[0001] Die Erfindung betrifft einen Haubenglühofen sowie ein Verfahren zum Betreiben eines
solchen gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 und 11.
[0002] Bei der Herstellung von kaltgewalztem Stahlband, das in Fachkreisen auch als "Kaltband"
bezeichnet wird, wird ein zuvor durch Walzen oberhalb der Rekristallisationstemperatur
des Stahls erzeugtes Warmband durch einen oder mehrere weitere Kaltwalzvorgänge bei
Temperaturen unterhalb der Rekristallisationstemperatur auf eine Dicke von weniger
als 3,0 mm heruntergewalzt, wodurch sich Feinblech in einem Dickenbereich von 3 mm
bis 0,5 mm oder gar weniger erzeugen lässt. Aufgrund der beim Kaltwalzvorgang erfolgenden
Streckung des Metallgefüges in der Verformungsrichtung steigt dabei die Festigkeit
des Werkstoffs an, wohingegen seine Verformbarkeit aufgrund der entstehenden Kaltverfestigung
gleichzeitig abnimmt. Durch die Kaltverfestigung ist das Kaltband für eine direkte
Weiterverarbeitung zu spröde und wird aus diesem Grunde im Anschluss an den Kaltwalzprozess
oftmals rekristallisierend geglüht, um hierdurch die Umformbarkeit des Werkstoffs
wieder herzustellen. Beim Rekristallisationsglühen handelt es sich um eine Wärmebehandlung
des Kaltbandes, welche darin besteht, dass der Werkstoff auf eine definierte Temperatur
oberhalb der Rekristallisationstemperatur von in etwa 750 Grad Celsius erwärmt, das
Temperaturniveau für eine vorgegebene Zeitdauer von mehreren Stunden gehalten und
der Werkstoff anschließend in definierter Weise entsprechend einem vorgegebenen Temperaturverlauf
abgekühlt wird.
[0003] Der Prozess, der hierfür bei der Anmelderin eingesetzt wird, ist das sogenannte Haubenglühen,
bei welchem das Kaltband zu einem Coil aufgerollt wird, und mehrere dieser Coils übereinander
unter einer geschlossenen, durch Gasbrenner erwärmten Heizhaube bei Temperaturen zwischen
500 Grad und 800 Grad Celsius in einer Schutzgasatmosphäre aus H
2 oder NH
x geglüht werden, um die aufwändig erzeugte blanke und glatte Oberfläche des Kaltbandes
nicht zu zerstören.
[0004] Ein zuvor beschriebener Haubenglühofen, der während der Aufheizphase ausschließlich
mit Gas betrieben wird, ist beispielsweise aus der
DE 1 186 888 A1 bekannt.
[0005] Aus der
AT 507 423A4 ist eine Haubenglühanlage mit zwei Glühsockeln zur Aufnahme von Glühgut bekannt,
auf die jeweils eine Schutzhaube aufsetzbar ist, unter der das Glühgut in einer Schutzgasatmosphäre
mittels eines Gebläses umgewälzt wird. Über die Schutzhaube ist von außen her eine
durch Gasbrenner beheizbare Heizhaube oder alternativ eine elektrisch beheizbare Heizhaube
aufsetzbar, um die Schutzhaube von außen her mit thermischer Energie zu beaufschlagen.
[0006] Darüber hinaus ist aus der
DE 479 851 ein Glühofen bekannt, bei dem zur Erwärmung des im Ofen zirkulierten Schutzgases
ein Erhitzer mit einem Gasbrenner hoher Leistung eingesetzt wird, dem zur Feinregulierung
der Temperatur des vorerhitzten Schutzgases ein elektrischer Erhitzer strömungsmäßig
nachgeordnet ist. Die Schrift gibt keinen Hinweis darauf, das durch den Ofen zirkulierte
Schutzgas entweder ausschließlich mit dem Gaserhitzer oder alternativ ausschließlich
mit dem elektrischen Erhitzer zu erwärmen.
[0007] Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Haubenglühofen sowie
ein Verfahren zu Betreiben eines solchen Haubenglühofens zu schaffen, mit denen sich
Leistungsschwankungen in einem öffentlichen Stromnetz vergleichmäßigen lassen. Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale von Anspruch 1 und 11 gelöst.
[0008] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0009] Gemäß der Erfindung umfasst ein Haubenglühofen zur thermischen Behandlung von kaltgewalztem
Stahlband einen Sockel mit einer darauf aufsetzbaren Schutzhaube, unter der ein Schutzgas,
bevorzugt Wasserstoff oder ein anderes inertes Gas, durch einen Gasbrenner erwärmt
und durch ein Gebläse zirkuliert wird. Das Stahlband ist bevorzugt ein zu einem Coil
aufgerolltes Stahlband, das durch einen vorhergehenden Kaltwalzvorgang kalt verfestigt
wurde. Das Stahlband wird in der Schutzgasatmosphäre durch das erwärmte Schutzgas
über mehrere Stunden hinweg auf eine Temperatur erwärmt, die bevorzugt oberhalb der
Rekristallisationsglühtemperatur für den zu glühenden Stahlwerkstoff liegt und wenigstens
500 °C beträgt.
[0010] Der erfindungsgemäße Haubenglühofen zeichnet sich dadurch aus, dass dieser zusätzlich
zu dem Gasbrenner eine elektrische Heizeinrichtung enthält, die eine thermische Heizleistung
besitzt, welche im Wesentlichen der Heizleistung des Gasbrenners entspricht, und die
so ausgelegt ist, dass das Stahlband im Haubenglühofen durch die elektrische Heizeinrichtung
allein bei abgeschaltetem Gasbrenner auf eine Temperatur oberhalb von 500°C, bevorzugt
oberhalb der Rekristallisationsglühtemperatur des Stahlwerkstoffs erwärmt werden kann,
die in der Regel im Bereich von ca. 730 °C liegt.
[0011] Obgleich prinzipiell die Beheizung des Ofens durch lediglich einen einzigen Gasbrenner
erfolgen kann, sind bevorzugt jedoch mehrere solcher Gasbrenner vorgesehen, deren
Flammen auf die Außenseiten einer Schutzhaube gerichtet sind, in deren Innenraum das
Schutzgas und die zu erhitzenden Stahlband-Coils aufgenommen sind.
[0012] Der erfindungsgemäße Haubenglühofen besitzt den Vorteil, dass dieser in höchstem
Maße ökonomisch betrieben werden kann. So ist es zunächst einmal möglich, den Ofen
bei einer hohen Auslastung des öffentlichen Stromnetzes in bekannter Weise allein
über den Gasbrenner zu betreiben, wodurch sich aufgrund der hohen Effizienz und im
Vergleich zu elektrischem Strom günstigen Energiekosten für das hierzu eingesetzte
Gas, bei dem es sich bevorzugt um Erdgas handelt, vergleichsweise günstige Betriebskosten
ergeben.
[0013] Wenn es aufgrund von Überkapazitäten im öffentlichen Stromnetz zu einem Überangebot
an Energie kommt, kann insbesondre während einer Aufheizphase der Betrieb der Gasbrenner
innerhalb kürzester Zeit, z.B. innerhalb von 1 bis 2 Minuten, unterbrochen und die
elektrische Heizeinrichtung aktiviert werden, wodurch die Spitzenlast im öffentlichen
Netz in vorteilhafter Weise verringert wird. Bei den üblichen Dimensionierungen des
erfindungsgemäßen Haubenglühofens liegt beispielsweise die Heizleistung des, bzw.
der Gasbrenner sowie bevorzugt auch der elektrischen Heizeinrichtung jeweils insgesamt
im Bereich von z.B. 1800 kW, wodurch sich über die Dauer einer Aufheizphase hinweg,
die z. B. 10 Stunden betragen kann, eine erhebliche Entlastung des öffentlichen Stromnetzes
ergibt. Da die elektrische Energie in Zeiten einer Überkapazität von elektrischer
Energie im öffentlichen Stromnetz von Großabnehmern, die jederzeit Leistungen im Bereich
von ca. 2000 KW abnehmen, erheblich günstiger oder gar umsonst bezogen werden kann,
lässt sich der erfindungsgemäße Haubenglühofen während der zuvor erwähnten Spitzenlastphasen
kostengünstiger als mit Gas betreiben. Der Hintergrund hierfür besteht darin, dass
von Seiten der Netzbetreiber ein erhebliches Interesse daran besteht, Beschädigungen
des Leitungsnetzes sowie der daran angeschlossenen Verbraucher durch Überspannungen
zu vermeiden.
[0014] Weiterhin eröffnet die erfindungsgemäße Kombination aus elektrischer Heizeinrichtung
und Gasheizeinrichtung bei einem gleichzeitigen Betrieb derselben die Möglichkeit,
die Aufheizphasen gewünschten Falls zu verkürzen, wodurch sich insbesondere die Zeitdauer
für einen einzelnen Glühvorgang reduzieren und dadurch die betriebswirtschaftliche
Effizienz einer Anlage mit einer Vielzahl von Haubenglühöfen, z. B. 10 oder 20 Haubenglühöfen,
insgesamt erhöhen lässt, obgleich beim Aufheizen des erfindungsgemäßen Haubenglühofens
aufgrund der zusätzlich zum Gas eingesetzten elektrischen Energie zunächst einmal
höhere Kosten entstehen.
[0015] Um beim Auftreten eines Überschusses an elektrischer Energie im öffentlichen Stromnetz
die Gaszufuhr zum Brenner zu unterbrechen und im Anschluss oder auch gleichzeitig
dazu die elektrische Heizeinrichtung zu aktivieren, ist vorzugsweise eine Steuerungseinrichtung
vorgesehen. Diese deaktiviert die Brenner und aktiviert die elektrische Heizeinrichtung
vorzugsweise anhand von externen Befehlen oder Daten, die ihr z.B. von einer zentralen
Leitstelle des Stromnetzbetreibers zugeleitet werden. Alternativ besteht die Möglichkeit,
dass die Steuerungseinrichtung die momentane Spannungs- und/oder Frequenzlage im zugeordneten
Teil des Stromnetzes ggf. auch selbständig überwacht und beim Überschreiten von festgelegten
Sollwerten, die ein Maß für die momentane Last des Stromnetzes darstellen, den Gasbrenner
selbständig deaktiviert und die elektrische Heizeinrichtung aktiviert.
[0016] Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die elektrische Heizeinrichtung
eine Vielzahl von einzelnen elektrischen Heizeinrichtungen mit geringerer Leistung,
und die Steuerungseinrichtung, welche die Heizeinrichtungen steuert, verbindet diese
beim Umschalten auf den elektrischen Heizbetrieb einzeln oder auch in kleineren Gruppen
nacheinander elektrisch mit dem öffentlichen Stromnetz. Hierdurch ergibt sich der
Vorteil, dass die elektrische Schaltleistung zum Ein- und Ausschalten der Heizeinrichtung
um ein Vielfaches geringer ist, als dies bei einem gleichzeitigen Umschalten sämtlicher
Heizeinrichtungen der Fall ist, wodurch sich deutlich kostengünstigere elektrische
Schaltelemente einsetzen lassen.
[0017] Bei der bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Haubenglühofens ist die
Schutzhaube von einer Glühhaube umgeben, an der die Brenner aufgenommen sind. Zwischen
der Schutzhaube und der Glühhaube ist bei dieser Ausführungsform der Erfindung ein
Brennraum definiert ist, in welchem die Flamme und das heiße Abgas des Gasbrenners
die Außenseite der Schutzhaube mit thermischer Energie beaufschlagen. Die elektrische
Heizeinrichtung befindet sich demgegenüber in vorteilhafter Weise unterhalb des Gasbrenners
und/oder in einem gegenüber dem Brennraum radial zurück versetzten Abschnitt der Heizhaube
außerhalb des Abgasstroms, wodurch die elektrische Heizeinrichtung durch das aufströmende
heiße Abgas des oder der Brenner während des Brennerbetriebs nicht zusätzlich erwärmt
wird. Hierdurch kann eine zusätzliche Kühleinrichtung für die Heizeinrichtung entfallen,
und deren Lebensdauer erhöht sich aufgrund der kühleren Arbeitstemperaturen insgesamt.
[0018] Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beaufschlagt die elektrische Heizeinrichtung
die Außenseite der Schutzhaube, die insbesondere aus Metall, insbesondere aus thermisch
hochbelastbaren Stahl gefertigt ist, mit thermischer Energie, um das im Innenraum
der Schutzhaube zirkulierende Schutzgas durch die Wandung der Schutzhaube hindurch
indirekt zu erwärmen. Die elektrische Heizeinrichtung umfasst bei dieser Ausführungsform
der Erfindung eine Vielzahl von elektrisch betriebenen NIR-Strahlern, welche an der
Wand der bevorzugt thermisch isolierten Heizhaube aufgenommen sind und die Außenseite
der Schutzhaube direkt mit Infrarotstrahlung beaufschlagen. Derartige NIR-Strahler
sind aus dem Stand der Technik bekannt und können in größeren Stückzahlen zu vergleichsweise
geringen Kosten bezogen werden. Die bekannten NIR-Strahler werden z.B. zur lokalen
Erwärmung von Metallwerkstücken oder sonstigem Material eingesetzt und zeichnen sich
durch einen hohen Wirkungsgrad aus. Durch den Einsatz von NIR-Strahlern, die z.B.
von der Firma Heraeus-Nobelight GmbH in Kleinostheim, Deutschland als Module vertrieben
werden, und die z.B. eine Strahlungsleistung von 4 KW bei einer Länge von 1 m und
einem Durchmesser von ca. 2 cm besitzen, ergibt sich der Vorteil, dass sich die Innenwand
der Heizhaube im unteren Teil nahezu vollständig mit mehreren einhundert stehenden
Strahlern belegen lässt. Die Strahler sind z.B. als stabförmige Röhren ausgestaltet
und werden bevorzugt zusammen mit einem rückseitigen Reflektor stehend nebeneinander
an der Innenwand der Heizhaube befestigt, so dass die gesamte Infrarotstrahlung durch
die Reflektoren in Richtung auf die Außenseite der Schutzhaube geleitet wird. Durch
den Einsatz der zuvor genannten Strahler ergibt sich der Vorteil, dass sich bestehende
Schutzhauben unabhängig von ihrem Durchmesser gewünschten Falls mit einer Heizeinrichtung
nachrüsten lassen. Hinzu kommt, dass die Strahler, die jeweils mit einer Spannung
von z.B. 230 V oder 400 V betrieben werden, durch geeignete elektrische Schalteinrichtungen,
wie z.B. Schütze, mit geringem Aufwand nacheinander oder auch gruppenweise innerhalb
von wenigen Sekunden mit dem zu entlastenden Stromnetz verbunden werden können, ohne
dass Schaltleistungen auftreten, die nur mit einem erheblichen technischen Aufwand
und unter besonderen Schutzvorkehrungen geschaltet werden können.
[0019] Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung wird das Schutzgas über ein
weiteres Gebläse in einem geschlossenen Kreislauf durch einen außerhalb der Schutzhaube
angeordneten Wärmetauscher zirkuliert, der von der elektrischen Heizeinrichtung von
außen her mit thermischer Energie beaufschlagt wird, um das durch den Wärmetauscher
hindurch zirkulierte Schutzgas zu erwärmen. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass
die von der elektrischen Heizeinrichtung, die z.B. auch eine induktiv wirkende Heizeinrichtung
oder auch eine ohmsche Widerstands-Heizeinrichtung sein kann, bereit gestellte Wärmeenergie
nicht durch die Wand der Schutzhaube hindurch sondern direkt auf das Schutzgas übertragen
wird, wodurch sich der Wirkungsgrad zusätzlich verbessert. Einen weiteren Vorteil
stellt es bei dieser Ausführungsform dar, dass die bisher eingesetzten Schutzhauben
und auch Heizhauben weiterhin verwendet werden können, und die Heizleistung der elektrischen
Heizeinrichtung durch die Wahl der Größe des eingesetzten Wärmetauschers mit vergleichsweise
geringem Aufwand dem gewünschten Wert angepasst werden kann, der bevorzugt im Wesentlichen
dem Wert der maximalen Heizleistung des oder der Brenner entspricht und z.B. im Bereich
von 1200 kW bis 1800 kW liegt.
[0020] Bei der zuletzt beschriebenen Ausführungsform der Erfindung ist es von Vorteil, wenn
die elektrische Heizeinrichtung innerhalb des Wärmetauschers angeordnet ist und vom
zirkulierenden Schutzgas umspült wird. Hierdurch lässt sich die Temperatur, die die
Heizeinrichtung während ihres Betriebs annimmt über die Temperatur des Schutzgases,
die während der Aufheizphase ständig kontrolliert wird, mit geringem Aufwand unterhalb
der maximal zulässigen Temperatur halten, bei der die Heizeinrichtung betrieben werden
kann, und die selbstverständlich oberhalb der Rekristallisationsglühtemperatur von
ca. 750 °C liegt. Auch bei der zuletzt beschriebenen Ausführungsform der Erfindung
umfasst die elektrische Heizeinrichtung vorzugsweise eine Vielzahl von NIR-Strahlern,
welche bevorzugt innerhalb des Wärmetauschers angeordnet sind und ein im Innenraum
des Wärmetauschers angeordnetes flächiges Bauteil, insbesondere ein Metallblech, welches
vom Schutzgas umströmt wird, direkt mit Infrarotstrahlung zu beaufschlagen. Hierdurch
ergibt sich der Vorteil, dass sich die dem Schutzgas zugeführte Strahlungsleistung
durch eine Vergrößerung oder Verkleinerung der Oberfläche des flächigen Bauteils mit
geringem Aufwand an die gewünschte Leistung anpassen lässt.
[0021] Nach einem weiteren der Erfindung zugrunde liegenden Gedanken zeichnet sich ein Verfahren
zum Betreiben eines zuvor beschriebenen Haubenglühofens dadurch aus, dass die Steuerungseinrichtung
beim Auftreten eines Überschusses an elektrischer Energie im öffentlichen Stromnetz
die elektrische Heizeinrichtung solange mit dem öffentlichen Stromnetz verbindet,
bis die Rekristallisationsglühtemperatur oder eine darüber liegende vorgegebene Maximaltemperatur
erreicht ist, und dass im Anschluss daran die Steuerungseinrichtung die elektrische
Verbindung zwischen der elektrischen Heizeinrichtung und dem öffentlichen Stromnetz
trennt und wenigsten eine weitere elektrische Verbindung zu einer elektrischen Heizeinrichtung
wenigstens eines im Wesentlichen gleich ausgebildeten weiteren Haubenglühofens herstellt,
solange, bis der Überschuss an elektrischer Energie im öffentlichen Stromnetz abgebaut
ist.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer erfindungsgemäßen Anordnung zur Durchführung
des zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens anhand von Zeichnungen erläutert.
[0023] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Haubenglühofens während des Aufheizens,
beim dem die thermische Energie ausschließlich über Gasbrenner zugeführt wird,
- Fig. 2
- den Haubenglühofen von Fig. 1, bei dem zur Entlastung des öffentlichen Stromnetzes
die thermische Heizenergie während der Aufheizphase ausschließlich über eine elektrische
Heizeinrichtung in Form von NIR- Strahlern zugeführt wird, und
- Fig. 3
- eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Haubenglühofens, bei dem die thermische
Energie zur Entlastung des öffentlichen Stromnetzes über eine Heizeinrichtung mit
NIR- Strahlern zugeführt wird, die ein flächiges Bauteil innerhalb eines vom Schutzgas
durchströhmten Wärmetauschers erwärmen.
[0024] Wie in Fig. 1 und 2 gezeigt ist, umfasst ein erfindungsgemäßer Haubenglühofen 1 einen
Sockel 2, in welchem ein Gebläse 4 angeordnet ist, welches sich an der Unterseite
einer auf den Sockel 2 aufsetzbaren Schutzhabe 6 befindet. Auf dem Sockel 2 werden
in bekannter Weise Coils 8 aus kaltgewalztem Stahlband übereinander abgelegt, welche
im Haubenglühofen 1 in einem bekannten Haubenglühprozess auf die RekristallisationsGlühtemperatur
im Bereich von ca. 700 bis 750 Grad Celsius erhitzt und bei dieser Temperatur für
eine vorgegebene Zeitdauer von beispielsweise 5 bis 8 Stunden gehalten werden.
[0025] Um die Coils 8 während des Haubenglühprozesses vor einer Oxidation oder sonstigen
chemischen Veränderungen zu schützen, wird der zur Außenseite hin gasdicht abgedichtete
Innenraum 10 der Schutzhabe 6 mit einem Schutzgas, insbesondere mit Wasserstoffgas
oder auch mit Stickstoffgas beaufschlagt, welches über nicht näher dargestellte Zufuhrleitungen
in den Innenraum 10 eingebracht wird.
[0026] Um das Schutzgas innerhalb des Innenraums 10 während der sogenannten Aufheizphase
auf eine Temperatur im Bereich der Rekristallisationstemperatur zu erwärmen, während
dieses entsprechend der nicht näher bezeichneten Pfeile zwischen den Coils 8 hindurch
zirkuliert wird, wird während des herkömmlichen Gasbetriebes die Außenseite der Schutzhaube
6 mit dem Heißgas eines schematisch dargestellten Gasbrenners, bzw. mehrerer Gasbrenner
14 erwärmt, die an einer Heizhaube 16 aufgenommen sind, welche nach dem Aufsetzen
der Schutzhaube 6 über derselben angeordnet wird. Das Abgas der Gasbrenner 14 steigt
hierbei in einem zwischen der Innenseite der Heizhaube 16 und der Außenwand der Schutzhaube
definierten Brennraum 26 an der Außenwand der Schutzhaube 6 auf und wird z.B. durch
eine beispielhaft dargestellten Öffnung an der Oberseite der Heizhaube 16 aus dieser
abgeführt. Das Abgas kann gegebenenfalls über einen Wärmetauscher zur Vorwärmung der
den Brennern 14 zugeführten Verbrennungsluft eingesetzt werden, was jedoch aus darstellungstechnischen
Gründen in den Zeichnungen nicht weiter gezeigt ist.
[0027] Der erfindungsgemäße Haubenglühofen 1 umfasst weiterhin eine elektrische Heizeinrichtung,
die bei der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsform der Erfindung durch NIR-Strahler
20 gebildet wird. Diese sind im unteren Bereich der Heizhaube 16 angeordnet und werden
durch eine Steuerungseinrichtung 22 bevorzugt gruppenweise nacheinander mit dem öffentlichen
Stromnetz verbunden, welches durch den Strommasten 18 symbolisiert wird.
[0028] Während des reinen Brennerbetriebs (Fig. 1), der den Hauptbetriebsmodus darstellt,
unterbricht die Steuerungseinrichtung 22 die elektrische Leitungsverbindung zum öffentlichen
Stromnetz 18, so dass die elektrische Heizeinrichtung deaktiviert ist. Die Unterbrechung
der Verbindung zum elektrischen Stromnetz 18 ist in Figur 1 durch die geöffneten Schalter
24 A und 24 B angedeutet.
[0029] Wenn es im öffentlichen Stromnetz 18 kurzfristig zu einem Überschuss an elektrischer
Energie kommt, weil beispielsweise an einem windigen und sonnigen Sonntagnachmittag
plötzlich ein Überangebot an elektrischem Strom aus Windkraft und Solarkraft besteht,
unterbricht die Steuerungseinrichtung 22 die Gaszufuhr zu den Brennern 14, so dass
diese die Außenseite der Schutzhaube 6 nicht mehr mit thermischer Energie beauftragen.
Im Anschluss daran werden die Schalter 24 A und 24 B, die stellvertretend für eine
entsprechende Anzahl von Schaltern stehen, und über die die NIR-Strahler 20 mit dem
öffentlichen Stromnetz 18 verbunden werden, geschlossen. Hierdurch werden die NIR-Strahler,
die jeweils eine Leistung von beispielsweise 5 kW besitzen, innerhalb von wenigen
Sekunden mit elektrischer Energie aus dem öffentlichen Strom Netz 18 beaufschlagt,
wodurch dem Überangebot an elektrischer Energie entgegengewirkt und das Stromnetz
entlastet wird. Die NIR-Strahler 20 strahlen ihre elektromagnetische Strahlung, die
ein bevorzugt auf die Erwärmung von angestrahlten Objekten abgestimmtes Strahlungsspektrum
im infraroten Spektralbereich besitzt, bevorzugt unmittelbar auf die Außenseite der
Schutzhaube 6 ab, wodurch sich diese erwärmt. Die durch die Wand der Schutzhaube 6
hindurchtretende Wärmeenergie wird an der Innenwand der Schutzhaube im Innenraum 10
auf das an der Innenwand entlang in Aufwärtsrichtung strömende Schutzgas übertragen,
welches sich dadurch ebenfalls erwärmt. Das in der zuvor Beschriebenen Weise durch
die Strahler 20 indirekt erwärmte Schutzgas, das durch das Gebläse 4 fortlaufend im
Innenraum 10 umgewälzt wird, gibt die aufgenommene Wärmeenergie im Anschluss daran
an die Coils 8 ab, wenn das Schutzgas die Coils 8 umströmt, wie dies in den Figuren
1 bis 3 durch die Pfeile angedeutet ist.
[0030] Wenn das Überangebot an elektrischer Energie im öffentlichen Strom Netz 18 nicht
mehr besteht, unterbricht die Steuerungseinrichtung 22 die Stromzufuhr zur elektrischen
Heizeinrichtung, d.h. zu den Strahlern 20 und aktiviert erneut die Gaszufuhr zu den
Brennern 14 und zündet diese, so dass das Schutzgas im Innenraum 10 der Schutzhaube
6 erneut durch die offenen Flammen der Gasbrenner 14 erwärmt wird, welche die Außenseite
der Schutzhaube 6 beaufschlagen. Wie der Darstellung der Figur 1 und 2 hierbei im
Detail entnommen werden kann, ist die elektrische Heizeinrichtung in Form der NIR-Strahler
20 unterhalb der Brenner 14 angeordnet, so dass das von den Brennern 14 erzeugte heiße
Abgas im Brennraum 26 aufsteigen kann, ohne die Strahler 20 zu erwärmen. Hierdurch
erhöht sich die Lebensdauer der Strahler 20 beachtlich, und eine Verschmutzung der
Strahler durch die im Abgas enthaltenen Rußbestandteile wird ebenfalls verhindert.
[0031] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, die in Figur 3 gezeigt ist, erfolgt
die Erwärmung des Schutzgases bei einem mit Gasbrennern 14 ausgerüsteten Haubenglühofen
1 der zuvor beschriebenen Art alternativ zu den im Brennraum 26 angeordneten NIR-Strahlern
20 dadurch, dass das Schutzgas über ein weiteres Gebläse 102 in einem geschlossenen
Kreislauf 106 zirkuliert wird, welcher bevorzugt ein Ventil 108 sowie einen Wärmetauscher
110 umfasst, durch die das Schutzgas während der Aufheizphase hindurchgeleitet werden
kann. Der Wärmetauscher 110 enthält bei dieser Ausführungsform der Erfindung die Heizeinrichtung
in Form von weiteren NIR-Strahlern 120, die analog zu den Strahlern 20 gruppenweise
mit der Steuerungseinrichtung 22 verbunden sind, welche diese beim Auftreten eines
Überschusses an elektrischer Energie im öffentlichen Stromnetz 18 über die symbolisch
angedeuteten Schalter 124A und 124B gruppenweise einschaltet. Wie der Darstellung
der Fig. 3 hierbei weiterhin entnommen werden kann, emittieren die NIR-Strahler 120
ihre Wärmestrahlung bevorzugt auf ein im Innenraum des Wärmetauschers 110 angeordnetes
flächiges Bauteil 112, insbesondere ein dunkles Metallblech, welches vom Schutzgas
umströmt und gekühlt wird, um das Schutzgas vor seiner Zufuhr in den Innenraum 10
auf eine Temperatur von ca. 800 °C oder mehr zu erhitzen.
[0032] Wie den Darstellungen der Figuren 1 bis 3 weiterhin entnommen werden kann, kann wenigstens
eine weiterer nicht näher bezeichneter Wärmetauscher in den Schutzgaskreislauf 106
einbindbar sein, über den dem Schutzgas nach der Beendigung der Glühphase Wärmeenergie
entzogen wird, um die Coils 8 entsprechend einem vorgegebenen Temperaturverlauf wieder
abzukühlen und die dabei dem Schutzgas, bzw. den Coils 8 entzogene Wärmeenergie über
nicht weiter gezeigte Einrichtungen zumindest teilweise wieder zurück zu gewinnen.
Liste der Bezugszeichen
[0033]
- 1
- erfindungsgemäßer Haubenglühofen
- 2
- Sockel
- 4
- Gebläse in Sockel
- 6
- Schutzhaube
- 8
- Coil
- 10
- Innenraum der Schutzhaube
- 14
- Gasbrenner
- 16
- Heizhaube
- 18
- öffentliches Stromnetz/Strommast
- 20
- elektrische Heizeinrichtung/NIR-Strahler
- 22
- Steuerungseinrichtung
- 24A
- Schalter
- 24b
- Schalter
- 26
- Brennraum
- 102
- Gebläse
- 106
- geschlossener Schutzgaskreislauf
- 108
- Ventil
- 110
- Wärmetauscher
- 112
- flächiges Bauteil/Absorber
- 120
- NIR-Strahler/Heizeinrichtung bei Ausführungsform von Fig. 3
- 124A
- Schalter
- 124B
- Schalter
1. Haubenglühofen (1) zur thermischen Behandlung von kaltgewalztem Stahlband , umfassend
einen Sockel (2) mit einer darauf aufsetzbaren Schutzhaube (6), unter der ein durch
einen Gasbrenner (14) erwärmtes Schutzgas durch ein Gebläse (4) zirkuliert wird, um
das zu einem Coil (8) aufgerollte Stahlband unter der Schutzhaube (6) in einer Schutzgasatmosphäre
auf eine Temperatur von wenigstens 500 °C zu erhitzten,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine durch das öffentliche Stromnetz (18) gespeiste elektrische Heizeinrichtung (20,
120) mit einer der Heizleistung des Gasbrenners (14) im Wesentlichen entsprechenden
Heizleistung vorgesehen ist, mit der das Schutzgas bei abgeschaltetem Gasbrenner (14)
alternativ zu diesem selbständig auf eine Temperatur oberhalb der Rekristallisationsglühtemperatur
erwärmbar ist, und dass eine Steuerungseinrichtung (22) vorgesehen ist, welche bei
einem Überschuss an elektrischer Energie im öffentlichen Stromnetz (18) die Gaszufuhr
zum Gasbrenner (14) unterbricht und die elektrische Heizeinrichtung (20, 120) aktiviert.
2. Haubenglühofen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die elektrische Heizeinrichtung (20, 120) eine Vielzahl von einzelnen elektrischen
Heizeinrichtungen geringer Leistung umfasst, und dass die Steuerungseinrichtung (22)
die Heizeinrichtungen geringer elektrischer Leistung beim Umschalten des Haubenglühofens
(1) auf elektrischen Heizbetrieb einzeln oder gruppenweise nacheinander elektrisch
mit dem öffentlichen Stromnetz (18) verbindet.
3. Haubenglühofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schutzhaube (6) von einer Heizhaube (16) umgeben ist, dass zwischen der Schutzhaube
und der Heizhaube (16) ein Brennraum (26) definiert ist, in welchem die Flamme und
das heiße Abgas des Gasbrenners (14) die Außenseite der Schutzhaube (6) mit thermischer
Energie beaufschlagen, und dass die elektrische Heizeinrichtung (20) unterhalb des
Gasbrenners (14) und/oder in einem gegenüber dem Brennraum radial zurück versetzten
Abschnitt der Heizhaube (16) außerhalb des Abgasstroms aufgenommen ist.
4. Haubenglühofen nach einem der Ansprüche 2 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die elektrische Heizeinrichtung (20) die Außenseite der Schutzhaube mit thermischer
Energie beaufschlagt, um das im Innenraum (10) der Schutzhaube (6) zirkuliernde Schutzgas
durch die Wandung der Schutzhaube (6) hindurch indirekt zu erwärmen.
5. Haubenglühofen nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die elektrische Heizeinrichtung eine Vielzahl von NIR-Strahlern (20) umfasst, welche
die Außenseite der Schutzhaube (6) direkt mit Infrarotstrahlung beaufschlagen.
6. Haubenglühofen nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schutzgas über ein weiteres Gebläse (102) in einem geschlossenen Kreislauf (106)
durch einen außerhalb der Schutzhaube (6) angeordneten Wärmetauscher (110) zirkuliert
wird, und dass die elektrische Heizeinrichtung (120) den Wärmetauscher (110) von außen
her mit thermischer Energie beaufschlagt, um das durch den Wärmetauscher hindurch
zirkulierte Schutzgas zu erwärmen.
7. Haubenglühofen nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die elektrische Heizeinrichtung (120) innerhalb des Wärmetauschers (110) angeordnet
ist und vom zirkulierenden Schutzgas umspült wird.
8. Haubenglühofen nach 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die elektrische Heizeinrichtung eine Vielzahl von NIR-Strahlern (120) umfasst, welche
innerhalb des Wärmetauschers (110) angeordnet sind und ein im Innenraum des Wärmetauschers
(110) angeordnetes flächiges Bauteil (112), welches vom Schutzgas umströmt wird, direkt
mit Infrarotstrahlung beaufschlagen.
9. Haubenglühofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die elektrische Heizeinrichtung (20, 120) und der Gasbrenner (14) zur Verkürzung
der Aufheizphase des Haubenglühofens gleichzeitig betreibbar sind.
10. Verfahren zum Betreiben eines Haubenglühofens (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuerungseinrichtung (22) beim Auftreten eines Überschusses an elektrischer
Energie im öffentlichen Stromnetz (18) die elektrische Heizeinrichtung (20, 120) solange
mit dem öffentlichen Stromnetz verbindet, bis die Coils (8) die Rekristallisationsglühtemperatur
oder eine darüber liegende vorgegebene Maximaltemperatur angenommen haben, und dass
die Steuerungseinrichtung (22) im Anschluss daran die elektrische Verbindung zwischen
der elektrischen Heizeinrichtung (20, 120) und dem öffentlichen Stromnetz (18) trennt
und wenigsten eine weitere elektrische Verbindung zu einer elektrischen Heizeinrichtung
wenigstens eines im Wesentlichen gleich ausgebildeten weiteren Haubenglühofens (1)
herstellt, solange, bis der Überschuss an elektrischer Energie im öffentlichen Stromnetz
abgebaut ist.
1. Hood-type annealing furnace (1) for the thermal treatment of cold-rolled steel strip,
comprising a base (2) with a protective hood (6) to be placed on the same, under which
a protective gas heated by a gas burner (14) is circulated under a blower (4) to heat
the steel strip rolled up into a coil (8) in a protective gas atmosphere to a temperature
of at least 500°C under the protective hood (6),
characterised in that
an electric heater (20, 120) fed by a public power network (18) has a heating capacity
substantially corresponding to the heating capacity of the gas burner (14), with which
the protective gas can be heated independently to a temperature above the recrystallisation
annealing temperature as an alternative to the gas burner (14) when the same is switched
off, and in that a control means (22) is envisaged, which interrupts the gas supply to the gas burner
(14) and activates the electric heater (20, 120) when a surplus of electrical energy
is present in the public power network (18).
2. Hood-type annealing furnace according to claim 1,
characterised in that the electric heater (20, 120) comprises a multitude of individual low-power electric
heaters, and in that the controller (22) electrically connects the low-power electric heaters individually
or in groups, one after the other, with the public power network (18) when switching
the hood-type annealing furnace (1) to electric heating operation.
3. Hood-type annealing furnace according to one of the preceding claims,
characterised in that
the protective hood (6) is surrounded by a heating hood (16), in that a combustion space (26) is defined between the protective hood and the heating hood
(16), in which the flame and the hot exhaust gas of the gas burner (14) act upon the
outside of the protective hood (6) with thermal energy, and in that the electric heater (20) is accommodated below the gas burner (14) and/or in a portion
of the heating hood (16) set back radically with respect to the combustion space outside
of the exhaust gas stream.
4. Hood-type annealing furnace according to claims 2 to 3,
characterised in that
the electric heater (20) acts upon the outside of the protective hood with thermal
energy to heat the protective gas circulating in the inner space (10) of the protective
hood (6) indirectly through the wall of the protective hood (6).
5. Hood-type annealing furnace according to one of the claims 2 to 4,
characterised in that
the electric heater comprises a multiplicity of NIR emitters (20), which act directly
upon the outside of the protective hood (6) with infrared radiation.
6. Hood-type annealing furnace according to one of the claims 1 or 2,
characterised in that
the protective gas is circulated via a further blower (102) in a closed circuit (106)
through a heat exchanger (110) located outside of the protective hood (6), and in that the electric heater (120) acts upon the heat exchanger (110) from the outside with
thermal energy to heat the protective gas circulated through the heat exchanger.
7. Hood-type annealing furnace according to claim 6,
characterised in that
the electric heater (120) is located inside the heat exchanger (110) and circulating
protective gas flows around the same.
8. Hood-type annealing furnace according to 7,
characterised in that
the electric heater comprises a multiplicity of NIR emitters (120), which are located
inside the heat exchanger (110) and act upon a sheet-shaped component (112) located
in the inner space of the heat exchanger (110), around which protective gas flows,
directly with infrared radiation.
9. Hood-type annealing furnace according to one of the preceding claims,
characterised in that
the electric heater (20, 120) and the gas burner (14) can be operated simultaneously
for shortening the heating-up phase of the hood-type annealing furnace.
10. Hood-type annealing furnace according to one of the preceding claims,
characterised in that
the controller (22) connects the electric heater (20, 120) with the public power network
when a surplus of electrical energy occurs in the public power network (18) until
the coils (8) have assumed the recrystallisation annealing temperature or a stipulated
maximum temperature lying above the same and in that the controlled (22) subsequently breaks the electrical connection between the electric
heater (20, 120) and the public power network (18) and makes at least one further
electrical connection with an electric heater of at least one substantially identically
constructed further hood-type annealing furnace (1), until a reduction in the surplus
of electrical energy in the public power network is reached.
1. Four de recuit à cloche (1) pour le traitement thermique de feuillards d'acier laminés
à froid, comprenant un socle (2) avec une cloche de protection (6) pouvant être montée
sur ledit socle et sous laquelle un gaz protecteur chauffé par un brûleur à gaz (14)
est mis en circulation par une soufflante (4) pour porter le feuillard d'acier enroulé
en bobine (8) sous la cloche de protection (6) en atmosphère inerte à une température
d'au moins 500 °C,
caractérisé en ce que
il est prévu un dispositif de chauffage électrique (20, 120) alimenté par le réseau
électrique public (18) ayant une puissance de chauffe correspondant sensiblement à
celle du brûleur à gaz (14), dispositif par lequel le gaz protecteur, lorsque le brûleur
à gaz (14) est coupé, peut, en alternative à ce dernier, être porté de manière autonome
à une température au-dessus de la température de recuit de recristallisation, et en ce qu'il est prévu un dispositif de commande (22) qui en cas d'excédent d'énergie électrique
dans le réseau électrique public (18) interrompt l'alimentation en gaz vers le brûleur
à gaz (14) et active le dispositif de chauffage électrique (20, 120).
2. Four de recuit à cloche selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif de chauffage électrique (20, 120) comprend une pluralité de dispositifs
de chauffage électrique individuels de faible puissance, et en ce que le dispositif de commande (22), lors de la commutation du four de recuit à cloche
(1) en mode chauffage électrique, relie électriquement lesdites dispositifs de chauffage
de faible puissance électrique individuellement ou par groupes, les uns après les
autres, au réseau électrique public (18).
3. Four de recuit à cloche selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la cloche de protection (6) est entourée par une cloche de chauffage (16), en ce qu'entre cloche de protection et cloche de chauffage (16) est définie une chambre de
combustion (26) dans laquelle la flamme et les gaz brûlés chauds du brûleur à gaz
(14) appliquent de l'énergie thermique au côté extérieur de la cloche de protection
(6), et en ce que le dispositif de chauffage électrique (20) est logé au-dessous du brûleur à gaz (14)
et/ou dans une partie de la cloche de chauffage (16) radialement en retrait par rapport
à la chambre de combustion, hors du courant des gaz brûlés.
4. Four de recuit à cloche selon l'une des revendications 2 à 3,
caractérisé en ce que
le dispositif de chauffage électrique (20) applique de l'énergie thermique au côté
extérieur de la cloche de protection pour chauffer le gaz protecteur, circulant dans
une chambre intérieure (10) de la cloche de protection (6), de manière indirecte à
travers la paroi de la cloche de protection (6).
5. Four de recuit à cloche selon l'une des revendications 2 à 4,
caractérisé en ce que
le dispositif de chauffage électrique comprend une pluralité d'émetteurs NIR (20)
qui appliquent des rayons infrarouges directement sur le côté extérieur de la cloche
de protection (6).
6. Four de recuit à cloche selon l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le gaz protecteur est mis en circulation par une autre soufflante (102) dans un circuit
fermé (106) à travers un échangeur de chaleur (110) placé à l'extérieur de la cloche
de protection (6), et en ce que le dispositif de chauffage électrique (120) applique de l'énergie thermique depuis
l'extérieur à l'échangeur de chaleur (110) pour chauffer le gaz protecteur circulant
à travers l'échangeur de chaleur.
7. Four de recuit à cloche selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
le dispositif de chauffage électrique (120) est placé à l'intérieur de l'échangeur
de chaleur (110) et est baigné par le gaz protecteur en circulation.
8. Four de recuit à cloche selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
le dispositif de chauffage électrique comprend une pluralité d'émetteurs NIR (120),
qui sont placés à l'intérieur de l'échangeur de chaleur (110) et appliquent des rayons
infrarouges directement sur une composant plan (112) placé dans la chambre intérieure
de l'échangeur de chaleur (110) et baigné par le gaz protecteur.
9. Four de recuit à cloche selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de chauffage électrique (20, 120) et le brûleur à gaz (14) peuvent fonctionner
simultanément pour raccourcir la phase d'échauffement du four de recuit à cloche.
10. Procédé pour faire fonctionner un four de recuit à cloche (1) selon l'une des revendications
précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de commande (22), lorsque survient un excèdent d'énergie électrique
dans le réseau électrique public (18), relie le dispositif de chauffage électrique
(20, 120) audit réseau électrique public, jusqu'à ce que les bobines (8) soient à
la température de recuit de recristallisation ou à une température maximale prédéfinie
supérieure à celle-ci, et en ce que le dispositif de commande (22) coupe ensuite la liaison électrique entre le dispositif
de chauffage électrique (20, 120) et le réseau électrique public (18) et établit au
moins une autre liaison électrique vers un dispositif de chauffage électrique d'au
moins un autre four de recuit à cloche (1) de configuration sensiblement identique,
jusqu'à ce que l'excédent en énergie électrique du réseau électrique public soit résorbé.