[0001] Die vorliegende Erfindung liegt auf dem Gebiet der Radialgebläse für Haushaltsgeräte
und insbesondere Wäschebehandlungsgeräte und betrifft ein Gehäuse für ein Radialgebläse
mit einem inneren Wandbereich auf einer Lufteintrittsseite eines in dem Gehäuse um
eine Drehachse drehbar lagerbaren Radialgebläserades, welcher dem Radialgebläserad
zugewandt ist.
[0002] Ein derartiges Gehäuse und ein Radialgebläse sind aus der
EP 1 637 643 A2 bekannt, die einen Wäschetrockner mit einem Gebläse beschreibt, das ein Gebläsegehäuse
aufweist. Das Gebläsegehäuse dient zur Luftstromführung um ein drehbar in dem Gehäuse
gelagertes Radialgebläserad (Flügelrad), das im zentralen Radbereich zuströmende Luft
ansaugt und aus einer radialen Ausströmöffnung aus dem Gehäuse heraus fördert.
[0003] Aus der
EP 0 702 105 B1 ist ein Haushaltsgerät bekannt, in dem ein Radial-Gebläserad in einem Spiralgehäuse
drehbar eingebaut ist und die zu fördernde Luft axial zuströmt. Das Gebläsegehäuse
kann insbesondere in einem Gebläse für einen Wäschetrockner verwendet werden.
[0004] Die
EP 1 990 465 A1 betrifft einen Luftführungskanal eines Wäschetrockners, der Luft zu einem Radialgebläse
zuführt, wobei als geräuschmindernde Maßnahme in einem luft-stromumlenkenden Abschnitt
des Luftführungskanals ein Verdrängungskörper angeordnet ist.
[0005] Ebenfalls mit Blick auf die Geräuschentwicklung schlägt die
DE 199 18 085 A1 ein Gebläse zur Förderung von Prozessluft in einem Wäschetrockner mit einem Spiralgehäuse
vor, in dem ein Rotor mit am Umfang verteilten Schaufeln und einer konzentrischen
Ansaugöffnung gelagert ist. Die Ansaugöffnung ist von einer mit den Schaufeln einseitig
verbundenen Deckscheibe umgeben, wobei die der Deckscheibe zugewandte Seite jeder
Schaufel zur Wirkungsgradverbesserung und Geräuschverminderung in einer in bestimmter
Weise gekrümmten Linie verläuft.
[0006] Dennoch ist in bisher bekannten Gebläsen der Wirkungsgrad des Gebläses nicht immer
zufriedenstellend, wodurch ein erhöhter Gesamtenergiebedarf bzw. ein erhöhter Leistungsbedarf
erforderlich ist. Dadurch kann die Kundenzufriedenheit beeinträchtigt werden.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt als eine Aufgabe zugrunde, ein Gehäuse für ein Radialgebläse
und ein Radialgebläse (auch als Zentrifugalventilator, Zentrifugalgebläse oder Trommelläufergebläse
bezeichnet) bereitzustellen, welches einen erhöhten Wirkungsgrad hat und dadurch eine
Geräteenergie-Effizienzsteigerung ermöglicht und gleichzeitig eine Geräuschminderung
erreicht.
[0008] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs gelöst.
Weitere Einzelheiten, Aspekte, Vorteile und bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung
sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung, der weiteren Patentansprüche sowie
der Zeichnung und deren Beschreibung.
[0009] Demgemäß ist bei einem Gehäuse der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen,
dass der innere Wandbereich gegenüber einer zur Drehachse senkrechten Ebene des Radialgebläserades
geneigt angeordnet ist.
[0010] Dadurch, dass der innere Wandbereich, welcher insbesondere einen Teil eines inneren
Luftraums des Radialgebläsegehäuses begrenzt, geneigt (bzw. schräg bzw. gekippt) zu
der Ebene senkrecht zu der Drehachse des Radialgebläserades angeordnet bzw. orientiert
ist, wird eine optimierte Strömung der geförderten Luft realisiert, wodurch eine Gesamtenergie-Effizienzsteigerung
und eine Geräuschminderung erreicht werden können. Dies kann sich insbesondere in
Zeiten zunehmender Energiekosten und wachsenden Ressourcenbewusstseins positiv auf
die Kundenzufriedenheit auswirken. Insbesondere kann der geneigte innere Wandbereich
(im Folgenden auch als ein Spiralboden, insbesondere schräger Spiralboden bezeichnet)
als ein Bindeglied zwischen beengtem Bauraum und optimiert gestalteten Luftwegen dienen.
[0011] In einem konventionellen Radialgebläse ist eine vollständige Potentialausschöpfung
zuweilen durch einen knapp bemessenen Bauraum unmittelbar um das Gebläse herum beschränkt,
so dass höchsten Anforderungen hinsichtlich Leistung, Energieeffizienz, Lebensdauer
und Geräuschemission nicht immer genügt werden kann.
[0012] Der geneigte innere Wandbereich kann insbesondere als optimierte Strömungsführung
für Luft dienen, welche an der Lufteintrittsseite in das Gebläse eintritt und durch
das Radialgebläserad radial nach außen beschleunigt wird, um sodann das Radialgebläse
an einer Luftaustrittsöffnung zu verlassen. Dabei kann es innerhalb des Innenraums
des Radialgebläsegehäuses zu einer so genannten sekundären Rückzirkulation in das
Radialgebläserad (auch als Flügelrad oder Trommelläufer bezeichnet) kommen, welche
durch den geneigt angeordneten inneren Wandbereich vermindert werden kann. Aufgrund
dieser Orientierung bzw. Anordnung des inneren Wandbereichs können unter anderem störende
Wirbelgeneratoren ("bottleneck") und störende dreidimensional gerichtete Strömungsfäden
nahe dem Gehäuse vermindert oder ganz eliminiert werden. Neben einer Verminderung
einer sekundären Rückzirkulation kann der geneigt angeordnete innere Wandbereich auch
zu einer optimierten Strömungsführung der austretenden Luft führen, welche das Radialgebläsegehäuse
durch die Luftaustrittsöffnung verlässt.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der innere
Wandbereich derart geneigt, dass er einen inneren Luftraum des Gehäuses axial begrenzt,
sodass die axiale Ausdehnung des Luftraums im Bereich (insbesondere entlang einer
Umfangsrichtung senkrecht zur axialen Richtung und senkrecht zur radialen Richtung)
einer Luftaustrittsöffnung minimal ist. Die "axiale Richtung" versteht sich dabei
als eine Richtung parallel zur Drehachse des Radialgebläserades, die radiale Richtung
ist als eine Richtung senkrecht zu der axialen Richtung zu verstehen. Da somit die
axiale Ausdehnung des Luftraums an dem Umfangspositionsbereich, bei dem sich eine
Luftaustrittsöffnung befindet, kleiner ist als an anderen Umfangspositionen, wird
eine verbesserte Führung der Luft zu der Luftaustrittsöffnung hin erreicht, wodurch
eine höhere Energieeffizienz und eine Geräuschminderung sowie eine Leistungserhöhung
erzielt werden können.
[0014] Das Radialgebläserad kann um die Drehachse rotieren und umfasst Luftschaufeln zum
Beschleunigen der Luft in die radiale Richtung. Die Luftaustrittsöffnung kann sich
dabei insbesondere in einer Umfangsbegrenzungswand des Radialgebläsegehäuses befinden.
[0015] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bildet
der innere Wandbereich (auch) einen Teil eines Übergangs zur Luftaustrittsöffnung
hin. Der innere Wandbereich weist bevorzugt eine Erweiterung in dem Umfangspositionsbereich
auf, an dem sich eine Luftaustrittsöffnung befindet. Die bevorzugt trichterförmige
Erweiterung des inneren Wandbereichs kann dabei eine Struktur umfassen, welche sich
in tangentialer Richtung (senkrecht zu der axialen Richtung und senkrecht zu der radialen
Richtung) erstreckt und sich in einer Ausdehnung senkrecht zu der tangentialen Richtung
(entlang der tangentialen Richtung) erweitert bzw. vergrößert. Die trichterförmige
Erweiterung kann insbesondere trompeten- oder kegelförmig sein. Damit kann der innere
Wandbereich bis über einen Luftaustrittsbereich des Radialgebläses tangential hinaus
reichen, um die aus dem Radialgebläse austretende Luft vorteilhaft zu einer anschließenden
Luftleitung oder einem Führungssystem zu leiten und so den Strömungswiderstand zu
vermindern.
[0016] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der
innere Wandbereich zumindest abschnittsweise eben. Durch eine (teilweise) ebene oder
plane Ausbildung des inneren Wandbereichs kann eine vorteilhafte Strömung der durch
das Radialgebläserad beschleunigten Luft entlang des inneren Wandbereichs unter Verminderung
des Strömungswiderstandes gewährleistet werden. Auch kann dadurch der innere Wandbereich,
welcher nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung insbesondere
als ein Einlegeteil für ein existierendes Gebläsegehäuse ausgebildet sein kann, auch
einfach in einer Herstellung sein.
[0017] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist
der innere Wandbereich zumindest teilweise eine Ringform mit einem annähernd kreisförmigen
Freiraum auf, durch den hindurch ein Lufteintritt ermöglicht ist. Die Ringform kann
dabei einen Lufteintrittsbereich des Radialgebläses umschließen. Insbesondere kann
(zur Nachrüstung) der innere Wandbereich in konventionellen Radialgebläsen verwendet
werden, welche einen Lufteintritt in axialer Richtung erlauben, d.h. entlang oder
parallel zu der Drehachse des Radialgebläserades, und welche häufig durch einen kreisförmigen
Öffnungsquerschnitt einen axial gerichteten Luftstromeintritt in das Gebläse erlauben.
Aufgrund der geneigten Orientierung des inneren Wandbereichs können die Ringform und/oder
auch der Freiraum von einer exakten Kreisform abweichen und stattdessen insbesondere
eine Ellipsenform aufweisen. Insbesondere können die Ringform und/oder der Freiraum,
wenn entlang der axialen Richtung projiziert, eine Kreisform ergeben.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der innere Wandbereich
in einem Umfangsabschnitt des Ringes eine Ausnehmung oder Auswölbung auf, um eine
Kollision mit dem Radialgebläserad zu vermeiden. Die Auswölbung des inneren Wandbereichs
kann - von dem Innenraum des Radialgebläsegehäuses aus gesehen - eine gekrümmte oder
gebogene, insbesondere konkave Form aufweisen. Die Auswölbung kann sich über einen
Teilbereich des Umfangs erstrecken, z.B. über einen Winkelbereich von etwa 50° bis
120°. Die Auswölbung kann dabei an den Grenzen des Teilbereichs spitz zulaufen und/oder
in ihrer radialen Ausdehnung von einer Umfangsgrenze bis zu einem Maximum zunehmen,
um daraufhin zu einer anderen Umfangsgrenze hin in ihrer radialen Ausdehnung wieder
abzunehmen. Damit kann eine Verbauung des inneren Wandbereichs auch in beengten Verhältnissen
erreicht werden, indem die Auswölbung im zusammengebauten Zustand des Radialgebläsegehäuses
bzw. des Radialgebläses einen aufgrund der Auswölbung vergrößerten Freiraum zur Aufnahme
und Rotation des Radialgebläserades bereitstellt.
[0019] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Auswölbung
in Projektion von einem sichelförmigen Rand begrenzt. Der sichelförmige Rand kann
dabei insbesondere einen radial inneren Rand und einen radial äußeren Rand umfassen,
zwischen denen der innere Wandbereich axial weiter (in Richtung eines Lufteintritts
gesehen) flussabwärts liegt, d.h. eine Auswölbung aufweist, als in Bereichen des inneren
Wandbereichs außerhalb der Auswölbung. Damit kann in vorteilhafter Weise einem Radialgebläserad
Raum innerhalb des Radialgebläsegehäuses zur Verfügung gestellt werden.
[0020] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Radialgebläsegehäuse
einen äußeren ringförmigen, insbesondere (in Richtung einströmender Luft betrachtet)
konvexen Wandbereich auf der Lufteintrittsseite auf, welcher sich in Richtung der
Lufteintrittsrichtung von einer ersten axialen Position zu einer zweiten axialen Position
in seiner radialen Ausdehnung verjüngt, wobei der innere Wandbereich derart geneigt
ist, um sich in einem Raumbereich zu erstrecken, der axial durch die erste axiale
Position und insbesondere zumindest annähernd durch die zweite axiale Position begrenzt
ist. Der äußere ringförmige Wandbereich kann einen Lufteintrittsbereich zum Eintritt
von Luft in axialer Richtung begrenzen. Der äußere Wandbereich kann einen Teil einer
äußeren Oberfläche des Radialgebläsegehäuses darstellen oder bilden. Die zweite axiale
Position kann in Richtung der eintretenden Luft gesehen stromabwärts der ersten axialen
Position angeordnet sein. Damit kann der innere Wandbereich in einem konventionellen
Radialgebläsegehäuse verwendet werden, da er derart geneigt ist, um mit einem herkömmlichen
Lufteintrittswandbereich kompatibel zu sein. Insbesondere kann der äußere ringförmige
Wandbereich trichterförmig ausgebildet sein, um einen strömungsgünstigen Lufteintritt
zu ermöglichen.
[0021] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist der
innere Wandbereich von einem separaten Teil gebildet und an wenigstens einem weiteren
Wandbereich, insbesondere in Umfangsrichtung, des Gehäuses befestigbar ausgebildet.
Dadurch kann der innere Wandbereich auch nachträglich in einem (konventionellen) Radialgebläsegehäuse
befestigt werden, um so in einfacher Weise ein konventionelles Radialgebläsegehäuse
zur Steigerung der Energieeffizienz und Performance sowie zur Minderung der Geräuschbelastung
nachzurüsten.
[0022] Das Radialgebläsegehäuse kann eine Spiralform aufweisen, wobei der innere Wandbereich
eine Form einer Projektion einer Spiralform aufweist. Die Spiralform (welche in Projektion
eine Ähnlichkeit mit einem schematisierten Posthorn haben kann) kann wie schon erwähnt
eine günstige Strömung der Luft erlauben, insbesondere in dem Austrittsbereich. Der
innere Wandbereich kann eine Verbesserung der Strömungseigenschaft sowohl in dem Teil
des Innenraums, welcher nahe den Schaufelrädern des Radialgebläserades gelegen ist,
als auch in Raumbereichen, welche der Luftaustrittsöffnung benachbart sind, erlauben,
um somit auch positiven Einfluss auf die Strömung der Luft in weiter stromabwärts
gelegene Komponenten haben zu können.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Radialgebläsegehäuse
ferner eine insbesondere an die Luftaustrittsöffnung angeschlossene Luftaustrittsleitung
auf, welche an einer radialen Position eine minimale Innenausdehnung in Axialrichtung
(des Gehäuses) aufweist, wobei der innere Wandbereich derart geneigt ist, dass eine
Verlängerung des geneigten Wandbereichs zu der radialen Position hin axial innerhalb
eines Bereichs liegt, der höchstens das 1,5fache bis 2,5fache der minimalen Innenausdehnung
der Luftaustrittsleitung beträgt. Die Luftaustrittsleitung kann nämlich aufgrund eines
begrenzten Bauraums eine engste Stelle (hinsichtlich einer Innenausdehnung) aufweisen,
welche einer Luftströmung einen erhöhten Widerstand entgegensetzt. Aufgrund der Neigung
des inneren Wandbereichs kann jedoch austretende Luft in optimierter Weise auf diese
verengte Stelle der Luftaustrittsleitung gerichtet werden, um somit ein günstiges
Abströmen erreichen zu können, was sich geräuschmindernd, leistungssteigernd und energiebedarfsvermindernd
auswirken kann.
[0024] Mit der vorliegenden Erfindung ist auch ein Haushaltsgerät bereitgestellt, insbesondere
ein Trockner oder Waschtrockner, mit einem Radialgebläsegehäuse oder gemäß einer der
vorangehend beschriebenen Ausführungsformen.
[0025] Merkmale, welche individuell oder in irgendeiner Kombination im Zusammenhang mit
einem Radialgebläsegehäuse beschrieben, genannt oder erläutert worden sind, können
ebenso auch individuell oder in irgendeiner Kombination bei einem oder für ein Radialgebläse
anwendbar sein.
[0026] Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben,
wobei die Erfindung nicht auf die illustrierten oder beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt ist. Es zeigen:
- Figur 1
- schematisch im Querschnitt ein Radialgebläse mit einem Radialgebläsegehäuse,
- Figuren 2A, 2B und 2C
- schematisch im Querschnitt Schritte zum Zusammensetzen eines Radialgebläsegehäuses
und
- Figur 3
- eine teilweise weggebrochene perspektivische Ansicht eines Radialgebläsegehäuses.
[0027] Figur 1 zeigt in einer schematischen Querschnittdarstellung ein Radialgebläse 100
mit einem Radialgebläsegehäuse 101. Das Radialgebläse 100 weist ein Radialgebläserad
103 auf, welches durch eine Welle 105 angetrieben rotieren kann und Schaufelräder
107 aufweist. Diese sind so ausgebildet, dass sie Luft 108 entlang einer axialen Richtung
109 ansaugen und die Luft 108 in eine radiale Richtung 111 beschleunigen. In einem
Umfangsbereich 112, der in der Schnittebene der Fig. 1 liegt, gelangt die so beschleunigte
Luft 108 durch eine Luftaustrittsöffnung 113 und eine Luftaustrittsleitung 115 aus
dem Gehäuse 101 heraus. Die Luft 108 gelangt anschließend zu ihrer weiteren (nicht
dargestellten) Verwendung, z.B. zur Wäschetrocknung, in eine Wäschetrommel.
[0028] Das Gehäuse 101 weist einen äußeren ringförmigen Wandbereich 117 auf, welcher auf
der Lufteintrittsseite bzw. dem Lufteintrittsbereich 118 des Gehäuses 101 liegt. Der
Wandbereich 117 erstreckt sich von einer ersten axialen Position 119 zu einer zweiten
axialen Position 121 und verjüngt sich dabei von einer ersten radialen Ausdehnung
123 zu einer zweiten radialen Ausdehnung 125. Aufgrund dieser trichterförmigen Form
oder Verjüngung des Querschnitts des freien Lufteintrittsbereichs 118 ist eine strömungsoptimierte
Einströmung von Luft entlang der axialen Richtung 109 ermöglicht.
[0029] Ebenfalls auf der Lufteintrittsseite 118 des Radialgebläsegehäuses 101 ist ein innerer
Wandbereich 127 (Gebläseboden, insbesondere Gebläsezwischenboden) angeordnet (der
gestrichelt gezeichnete Abschnitt liegt hinter der äußeren Wand 117), welcher gegenüber
einer Ebene 129, die senkrecht zu der Drehachse 105 des Radialgebläserades 103 steht,
um einen Winkel α geneigt ist, der besonders bevorzugt zwischen 5° und 30° liegt.
Mittels des inneren Wandbereichs 127, welcher nicht in dem Lufteintrittsbereich 118
vorhanden ist, sondern lediglich in einem radialen Bereich zwischen der ersten radialen
Ausdehnung (Position) 123 und der zweiten radialen Ausdehnung (Position) 125 vorhanden
ist, wird ein innerer Luftraum 131 des Radialgebläsegehäuses 101 axial begrenzt, und
zwar je nach Umfangsposition zwischen der ersten axialen Position 119 und einer dritten
axialen Position 133 bzw. zwischen der zweiten axialen Position 121 und der dritten
axialen Position 133. Dabei erfolgt eine engere axiale Begrenzung zwischen der zweiten
axialen Position 121 und der dritten axialen Position 133 an einer Umfangsposition
(oder einem Umfangsbereich), wo sich die Austrittsöffnung 113 befindet.
[0030] Die Luftaustrittsleitung 115 ist an die Luftaustrittsöffnung 113 angeschlossen und
hat in Axialrichtung gemessen an einer radialen Position 135 eine minimale Innenausdehnung
137. Der innere Wandbereich 127 ist derart um den Winkel α relativ zu der Ebene 129
geneigt, dass eine gedachte Verlängerung des geneigten Wandbereichs zu der radialen
Position 135 hin (Kreuzungspunkt 140) innerhalb eines Bereichs liegt, der höchstens
das etwa 1,5fache bis 2,5fache der minimalen Innenausdehnung 137 der Luftaustrittsleitung
115 beträgt. Der Kreuzungspunkt 140 hat von dem axialen Mittelpunkt 138 der Luftaustrittsleitung
115 an der radialen Position 135 einen axialen Abstand, der zwischen dem 1,5fachen
und dem 2,5fachen der halben minimalen Innenausdehnung 137 der Luftaustrittsleitung
115 beträgt.
[0031] Der innere Wandbereich 127 weist nahe bei den Schaufelrädern 107 des Radialgebläserades
103, insbesondere zu der Austrittsöffnung 113 hin, eine nach außen gerichtete Auswölbung
139 auf, um eine Kollision mit dem Radialgebläserad 103 bzw. deren Schaufeln 107 zu
vermeiden.
[0032] Die Figuren 2A, 2B und 2C zeigen Schritte eines Herstellungs- bzw. Montageverfahrens
zum Herstellen eines Radialgebläsegehäuses 201 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung, wobei die Ansicht in axialer Richtung 209 (d.h. in Bezug zu Fig. 1 um 90°
gedreht) erfolgt. Figur 2A illustriert von innen gesehen den äußeren Wandbereich 217
des Spiralgebläsegehäuses mit einem Lufteintrittsbereich 218 und mit einer trichterförmigen
Erweiterung bei der Austrittsöffnung 213. Ein kreisförmiger Freiraum (Öffnung) 241
ist zum Eintritt von Luft entlang der axialen Richtung 209 bereitgestellt. Figur 2B
illustriert den inneren Wandbereich 227, welcher eine Erweiterung 228 in dem Umfangsbereich
212 aufweist, in dem sich die Luftaustrittsöffnung 213 befindet. Der innere Wandbereich
227 ist abschnittsweise eben und weist eine nahezu kreisförmige Ringform auf, allerdings
mit einer Auswölbung 239, welche durch je einen sichelförmigen Rand 243, 245 innen
bzw. außen radial begrenzt ist. Figur 2C zeigt den Zustand, bei welchem der innere
Wandbereich 227, welcher in Figur 2B separat illustriert ist, und der äußere Wandbereich
217 (Figur 2A) (bzw. ein konventionelles Radialgebläsegehäuse) zusammengesetzt wurden.
Dadurch ist eine Verbesserung der Leistungseigenschaften eines konventionellen Radialgebläsegehäuses
möglich.
[0033] Figur 3 illustriert in einer teilweise weggebrochenen perspektivischen Darstellung
ein Radialgebläsegehäuse 301 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Die axiale Richtung ist mit 309 und die radiale Richtung mit 311 bezeichnet. Der äußere
Wandbereich 317 begrenzt kreisförmig einen Lufteintrittsbereich 318, welcher mit einem
Freiraum 341 zusammenfällt, der von dem inneren Wandbereich 327 ausgespart ist. Der
innere Wandbereich 327 weist eine Auswölbung 339 auf, welche durch die sichelförmigen
Kanten 343, 345 begrenzt ist. Der innere Wandbereich 327 ist gegenüber einer Ebene
329 senkrecht auf eine Drehachse (parallel zu Richtung 309) um den Winkel α geneigt.
In einem Austrittsbereich 313 kann durch ein nicht dargestelltes Radialgebläserad
beschleunigte Luft austreten.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0034]
- α
- Winkel
- 100
- Radialgebläse
- 101
- Radialgebläsegehäuse
- 103
- Radialgebläserad
- 105
- Welle
- 107
- Schaufelräder
- 108
- Luft
- 109
- axiale Richtung
- 111
- radiale Richtung
- 112
- Umfangsbereich
- 113
- Luftaustrittsöffnung
- 115
- Luftaustrittsleitung
- 117
- äußerer Wandbereich
- 118
- Lufteintrittsbereich
- 119
- axiale Position
- 121
- zweite axiale Position
- 123
- erste radiale Ausdehnung
- 125
- zweite radiale Ausdehnung
- 127
- innerer Wandbereich
- 129
- Ebene
- 131
- innerer Luftraum
- 133
- dritte axiale Position
- 135
- radiale Position
- 137
- Innenausdehnung
- 138
- Mittelpunkt
- 139
- Auswölbung
- 140
- Kreuzungspunkt
- 201
- Radialgebläsegehäuse
- 209
- axiale Richtung
- 212
- Umfangsbereich
- 213
- Austrittsöffnung
- 217
- äußerer Wandbereich
- 218
- Lufteintrittsbereich
- 227
- innerer Wandbereich
- 228
- Erweiterung
- 239
- Auswölbung
- 241
- Freiraum (Öffnung)
- 243
- Rand
- 245
- Rand
- 301
- Radialgebläsegehäuse
- 309
- axiale Richtung
- 311
- radiale Richtung
- 313
- Austrittsbereich
- 317
- äußerer Wandbereich
- 318
- Lufteintrittsbereich
- 327
- innerer Wandbereich
- 329
- Ebene
- 339
- Auswölbung
- 341
- Freiraum
- 343
- Kante
- 345
- Kante
1. Gehäuse für ein Radialgebläse mit
einem inneren Wandbereich (127, 227, 327) auf einer Lufteintrittsseite (118, 218,
318) eines in dem Gehäuse um eine Drehachse (105) drehbar lagerbaren Radialgebläserades
(103), welcher dem Radialgebläserad (103) zugewandt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der innere Wandbereich (127, 227, 327) gegenüber einer zur Drehachse (105) senkrechten
Ebene (129, 329) des Radialgebläserades (103) geneigt angeordnet ist.
2. Gehäuse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der innere Wandbereich (127, 227, 327) derart geneigt ist, dass er einen inneren Luftraum
(131) des Gehäuses (101) axial (119, 121, 133) begrenzt, sodass die axiale Ausdehnung
des Luftraums (131) im Bereich einer Luftaustrittsöffnung (113, 213) des Gehäuses
minimal ist.
3. Gehäuse nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der innere Wandbereich (127, 227, 327) einen Teil eines Übergangs zur Luftaustrittsöffnung
(113, 313) hin bildet.
4. Gehäuse nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der innere Wandbereich (127, 227, 327) zumindest abschnittsweise eben ist.
5. Gehäuse nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der innere Wandbereich (127, 227, 327) zumindest teilweise eine Ringform mit einem
annähernd kreisförmigen Freiraum (241) aufweist, durch den ein Lufteintritt möglich
ist.
6. Gehäuse nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der innere Wandbereich in einem Umfangsabschnitt der Ringform eine Auswölbung (139,
239, 339) aufweist.
7. Gehäuse nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auswölbung (139, 239, 339) von einem sichelförmigen Rand (243, 245, 343, 345)
begrenzt ist.
8. Gehäuse nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen äußeren ringförmigen Wandbereich (117, 217, 317) auf der Lufteintrittsseite
(118, 228, 318), welcher sich in Richtung der Lufteintrittsrichtung von einer ersten
axialen Position (119) zu einer zweiten axialen Position (121) radial verjüngt, wobei
der innere Wandbereich (127, 227, 327) derart geneigt ist, dass er sich in einem Raumbereich
erstreckt, der axial durch die erste axiale Position (119) und zumindest annähernd durch die zweite axiale Position (121) begrenzt ist.
9. Gehäuse nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der innere Wandbereich (227) von einem separaten Teil gebildet ist und an wenigstens
einem weiteren Wandbereich des Gehäuses befestigbar ausgebildet ist.
10. Gehäuse nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Luftaustrittsleitung (115), welche an einer radialen Position (135) eine minimale
Innenausdehnung (137) in Axialrichtung (109) des Gehäuses aufweist, wobei der innere
Wandbereich (127) derart geneigt ist, dass eine Verlängerung des geneigten Wandbereichs
zu der radialen Position (135) hin axial innerhalb eines Bereichs liegt, der das 1,5fache
bis 2,5fache der minimalen Innenausdehnung (137) der Luftaustrittsleitung (115) beträgt.
11. Gebläse (100) für ein Haushaltsgerät, insbesondere für einen Trockner oder Waschtrockner,
mit einem Gehäuse für ein Radialgebläse (101) gemäß einem der vorangehenden Ansprüche.