[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bauprofilsystem, insbesondere ein Putzabschluss-,
Putzabgrenzungs-, Beplankungs- oder Sockelprofilsystem für die Herstellung exakter
Putzabschlüsse, Putzabgrenzungen, Beplankungsabschlüsse oder Sockelkanten unterschiedlicher
Dicke.
[0002] Zum Herstellen exakter Putzabschlüsse, Putzabgrenzungen, Beplankungsabschlüsse oder
Sockelkanten werden üblicherweise Bauprofile an dem zu verputzenden oder zu beplankenden
Wandabschnitt befestigt, beispielsweise angemörtelt, festgeschraubt oder verklebt,
und anschließend wird eine Putzschicht oder eine Beplankung aufgebracht, deren Dicke
der Breite des gegenüber dem Anlagebereich nach vorne umgebogenen Profilschenkels
entspricht, so dass dieser einen exakten stirnseitigen Abschluss der Putzschicht bzw.
der Beplankung bildet. Die Ummantelung des Profilschenkels erzeugt dabei zum einen
eine optisch ansprechende Ausbildung der Stirnseite und schützt zum anderen vor Abrieb
und Korrosion.
[0003] Um für unterschiedlich dicke Putzschichten oder Beplankungen solchen exakten Abschlüsse
erzeugen zu können, müssen eine Vielzahl von unterschiedlichen Bauprofilen verfügbar
sein, bei denen jeweils die umgebogenen Profilschenkel eine unterschiedliche, an die
gewünschte Putzdicke oder Beplankung angepasste Breite besitzen. Demzufolge sind sowohl
eine Vielzahl von unterschiedlichen Profilkörpern als auch jeweils daran angepasste
Ummantelungen erforderlich.
[0004] Nachteilig daran ist, dass eine große Variante von Bauprofilen gelagert werden müssen,
was die Kosten für die Lagerhaltung erhöht. Darüber hinaus sind auch die Herstellungskosten
erhöht, da eine Vielzahl von unterschiedlichen Profilkörpern bereitgestellt werden
müssen.
[0005] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Bauprofilsystem anzugeben dessen
Einsatz bei unterschiedlichen Putzdicken oder Beplankungen mit geringeren Kosten verbunden
ist.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Bauprofilsystem mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Erfindungsgemäß sind somit für unterschiedliche Putzschicht- oder Beplankungsdicken
nicht jeweils völlig unterschiedlich ausgebildete Bauprofile erforderlich, sondern
das die wesentlichen Kosten des Bauprofils verursachende Trägerteil kann in allen
Fällen identisch ausgebildet sein, so dass ein Bauprofilsystem mit einem einheitlichen
Profilkörper vorliegt. Die Anpassung an die jeweiligen unterschiedlichen Putzschicht-
oder Beplankungsdicken erfolgt erfindungsgemäß durch einen entsprechend lang ausgebildeten
verstärkten Abschnitt der jeweiligen Ummantelung. Da die Kosten für die Herstellung
unterschiedlicher, vorteilhaft aus Kunststoff, Holzwerkstoff oder Verbundwerkstoff
bestehenden Ummantelungen wesentlich geringer sind als die Kosten für die Herstellung
der bevorzugt aus Metall bestehenden Trägerteile, sind somit die Herstellungskosten
insgesamt deutlich verringert. Gleichzeitig werden die Lagerhaltungskosten verringert,
da die Ummantelung wesentlich weniger Platz benötigt, als das deutlich größer ausgebildete
Trägerteil.
[0008] Um Bauprofile für unterschiedliche Putzschicht- oder Beplankungsdicken zu erzeugen,
muss lediglich die der gewünschten Putzschicht- oder Beplankungsdicke entsprechende
Ummantelung auf das für alle Putzschicht- oder Beplankungsdicken identisch ausgebildete
Trägerteil aufgebracht, beispielsweise aufgeclipst, aufgeschoben oder aufgesetzt werden.
Die Anzahl der für unterschiedliche Putzschicht- oder Beplankungsdicken vorzuhaltenden
Trägerteile kann mit dem erfindungsgemäßen Bauprofilsystem daher deutlich reduziert
werden.
[0009] Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung verläuft die vordere Abschlusskante
des verstärkten Abschnitts jeweils parallel zu der vorderen Kante des Profilschenkels.
Dadurch kann eine gleichmäßige Putzschicht- oder Beplankungsdicke über die gesamte
Länge des jeweiligen Bauprofils erreicht werden.
[0010] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist an der vorderen
Abschlusskante des verstärkten Abschnitts jeweils ein parallel zur vorderen Kante
des Profilschenkels verlaufender Ansatz ausgebildet. Dieser Ansatz erstreckt sich
dabei insbesondere in Richtung der anzubringenden Putzschicht oder Beplankung, wodurch
eine saubere Längskante des Putz- oder Beplankungsabschlusses erzeugt wird. Der Ansatz
erstreckt sich dabei im Wesentlichen über die gesamte Länge des jeweiligen Bauprofils
und bildet beispielsweise eine stabile Abzugskante beim Verputzen.
[0011] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Breite des
jeweiligen verstärkten Abschnitts, d.h. seine Abmessung von der vorderen Kante des
Profilschenkels bis zur vorderen Abschlusskante des verstärkten Abschnitts, und seine
Dicke, d.h. seine Abmessung senkrecht zu seiner Breite und zu seiner Längserstreckung,
großer als die Dicke der Ummantelung in ihrem übrigen Bereich. Dadurch wird eine besonders
stabile Ausbildung des verstärkten Abschnitts erreicht. Vorteilhaft nimmt die Dicke
des jeweiligen verstärkten Abschnitts in Richtung zu seiner vorderen Abschlusskante
zumindest bereichsweise ab. Durch die abnehmende Dicke können die Übergangsbereiche
zwischen dem verstärkten Abschnitt und dem übrigen Abschnitt der jeweiligen Ummantelung
gleichmäßig ausgebildet werden. Je nach Anwendungsfall ist es jedoch auch möglich,
dass die Dicke zumindest bereichsweise zunimmt oder zumindest im Wesentlichen konstant
ist.
[0012] Bevorzugt gehen jeweils ein dem Profilschenkel des Profilkörpers abdeckender Teil
der Ummantelung und der verstärkte Abschnitt kontinuierlich, insbesondere im Wesentlichen
eben ineinander über. Insbesondere bilden dabei jeweils der den Profilschenkel des
Profilkörpers abdeckende Teil der Ummantelung und der verstärkte Abschnitt eine ebene
Außenseite des Bauprofils. Dadurch wird eine ansprechende Optik der stirnseitigen
Abschlussseite erzeugt.
[0013] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung schließt sich an
den Profilschenkel ein weiterer umgebogener Bereich des Profilkörpers an. Dieser weitere
umgebogene Bereich kann dabei schräg in Richtung zu dem Anlagebereich des Profilkörpers
zeigen und insbesondere einer guten Verankerung des Profils innerhalb der Putzschicht
oder an bzw. in der Beplankung sowie einer guten Befestigungsmöglichkeit für die Ummantelung
dienen. Der weitere umgebogene Bereich kann dabei gegenüber dem Profilschenkel einen
Winkel von zwischen ca. 10° und 80°, vorteilhaft von ca. zwischen 20° und 60°, insbesondere
von ca. zwischen 30° und 50°, bevorzugt von ca. 35° bis 40° einnehmen.
[0014] Bevorzugt sind die Ummantelungen zum Umgreifen des freien Endes des weiteren umgebogenen
Bereichs ausgebildet. Bei auf das freie Ende des weiteren umgebogenen Bereichs aufgesetzter
Ummantelung wird durch dieses Umgreifen eine sichere Verbindung der Ummantelung an
dem Profilkörper gewährleistet, da durch das Umgreifen eine Hinterschneidung zwischen
der Ummantelung und dem Profilkörper erzeugt wird.
[0015] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung gehen jeweils ein den
weiteren umgebogenen Bereich des Profilkörpers abdeckender Teil der Ummantelung und
der verstärkte Abschnitt kontinuierlich, insbesondere im Wesentlichen eben ineinander
über. Dadurch ist die der Putzschicht bzw. der Beplankung zugewandten Oberfläche der
Ummantelung gleichmäßig ausgebildet.
[0016] Bevorzugt ist der Profilschenkel um ca. 90° gegenüber dem Anlagebereich umgebogen.
Grundsätzlich sind auch andere Winkel denkbar. Vorteilhaft ist, wenn der Profilschenkel
ca. einen Winkel von 90° gegenüber dem zu verputzenden oder zu beplankenden Wandabschnitt
einnimmt, da in diesem Fall die die Putzschicht bzw. die Beplankung abschließende
Stirnseite senkrecht zu dem Wandabschnitt verläuft.
[0017] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung verläuft der verstärkte
Abschnitt jeweils schräg gegenüber dem Profilschenkel. Dies ist insbesondere bei Sockelprofilen
sinnvoll, da in diesem Fall der schräg verlaufende verstärkte Abschnitt eine vordere
Abtropfkante für das Sockelprofil bildet. Bei senkrecht angebrachten Profilen ist
hingegen eine Anordnung des verstärkten Abschnitts als Verlängerung des im Wesentlichen
senkrecht zu dem Wandabschnitt bzw. zu dem Anlagebereich verlaufenden Profilschenkels
vorteilhaft. Grundsätzlich ist die Anordnung der erfindungsgemäßen Bauprofile horizontal,
vertikal oder schräg möglich. Insbesondere bei vertikaler Anordnung ist beispielsweise
die Erzeugung einer Schattenfuge möglich.
[0018] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Oberfläche
des zum Kontakt mit der Putzschicht oder der Beplankung vorgesehenen Bereichs der
Ummantelungen jeweils zumindest bereichsweise angeraut. Dadurch wird eine bessere
Verbindung mit der Putzschicht oder der Beplankung erzielt.
[0019] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist an der Außenseite
der Ummantelungen jeweils eine Abtropfkante ausgebildet. Dies ist insbesondere bei
einem Sockelprofil vorteilhaft. Dabei kann die Abtropfkante durch die Vorderkante
des verstärkten Bereiches und alternativ oder zusätzlich eine separate, an der Außenseite
der Ummantelung ausgebildete Abtropfkante vorgesehen sein.
[0020] Bevorzugt sind die Ummantelungen aus Kunststoff, insbesondere aus PVC, aus Holzwerkstoff
oder aus Verbundwerkstoff ausgebildet. Grundsätzlich ist auch die Verwendung eines
sonstigen geeigneten Kunststoffs denkbar. Der Profilkörper kann aus Metall, insbesondere
aus verzinktem Stahlblech, aus Kunststoff, insbesondere aus PVC, aus Holzwerkstoff
oder aus Verbundwerkstoff bestehen. Auch sonstige, insbesondere korrosionsgeschützte
Wertstoffe oder Metalle können für die Herstellung des Profilkörpers verwendet werden.
[0021] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher beschrieben; in diesen zeigen:
- Fig. 1
- einen ein Trägerteil bildenden Profilkörper eines erfindungsgemäß ausgebildeten Bauprofilsystems,
- Fig. 2a bis c
- drei unterschiedliche Ummantelungen für das Trägerteil nach Fig. 1 zur Bildung eines
erfindungsgemäßen Bauprofilsystems,
- Fig. 3a bis c
- drei weitere unterschiedliche Ummantelungen für das Trägerteil nach Fig. 1 zur Bildung
eines weiteren erfindungsgemäßen Bauprofilsystems,
- Fig. 4a bis c
- drei unterschiedliche Putzabschlussprofile eines erfindungsgemäßen Bauprofilsystems
unter Verwendung des Trägerprofils nach Fig. 1 und der Ummantelungen nach Fig. 2a
bis c,
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung des Putzabschlussprofils nach Fig. 4c und
- Fig. 6a bis c
- drei unterschiedliche Sockelprofile eines erfindungsgemäßen Bauprofilsystems unter
Verwendung des Trägerprofils nach Fig. 1 und der Ummantelungen nach Fig. 3a bis c.
[0023] Fig. 1 zeigt einen Profilkörper 1, der ein Trägerteil 2 eines erfindungsgemäß ausgebildeten
Putzabschluss- oder Sockelprofilsystems bildet. Der Profilkörper 1 besitzt einen lang
gestreckten Aufbau, der sich senkrecht zu der in Fig. 1 dargestellten Zeichnungsebene
erstreckt. Weiterhin umfasst der Profilkörper 1 einen zur Anlage an einen zu verputzenden
Wandabschnitt ausgebildeten Anlagebereich 3 sowie einen gegenüber dem Anlagebereich
3 um 90° umgebogenen, von dem Wandabschnitt wegzeigenden Profilschenkel 4. An den
Profilschenkel 4 schließt sich ein weiterer umgebogener Bereich 5 des Profilkörpers
an, der schräg in Richtung zu dem Anlagebereich 3 hin weisend umgebogen ist, so dass
im Übergangsbereich zwischen dem Profilschenkel 4 und dem weiteren umgebogenen Bereich
5 eine vordere Kante 6 des Profilschenkels 4 gebildet wird.
[0024] Der Anlagebereich 3 besitzt ausgehend von dem Profilschenkel 4 einen senkrecht zum
Profilschenkel 4 verlaufenden Kontaktbereich 7, an den sich eine nutförmige Vertiefung
8, ein vorgewölbter Hauptbereich 9, ein weiterer Kontaktbereich 10 sowie eine Endumbiegung
11 anschließen. Insbesondere im vorgewölbten Hauptbereich 9 sind Öffnungen 12 (siehe
Fig. 5) sowie gegebenenfalls Verstärkungen, beispielsweise in Form von Verstärkungssicken,
ausgebildet, die in Fig. 1 durch schwarze Bereiche 13 angedeutet sind.
[0025] Fig. 2a bis c zeigen Querschnitte von jeweils drei unterschiedlich ausgebildeten,
bevorzugt aus Kunststoff bestehende Ummantelungen 14, 15, 16, die zusammen mit dem
Profilkörper 1 nach Fig. 1 beispielsweise Putzabschlussprofile eines Putzabschlussprofilsystems
für unterschiedlich dicke Putzschichten bilden können. Die Ummantelungen 14, 15, 16
sowie alle weiteren in dieser Anmeldung beschriebenen Ummantelungen besitzen dabei
einen lang gestreckten Aufbau, der sich jeweils in einer Richtung senkrecht zu der
Zeichnungsebene erstreckt.
[0026] Jede der Ummantelungen 14 bis 16 umfasst einen an die Außenkontur des unteren Teils
des Profilkörpers 1 ausgebildeten Basisabschnitt 17, der jeweils identisch ausgebildet
ist. Der Basisabschnitt 17 besitzt ein erstes freies Ende 18, das zum Einsetzen in
die nutförmige Vertiefung 8 des Profilkörpers 1 ausgebildet ist, wie es in den Fig.
4a bis c zu erkennen ist. Ausgehend von dem ersten freien Ende 18 erstreckt sich das
auf das Trägerteil 2 aufgesetzte Basisteil 17 entlang der Außenseite des Kontaktbereichs
7, des Profilschenkels 4 sowie des weiteren umgebogenen Bereichs 5 herum bis es mit
einem an einem zweiten freien Ende 19 ausgebildeten, lang gestreckten Ansatz 20 das
freie Ende 21 des weiteren umgebogenen Bereichs 5 umgreift. Wie insbesondere aus den
Fig. 4a bis c zu erkennen ist, werden somit die Ummantelungen 14 bis 16 nach Aufsetzen
auf den unteren Bereich des Profilkörpers 1 formschlüssig mit diesem verbunden. Dabei
ist der zu dem zweiten freien Ende 19 schräg zurück gebogene Teil des Basisabschnitts
17 der Ummantelungen 14 bis 16 in einem Winkel gegenüber dem an dem Profilschenkel
4 anliegenden Bereich 37 umgebogen, der kleiner ist als der Winkel zwischen dem Profilschenkel
4 und dem weiteren umgebogenen Bereich 5 des Profilkörpers 1, so dass die Ummantelungen
14 bis 16 unter Vorspannung an dem Profilkörper 1 anliegen.
[0027] Im Gegensatz zu der Ummantelung 14 nach Fig. 2a ist an den Ummantelungen 15, 16 gemäß
den Fig. 2b und c jeweils ein verstärkter Abschnitt 22, 23 ausgebildet, der insbesondere
einstückig mit dem Basisabschnitt 17 ausgebildet ist.
[0028] Die verstärkten Abschnitte 22, 23 besitzen jeweils eine vordere Abschlusskante 24,
jedoch unterschiedliche Breiten, wie es aus den Fig. 2b und c erkennbar ist. Im Bereich
der vorderen Abschlusskante 24 ist jeweils ein parallel zu der vorderen Abschlusskante
24 verlaufender lang gestreckter Ansatz 25 ausgebildet, durch die eine stabile Abzugskante
für das Putzabschlussprofil gebildet wird.
[0029] Die Verwendung der Ummantelungen 14 bis 16 zusammen mit einem Profilkörper 1 ist
in den Fig. 4a bis c dargestellt. In den Fig. 4a bis c ist jeweils ein Wandabschnitt
26 zu erkennen, der mit einer Putzschicht 27, 28, 29 versehen ist. Die Putzschichten
27, 28, 29 besitzen dabei unterschiedliche Dicken, wie es aus den Fig. 4a bis c zu
erkennen ist.
[0030] Zur Bildung eines exakten Putzabschlusses wird vor dem Anbringen der Putzschichten
27, 28, 29 jeweils ein Trägerteil 2 mit darauf aufgesetzter Ummantelung 14, 15, 16
an dem Wandabschnitt 26 vorzugsweise mit Ansatzbatzen befestigt, woraufhin anschließend
jeweils die Putzschicht 27, 28, 29 in üblicher Weise aufgebracht wird. Wie aus den
Fig. 4a bis 4c zu erkennen ist, sind dabei abhängig von der jeweiligen Dicke der Putzschichten
27, 28, 29 entsprechend unterschiedliche Ummantelungen 14, 15, 16 des Putzabschlussprofilsystems
verwendet, wobei jeweils die Gesamtquerschnittsbreite der gewählten Ummantelung 14,
15, 16 der Dicke der zu erzeugenden Putzschicht 27, 28, 29 entspricht.
[0031] Weiterhin ist aus den Fig. 4a bis 4c zu erkennen, dass bei allen drei unterschiedlichen
Putzschichten 27, 28, 29 durch das jeweilige Putzabschlussprofil des erfindungsgemäßen
Putzabschlussprofilsystems ein glatter und sauberer Putzabschluss erreicht wird. Durch
die Öffnungen 12 in dem Profilkörper 1 sowie durch die Endumbiegung 11 und den weiteren
umgebogenen Bereich 5 des Profilkörpers 1 werden eine gute Durchdringung und entsprechende
Hinterschneidungen zwischen dem Metallprofil 1 und dem Putzmaterial erzeugt, so dass
eine gute Verbindung zwischen der Putzschicht 27, 28, 29 und dem Putzabschlussprofil
erreicht wird. Die Oberfläche des mit der Putzschicht 27, 28, 29 in Kontakt tretende
Bereichs 38 der Ummantelung 14, 15, 16 kann dabei angeraut ausgebildet sein, um eine
bessere Haftung des Putzmaterial zu gewährleisten.
[0032] Die Fig. 3a bis c zeigen Ummantelungen 30, 31, 32, die den Ummantelungen 14 bis 16
entsprechen, jedoch spezielle Abänderungen zum Einsatz bei einem Sockelprofil umfassen.
Diese Änderungen bestehen zum einen darin, dass die Ummantelungen 30 bis 32 an ihrer
Unterseite jeweils eine schräg nach unten zeigende, lang gestreckte Abtropfkante 33
umfassen, durch die an der Unterseite der Ummantelungen 30, 31, 32 in Richtung zum
Wandabschnitt 26 fließende Flüssigkeiten aufgehalten und zum Abtropfen gebracht werden.
[0033] Weiterhin umfassen die Ummantelungen 31, 32 verstärkte Abschnitte 34, 35, die gegenüber
dem an dem Profilschenkel 4 anliegenden Bereich 37 schräg nach unten verlaufen. Alle
übrigen Elemente der Ummantelungen 30, 31, 32 sind entsprechend den Ummantelungen
14, 15, 16 ausgebildet.
[0034] Durch die schräge Anordnung der verstärkten Abschnitte 34, 35 bildet die jeweilige
vordere Abschlusskante 24 eine zusätzliche Abtropfkante 36, wie es insbesondere aus
den Fig. 6b und 6c zu erkennen ist.
[0035] Aus den Fig. 6a bis c ist zu erkennen, dass die Ummantelungen 30, 31, 32 jeweils
zusammen mit dem Profilkörper 1 ein Sockelprofil eines erfindungsgemäßen Sockelprofilsystems
bilden, durch das eine exakte Sockelkante einer Putzschicht 27, 28, 29 gebildet wird.
Auch in den Fig. 6a bis c sind wieder drei unterschiedlich dicke Putzschichten 27,
28, 29 dargestellt, die zum Erzeugen einer exakten Sockelkante mit einem Sockelprofil
versehen sind, die aus dem bereits beschriebenen Profilkörper 1 sowie den Ummantelungen
30, 31, 32 besteht. Das Sockelprofil wird im Gegensatz zu dem Putzabschlussprofil
gemäß Fig. 4a bis 4c horizontal an dem Wandabschnitt 26 angebracht, um eine horizontale
Sockelkante zu erzeugen. Abgesehen von dieser Ausrichtung erfolgt die Befestigung
und Verwendung der erfindungsgemäßen Sockelprofile identisch zu der bereits beschriebenen
Befestigung und Verwendung der Putzabschlussprofile des erfindungsgemäßen Putzabschlussprofilsystems.
[0036] Während das erfindungsgemäße Bauprofil unter Bezugnahme auf die Figuren beispielhaft
anhand von Putzabschluss- und Sockelprofilen beschrieben wurde, ist in entsprechender
Weise auch die Verwendung als Putzabgrenzungsprofil oder als Beplankungsprofil, beispielsweise
im Trockenbau, bei Fassaden oder in ähnlichen Einsatzgebieten, möglich. Weiterhin
sind in den Figuren die Ummantelungen jeweils als Vollmaterial, d.h. massiv ausgebildet.
Die Ummantelungen können jedoch insbesondere in ihrem verstärkten Abschnitt auch aus
einem Hohlkammermaterial ausgebildet sein.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Profilkörper
- 2
- Trägerteil
- 3
- Anlagebereich
- 4
- Profilschenkel
- 5
- weiterer umgebogener Bereich
- 6
- vordere Kante
- 7
- Kontaktbereich
- 8
- nutförmige Vertiefung
- 9
- vorgewölbter Hauptbereich
- 10
- weiterer Kontaktbereich
- 11
- Endumbiegung
- 12
- Öffnungen
- 13
- schwarze Bereiche
- 14
- Ummantelung
- 15
- Ummantelung
- 16
- Ummantelung
- 17
- Basisabschnitt
- 18
- erstes freies Ende des Basisabschnitts
- 19
- zweites freies Ende des Basisabschnitts
- 20
- lang gestreckter Ansatz
- 21
- freies Ende des weiteren umgebogenen Bereichs
- 22
- verstärkter Abschnitt
- 23
- verstärkter Abschnitt
- 24
- vordere Abschlusskante
- 25
- Ansatz
- 26
- Wandabschnitt
- 27
- Putzschicht
- 28
- Putzschicht
- 29
- Putzschicht
- 30
- Ummantelung
- 31
- Ummantelung
- 32
- Ummantelung
- 33
- Abtropfkante
- 34
- verstärkter Abschnitt
- 35
- verstärkter Abschnitt
- 36
- zusätzliche Abtropfkante
- 37
- Bereich der Ummantelung
- 38
- angerauter Bereich
1. Bauprofilsystem, insbesondere Putzabschluss-, Putzabgrenzungs-, Beplankungs- oder
Sockelprofilsystem für die Herstellung exakter Putzabschlüsse, Putzabgrenzungen, Beplankungsabschlüsse
oder Sockelkanten unterschiedlicher Dicke, mit einem ein Trägerteil (2) bildenden,
lang gestreckten, einheitlichen Profilkörper (1), der einen zur Anlage an einen zu
verputzenden oder zu beplankenden Wandabschnitt (26) ausgebildeten Anlagebereich (3)
und einen gegenüber dem Anlagebereich (3) umgebogenen Profilschenkel (4) mit einer
vorderen Kante (6) umfasst, und mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Ummantelungen
(14, 15, 16, 30, 31, 32), die jeweils zum Ummanteln zumindest eines Bereichs des Profilschenkels
(4) ausgebildet sind, wobei die Ummantelungen (14, 15, 16, 30, 31, 32) jeweils einen
sich über die vordere Kante (6) des Profilschenkels (4) hinaus bis zu einer vorderen
Abschlusskante (24) erstreckenden, verstärkten Abschnitt (22, 23, 34, 35) umfassen,
der zusammen mit dem Profilschenkel (4) einen Kantenabschluss für eine auf das Bauprofil
aufzubringende Putzschicht (27, 28, 29) oder Beplankung bildet, wobei die sich von
der vorderen Kante (6) des Profilschenkels (4) bis zur jeweiligen vorderen Abschlusskante
(24) erstreckende Abmessung des verstärkten Abschnitts (22, 23, 34, 35) für die unterschiedlichen
Ummantelungen an die unterschiedlichen Dicken der Putzschicht (27, 28, 29) oder der
Beplankung angepasst ist.
2. Profilsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die vordere Abschlusskante (24) des verstärkten Abschnitts (22, 23, 34, 35) jeweils
parallel zu der vorderen Kante (6) des Profilschenkels (4) verläuft.
3. Profilsystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der vorderen Abschlusskante (24) des verstärkten Abschnitts (22, 23, 34, 35) jeweils
ein parallel zur vorderen Kante (6) des Profilschenkels (4) verlaufender Ansatz (25)
ausgebildet ist.
4. Profilsystem nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der Ansatz (25) im Wesentlichen über die gesamte Länge des jeweiligen Bauprofils
erstreckt.
5. Profilsystem nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite des jeweiligen verstärkten Abschnittes (22, 23, 34, 35), d.h. seine Abmessung
von der vorderen Kante (6) des Profilschenkels (4) bis zur vorderen Abschlusskante
(24) des verstärkten Abschnitts (22, 23, 34, 35), und seine Dicke, d.h. seine Abmessung
senkrecht zu seiner Breite und zu seiner Längserstreckung, größer sind als die Dicke
der Ummantelung (14, 15, 16, 30, 31, 32) in ihrem übrigen Bereich.
6. Profilsystem nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dicke des jeweiligen verstärkten Abschnitts (22, 23, 34, 35) in Richtung zu seiner
vorderen Abschlusskante (24) zumindest bereichsweise abnimmt, zunimmt oder zumindest
im Wesentlichen konstant ist.
7. Profilsystem nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeweils ein den Profilschenkel (4) des Profilkörpers (1) abdeckender Bereich (37)
der Ummantelung (14, 15, 16, 30, 31, 32) und der verstärkte Abschnitt (22, 23) kontinuierlich,
insbesondere im Wesentlichen eben ineinander übergehen.
8. Profilsystem nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeweils der den Profilschenkel (4) des Profilkörpers (1) abdeckende Bereich (37)
der Ummantelung (14, 15, 16, 30, 31, 32) und der verstärkte Abschnitt (22, 23) eine
ebene Außenseite des Bauprofils bilden.
9. Profilsystem nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich an den Profilschenkel (4) ein weiterer umgebogener Bereich (5) des Profilkörpers
(1) anschließt.
10. Profilsystem nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ummantelungen (14, 15, 16, 30, 31, 32) jeweils zum Umgreifen des freien Endes
(21) des weiteren umgebogenen Bereichs (5) ausgebildet sind.
11. Profilsystem nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeweils ein den weiteren umgebogenen Bereich (5) des Profilkörpers (1) abdeckender
Teil der Ummantelung (14, 15, 16, 30, 31, 32) und der verstärkte Abschnitt (34, 35)
kontinuierlich, insbesondere im Wesentlichen eben ineinander übergehen.
12. Profilsystem nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Profilschenkel (4) um ca. 90° gegenüber dem Anlagebereich (3) umgebogen ist
und/oder
dass der verstärkte Abschnitt (34, 35) jeweils schräg gegenüber dem Profilschenkel (4)
verläuft.
13. Profilsystem nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Oberfläche des zum Kontakt mit der Putzschicht (27, 28, 29) oder der Beplankung
vorgesehenen Bereichs (38) der Ummantelungen (14, 15, 16, 30, 31, 32) jeweils zumindest
bereichsweise angeraut ist.
14. Profilsystem nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Außenseite der Ummantelungen (30, 31, 32) jeweils eine Abtropfkante (33) ausgebildet
ist.
15. Profilsystem nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ummantelungen (14, 15, 16, 30, 31, 32) aus Kunststoff,
insbesondere aus PVC, aus Holzwerkstoff oder aus Verbundwerkstoff bestehen
und/oder
dass der Profilkörper (1) aus Metall, insbesondere aus verzinktem Stahlblech, aus Kunststoff,
insbesondere aus PVC, aus Holzwerkstoff oder aus Verbundwerkstoff besteht.