[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Abzugshaube nach dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Aus lufttechnischen- bzw. Energiespargründen werden immer häufiger Abzugshauben verwendet,
bei denen die abgesogene Abluft aus dem Kochfeld in einem Umluftbetrieb wieder zurück
in den Wohnraum geführt wird, was auch einfacher zu realisieren ist. Bislang wurde
besonders in den kalten Jahreszeiten aufgeheizte Luft aus dem Wohnraum abgesaugt und
diese dann nach aussen weggeblasen.
[0003] Bei einer Einrichtung im Abluftkanal einer Abzugshaube gemäss der Druckschrift
EP-A-2 290 298 ist eine steuerbare Klappenanordnung zum Umleiten der gereinigten Luft entweder durch
eine Leitung nach aussen und/oder durch eine Auslassöffnung zurück in den Wohnraum
vorgesehen. Mit dieser Einrichtung kann eine optimale und energiesparende Steuerung
der abgesaugten Abluft vom Kochfeld erzielt werden. Da aber herkömmliche Abzugshauben
die Abluft nicht vollständig von Fettpartikeln, Geschmackstoffen und weiteren Rückständen
filtrieren können, besteht das Problem, dass bei einem Umluftbetrieb die in den Wohnraum
zurückgeführte Luft nicht vollständig gereinigt wird.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Abzugshaube
zu schaffen, mittels welcher die vom Kochen abgesaugte und durch den Umluftbetrieb
wieder in den Wohnraum zurückgeleitete Abluft nahezu vollständig, auch hinsichtlich
Geschmackrückstände gereinigt wird.
[0005] Die Aufgabe ist erfindungsgemäss durch eine Abzugshaube nach den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0006] Bei der erfindungsgemässen Abzugshaube besteht der wenigstens eine im Haubenteil
integrierte Filter und/oder ein zusätzlicher Filter aus einem solchen Material, dass
mit ihm die in der Abluft enthaltenden Fettpartikel annähernd vollständig filtriert
werden.
[0007] Mit einer solchen Abzugshaube ergibt sich ein verbesserter Komfort im Wohnbereich
während und nach dem Kochen mit Umluftbetrieb, insbesondere wenn fettreich gekocht
bzw. gebraten wird. Zudem kann mit dieser Abzugshaube im Prinzip auf eine Abluftleitung
nach aussen verzichtet werden und damit ein weiterer Vorteil entsteht, nämlich dass
wenn die Abzugshaube nicht in Betrieb ist, keine kalte Luft durch diese Abluftleitungen
ins Innere des Hauses dringt.
[0008] Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Abzugshaube im Rahmen der Erfindung sind in
den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung sowie weitere Vorteile derselben sind nachfolgend
anhand einer schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch eine prinziphaft dargestellte erfindungsgemässe Abzugshaube;
- Fig. 2
- einen Schnitt der Filter der erfindungsgemässen Abzugshaube nach Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht mit Teilschnitt durch eine Variante von erfindungsgemässen Filtern;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht mit Teilschnitt durch eine andere Variante von erfindungsgemässen
Filtern; und
- Fig. 5
- eine Seitenansicht mit Teilschnitt durch eine Variante eines erfindungsgemässen Filters.
[0010] Fig. 1 zeigt eine Abzugshaube 10, die insbesondere über einem Kochfeld angeordnet
und oben an einer Decke fixierbar ist. Sie könnte aber auch auf übliche Weise an einer
Wand angebracht sein. Sie setzt sich dabei im Wesentlichen aus einem Haubenteil 15,
einem oberhalb diesem anschliessenden Kanalgehäuse 12 und einer Verteilereinrichtung
14 zusammen. Von letzterer führt eine angedeutete Abluftleitung 13 nach aussen und
ausserdem sind bei ihr Auslassöffnungen 14' in den Wohnraum zurückführend angeordnet.
Mittels einer Steuerung kann die Abluft somit entweder nach aussen wegbefördert oder
aber in den Wohnraum zurückgeleitet werden. Diese Verstellbarkeit der Verteilereinrichtung
14 erfolgt durch einen nicht näher gezeigten Klappenmechanismus oder dergleichen.
[0011] In dem unten mit einer Öffnung 16 für das Ansaugen der Abluft versehenen Haubenteil
15 sind drei nebeneinander angeordnete plattenförmige Abluftfilter 17 aufgenommen,
welche in herkömmlicher Weise jeweils in den Haubenteil 15 einlegbar und aber auch
leicht aus diesem entfernbar sind, so dass sie beispielsweise in einem Geschirrspüler
gereinigt und wieder eingesetzt werden können. Zweckmässigerweise sind diese Abluftfilter
17 aus mehrschichtigen Metallnetzen hergestellt, so dass sie über eine mehrjährige
Lebensdauer verfügen. Bei kleineren Abzugshauben könnte selbstverständlich auch nur
einer oder zwei solcher Abluftfilter 17 vorhanden sein. Es könnten aber auch mehr
als drei eingesetzt sein.
[0012] Im Kanalgehäuse 12 sind ausserdem an sich bekannte Geruchsfilter, zum Beispiel kassettenförmige
Aktivkohlenfilter 18, 19 auswechselbar eingebaut, mittels welchen zum einen eine deutliche
Geräuschverminderung eines Motors 23 für den Verttilator und zum andern eine Geruchsreduktion
erzielt wird. Solche Geruchsfilter könnten auch in den Auslassöffnungen 14' platziert
sein.
[0013] Die als Aerosol erzeugte Abluft, die sich aus einem Gemisch aus Luft, Gasen, Wasserdampf,
Fettpartikeln und anderen flüssigen bzw. festen Schwebeteilchen zusammensetzt, werden
diese Gase bzw. Partikel mit solchen Filtern 17, 18, 19 nicht vollständig gefiltert,
sondern es sind insbesondere Fettpartikel und auch Geruchsrückstände, die bei einem
Umluftbetrieb in den Wohnraum zurückgeführt werden.
[0014] Erfindungsgemäss sind im Haubenteil 15 oberhalb der Abluftfilter 17 zusätzliche Filter
20 integriert, welche aus einem solchen Material bestehen, dass mit ihnen die in der
Abluft enthaltenden Fettpartikel annähernd vollständig filtriert werden.
[0015] Fig. 2 zeigt einen der drei Abluftfilter 17 und den einen über diesem angeordneten
erfindungsgemässen Filter 20. Beide Filter 17, 20 sind jeweils von einem ihre Umfangsseiten
umgebenden Rahmen 17', 20' gehalten. Dieser die Fettpartikel in der Abluft annähernd
vollständig filtrierende Filter 20 ist beispielsweise aus Streckmetall, Metallwolle,
Kunststoff oder aus einem ähnlichen beständigen Material hergestellt. Durch diese
Materialwahl kann der jeweilige Filter 20 zusammen mit dem unteren Abluftfilter 17
aus dem Haubenteil 15 für eine Reinigung herausgenommen und dann wieder eingesetzt
werden. Diese Filter 17, 20 können separat voneinander in einem Geschirrspüler gewaschen
werden und sie verfügen über eine lange Einsatzdauer. Die aus Metall bestehenden Filter
20 könnten auch aus mehreren Lagen zusammengesetzt und zur Erzielung einer besseren
Reinigung in die einzelnen Lagen zerlegbar sein.
[0016] Mit diesem erfindungsgemässen Filter 20 sollen massenmässig vorteilhaft mehr als
95% der in der Abluft befindlichen Fettpartikel filtriert werden. Damit wird eine
normgemässe Filtrierung realisiert.
[0017] Gemäss Fig. 3 ist unten wiederum der Abluftfilter 17 mit dem Rahmen 17' veranschaulicht,
der in den Haubenteil 15 einlegbar ist. Indes oben ist ein Filter 30 mit vorzugsweise
einem Rahmen 30' nach der Erfindung angeordnet, der die Fettpartikel beim Absaugen
annähernd vollständig filtriert und als auswechselbarer Einwegfilter ausgebildet ist.
Er wird entsprechend nach ein- oder mehrmaligem Gebrauch durch einen neuen Filter
30 ausgetauscht. Der Filter 30 mit dem Rahmen 30' ist mit Vorteil am Rahmen 17' des
unteren Abluftfilters 17 lösbar befestigt.
[0018] Dieser Filter 30 besteht aus synthetischem, glasfaserigem oder einem ähnlichen Material
und es sind bei diesem zwei unterschiedliche Strukturen dargestellt, links ist ein
wellenförmig angeordnetes gefülltes Vlies 31 und rechts ein regelmässig gefaltetes
blattähnliches einlagiges Filtermaterial 32 als Varianten dargestellt.
[0019] Gemäss Fig. 4 ist unten der Abluftfilter 17 mit dem Rahmen 17' vorgesehen, indes
oben jeweils ein Filter 40 mit Rahmen 40' nach der Erfindung angeordnet ist, der ähnlich
wie der Filter 30 ausgestaltet ist. Bei diesem sind links mehrlagige unterschiedliche
Filterschichten 41, 42 und rechts gleichartige Filterschichten 43 übereinander angeordnet,
die auch progressiv ausgestaltet sein können.
[0020] Fig. 5 zeigt im Rahmen der Erfindung einen Filter 50 mit Rahmen 50', welcher im Unterschied
zu demjenigen nach Fig. 2 als ein Filterelement ausgebildet ist, der sich vorzugsweise
als Einwegfiilter eignet und dementsprechend aus einem kostengünstigen Material hergestellt
ist. Der Filter 50 ist ähnlich wie bei demjenigen nach Fig. 3 links aus einem regelmässig
gefalteten blattähnlichen einlagigen Filtermaterial 52 und rechts aus einem wellenförmig
gefüllten Vlies 51 gebildet, wobei dieser Filter 50 mit Vorteil eine annähernd doppelte
Dicke als der Filter 30 oder 40 aufweist, um die nötige Filtration der Fettpartikel
zu gewährleisten.
[0021] Die Erfindung ist mit den obigen Ausführungsbeispielen ausreichend dargetan. Sie
könnte aber noch durch andere Varianten veranschaulicht sein. So könnten beispielsweise
diese als Einwegfilter ausgebildeten Filter 20, 30, 40 zusätzlich oder nur anströmseitig
angeordnet und beispielsweise mit einem Stabilisationsgeflecht bzw. -stäben gehalten
sein.
[0022] Es könnte auch eine Abzugshaube vorgesehen sein, welche nur mit Umluftbetrieb arbeitet.
[0023] Bei diesen Einwegfiltern werden vorteilhaft rezyklierbare Materialien verwendet.
Zudem könnten diese vom Benutzer als Rolle gekauft und auf Mass zugeschnitten und
in den jeweiligen Rahmen 30', 40', 50' eingelegt werden. Es könnten je nach Bedarf
auch zwei oder mehrere übereinander gelegte Einwegfilter vorgesehen sein.
1. Abzugshaube, mit einem Haubenteil (15) und mit einem anschliessenden Kanalgehäuse
(12), der zumindest eine für einen Umluftbetrieb vorgesehene Auslassöffnung (14')
aufweist, durch welche die angesaugte Abluft nach dem Filtrieren in den Wohnraum zurückgeleitet
werden kann, wobei in dem unten mit einer Öffnung (16) für das Ansaugen der Abluft
versehenen Haubenteil (15) wenigstens ein entfernbarer Abluftfilter (17) aufgenommen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine im Haubenteil (15) integrierte Filter (50) und/oder mindestens
ein zusätzlicher Filter (20, 30, 40) aus einem solchen Material besteht, dass mit
ihm die in der Abluft enthaltenden Fettpartikel annähernd vollständig filtriert werden.
2. Abzugshaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haubenteil (15) mit dem herkömmlichen wiederverwendbaren Abluftfilter (17) mit
beschränktem Fett-Abscheidevermögen und zusätzlich mit mindestens einem diesem vor-
und/oder nachgeschalteten Filter (20, 30, 40) ausgerüstet ist, welcher die in der
Abluft enthaltenden Fettpartikel annähernd vollständig filtriert.
3. Abzugshaube nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Haubenteil (15) mit wenigstens einem waschbaren wiederverwendbaren Filter (20)
ausgerüstet ist, welcher die in der Abluft enthaltenden Fettpartikel annähernd vollständig
filtriert.
4. Abzugshaube nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der eine die in der Abluft enthaltenden Fettpartikel annähernd vollständig abscheidende
Filter (20) aus Streckmetall, Metallwolle oder ähnlichem bestehendem Material hergestellt
ist, wobei dieser Filter mit einem Rahmen (20') versehen ist und in den Haubenteil
(15) einsetzbar bzw. aus diesem zwecks Reinigung herausnehmbar ist.
5. Abzugshaube nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der aus Metall bestehende Filter (20) aus mehreren Lagen ausgebildet ist und zur
besseren Reinigung in die einzelnen Lagen zerlegbar ist.
6. Abzugshaube nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der diese in der Abluft enthaltenden Fettpartikel annähernd vollständig abscheidende
Filter (30, 40, 50) als Einwegfilter ausgebildet ist.
7. Abzugshaube nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass dieser als Einwegfilter vorgesehene Filter (30, 40, 50) aus synthetischem, glasfaserigen
oder einem ähnlichen Material besteht und mit einer flachen oder einer plissierten
Struktur geformt ist.
8. Abzugshaube nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der als Einwegfilter vorgesehene Filter aus mehrlagigen filtrationsmässig unterschiedlichen
oder progressiv aufgebauten Strukturen besteht.
9. Abzugshaube nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Filter (30, 40) mit seinem jeweiligen Rahmen (30', 40') am Rahmen (17') des Abluftfilters
(17) lösbar befestigt ist.
10. Abzugshaube nach Anspruch einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass dieser als Einwegfilter vorgesehene Filter (50) mit einem Rahmen versehen und in
den Haubenteil (15) einsetzbar bzw. aus diesem einfach herausnehmbar ist.
11. Abzugshaube nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der als Einwegfilter vorgesehene Filter anström- und/oder abströmseitig ein Stabilisationsgeflecht
oder -draht aufweist.
12. Abzugshaube nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass dem wenigstens einen im Haubenteil (15) integrierten Filter (50) und/oder dem wenigstens
einen zusätzlichen Filter (20, 30, 40) ein im Kanalgehäuse (12) angeordnetes Aktivkohlenfiltersystem
nachgeschaltet ist.
13. Abzugshaube nach einem der vorhergehenden Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der die in der Abluft enthaltenden Fettpartikel annähernd vollständig abscheidenden
Filter (20, 30, 40, 50) ein massenmässiges Abscheidevermögen der Fettpartikel von
mehr als 95% aufweist.