(57) Die Erfindung betrifft eine feueraluminierte Stahlfolie sowie ein Verfahren zur Herstellung
einer feueraluminierten Stahlfolie. Um eine kostengünstige beschichtete Folie herzustellen,
die vergleichsweise geringe Anteile an Legierungselementen wie Cr und A1 enthält,
jedoch hohe Oxidations- und Korrosionsbeständigkeit bei der Temperatur bis zu 850
bzw. bis zu 1000°C und einen selbstlötenden Effekt aufweist, welche es insbesondere
auch für die Verwendung als Trägermaterial für die Abgaskatalysatoren und Partikelfilter
der Verbrennungsmotoren besonders geeignet macht, ist vorgesehen, dass ein 8 bis 20
Gew.-% Chrom aufweisendes Stahlband mit einer Banddicke von bis zu 3 mm beidseitig
durch Schmelztauchen derart mit einer Schicht aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung
mit einem Siliziumanteil von ≤ 20% beschichtet wird, dass die Schichten nach der Tauchbehandlung
jeweils eine Menge von mindestens 25 g/m
2, bevorzugt mindestens 30 g/m
2 und eine Überzugsdicke von mindestens 8 µm, bevorzugt mindestens 10 µm aufweisen
und das beschichtete Stahlband anschließend auf eine Dicke von 10 bis 150 µm gewalzt
wird.
[0001] Die Erfindung betrifft eine feueraluminierte Stahlfolie sowie ein Verfahren zur Herstellung
einer feueraluminierten Stahlfolie.
[0002] Derartige Folien finden beispielsweise Anwendung als Trägermaterial für Abgasnachbehandlungssysteme.
Als Trägermaterial für solche Abgasnachbehandlungssysteme, wie beispielsweise Katalysatoren
und Diesel- Partikelfilter, werden sowohl keramische als auch metallische Werkstoffe
verwendet. Metallische Katalysatorträger heizen sich schneller auf und bieten darüber
hinaus noch die Möglichkeit des elektrischen Vorheizens und der elektrostatischen
Abscheidung von Nanopartikeln. Außerdem zeigen sie eine gute Temperaturbeständigkeit
sowie eine höhere Konvertierungsleistung aufgrund der Turbulenzerzeugenden Strukturierung
und stellen damit geringere Anforderungen an die Bauraumgröße gegenüber keramischen
Systemen. Ein geringerer Abgasgegendruck ermöglicht darüber hinaus einen bei wirtschaftlicher
Fahrweise geringeren Kraftstoffverbrauch. Eine aluminiumbeschichtete, niedriglegierte
Stahlfolie, die eine kaltgewalzte, metallische, feueraluminierte Oberfläche aufweist
und eine geeignete Trägerschicht zum Aufbringen eines metallischen Katalysator darstellt,
ist bspw. aus der
DE 35 19 492 A1 bekannt.
[0003] Im Vergleich zu Keramik weisen metallische Katalysatorträger jedoch den Nachteil
höherer Materialkosten auf. Üblicherweise werden Stahlfolien mit Dicken von 30-80µm
aus FeCrAl-Legierungen als Trägermaterialien für metallische Automobilabgaskatalysatoren
verwendet. Aufgrund der hohen Gehalte von Chrom von in der Regel 16-23 Gew.-% und
Aluminium von 3-8 Gew.-% weisen diese ferritischen Stähle eine hohe Oxidationsbeständigkeit
im Hochtemperaturbereich von 800-1200°C auf, die durch eine dichte, langsam wachsende
Aluminiumoxidschicht (α-Al
2O
3), deren Haftung bzw. Wachstum durch zusätzliche reaktive Elemente (Ce, La, Y, Hf...)
verbessert bzw. verlangsamt wird. Bei niedrigeren Temperaturen <800°C entstehen jedoch
neben Aluminiumoxid (Al
2O
3) noch weitere Spinelle wie FeAl
2O
4 und FeCr
2O
4, die deutlich schlechtere Oxidations- und Korrosionsbeständigkeit als Al
2O
3 aufweisen. Außerdem findet im Temperaturbereich 400-600°C eine spröde Phasenbildung
statt, die zur Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften der Stähle führen kann.
[0004] Der Anwendungsbereich der Katalysatoren bzw. Partikelfilter für Verbrennungsmotoren
wie z.B. Nutzfahrzeuge, LKW, stationäre und Offroad Motoren (Schiffsmotoren, etc.
Baumaschinen, Landwirtschaft) liegt meistens bei Temperaturen kleiner als 800°C. Um
die erforderlichen Emissionsgrenzwerte zu erreichen, fokussieren neue Entwicklungen
auf zukünftige Partkelfilter und SCR- Systeme, wobei die Temperaturanforderung an
das Trägermaterial meistens kleiner als 750°C ist.
[0005] Für derartige Anwendungen mit geringeren Temperaturanforderungen wie z.B. bei Nutzfahrzeugen,
LKW und stationären Motoren, werden Legierungen mit reduzierten Gehalten von Chrom
(10-20 Gew.-%) und Aluminium (2,5-4,3 Gew.-%) im Vergleich zum Standardwerkstoff (Werkstoff-Nr.
1.4767) genannt, wobei die Herstellungsverfahren auch anhand des konventionellen Gießens
und der anschließenden Warm- und Kaltverformung wie beim Standardwerkstoff 1.4767
erfolgen. Die modifizierten Legierungen sind aufgrund der niedrigeren Legierungselemente
zwar kostengünstiger als der Standardwerkstoff 1.4767, allerdings muss der Nachteil
in Kauf genommen werden, dass die FeCrAl-Legierungen 1.4725 und 1.4767 durch das konventionelle
Verfahren schwer herstellbar und mit hohen Ausfällen u.a. durch Versprödungserscheinungen
beim Warmwalzen verbunden sind.
[0006] Zur Vermeidung der hohen Ausfälle beim konventionellen Herstellungsverfahren wurden
Altnativen entwickelt, bei welchen ein Chromstahl, der reaktive Elemente enthält,
mit Aluminium oder Al- Legierungen beschichtet wird. Derartige Verbundwerkstoffe werden
dann an Enddicken gewalzt und anschließend diffusionsgeglüht, wobei bei Einstellung
geeigneter Glühparameter eine homogene Legierung entstehen soll.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige beschichtete Folie
herzustellen, die vergleichsweise geringe Anteile an Legierungselementen wie Cr und
Al enthält, jedoch hohe Oxidations- und Korrosionsbeständigkeit bei der Temperatur
bis zu 850 bzw. bis zu 1000°C aufweist, welche sie insbesondere auch für die Verwendung
von Verbrennungsmotoren als Trägermaterial für die Abgaskatalysatoren und Partikelfilter
besonders geeignet macht.
[0008] Die Erfindung löst die Aufgabe durch ein Verfahren zur Herstellung einer feueraluminierten
Stahlfolie mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie eine Stahlfolie mit den Merkmalen
des Anspruchs 8. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in der abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0009] In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein 8-20 Gew.-% Chrom aufweisendes Stahlband
mit einer Banddicke von bis zu 3 mm beidseitig durch Schmelztauchen mit einer Schicht
aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung mit einem Siliziumanteil von ≤ 20% beschichtet
wird. Die erfindungsgemäß erzeugten Auflagen weisen nach der Tauchbehandlung jeweils
eine Menge von mindestens 25 g/m
2, bevorzugt mindestens 30 g/m
2, besonders bevorzugt 37,5 g/m
2 Aluminium oder Aluminiumlegierung auf. Die Dicke der Schichten beträgt dabei mindestens
8 µm, bevorzugt mindestens 10 µm, besonders bevorzugt 15 µm. Anschließend wird das
beschichtete Stahlband auf eine Dicke von 10-150 µm gewalzt.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Herstellung von Folien, die in besonderer
Weise als Trägermaterial für Katalysatoren und Partikelfilter von Verbrennungsmotoren
geeignet sind. Die beschichtete Folie weist dabei aufgrund der dünnen Aluminiumoxidschicht
auf der Oberfläche eine hohe Oxidations- und Korrosionsbeständigkeit im Hochtemperaturbereich
auf, wobei eine dünne Schicht aus Fe-Al-intermetallischen Phasen eine gute Haftung
zwischen den Auflagen und dem Kernmaterial gewährleistet.
[0011] Für den Schmelztauchprozess kann ein beliebiges, aus dem zahlreich aus dem Stand
der Technik bekannten Standardverfahren ausgewählt werden. Ein typisches Verfahren
ist das Feueraluminieren, wobei dieses bevorzugt in einem kontinuierlichen Beschichtungsprozess,
vorzugsweise in einer kontinuierlichen In-Line-Anlage, beispielsweise in einer kontinuierlichen
Sendzimir-Anlage durchgeführt wird. In einer bevorzugten Ausführungsform kann dem
Schmelztauchen ein Weichglühen des Stahlbandes vorweggehen, beispielsweise bei einer
Temperatur ≤1000°C in Schutzgasatmosphäre. Der kontinuierliche Beschichtungsprozess
zeichnet sich dabei dadurch aus, dass mit besonders hoher Zuverlässigkeit eine gleichbleibend
ausgebildete Beschichtung erzielt werden kann.
[0012] Das beschichtete Stahlband kann grundsätzlich in einem beliebigen Walzprozess in
seine Endabmessungen gebracht werden, wobei sich der Walzprozess nicht unmittelbar
an die Tauchbehandlung anschließen muss. Bevorzugt wird die Verformung durch Walzen
und weiter bevorzugt durch Kaltwalzen erreicht. Nach einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist vorgesehen, dass das beschichtete Stahlband vor dem Walzprozess
auf seine Endabmessungen auf Zwischendicken von 0,08-0,15 mm gewalzt und gegebenenfalls
nach einem Zwischenglühen, auf die gewünschte Enddicke von 10-150 µm, bevorzugt auf
eine Enddicke von 20-100 µm, gewalzt wird. Der durch den Walzprozess des beschichteten
Stahlbands bis zur feueraluminierten Folie erreichte Verformungsgrad beträgt dabei
mindestens 50%. Eine derart hergestellte feueraluminierte Folie zeichnet sich dabei
dadurch aus, dass diese direkt ihrem Verwendungszweck entsprechend eingesetzt werden
kann, ohne dass es weiterer Nachbearbeitungen bedarf.
[0013] Nach einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass die
endgewalzte Folie weichgeglüht wird. Diese Ausgestaltung der Erfindung erlaubt auch
die Herstellung kritischer Bauteile, da sich die Folie in besonders einfacher Weise
in die vorgegebenen Formen bringen lässt.
[0014] Die erfindungsgemäß hergestellten Folien weisen weiterhin einen selbstlötenden Effekt
auf, wenn die aus den beschichteten Folien gebauten Komponenten bei einer Temperatur
<1000°C in Schutzgasatmosphäre wärmebehandelt werden.
[0015] Als Kernwerkstoff zum Feueraluminieren kann ein beliebiger Stahl mit einem Cr-Gehalt
von 8-20 Gew.-% verwendet werden. Bevorzugt wird ein bandförmiges Stahlblech aus Chromstahl
eingesetzt, wobei der Stahl neben Eisen 10-20 Gew.-% Chrom, ≤ 0,03 Gew.-% Kohlenstoff,
≤ 1,0 Gew.-% Silizium, ≤ 1,0 Gew.-% Mangan, ≤ 0,04 Gew.-% Phosphor, ≤ 0,02 Gew.-%
Schwefel, ≤0,8 Gew.-% Niob und 0,1-0,65 Gew.-% Titan aufweist. Nach einer besonders
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Kernwerkstoff zudem frei von seltenen
Erdenelementen.
[0016] Als Beschichtungsmaterial für das erfindungsgemäße Verfahren kann Aluminium oder
eine beliebige Aluminiumlegierung gewählt werden, wobei deren Siliziumgehalt jeweils
kleiner gleich 20 Gew.-% ist. In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt der Schmelztauchprozess
in einer Aluminiumlegierung aufweisend 8-12 Gew.-% Silizium und weniger als 5 Gew.-%
Eisen. Die hierdurch herstellbare Folie zeichnet sich in besonderer Weise dadurch
aus, als Trägermaterial für Abgaskatalysatoren und Partikelfilter verwendet werden
zu können.
[0017] Nachfolgend wird an einem Ausführungsbeispiel das erfindungsgemäße Verfahren zur
Herstellung einer feueraluminierten Stahlfolie sowie die mechanischen Eigenschaften
und die Oxidationsbeständigkeit einer beispielhaft mit dem erfindungsgemäß hergestellten
feueraluminierten Stahlfolie im Vergleich zu einer nicht gemäß der Erfindung hergestellten
Folie dargestellt.
[0018] Es werden zwei verschiedene Kernwerkstoffe für die Beschichtung durch Feueraluminieren
verwendet. Die chemischen Zusammensetzungen der zwei Stahlkernmaterialien (unlegiert
und Chrom-legiert) sowie der Aluminium-Auflagen werden in Tab. 1 wiedergegeben.
Tab. 1: Chemische Zusammensetzung der im Ausführungsbeispiel gewählten Werkstoffe
(Gew.-%)
| Werkstoff |
C |
Si |
Mn |
P |
S |
Cr |
Ni |
Al |
Ti |
N |
| unlegiert |
0,002 |
0,017 |
0,115 |
0,007 |
0,006 |
- |
- |
0,055 |
0,073 |
|
| Chrom-legiert |
0,016 |
0,57 |
0,53 |
0,021 |
0,001 |
11,48 |
0,1 |
0,019 |
0,217 |
0,009 |
| Al-Auflagen |
Si=10%; Fe=3%; Rest Al |
[0019] Das vom erfindungsgemäßen Verfahren abweichende unlegierte Stahlband mit einer Dicke
von 0,3 mm sowie das erfindungsgemäß Chrom-legierte Stahlband mit einer Dicke 1,0
mm wurden anhand des Standardverfahrens in einem Aluminiumbad mit 8-11% Si feueraluminiert.
Die feueraluminierte Probe aus dem unlegierten Stahlband wird nachfolgend mit FAL1
bezeichnet. Die erfindungsgemäß aus Chrom-legiertem Stahlband hergestellte Probe erhält
die Bezeichnung FAL2. Die Aluminiumschichtdicke beträgt bei FAL1 22µm und bei FAL2
21µm. Die entsprechenden mechanischen Eigenschaften von den beschichteten Proben FAL1
und FAL2 sind Tab. 2 entnehmbar.
Tab. 2: Mechanische Eigenschaften der im Ausführungsbeispiel feueraluminierten Stahlbänder
| Probe |
Banddicke mm |
Al-Schichtdicke µm |
Dehngrenze Rpo,2 / MPa |
Festigkeit Rm / MPa |
Dehnung A80 / % |
| FAL1 |
0,3 |
22 |
177 |
344 |
32 |
| FAL2 |
1,0 |
21 |
246 |
419 |
34 |
[0020] Die feueraluminierten Stahlbänder (Tab. 2) wurden weiter auf Dicken von 50 µm und
40 µm gewalzt, wobei FAL2 sowohl im walzharten als auch im geglühten Zustand zugrunde
lag. Aus den Walzversuchen wurden eine Vergleichsprobe PV-FAL1 und zwei erfindungsgemäße
Proben PE-FAL2 und PE-FAL2G abgeteilt, wobei PE-FAL2G der Probe PE-FAL2 im geglühten
Zustand entspricht. Die entsprechenden mechanischen Eigenschaften werden in Tabelle
3 dargestellt.
Tab. 3: Mechanische Eigenschaften der im Ausführungsbeispiel hergestellten feueraluminierten
Folien
| Probe |
Foliendicke mm |
Dehngrenze Rpo,2 / MPa |
Festigkeit Rm / MPa |
Dehnung A80 / % |
| PV-FAL1 |
0,05 |
603 |
627 |
0,95 |
| PE-FAL2 |
0,05 |
970 |
994 |
0,97 |
| PE-FAL2G |
0,05 |
283 |
469 |
20 |
[0021] Die Oxidationsbeständigkeit der feueraluminierten Proben wurde bei 850°C, ≥400h im
Luft getestet. Die Testergebnisse sind Tab. 4 entnehmbar.
Tab. 4: Oxidationsbeständigkeit der im Ausführungsbeispiel hergestellten feueraluminierten
Folien
| Probe |
Foliendicke mm |
Werkstoff Stahl |
850°C / 400h / Luft |
| PV-FAL1 |
0,05/0,04 |
unlegiert |
nicht beständig |
| PE-FAL2 |
0,05/0,04 |
Cr-Stahl |
beständig |
| PE-FAL2G |
0,05 |
Cr-Stahl |
beständig |
[0022] Tab. 4 zeigt, dass die erfindungsgemäßen Proben PE-FAL2 und PE-FAL2G aus feueraluminiertem
Cr-Stahl bis 850°C oxidationsbeständig sind. Im Vergleich zu PE-FAL2 zeigt PE-FAL2G
ein besseres Verformungsverhalten und ist deshalb für Bauteile mit kritischen Strukturierungen
besser geeignet. Die Vergleichsprobe PV-FAL1 versagt bei der Testtemperatur.
[0023] Die erfindungsgemäß hergestellte Folien (z. B. PE-FAL2, PE-FAL2G) weist besonders
niedrige Chrom Legierungsanteile (<16 Gew.-%) auf. Ein zusätzliches Diffusionsglühen
der erfindungsgemäß hergestellten feueraluminierten Folien ist nicht zwingend erforderlich.
Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich damit als vergleichsweise kostengünstig
aus. Zudem erweisen sich die erfindungsgemäß hergestellten feueraluminierten Folien
mit einer Oxidationsbeständigkeit bis zu 850°C und mit einem selbstlötenden Effekt
als Trägermaterial für Anwendungen der Abgasnachbehandlungssysteme, insbesondere Katalysator
und Partikelfilter für alle On- und Non-Road-Dieselverbrennungsmotoren, als sehr geeignet.
1. Verfahren zur Herstellung einer feueraluminierten Stahlfolie,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein 8 bis 20 Gew.-% Chrom aufweisendes Stahlband mit einer Banddicke von bis zu
3 mm beidseitig durch Schmelztauchen derart mit einer Schicht aus Aluminium oder einer
Aluminiumlegierung mit einem Siliziumanteil von ≤ 20% beschichtet wird, dass die Schichten
nach der Tauchbehandlung jeweils eine Menge von mindestens 25 g/m2 und eine Überzugsdicke von mindestens 8 µm aufweisen und
- das beschichtete Stahlband anschließend auf eine Dicke von 10 bis 150 µm gewalzt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten nach der Tauchbehandlung jeweils eine Menge von mindestens 30 g/m2, bevorzugt mindestens 37,5 g/m2 und eine Überzugsdicke von mindestens 10 µm, bevorzugt 15 µm aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das beschichtete Stahlband auf Zwischendicken von 0,08 bis 0,15 mm gewalzt und dann
endgewalzt wird, wobei besonders bevorzugt das auf Zwischendicken gewalzte beschichtete
Stahlband vor dem Endwalzen zwischengeglüht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlband vor dem Beschichten weichgeglüht wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die endgewalzte Stahlfolie weichgeglüht wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stahlfolie auf eine Dicke von 20 bis 100 µm endgewalzt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass für das Stahlband ein Kernwerkstoff verwendet wird, der folgende chemische Zusammensetzung
aufweist:
C: ≤ 0,03 Gew.-%
Si: ≤ 1,0 Gew.-%
Mn: ≤ 1,0 Gew.-%
P: ≤ 0,04 Gew.-%
S: ≤ 0,02 Gew.-%
Cr: 10-20 Gew.-%
Ti: 0,1-0,65 Gew.-%
Nb: ≤ 0,8 Gew.-%
sowie einem Rest Eisen mit den üblichen Verunreinigungen bis auf eine Menge von 100
Gew.-%
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlband mit einer Aluminium-Legierung beschichtet wird, die folgende chemische
Zusammensetzung aufweist:
Si: 8-12 Gew.-%
Fe: ≤ 5 Gew.-%
AL: Rest
9. Feueraluminierte Stahlfolie, vorzugsweise hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem
oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
- eine 8 bis 20 Gew.-% Chrom aufweisende, beidseitig mit einer Schicht aus Aluminium
oder einer Aluminiumlegierung mit einem Siliziumanteil von ≤ 20% beschichtete Stahlfolie,
die einen Aluminium- Gehalt von ≥1,5% aufweist und wobei
- die beschichtete Stahlfolie eine Dicke von 10 bis 150 µm aufweist.
10. Feueraluminierte Stahlfolie nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet dass die Schicht aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung durch Schmelztauchen auf
das Stahlband aufgebracht ist.
11. Feueraluminierte Stahlfolie nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass diese einen selbstlötenden Effekt aufweisen, wenn die Bauteil aus den beschichteten
Stahlfolien bei einer Temperatur < 1000°C in Schutzgasatmosphäre wärmebehandelt werden.