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EP 2 735 812 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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28.05.2014 Patentblatt 2014/22 |
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Anmeldetag: 08.11.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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BA ME |
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Priorität: |
26.11.2012 AT 12382012
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Anmelder: Vaillant GmbH |
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42859 Remscheid (DE) |
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Erfinder: |
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- Albrecht, Katja
06369 Görzig (DE)
- Hoffmann, Christoph
40593 Düsseldorf (DE)
- Peters, Bernhard
50259 Pulheim (DE)
- Sander, Doris
42289 Wuppertal (DE)
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Vertreter: Hocker, Thomas |
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Vaillant GmbH
Berghauser Strasse 40 42859 Remscheid 42859 Remscheid (DE) |
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(57) Die Erfindung betrifft einen Heizkessel. Der Heizkessel weist einen Brenner, eine
Brennkammer zur Erzeugung von Heißgasen und einen Wärmetauscher zur Abgabe der Wärme
vom Heißgas an Wasser auf. Der Wärmetauscher ist aus einem oder mehreren Modulen parallel
zusammensetzbar ist. Die Brennkammer ist so außerhalb des Wärmetauschers angeordnet,
dass das Heißgas außerhalb des Wärmetauschers gebildet wird und dass im Bereich des
Wärmetauschers keine Temperaturen im Bereich der Flammentemperaturen auftreten. Dadurch
wird die Verkalkung und die Korrosion des Wärmetauschers reduziert.
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Heizkessel.
[0002] Ein gattungsgemäßer Heizkessel ist bekannt aus der Patentschrift
EP 1 989 499 B1. Darin wird ein Wärmetauscher mit einem oder mehreren zusammengesetzten Modulen beschrieben.
Die zusammengesetzten Module bilden im oberen Bereich eine Brennkammer. Im unteren
Bereich befindet sich eine gemeinsame Austrittsöffnung. Jedes Modul wird kostengünstig
durch zwei tiefgezogene Grundelemente gebildet. Zwischen Brennkammer und gemeinsamer
Austrittsöffnung bilden die zusammengesetzten Module mehrere rippenförmig angeordnet
Kammern, die für eine bessere Wärmeübertragung von dem im Inneren der Module geführten
Heißgas auf das zu erwärmende Wasser außerhalb der Module eine genutete Oberfläche
aufweisen.
[0003] Im Betrieb ist der aus der Patentschrift
EP 1 989 499 B1 bekannte Wärmetauscher in einem Gehäuse vollständig vom zu erwärmenden Wasser umgeben.
Aufgrund der hohen Temperaturen im Bereich der Brennkammer wird sich im Betrieb auf
der Außenseite des Wärmetauschers Kalk ablagern. Zudem besteht das Risiko, dass im
Bereich der Brennkammer aufgrund der hohen Temperaturen die Schweißnähte durch Korrosion
undicht werden.
[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen gattungsgemäßen Heizkessel so zu verbessern,
dass Kalkablagerungen und Korrosion der Schweißnähte vermieden werden.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass die Brennkammer
außerhalb des Wärmetauschers angeordnet ist. Dies hat zur Folge, dass das Heißgas,
welches durch die Verbrennung in der Brennkammer gebildet wird, vor dem Eintritt in
den Wärmetauscher homogenisiert wird, so dass keine hohen Spitzentemperaturen im Wärmetauscher
auftreten. Hierdurch wird sowohl die Kalkbildung als auch die Korrosion der Schweißnähte
reduziert.
[0006] In einer Weiterbildung der Erfindung weisen die Module, aus denen der Wärmetauscher
modular zusammensetzbar ist, einen Einsatzbereich und Austrittsbereich mit jeweiligen
Öffnungen auf, an denen die Module zusammengesetzt werden. Die Brennkammer wird dabei
an der Öffnung eines Endmoduls vorgesehen.
[0007] In zwei Ausführungsvarianten der Erfindung bestehen das Modul oder die Module aus
Aluminiumsguss oder Edelstahlblech. Diese Materialien sind für Wärmetauscher entweder
aufgrund der guten Wärmeleitfähigkeit oder aufgrund der hohen Korrosionsbeständigkeit
besonders geeignet.
[0008] In einer Ausführungsform des Moduls wird ein Modul aus zumindest einem tiefgezogenen
Blech gebildet. Dadurch kann ein Modul besonders kostengünstig hergestellt werden.
[0009] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform wird das Modul aus zumindest einen
mittels Hydroforming umgeformten Rohrabschnitt gebildet. Dies hat den Vorteil, dass
dabei ein Hohlkörper mit nur geringer Anzahl an Schweißnähten hergestellt werden kann.
Dies ist für die Korrosionsfestigkeit vorteilhaft.
[0010] Die Erfindung wird nun anhand der Figur detailliert erläutert.
[0011] Figur 1 stellt einen erfindungsgemäßen Heizkessel im Schnitt dar. In einem Gehäuse
8 wird ein Wärmeträgermedium, in der Regel Wasser, erwärmt. Das zu erwärmenden Wasser
strömt über einen Rücklaufanschluss 10 ein, wird von dem Wärmetauscher 3 erwärmt und
strömt über den Verlaufanschluss 9 aus, um beispielsweise einen Radiator und/oder
einen Brauch- bzw. Trinkwasserspeicher und/oder Trink- bzw. Brauchwasser zu erwärmen.
Der Wärmetauscher 3 ist aus einem oder mehreren Modulen 4 aufgebaut und ähnelt einem
Rippenheizkörper. Die Module 4 sind im wesentlichen plattenförmig ausgeführt und weisen
im oberen Bereich eine Eintrittsseite und im unteren Bereich eine Austrittseite auf.
[0012] In Figur 2 ist ein einzelnes Modul 4 dargestellt. Das Modul 4 ist im wesentlichen
ein flacher Hohlkörper, der im Betrieb im Inneren vom Heißgas durchströmt wird. Im
oberen Bereich ist eine Eintrittsseite 5 vorgesehen, die auf beiden Seiten offen ist.
Im unteren Bereich ist eine Austrittsseite 6 vorgesehen, die ebenfalls auf beiden
Seiten offen ist. Zur verbesserten Wärmeübertragung vom Heißgas im Innenraum des Moduls
auf das Wärmeträgermedium außerhalb des Moduls sind auf der Vorderseite und Rückseite
sich kreuzende Nuten in Form von eingepresstem Vertiefungen oder Erhebungen vorgesehen.
Das Modul kann beispielsweise aus Aluminiumsguss oder Edelstahlblech gefertigt sein.
In den Fällen, in denen das Modul aus Blech gefertigt ist, kann dieses beispielsweise
aus 2 tiefgezogene Blechen zusammengeschweißt sein und/oder einen mit Hydroforming
umgeformten Rohrabschnitt umfassen.
[0013] Zurück zu Figur 1. Die Module 4 sind zu einem Wärmetauscher 3 zusammengefasst. Auf
der Austrittsseite ist der Wärmetauscher 3 mit einem Austritt 7 für das Abgas verbunden.
Die zweite offene Seite auf der Austrittsseite 6 des Wärmetauschers 3 ist mit einem
Deckel 12 verschlossen. Auf der Eintrittsseite ist der Wärmetauscher 3 auf der einen
Seite mit einer Brennkammer 2 und auf der anderen Seite mit einem Deckel 11 verbunden.
Die Brennkammer 2 ist direkt an einen Brenner bzw. eine Brennerbaugruppe 1 angeschlossen.
Die Brennkammer 2 liegt somit vorteilhaft außerhalb des Wärmetauschers 3. Dadurch
wird erreicht, dass die Module 4 nicht mit den in der Brennkammer 2 auftretenden hohen
Spitzentemperaturen belastet werden, wodurch Kalkablagerungen durch das Wasser auf
der Außenseite und Korrosion auf der Innenseite reduziert werden.
Bezugszeichenliste
[0014]
- 1
- Brenner
- 2
- Brennkammer
- 3
- Wärmetauscher
- 4
- Modul
- 5
- Eintrittsseite
- 6
- Austrittsseite
- 7
- Austritt
- 8
- Gehäuse
- 9
- Vorlaufanschluss
- 10
- Rücklaufanschluss
- 11
- Deckel Eintrittsseite
- 12
- Deckel Austrittsseite
- 13
- Nuten
1. Heizkessel, umfassend einen Brenner, eine Brennkammer zur Erzeugung von Heißgasen
und einen Wärmetauscher zur Abgabe der Wärme vom Heißgas an ein Wärmeträgermedium,
wobei der Wärmetauscher aus einem oder mehreren Modulen parallel zusammensetzbar ist
und das Heißgas im Innenbereich des Moduls und das Wärmeträgermedium im Außenbereich
des Moduls führbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammer so außerhalb des Wärmetauschers angeordnet ist, dass das Heißgas
außerhalb des Wärmetauschers gebildet wird und dass im Bereich des Wärmetauschers
keine Temperaturen im Bereich der Flammentemperaturen auftreten.
2. Heizkessel nach Anspruch 1, wobei jedes Modul einen Eintrittsbereich aufweist, an
dem das Heißgas eintritt und einen Austrittsbereich aufweist, an dem das Heißgas austritt,
wobei die Module jeweils an den Ein- und Austrittsbereichen zusammenfügbar sind und
wobei die Brennkammer am Eintrittsbereich eines Endmoduls angefügt ist.
3. Heizkessel nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Modul aus Aluminiumguss besteht.
4. Heizkessel nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Modul aus Edelstahlblech besteht.
5. Heizkessel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Modul aus mehreren Teilen
zusammengefügt ist und wobei zumindest eines der Teile durch ein tiefgezogenes Blech
gebildet wird.
6. Heizkessel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Modul einteilig ist
oder aus mehreren Teilen zusammengefügt ist und wobei zumindest eines der Teile durch
einen mittels Hydroforming umgeformten Rohrabschnitt gebildet wird.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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