[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, aufweisend einen Plattenzylinder und zumindest
eine auf dem Plattenzylinder angeordnete Druckplatte gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] In Druckmaschinen kommen häufig Formzylinder zum Einsatz, die als Plattenzylinder
ausgebildet sind und Druckformen in Form von Druckplatten tragen. Diese Druckplatten
können ausgewechselt werden. Dazu ist eine Vorrichtung notwendig, die die Druckplatte
lösbar an dem Formzylinder fixiert. Mit steigenden Anforderungen an die Präzision
der mit der Druckmaschine hergestellten Druckprodukte steigen auch die Anforderungen
an die Präzision, mit der die Druckplatte auf dem Formzylinder angeordnet ist. Beispielsweise
im Wertdruck werden Anforderungen gestellt, die eine Präzision der Lage der Druckplatten
zumindest relativ zueinander im Bereich von Mikrometern erfordert. Solche Genauigkeiten
sind mit Plattenklemmungen herkömmlicher Bogendruckmaschinen nicht erreichbar.
[0003] Durch die
DE 41 29 831 A1 und die
DE 195 11 956 A1 ist jeweils ein Plattenzylinder bekannt, wobei der Plattenzylinder einen Kanal aufweist,
in dem eine Klemmvorrichtung angeordnet ist, die ein radial äußeres Klemmelement aufweist,
das relativ zu einem Grundkörper der Klemmvorrichtung unbeweglich angeordnet ist und
wobei die Klemmvorrichtung ein Anpresselement aufweist, das radial weiter innen angeordnet
ist, als das radial äußere Klemmelement und wobei die Klemmvorrichtung ein Stellelement
aufweist, mittels dem das Anpresselements zumindest teilweise relativ zu dem radial
äußeren Klemmelement zumindest in und/oder entgegen einer Klemmrichtung bewegbar ist.
[0004] Durch die
DE 41 29 831 A1 ist weiterhin bekannt, dass die Klemmvorrichtung ein radial inneres Klemmelement
aufweist, das immer mittels zumindest eines vorderen Andrückelements bezüglich einer
Umfangsrichtung in einer definierten Lage gehalten ist.
[0005] Durch die
WO 93/03925 A1 ist ein Plattenzylinder bekannt, der einen Kanal aufweist, in dem eine Spannvorrichtung
angeordnet ist, die eine auf einem Schlitten innerhalb des Kanals bewegbare Klemmvorrichtung
aufweist.
[0007] Durch die
DE 101 36 422 A1 ist ein Plattenzylinder bekannt, der einstellbare Registerelemente aufweist.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung, aufweisend einen Plattenzylinder
und zumindest eine auf dem Plattenzylinder angeordnete Druckplatte zu schaffen.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0010] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass ein
Auflegen einer Druckplatte auf einen als Plattenzylinder ausgebildeten Formzylinder
einfach und mit hoher Präzision durchführbar ist. Auch eine hohe Reproduzierbarkeit
der Lage der Druckplatte auf dem Plattenzylinder ist von Vorteil. Insbesondere in
Druckmaschinen, bei denen mehrere Formzylinder mit einem gemeinsamen
[0011] Übertragungszylinder zusammenwirken, ergibt sich dadurch der Vorteil einer besonders
hohen Präzision, da hier nur eine Stelle vorhanden ist, an der der Bedruckstoff mit
Druckfarbe versehen wird und daher die Präzision des Druckbildes ausschließlich von
der Präzision der Lage der Druckfarben auf dem gemeinsamen Übertragungszylinder abhängt
und damit letztlich von der Präzision, mit der die Druckplatten auf den Formzylindern
angeordnet sind und mit der die Formzylinder zueinander angeordnet sind.
[0012] Bevorzugt weist ein Plattenzylinder, insbesondere ein Plattenzylinder einer Druckmaschine,
der bevorzugt zumindest einen Kanal aufweist, in dem bevorzugt zumindest eine Klemmvorrichtung
angeordnet ist, wobei die zumindest eine Klemmvorrichtung bevorzugt zumindest ein
radial äußeres Klemmelement, insbesondere zumindest eine radial äußere Klemmleiste,
aufweist, das oder die bevorzugt relativ zu einem Grundkörper der zumindest einen
Klemmvorrichtung unbeweglich angeordnet ist oder sind, wobei bevorzugt die zumindest
eine Klemmvorrichtung zumindest ein Anpresselement aufweist, das radial weiter innen
angeordnet ist, als das zumindest ein radial äußere Klemmelement und wobei bevorzugt
die zumindest eine Klemmvorrichtung zumindest ein Stellelement aufweist, mittels dem
das zumindest eine Anpresselements zumindest teilweise relativ zu dem zumindest einen
radial äußeren Klemmelement und weiter bevorzugt relativ zu einem Zylinderballen des
Plattenzylinders zumindest in und/oder entgegen einer Klemmrichtung bewegbar ist,
eines oder mehrere der nachfolgend beschriebenen Merkmale auf. Das zumindest eine
Stellelement ist beispielsweise bevorzugt als Klemmlöseantrieb, insbesondere Klemmlöseschlauch
ausgebildet.
[0013] Bevorzugt weist die zumindest eine Klemmvorrichtung zumindest zwei Anpresselemente
auf und ist in Umfangsrichtung bezüglich des Plattenzylinders das zumindest eine Stellelement
zwischen den zumindest zwei Anpresselementen angeordnet. Dann ist eine Klemmkraft
dieser Klemmvorrichtung im Gegensatz zu nur einem Anpresselement gleicher Federhärte
verdoppelt. Eine von dem Stellelement aufzuwendende Kraft ist jedoch genauso groß,
weil stattdessen ein Stellweg des zumindest einen Stellelements verdoppelt wird, denn
das zumindest eine zwischen den zumindest zwei Anpresselementen angeordnete Stellelement
kann sich jeweils auf beide Anpresselemente zu bewegen. Wenn als Stellelement ein
Löseschlauch, insbesondere Klemmlöseschlauch eingesetzt wird, muss demnach für eine
verdoppelte Stellkraft in dem Klemmlöseschlauch kein höherer Druck erreichbar sein
oder erreicht werden, als mit nur einem Anpresselement.
[0014] Bevorzugt schneidet zumindest eine geradlinige Verbindungslinie zwischen den zumindest
zwei Anpresselementen der zumindest einen Klemmvorrichtung das zumindest eine Stellelement
dieser zumindest einen Klemmvorrichtung. Bevorzugt ist das zumindest eine Anpresselements
mittels des zumindest einen Stellelements zumindest teilweise relativ zu dem Zylinderballen
des Plattenzylinders zumindest in und/oder entgegen der Klemmrichtung bewegbar.
[0015] Bevorzugt weist die zumindest eine Klemmvorrichtung zumindest ein radial inneres
Klemmelement auf und weiter bevorzugt ist das zumindest eine radial innere Klemmelement
mittels des zumindest einen oder der bevorzugt zumindest zwei Anpresselemente in der
Klemmrichtung auf das zumindest eine radial äußere Klemmelement zu mit einer Kraft
beaufschlagbar und/oder beaufschlagt und bevorzugt gemeinsam mit dem zumindest einen
radial äußeren Klemmelement einen Klemmspalt bildend angeordnet. Dann ist in vorteilhafter
Weise ein Klemmspalt in seiner Form und/oder Positionierung durch zumindest zwei Klemmelemente
festgelegt und reproduzierbar und bevorzugt ohne ungewollte Bewegungen einer Druckplatte
bei deren Klemmung betätigbar. Dies gilt insbesondere, wenn wie bevorzugt, das zumindest
eine radial innere Klemmelement ausschließlich linear bewegbar angeordnet ist.
[0016] Bevorzugt ist das zumindest eine radial äußere Klemmelement zumindest eine radial
äußere Klemmleiste, die sich in axialer Richtung bezüglich einer Rotationsachse des
Plattenzylinder über zumindest 75 % einer axialen Länge des zumindest einen Kanals
erstreckt und/oder ist das zumindest eine radial innere Klemmelement zumindest eine
radial innere Klemmleiste, die sich in axialer Richtung bezüglich der Rotationsachse
des Plattenzylinder über zumindest 75 % der axialen Länge des zumindest einen Kanals
erstreckt. Bevorzugt sind die zumindest zwei Anpresselemente jeweils als zumindest
eine Blattfeder ausgebildet.
[0017] Bevorzugt ist das zumindest eine Stellelement als zumindest ein Klemmlöseschlauch
ausgebildet, der weiter bevorzugt zur Lösung einer Klemmung mit einem Druck beaufschlagbar
ist. Dann besteht ein Vorteil darin, dass dieser Klemmlöseschlauch einfach ausgebildet
und kostengünstig herstellbar und betreibbar ist. Außerdem lässt sich so eine Klemmung
bei deaktiviertem Stellelement erreichen.
[0018] Bevorzugt ist das zumindest eine radial innere Klemmelement mittels zumindest eines
Verbindungselements mit den zumindest zwei Anpresselementen verbunden.
[0019] Bevorzugt ist in dem zumindest einen Kanal zumindest eine derart ausgebildete vordere
Klemmvorrichtung und zumindest eine derart ausgebildete hintere Klemmvorrichtung angeordnet.
Dann werden die genannten Vorteile bevorzugt doppelt ausgenutzt. Bevorzugt ist die
zumindest eine vordere Klemmvorrichtung zur Aufnahme eines im Druckbetrieb vorlaufenden
Endes einer Druckplatte ausgebildet.
[0020] Bevorzugt ist zumindest eine Klemmvorrichtung als zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
ausgebildet und Teil zumindest eines Schlittens der zumindest einen Spannvorrichtung
und ist der zumindest eine Schlitten mittels zumindest eines Spannantriebs innerhalb
des zumindest einen Kanals entlang eines Spannwegs auf die zumindest einen vordere
Klemmvorrichtung zu bewegbar angeordnet. Bevorzugt erstreckt sich der Spannweg orthogonal
zu einer Rotationsachse des Plattenzylinders. Bevorzugt erstreckt sich der Spannweg
innerhalb einer Ebene, deren Flächennormale parallel zu der Rotationsachse des Plattenzylinders
orientiert ist. Dann kann dieser Schlitten bevorzugt sowohl für eine Plattenspannung
als auch zur Erleichterung eines Auflegens der Druckplatte eingesetzt werden.
[0021] Bevorzugt erstreckt sich der Spannweg zumindest teilweise in und/oder entgegen der
Umfangsrichtung oder in und/oder entgegen einer zu der Umfangsrichtung tangentialen
Spannrichtung. Bevorzugt ist der zumindest eine Spannantrieb als zumindest ein Spannsschlauch
ausgebildet. Dann ergeben sich bevorzugt die gleichen Vorteile wie bei dem Klemmlöseschlauch,
insbesondere, dass er einfach ausgebildet und kostengünstig herstellbar und betreibbar
ist.
[0022] Bevorzugt ist ein maximaler Verstellweg des zumindest einen Schlittens relativ zu
dem Zylinderballen des Plattenzylinders in und/oder entgegen der Spannrichtung zumindest
so groß, wie eine in der Spannrichtung gemessene Ausdehnung einer vorgesehenen oder
weiter bevorzugt tatsächlichen Kontaktfläche einer in der zumindest einen hinteren
Klemmvorrichtung geklemmten Druckplatte mit dem zumindest einen radial äußeren Klemmelement
der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung.
[0023] Bevorzugt ist in dem zumindest einen Kanal zumindest eine Spannvorrichtung angeordnet,
die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung und zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
aufweist und bevorzugt weist die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung zumindest
ein vorderes Stellelement, insbesondere zumindest einen vorderen Klemmlöseantrieb
zum Öffnen und Schließen zumindest eines vorderen Klemmspalts sowie zumindest zwei
Vorspannantriebe zum Einstellen jeweils eines, auf eine erste Kanalwand ausgerichteten
vorderen Kontaktkörpers auf und bevorzugt weist die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
zumindest ein hinteres Stellelement, insbesondere zumindest einen hinteren Klemmlöseantrieb
zum Öffnen und Schließen zumindest eines hinteren Klemmspalts und zumindest einen
Axialantrieb zur Einstellung einer Lage der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung
bezüglich einer axialen Richtung parallel zu einer Rotationsachse des Plattenzylinders
auf. Dann ist eine reproduzierbare und schnelle Einstellung der Spannvorrichtung möglich.
[0024] Bevorzugt sind der zumindest eine vordere Klemmlöseantrieb und die zumindest zwei
Vorspannantriebe und der zumindest eine hintere Klemmlöseantrieb und der zumindest
eine Axialantrieb mittels einer Maschinensteuerung steuerbar und/oder gesteuert und/oder
regelbar und/oder geregelt ausgebildet. Bevorzugt weist zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
zumindest zwei Abstandsantriebe jeweils eines hinteren Abstandshalters oder zumindest
zwei hintere Anschlagantriebe jeweils eines hinteren Anschlagstellelements zur Einstellung
zumindest eines Abstands der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung von einer zweiten
Kanalwand auf und bevorzugt sind der zumindest eine vordere Klemmlöseantrieb und die
zumindest zwei Vorspannantriebe und der zumindest eine hintere Klemmlöseantrieb und
der zumindest eine Axialantrieb und die zumindest zwei Abstandsantriebe oder hinteren
Anschlagantriebe mittels der Maschinensteuerung steuerbar und/oder gesteuert und/oder
regelbar und/oder geregelt ausgebildet. Bevorzugt weist die zumindest eine hintere
Klemmvorrichtung zumindest einen Schlitten auf, der bevorzugt mittels zumindest eines
Spannantriebs in zumindest einer Richtung orthogonal zu der Rotationsachse des Plattenzylinders
bewegbar ist und bevorzugt ist der zumindest eine Spannantrieb ebenfalls mittels der
Maschinensteuerung steuerbar und/oder gesteuert und/oder regelbar und/oder geregelt
ausgebildet. Durch die Maschinensteuerung ist eine hohe Präzision und eine Femeinstellung
der Spannvorrichtung und/oder der zumindest einen Klemmvorrichtung möglich.
[0025] Bevorzugt ist die zumindest eine Klemmvorrichtung über zumindest drei Abstützstellen
in Umfangsrichtung gegen einen Zylinderballen des Plattenzylinders abgestützt und
bevorzugt steht an einer ersten Abstützstelle der zumindest eine Grundkörper der zumindest
einen vorderen Klemmvorrichtung oder ein zu dem zumindest eine Grundkörper starr angeordnetes
Bauteil der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung direkt mit der ersten Kanalwand
oder einem starr zu dem Zylinderballen des Plattenzylinders angeordneten Bauteil in
Verbindung und bevorzugt steht an zumindest zwei zweiten Abstützstellen jeweils ein
relativ zu dem zumindest einen Grundkörper in seiner Lage einstellbarer und zusammen
mit dem zumindest einen Grundkörper bewegbarer Kontaktkörper der zumindest einen vorderen
Klemmvorrichtung mit der ersten Kanalwand oder einem starr zu dem Zylinderballen des
Plattenzylinders angeordneten Bauteil in Verbindung. Dann lassen sich Lagekorrekturen
und Verspannungskorrekturen der Druckplatte besonders präzise und reproduzierbar einstellen.
[0026] Vorteile dieses Plattenzylinders bestehen beispielsweise darin, dass bevorzugt ein
Spannantrieb auch dazu verwendet werden kann, eine hintere Klemmvorrichtung in ein
derartige Lage zu bringen, dass ein Auflegen des hinteren Endes der Druckplatte erleichtert
und insbesondere in im Wesentlichen radialer Richtung und ohne manuelles Einfädeln
der Druckplatte in die hintere Klemmvorrichtung ermöglicht wird, da bevorzugt die
hintere Klemmvorrichtung so bewegt wird, dass sie das hintere Ende der Druckplatte
umschließt, wobei dennoch das radial äußere Klemmelement relativ zu dem Schlitten
unbeweglich ist und somit eine besonders stabile Klemmung erreichbar ist.
[0027] Ein weiterer Vorteil einer bevorzugten Ausführungsform des Plattenzylinders besteht
beispielsweise darin, dass im einem geklemmten und/oder gespannten Zustand der Druckplatte
kein Antrieb einer Klemmvorrichtung oder Spannvorrichtung aktiviert sein muss.
[0028] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0029] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer beispielhafter Druckmaschine;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines Plattenzylinders einer Druckmaschine;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 2 dargestellten Plattenzylinders mit geöffneten Klemmvorrichtungen und einer
ersten Fixiereinrichtung;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 2 dargestellten Plattenzylinders mit geöffneten Klemmvorrichtungen;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 2 dargestellten Plattenzylinders mit einer zweiten Fixiereinrichtung;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines Plattenzylinders einer Druckmaschine;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 6 dargestellten Plattenzylinders;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 6 dargestellten Plattenzylinders;
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines Plattenzylinders einer Druckmaschine;
- Fig. 10a
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 2 dargestellten Plattenzylinders mit verschobenen Schlitten;
- Fig. 10b
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 2 dargestellten Plattenzylinders mit verschobenen Schlitten und aufgelegter Druckplatte;
- Fig. 11
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 2 dargestellten Plattenzylinders mit verschobenen Schlitten;
- Fig. 12
- eine schematische Darstellung einer vorderen Klemmeinrichtung in einer Ansicht orthogonal
zu einer Rotationsachse des Plattenzylinders.
[0030] Eine als Rotations-Druckmaschine 01, beispielsweise als Bogen-Rotationsdruckmaschine
01 ausgebildete Druckmaschine 01 wird beispielhaft im Folgenden beschrieben. Die Druckmaschine
01 ist beispielsweise eine im Wertdruck verwendete Druckmaschine 01. Die Druckmaschine
01 ist als eine einen vorzugsweise bogenförmigen Bedruckstoff 09 bedruckende Druckmaschine
01 ausgebildet, also als Bogendruckmaschine 01. Die Druckmaschine 01 weist zumindest
eine Druckeinheit 02 mit mindestens einem Druckwerk 08 und mindestens einem Farbwerk
auf, wobei das zumindest eine Druckwerk 08 zumindest einen Formzylinder 07 aufweist.
Der zumindest eine Formzylinder 07 ist bevorzugt als zumindest ein Plattenzylinder
07 ausgebildet. Vorzugsweise sind in der zumindest einen Druckeinheit 02 mehrere Druckwerke
08 und mehrere Farbwerke vorgesehen, um in einer selben Produktion verschiedene Druckfarben
auf denselben Bedruckstoff 09 zu drucken, beispielsweise entsprechend der Anzahl dieser
Farbwerke. In einer Ausführungsform sind in derselben Druckeinheit 02 Druckwerke 08
angeordnet, die bevorzugt nach unterschiedlichen Druckprinzipien arbeiten. Beispielsweise
ist zumindest ein Druckwerk 08 als ein Flachdruckwerk 08, beispielsweise ein Offsetdruckwerk
08 ausgebildet und/oder ist zumindest ein anderes Druckwerk 08 als ein Hochdruckwerk
08, insbesondere ein indirektes Hochdruckwerk 08 ausgebildet. Diese unterschiedlichen
Druckwerke 08 bedrucken dann beispielsweise in einer selben Produktion einen selben
Bedruckstoff 09, weiter bevorzugt mittels zumindest eines gemeinsamen Übertragungszylinders
06. In einer Ausführungsform ist zumindest ein Druckwerk als ein Stahlstichdruckwerk
08 ausgebildet.
[0031] Die Druckmaschine 02 weist bevorzugt zumindest eine Bedruckstoffquelle 03 in Form
eines Bogenanlegers 03 auf. Die Druckmaschine 01 weist bevorzugt zumindest eine Bogenablage
04 auf, die bevorzugt zumindest einen und weiter bevorzugt zumindest drei Ablagestapel
aufweist. Bevorzugt ist zumindest ein Trockner entlang eines Transportwegs des Bedruckstoffs
09 vor dem zumindest einen Ablagestapel angeordnet, beispielsweise ein Infrarotstrahlungstrockner
und/oder ein Ultraviolettstrahlungstrockner. Beispielsweise weist die Druckmaschine
zehn Formzylinder 07, insbesondere Plattenzylinder 07 auf. Eine Bogen-Rotationsdruckmaschine
01 mit einer Druckeinheit 02 mit mehreren Druckwerken 08 ist auch beispielhaft in
Fig. 1 gezeigt. Beispielsweise weist die Druckmaschine 01 zumindest ein Druckwerk
08 und zumindest einen Trockner auf, die jeweils auf den Bedruckstoff 09 einwirkend
entlang eines Transportwegs des Bedruckstoffs 09 vor im Folgenden beschriebenen Übertragungszylindern
06 angeordnet sind.
[0032] Bevorzugt weist die zumindest eine Druckeinheit 02 zumindest ein Paar von als Gummituchzylindern
06 ausgebildeten Übertragungszylindern 06 auf, durch deren gemeinsamen Kontaktbereich
ein Druckspalt 16 festgelegt ist. Bevorzugt steht jeder der zumindest zwei Übertragungszylinder
06 mit zumindest einem Plattenzylinder 07 und weiter bevorzugt mehreren, beispielsweise
vier Plattenzylindern 07 in rollendem Kontakt. Bevorzugt ist die Druckeinheit 02 als
Mehrfarbendruckeinheit 02 ausgebildet. Jedem dieser Plattenzylinder 07 ist bevorzugt
zumindest ein Farbwerk zugeordnet. Bevorzugt ist auf den zumindest einen Plattenzylinder
07 zumindest eine Druckform 73 in Form zumindest einer und bevorzugt genau einer Druckplatte
73 angeordnet. Bevorzugt ist auf jedem Plattenzylinder 07 genau eine Druckplatte 73
angeordnet oder vorgesehen, deren Ausdehnung in einer axialen Richtung A des Plattenzylinders
07 bevorzugt zumindest 75 % und weiter bevorzugt zumindest 90 % einer Ausdehnung eines
Zylinderballens 12 des zumindest einen Plattenzylinders 07 in dieser axialen Richtung
A entspricht. Bevorzugt weist der zumindest eine Übertragungszylinder 06 einen Umfang
auf, der einem ganzzahligen Vielfachen des Umfangs des zumindest einen Plattenzylinders
07 entspricht, beispielsweise das Dreifache.
[0033] Bevorzugt ist jedes mit einem Plattenzylinder 07 zusammenwirkende Farbwerk von diesem
jeweiligen Plattenzylinder 07 weg bewegbar angeordnet. Dadurch ist der entsprechende
Plattenzylinder 07 für Wartungsarbeiten und insbesondere für einen Druckplattenwechsel
zugänglich. Weiter bevorzugt sind die Farbwerke aller mit einem gemeinsamen Übertragungszylinder
06 zusammenwirkender Plattenzylinder 07 gemeinsam von diesen Plattenzylindern 07 weg
bewegbar angeordnet und dazu weiter bevorzugt in einem gemeinsamen Teilgestell gelagert.
Beispielsweise wird bei entsprechender Anordnung des zumindest einen Plattenzylinders
07 und des zugeordneten Farbwerks zumindest ein Druckplattenspeicher an den zumindest
einen Plattenzylinder 07 heranbewegt. Dieser zumindest eine Druckplattenspeicher enthält
zumindest eine auf den zumindest einen Plattenzylinder 07 aufzulegende Druckplatte
73. Der zumindest eine Druckplattenspeicher enthält bevorzugt mehrere Druckplatten
73, die mehreren Plattenzylindern 07 zugeordnet sind und/oder werden. Der zumindest
eine Druckplattenspeicher dient neben einer kontrollierten Positionierung der Druckplatte
73 relativ zu dem entsprechenden Plattenzylinder 07 auch einem Schutz der aufzulegenden
Druckplatte 73. Bevorzugt ist zumindest ein Drückmittel, beispielsweise eine Drückrolle
angeordnet, das und/oder die dazu dient, beim Auflegen der Druckplatte 73 auf den
Plattenzylinder 07 diese Druckplatte 73 an den Plattenzylinder 07 anzupressen.
[0034] Die Druckplatte 73 weist bevorzugt eine formstabile Trägerplatte und zumindest eine
Plattenbeschichtung auf. Die formstabile Trägerplatte besteht beispielsweise aus einem
Metall oder einer Legierung, beispielsweise Aluminium oder Stahl. In zumindest einem
Trockenoffset-Druckwerk oder wasserlosem Offset-Druckwerk kommt bevorzugt zumindest
eine Trägerplatte aus Stahl zum Einsatz. In zumindest einem Naßoffset-Druckwerk kommt
bevorzugt zumindest eine Trägerplatte aus Aluminium zum Einsatz. Bevorzugt weist die
Trägerplatte eine Dicke, also eine kleinste Abmessung von 0,25 mm bis 0,3 mm auf.
Die zumindest eine Plattenbeschichtung definiert ein Druckbild der Druckplatte 73.
Das Druckbild kann beispielsweise dadurch festgelegt sein, dass Teile einer Oberfläche
der Druckplatte 73 hydrophobe Eigenschaften aufweisen, während andere Teile der Oberfläche
der Druckplatte 73 hydrophile Eigenschaften aufweisen. Je nach Eigenschaften einer
eingesetzten Druckfarbe übertraben dann nur ausgewählte Bereiche der Druckplatte 73
diese Druckfarbe. Eine solche Druckplatte 73 überträgt Farbe nach einem Flachdruckverfahren,
insbesondere Offset-Druckverfahren. Dabei kann ein wasserloses Offsetdruckverfahren
eingesetzt werden oder kann ein so genanntes Nassoffsetdruckverfahren eingesetzt werden,
für das das Druckwerk dann zumindest ein Feuchtwerk aufweist.
[0035] Das Druckbild ist alternativ dazu dadurch festgelegt, dass die Plattenbeschichtung
zunächst vollflächig aufgetragen ist und in einem Belichtungsvorgang selektiv gehärtet
wird, während die ungehärteten Bereiche ausgewaschen werden, beispielsweise mit Wasser.
Alternativ wird eine Beschichtung nur selektiv aufgebracht oder auf andere Art selektiv
entfernt, beispielsweise durch ätzen oder mechanisch durch gravieren. Dadurch ergeben
sich Bereiche, beispielsweise nicht ausgewaschene Bereiche, die relativ zu der Trägerplatte
erhöht angeordnet sind und Bereiche, beispielsweise ausgewaschene Bereiche, die niedriger
liegen und beispielsweise durch die freiliegende Trägerplatte gebildet sind. Eine
solche Druckplatte 73 überträgt Druckfarbe nach einem Hochdruckverfahren, bevorzugt
auf den entsprechenden Übertragungszylinder 06, von wo aus sie auf den Bedruckstoff
09 übertragen wird. Da das Druckbild erst vom Übertragungszylinder 06 auf den Bedruckstoff
09 übertragen wird, ist dies ein indirektes Hochdruckverfahren.
[0036] Die Druckplatte 73 ist alternativ als Schablonendruckplatte 73 ausgebildet. Eine
solche Schablonendruckplatte 73 weist beispielsweise relativ grobe erhöhte Flächen
auf, die komplett eingefärbt werden und von denen aus Druckfarbe auf einen Stahlstichzylinder
übertragen wird. Ein solcher Stahlstichzylinder weist feine Gravuren auf, in denen
die Druckfarbe gespeichert wird, während sie außerhalb der Gravuren entfernt, beispielsweise
abgewischt wird. Bevorzugt werden unterschiedliche Druckfarben von mehreren Druckplatten
73 auf dem Stahlstichzylinder gesammelt, wobei weiter bevorzugt die Bereiche unterschiedlicher
Farben auf dem Stahlstichzylinder höchstens minimal überlappen. Durch rollenden Kontakt
und beispielsweise durch Pressung wird die Druckfarbe aus den Gravuren auf einen Bedruckstoff
übertragen. Die Druckplatte 73 ist alternativ als Flexodruckplatte 73 für einen direkten
oder indirekten Flexodruck ausgebildet. Unabhängig von der Ausbildung der Druckplatte
73 dient die Druckplatte 73 einer Übertragung von Druckfarbe und/oder Lack. Entsprechend
ist im Vorangegangenen und im Folgenden immer dann, wenn von Druckfarbe die Rede ist,
alternativ auch ein Lack gemeint, insbesondere im Fall der Flexodruckplatte 73.
[0037] Unabhängig vom verwendeten Material weist die Druckplatte 73 bevorzugt ein vorderes
Ende 74 und ein hinteres Ende 76 auf. Das vordere Ende 74 der Druckplatte 73 ist bevorzugt
ein in einem Druckbetrieb vorlaufendes Ende 74 der Druckplatte 73. Das hintere Ende
76 der Druckplatte 73 ist bevorzugt ein in dem Druckbetrieb nachlaufendes Ende 76
der Druckplatte 73. Das vordere Ende 74 der Druckplatte 73 weist bevorzugt einen vorderen
Kontaktbereich 74 auf, der einer Klemmung der Druckplatte 73 auf dem Plattenzylinder
07 dient. Bevorzugt weist dieser Kontaktbereich keine Druckfarbe übertragende Plattenbeschichtung
auf. Das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 weist bevorzugt einen hinteren Kontaktbereich
76 auf, der einer Klemmung der Druckplatte 73 auf dem Plattenzylinder 07 dient. Bevorzugt
weist dieser Kontaktbereich keine Druckfarbe übertragende Plattenbeschichtung auf.
Bevorzugt besteht die Druckplatte 73 in den Kontaktbereichen ausschließlich aus der
formstabilen Trägerplatte. Durch die Kontaktbereiche ist eine hohe Reproduzierbarkeit
und eine hohe Zuverlässigkeit zumindest eines klemmenden Kontakts der Druckplatte
73 mit Bestandteilen des Plattenzylinders 07 gewährleistet. Das vordere Ende 74 und/oder
das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 ist oder sind bevorzugt als von einem Mittelteil
der Druckplatte 73 abweichend gebogene Klemmbereiche 74; 76 ausgebildet. Die Klemmbereiche
74; 76 sind bevorzugt jeweils zwischen 15° und 40° gegenüber dem Mittelteil der Druckplatte
73 abgewinkelt, weiter bevorzugt zwischen 17° und 22° an dem vorderen Ende 74 und
zwischen 35° und 40° an dem hinteren Ende 76. Bevorzugt weisen das vordere Ende 74
und das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 jeweils eine Ausdehnung in Umfangsrichtung
D auf, die zwischen 10 mm und 30 mm beträgt, weiter bevorzugt zumindest 15 mm und
noch weiter bevorzugt zwischen 15 mm und 20 mm. Ein Auflegen der Druckplatte 73 auf
den Plattenzylinder 07 erfolgt bevorzugt zumindest teilweise mittels einer Auflegevorrichtung,
beispielsweise einer automatischen Plattenzuführung.
[0038] In einem Druckbetrieb der Druckmaschine 01 wird zumindest ein von einem Bogenanleger
03 abgegriffener Bogen 09, vorzugsweise eine Sequenz von mehreren Bogen 09, der Druckeinheit
02 zugeführt. Die Druckeinheit 02 arbeitet bevorzugt im Schön- und Widerdruck, wobei
beide Seiten des Bedruckstoffs 09 in dem Druckspalt 16 gleichzeitig eingefärbt werden.
Weiter bevorzugt werden in dem Druckspalt 16 mehrfarbige Druckbilder in einem einzigen
Druckschritt auf den Bedruckstoff 09 übertragen. Diese mehrfarbigen Druckbilder setzen
sich bevorzugt aus einzelnen farbigen Teildruckbildern zusammen, die zuvor von mehreren
Plattenzylindern 07 auf den entsprechenden Übertragungszylinder 06 übertragen und
dort gesammelt wurden. Die Druckeinheit 02 besteht bevorzugt aus zwei im Wesentlichen
gleich aufgebauten Hälften. Jede der Hälften weist einen bevorzugt als Gummituchzylinder
06 ausgebildeten Übertragungszylinder 06 auf. Die Plattenzylinder 07 und insbesondere
darauf angeordnete Druckplatten 73 werden bevorzugt durch je ein Farbwerk mit jeweils
einer anderen Druckfarbe eingefärbt. Die Plattenzylinder 07 übertragen bevorzugt jeweils
zumindest ein Druckbild auf den entsprechenden Übertragungszylinder 06, an den sie
angestellt sind. Dadurch wird bevorzugt ein mehrfarbiges Druckbild auf jedem Übertragungszylinder
06 geschaffen, das weiter bevorzugt in einem einzigen Schritt auf den Bedruckstoff
09 übertragen wird.
[0039] Wie beschrieben sind beispielsweise jedem Übertragungszylinder 06 jeweils mehrere,
bevorzugt vier Plattenzylinder 07 zugeordnet, wobei an jeden dieser Plattenzylinder
07 jeweils ein Farbwerk angestellt oder zumindest anstellbar ist, so dass bevorzugt
die beiden Übertragungszylinder 06 gemeinsam beispielsweise bis zu acht Druckfarben
verdrucken können. Bevorzugt sind zumindest jeweils ein gemeinsamer Gegendruckzylinder
06 und die daran angestellten und/oder damit zusammenwirkenden Plattenzylinder 07
über zumindest ein Zahnradgetriebe miteinander und mit zumindest einem gemeinsamen
Antriebsmotor gekoppelt. Die Farbwerke können daran gekoppelt oder koppelbar sein,
weisen aber bevorzugt jeweils eigene Antriebmotoren auf.
[0040] Der zumindest eine Plattenzylinder 07 der Druckmaschine 01 wird nachfolgend näher
erläutert. Zumindest die mit den Übertragungszylindern 06 zusammenwirkenden Plattenzylinder
07 sind bevorzugt im Wesentlichen baugleich ausgebildet. Jeder Plattenzylinder weist
bevorzugt den Zylinderballen 12 und zwei Zylinderzapfen 17 auf. Der Zylinderballen
12 weist bevorzugt zumindest einen Kanal 13 auf, der sich in axialer Richtung A bezüglich
einer Rotationsachse 11 des Plattenzylinders 07 erstreckt und der in radialer Richtung
bezüglich der Rotationsachse 11 des Plattenzylinder 07 geöffnet ist. Der Kanal 13
weist bevorzugt eine erste Kanalwand 18 und eine zweite Kanalwand 19 auf, die den
Kanal 13 in Umfangsrichtung D zumindest teilweise begrenzen. Die erste Kanalwand 18
ist bevorzugt eine im Druckbetrieb nachlaufende Kanalwand 18 des zumindest einen Kanals
13. Die zweite Kanalwand 19 ist bevorzugt eine im Druckbetrieb vorlaufende Kanalwand
19 des zumindest einen Kanals 13. Die Zylinderzapfen 17 des betreffenden Plattenzylinders
07 sind bevorzugt jeweils zumindest in einem bevorzugt als Radiallager ausgebildeten
Lager gelagert, wobei das jeweilige Lager in oder an einer Gestellwand der Druckeinheit
02 angeordnet ist. Ein erstes auf die axiale Richtung A bezogenes Ende des Plattenzylinders
07 wird als Seite I bezeichnet, ein zweites auf die axiale Richtung A bezogenes Ende
des Plattenzylinders 07 wird als Seite II bezeichnet. An der Seite I des Plattenzylinders
17 ist an einer Stirnseite des betreffenden Zylinderballens 12 bevorzugt ein Ventilblock
14 angeordnet. Der der Seite II des Plattenzylinders 17 zugeordnete Zylinderzapfen
17 ist bevorzugt mit einem Rotationsantrieb verbunden oder zumindest verbindbar, mittels
dem der betreffende Plattenzylinder 07 zu einer Rotationsbewegung um die Rotationsachse
11 des Plattenzylinders 07 antreibbar und/oder angetrieben ist. Eine Verbindung des
der Seite II zugeordneten Zylinderzapfens 17 mit dem dem betreffenden Plattenzylinder
07 zugeordneten Rotationsantrieb weist bevorzugt zumindest ein schräg verzahntes Zahnrad
auf. Dadurch wird in bekannter Weise eine Einstellung eines Umfangsregisters des betreffenden
Plattenzylinders 07 ermöglicht. Alternativ weist der zumindest einen Plattenzylinder
07 zumindest einen eigenen Einzelantrieb auf. Bevorzugt weist der Plattenzylinder
07 zumindest eine bevorzugt axiale Bohrung 126 auf, die zur Temperierung von einem
Fluid, beispielsweise einer Temperierflüssigkeit durchströmbar und/oder durchströmt
ist.
[0041] In dem zumindest einen Kanal 13 des Plattenzylinders 07 ist zumindest eine Spannvorrichtung
101 des Plattenzylinders 07 angeordnet. Die zumindest eine Spannvorrichtung 101 weist
zumindest eine Klemmvorrichtung 21; 61 auf, bevorzugt zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21 und zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61. Die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21 ist bevorzugt der ersten Kanalwand 18 des zumindest einen Kanals 13 näher angeordnet
als der zweiten Kanalwand 19 des zumindest einen Kanals 13. Die zumindest eine hintere
Klemmvorrichtung 61 ist bevorzugt der zweiten Kanalwand 19 des zumindest einen Kanals
13 näher angeordnet als der ersten Kanalwand 18 des zumindest einen Kanals 13. Die
zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 dient einer Klemmung eines vorderen Endes
74 einer Druckplatte 73, die auf eine Mantelfläche 124 des Zylinderballens 12 des
Plattenzylinders 07 aufgerollt und/oder aufrollbar und/oder aufgelegt und/oder auflegbar
ist. Die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 dient einer Klemmung eines hinteren
Endes 76 einer Druckplatte 73 und bevorzugt derselben Druckplatte 73. Insbesondere
handelt es sich um dieselbe Druckplatte 73, wenn, wie bevorzugt, der Plattenzylinder
07 genau einen Kanal 13 aufweist, der sowohl eine vordere Klemmvorrichtung 21 als
auch eine hintere Klemmvorrichtung 61 aufweist. Das vordere Ende 74 der Druckplatte
73 ist bevorzugt ein in einem Druckbetrieb vorlaufendes Ende 74 der Druckplatte 73.
Das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 ist bevorzugt ein in einem Druckbetrieb nachlaufendes
Ende 76 der Druckplatte 73. Zum Anordnen der zumindest einen Druckplatte 73 auf dem
zumindest einen Plattenzylinder 07 wird bevorzugt zunächst das vordere Ende 74 der
Druckplatte 73 in der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 fixiert und im
Anschluss dieser Plattenzylinder 07 um seine Rotationsachse 11 geschwenkt, um die
Druckplatte 73 auf der Mantelfläche 124 des Plattenzylinders 07 aufzurollen oder aufzulegen,
und dann das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 in der hinteren Klemmvorrichtung 61
fixiert. Im Anschluss erfolgt bevorzugt ein Spannen der zumindest einen Druckplatte
73.
[0042] Zunächst wird die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 beschrieben. Die zumindest
eine vordere Klemmvorrichtung 21 weist zumindest ein radial äußeres vorderes Klemmelement
22 auf, das relativ zu einem vorderen Grundkörper 37 der zumindest einen vorderen
Klemmvorrichtung 21 unbeweglich angeordnet ist. Dieser vordere Grundkörper 37 ist
an dem Zylinderballen 12 befestigt, jedoch bevorzugt zu Korrekturzwecken zumindest
minimal relativ zu dem Zylinderballen 12 bewegbar angeordnet. Das zumindest eine radial
äußere vordere Klemmelement 22 ist bevorzugt als eine radial äußere vordere Klemmleiste
22 ausgebildet, die sich in axialer Richtung A erstreckt, bevorzugt über zumindest
75 % und weiter bevorzugt zumindest 90 % einer axialen Länge des zumindest einen Kanals
13. Dies gewährleistet eine gleichmäßige Klemmung und/oder Spannung der Druckplatte
73. Die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 weist zumindest ein vorderes Anpresselement
23 auf, das radial weiter innen angeordnet ist, als das zumindest eine radial äußere
vordere Klemmelement 22. Das zumindest eine vordere Anpresselement 23 ist bevorzugt
als zumindest eine vordere Blattfeder 23 ausgebildet, weiter bevorzugt als zumindest
ein vorderes Federpaket 23, das aus mehreren, insbesondere flächig aneinander anliegenden
Blattfedern 23 besteht. Die zumindest eine Klemmvorrichtung 21 weist zumindest ein
vorderes Stellelement 24 auf, mittels dem eine relative Bewegung des zumindest einen
vorderen Anpresselements 23 relativ zu dem zumindest einen radial äußeren vorderen
Klemmelement 22 und dadurch bevorzugt zugleich relativ zu dem Zylinderballen 12 des
Plattenzylinders 07 bewirkbar ist. Bevorzugt ist das zumindest eine vordere Anpresselement
23 mittels des zumindest einen vorderen Stellelements 24 in sich verformbar. Bevorzugt
ist das zumindest eine vordere Anpresselement 23 mittels des zumindest einen vorderen
Stellelements 24 bezüglich einer im Wesentlichen radialen Richtung verkürzbar. Bevorzugt
erstreckt sich das zumindest eine vordere Anpresselement 23 über zumindest 75 % und
weiter bevorzugt zumindest 90 % einer axialen Länge des Zylinderballens 12.
[0043] Bevorzugt weist die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 zumindest zwei vordere
Anpresselemente 23 und/oder zumindest ein radial inneres vorderes Klemmelement 26
auf. Die zumindest zwei vorderen Anpresselemente 23 sind wiederum bevorzugt jeweils
als zumindest eine Blattfeder 23 und weiter bevorzugt jeweils als zumindest ein Federpaket
23 ausgebildet, die jeweils aus mehreren, insbesondere flächig aneinander anliegenden
Blattfedern 23 bestehen. Das zumindest eine radial innere vordere Klemmelement 26
ist bevorzugt als zumindest eine radial innere vordere Klemmleiste 26 ausgebildet,
die sich in axialer Richtung A erstreckt, bevorzugt über zumindest 75 % und weiter
bevorzugt zumindest 90 % der axialen Länge des zumindest einen Kanals 13. Das zumindest
eine radial innere vordere Klemmelement 26 ist bevorzugt in und/oder entgegen einer
vorderen Klemmrichtung B bewegbar angeordnet, insbesondere auf das zumindest eine
radial äußere vordere Klemmelement 22 zu und/oder von dem zumindest einen radial äußeren
vorderen Klemmelement 22 weg. Die vordere Klemmrichtung B weist bevorzugt im Wesentlichen
in radialer Richtung. Das bedeutet, die vordere Klemmrichtung B weist bevorzugt zumindest
eine Komponente in radialer Richtung auf, die größer ist, als eine gegebenenfalls
vorhandene Komponente in Umfangsrichtung D. Die vordere Klemmrichtung B ist bevorzugt
orthogonal zu der axialen Richtung A ausgerichtet. Das zumindest eine radial innere
vordere Klemmelement 26 ist bevorzugt bezüglich der axialen Richtung A unbeweglich
angeordnet. Das zumindest eine vordere Anpresselement 23 und bevorzugt die zumindest
zwei vorderen Anpresselemente 23 steht oder stehen bevorzugt mit dem zumindest einen
radial inneren vorderen Klemmelement 26 in Kontakt. Radiale Richtungen B; C, die axiale
Richtung A und die Umfangsrichtung D beziehen sich auf den Zylinderballen 12 und/oder
die Rotationsachse 11 des Plattenzylinders 07.
[0044] Bevorzugt ist das zumindest eine radial innere vordere Klemmelement 26 mittels des
zumindest einen vorderen Anpresselements 23 und weiter bevorzugt mittels der zumindest
zwei vorderen Anpresselemente 23 in der vorderen Klemmrichtung B auf das zumindest
eine radial äußere vordere Klemmelement 22 zu mit einer Kraft beaufschlagbar und/oder
beaufschlagt. Das zumindest eine vordere Stellelement 24 steht bevorzugt mit dem zumindest
einen vorderen Anpresselement 23 in direktem Kontakt. Bevorzugt ist in Umfangsrichtung
D bezüglich des Plattenzylinders 07 das zumindest eine vordere Stellelement 24 zwischen
den zumindest zwei radial inneren vorderen Anpresselementen 23 angeordnet. Das zumindest
eine vordere Stellelement 24 ist bevorzugt als zumindest ein vorderer Klemmlöseantrieb
24, weiter bevorzugt als zumindest ein mit einem Druckmittel beaufschlagbarer und/oder
beaufschlagter vorderer Lösekörper 24 und noch weiter bevorzugt als zumindest ein
vorderer Löseschlauch 24, insbesondere vorderer Klemmlöseschlauch 24 ausgebildet,
der weiter bevorzugt mit einem Fluid befüllt und/oder befüllbar ist, beispielsweise
mit Druckluft. Wenn im Folgenden von dem vorderen Klemmlöseschlauch 24 die Rede ist,
so ist damit auch allgemein ein mit einem Druckmittel beaufschlagbarer und/oder beaufschlagter
vorderer Lösekörper 24 gemeint. Bevorzugt ist die Druckluft in einem Inneren des zumindest
einen vorderen Klemmlöseschlauchs 24 mit einem Druck von bis zu 8 bar oder mehr beaufschlagbar
und/oder beaufschlagt. Das zumindest eine vordere Stellelement 24 kann aber auch als
zumindest ein Hydraulikzylinder 24 und/oder zumindest ein Pneumatikzylinder 24 und/oder
zumindest ein Elektromotor 24 ausgebildet sein. Die Einfachheit der Konstruktion im
Fall eines Klemmlöseschlauchs 24 ist jedoch vorteilhaft.
[0045] Unabhängig von der Ausbildung des zumindest einen vorderen Stellelements 24 bewirkt
eine Aktivierung des zumindest einen vorderen Stellelements 24 bevorzugt eine Verkürzung
des zumindest einen vorderen Anpresselements 23 und bevorzugt der zumindest zwei vorderen
Anpresselemente 23 in zumindest der vorderen Klemmrichtung B, weiter bevorzugt zumindest
durch eine Ausdehnung des zumindest einen vorderen Stellelements 24 in einer Richtung
orthogonal zu der axialen Richtung A und orthogonal zu der vorderen Klemmrichtung
B. Dies geschieht beispielsweise in Form einer Durchbiegung des zumindest einen vorderen
Anpresselements 23 und bevorzugt mittels zueinander entgegen gesetzten Durchbiegungen
der zumindest zwei vorderen Anpresselemente 23. Dies bewirkt eine Bewegung des zumindest
einen radial inneren vorderen Klemmelements 26 von dem zumindest einen radial äußeren
vorderen Klemmelement 22 weg und damit ein Öffnen eines vorderen Klemmspalts 27. Der
vordere Klemmspalt 27 wird bevorzugt durch das zumindest eine radial äußere vordere
Klemmelement 22 einerseits und das zumindest eine radial innere vordere Klemmelement
26 andererseits gebildet. Die zumindest zwei vorderen Anpresselemente 23 sind bevorzugt
mit dem vorderen Grundkörper 37 flexibel verbunden, weiter bevorzugt derart, dass
sie nicht von diesem entfernt werden können, aber dennoch relativ zu ihm bewegbar
sind, insbesondere während ihrer Verformung. Die zumindest zwei vorderen Anpresselemente
23 sind bevorzugt mit dem zumindest einen radial inneren vorderen Klemmelement 26
flexibel verbunden, weiter bevorzugt derart, dass sie nicht von diesem entfernt werden
können, aber dennoch relativ zu ihm bewegbar sind, insbesondere während ihrer Verformung.
Insbesondere ist also bevorzugt das zumindest eine radial innere vordere Klemmelement
26 mit den zumindest zwei vorderen Anpresselementen 23 derart flexibel verbunden,
so dass eine Verkürzung des zumindest einen vorderen Anpresselements 23 zwangsläufig
eine Bewegung des zumindest einen radial inneren vorderen Klemmelements 26 entgegen
der vorderen Klemmrichtung B bewirkt.
[0046] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die zumindest zwei vorderen Anpresselemente
23 im Wesentlichen, insbesondere abgesehen von einer Durchbiegung oder Wölbung, parallel
zueinander angeordnet und erstrecken sich in der axialen Richtung A und im Wesentlichen
auch in einer dazu orthogonalen zweiten Erstreckungsrichtung, die bevorzugt zumindest
eine radiale Komponente aufweist. Bevorzugt ist die zweite Erstreckungsrichtung jedoch
leicht gekrümmt und jedes vordere Anpresselement 23 leicht gewölbt, da die zumindest
zwei vorderen Anpresselemente 23 ständig unter einer mehr oder weniger großen Vorspannung
stehen. Dies ist bevorzugt auch unabhängig von einem Zustand des vorderen Klemmlöseschlauchs
24 der Fall und insbesondere dadurch bedingt, dass ein Bauraum so bemessen ist, dass
den zumindest zwei vorderen Anpresselementen 23 nie, insbesondere auch nicht bei komplett
entleertem vorderem Klemmlöseschlauch 24, genügend Platz zur Verfügung steht, um komplett
entspannt zu sein. Der zumindest eine vordere Klemmlöseschlauch 24 ist bevorzugt zwischen
den zumindest zwei vorderen Anpresselementen 23 angeordnet und erstreckt sich bevorzugt
ebenfalls in der axialen Richtung A. Die zumindest zwei vorderen Anpresselemente 23
sind mittels zumindest zweier vorderer Verbindungselemente beweglich, insbesondere
schwenkbar miteinander und/oder mit dem Grundkörper 37 der zumindest einen vorderen
Klemmvorrichtung 21 und/oder mit dem zumindest einen vorderen Klemmelement 22 verbunden.
Der zumindest eine vordere Klemmlöseschlauch 24 ist zumindest aus einer bevorzugt
axialen Richtung A betrachtet zwischen den zumindest zwei vorderen Verbindungselementen
angeordnet.
[0047] Zumindest eines der zumindest zwei vorderen Anpresselemente 23 und bevorzugt beide
vorderen Anpresselemente 23 sind bevorzugt bewegbar, weiter bevorzugt schwenkbar an
dem Grundkörper 37 der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 befestigt, weiter
bevorzugt mittels zumindest eines der zumindest zwei vorderen Verbindungselemente.
Die zumindest zwei vorderen Anpresselemente 23 sind bevorzugt bewegbar, weiter bevorzugt
schwenkbar an dem zumindest einen radial inneren vorderen Klemmelement 26 befestigt,
weiter bevorzugt mittels zumindest eines der zumindest zwei Verbindungselemente. Jeweils
beidseits des zumindest einen vorderen Klemmlöseschlauchs 24 ist zumindest ein Klammerelement
eine Entfernung von Enden der zumindest zwei vorderen Anpresselemente 23 voneinander
über eine maximale Entfernung hinaus verhindernd angeordnet. Dies bewirkt, dass bei
einem Aufblasen des zumindest einen vorderen Klemmlöseschlauchs 24 die zumindest zwei
vorderen Anpresselemente 23 nicht lediglich voneinander wegschwenken, sondern sich
von dem zumindest einen vorderen Klemmlöseschlauch 24 weg nach außen wölben, da ihre
Enden sich jeweils nicht von den Enden der benachbarten Anpresselemente 23 entfernen
können. Bevorzugt ist zumindest ein Klammerelement durch das zumindest eine radial
innere vordere Klemmelement 26 gebildet. Bevorzugt ist zumindest ein Klammerelement
durch den Grundkörper 37 der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 gebildet.
[0048] Durch die ausgebildete Wölbung verkürzen sich die zumindest zwei vorderen Anpresselemente
23 jedoch beispielsweise bezüglich einer Richtung von einem Verbindungselement durch
den zumindest einen vorderen Klemmlöseschlauch 24 zu einem anderen Verbindungselement,
insbesondere bezüglich der vorderen Klemmrichtung B. Insbesondere wird ein geradliniger
Abstand zweier Enden ein und desselben vorderen Anpresselements 23 verkürzt. Dadurch
bewegt sich das zumindest eine radial innere vorderen Klemmelement 26 relativ zu dem
Grundkörper 37 der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 und insbesondere auf
diesen zu und die Klemmung wird gelöst. Beispielsweise sind die zumindest zwei Verbindungselemente
als Verbindungsstifte ausgebildete, die durch Langlöcher der zumindest zwei vorderen
Anpresselemente 23 hindurchragen und an ihren beiden Enden jeweils mit dem Grundkörper
37 der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 oder mit dem zumindest einen radial
inneren vorderen Klemmelement 26 verbunden sind.
[0049] Bei einer Deaktivierung des zumindest einen vorderen Stellelements 24 bewirkt eine
Rückstellkraft des zumindest einen vorderen Anpresselements 23 eine Bewegung des zumindest
einen radial inneren vorderen Klemmelements 26 auf das zumindest einen radial äußeren
vorderen Klemmelement 22 zu und damit ein Schließen des vorderen Klemmspalts 27. Eine
solche Deaktivierung des zumindest einen vorderen Stellelements 24 besteht beispielsweise
in einer Absenkung des Drucks im Inneren des vorderen Klemmlöseschlauchs 24, beispielsweise
bis auf einen Umgebungsdruck, insbesondere Atmosphärendruck. Bevorzugt steht das zumindest
eine vordere Anpresselement 23 und weiter bevorzugt stehen die zumindest zwei vorderen
Anpresselemente 23 jederzeit unter einer zumindest minimalen Vorspannung, unabhängig
davon, ob die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 geöffnet oder geschlossen
ist und unabhängig davon, ob sich eine Druckplatte 73 in dem vorderen Klemmspalt 27
befindet oder nicht. Insbesondere sind die vorderen Blattfedern 23, weiter bevorzugt
das zumindest eine vordere Federpaket 23 jederzeit leicht durchgebogen und vorgespannt.
[0050] Das zumindest eine radial innere vordere Klemmelement 26 ist bevorzugt immer bevorzugt
mittels zumindest eines vorderen Andrückelements 28, beispielsweise zumindest einer
vorderen Andrückfeder 28 bezüglich der Umfangsrichtung D in einer definierten Lage
gehalten, beispielsweise gegen eine vordere Ausrichtfläche 29 gedrückt. Die vordere
Ausrichtfläche 29 ist bevorzugt zwischen dem zumindest einen vorderen Andrückelement
28 und der ersten Kanalwand 18 angeordnet. Die vordere Ausrichtfläche 29 ist bevorzugt
eine Fläche 29 des zumindest einen vorderen Grundkörpers 37. Insbesondere wirkt eine
von dem zumindest einen vorderen Andrückelement 28 auf das zumindest eine radial innere
vordere Klemmelement 22 ausgeübte Kraft in einer Richtung auf die erste Kanalwand
18 zu. Die von dem zumindest einen vorderen Andrückelement 28 ausgeübte Kraft ist
bevorzugt kleiner als die von dem zumindest einen vorderen Anpresselement 23 ausgeübte
Kraft im geklemmten Zustand. Dadurch ist gewährleistet, dass das zumindest eine radial
innere vordere Klemmelement 26 zwar in Umfangsrichtung D in einer definierten Lage
gehalten ist, aber bezüglich Bewegungen in der vorderen Klemmrichtung B von dem zumindest
einen vorderen Andrückelement 28 nicht beeinträchtigt wird. Die in Umfangsrichtung
D definierte Lage gewährleistet, dass die Druckplatte 73 bei dem Klemmvorgang nicht
ungewollt bewegt wird. Dadurch wird eine hohe Präzision der Lage der Druckplatte 73
in ihrem geklemmten Zustand und insbesondere während des Klemmvorgangs aufrechterhalten.
[0051] Das zumindest eine radial innere vordere Klemmelement 26 und/oder das zumindest eine
radial äußere vordere Klemmelement 22 weist oder weisen bevorzugt zumindest eine Oberfläche
aus einem gehärteten Werkstoff, beispielsweise gehärtetem Stahl auf, die bevorzugt
zusätzlich oder alternativ mit einer Struktur aus regelmäßigen und/oder unregelmäßen
Erhebungen und/oder Vertiefungen versehen ist, beispielsweise sich kreuzenden geradlinigen
Kerben. Dies verbessert im Fall einer geklemmten Druckplatte 73 einen Kraftschluss
zwischen der Druckplatte 73 einerseits und dem zumindest einen radial inneren vorderen
Klemmelement 26 und/oder dem zumindest einen radial äußeren vorderen Klemmelement
22 andererseits.
[0052] Die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 weist bevorzugt zumindest zwei Registeranschläge
31; 32 auf. Die zumindest zwei Registeranschläge 31; 32 dienen als Referenzpunkte
bei einem Einlegen einer Druckplatte 73 in die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21. Die zumindest zwei Registeranschläge 31; 32 wirken mit bevorzugt als Ausnehmungen
ausgebildeten entsprechenden Gegenstücken der Druckplatte 73 zusammen. Bevorzugt weisen
die zumindest zwei Registeranschläge 31; 32 jeweils eine Sensoreinrichtung auf, um
eine korrekte Lage der Druckplatte 73 relativ zu den zumindest zwei Registeranschlägen
31; 32 maschinell überprüfen zu können. Diese Sensoreinrichtungen sind in einer bevorzugten
Ausführungsform als elektrische Kontakte ausgebildet, wobei weiter bevorzugt zumindest
ein Stromkreis über die Druckplatte 73 geschlossen wird, sobald diese mit beiden Registeranschlägen
31; 32 korrekt in Kontakt steht. Bevorzugt sind diese Sensoreinrichtungen mit einer
Maschinensteuerung verbunden. Weiter bevorzugt hängt ein Schließen der zumindest einen
vorderen Klemmvorrichtung 21 von einem positiven Signal seitens dieser Sensoreinrichtungen
ab.
[0053] Die bevorzugt als Ausnehmungen ausgebildeten Gegenstücke der Druckplatte 73 werden
bevorzugt nach einer Bebilderung und/oder Belichtung der Druckplatte 73 an der Druckplatte
73 angebracht und zwar mit hoher Präzision bezüglich einer Lage der als Ausnehmungen
ausgebildeten Gegenstücke relativ zu jeweiligen Druckbildern der Druckplatte 73. Die
Genauigkeit einer Lage der als Ausnehmungen ausgebildeten Gegenstücke relativ zu jeweiligen
Druckbildern liegt bevorzugt im Bereich weniger Mikrometer.
[0054] Die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 ist bevorzugt mittels zumindest einer
Verankerung, beispielsweise zumindest einer sich entlang einer ersten Bodenfläche
42 des Kanals 13 bevorzugt im Wesentlichen in einer Richtung parallel zu der Rotationsachse
11 erstreckenden Schiene gelagert. Dadurch ist die gesamte vordere Klemmvorrichtung
21 relativ zu dem Zylinderballen 12 zumindest minimal bewegbar, insbesondere schwenkbar.
Die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 ist bevorzugt parallel zu der ersten
Bodenfläche 42 des Kanals 13 um eine zu der ersten Bodenfläche 42 orthogonale Ausgleichsachse
schwenkbar. Bevorzugt ist die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 in der axialen
Richtung A gesehen mittels eines axialen Anpressmittels gegen eine seitliche Anschlagswand
gepresst und daher bezüglich dieser axialen Richtung A in einer definierten Lage gehalten.
Die seitliche Anschlagswand begrenzt bevorzugt den zumindest einen Kanal 13 in der
axialen Richtung A. Insbesondere ist die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21
bezüglich der axialen Richtung A bevorzugt unbeweglich relativ zu dem Zylinderballen
12 des Plattenzylinders 07 angeordnet. Die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21 weist bevorzugt zumindest eine erste Abstützstelle 33 oder erste Berührstelle 33
und zumindest zwei zweite Abstützstellen 34; 36 oder zweite Berührstellen 34; 36 auf,
an denen, zumindest in einem gespannten Zustand einer Druckplatte 73 und bevorzugt
immer, die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 mit der ersten Kanalwand 18
in Kontakt steht. Die erste Abstützstelle 33 ist bevorzugt eine unveränderliche Auswölbung
der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 und/oder der ersten Kanalwand 18.
Das bedeutet, dass bevorzugt die erste Zylinderwand 18 eine der vorderen Klemmvorrichtung
21 zugewandte Auswölbung aufweist, mit der die zumindest eine erste Klemmvorrichtung
21 in Kontakt steht und/oder dass weiter bevorzugt die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21 eine der ersten Zylinderwand 18 zugewandte Auswölbung aufweist, die mit der ersten
Zylinderwand 18 in Kontakt steht. Durch die Auswölbung entsteht bevorzugt ein im Wesentlichen
linienförmiger oder punktförmiger Kontakt zwischen vorderer Klemmvorrichtung 21 und
erster Kanalwand 18 und insbesondere bevorzugt kein flächiger Kontakt zwischen vorderer
Klemmvorrichtung 21 und erster Kanalwand 18. Dies garantiert eine besonders präzise
und reproduzierbare Lage der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 relativ
zu dem Zylinderballen 12 des Plattenzylinders 07.
[0055] Die zumindest zwei zweiten Abstützstellen 34; 36 sind bevorzugt einstellbar und weiter
bevorzugt durch zumindest zwei bevorzugt als vordere Stellschrauben 39; 41 ausgebildete
vordere Kontaktkörper 39; 41 festgelegt. Bevorzugt sind die zumindest zwei vorderen
Kontaktkörper 39; 41 Bestandteile der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21.
Die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 sind bevorzugt in ihrer Lage relativ
zu dem zumindest einen Grundkörper 37 der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung
21 einstellbar angeordnet. Bevorzugt sind die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper
39; 41 durch Gewinde mit der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 verbunden
und durch Drehung um eine Gewindeachse dieses Gewindes relativ zu der zumindest einen
vorderen Klemmvorrichtung 21 bewegbar angeordnet. In einer bevorzugten Ausführungsform
sind die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 mittels zumindest eines und
bevorzugt jeweils zumindest eines als vorderer Vorspannantrieb 43; 44 ausgebildeten
Antriebs 43; 44 in ihrer Lage relativ zu der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung
21 einstellbar angeordnet. Der zumindest eine Vorspannantrieb 43; 44 ist bevorzugt
als zumindest ein Elektromotor 43; 44, beispielsweise Schrittmotor 43; 44 ausgebildet,
der weiter bevorzugt ein Getriebe aufweist. Der zumindest eine Vorspannantrieb 43;
44 kann auch als pneumatischer und/oder hydraulischer Antrieb 43; 44 ausgebildet sein.
Der zumindest eine Vorspannantrieb 43; 44 und/oder die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper
39; 41 weist oder weisen weiter bevorzugt zumindest einen Vorspannsensor auf, der
eine Lage des zumindest einen Vorspannantriebs 43; 44, beispielsweise eine Drehwinkellage
des zumindest einen Elektromotors 43; 44 erfasst und/oder der eine Lage der zumindest
zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 erfasst. Bevorzugt ist der zumindest eine Vorspannsensor
mit der Maschinensteuerung verbunden und/oder ist der zumindest eine Vorspannantrieb
43; 44 mit der Maschinensteuerung verbunden. Alternativ oder zusätzlich ist eine Lage
der zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 manuell einstellbar.
[0056] Alternativ oder zusätzlich sind die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41
an dem Zylinderballen 12 des Plattenzylinders 07 gelagert. Die zumindest zwei vorderen
Kontaktkörper 39; 41 sind dann bevorzugt in ihrer Lage relativ zu dem Zylinderballen
12 einstellbar angeordnet. Bevorzugt sind die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper
39; 41 durch Gewinde mit dem zumindest einen Zylinderballen 17 verbunden und durch
Drehung um eine Gewindeachse dieses Gewindes relativ zu dem Zylinderballen 17 bewegbar
angeordnet. Die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 stehen dann bevorzugt
zumindest zeitweise und weiter bevorzugt dauerhaft mit der zumindest einen vorderen
Klemmvorrichtung 21 in Verbindung, insbesondere an jeweiligen vorderen Kontaktstellen.
Bevorzugt sind die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 wiederum mittels zumindest
eines und bevorzugt jeweils zumindest eines als vorderer Vorspannantrieb 43; 44 ausgebildeten
Antriebs 43; 44 in ihrer Lage relativ zu dem Zylinderballen 12 einstellbar angeordnet.
Der zumindest eine Vorspannantrieb 43; 44 ist wie beschrieben bevorzugt als zumindest
ein Elektromotor 43; 44, beispielsweise Schrittmotor 43; 44 ausgebildet, der weiter
bevorzugt ein Getriebe aufweist. Der zumindest eine Vorspannantrieb 43; 44 kann wie
beschrieben auch als pneumatischer und/oder hydraulischer Antrieb 43; 44 ausgebildet
sein. Der zumindest eine Vorspannantrieb 43; 44 und/oder die zumindest zwei vorderen
Kontaktkörper 39; 41 weist oder weisen wiederum weiter bevorzugt zumindest einen Vorspannsensor
auf, der eine Lage des zumindest einen Vorspannantriebs 43; 44, beispielsweise eine
Drehwinkellage des zumindest einen Elektromotors 43; 44 erfasst und/oder der eine
Lage der zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 erfasst. Bevorzugt ist der zumindest
eine Vorspannsensor wiederum mit der Maschinensteuerung verbunden und/oder ist der
zumindest eine Vorspannantrieb 43; 44 mit der Maschinensteuerung verbunden. Alternativ
oder zusätzlich ist wiederum die Lage der zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39;
41 manuell einstellbar.
[0057] Die ersten und zweiten Abstützstellen 33; 34; 36 sind bevorzugt in axialer Richtung
A entlang der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 verteilt, weiter bevorzugt
entlang einer geraden Linie. Bevorzugt ist die erste Abstützstelle 33 zumindest bezüglich
der axialen Richtung A zwischen den zumindest zwei zweiten Abstützstellen 34; 36 angeordnet.
Bevorzugt stehen jederzeit an allen Abstützstellen 33; 34; 36 die erste Kanalwand
18 und die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21, insbesondere in Form der Auswölbung
und der zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 miteinander in Kontakt.
[0058] Weiter bevorzugt weist die Spannvorrichtung 101 zumindest einen, beispielsweise als
Feder 107 ausgebildeten Stützkörper 107 auf, der sich sowohl an der zumindest einen
ersten Klemmvorrichtung 21 als auch an der zumindest einen zweiten Klemmvorrichtung
61 abstützt und mittels dem die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 gegen die
erste Kanalwand 18 gedrückt wird und mittels dem die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
61 gegen die zweite Kanalwand 19 gedrückt wird. Bevorzugt sind vier solche als Federn
107 ausgebildete Stützkörper 107 angeordnet, die jeweils eine Kraft von 600 N bis
1000 N (sechshundert Newton bis eintausend Newton) ausüben. Durch Einstellung der
zumindest zwei zweiten Abstützstellen 33; 34 wird gegebenenfalls eine Durchbiegung
der zumindest einen ersten Klemmvorrichtung 21 beeinflusst.
[0059] Je nach Lage der vorderen Kontaktkörper 39; 41 relativ zu der vorderen Klemmvorrichtung
21 und/oder dem Zylinderballen 12 und somit der Abstützstellen 33; 34; 36 zueinander
ist das zumindest eine radial äußere vordere Klemmelement 22 und das zumindest ein
radial innere vordere Klemmelement 26 entweder gleichmäßig mit Kräften beaufschlagt
und geradlinig ausgebildet oder ungleichmäßig mit Kräften beaufschlagt und daher konvex
oder konkav gebogen, wenn zumindest eine Kraft die vordere Klemmvorrichtung 21 gegen
die erste Kanalwand 18 presst. Diese zumindest eine Kraft ist bevorzugt wie oben beschrieben
zumindest eine von dem zumindest einen, beispielsweise als Feder 107 ausgebildeten
Stützkörper 107 ausgeübte Kraft und/oder zumindest eine durch Spannung der Druckplatte
73 ausgeübte Zugkraft. Durch entsprechende gezielte Einstellung der Lage der vorderen
Kontaktkörper 39; 41 relativ zu der vorderen Klemmvorrichtung 21 oder dem Zylinderballen
17 und damit der Abstützstellen 33; 34; 36 zueinander kann damit eine gezielte Verspannung
der Druckplatte 73 erreicht werden, beispielsweise zur Korrektur einer konvexen oder
konkaven Verzerrung eines übertragenen Druckbilds. Zusätzlich oder alternativ kann
beispielsweise durch in sich geradlinige, aber zur zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung
21 insgesamt schräg stehende Lage der Abstützstellen 33; 34; 36 eine Schrägstellung
der Druckplatte 73 auf dem Plattenzylinder 07 erreicht werden, beispielsweise zur
Korrektur einer Schräglage des übertragenen Druckbilds auf der Druckplatte 73.
[0060] Die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 ist entlang einer zweiten Bodenfläche
108 des Kanals 13 in und/oder entgegen der axialen Richtung A bewegbar und um zumindest
eine zu der zweiten Bodenfläche 108 orthogonale Ausgleichsachse schwenkbar. Die Anordnung
bezüglich der axialen Richtung A geschieht bevorzugt mittels eines als Axialantriebs
141. Näheres dazu wird weiter unten beschrieben. Vor einem ersten Spannen der Druckplatte
73 werden bevorzugt die vorderen Kontaktkörper 39; 41 so eingestellt, dass an allen
Abstützstellen 33; 34; 36 gleiche Kräfte zwischen der ersten Kanalwand 19 und der
zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 herrschen.
[0061] Im Folgenden wird die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 beschrieben. Die
zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 weist zumindest ein radial äußeres hinteres
Klemmelement 62 auf, das relativ zu einem hinteren Grundkörper 71 der zumindest einen
hinteren Klemmvorrichtung 61 unbeweglich angeordnet ist. Dieser hintere Grundkörper
71 ist an dem Zylinderballen 12 befestigt, jedoch bevorzugt zu Korrekturzwecken minimal
relativ zu dem Zylinderballen 12 bewegbar angeordnet. Das zumindest eine radial äußere
hintere Klemmelement 62 ist bevorzugt als eine radial äußere hintere Klemmleiste 62
ausgebildet, die sich in axialer Richtung A erstreckt, bevorzugt über zumindest 75
% und weiter bevorzugt zumindest 90 % einer axialen Länge des zumindest einen Kanals
13. Die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 weist zumindest ein hinteres Anpresselement
63 auf, das radial weiter innen angeordnet ist, als das zumindest eine radial äußere
hintere Klemmelement 62. Das zumindest eine hintere Anpresselement 63 ist bevorzugt
als zumindest eine hintere Blattfeder 63 ausgebildet, weiter bevorzugt als zumindest
ein hinteres Federpaket 63, das aus mehreren, insbesondere flächig aneinander anliegenden
Blattfedern 63 besteht. Die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 weist zumindest
ein hinteres Stellelement 64 auf, mittels dem eine relative Bewegung des zumindest
einen hinteren Anpresselements 63 relativ zu dem zumindest einen radial äußeren hinteren
Klemmelement 62 und dadurch bevorzugt zugleich relativ zu dem Zylinderballen 12 des
Plattenzylinders 07 bewirkbar ist. Bevorzugt ist das zumindest eine hintere Anpresselement
63 mittels des zumindest einen hinteren Stellelements 64 in sich verformbar. Bevorzugt
ist das zumindest eine hintere Anpresselement 63 mittels des zumindest einen hinteren
Stellelements 64 bezüglich einer im Wesentlichen radialen Richtung verkürzbar. Bevorzugt
erstreckt sich das zumindest eine hintere Anpresselement 63 über zumindest 75 % und
weiter bevorzugt zumindest 90 % einer axialen Länge des Zylinderballens 12.
[0062] Bevorzugt weist die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 zumindest zwei hintere
Anpresselemente 63 und/oder zumindest ein radial inneres hinteres Klemmelement 66
auf. Die zumindest zwei hinteren Anpresselemente 63 sind wiederum bevorzugt jeweils
als zumindest eine Blattfeder 63 und weiter bevorzugt jeweils als zumindest ein Federpaket
63 ausgebildet, die jeweils aus mehreren, insbesondere flächig aneinander anliegenden
Blattfedern 63 bestehen. Das zumindest eine radial innere hintere Klemmelement 66
ist bevorzugt als zumindest eine radial innere hintere Klemmleiste 66 ausgebildet,
die sich in axialer Richtung A erstreckt, bevorzugt über zumindest 75 % und weiter
bevorzugt zumindest 90 % der axialen Länge des zumindest einen Kanals 13. Das zumindest
eine radial innere hintere Klemmelement 66 ist bevorzugt in und/oder entgegen einer
hinteren Klemmrichtung C bewegbar angeordnet, insbesondere auf das zumindest eine
radial äußere hintere Klemmelement 62 zu und/oder von dem zumindest einen radial äußeren
hinteren Klemmelement 62 weg. Die hintere Klemmrichtung C weist bevorzugt im Wesentlichen
in radialer Richtung. Das bedeutet, die hintere Klemmrichtung C weist bevorzugt zumindest
eine Komponente in radialer Richtung auf, die größer ist, als eine gegebenenfalls
vorhandene Komponente in Umfangsrichtung D. Die hintere Klemmrichtung C ist bevorzugt
orthogonal zu der axialen Richtung A ausgerichtet. Das zumindest eine radial innere
hintere Klemmelement 66 ist bevorzugt bezüglich der axialen Richtung A beweglich angeordnet.
Das zumindest eine hintere Anpresselement 63 und bevorzugt die zumindest zwei hinteren
Anpresselemente 63 steht oder stehen bevorzugt mit dem zumindest einen radial inneren
hinteren Klemmelement 66 in Kontakt.
[0063] Bevorzugt ist das zumindest eine radial innere hintere Klemmelement 66 mittels des
zumindest einen hinteren Anpresselements 63 und weiter bevorzugt mittels der zumindest
zwei hinteren Anpresselemente 63 in der hinteren Klemmrichtung C auf das zumindest
eine radial äußere hintere Klemmelement 62 zu mit einer Kraft beaufschlagbar und/oder
beaufschlagt. Das zumindest eine hintere Stellelement 64 steht bevorzugt mit dem zumindest
einen hinteren Anpresselement 63 in direktem Kontakt. Bevorzugt ist in Umfangsrichtung
D bezüglich des Plattenzylinders 07 das zumindest eine hintere Stellelement 64 zwischen
den zumindest zwei radial inneren hinteren Anpresselementen 63 angeordnet. Das zumindest
eine hintere Stellelement 64 ist bevorzugt als zumindest ein hinterer Klemmlöseantrieb
64, weiter bevorzugt als mit einem Druckmittel beaufschlagbarer und/oder beaufschlagter
hinterer Lösekörper 64 und noch weiter bevorzugt als zumindest ein hinterer Löseschlauch
64, insbesondere hinterer Klemmlöseschlauch 64 ausgebildet, der weiter bevorzugt mit
einem Fluid befüllt und/oder befüllbar ist, beispielsweise mit Druckluft. Wenn im
Folgenden von dem hinteren Klemmlöseschlauch 64 die Rede ist, so ist damit auch allgemein
ein mit einem Druckmittel beaufschlagbarer und/oder beaufschlagter hinterer Lösekörper
64 gemeint. Bevorzugt ist die Druckluft in einem Inneren des zumindest einen hinteren
Klemmlöseschlauchs 64 mit einem Druck von bis zu 8 bar oder mehr beaufschlagbar und/oder
beaufschlagt. Das zumindest eine hintere Stellelement 64 kann aber auch als zumindest
ein Hydraulikzylinder 64 und/oder zumindest ein Pneumatikzylinder 64 und/oder zumindest
ein Elektromotor 64 ausgebildet sein. Die Einfachheit der Konstruktion im Fall eines
Klemmlöseschlauchs 64 ist jedoch vorteilhaft.
[0064] Unabhängig von der Ausbildung des zumindest einen hinteren Stellelements 64 bewirkt
eine Aktivierung des zumindest einen hinteren Stellelements 64 bevorzugt eine Verkürzung
des zumindest einen hinteren Anpresselements 63 und bevorzugt der zumindest zwei hinteren
Anpresselemente 63 in zumindest der hinteren Klemmrichtung C, weiter bevorzugt zumindest
durch eine Ausdehnung des zumindest einen hinteren Stellelements 64 in einer Richtung
orthogonal zu der axialen Richtung A und orthogonal zu der hinteren Klemmrichtung
C. Dies geschieht beispielsweise in Form einer Durchbiegung des zumindest einen hinteren
Anpresselements 63 und bevorzugt mittels zueinander entgegen gesetzten Durchbiegungen
der zumindest zwei hinteren Anpresselemente 63. Dies bewirkt eine Bewegung des zumindest
einen radial inneren hinteren Klemmelements 66 von dem zumindest einen radial äußeren
hinteren Klemmelement 62 weg und damit ein Öffnen eines hinteren Klemmspalts 67. Der
hintere Klemmspalt 67 wird bevorzugt durch das zumindest eine radial äußere hintere
Klemmelement 62 einerseits und das zumindest eine radial innere hintere Klemmelement
66 andererseits gebildet. Die zumindest zwei hinteren Anpresselemente 63 sind bevorzugt
mit dem hinteren Grundkörper 71 flexibel verbunden, weiter bevorzugt derart, dass
sie nicht von diesem entfernt werden können, aber dennoch relativ zu ihm bewegbar
sind, insbesondere während ihrer Verformung. Die zumindest zwei hinteren Anpresselemente
63 sind bevorzugt mit dem zumindest einen radial inneren hinteren Klemmelement 66
flexibel verbunden, weiter bevorzugt derart, dass sie nicht von diesem entfernt werden
können, aber dennoch relativ zu ihm bewegbar sind, insbesondere während ihrer Verformung.
Insbesondere ist also bevorzugt das zumindest eine radial innere hintere Klemmelement
66 mit den zumindest zwei hinteren Anpresselementen 63 derart flexibel verbunden,
so dass eine Verkürzung des zumindest einen hinteren Anpresselements 63 das zumindest
eine radial innere hintere Klemmelement 66 zwangsläufig eine Bewegung des zumindest
einen radial inneren hinteren Klemmelements 66 entgegen der hinteren Klemmrichtung
C bewirkt.
[0065] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die zumindest zwei hinteren Anpresselemente
63 im Wesentlichen, insbesondere abgesehen von einer Durchbiegung oder Wölbung, parallel
zueinander angeordnet und erstrecken sich in der axialen Richtung A und im Wesentlichen
auch in einer dazu orthogonalen zweiten Erstreckungsrichtung, die bevorzugt zumindest
eine radiale Komponente aufweist. Bevorzugt ist die zweite Erstreckungsrichtung jedoch
leicht gekrümmt und jedes hintere Anpresselement 63 leicht gewölbt, da die zumindest
zwei hinteren Anpresselemente 63 ständig unter einer mehr oder weniger großen Vorspannung
stehen. Dies ist bevorzugt auch unabhängig von einem Zustand des hinteren Klemmlöseschlauchs
64 der Fall und insbesondere dadurch bedingt, dass ein Bauraum so bemessen ist, dass
den zumindest zwei hinteren Anpresselementen 63 nie, insbesondere auch nicht bei komplett
entleertem hinterem Klemmlöseschlauch 64, genügend Platz zur Verfügung steht, um komplett
entspannt zu sein. Der zumindest eine hintere Klemmlöseschlauch 64 ist zwischen den
zumindest zwei hinteren Anpresselementen 63 angeordnet und erstreckt sich bevorzugt
ebenfalls in der axialen Richtung A. Die zumindest zwei hinteren Anpresselemente 63
sind mittels zumindest zweier hinterer Verbindungselemente beweglich, insbesondere
schwenkbar miteinander und/oder mit dem Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren
Klemmvorrichtung 61 und/oder mit dem zumindest einen hinteren Klemmelement 62 verbunden.
Der zumindest eine hintere Klemmlöseschlauch 64 ist zumindest aus einer bevorzugt
axialen Richtung A betrachtet zwischen den zumindest zwei hinteren Verbindungselementen
angeordnet.
[0066] Zumindest eines der zumindest zwei hinteren Anpresselemente 63 und bevorzugt beide
hinteren Anpresselemente 63 sind bevorzugt bewegbar, weiter bevorzugt schwenkbar an
dem Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 befestigt, weiter
bevorzugt mittels zumindest eines der zumindest zwei hinteren Verbindungselemente.
Die zumindest zwei hinteren Anpresselemente 63 sind bevorzugt bewegbar, weiter bevorzugt
schwenkbar an dem zumindest einen radial inneren hinteren Klemmelement 66 befestigt,
weiter bevorzugt mittels zumindest eines der zumindest zwei Verbindungselemente. Jeweils
beidseits des zumindest einen hinteren Klemmlöseschlauchs 64 ist zumindest ein Klammerelement
eine Entfernung von Enden der zumindest zwei hinteren Anpresselemente 63 voneinander
über eine maximale Entfernung hinaus verhindernd angeordnet. Dies bewirkt, dass bei
einem Aufblasen des zumindest einen hinteren Klemmlöseschlauchs 64 die zumindest zwei
hinteren Anpresselemente 63 nicht lediglich voneinander wegschwenken, sondern sich
von dem zumindest einen hinteren Klemmlöseschlauch 64 weg nach außen wölben, da ihre
Enden sich jeweils nicht von den Enden der benachbarten Anpresselemente 63 entfernen
können. Bevorzugt ist zumindest ein Klammerelement durch das zumindest eine radial
innere hintere Klemmelement 66 gebildet. Bevorzugt ist zumindest ein Klammerelement
durch den Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 gebildet.
[0067] Durch die ausgebildete Wölbung verkürzen sich die zumindest zwei hinteren Anpresselemente
63 jedoch beispielsweise bezüglich einer Richtung von einem Verbindungselement durch
den zumindest einen hinteren Klemmlöseschlauch 64 zu einem anderen Verbindungselement,
insbesondere bezüglich der hinteren Klemmrichtung C. Insbesondere wird ein geradliniger
Abstand zweier Enden ein und desselben hinteren Anpresselements 63 verkürzt. Dadurch
bewegt sich das zumindest eine radial innere hinteren Klemmelement 66 relativ zu dem
Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 und insbesondere auf
diesen zu und die Klemmung wird gelöst. Beispielsweise sind die zumindest zwei Verbindungselemente
als Verbindungsstifte ausgebildete, die durch Langlöcher der zumindest zwei hinteren
Anpresselemente 63 hindurchragen und an ihren beiden Enden jeweils mit dem Grundkörper
71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 oder mit dem zumindest einen radial
inneren hinteren Klemmelement 66 verbunden sind.
[0068] Bei einer Deaktivierung des zumindest einen hinteren Stellelements 64 bewirkt eine
Rückstellkraft des zumindest einen hinteren Anpresselements 63 eine Bewegung des zumindest
einen radial inneren hinteren Klemmelements 66 auf das zumindest einen radial äußeren
hinteren Klemmelement 62 zu und damit ein Schließen des hinteren Klemmspalts 67. Eine
solche Deaktivierung des zumindest einen hinteren Stellelements 64 besteht beispielsweise
in einer Absenkung des Drucks im Inneren des hinteren Klemmlöseschlauchs 64, beispielsweise
bis auf einen Umgebungsdruck, insbesondere Atmosphärendruck. Bevorzugt steht das zumindest
eine hintere Anpresselement 63 und weiter bevorzugt stehen die zumindest zwei hinteren
Anpresselemente 63 jederzeit unter einer zumindest minimalen Vorspannung, unabhängig
davon, ob die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 geöffnet oder geschlossen
ist und unabhängig davon, ob sich eine Druckplatte 73 in dem hinteren Klemmspalt 67
befindet oder nicht. Insbesondere sind die hinteren Blattfedern 63, weiter bevorzugt
das zumindest eine hintere Federpaket 63 bevorzugt jederzeit leicht durchgebogen und
vorgespannt.
[0069] Das zumindest eine radial innere hintere Klemmelement 66 ist bevorzugt immer bevorzugt
mittels zumindest eines hinteren Andrückelements 68, beispielsweise zumindest einer
hinteren Andrückfeder 68 bezüglich der Umfangsrichtung D in einer definierten Lage
gehalten, beispielsweise gegen eine hintere Ausrichtfläche 69 gedrückt. Die hintere
Ausrichtfläche 69 ist bevorzugt zwischen dem zumindest einen hinteren Andrückelement
68 und der zweiten Kanalwand 19 angeordnet. Die hintere Ausrichtfläche 69 ist bevorzugt
eine Fläche 69 des zumindest einen hinteren Grundkörpers 71. Insbesondere wirkt eine
von dem zumindest einen hinteren Andrückelement 68 auf das zumindest eine radial innere
hintere Klemmelement 62 ausgeübte Kraft in einer Richtung auf die zweite Kanalwand
19 zu. Die von dem zumindest einen hinteren Andrückelement 68 ausgeübte Kraft ist
bevorzugt kleiner als die von dem zumindest einen hinteren Anpresselement 63 ausgeübte
Kraft im geklemmten Zustand. Dadurch ist gewährleistet, dass das zumindest eine radial
innere hintere Klemmelement 66 zwar in Umfangsrichtung D in einer definierten Lage
gehalten ist, aber bezüglich Bewegungen in der hinteren Klemmrichtung C von dem zumindest
einen hinteren Andrückelement 68 nicht beeinträchtigt wird. Die in Umfangsrichtung
D definierte Lage gewährleistet, dass die Druckplatte 73 bei dem Klemmvorgang nicht
ungewollt bewegt wird. Dadurch wird eine hohe Präzision der Lage der Druckplatte 73
in ihrem geklemmten Zustand und insbesondere während des Klemmvorgangs aufrechterhalten.
[0070] Das zumindest eine radial innere hintere Klemmelement 66 und/oder das zumindest eine
radial äußere hintere Klemmelement 62 weist oder weisen bevorzugt zumindest eine Oberfläche
aus einem gehärteten Werkstoff, beispielsweise gehärtetem Stahl auf, die bevorzugt
zusätzlich oder alternativ mit einer Struktur aus regelmäßigen und/oder unregelmäßen
Erhebungen und/oder Vertiefungen versehen ist, beispielsweise sich kreuzenden geradlinigen
Kerben. Dies verbessert im Fall einer geklemmten Druckplatte 73 einen Kraftschluss
zwischen der Druckplatte 73 einerseits und dem zumindest einen radial inneren hinteren
Klemmelement 66 und/oder dem zumindest einen radial äußeren hinteren Klemmelement
62 andererseits.
[0071] Die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 ist bevorzugt Teil zumindest eines
Schlittens 102 der zumindest einen Spannvorrichtung 101. Der zumindest eine Schlitten
102 und damit die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 ist bevorzugt zumindest
teilweise entlang eines Spannwegs und/oder in einer Spannrichtung E bewegbar angeordnet.
Bevorzugt erstreckt sich der Spannweg orthogonal zu der Rotationsachse 11 des Plattenzylinders
07. Bevorzugt erstreckt sich der Spannweg innerhalb einer Ebene, deren Flächennormale
parallel zu der Rotationsachse 11 des Plattenzylinders 07 orientiert ist. Bevorzugt
erstreckt sich der Spannweg im Wesentlichen in und/oder entgegen der Umfangsrichtung
D oder weiter bevorzugt in und/oder entgegen einer zu der Umfangsrichtung D bevorzugt
tangentialen Spannrichtung E. Bevorzugt ist der zumindest eine Schlitten 102 innerhalb
des zumindest einen Kanals 13 entlang des Spannwegs auf die zumindest einen vordere
Klemmvorrichtung 21 zu bewegbar angeordnet. Bevorzugt ist zumindest eine Führung angeordnet,
die die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 entlang ihres Spannwegs führt.
Ein maximaler Spannweg, also ein maximaler Verstellweg des zumindest einen Schlittens
102 in und/oder entgegen der Spannrichtung E beträgt bevorzugt zwischen 10 mm und
35 mm, weiter bevorzugt zumindest 15 mm und noch weiter bevorzugt zwischen 15 mm und
20 mm. Eine zum Spannen zurückgelegte Länge des Spannwegs ist bevorzugt zwischen 0,1
mm und 2 mm lang, weiter bevorzugt zwischen 0,5 mm und 1,2 mm. Die Spannrichtung E
ist bevorzugt parallel zu der zweiten Bodenfläche 108 des Kanals 13 im Bereich der
hinteren Klemmvorrichtung 61 ausgerichtet. Der maximale Verstellweg des zumindest
einen Schlittens 102 ist bevorzugt relativ zu dem Zylinderballen 12 des Plattenzylinders
07 in und/oder entgegen der Spannrichtung E zumindest so groß, wie eine in der Spannrichtung
E gemessene Ausdehnung einer vorgesehenen oder tatsächlichen Kontaktfläche einer in
der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 geklemmten Druckplatte 73 mit dem
zumindest einen radial äußeren Klemmelement 62 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung
61.
[0072] Die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 21 ist bevorzugt mittels zumindest einer
Verankerung, beispielsweise zumindest einer, sich beispielsweise entlang dieser zweiten
Bodenfläche 108 des Kanals 13 bevorzugt im Wesentlichen in einer Richtung orthogonal
zu der Rotationsachse 11 des Plattenzylinders 07 erstreckenden Schiene gelagert. Dadurch
ist die gesamte hintere Klemmvorrichtung 61 relativ zu dem Zylinderballen 12 bevorzugt
zumindest linear bewegbar. Dies dient einerseits einer vereinfachten Einführung des
hinteren Endes 76 der Druckplatte 73 in die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
61 und andererseits einer Spannung und/oder einer Ausrichtung der sowohl in der zumindest
einen vorderen Klemmvorrichtung 21 als auch der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung
61 geklemmten Druckplatte 73.
[0073] Zumindest ein als Spannantrieb 104 ausgebildeter Antrieb 104 ist mit der zumindest
einen zweiten Klemmvorrichtung 61 in Verbindung stehend angeordnet. Mittels des zumindest
einen Spannantriebs 104 ist zumindest eine bevorzugt einstellbare Kraft auf den zumindest
einen Schlitten 102 ausübbar und/oder ausgeübt, die in einer Richtung von der zweiten
Kanalwand 19 auf den zumindest einen Schlitten 102 zu weist. Bevorzugt ist der zumindest
eine Spannantrieb 104 zwischen einer ersten Stützfläche 103 des zumindest einen Schlittens
102 und der zweiten Kanalwand 19 angeordnet. Der zumindest eine Spannantrieb 104 ist
bevorzugt als zumindest ein mit einem Druckmittel beaufschlagbarer und/oder beaufschlagter
Stellkörper 104 ausgebildet. Ein solches Druckmittel ist beispielsweise ein Hydraulikmedium
oder ein Pneumatikmedium, insbesondere Luft. Der zumindest eine Spannantrieb 104 ist
weiter bevorzugt als zumindest ein Spannschlauch 104 ausgebildet. Der zumindest eine
Stellkörper 104 und bevorzugt der zumindest eine Spannschlauch 104 ist bevorzugt mit
Drücken von bis 10 bar und mehr beaufschlagbar. Der zumindest eine Spannantrieb 104
kann aber auch als zumindest ein Hydraulikzylinder 104 und/oder zumindest ein Pneumatikzylinder
104 und/oder zumindest ein Elektromotor 104 ausgebildet sein. Der zumindest eine Spannantrieb
104 ist bevorzugt gegen ein relativ zu dem Plattenzylinder 07 starr angeordnetes Bauteil
oder einen Bestandteil des Plattenzylinders 07 selbst abgestützt, beispielsweise die
zweite Kanalwand 19. Wenn im Vorangegangenen oder im Folgenden von dem zumindest einen
Spannschlauch 104 die Rede ist, so ist damit ebenfalls allgemein der zumindest eine
mit einem Druckmittel beaufschlagbare und/oder beaufschlagte Stellkörper 104 gemeint.
[0074] Bevorzugt ist zumindest ein Rückstellelement 106 angeordnet, beispielsweise zumindest
eine als Rückstellfeder 106 ausgebildete Feder 106; 107. Das zumindest eine Rückstellelement
106 bewirkt eine Rückstellkraft auf den zumindest einen Schlitten 102, die entgegen
der Spannrichtung E orientiert ist. Das zumindest eine Rückstellelement 106 ist in
einer Ausführungsform gegen ein relativ zu dem Plattenzylinder 07 starr angeordnetes
Bauteil oder einen Bestandteil des Plattenzylinders 07 selbst abgestützt. Bevorzugt
ist jedoch das zumindest eine Rückstellelement 106 mit dem als Feder 107 ausgebildeten
Stützkörper 107 identisch, der sich sowohl an der zumindest einen ersten Klemmvorrichtung
21 als auch an der zumindest einen zweiten Klemmvorrichtung 61 abstützt und mittels
dem die zumindest eine erste Klemmvorrichtung 21 gegen die erste Kanalwand 18 gedrückt
wird. Solange der zumindest eine Spannantrieb 104 deaktiviert ist, ist der zumindest
eine Schlitten 102 in einer ersten, auch Randlage genannten, der zweiten Kanalwand
19 näheren Position des zumindest einen Schlittens 102 angeordnet, insbesondere wegen
der von dem zumindest einen Rückstellelement 106 auf den zumindest einen Schlitten
ausgeübten Rückstellkraft.
[0075] Die zumindest eine Spannvorrichtung 101 weist bevorzugt zumindest eine Fixiereinrichtung
109 auf, mittels der die zumindest eine zweite Klemmvorrichtung 61 in ihrer Lage und
insbesondere unter Aufrechterhaltung einer Spannung der Druckplatte 73 fixierbar ist,
insbesondere zumindest bezüglich Bewegungen des zumindest einen Schlittens 102 auf
die zweite Kanalwand 18 zu. Im Folgenden werden zwei unterschiedliche Ausführungsformen
der Fixiereinrichtung 109 beschrieben.
[0076] Eine erste Ausführungsform der Fixiereinrichtung 109 wird im Folgenden beschrieben.
In der ersten Ausführungsform weist die Fixiereinrichtung 109 zumindest einen bevorzugt
einstellbaren hinteren Abstandshalter 131 auf, der bevorzugt als zumindest eine hintere
Stellschraube 131 ausgebildet ist. Der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 ist
mittels eines Lagers, das bevorzugt zumindest ein Gewinde aufweist oder als Gewinde
ausgebildet ist, bevorzugt in dem zumindest einen Schlitten 102 und in der zumindest
einen hinteren Klemmvorrichtung 61 gelagert, insbesondere in dem hinteren Grundkörper
71. Es ist aber auch möglich, den zumindest einen hinteren Abstandshalter 131 mittels
eines Lagers in einem Bestandteil des Zylinderballens 12 oder einem relativ zu dem
Zylinderballen 12 starr angeordneten Bauteil zu lagern. Der zumindest eine hintere
Abstandshalter 131 ist relativ zu dem zumindest einen Schlitten 102 bewegbar, insbesondere
in seiner relativen Position zu dem zumindest einen Schlitten 102 einstellbar, beispielsweise
durch eine Schraubbewegung in dem zumindest einen Gewinde. Der zumindest eine hintere
Abstandshalter 131 ist bevorzugt gemeinsam mit dem zumindest einen Schlitten 102 bewegbar.
Der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 ist insbesondere in zumindest einer
eingefahrenen Position und in zumindest einer und bevorzugt mehreren ausgefahrenen
Positionen relativ zu dem zumindest einen Schlitten 102 anordenbar. In der zumindest
einen ausgefahrenen Position des zumindest einen hinteren Abstandshalters 131 ragt
der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 bevorzugt weiter in einer auf die zweite
Kanalwand 19 zu weisenden Richtung über eine der zweiten Kanalwand 13 zugewandte hintere
Randfläche 132 des zumindest einen Schlittens 102 hinaus, als in der eingefahrenen
Position.
[0077] Ist der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 mittels eines Lager in einem Bestandteil
des Zylinderballens 12 oder einem relativ zu dem Zylinderballen 12 starr angeordneten
Bauteil gelagert, so ist der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 insbesondere
in zumindest einer eingefahrenen Position und in zumindest einer und bevorzugt mehreren
ausgefahrenen Positionen relativ zu dem Zylinderballen 12 anordenbar. In der zumindest
einen ausgefahrenen Position des zumindest einen hinteren Abstandshalters 131 ragt
der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 dann bevorzugt weiter in einer auf den
zumindest einen Schlitten 102 zu weisenden Richtung über die dem zumindest einen Schlitten
102 zugewandte zweite Kanalwand 13 hinaus, als in der eingefahrenen Position.
[0078] Das zumindest eine Rückstellelement 106 bewirkt, wie bereits beschrieben, eine Rückstellkraft
auf den zumindest einen Schlitten 102, die entgegen der Spannrichtung E orientiert
ist. Sofern keine entgegen gesetzten Kräfte wirken, wird der zumindest eine Schlitten
102 also gegen die zweite Kanalwand 19 gepresst. Je nach Position des zumindest einen
hinteren Abstandshalters 131 wird der zumindest eine Schlitten 102 jedoch daran gehindert,
der zweiten Kanalwand 19 maximal nahe und insbesondere in seine Randlage zu kommen.
Befindet sich der zumindest eine hinteren Abstandshalters 131 in der eingefahrenen
Position und steht der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 und/oder der zumindest
eine Schlitten 102 selbst mit der zweiten Kanalwand 19 in Kontakt, so ist der zumindest
eine Schlitten 102 weiter von der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 entfernt
angeordnet, als wenn der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 sich in einer ausgefahrenen
Position und in Kontakt mit der zweiten Kanalwand 13 befindet. Entsprechend verhalten
sich auch kleinste Abstände zwischen der zumindest einen vorderen Klemmöffnung 27
und der zumindest einen hinteren Klemmöffnung 67. Eine in der zumindest einen vorderen
Klemmvorrichtung 21 und in der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 geklemmte
und um den Zylinderballen 12 gelegte Druckplatte 73 ist also bei deaktiviertem Spannantrieb
104 je nach Position des zumindest einen hinteren Abstandshalters 131 mehr oder weniger
gespannt. Die Fixiereinrichtung 109 in der ersten Ausführungsform wirkt also der Spannkraft
der Druckplatte 73 und/oder der Rückstellkraft des zumindest einen Rückstellelements
106 entgegen und fixiert so den zumindest einen Schlitten 102 und damit die zumindest
eine hintere Klemmvorrichtung 61.
[0079] Die Fixiereinrichtung 109 in der ersten Ausführungsform wird bevorzugt derart betrieben,
dass eine sowohl in der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 als auch in der
zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 geklemmte Druckplatte 73 zunächst gespannt
wird, indem der zumindest eine Spannantrieb 104 aktiviert wird, beispielsweise indem
der mit einem Druckmittel beaufschlagbare und/oder beaufschlagte Stellkörper 104,
insbesondere der Spannschlauch 104 mit einem Druck beaufschlagt wird und sich so ausdehnt,
dass er den zumindest einen Schlitten 102 bewegt. Dabei ist der zumindest ein hintere
Abstandshalter 131 zunächst in der eingefahrenen Position relativ zu dem zumindest
einen Schlitten 102 angeordnet. Der zumindest eine Schlitten 102 und damit die gesamte
zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 bewegt sich auf die zumindest eine vordere
Klemmvorrichtung 21 zu. Dadurch wird die um den Plattenzylinder 07 gewickelte Druckplatte
73 gespannt. Der zumindest eine Schlitten 102 bewegt sich bevorzugt so weit, dass
eine gewünschte Spannung der Druckplatte 73 erreicht oder weiter bevorzugt zumindest
leicht überschritten wird. Im Anschluss wird der zumindest eine hintere Abstandshalter
131 von der eingefahrenen Position in eine definierte ausgefahrene Position bewegt.
Im Anschluss wird der Spannantrieb 104 deaktiviert, beispielsweise indem der Druck
im Spannschlauch 104 reduziert wird, beispielsweise auf Umgebungsdruck, insbesondere
Atmosphärendruck. Gegebenenfalls bewegt sich der zumindest eine Schlitten 102 wieder
auf die zweite Kanalwand 19 zu, bis der zumindest eine hintere Abstandshalter 131
die zweite Kanalwand 19 an jeweils zumindest einer und bevorzugt genau einer Abstandskontaktstelle
133 berührt und dadurch der zumindest eine Schlitten 102 gestoppt wird. Alternativ
berührt der zumindest eine Schlitten 102 den zumindest einen in dem Zylinderballen
12 gelagerten Abstandshalter 131, um den zumindest einen Schlitten 102 zu stoppen.
[0080] Die hintere Klemmvorrichtung 61 wird in diesem Zustand, wie bereits beschrieben,
dadurch in ihrer Position gehalten, dass die Rückstellkraft des zumindest einen Rückstellelement
106 und/oder die Spannung der Druckplatte 73 den zumindest einen Schlitten 102 und
damit die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 gegen die zweite Kanalwand 19
presst, allerdings in einem durch die Position des zumindest einen hinteren Abstandshalter
131 festgelegten Abstand. Dazu muss kein Antrieb dauerhaft aktiviert bleiben und insbesondere
muss kein Schlauch dauerhaft mit Druck beaufschlagt bleiben. Der zumindest eine Spannantrieb
104, der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 und das zumindest eine hintere
Stellelement 64 sind bevorzugt gegen ein gleiches Bauteil des Schlittens 102 und der
zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 62 abgestützt, weiter bevorzugt gegen den
hinteren Grundkörper 71. Betätigungen des zumindest einen Spannantriebs 104, des zumindest
einen hinteren Abstandshalters 131 und des zumindest einen hinteren Stellelements
64 sind bevorzugt unabhängig voneinander ausführbar.
[0081] Die genaue Position des zumindest einen hinteren Abstandshalters 131 definiert den
minimalen Abstand des zumindest einen Schlittens 102 von der zweiten Kanalwand 19.
Durch die genaue Position des zumindest einen hinteren Abstandshalters 131 ist somit
eine maximale auf die gespannte Druckplatte 73 einwirkende Spannkraft festgelegt.
Bevorzugt sind mehrere, weiter bevorzugt zumindest vier der beschriebenen hinteren
Abstandshalter 131 in axialer Richtung A voneinander beabstandet angeordnet. In einer
bevorzugten Ausführungsform ist der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 mittels
zumindest eines als Abstandsantrieb 134 ausgebildeten Antriebs 134 in seiner Position
einstellbar. Der zumindest eine Abstandsantrieb 134 ist bevorzugt als zumindest ein
Elektromotor 134 ausgebildet. Der zumindest eine Abstandsantrieb 134 kann auch als
pneumatischer und/oder hydraulischer Antrieb 134 ausgebildet sein. Der zumindest eine
Abstandsantrieb 134 und/oder der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 weist weiter
bevorzugt zumindest einen Abstandssensor auf, der eine Position des zumindest einen
Abstandsantriebs 134, beispielsweise eine Drehwinkellage des zumindest einen Elektromotors
erfasst und/oder der eine Position des zumindest einen hinteren Abstandshalters 131
erfasst. Bevorzugt ist der zumindest eine Abstandssensor mit der Maschinensteuerung
verbunden und/oder ist der zumindest eine Abstandsantrieb 134 mit der Maschinensteuerung
verbunden. Alternativ oder zusätzlich ist eine Position des zumindest einen Abstandshalters
131 manuell einstellbar.
[0082] Eine zweite Ausführungsform der Fixiereinrichtung 109 weist zumindest einen Anschlagkörper
111 und zumindest ein bevorzugt in seiner Lage relativ zu dem Zylinderballen 12 und/oder
dem zumindest einen Schlitten 102 gezielt veränderbares hinteres Anschlagstellelement
112, beispielsweise zumindest eine hintere Anschlagschraube 112 auf. Das zumindest
eine hintere Anschlagstellelement 112 weist bevorzugt zumindest ein Anschlaggetriebe
113 auf, beispielsweise um eine feinere Einstellung der Lage des zumindest einen hinteren
Anschlagstellelements 112 zu ermöglichen. Das zumindest eine hintere Anschlagstellelement
112 ist bevorzugt in zumindest einem Lager 122 gelagert, das beispielsweise als Lagerblock
122 ausgebildet ist. Bevorzugt steht das zumindest eine hintere Anschlagstellelement
112 über zumindest ein Gewinde mit dem zumindest einen Lager 122 in Verbindung. Das
zumindest eine Lager 122 ist bevorzugt ortsfest relativ zu dem Zylinderballen 12 angeordnet,
beispielsweise als Teil des Zylinderballens 12 ausgebildet. Der zumindest eine Anschlagkörper
111 ist bevorzugt an dem zumindest einen Schlitten 102 angeordnet und mit diesem zusammen
bewegbar. Das zumindest eine hintere Anschlagstellelement 112 ist bevorzugt den maximalen
Stellweg des zumindest einen Schlittens 102 begrenzend angeordnet. Der maximale Stellweg
des zumindest einen Schlittens 102 ist dann bevorzugt an einem Ende durch das zumindest
eine hintere Anschlagstellelement 112 und an einem anderen Ende durch die zweite Kanalwand
19 begrenzt. Durch Veränderung der Lage des zumindest einen hinteren Anschlagstellelements
112 bezüglich der Spannrichtung E ist der maximale Stellweg des zumindest einen Schlittens
102 einstellbar, insbesondere verlängerbar und/oder verkürzbar.
[0083] Bevorzugt ist zumindest ein Schlittenklemmelement 114 an dem zumindest einen Schlitten
102 angeordnet. Das zumindest eine Schlittenklemmelement 114 ist bevorzugt mittels
zumindest eines als Schlittenlöseantrieb 116 ausgebildeten Antriebs 116 relativ zu
dem zumindest einen Schlitten 102 bewegbar 114 angeordnet. Mittels des zumindest einen
Schlittenlöseantriebs 116 ist das zumindest eine Schlittenklemmelement 114 mit einer
ersten Schlittenklemmfläche 117 des zumindest einen Kanals 13 in und/oder außer Kontakt
bringbar. In einer fixierten Stellung des zumindest einen Schlittens 102 stützt sich
der zumindest eine Schlittenlöseantrieb 116 einerseits an dem zumindest einen Schlitten
102 und damit an der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 ab und stützt sich
der zumindest eine Schlittenlöseantrieb 116 andererseits über das zumindest eine Schlittenklemmelement
114 an der ersten Schlittenklemmfläche 117 des Kanals 13 ab. Der zumindest eine Schlitten
102 und damit die zumindest eine zweite Klemmvorrichtung 61 stützt sich bevorzugt
wiederum an einer der ersten Schlittenklemmfläche 117 des Kanals 13 gegenüberliegenden
zweiten Schlittenklemmfläche 118 des Kanals 13 ab. Dadurch ist der zumindest eine
Schlitten 102 in dem Kanal 13 fixiert. Bevorzugt ist der zumindest eine Schlittenlöseantrieb
116 analog zu dem Prinzip der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 und/oder
der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 aufgebaut.
[0084] Dazu weist der zumindest eine Schlittenlöseantrieb 116 bevorzugt zumindest ein und
weiter bevorzugt zumindest zwei Schlittenanpresselemente 119 auf. Das zumindest eine
Schlittenanpresselement 119 ist bevorzugt als zumindest eine Schlittenblattfeder 119
ausgebildet, weiter bevorzugt als zumindest ein vorderes Schlittenfederpaket 119,
das aus mehreren, insbesondere flächig aneinander anliegenden Blattfedern 119 besteht.
Der zumindest eine Schlittenlöseantrieb 116 weist bevorzugt zumindest einen Schlittenfreisteller
121 auf. Der zumindest eine Schlittenfreisteller 121 ist bevorzugt als zumindest ein
Schlittenlöseschlauch 121 ausgebildet, der mit einem Fluid befüllt und/oder befüllbar
ist, beispielsweise mit Druckluft. Bevorzugt ist die Druckluft in einem Inneren des
zumindest einen Schlittenlöseschlauchs 121 mit einem Druck von bis zu 10 bar oder
mehr beaufschlagbar und/oder beaufschlagt. Der zumindest eine Schlittenfreisteller
121 kann auch als zumindest ein Hydraulikzylinder 121 und/oder zumindest ein Pneumatikzylinder
121 und/oder zumindest ein Elektromotor 121 ausgebildet sein.
[0085] Unabhängig von der Ausbildung des zumindest einen Schlittenfreistellers 121 bewirkt
eine Aktivierung des zumindest einen Schlittenfreistellers 121 bevorzugt eine Verkürzung
des zumindest einen Schlittenanpresselements 119 und bevorzugt der zumindest zwei
Schlittenanpresselemente 119 in zumindest einer Schlittenklemmrichtung F, die weiter
bevorzugt parallel zu der zweiten Klemmrichtung C orientiert ist. Dies geschieht beispielsweise
mittels einer Durchbiegung des zumindest einen Schlittenanpresselements 119 und bevorzugt
mittels zueinander entgegen gesetzten Durchbiegungen der zumindest zwei Schlittenanpresselemente
119. Dies bewirkt eine Bewegung des zumindest einen Schlittenklemmelements 114 von
der ersten Schlittenklemmfläche 117 weg und damit ein Lösen des zumindest einen Schlittens
102. Das zumindest eine und bevorzugt die zumindest zwei Schlittenanpresselemente
119 sind bevorzugt mit dem zumindest einen Schlitten 102 flexibel verbunden, weiter
bevorzugt derart, dass sie nicht von diesem entfernt werden können, aber dennoch relativ
zu ihm bewegbar sind, insbesondere während ihrer Verformung. Das zumindest eine und
bevorzugt die zumindest zwei Schlittenanpresselemente 119 sind bevorzugt mit dem zumindest
einen Schlittenklemmelement 114 flexibel verbunden, weiter bevorzugt derart, dass
sie nicht von diesem entfernt werden können, aber dennoch relativ zu ihm bewegbar
sind, insbesondere während ihrer Verformung. Insbesondere ist also bevorzugt das zumindest
eine Schlittenklemmelement 114 mit dem zumindest einen Schlittenanpresselement 119
derart flexibel verbunden, so dass eine Verkürzung des zumindest einen Schlittenanpresselements
119 das zumindest eine Schlittenklemmelement 114 zwangsläufig eine Bewegung des zumindest
einen Schlittenklemmelements 114 entgegen der Schlittenklemmrichtung F und damit ein
Lösen des zumindest einen Schlittens 102 und damit der zumindest einen Fixiereinrichtung
109 bewirkt.
[0086] Die zumindest zwei Schlittenanpresselemente 119 sind bevorzugt, insbesondere abgesehen
von einer Durchbiegung oder Wölbung, parallel zueinander angeordnet und erstrecken
sich in der axialen Richtung A und im Wesentlichen auch in einer dazu orthogonalen
weiteren, beispielsweise dritten Erstreckungsrichtung, die bevorzugt zumindest eine
radiale Komponente aufweist. Bevorzugt ist die weitere, beispielsweise dritte Erstreckungsrichtung
jedoch leicht gekrümmt und jedes Schlittenanpresselement 119 leicht gewölbt, da die
zumindest zwei Schlittenanpresselemente 119 ständig unter einer mehr oder weniger
großen Vorspannung stehen. Dies ist bevorzugt auch unabhängig von einem Zustand des
Schlittenlöseschlauchs 121 der Fall und insbesondere dadurch bedingt, dass der Bauraum
so bemessen ist, dass den zumindest zwei Schlittenanpresselementen 119 nie, insbesondere
auch nicht bei komplett entleertem Schlittenlöseschlauch 121, genügend Platz zur Verfügung
steht, um komplett entspannt zu sein. Der zumindest eine Schlittenlöseschlauch 121
ist zwischen den zumindest zwei Schlittenanpresselementen 119 angeordnet und erstreckt
sich bevorzugt ebenfalls in der axialen Richtung A. Die zumindest zwei Schlittenanpresselemente
119 sind mittels zumindest zweier Verbindungselemente beweglich, insbesondere schwenkbar
miteinander und/oder mit dem Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung
61 und/oder mit dem zumindest einen Schlittenklemmelement 114 verbunden. Der zumindest
eine Schlittenlöseschlauch 121 ist zumindest aus einer bevorzugt axialen Richtung
A betrachtet zwischen den zumindest zwei Verbindungselementen angeordnet.
[0087] Zumindest eines der zumindest zwei Schlittenanpresselemente 119 und bevorzugt beide
Schlittenanpresselemente 119 sind bevorzugt bewegbar, weiter bevorzugt schwenkbar
an dem Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 befestigt,
weiter bevorzugt mittels zumindest eines der zumindest zwei Verbindungselemente. Die
zumindest zwei Schlittenanpresselemente 119 sind bevorzugt bewegbar, weiter bevorzugt
schwenkbar an dem Schlittenklemmelement 114 befestigt, weiter bevorzugt mittels zumindest
eines der zumindest zwei Verbindungselemente. Jeweils beidseits des Schlittenlöseschlauchs
121 ist zumindest ein Klammerelement eine Entfernung von Enden der zumindest zwei
Schlittenanpresselemente 119 voneinander über eine maximale Entfernung hinaus verhindernd
angeordnet. Dies bewirkt, dass bei einem Aufblasen des Schlittenlöseschlauchs 121
die zumindest zwei Schlittenanpresselemente 119 nicht lediglich voneinander wegschwenken,
sondern sich von dem Schlauch weg nach außen wölben, da ihre Enden sich jeweils nicht
von den Enden der benachbarten Schlittenanpresselemente 119 entfernen können. Bevorzugt
ist zumindest ein Klammerelement durch das zumindest eine Schlittenklemmelement 114
gebildet. Bevorzugt ist zumindest ein Klammerelement durch den Grundkörper 71 der
zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 gebildet
[0088] Durch die ausgebildete Wölbung verkürzen sich die zumindest zwei Schlittenanpresselemente
119 jedoch beispielsweise bezüglich einer Richtung von einem Verbindungselement durch
den Schlittenlöseschlauch 121 zu einem anderen Verbindungselement. Insbesondere wird
ein geradliniger Abstand zweier Enden ein und desselben Schlittenanpresselements 119
verkürzt. Dadurch bewegt sich das zumindest eine Schlittenklemmelement 114 relativ
zu dem Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 und insbesondere
auf diesen zu und die Klemmung wird gelöst. Beispielsweise sind die zumindest zwei
Verbindungselemente als Verbindungsstifte ausgebildete, die durch Langlöcher der zumindest
zwei Schlittenanpresselemente 119 hindurchragen und an ihren beiden Enden jeweils
mit dem Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 71 oder mit dem
zumindest einen Schlittenklemmelement 114 verbunden sind.
[0089] Bei einer Deaktivierung des zumindest einen Schlittenfreistellers 121 bewirkt eine
Rückstellkraft des zumindest einen vorderen Schlittenanpresselements 119 eine Bewegung
des zumindest einen Schlittenklemmelements 114 auf die erste Schlittenklemmfläche
117 zu und damit ein Klemmen des zumindest einen Schlittens 102 und des hinteren Grundkörpers
71 und damit der zumindest einen Fixiereinrichtung 109. Eine solche Deaktivierung
des zumindest einen vorderen Schlittenfreistellers 121 besteht beispielsweise in einer
Absenkung des Drucks im Inneren des Schlittenlöseschlauchs 121, beispielsweise bis
auf einen Umgebungsdruck, insbesondere Atmosphärendruck. Bevorzugt steht das zumindest
eine Schlittenanpresselement 119 und weiter bevorzugt stehen die zumindest zwei Schlittenanpresselemente
119 jederzeit unter einer zumindest minimalen Vorspannung, unabhängig davon, ob die
zumindest eine Fixiereinrichtung 109 gelöst oder geklemmt ist und unabhängig davon,
wo sich der zumindest eine Schlitten 102 befindet. Insbesondere sind die Schlittenblattfedern
119, weiter bevorzugt das zumindest eine Schlittenfederpaket 119 jederzeit leicht
durchgebogen und vorgespannt.
[0090] Die Fixiereinrichtung 109 in der zweiten Ausführungsform wird bevorzugt derart betrieben,
dass eine sowohl in der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 als auch in der
zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 geklemmte Druckplatte 73 zunächst gespannt
wird, indem der zumindest eine Spannantrieb 104 aktiviert wird, beispielsweise indem
der Spannschlauch 104 mit einem Druck beaufschlagt wird und sich so ausdehnt, dass
er den zumindest einen Schlitten 102 bewegt. Dabei ist die Fixiereinrichtung 109 zunächst
gelöst, beispielsweise indem der Schlittenlöseschlauch 121 mit Druck beaufschlagt
ist und dadurch die beiden Schlittenfederpakete 119 derart verformt, dass das zumindest
einen Schlittenklemmelement 114 zurückgezogen ist. Der zumindest eine Schlitten 102
und damit die gesamte zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 bewegt sich auf die
zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 zu. Dadurch wird die um den Plattenzylinder
07 gewickelte Druckplatte 73 gespannt. Der zumindest eine Schlitten 102 bewegt sich
bevorzugt so weit, bis der zumindest eine Anschlagkörper 111 das zumindest eine hintere
Anschlagstellelement 112 an einem Anschlagkontakt 123 berührt und dadurch der zumindest
eine Schlitten 102 gestoppt wird. Das zumindest eine hintere Anschlagstellelement
112 ist bevorzugt bereits in einer Lage angeordnet, die eine optimale Position des
zumindest einen Schlittens 102 gewährleistet, sobald der zumindest eine Anschlagkörper
111 das zumindest eine hintere Anschlagstellelement 112 berührt. Dann wird die Fixiereinrichtung
109 geklemmt, beispielsweise indem der Druck im Schlittenlöseschlauch 121 soweit reduziert
wird, dass die Schlittenfederpakete 119 sich entspannen und dadurch das zumindest
eine Schlittenklemmelement 114 gegen die erste Schlittenklemmfläche 117 pressen. Sobald
die Fixiereinrichtung 109 geklemmt ist, wird der Spannantrieb 104 deaktiviert, beispielsweise
indem der Druck im Spannschlauch 104 reduziert wird, beispielsweise auf Umgebungsdruck,
insbesondere Atmosphärendruck.
[0091] Die hintere Klemmvorrichtung 61 wird in diesem Zustand dadurch in ihrer Position
gehalten, dass die Fixiereinrichtung 109 den zumindest einen Schlitten 102 und damit
die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 in ihrer Lage im Kanal 13 festklemmt.
Dazu muss kein Antrieb dauerhaft aktiviert bleiben und insbesondere muss kein Schlauch
dauerhaft mit Druck beaufschlagt bleiben. Der zumindest eine Spannantrieb 104, der
zumindest eine Schlittenfreisteller 121 und das zumindest eine hintere Stellelement
64 sind bevorzugt gegen ein gleiches Bauteil 71 des Schlittens 102 und der zumindest
einen hinteren Klemmvorrichtung 62 abgestützt, weiter bevorzugt gegen den hinteren
Grundkörper 71. Betätigungen des zumindest einen Spannantriebs 104, des zumindest
einen Schlittenfreistellers 121 und des zumindest einen hinteren Stellelements 64
sind bevorzugt unabhängig voneinander ausführbar.
[0092] Die genaue Lage des zumindest einen hinteren Anschlagstellelements 112 definiert
den maximalen Stellweg des zumindest einen Schlittens 102. Durch die genaue Lage des
zumindest einen hinteren Anschlagstellelements 112 ist somit eine maximale auf die
gespannte Druckplatte 73 einwirkende Spannkraft festgelegt. Bevorzugt sind mehrere,
weiter bevorzugt zumindest zwei und noch weitere bevorzugt zumindest vier der beschriebenen
hinteren Anschlagstellelemente 112 in axialer Richtung A voneinander beabstandet angeordnet.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das zumindest eine hintere Anschlagstellelement
112 mittels zumindest eines als Anschlagantrieb ausgebildeten Antriebs in seiner Lage
einstellbar. Der zumindest eine Anschlagantrieb ist bevorzugt als zumindest ein Elektromotor
ausgebildet. Der zumindest eine Anschlagantrieb kann auch als pneumatischer und/oder
hydraulischer Antrieb ausgebildet sein. Der zumindest eine Anschlagantrieb und/oder
das zumindest eine hintere Anschlagstellelement 112 weist weiter bevorzugt zumindest
einen Sensor auf, der eine Lage des zumindest einen Anschlagantriebs, beispielsweise
eine Drehwinkellage des zumindest einen Elektromotors erfasst und/oder der eine Lage
des zumindest einen hinteren Anschlagelements 112 erfasst. Bevorzugt ist der zumindest
eine Sensor mit der Maschinensteuerung verbunden und/oder ist der zumindest eine Anschlagantrieb
mit der Maschinensteuerung verbunden. Alternativ oder zusätzlich ist eine Lage des
zumindest einen hinteren Anschlagstellelements 112 manuell einstellbar.
[0093] Bevorzugt ist der zumindest eine Anschlagkörper 111 zwischen einer Anschlagposition
und einer Passierposition bewegbar angeordnet, bevorzugt in einer Richtung orthogonal
zu der Spannrichtung E, beispielsweise in der axialen Richtung A. In der Anschlagposition
befindet sich der zumindest eine Anschlagkörper 111 bezüglich der Spannrichtung E
gegenüber des zumindest einen hinteren Anschlagstellelements 112. Das Zusammenwirken
geschieht dann wie oben beschrieben. In der Passierposition befindet sich der zumindest
eine Anschlagkörper 111 außerhalb einer Verlängerung des zumindest einen hinteren
Anschlagstellelements 112 in der Spannrichtung E. Solange der zumindest eine Anschlagkörper
111 sich in der Passierposition befindet, begrenzt der zumindest eine Anschlagkörper
111 also insbesondere nicht den Stellweg des zumindest einen Schlittens 102. Dies
erlaubt einen größeren Stellweg als den für Spannvorgänge festgelegten maximalen Stellweg
des zumindest einen Schlittens 102, ohne dass das zumindest eine hintere Anschlagstellelement
112 dazu anders eingestellt werden müsste. Dies erleichtert ein Auflegen der Druckplatte
73 auf den Plattenzylinder 07 und erlaubt damit eine besonders effektive Einführung
der Druckplatte 73 in die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61.
[0094] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der zumindest eine Anschlagkörper 111 mittels
zumindest eines als Positionierantrieb ausgebildeten Antriebs in seiner Position einstellbar,
insbesondere zwischen der Anschlagposition und der Passierposition bewegbar. Der zumindest
eine Positionierantrieb ist bevorzugt als zumindest ein Elektromotor ausgebildet.
Der zumindest eine Positionierantrieb kann auch als pneumatischer und/oder hydraulischer
Antrieb ausgebildet sein. Der zumindest eine Positionierantrieb und/oder der zumindest
eine Anschlagkörper 111 weist weiter bevorzugt zumindest einen Sensor auf, der eine
Lage des zumindest einen Positionierantriebs, beispielsweise eine Drehwinkellage des
zumindest einen Elektromotors erfasst und/oder der eine Lage des zumindest einen Anschlagkörpers
111 erfasst. Bevorzugt ist der zumindest eine Sensor mit der Maschinensteuerung verbunden
und/oder ist der zumindest eine Positionierantrieb mit der Maschinensteuerung verbunden.
Alternativ oder zusätzlich ist die Position des zumindest einen Anschlagkörpers 111
manuell einstellbar.
[0095] Unabhängig von der Ausführungsform der Fixiereinrichtung 109 ist bevorzugt die zumindest
eine hintere Klemmvorrichtung 61 und weiter bevorzugt der zumindest eine Schlitten
102 in und/oder entgegen der axialen Richtung A relativ zu dem Zylinderballen 13 bewegbar
angeordnet. Mittels zumindest einer Seiteneinstellvorrichtung 144, beispielsweise
einer Seiteneinstellschraube 144, ist die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
61 und weiter bevorzugt der zumindest eine Schlitten 102 in der axialen Richtung A
in seiner Position einstellbar. Bevorzugt ist die Seiteneinstellvorrichtung 144 mittels
zumindest eines als Axialantrieb 141 ausgebildeten Antriebs 141 antreibbar und/oder
angetrieben. In einer Ausführungsform ist die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
61 und weiter bevorzugt der zumindest eine Schlitten 102 bereits durch die zumindest
eine Seiteneinstellvorrichtung 144 in ihrer axialen Lage festgelegt. In einer bevorzugten
Ausführungsform ist die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 und weiter bevorzugt
der zumindest eine Schlitten 102 in der axialen Richtung A auf einer Seite, beispielsweise
der Seite I, mittels eines seitlichen Andrückelements 142, beispielsweise einer seitlichen
Feder 142 und/oder eines seitlichen Hydraulikkolbens 142 gegen einen bevorzugt einstellbaren
Seitenanschlag 143 gedrückt. Der einstellbare Seitenanschlag 143 ist bevorzugt auf
der gegenüberliegenden Seite, beispielsweise auf der Seite II angeordnet. Der einstellbare
Seitenanschlag 143 kann beispielsweise als die zumindest eine zuvor beschrieben Seiteneinstellvorrichtung
144 insbesondere Seiteneinstellschraube 144 ausgebildet sein. Der zumindest eine Axialantrieb
141 ist bevorzugt in einer Vertiefung innerhalb des Kanals 13 angeordnet, beispielsweise
zwischen der zumindest einen Spanneinrichtung 101 und der Rotationsachse 11 des Plattenzylinders
07.
[0096] Der zumindest eine Plattenzylinder 07 weist bevorzugt zumindest eine Zuführeinrichtung,
beispielsweise zumindest eine Dreheinführung auf. Die zumindest eine Zuführeinrichtung
ist bevorzugt als Luftzuführung und/oder Luftabführung und/oder Stromdurchführung
und/oder Flüssigkeitszuführung und/oder Flüssigkeitsabführung ausgebildet. Die zumindest
eine Zuführeinrichtung dient bevorzugt einer Zufuhr und/oder Abfuhr von Druckluft
und/oder Strom und/oder elektrischen Steuersignalen und/oder zumindest einer Temperierflüssigkeit.
Bevorzugt ist die zumindest eine Zuführeinrichtung als zumindest eine Drehzuführung
ausgebildet. Bevorzugt weist die zumindest eine Zuführeinrichtung zumindest zwei Druckluftzuführungen
auf, von denen beispielsweise eine erste Druckluftzuführung der Zuführung von Druckluft
zur Beaufschlagung des bevorzugt als Spannschlauch 104 ausgebildeten Spannantriebs
104 dient und/oder von denen beispielsweise eine zweite Druckluftzuführung der Zufuhr
von Druckluft zur Beaufschlagung des bevorzugt als vorderer Klemmlöseschlauch 24 ausgebildeten
vorderen Stellelements 24 und/oder des bevorzugt als hinterer Klemmlöseschlauch 64
ausgebildeten hinteren Stellelements 64 und/oder des bevorzugt als Schlittenlöseschlauch
121 ausgebildeten Schlittenfreistellers 121 und/oder des zumindest einen Positionierantriebs
des zumindest einen Anschlagkörpers 111 dient. Bevorzugt ist zumindest eine Sendeeinheit
und eine drahtlos damit verbundene oder verbindbare Empfangseinheit angeordnet, mittels
denen elektrische Steuersignale und/oder Messsignale zwischen dem rotierenden und/oder
rotierbaren Plattenzylinder 07 einerseits und einem ortsfesten Maschinenbestandteil,
beispielsweise dem Gestell der Druckeinheit 02 und insbesondere der Maschinensteuerung
andererseits übertragen werden und/oder übertragbar sind. Die zumindest eine Zuführung
ist bevorzugt einem Zylinderzapfen 17 des Plattenzylinders 07 zugeordnet, der auf
einer anderen Seite des Zylinderballens 12 angeordnet ist, als ein den Plattenzylinder
07 antreibender Antrieb. Ein solcher den Plattenzylinder 07 antreibender Antrieb kann
beispielsweise in Form eines Motors oder eines bevorzugt schräg verzahnten Zahnrads
vorliegen.
[0097] Bevorzugt weist der Plattenzylinder 07 zumindest eine Pneumatiksteuerung 127 auf,
die bevorzugt zumindest ein Ventil aufweist. Bevorzugt weist der Plattenzylinder 07
zumindest eine Steuerelektronik 128 auf. Bevorzugt ist oder sind die zumindest eine
Pneumatiksteuerung 127 und/oder die zumindest eine Steuerelektronik 128 in zumindest
einem und weiter bevorzugt genau einem Steuerungsbehälter 129 angeordnet, der weiter
bevorzugt Bestandteil des Plattenzylinders 07 ist. Bevorzugt ist der zumindest eine
Steuerungsbehälter 129 bezüglich der axialen Richtung A seitlich an dem Zylinderballen
12 im Bereich eines Zylinderzapfens 17 angeordnet.
Bezugszeichenliste
[0098]
- 01
- Druckmaschine, Rotations-Druckmaschine, Bogen-Rotationsdruckmaschine, Bogendruckmaschine
- 02
- Druckeinheit, Mehrfarbendruckeinheit
- 03
- Bogenanleger
- 04
- Bogenablage
- 05
- -
- 06
- Übertragungszylinder, Gummituchzylinder
- 07
- Formzylinder, Plattenzylinder
- 08
- Druckwerk, Flachdruckwerk, Offsetdruckwerk, Hochdruckwerk, Stahlstichdruckwerk
- 09
- Bedruckstoff, Bogen
- 10
- -
- 11
- Rotationsachse (07)
- 12
- Zylinderballen (07)
- 13
- Kanal
- 14
- Ventilblock
- 15
- -
- 16
- Druckspalt
- 17
- Zylinderzapfen (07)
- 18
- Kanalwand, erste (13)
- 19
- Kanalwand, zweite (13)
- 20
- -
- 21
- Klemmvorrichtung, vordere
- 22
- Klemmelement, Klemmleiste, radial äußeres, vorderes
- 23
- Anpresselement, Blattfeder, Federpaket, vorderes
- 24
- Stellelement, Klemmlöseantrieb, Lösekörper, Löseschlauch, Klemmlöseschlauch, Hydraulikzylinder,
Pneumatikzylinder, Elektromotor, vorderes
- 25
- -
- 26
- Klemmelement, radial inneres, vorderes
- 27
- Klemmspalt, vorderer
- 28
- Andrückelement, Andrückfeder, vordere
- 29
- Ausrichtfläche, Fläche, vordere
- 30
- -
- 31
- Registeranschlag
- 32
- Registeranschlag
- 33
- Abstützstelle, Berührstelle, erste (37)
- 34
- Abstützstelle, Berührstelle, zweite (37)
- 35
- -
- 36
- Abstützstelle, Berührstelle, zweite (37)
- 37
- Grundkörper, vorderer (21)
- 38
- -
- 39
- Kontaktkörper, Stellschraube, vordere
- 40
- -
- 41
- Kontaktkörper, Stellschraube, vordere
- 42
- Bodenfläche, erste (13)
- 43
- Antrieb, Vorspannantrieb, Elektromotor, Schrittmotor, pneumatischer und/oder hydraulischer
Antrieb, vorderer
- 44
- Antrieb, Vorspannantrieb, Elektromotor, Schrittmotor, pneumatischer und/oder hydraulischer
Antrieb, vorderer
- 61
- Klemmvorrichtung, hintere
- 62
- Klemmelement, Klemmleiste, radial äußeres, hinteres
- 63
- Anpresselement, Blattfeder, Federpaket, hinteres
- 64
- Stellelement, Klemmlöseantrieb, Lösekörper, Löseschlauch, Klemmlöseschlauch, Hydraulikzylinder,
Pneumatikzylinder, Elektromotor, hinteres
- 65
- -
- 66
- Klemmelement, Klemmleiste, radial inneres, hinteres
- 67
- Klemmspalt, hinterer
- 68
- Andrückelement, Andrückfeder, hintere
- 69
- Ausrichtfläche, Fläche, hintere
- 70
- -
- 71
- Grundkörper, hinterer
- 72
- Kante
- 73
- Druckform, Druckplatte, Schablonendruckplatte, Flexodruckplatte
- 74
- Ende, Kontaktbereich, Klemmbereich, vorderes, vorlaufendes (73)
- 75
- -
- 76
- Ende, Kontaktbereich, Klemmbereich, hinteres, nachlaufendes (73)
- 101
- Spannvorrichtung
- 102
- Schlitten
- 103
- Stützfläche, erste (102)
- 104
- Spannantrieb, Stellkörper, Spannschlauch, Hydraulikzylinder, Pneumatikzylinder
- 105
- -
- 106
- Rückstellelement, Rückstellfeder, Feder
- 107
- Stützkörper, Feder
- 108
- Bodenfläche, zweite (13)
- 109
- Fixiereinrichtung
- 110
- -
- 111
- Anschlagkörper
- 112
- Anschlagstellelement, Anschlagsschraube, hintere
- 113
- Anschlaggetriebe
- 114
- Schlittenklemmelement
- 115
- -
- 116
- Antrieb, Schlittenlöseantrieb
- 117
- Schlittenklemmfläche, erste
- 118
- Schlittenklemmfläche, zweite
- 119
- Schlittenanpresselement, Schlittenblattfeder, Schlittenfederpaket, Blattfeder (116)
- 120
- -
- 121
- Schlittenfreisteller, Schlittenlöseschlauch, Hydraulikzylinder, Pneumatikzylinder
Elektromotor, hinteres
- 122
- Lager, Lagerblock (112)
- 123
- Anschlagkontakt
- 124
- Mantelfläche (07; 12)
- 125
- -
- 126
- Bohrung, axial
- 127
- Pneumatiksteuerung
- 128
- Steuerelektronik
- 129
- Steuerungsbehälter
- 130
- -
- 131
- Abstandshalter; Stellschraube, hintere
- 132
- Randfläche, hintere
- 133
- Abstandskontaktstelle
- 134
- Antrieb, Abstandsantrieb, Elektromotor, pneumatisch, hydraulisch
- 141
- Antrieb, Axialantrieb
- 142
- Feder, Andrückelement, Hydraulikkolben, seitliches
- 143
- Seitenanschlag
- 144
- Seiteneinstellvorrichtung, Seiteneinstellschraube
- A
- Richtung, axial
- B
- Klemmrichtung, vordere
- C
- Klemmrichtung; hintere
- D
- Umfangsrichtung
- E
- Spannrichtung
- F
- Schlittenklemmrichtung