[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Beschlag für Fenster, Türen oder dergleichen,
mit einem Getriebe, welches ein zum Schalten des Beschlags um eine erste Drehachse
drehbar gelagertes Eingangselement und ein mit einer ersten Treibstange gekoppeltes
oder koppelbares, verschiebbares erstes Ausgangselement aufweist.
[0002] Derartige Beschläge werden beispielsweise als sogenannte Kantenverschlüsse in Falznuten
eines Flügels des Fensters, der Tür oder dergleichen eingesetzt. Zum Schalten des
Beschlags, z.B. zwecks Verriegeln oder Entriegeln des Flügels gegenüber einem Rahmen,
wird das Eingangselement mittels eines Betätigungselements wie einem Handgriff gedreht.
Das Getriebe setzt diese Drehbewegung in eine Verschiebebewegung einer Treibstange
um, welche ihrerseits die Ver- oder Entriegelung des Flügels bewirkt. Im einfachsten
Fall erfolgt die Umsetzung von der Drehbewegung in eine Verschiebebewegung durch eine
Anordnung aus Ritzel und Zahnstange. D.h. das Eingangselement kann als Ritzel ausgebildet
sein, welches mit einer die Treibstange antreibenden Zahnstange kämmt.
[0003] Getriebe der genannten Art müssen üblicherweise hinsichtlich der Verschiebebewegung
der Treibstange einen bestimmten Mindesthub aufweisen, welcher bei Standardbeschlägen
z.B. 18 mm beträgt. Da der maximale Drehwinkel des Ritzels aus Gründen der einfachen
Bedienbarkeit des Beschlags beschränkt ist, z.B. auf 90°, kommen bei gängigen Beschlaggetrieben
relativ große Ritzel zum Einsatz, welche einen beträchtlichen Bauraum beanspruchen.
Bei vielen Anwendungen ist jedoch nur wenig Platz zum Anordnen des Beschlaggetriebes
vorhanden. Dieses Problem wird dadurch noch verschärft, dass in einem Beschlaggetriebe
häufig auch Bauraum für einen Gegenantrieb vorzusehen ist, welcher dem Antrieb einer
weiteren Treibstange gegenläufig zu der ersten Treibstange dient.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Beschlag der eingangs genannten Art
zu schaffen, der weniger Bauraum beansprucht.
[0005] Die Aufgabe wird durch einen Beschlag mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß ist zum Umsetzen einer Drehbewegung des Eingangselements in eine
Verschiebebewegung des ersten Ausgangselements ein verschiebbares Übertragungselement
vorgesehen, welches durch Drehen des Eingangselements zu einer Verschiebebewegung
antreibbar ist, wobei in oder an dem verschiebbaren Übertragungselement ein erstes
Zwischenzahnrad drehbar gelagert ist, welches mit einem ersten, gehäusefesten Zahnstangenabschnitt
und mit einem zweiten, an dem ersten Ausgangselement vorgesehenen Zahnstangenabschnitt
kämmt. Die Umsetzung einer Drehbewegung des Eingangselements in eine Verschiebebewegung
des Übertragungselements kann z.B. dadurch erfolgen, dass das Eingangselement als
Zahnrad ausgebildet ist und mit einem Zahnstangenabschnitt des Übertragungselements
kämmt.
[0007] Bei einer Drehbewegung des Eingangselements und einer dadurch bewirkten Verschiebebewegung
des Übertragungselements rollt das in oder an dem Übertragungselement gelagerte Zwischenzahnrad
an dem gehäusefesten Zahnstangenabschnitt ab und treibt dabei über den zweiten Zahnstangenabschnitt
das erste Ausgangselement zu einer Verschiebebewegung an. Der Hub des ersten Ausgangselements
relativ zu einem gehäusefesten Bezugspunkt setzt sich dabei zusammen aus der Verschiebung
der Drehachse des Zwischenzahnrads einerseits und aus dem durch die Abrollbewegung
des Zwischenzahnrads bewirkten Vortrieb des zweiten Zahnstangenabschnitts relativ
zur Drehachse des Zwischenzahnrads andererseits.
[0008] Durch das verschiebbar gelagerte Zwischenzahnrad wird also in ähnlicher Weise wie
bei einem Planetengetriebe der Hub des Übertragungselements in einen vergrößerten
Hub des ersten Ausgangselements übersetzt. Insbesondere kann dadurch der Hub des ersten
Ausgangselements gegenüber dem Hub des Übertragungselements verdoppelt werden. Dadurch
ist es möglich, für einen vorgegebenen Hub der Treibstange und einen vorgegebenen
maximalen Drehwinkel des Eingangselements ein vergleichsweise kleines Ritzel als Eingangselement
zu verwenden, so dass ein erfindungsgemäßes Beschlaggetriebe besonders platzsparend
gestaltet werden kann.
[0009] Insbesondere hat sich herausgestellt, dass durch eine erfindungsgemäße Gestaltung
ein Beschlag mit einem um etwa 2 mm geringeren Hinterdornmaß bereitgestellt werden
kann als dies bei Verwendung herkömmlicher Getriebearten möglich ist. Unter dem Hinterdornmaß
wird auf dem Fachgebiet der Abstand zwischen der Mittelachse des Antriebsdorns und
der treibstangenfernen Abschlussfläche des Getriebes verstanden. Die durch die Erfindung
ermöglichte Verringerung des Hinterdornmaßes eines Beschlags ist insbesondere bei
so genannten englischen Fenstern vorteilhaft, welche nach außen geöffnet werden. Bei
solchen Fenstern steht nämlich aufgrund der Dimension des Fensterflügels besonders
wenig Bauraum zur Verfügung.
[0010] Die meisten standardmäßig verwendeten Beschläge in England weisen ein Dornmaß von
20 mm oder von 22 mm auf. Unter dem Dornmaß wird auf dem Fachgebiet der Abstand zwischen
der Mittelachse des Antriebsdorns und der Vorderfläche der Stulpschiene verstanden.
Die Bauhöhe des Getriebes setzt sich also aus dem Dornmaß und dem Hinterdornmaß zusammen.
Da zur Aufnahme des Getriebegehäuses üblicherweise eine Metallarmierung im Falz des
Flügels vorgesehen ist, können Beschläge mit einem Dornmaß von 22 mm im Allgemeinen
nicht in Flügeln eingesetzt werden, welche für Beschläge mit einem Dornmaß von 20
mm ausgebildet sind. Durch die Verringerung der Bauhöhe des Getriebegehäuses ermöglicht
die Erfindung jedoch die Verwendung eines einzigen Getriebetyps für beide Arten von
Flügeln.
[0011] Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung
sowie den beigefügten Zeichnungen angegeben.
[0012] Bevorzugt ist das erste Zwischenzahnrad um eine rechtwinklig zu der ersten Drehachse
verlaufende zweite Drehachse drehbar gelagert. D.h. das Zwischenzahnrad ist quer zu
dem beispielsweise als Antriebsritzel ausgebildeten Eingangselement angeordnet. Der
erste und der zweite Zahnstangenabschnitt können somit seitlich neben dem Zwischenzahnrad
angeordnet werden, so dass die hinsichtlich des Dornmaßes relevante Bauhöhe des Getriebes
besonders gering gehalten werden kann.
[0013] Weiterhin kann das Übertragungselement parallel zu dem ersten Ausgangselement linear
verschiebbar gelagert sein. Dies ermöglicht einen besonders kompakten Aufbau, da die
beiden Elemente z.B. unmittelbar nebeneinander angeordnet werden können, z.B. aneinander
vorbei gleitend.
[0014] Wie vorstehend erwähnt kann das Eingangselement ein Eingangszahnrad sein, welches
mit einem an dem verschiebbaren Übertragungselement vorgesehenen Übertragungselement-Zahnstangenabschnitt
kämmt. Dies ermöglicht eine besonders einfache und kompakte Umsetzung einer Drehbewegung
des Eingangselements in eine lineare Verschiebebewegung des ersten Ausgangselements.
Gemäß einer besonders einfachen Ausgestaltung ist das Übertragungselement selbst als
Zahnstange ausgebildet.
[0015] Das Eingangszahnrad weist bevorzugt eine Verzahnung auf, die auf einen Winkelbereich
von maximal ca. 180° beschränkt ist. D.h. das Eingangszahnrad ist vorzugsweise im
Längsschnitt nicht vollkreisförmig, sondern z.B. halbkreis- oder viertelkreisförmig.
Dies ermöglicht eine weitere Verringerung der Bauhöhe und insbesondere des Hinterdornmaßes.
[0016] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist das Getriebe in ein insbesondere fest
mit einer Stulpschiene des Beschlags verbundenes Gehäuse integriert. Dieses Gehäuse
kann vergleichsweise klein gestaltet werden, so dass es sowohl in Aufnahmen für 20
mm-Beschläge als auch in Aufnahmen für 22 mm-Beschläge sowie sowohl für nach innen
öffnende Fenster als auch für englische Fenster eingesetzt werden kann.
[0017] Eine Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Übertragungselement und das
erste Ausgangselement in jeweiligen Gleitführungen des Gehäuses geführt sind. Hierdurch
ergibt sich ein besonders einfacher und platzsparender Aufbau.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind der erste und der zweite
Zahnstangenabschnitt an bezüglich der Drehachse des Zwischenzahnrads gegenüberliegenden
Seiten des Zwischenzahnrads angeordnet. Das Zwischenzahnrad stützt sich dann also
bei einem Schalten des Beschlags auf einer Seite an dem gehäusefesten ersten Zahnstangenabschnitt
ab und treibt auf der anderen Seite den verschiebbaren zweiten Zahnstangenabschnitt
an. Die Rotationsachse des Zwischenzahnrads wandert dabei geradlinig zwischen den
beiden Zahnstangenabschnitten entlang. Das Zwischenzahnrad kann hierbei relativ klein
sein, so dass eine besonders kompakte Konstruktion möglich ist.
[0019] Der Beschlag kann ferner ein zweites Ausgangselement des Getriebes umfassen, welches
mit einer zweiten Treibstange gekoppelt oder koppelbar ist, wobei das erste und das
zweite Ausgangselement über eine Einrichtung zur Richtungsumkehr miteinander gekoppelt
sind. Somit kann ein Gegenantriebsmechanismus realisiert werden, wie er bei vielen
Beschlaganordnungen gefordert ist.
[0020] Insbesondere kann zur Richtungsumkehr ein zweites Zwischenzahnrad vorgesehen sein,
welches mit dem zweiten Zahnstangenabschnitt oder mit einem sich in einer Verlängerung
zu diesem erstreckenden weiteren Zahnstangenabschnitt des ersten Ausgangselements
und mit einem Gegen-Zahnstangenabschnitt des zweiten Ausgangselements kämmt. Durch
ein solches Zwischenzahnrad kann auf besonders einfache und platzsparende Weise eine
Richtungsumkehr bewirkt werden. Aufgrund der Kopplung durch zwei quer zu dem Eingangsritzel
angeordnete Zwischenzahnräder müssen die gegeneinander verschiebbaren Ausgangselemente
nicht überlappend angeordnet sein, sondern können sich beim Verschieben in einer gemeinsamen
Ebene bewegen, wobei sie z.B. in einer Endstellung aneinander anschlagen. Demgegenüber
ist bei herkömmlichen Beschlägen eine Abkröpfung erforderlich, da beide Ausgangselemente
bzw. Treibstangen über ein gemeinsames Ritzel geführt werden müssen.
[0021] Es kann vorgesehen sein, dass der zweite oder der weitere Zahnstangenabschnitt des
ersten Ausgangselements und der Gegen- Zahnstangenabschnitt des zweiten Ausgangselements
an bezüglich einer Drehachse des zweiten Zwischenzahnrads gegenüberliegenden Seiten
des zweiten Zwischenzahnrads angeordnet sind. Das zweite Zwischenzahnrad befindet
sich bei dieser Ausgestaltung zwischen den beiden Zahnstangenabschnitten und verschiebt
diese in gegenläufiger Weise. Der Aufbau einer solchen Anordnung ist besonders kompakt.
[0022] Das zweite Zwischenzahnrad kann unverschiebbar in oder an einem gehäusefesten Element
des Getriebes gelagert sein. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn am Gegenantrieb
keine weitere Huberhöhung erforderlich ist, da sich der zweite oder der weitere Zahnstangenabschnitt
des ersten Ausgangselements ja bereits um den gegenüber dem Übertragungselement vergrößerten
Hub bewegt. Ist hingegen eine größere Huberhöhung gewünscht, so können das zweite
und/oder weitere Zwischenzahnräder in analoger Weise zu dem ersten Zwischenzahnrad
verschiebbar gelagert sein.
[0023] Vorzugsweise weisen das erste und das zweite Zwischenzahnrad den gleichen Radius
und die gleiche Zähnezahl auf. Dies ermöglicht eine besonders einfache und kompakte
Konstruktion.
[0024] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Eingangselement mit einem
Betätigungselement des Beschlags gekoppelt oder koppelbar. Bei dem Betätigungselement
kann es sich insbesondere um einen Handgriff handeln. Von dem Betätigungselement kann
z.B. in bekannter Weise ein Vierkantdorn abstehen, welcher formschlüssig in eine entsprechend
gestaltete Vierkantaufnahme des Eingangselements eingreift.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.
- Fig. 1-3
- sind Teilansichten eines erfindungsgemäßen Beschlags, wobei jeweils einzelne Bauteile
zur Verdeutlichung weggelassen sind.
- Fig. 4
- zeigt ein Übertragungselement eines Getriebes des Beschlags gemäß Fig. 1-3.
- Fig. 5
- zeigt eine Antriebsschiene eines Getriebes des Beschlags ge-mäß Fig. 1-3.
- Fig. 6
- zeigt eine weitere Antriebsschiene des Getriebes des Beschlags gemäß Fig. 1-3.
[0026] Der in Fig. 1-3 gezeigte Beschlag umfasst ein Getriebe 14 mit einem Eingangselement
in Form eines Eingangszahnrads 16 und zwei gegenläufig verschiebbaren Antriebsschienen
18, 20 (Fig. 3), welche ein erstes und ein zweites Ausgangselement des Getriebes 14
bilden. Das Eingangszahnrad 16 umfasst eine Verzahnung 17 und ist zum Schalten des
Beschlags um eine erste Drehachse R1 drehbar gelagert. Die Verzahnung 17 des Eingangszahnrads
16 ist auf einen Winkelbereich von etwas mehr als 180° um die erste Drehachse R1 beschränkt.
Das Getriebe 14 ist in ein Gehäuse 22 mit einem Grundkörper 23 und einem nicht dargestellten
Deckelelement integriert. Über Befestigungsfortsätze 24 ist das Gehäuse 22 an einer
nicht dargestellten Stulpschiene befestigbar.
[0027] Die erste Antriebsschiene 18 und die zweite Antriebsschiene 20 sind jeweils entlang
ihrer Längsachsen in und entgegen einer Verschieberichtung V, welche rechtwinklig
zu der ersten Drehachse R1 verläuft, verschiebbar in dem Gehäuse 22 angeordnet. An
jeweiligen Seitenflächen 25 der Antriebsschienen 18, 20 sind zu diesem Zweck Gleitführungselemente
26 vorgesehen, welche mit Gleitführungen 27 des Gehäuses 22 in Eingriff stehen (Fig.
2). An den Antriebsschienen 18, 20 sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
Vierkantzapfen 28, 30 angeformt, welche zum formschlüssigen Eingreifen in entsprechende
Ausnehmungen von nicht dargestellten Treibstangen des Beschlags dienen. Bei entsprechend
langer Ausbildung, wie sie am Vierkantzapfen 30 zu erkennen ist, kann dieser auch
gleichzeitig als Riegelzapfen verwendet werden. Eine zentrale Durchführung 31 des
Eingangszahnrads 16 weist einen rechteckigen Querschnitt auf, welcher für den formschlüssigen
Eingriff eines Vierkantdorns eines Betätigungselements angepasst ist.
[0028] Das Gehäuse 22 kann in eine Ausnehmung in einem Falz eines Flügels eines Fensters,
einer Tür oder dergleichen eingesetzt werden.
[0029] Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, ist ein schienenartiges Übertragungselement
32 antriebswirksam zwischen dem Eingangszahnrad 16 und der ersten Antriebsschiene
18 angeordnet. Das Übertragungselement 32 ist mittels Gleitführungselementen 33 parallel
zu den Antriebsschienen 18, 20 verschiebbar in dem Gehäuse 22 gelagert. An der in
den Figuren 1 - 3 unteren Seite 34 des Übertragungselements 32 ist ein in den Darstellungen
gemäß Fig. 1 - 3 nicht sichtbarer Übertragungselement-Zahnstangenabschnitt 35 (Fig.
4) vorgesehen, welcher mit dem Eingangszahnrad 16 kämmt. Somit kann das Übertragungselement
32 durch Drehen des Eingangszahnrads 16 zu einer Verschiebebewegung in oder entgegen
der Verschieberichtung V angetrieben werden.
[0030] An der oberen Seite 36 des Übertragungselements 32 ist ein erstes Zwischenzahnrad
38 angeordnet, welches um eine zur ersten Drehachse R1 rechtwinklig verlaufende zweite
Drehachse R2 drehbar an dem Übertragungselement 32 gelagert ist. Das erste Zwischenzahnrad
38 kämmt mit einem unverschiebbaren ersten Zahnstangenabschnitt 40 des Gehäuses 22.
An seiner bezüglich der zweiten Drehachse R2 gegenüberliegenden Seite kämmt das erste
Zwischenzahnrad 38 mit einem, in Fig. 1-3 ebenfalls nicht sichtbaren, zweiten Zahnstangenabschnitt
51 (Fig. 6), welcher an die erste Antriebsschiene 18 angeformt ist.
[0031] Ein zweites Zwischenzahnrad 44, welches den gleichen Radius und die gleiche Zähnezahl
aufweist wie das erste Zwischenzahnrad 38 und vorzugsweise identisch zu diesem gestaltet
ist, ist um eine parallel zu der zweiten Drehachse R2 verlaufende dritte Drehachse
R3 drehbar, jedoch unverschiebbar in dem Gehäuse 22 gelagert. Das zweite Zwischenzahnrad
44 kämmt mit einem weiteren Zahnstangenabschnitt der ersten Antriebsschiene 18, welcher
wie in Fig. 6 bei 52 gezeigt als Verlängerung des zweiten Zahnstangenabschnitts 51
ausgebildet ist. An seiner bezüglich der dritten Drehachse R3 gegenüberliegenden Seite
kämmt das zweite Zwischenzahnrad 44 mit einem in Fig. 5 erkennbaren Gegen-Zahnstangenabschnitt
50 der zweiten Antriebsschiene 20.
[0032] In Fig. 4 ist das Übertragungselement 32 aus dem Getriebe 14 herausgelöst dargestellt.
In dieser Darstellung ist insbesondere der Übertragungselement-Zahnstangenabschnitt
35 erkennbar.
[0033] In ähnlicher Weise zeigt Fig. 5 die zweite Antriebsschiene 20 in aus dem Getriebe
14 herausgelöstem Zustand. Wie aus dieser Darstellung hervorgeht, ist der Gegen-Zahnstangenabschnitt
50 direkt an die zweite Antriebsschiene 20 angeformt.
[0034] Aus Fig. 6 geht hervor, dass die erste Antriebsschiene 18 mit einer Aussparung 45
versehen ist, um ein seitliches aneinander vorbei Gleiten der Antriebsschienen 18,
20 zu ermöglichen. Die Antriebsschienen 18, 20 können daher in einer gemeinsamen Ebene
verschoben werden. In der in Fig. 1-3 gezeigten Ausgangsstellung stoßen die Antriebsschienen
18, 20 aneinander an. Die Positionen des zweiten Zahnstangenabschnitts 51 sowie des
weiteren Zahnstangenabschnitts 52 sind in Fig. 6 durch entsprechende Pfeile verdeutlicht.
[0035] Wenn ein Benutzer zum Schalten des Beschlags das Eingangszahnrad 16 mittels eines
Betätigungselements z.B. ausgehend von der in Fig. 1-3 dargestellten Stellung entgegen
dem Uhrzeigersinn dreht, wird das Übertragungselement 32 in der Verschieberichtung
V verschoben. Dabei wird auch das erste Zwischenzahnrad 38 in der Verschieberichtung
V verschoben, wobei es auf dem gehäusefesten ersten Zahnstangenabschnitt 40 abrollt.
Über den gegenüberliegenden Zahnstangenabschnitt 51 der ersten Antriebsschiene 18
wird hierbei die erste Antriebsschiene 18 ebenfalls in der Verschieberichtung V verschoben.
Aufgrund der verschiebbaren Lagerung des ersten Zwischenzahnrads 38 ist der Hub, den
die erste Antriebsschiene 18 bei einer Drehung des Eingangszahnrads 16 um einen bestimmten
Drehwinkel ausführt, doppelt so groß wie der entsprechende Hub des Übertragungselements
32. Gleichzeitig wird die zweite Antriebsschiene 20 um denselben doppelten Hub, jedoch
entgegen der Verschieberichtung V verschoben, wobei die Richtungsumkehr durch das
zweite Zwischenzahnrad 44 herbeigeführt wird. Über die Vierkantzapfen 28, 30 wird
die Verschiebebewegung der Antriebsschienen 18, 20 in eine entsprechende Bewegung
der Treibstangen des Beschlags umgesetzt.
[0036] Somit wird eine Drehbewegung des relativ klein ausgestalteten Eingangszahnrads 16
über das beweglich gelagerte Zwischenzahnrad 38 in einen relativ großen Treibstangenhub
umgewandelt. Im Vergleich zu gängigen Beschlägen kann somit der für das Getriebe 14
benötigte Bauraum verringert werden.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 14
- Getriebe
- 16
- Eingangszahnrad
- 17
- Verzahnung
- 18
- erste Antriebsschiene
- 20
- zweite Antriebsschiene
- 22
- Gehäuse
- 23
- Grundkörper
- 24
- Befestigungsfortsatz
- 25
- Seitenfläche
- 26
- Gleitführungselement
- 27
- Gleitführung
- 28
- Vierkantzapfen der ersten Antriebsschiene
- 30
- Vierkantzapfen der zweiten Antriebsschiene
- 31
- Durchführung
- 32
- Übertragungselement
- 33
- Gleitführungselement
- 34
- untere Seite des Übertragungselements
- 35
- Übertragungselement-Zahnstangenabschnitt
- 36
- obere Seite des Übertragungselements
- 38
- erstes Zwischenzahnrad
- 40
- erster Zahnstangenabschnitt
- 44
- zweites Zwischenzahnrad
- 45
- Aussparung
- 50
- Gegen-Zahnstangenabschnitt
- 51
- zweiter Zahnstangenabschnitt
- 52
- weiterer Zahnstangenabschnitt
- R1
- erste Drehachse
- R2
- zweite Drehachse
- R3
- dritte Drehachse
- V
- Verschieberichtung
1. Beschlag für Fenster, Türen oder dergleichen, mit einem Getriebe (14), welches ein
zum Schalten des Beschlags um eine erste Drehachse (R1) drehbar gelagertes Eingangselement
(16) und ein mit einer ersten Treibstange gekoppeltes oder koppelbares, verschiebbares
erstes Ausgangselement (18) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
zum Umsetzen einer Drehbewegung des Eingangselements (16) in eine Verschiebebewegung
des ersten Ausgangselements (18) ein verschiebbares Übertragungselement (32) vorgesehen
ist, welches durch Drehen des Eingangselements (16) zu einer Verschiebebewegung antreibbar
ist,
wobei in oder an dem verschiebbaren Übertragungselement (32) ein erstes Zwischenzahnrad
(38) drehbar gelagert ist, welches mit einem ersten, gehäusefesten Zahnstangenabschnitt
(40) und mit einem zweiten, an dem ersten Ausgangselement (18) vorgesehenen Zahnstangenabschnitt
(51) kämmt.
2. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Zwischenzahnrad (38) um eine rechtwinklig zu der ersten Drehachse (R1) verlaufende
zweite Drehachse (R2) drehbar gelagert ist.
3. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Übertragungselement (32) parallel zu dem ersten Ausgangselement (18) linear verschiebbar
gelagert ist.
4. Beschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Eingangselement (16) ein Eingangszahnrad ist, welches mit einem an dem verschiebbaren
Übertragungselement (32) vorgesehenen Übertragungselement-Zahnstangenabschnitt (35)
kämmt.
5. Beschlag nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Eingangszahnrad (16) eine Verzahnung (17) aufweist, die auf einen Winkelbereich
von maximal ca. 180° beschränkt ist.
6. Beschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurchgekennzeichnet, dass
das Getriebe (14) in ein insbesondere fest mit einer Stulpschiene des Beschlags verbundenes
Gehäuse (22) integriert ist.
7. Beschlag nach Anspruch 6,
dadurchgekennzeichnet, dass
das Übertragungselement (32) und das erste Ausgangselement (18) in jeweiligen Gleitführungen
(27) des Gehäuses (22) geführt sind.
8. Beschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurchgekennzeichnet, dass
der erste und der zweite Zahnstangenabschnitt (40, 51) an bezüglich der Drehachse
(R2) des Zwischenzahnrads (38) gegenüberliegenden Seiten des Zwischenzahnrads (38)
angeordnet sind.
9. Beschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurchgekennzeichnet, dass
der Beschlag ein zweites Ausgangselement (20) des Getriebes (14) umfasst, welches
mit einer zweiten Treibstange gekoppelt oder koppelbar ist, wobei das erste und das
zweite Ausgangselement (18, 20) über eine Einrichtung (44) zur Richtungsumkehr miteinander
gekoppelt sind.
10. Beschlag nach Anspruch 9,
dadurchgekennzeichnet, dass
zur Richtungsumkehr ein zweites Zwischenzahnrad (44) vorgesehen ist, welches mit dem
zweiten Zahnstangenabschnitt (51) oder mit einem sich in einer Verlängerung zu diesem
erstreckenden weiteren Zahnstangenabschnitt (52) des ersten Ausgangselements (18)
und mit einem Gegen-Zahnstangenabschnitt (50) des zweiten Ausgangselements (20) kämmt.
11. Beschlag nach Anspruch 10,
dadurchgekennzeichnet, dass
der zweite oder der weitere Zahnstangenabschnitt (51, 52) des ersten Ausgangselements
(18) und der Gegen-Zahnstangenabschnitt (50) des zweiten Ausgangselements (20) an
bezüglich einer Drehachse (R3) des zweiten Zwischenzahnrads (44) gegenüberliegenden
Seiten des zweiten Zwischenzahnrads (44) angeordnet sind.
12. Beschlag nach Anspruch 10 oder 11,
dadurchgekennzeichnet, dass
das zweite Zwischenzahnrad (44) unverschiebbar in oder an einem gehäusefesten Element
(23) des Getriebes (14) gelagert ist.
13. Beschlag nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurchgekennzeichnet, dass
das erste und das zweite Zwischenzahnrad (38, 44) den gleichen Radius und die gleiche
Zähnezahl aufweisen.
14. Beschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurchgekennzeichnet, dass
das Eingangselement (16) mit einem Betätigungselement des Beschlags gekoppelt oder
koppelbar ist.