[0001] Die Erfindung geht aus von einem Gehäusesteckverbinder zur äußeren Kontaktierung
von einer in dem entsprechenden Gehäuse angeordneten Schaltungsanordnung. Der Gehäusesteckverbinder
weist eine Kontaktanordnung, die einen Kontaktträger und mindestens ein in dem Kontaktträger
gehaltenes Kontaktelement besitzt, ein gehäuseseitiges Steckverbinderteil mit mindestens
einem Durchbruch, durch den sich das Kontaktelement in den Außenbereich des Gehäuses
erstreckt und mindestens eine die Kontaktanordnung gegen das gehäuseseitige Steckverbinderteil
abdichtende Dichtung auf.
[0002] Die Erfindung geht weiterhin von einem Gehäuse zur Aufnahme einer Schaltungsanordnung,
insbesondere einer auf einem Leiterplattenträger angeordneten Schaltungsanordnung,
mit mindestens einem Gehäusesteckverbinder in einer Gehäusewandung des Gehäuses aus.
Stand der Technik
[0003] Solche Gehäuse mit Gehäusesteckverbindern werden unter Anderem auch bei elektronischen
Steuergeräten (SG) im Automotive-Bereich verwendet. Bei Steuergeräten, insbesondere
für die Anwendung im Motorraum eines Kraftfahrzeugs, gibt es häufig die Anforderung,
dass das Gerät ohne aufgesteckten Gegenstecker dicht sein muss. Wenn im Inneren des
Geräts mehrere Schaltungselemente wie zum Beispiel eine Leiterplatte, DBC (Direct
bonded copper) oder Sonder-Bauelemente angeordnet sind, von denen eines auf dem Gehäuseboden
fixiert ist (zum Beispiel die Leiterplatte zur Kühlung), ist oftmals die Aufgabe zu
lösen, einen nach oben abgehenden dichten Stecker mit einer auf dem Gehäuseboden fixierten
Leiterplatte zu verbinden. Der Stecker kann aber nicht als Teil des Gehäusedeckels
dargestellt werden, da die Kontaktelemente nach dem Fügen des Deckels auf das den
Kühlkörper aufweisende restliche Gehäuse nicht mehr verlötet werden können. Das Gerät
ist in diesem Moment bereits geschlossen. Ein blindes Einpressen erscheint ebenfalls
nicht sinnvoll, da bei entsprechender Anzahl von Steckerpins keine Sicherheit über
eine zuverlässige Verbindung von Kontaktelementen und Leiterbahnenträger besteht.
Aus dem Dokument
EP-A1-1 265 319 ist eine Anordnung aus zwei miteinander verbindbaren bzw. verbanderen Verbinder in
bekannt, wobei der Steckverbinder einen wann en förmigen Kontaktträger zur Aufnahme
eines eine Dichtung bildenden Fluids umfasst.
[0004] Der eingangs genannte Gehäusesteckverbinder ist zum Beispiel aus der Druckschrift
DE 10 2008 020 668 A1 bekannt. Das gehäuseseitige Steckverbinderteil ist dort als eine Hülse ausgebildet,
in die die Kontaktanordnung komplett eingeschoben wird. Die Dichtung ist als ein den
Kontaktträger umlaufender Dichtrand ausgebildet, der die Kontaktanordnung gegen das
gehäuseseitige Steckverbinderteil abdichtet. Die Druckschrift beschreibt weiterhin
auch ein entsprechendes Gehäuse. Bei dem Zusammenbau des Steckverbinders muss die
bereits unter Spannung stehende Dichtung relativ zum gehäuseseitigen Steckverbinderteil
bewegt werden, was den Zusammenbau erschwert.
Offenbarung der Erfindung
[0005] Beim erfindungsgemäßen Gehäusesteckverbinder ist vorgesehen, dass der Kontaktträger
als wannenförmiger Kontaktträger zur Aufnahme eines die Dichtung bildenden Fluids
mit einem umlaufenden Rand ausgebildet ist und dass das gehäuseseitige Steckverbinderteil
einen stempelartig ausgebildeten Teilbereich aufweist, in dem der Durchbruch ausgebildet
ist, wobei dieser Teilbereich im montierten Zustand des Gehäusesteckverbinders in
die Höhlung des wannenförmigen Trägers eingreift.
[0006] Die wannenförmige Ausbildung des Kontaktträgers ermöglicht die Verwendung eines die
Dichtung bildenden Fluids, das sich beim Eingreifen des stempelartig ausgebildeten
Teilbereichs des gehäuseseitigen Steckverbinderteils in die Höhlung des wannenförmigen
Kontaktträgers zur Ausbildung der Gestalt der Dichtung entsprechend verteilt. Es muss
also beim Zusammenbau des Steckverbinders keine vorgeformte Dichtung zu ihrer Positionierung
relativ zum gehäuseseitigen Steckverbinderteil und/oder zur Kontaktanordnung bewegt
werden.
[0007] Durch ein derartiges Gehäusesteckverbinder lässt sich somit sehr einfach ein dichter
Steckverbinder realisieren, der auch ohne aufgesteckten Gegenstecker dicht ist.
[0008] Insbesondere ist vorgesehen, dass das mindestens eine Kontaktelement im Kontaktträger
fluiddicht vergossen ist. Eine zusätzliche Abdichtung des Kontaktträgers gegen das/die
Kontaktelement(e) ist nicht nötig.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Dichtung
das gehäuseseitige Steckverbinderteil im Umfangsbereich seines stempelartig ausgebildeten
Teilbereichs gegen den umlaufenden Rand des Kontaktträgers abdichtet. Weiterhin dichtet
die Dichtung das gehäuseseitige Steckverbinderteil im Bereich des mindestens einen
Durchbruchs in seinem stempelartig ausgebildeten Teilbereich gegen den Kontaktträger
und/oder das mindestens eine Kontaktelement ab.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass der stempelartig
ausgebildete Teilbereich des gehäuseseitigen Steckverbinderteils als Steckverbinder-Grund
ausgebildet ist, der auf der Gehäuse-Außenseite in einen Steckverbinder-Kragen des
gehäuseseitigen Steckverbinderteils übergeht.
[0011] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
mehrere Kontaktelemente und eine der Anzahl der Kontaktelemente entsprechende Anzahl
an Durchbrüchen vorgesehen sind. Jeder Durchbruch ist einem Kontaktelement zugeordnet.
Jedes Kontaktelement durchgreift im montierten Zustand seinen zugeordneten Durchbruch.
Neben diesen zugeordneten Durchbrüchen kann auch ein zusätzlicher Durchbruch beziehungsweise
können auch mehrere zusätzliche Durchbrüche eingebracht sein, zum Beispiel zu Entlüftungszwecken.
[0012] Mit Vorteil ist vorgesehen, dass der Gehäusesteckverbinder mindestens ein Paar von
miteinander wechselwirkenden Ausrichtestrukturen zum Ausrichten der Kontaktanordnung
gegenüber dem gehäuseseitigen Steckverbinderteil aufweist, wobei die eine der Ausrichtestrukturen
am gehäuseseitigen Steckverbinderteil und die andere der Ausrichtestrukturen an der
Kontaktanordnung ausgebildet ist.
[0013] Bei dem erfindungsgemäßen Gehäuse zur Aufnahme einer Schaltungsanordnung ist vorgesehen,
dass der Gehäusesteckverbinder wie vorstehend genannt ausgebildet ist, wobei dessen
gehäuseseitiges Steckverbinderteil einstückig in der Gehäusewandung ausgebildet ist.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das Gehäuse
einen Gehäusedeckel aufweist, wobei die Gehäusewandung von diesem Deckel gebildet
ist.
[0015] Schließlich ist gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen,
dass eine dem Gehäusedeckel gegenüberliegende Gehäusewandung als Kühlkörper ausgebildet
ist, an den mindestens ein Bauelement der Schaltungsanordnung thermisch anbindbar
beziehungsweise angebunden ist. Dieses Bauelement kann unter Anderem auch ein Leiterbahnenträger
sein.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der zugehörigen Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Zusammenfügen eines einen Gehäusesteckverbinder aufweisenden Gehäusedeckels und
eines Gehäusebodens zu einem Gehäuse gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 2
- das durch das Zusammenfügen gemäß Fig. 1 entstehende Gehäuse mit montiertem Gehäusesteckverbinder,
- Fig. 3
- eine Detaildarstellung des montierten Gehäusesteckverbinders und dessen elektrischer
Verbindung zu einem Leiterbahnenträger im Gehäuse, und
- Fig. 4
- eine alternative Ausgestaltung des Gehäusesteckverbinders gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausführungsform der Erfindung.
[0017] Die Fig. 1 zeigt ein Gehäuse 10 zur Aufnahme einer auf mindestens einem Leiterbahnenträger
(einer Leiterplatte) 12, 14 angeordneten Schaltungsanordnung (nicht gezeigt). Das
Gehäuse 10 weist einen Gehäusedeckel 16 und ein als Gehäuseboden 18 ausgebildetes
restliches Gehäuse 20 auf. Der Gehäusedeckel 16 und das restliches Gehäuse 20 werden
durch Fügen (Pfeile 22) zusammengefügt, sodass das fertig montierte Gehäuse 10 entsteht.
Das restliche Gehäuse 20 weist einen Kühlkörper 24 mit hoher Wärmekapazität auf, beziehungsweise
bildet einen solchen Kühlkörper 24 aus. Im gezeigten Beispiel sind zwei Leiterbahnenträger
12, 14 übereinander im Gehäuse 10 angeordnet und mittels Leiterbahnenträger-Verbinder
26 elektrisch miteinander verbunden. Mechanisch sind beide Leiterbahnenträger 12,
14 an den Kühlkörper 24 angebunden. Der untere der Leiterbahnenträger 12 ist direkt
angebunden und der obere der Leiterplattenträger 14 ist über Abstandshalter 28 an
den Kühlkörper 24 angebunden. Durch seine direkte mechanische Anbindung ist der untere
der Leiterbahnenträger 12 auch thermisch gut an den Kühlkörper angebunden. An den
Außenbereich des Kühlkörpers 24 können weitere Kühleinrichtungen wie zum Beispiel
eine Kühlrippenanordnung und/oder Heatpipes (Wärmerohre), etc. angeschlossen werden.
In den Figuren ist jedoch keine weitere Kühleinrichtung gezeigt.
[0018] Im oberen der beiden Leiterbahnenträger 14 sind Anschlussabschnitte 30 von Kontaktelementen
32 eines Gehäusesteckverbinders 34 direkt verlötet oder eingepresst. Diese Anschlussabschnitte
30 sind als untere Endabschnitte der Kontaktelemente 32 selbst ausgebildet. Somit
ist der durch den Fügeprozess entstehende und in den Fig. 2 und 3 im montierten Zustand
gezeigte Gehäusesteckverbinder 34 über besagte Kontaktelemente 32 an den Leiterbahnen
des Leiterbahnenträgers 14 elektrisch angeschlossen. Sämtliche Kontaktelemente 32
sind in einer gemeinsamen Kontaktanordnung 36 angeordnet. Dazu sind die Kontaktelemente
32 von einem Kontaktträger 38 der Kontaktanordnung 36 gehalten, wobei der Kontaktträger
38 als Umspritzung der Kontaktelemente 32 ausgebildet ist. Bevorzugt sind die Kontaktelemente
32 im Kontaktträger 38 fluiddicht vergossen. Der Kontaktträger 38 ist zur Aufnahme
eines die Dichtung (das Dichtmaterial) 40 bildenden Fluids als wannenförmiger Kontaktträger
38 mit einem umlaufenden Rand 42 ausgebildet. Dieser wannenförmige Kontaktträger 38
ist bevorzugt mittels Spritzgussverfahren hergestellt.
[0019] Ein gehäuseseitiges Steckverbinderteil 46 des Gehäusesteckverbinders 34 ist einstückig
mit einer vom Deckel 14 gebildeten oberen Gehäusewandung 44 ausgebildet. Dieses gehäuseseitige
Steckverbinderteil 46 weist einen in das Innere des Gehäuses 10 gewandten und stempelartig
ausgebildeten Teilbereich 48 auf. Die Unterseite dieses Teilbereichs 48 bildet einen
Steckverbinder-Grund 50. Dieser wird nach außen hin durch einen hülsenförmigen Steckverbinder-Kragen
52 ergänzt. Im Steckverbinder-Grund 50 bzw. in der Unterseite des Teilbereichs 48
sind mehrere Durchbrüche 54 vorgesehen. Durch jeden dieser Durchbrüche 54 ragt eines
der Kontaktelemente 32 vom Inneren des Gehäuses 10 in einen vom Steckverbinder-Kragen
52 umgebenen Außenbereich 56 des Gehäusesteckverbinders 34 beziehungsweise des Gehäuses
10.
[0020] Die Anschlussabschnitte 30 sind wie der Rest der Kontaktelemente 32 relativ steif
ausgebildet, sodass sie die Kontaktanordnung 36 in einer solchen Montageposition halten
können, bei der mit dem Schließen des Gehäusedeckels 16 gleichzeitig auch der Gehäusesteckverbinder
34 montiert wird. Die Anschlussabschnitte 30 sind in dem Leiterbahnenträger 14 eingelötet
oder eingepresst und weisen optional eine in den Figuren gezeigte Zugentlastung auf.
[0021] Der wannenförmige Kontaktträger 38 ist so ausgerichtet, dass seine durch den Rand
42 gebildete Höhlung 58 nach oben gerichtet ist. In die Höhlung 58 ist ein Fluid 60
eingefüllt, das später die Dichtung 40 zum Abdichten der Kontaktanordnung 36 gegen
das gehäuseseitige Steckverbinderteil 46 bildet.
[0022] Fig. 2 zeigt das fertigmontierte Gehäuse 10 mit Deckel 16, Kühlkörper 24 und Gehäusesteckverbinder
34. Das Gehäuse 10 ist insbesondere ein Gehäuse eines elektronischen Steuergerätes.
Derartige Steuergeräte sind bei Fahrzeugen, insbesondere Kraftfahrzeugen, als Motor-Steuergerät,
als Getriebe-Steuergerät, etc. bekannt.
[0023] Die Dichtung 40 dichtet das gehäuseseitige Steckverbinderteil 46 im Umfangsbereich
seines stempelartig ausgebildeten Teilbereichs 48 gegen den umlaufenden Rand 42 des
Kontaktträgers 38 ab. Zusätzlich dichtet die Dichtung 40 das gehäuseseitige Steckverbinderteil
46 im Bereich der Durchbrüche 54 in seinem stempelartig ausgebildeten Teilbereich
48 gegen den Kontaktträger 38 und die Kontaktelemente 32 ab.
[0024] Fig. 3 zeigt eine Detaildarstellung des montierten Gehäusesteckverbinders 34 und
dessen elektrischer Verbindung zu einem Leiterbahnenträger 12, 14 im Gehäuse 10.
[0025] Fig. 4 zeigt eine alternative Ausgestaltung des Gehäusesteckverbinders 34 gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung. Die Kontaktanordnung 36 stützt
sich bei der Montage beziehungsweise beim Fügen nicht über starre Anschlussabschnitte
30 oder Zuleitungen, sondern über ein Gestell 62 an dem Leiterbahnenträger 12, 14
ab. Die elektrische Verbindung von Kontaktanordnung 36 und Leiterbahnenträger 12,
14 ist dabei von der eine gewisse Steifigkeit für die Montage vorgebenden mechanischen
Verbindung von Kontaktanordnung 36 und Leiterbahnenträger 12, 14 getrennt.
[0026] Es ergeben sich die folgende Schritte zur Herstellung und Montage des Gehäusesteckverbinders
34: Die Kontaktelemente 32 werden mittels eines Spritzgussverfahrens mit Kunststoff
umspritzt, wobei der Kontaktträger 38 entsteht. Dieser als "Umspritzung" ausgebildete
Kontaktträger 38 ist in Richtung des gehäuseseitigen Steckverbinderteils 46 wannenförmig
ausgebildet und damit in der Lage, (auch dünnflüssige) Fluide wie Klebstoffe und Dichtmassen
aufzunehmen. Diese bilden -gegebenenfalls nach deren Aushärten- die Dichtung 40 des
Gehäusesteckverbinders 34.
[0027] Der Gehäusesteckverbinder 34 weist bevorzugt mindestens ein Paar von miteinander
wechselwirkenden Ausrichtestrukturen zum Ausrichten der Kontaktanordnung 36 gegenüber
dem gehäuseseitigen Steckverbinderteil 46 auf (nicht gezeigt), wobei die eine der
Ausrichtestrukturen am gehäuseseitigen Steckverbinderteil 46 und die andere der Ausrichtestrukturen
an der Kontaktanordnung 36, insbesondere am Kontaktträger 38 ausgebildet sind. Diese
Ausrichtestrukturen sind zum Beispiel kegelförmige Strukturen, Auflaufschrägen, etc.
[0028] Durch das Umspritzen der Kontaktelemente 32 wird eine geringe Toleranzabweichung
der Lagen der Kontaktelemente 32 zueinander erreicht. Durch die Ausrichteelemente
an der Kontaktanordnung 36 und dem gehäuseseitigen Steckverbinderteil 46 beziehungsweise
dem Gehäusedeckel 16 wird eine geringe Toleranz der freien Enden (Spitzen) der Kontaktelemente
relativ zum Steckverbinder-Kragen 52 erreicht.
[0029] Die umspritzten Kontaktelemente 32 werden über ihre Anschlussabschnitte 30 direkt
oder mittels zwischengeschalteter (steifer) Zuleitungen auf dem Leiterbahnenträger
12, 14 verlötet oder in diesen eingepresst. Anschließend wird der Leiterbahnenträger
12, 14 in/auf den Kühlkörper 24 montiert. Danach wird der wannenförmige Kontaktträger
38 der Kontaktelemente 32 mit einem Fluid 60 wie Klebstoff oder Dichtmasse gefüllt.
Schließlich wird der Gehäusedeckel 16 auf das restliche Gehäuse 20 (hier also den
Kühlkörper 24) gefügt. Dabei finden die freien Enden der Kontaktelemente 32 durch
die Durchbrüche 54 im Steckverbinder-Grund 50 hindurch in den Steckverbinder-Kragen
52 hinein. Bei dünnflüssigen Fluiden ist es auch vorstellbar, zuerst den Gehäusedeckel
16 zu fügen und dann erst das Fluid 60 einzufüllen.
[0030] Im Falle des Einpressens der Kontaktelemente 32 beziehungsweise Zuleitungen in den
Leiterbahnenträger 12, 14 kann auch zuerst der Leiterbahnträger 14, 14 in/auf den
Kühlköper 24 montiert und anschließend die mittels Kontaktträger 38 gehaltenen Kontaktelemente
32 in den Leiterbahnenträgern 12, 14 eingepresst werden.
[0031] Kurz vor der Endposition beim Fügen des Gehäusedeckels 16 taucht die Unterseite des
Steckverbinder-Grundes 50 in die mit Fluid 60 (wie Klebstoff, bzw. Dichtmasse) gefüllte
Wannenstruktur des Kontaktträgers (Kontaktelemente-Umspritzung) 38 ein. Dabei richtet
sich der Kontaktträger 38 an dem Gehäusedeckel 16 beziehungsweise an dem gehäuseseitigen
Steckverbinderteil 46 aus. Der Klebstoff, bzw. die Dichtmasse dichtet die Durchbrüche
54 im Steckverbinder-Grund 50 gegen die Kontaktelemente 32 ab, ohne dass die freien
Enden der Kontaktelemente 32 oben verschmiert worden wären. Durch die große Fläche
zwischen wannenförmigem Kontaktträger 38 und Steckverbinder-Grund 50 ist die Dichtverbindung/Klebeverbindung
zusätzlich in der Lage, Steckkräfte aufzunehmen und von der Verbindungsstelle Kontaktelement
32 zu Leiterbahnenträger 12,14 fernzuhalten. Der Klebstoff, bzw. die Dichtmasse wird
nach dem Fügen bei Raumtemperatur oder im Ofen vernetzt. Selbstverständlich sind auch
andere Arten der Vernetzung denkbar.
[0032] Der in den Figuren 1 bis 4 gezeigte Gehäusesteckverbinder 34 hat folgende Eigenschaften
beziehungsweise Vorzüge:
- Der Gehäusesteckverbinder 34 ist ein dichter Steckverbinder, der die Dichtigkeit des
Gehäuses 10 auch ohne aufgesteckten Gegenstecker ermöglicht,
- Der Gehäusesteckverbinder 34 nimmt die Steckkräfte beim Aufstecken oder Abziehen des
Gegensteckers auf und hält diese Kräfte insbesondere von der Verbindungsstelle zwischen
Kontaktelementen (Pins) 32 und Leiterbahnenträger 12, 14 fern und
- Der Gehäusesteckverbinder 34 zeichnet sich durch eine akzeptable Lagetoleranz der
Kontaktelemente 32 aus.
1. Gehäuse (10) zur Aufnahme einer auf einem Leiterbahnenträger (12, 14) angeordneten
Schaltungsanordnung, mit mindestens einem Gehäusesteckverbinder (34) zur äußeren Kontaktierung
der Schaltungsanordnung, wobei der mindestens eine Gehäusesteckverbinder (34) in einer
Gehäusewandung (44) des Gehäuses (10) angeordnet ist und folgendes umfasst:
- eine Kontaktanordnung (36), die einen Kontaktträger (38) und mindestens ein in dem
Kontaktträger (38) gehaltenes Kontaktelement (32) aufweist, das einen steif ausgebildeten
Anschlussabschnitt (30) aufweist, der in dem Leiterbahnenträger (12, 14) eingelötet
oder eingepresst ist,
- ein einstückig in der Gehäusewandung (44) ausgebildetes gehäuseseitiges Steckverbinderteil
(46) mit mindestens einem Durchbruch (54), durch den sich das Kontaktelement (32)
in den Außenbereich (56) des Gehäuses (10) erstreckt und
- mindestens eine die Kontaktanordnung (36) gegen das gehäuseseitige Steckverbinderteil
(46) abdichtenden Dichtung (40),
dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktträger (38) zur Aufnahme eines die Dichtung (40) bildenden Fluids (60)
als wannenförmiger Kontaktträger (38) mit einem umlaufenden Rand (42) ausgebildet
ist und dass das gehäuseseitige Steckverbinderteil (46) einen stempelartig ausgebildeten
Teilbereich (48) aufweist, in dem der Durchbruch (54) ausgebildet ist, wobei dieser
Teilbereich (48) im montierten Zustand des Gehäusesteckverbinders (34) in die Höhlung
(58) des wannenförmigen Trägers (38) eingreift.
2. Gehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Kontaktelement (32) im Kontaktträger (38) fluiddicht vergossen
ist.
3. Gehäuse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (40) das gehäuseseitige Steckverbinderteil (46) im Umfangsbereich seines
stempelartig ausgebildeten Teilbereichs (48) gegen den umlaufenden Rand (42) des Kontaktträgers
(38) abdichtet.
4. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (40) das gehäuseseitige Steckverbinderteil (46) im Bereich des mindestens
einen Durchbruchs (54) in seinem stempelartig ausgebildeten Teilbereich (48) gegen
den Kontaktträger (38) und/oder das mindestens eine Kontaktelement (32) abdichtet.
5. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der stempelartig ausgebildete Teilbereich (48) des gehäuseseitigen Steckverbinderteils
(46) als Steckverbinder-Grund (50) ausgebildet ist, der auf der Gehäuse-Außenseite
in einen Steckverbinder-Kragen (52) des gehäuseseitigen Steckverbinderteils (46) übergeht.
6. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Kontaktelemente (32) und eine der Anzahl der Kontaktelemente (32) entsprechende
Anzahl an Durchbrüchen (54) vorgesehen sind.
7. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusesteckverbinder (34) mindestens ein Paar von miteinander wechselwirkenden
Ausrichtestrukturen zum Ausrichten der Kontaktanordnung (36) gegenüber dem gehäuseseitigen
Steckverbinderteil (46) aufweist, wobei die eine der Ausrichtestrukturen am gehäuseseitigen
Steckverbinderteil (46) und die andere der Ausrichtestrukturen an der Kontaktanordnung
(36) ausgebildet ist.
8. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Gehäusedeckel (16), wobei die Gehäusewandung (44) von diesem Gehäusedeckel
(16) gebildet ist.
9. Gehäuse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Gehäusedeckel (16) gegenüberliegende Gehäusewandung als Kühlkörper (24)
ausgebildet ist, an den mindestens ein Bauelement der Schaltungsanordnung thermisch
anbindbar ist.
10. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Anschlussabschnitt (30) eine Zugentlastung aufweist.
1. Housing (10) for accommodating a circuit arrangement which is arranged on a conductor
track carrier (12, 14), having at least one housing plug connector (34) for making
external contact with the circuit arrangement, wherein the at least one housing plug
connector (34) is arranged in a housing wall (44) of the housing (10) and comprises
the following:
- a contact arrangement (36) which has a contact carrier (38) and at least one contact
element (32) which is held in the contact carrier (38) and which has a rigid connection
section (30) which is soldered into or pressed into the conductor track carrier (12,
14),
- a housing-side plug connector part (46) which is integrally formed in the housing
wall (44) and has at least one aperture (54) through which the contact element (32)
extends into the outer region (56) of the housing (10), and
- at least one seal (40) which seals off the contact arrangement (36) from the housing-side
plug connector part (46),
characterized in that the contact carrier (38), in order to accommodate a fluid (60) which forms the seal
(40), is in the form of a trough-like contact carrier (38) with a circumferential
edge (42), and
in that the housing-side plug connector part (46) has a punch-like subregion (48) in which
the aperture (54) is formed, wherein this subregion (48) engages into the hollow portion
(58) of the trough-like carrier (38) in the mounted state of the housing plug connector
(34).
2. Housing according to Claim 1, characterized in that the at least one contact element (32) is potted in a fluid-tight manner in the contact
carrier (38).
3. Housing according to Claim 1 or 2, characterized in that the seal (40) seals off the housing-side plug connector part (46) from the circumferential
edge (42) of the contact carrier (38) in the circumferential region of the punch-like
subregion (48) of the said housing-side plug connector part.
4. Housing according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the seal (40) seals off the housing-side plug connector part (46) from the contact
carrier (38) and/or the at least one contact element (32) in the region of the at
least one aperture (54) in the punch-like subregion (48) of the said housing-side
plug connector part.
5. Housing according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the punch-like subregion (48) of the housing-side plug connector part (46) is in
the form of a plug connector base (50) which, on the outer side of the housing, merges
with a plug connector collar (52) of the housing-side plug connector part (46).
6. Housing according to one of the preceding claims, characterized in that a plurality of contact elements (32) and a number of apertures (54) which corresponds
to the number of contact elements (32) are provided.
7. Housing according to one of the preceding claims, characterized in that the housing plug connector (34) has at least one pair of orientation structures,
which interact with one another, in order to orient the contact arrangement (36) in
relation to the housing-side plug connector part (46), wherein one of the orientation
structures is formed on the housing-side plug connector part (46) and the other of
the orientation structures is formed on the contact arrangement (36).
8. Housing according to one of the preceding claims, characterized by a housing cover (16), wherein the housing wall (44) is formed by this housing cover
(16).
9. Housing according to Claim 8, characterized in that a housing wall which is situated opposite the housing cover (16) is in the form of
a heat sink (24) to which at least one component of the circuit arrangement can be
thermally connected.
10. Housing according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one connection section (30) has a strain-relief means.
1. Boîtier (10) de réception d'un agencement de circuit disposé sur un support de pistes
conductrices (12, 14), avec au moins un connecteur d'enfichage au boîtier (34) pour
la mise en contact extérieure de l'agencement de circuit, l'au moins un connecteur
d'enfichage au boîtier (34) étant disposé dans une paroi de boîtier (44) du boîtier
(10) et comprenant les éléments suivants :
- un agencement de contact (36) comportant un support de contact (38) et au moins
un élément de contact (32) maintenu dans le support de contact (38) et comportant
une section de raccordement (30) réalisée de façon rigide brasée ou comprimée dans
le support de pistes conductrices (12, 14) ;
- une partie de connecteur enfichable (46) située côté boîtier et réalisée d'un seul
tenant dans la paroi de boîtier (44) avec au moins un passage traversant (54) à travers
lequel l'élément de contact (32) s'étend dans la zone extérieure (56) du boîtier (10)
; et
- au moins une étanchéité (40) étanchéifiant l'agencement de contact (36) par rapport
à la partie de connecteur enfichable (46) située du côté boîtier ;
caractérisé en ce que le support de contact (38) est réalisé sous la forme d'un support de contact (38)
en forme de bac avec un bord (42) périphérique pour recevoir un fluide (60) formant
l'étanchéité (40) et que la partie de connecteur enfichable (46) située du côté boîtier
comporte une zone partielle (48) de type tampon réalisée dans le passage traversant
(54), cette zone partielle (48) s'engrenant, à l'état monté du connecteur d'enfichage,
au boîtier (34) dans l'évidement (58) du support (38) en forme de bac.
2. Boîtier selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins un élément de contact (32) est coulé de façon étanche aux fluides dans
le support de contact (38).
3. Boîtier selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'étanchéité (40) étanchéifie la partie de connecteur enfichable (46) située du côté
boîtier dans la zone périphérique de sa zone partielle (48) de type tampon par rapport
au bord (42) périphérique du support de contact (38).
4. Boîtier selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'étanchéité (40) étanchéifie la partie de connecteur enfichable (46) située du côté
boîtier dans la zone de l'au moins un passage traversant (54), dans sa zone partielle
(48) de type tampon, par rapport au support de contact (38) et/ou à l'au moins un
élément de contact (32).
5. Boîtier selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la zone partielle (48) de type tampon de la partie de connecteur enfichable (46)
située côté boîtier prend la forme d'une base de connecteur enfichable (50) se transformant
sur le côté extérieur de boîtier en un col de connecteur enfichable (52) de la partie
de connecteur enfichable (46) située du côté boîtier.
6. Boîtier selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que plusieurs éléments de contact (32) et un nombre correspondant au nombre d'éléments
de contact (32) sont prévus au niveau des passages traversants (54).
7. Boîtier selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le connecteur d'enfichage au boîtier (34) comporte au moins une paire de structures
d'alignement alternant entre elles dans leur action pour aligner l'agencement de contact
(36) par rapport à la partie de connecteur enfichable (46) située du côté boîtier,
la première structure d'alignement étant réalisée au niveau de la partie de connecteur
enfichable (46) située du côté boîtier et l'autre structure d'alignement étant réalisée
au niveau de l'agencement de contact (36).
8. Boîtier selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par la présence d'un couvercle de boîtier (16), la paroi de boîtier (44) étant formée
de ce couvercle de boîtier (16).
9. Boîtier selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'une paroi de boîtier opposée au couvercle de boîtier (16) prend la forme d'un corps
de refroidissement (24) au niveau duquel au moins un composant de l'agencement de
circuit peut être joint thermiquement.
10. Boîtier selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins une section de raccordement (30) présente une décharge par traction.