[0001] Herstellungsvorrichtung und Verfahren zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung
für die Erwärmung eines Schwerölreservoirs sowie Induktionsvorrichtung für die Erwärmung
eines Schwerölreservoirs
[0002] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Induktionsvorrichtung für die Erwärmung Ölreservoirs,
insbesondere eines Schwerölreservoirs, sowie ein Verfahren für die Herstellung einer
derartigen Induktionsvorrichtung.
[0003] Es ist bekannt, dass in der Ölförderung neue Wege gegangen werden sollen. So ist
es weiter bekannt, dass Lagerstätten, welche bisher nicht zugänglich waren, für die
Ölförderung herangezogen werden sollen. Solche bisher nicht zugänglichen Ölreservoirs
sind z.B. sogenannte Schwerölreservoirs, in welchen das Schweröl in im Erdreich verteilter
Form vorliegt. Um eine Förderung des auf diese Weise vorliegenden Schweröls ermöglichen
zu können, ist eine Erwärmung des Schweröls und eine damit einhergehende Erniedrigung
der Viskosität notwendig. Für solche Erwärmungen werden bereits unterschiedliche Konzepte
eingesetzt. Ein bekanntes Konzept ist die elektrische Erwärmung mithilfe von Induktionskabeln,
auch als Induktor bezeichnet, welche im Schwerölreservoir verlegt werden. Das heißt,
zur elektromagnetischen Beheizung eines Schwerölreservoirs muss ein Induktor bzw.
eine Induktorschleife in das Schwerölreservoir eingebracht werden.
[0004] Der Induktor darf dabei nicht in elektrisch leitfähigen Materialien, beispielsweise
in ein metallisches Hüllrohr, verlegt werden. Um die Integrität des Induktors über
lange Zeit aufrecht zu erhalten, muss der Induktor vor mechanischer Belastung und
chemischen Einflüssen möglichst gut geschützt werden.
[0005] Problematisch bei der bekannten elektrischen Erwärmung ist, Induktionskabel mit möglichst
wenig Aufwand in das Schwerölreservoir zu verlegen. So ist es grundsätzlich bekannt,
dass in eine bestehende oder erzeugte Bohrung in das Schwerölreservoir hinein ein
Hüllrohr in Form eines GFK-Rohres (GFK: glasfaserverstärkter Kunststoff) eingesetzt
werden kann. Durch dieses Hüllrohr, welches als Stabilitätsschutz dient, wird zumindest
ein Induktor eingeführt. Nachteilhaft bei diesem Vorgehen ist jedoch das Einbringen
des Induktors. D.h., es ist schwierig den Induktor aufgrund der relativ großen Länge
des Hüllrohrs in das Hüllrohr einzubringen. So kann der Induktor beispielsweise beim
Einziehen in das Hüllrohr abreißen. Auch reibt der Induktor während des Ein- und Ausbaus
am Hüllrohr, was zu Beschädigungen sowohl an dem Hüllrohr, aber auch an dem Induktor
führen kann.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile
zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Herstellungsvorrichtung zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung für die Erwärmung
eines Schwerölreservoirs sowie ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen Induktionsvorrichtung
zur Verfügung zu stellen, durch welche in kostengünstiger und einfacher Weise eine
sichere und insbesondere lange Induktionsvorrichtung geschaffen werden kann.
[0007] Voranstehende Aufgabe wird gelöst durch eine Herstellungsvorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1, ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 9 sowie eine Induktionsvorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 15. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale
und Details, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Herstellungsvorrichtung
beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren und der erfindungsgemäßen Induktionsvorrichtung und jeweils umgekehrt, so
dass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig
Bezug genommen wird bzw. werden kann.
[0008] Die Erfindung ist dabei insbesondere eine Induktorvorrichtung für Schweröl-, Schwerstöl-
oder Bitumen-Reservoirs einzusetzen.
[0009] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe durch eine Herstellungsvorrichtung
zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung für die Erwärmung eines Schwerölreservoirs
gelöst, wobei die Induktionsvorrichtung aus wenigstens einem Hüllrohr und zumindest
einem Induktor, der innerhalb des Hüllrohres angeordnet ist, ausgebildet ist. Die
Herstellungsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Spreizvorrichtung
zum Auseinanderspreizen des längsgeschlitzt ausgebildeten Hüllrohres aufweist.
[0010] Durch eine derartig ausgebildete Herstellungsvorrichtung kann in kostengünstiger
und einfacher Weise eine sichere und insbesondere lange Induktionsvorrichtung, die
zur Erwärmung eines Schwerölreservoirs ausgebildet ist, geschaffen werden. Das Hüllrohr
ist aus einem elektrisch nicht leichtfähigen Material, insbesondere aus einem Kunststoffmaterial,
ausgebildet. Insbesondere ist das Hüllrohr flexibel ausgebildet. Die Spreizvorrichtung
ermöglicht, dass ein Induktor einfach in das längsgeschlitzt ausgebildete Hüllrohr
eingebracht werden kann, so dass es von dem Hüllrohr ummantelt ist. Durch die Herstellungsvorrichtung
kann das längsgeschlitzte Hüllrohr auseinandergespreizt werden, so dass in den entstehenden
Öffnungsabschnitt der Induktor eingeführt werden kann. Insbesondere kann die Spreizvorrichtung
an einem Ende des auseinanderspreizbaren Hüllrohres zwischen die Schlitzstirnflächen
eingebracht werden. Die Spreizvorrichtung ist vorzugsweise ortsfest angeordnet, so
dass das Hüllrohr an der Spreizvorrichtung vorbeigeführt werden kann. Das heißt, die
Schlitzstirnflächen des Hüllrohres werden beim Vorbeiführen des Hüllrohres an der
Spreizvorrichtung kontinuierlich auseinandergespreizt, wie bei einem Reißverschluss,
in die sich dadurch permanent verändernde Position des Öffnungsabschnitts kann der
Induktor eingeführt werden. Das heißt, der Induktor wird bei der Bewegung des Hüllrohres
relativ zu der Spreizvorrichtung in das Hüllrohr hineingezogen. Dabei gleiten die
Schlitzstirnflächen des Hüllrohres an der Spreizvorrichtung vorbei.
[0011] Vorteilhaft ist bei einer derartigen Herstellungsvorrichtung zur Herstellung einer
Induktionsvorrichtung, dass der Induktor leicht obertägig, das heißt vor dem Anordnen
in einem Schwerölreservoir, zur Entstehung der Induktionsvorrichtung in das Hüllrohr
eingeführt werden kann.
[0012] Der Induktor kann beispielsweise von einer Rolle oder einer Spindel abgerollt werden
und so kontinuierlich in das Hüllrohr nachgeführt werden. Das Hüllrohr kann ebenfalls
von einer Rolle oder Spindel abgerollt werden. Alternativ dazu kann das Hüllrohr auch
aus einzelnen Hüllrohrstücken zusammengesetzt werden.
[0013] Das längsgeschlitzte Hüllrohr wird mittels der Spreizvorrichtung geöffnet und der
Induktor kontinuierlich in das Hüllrohr eingebracht. Ein großer Vorteil der Herstellungsvorrichtung
ist, dass zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung der Induktor in einem Stück
in das Hüllrohr eingebracht werden kann.
[0014] Bevorzugt kann bei einer Herstellungsvorrichtung vorgesehen sein, dass die Spreizvorrichtung
eine Öffnung zur Hindurchführung des zumindest einen Induktors aufweist. Hierdurch
wird der Induktor nicht durch den entstehenden Öffnungsabschnitt in das Hüllrohr eingeführt,
sondern durch die Öffnung in der Spreizvorrichtung. Die Öffnung in der Spreizvorrichtung
ist vorzugsweise als Bohrung in der Spreizvorrichtung ausgebildet. Hierbei kann es
sich um eine kreisrunde Bohrung handeln. Bevorzugt ist die Bohrung schlitzartig, oval
oder Ei-förmig ausgebildet. Die Dimension der Öffnung in der Spreizvorrichtung ist
derart, dass ein Induktor mit ausreichend Spiel durch die Öffnung hindurchgeführt
werden kann. Insbesondere bevorzugt ist es, wenn die die Öffnung bildende umlaufende
Fläche an zumindest einer oder zwei Stellen eine Abrundung oder Abschrägung aufweist,
so dass der Induktor möglichst reibungsfrei und kantenfrei durch die Öffnung der Spreizvorrichtung
in das Innere des Hüllrohres eingezogen werden kann.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einer Herstellungsvorrichtung
vorgesehen sein, dass die Spreizvorrichtung eine ovale oder Ei-förmige Form oder eine
im Wesentlichen ovale oder Ei-förmige Form aufweist. Dies gewährleistet, dass das
Hüllrohr nach dem Einfügen der Spreizvorrichtung zwischen die Schlitzstirnflächen
des Hüllrohres leicht an der Spreizvorrichtung vorbeigeführt, insbesondere vorbeigezogen
werden kann, wobei die Spreizvorrichtung das Hüllrohr auseinander spreizt.
[0016] Besonders bevorzugt ist eine Herstellungsvorrichtung, bei der die Spreizvorrichtung
Führungsnute zum Aufnehmen von Schlitzstirnbereichen des Hüllrohres aufweist. Durch
die Führungsnute ist sichergestellt, dass das Schlitzstirnflächen beziehungsweise
die geöffneten Schlitzstirnbereiche des Hüllrohres sicher an der Spreizvorrichtung
geführt werden können. Das bedeutet, die beiden Schlitzstirnbereiche des Hüllrohres
werden durch die Führungsnute der Spreizvorrichtung gehalten, so dass die Schlitzstirnbereiche
nicht seitlich von der Spreizvorrichtung abrutschen können. In einer Ausführungsform
der Spreizvorrichtung kann vorgesehen sein, dass die Führungsnute an zwei sich gegenüberliegenden
Seiten an der Spreizvorrichtung ausgebildet sind. Bei einer anderen Ausführungsform
der Spreizvorrichtung kann vorgesehen sein, dass eine umlaufende Führungsnut vorgesehen
ist.
[0017] Die Spreizvorrichtung weist vorzugsweise eine plattenförmige oder ringförmige Gestalt
auf. Vorzugsweise ist die Dicke der Spreizvorrichtung leicht größer als die Wandstärke
des Materials des Hüllrohres.
[0018] Wie bereits ausgeführt, ist die Spreizvorrichtung der Herstellungsvorrichtung vorteilhafterweise
ortsfest angeordnet und das Hüllrohr wird unter einer Auseinanderspreizung durch die
Spreizvorrichtung an dieser entlanggeführt. Es ist auch denkbar, dass das Hüllrohr
ortsfest angeordnet wird und die Spreizvorrichtung ähnlich wie bei einem Reißverschluss
entlang dem Schlitz des Hüllrohres bewegt wird. Damit die Spreizvorrichtung bewegt
werden kann, weist diese vorzugsweise eine Greifvorrichtung auf. Durch die Greifvorrichtung
kann die Spreizvorrichtung gezogen werden und so das Hüllrohr nach und nach auseinandergespreizt
werden. Während der Bewegung der Spreizvorrichtung relativ zum Hüllrohr wird der Induktor
durch den entstehenden Öffnungsabschnitt beziehungsweise die Öffnung in der Spreizvorrichtung
in das Innere des Hüllrohres hineingezogen.
[0019] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einer Herstellungsvorrichtung
vorgesehen sein, dass die Herstellungsvorrichtung eine Zusammenführungsvorrichtung
zum festen Verbinden des Hüllrohres entlang der Schlitzstirnflächen des Hüllrohres
aufweist. Das heißt, nach der Einführung des Induktors mittels der Spreizvorrichtung
in das Hüllrohr kann das geschlitzt ausgebildete Hüllrohr mittels der Zusammenführungsvorrichtung
fest geschlossen werden, so dass ein Auseinanderspreizen des Hüllrohres nicht mehr
möglich ist.
[0020] Die Zusammenführungsvorrichtung ist derart ausgebildet, dass die beiden Schlitzstirnflächen
des Hüllrohres derart fest miteinander verbunden werden können, dass ein geschlossenes
Hüllrohr entsteht. Hierdurch ist sichergestellt, dass der Induktor besonders sicher
und geschützt in dem Hüllrohr der Induktionsvorrichtung angeordnet ist.
[0021] Die Zusammenführungsvorrichtung der Herstellungsvorrichtung kann derart ausgebildet
sein, dass das längsgeschlitzte Hüllrohr kraftschlüssig geschlossen werden kann. Beispielsweise
kann dies durch eine zusätzliche Ummantelung des Hüllrohres erfolgen. Auch können
durch die Zusammenführungsvorrichtung Klammer an dem Hüllrohr angebracht werden, die
das Hüllrohr an den Schlitzstirnflächen fest zusammenhalten. Auch ein formschlüssiges
Zusammenführen des Hüllrohres ist denkbar.
[0022] Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einer
Herstellungsvorrichtung vorgesehen sein, dass die Zusammenführungsvorrichtung zum
stoffschlüssigen Verbinden der Schlitzstirnflächen des Hüllrohres ausgebildet ist.
So kann die Zusammenführungsvorrichtung eine Klebeeinrichtung oder eine Schweißeinrichtung
aufweisen, durch die die beiden Schlitzstirnflächen des Hüllrohres aneinander verklebt
beziehungsweise verschweißt werden können. Die Zusammenführungsvorrichtung der Herstellungsvorrichtung
ist nach der Spreizvorrichtung angeordnet, so dass die nach Einführung des Induktors
in das Hüllrohr entstehende Induktionsvorrichtung geschlossen werden kann. Daher ist
besonders bevorzugt eine Herstellungsvorrichtung, bei der die Zusammenführungsvorrichtung
zum Verkleben oder Verschweißen der Schlitzstirnflächen des Hüllrohres ausgebildet
ist.
[0023] Die zuvor beschriebene Herstellungsvorrichtung zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung
für die Erwärmung eines Schwerölreservoirs ermöglicht eine obertägige Zusammenführung
von Induktor und Hüllrohr zu einer Einheit, das heißt der Induktionsvorrichtung. Ein
großer Vorteil der sich dadurch ergibt ist, dass die Induktionsvorrichtung, das heißt
die Einheit aus Induktor und Hüllrohr in eine Bohrung in einem Schwerölreservoir verlegt
werden kann. Ein weiterer Vorteil der Herstellungsvorrichtung ist, dass der Induktor
und das Hüllrohr getrennt voneinander gefertigt werden können. Hierdurch wird eine
größere Freiheit für eine Um- oder ein Neudesign der Bauteile erreicht. Ferner kann
als Folge der obertägigen Zusammenführung des Induktors und des Hüllrohres ein Zeit-
und Aufwandsersparnis erreicht werden, da beim Verlegen der Induktionsvorrichtung
nur noch ein Verlegeprozess erforderlich ist.
[0024] Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe durch ein Verfahren zur
Herstellung einer Induktionsvorrichtung für die Erwärmung eines Schwerölreservoirs
mittels einer Herstellungsvorrichtung nach dem ersten Aspekt der Erfindung, insbesondere
nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gelöst, wobei die Induktionsvorrichtung aus wenigstens
einem längsgeschlitzten Hüllrohr und zumindest einem Induktor, der innerhalb des Hüllrohres
angeordnet ist, ausgebildet ist. Das Verfahren ist durch folgende Verfahrensschritte
gekennzeichnet:
- a) ein längsgeschlitztes Hüllrohr wird bereitgestellt,
- b) das längsgeschlitzte Hüllrohr wird an einer Stelle auseinandergespreizt und die
Spreizvorrichtung der Herstellungsvorrichtung wird an dieser Stelle zwischen die Schlitzstirnflächen
des Hüllrohres eingebracht, so dass die Schlitzstirnflächen des Hüllrohres im Bereich
der Spreizvorrichtung unter Ausbildung eines Öffnungsabschnitts auseinandergespreizt
sind,
- c) zumindest ein Induktor wird durch den Öffnungsabschnitt in das auseinandergespreizte
Hüllrohr eingebracht, und
- d) die Spreizvorrichtung wird relativ entlang der Längsachse des Hüllrohres bewegt
und dabei der zumindest einem Induktor durch den Öffnungsabschnitt in das Hüllrohr
eingebracht, insbesondere hineingezogen.
[0025] Durch ein derartiges Verfahren kann in kostengünstiger und einfacher Weise eine sichere
und insbesondere lange Induktionsvorrichtung, die zur Erwärmung eines Schwerölreservoirs
ausgebildet ist, geschaffen werden. Dabei gelten bei dem Verfahren sämtliche Vorteile,
die zu der Herstellungsvorrichtung gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung aufgeführt
worden sind, ebenso für das Verfahren zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung
für die Erwärmung eines Schwerölreservoirs gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung.
[0026] Die Spreizvorrichtung wird zwischen die beiden Schlitzstirnflächen beziehungsweise
geöffneten Flanken des Hüllrohres eingebracht. Hierdurch ist das Hüllrohr im Bereich
der Spreizvorrichtung auseinandergespreizt. Unmittelbar vor und/oder hinter der Spreizvorrichtung
entsteht dadurch zumindest ein Öffnungsabschnitt, durch den der Induktor in das Hüllrohr
eingebracht, insbesondere hineingezogen, wird.
[0027] Besonders bevorzugt ist ein Verfahren, bei dem die Spreizvorrichtung eine Öffnung
aufweist und bei dem der zumindest eine Induktor durch die Öffnung in der Spreizvorrichtung
in das auseinandergespreizte Hüllrohr eingebracht, insbesondere hineingezogen, wird.
Hierdurch ist ein besonders sicheres Einbringen des Induktors in das Hüllrohr sichergestellt.
Das heißt, der Induktor wird nicht durch einen entstehenden Öffnungsabschnitt in das
Hüllrohr eingeführt, sondern durch die Öffnung in der Spreizvorrichtung. Die vorzugsweise
als Bohrung ausgebildete Öffnung ermöglicht, dass der Induktor nicht verknickt oder
verdreht wird. Insbesondere vorteilhaft ist ein Verfahren, bei dem der Induktor reibungsfrei
und kantenfrei durch die Öffnung der Spreizvorrichtung in das Innere des Hüllrohres
eingeführt, insbesondere eingezogen, wird.
[0028] Es ist möglich, dass das Hüllrohr ortsfest angeordnet wird, eine Spreizvorrichtung
zwischen die Schlitzstirnflächen des Hüllrohres eingebracht wird und nach dem Durchführen
eines Induktors durch die Spreizvorrichtung die Spreizvorrichtung parallel zur Längsachse
des Hüllrohres zwischen den Schlitzstirnflächen des Hüllrohres entlanggezogen wird.
Hierbei wird der Induktor kontinuierlich in das Hüllrohr hineingezogen.
[0029] Bevorzugt ist jedoch ein Verfahren, bei dem die Spreizvorrichtung feststeht und das
Hüllrohr, nach der Anordnung der Spreizvorrichtung zwischen den Schlitzstirnflächen
des Hüllrohres, an der Spreizvorrichtung vorbeigeführt wird und dabei der zumindest
eine Induktor durch den Öffnungsabschnitt des Hüllrohres, insbesondere durch die Öffnung
in der Spreizvorrichtung, in das Hüllrohr eingebracht, insbesondere eingezogen, wird.
So kann beispielsweise ein Ende des Hüllrohres beziehungsweise der entstehenden Induktionsvorrichtung
durch eine Greifeinrichtung gegriffen und an der feststehenden Spreizvorrichtung vorbeigezogen
werden.
[0030] Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem
Herstellungsverfahren vorgesehen sein, dass nach Einführung des zumindest einen Induktors
in das Hüllrohr die Schlitzstirnflächen des Hüllrohres durch die Zusammenführungsvorrichtung
der Herstellungsvorrichtung fest miteinander, insbesondere stoffschlüssig miteinander,
verbunden werden. Besonders bevorzugt ist ein Verfahren, bei dem die Schlitzstirnflächen
des Hüllrohres durch die Zusammenführungsvorrichtung miteinander verklebt oder verschweißt
werden. Hierdurch entsteht eine Induktionsvorrichtung mit einem geschlossenen Hüllrohr.
Eine derartige Induktionsvorrichtung trotz einer hohen mechanischen Belastung und
ist gegenüber chemischen Einflüssen gut geschützt. Vorzugsweise wird ein Hüllrohr
aus einem elektrisch nicht leichtfähigen Material, insbesondere aus einem Kunststoffmaterial,
verwendet. Besonders vorteilhaft ist es, wenn ein flexibel ausgebildetes Hüllrohr
verwendet wird.
[0031] Es ist insbesondere ein Verfahren bevorzugt, das dadurch gekennzeichnet ist, dass
durch eine Zugvorrichtung das Hüllrohr gegriffen wird und an der Spreizvorrichtung
zum Einfädeln des zumindest einen Induktors und an der Zusammenführungsvorrichtung
zum festen Verbinden der Schlitzstirnflächen des Hüllrohres entlanggeführt wird.
[0032] Des Weiteren ist ein Verfahren bevorzugt, bei dem das Hüllrohr zur Zuführung zu der
Herstellungsvorrichtung in Form von Hüllrohrstücken zusammengesetzt wird oder einstückig
von einer ersten Rolle abgerollt wird und bei dem der zumindest eine Induktor zur
Zuführung zu der Herstellungsvorrichtung von einer zweiten Rolle abgerollt wird. Hierdurch
kann einfach und kostengünstig eine sichere und lange Induktionsvorrichtung geschaffen
werden.
[0033] Gemäß einem dritten Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe durch eine Induktionsvorrichtung
für die Erwärmung eines Schwerölreservoirs, aufweisend wenigstens ein Hüllrohr und
zumindest einen Induktor, das innerhalb des Hüllrohres angeordnet ist, gelöst, wobei
die Induktionsvorrichtung durch ein Verfahren gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung,
insbesondere gemäß einem der Ansprüche 9 bis 14, hergestellt ist. Es gelten die gleichen
Vorteile bei der Induktionsvorrichtung, wie sie ausführlich zu der Herstellungsvorrichtung
beziehungsweise dem Verfahren erwähnt worden sind.
[0034] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungsfigur
näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch:
- Figur 1
- eine Darstellung einer Induktionsvorrichtung im Einsatz,
- Figur 2
- eine Induktionsvorrichtung für die Erwärmung eines Schwerölreservoirs während des
Herstellungsprozesses,
- Figur 3
- einen Querschnitt durch eine erste Spreizvorrichtung einer Herstellungsvorrichtung
zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung für die Erwärmung eines Schwerölreservoirs,
- Figur 4
- eine erste Herstellungsvorrichtung zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung für
die Erwärmung eines Schwerölreservoirs,
- Figur 5
- einen Abschnitt eines Hüllrohres einer Induktionsvorrichtung für die Erwärmung eines
Schwerölreservoirs,
- Figur 6
- eine weitere Herstellungsvorrichtung zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung für
die Erwärmung eines Schwerölreservoirs,
- Figur 7
- einen Querschnitt durch ein Hüllrohr und eine Spreizvorrichtung einer Herstellungsvorrichtung
zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung für die Erwärmung eines Schwerölreservoirs,
und
- Figur 8
- einen Querschnitt durch eine zweite Spreizvorrichtung einer Herstellungsvorrichtung
zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung für die Erwärmung eines Schwerölreservoirs.
[0035] Elemente mit gleicher Funktion und Wirkungsweise sind in den Figuren 1 bis 8 jeweils
mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0036] In Fig. 1 ist schematisch dargestellt, wie eine erfindungsgemäße Induktionsvorrichtung
10 eingesetzt werden kann. Sie befindet sich größtenteils unterhalb der Oberfläche
einer Gesteinsformation 200, in welcher ein Schwerölreservoir 100 angeordnet ist.
Mit dem größten Längenabschnitt in horizontaler Richtung erstreckt sich die Induktionsvorrichtung
10 durch das Schwerölreservoir.
[0037] Fig. 2 zeigt schematisch eine Induktionsvorrichtung 10 für die Erwärmung eines Schwerölreservoirs
100 während des Herstellungsprozesses der Induktionsvorrichtung 10. Die Induktionsvorrichtung
10 wird aus einem längsgeschlitzten Hüllrohr 20 und einem Induktor 30 hergestellt.
Dabei wird zwischen die Schlitzstirnflächen 22, siehe Fig. 5, des längsgeschlitzten
Hüllrohres 20 eine Spreizvorrichtung 2 eingebracht. Die Spreizvorrichtung 2 weist
eine Öffnung 3 auf, durch die der Induktor 30 in das Innere des Hüllrohres 20 eingebracht
wird. Der Induktor 30 gleitet bei einer Relativbewegung des Hüllrohres 20 zu der Spreizvorrichtung
2 durch die Öffnung 3 der Spreizvorrichtung 2 in das Innere des Hüllrohres 20 hinein.
Vorzugsweise ist die Spreizvorrichtung 2 ortsfest angeordnet und ein Ende des Hüllrohres
20 wird an der Spreizvorrichtung 2 vorbeigezogen, so dass die Spreizvorrichtung 2
entlang der Schlitzstirnflächen 22 des Hüllrohres 20 entlanggleitet und so den Induktor
30 in das Hüllrohr 20 hineinzieht.
[0038] In Fig. 3 ist schematisch ein Querschnitt durch eine erste Spreizvorrichtung 2 einer
Herstellungsvorrichtung 1 zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung 10 für die Erwärmung
eines Schwerölreservoirs 200 gezeigt. Die Spreizvorrichtung 2 weist zumindest an zwei
gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Führungsnut 4 auf. Die Flanken beziehungsweise
die Schlitzstirnbereiche 21 des durch die Spreizvorrichtung 2 auseinandergespreizten
Hüllrohres 20 gleiten bei der Relativbewegung der Spreizvorrichtung 2 zu dem Hüllrohr
20 in den Führungsnuten 4 der Spreizvorrichtung 2. Hierdurch ist sichergestellt, dass
die Spreizvorrichtung 2 während der Relativbewegung nicht seitlich aus dem Schlitz
des Hüllrohres 20 herausrutscht. Vorteilhafterweise gleiten die Schlitzstirnflächen
22, siehe Fig. 5, des längsgeschlitzten Hüllrohres 20 an den jeweiligen Böden der
Führungsnute 4 entlang, wenn das Hüllrohr 20 an der Spreizvorrichtung 2 vorbeigeführt
wird.
[0039] Fig. 4 zeigt schematisch eine erste Herstellungsvorrichtung 1 zur Herstellung einer
Induktionsvorrichtung 10 für die Erwärmung eines Schwerölreservoirs 200. Die Herstellungsvorrichtung
1 weist eine Spreizvorrichtung 2 sowie eine der Spreizvorrichtung 2 nachgeordnete
Zusammenführungsvorrichtung 5 auf. Die entstehende Induktionsvorrichtung 10 wird an
dem freien Ende gegriffen und an der Herstellungsvorrichtung 1 vorbeigeführt. Da rollt
das Hüllrohr 20 von einer ersten Rolle 25 an, währenddessen der Induktor 30 von einer
zweiten Rolle 31 abgerollt wird. Durch die Spreizvorrichtung 2 werden das Hüllrohr
20 und der Induktor 30 zusammengeführt, wobei der Induktor 30 durch die Öffnung 3
des Spreizvorrichtung 2 in das Innere des Hüllrohres 20 hineingezogen wird bei der
Bewegung des Hüllrohres 20 entlang der Spreizvorrichtung 2. In der Zusammenführungsvorrichtung
5 wird das Hüllrohr 20 der entstandenen Induktionsvorrichtung 10 geschlossen. Das
heißt, das Hüllrohr 20 der Induktionsvorrichtung 10 wird durch Verbinden der Schlitzstirnflächen
22 des Hüllrohres 20 geschlossen. Vorzugsweise weist die Zusammenführungsvorrichtung
5 eine Klebeeinrichtung zum Verkleben der Schlitzstirnflächen 22 oder eine Schweißeinrichtung
zum Verschweißen der Schlitzstirnflächen 22 auf. Neben dem stoffschlüssigen Verbunden
der Schlitzstirnflächen 22 kann das Hüllrohr 20 auch kraftschlüssig oder formschlüssig
geschlossen werden.
[0040] In Fig. 5 ist schematisch ein Abschnitt eines Hüllrohres 20 einer Induktionsvorrichtung
10 für die Erwärmung eines Schwerölreservoirs 200 gezeigt. Das Hüllrohr 20 ist innen
hohl zur Aufnahme zumindest eines Induktors 30. Das Hüllrohr 20 ist in einem aufgespreizten
Zustand gezeigt. Hierdurch sind die Schlitzstirnflächen 22 an den Schlitzstirnbereichen
21 des Hüllrohres 20 erkennbar. Zwischen den Schlitzstirnbereichen 21 geleitet die
Spreizvorrichtung 2 entlang.
[0041] Fig. 6 zeigt schematisch eine weitere Herstellungsvorrichtung 1 zur Herstellung einer
Induktionsvorrichtung 10 für die Erwärmung eines Schwerölreservoirs 200. Im Unterschied
zur der Herstellungsvorrichtung 1 gemäß Fig. 4 wird das Hüllrohr 20 nicht von einer
Rolle 25 abgerollt und der Herstellungsvorrichtung 1 zugeführt, sondern in Form von
Hüllrohrstücken. Diese werden vor dem Einfädeln des Induktors 30 zusammengesteckt.
[0042] Fig. 7 zeigt schematisch einen Querschnitt durch ein Hüllrohr 20 und eine Spreizvorrichtung
2 einer Herstellungsvorrichtung 1 zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung 10 für
die Erwärmung eines Schwerölreservoirs 200. Die Spreizvorrichtung 2 ist zwischen den
Schlitzstirnbereichen 21 des Hüllrohres 20 eingebracht. In Fig. 8 ist die Spreizvorrichtung
2 der Fig. 7 vergrößert dargestellt. Die Dicke der Schlitzstirnbereiche 21 des Hüllrohres
20 entspricht in etwa der Breite der Führungsnute 4 der Spreizvorrichtung 2 der Herstellungsvorrichtung
1. Hierdurch werden die Schlitzstirnbereiche 21 des Hüllrohres 20 sicher in den Führungsnuten
4 geführt.
[0043] Durch die Herstellungsvorrichtung 1 kann in kostengünstiger und einfacher Weise eine
sichere und insbesondere lange Induktionsvorrichtung 10, die zur Erwärmung eines Schwerölreservoirs
200 dient, geschaffen werden. Ein großer Vorteil der Herstellungsvorrichtung 1 ist,
dass zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung 10 der Induktor 30 in einem Stück
in das Hüllrohr 30 eingebracht werden kann. Das längsgeschlitzte Hüllrohr 20 wird
mittels der Spreizvorrichtung 2 der Herstellungsvorrichtung 1 geöffnet und der Induktor
30 kontinuierlich in das Hüllrohr 20 eingebracht, insbesondere hineingezogen.
[0044] Durch diese obertägige Art der Herstellung der Induktionsvorrichtung 10 kann die
Einheit aus Induktor 30 und Hüllrohr 20 einfach in eine Bohrung in einem Schwerölreservoir
200 verlegt werden. Ein weiterer Vorteil der Herstellungsvorrichtung 1 ist, dass der
Induktor 30 und das Hüllrohr 20 getrennt voneinander gefertigt werden können. Hierdurch
wird eine größere Freiheit für eine Um- oder ein Neudesign der Bauteile 20, 30, 1
erreicht. Ferner kann als Folge der obertägigen Zusammenführung des Induktors 30 und
des Hüllrohres 20 ein Zeit- und Aufwandsersparnis erreicht werden, da beim Verlegen
der Induktionsvorrichtung 10 nur noch ein Verlegeprozess erforderlich ist.
[0045] Der verwendete Induktor arbeitet im Übrigen nach dem Folgenden Prinzip:
Zur Förderung von Schwerstölen oder Bitumen aus den bekannten Ölsand- oder Ölschiefervorkommen
ist gewünscht deren Fließfähigkeit erheblich zu erhöhen. Dies kann durch Temperaturerhöhung
des Vorkommens (Reservoirs) erreicht werden. Diese Temperaturerhöhung kann wiederum
durch den Induktor erfolgen.
Dazu werden beispielsweise einzelne Induktorpaare aus Hin - und Rückleiter oder Gruppen
von Induktorpaaren in verschiedenen geometrischen Konfigurationen bestromt, um das
Reservoir induktiv zu erhitzen. Bei geeigneter Bestromung mit Wechselstrom bildet
sich ein elektromagnetisches Feld um den Induktor, das wiederum ins umgebende Erdreich
dringt und mittels elektromagnetischer Induktion bestimmte leitfähige Komponenten
im Erdreich anregt, z.B. Wasser oder Bitumen oder Kohlenwasserstoffe in beliebigen
anderen chemischen Verbindungen.
Der Induktor ist gegenüber zumindest Teilen der Lagerstätte als induktive elektrische
Heizung wirksam. Bedingt durch die Leitfähigkeit von zumindest Teilen der Lagerstätte,
kann diese durch die weitgehend konzentrisch um die beiden möglichst parallel verlaufenden
Abschnitte des Induktors erwärmt werden. Bei dem Induktor kann es sich insbesondere
um stabförmige metallische Leiter oder um verdrillte metallische Kabel aus einem insbesondere
gut leitfähigen Metall handeln, welche als Resonanzkreis ausgebildet werden um das
elektromagnetische Feld zu erzeugen.
[0046] Unter einem Induktor ist insbesondere kein resistiver Heizer zu verstehen, der also
bloßer thermischer Strahler wirkt. Der Induktor dagegen erzeugt keine direkte thermische
Energie, sondern ein Wechselfeld, welches ins Erdreich dringen kann und erst dort
aufgrund der Anregung von Teilchen im Erdreich zu einer Temperaturerhöhung führt.
1. Herstellungsvorrichtung (1) zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung (10) für die
Erwärmung eines Ölreservoirs (100), insbesondere eines Schweröl-, Schwerstöl-, oder
Bitumen-Reservoirs, wobei die Induktionsvorrichtung (10) aus wenigstens einem Hüllrohr
(20) und zumindest einem Induktor (30), der innerhalb des Hüllrohres (20) angeordnet
ist, ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Herstellungsvorrichtung (1) eine Spreizvorrichtung (2) zum Auseinanderspreizen
des längsgeschlitzt ausgebildeten Hüllrohres (20) aufweist.
2. Herstellungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spreizvorrichtung (2) eine Öffnung (3) zur Hindurchführung des zumindest einen
Induktors (30) aufweist.
3. Herstellungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spreizvorrichtung (2) eine ovale oder Ei-förmige Form oder eine im Wesentlichen
ovale oder Ei-förmige Form aufweist.
4. Herstellungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spreizvorrichtung (2) Führungsnute (4) zum Aufnehmen von Schlitzstirnbereichen
(21) des Hüllrohres (20) aufweist.
5. Herstellungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spreizvorrichtung (2) eine Greifvorrichtung zum Ziehen der Spreizvorrichtung
(2) aufweist.
6. Herstellungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Herstellungsvorrichtung (1) eine Zusammenführungsvorrichtung (5) zum festen Verbinden
des Hüllrohres (20) entlang der Schlitzstirnflächen (22) des Hüllrohres (20) aufweist.
7. Herstellungsvorrichtung (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zusammenführungsvorrichtung (5) zum stoffschlüssigen Verbinden der Schlitzstirnflächen
(22) des Hüllrohres (20) ausgebildet ist.
8. Herstellungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zusammenführungsvorrichtung (5) zum Verkleben oder Verschweißen der Schlitzstirnflächen
(22) des Hüllrohres (20) ausgebildet ist.
9. Verfahren zur Herstellung einer Induktionsvorrichtung (10) für die Erwärmung eines
Ölreservoirs (100), insbesondere eines Schweröl-, Schwerstöl-, oder Bitumen-Reservoirs,
mittels einer Herstellungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Induktionsvorrichtung (10) aus wenigstens einem längsgeschlitzten Hüllrohr
(20) und zumindest einem Induktor (30), der innerhalb des Hüllrohres (20) angeordnet
ist, ausgebildet ist, wobei das Verfahren durch folgende Verfahrensschritte gekennzeichnet
ist:
a) ein längsgeschlitztes Hüllrohr (20) wird bereitgestellt,
b) das längsgeschlitzte Hüllrohr (20) wird an einer Stelle auseinandergespreizt und
die Spreizvorrichtung (2) der Herstellungsvorrichtung (1) wird an dieser Stelle zwischen
die Schlitzstirnflächen (22) des Hüllrohres (20) eingebracht, so dass die Schlitzstirnflächen
(22) des Hüllrohres (20) im Bereich der Spreizvorrichtung unter Ausbildung eines Öffnungsabschnitts
(23) auseinandergespreizt sind,
c) zumindest ein Induktor (30) wird durch den Öffnungsabschnitt (23) in das auseinandergespreizte
Hüllrohr (20) eingebracht, und
d) die Spreizvorrichtung (2) wird relativ entlang der Längsachse (24) des Hüllrohres
(20) bewegt und dabei der zumindest einem Induktor (30) durch den Öffnungsabschnitt
(23) in das Hüllrohr (20) eingebracht.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spreizvorrichtung (2) eine Öffnung (3) aufweist und dass der zumindest eine Induktor
(30) durch die Öffnung (3) in der Spreizvorrichtung (2) in das auseinandergespreizte
Hüllrohr (20) eingebracht wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spreizvorrichtung (2) feststeht und das Hüllrohr (2) an der Spreizvorrichtung
(2) vorbeigeführt wird und dabei der zumindest eine Induktor (30) durch den Öffnungsabschnitt
(23) des Hüllrohres (20) beziehungsweise die Öffnung (3) in der Spreizvorrichtung
(2) in das Hüllrohr (20) eingebracht wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach Einführung des zumindest einen Induktors (30) in das Hüllrohr (20) die Schlitzstirnflächen
(22) des Hüllrohres (20) durch die Zusammenführungsvorrichtung (5) der Herstellungsvorrichtung
(1) fest miteinander, insbesondere stoffschlüssig miteinander, verbunden werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlitzstirnflächen (22) des Hüllrohres (20) durch die Zusammenführungsvorrichtung
(5) miteinander verklebt oder verschweißt werden.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch eine Zugvorrichtung das Hüllrohr (20) gegriffen wird und an der Spreizvorrichtung
(2) zum Einfädeln des zumindest einen Induktors (30) und an der Zusammenführungsvorrichtung
(5) zum festen Verbinden der Schlitzstirnflächen (22) des Hüllrohres (20) entlanggeführt
wird.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Hüllrohr (20) zur Zuführung zu der Herstellungsvorrichtung (1) in Form von Hüllrohrstücken
zusammengesetzt wird oder einstückig von einer ersten Rolle (25) abgerollt wird und
dass der zumindest eine Induktor (30) zur Zuführung zu der Herstellungsvorrichtung
(23) von einer zweiten Rolle (31) abgerollt wird.
16. Induktionsvorrichtung (10) für die Erwärmung eines Ölreservoirs (100), insbesondere
eines Schweröl-, Schwerstöl-, oder Bitumen-Reservoirs, aufweisend wenigstens ein Hüllrohr
(20) und zumindest einen Induktor (30), das innerhalb des Hüllrohres (20) angeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Induktionsvorrichtung (10) durch ein Verfahren gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche 9 bis 15 hergestellt ist.