[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Klimatisieren eines
Innenraums sowie Temperieren von Komponenten eines Kraftfahrzeugs sowie ein verfahrensgemäßes
und vorrichtungsgemäßes Kraftfahrzeug, wie in den untenstehenden Ansprüchen näher
definiert. Das Klimatisieren und Temperieren von Komponenten eines Innenraums eines
Kraftfahrzeugs ist bekannt. Dazu können mit einem Kühlmedium betriebene Kühlmittelkreise
und mit einem Kältemittel betriebene Kältemittelkreise verwendet werden. Bei dem Kühlmittel
kann es sich insbesondere um Wasser oder ein Gemisch aus Frostschutzmittel und Wasser
handeln. Bei dem Kältemittel kann es sich um ein verdampfendes Medium zum Betreiben
des Kältemittelkreises mit einer Hochdruckseite und einer Niederdruckseite handeln.
Dabei ist es bekannt, den Kältemittelkreis in einem Wärmepumpenbetrieb zum Aufheizen
von Komponenten und/oder eines Innenraums des Kraftfahrzeugs mit zu verwenden. Bei
den Komponenten des Kraftfahrzeugs kann es sich insbesondere um Komponenten einer
Elektrotraktion und einer elektrischen Energiequelle zum Betreiben der Elektrotraktion
des Kraftfahrzeuges handeln. Aus der nicht veröffentlichten Anmeldung derselben Anmelderin
mit dem Aktenzeichen
DE 10 2010 044 416 ist eine Klimaanlage für ein Fahrzeug bekannt mit einem von einem Kältemittel durchströmbaren,
als Wärmepumpen- und Kälteanlagenkreislauf ausgebildeten Kältemittelkreislauf und,
diesen zugeordnet, einem Kompressor, zumindest einem Außenwärmeübertrager und zumindest
einem Innenwärmeübertrager, dem ein Innenheizkondensator zugeordnet ist, und mit einer
Vorrichtung zur Erzeugung eines mit dem Innenwärmeübertrager und dem Innenheizkondensator
thermisch koppelbaren Luftstroms, sowie einer Dosierungsvorrichtung, mittels der eine
Durchströmung des Innenheizkondensators mit zumindest einem Teilstrom des thermisch
gekoppelten Luftstroms dosierbar ist. Dabei ist vorgesehen, dass in einem Wärmepumpenbetrieb
das Kältemittel von der Hochdruckseite des Kompressors in den Innenheizkondensator
förderbar ist oder gefördert wird, vom Innenheizkondensator durch ein Expansionsventil
zum Innenwärmeübertrager förderbar ist oder gefördert wird, vom Innenwärmeübertrager
durch ein beidseitig durchströmbares Expansionsventil zum Außenwärmeübertrager förderbar
ist oder gefördert wird, vom Außenwärmeübertrager von der Niederdruckseite des Kompressors
förderbar ist oder gefördert wird und in einem Kälteanlagenbetrieb das Kältemittel
von der Hochdruckseite des Kompressors direkt in den Innenheizkondensator förderbar
ist oder gefördert wird, vom Innenheizkondensator unter Umgehung des Expansionsventils
zum Außenwärmeübertrager förderbar ist oder gefördert wird, vom Außenwärmeübertrager
durch das beidseitig durchströmbare Expansionsventil zum Innenwärmeübertrager, vom
Innenwärmeübertrager zur Niederdruckseite des Kompressors förderbar ist.
[0002] Die
DE 10 2005 048 241 A1 offenbart eine Fahrzeugklimaanlage mit einem thermodynamischen Primärkreislauf, der
einen über eine Schalteinrichtung gesteuerten Verdichter umfasst, und mit einem dem
Primärkreislauf thermodynamisch koppelbaren Sekundärkühlkreislauf zur Kühlung von
Elektroaggregaten, zum Beispiel einer Batterie, der zumindest ein auf ein Signal der
Schalteinrichtung des Primärkreises ansprechendes Bauteil enthält. Die
US 2003 0182961 A1 betrifft eine Klimaanlage für ein Abteil. Die Klimaanlage weist einen Kompressor,
einen externen Wärmetauscher und einen internen Wärmetauscher auf. Außerdem weist
die Klimaanlage einen Kühlwärmetauscher und eine dem Kühlwärmetauscher vorgeschaltete
Dekompressionsvorrichtung auf, die in einem Kühlbetrieb geöffnet ist. Die
DE 103 01 006 A1 betrifft einen Heiz-/Kühlkreislauf für ein Kraftfahrzeug mit einem Verdampfer zur
Abkühlung von einem Innenraum zuzuführender Luft, einem Heizwärmetauscher zur Aufheizung
der dem Innenraum zuzuführenden Luft, einem Außenwärmetauscher mit einem Kompressor
zum Fördern von Kältemittel, einem ersten Expansionsorgan, das dem Verdampfer zugeordnet
ist, einem zweiten Expansionsorgan, das dem Außenwärmetauscher zugeordnet ist und
Kältemittelleitungen, über welche die vorgenannten Komponenten miteinander verbunden
sind, wobei eine Abtauschaltung des Kreislaufes den Kompressor, den Außenwärmetauscher
und das zweite Expansionsorgan umfasst.
[0003] Ferner offenbart die
FR 2 913 217 A1 ein System und ein Verfahren für das Energiemanagement eines Kraftfahrzeuges, wobei
zur Klimatisierung des Innenraums ein reversibel betreibbarer Kühlkreislauf vorgesehen
ist. Über eine Umschalteinrichtung kann der Kühlkreislauf wahlweise in einem Wärmepumpenbetrieb
oder einem Kühlbetrieb betrieben werden. Im Wärmepumpenbetrieb ist es insbesondere
möglich Wärmeenergie, der in die Verbrennungskraftmaschine zurückgeleiteten Abgase
über einen Wärmetauscher in den Kühlkreislauf abzugeben beziehungsweise zur Energierückgewinnung
zu nutzen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Klimatisieren und Temperieren von Komponenten und
eines Innenraums eines Kraftfahrzeug so zu ermöglichen, dass mit möglichst wenig Wärmetauschern
eine möglichst große Zahl an Temperatur- und Betriebszuständen des Kraftfahrzeugs
abgedeckt werden können.
[0005] Die Aufgabe ist durch eine Klimatisierung zum Temperieren von Komponenten und eines
Innenraums eines Kraftfahrzeugs, mit einer ersten Wasserpumpe zum Antreiben eines
ersten Kühlmittelkreises, einer zweiten Wasserpumpe zum Antreiben eines zweiten Kühlmittelkreises,
einem Kompressor zum Antreiben eines eine Hochdruckseite und eine Niederdruckseite
aufweisenden Kältemittelkreises, einem wasserseitig in den ersten Kühlmittelkreis
geschalteten und dem Innenraum luftseitig vorgeschalteten Luft-Wasser-Wärmetauscher,
einem kältemittelseitig in den Kältemittelkreis geschalteten und dem Luft-Wasser-Wärmetauscher
wasserseitig vorgeschalteten ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher gelöst. Vorteilhaft
kann Wärme von dem Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher von dem Kältemittelkreis auf
den ersten Kühlmittelkreis übertragen werden. Vorteilhaft ist der erste Kühlmittelkreis
in einem Klimagerät der Klimatisierung angeordnet und dient zum Erwärmen und/oder
Kühlen von in den Innenraum des Kraftfahrzeugs eingeblasener Luft. Vorteilhaft ist
der erste Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher außerhalb des Klimageräts angeordnet,
so dass dieses abgesehen von dem dort vorgesehenen Luft-Wasser-Wärmetauscher wärmequellenfrei
ist. Vorteilhaft erfolgt eine Erwärmung der in den Innenraum eingeblasenen Luft innerhalb
des Klimageräts wahlweise nur über den Luft-Wasser-Wärmetauscher des ersten Kühlmittelkreises.
Falls der Luft-Wasser-Wärmetauscher nicht mit Wärme versorgt wird, ist das Klimagerät
vorteilhaft wärmequellenfrei. Vorteilhaft kann dadurch eine effiziente Erwärmung des
Innenraums und/oder Kühlung des Innenraums ermöglicht werden.
[0006] Es ist vorgesehen, dass die Klimatisierung einen wasserseitig in den zweiten Kühlmittelkreis
und kältemittelseitig in die Niederdruckseite des Kältemittelkreises geschalteten
zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher aufweist. Vorteilhaft kann mittels des
zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauschers Wärme von dem Kältemittelkreis auf den
zweiten Kühlmittelkreis übertragen werden. Alternativ und/oder zusätzlich ist es denkbar,
dass der zweite Kühlmittelkreis eine Wärmequelle aufweist, so dass diese Wärme mittels
des zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauschers auf den Kältemittelkreis übertragbar
ist.
[0007] Bei einem Ausführungsbeispiel der Klimatisierung ist vorgesehen, dass der erste Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
in die Hochdruckseite des Kältemittelkreises geschaltet ist. Vorteilhaft kann die
in der Hochdruckseite des Kältemittelkreises geführte Wärme über den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
abgeführt werden.
[0008] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Klimatisierung ist vorgesehen, dass die
Klimatisierung eine Ventilanordnung aufweist, mittels der der erste Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
kältemittelseitig aus dem Kältemittelkreis heraus schaltbar ist. Vorteilhaft kann
mittels der Ventilanordnung eine Steuerung der Klimatisierung erfolgen. Insbesondere
kann die Ventilanordnung mit einer zentralen Steuerung angesteuert werden, die insbesondere
auch Mess- und Sensorsignale aufnimmt und in Steuersignale zum Ansteuern der Ventilanordnung
umsetzt. Vorteilhaft kann mittels der Ventilanordnung der erste Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
kältemittelseitig aus dem Kältemittelkreis herausgeschaltet werden, so dass dieser
keine Wärme von dem Kältemittelkreis zugeführt bekommt, also ohne nennenswerte Wärmeübertragung
von dem ersten Kühlmittelkreis durchströmt werden kann.
[0009] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Klimatisierung ist vorgesehen, dass dem
Luft-Wasser-Wärmetauscher luftseitig eine Luftklappe zum Steuern eines über den Luft-Wasser-Wärmetauscher
in den Innenraum strömenden Luftstroms vorgeschaltet ist. Vorteilhaft kann mittels
der Luftklappe ein Wärme- und/oder Kälteübergang zwischen dem Luftstrom und dem Luft-Wasser-Wärmetauscher
unterbunden werden. Dabei ist es möglich, dass der gesamte Luftstrom durch den Luft-Wasser-Wärmetauscher
strömt, wobei durch ein Schließen der Luftklappe dieser komplett zum Erliegen kommt.
Alternativ und/oder zusätzlich kann zumindest ein Teil des Luftstroms an dem Luft-Wasser-Wärmetauscher
vorbeigeführt werden, so dass ein Schließen der Luftklappe ein luftseitiges Herausschalten
des Luft-Wasser-Wärmetauschers aus dem Luftstrom bedeutet. Alternativ und/oder zusätzlich
kann mittels der Luftklappe auch nur ein Teil des Luft-Wasser-Wärmetauschers aus dem
Luftstrom herausgeschaltet werden, so dass der Wärme- und/oder Kälteübergang damit
steuerbar, insbesondere reduzierbar ist.
[0010] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Klimatisierung ist vorgesehen, dass mittels
der Ventilanordnung eine Wärmequelle des Kraftfahrzeugs in den ersten Kühlmittelkreis
hineinschaltbar und damit dem ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher vorschaltbar
ist. Vorteilhaft kann der erste Kühlmittelkreis neben der Aufgabe der Wärmeübertragung
von dem ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher auf den Luft-Wasser-Wärmetauscher
des Klimageräts noch eine Temperierung, insbesondere Kühlung und/oder Erwärmung der
zusätzlich hineinschaltbaren Wärmequellen übernehmen.
[0011] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Klimatisierung ist vorgesehen, dass die
Wärmequellen des Kraftfahrzeugs zumindest ein Element der Gruppe: eine Elektrokomponente,
eine Elektrotraktionskomponente, eine Leistungselektronik, eine Batterie, einen Verbrennungsmotor,
einen Elektrozuheizer aufweist. Vorteilhaft können unterschiedlichste Komponenten
des Kraftfahrzeugs temperiert, also gewärmt und/oder gekühlt werden. Insbesondere
kann deren Abwärme zum Aufheizen des Innenraums verwendet werden, z.B. über die Kopplung
mit dem Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher. Außerdem kann mittels des Kühlkreises
erzeugte Kälte und/oder Wärme zum Kühlen und/oder Wärmen der unterschiedlichsten Elektrokomponenten
verwendet werden.
[0012] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Klimatisierung ist vorgesehen, dass die
Klimatisierung einen kältemittelseitig in eine Niederdruckseite des Kühlmittelkreises
geschalteten und dem Luft-Wasser-Wärmetauscher luftseitig vorgeschalteten Verdampfer
aufweist. Vorteilhaft kann mittels des Verdampfers der in den Innenraum strömende
Luftstrom gekühlt werden. Entsprechend kann dadurch dem Kältemittelkreis Wärme zugeführt
werden.
[0013] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Klimatisierung ist vorgesehen, dass der
Kältemittelkreis einen von einem Umgebungsluftstrom durchströmten Kondensator aufweist,
der mittels der Ventilanordnung wahlweise in die Hochdruckseite oder in die Niederdruckseite
des Kältemittelkreises schaltbar ist. Vorteilhaft kann der Kondensator mittels der
Ansteuerung der Ventilanordnung zum Zuführen oder alternativ zum Abführen von Wärme
aus dem Kältemittelkreis verwendet werden. Dies kann insbesondere in einem Wärmepumpenbetrieb
vorteilhaft ausgenutzt werden, da über den mittels der Ventilanordnung umschaltbaren
Kondensator und den Verdampfer im Umluftbetrieb eine vergrößerte Wärmeaustauschfläche
zur Verfügung steht.
[0014] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Klimatisierung ist vorgesehen, dass die
Klimatisierung einen von einer dritten Wasserpumpe angetriebenen dritten Kühlmittelkreis
zum separaten Kühlen des Verbrennungsmotors aufweist. Vorteilhaft kann der Verbrennungsmotor
mittels des dritten Kühlmittelkreises gegebenenfalls separat gekühlt werden, beispielsweise
falls dieser eine hohe Wärmeleistung erzeugt, die über die übrigen Kreise nicht abführbar
bzw. nutzbar ist.
[0015] Die Aufgabe ist außerdem gelöst durch ein Verfahren zum Klimatisieren eines eine
Elektrotraktion aufweisenden Kraftfahrzeugs mittels einer vorab beschriebenen Klimatisierung,
mit Transportieren eines Wärmestroms von dem ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
in den Luft-Wasser-Wärmetauscher in einem Heizbetrieb der Klimatisierung, wobei der
Wärmestrom, gesteuert durch die Ventilanordnung, von zumindest einer der folgenden
Komponenten des Kraftfahrzeugs stammt: der Wärmequelle des Kraftfahrzeugs, der Elektrokomponente,
der Elektrotraktionskomponente, der Leistungselektronik, der Batterie, dem Verbrennungsmotor,
und/oder der Hochdruckseite des Kühlmittelkreises; und mit Transportieren eines Kältestroms
in einem Komponentenkühlbetrieb von dem zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
auf zumindest eine der folgenden Komponenten des Kraftfahrzeugs: die Wärmequelle,
die Batterie, den Verbrennungsmotor, und/oder den Elektrozuheizer. Vorteilhaft kann
in dem Heizbetrieb der Innenraum des Kraftfahrzeugs aufgeheizt werden, wobei der eigentliche
Wärmetausch zum Zuführen des Wärmestroms mittels des ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauschers
in den Luft-Wasser-Wärmetauscher über eine Zuleitung erfolgt, so dass vorteilhaft
das Klimagerät wärmequellenfrei ist, also der erste Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
außerhalb des Klimageräts angeordnet ist. Vorteilhaft kann die Wärme in einem Wärmepumpenbetrieb
des Kältemittelkreises an dem ersten Kühlmittelkreis des Heizungswärmetauschers erzeugt
und mittels des Luftstroms in den Innenraum transportiert werden. Vorteilhaft kann
in dem Komponentenkühlbetrieb mittels des Kühlmittelkreises erzeugbare Kälte zum Kühlen
der Komponenten des Kraftfahrzeugs verwendet werden. Alternativ und/oder zusätzlich
können der Heizbetrieb und der Komponentenkühlbetrieb unabhängig voneinander gesteuert
werden, so dass ein reiner Komponentenkühlbetrieb, ein reiner Heizbetrieb und ein
kombinierter Heiz- und Komponentenkühlbetrieb mittels der Ventilanordnung vorteilhaft
steuerbar sind.
[0016] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens ist ein Transportieren eines Kältestroms
in einem Innenraumkühlbetrieb oder einem Innenraumreheatbetrieb von dem Verdampfer
in den Innenraum des Kraftfahrzeugs vorgesehen. Unter einem Innenraumkühlbetrieb kann
verstanden werden, dass der Innenraum des Kraftfahrzeugs mittels des Luftstroms gekühlt
wird. Unter einem Heizbetrieb kann verstanden werden, dass der Innenraum des Kraftfahrzeugs
mittels des Luftstroms geheizt wird. Unter einem Innenraumreheatbetrieb kann verstanden
werden, dass der in den Innenraum eingeblasene Luftstrom entfeuchtet wird. Dabei kann
gegebenenfalls wahlweise eine Kühlung und/oder eine Erwärmung des Innenraums stattfinden,
da dazu der in den Innenraum eingeblasene Luftstrom zunächst gekühlt und damit entfeuchtet
und anschließend wieder erwärmt wird. Je nach Steuerung der Wärme- und Kälteströme
kann so ein gekühlter oder erwärmter und getrockneter Luftstrom in den in Innenraum
eingeblasen werden.
[0017] Die Aufgabe ist außerdem gelöst bei einem Kraftfahrzeug, das ausgelegt, eingerichtet,
konstruiert und/oder ausgestattet ist mit einer Software zum Durchführen eines vorab
beschriebenen Verfahrens und/oder ausgerüstet ist mit einer vorab beschriebenen Klimatisierung.
Es ergeben sich die vorab beschriebenen Vorteile.
[0018] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
in der unter Bezug auf die Zeichnung ein Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben
ist. Gleiche, ähnliche und/oder funktionsgleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0019] Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Ansicht einer Klimatisierung zum Temperieren von Komponenten und
eines Innenraums eines Kraftfahrzeugs, wobei die Klimatisierung einen elektrischen
Zuheizer aufweist;
- Figur 2
- eine schematische Ansicht einer weiteren Klimatisierung analog der in Fig. 1 gezeigten
Klimatisierung, wobei im Unterschied anstatt des Zuheizers ein Verbrennungsmotor vorgesehen
ist;
- Figur 3
- eine schematische Übersicht verschiedener Betriebsweisen der in Figur 1 gezeigten
Klimatisierung; und
- Figur 4
- eine schematische Übersicht verschiedener Betriebsweisen der in Figur 2 gezeigten
Klimatisierung.
[0020] Figur 1 zeigt eine Klimatisierung 7 zum Klimatisieren eines Innenraums 3 eines Kraftfahrzeugs
1 mittels eines Klimageräts 5.
[0021] Die in Figur 1 gezeigte Klimatisierung 7 weist einen ersten Kühlmittelkreis 100 auf,
der von einer ersten Wasserpumpe C.3 angetrieben wird beziehungsweise antreibbar ist.
[0022] Außerdem weist die Klimatisierung 7 einen zweiten Kühlmittelkreis 200 auf, der von
einer zweiten Wasserpumpe C.4 angetrieben wird beziehungsweise antreibbar ist.
[0023] Darüber hinaus weist die Klimatisierung 7 einen Kältemittelkreis 300 auf, der von
einem Kompressor A.1 angetrieben wird beziehungsweise antreibbar ist. Der Kältemittelkreis
300 wird mit einem Kältemittel betrieben und kann in einem Klimaanlagenbetrieb und
einem Wärmepumpenbetrieb wirken.
[0024] Die Kühlmittelkreise 100 und 200 werden mit einem Kühlmittel betrieben, beispielsweise
einem Kühlwasser, insbesondere einem Kühlwasser-Frostschutzmittel-Gemisch. Zum Steuern
und/oder Regeln der Klimatisierung 7 weist das Kraftfahrzeug 1 eine nicht näher dargestellte
Steuereinheit, beispielsweise ein Klimasteuergerät und/oder ein zentrales Steuergerät
auf. Das Steuergerät steuert eine Ventilanordnung 400, die auf die Kreise 100, 200
und 300 wirkt. Zum Generieren entsprechender Steuer- und/oder Regelsignale empfängt
das nicht näher dargestellte Steuergerät Messsignale von Druck-Temperatursensoren,
nämlich von einem ersten Druck-Temperatursensor A.5, einem zweiten Druck-Temperatursensor
A.8 und einem dritten Druck-Temperatursensor A.11.
[0025] In Abhängigkeit der Signale der Druck-Temperatursensoren A.5, A.8 und A.11 werden
insbesondere elektrische Expansionsventile, nämlich ein erstes elektrisches Expansionsventil
A.3, ein zweites elektrisches Expansionsventil A.6 und ein drittes elektrisches Expansionsventil
A.9 des Kältemittelkreises 300 gesteuert. Den elektrischen Expansionsventilen A.3,
A.6 und A.9 sind jeweils Wärmetauscher nachgeschaltet, die als Verdampfer ausgelegt
sind beziehungsweise als Verdampfer betreibbar sind, nämlich ein Verdampfer A.4, ein
Kondensator A.7 sowie ein zweiter Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.10.
[0026] Außerdem weist der erste Kühlmittelkreis 100 und der Kältemittelkreis 300 einen ersten
Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.2 auf, der kältemittelseitig dem ersten elektrischen
Expansionsventil A.3 und kühlmittelseitig einem Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 des
Klimageräts 5 vorgeschaltet ist.
[0027] Dem Kompressor A.1 vorgeschaltet, weist der Kältemittelkreis 300 einen Sammler A.12
auf.
[0028] Die Ventilanordnung 400 weist in die Kreise 100 - 300 geschaltete 2/2-Wegeventile
und 3/2-Wegeventile auf. Im Einzelnen handelt es sich dabei um ein erstes 2/2-Wegeventil
B.1, ein zweites 2/2-Wegeventil B.2, ein drittes 2/2-Wegeventil B.3, ein viertes 2/2-Wegeventil
B.5, ein fünftes 2/2-Wegeventil B.6, ein sechstes 2/2-Wegeventil B.7 und ein siebtes
2/2-Wegeventil B.8, ein erstes 3/2-Wegeventil D.1, ein zweites 3/2-Wegeventil D.2
und ein drittes 3/2-Wegeventil D.3. Außerdem weist die Ventilanordnung 400 ein dem
dritten 2/2-Wegeventil B. 3 nachgeschaltetes Rückschlagventil B. 4, das in Richtung
des dritten 2/2-Wegeventils B.3 sperrt.
[0029] Das in Figur 1 dargestellte Kraftfahrzeug 1 weist eine nicht näher dargestellte Elektrotraktion
auf, die mittels einer Batterie C.1 mit elektrischer Energie versorgbar ist. Die Batterie
C.1 ist in den zweiten Kühlmittelkreis 200 mittels der Ventilanordnung schaltbar,
nämlich um diese zu kühlen oder zu wärmen.
[0030] Falls die Batterie gewärmt werden muss, weist das Kraftfahrzeug 1 eine Wärmequelle
auf, vorliegend einen Elektrozuheizer C.2, der in den zweiten Kühlmittelkreis 200
Wärme einspeisen kann. Aber auch über den Wärmeeintrag über den Kältekreislauf 300
über den Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.2 in den Kühlmittelkreislauf 100 kann
die Batterie gewärmt werden.
[0031] Im Folgenden werden unterschiedliche Betriebszustände beziehungsweise Betriebsarten
der in Figur 1 gezeigten Klimatisierung beschrieben. Diese werden jeweils durch einen
Schaltzustand der Ventilanordnung 400 bedingt, wobei sich die Kreise 100, 200, 300
der Klimatisierung 7 entsprechend verändern. Zum Beschreiben der Betriebszustände
beziehungsweise Betriebsarten werden im Folgenden jeweils beginnend von der Antriebsquelle,
also dem Kompressor A.1 und den Wasserpumpen C.3 und C.4 stromabwärts die Einzelkomponenten
aufgezählt. Aus dieser Aufzählung geht auch ein jeweiliger Schaltzustand der 3/2-Wegeventile
hervor. Entsprechend nicht genannte 2/2-Wegeventile, die vorliegend als Schaltventile
ausgeführt sind, sind in dem jeweils beschriebenen Schaltzustand geschlossen.
[0032] Bei einer ersten Ausprägung verläuft der erste Kühlmittelkreis 100 von der ersten
Wasserpumpe C.3 zu dem zweiten 3/2-Wegeventil D.2, über den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
A.2 und den Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 wieder zurück zur ersten Wasserpumpe C.3.
[0033] Der zweite Kühlmittelkreis 200 verläuft von der zweiten Wasserpumpe C.4 zu dem ersten
3/2-Wegeventil D.1, über das dritte 2/2-Wegeventil D.3, über den Elektrozuheizer C.2
und über den zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.10 wieder zurück zu der
zweiten Wasserpumpe C.4.
[0034] Der Kältemittelkreis 300 verläuft von dem Kompressor A.1 über das erste 2/2-Wegeventil
B.1, den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.2, das dritte elektrische Expansionsventil
A.3, den Verdampfer A.4, den ersten Druck-Temperatursensor A.5, das siebte 2/2-Wegeventil
B.8, den zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.10, den dritten Druck-Temperatursensor
A.11 und über den Sammler A.12 wieder zurück zu dem Kompressor A.1.
[0035] Das siebte 2/2-Wegeventil B.8 ist zu dem dritten elektrischen Expansionsventil A.9
parallel geschaltet, wobei in der ersten Ausprägung der ersten Betriebsart das siebte
2/2-Wegeventil B.8 geöffnet ist.
[0036] Die erste Betriebsart in der ersten Ausprägung kann dazu verwendet werden, den Innenraum
7 des Kraftfahrzeugs 1 zu beheizen, insbesondere bei Temperaturen in einer Umgebung
des Kraftfahrzeugs 1 von unter -10°C. Als Wärmequelle dient dabei der Elektrozuheizer
C.2. In einer zweiten Ausprägung der ersten Betriebsart, die ebenfalls zum Heizen
des Innenraums 7 dient, kann aus einem aus der Umgebung stammenden Umgebungsluftstrom
9 mittels des Kondensators A.7 dem Kältemittelkreis 300 Wärme zugeführt werden, so
dass dieser in einem Wärmepumpenbetrieb zusätzlich als Wärmequelle genutzt werden
kann. Im Unterschied verläuft der Kältemittelkreis 300 zusätzlich stromabwärts des
ersten Druck-Temperatursensors A.5 über einen Parallelzweig, der über das dritte 2/2-Wegeventil
B.3, das Rückschlagventil B.4, den Kondensator A.7, den zweiten Druck-Temperatursensor
A.8, das fünfte 2/2-Wegeventil B.6 und schließlich ebenfalls über den Sammler A.12
zurück in den Kompressor A.1 verläuft. Vorteilhaft kann in dieser Betriebsart der
Kondensator A.7 des Kältemittelkreises 300 als Verdampfer zum Aufnehmen von in der
Umgebung des Kraftfahrzeugs 1 beziehungsweise in dem Umgebungsluftstrom 9 enthaltener
Wärme dienen.
[0037] In einer ersten Ausprägung einer zweiten Betriebsart kann die Klimatisierung 7 zum
Beheizen des Innenraums 3 bei Temperaturen bis -10°C betrieben werden. In der ersten
Ausprägung der zweiten Betriebsart ist der erste Kühlmittelkreis 100 analog der ersten
Betriebsart geschaltet. Der zweite Kühlmittelkreis 200 ist abgeschaltet, wobei die
zweite Wasserpumpe C.4 keine Pumpleistung aufweist. Der Kältemittelkreis 300 verläuft
von dem Kompressor A.1 über das erste 2/2-Wegeventil B.1, den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
A.2, das erste elektrische Expansionsventil A.3, den Verdampfer A.4, den ersten Druck-Temperatursensor
A.5, das zweite elektrische Expansionsventil A.6 und das dritte 2/2-Wegeventil B.3
sowie das Rückschlagventil B.4, den als Verdampfer betriebenen Kondensator A.7, den
zweiten Druck-Temperatursensor A.8, das fünfte 2/2-Wegeventil B.6 und schließlich
über den Sammler A.12 zurück zu dem Kompressor A.1.
[0038] In einer zweiten Ausprägung der zweiten Betriebsart ist ebenfalls der zweite Kühlmittelkreis
200 abgeschaltet.
[0039] In dieser zweiten Ausprägung der zweiten Betriebsart kann in einem Stillstand des
Kraftfahrzeugs 1 die Batterie C.1 geheizt werden. Dies kann mittels des ersten Kühlmittelkreises
100 erfolgen, der dazu von der ersten Wasserpumpe C.3 über das zweite 3/2-Wegeventil
D.2, das erste 3/2-Wegeventil D.1, die Batterie C.1, das dritte 3/2-Wegeventil D.3,
den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.2 und schließlich über den Luft-Wasser-Wärmetauscher
C.5 zurück zu der ersten Wasserpumpe C.3 verläuft.
[0040] Als Besonderheit der zweiten Ausprägung der zweiten Betriebsart ist eine luftseitig
dem Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 vorgeschaltete Klappe 11 geschlossen. Die Klappe
11 ist in Figur 1 in einem teilweise geöffneten Zustand eingezeichnet.
[0041] Der Verdampfer A.4 und der Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 sind von einem in den Innenraum
3 strömenden Luftstrom 500 durchströmt. Der Luftstrom 500 dient zum Temperieren des
Innenraums 3.
[0042] In der zweiten Ausprägung der zweiten Betriebsart ist jedoch dieser Luftstrom 500
mittels der Klappe 11 von dem Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 abgeschirmt.
[0043] In einer dritten Ausprägung der zweiten Betriebsart kann ein Kühlen der Batterie
C.1 während eines Stillstands des Kraftfahrzeugs 1 mittels des Kühlmittelkreises 200
erfolgen.
[0044] Dabei verläuft der erste Kühlmittelkreis 100 von der ersten Wasserpumpe C.3 über
das zweite 3/2-Wegeventil D.2, den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.2
und schließlich über den Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 zurück zur ersten Wasserpumpe
C.3.
[0045] Der zweite Kühlmittelkreis 200 verläuft von der zweiten Wasserpumpe C.4 über das
erste 3/2-Wegeventil D.1 über die Batterie C.1, über das dritte 3/2-Wegeventil D.3,
den Elektrozuheizer C.2, den zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.10 und
schließlich zurück zur zweiten Wasserpumpe C.4.
[0046] Der Kältemittelkreis 300 verläuft von dem Kompressor A.1 über das erste 2/2-Wegeventil
B.1, den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.2, das erste elektrische Expansionsventil
A.3, den Verdampfer A.4, den ersten Druck-Temperatursensor A.5, über einen ersten
Parallelzweig über das dritte elektrische Expansionsventil A.9, das siebte 2/2-Wegeventil
B.8, den zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.10, den dritten Druck-Temperatursensor
A.11, einen zweiten Parallelzweig mit dem zweiten elektrischen Expansionsventil A.6,
den Kondensator A.7, den zweiten Druck-Temperatursensor A.8, das fünften 2/2-Wegeventil
B.6 und schließlich stromabwärts der Parallelzweige über den Sammler A.12 zurück in
den Kompressor A.1.
[0047] In einer ersten Ausprägung einer dritten Betriebsart kann die Klimatisierung 7 zum
Kühlen der Batterie in einem Klimaanlagenbetrieb und zum Entfeuchten des Innenraums
3 in einem ReHeatbetrieb verwendet werden. Dabei wird der Luftstrom 500 zunächst abgekühlt
und dann wieder erwärmt, bevor er in den Innenraum 3 eingeblasen wird. Der erste Kühlmittelkreis
100 ist dabei gleich geschaltet wie beispielsweise in der ersten Ausprägung der ersten
Betriebsart.
[0048] Der zweite Kühlmittelkreis 200 ist dabei gleich geschaltet wie beispielsweise in
der dritten Ausprägung der zweiten Betriebsart.
[0049] Der Kältemittelkreis 300 verläuft von dem Kompressor A.1 über das erste 2/2-Wegeventil
B.1, den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.2, das vierte 2/2-Wegeventil
B.5, den zweiten Druck-Temperatursensor A.8, den als Kondensator betriebenen Kondensator
A.7, das zweite elektrische Expansionsventil A.6 und von diesem stromabwärts parallel
verzweigt in einem ersten Parallelzweig über den ersten Druck-Temperatursensor A.5,
den Verdampfer A.4 und das sechste 2/2-Wegeventil B.7 und in einem zweiten Parallelzweig
über das siebte 2/2-Wegeventil B.8, den zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
A.10 und den dritten Druck-Temperatursensor A.11 und schließlich wieder zusammengeführt
über den Sammler A.12 zurück in den Kompressor A.1.
[0050] Eine erste Ausprägung einer vierten Betriebsart der Klimatisierung kann zum Kühlen
der Batterie C.1 und des Innenraums 3 in einem Klimaanlagenbetrieb des Kältemittelkreises
300 verwendet werden. Dabei ist der erste Kühlmittelkreis 100 abgeschaltet, also die
erste Wasserpumpe C.3 ohne Förderleistung. Der zweite Kühlmittelkreis 200 ist analog
z.B. der dritten Ausprägung der zweiten Betriebsart geschaltet.
[0051] Der Kältemittelkreis 300 verläuft von dem Kompressor A.1 über das zweite 2/2-Wegeventil
B.2, den zweiten Druck-Temperatursensor A.8, den Kondensator A.7, das zweite elektrische
Expansionsventil A.6 und von dort parallel verzweigt in einem ersten Parallelzweig
über den ersten Druck-Temperatursensor A.5, den Verdampfer A.4 und das sechste 2/2-Wegeventil
B.7 und in einem zweiten Parallelzweig über das siebte 2/2-Wegeventil B.8, den zweiten
Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.10 und den dritten Druck-Temperatursensor A.11
und schließlich wieder zusammengeführt über den Sammler A.12 zurück zum Kompressor
A.1.
[0052] Als Besonderheit ist in der ersten Ausprägung der vierten Betriebsart die Klappe
11 geschlossen.
[0053] Eine zweite Ausprägung der vierten Betriebsart kann zum Kühlen der Batterie C.1 und
des Innenraums 3 in einem ReHeatbetrieb, also mit einer Entfeuchtung des Luftstroms
500 verwendet werden.
[0054] Der erste Kühlmittelkreis 100 ist dabei analog z.B. der zweiten Ausprägung der zweiten
Betriebsart geschaltet. Der zweite Kühlmittelkreis 200 ist abgeschaltet, also die
zweite Wasserpumpe C.4 ohne Förderleistung.
[0055] Der Kältemittelkreis 300 ist analog der ersten Ausprägung der vierten Betriebsart
geschaltet.
[0056] Der in Figur 1 gezeigte Kältemittelkreis 300 weist jeweils eine Hochdruckseite 700
und eine Niederdruckseite 800 auf, wobei sich die Niederdruckseite 800 stromabwärts
des entsprechenden elektrischen Expansionsventils A.3, A.6 und A.9 ergibt. Die Hochdruckseite
700 liegt entsprechend stromabwärts des Kompressors A.1 und stromaufwärts des entsprechenden
elektrischen Expansionsventils A.3, A.6 sowie A.9.
[0057] Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Klimatisierung 7 eines Kraftfahrzeugs
1. Funktionsgleiche Bauteile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, soweit nicht
explizit auf Unterschiede eingegangen wird. Außerdem wird im Folgenden lediglich auf
die Schaltungsunterschiede zur Darstellung gemäß der Figur 1 eingegangen. Als Unterschied
weist das Kraftfahrzeug 1 neben einer Elektrotraktion einen Verbrennungsmotor C.2
auf. Der Verbrennungsmotor C.2 kann als Wärmequelle genutzt werden und ist entsprechend
der Verschaltung der Figur 2 anstelle des elektrischen Zuheizers vorgesehen. Als weitere
Unterschiede sind mit den Bezugszeichen D.2 und D.3 ein erstes 2/2-Wegeventil D.2
und ein zweites 2/2-Wegeventil D.3 der Ventilanordnung 400 bezeichnet.
[0058] Als weiterer Unterschied weist die Klimatisierung 7 gemäß der Darstellung der Figur
2 einen dritten Kühlmittelkreis 600 auf, der von einer dritten Wasserpumpe 300 angetrieben
ist beziehungsweise antreibbar ist. In dem dritten Kühlmittelkreis 600 ist ein von
dem Umgebungsluftstrom 9 durchströmter beziehungsweise durchströmbarer Kühler C.7
geschaltet und/oder schaltbar.
[0059] Der Kühler C.7 ist luftseitig bezüglich des Umgebungsluftstroms 9 dem Kondensator
A.7 nachgeschaltet.
[0060] Die in Figur 2 gezeigte Klimatisierung 7 kann in fünf verschiedenen Betriebsarten
betrieben werden, die im Folgenden näher erläutert werden.
[0061] In einer ersten Ausprägung einer ersten Betriebsart, die für ein Heizen des Innenraums
3 bei Temperaturen unter -10°C verwendet werden kann, sind der zweite Kühlmittelkreis
200, der Kältemittelkreis 300 und der dritte Kühlmittelkreis 600 abgeschaltet, also
die jeweiligen Antriebsquellen ohne Förderleistung.
[0062] Der erste Kühlmittelkreis 100 verläuft von der ersten Wasserpumpe C.3 über das erste
3/2-Wegeventil D.1, das vierte 3/2-Wegeventil D.8 und dem dritten das erste 2/2-Wegeventil
D.2, das fünfte 3/2-Wegeventil D.9, den Verbrennungsmotor C.2, das dritte 3/2-Wegeventil
D.7, den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.2 und schließlich über den
Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 zurück zur ersten Wasserpumpe C.3. Vorteilhaft kann
von dem Verbrennungsmotor C.2 erzeugte Wärme über den Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5
in den in den Innenraum 3 strömenden Luftstrom 500 zur Erwärmung des Innenraums 3
überführt werden.
[0063] In einer zweiten Ausprägung der ersten Betriebsart kann zusätzlich zu dem Innenraum
3 noch die Batterie C.1 beheizt werden.
[0064] Dazu verläuft der erste Kühlmittelkreis 100 ausgehend von der ersten Wasserpumpe
C.3 über das erste 3/2-Wegeventil D.1, die Batterie C.1, das zweite 2/2-Wegeventil
D.3, das erste 2/2-Wegeventil D.2, das fünfte 3/2-Wegeventil D.9, den Verbrennungsmotor
C.2, das vierte 3/2-Wegeventil D.8, das dritte 3/2-Wegeventil D.7, den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
A.2 und schließlich über den Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 zurück zur ersten Wasserpumpe
C.3. Vorteilhaft kann mit der noch nach dem Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 vorhandenen
Wärme die Batterie C.1 gewärmt werden.
[0065] In einer ersten Ausprägung einer zweiten Betriebsart kann der Innenraum 3 geheizt
und die Batterie C.1 gekühlt werden, bei Temperaturen unter -10°C.
[0066] Der erste Kühlmittelkreis 100 ist dabei analog der ersten Ausprägung der ersten Betriebsart
geschaltet. Der zweite Kühlmittelkreis 200 verläuft ausgehend von der zweiten Wasserpumpe
C.4 über das vierte 3/2-Wegeventil D.8, den zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
A.10, das zweite 3/2-Wegeventil D.4, die Batterie C.1, das vierte 2/2-Wegeventil D.6
und schließlich zurück zur zweiten Wasserpumpe C.4. Der Kältemittelkreis 300 verläuft
von dem Kompressor A.1 über das erste 2/2-Wegeventil B.1, den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
A.2, das erste elektrische Expansionsventil A.3, den Verdampfer A.4, den ersten Druck-Temperatursensor
A.5 und von dort parallel verzweigt in einem ersten Parallelzweig über das zweite
elektrische Expansionsventil A.6, den Kondensator A.7, den zweiten Druck-Temperatursensor
A.8, das fünfte 2/2-Wegeventil B.6 und in einem zweiten Parallelzweig über das dritte
elektrische Expansionsventil A.9, den zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
A.10, den dritten Druck-Temperatursensor A.11 und schließlich gemeinsam über den Sammler
A.12 zurück zu dem Kompressor A.1.
[0067] In einer zweiten Ausprägung der zweiten Betriebsart, die ebenfalls zum Beheizen des
Innenraums 3 bei Temperaturen unter -10°C geschaltet werden kann, verläuft der erste
Kühlmittelkreis 100 ausgehend von der ersten Wasserpumpe C.3 über das erste 3/2-Wegeventil
D.1, das dritte 2/2-Wegeventil D.5, den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
A.2 und den Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 zurück zur ersten Wasserpumpe C.3.
[0068] Der zweite Kühlmittelkreis 200 verläuft ausgehend von der zweiten Wasserpumpe C.4
über den zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.10, das zweite 3/2-Wegeventil
D.4, das fünfte 3/2-Wegeventil D.9, den Verbrennungsmotor C.2, das vierte 3/2-Wegeventil
D.8 und schließlich über das dritte 3/2-Wegeventil D.7 zurück zur zweiten Wasserpumpe
C.4.
[0069] Der Kältemittelkreis 300 ist analog der ersten Ausprägung der zweiten Betriebsart
geschaltet, mit geschlossenen 2/2-Wegeventilen B.3 und B.8 und über die Expansionsventile
A.6 und A.9 in Parallelzweigen.
[0070] Eine dritte Ausprägung der zweiten Betriebsart kann für ein Beheizen des Innenraums
3 und ein Heizen der Batterie C.1 für Temperaturen unter -10°C verwendet werden.
[0071] Der erste Kühlmittelkreis 100 verläuft ausgehend von der ersten Wasserpumpe C.3 über
das erste 3/2-Wegeventil D.1, die Batterie C.1, das zweite 2/2-Wegeventil D.3, das
dritte 2/2-Wegeventil D.5, den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.2, den
Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 zurück zur ersten Wasserpumpe C.3.
[0072] Der zweite Kühlmittelkreis 200 ist bei der dritten Ausprägung der zweiten Betriebsart
analog der zweiten Ausprägung der zweiten Betriebsart geschaltet. Der Kältemittelkreis
300 ist bei der dritten Ausprägung der zweiten Betriebsart analog der ersten und zweiten
Ausprägung der zweiten Betriebsart geschaltet. In den Betriebsarten 1 und 2 ist jeweils
der dritte Kühlmittelkreis 500 antriebslos, also die dritte Wasserpumpe C.6 abgeschaltet.
[0073] Eine erste Ausprägung einer dritten Betriebsart kann für ein Heizen des Innenraums
3 und ein Heizen der Batterie C.1 verwendet werden.
[0074] Der erste Kühlmittelkreis 100 verläuft dabei ausgehend von der ersten Wasserpumpe
C.3 über das erste 3/2-Wegeventil D.1, die Batterie C.1, das zweite 2/2-Wegeventil
D.3, das dritte 2/2-Wegeventil D.5, den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
A.2 und schließlich über den Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 zurück zur ersten Wasserpumpe
C.3. Der zweite Kühlmittelkreis 200 ist abgeschaltet. Ebenfalls ist der dritte Kühlmittelkreis
600 abgeschaltet.
[0075] Der Kältemittelkreis 300 verläuft ausgehend von dem Kompressor A.1 über das erste
2/2-Wegeventil B.1, den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.2, das erste
elektrische Expansionsventil A.3, den Verdampfer A.4, den ersten Druck-Temperatursensor
A.5, das zweite elektrische Expansionsventil A.6, den Kondensator A.7, den zweiten
Druck-Temperatursensor A.8, das fünfte 2/2-Wegeventil B.6 und schließlich über den
Sammler A.12 zurück zum Kompressor A.1.
[0076] Eine zweite Ausprägung der dritten Betriebsart kann zum Heizen des Innenraums 3 und
zum Kühlen der Batterie C.1 für Temperaturen ebenfalls bis -10°C verwendet werden.
Der erste Kühlmittelkreis 100 ist dabei geschaltet wie bei der zweiten Ausprägung
der zweiten Betriebsart.
[0077] Der zweite Kühlmittelkreis 200 ist dabei analog der ersten Ausprägung der zweiten
Betriebsart geschaltet.
[0078] Der Kältemittelkreis 300 ist dabei analog der ersten Ausprägung der zweiten Betriebsart
geschaltet.
[0079] Eine erste Ausprägung einer vierten Betriebsart kann zum Kühlen des Innenraums 3
mit einer Entfeuchtung des Luftstroms 500 in einem ReHeatbetrieb verwendet werden.
Der erste Kühlmittelkreis 100 ist dabei analog der zweiten Ausprägung der dritten
Betriebsart geschaltet.
[0080] Der zweite Kühlmittelkreis 200 und der dritte Kühlmittelkreis 600 sind abgeschaltet.
[0081] Der Kältemittelkreis 300 verläuft ausgehend von dem Kompressor A.1 über das erste
2/2-Wegeventil B.1, den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.2, das vierte
2/2-Wegeventil B.5, den zweiten Druck-Temperatursensor A.8, den Kondensator A.7, das
zweite elektrische Expansionsventil A.6, den ersten Druck-Temperatursensor A.5, den
Verdampfer A.4, das sechste 2/2-Wegeventil B.7 und schließlich über den Sammler A.12
zurück zum Kompressor A.1.
[0082] In einer zweiten Ausprägung der vierten Betriebsart können der Innenraum 3 und die
Batterie C.5 unter einer Luftentfeuchtung des Luftstroms 500 in einem ReHeatbetrieb
gekühlt werden.
[0083] Dabei ist der erste Kühlmittelkreis 100 analog der ersten Ausprägung der vierten
Betriebsart geschaltet.
[0084] Der zweite Kühlmittelkreis 200 ist analog der zweiten Ausprägung der dritten Betriebsart
geschaltet.
[0085] Der Kältemittelkreis 300 verläuft ausgehend von dem Kompressor A.1 über das erste
2/2-Wegeventil B.1, den ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.2, das vierte
2/2-Wegeventil B.5, den zweiten Druck-Temperatursensor A.8, den Kondensator A.7, das
zweite elektrische Expansionsventil A.6 und von dort weiter parallel verzweigt in
einem ersten Parallelzweig über den ersten Druck-Temperatursensor A.5, den Verdampfer
A.4, das sechste 2/2-Wegeventil B.7 und in einem zweiten Parallelzweig über das siebte
2/2 Wegeventil B.8, den zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.10, den dritten
Druck-Temperatursensor A.11 und von dort zusammengeführt über den Sammler A-12 wieder
zurück zum Kompressor A.1.
[0086] Der dritte Kühlmittelkreis 600 ist abgeschaltet.
[0087] Eine erste Ausprägung einer fünften Betriebsart kann zum Kühlen des Innenraums 3
und zum Kühlen der Batterie C.1 verwendet werden, wobei über einen ReHeatbetrieb eine
Entfeuchtung des Luftstroms 500 erfolgt. Der erste Kühlmittelkreis 100 ist dabei analog
der ersten Ausprägung der dritten Betriebsart geschaltet. Der zweite Kühlmittelkreis
200 und der dritte Kühlmittelkreis 600 sind abgeschaltet. Der Kältemittelkreis 300
verläuft ausgehend von dem Kompressor A.1 über das zweite 2/2 Wegeventil B.2, über
den zweiten Druck-Temperatursensor A.8, über den Kondensator A.7, über das zweite
elektrische Expansionsventil A.6, über den ersten Druck-Temperatursensor A.5, über
den Verdampfer A.4, über das sechste 2/2-Wegeventil B.7 und schließlich über den Sammler
A.12 zurück zum Kompressor A.1.
[0088] In einer zweiten Ausprägung der fünften Betriebsart, die für ein Kühlen der Batterie
C.1 und des Innenraums 3 verwendet werden kann, ist der erste Kühlmittelkreis 100
abgeschaltet.
[0089] Der zweite Kühlmittelkreis 200 ist analog der zweiten Ausprägung der vierten Betriebsart
geschaltet.
[0090] Der Kältemittelkreis verläuft ausgehend von dem Kompressor A.1 über das zweite 2/2-Wegeventil
B.2, den zweiten Druck-Temperatursensor A.8, den Kondensator A.7, das zweite elektrische
Expansionsventil A.6, von dort parallel verzweigt über einen ersten Parallelzweig
über den ersten Druck-Temperatursensor A.5, den Verdampfer A.4, das sechste 2/2-Wegeventil
B.7 und in einem zweiten Parallelzweig über das siebte 2/2-Wegeventil B.8, den zweiten
Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher A.10, den dritten Druck-Temperatursensor A.11
und wieder zusammengeführt über den Sammler A.12 zurück zum Kompressor A.1.
[0091] Der dritte Kühlmittelkreis 600 ist abgeschaltet.
[0092] In einer dritten Ausprägung der fünften Betriebsart kann zusätzlich ein Kühlen des
Verbrennungsmotors C.2 erfolgen. Dazu sind die Kühlmittelkreise 100, 200 sowie der
Kältemittelkreis 300 analog der zweiten Ausprägung der fünften Betriebsart geschaltet
mit dem Unterschied, dass der dritte Kühlmittelkreis 600 ausgehend von der dritten
Wasserpumpe C.6 über das fünfte 3/2-Wegeventil D.9, den Verbrennungsmotor C.2, das
vierte 3/2-Wegeventil D.8 und schließlich über den Kühler C.7 zurück zur dritten Wasserpumpe
C.6 verläuft.
[0093] Als Besonderheit ist jeweils in der zweiten Ausprägung und der dritten Ausprägung
der fünften Betriebsart die Klappe geschlossen. Der Luftstrom 500 wird also nicht
durch den Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 geführt.
[0094] Zum Antreiben des Luftstroms 500 kann das Klimagerät 5 ein nicht näher dargestelltes
Gebläse aufweisen.
[0095] Figur 3 zeigt eine Übersicht der vier verschiedenen Betriebsarten der in Figur 1
gezeigten Klimatisierung 7. In einer ersten Zeile 13 ist mittels Plus- und Minuszeichen
angedeutet, dass in der jeweiligen Betriebsart ein starkes Heizen ++, ein mittleres
Heizen +, ein optionales Heizen (+), ein optionales Kühlen (-), ein normales Kühlen
-, ein starkes Kühlen -- der Batterie C.1 stattfindet. Ebenso codiert ist in einer
Zeile 15 das Kühlen der Batterie C.1. In einer dritten Zeile 17 sind Temperaturen
in °C der Umgebung des Kraftfahrzeugs 1 eingezeichnet. Die erste Betriebsart ist mit
dem Bezugszeichen 19, die zweite Betriebsart mit dem Bezugszeichen 21, die dritte
Betriebsart mit dem Bezugszeichen 23 und die vierte Betriebsart mit dem Bezugszeichen
25 gekennzeichnet, wobei diese jeweils in Rechtecken über den Zeilen 13-17 eingezeichnet
sind.
[0096] Bei der ersten Betriebsart 19 kann ein Umluftbetrieb zwischen 0 und 100 % stattfinden.
Der Kältemittelkreis 300 kann in einem Wärmepumpenbetrieb unter Zuhilfenahme des Elektrozuheizers
C.2 oder anderer Abwärme-Energiequellen der Elektrotraktion z.B. der Batterie C.1
als Wärmequelle betrieben werden. Dabei kann der Innenraum 3 geheizt werden, optional
mit und ohne Kühlen und/oder Heizen der Batterie C.1.
[0097] In der zweiten Betriebsart 21 kann der Kältemittelkreis 300 in einem Wärmepumpenbetrieb
betrieben werden, wobei der Innenraum 3 beheizt werden kann. Dies kann mit und ohne
Heizen und/oder Kühlen der Batterie C.1 erfolgen.
[0098] In der dritten Betriebsart 23 kann der Kältemittelkreis 300 in einem Klimaanlagenbetrieb
betrieben werden, wahlweise mit und ohne Kühlung der Batterie C.1.
[0099] In der vierten Betriebsart 25 kann der Kältemittelkreis 300 in einem Klimaanlagenbetrieb
betrieben werden, wahlweise mit und ohne Kühlung der Batterie C.1.
[0100] Im Folgenden wird die Beheizung des Innenraums für den Temperaturbereich: ≈ - ...°C...≈
15 °C an Hand von Figur 1 näher beschrieben.
[0101] Der HV-Heizer C.2 gibt Wärme an den Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher A.10 ab
und leitet diese über die Wasserpumpe C.4 zurück zum HV-Heizer C.2 mit der Option
über die Batterie C.1. Das aufgeheizte Kältemittel wird saugseitig dem Kompressor
A.1 über dem Sammler A.10 bereitgestellt. Der Kompressor A.1 verdichtet das Kältemittel
und fördert es zum Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher A.2.
[0102] Im Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher A.2 wird das Kühlwasser aufgeheizt und mit
Hilfe der Wasserpumpe C.3 über den Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 an die den Innenraum
durchströmende Luft (500) abgegeben.
[0103] Nachdem das Kältemittel auf einem geringfügig niedrigeren Energieniveau aus dem Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher
A.2 austritt, wird es in das Expansionsventil A.3 gefördert und expandiert dort auf
einen niedrigeren Druck. Das expandierte Kältemittel wird über den AC-Verdampfer A.4
zum zweiten Expansionsventil A.6 und dritten Expansionsventil A.9 gefördert.
[0104] Am AC-Verdampfer A.4 wird die angesaugte Luft für den Fahrgastraum entfeuchtet und
über den Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 wieder aufgeheizt (ReHeat).
[0105] Im Expansionsventil A.6 wird das Kältemittel auf eine Temperatur expandiert, die
tiefer als die Umgebungstemperatur liegt, damit das Kältemittel Wärme aus der Umgebung
aufnehmen kann. Die Aufnahme der Wärme erfolgt über den AC-Kondensator A.7. Nachdem
das Kältemittel über den AC-Kondensator Wärme aufgenommen hat, wird das Kältemittel
über das Umschaltventil B.6 und den Sammler A.12 zur Saugseite des Kompressors A.1
geleitet.
[0106] Im Expansionsventil A.9 wird das Kältemittel auf eine Temperatur expandiert, die
tiefer sein muss als die der Eintrittstemperatur des aufgewärmten Kühlwassers z.B.
der Batterie C.1, welches über den Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher A.10 geführt
wird. Das aufgewärmte Kältemittel wird nach Austritt Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher
A.10 über den Sammler A.12 dem Kompressor A.1 wieder zugeführt.
[0107] Im Folgenden wird an Hand der Figur 2 der Betrieb mit ReHeat-Funktion erläutert,
wobei ein Temperaturbereich = 5°C...≈...°C vorgesehen ist.
[0108] Durch die ReHeat-Funktion wird die zuvor am AC-Verdampfer A.4 abgekühlte Luft durch
den Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 wieder aufgeheizt. Der Kompressor A.1 wird angesteuert
und fördert das komprimierte Kältemittel an den Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher
A.2. Dieser wird mit Kühlwasser durchflossen, dabei gibt dieser die Wärme vom Kältemittel
an das Kühlwasser ab. Die Wasserpumpe C.3 fördert das aufgeheizte Kühlwasser durch
den Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5. Der Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 gibt die Wärme
des Kühlwassers an die durchströmende Luft für den Innenraum ab. Das abgekühlte Kühlwasser
wird über das Umschaltventil D.2 und oder D1 Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher
A.2 bzw. der Batterie C.1 zur Verfügung gestellt. Der Volumenstrom des Kühlwassers
wird mittels elektrischer Ansteuerung der Wasserpumpe C.3 geregelt.
[0109] Das Kältemittel wird über das Umschaltventil B.5 zum AC-Kondensator A.7 geleitet,
da das elektrische Expansionsventil A.3 komplett geschlossen ist. Nachdem das Kältemittel
im AC-Kondensator A.7 verflüssigt wurde, wird dieses am Expansionsventil A.6 expandiert
und danach aufgeteilt.
[0110] Ein Teil des expandierten Kältemittels durchströmt den AC-Verdampfer A.4 und gibt
über diesen seine Kälte an die durchströmende Luft in den Innenraum ab.
[0111] Der zweite Teil des Kältemittels expandiert im elektrischen Expansionsventil A.9
und/oder durchströmt das Umschaltventil B.8 zum Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher
A.10 und gibt seine Kälte an das Kühlwasser der Batterie C.1 ab. Die Bewerkstelligung
der Batteriekühlung erfolgt über die Wasserpumpe C.4. Diese gibt den Volumenstrom
vor, welcher durch die Batterie C.1 gefördert werden kann.
[0112] Die beiden Kältemassenströme werden vor dem Sammler A.10 wieder zusammengeführt und
zur Saugseite des Kompressors A.1 geleitet.
[0113] Figur 4 zeigt ein Schaubild analog des Schaubilds 3, jedoch für die in Figur 2 gezeigte
Klimatisierung, wobei zusätzlich eine fünfte Betriebsart 27 eingezeichnet ist.
[0114] Bei der ersten Betriebsart 19 kann der Verbrennungsmotor C.2 als Wärmequelle angeschaltet
sein, womit ein Beheizen des Innenraums 3 erfolgt, wahlweise mit und ohne Beheizen
der Batterie C.1.
[0115] Bei der zweiten Betriebsart 21 ist ebenfalls der Verbrennungsmotor C.2 angeschaltet,
wobei ein Beheizen des Innenraums 3 erfolgt. Außerdem kann der Kältemittelkreis 300
in einem Wärmepumpenbetrieb betrieben werden, wobei ein Nachheizen über den Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher
A.2 des bereits erwärmten Kühlwassers 100 vom Verbrennungsmotor C.2 und wahlweise
eine Kühlung und/oder ein Beheizen der Batterie C.1 erfolgen kann.
[0116] In der dritten Betriebsart 23 kann der Kältemittelkreis 300 im Wärmepumpenbetrieb
betrieben werden, wobei wahlweise die Batterie C.1 geheizt oder gekühlt werden kann.
[0117] In der vierten Betriebsart 25 kann der Kältemittelkreis 300 im Klimaanlagenbetrieb
betrieben werden, wobei wahlweise die Batterie C.1 geheizt und gekühlt werden kann.
[0118] In der fünften Betriebsart 27 kann der Kältemittelkreis 300 im Klimaanlagenbetrieb
betrieben werden, wobei der Innenraum 3 gekühlt werden kann. Dabei kann wahlweise
ein Kühlen und/oder Heizen der Batterie C.1 erfolgen, wobei wahlweise der Verbrennungsmotor
C.2 angeschaltet ist oder nicht und gegebenenfalls ebenfalls gekühlt werden kann.
[0119] Im Folgenden wird unter Bezug auf Figur 2 eine Aufheizung des Fahrgastraumes über
den Verbrennungsmotor C.2 bewerkstelligt. Dies erfolgt ohne den Betrieb des Kompressors
A.1 in einem Temperaturbereich:≈ ...°C...≈ 15°C.
[0120] Der Verbrennungsmotor C.2 gibt Wärme an das Kühlwasser ab und leitet dieses an den
Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5, wo es an die den Innenraum durchströmende Luft 500
abgegeben wird.
[0121] Der Kühlwasser-Kreislauf 100 wird durch den Verbrennungsmotor C.2 erwärmt. Das erwärmte
Kühlwasser wird durch die Wasserpumpe C.3 im kleinen Kühlwasser-Kreislauf gefördert.
Es wird über das Umschaltventil D.8 und D.7 über den Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher
A.2, welcher nur einseitig durchströmt wird, und über den Luft-Wasser-Wärmetauscher
C.5 geleitet. Am Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 gibt das erwärmte Kühlwasser seine
Wärme an die durchströmende Luft 500 ab, welche durch das Gebläse in den Fahrgastraum
gedrückt wird. Das durch den Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 abgekühlte Kühlwasser wird
durch die Wasserpumpe C.3 über das Umschaltventil D.1, Absperrventil D.9 und Umschaltventil
D.2 wieder in den Verbrennungsmotor C.2 gefördert.
[0122] Im Folgenden wird unter Bezug auf Figur 2 für den Temperaturbereich: ≈-...°C...≈
15°C die Wärmepumpenschaltung mit der möglichen Beheizung der Batterie C.1 und des
Innenraums bei tiefen Außentemperaturen im Verbrennungsmotor-Modus beschrieben. Des
Weiteren kann der Verbrennungsmotor ausgeschaltet und rein elektrisch gefahren werden,
wobei die Batterie gekühlt bzw. geheizt werden kann.
[0123] Für den Fall tiefer Außentemperaturen muss die Batterie C.1 aufgeheizt werden, damit
diese schnell auf Betriebstemperatur gebracht und somit effektiv und vor allem langlebig
ihren Dienst verrichten kann. Des Weiteren wird über den Luft-Wasser-Wärmetauscher
C.5 Wärme durch die durchströmende Luft 500 aufgenommen und über das Gebläse in den
Fahrgastraum gedrückt. Dies kann über eine Temperaturklappe, welche sich vor dem Luft-Wasser-Wärmetauscher
C.5 befindet, geregelt bzw. auch über den Volumenstrom des Gebläses eingestellt werden.
[0124] Der Kompressor A.1 wird angesteuert und das komprimierte Kältemittel wird zum Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher
A.2 gefördert. Am Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher A.2 gibt das komprimierte und
damit heiße Kältemittel einen Teil seiner Wärme an den Kühlwasser-Kreislauf des Verbrennungsmotor
C.2 ab. Die Wärmeabgabe erfolgt wie unter Betriebsart 19 beschrieben. Zusätzlich kann
mit dieser Betriebsart die Batterie C.1 gekühlt bzw. beheizt werden.
[0125] Nachdem das Kältemittel auf einem geringfügig niedrigeren Energieniveau aus dem Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher
A.2 austritt, wird es in das Expansionsventil A.3 gefördert und expandiert dort auf
einen niedrigeren Druck. Das expandierte Kältemittel wird über den AC-Verdampfer A.4
zum zweiten Expansionsventil A.6 und dritten Expansionsventil A.9 gefördert.
[0126] Am AC-Verdampfer A.4 wird die angesaugte Luft für den Innenraum entfeuchtet und über
den Luft-Wasser-Wärmetauscher C.5 wieder aufgeheizt (ReHeat).
[0127] Im Expansionsventil A.6 wird das Kältemittel auf eine Temperatur expandiert, die
tiefer als die Umgebungstemperatur liegt, damit das Kältemittel Wärme aus der Umgebung
aufnehmen kann. Die Aufnahme der Wärme erfolgt über den AC-Kondensator A.7. Nachdem
das Kältemittel über den AC-Kondensator A.7 Wärme aufgenommen hat, wird das Kältemittel
über das Absperrventil B.6 und den Sammler A.12 zur Saugseite des Kompressors A.1
geleitet.
[0128] Im Expansionsventil A.9 wird das Kältemittel auf eine Temperatur expandiert, die
tiefer sein muss als die der Eintrittstemperatur des aufgewärmten Kühlwasser z.B.
der Batterie C.2, welches über den Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher A.10 geführt
wird. Das aufgewärmte Kältemittel wird nach Austritt am Kältemittel-Kühlwasser-Wärmetauscher
A.10 über den Sammler A.12 dem Kompressor A.1 wieder zugeführt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0129]
- 1
- Kraftfahrzeug
- 3
- Innenraum
- 5
- Klimagerät
- 7
- Klimatisierung
- 9
- Umgebungsluftstrom
- 11
- Klappe
- 13
- erste Zeile
- 15
- zweite Zeile
- 17
- dritte Zeile
- 19
- erste Betriebsart
- 21
- zweite Betriebsart
- 23
- dritte Betriebsart
- 25
- vierte Betriebsart
- 27
- fünfte Betriebsart
- A.1
- Kompressor
- A.2
- erster Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
- A.3
- erstes elektrisches Expansionsventil
- A.4
- Verdampfer
- A.5
- erster Druck-Temperatursensor
- A.6
- zweites elektrisches Expansionsventil
- A.7
- Kondensator
- A.8
- zweiter Druck-Temperatursensor
- A.9
- drittes elektrisches Expansionsventil
- A.10
- zweiter Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
- A.11
- dritter Druck-Temperatursensor
- A.12
- Sammler
- B.1
- erstes 2/2-Wegeventil
- B.2
- zweites 2/2-Wegeventil
- B.3
- drittes 2/2-Wegeventil
- B.4
- Rückschlagventil
- B.5
- viertes 2/2-Wegeventil
- B.6
- fünftes 2/2-Wegeventil
- B.7
- sechstes 2/2-Wegeventil
- B.8
- siebtes 2/2-Wegeventil
- C.1
- Batterie
- C.2
- Elektrozuheizer Verbrennungsmotor
- C.3
- erste Wasserpumpe
- C.4
- zweite Wasserpumpe
- C.5
- Luft-Wasser-Wärmetauscher
- C.6
- dritte Wasserpumpe
- C.7
- Kühler
- D.1
- erstes 3/2-Wegeventil / 2/2-Wegeventil
- D.2
- zweites 3/2-Wegeventil / 2/2-Wegeventil
- D.3
- drittes 3/2-Wegeventil
- D.4
- zweites 3/2-Wegeventil
- D.5
- drittes 2/2-Wegeventil
- D.6
- viertes 2/2-Wegeventil
- D.7
- drittes 3/2-Wegeventil
- D.8
- viertes 3/2-Wegeventil
- D.9
- fünftes 3/2-Wegeventil
- 100
- erster Kühlmittelkreis
- 200
- zweiter Kühlmittelkreis
- 300
- Kältemittelkreis
- 400
- Ventilanordnung
- 500
- Luftstrom
- 600
- dritter Kühlmittelkreis
- 700
- Hochdruckseite
- 800
- Niederdruckseite
1. Klimatisierung zum Temperieren von Komponenten und eines Innenraums eines Kraftfahrzeugs,
mit
- einer ersten Wasserpumpe (C.3) zum Antreiben eines ersten Kühlmittelkreises (100),
- einer zweiten Wasserpumpe (C.4) zum Antreiben eines zweiten Kühlmittelkreises (200),
- einem Kompressor (A.1) zum Antreiben eines eine Hochdruckseite und eine Niederdruckseite
aufweisenden Kältemittelkreises (300),
- einem wasserseitig in den ersten Kühlmittelkreis (100) geschalteten und dem Innenraum
luftseitig vorgeschalteten Luft-Wasser-Wärmetauscher (C.5),
- einem kältemittelseitig in den Kältemittelkreis (300) geschalteten und dem Luft-Wasser-Wärmetauscher
(C.5) wasserseitig vorgeschalteten ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher (A.2)
dadurch gekennzeichnet, dass die Klimatisierung einen wasserseitig in den zweiten Kühlmittelkreis (200) und kältemittelseitig
in die Niederdruckseite des Kältemittelkreises (300) geschalteten zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
(A.10) aufweist.
2. Klimatisierung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher (A.2) in die Hochdruckseite des Kältemittelkreises
(300) geschaltet ist.
3. Klimatisierung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimatisierung eine Ventilanordnung (400) aufweist, mittels der der erste Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
(A.2) kältemittelseitig aus dem Kältemittelkreis (300) heraus schaltbar ist.
4. Klimatisierung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Luft-Wasser-Wärmetauscher (C.5) luftseitig eine Luftklappe zum Steuern eines
über den Luft-Wasser-Wärmetauscher (C.5) in den Innenraum strömenden Luftstroms (500)
vorgeschaltet ist.
5. Klimatisierung nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Ventilanordnung (400) eine Wärmequelle des Kraftfahrzeugs in den ersten
Kühlmittelkreis (100) hineinschaltbar und damit dem ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
(A.2) vorschaltbar ist.
6. Klimatisierung nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Ventilanordnung (400) eine Wärmequelle des Kraftfahrzeugs in den zweiten
Kühlmittelkreis (200) hineinschaltbar und damit dem zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
(A.10) vorschaltbar ist.
7. Klimatisierung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmequelle des Kraftfahrzeugs zumindest ein Element der Gruppe: eine Elektrokomponente,
eine Elektrotraktionskomponente, eine Leistungselektronik, eine Batterie, ein Verbrennungsmotor
und/oder einen Elektrozuheizer aufweist.
8. Klimatisierung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimatisierung einen kältemittelseitig in eine Niederdruckseite des Kältemittelkreises
(300) geschalteten und dem Luft-Wasser-Wärmetauscher (C.5) luftseitig vorgeschalteten
Verdampfer (A.4) aufweist.
9. Klimatisierung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3-8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kältemittelkreis (300) einen von einem Umgebungsluftstrom durchströmten Kondensator
(A.7) aufweist, der mittels der Ventilanordnung (400) wahlweise in die Hochdruckseite
oder in die Niederdruckseite des Kältemittelkreises (300) schaltbar ist.
10. Klimatisierung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7-9, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimatisierung einen von einer dritten Wasserpumpe (C.6) angetriebenen dritten
Kühlmittelkreis (600) zum separaten Kühlen des Verbrennungsmotors (C.2) aufweist.
11. Verfahren zum Klimatisieren eines eine Elektrotraktion aufweisenden Kraftfahrzeugs
mittels einer Klimatisierung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit
- Transportieren eines Wärmestroms von dem ersten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
(A.2) in den Luft-Wasser-Wärmetauscher (C.5) in einem Heizbetrieb der Klimatisierung,
wobei der Wärmestrom, gesteuert durch die Ventilanordnung, von zumindest einer der
folgenden Komponenten des Kraftfahrzeugs stammt: einer Wärmequelle des Kraftfahrzeugs,
insbesondere der Elektrokomponente, der Elektrotraktionskomponente, der Leistungselektronik,
der Batterie, dem Verbrennungsmotor und/oder der Hochdruckseite des Kältemittelkreises,
und
- Transportieren eines Wärmestroms von dem zweiten Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher
(A.10) auf das saugseitige Druckniveau des Kältemittelkreislaufs (300) in einem Heizbetrieb
der Klimatisierung, wobei der Wärmestrom in Abhängigkeit von Einstellungen von Ventilen
des Kältemittelkreises und des ersten und zweiten Kühlmittelkreises von zumindest
einer der folgenden Komponenten des Kraftfahrzeugs stammt: einer Wärmequelle des Kraftfahrzeugs,
insbesondere der Elektrokomponente, der Elektrotraktionskomponente, der Leistungselektronik,
der Batterie, dem Verbrennungsmotor und/oder der Niederdruckseite des Kältemittelkreises
und
- Transportieren eines Wärmestroms von dem Kondensator (A.7) auf das saugseitige Druckniveau
des Kältemittelkreislaufs (300) in einem Heizbetrieb der Klimatisierung, wobei der
Wärmestrom, in Abhängigkeit von Einstellungen von Ventilen des Kältemittelkreises
und des ersten und zweiten Kühlmittelkreises und einem Umgebungsluftstrom (9), von
zumindest einer der folgenden Komponenten des Kraftfahrzeugs stammt: einer Wärmequelle
des Kraftfahrzeugs, insbesondere der Elektrokomponente, der Elektrotraktionskomponente,
der Leistungselektronik, der Batterie, dem Verbrennungsmotor und/oder der Niederdruckseite
des Kältemittelkreises und
- Transportieren eines Kältestroms in einem Komponentenkühlbetrieb von dem zweiten
Kältemittel-Kühlmittel-Wärmetauscher (A.10) auf zumindest eine der folgenden Komponenten
des Kraftfahrzeugs: eine Wärmequelle des Kraftfahrzeugs, insbesondere die Elektrokomponente,
die Elektrotraktionskomponente, die Leistungselektronik, die Batterie, den Verbrennungsmotor
und/oder den Elektrozuheizer.
12. Verfahren nach Anspruch 11, mit:
- Transportieren eines Kältestroms in einem Innenraumkühlbetrieb oder einem Innenraum-ReHeatbetrieb
von dem Verdampfer (A.4) in den Innenraum des Kraftfahrzeugs.
13. Kraftfahrzeug mit einer Klimatisierung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 -
10 zum Temperieren von Komponenten und eines Innenraums des Kraftfahrzeugs und/oder
ausgelegt, konstruiert, eingerichtet und/oder ausgerüstet mit einer Software zum Durchführen
eines Verfahrens nach den Ansprüchen 11 und 12.
1. Air conditioning system for controlling the temperature of components and of an interior
of a motor vehicle, with
- a first water pump (C.3) for driving a first coolant circuit (100),
- a second water pump (C.4) for driving a second coolant circuit (200),
- a compressor (A.1) for driving a refrigerant circuit (300) having a high-pressure
side and a low-pressure side,
- an air-water heat exchanger (C.5) which is connected on the water side into the
first coolant circuit (100) and is connected on the air side upstream of the interior,
- a first refrigerant-coolant heat exchanger (A.2) which is connected on the refrigerant
side into the refrigerant circuit (300) and is connected on the water side upstream
of the air/water heat exchanger (C.5),
characterized in that the air conditioning system has a second refrigerant-coolant heat exchanger (A.10)
which is connected on the water side into the second coolant circuit (200) and on
the refrigerant side into the low-pressure side of the refrigerant circuit (300).
2. Air conditioning system according to the preceding claim, characterized in that the first refrigerant-coolant heat exchanger (A.2) is connected into the high-pressure
side of the refrigerant circuit (300).
3. Air conditioning system according to either of the preceding claims, characterized in that the air conditioning system has a valve arrangement (400) by means of which the first
refrigerant-coolant heat exchanger (A.2) can be disconnected on the refrigerant side
from the refrigerant circuit (300).
4. Air conditioning system according to one of the preceding claims, characterized in that an air flap for controlling an airflow (500) flowing into the interior via the air-water
heat exchanger (C.5) is connected on the air side upstream of the air-water heat exchanger
(C.5).
5. Air conditioning system according to either of Claims 3 and 4, characterized in that a heat source of the motor vehicle can be connected into the first coolant circuit
(100) by means of the valve arrangement (400) and can therefore be connected upstream
of the first refrigerant-coolant heat exchanger (A.2).
6. Air conditioning system according to either of Claims 4 and 5, characterized in that a heat source of the motor vehicle can be connected into the second coolant circuit
(200) by means of the valve arrangement (400) and can therefore be connected upstream
of the second refrigerant-coolant heat exchanger (A.10).
7. Air conditioning system according to Claim 6, characterized in that the heat source of the motor vehicle has at least one component of the group: an
electrical component, an electrical traction component, power electronics, a battery,
an internal combustion engine and/or an auxiliary electric heater.
8. Air conditioning system according to Claim 7, characterized in that the air conditioning system has an evaporator (A.4) which is connected on the refrigerant
side into a low-pressure side of the refrigerant circuit (300) and is connected on
the air side upstream of the air-water heat exchanger (C.5).
9. Air conditioning system according to one of the preceding Claims 3-8, characterized in that the refrigerant circuit (300) has a condenser (A.7) through which an ambient airflow
passes and which is connectable by means of the valve arrangement (400) either into
the high-pressure side or into the low-pressure side of the refrigerant circuit (300).
10. Air conditioning system according to one of the preceding Claims 7-9, characterized in that the air conditioning system has a third coolant circuit (600), which is driven by
a third water pump (C.6), for the separate cooling of the internal combustion engine
(C.2).
11. Method for the air conditioning of a motor vehicle, which has electric traction, by
means of an air conditioning system according to one of the preceding claims, comprising
- transporting a heat flow from the first refrigerant-coolant heat exchanger (A.2)
into the air-water heat exchanger (C.5) in a heating mode of the air conditioning
system, wherein the heat flow, controlled by the valve arrangement, originates from
at least one of the following components of the motor vehicle: a heat source of the
motor vehicle, in particular the electrical component, the electrical traction component,
the power electronics, the battery, the internal combustion engine and/or the high-pressure
side of the refrigerant circuit, and
- transporting a heat flow from the second refrigerant-coolant heat exchanger (A.10)
to the suction-side pressure level of the refrigerant circuit (300) in a heating mode
of the air conditioning system, wherein, depending on settings of valves of the refrigerant
circuit and of the first and second coolant circuit, the heat flow originates from
at least one of the following components of the motor vehicle: a heat source of the
motor vehicle, in particular of the electrical component, the electrical traction
component, the power electronics, the battery, the internal combustion engine and/or
the low-pressure side of the refrigerant circuit, and
- transporting a heat flow from the condenser (A.7) onto the suction-side pressure
level of the refrigerant circuit (300) in a heating mode of the air conditioning system,
wherein, depending on settings of valves of the refrigerant circuit and of the first
and second coolant circuit and an ambient airflow (9), the heat flow originates from
at least one of the following components of the motor vehicle: a heat source of the
motor vehicle, in particular the electrical component, the electrical traction component,
the power electronics, the battery, the internal combustion engine and/or the low-pressure
side of the refrigerant circuit, and
- transporting a refrigerant flow in a component cooling mode from the second refrigerant-coolant
heat exchanger (A.10) onto at least one of the following components of the motor vehicle:
a heat source of the motor vehicle, in particular the electrical component, the electrical
traction component, the power electronics, the battery, the internal combustion engine
and/or the auxiliary electrical heater.
12. Method according to Claim 11, comprising:
- transporting a refrigerant flow in an interior cooling mode or an interior reheating
mode from the evaporator (A.4) into the interior of the motor vehicle.
13. Motor vehicle with an air conditioning system according to one of the preceding Claims
1-10 for controlling the temperature of components and of an interior of the motor
vehicle and/or designed, constructed, configured and/or equipped with software for
carrying out a method according to Claims 11 and 12.
1. Climatisation destinée à thermoréguler des composants et l'espace intérieur d'un véhicule
automobile, comportant
- une première pompe à eau (C.3) destinée à entraîner un premier circuit de fluide
réfrigérant (100),
- une deuxième pompe à eau (C.4) destinée à entraîner un deuxième circuit de fluide
réfrigérant (200),
- un compresseur (A.1) destiné à entraîner un circuit de fluide frigorigène (300)
comportant un côté haute pression et un côté basse pression,
- un échangeur de chaleur air-eau (C.5) monté côté eau dans le premier circuit de
fluide réfrigérant (100) et monté en amont de l'espace intérieur côté air,
- un premier échangeur de chaleur fluide frigorigène-réfrigérant (A.2) monté côté
fluide frigorigène dans le circuit de fluide frigorigène (300) et monté côté eau en
amont de l'échangeur de chaleur air-eau (C.5),
caractérisée en ce que la climatisation comporte un deuxième échangeur de chaleur fluide frigorigène-réfrigérant
(A.10) monté côté eau dans le deuxième circuit de fluide réfrigérant (200) et côté
fluide frigorigène dans le côté basse pression du circuit de fluide frigorigène (300).
2. Climatisation selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le premier échangeur de chaleur fluide frigorigène-réfrigérant (A.2) est monté dans
le côté haute pression du circuit de fluide frigorigène (300).
3. Climatisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la climatisation comporte un système de vannes (400) au moyen duquel le premier échangeur
de chaleur fluide frigorigène-réfrigérant (A.2) peut être déconnecté côté fluide frigorigène
du circuit de fluide frigorigène (300).
4. Climatisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un volet d'aération est monté en amont de l'échangeur de chaleur air-eau (C.5) côté
air pour commander un flux d'air (500) s'écoulant dans l'espace intérieur par l'intermédiaire
de l'échangeur de chaleur air-eau (C.5).
5. Climatisation selon l'une quelconque des revendications 3 à 4, caractérisée en ce qu'une source de chaleur du véhicule automobile peut être mise en circuit dans le premier
circuit de fluide réfrigérant (100) au moyen du système de vannes (400) et peut donc
ainsi être montée en amont du premier échangeur de chaleur fluide frigorigène-fluide
réfrigérant (A.2).
6. Climatisation selon l'une quelconque des revendications 4 à 5, caractérisée en ce qu'une source de chaleur du véhicule automobile peut être mise en circuit dans le deuxième
circuit de fluide réfrigérant (200) au moyen du système de vannes (400) et peut ainsi
être montée en amont du deuxième échangeur de chaleur fluide frigorigène-fluide réfrigérant
(A.10).
7. Climatisation selon la revendication 6, caractérisée en ce que la source de chaleur du véhicule automobile comporte au moins un élément du groupe
comprenant : un composant électrique, un composant de traction électrique, une électronique
de puissance, une batterie, un moteur à combustion interne et/ou un dispositif de
chauffage électrique.
8. Climatisation selon la revendication 7, caractérisée en ce que la climatisation comporte un évaporateur (A.4) monté côté fluide frigorigène dans
un côté basse pression du circuit de fluide frigorigène (300) et monté côté air en
amont de l'échangeur de chaleur air-eau (C.5).
9. Climatisation selon l'une quelconque des revendications 3 à 8 précédentes, caractérisée en ce que le circuit de fluide frigorigène (300) comporte un condenseur (A.7) traversé par
un flux d'air ambiant qui peut être mis en circuit de manière sélective au moyen du
système de vannes (400) dans le côté haute pression ou dans le côté basse pression
du circuit de fluide frigorigène (300).
10. Climatisation selon l'une quelconque des revendications 7 à 9 précédentes, caractérisée en ce que la climatisation comporte un troisième circuit de fluide réfrigérant (600) entraîné
par une troisième pompe à eau (C.6) pour refroidir séparément le moteur à combustion
interne (C.2).
11. Procédé de climatisation d'un véhicule automobile comportant un système de traction
électrique au moyen d'une climatisation selon l'une quelconque des revendications
précédentes, consistant à
- transporter un flux de chaleur depuis un premier échangeur de chaleur fluide frigorigène-fluide
réfrigérant (A.2) vers l'échangeur de chaleur air-eau (C.5) dans un mode de chauffage
de la climatisation, dans lequel le flux de chaleur provient, de manière commandée
par le système de vannes, d'au moins l'un des composants suivants du véhicule automobile
: d'une source de chaleur du véhicule automobile, notamment des composants électriques,
des composants de traction électrique, de l'électronique de puissance, de la batterie,
du moteur à combustion interne et/ou du côté haute pression du circuit de fluide frigorigène,
et
- transporter un flux de chaleur depuis le deuxième échangeur de chaleur fluide frigorigène-fluide
réfrigérant (A.10), au niveau de pression côté aspiration de l'étendue du circuit
de fluide frigorigène (300), dans un mode de chauffage de la climatisation, dans lequel
le flux de chaleur provient d'au moins l'un des composants suivants du véhicule automobile,
en fonction de réglages des premier et deuxième circuits de fluide réfrigérant : d'une
source de chaleur du véhicule automobile, notamment des composants électriques, des
composants de traction électrique, de l'électronique de puissance, de la batterie,
du moteur à combustion interne et/ou du côté basse pression du circuit de fluide frigorigène,
et
- transporter un flux de chaleur depuis le condenseur (A.7), au niveau de pression
du côté aspiration de l'étendue du circuit de fluide frigorigène (300), dans le mode
de chauffage de la climatisation, dans lequel le flux de chaleur provient d'au moins
l'un des composants suivants, en fonction de réglages de vannes du circuit de fluide
frigorigène et des premier et deuxième circuits de fluide réfrigérant et d'un flux
d'air ambiant (9) : d'une source de chaleur du véhicule automobile, notamment des
composants électriques, des composants de traction électrique, de l'électronique de
puissance, de la batterie, du moteur à combustion interne et/ou du côté basse pression
du circuit de fluide frigorigène, et
- transporter un flux frigorigène dans un mode de refroidissement des composants depuis
le deuxième échangeur de chaleur fluide frigorigène-fluide réfrigérant (A.10) vers
au moins l'un des composants suivants du véhicule automobile : une source de chaleur
du véhicule automobile, notamment les composants électriques, les composants de traction
électrique, l'électronique de puissance, la batterie, le moteur à combustion interne
et/ou le dispositif de chauffage électrique.
12. Procédé selon la revendication 11, consistant à
- transporter un flux de refroidissement dans un mode de refroidissement de l'espace
intérieur ou dans un mode de réchauffage de l'espace intérieur depuis l'évaporateur
(A.4) dans l'espace intérieur du véhicule automobile.
13. Véhicule automobile comportant une climatisation selon l'une quelconque des revendications
1 à 10 précédentes pour thermoréguler des composants et un espace intérieur du véhicule
automobile et/ou configuré, réalisé, conçu et/ou équipé d'un logiciel pour mettre
en oeuvre un procédé selon les revendications 11 et 12.