[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Dosieren von Zusatzstoffen in Rauchartikel
und ein Verfahren zur Bedienung der Vorrichtung.
[0002] Aus dem Stand der Technik bekannte Vorrichtungen zur Herstellung von aromatisierten
Rauchartikeln oder Filtern mit einer Zigaretten- oder Filtermaschine weisen in einem
Gehäuse angeordnet einen Vorratsbehälter für Zusatzstoffe auf, dessen Inhalt mittels
eines Dosiersystems zu einer in der Zigaretten- oder Filtermaschine angeordneten Injektionsvorrichtung
gefördert werden kann, mittels der eine Applikation des Zusatzstoffes auf an der Injektionsvorrichtung
vorbeigeführten Tabak oder Filtern ermöglicht wird. Eine derartige Vorrichtung zum
Dosieren von Zusatzstoffen in Rauchartikel die zum Auftragen von Aromastoff erforderlichen
Bauteile wie einen Vorratsbehälter für den Aromastoff, eine Pumpe, zugehörige Leitungen
und eine Steuerung aufweisend ist beispielsweise in der
DE 295 04 284 beschrieben.
[0003] Im Folgenden wird die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren
für die Verwendung von Geschmacksstoffen beschrieben, die im Weiteren auch als Flavour
bezeichnet werden. Dabei erzeugt der sogenannte Flavour einen sensorischen Gesamteindruck
d.h. die Summe aus Geschmack und Aroma. Der Flavour liegt üblicherweise in flüssiger
Form vor und wird vorzugsweise unter Beimischung von Luft auf den Tabak aufgebracht.
Daneben kann der Flavour auch als Feststoff vorliegen. Es ist denkbar, dass neben
Geschmacksstoffen bzw. Aromastoffen auch andere Zusatzstoffe wie beispielsweise Modifiziermittel,
Neutralisierer oder Befeuchter verwendet werden können. Eine Verwendung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung und des erfindungsgemäße Verfahrens für andere Zusatzstoffe ist daher
ebenso möglich und liegt im Rahmen der vorliegenden Erfindung.
[0004] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Dosieren von Zusatzstoffen in Rauchartikel findet
vorzugsweise bei der Versorgung einer Zigarettenmaschine oder einer Filtermaschine
mit Zusatzstoff Anwendung. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann aber beispielsweise
auch in Verbindung mit anderen Maschinen, welche in der Tabakindustrie zur Herstellung
von Rauchartikeln eingesetzt werden Verwendung finden, insbesondere auch mit Maschinen
zur Verarbeitung von als sog. Rekon bezeichneten Tabaksorten. Im Weiteren wird verallgemeinernd
von Zigaretten- der Filtermaschinen gesprochen.
[0005] Zu Manipulations- und Wartungszwecken ist es notwendig, alle Komponenten der Vorrichtung
und insbesondere die Vorratsbehälter im Gehäuse der Vorrichtung gut erreichbar zugänglich
zu machen. Bei den bekannten Vorrichtungen ist es aufgrund der Anordnung der Komponenten
im Gehäuse teilweise umständlich für den Bediener an alle Komponenten in der Vorrichtung
zu gelangen. Üblicherweise weist das Gehäuse der bekannten Vorrichtung eine verschließbare
Zugriffsöffnung auf, durch welche das Innere des Gehäuses und somit auch die darin
befindlichen Komponenten zugänglich sind. Soll nun beispielsweise der Vorratsbehälter
aus dem Gehäuse entnommen werden, muss dieser zunächst von der Leitung getrennt, darin
befindliche Mess- und Manipulationsmittel entfernt und dieser anschließend durch die
in der Regel recht klein gehaltene Zugriffsöffnung bewegt werden. Da der Vorratsbehälter
üblicherweise im unteren Teil der Vorrichtung angeordnet ist, erfordert bereits das
Trennen des Vorratsbehälters von der Leitung, aber auch das Entfernen von in dem Behälter
angeordneten Mess- und Manipulationsmitteln Geschick und Sorgfalt des Bedieners, um
zunächst an den Vorratsbehälter zu gelangen und bei der Manipulation desselben Beschädigungen
der einzelnen Komponenten zu vermeiden. Zudem ist beim Ausführen des Vorratsbehälters
darauf zu achten, dass darin gegebenenfalls noch befindlicher Flavour verschüttet
wird und damit verloren geht. All dies erschwert die Manipulation des Vorratsbehälters
und hat einen erhöhten Aufwand einhergehend mit einem erhöhten Zeitaufwand zur Folge.
Zudem ist es aufgrund der beschränkten Zugänglichkeit und des geringen im Inneren
des Gehäuses der Vorrichtung zur Verfügung stehenden Bauraums nicht möglich, weitere
Komponenten im Gehäuse anzuordnen.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die die relevanten und im Inneren der Vorrichtung befindlichen Bauteile
bzw. Komponenten und darin verwendete Medien einfach und auf sichere Art und Weise
zugänglich macht. Dabei soll insbesondere die Zugänglichkeit und Manipulation des
Vorratsbehälters vereinfacht bzw. die Zugriffsmöglichkeit auf diesen beschleunigt
werden. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die eine gewisse Flexibilität in der Anzahl und Anordnung der Komponenten
im Inneren des Gehäuses schafft.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung zum Dosieren von Zusatzstoffen
in Rauchartikel nach Anspruch 1 und ein Verfahren zum Betrieb derselben nach Anspruch
15 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung und dem
erfindungsgemäßen Verfahren ergeben sich aus den sich anschließenden Unteransprüchen.
[0008] Dabei weist die erfindungsgemäße Vorrichtung ein Gehäuse, wenigstens einen Behälter
für die zu dosierenden Zusatzstoffe und eine dem wenigstens einen Behälter zugeordnete
Behälterabdeckung auf. Ferner weist die Vorrichtung ein Dosiersystem mit einer Pumpe
auf, wobei ein Zulauf der Pumpe mit dem wenigstens einen Behälter verbindbar ist und
der Ablauf der Pumpe mit einer Injektionsvorrichtung zur Versorgung einer Zigaretten-
oder Filtermaschine mit Zusatzstoff verbindbar ist. Erfindungsgemäß weist das Gehäuse
der Vorrichtung wenigstens eine erste Haltevorrichtung zur Aufnahme des wenigstens
einen Behälters auf. Zusätzlich oder alternativ kann eine zweite Haltevorrichtung
zur Halterung der Behälterabdeckung vorgesehen sein, wobei die erste Haltevorrichtung
und/oder zweite Haltevorrichtung relativ zum Gehäuse beweglich und insbesondere verschieblich
angeordnet ist.
[0009] Mittels der gegenüber dem Gehäuse beweglichen ersten Haltevorrichtung kann der wenigstens
eine Behälter auf einfache und vorteilhafte Art und Weise aus seiner Position im Gehäuse,
im Weiteren als Grundposition bezeichnet, in eine Position außerhalb des Gehäuses,
insbesondere beabstandet vom Gehäuse, im Weiteren als Zugriffsposition bezeichnet,
bewegt werden. Dies erfolgt vorzugsweise durch ein Verschieben der ersten Haltevorrichtung
gegenüber dem Gehäuse im Wesentlichen in horizontaler Richtung, vorzugsweise in der
Art einer Schublade. In der Zugriffsposition kann dann die notwendige Wartung oder
Befüllung, der Austausch des Behälters oder der sonstige gewünschte Eingriff am Behälter
und/ oder an daran angeschossenen Komponenten erfolgen. Der Behälter ist in der Zugriffsposition
frei zugänglich für den Bediener. Zudem kann der Behälter auf einfache Art und Weise
aus der Haltevorrichtung und damit aus der Vorrichtung entfernt oder gegen einen anderen
Behälter ausgetauscht werden. Das Herausziehen der ersten Haltevorrichtung ermöglicht
damit einen einfachen Zugang zu dem wenigstens einen darin aufgenommenen Behälter
durch den Bediener. Wird der wenigstens eine Behälter aus der ersten in der Zugriffsposition
befindlichen Haltevorrichtung entnommen, können dahinter liegende Komponenten der
Vorrichtung leicht erreicht werden. Nach dem horizontalen Herausbewegen der ersten
Haltevorrichtung ist der wenigstens eine Behälter zudem nicht nur von oben sondern
auch von der Seite zugänglich, was weitere Freiheiten der Manipulation und Wartung
ergibt. Dieser Vorgang wird bzw. diese Tätigkeiten werden im Weiteren verallgemeinernd
als Manipulation des Behälters bezeichnet.
[0010] Vorzugsweise wird während der Bewegung der ersten Haltevorrichtung aus der Grund-
in die Zugriffsposition der Behälter vom Dosiersystem getrennt und während der Bewegung
der ersten Haltevorrichtung von der Zugriffs- in die Grundposition wieder mit dem
Dosiersystem verbunden. Der wenigstens eine Behälter weist zudem eine in vertikaler
Richtung nach oben weisende Behälteröffnung auf.
[0011] Mittels der gegenüber dem Gehäuse beweglichen zweiten Haltevorrichtung kann die Behälterabdeckung
auf einfache und vorteilhafte Weise gegenüber dem Gehäuse und dem wenigstens einen
Behälter selbst bewegt werden. Dies erfolgt vorzugsweise durch ein Verschieben der
zweiten Haltevorrichtung gegenüber dem Gehäuse in im Wesentlichen vertikaler Richtung.
Dabei deckt die Behälterabdeckung die in vertikaler Richtung nach oben weisende Behälteröffnung
vollständig ab, wenn sich die zweite Haltevorrichtung in ihrer ersten als Grundposition
bezeichneten Stellung befindet. Dagegen gibt die Behälterabdeckung die Behälteröffnung
frei, sobald die zweite Haltevorrichtung vertikal nach oben in die Zugriffsposition
bewegt wird. Wenn sich die zweite Haltevorrichtung in der Grundposition befindet und
die Behälterabdeckung den wenigstens einen Behälter abdeckt, kann die Vorrichtung
in Betrieb genommen werden.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die erste Haltevorrichtung
und/oder die zweite Haltevorrichtung über wenigstens eine am Gehäuse ortsfest angeordnete
Schiene gegenüber dem Gehäuse verschiebbar gelagert. Vorzugsweise ist an beiden Seiten
der jeweils ersten Haltevorrichtung und/oder der zweiten Haltervorrichtung jeweils
eine Schiene vorgesehen. Die Schienen der ersten und/oder der zweiten Haltevorrichtung
ermöglichen eine stabile Lagerung des wenigstens einen Behälters bzw. der wenigstens
einen Behälterabdeckungen in der Grundposition. Zum Bewegen der ersten Haltevorrichtung
und/ oder der zweiten Haltevorrichtung in ihre Zugriffsposition, können die Schienen
der beiden Haltevorrichtungen sich gleichzeitig in zwei entsprechenden und gegenüberliegenden
ortsfesten Führungen des Gehäuses bewegen.
[0013] Zweckmäßigerweise weist die Haltevorrichtung eine Sperrvorrichtung und/oder eine
Begrenzungsvorrichtung auf. Mittels der Sperrvorrichtung kann wirksam eine unbeabsichtigte
Bewegung der verschiebbaren Haltevorrichtungen ausgeschlossen werden. Ohne Sperrvorrichtung
würde die Gefahr bestehen, dass sich die erste Haltevorrichtung mit dem wenigstens
einen Behälter von alleine relativ zu dem Gehäuse bewegt. Dies kann insbesondere der
Fall sein, wenn das vorzugsweise auf Rollen gelagerte und mittels dieser bewegbare
Gehäuse bewegt oder nach einer Bewegung abgebremst wird. Aber auch durch unbeabsichtigtes
Stoßen an das Gerät kann ein Herausschieben der horizontal verschiebbar gelagerten
ersten Haltevorrichtung möglich sein. Die Sperrvorrichtung kann zudem wirksam eine
Verletzung des Bedienpersonals vorbeugen, wenn sie als Zweihandbedienung ausgeführt
ist.
[0014] Es ist von Vorteil, wenn auch die zweite Haltevorrichtung für eine Behälterabdeckung
eine Sperrvorrichtung aufweist, die die zweite Haltevorrichtung in ihrer Grundposition
oder in ihrer Zugriffsposition bzw. in einer ausreichend hohen Stellung über dem wenigstens
einen Behälter arretiert, um ein Verschieben der ersten Haltevorrichtung zu ermöglichen.
[0015] Eine bevorzugte Ausführungsform der ersten Haltevorrichtung weist an den Seitenteilen
Griffe zum Herausziehen der ersten Haltevorrichtung aus dem Gehäuse der erfindungsgemäßen
Vorrichtung auf. Auf diese Weise kann die erste Haltevorrichtung leichter in horizontaler
Richtung herausgezogen werden. An einem oder an beiden der Griffe kann zweckmäßigerweise
die oben genannte Sperrvorrichtung angeordnet sein, die das Herausziehen erst ermöglicht,
wenn die Haltevorrichtung in vertikaler Richtung ausgefahren ist. Als zusätzliche
Sicherheitsvorkehrung ist denkbar, dass die Entsperrung nur erfolgt, wenn zwei Betätigungselemente
zum Lösen der Sperrvorrichtung jeweils an einem Griff gleichzeitig betätigt werden.
[0016] Die Begrenzungsvorrichtung begrenzt die Bewegung der ersten Haltevorrichtung, um
ein Herausfallen der ersten Haltevorrichtung zu vermeiden. Vorteilhafterweise wird
auch die zweite Haltevorrichtung durch eine Begrenzungsvorrichtung sicher in den ortsfesten
Führungen gehalten. Dies erhöht zusätzlich die Sicherheit der Vorrichtung.
[0017] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist die erste Haltevorrichtung zur Aufnahme einer Mehrzahl von Behältern, vorzugsweise
zur Aufnahme von drei Behältern ausgebildet.
[0018] Dabei kann die erste Haltevorrichtung zwei parallel voneinander beanstandete im Wesentlichen
vertikal verlaufende Seitenteile aufweisen, an denen die Schienen angeordnet sind.
Rechtwinklig zu den Seitenteilen weist die Haltevorrichtung wenigstens eine im Wesentlichen
horizontal verlaufende Querstrebe auf. Die Querstrebe weist Mittel zur Aufnahme des
wenigstens einen Behälters, vorzugsweise zur Aufnahme der Mehrzahl von Behältern auf.
Dabei sind die Mittel zur Aufnahme der Behälter an der Querstrebe vorzugsweise als
Hängevorrichtung ausgebildet, in die die Behälter eingehängt werden können. Die Querstrebe
ist in Ihren Ausmaßen und insbesondere in Ihrer Breite derart gestaltet, dass die
vorzugsweise drei Behälter nebeneinander aufgenommen werden können. Die jeweiligen
Behälter können in der ersten Haltevorrichtung mittels Aufnahmen oder fest montierten
Hängevorrichtungen in Form von beispielsweise Haken schnell und einfach eingehängt
oder ausgehängt werden. Hierzu weisen die Behälter entsprechende Aufhänge- Einheiten
auf. Zur besseren Handhabung können die Behälter zusätzlich an ihrem oberen Rand Griffe
aufweisen.
[0019] In einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist diese
vorzugsweise mit einer Anzahl von zwei Behältern ausgestattet. Dabei ist ein erster
Behälter zur Aufnahme von Reinigungsmittel und ein zweiter Behälter zur Aufnahme von
Flavour bzw. Zusatzstoff vorgesehen. Nachdem die Entnahme von Flavour aus dem zweiten
Behälter zur Versorgung der Zigarettenmaschine oder der Filtermaschine mit Flavour
abgeschlossen ist, kann die Pumpe von dem zweiten Behälter getrennt und mit dem ersten
Behälter verbunden werden, sodass mit Hilfe der Pumpe des Dosiersystems Reinigungsmittel
durch die flavourführenden Leitungen der Vorrichtung geleitet und die angeschlossenen
Leitungen in einem Spülvorgang gereinigt werden können.
[0020] Wenn ein häufiger Wechsel von Flavoursorten und eine verschleppungsarme Reinigung
der Leitungen notwendig ist, ist in einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zusätzlich ein dritter Behälter für die Aufnahme von
kontaminiertem Reinigungsmittel oder Rest Flavour vorgesehen. Dieser ist mit dem Ausgang
der Pumpe des Dosiersystems verbindbar und nimmt während und nach dem Spülvorgang
das mit Flavourresten kontaminierte Reinigungsmittel auf.
[0021] Die an der zweiten Haltevorrichtung gehalterte Behälterabdeckung ist derart ausgebildet,
dass sie die Mehrzahl von Behältern bzw. deren nach oben weisende Behälteröffnungen,
insbesondere die Behälteröffnungen der drei Behälter, vollständig abdecken kann. Dabei
kann die Behälterabdeckung als einstückige an der zweiten Haltevorrichtung gehalterte
Komponente ausgebildet sein, die sich über alle abzudeckenden Behälteröffnungen erstreckt.
Alternativ können auch einzelne auf die jeweilige Größe der einzelnen Behälteröffnung
abgestimmte Behälterabdeckungen vorgesehen sein, die unabhängig voneinander an der
zweiten Haltevorrichtung gehaltert sind. In jedem Fall jedoch ist die bzw. sind die
Behälteröffnungen mittels der Behälterabdeckung bzw. Behälterabdeckungen vollständig
verschließbar, wenn sich diese in der Grundposition befindet bzw. befinden. Somit
wird wirksam eine Kontamination des Inhalts des Behälters mit Fremdstoffen von außen
vermieden und eine, sofern geforderte, thermische Isolation des Behälterinnenraums
sichergestellt.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist die
Behälterabdeckung Mittel zum Messen, Rühren, Heizen, Entnehmen und/oder Hinzufügen
von Inhaltsstoffen auf. Die in dem einzelnen Behälter befindlichen Inhaltsstoffe können
gasförmige, flüssige Stoffe oder Feststoffe sein.
[0023] Die Mittel zum Messen, Rühren, Heizen, Entnehmen und/oder Hinzufügen von Inhaltsstoffen
können zweckmäßigerweise über eine gemeinsame Abdeckung der Behälter gleichzeitig
in der Höhe verschiebbar sein. Auf diese Weise können die Mittel, und insbesondere
die Mittel zum Messen beispielsweise des Füllstandes des Behälters, in unterschiedliche
Behälter eingeführt bzw. aus diesen entnommen werden.
[0024] Jeder Teil der gemeinsamen Abdeckung, der einem Behälter zugeordnet werden kann bzw.
die dem jeweiligen Behälter zugeordnete Abdeckung, weist je nach Auslegung unterschiedlich
viele Mittel auf. Diese können mittels Schraubverbindungen in Öffnungen der gemeinsamen
Abdeckung montiert werden. Zweckmäßigerweise sind die Mittel ausgewählt aus der Gruppe
von Füllstandsensor, Radarsonde, Heizelement, Temperatursensor und Rührwerk. Dabei
werden die genannten Mittel je nach Auslegung bzw. Füllmedium der Behälter wie folgt
benötigt.
[0025] Mit Hilfe eines Füllstandmessers können in allen Behältern die Stände der Inhaltsstoffe,
insbesondere Flüssigkeitsstände überprüft werden. Bei der Verwendung von reinem Menthol
als Flavour können neben einem Flüssigkeitssensor weitere Einheiten bereitgestellt
werden. Da eine Mindesttemperatur eingehalten werden muss, um den flüssigen Aggregatzustand
von Menthol gewährleisten zu können, ist zum Aufheizen des Mediums zunächst ein Heizelement
notwendig. Zweckmäßigerweise wird durch einen Temperatursensor die aktuelle Temperatur
im Behälter gemessen.
[0026] Da sich bei der Aufheizung des Mediums die Dichte bzw. der Aggregatzustand des Inhaltsstoffes
verändert, ist es vorteilhaft einen geeigneten Füllstandsensor für den Flavourbehälter
zu verwenden. Als dichte- und temperaturunabhängiger Sensor ist insbesondere eine
Radarsonde geeignet. Diese Sonde kann mittels der Reflektion von Radarimpulsen an
der Füllgutoberfläche den Füllstand genau bestimmen. Auf diese Weise können berührungslose
Füllstandmessungen vorgenommen werden. Das hat gegenüber einem im Medium selbst arbeitenden
Sensor den Vorteil, dass eine Beschädigung des Füllstandsensors durch den Aggregatwechsel,
beispielsweise von flüssig nach fest, vermieden werden kann. Die Messdaten können
an eine zentrale Steuereinheit bzw. Prozesseinheit weitergeleitet werden. Ja nach
Art des Inhaltsstoffes kann im Flavourbehälter weiterhin ein Rührwerk bereitgestellt
werden, um eine homogene Durchmischung des Mediums zu gewährleisten.
[0027] In der Regel münden Entnahmeleitungen nahe dem Behälterboden, um den Inhaltsstoff
möglichst rückstandlos aus dem Behälter entnehmen zu können. Auf die Bereitstellung
von Befüllungs- oder Entnahmeleitungen mittels der zweiten Haltevorrichtung kann verzichtet
werden, wenn die Behälterseitenwände zur Entnahme bzw. Befüllung des Behälters mit
Inhaltsstoff Öffnungen mit Kupplungseinheiten aufweisen, die mit den entsprechenden
Leitungen zur Entnahme oder Befüllung verbindbar sind.
[0028] Mit dem Zusammenspiel von Kupplungseinheiten für Entnahme-, Rücklauf- und/oder Befüllungsleitungen
an der ersten Haltevorrichtung können die Behälterkupplungseinheiten einfach angeschlossen
werden, ohne eine Öffnung im Behälterdeckel zu benötigen. Als Kupplungseinheiten werden
vorzugsweise selbstdichtende Schnellkupplungen verwendet. Somit kann auch im unteren
Bereich des Behälters eine Öffnung zur Entnahme angeordnet werden, ohne dass Flüssigkeit
austritt. Die in die Behälter passenden Kupplungseinheiten können über verschiebbar
gelagerte Module in die behälterseitigen Kupplungseinheiten bewegt werden.
[0029] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist diese
eine Kupplungseinheit auf, um mit einem externen Tank zum Befüllen des wenigstens
einen Behälters mit Flavour bzw. Zusatzstoffen verbindbar zu sein. Mit Hilfe von diesem
vorzugsweise mobilen externen Tank, der über die Kupplungseinheit an die erfindungsgemäße
Vorrichtung ankuppelbar ist, kann während des Betriebes der Vorrichtung der wenigstens
eine Behälter beispielsweise mit Flavour bzw. Zusatzstoff nachgefüllt werden. Der
mobile Tank dient dabei als Vorratstank und der im Gehäuse befindliche Flavourtank
als Puffertank.
[0030] Zweckmäßigerweise weist der wenigstens eine Behälter eine mechanische und/oder elektronische
Codierung auf, um den Behälter einer vorbestimmten Behälterposition in der Haltevorrichtung
zuzuordnen. Insbesondere bei einem Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer
Mehrzahl von Behälter erweist sich die Codierung als vorteilhaft, da beim Einsetzen
der Behälter in die erste Haltevorrichtung ein versehentliches Vertauschen der Behälterposition
ausgeschlossen ist. Da sowohl die an der Behälterabdeckung befestigten Mittel sowie
Behälterkupplungseinheiten in den Seitenwänden für Leitungsanschlüsse je nach Auslegung
des Behälters variieren können, ist es wichtig beim Einhängen der Behälter die korrekte
Position in der Haltevorrichtung zu gewährleisten. Zusätzlich zu einer mechanischen
und/oder elektronischen Codierung können die Einhängepositionen mit einem Beschriftungsschild
kenntlich gemacht werden. Auf diese Weise kann die korrekte Behälterpositionierung
gewährleistet werden. Zudem kann die Anwesenheit der Behälter in der ersten Haltevorrichtung
elektronisch überwacht werden. Dies führt zu einem schnelleren und reibungslosen Ablauf
der Prozesse.
[0031] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist die zweite Haltevorrichtung
über eine Hebevorrichtung relativ zum Gehäuse bewegbar. Die Hebevorrichtung kann die
beispielsweise als Zylindereinheiten ausgebildete zweite Haltevorrichtung vertikal
in Richtung Behälter und von diesem weg verschieben. Zweckmäßigerweise kann die Hebevorrichtung
manuell, pneumatisch, hydraulisch oder elektromechanisch angetrieben werden. Für die
pneumatische Antriebslösung kann vorteilhafterweise eine Druckluftversorgungeinheit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung selbst verwendet werden. Die Druckluftversorgung
kann dabei vorzugsweise über Anschlüsse mit dem System der Zigarettenmaschine bzw.
der Filtermaschine erfolgen.
[0032] Aus Sicherheitsgründen weist die erste Haltevorrichtung und/oder die zweite Haltevorrichtung
jeweils zwei Betätigungselemente zur Auslösung der jeweiligen Verschiebung auf. Auf
diese Weise kann erst nach gleichzeitiger Betätigung der beiden Betätigungselemente
eine Bewegung der geführten Hebe- oder Haltevorrichtung erfolgen. Dies erhöht die
Sicherheit des Betriebes und schließt unbeabsichtigte Bewegungen aus.
[0033] Zweckmäßigerweise weist die erste Haltevorrichtung Abtropfeinheiten für die Mittel
auf. Die Abtropfeinheiten sind vorzugsweise in Form einer oder mehrerer schalenförmiger
Aufnahmen ausgebildet und sind vorzugsweise an einer Querstrebe der ersten Haltevorrichtung
angeordnet. Die Abtropfeinheiten können aus der Vorrichtung entnommen werden, um sie
entleeren zu können. So können herabfallende Tropfen von Inhaltsstoffen von den aus
den Behältern gehobenen Mitteln aufgenommen werden. Die Abtropfeinheiten sind insbesondere
nach Herausheben der Mittel aus den Flüssigkeitsbehältern und anschließenden Auszug
der ersten Haltevorrichtung aus dem Gehäuse vorteilhaft, um ein unkontrolliertes Abtropfen
von Inhaltsstoffen in das Gehäuseinnere zu verhindern.
[0034] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist
eine Druckluftversorgungseinheit für die Injektionsvorrichtung und/oder für pneumatische
Antriebe der Vorrichtung auf. Auf diese Weise kann die Versorgung der Vorrichtung
mit Druckluft sowohl für pneumatische Antriebe als auch für die Flavour- bzw. Aromastoffverteilung
genutzt werden. Um mit Druckluft eine Feinstverteilung des Flavours in einem Tabakstrang
zu bewirken wird eine geeignete Zweistoffdüse bereitgestellt. Soll die Druckluft nicht
nur zur Flavourdosierung sondern auch für pneumatische Antriebe verwendet werden,
kann ein Abzweigmodul bereitgestellt werden, um die Druckluft für pneumatische angetriebene
Einheiten zu verwenden. Genannte Antriebe können für eine pneumatische Hebevorrichtung
oder zum Ankuppeln von Kupplungseinheiten mit den Behälterkupplungseinheiten vorgesehen
sein.
[0035] Ferner weist die Druckluftversorgungseinheit wenigstens ein erstes Modul mit einem
Filter zur Aufnahme von Feinpartikeln auf. Auf diese Weise kann ein Mindeststandard
der Luftqualität gewährleistet werden. Vorzugsweise wird eine Filtereinheit bereitgestellt,
die Partikel größer oder gleich 5 µm herausfiltert.
[0036] Zweckmäßigerweise weist die Druckluftversorgungseinheit ein dem ersten Modul in der
zur Injektionsvorrichtung führenden Leitung nachgeordnetes zweites Modul auf, das
einen Feinstpartikelfilter und/oder einen Aktivkohlefilter aufweist. Auf diese Weise
können hohe Qualitätsstandards der mit dem Tabak in Kontakt kommenden Luft gewährleistet
werden. Das zweite Modul ist geeignet die Kleinstpartikelbelastung im Tabak und somit
beim Endverbraucher die Beladung eines Zigarettenfilters zu senken. Ferner kann die
Aufnahme von Feinstpartikeln insbesondere nützlich sein, wenn filterlose Zigaretten
hergestellt werden, um den Verbraucher neben den sehr kleinen Tabakrauchpartikeln
vor unnötigen Zusatzpartikeln zu schützen, die sich in der von der Druckluftversorgungseinheit
angesaugten Raumluft befinden können. Eine Luftfilterung bis zu sehr kleinen Partikelgrößen
im µm-Bereich ist weiterhin von Vorteil. Hierzu kann in der für den Tabak verwendeten
Druckluftleitung nach einem Feinstfilter für Partikel bis zu 1 µm ein weiterer Filter
für Partikel von 0,01 µm bereitgestellt werden. Zur Filterung und Aufnahme von gasförmigen
Stoffen kann als letzte Stufe im zweiten Modul eine Aktivkohlefiltereinheit nachgeordnet
werden.
[0037] Ferner wird erfindungsgemäß ein Verfahren zur Bedienung einer Vorrichtung zum Dosieren
von Zusatzstoffen in Rauchartikel mit einem Gehäuse, wenigstens einem Behälter für
die zu dosierenden Zusatzstoffe, einer dem wenigstens dem einen Behälter zugeordneten
Behälterabdeckung und wenigstens einem Dosiersystem für die zu dosierenden Zusatzstoffe
bereitgestellt, das folgenden Verfahrensschritte umfasst:
- Bewegen einer den wenigstens einen Behälter aufnehmenden ersten Haltevorrichtung und/oder
einer die Behälterabdeckung halternden zweiten Haltevorrichtung entlang einer am Gehäuse
ortsfest angeordneten Führung von einer Grundposition in eine Zugriffsposition;
- Manipulation des wenigstens einen Behälters und/oder der Behälterabdeckung und/oder
von an der Behälterabdeckung angeordneten Mitteln zum Messen, Rühren, Heizen, Entnehmen
und/oder Hinzufügen von Flüssigkeit;
- Bewegen der ersten Haltevorrichtung und/oder der zweiten Haltevorrichtung zurück in
die Grundposition.
[0038] Unter Grundposition sowohl der ersten als auch der zweiten Haltevorrichtung ist dabei
die Position zu verstehen, in der jeweils der Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung
erfolgen kann. Befinden sich beide Haltevorrichtungen jeweils in der Grundposition
sind alle notwendigen Leitungsanschlüsse an den Behältern angeschlossen bzw. Überwachungseinheiten
oder Heiz- bzw. Rührelemente in den jeweiligen Behälter angeordnet.
[0039] Mit Hilfe des Verfahrens kann die erste Haltevorrichtung zur Aufnahme wenigstens
eines Behälters aus dem Gehäuse der Vorrichtung entlang einer ortsfesten Führung verschoben
werden. Zudem oder alternativ kann mittels der zweiten Haltevorrichtung die Behälterabdeckung
für den wenigstens einen Behälter und damit in den Behältern befindliche Mittel wie
Füllstandsensoren aus den Behältern gehoben bzw. in diese abgesenkt werden. Zweckmäßigerweise
erfolgt das Bewegen der zweiten Haltevorrichtung aus der Grundposition in die Zugriffsposition
und zurück im Wesentlichen in vertikaler Richtung und vorzugsweise mittels einer pneumatisch
angetriebenen Hebevorrichtung. Auf diese Weise können an der Behälterabdeckung befestigte
Mittel in eine Behälteröffnung eingeführt werden, um Flüssigkeit zu messen, rühren,
heizen, entnehmen und/oder hinzuzufügen.
[0040] Mittels Füllstandsensoren können die Füllstände der einzelnen Behälter gemessen werden.
Als weitere Mittel sind für den Flavour bzw. Zusatzstoff beinhaltenden wenigstens
einen Behälter ein Temperatursensor, eine Radarsonde und/oder ein Rührwerk vorgesehen.
Diese Einheiten sind über Messleitungen oder Steuerleitungen mit der Steuereinheit
der Vorrichtung zum Dosieren verbunden, um die Messdaten weiterzuleiten bzw. zur Beheizung
oder Agitation des Mediums angesteuert zu werden.
[0041] Ferner erfolgt die Bewegung der ersten Haltevorrichtung von der Grundposition in
die Zugriffsposition in im Wesentlichen horizontaler Richtung aus dem Gehäuse, um
den wenigstens einen in der ersten Haltevorrichtung angeordneten Behälter, vorzugsweise
die Mehrzahl darin angeordneter von Behältern, zum Warten oder Wechsel aus der ersten
Haltevorrichtung herausnehmen zu können.
[0042] Ferner werden in der Zugriffsposition mindestens der zweiten Haltevorrichtung die
an der Behälterabdeckung befestigten Mittel über Abtropfeinheiten positioniert. Auf
diese Weise können herabfallende Tropfen von den an den Behälterdeckeln befestigten
Mittel aufgenommen werden. Damit ist ein sauberer Wechsel bzw. Wartung der Behälter
möglich. Die Abtropfeinheiten können nach Benutzung einfach aus der zweiten Haltevorrichtung
entnommen und ausgeleert bzw. gereinigt werden.
[0043] Aus Sicherheitsgründen kann ferner vorgesehen werden, dass das Bewegen zwischen Grundposition
und Zugriffsposition der ersten Haltevorrichtung und/oder der zweiten Haltevorrichtung
nach Lösen einer Sperrvorrichtung erfolgt. Dabei wird das Bewegen der Haltevorrichtungen
vorzugsweise erst dann ermöglicht, wenn zwei Betätigungselemente gleichzeitig durch
den Bediener betätigt werden. Auf diese Weise kann ein sicheres und gezieltes Herausbewegen
der Haltevorrichtungen erfolgen. Nach der Entsperrung kann die Bewegung der zweiten
Haltevorrichtung mittels der Hebevorrichtung auch automatisch erfolgen.
[0044] Im Folgenden wird die Erfindung anhand beispielhafter Ausführungsformen näher erläutert,
wobei
- Fig. 1
- eine perspektivische und schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Dosieren mit
einem externen Tank;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer Druckluftversorgung- und Steuereinheit einer Vorrichtung
zum Dosieren von Zusatzstoffen;
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung einer ersten Haltevorrichtung;
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung einer ersten Haltevorrichtung mit eingehängten Behältern;
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung einer ersten Haltevorrichtung mit einer zweiten Haltevorrichtung
für eine gemeinsamen Abdeckung;
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung eines pneumatisch verschiebbaren Moduls zur Ankupplung
von Flüssigkeitsleitungen an einen Behälter;
- Fig. 7
- eine perspektivische Darstellung der ersten Haltevorrichtung von der den Behältern
abgewandten Seite;
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung und Detailschema der Behälterabdeckung;
- Fig. 9
- eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung mit der ersten Haltevorrichtung und
zweiten Haltevorrichtung in der jeweiligen Zugriffsposition;
- Fig. 10
- eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung mit der ersten Haltevorrichtung und
zweiten Haltevorrichtung in der jeweiligen Grundposition; und
- Fig. 11
- eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung im geschlossenen Zustand zeigt.
[0045] Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Vorrichtung 1 zum Dosieren von Zusatzstoffen in
Rauchartikel weist ein Gehäuse 2 auf, in welchem ein erster Behälter 11 für Reinigungsmittel,
im Weiteren auch als Reinigungsmittelbehälter bezeichnet, und ein zweiter Behälter
12 für den zu dosierenden Flavour bzw. Zusatzstoff, im Weiteren auch als Flavourbehälter
bezeichnet, angeordnet ist. Ein externer Tank 90 ist zum Befüllen des zweiten Behälters
12 mit Flavour bzw. Zusatzstoff vorgesehen. Ferner ist ein dritter Behälter 13 vorgesehen,
der mit Flavour kontaminiertes Reinigungsmittel während bzw. nach Beendigung des Spülprozesses
und nach Durchlaufen der Prozesswege des Dosiersystems 88 zur Reinigung derselben
aufnimmt.
[0046] Die Behälter 11, 12 und 13 sind in Figur 1 in ihrer Grundposition dargestellt. Das
heißt, die erste Haltevorrichtung 40 befindet sich im eingeschobenen Zustand, so dass
über eine Ankupplung mit den Verbindungsleitungen zu dem Dosiersystem 88 bzw. gegebenenfalls
zu den Rückläufen 8 der Pumpe 66 die Vorrichtung in Betrieb genommen werden kann.
Die Dosiersysteme 88 sind im oberen Teil des Gehäuses 2 auf einer horizontalen Ebene
98 angeordnet. Die Dosiersysteme weisen jeweils eine Pumpe 66, ein Durchflussmesser
68 sowie Ventile 9 und Leitungen auf. Die Leitungen umfassen einen Zulauf zur Pumpe
5 sowie einen Ablauf 7 von dem Dosiersystem 88, der bei einer Weiterführung aus dem
Gehäuse (nicht dargestellt) über eine weitere Leitung 81 (siehe Fig. 2) über eine
Kupplungseinheit mit der schematisch dargestellten Injektionsvorrichtung 85 verbindbar
ist. Soll die Flavourflüssigkeit im Kreislauf geführt werden oder kontaminiertes Reinigungsmittel
zu einem dem Behälter 13 für kontaminiertes Reinigungsmittel geleitet werden, können
die Leitungen 8 als Rücklauf zu den jeweiligen Behältern 12 bzw. 13 verwendet werden.
[0047] Die Dosiersysteme 88 sind in zweifacher Ausführung vorgesehen, um jeweils einen Strang
einer Zweistrangzigarettenmaschine versorgen zu können. Mittels einer Steuereinheit
77 kann jeder Strang einzeln angesteuert werden. Die Pumpen 66 besitzen jeweils einen
Motor 67, die in Abhängigkeit von aktuellen Messdaten der Durchflussmesser 68 die
gewünschte Dosiermenge nachregeln kann. Auf diese Weise kann die Flavourmenge bzw.
die Menge des Zusatzstoffes im geschlossenen Regelkreis dosiert werden und eine sehr
genaue Dosierung des Flavours bzw. des Zusatzstoffes je Strang erfolgen.
[0048] Weiterhin werden für die Überprüfung und Überwachung der Behälter die in Fig. 8 gezeigten
Mittel 46, 47, 48 und 97 bereitgestellt. Diese können über die gemeinsame Abdeckung
26 und die diese haltende zweite Haltevorrichtung 99 in die jeweiligen Behälter eingeführt
werden.
[0049] Zur Befüllung des Flavourbehälters 12 wird der in einer mobilen Aufnahme 95 angeordnete
externeTank 90 über eine externe Leitung 91 an der Gehäuseseite 79 und der daran montierten
Schnellkupplungseinheit 17 angeschlossen. Der externe Tank 90 weist zur Ankupplung
eine korrespondierende Schnellkupplung 92 und ein Heizsystem 96 auf. Nach Anschluss
des externen Tanks 90 kann eine Befüllung des Flavourbehälters aus dem externen Tank
90 heraus erfolgen. Die mobile Aufnahme 95 ist mit Rollen 74 ausgestattet, um diese
frei im Raum und insbesondere zu der Vorrichtung 1 hin bewegen zu können. Die Vorrichtung
1 zur Dosierung des Flavours ist ebenfalls mit Rollen 74 ausgestattet, um die Vorrichtung
1 frei im Raum und insbesondere zu der Zigarettenmaschine bzw. Filtermaschine hin
bewegen zu können.
[0050] Die Vorrichtung 1 weist ein an der Oberseite des Gehäuses 2 befestigtes Bedienpanel
15 auf, das mittels geeigneter Bedienschnittstellen die Bedienung der Vorrichtung
ermöglicht. Mittels des Bedienpanels 15 können gemessene Werte, wie beispielsweise
Füllstände der Behälter 11, 12, 13 oder Temperaturen im Flavourbehälter 12 über die
Steuereinheit 77 angezeigt werden. Die Steuereinheit 77 kann nach Bedienereingaben
oder automatisch geregelt die Dosiersysteme 88 bzw. die Reinigung, die Befüllung,
die Entnahme, das Heizsystem oder die pneumatisch verschiebbaren Module 60, 100 steuern.
[0051] Soll ein Wechsel des Flavours erfolgen, ist es notwendig den gesamten Flavourbehälter
12 auszutauschen. Dazu ist die erste Haltevorrichtung 40 aus dem Gehäuse 2 herauszuziehen.
Zur Erleichterung der Betätigung sind Griffe 14 vorsehen. Der Auszug erfolgt über
ein Schienensystem 10, das sowohl an der ersten Haltevorrichtung 40 für die Behälter
11, 12, 13, als auch an einem Gehäuseteil 3 befestigt ist. Auf diese Weise wird eine
Relativbewegung der ersten Haltevorrichtung 40 mit den Behältern 11, 12, 13 zum Gehäuse
2 ermöglicht. Nach dem Herausziehen der Behälterschublade bzw. ersten Haltevorrichtung
40, können die Behälter 11, 12, 13 einfach befüllt bzw. mittels der Griffe 4 einfach
aus der ersten Haltervorrichtung 40 herausgenommen sowie gegebenenfalls durch andere
Behälter ersetzt werden.
[0052] Fig. 2 zeigt die Rückseite der Vorrichtung 1 zur Dosierung von Zusatzstoffen in einer
Zigarettenmaschine. Die Zigarettenmaschine 70 weist eine Steuereinheit 80 auf, die
die Geschwindigkeit der Maschine überwacht und entsprechende Messsignale an das Steuersystem
77 der Dosiervorrichtung sendet. Auf diese Weise kann in Abhängigkeit von gemessenen
Messwerten in der Zigarettenmaschine 70 und entsprechenden Steuersignalen 73 die Dosierung
in der Vorrichtung 1 genau erfolgen.
[0053] Die in Fig. 2 gezeigte Vorrichtung 1 weist zudem elektrische Komponenten und insbesondere
die Steuereinheit 77 und eine Druckluftversorgungseinheit 30 auf. Ein einfacher Zugang
zu diesen Bauteilen kann von der Seite über eine Doppeltür (nicht dargestellt) gewährt
werden. Auf diese Weise können Komponenten einfach hinzugefügt bzw. gewechselt werden.
Beispielsweise kann ein Wechsel der in den Reinigungsmodulen der Druckluftversorgungeinheit
30 verwendeten Filtereinheiten 31, 37, 38, 39 erfolgen. Weiterhin können manuell bedienbare
Einheiten erreicht werden.
[0054] Die Druckluftversorgungseinheit 30 weist ein erstes Modul zur Reinigung 31 auf, das
als Filterregelventil ausgebildet ist und Partikel größer 5 µm abscheiden kann. Ferner
weist die Druckluftversorgungseinheit 30 ein Einschaltventil 33 auf, das manuell bedienbar
ist und einen Schalldämpfer aufweist. Über die dem Einschaltventil 33 nachgeordnete
Einheit des Filterregelventils 31 kann der Systemdruck zwischen 0,3 bis 7 bar eingeregelt
werden. Ferner weist das Filterregelventil 31 einen manuellen Kondensatablass auf.
Nachgeordnet ist ein elektrisches Einschaltventil 34 vorgesehen, das ebenfalls einen
Schalldämpfer aufweist und über die Steuereinheit 77 angesteuert werden kann. Als
weitere Einheit wird ein Druckaufbauventil 35 bereitgestellt.
[0055] Mit dem Filterregelventil 31 ist eine erste Reinigungsstufe gegeben. Da die in Fig.
2 gezeigte Vorrichtung pneumatische Antriebe verwendet, ist nach dem Druckaufbauventil
35 ein Abzweigmodul 36 vorgesehen. Die im Reinigungsmodul 31 vorfiltrierte Druckluft
kann nun einerseits für pneumatische Antriebe und andererseits für eine Zweistoffdüse
bzw. Injektionsvorrichtung 85 zur Applikation von Flavour auf einen Tabakstrang verwendet
werden. Die für pneumatische Antriebe vorgesehene Abzweigleitung 87 kann weiterhin
zu Anschlüssen für Druckluft 69 von horizontal verschiebbaren Modulen 60 führen (vgl.
Fig. 6). Ferner kann diese Druckluft für eine pneumatisch betriebene Hebevorrichtung
100 verwendet werden.
[0056] Der Leitung 81, die zu der Tabakbeauftragung führt, ist ein zweites Modul zur Reinigung
32, im Weiteren auch als Reinigungsmodul bezeichnet, zugeordnet. Dieses zweite Modul
zur Reinigung 32 weist nacheinander geschaltete Filter auf. Vorgesehen ist ein Feinfilter
37 für 1 µm Partikeldurchmesser und nachgeschaltet einen Feinstfilter 38 zur Abscheidung
von Partikeln bis zu 0,01 µm Durchmesser. Schließlich ist als letzte Stufe der Reinigung
ein Aktivkohlefilter 39 vorgesehen. Diese so gereinigte Luft wird dann in die Leitung
zur Düse 81 und somit zur Injektionsvorrichtung 85 gefördert, wie schematisch mittels
des Pfeiles 86 dargestellt. Die Druckluftversorgungseinheit besitzt eine Zuführung
84 und einen Druckluftauslass 86, der an die entsprechenden Leitungen angeschlossen
werden kann. Die Druckluft wird aus dem System der Zigarettenmaschine 70 oder von
einer Versorgungsleitung bereitgestellt..
[0057] Die in Fig. 2 schematisch dargestellte Steuereinheit 77 sendet die Steuersignale
82 zu der pneumatisch betriebenen Hebevorrichtung 100 sowie Steuersignale 83 zu den
pneumatisch verschiebbaren Kupplungseinheiten 16 (siehe Fig. 5) für den Anschluss
von Leitungen an die jeweils angesteuerten Behälter 11, 12, 13. Die Behälterpositionen
werden elektronisch mittels Auslesen elektronischer Codierungen der Behälter 11, 12,
13 überprüft. Alternativ oder zusätzlich kann auch eine mechanische Codierung vorgesehen
sein. Mittels der Steuereinheit 77 kann schließlich ein automatischer Betrieb der
Dosierung erfolgen.
[0058] Die in den Fig. 3 bis 5 dargestellte erste Haltevorrichtung 40 ist ausgebildet, um
drei Behälter 11, 12, 13 nebeneinander aufzunehmen. Die in Fig. 3 gezeigte erste Haltevorrichtung
40 weist Seitenteile 42 und 43 auf, die parallel zueinander angeordnet und mit einer
Querstrebe 41 verbunden sind. Zur Erhöhung der Stabilität ist jeweils eine Querstrebe
41 im oberen Bereich und im unteren Bereich vorgesehen. An den Querstreben 41 sind
hakenförmige Hängevorrichtungen 44 angeordnet. In die Hängevorrichtungen 44 können
die Behälter 11, 12, 13 eingehängt werden.
[0059] Weiterhin sind an der Querstrebe 41 Abtropfeinheiten 45 in Form von Schalen befestigt,
die an der oberen Kante der Querstrebe 41 eingehängt sind und zur Entleerung herausgenommen
werden können. An den vorderen Seiten der Seitenteile 42 und 43 sind Griffe 14 angeordnet,
die das Herausziehen der ersten Haltevorrichtung 40 aus dem Gehäuse erleichtern. Weiterhin
weisen die Seitenteile 42 und 43 jeweils eine Schiene 10 auf.
[0060] In die in Fig. 4 gezeigte erste Haltevorrichtung 40 sind die Behälter 11, 12, 13
eingehängt. Zum einfacheren Handling weisen die Behälter jeweils Griffe 4 auf. Für
den Transport der Behälter 11, 12, 13 außerhalb der Vorrichtung 1 ist es vorteilhaft,
Deckel 25 für die Behälter vorzusehen. Auf diese Weise kann kein Schmutz unbeabsichtigt
in die Behälter gelangen. Für den Betrieb der Vorrichtung können die Deckel 25 abgenommen
werden.
[0061] Die Behälter 11, 12, 13 weisen jeweils eine geringe Tiefe auf, wodurch nur eine geringe
Aufnahmetiefe im Gehäuse 2 für die Behälter 11, 12, 13 benötigt wird. Auf der dem
Gehäuseinneren zugewandten Rückseite der Behälter 11, 12, 13 sind Öffnungen angeordnet,
in denen Kupplungseinheiten 6 befestigt werden können, um mit Flüssigkeitsleitungen
verbunden zu werden. Auf diese Weise kann eine Entnahmeleitung direkt an der Rückwand
des einzelnen Behälters 11, 12, 13 angeschlossen werden und es kann auf eine bis zum
Behälterboden reichende Entnahmeleitung verzichtet werden.
[0062] Fig. 5 zeigt eine gemeinsame Abdeckung 26, die an der zweiten Haltevorrichtung 99
gehalterst ist, höhenverstellbar gelagert, so dass die Behälter 11, 12, 13 abgedeckt
werden können. Die Absenkung und Hebung der gemeinsamen Abdeckung 26 für die Behälter
11, 12, 13 kann automatisch erfolgen, wobei die Verschiebung mittels eines Betätigungselements
93 ausgelöst wird. Zur einfacheren Handhabung der Höhenverstellung bzw. Unterstützung
sind Griffe 94 an der gemeinsamen Abdeckung 26 angebracht.
[0063] Fig. 6 zeigt ein pneumatisch verschiebbares Modul 60 zur Ankupplung von Flüssigkeitsleitungen
an die jeweils angefahrenen Behälter 11, 12, 13, sowie das Gestell 50, das an der
ersten Haltevorrichtung 40 befestigt werden kann. Das pneumatisch verschiebbare Modul
60 ist dafür ausgelegt, die Kupplungseinheit 16 an dem jeweiligen Behälter 11, 12,
13 automatisch anzukuppeln. Je nach gewählter Ankupplung können die Behälter 11, 12,
13 befüllt werden bzw. es kann eine Entnahme vorgenommen werden. Dabei weist die dargestellte
Anordnung eine Führungsschiene 51 auf. Entlang dieser Führungsschiene 51 kann ein
Kupplungswagen 61 zwischen der Position 55 und 56 hin- und hergefahren werden (Bewegung
entlang Achse A). Jeder Position ist ein Behälter 11, 12, 13 mit jeweils wenigstens
einer Öffnung zugeordnet
[0064] Die Verschiebung des Kupplungswagens 61 entlang der Führungsschiene 51 erfolgt pneumatisch.
Hierzu werden ein bzw. mehrere pneumatische Anschlüsse 69 bereitgestellt. Auf den
Kupplungswagen 61 ist ferner ein Aufbau 64 mit einem Kupplungsschlitten 54 angeordnet,
um die Kupplungseinheit 16, die auf einem Kupplungsplatte 65 angeordnet ist, in die
entsprechende Behälterkupplungsöffnung einführen zu können. Die Querbewegung entlang
Achse B zu den Rückseiten der jeweiligen Behälter 11, 12, 13 hin erfolgt über Zylindereinheiten
ebenfalls über einen pneumatischen Antrieb. Die dritte Bewegung der schwimmend gelagerten
Kupplungsplatte in X,Y und/oder Z Richtung wird durch eine Federanordnung 59 (siehe
Fig. 7) realisiert und dient dazu, die Zentrierung der durch die Führungsstifte 18
geführten Ankupplung zu erleichtern.
[0065] An der Kupplungseinheit 16 kann beispielsweise eine Entnahmeleitung angeschlossen
werden, die zu einem Dosiersystem führen. Zum Anschluss an zwei Dosiersystemen weist
eine alternative Ausführungsform des Kupplungswagens 61 an der Kupplungsplatte 65
zwei Kupplungseinheiten 16, 16' auf. In der Position 55 kann auf diese Weise von einem
Reinigungsbehälter 11 Reinigungsmittel entnommen werden, während in der zweiten Position
56 Flavour aus dem Flavourbehälter 12 entnommen werden kann. Die Entnahme erfolgt
über die Pumpe 66 des über die Kupplungseinheit 6 des Behälters angeschlossenen Dosiersystems
88. Auf diese Weise wird direkt von der Rückseite der Behälterwand Flüssigkeit entnommen.
[0066] In die in Fig. 7 gezeigte erste Haltevorrichtung 40 sind drei Behälter 11, 12, 13
eingehängt. Es wird die Seite der ersten Haltevorrichtung 40 illustriert, an der die
Ankupplung mit den Flüssigkeitsleitungen (Entnahme-, Rücklauf- oder Befüllungsleitungen)
über verschiedene Kupplungswägen 61, 62 und 63 erfolgt. Die Behälter 11, 12, 13 sind
in der Querstrebe 41 der ersten Haltevorrichtung 40 aufgehängt. In der gezeigten Anordnung
ist der für Flavour ausgelegte Behälter 12 in der Mitte angeordnet, während der Reinigungsmittelbehälter
11 rechts daneben angeordnet ist. Weiterhin ist ein Behälter 13 für kontaminiertes
Reinigungsmittel zwischen dem Flavourbehälter und der Seitenstrebe 43 angeordnet.
Die Kupplungswägen 61, 62, und 63 auf den Führungschienen 51, 52 und 53 befinden sich
in der Darstellung gegenüber der Öffnung 20 und den nicht gezeigten Öffnungspaaren
im unteren Bereich des mittleren Flavourbehälters 12.
[0067] Über eine Kupplungseinheit 6 des Behälters 12 und der Kupplungseinheit 16 des Kupplungswagens
62 kann der Behälter 12 mit einer externen Leitung 91 (siehe Figur 1) und einem externen
Tank 90 zum Nachfüllen verbunden werden. Der Kupplungswagen 61 weist zwei Anschlüsse
57, 57' für Leitungen auf, wobei zum Befüllen nur der Anschluss 57 benötigt wird.
Die Leitungen sind zur besseren Übersicht nicht in Fig. 7 dargestellt. Entnahmeöffnungen
mit entsprechenden Kupplungseinheiten 6 sind auf der Rückseite 21 im unteren Bereich
des Behälters 11 (siehe Öffnungspaar 101, 101' bei Behälter 11) angeordnet. Diese
können mit den mit zwei Kupplungseinheiten 16 versehenen Kupplungswagens 61 (Fig.
7) verbunden werden und befinden sich im unteren Bereich des Behälters, um eine möglichst
vollständige Entleerung des Behälters zu gewährleisten. Der Kupplungswagen 61 zur
Flüssigkeitsentnahme kann pneumatisch zwischen dem Reinigungsmittelbehälter 11 und
dem Flavourbehälter 12 zur Ankupplung verfahren werden
[0068] Der dritte Kupplungswagen 63 ist mit den Rücklaufleitungen 8 (siehe Fig. 1) verbindbar.
In Fig. 7 wird die Ankupplungsposition mit dem Flavourbehälter gezeigt, wobei bei
Entnahme von Flavour über den Kupplungswagen 61 über das Dosiersystem und entsprechender
Stellung der Ventile 9 ein Flavourkreislauf bereitgestellt wird. Die paarweise Anordnung
der Dosiersysteme 88, Ventile 9, Leitungen 5 bzw. 8 und Kupplungseinheiten 6 wird
benötigt, um Flavour auf die einzelnen Tabakstränge einer Zweistrangzigarettenmaschine
unabhängig voneinander dosieren zu können. Das bedeutet jedem Tabakstrang kann ein
Dosiersystem mit entsprechenden Leitungen, Pumpen 66 mit jeweils einem Motor 67 ,
Durchflussmesser 68 und Ventilen 9 zugeordnet werden.
[0069] Werden die Behälter 11, 12, 13 nach Herausziehen der ersten Haltevorrichtung 40 aus
der Vorrichtung 1 entnommen, sind die Kupplungseinheiten 16 für den Bediener zugänglich.
[0070] Um Tabak, Filtermaterial oder andere Produkte in einer Zweistrangmaschine mit Flavour
beaufschlagen zu können, sind bei der teilweise geöffneten Vorrichtung 1 der Fig.
8 zwei Dosiersysteme mit jeweils einer Pumpe 66 im oberen Bereich des Gehäuses 2 auf
einer horizontalen Ebene 98 angeordnet.
[0071] Die beiden Dosiersysteme 88 sind mit einem Flavourbehälter 12, der unterhalb der
Dosierkomponenten beziehungsweise der Ebene 98 angeordnet ist, verbunden. Die Leitungsanschlüsse
zwischen Behälter 11 und Dosiersystemzulauf werden über zwei in Fig. 7 nebeneinander
liegenden Kupplungseinheiten 6, 6' in den Öffnungen 101, 101' im unteren Bereich der
Behälters 11 realisiert.
[0072] Weiterhin können von oben in die Öffnung des einzelnen Behälters 11, 12, 13 Mittel
wie Füllstandsensor 46 oder Temperatursensor 47 eingeführt werden. Die Einführung
erfolgt vorteilhafterweise über die zweite Haltevorrichtung 99 und die gemeinsame
Abdeckung 26. In jedem Behälter sind Füllstandsensoren 46 oder eine Radarsonde 47
vorgesehen, um den jeweiligen Füllstand des Behälters überprüfen zu können (Fig 9).
Bei einem vorgebbaren Schwellenwert wird der externe Flavour enthaltende Tank 90 an
der Befüllungsöffnung 20 angeschlossen. Die Befüllung mit Flavour erfolgt über den
im oberen Bereich verfahrbaren Kupplungswagen 62 (vgl. Fig. 7) nach Anschluss des
externen Tanks 90 (Fig. 1).
[0073] Weiterhin wird für den Flavourbehälter 12 ein Rührwerk 48 sowie ein Heizelement 97
bereitgestellt. Das Heizelement 97 ist zur Verwendung von reinem Menthol als Flavour
vorgesehen, das nur oberhalb bestimmter Temperaturen flüssig vorliegt. Um die notwendige
Temperatur überprüfen zu können, ist ein Temperatursensor vorgesehen, der ebenfalls
an der gemeinsamen Abdeckung 26 angeordnet ist (Fig. 8).
[0074] Die in der Fig. 8 gezeigte Draufsicht der Abdeckung 49 des Flavourbehälters 12 zeigt
die Öffnungen für die Mittel 46, 47,4 und 97. Die Abdeckung 49 für den Flavourbehälter
weist eine Öffnung 27 für ein Rührwerk, eine Öffnung 18 für einen Füllstandsensor
und eine Öffnung 29 für einen Temperatursensor auf. Wird als Flavour beispielsweise
reines Menthol verwendet, kann ein Heizelement 97 in die Öffnung 23 eingeführt werden.
Das Heizelement 97 oder ein als Radarsonde 47 ausgebildeter Füllstandsensor können
beispielsweise mit Schraubverbindungen in der Abdeckung 49 für den Flavourbehälter
eingeschraubt werden. Das Rührwerk 48 wird drehbar gelagert in der Abdeckung 49 für
den Flavourbehälter befestigt und reicht bis über die gemeinsame Abdeckung 26 hinaus.
[0075] Die Behälter 11, 12, 13 zur Aufnahme von Reinigungsmittel, Flavour oder Abfall bzw.
kontaminiertes Reinigungsmittel sind unterhalb der Ebene 98 angeordnet. Die Behälter
sind in der ersten Haltevorrichtung 40 eingehängt, wobei die erste Haltevorrichtung
40 aus dem Gehäuse herausziehbar ist. In die Behälter können die genannten Mittel,
die über die zweite Haltevorrichtung 99 bewegbar gelagert sind, über eine Hebevorrichtung
100 pneumatisch eingeführt werden. Dies erfolgt in der Grundposition der Haltevorrichtung
40.
[0076] Die für die Halterung der Behälterabdeckung 26 vorgesehene zweite Haltevorrichtung
99 weist beidseitig der Behälteranordnung geführte Zylindereinheiten auf, um die parallel
zur horizontalen Ebene 98 verlaufende gemeinsame Abdeckung 26 in der Höhe bewegen
zu können. Diese Bewegung erfolgt vorzugsweise pneumatisch mittels einer Hebevorrichtung
100. Die Führung der zweiten Haltevorrichtung 99 erfolgt in einer ortsfesten Führung
103 des Gehäuses 2. Wenn die zweite Haltevorrichtung 99 in die gehobene Zugriffsposition
bewegt wird, wird über ein Verbindungselement 19 die Klappe 76 geöffnet.
[0077] Mit Hilfe des gleichzeitigen Drückens zweier auf einer Höhe angeordneten Betätigungselemente
93, 93' kann die Hebevorrichtung 100 angesteuert werden. Nach der Auslösung werden
die Mittel 46, 47, 48 und 97 in die Behälter bewegt. Die gemeinsame Abdeckung 26 ist
so ausgestaltet, dass jeder Behälter nach dem Bewegen der zweiten Haltevorrichtung
99 in die Grundposition mit einem Abdeckung 49 für den Flavourbehälter verschlossen
werden kann, während die Griffe 4 der Behälter in Ausnehmungen 104 aufgenommen werden.
Zur Unterstützung der vertikalen Bewegung sind die Griffe 94 vorgesehen. Dabei dienen
die Griffe 94 zur Ablage der Hände, während eine Betätigung der Schalter bzw. Betätigungselemente
93, 93' mit den Daumen erfolgt (Fig. 9).
[0078] Die erste Haltevorrichtung 40 ist in Fig. 9 im ausgezogen Zustand dargestellt. Dabei
ist die Laufschiene 10 des Seitenteils 42 auf der rechten Seite zu sehen, die aus
der ortsfesten Schiene 10 des Gehäuses 2 herausbewegt worden ist. In dem gezeigten
ausgezogenen Zustand der Behälterschublade können die Behälter 11, 12, 13 an den Griffen
4 aus den jeweiligen Hängevorrichtungen 44 herausgehoben werden. Das Herausziehen
der ersten Haltevorrichtung 40 erfolgt manuell über die Griffe 94. Alternativ kann
dies auch pneumatisch erfolgen.
[0079] Die in Fig. 10 gezeigte erste Haltevorrichtung 40 befindet sich in der Grundposition.
Die zweite Haltevorrichtung 99 befindet sich ebenfalls in der Grundposition, wobei
sich alle Mittel zum Messen 46, 47, Heizen 97 oder Rühren 48 in den entsprechenden
Behältern 11, 12 und 13 befinden. Im abgesenkten Zustand der zweiten Haltevorrichtung
99 ist die Klappe 76 des Gehäuses der Vorrichtung 100 geschlossen. Dabei schließt
sich die Klappe 76 zusammen mit der Absenkbewegung der Haltevorrichtung 99, da die
Haltevorrichtung 99 mit der Klappe 76 über ein Verbindungselement 19 verbunden ist.
[0080] Die in Fig. 10 und 11 gezeigte Abdeckung 75 ist fest montiert. Unter der Abdeckung
75 sind die Druckluftversorgungeinheit 30, die elektrischen Komponenten sowie die
Steuereinheit 77 angeordnet (vgl. Fig. 2).
[0081] Fig. 11 zeigt die Vorrichtung 1 zum Dosieren von Zusatzstoffen in Rauchartikel im
geschlossenen Zustand. Um das Gehäuse der Vorrichtung 100 auf der Seite der Behälter
11, 12, 13 vollständig schließen zu können, sind Türen 72 vorgesehen. Auf der anderen
Seite der Vorrichtung 1 sind unter der Abdeckung 75 ebenfalls Türen angeordnet. Ist
die obere Klappe 76 sowie die Türen 72 geschlossen, ist die Vorrichtung 1 vor Verschmutzung
von außen geschützt und kann sicher transportiert werden. Durch Verschließen der Türen
72 auf beiden Seiten und der Klappe 76 ist ein hermetischer Verschluss herstellbar,
so dass möglicherweise austretende flüchtige Komponenten aus dem Flavourbehälter 12
oder aus den internen Leitungssystemen nicht aus der Vorrichtung 1 gelangen können.
Bezugszeichenliste:
[0082]
- 1
- Vorrichtung zum Dosieren von Zusatzstoffen in Rauchartikel
- 2
- Gehäuse
- 3
- Gehäuseteil zur Aufnahme von Haltevorrichtung
- 4
- Behältergriffe
- 5
- Zulauf zur Pumpe
- 6
- Kupplungseinheit am Behälter
- 7
- Leitung vom Dosiersystem zu einer Injektionsvorrichtung
- 8
- Rücklauf von Dosiersystem
- 9
- Ventil
- 10
- Schiene
- 11
- Erster Behälter für Reinigungsmittel
- 12
- Zweiter Behälter für Zusatzstoff
- 13
- Dritter Behälter für kontaminiertes Reinigungsmittel
- 14
- Griffe
- 15
- Bedienpanel
- 16
- Bewegbare Kupplungseinheiten
- 17
- Kupplungseinheit für externen Tank
- 18
- Führungsstifte
- 19
- Verbindungselement
- 20
- Öffnung im Zusatzstoffbehälter
- 21
- Behälterrückseite
- 22
- Behälterseitenwand
- 23
- Öffnung für Heizelement
- 24
- Behälteröffnung
- 25
- Behälterdeckel
- 26
- Gemeinsame Abdeckung
- 27
- Öffnung für Rührwerk
- 28
- Öffnung für Füllstandsensor
- 29
- Öffnung für Temperatursensor
- 30
- Druckluftversorgungseinheit
- 31
- Erstes Modul zur Reinigung (Filterregelventil)
- 32
- Zweites Modul zur Reinigung
- 33
- Manuelles Einschaltventil
- 34
- Elektrisches Einschaltventil
- 35
- Druckaufbauventil
- 36
- Abzweigmodul
- 37
- Feinfilter (1 µm)
- 38
- Feinstfilter (0,01 µm)
- 39
- Aktivkohlefilter
- 40
- Erste Haltevorrichtung für Behälter
- 41
- Querstreben
- 42
- Seitenteil
- 43
- Seitenteil
- 44
- Hängevorrichtung
- 45
- Abtropfeinheiten
- 46
- Füllstandsensor
- 47
- Radarsonde
- 48
- Rührwerk
- 49
- Abdeckung für Flavourbehälter
- 50
- Gestell
- 51
- Erste Führungsschiene
- 52
- Zweite Führungsschiene
- 53
- Dritte Führungsschiene
- 54
- Kupplungsschlitten
- 55
- Erste Kupplungsposition
- 56
- Zweite Kupplungsposition
- 57
- Anschluss für Leitung
- 59
- Federanordnung
- 60
- Pneumatisch verschiebbares Modul
- 61
- Erster Kupplungswagen
- 62
- Zweiter Kupplungswagen
- 63
- Dritter Kupplungswagen
- 64
- Aufbau
- 65
- Kupplungsplatte
- 66
- Pumpe
- 67
- Motor
- 68
- Messsensor
- 69
- Druckluftanschluss für pneumatischen Antrieb
- 70
- Einstrangzigarettenmaschine
- 71
- Tabakstrang oder Filter
- 72
- Doppeltür zur Behälteraufnahme
- 73
- Steuersignale von Zigarettenmaschine
- 74
- Rollen
- 75
- Abdeckung über Druckluftversorgungseinheit und elektrische Komponenten
- 76
- Klappe über Dosiersystem
- 77
- Steuereinheit der Flavourdosieranordnung
- 78
- Behälterseite mit Injektionsvorrichtung
- 79
- Behälterseite mit Schnellkupplung für externen Tank
- 80
- Steuereinheit Zigarettenmaschine
- 81
- Luft- und Flavourleitung mit Kupplung für Injektionsvorrichtung
- 82
- Steuersignale an Hebevorrichtung
- 83
- Steuersignale an Kupplungswagen
- 84
- Lufteingang Luftversorgungseinheit
- 85
- Injektionsvorrichtung
- 86
- Luftausgang Luftversorgungseinheit
- 87
- Luftleitung für pneumatische Antriebe
- 88
- Dosiersystem
- 89
- Steuerungssignal Dosiersystem
- 90
- Externer Tank
- 91
- Leitung zum externen Tank
- 92
- Schnellkupplungseinheit
- 93
- Betätigungselement
- 94
- Griffe an gemeinsamer Abdeckung
- 95
- Mobile Aufnahme für 50L-Tank
- 96
- Heizsystem
- 97
- Heizelement
- 98
- Ebene für Dosiersysteme
- 99
- Zweite Haltevorrichtung
- 100
- Hebevorrichtung
- 101
- Öffnung zur Entnahme im Reinigungsmittelbehälter
- 102
- Öffnung im Behälter für kontaminiertes Reinigungsmittel
- 103
- Führung der zweiten Haltevorrichtung
- 104
- Ausnehmungen in gemeinsamer Abdeckung
- A
- Achse parallel zur Führungsschiene
- B
- Achse quer zur Führungsschiene
- X,Y,Z
- Bewegungsrichtungen der Kupplungsplatte
1. Vorrichtung (1) zum Dosieren von Zusatzstoffen in Rauchartikel, mit einem Gehäuse
(2), wenigstens einem Behälter (12) für die zu dosierenden Zusatzstoffe, einer dem
wenigstens einen Behälter (12) zugeordneten Behälterabdeckung (26, 49), wenigstens
einem Dosiersystem (88) mit einer Pumpe (66), wobei ein Zulauf (5) der Pumpe (66)
mit dem wenigstens einen Behälter (12) verbindbar ist und der Ablauf (7) der Pumpe
mit einer Injektionsvorrichtung (85) zur Versorgung einer Zigarettenmaschine (70)
oder Filtermaschine mit Zusatzstoff verbindbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gehäuse (2) wenigstens eine erste Haltevorrichtung (40) zur Aufnahme des wenigstens
einen Behälters (12) aufweist und/oder eine zweite Haltevorrichtung (99) zur Halterung
der Behälterabdeckung (26, 49) aufweist,
wobei die erste Haltevorrichtung (40) und/oder die zweite Haltevorrichtung (99) relativ
zum Gehäuse (2) beweglich, insbesondere verschiebbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die erste Haltevorrichtung (40) und/oder die zweite
Haltevorrichtung (99) über wenigstens eine am Gehäuse (2) ortsfest angeordnete Schiene
gegenüber dem Gehäuse (2) verschiebbar gelagert ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Haltevorrichtung
(40) und/oder die zweite Haltevorrichtung (99) eine Sperrvorrichtung und/oder eine
Begrenzungseinrichtung aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Haltevorrichtung
(40) zur Aufnahme einer Mehrzahl von Behältern (11, 12), vorzugsweise zur Aufnahme
von drei Behältern (11, 12, 13), ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Behälterabdeckung (26,
49) zur Abdeckung einer Mehrzahl von Behältern (11, 12), vorzugsweise zur Abdeckung
von drei Behältern (11, 12, 13), ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Behälterabdeckung (26,
49) Mittel zum Messen (46, 47), Rühren (48), Heizen (97), Entnehmen und/oder Hinzufügen
von Inhaltsstoffen aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorrichtung (1) eine
Kupplungseinheit (17) aufweist, um mit einem externen Tank (90) zum Befüllen des wenigstens
einen Behälters (12) mit Zusatzstoffen verbindbar zu sein.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der wenigstens eine Behälter
(11, 12, 13) zur Zuordnung einer vorbestimmten Behälterposition in der Haltevorrichtung
(40) eine mechanische und/oder elektronische Codierung aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Haltevorrichtung
(99) über eine Hebevorrichtung (100) relativ zum Gehäuse (2) bewegbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei die Hebevorrichtung (100) manuell, pneumatisch,
hydraulisch oder elektromechanisch angetrieben ist
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 10, wobei die erste Haltevorrichtung
(40) Abtropfeinheiten (45) für die Mittel (46, 47, 48) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorrichtung eine Druckluftversorgungseinheit
(30) für die Injektionsvorrichtung (85) und/oder für pneumatische Antriebe der Vorrichtung
(1) aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, wobei die Druckluftversorgungseinheit (30) wenigstens
ein erstes Modul (31) mit einem Filter (37) zur Aufnahme von Feinpartikeln aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei dem ersten Modul (31) in der zur Injektionsvorrichtung
(85) führenden Leitung ein zweites Modul (32) mit einem Feinstpartikelfilter (38)
und/oder einem Aktivkohlefilter (39) nachgeordnet ist.
15. Verfahren zur Bedienung einer Vorrichtung zum Dosieren von Zusatzstoffen in Rauchartikel
mit einem Gehäuse (2) und darin angeordnet wenigstens einem Behälter (11) für die
zu dosierenden Zusatzstoffe, einer dem wenigstens einen Behälter (12) zugeordneten
Behälterabdeckung (49) und wenigstens einem Dosiersystem (66), umfassend die folgenden
Verfahrensschritte:
- Bewegen einer den wenigstens einen Behälter (11) aufnehmenden ersten Haltevorrichtung
(40) und/ oder einer die Behälterabdeckung (49) halternden zweiten Haltevorrichtung
(99) entlang einer am Gehäuse (2) ortsfest angeordneten Führung von einer Grundposition
in eine Zugriffsposition;
- Manipulation des wenigstens einen Behälters (12) und/oder der Behälterabdeckung
und/oder von an der Behälterabdeckung angeordneten Mitteln zum Messen (46, 47), Rühren
(48), Heizen (97), Entnehmen und/oder Hinzufügen von Flüssigkeit;
- Bewegen der ersten Haltevorrichtung (40) und/oder der zweiten Haltevorrichtung (99)
zurück in die Grundposition.
16. Verfahren nach Anspruch 15, wobei das Bewegen der zweiten Haltevorrichtung (99) zwischen
der Grundposition und der Zugriffsposition mittels einer Hebevorrichtung (100) erfolgt,
wobei in der Grundposition die an der Behälterabdeckung (49) befestigten Mittel (46,
47, 48, 97) in wenigstens eine Behälteröffnung (24) eingeführt sind, um Eigenschaften
der Inhaltsstoffe zu messen und/oder Inhaltsstoffe zu rühren, heizen, zu entnehmen
und/oder hinzuzufügen.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
wobei nach Erreichen der Zugriffsposition der zweiten Haltevorrichtung (99) die erste
Haltevorrichtung (40) in horizontaler Richtung aus dem Gehäuse (2) von der Grundposition
in die Zugriffsposition bewegt wird, um den wenigstens einen in der ersten Haltevorrichtung
(40) angeordneten Behältern (12), vorzugsweise die drei in der ersten Haltevorrichtung
(40) angeordneten Behälter (11, 12, 13), entnehmen zu können.
18. Verfahren nach Anspruch 17,
wobei in der Zugriffsposition der ersten Haltevorrichtung (40) und der zweiten Haltevorrichtung
(99) die an der Behälterabdeckung (49, 26) befestigten Mittel (46, 47, 48, 97) über
Abtropfeinheiten (45) positioniert werden.
19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 15 bis 18,
wobei das Bewegen der ersten Haltevorrichtung (40) und/oder der zweiten Haltevorrichtung
(99) zwischen der Grundposition und der Zugriffsposition nach Lösen einer Sperrvorrichtung
erfolgt.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Vorrichtung (1) zum Dosieren von Zusatzstoffen in Rauchartikeln, mit einem Gehäuse
(2), wenigstens einem Behälter (12) für die zu dosierenden Zusatzstoffe, einer dem
wenigstens einen Behälter (12) zugeordneten Behälterabdeckung (49),
wenigstens einem Dosiersystem (88) mit einer Pumpe (66), wobei ein Zulauf (5) der
Pumpe (66) mit dem wenigstens einen Behälter (12) verbindbar ist und der Ablauf (7)
der Pumpe mit einer Injektionsvorrichtung (85) zur Versorgung einer Zigarettenmaschine
(70) oder Filtermaschine mit Zusatzstoff verbindbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gehäuse (2) wenigstens eine erste Haltevorrichtung (40) zur Aufnahme des wenigstens
einen Behälters (12) aufweist und/oder eine zweite Haltevorrichtung (99) zur Halterung
der Behälterabdeckung (49) aufweist,
wobei die Behälterabdeckung (49, 26) Mittel zum Messen (46, 47), Rühren (48), Heizen
(97), Entnehmen und/oder Hinzufügen von Inhaltsstoffen aufweist wobei die erste Haltevorrichtung
(40) und/oder die zweite Haltevorrichtung (99) relativ zum Gehäuse (2) beweglich,
insbesondere verschiebbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die erste Haltevorrichtung (40) und/oder die zweite
Haltevorrichtung (99) über wenigstens eine am Gehäuse (2) ortsfest angeordnete Schiene
(10) gegenüber dem Gehäuse (2) verschiebbar gelagert ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Haltevorrichtung
(40) und/oder die zweite Haltevorrichtung (99) eine Sperrvorrichtung und/oder eine
Begrenzungseinrichtung aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Haltevorrichtung
(40) zur Aufnahme einer Mehrzahl von Behältern (11, 12), vorzugsweise zur Aufnahme
von drei Behältern (11, 12, 13), ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Behälterabdeckung
(26) zur Abdeckung einer Mehrzahl von Behältern (11, 12), vorzugsweise zur Abdeckung
von drei Behältern (11, 12, 13), ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorrichtung (1) eine
Kupplungseinheit (17) aufweist, um mit einem externen Tank (90) zum Befüllen des wenigstens
einen Behälters (12) mit Zusatzstoffen verbindbar zu sein.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der wenigstens eine Behälter
(11, 12, 13) eine mechanische und/oder elektronische Codierung aufweist, um den Behälter
einer vorbestimmten Behälterposition in der Haltevorrichtung (40) zuzuordnen.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Haltevorrichtung
(99) über eine Hebevorrichtung (100) relativ zum Gehäuse (2) bewegbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die Hebevorrichtung (100) manuell, pneumatisch,
hydraulisch oder elektromechanisch angetrieben ist
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Haltevorrichtung
(40) Abtropfeinheiten (45) für die Mittel (46, 47, 48) aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorrichtung eine Druckluftversorgungseinheit
(30) für die Injektionsvorrichtung (85) und/oder für pneumatische Antriebe der Vorrichtung
(1) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die Druckluftversorgungseinheit (30) wenigstens
ein erstes Modul (31) mit einem Filter (37) zur Aufnahme von Feinpartikeln aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, wobei dem ersten Modul (31) in der zur Injektionsvorrichtung
(85) führenden Leitung ein zweites Modul (32) mit einem Feinstpartikelfilter (38)
und/oder einem Aktivkohlefilter (39) nachgeordnet ist.
14. Verfahren zur Bedienung einer Vorrichtung zum Dosieren von Zusatzstoffen in Rauchartikeln
mit einem Gehäuse (2) und darin angeordnet wenigstens einem Behälter (11) für die
zu dosierenden Zusatzstoffe, einer dem wenigstens einen Behälter (12) zugeordneten
Behälterabdeckung (49) und wenigstens einem Dosiersystem (66), umfassend die folgenden
Verfahrensschritte:
- Bewegen einer den wenigstens einen Behälter (11) aufnehmenden ersten Haltevorrichtung
(40) und/ oder einer die Behälterabdeckung (49) halternden zweiten Haltevorrichtung
(99) entlang einer am Gehäuse (2) ortsfest angeordneten Führung von einer Grundposition
in eine Zugriffsposition;
- Manipulation des wenigstens einen Behälters (12) und/oder der Behälterabdeckung
und/oder von an der Behälterabdeckung angeordneten Mitteln zum Messen (46, 47), Rühren
(48), Heizen (97), Entnehmen und/oder Hinzufügen von Flüssigkeit;
- Bewegen der ersten Haltevorrichtung (40) und/oder der zweiten Haltevorrichtung (99)
zurück in die Grundposition.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei das Bewegen der zweiten Haltevorrichtung (99) zwischen
der Grundposition und der Zugriffsposition mittels einer Hebevorrichtung (100) erfolgt,
wobei in der Grundposition die an der Behälterabdeckung (49) befestigten Mittel (46,
47, 48, 97) in wenigstens eine Behälteröffnung (24) eingeführt sind, um Eigenschaften
der Inhaltsstoffe zu messen und/oder Inhaltsstoffe zu rühren, heizen, zu entnehmen
und/oder hinzuzufügen.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
wobei nach Erreichen der Zugriffsposition der zweiten Haltevorrichtung (99) die erste
Haltevorrichtung (40) in horizontaler Richtung aus dem Gehäuse (2) von der Grundposition
in die Zugriffsposition bewegt wird, um den wenigstens einen in der ersten Haltevorrichtung
(40) angeordneten Behältern (12), vorzugsweise die drei in der ersten Haltevorrichtung
(40) angeordneten Behälter (11, 12, 13), entnehmen zu können.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
wobei in der Zugriffsposition der ersten Haltevorrichtung (40) und der zweiten Haltevorrichtung
(99) die an der Behälterabdeckung (49, 26) befestigten Mittel (46, 47, 48, 97) über
Abtropfeinheiten (45) positioniert werden.
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 14 bis 17,
wobei das Bewegen der ersten Haltevorrichtung (40) und/oder der zweiten Haltevorrichtung
(99) zwischen der Grundposition und der Zugriffsposition nach Lösen einer Sperrvorrichtung
erfolgt.