreren Stapelpaketen 6 auf verschiedenste Arten bilden. Neben der bereits erwähnten Variante mittels Greifer ist es selbstverständlich auch möglich den geschichteten Stapel so bilden, dass an einer beliebigen Stelle der Förderstrecke 2 ein absenkbarer Boden 10 vorgesehen ist, der mittels einer Hubvorrichtung 11, sobald ein erstes Stapelpaket 6 darauf zum Liegen gebracht worden ist, abgesenkt wird. Ein zweites Stapelpaket wird über den nun abgesenkten ersten Stapelpaket 6 geschoben und der so gebildete geschichtete Stapel 7 auf dem absenkbaren Boden 10 mit der Hubvorrichtung 11 wieder auf das ursprüngliche Niveau angehoben. Wie zuvor beschrieben, wird der geschichtete Stapel taktweise vorgeschoben bis zur Formstanzvorrichtung 3.

    [0019] Prinzipiell ist dazu ein Schacht 9 erforderlich in dem das Stapelpaket 6 und der absenkbare Boden 10 exakt führbar ist.

    [0020] Ein solcher Schacht 9 mit absenkbarem Boden 10 und Hubmittel 11 lässt sich im Prinzip an beliebiger Stelle der Förderstrecke 2 anbringen.

    [0021] Besonders bevorzugt werden jedoch zwei solche Ausführungsvarianten. Eine erste ist in der Figur 3 dargestellt, und hier wird die Führung der Streifenpakete 5 so arrangiert, dass ein erstes abgeschnittenes Stapelpaket6 direkt auf den absenkbaren Boden 10 zu liegen kommt. Sobald dieses erste Stapelpaket 6 völlig abgetrennt auf diesem absenkbaren Boden liegt, wird die Hubvorrichtung 11 betätigt und der zweite abgetrennte Stapelpaket exakt über den Schacht 9 verschoben worauf dann der so gebildete geschichtete Stapel 8 angehoben und weiter transportiert werden kann.

    [0022] Eine zweite besonders bevorzugte Anordnung besteht darin, dass der Schacht 9 direkt fluchtend unter der Formstanzvorrichtung 3 angeordnet wird. Hierdurch bekommt der absenkbare Boden 10 und damit auch die Hubvorrichtung 11 gegebenenfalls eine zweite Funktion. Zum einen ist es möglich, wie zuvor, den geschichteten Stapel anzuheben und dann in dieser oberen Position das Formmesser der Formstanzvorrichtung 3 abwärts bis zum absenkbaren Boden 10 zu bewegen. Es ist jedoch auch möglich, den geschichteten Stapel 8 im Schacht 9 zu belassen, das Formmesser der Formstanzvorrichtung bis auf das Niveau der Förderstrecke 2 abzusenken und dann die Hubvorrichtung 11 nach oben zu verfahren und dabei den geschichteten Stapel 7 anzuheben und den geschichteten Stapel 8 durch das Formstanzmesser der Formstanzvorrichtung 3 zu pressen.

    [0023] Zusammenfassend besteht also das erfindungsgemässe Verfahren darin, dass man Streifenpakete entweder einzeln oder mehrere miteinander zu Stapelpaketen schneidet, zwei oder mehrere Stapelpakete aufeinander bringt und diese geschichteten Stapelpakete in einer einzigen Stanzbewegung zu einem Formetikettenstapelpaket stanzt. Optional kann dann dieser Stapel wieder in kleinere Stapelpakete aufgetrennt werden und diese Stapelpakete von Formetiketten ebenfalls optional bandiert werden. Praktisch wird man jedoch in den allermeisten Fällen immer diese Auftrennung vornehmen und auch praktisch immer nachfolgend bandieren. Lediglich dort, wo dieses Verfahren direkt einer Abfüll- oder Abpackvorrichung vorgeschaltet ist und die Formetiketten direkt zu einer Leimstation führbar sind, kann gegebenenfalls auf das Bilden von neuen Stapelpaketen aus Formetiketten verzichtet werden. Der Normalfall wird jedoch so sein, dass dieses erfindungsgemässe Verfahren unabhängig und entfernt von einer Abfüll- oder Abpackanlage durchgeführt wird. Dies ist auch deshalb sinnvoll, weil eine solche Anlage nun eine wesentlich höhere Leistung erbringen kann als eine Abfüllanlage Formetiketten verbrauchen kann.

    [0024] Neben den bereits beschriebenen Möglichkeiten zwei oder mehrere Stapelpakete zu einem geschichteten Stapel zu bilden besteht eine Möglichkeit auch darin die Stapelpakete um 90° zu kippen und diese gekippten Stapelpakete zusammenzuschieben bis zur erwünschten Höhe eines geschichteten Stapels 7 und dann diesen geschichteten Stapel um 90° wieder zurückzudrehen so dass ein stehender Stapel entsteht. Denkbar wäre es auch diesen um 90° gekippten Schichtstapel 7 direkt zur Formstanzvorrichtung zu schieben, wobei dann die Formstanzvorrichtung praktisch fluchtend zur Förderstrecke anzubringen wäre.

    [0025] Eine weitere Variante den Schichtstapel zu bilden kann auch darin bestehen, das die Förderstrecke mit einer Weiche versehen ist und hier die Stapelpakete auf zwei Förderstrecken verteilt werden die dann übereinander wieder zusammengeführt werden und so die Stapelpakete gebildet werden.

    [0026] Nochmals weitere Möglichkeiten geschichtete Stapelpakete zu bilden sind damit nicht ausgeschlossen.

    Bezugszeichenliste:



    [0027] 
    1
    Streifenpaketquerschneider
    2
    Transfer- oder Förderstrecke
    3
    Stanzvorrichtung
    4
    Greifer
    5
    Streifenpaket
    6
    Stapelpaket
    7
    geschichteter Stapel
    8
    Formettikettenstapelpaket
    9
    Schacht
    10
    absenkbarer Boden
    11
    Hubvorrichtung
    15
    Messer
    61
    Trennlage



    Ansprüche

    1. Verfahren zum Bilden von Formetikettenstapel mit Hilfe einer Streifenpaketquerschneider (1) und einer Formstanzvorrichtung (3) zwischen denen eine Förderstrecke (2) vorhanden ist, wobei eine Vielzahl von Bogen in Streifenpakete (5) geschnitten vorliegen, und diese Streifenpakete zu Stapelpaketen (6) geschnitten werden und der Formstanzvorrichtung (3) zugeführt werden, worauf hier die Stapelpakete (6) zu Formetikettenstapel (8) gestanzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Stapelpakete (6) so relativ zueinander bewegt werden, dass der Formstanzvorrichtung (3) mehrere aufeinander geschichteten Stapelpaketen (6, 7) zugeführt werden, worauf hier die Stapelpakete zu Formetikettenstapel (8) gestanzt werden.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Streifenpaketquerschneider (1) nur ein Streifenpaket (5) auf einmal zum Stapelpaket (6) geschnitten wird, das geschnittene Stapelpaket (6) gefördert wird und darauf das nächste Stapelpaket (6) geschnitten wird, während dann die Stapelpakete (6) auf der Förderstrecke stehen bleiben, so dass ein getakteter Strom von voneinander distanzierten Stapelpaketen (6) entsteht, und mindestens zwei einander folgende Stapelpakete (6) geschichtet (7) werden.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Streifenpaketquerschneider (1) mindestens zwei Streifenpakete (5) auf einmal zu Stapelpaketen (6) geschnitten und anschliessend geschichtet (7) werden.
     
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stapelpaket (6) mit einem dazu geeigneten Mittel (4) gefasst, und auf ein benachbartes Stapelpaket (6) oder auf zwei oder mehrere bereits geschichteten Stapelpackete (7) gelegt wird.
     
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Transferstrecke (2) ein Schacht angeordnet ist mit einem absenkbaren Boden der im Takt der ankommenden Stapelpaket (6) und um deren Höhe abgesenkt wird und jeweils über einen oder mehreren bereits abgesenkten Stapelpaketen (6) ein weiteres Stapelpaket (6) geschoben wird und der absenkbare Boden nach Erreichen der gewünschten Menge geschichteter Stapelpakete (7) auf das Niveau der Förderstrecke (2) angehoben wird.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die angehobenen, geschichteten Stapelpakete (7) zur Formstanze gefördert werden.
     
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schacht mit dem absenkbaren Boden so angeordnet ist, dass der in Förderrichtung vorderste Stapelpakete (6) beim Schneiden direkt auf dem absenkbaren Boden zu liegen kommt.
     
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schacht mit absenkbarem Boden direkt bei der Formstanze angebracht ist und der Boden die geschichteten Stapelpakete (7) direkt in die Stanzform der Formstanze drückt, und somit der Boden als Gegenstanzplatte dient.
     
    9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die geschnittenen Stapelpakete (6) auf der Förderstrecke (2) über mindestens einer Weiche getrennt werden und auf einer Teilförderstrecke (2) ein Stapelpaket (6) so geführt wird, dass es über ein anderes Stapelpaket (6) oder mehrere bereits geschichtete Stapelpakete (7) geschoben bzw. abgelegt werden kann.
     
    10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Streifenpakete (5) zu oberst oder zu unterst mit einer Trennlage versehen sind die mitgeschnitten wird und mit den geschichteten Stapelpaketen (7) in der Formstanze mitgestanzt wird, um danach den Formetikettenstapel (8) wieder in gleich hohe Stapel zu trennen wie die ursprünglichen Stapelpakete (6), und mit einem Band zu bündeln.
     


    Claims

    1. A method for forming shaped label stacks with the help of a strip stack cross-cutter (1) and of a die-cutting device (3), between which a conveying section (2) is present, wherein a multitude of sheets cut into strip stacks (5) is present and these strip stacks (5) are cut into stack packets (6) and led to the die-cutting device (3), whereupon here the stack packet(6) are die-cut into shaped label stacks (8), characterised in that two or more stack packets (6) are moved relative to one another such that several stack packets (6, 7) layered on one another are led to the die-cutting device (3), whereupon here the stack packets are die-cut into shaped label stacks (8).
     
    2. A method according to claim 1, characterised in that only one strip stack (5) it cut in one go into a stack packet (6) by the strip stack cross-cutter (1), the cut stack packet (6) is conveyed and the next stack packet (6) is thereafter cut, whilst then the stack packet (6) stand still on the conveying section, so that a cycled stream of stack packet (6) distanced to one another arises, and at least two consecutive stack packets (6) are layered (7).
     
    3. A method according to claim 1, characterised in that at least two strip stacks (5) are cut in one go with the strip stack cross-cutter (1) into stack packets (6) and subsequently layered (7).
     
    4. A method according to claim 1, characterised in that a stack packet (6) is gripped by a means (4) which is suitable for this, and is applied onto an adjacent stack packet (6) or onto two or more already layered stack packets (7).
     
    5. A method according to claim 1, characterised in that a shaft is arranged in the transfer section (2) and is with a lowerable base which is lowered in the cycle of the arriving stack packets (6) and by the height of these, and a further stack packet (6) is pushed in each case over one or more already lowered stack packets (6), and the lowerable base after reaching the desired quantity of layered stack packets (7) is lifted up to the level of the conveying section (2).
     
    6. A method according to claim 5, characterised in that the lifted, layered stack packets (7) are conveyed to the die-cutter.
     
    7. A method according to one of the claims 3 and 5, characterised in that the shaft with the lowerable base is arranged such that the stack packet (6) which is the frontmost in the conveying direction comes to lie directly on the lowerable base on cutting.
     
    8. A method according to one of the claims 2 and 5, characterised in that the shaft with the lowerable base is attached directly at the die-cutter, and the base presses the layered stack packets (7) directly into the cutting die of the die-cutter, and thus the base serves as a counter die-cutting plate.
     
    9. A method according to claim 1, characterised in that the cut stack packets (6) on the conveying section (2) are separated by at least one diverter, and a stack packet (6) is led on a part conveying section (2) such that it can be displaced or deposited over another stack packet (6) or several already layered stack packets (7).
     
    10. A method according to claim 1, characterised in that the strip stacks (5) at the very top and at the very bottom are provided with a separating layer which is co-cut and is co-die-cut with the layered stack packet (7) in the die-cutter, in order thereafter to separate the shaped label stack (8) again into stacks as equally high as the initial stack packet (6), and to bundle them with a band.
     


    Revendications

    1. Procédé pour la formation de piles d'étiquettes de forme à l'aide d'un dispositif de coupe transversale de paquets de bandes (1) et d'un dispositif de découpage de forme (3) entre lesquels se trouve une voie d'acheminement (2), dans lequel une pluralité de feuilles se présentent de manière coupée en paquets de bandes (5) et ces paquets de bandes étant coupés en paquets d'empilement (6) et étant amenés au dispositif de découpage de forme (3), suite à quoi les paquets d'empilement (6) y sont découpés en piles d'étiquettes de forme (8), caractérisé en ce que deux ou davantage de paquets d'empilement (6) sont déplacés les uns par rapport aux autres de manière à ce que plusieurs paquets d'empilement (6, 7) empilés les uns au-dessus des autres soient amenés au dispositif de découpage de forme (3), suite à quoi les paquets d'empilement y sont découpés en piles d'étiquettes de forme (8).
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, avec le dispositif de coupe transversale de paquets de bandes (1), seulement un paquet de bandes (5) à la fois est coupé en un paquet d'empilement (6), le paquet d'empilement (6) coupé étant acheminé et le paquet d'empilement (6) suivant étant ensuite coupé pendant que les paquets d'empilement (6) restent alors en attente sur la voie d'acheminement de sorte à former un flux cadencé de paquets d'empilement (6) espacés les uns des autres, et au moins deux paquets d'empilement (6) successifs étant empilés (7).
     
    3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, avec le dispositif de coupe transversale de paquets de bandes (1), au moins deux paquets de bandes (5) à la fois sont coupés en paquets d'empilement (6) et sont ensuite empilés (7).
     
    4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un paquet d'empilement (6) est saisi avec un moyen (4) adapté à cet effet et est déposé sur un paquet d'empilement (6) voisin ou sur deux ou plusieurs paquets d'empilement (7) déjà empilés.
     
    5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un regard est disposé dans la voie de transfert (2) avec un fond abaissable qui est abaissé en cadence avec les paquets d'empilement (6) arrivant et qui est abaissé de l'ordre de la hauteur de ceux-ci, et en ce que respectivement un autre paquet d'empilement (6) est poussé sur un ou plusieurs paquets d'empilement (6) déjà abaissés et en ce que le fond abaissable, une fois atteinte la quantité souhaitée de paquets d'empilement (7) empilés, est relevé au niveau de la voie d'acheminement (2).
     
    6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que les paquets d'empilement empilés (7) relevés sont acheminés vers le dispositif de découpage de forme.
     
    7. Procédé selon l'une des revendications 3 et 5, caractérisé en ce que le regard avec le fond abaissable est disposé de manière à ce que le paquet d'empilement (6) le plus en avant en direction d'acheminement arrive à reposer directement sur le fond abaissable lors du découpage.
     
    8. Procédé selon l'une des revendications 2 et 5, caractérisé en ce que le regard avec fond abaissable est mis en place directement au niveau du dispositif de découpage de forme et que le fond presse les paquets d'empilement empilés (7) directement dans la matrice de découpage du dispositif de découpage de forme et le fond servant ainsi de contre-plaque de découpage.
     
    9. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les paquets d'empilement (6) coupés sur la voie d'acheminement (2) sont séparés via au moins un aiguillage et en ce qu'un paquet d'empilement (6) est guidé sur une voie d'acheminement (2) partielle de manière à pouvoir être poussé ou déposé sur un autre paquet d'empilement (6) ou plusieurs paquets d'empilement (7) déjà empilés.
     
    10. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les paquets de bandes (5) sont munis, tout en haut ou tout en bas, d'une couche de séparation qui est coupée avec et qui est découpée avec les paquets d'empilement empilés (7) dans le dispositif de découpage de forme pour ensuite de nouveau séparer la pile d'étiquettes de forme (8) en piles de hauteur égale aux paquets d'empilement (6) d'origine, et les lier avec un ruban.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente