[0001] Die Erfindung betrifft hydraulische Differentialzylinder für hydromechanische Antriebe
für elektrische Leistungsschalter.
[0002] Hydromechanische Federspeicherantriebe weisen üblicherweise Differentialzylinder
auf. Ein Kolben des Differentialzylinders ist mit einer Kolbenstange verbunden, die
durch Druckbeaufschlagung eines Druckvolumens bewegbar ist. Weiterhin ist die Kolbenstange
mit einem elektrischen Leistungsschalter verbunden, so dass durch Bewegen der Kolbenstange
der elektrische Leistungsschalter geschaltet werden kann. Beispielsweise kann zum
Öffnen des elektrischen Leistungsschalters das Druckvolumen des Differentialzylinders
mit einem hydraulischen Druck beaufschlagt werden, so dass sich die Kolbenstange in
eine entsprechende Position bewegt.
[0003] Der Druck in dem Druckvolumen wird üblicherweise von einem Druckzylinder bereitgestellt,
der mit einem mechanischen Energiespeicher, wie beispielsweise einer Federanordnung,
gekoppelt ist. Soll der Leistungsschalter geschaltet werden, wird die Federkraft auf
den Druckzylinder freigegeben, so dass sich dort ein Arbeitsdruck aufbaut, der über
eine hydraulische Verbindung auch in dem Druckvolumen des Differentialzylinders vorliegt.
Durch den Arbeitsdruck in dem Druckbereich werden der Kolben und die Kolbenstange
des Differentialzylinders bewegt.
[0004] Wenn der mechanische Energiespeicher an dem Druckzylinder als Federanordnung ausgebildet
ist, wird dieser üblicherweise zum Bereitstellen einer ausreichenden Kraft mit einer
Vorspannung beaufschlagt. Beim Auslösen der Federanordnung baut sich der Arbeitsdruck
sehr schnell auf, so dass der Druckbereich des Differentialzylinders beinahe unmittelbar
mit dem Arbeitsdruck beaufschlagt wird.
[0005] Dadurch wird der Kolben des Differentialzylinders mit einer hohen Beschleunigungskraft
in Richtung eines Endanschlags bewegt. Zur Schonung des Differentialzylinders und
der weiteren damit gekoppelten mechanischen Bauteile ist daher häufig eine Endlagendämpfung
vorgesehen, bei der die Geschwindigkeit des Kolbens reduziert wird, bevor dieser oder
ein weiteres Bauteil an einem Anschlag anschlägt. Die Dämpfung soll bewirken, dass
die Endgeschwindigkeit des Kolbens beim Anschlagen unterhalb eines vorgegebenen Schwellwertes
gebracht wird, um eine Beschädigung der Bauteile zu vermeiden.
Abhängig vom Einsatzfall und vom Typ des zu schaltenden Leistungsschalters, der Auslösegeschwindigkeit,
des bereitgestellten Arbeitsdrucks und dergleichen muss für jede Anwendung individuell
eine eigene geometrische Auslegung der Dämpfung erfolgen. Dadurch sind die hydromechanischen
Federspeicherantriebe bereits zu Beginn der Fertigung auf eine bestimmte Anwendung
festgelegt. Ein Wechsel des Anwendungsbereichs ist nach ihrer Herstellung in der Regel
nicht mehr ohne Weiteres möglich. Dies macht die Herstellung der hydromechanischen
Federspeicherantriebe unflexibel, da diese nur gezielt für einen bestimmten Anwendungsfall
hergestellt werden können und es nicht möglich ist, sie für eine Reihe unbestimmter
Anwendungen auf Vorrat zu produzieren und nach ihrer Herstellung an den gegebenen
Anwendungsfall anzupassen.
Die
US 3,885,454 beschreibt einen hydraulisch betriebenen Antrieb für einen Leistungsschalter, bei
dem ein hydraulischer Hochdruckspeicher die zum Schalten erforderliche Energie bereitstellt,
wobei der Druck im Hochdruckspeicher durch eine Pumpe aufrechterhalten wird. Der Antrieb
enthält einen Differentialzylinder mit Endlagendämpfung wie oben für hydromechanische
Federspeicherantriebe beschrieben, wobei der Kolben ein zapfenförmiges Ende aufweist,
welches vor Erreichen des Endanschlags durch den Kolben in eine Bohrung eindringt.
Die Hydraulikflüssigkeit kann dann nur noch durch eine Bypassleitung mit einstellbarem
Querschnitt entweichen, wodurch eine Dämpfung erzielt wird.
[0007] Es ist wünschenswert, einen hydromechanischen Federspeicherantrieb zu schaffen, der
eine Endlagendämpfung aufweist, die ungeachtet des von dem mechanischen Energiespeicher
bereitgestellten Arbeitsdrucks und ungeachtet der mit der Kolbenstange bewegten Masse
so abgebremst werden kann, dass eine Endgeschwindigkeit der Kolbenstange unter einem
vorgegebenen Schwellenwert erreicht wird, bevor der Kolben, die Kolbenstange oder
ein damit verbundenes Bauteil an einem Endanschlag anschlägt.
[0008] Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen hydromechanischen Antrieb
zum Betätigen eines elektrischen Leistungsschalters zur Verfügung zu stellen, bei
dem die Höhe der Endlagendämpfung am fertig montierten Antrieb individuell eingestellt
werden kann oder selbsttätig die Höhe der Endlagendämpfung reguliert wird.
[0009] Diese Aufgabe wird durch den Differentialzylinder für einen hydromechanischen Antrieb
zum Betätigen eines elektrischen Leistungsschalters gemäß Anspruch 1 sowie durch den
hydromechanischen Antrieb gemäß Anspruch 8 gelöst.
[0010] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0011] Gemäß einem ersten Aspekt ist ein Differentialzylinder für einen hydromechanischen
Antrieb zur Betätigung eines elektrischen Schalters, insbesondere eines Hochspannungsschalters,
vorgesehen. Der Differentialzylinder umfasst:
- einen ersten Druckbereich zum Beaufschlagen mit einem Arbeitsdruck;
- einen zweiten Druckbereich;
- einen in einem Bewegungsbereich beweglichen Kolben, der abhängig von einer Druckdifferenz
zwischen dem ersten und dem zweiten Druckbereich bewegbar ist;
wobei eine Dämpfungseinrichtung vorgesehen ist, die bei einer Bewegung des Kolbens
in Richtung des zweiten Druckbereichs in einem Abschnitt des Bewegungsbereichs eine
zusätzliche Dämpfung gegen die Bewegung des Kolbens bereitstellt, wobei die zusätzliche
Dämpfung einstellbar ist.
[0012] Eine Idee des obigen Differentialzylinders für einen hydromechanischen Antrieb besteht
darin, eine Dämpfung einer Bewegung des Kolbens in einem Abschnitt (Teilbereich) des
Bewegungsbereichs des Kolbens vorzusehen, um die Geschwindigkeit des Kolbens vor Erreichen
eines Endanschlags zu reduzieren. Durch Vorsehen einer einstellbaren Dämpfung ist
es möglich, den Differentialzylinder unabhängig von der Kenntnis des späteren Systems,
in dem dieser eingesetzt wird, auszubilden. Die Dämpfung wird erst dann eingestellt,
wenn die gewünschte Dämpfung bekannt ist, die der Kolben vor dem Auftreffen an einem
Anschlag erfahren soll.
Auf diese Weise ist eine weitestgehend anwendungsneutrale Fertigung von derartigen
hydromechanischen Antrieben möglich, die ohne Kenntnis der Endanwendung erfolgen kann.
[0013] Weiterhin weist die Dämpfungseinrichtung eine Dämpfungskammer an einem dem Kolben
gegenüberliegenden Ende des zweiten Druckbereichs und einen an dem Kolben in Richtung
des zweiten Druckbereichs hervorstehenden Dämpfungszapfen auf, wobei der Dämpfungszapfen
und die Dämpfungskammer so ausgebildet sind, dass der Dämpfungszapfen in einem Abschnitt
des Bewegungsbereichs in die Dämpfungskammer hineinragt und damit den zweiten Druckbereich
von der Dämpfungskammer trennt.
Dadurch kann erreicht werden, dass in einem ersten Abschnitt des Bewegungsbereichs
des Kolbens keine nennenswerte Dämpfung hervorgerufen wird. Erst in einem zweiten
Abschnitt des Bewegungsbereichs, wenn der Dämpfungszapfen durch die Bewegung des Kolbens
in eine Dämpfungskammer gelangt, wird das in der Dämpfungskammer befindliche Fluid
eingeschlossen, so dass dieses nur durch einen reduzierten Durchlassquerschnitt aus
der Dämpfungskammer ausströmen kann. In Folge ist die Dämpfung gegenüber der Bewegung
des Kolbens in dem ersten Kolbenbereich deutlich erhöht. Der Querschnitt, durch den
die Hydraulikflüssigkeit aus der Dämpfungskammer ausströmen kann, ist einstellbar,
so dass der hydromechanische Antrieb auf den Anwendungsfall, d. h. auf die Ausgangsgeschwindigkeit
des Kolbens, die auf den Kolben wirkende Kraft, die Maximalgeschwindigkeit des Kolbens
und die Masse der mit der Kolbenstange verbundenen Elemente, einstellbar ist, um das
gewünschte Schaltverhalten des mit dem hydromechanischen Antrieb betätigten Leistungsschalters
zu erreichen.
[0014] Es kann vorgesehen sein, dass der Dämpfungszapfen und die Dämpfungskammer so ausgebildet
sind, dass nach dem Eindringen des Dämpfungszapfens in die Dämpfungskammer ein Restspalt
verbleibt, der einen vorgegebenen Durchlassquerschnitt aufweist.
[0015] Insbesondere kann der vorgegebene Durchlassquerschnitt so gewählt werden, dass dieser
eine vorgegebene maximale Dämpfung gegen die Bewegung des Kolbens bewirkt.
[0016] Die Dämpfungskammer kann einen oder mehrere Auslassleitungen aufweisen, die jeweils
je nach Position des Dämpfungszapfens in der Dämpfungskammer durch den Dämpfungszapfen
verschlossen oder offen sind, wobei die Auslassleitungen über Verbindungsleitungen
mit einstellbaren Drosseleinheiten verbunden sind, um einen Durchlassquerschnitt für
eine in der Dämpfungskammer befindliche Hydraulikflüssigkeit einzustellen.
[0017] Weiterhin kann eine Verstelleinheit vorgesehen sein, um die Durchlassquerschnitte
der Drosseleinheiten gemeinsam einzustellen.
[0018] Gemäß einer Ausführungsform kann die Dämpfungskammer in einem beweglichen Dämpfungskolben
angeordnet sein, der in Richtung eines dritten Druckbereichs beweglich ist, so dass
sich abhängig von einem Druck in der Dämpfungskammer der Dämpfungskolben in Richtung
des dritten Druckbereichs bewegt, so dass ein Druckanstieg in der Dämpfungskammer
begrenzt wird.
[0019] Zwischen der Dämpfungskammer oder dem Dämpfungszapfen und einem mit dem zweiten Druckbereich
verbundenen Volumen kann eine Druckausgleichsleitung vorgesehen sein, wobei in der
Druckausgleichsleitung ein Ventil vorgesehen ist, um nur ein Einströmen von Hydraulikflüssigkeit
in die Dämpfungskammer zuzulassen.
[0020] Weiterhin ist eine Verbindungsleitung zwischen der Dämpfungskammer und einem mit
dem zweiten Druckbereich verbundenen Volumen vorgesehen, wobei in der Verbindungsleitung
ein Ventil vorgesehen ist, das abhängig von einem bereitgestellten Arbeitsdruck und
einem Druck in der Dämpfungskammer einen Durchlassquerschnitt freigibt, um den Druck
in der Dämpfungskammer zu begrenzen, und wobei eine weitere Steuerfläche vorgesehen
ist, um das Ventil bei einem positiven Druckgefälle zwischen dem mit dem zweiten Druckbereich
verbundenen Volumen und dem Druck in der Dämpfungskammer zu öffnen.
Gemäß einem weiteren Aspekt ist ein hydromechanischer Antrieb mit dem obigen Differentialzylinder
vorgesehen.
Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand
der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Querschnittsdarstellung durch einen hydraulischen Differentialzylinder
mit einer Endlagendämpfung gemäß einer ersten Ausführungsform;
- Figur 2
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer Dämpfungsdrossel, die in dem hydraulischen
Differentialzylinder der Figur 1 gezeigt ist;
- Figur 3
- eine schematische Querschnittsdarstellung eines hydraulischen Differentialzylinders
gemäß einer weiteren Ausführungsform;
- Figur 4
- eine schematische Querschnittsdarstellung eines hydraulischen Differentialzylinders
gemäß einer weiteren Ausführungsform;
- Figur 5
- eine schematische Querschnittsdarstellung eines hydraulischen Differentialzylinders
gemäß einer weiteren Ausführungsform;
- Figur 6
- eine schematische Querschnittsdarstellung eines hydraulischen Differentialzylinders
gemäß einer weiteren Ausführungsform; und
- Figur 7
- eine schematische Querschnittsdarstellung eines hydraulischen Differentialzylinders
gemäß einer weiteren Ausführungsform.
[0021] Figur 1 zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung eines hydraulischen Differentialzylinders
1 mit einem Kolben 2, der einen ersten Druckbereich 3 von einem zweiten Druckbereich
4 trennt. Der Kolben 2 ist beweglich in einem Zylinderinnenraum 5 angeordnet, wobei
der Kolben 2 den ersten und den zweiten Druckbereich 3, 4 hermetisch voneinander trennt.
Der erste Druckbereich 3 ist durch einen Arbeitsdruck beaufschlagbar.
[0022] Der Arbeitsdruck kann beispielsweise von einem separaten Druckzylinder (nicht gezeigt)
bereitgestellt werden, der durch das Freigeben eines mechanischen Energiespeichers,
wie beispielsweise einer vorgespannten Teller- oder Schraubenfeder, auf einen Kolben
des Druckzylinders bewirkt werden kann.
[0023] Der hydraulische Differentialzylinder 1 dient zum Bereitstellen einer Auslösebewegung.
Dazu ist der Kolben 2 des Differentialzylinders 1 mit einer Kolbenstange 6 verbunden,
die als Aktuator direkt oder indirekt ein Öffnen bzw. Schließen eines elektrischen
Leistungsschalters bewirkt.
[0024] Bei Einwirken des Arbeitsdrucks in dem ersten Druckbereich 3 bewegt sich der Kolben
2 entsprechend der Druckdifferenz zwischen dem ersten und dem zweiten Druckbereich
3, 4 so, dass sich das Volumen des zweiten Druckbereichs 4 verkleinert, wobei die
in dem zweiten Druckbereich 4 befindliche Hydraulikflüssigkeit über die Hydraulikleitung
7 direkt in einen Hydraulikflüssigkeitsbehälter (nicht gezeigt) abfließt und deshalb
keinen wesentlichen Gegendruck auf den Kolben 2 ausübt. Beim Auslösen des hydromechanischen
Antriebs wird der Kolben 2 des Differentialzylinders 1 beschleunigt, wobei der zweite
Druckbereich 4 nicht zum Verringern der Geschwindigkeit des Kolbens 2 beiträgt. Auf
diese Weise kann ein mithilfe des hydromechanischen Antriebs vorgenommener Schaltvorgang
mit einer gewünschten Geschwindigkeit durchgeführt werden, so dass schnelle Auslösevorgänge
möglich sind.
[0025] Es soll vermieden werden, dass der durch den Auslösevorgang beschleunigte Kolben
2 des Differentialzylinders 1 oder ein damit verbundenes Bauteil ungebremst an einem
Endanschlag anschlägt, da dieser dadurch beschädigt werden kann und zudem störende
Geräusche entstehen können. Aus diesem Grund ist eine Endlagendämpfung vorgesehen.
Die Endlagendämpfung ist in dieser Ausführungsform mithilfe eines zylindrischen, insbesondere
kreiszylindrischen, Dämpfungszapfens 10 ausgebildet, der während einer Bewegung des
Kolbens 2 in einem Bewegungsbereich B des Innenraums 5 passiv ist und eine Dämpfung
der Bewegung des Kolbens 2 bewirkt, sobald sich der Kolben 2 bei weiterer Verringerung
des Volumens des zweiten Druckbereichs 4 in einem Dämpfungsbereich D bewegt. Die Position,
die den Übergang zwischen dem Bewegungsbereich B und dem Dämpfungsbereich D darstellt,
ist bei Verringerung des Volumens des zweiten Druckbereichs 4 durch den Eintritt des
Dämpfungszapfens 10 in eine ebenfalls zylindrische Dämpfungskammer 11 definiert.
[0026] Im in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Dämpfungskammer 11 einen Querschnitt
auf, der im Wesentlichen dem Querschnitt des Dämpfungszapfens 10 entspricht. Tritt
der Dämpfungszapfen 10 in die Dämpfungskammer 11 ein, so schließt der Dämpfungszapfen
10 die in der Dämpfungskammer 11 befindliche Hydraulikflüssigkeit hermetisch bzw.
größtenteils hermetisch gegenüber dem zweiten Druckbereich 4 ab. Die Hydraulikleitung
7 zum Ableiten der Hydraulikflüssigkeit aus dem zweiten Druckbereich 4 steht somit
nicht mehr in direkter fluidischer Verbindung mit der in der Dämpfungskammer 11 eingeschlossenen
Hydraulikflüssigkeit. In einer alternativen Ausführungsform kann der Querschnitt des
Dämpfungszapfens 10 kleiner als der Querschnitt der Dämpfungskammer 11 ausgebildet
sein, um einen Restspalt 8 für den Durchtritt von Hydraulikflüssigkeit zu gewährleisten.
Der effektive Durchlassquerschnitt des Restspalts kann so gewählt sein, dass eine
Dämpfung der Bewegung des Kolbens 2 mit einer maximal einstellbaren Dämpfung ermöglicht
wird. Die maximal einstellbare Dämpfung kann beispielsweise bei der Auslegung des
hydraulischen Antriebs vorgegeben sein. So ist z. B. ein Durchlassquerschnitt von
0,5% bis 5% der Querschnittsfläche des Dämpfungszapfens 10 möglich.
[0027] Die Dämpfungskammer 11 weist eine Anzahl von Auslassleitungen 9 auf, die Verbindungsleitungen
zwischen der Dämpfungskammer 11 und der Hydraulikleitung 7 darstellen. Die Auslassleitungen
9 weisen jeweils eine Drosseleinheit 12 auf, die einen Strömungswiderstand für die
Hydraulikflüssigkeit in den Auslassleitungen 9 darstellt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
sind drei Auslassleitungen 9 mit jeweiligen Drosseleinheiten 12 mit separat veränderlichem
Querschnitt vorgesehen. Die Auslassleitungen 9 sind an einer Seitenwand der Dämpfungskammer
11 bezüglich der Bewegungsrichtung des Dämpfungszapfens 10 an axial zueinander versetzten
Positionen angeordnet, so dass einer oder mehrere der Auslassleitungen 9 abhängig
von der Stellung des Dämpfungszapfens 10 in der Dämpfungskammer 11 durch den Dämpfungszapfen
10 (bzw. durch die Seitenwand des Dämpfungszapfens 10) verschließbar sind.
[0028] Weiterhin ist in einer weiteren Verbindungsleitung 14 zwischen dem zweiten Druckbereich
4 bzw. der Hydraulikleitung 7 und der Dämpfungskammer 11 ein Rückschlagventil 15 vorgesehen,
um bei einer Bewegung des Kolbens 2 aus dem Dämpfungsbereich D heraus nicht auch diese
Bewegung zu dämpfen, sondern diese Bewegung möglichst dämpfungsarm durchführen zu
können. Bei einer Bewegung des Kolbens 2 in Richtung des Bewegungsbereichs B fließt
dann Hydraulikflüssigkeit von dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter über die Hydraulikleitung
7, die weitere Verbindungsleitung 14 und das Rückschlagventil 15 auch in die Dämpfungskammer
11. Damit die Mündung der weiteren Verbindungsleitung 14 in die Dämpfungskammer 11
nicht durch den Dämpfungszapfen 10 verschließbar ist und dadurch das Einströmen der
Hydraulikflüssigkeit behindert, ist die Mündung der weiteren Verbindungsleitung 14
an einem Ende der Dämpfungskammer 11 angeordnet, das der Öffnung für den Dämpfungszapfen
10 gegenüberliegt.
[0029] Die Drosseleinheiten 12 weisen einen veränderlichen Querschnitt auf, der individuell
einstellbar ist. Die jeweiligen Verbindungsleitungen 9, die die Dämpfungskammer 11
über die jeweilige Drosseleinheit 12 mit dem zweiten Druckbereich 4 verbinden, sind
bezüglich der Bewegungsrichtung des Dämpfungszapfens 10 an verschiedenen axialen Positionen
angeordnet. Auf diese Weise kann eine zunehmende Dämpfung erreicht werden, je weiter
der Dämpfungszapfen 10 in die Dämpfungskammer 11 eindringt. Während anfangs in dem
Dämpfungsbereich die Querschnitte der Drosseleinheiten 12 in Summe den Abfluss der
in der Dämpfungskammer 11 eingeschlossenen Hydraulikflüssigkeit zulassen, wird bei
weiterer Bewegung des Dämpfungszapfens 10 zunächst der Zugang zu der ersten Verbindungsleitung
9 und der entsprechenden Drosseleinheit 12 geschlossen, so dass nur noch die Querschnitte
der zweiten und dritten Drosseleinheit 12 für den Abfluss der Hydraulikflüssigkeit
aus der Dämpfungskammer 11 sorgen können. Bei einer weiteren Bewegung des Dämpfungszapfens
10 in die Dämpfungskammer 11 hinein wird dann auch mit entsprechender Zunahme der
Dämpfung der Zugang zu der zweiten Verbindungsleitung 9 verschlossen, da nur noch
der Querschnitt der dritten Drosseleinheit als verbleibender Querschnitt für den Abfluss
der Hydraulikflüssigkeit dient. Die schrittweise Verkleinerung des Querschnitts, durch
den die Hydraulikflüssigkeit aus der Dämpfungskammer 11 abfließen kann, bewirkt ein
schrittweises Erhöhen der auf den Kolben 2 wirkenden Dämpfung und führt zu einem sich
verstärkenden Abbremsen der Bewegung des Kolbens 2. Die Drosseleinheiten 12 sind dazu
vorzugsweise so eingestellt, dass der Dämpfungsdruck im Dämpfungsbereich D einen zulässigen
Maximalwert nicht überschreitet.
[0030] Das Rückschlagventil 15 bleibt beim Abbremsen der Bewegung, d. h. bei einer Bewegung
des Kolbens 2 in Richtung des Dämpfungsbereichs D, geschlossen und dient lediglich
dazu, dass die Bewegung des Kolbens 2 in entgegengesetzter Richtung, d. h. in Richtung
des Bewegungsbereichs B, nicht durch die Dämpfung behindert wird.
[0031] Da die Geschwindigkeit und die Masse, die mit dem Kolben 2 bewegt wird, variabel
sind, würden Dämpfungsdruck und Endgeschwindigkeit mit einer festen, nicht veränderlichen
Geometrie der Verbindung zwischen der Dämpfungskammer 11 und dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter
so stark differieren, dass sie nicht zu beherrschen wären. Durch das Vorsehen von
Drosseleinheiten 12 mit variabler Querschnittsgeometrie sind somit die Dämpfung und
auch der Dämpfungsverlauf einzeln, unabhängig voneinander und stufenlos einstellbar,
so dass die Differentialzylinder anwendungsunabhängig gefertigt werden können.
[0032] In Figur 2 ist ein Beispiel für eine Drosseleinheit 12 mit individuell einstellbarer
effektiver Querschnittsfläche dargestellt. Man erkennt eine Drosselhülse 20, die an
einem Stirnende über die Auslassleitung 9 mit der Dämpfungskammer 11 verbindbar ist.
Quer zur Achsrichtung der Hülse 20 ist eine Anschlussleitung 21 vorgesehen, die mit
der Hydraulikleitung 7 verbindbar ist oder dieser entspricht. Im Inneren der Hülse
20 ist eine Stellschraube 22 eingebracht. Die Stellschraube 22 weist ein Kopfteil
26 auf, das in axialer Richtung A der Drosselhülse 20 bewegbar ist, um einen Durchlass
zwischen der Auslassleitung 9 und der Anschlussleitung 21 zu vergrößern oder zu verkleinern.
Der effektive Durchlassquerschnitt kann durch Positionieren der Stellschraube 22 eingestellt
werden.
[0033] Die Stellschraube ist an einem Kopfteil 26 mit einem Außengewinde 23 versehen. Das
Außengewinde 23 steht in Eingriff mit einem Innengewinde 24, das an der Hülse 20 an
einem dem Außengewinde 23 gegenüberliegenden Bereich angeordnet ist. Durch die Gewinde
kann die Stellschraube 23 durch Drehen in axialer Richtung A verstellt werden, wodurch
eine exakte Einstellung des effektiven Durchlassquerschnitts der Drosseleinheit 12
möglich ist.
[0034] In den Figuren 3, 4 und 5 sind weitere Ausführungsformen gezeigt, bei der die Auslassleitungen
9 der Dämpfungskammer 11 mit entsprechenden Drosseleinheiten 12 versehen sind. Die
Durchlassquerschnitte der Drosseleinheiten 12 werden gemeinsam eingestellt. Dazu ist
ein Stellelement 31 in einer hülsenförmigen Ausnehmung 32 vorgesehen, wobei das Stellelement
31 drehbar gehalten ist, so dass es sich in axialer Richtung der hülsenförmigen Ausnehmung
32 nicht bewegen kann. Dies kann beispielsweise durch eine umfangsseitig ausgebildete
Stufe 34 realisiert werden, die durch eine entsprechende Stufe 35 in der hülsenförmigen
Ausnehmung 32, die als Anschlag dient, gehalten wird.
[0035] In eine Mantelfläche der hülsenförmigen Ausnehmung 32 münden die Verbindungsleitungen
der Auslassleitungen 9. An einem stirnseitigen Ende der hülsenförmigen Ausnehmung
32 ist ein Anschluss zu der Hydraulikleitung 7 bzw. dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter
vorgesehen.
[0036] Das Stellelement 31 weist einen Hohlraum 37 auf. Durchlässe 33 in der Mantelfläche
des Stellelements 31 verbinden die Außenfläche mit dem Hohlraum 37 bzw. dem Freiraum
37. Der Hohlraum 37 bzw. der Freiraum 37 mündet an einem Ende des Stellelements 31,
das dem mit dem Anschluss zu der Hydraulikleitung 7 versehenen, stirnseitigen Ende
der hülsenförmigen Ausnehmung 32 zugeordnet ist. Die Durchlässe 33 können schlitzförmig,
kreisförmig oder als Exzenter ausgebildet mit sich in axialer oder radialer Erstreckungsrichtung
des Stellelements 31 veränderndem Querschnitt vorgesehen sein. Die Durchlässe 33 sind
an Positionen angeordnet, die den Positionen der Mündungen der Auslassleitungen 9
entsprechen, so dass durch entsprechende Verdrehung des Stellelements 31 die Durchlässe
33 teilweise oder vollständig mit den Mündungen der Auslassleitungen 9 in Deckung
kommen. Der Grad der Überdeckung zwischen den Mündungen der Auslassleitungen 9 und
den Durchlässen 23 definiert den effektiven Durchlassquerschnitt der so gebildeten
Drosseleinheit.
[0037] In Figur 6 ist eine schematische Querschnittsdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
für einen hydraulischen Differentialzylinder 40 mit Endlagendämpfung dargestellt.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem hydraulischen Differentialzylinder der Figur
1 und dem hydraulischen Differentialzylinder der Figur 7 besteht darin, dass die Dämpfungskammer
11 in einem beweglichen Dämpfungskolben 41 angeordnet ist. Der Dämpfungskolben 41
ist in die gleiche Richtung wie der Kolben 2 bewegbar und auf einer der Dämpfungskammer
11 gegenüberliegenden Seite (dritter Druckbereich) mit dem Arbeitsdruck oder einem
sonstigen einstellbaren Druck beaufschlagbar.
[0038] Wie in Figur 1 weisen der Dämpfungszapfen 10 und die Dämpfungskammer 11 Querschnitte
auf, die bei Eindringen des Dämpfungszapfens 10 in die Dämpfungskammer 11 einen Restspalt
42 lassen, durch den Hydraulikflüssigkeit aus der Dämpfungskammer 11 in den zweiten
Druckbereich 4 austreten kann. Auf diese Weise wird durch den Restspalt 42 eine Drosselwirkung
realisiert, da die in der Dämpfungskammer 11 eingeschlossene Hydraulikflüssigkeit
über den zweiten Druckbereich 4 in den Hydraulikflüssigkeitsbehälter gelangen kann.
[0039] Die Dämpfungskammer 11 in dem Dämpfungskolben 41 ist im Unterschied zur Ausführungsform
der Figur 1 nicht über eine oder mehrere Drosseleinheiten 12 mit dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter
verbunden.
[0040] Bei der Bewegung des Kolbens 2 in den Dämpfungsbereich D wird die ungehinderte Ableitung
von Hydraulikflüssigkeit in der Dämpfungskammer 11 zu dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter
unterbunden und es entsteht ein hoher Dämpfungsdruck in der Dämpfungskammer 11. Der
Dämpfungsdruck wirkt auf eine erste Steuerfläche A
1, die im Wesentlichen der Querschnittsfläche der Dämpfungskammer 11 entspricht. Der
Dämpfungsdruck bewirkt eine Kraft auf den Dämpfungskolben 41. Sobald die Kraft auf
die erste Steuerfläche A
1 in der Dämpfungskammer 11 größer ist als die Kraft, die über eine weitere der Dämpfungskammer
11 gegenüberliegende Kolbenfläche A
2 des Dämpfungskolbens 41 durch den Arbeitsdruck ausgeübt wird, wird der Dämpfungskolben
41 in Dämpfungsrichtung bewegt, d. h. in die gleiche Richtung, in der sich der Dämpfungszapfen
10 bewegt. Dadurch wird der Anstieg des Dämpfungsdrucks in der Dämpfungskammer 11
vermindert. Sobald der Kolben 2 seine Endlage erreicht hat und der Bremsvorgang des
Differentialkolbens 2 abgeschlossen ist, fällt der Dämpfungsdruck in der Dämpfungskammer
11 durch ein Abfließen der Hydraulikflüssigkeit durch den Restspalt 42 wieder ab und
der Dämpfungskolben 41 wird durch den Arbeitsdruck auf die zweite Kolbenfläche A
2 in seine Ausgangslage zurückgeschoben. Durch den Druck im dritten Druckbereich oder
die Größe einer zweiten Steuerfläche A
2 kann die Dämpfung des Kolbens 2 im Dämpfungsbereich eingestellt werden.
[0041] Es kann ein Rückschlagventil 43 in einer Bypassleitung 44 im Inneren des Dämpfungszapfens
10 vorgesehen sein, durch das eine Öffnung zur Dämpfungskammer 11 mit einer Öffnung
in der Seitenwand des Dämpfungszapfens 10 verbunden ist. Dadurch wird eine fluidische
Verbindung zwischen der Dämpfungskammer 11 und dem zweiten Druckbereich 4 vorgesehen,
auch wenn sich der Dämpfungszapfen 10 in der Dämpfungskammer 11 befindet. Das Rückschlagventil
43 ist so vorgesehen, dass es sich bei einer Bewegung des Kolbens 2 in einer Bewegungsrichtung
aus dem Dämpfungsbereich D hinaus öffnet, d. h. bei einem positiven Druckgefälle zwischen
dem zweiten Druckbereich 4 und der Dämpfungskammer 11. Diese Ausführung ermöglicht
eine unbehinderte Bewegung des Kolbens 2 in Bewegungsrichtung B.
[0042] In Figur 7 ist eine schematische Querschnittsdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
für einen hydraulischen Differentialzylinder 50 gemäß einer weiteren Ausführungsform
dargestellt. Wie im Ausführungsbeispiel der Figur 1 ist die Dämpfungskammer 11 über
eine Verbindungsleitung 51 mit der Hydraulikleitung 7, die den zweiten Druckbereich
4 mit dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter verbindet, bzw. direkt mit dem zweiten Druckbereich
4 verbunden. In der Verbindungsleitung 51 ist ein Steuerzylinder 53 mit einem Steuerkolben
54 vorgesehen. Der Steuerkolben 54 dient dazu, eine Verbindung zwischen der Dämpfungskammer
11 und dem zweiten Druckbereich 4 bzw. dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter zu schaffen.
Der Steuerkolben 54 ist als Differentialkolben ausgebildet, dessen eine Seite eine
Kolbenfläche A
3 aufweist, die dem Arbeitsdruck ausgesetzt ist, mit dem auch der Kolben 2 seitens
des ersten Druckbereichs 3 beaufschlagt ist, während die entsprechende andere Seite
eine im Vergleich dazu kleinere Steuerfläche A
1 auf einem an dem Steuerkolben vorgesehenen Steuerzapfen 55 aufweist, die dem Druck
der Dämpfungskammer 11 ausgesetzt ist. Der Steuerzapfen 55 dient weiterhin dazu, ein
Ventil für die Verbindungsleitung 51 zu bilden, wobei der Durchlassquerschnitt des
Ventils durch die Stellung des Steuerkolbens 54 angegeben wird. Aufgrund des auf die
Kolbenfläche A
3 wirkenden Arbeitsdrucks ist das Ventil anfänglich geschlossen.
[0043] Wie bei der Ausführungsform der Figur 6 ist zwischen dem Dämpfungszapfen 10 und der
Dämpfungskammer 11 ein Restspalt 56 vorgesehen, der einen Austritt von Hydraulikflüssigkeit
in den zweiten Druckbereich 4 mit einem definierten Querschnitt ermöglicht. Steigt
der Dämpfungsdruck in der Dämpfungskammer 11 an, so kommt es auf die Auslegung des
Steuerkolbens 54 an, wann der Steuerkolben 54 bewegt wird und die zusätzliche Ableitung
zwischen der Dämpfungskammer 11 zu dem Hydraulikflüssigkeitsbehälter über die Verbindungsleitung
51 zulässt. Sinkt der Druck in der Dämpfungskammer 11, so bewegt der Arbeitsdruck,
der auf die weitere Steuerfläche A
3 des Steuerzapfens 55 wirkt, den Steuerkolben 54 und bewirkt ein Schließen der Verbindungsleitung
51.
[0044] Der Öffnungsdruck der Steuerkolbens 54 lässt sich einfach über das Flächenverhältnis
der Kolbenfläche A
3 zur Steuerfläche A
1 (P1 = P3 x A
3 / A
1) bestimmen. Der Steuerkolben 54 bildet ein selbstregelndes System, das den Druck
in der Dämpfungskammer 11 während des gesamten Abbremsvorgangs des Kolbens 2 konstant
unter einem durch das Flächenverhältnis eingestellten Wert hält.
[0045] Der Steuerkolben 54 weist weiterhin eine Fläche A
2 auf, auf die im geschlossenen Zustand des Steuerventils der Druck der Hydraulikflüssigkeit
im zweiten Druckbereich 4 wirkt. Soll sich der Kolben 2 in die entgegengesetzte Richtung
bewegen (durch Verringerung des Arbeitsdrucks), so reduziert sich der Dämpfungsdruck
in der Dämpfungskammer 11 und es entsteht ein positives Druckgefälle zwischen dem
zweiten Druckbereich 4 und der Dämpfungskammer 11. In diesem Fall öffnet der Steuerkolben
54 den kompletten Querschnitt und lässt einen ausreichend großen Flüssigkeitsstrom
von der Hydraulikflüssigkeitsleitung 7 in die Dämpfungskammer 11 zu, um die Bewegung
des Dämpfungszapfens 10 aus der Dämpfungskammer 11 heraus nicht zu behindern. Um eine
solche Funktionalität zu gewährleisten, ist vorgesehen, dass die Summe der ersten
Steuerfläche A
1 und der zweiten Steuerfläche A
2 die weitere Kolbenfläche A
3 übersteigt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0046]
- 1
- Differentialzylinder
- 2
- Kolben
- 3
- erster Druckbereich
- 4
- zweiter Druckbereich
- 5
- Zylinderinnenraum
- 6
- Kolbenstange
- 7
- Hydraulikleitung
- 8
- Restspalt
- 9
- Auslassleitung
- 10
- Dämpfungszapfen
- 11
- Dämpfungskammer
- 12
- Drosseleinheit
- 14
- weitere Verbindungsleitung
- 15
- Rückschlagventil
- 20
- Hülse
- 21
- Anschlussleitung
- 22
- Stellschraube
- 23
- Außengewinde
- 24
- Innengewinde
- 26
- Kopfteil
- 31
- Stellelement
- 32
- Ausnehmung
- 33
- Durchlass
- 34
- Stufe
- 35
- Stufe
- 37
- Hohlraum, Freiraum
- 40
- Differentialzylinder
- 41
- Dämpfungskolben
- 42
- Restspalt
- 43
- Rückschlagventil
- 44
- Bypassleitung
- 50
- Differentialzylinder
- 51
- Verbindungsleitung
- 53
- Steuerzylinder
- 54
- Steuerkolben
- 55
- Steuerzapfen
- 56
- Restspalt
- A1
- erste Steuerfläche
- A2
- zweite Steuerfläche
- A3
- weitere Steuerfläche
1. Differentialzylinder (50) für einen hydromechanischen Antrieb zur Betätigung eines
elektrischen Schalters, insbesondere eines Hochspannungsschalters, umfassend:
- einen ersten Druckbereich (3) zum Beaufschlagen mit einem Arbeitsdruck;
- einen zweiten Druckbereich (4);
- einen in einem Bewegungsbereich beweglichen Kolben (2), der abhängig von einer Druckdifferenz
zwischen dem ersten und dem zweiten Druckbereich (3, 4) bewegbar ist; wobei
- eine Dämpfungseinrichtung vorgesehen ist, die bei einer Bewegung des Kolbens (2)
in Richtung des zweiten Druckbereichs (4) in einem Abschnitt (D) des Bewegungsbereichs
eine Dämpfung gegen die Bewegung des Kolbens (2) bereitstellt, wobei die Dämpfung
einstellbar ist, und
- die Dämpfungseinrichtung eine Dämpfungskammer (11) an einem dem Kolben (2) gegenüberliegenden
Ende des zweiten Druckbereichs (4) und einen an dem Kolben (2) in Richtung des zweiten
Druckbereichs hervorstehenden Dämpfungszapfen (10) aufweist, wobei der Querschnitt
des Dämpfungszapfens (10) kleiner als der Querschnitt der Dämpfungskammer (11) ausgebildet
ist, um einen Restspalt (8) für den Durchtritt von Hydraulikflüssigkeit zu gewährleisten,
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Verbindungsleitung (51) zwischen der Dämpfungskammer (11) und einem mit dem
zweiten Druckbereich (4) verbundenen Volumen vorgesehen ist, wobei in der Verbindungsleitung
(51) ein Ventil vorgesehen ist, das abhängig von einem bereitgestellten Arbeitsdruck
und einem Druck in der Dämpfungskammer (11) einen Durchlassquerschnitt freigibt, um
den Druck in der Dämpfungskammer (11) zu begrenzen, und wobei eine weitere Steuerfläche
(A2) vorgesehen ist, um das Ventil bei einem positiven Druckgefälle zwischen dem mit
dem zweiten Druckbereich (4) verbundenen Volumen und dem Druck in der Dämpfungskammer
(11) zu öffnen.
2. Differentialzylinder (50) nach Anspruch 1, wobei der Dämpfungszapfen (10) und die
Dämpfungskammer (11) so ausgebildet sind, dass der nach dem Eindringen des Dämpfungszapfens
(10) in die Dämpfungskammer (11) verbleibende Restspalt (8) einen vorgegebenen Durchlassquerschnitt
aufweist.
3. Differentialzylinder (50) nach Anspruch 2, wobei der vorgegebene Durchlassquerschnitt
so gewählt ist, dass dieser eine vorgegebene maximale Dämpfung gegen die Bewegung
des Kolbens (2) bewirkt.
4. Differentialzylinder (50) nach einem der vorigen Ansprüche, wobei das Ventil gebildet
wird durch einen Steuerzapfen (55), der an einem Steuerkolben (54) vorgesehen ist,
wobei der Steuerkolben (54) in einem Steuerzylinder (53) vorgesehen ist, und wobei
der Durchlassquerschnitt des Ventils durch die Stellung des Steuerkolbens (54) angegeben
wird.
5. Differentialzylinder (50) nach Anspruch 4, wobei der Steuerkolben (54) als Differentialkolben
ausgebildet ist, dessen eine Seite eine Kolbenfläche (A3) aufweist, die dem Arbeitsdruck ausgesetzt ist, mit dem auch der Kolben (2) seitens
des ersten Druckbereichs (3) beaufschlagt ist, während die andere Seite des Steuerkolbens
(54) eine im Vergleich zur Kolbenfläche (A3) kleinere Steuerfläche (A1) auf dem Steuerzapfen aufweist, die dem Druck der Dämpfungskammer
(11) ausgesetzt ist.
6. Differentialzylinder (50) nach Anspruch 5, wobei der Steuerkolben (54) ein selbstregelndes
System bildet, das den Druck in der Dämpfungskammer (11) während des gesamten Abbremsvorgangs
des Kolbens (2) konstant unter einem durch das Flächenverhältnis der Kolbenfläche
(A3) zur Steuerfläche (A1) eingestellten Wert hält.
7. Differentialzylinder (50) nach einem der Ansprüche 5 oder 6, wobei die Steuerfläche
(A1), die dem Druck der Dämpfungskammer (11) ausgesetzt ist, eine erste Steuerfläche
bildet, und wobei die weitere Steuerfläche (A2), auf die im geschlossenen Zustand des Ventils der Druck der Hydraulikflüssigkeit
im zweiten Druckbereich (4) wirkt, eine zweite Steuerfläche bildet, und wobei die
Summe der ersten Steuerfläche (A1) und der zweiten Steuerfläche (A2) die Kolbenfläche (A3) übersteigt.
8. Hydromechanischer Antrieb für einen Hochspannungsleistungsschalter mit einem Differentialzylinder
(50) nach einem der vorangehenden Ansprüche.
1. Differential cylinder (50) for a hydromechanical drive for actuating an electrical
switch, in particular a high-voltage switch, comprising:
- a first pressure region (3) for supplying with a working pressure;
- a second pressure region (4);
- a piston (2), which is capable of moving in a range of movement and which is movable
depending on a pressure difference between the first and second pressure regions (3,
4); wherein
- a damping device is provided which, in the event of a movement of the piston (2)
in the direction of the second pressure region (4), provides damping with respect
to the movement of the piston (2) in a section (D) of the range of movement, wherein
the damping is adjustable, and
- the damping device has a damping chamber (11) at an opposite end of the second pressure
region (4) from the piston (2) and has a damping pin (10) projecting on the piston
(2) in the direction of the second pressure region, wherein the cross section of the
damping pin (10) is made less than the cross section of the damping chamber (11) in
order to ensure a residual gap (8) for the passage of hydraulic fluid,
characterized in that
- a connecting line (51) is provided between the damping chamber (11) and a volume
connected to the second pressure region (4), wherein a valve is provided in the connecting
line (51), opening a passage cross section depending on a supplied working pressure
and a pressure in the damping chamber (11) in order to limit the pressure in the damping
chamber (11), and wherein a further control surface (A2) is provided in order to open the valve in the case of a positive pressure gradient
between the volume connected to the second pressure region (4) and the pressure in
the damping chamber (11).
2. Differential cylinder (50) according to Claim 1, wherein the damping pin (10) and
the damping chamber (11) are designed in such a way that the residual gap (8) which
remains after the penetration of the damping pin (10) into the damping chamber (11)
has a predetermined passage cross section.
3. Differential cylinder (50) according to Claim 2, wherein the predetermined passage
cross section is chosen in such a way that it brings about a predetermined maximum
damping with respect to the movement of the piston (2).
4. Differential cylinder according to one of the preceding claims, wherein the valve
is formed by a control pin (55) provided on a control piston (54), wherein the control
piston (54) is provided in a control cylinder (53), and wherein the passage cross
section of the valve is given by the position of the control piston (54).
5. Differential cylinder (50) according to Claim 4, wherein the control piston (54) is
designed as a differential piston, one side of which has a piston surface (A3) which is exposed to the working pressure, to which piston (2) is also subjected
on the same side as the first pressure region (3), while the other side of the control
piston (54), in comparison to the piston surface (A3), has a smaller control surface (A1) on the control pin, said surface being exposed
to the pressure of the damping chamber (11).
6. Differential cylinder (50) according to Claim 5, wherein the control piston (54) forms
a self-regulating system which holds the pressure in the damping chamber (11) constant
below a value set by the area ratio of the piston surface (A3) to the control surface (A1) during the entire retardation process of piston (2).
7. Differential cylinder (50) according to either of Claims 5 and 6, wherein the control
surface (A1) which is exposed to the pressure of the damping chamber (11) forms a first control
surface, and wherein the further control surface (A2), on which the pressure of the hydraulic fluid in the second pressure region (4)
acts in the closed state of the valve, forms a second control surface, and wherein
the sum of the first control surface (A1) and the second control surface (A2) exceeds the piston surface (A3).
8. Hydromechanical drive for a high-voltage circuit breaker having a differential cylinder
(50) according to one of the preceding claims.
1. Cylindre différentiel (50), destiné à un entraînement hydromécanique destiné à actionner
un commutateur électrique, en particulier un commutateur à haute tension, comprenant
:
- une première zone de pression (3) destinée à être soumise à une pression de travail
;
- une deuxième zone de pression (4) ;
- un piston (2) qui est mobile dans une zone de mouvement et qui peut être déplacé
entre les première et deuxième zones de pression (3, 4) en réponse à une différence
de pression ;
- un moyen d'amortissement étant prévu qui fournit un amortissement contre le mouvement
du piston (2) dans une partie (D) de la zone de déplacement lors d'un mouvement du
piston (2) en direction de la deuxième zone de pression (4), l'amortissement étant
réglable, et
- le moyen d'amortissement comportant une chambre d'amortissement (11) à une extrémité,
opposée au piston (2), de la deuxième zone de pression (4) et une broche d'amortissement
(10) saillant au niveau du piston (2) en direction de la deuxième région de pression
(10), la section transversale de la broche d'amortissement (10) étant conçue pour
être inférieure à la section transversale de la chambre d'amortissement (11) pour
garantir un intervalle résiduel (8) destiné au passage du fluide hydraulique,
caractérisé en ce que
- un conduit de liaison (51) est prévu entre la chambre d'amortissement (11) et un
volume raccordé à la deuxième zone de pression (4), une vanne étant prévue dans le
conduit de liaison (51), laquelle libère une section transversale de passage en fonction
d'une pression de travail fournie et d'une pression dans la chambre d'amortissement
(11) pour limiter la pression dans la chambre d'amortissement (11) et une autre surface
de commande (A2) étant prévue pour ouvrir la soupape lors d'une chute de pression positive entre
le volume raccordé à la deuxième zone de pression (4) et la pression dans la chambre
d'amortissement (11).
2. Cylindre différentiel (50) selon la revendication 1, la broche d'amortissement (10)
et la chambre d'amortissement (11) étant conçues de telle sorte que l'intervalle résiduel
(8) restant après la pénétration de la broche d'amortissement (10) dans la chambre
d'amortissement (11) présente une section transversale de passage prédéterminée.
3. Cylindre différentiel (50) selon la revendication 2, la section transversale de passage
prédéterminée étant choisie de manière à provoquer un amortissement maximum prédéterminé
à l'encontre du mouvement du piston (2).
4. Cylindre différentiel (50) selon l'une des revendications précédentes, la vanne étant
formée par une broche de commande (55) qui est prévue au niveau d'un piston de commande
(54), le piston de commande (54) étant prévu dans un cylindre de commande (53), et
la section transversale de passage de la vanne étant indiquée par la position du piston
de commande (54).
5. Cylindre différentiel (50) selon la revendication 4, le piston de commande (54) étant
conçu comme un piston différentiel dont un côté présente une surface de piston (A3) qui est exposée à la pression de travail à laquelle le piston (2) est également
soumis dans la première zone de pression (3) tandis que l'autre côté du piston de
commande (54) présente sur la broche de commande une surface de commande (A1), plus
petite que la surface de piston (A3), qui est soumise à la pression de la chambre d'amortissement (11).
6. Cylindre différentiel (50) selon la revendication 5, le piston de commande (54) formant
un système autorégulateur qui maintient la pression dans la chambre d'amortissement
(11), pendant toute l'opération de décélération du piston (2), constante à une valeur
réglée par le rapport de la surface de piston (A3) à la surface de commande (A1).
7. Cylindre différentiel (50) selon l'une des revendications 5 ou 6, la surface de commande
(A1), qui est soumise à la pression de la chambre d'amortissement (11), formant une première
surface de commande, et l'autre surface de commande (A2), sur laquelle la pression du fluide hydraulique agit dans la deuxième zone de pression
(4) lorsque la vanne est fermée, formant une deuxième surface de commande et la somme
de la première surface de commande (A1) et de la deuxième surface de commande (A2) dépassant la surface de piston (A3) .
8. Entraînement hydromécanique destiné à un disjoncteur de puissance à haute tension
comprenant un cylindre différentiel (50) selon l'une des revendications précédentes.