[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einbauleuchte zur Befestigung in einer Öffnung
einer Decke oder Wand.
[0002] Derartige Einbauleuchten kommen häufig in einer großen Anzahl zur Innenbeleuchtung
in Gebäuden zum Einsatz, um von der Decke oder Wand eines Raumes o.ä. einen bestimmten
Raumbereich optimal auszuleuchten.
[0003] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Ausführungsform
für eine solche Einbauleuchte anzugeben.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs 1.
Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.
[0005] Die erfindungsgemäße Einbauleuchte weist einen Trägerring auf, welcher an einem die
Öffnung einfassenden Öffnungsrand anbringbar ist. Der Trägerring kann als separates
Bauteil vor der Montage der eigentlichen Einbauleuchte an dem die Öffnung einfassenden
Öffnungsrand angebracht werden. Die Montage des Trägerrings kann dann, falls sich
die Öffnung in einer Decke befindet, von unten erfolgen, bzw. wenn die Öffnung in
einer Wand vorgesehen ist, von einer Vorderseite aus erfolgen. In beiden Fällen bedeutet
dies, dass die Öffnung für einen Monteur der Einbauleuchte leicht zugänglich ist und
keine besonders aufwändigen Maßnahmen erforderlich sind, um den Trägerring an der
Öffnung anzubringen. Die erfindungsgemäße Einbauleuchte kann also auf technisch einfache
Weise und insbesondere mit geringem baulichem Aufwand montiert werden.
[0006] Hierzu kann der Trägerring beispielsweise mittels geeigneter Winkelelemente, welche
auf einer Rückseite der Decke bzw. Wand mittels Verschrauben an dieser befestigt sind,
an der jeweiligen Wand bzw. Decke montiert werden. Der Trägerring kann dabei je nach
Typ der zu montierenden Einbauleuchte in einem in der Öffnung montierten Zustand über
die Öffnung der Decke bzw. Wand überstehen oder mit der Oberfläche der Decke bzw.
Wand fluchten.
[0007] Die erfindungsgemäße Einbauleuchte umfasst des Weiteren einen Funktionsträger, der
eine Befestigungsvorrichtung aufweist, mittels welcher der Funktionsträger in Umfangsrichtung
drehbar an dem Trägerring befestigt ist. An dem Funktionsträger selbst ist eine Leuchteinheit
befestigt, mittels welcher ein Raumbereich unterhalb der Decke bzw. seitlich der Wand
ausgeleuchtet werden kann. Die Drehbarkeit des Funktionsträgers ermöglicht eine optimierte
Justage der an diesem befestigten Leuchteinheit und somit auch eine einfache und präzise
geometrische Ausrichtung des von der Leuchteinheit erzeugten Lichtkegels. Die erfindungsgemäße
Einbauleuchte ermöglicht die Befestigung der Leuchteinheit sowie des Reflektorelements,
bevor der Funktionsträger an dem Trägerring befestigt wird. Selbst nach einer solchen
Befestigung des Funktionsträgers und damit der Leuchteinheit sowie eines Reflektorelements
an dem Trägerring bleibt der Funktionsträger in Umfangsrichtung drehbar. Somit kann
die Leuchteinheit, insbesondere bezüglich eines von ihr erzeugten Lichtkegels, auch
nach der Montage des Funktionsträgers an dem Trägerring ausgerichtet werden. Die erfindungsgemäße
Einbauleuchte kann also auf sehr einfache Weise an der jeweiligen Öffnung der Decke
bzw. Wand montiert werden und erlaubt auch nach der Montage eine sehr flexible Justage
der Leuchteinheit durch Drehen des Funktionsträgers in Umfangsrichtung.
[0008] Zur Erzeugung einer verbesserten räumlichen Abstrahlungscharakteristik umfasst die
erfindungsgemäße Einbauleuchte neben der Leuchteinheit auch ein lösbar an dem Funktionsträger
befestigtes Reflektorelement zur Reflexion von von der Leuchteinheit emittiertem und
auf das Reflektorelement treffendem Licht. Das Reflektorelement ist dabei vorzugsweise
derart an dem Funktionsträger befestigt, dass von der Leuchteinheit vom zu beleuchtenden
Raumbereich weg emittiertes Licht wieder in Richtung dieses Raumbereichs hin reflektiert
wird. Auf diese Weise wird die Lichteffizienz der gesamten Einbauleuchte erheblich
gesteigert.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Befestigungsvorrichtung als ClipVerbindung
ausgebildet sein. Auf diese Weise kann der Funktionsträger sehr schnell und dennoch
mechanisch stabil an dem Trägerring befestigt werden. Gleichzeitig erlaubt eine solche
Clip-Verbindung das erfindungsgemäße Drehen des Funktionsträgers in Umfangsrichtung,
wenn der Funktionsträger bereits an dem Trägerring befestigt ist. Zudem ermöglicht
die Clip-Verbindung auch eine einfache Demontage des Funktionsträgers von dem Trägerring,
beispielsweise wenn die Leuchteinheit oder/und das Reflektorelement gereinigt oder
repariert werden soll.
[0010] In einer weiterbildenden und technisch besonders einfach zu realisierenden Ausführungsform
kann die Clip-Verbindung mindestens ein in eine radiale Richtung des Funktionsträgers
vorgespanntes Einrastelement umfassen, welches zum Halten des Funktionsträgers an
dem Trägerring mit einem an diesem vorgesehenen komplementären Halteelement verrastet
sein kann. Ein derartiger Rastmechanismus erlaubt eine besonders einfache und zuverlässige
Montage des Funktionsträgers an dem Trägerring, da ein Einrasten des vorgespannten
Einrastelements in das Halteelement des Trägerrings bei der Montage des Funktionsträgers
am Trägerring haptisch oder/und akustisch von einem Werker wahrgenommen werden kann.
Mittels eines einfachen Ausrastens des Einrastelements aus dem Halteelement des Trägerrings
durch einen Werker kann der Funktionsträger schnell und einfach wieder von dem Trägerring
entfernt werden.
[0011] In einer technisch besonders einfach und somit auch besonders kostengünstig zu realisierenden
Ausführungsform kann der Funktionsträger einen Grundkörper aufweisen, wobei das jeweilige
Einrastelement als wenigstens ein von dem Grundkörper axial abstehender Rastkörper
mit radialer Rastkontur ausgebildet sein kann, welcher zum Entfernen des Funktionsträgers
aus dem Trägerring unter Aufwendung einer externen Kraft elastisch radial nach innen
drückbar ist. Ein derartiges Einrastelement erlaubt ein unkompliziertes Entfernen
des Funktionsträgers vom Trägerring, falls dies beispielsweise zu Wartungszwecken
erforderlich sein sollte. Selbstverständlich kann an dem Funktionsträger bzw. Trägerring
mehr als ein Einrastelement bzw. Halteelement vorgesehen sein. Besonders bevorzugt
ist eine Ausführungsform, bei welcher zwei gegenüberliegende Einrastelemente bzw.
Haltelemente vorgesehen sind.
[0012] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann die Clip-Verbindung zwei in einer
Umfangsrichtung des Funktionsträgers gegenüberliegende Einrastelemente aufweisen,
welche jeweils einen Rastkörper enthalten. Entsprechend sind dann auch zwei gegenüberliegende
Halteelemente am Trägerring vorgesehen.
[0013] In einer bevorzugten, fertigungstechnisch besonders einfach zu realisierenden Ausführungsform
ist der Grundkörper als Hohlzylinder ausgebildet, die beiden Rastkörper hingegen als
Einrastdome, die axial vom Hohlzylinder abstehen.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist in jedem Einrastdom eine Griffmulde vorgesehen,
die als sich radial nach innen und entlang der axialen Richtung erstreckende Ausnehmung
ausgebildet ist. Eine solche Griffmulde erleichtert es einem Werker, die Clipverbindung
zwischen Trägerring und Funktionsträger durch Zusammendrücken der beiden Einrastdome
zu lösen.
[0015] Besonders zweckmäßig ist daher jede der beiden Griffmulden zur Aufnahme eines menschlichen
Fingers ausgebildet.
[0016] In einer mechanisch besonders stabilen, weiterbildenden Ausführungsform kann das
Einrastelement jeweils integral am Funktionsträger ausgeformt sein.
[0017] In einer weiterbildenden Ausführungsform kann die Leuchteinheit eine zu der axialen
Achse des Funktionsträgers korrespondierende axiale Achse aufweisen und wenigstens
eine der folgenden Komponenten umfassen:
- a) Zumindest ein Leuchtmittel zur Emission von Licht,
- b) Eine elektronische/elektrische Steuerungseinheit zur Ansteuerung des Leuchtmittels,
- c) Einen Kühlkörper zur Kühlung des Leuchtmittels.
[0018] Da alle diese Komponenten Teil der Leuchteinheit sind, werden diese als Ganzes an
dem Funktionsträger befestigt und der Funktionsträger wiederum, wie bereits erläutert,
an dem Trägerring montiert. Ein derart modularer Aufbau der gesamten Einbauleuchte
ermöglicht eine besonders einfache Montage einer viele Einzelkomponenten aufweisenden
Einbauleuchte. Um einem Werker der Einbauleuchte eine Ausrichtung bzw. Justage des
von der Leuchteinheit erzeugten Lichtkegels auch nach dem Befestigen des Funktionsträgers
einschließlich der Leuchteinheit an dem Trägerring zu ermöglichen, kann die Leuchteinheit
mittels einer Kippvorrichtung relativ zum Funktionsträger in einer vorbestimmten Kipp-Ebene
zwischen einer koaxialen Position, in welcher die axialen Achsen des Funktionsträgers
und der Leuchteinheit koaxial zueinander angeordnet sind, und einer maximalen Kipp-Position
kippbar sein, in welcher die beiden axialen Achsen in einem maximalen Kippwinkel zueinander
angeordnet sind.
[0019] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform beträgt der maximale Kippwinkel in
der vorbestimmten Kipp-Ebene ca. 30°. Mittels einer derartigen Begrenzung des maximal
möglichen Kippwinkels lässt sich die Leuchteinheit technisch einfach aufgebaut halten,
was sich günstig auf die Herstellungskosten der Einbauleuchte auswirkt.
[0020] Nach erfolgter Montage des Funktionsträgers samt Leuchteinheit an dem Trägerring
und nach einer damit verbundenen Justage des von der Leuchteinheit erzeugten Lichtkegels
ist es im Praxiseinsatz der erfindungsgemäßen Einbauleuchte wünschenswert, dass der
derart justierte Lichtkegel nicht auf unerwünschte Weise verstellt wird. Zu diesem
Zweck kann die Kippvorrichtung in einer besonders bevorzugten Ausführungsform ein
Fixierelement umfassen, mittels welchem die Leuchteinheit am Funktionsträger unter
dem eingestellten Kippwinkel fixierbar ist.
[0021] Eine konstruktiv besonders einfach zu realisierende Ausführungsform ergibt sich,
wenn die Kippvorrichtung mit wenigstens einem in der Leuchteinheit vorgesehenes Langloch
ausgestattet wird, und als Fixierelement eine Befestigungsschraube, etwa eine Rändelschraube,
herangezogen wird. Zur Aufnahme der Befestigungsschraube umfasst der Funktionsträger
eine entsprechende Gewindebohrung.
[0022] Folglich durchgreift die Befestigungsschraube in einem am Funktionsträger fixierten
Zustand der Leuchteinheit das Langloch und in der Gewindebohrung aufgenommen ist,
so dass Befestigungsschraube die Leuchteinheit gegen den Funktionsträger drückt.
[0023] Die gewünschte Verstellbarkeit des Kippwinkels lässt sich konstruktiv besonders einfach
realisieren, indem das Langloch bezüglich einer Draufsicht gekrümmt ausgebildet wird.
[0024] Zu Reinigungszwecken kann es erforderlich sein, das Reflektorelement separat von
den anderen Bauteilen der Einbauleuchte vom Funktionsträger zu demontieren. Zu diesem
Zweck kann in einer bevorzugten Ausführungsform das Reflektorelement mittels einer
Clip-Verbindung an dem Funktionsträgerteil lösbar befestigt sein.
[0025] Um einem Werker der Einbauleuchte die Montage auch einer sehr großen Anzahl an solchen
Einbauleuchten zu erleichtern, kann der Funktionsträger in einer weiterbildenden Ausführungsform
derart ausgebildet sein, dass er mit daran angebrachter Leuchteinheit durch die Öffnung
hindurch an einem bereits am Öffnungsrand befestigten Trägerring angebaut wird.
[0026] Entsprechend kann in einer weiterbildenden Ausführungsform auch das Reflektorelement
durch die Öffnung hindurch an den bereits am Trägerring befestigten Funktionsträger
angebaut werden.
[0027] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0028] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0029] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
[0030] Es zeigen, jeweils schematisch
- Fig. 1
- Funktionsträger und Trägerring der erfindungsgemäßen Einbauleuchte als separate Bauteile,
- Fig. 2
- Funktionsträger und Trägerring der erfindungsgemäßen Einbauleuchte in einem montierten
Zustand,
- Fig. 3
- einen Längsschnitts von Funktionsträger und Trägerring in einem nicht-verrasteten
Zustand,
- Fig. 4
- einen Längsschnitts von Funktionsträger und Trägerring in einem verrasteten Zustand,
- Fig.5
- die erfindungsgemäße Einbauleuchte in einer Explosionsdarstellung,
- Fig.6
- die erfindungsgemäße Einbauleuchte in einem in einer Decke montierten Zustand,
- Fig.7
- eine isometrische Ansicht der erfindungsgemäßen Einbauleuchte mit verkippter Leuchteinheit,
- Fig.8
- eine technische Realisierungsmöglichkeit einer Kipp-Vorrichtung zum verkippten Fixieren
der Leuchteinheit am Funktionsträger.
[0031] In der Figur 1 ist ein Trägerring einer erfindungsgemäßen Einbauleuchte 1, welche
in einer Öffnung einer Decke oder Wand befestigt werden kann, dargestellt und mit
2 bezeichnet. Die Figur 5 zeigt die gesamte erfindungsgemäße Einbauleuchte 1 in einer
Explosionsdarstellung. Ferner zeigt die Fig. 6 die Einbauleuchte 1 in einem an einer
Decke 5 montierten Zustand.
[0032] Der Trägerring 2 ist an einem die Öffnung 3 einfassenden Öffnungsrand 4 anbringbar
(vgl. Fig. 6). Eine solche Öffnung 3 samt Öffnungsrand 4 ist der Übersichtlichkeit
halber in der Figur 1 nicht gezeigt, wird nachfolgend jedoch im Zusammenhang mit der
Figur 6 noch genauer erläutert werden.
[0033] Der Trägerring 2 kann als separates Bauteil vor der Montage der eigentlichen Einbauleuchte
1 an dem die Öffnung 3 einfassenden Öffnungsrand 4 angebracht werden. Dies ist in
der Darstellung der Figur 6 gezeigt, welche die komplette Einbauleuchte 1 in einem
an der Decke 5 montierten Zustand zeigt. Die Montage des Trägerrings 2 kann von unten
erfolgen, sodass der für die Montage der Einbauleuchte 1 relevante Umgebungsbereich
der Öffnung 3 von einem Werker ohne größeren Aufwand zugänglich ist. Der Trägerring
2 lässt sich also auf technisch einfache Weise und mit geringem baulichem Aufwand
montieren. Zur Befestigung an der Öffnung 3 kann der Trägerring 2 beispielsweise mittels
geeigneter Winkelelemente 6, welcher auf einer Rückseite der Decke 5 mittels Verschrauben
an dieser befestigt sind, an der Decke 5 montiert werden. Das Verschrauben der Winkelelemente
6 an der Decke 5 kann von unten erfolgen. Hierfür kann beispielsweise in einer entsprechenden
Position in der Decke 5 (bzw. Wand) eine Bohrung vorgesehen werden, so dass diese
auf eine entsprechende, im jeweiligen Winkelelement vorgesehene Durchgangsöffnung
mit Innengewinde o.ä. trifft. Auf diese Weise kann eine Schraube durch die Bohrung
in der Decke in das Winkelelement eingeschraubt werden. Abschließend kann der Schraubenkopf
mit der Decke bzw. Wand verspachtelt werden.
[0034] Der Trägerring 2 fluchtet im montierten Zustand in der Öffnung 3 mit der Decke 15.
In einer Variante kann der Trägerring 2 aber auch über die Öffnung 3 der Decke 5 bzw.
Wand überstehen. In diesem Fall kann die Befestigung des Trägerrings 2 an der Decke
mittels in der Figur 5 gezeigter Befestigungsklammern 20 erfolgen, mittels welcher
eingestellt werden kann, wie weit der Trägerring 2 über die Decke 5 bzw. Wand vorstehen
soll. Die Befestigungsklammern 20 ersetzen also in dieser Variante die in der Figur
6 gezeigten Winkelelemente 6.
[0035] Die erfindungsgemäße Einbauleuchte 1 umfasst nun des Weiteren einen Funktionsträger
8, der wiederum eine Befestigungsvorrichtung aufweist, mittels welcher der Funktionsträger
8 in Umfangsrichtung U drehbar an dem Trägerring befestigbar ist. Der Funktionsträger
8 ist in der Figur 1 in einem nicht an dem Trägerring befestigten Zustand separat
dargestellt. Die Befestigungsvorrichtung kann als Clip-Verbindung 9 ausgebildet sein.
Mittels einer solchen Clip-Verbindung 9 kann der Funktionsträger 8 sehr schnell und
dennoch mechanisch stabil an dem Trägerring befestigt werden. Gleichzeitig erlaubt
eine solche Clip-Verbindung 9 das erfindungsgemäße Drehen des Funktionsträgers 8 in
Umfangsrichtung U, wenn der Funktionsträger 8 bereits, wie in der Figur 2 gezeigt,
an dem Trägerring 2 befestigt ist. Zudem ermöglicht die Clip-Verbindung 9 auch eine
einfache Demontage des Funktionsträgers 8 vom Trägerring 2, beispielsweise wenn an
der Einbauleuchte 1 Reparatur- oder Reinigungsarbeiten durchgeführt werden sollen.
[0036] Die Clip-Verbindung 9 ist nun in der Figur 2 in einer isometrischen Darstellung genauer
dargestellt, welche den Funktionsträger 8 als separates Bauteil der Einbauleuchte
1 zeigt. Die Figuren 3 und 4 zeigen zur Verdeutlichung den Trägerring 2 und den Funktionsträger
8 jeweils in einem Längsschnitt. Die Clip-Vorrichtung 8 umfasst zwei in eine radiale
Richtung R des Funktionsträgers 8 vorgespannte Einrastelemente 10, welche jeweils
zum Halten des Funktionsträgers 8 an dem Trägerring 2 mit einem an diesem vorgesehenen
komplementären Halteelement 11 verrastet sein können. Die Figur 3 zeigt die Einrastelemente
10 in einem solchen, an den Haltelementen 11 verrasteten Zustand.
[0037] Die beiden Einrastelemente 10 können grundsätzlich jeweils integral am Funktionsträger
8 ausgeformt sein oder, alternativ dazu, als separate Bauteile ausgebildet sein, die
an dem Funktionsträger 8 lösbar befestigt sind. Selbstverständlich kann in Varianten
auch eine andere Anzahl an Einrastelementen 10 vorgesehen sein. Falls, wie in den
Figuren 2 bis 4, gezeigt zwei Einrastelemente 10 verwendet werden, sind diese vorzugsweise
in der Umfangsrichtung U des Funktionsträgers 8 gegenüberliegend angeordnet. Entsprechend
sind am Trägerring 2 umlaufend Halteelemente 11 vorgesehen.
[0038] Der mittels der Einrastelemente 10 realisierte Rastmechanismus erlaubt eine besonders
einfache und zuverlässige Montage des Funktionsträgers 8 an dem Trägerring 2, da ein
Einrasten des vorgespannten Einrastelements 10 in das Halteelement 11 des Trägerrings
2 bei der Montage des Funktionsträgers 8 am Trägerring 2 haptisch oder/und akustisch
vom Werker wahrgenommen werden kann.
[0039] In dem in den Figuren erläuterten Ausführungsbeispiel weist der Funktionsträger 8
einen Grundkörper 12 auf. Das jeweilige Einrastelement 10 ist als wenigstens ein vom
Grundkörper 12 in axialer Richtung A abstehender Rastkörper 13 mit radialer Rastkontur
ausgebildet, welcher zum Entfernen des Funktionsträgers 8 aus dem Trägerring 2 unter
Aufwendung einer externen Kraft elastisch radial nach innen (vgl. Pfeile P in der
Figur 3), also entgegengesetzt der radialen Richtung R, drückbar ist. Mittels eines
solchen manuellen Ausrastens der Einrastelemente 10 aus dem jeweiligen Halteelement
11 des Trägerrings 2 kann der Funktionsträger 8 schnell und einfach wieder von dem
Trägerring 2 entfernt werden, was in der Darstellung der Figur 3 gezeigt ist. Die
Figur 3 zeigt den Funktionsträger 8 nach durchgeführtem manuellem Ausrasten durch
Zusammendrücken der Rastkörper 13. Die Einrastelemente 10 erlauben also ein unkompliziertes
Entfernen des Funktionsträgers 8 vom Trägerring 2, falls dies beispielsweise zu Wartungszwecken
erforderlich sein sollte.
[0040] Besonders zweckmäßig kann der Grundkörper 12 als Hohlzylinder ausgebildet werden,
derart, dass die beiden Rastkörper 13 in Form jeweiliger Einrastdome 23a, 23b axial
vom Hohlzylinder abstehen. Der Figur 2 entnimmt man, dass in jedem Einrastdom 23a,
23b eine Griffmulde 19 vorgesehen ist, die als sich radial nach innen und entlang
der axialen Richtung A erstreckende Ausnehmung ausgebildet ist und einem Werker das
Zusammendrücken der beiden Einrastdome 23a, 2b nach innen erleichtert, wenn der Funktionsträger
8 vom Trägerring 2 ausgerastet, also entfernt werden soll. Für einen Werker besonders
komfortabel gestaltet sich dies, wenn jede der beiden Griffmulden 19 zur Aufnahme
eines menschlichen Fingers ausgebildet ist.
[0041] Betrachtet man nun wieder die Darstellung der Figur 6, so erkennt man, dass an dem
Funktionsträger 8 eine Leuchteinheit 18 befestigt ist, mittels welcher ein Raumbereich
unterhalb der Decke 5 ausgeleuchtet werden kann. Die oben erläuterte Drehbarkeit des
Funktionsträgers 8 in Umfangsrichtung U ermöglicht eine optimierte Justage der Leuchteinheit
18 und somit auch eine einfache und präzise geometrische Ausrichtung des von der Leuchteinheit
18 erzeugten Lichtkegels.
[0042] Die Leuchteinheit 18 kann wenigstens eine der folgenden Komponenten umfassen:
- zumindest ein Leuchtmittel zur Emission von Licht (nicht gezeigt),
- eine elektronische/elektrische Steuerungseinheit zur Ansteuerung des Leuchtmittels
(nicht gezeigt),
- einen Kühlkörper 17 zur Kühlung des Leuchtmittels.
[0043] In einer Variante kann die elektronische/elektrische Steuerungseinheit auch als separates
Bauteil ausgebildet sein, welches in einem Bereich um die Öffnung 3 auf der Decke
abgelegt und elektrisch mit der Leuchteinheit 18 verbunden sein.
[0044] Da alle diese Komponenten Teil der Leuchteinheit 18 sind, werden diese als Ganzes
an dem Funktionsträger 8 befestigt und der Funktionsträger 8 wiederum, wie bereits
erläutert, an dem Trägerring 2 montiert. Ein derart modularer Aufbau der gesamten
Einbauleuchte 1 ermöglicht eine besonders einfache Montage der mehrere Einzelkomponenten
aufweisenden Einbauleuchte 1.
[0045] Die erfindungsgemäße Einbauleuchte 1 erlaubt die Befestigung der Leuchteinheit 18
sowie eines im Zusammenhang mit den Figuren 5 und 6 im Folgenden erläuterten Reflektorelements
15, nachdem der Funktionsträger 8 an dem Trägerring 2 befestigt wird. Selbst nach
einer solchen Befestigung des Funktionsträgers 8 und damit auch der Leuchteinheit
18 an dem Trägerring 2 bleibt der Funktionsträger 8 aber in Umfangsrichtung U drehbar.
Somit kann die Leuchteinheit 18, insbesondere bezüglich eines von ihr erzeugten Lichtkegels,
auch nach der Montage des Funktionsträgers 8 am Trägerring 2 ausgerichtet werden.
[0046] Um einem Werker eine solche Ausrichtung bzw. Justage des von der Leuchteinheit 18
erzeugten Lichtkegels auch nach dem Befestigen des Funktionsträgers 8 einschließlich
der Leuchteinheit 18 an dem Trägerring 2 zu ermöglichen, kann die Leuchteinheit 18
mittels einer in der Figur 7 gezeigten Kippvorrichtung 16 relativ zum Funktionsträger
8 in einer vorbestimmten Kipp-Ebene K zwischen einer koaxialen Position, in welcher
die axialen Achsen A
F, A
T des Funktionsträgers 8 bzw. der Leuchteinheit 18 koaxial zueinander angeordnet sind
(vgl. Fig. 6), und einer in der Figur 7 gezeigten maximalen Kipp-Position kippbar
sein, in welcher die beiden axialen Achsen A
F, A
T in einem maximalen Kippwinkel α zueinander angeordnet sind.
[0047] In der Figur 8 ist eine technische Realisierungsmöglichkeit der Kipp-Vorrichtung
16 dargestellt. Die Kipp-Vorrichtung 16 kann gekrümmt ausgebildete Langlöcher 21 umfassen,
welche an der Leuchteinheit 18 vorgesehen sind. In der Figur 8 ist der Übersichtlichkeit
halber nur ein einziges solches Langloch 21 dargestellt. Entsprechend können am Funktionsträger
8 Gewindebohrungen zur Aufnahme einer jeweiligen Befestigungsschraube 22 vorgesehen
sein. Zur Befestigung der Leuchteinheit 18 wird diese im gewünschten Kippwinkel am
Funktionsträger 8 angeordnet, so dass die Befestigungsschraube 22 durch das Langloch
21 durchgeführt und eine am Funktionsträger 8 vorgesehene Gewindebohrung eingeschraubt
werden kann. Auf diese Weise lässt sich die Leuchteinheit 18 unter dem gewünschten
Kipp-Winkel am Funktionsträger 8 fixieren. Die Befestigungsschraube 22 wirkt also
in der Art eines Fixierelements. Die Befestigungsschraube 22 kann beispielsweise eine
Rändelschraube sein. Im am Funktionsträger 8 fixierten Zustand der Leuchteinheit 18
durchgreift die Befestigungsschraube 22 das Langloch 21 und wird in der Gewindebohrung
aufgenommen, so dass Befestigungsschraube 22 die Leuchteinheit 18 gegen den Funktionsträger
8 drückt und auf diese Weise fixiert. Das Langloch 21 kann wie in Figur 8 gezeigt
bezüglich einer Draufsicht gekrümmt ausgebildet sein. Besonders zweckmäßig umfasst
die Kipp-Vorrichtung 16 zwei Gewindebohrungen bzw. zwei diesen Gewindebohrungen zugeordnete
Langlöcher 21 und folglich auch zwei Befestigungsschrauben 22.
[0048] Der maximale Kippwinkel α in der vorbestimmten Kipp-Ebene K kann beispielsweise ca.
30° betragen, es sind in Varianten aber auch andere Werte vorstellbar. Mittels der
Begrenzung des maximal möglichen Kippwinkels α lässt sich die Leuchteinheit 18 technisch
einfach aufgebaut halten, was sich günstig auf die Herstellungskosten der gesamten
Einbauleuchte 1 auswirkt.
[0049] Zur Erzeugung einer verbesserten räumlichen Abstrahlungscharakteristik umfasst die
erfindungsgemäße Einbauleuchte 1 neben der Leuchteinheit 18 auch ein lösbar an dem
Funktionsträger 8 befestigtes Reflektorelement 15 (vgl. Fig.5) zur Reflexion von von
der Leuchteinheit 18 emittiertem und auf das Reflektorelement 15 treffendem Licht.
Das Reflektorelement 15 kann dabei derart an dem Funktionsträger 8 befestigt sein,
dass von der Leuchteinheit 18 von dem zu beleuchtenden Raumbereich weg emittiertes
Licht wieder in Richtung dieses Raumbereichs hin reflektiert wird. Auf diese Weise
wird die Lichteffizienz der gesamten Einbauleuchte 1 gesteigert.
[0050] Zu Reinigungszwecken kann es erforderlich sein, das Reflektorelement 15 separat von
den anderen Bauteilen der Einbauleuchte 1 vom Funktionsträger 8 zu demontieren. Zu
diesem Zweck kann das Reflektorelement 15 mittels einer ClipVerbindung an dem Funktionsträgerteil
8 lösbar befestigt sein.
[0051] Um einem Werker der Einbauleuchte die Montage auch einer sehr großen Anzahl an solchen
Einbauleuchten 1 zu erleichtern, kann der Funktionsträger 8 derart ausgebildet sein,
dass er mit daran angebrachter Leuchteinheit 1 durch die Öffnung hindurch an einem
bereits am Öffnungsrand 4 befestigten Trägerring 2 angebaut wird. Entsprechend kann
auch das Reflektorelement 15 durch die Öffnung hindurch an den bereits am Trägerring
2 befestigten Funktionsträger 8 angebaut werden.
1. Einbauleuchte (1) zur Befestigung in einer Öffnung (3) einer Decke (5) oder Wand,
- mit einem Trägerring (2), welcher an einem die Öffnung (3) einfassenden Öffnungsrand
(4) anbringbar ist,
- mit einem Funktionsträger (8), der eine Befestigungsvorrichtung aufweist, mittels
welcher der Funktionsträger (8) in Umfangsrichtung drehbar an dem Trägerring (2) befestigt
ist,
- mit einer an dem Funktionsträger (8) befestigten Leuchteinheit (18),
- mit einem an dem Funktionsträger (8) lösbar befestigten Reflektorelement (15) zur
Reflexion von von der Leuchteinheit (18) emittiertem und auf das Reflektorelement
(15) treffendem Licht.
2. Einbauleuchte (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Befestigungsvorrichtung als Clip-Verbindung (9) ausgebildet ist,
- die Clip-Verbindung (9) mindestens ein in eine radiale Richtung (R) des Funktionsträgers
(8) vorgespanntes Einrastelement (10) umfasst, welches zum Halten des Funktionsträgers
(8) an dem Trägerring (2) mit einem an diesem vorgesehenen komplementären Halteelement
(11) verrastet ist.
3. Einbauleuchte (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das der Funktionsträger (8) einen Grundkörper (12) aufweist, wobei das jeweilige
Einrastelement (10) als wenigstens ein von dem Grundkörper (12) axial abstehender
Rastkörper (13) mit radialer Rastkontur ausgebildet ist, welcher zum Entfernen des
Funktionsträgers (8) aus dem Trägerring (2) unter Aufwendung einer externen Kraft
elastisch radial nach innen drückbar ist.
4. Einbauleuchte (1) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Clip-Verbindung (9) zwei in einer Umfangsrichtung (U) des Funktionsträgers (8)
gegenüberliegende Einrastelemente (10) aufweist, welche jeweils einen Rastkörper (13)
enthalten.
5. Einbauleuchte (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Grundkörper (12) als Hohlzylinder ausgebildet ist,
- die beiden Rastkörper (13) jeweils als Einrastdome (23a, 23b) ausgebildet sind und
axial vom Hohlzylinder abstehen.
6. Einbauleuchte (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
in jedem Einrastdom (23a, 23b) eine Griffmulde (19) vorgesehen ist, die als sich radial
nach innen und entlang der axialen Richtung (A) erstreckende Ausnehmung ausgebildet
ist.
7. Einbauleuchte (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
jede der beiden Griffmulden (19) zur Aufnahme eines menschlichen Fingers ausgebildet
ist.
8. Einbauleuchte (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Einrastelement (10) integral am Funktionsträger (8) ausgeformt ist.
9. Einbauleuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Leuchteinheit (18) eine zu der axialen Achse (AF) des Funktionsträgers (8) korrespondierende axiale Achse (AT) aufweist und wenigstens eine der folgenden Komponenten umfasst:
a) zumindest ein Leuchtmittel zur Emission von Licht,
b) eine elektronische/elektrische Steuerungseinheit zur Ansteuerung des Leuchtmittels,
c) einen Kühlkörper (17) zur Kühlung des Leuchtmittels.
10. Einbauleuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leuchteinheit (18) mittels einer Kippvorrichtung (16) relativ zum Funktionsträger
(8) in einer vorbestimmten Kipp-Ebene (K) zwischen einer koaxialen Position, in welcher
die axialen Achsen (AF, AT) des Funktionsträgers (8) und der Leuchteinheit (18) koaxial zueinander angeordnet
sind, und einer maximalen Kipp-Position, kippbar ist, in welcher die beiden axialen
Achsen (AF, AT) in einem maximalen Kippwinkel (α) zueinander angeordnet sind.
11. Einbauleuchte (1) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kippvorrichtung (16) ein Fixierelement umfasst, mittels welchem die Leuchteinheit
(18) an dem Funktionsträger (8) unter dem eingestellten Kippwinkel fixierbar ist.
12. Einbauleuchte (1) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Kippvorrichtung (16) wenigstens ein in der Leuchteinheit (18) vorgesehenes Langloch
(21) aufweist,
- das Fixierelement eine Befestigungsschraube (22) ist,
- der Funktionsträger (8) wenigstens eine Gewindebohrung zur Aufnahme der Befestigungsschraube
(22) umfasst.
13. Einbauleuchte (1) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Langloch (21) bezüglich einer Draufsicht gekrümmt ausgebildet ist.
14. Einbauleuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Funktionsträger (8) mit daran angebrachter Leuchteinheit (18) durch die Öffnung
(3) hindurch an den bereits am Öffnungsrand (4) befestigten Trägerring (2) anbaubar
ist.
15. Einbauleuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Reflektorelement (15) durch die Öffnung (3) hindurch an den bereits am Trägerring
(2) befestigten Funktionsträger (8) anbaubar ist.