[0001] Die Erfindung betrifft eine Mastanordnung in Holzfachwerkbauweise mit mehreren Mastabschnitten
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 10 2009 048 936 A1 ist es bekannt, Türme für Windkraftanlagen aus Holz herstellen und diese vor Ort
aus Einzelbestandteilen zu fertigen, die dann mit benachbarten Elementen über Verbindungsmittel
verbunden werden. Ein entsprechender Turm für eine Windkraftanlage mit aus einzelnen
über Verbindungsmittel miteinander verbundenen und aus Holz hergestellten Wandabschnitten
aufgebaut, wobei im Turminneren ein Leergerüst aus Holz in einer Fachwerkkonstruktion
vorgesehen ist, mit dem die Wandabschnitte haltend verbunden werden. Dieses Leergerüst
ist aus einzelnen Abschnitten aufgebaut, wobei deren Fachwerkskonstruktion vier Ständer
aufweist, die mit Streben, Riegeln, Kopf- und Sohlenhölzern verbunden sind.
[0003] Eine solche Turmkonstruktion für eine Windkraftanlage mit einer zusätzlichen inneren
Mastanordnung als Leergerüst ist aufwendig hinsichtlich der Konstruktion und der Montage.
Ferner ist eine solche Konstruktion nicht wirtschaftlich hinsichtlich weiterer Anwendungen,
wie bspw. der Aufnahme von Messgeräten zur Bestimmung von Standorteigenschaften, wie
bspw. der Windhöffigkeit zur Beurteilung der Eignung des Standortes für Windenergieanlagen.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ausgehend von diesem Stand der Technik
eine Mastanordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, die in konstruktiv einfacher
und damit kostengünstiger Weise herstellbar ist, insbesondere mit nur geringer Montagekomplexität
aufgebaut werden kann. Ferner soll eine solche Mastanordnung eine ausreichende Höhe
für die Aufnahme von Messgeräten, insbesondere solche zur Messung der Windverhältnisse
aufweisen.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Mastanordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1.
[0006] Eine solche Mastanordnung in Holzfachwerkbauweise mit mehreren Mastabschnitten, welche
zur Erstellung der Mastanordnung miteinander verbunden werden und mit mehreren Ständern
ausgebildet sind, zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass - die Ständer benachbarter
Mastabschnitte mittels an die Außenkontur der Ständer angepassten und über die Stoßfuge
der benachbarten Ständer sich erstreckenden und an den Ständern flächenschlüssig anliegenden
Verbindungsprofilen verbunden werden, und - die Verbindungsprofile einen quer zur
Profilrichtung verlaufenden Steg aufweisen, welcher in der Stoßfuge zwischen den Ständern
angeordnet ist.
[0007] Mit solchen Verbindungsprofilen, die in der Regel aus Metall hergestellt sind, lässt
sich in einfacher Weise, d. h. insbesondere in kurzer Zeit und damit kostengünstig
die erfindungsgemäße Mastanordnung aufbauen. Insbesondere können mit der entsprechenden
Anzahl von Mastabschnitten ausreichend hohe Masten gebaut werden, da insbesondere
durch den querlaufenden Steg des Verbindungsprofils, der zusammen mit den Stirnflächen
der zu verbindenden Ständern die Stoßfuge bildet, hohe auf den Masten wirkende Quer-
und Biegekräfte abgefangen werden können.
[0008] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Steg des Verbindungsprofils
mit einem abstehenden Innenflansch ausgebildet, welcher mittels eines Versteifungselementes
mit einem Innenflansch eines gegenüberliegenden Verbindungsprofils verbunden ist.
Damit wird zusätzlich die Stabilität der Mastanordnung erhöht, da im Verbindungsbereich
von benachbarten Mastabschnitten, bspw. bei einer Mastanordnung mit rechteckförmigem
Querschnitt gegenüberliegende Verbindungsprofile über deren Innenflansch verbunden
werden. Als Versteifungselemente können Metallprofile mit unterschiedlichen Querschnitten
als auch Rundstäbe eingesetzt werden.
[0009] Desweiteren wird die Stabilität der Mastanordnung besonders dadurch erhöht, wenn
weiterbildungsgemäß das Verbindungsprofil außenseitig mit einem Abspannflansch ausgebildet
ist, an welchem ein Abspannseil zum Abspannen der Mastanordnung befestigt ist. Damit
wird jedes der Mastabschnitte mit einer der Anzahl der Verbindungsprofile entsprechenden
Anzahl von Abspannseilen abgespannt.
[0010] Ferner ist es gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen,
die Stegfläche des Steges des Verbindungsprofils mit der Kontur des Querschnittes
der zu verbindenden Ständer auszubilden. Damit können über die Stegfläche des Steges
auf die Mastanordnung wirkenden Querkräfte optimal in die Verbindungsprofile eingeleitet
und dort abgefangen werden.
[0011] Zur Aufnahme von Messgeräten ist es gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgehen,
dass Ausleger vorgesehen sind, die auf verschiedenen Höhen im Verbindungsbereich,
vorzugsweise mit den Verbindungsprofilen von benachbarten Mastabschnitten, mit der
Mastanordnung verbunden sind, wobei die Verbindungsprofile im Verbindungsbereich über
ein Rahmenteil verbunden sind. Damit wird auch in einem solchen Verbindungsbereich,
welcher durch die Messgeräte aufnehmende Ausleger besonders stark belastet ist, durch
ein solches Rahmenteil ausreichende Stabilität der Mastanordnung erreicht.
[0012] Hinsichtlich geringer Herstellungs- und Montagekosten ist es günstig, erfindungsgemäß
für die Ständer Kantholz, vorzugweise mit rechteck- oder quadratförmigen Querschnitt
zu verwenden.
[0013] Damit kann gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung das Verbindungsprofil
als Winkelprofil mit im Wesentlichen zueinander rechtwinkligen Anlageschenkeln ausgebildet
werden, wobei die Anlageschenkel an den zu verbindenden Ständern anliegen. Damit können
die Anlageschenkel kraftschlüssig mit den Ständern verbunden werden. Vorzugsweise
wird dabei das Winkelprofil derart montiert, dass dieses an den zu verbindenden Ständern
unter Umschließen von deren Außenkanten anliegt.
[0014] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn weiterbildungsgemäß der Innenflansch des Winkelprofils
hinsichtlich des Ständers innenkantenseitig angeordnet ist, wodurch in einfacher Weise
das Versteifungselement montiert werden kann, so dass insbesondere bei der Verwendung
von vier Ständern für einen Mastabschnitt die gegenüberliegenden Winkelprofile kreuzweise
verbunden werden können.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass
der Abspannflansch an der von den Anlageschenkeln gebildete Eckkante des Winkelprofils
angeformt ist. Damit wird insbesondere bei einer Mastanordnung mit quadratischem Querschnitt
eine homogene Kraftverteilung in demselben erreicht.
[0016] Ferner ist es gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, wenn die
das Mastende bildenden Ständer jeweils ein an deren Außenkontur angepasstes Abschlussprofil
aufweisen, wobei das Abschlussprofil einen quer zur Profilrichtung verlaufenden und
an der Stirnseite des Ständers anliegenden Steg aufweist und die Kontur der Stegfläche
des Steges wenigstens dem Querschnitt des Ständers entspricht.
[0017] Vorzugsweise ist auch der Steg dieses Abschlussprofils mit einem abstehenden Innenflansch
ausgebildet ist, welcher mittels eines Versteifungselementes mit einem Innenflansch
eines gegenüberliegenden Abschlussprofils verbunden wird, und ferner ist auch das
Abschlussprofil außenseitig mit einem Abspannflansch ausgebildet, an welchem ein Abspannseil
zum Abspannen der Mastanordnung befestigt ist. Auch diese Abschlussprofile können
aus Metall hergestellt werden.
[0018] Weiterhin ist gemäß der Erfindung das Versteifungselement, welches die Innenflansche
der Abschlussprofile verbindet, zur Aufnahme eines Messgerätes und/oder zur Aufnahme
einer Sicherungsabspannung ausgebildet.
[0019] Ferner sind in einer Ausgestaltung der Erfindung die Ständer eines Mastabschnittes
über Riegelelemente und Strebenelemente mittels Verbindungselementen miteinander verbunden.
Vorzugsweise ist hierzu ein in der Regel aus Metall hergestelltes Verbindungselement
in T-Form mit einem plattenförmigen Längsteil der T-Form und einem plattenförmigen
Querteil der T-Form ausgebildet, wobei das Querteil kraftschlüssig mit einem Ständer
und das Längsteil über einen stirnseitigen Schlitz der Riegelelemente und der Strebenelemente
mit denselben verbunden wird.
[0020] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren ausführlich beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht einer Mastanordnung gemäß der Erfindung,
- Figur 2
- eine schematische perspektivische Seitenansicht von zwei miteinander verbundenen Mastabschnitten
der Mastanordnung nach Figur 1 mit zwei Auslegern für Messgeräte,
- Figuren 3
- schematische und perspektivische Darstellungen eines Verbindungsprofils in unterschiedlichen
Ansichten,
- Figuren 4
- eine schematische Seiten- und Draufsicht auf ein zwei Ständer verbindendes Verbindungsprofil,
- Figur 5
- eine schematische Schnittdarstellung in der Ebene der Stoßfugen benachbarter Mastabschnitte
der Mastanordnung nach Figur 1,
- Figuren 6
- eine schematische Seiten- und Draufsicht auf den Mastabschluss des letzten Mastabschnittes,
- Figuren 7
- eine schematische Seiten- und Schnittansicht des Details A einer Verbindung zwischen
Ständer und Riegel- bzw. Strebenelementen eines Mastabschnittes nach Figur 2, und
- Figur 8
- eine schematische Schnittdarstellung einer Fußpunktanordnung der Mastanordnung nach
Figur 1.
[0021] Die in Figur 1 in Holzfachwerkbauweise erstellte und mittels Abspannseilen 10 abgespannte
Mastanordnung 1 dient zur Aufnahme von Messgeräten M zur Erfassung von bestimmten
Standorteigenschaften, wie Temperatur, Windverhältnisse usw. Damit kann beispielsweise
die Windhöffigkeit ermittelt werden, um die Eignung des Standortes zur Erstellung
einer Windkraftanlage beurteilen zu können.
[0022] Gemäß Figur 1 sind mehrere Messgeräte M in unterschiedlichen Höhen der Mastanordnung
angeordnet. An der Spitze der Mastanordnung 1 ist mittels eines Messgerätemastes 17
ein erstes Messgerät M angeordnet. Weitere Messgeräte M sind auf unterschiedlichen
Höhen entlang der Mastanordnung 1 mittels Auslegern 18 und daran befestigten weiteren
Messgerätemasten 17b angeordnet. Für diese Mastanordnung 1 ist auch eine von innerhalb
der Mastanordnung 1 besteigbare Sprossenleiter (in Figur 1 nicht dargestellt) vorgesehen.
[0023] Die Mastanordnung 1 nach Figur 1 ist aus mehreren miteinander verbundenen Mastabschnitten
2 aufgebaut, wobei Figur 2 zwei miteinander verbundene Mastabschnitte 2 und 2' mit
zwei diametral gegenüberliegenden Auslegern 18 für die Aufnahme von Messgeräten M
zeigt. Gemäß dieser Figur 2 besteht jeder Mastabschnitt 2 bzw. 2' aus die Kanten der
Mastanordnung 1 bildenden Ständern 3, die fachwerkartig mittels Riegelelementen 3a
und Strebenelementen 3b miteinander verbunden sind.
[0024] Nach Figur 1 wird die Mastanordnung 1 mittels Abspannseilen 10 gegen den Erdboden
abgespannt, wobei diese Abspannseile 10 jeweils im Verbindungsbereich zweier benachbarter
Mastabschnitte 2 angreifen. Dabei sind für jeden Verbindungsbereich vier Abspannseile
10 vorgesehen, die jeweils an einem eckseitigen Ständer 3 angreifen und daher auf
einem Kreisumfang der Mastanordnung 1 gleichmäßig verteilt sind. Mittels Fundamenten
werden diese Abspannseile 10 im Erdboden verankert.
[0025] Zur Verankerung der Mastanordnung 1 im Erdbereich sind vier Fundamente vorgesehen,
die jeweils mit einem der vier Ständer 3 des ersten Mastabschnittes 2 verbunden sind,
wie weiter unten im Zusammenhang mit Figur 8 erläutert werden soll.
[0026] Die Konstruktion zur Verbindung von benachbarten Mastabschnitten 2 wird nachfolgend
anhand der Figuren 3 bis Figur 5 erläutert.
[0027] Die Verbindung von benachbarten, in Figur 3a) mit Bezugszeichen 3 und 3' bezeichneten
Ständern bspw. der beiden in Figur 2 dargestellten Mastabschnitte 2 und 2' wird mit
einem aus Metall gefertigten Winkelprofil als Verbindungsprofil 5 realisiert, welches
sich über die Stoßfuge 4 der beiden Ständer 3 und 3' erstreckt. Dieses Winkelprofil
3 mit zueinander rechtwinkligen Anlageschenkel 5a und 5b umschließen den äußeren Eckbereich
der Ständer 3 und 3', wie dies insbesondere aus Figur 4 ersichtlich ist, und werden
kraftschlüssig, beispielsweise mittels Schraubenverbindungen mit dem Ständer 3 bzw.
3' verbunden.
[0028] Die Stirnseiten der beiden Ständer 3 und 3' stoßen nicht direkt aneinander, sondern
liegen an einem Steg 6 des Winkelprofils 5 mit einer dem Querschnitt der Ständer 3
und 3' entsprechenden Stegfläche an und bildet damit die Stoßfuge 4. Dieser Steg 6
verbindet gemäß Figur 3a die beiden Anlageschenkel 5a und 5b quer zur Profilrichtung
des Winkelprofils 5.
[0029] Ferner ist aus den Figuren 3 bis 5 ersichtlich, dass in Bezug auf einen Ständer 3
sowohl innenkantenseitig der Steg 6 sich in einem Innenflansch 7 fortsetzt als auch
außenkantigseitig an der die beiden Anlageschenkel 5a und 5b verbindenden Kante ein
in Profilrichtung verlaufender Abspannflansch 9 vorgesehen ist. Dieser Abspannflansch
9 weist eine Befestigungsöse auf, an der ein Abspannseil 10 befestigt wird.
[0030] In Figur 5 ist die Verbindung gegenüberliegender Winkelprofile 5 über deren Innenflansche
7 mittels eines Versteifungselements 8 dargestellt. So werden die diametral gegenüberliegenden
Innenflansche 7 mit einem Versteifungsstab 8a und 8b des Versteifungselementes verbunden,
so dass ein Strebenkreuz entsteht. Die beiden Versteifungsstäbe 8a und 8b sind aus
Metall und können als Rundstäbe oder mit einem rechteckförmigen Querschnitt ausgebildet
sein.
[0031] Die Konstruktion des stirnseitigen Abschlusses des letzten Mastabschnittes 2 der
Mastanordnung 1 ist in den Figuren 6 dargestellt. Hierzu ist ein ebenso als Winkelprofil
ausgebildetes Abschlussprofil 11 vorgesehen, welches außenkantenseitig jeweils an
den Ständern 3 des letzten Mastabschnittes 2 anliegt. Ferner weist dieses Winkelprofil
11 einen stirnseitigen Steg 12 auf, der die beiden Anlageschenkel 11a und 11b des
Abschlussprofils 11 quer zur Profilrichtung verbindet, wobei dieser Steg 12 auf der
freien Stirnseite des Ständers 3 aufliegt und damit diese Stirnseite abdeckt. Die
Stegfläche dieses Steges 12 kann dabei etwas größer als der Querschnitt eines Ständers
3 gewählt werden. Dieses Winkelprofil 11 wird über die Anlageschenkel 11a und 11b
kraftschlüssig, beispielsweise mittels einer Schraubverbindung mit einem Ständer 3
verbunden.
[0032] Auch dieses Abschlussprofil 11 weist sowohl einen Innenflansch 13 als auch einen
Abspannflansch 15 auf. Der Innenflansch 13 ist auch hier als Fortsetzung des Steges
12b realisiert, während der Abspannflansch 15 an der von den beiden Anlageflächen
11a und 11b gebildeten Kante angeformt ist.
[0033] Ferner werden auch diese Abschlussprofile 11 über ein aus einem Metallwerkstoff hergestellten
Versteifungselement 14 miteinander verbunden. Dieses Versteifungselement 14 besteht
aus zwei ein Strebenkreuz bildenden Versteifungsstäben 14a und 14b mit rechteckförmigem
Querschnitt, so dass diametral gegenüberliegende Abschlussprofile 11 jeweils miteinander
verbunden werden. Im Kreuzungspunkt 14c des Versteifungselementes 14 ist eine Aufnahmeöffnung
zur Aufnahme des Messgerätemastes 17 vorgesehen, an welchem ein Messgerät M befestigt
ist.
[0034] Zur Stabilisierung dieses Messgerätemastes 17 sind gemäß Figur 6b Verstrebungen 17a
und 17b vorgesehen, welche zusammen mit dem Versteifungselement 14 eine dreiecksförmige
Kontur bilden. Am unteren Ende des Messgerätemastes 17 ist eine Öffnung zum Einhängen
einer Sicherungsabspannung vorgesehen.
[0035] Figur 2 zeigt beispielhaft die Konstruktion eines Auslegers 18 zur Aufnahme eines
Messgerätes M sowie die Anbindung von zwei diametral gegenüberliegenden Auslegern
18 an der Mastanordnung 1 im Verbindungsbereich von zwei benachbarten Mastabschnitten
2 und 2'.
[0036] Jeder dieser aus Metall gefertigten Ausleger 18 besteht aus drei Längsstreben 19,
die über Querstreben 20 verbunden sind, wobei die drei Längsstreben 19 chronisch verjüngend
nach außen hin aufeinander zulaufen. Damit entsteht ein Träger mit dreiecksförmigem
Querschnitt, wobei der Querschnitt ausgehend von der Mastanordnung 1 nach außen hin
kontinuierlich abnimmt.
[0037] Ferner ist jeder dieser Ausleger 18 mit Abspannseilen 21 und 22 gegen die Mastanordnung
1 abgespannt, so dass jeder Ausleger 18 im Wesentlichen senkrecht zur Mastrichtung
von der Mastanordnung 1 absteht.
[0038] Die Verbindung dieser Ausleger 18 erfolgt zum einen über die die beiden Mastabschnitte
2 und 2' verbindenden Winkelprofile 5 sowie über Zuganker 23, welche an ein im Inneren
der Mastanordnung 1 angeordnetes, aus Metallprofilen gefertigtes Rahmenteil 24 aus
Metallprofilen angebunden sind.
[0039] Dieses Rahmenteil 24 ersetzt das Versteifungselement 8, welches in den anderen Verbindungsbereichen
zwischen zwei benachbarten Mastabschnitten 2, an welchen keine Ausleger 18 vorgesehen
sind, die gegenüberliegenden Winkelprofile 5 miteinander verbindet.
[0040] Die die Verbindung der beiden Mastabschnitte 2 herstellenden Winkelprofile 5 weisen
einen zusätzlichen Flansch 5c auf, der senkrecht von einem der Anlageschenkel 5a ab
steht und sowohl mit einer der Längsstreben 19 als auch mit einem Zuganker 23 verbunden
ist, so dass über dieses Rahmenteil 24 alle vier Winkelprofile 5 sich gegenseitig
abstützen.
[0041] Die beiden Ausleger werden jeweils mit vier Abspannseilen 21 nach oben und jeweils
mit einem Abspannseil 22 nach unten abgespannt. Zur Befestigung dieser Abspannseile
21 und 22 sind aus Metall gefertigte Abspannelemente 24a vorgesehen, die leistenförmig
und waagerecht verlaufend die beiden Ständer 3 verbinden.
[0042] Die Verbindung der Regelelemente 3a und der Strebenelemente 3b zur Montage eines
Mastabschnittes bei erfolgt mittels T-förmigen Verbindungselementen 16. So soll die
Verbindung im Bereich A des ersten Mastabschnittes 2 der Mastanordnung 1 gemäß Figur
2 im Detail anhand Figur 7 beispielhaft erläutert werden. In diesem Bereich A wird
ein Riegelelement 3a und ein Strebenelement 3b mittels eines T-förmigen Verbindungselementes
16 mit einem Ständer 3 verbunden. Die Verbindung in den Bereichen B und C, in welchem
ein Regelelement 3a stumpf mit einem Ständer 3 bzw. in welchem ein Regelelement 3a
sowie zwei Strebenelemente 3b mit einem Ständer 3 zu verbinden sind sowie in den entsprechenden
anderen Verbindungsbereichen erfolgt in entsprechender Weise ebenso mit einem solchen
T-förmigen Verbindungselement 16.
[0043] Jedes dieser aus Metall gefertigten T-förmigen Verbindungselemente 16 besteht aus
einem Längsteil 16a der T-Form sowie einem entsprechenden Querteil 16b der T-Form.
Dieses Querteil 16b liegt an dem Ständer 3 an und wird mit diesem kraftschlüssig beispielsweise
mittels einer Schraubverbindung mit demselben verbunden. Das senkrecht abstehende
Längsteil 16a wird von endseitig in dem Regelelement 3a und dem Streben Element 3b
realisierten Schlitzen aufgenommen und über Bolzen mit demselben kraftschlüssig verbunden.
[0044] Wie oben bereits angedeutet, werden gemäß Figur 8 die vier Ständer 3 des ersten Mastabschnittes
2 jeweils über eine Fußpunktanordnung 25 mit einem Erdfundament (in Figur 8 nicht
dargestellt) verbunden, welches beispielsweise aus einer ca. 1,8 m unter der Erde
eingegrabene Eisenplatte besteht.
[0045] Die Fußpunktanordnung 25 gemäß Figur 8 umfasst eine auf dem Boden liegende Bodenplatte
26, die einerseits über Anker mit dem als Eisenplatte dienenden Erdfundament und andererseits
über ein Abstandsteil 28 mit einer Trägerplatte 29 verbunden ist. Das Abstandsteil
28 kann rohrförmig oder mit einem doppel-T-förmigen Querschnitt ausgebildet sein.
Auf der Trägerplatte 27 stützt sich mit seiner Stirnfläche ein Ständer 3 ab, wobei
dieser mit einer senkrecht auf der Trägerplatte 27 angeordneten Montageplatte 29 mittels
Bolzen verschraub wird. Endseitig weist der Ständer 3 einen mittigen Schlitz S auf,
welcher die Montageplatte 29 aufnimmt.
[0046] Für die Ständer 3 kann Kantholz mit den Maßen 18x18cm verwendet werden, wobei für
die oberen Mastabschnitte 2 Kantholz mit kleinerem Querschnitt, bspw. 16x16cm einsetzbar
ist.
[0047] Die Riegel- und Strebenelemente 3a und 3b sind ebenso als Kanthölzer mit den Maßen
10x14cm und 10x18cm ausgebildet. Als Holzwerkstoff für diese Kanthölzer kann kostengünstig
Fichtenholz verwendet werden.
[0048] Mit dieser Konstruktionsweise lassen sich Mastabschnitte 2 mit einer Höhe von bis
zu 9m herstellen, mit denen dann Mastanordnungen 1 mit einer Höhe bis zu 100m erreichbar
sind.
Bezugszeichen
[0049]
- 1
- Mastanordnung
- 2
- Mastabschnitt
- 3
- Ständer des Mastabschnittes 2
- 3a
- Riegelelement des Mastabschnittes 2
- 3b
- Strebenelement des Mastabschnittes 2
- 4
- Stoßfuge
- 5
- Verbindungsprofil, Winkelprofil
- 5a
- Anlageschenkel des Winkelprofils 5
- 5b
- Anlageschenkel des Winkelprofils 5
- 5c
- Flansch des Winkelprofils 5
- 6
- Steg des Verbindungsprofils
- 7
- Innenflansch des Verbindungsprofils
- 8
- Versteifungselement
- 8a
- Versteifungsstab
- 8b
- Versteifungsstab
- 9
- Abspannflansch
- 10
- Abspannseil
- 11
- Abschlussprofil
- 11a
- Anlageschenkel des Abschlussprofils 11
- 11b
- Anlageschenkel des Abschlussprofils 11
- 12
- Steg des Abschlussprofils 11
- 13
- Innenflansch des Abschlussprofils 11
- 14
- Versteifungselement
- 14a
- Versteifungsstab
- 14b
- Versteifungsstab
- 15
- Abspannflansch des Abschlussprofils 11
- 16
- Verbindungselement, Verbindungselement in T-Form
- 16a
- Längsteil des Verbindungselementes 16 in T-Form
- 16b
- Querteil des Verbindungselementes 16 in T-Form
- 17
- Messgerätemast
- 17a
- Verstrebung des Messgerätemastes
- 17b
- Messgerätemast
- 18
- Ausleger für Messgeräte M
- 19
- Längsstreben
- 20
- Querstreben
- 21
- Abspannseil
- 22
- Abspannseil
- 23
- Zuganker
- 24
- Rahmenteil
- 24a
- Abspannelemente
- 25
- Fußpunktanordnung
- 26
- Bodenplatte
- 27
- Trägerplatte
- 28
- Abstandsteil
- 29
- Montageplatte
- E
- Erdbereich
- M
- Messgerät
- S
- Schlitz im Ständer 3, Riegelelement 3a, Strebenelement 3b
1. Mastanordnung (1) in Holzfachwerkbauweise mit mehreren Mastabschnitten (2), welche
zur Erstellung der Mastanordnung (1) miteinander verbunden werden und mit mehreren
Ständern (3) ausgebildet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Ständer (3) benachbarter Mastabschnitte (2) mittels an die Außenkontur der Ständer
(3) angepassten und über die Stoßfuge (4) der benachbarten Ständer (3) sich erstreckenden
und an den Ständern (3) flächenschlüssig anliegenden Verbindungsprofilen (5) verbunden
werden, und
- die Verbindungsprofile (5) einen quer zur Profilrichtung verlaufenden Steg (6) aufweisen,
welcher in der Stoßfuge (4) zwischen den Ständern (3) angeordnet ist.
2. Mastanordnung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Steg (6) des Verbindungsprofils (5) mit einem abstehenden Innenflansch (7) ausgebildet
ist, welcher mittels eines Versteifungselementes (8) mit einem Innenflansch (7) eines
gegenüberliegenden Verbindungsprofils (5) verbunden wird.
3. Mastanordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungsprofil (5) außenseitig mit einem Abspannflansch (9) ausgebildet ist,
an welchem ein Abspannseil (10)zum Abspannen der Mastanordnung (1) befestigt ist.
4. Mastanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stegfläche des Steges (6) des Verbindungsprofils (5) mit der Kontur des Querschnittes
der zu verbindenden Ständer (3) ausgebildet ist.
5. Mastanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zur Aufnahme von Messgeräten (M) Ausleger (18) vorgesehen sind, die auf verschiedenen
Höhen im Verbindungsbereich, vorzugsweise mit den Verbindungsprofilen (5) von benachbarten
Mastabschnitten (2) mit der Mastanordnung verbunden sind, wobei die Verbindungsprofile
(5) im Verbindungsbereich über ein Rahmenteil (24) verbunden sind.
6. Mastanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ständer (3) als Kantholz ausgebildet sind.
7. Mastanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungsprofil (5) als Winkelprofil mit im Wesentlichen zueinander rechtwinkligen
Anlageschenkeln (5a, 5b) ausgebildet ist, wobei die Anlageschenkel (5a, 5b) an den
zu verbindenden Ständern (3) anliegen.
8. Mastanordnung (1) nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Winkelprofil (5) an den zu verbindenden Ständern (3) unter Umschließen von deren
Außenkanten an den Ständern (3) anliegt.
9. Mastanordnung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Innenflansch (7) des Winkelprofils (5) hinsichtlich des Ständers (3) innenkantenseitig
angeordnet ist.
10. Mastanordnung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abspannflansch (9) an der von den Anlageschenkeln (5a, 5b) gebildete Eckkante
des Winkelprofils (5) angeformt ist.
11. Mastanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die das Mastende bildenden Ständer (3) jeweils ein an deren Außenkontur angepasstes
Abschlussprofil (11) aufweisen, wobei das Abschlussprofil (11) einen quer zur Profilrichtung
verlaufenden und an der Stirnseite des Ständers (3) anliegenden Steg (12) aufweist
und die Kontur der Stegfläche des Steges (12) wenigstens dem Querschnitt des Ständers
(3) entspricht.
12. Mastanordnung (1) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Steg (12) des Abschlussprofils (11) mit einem abstehenden Innenflansch (13)
ausgebildet ist, welcher mittels eines Versteifungselementes (14) mit einem Innenflansch
(13) eines gegenüberliegenden Abschlussprofils (11) verbunden wird, und
- das Abschlussprofil (11) außenseitig mit einem Abspannflansch (15) ausgebildet ist,
an welchem ein Abspannseil (10) zum Abspannen der Mastanordnung (1) befestigt ist.
13. Mastanordnung (1) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das die Innenflansche (13) der Abschlussprofile (11) verbindende Versteifungselement
(14) zur Aufnahme eines Messgerätes (M) und/oder zur Aufnahme einer Sicherungsabspannung
ausgebildet ist.
14. Mastanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ständer (3) eines Mastabschnittes (2) über Riegelelemente (3a) und Strebenelemente
(3b) mittels Verbindungselementen (16) miteinander verbunden sind.
15. Mastanordnung (1) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement (16) in T-Form mit einem plattenförmigen Längsteil (16a) der
T-Form und einem plattenförmigen Querteil (16b) der T-Form ausgebildet ist, wobei
das Querteil (16b) kraftschlüssig mit einem Ständer (3) verbunden wird und das Längsteil
(16a) über einen stirnseitigen Schlitz (S) der Riegelelemente (3a) und der Strebenelemente
(3b) mit denselben verbunden wird.