[0001] Die Erfindung betrifft einen Verschlussleistenbeschlag für ein/eine einen Flügelrahmen
und einen Blendrahmen aufweisendes/aufweisende Fenster, Tür oder dergleichen, mit
mindestens einer Verschlussleiste und mindestens einer Verlagerungseinrichtung, wobei
die Verschlussleiste zum Verbringen zumindest in eine Entriegelungsstellung sowie
in eine Verriegelungsstellung an der Verlagerungseinrichtung gelagert ist.
[0002] Ein derartiger Verschlussleistenbeschlag geht aus der österreichischen Patentschrift
190829 hervor. Die Verschlussleisten dieses bekannten Beschlags werden mittels eines Seilzugs
in Richtung ihrer Längserstreckung verlagert. Jeder Schließleiste sind zwei Kulissenführungen
zugeordnet, die dazu führen, dass bei der Längsbewegung der Verschlussleiste gleichzeitig
eine Einfahr- beziehungsweise Ausfahrbewegung zum Herbeiführen einer Verriegelungsstellung
beziehungsweise einer Entriegelungsstellung erfolgt. Die Kulissen und die Verschlussleisten
sind in einem im Querschnitt U-förmigen Beschlag angeordnet, der in einer entsprechend
großen Fuge des jeweiligen Holms des Blendrahmens angeordnet ist. Aufgrund dieser
Ausgestaltung kann der Einsatz nur bei Spezialfenstern erfolgen, die entsprechend
gestaltete Holme besitzen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verschlussleistenbeschlag der eingangs
genannten Art anzugeben, der in standardmäßig ausgebildeten Fenstern, Türen oder dergleichen
einsetzbar ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Verschlussleistenbeschlag
für seine zumindest teilweisen Aufnahme in einer im Flügelrahmen und/oder im Blendrahmen
ausgebildeten Euronut eine Aufnahmezone aufweist, deren Breitenkontur zum Einsetzen
in die Euronut ausgebildet ist. Im Querschnitt gesehen ist somit die Breitenkontur
der Aufnahmezone derart gestaltet, dass ein Einsetzen in die standardmäßige, bekannte
Euronut erfolgen kann. Daher lassen sich alle Fenster, Türen oder dergleichen, die
mit einer Euronut ausgestattet sind, mit dem erfindungsgemäßen Verschlussleistenbeschlag
bestücken. Dies kann bei der Neuerstellung oder auch bei einer späteren Umrüstung
erfolgen. Dem Fachmann ist die Ausbildung der Euronut geläufig. Gleichwohl wird im
Zuge dieser Anmeldung unter einer Euronut ein Nut-Querschnittsprofil verstanden, so
wie es aus den Figuren 10 und 11 hervorgeht. Die Ausbildung der Breitenkontur der
Aufnahmezone für das Einsetzen in die Euronut bedeutet im einfachsten, grundsätzlichen
Falle, dass die Breiten-Querschnittsabmessungen der Aufnahmezone kleiner sind als
die Breiten-Querschnittsabmessungen der Euronut. Wird die linear herausfahrbare Verschlussleiste
des erfindungsgemäßen Verschlussleistenbeschlags in ihre Entriegelungsstellung mittels
der Verlagerungseinrichtung des Verschlussleistenbeschlags verlagert, so liegt diese
vollständig oder bereichsweise, insbesondere größtenteils, im Innern der Euronut.
Die Verlagerungseinrichtung befindet sich ebenfalls vollständig oder bereichsweise,
insbesondere größtenteils, in der Euronut. Damit lässt sich der erfindungsgemäße Verschlussleistenbeschlag
bei standardmäßig ausgebildeten Fenstern, Türen oder dergleichen einsetzen, die jeweils
mit mindestens einer Euronut versehen sind. Bisher diente die Euronut zur Aufnahme
von Treibstangen und Stulpschienen. Aufgrund der Erfindung wird sie nun für einen
Verschlussleistenbeschlag verwendet, wobei nicht nur die zugehörige Verschlussleiste,
sondern auch die Verlagerungseinrichtung für die Verschlussleiste gänzlich oder zumindest
teilsweise, insbesondere größtenteils, im Innern der Euronut - in Abhängigkeit von
der Betriebsstellung - aufgenommen wird.
[0005] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass sich die Aufnahmezone über einen
Bereich des Verschlussleistenbeschlags oder über den gesamten Verschlussleistenbeschlag
erstreckt. Mithin wird im ersten Falle nur ein Bereich des Verschlussleistenbeschlags
in der Euronut aufgenommen und im letzten Falle der gesamte Verschlussleistenbeschlag.
Dies gilt - wie vorstehend bereits erwähnt - betriebsstellungsabhängig, denn wird
der Verschlussleistenbeschlag in Verriegelungsstellung verbracht, so ist es erforderlich,
dass die Verschlussleiste aus der Euronut derart weit austritt, dass sie in eine Verschlussleistenaufnahme
am gegenüberliegenden Holm eintreten kann, um die gewünschte Verriegelung vorzunehmen.
[0006] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Abmessungen des Verschlussleistenbeschlags
derart ausgebildet sind, dass - zur gänzlichen Aufnahme in der Euronut - seine maximale
Höhe in Entriegelungsstellung der Verschlussleiste kleiner ist als oder ebenso groß
ist wie die maximale Tiefe der Euronut oder nur so groß ist, dass er - zur größtenteils
erfolgenden Aufnahme in der Euronut - mit verbleibender Falzluft zu dem gegenüberliegend
angeordneten Blendrahmen oder Flügelrahmen des Fensters, der Tür oder dergleichen
liegt. Die maximale Höhe des Verschlussleistenbeschlags in Entriegelungsstellung ist
also - wiederum im Querschnitt betrachtet - ebenfalls auf die Abmessungen der Euronut
abgestimmt, indem der Verschlussleistenbeschlag eine kleinere Höhe aufweist, als die
Tiefe der Euronut oder - sofern der Verschlussleistenbeschlag in seiner Entriegelungsstellung
ein stückweit aus der Euronut herausragt, selbstverständlich die Funktion des Fensters,
der Tür oder dergleichen gewährleistet ist, in dem ein Abstand zum gegenüberliegenden
Holm verbleibt, d.h., es liegt eine verbleibende Falzluft vor.
[0007] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Verschlussleistenbeschlag
in der Aufnahmezone an die Querschnittskontur der Euronut zumindest bereichsweise
formangepasst ausgebildet ist. Grundsätzlich ist es möglich, - im Querschnitt gesehen
- die gesamte Aufnahmezone, unabhängig davon, ob sie sich über einen Bereich des Verschlussleistenbeschlags
oder über den gesamten Verschlussleistenbeschlag erstreckt, entsprechend der Querschnittskontur
der Euronut zu gestalten, sodass die beiden Teile aneinander formangepasst sind. Alternativ
ist es jedoch auch möglich, dass diese Formanpassung nicht über die gesamte Querschnittskontur
der Euronut vorliegt, sondern nur bereichsweise besteht. Stets wird jedoch durch diese
Formanpassung eine sehr gute Ausnutzung des Platzes in der Euronut bewirkt und ferner
ein sehr stabiler Einbau gewährleistet, der beispielsweise einbruchshemmend wirkt.
[0008] Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung einer Euronut eines Flügelrahmens und/oder
eines Blendrahmens eines Fensters, einer Tür oder dergleichen, zur Aufnahme einer
Aufnahmezone eines Verschlussleistenbeschlags, insbesondere gemäß der vorstehend erwähnten
Ausgestaltungen. Die Aufnahmezone kann sich über den gesamten Verschlussleistenbeschlag
erstrecken, d.h., dieser wird gänzlich in der Euronut - in Entriegelungsstellung -
aufgenommen, oder die Aufnahmezone erstreckt sich nur über einen Bereich des Verschlussleistenbeschlags,
sodass dieser entsprechend weit, insbesondere größtenteils, in der Euronut aufgenommen
wird.
[0009] Die Erfindung betrifft ferner einen Verschlussleistenbeschlag für ein/eine einen
Kippflügel, insbesondere Drehkippflügel, aufweisendes/aufweisende Fenster, Tür oder
dergleichen, mit mindestens einer Verschlussleiste, die mittels einer Schwenklagerung
schwenkbeweglich an einem Halteteil angeordnet ist, wobei das Halteteil mittels einer
Drehlagerung drehbeweglich an einem ortsfest anzuordnenden Grundteil gelagert ist
und das Halteteil zumindest eine Haltenase aufweist, die zum Abstützen des Kippflügels
im Kippöffnungsbetrieb durch eine eine Entriegelungsstellung der Verschlussleiste
herbeiführende Drehstellung des Halteteils hervorschwenkt. Das Grundteil dient dazu,
den Verschlussleistenbeschlag zum Beispiel an dem Kippflügel, insbesondere Drehkippflügel,
zu befestigen. An dem Grundteil ist das Halteteil mittels der Drehlagerung drehbeweglich
gelagert. Die Verschlussleiste ist mittels einer Schwenklagerung schwenkbeweglich
an dem Halteteil angeordnet. Für das Verlagern der Verschlussleiste aus der Entriegelungsstellung
in die Verriegelungsstellung und umgekehrt erfolgt ein Verdrehen des Halteteils um
die Drehlagerung. Dabei wird über die Schwenklagerung die Verschlussleiste mitgenommen,
die hierdurch quasi in einer Linearbewegung hervortritt, also in Verriegelungsstellung
gelangt und - entsprechend umgekehrt - etwa in einer Linearbewegung wieder zurückfährt.
Soll mittels des Verschlussleistenbeschlags eine weitere Funktion, nämlich ein Kippöffnen
des Kippflügels, insbesondere Drehkippflügels, des Fensters, der Tür oder dergleichen
bewirkt werden, so ist es günstig, den Kippflügel im Bereich seiner Kippachse abzustützen,
sodass er dort gut geführt zum Beispiel im Bereich des Blendrahmens verbleibt. Für
diese Abstützung ist die mindestens eine Haltenase vorgesehen, die am Halteteil ausgebildet
ist. Wird das Halteteil im Kippöffnungsbetrieb um die Drehlagerung drehbewegt, was
eine Entriegelungsstellung der zugeordneten Verschlussleiste herbeiführt, so wird
gleichzeitig durch diese Drehbewegung des Halteteils die Haltenase des Halteteils
hervorgeschwenkt, derart, dass sie die gewünschte Abstützwirkung insbesondere am Blendrahmen
vornimmt, d.h., der Kippflügel wird im Bereich seiner Kippachse am Blendrahmen sichernd
abgestützt. Damit liegt eine Doppelfunktion des Verschlussleistenbeschlags vor, der
nicht nur ein Verriegeln und Entriegeln, sondern auch ein Kippöffnen zulässt und gleichzeitig
im Kippöffnungsbetrieb die erläuterte Abstützwirkung realisiert.
[0010] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Verschlussleistenbeschlag
als mindestens eine Eckumlenkung, mindestens ein Getriebe, mindestens ein Auslaufbeschlagelement
und/oder mindestens ein Anbindungsbeschlagelement ausgebildet ist. Im Falle der Eckumlenkung
gehören zu ihm zwei, entsprechend der Ecke winklig zueinander angeordnete Verschlussleisten.
Wird eine der Verschlussleisten betätigt, so überträgt die Eckumlenkung eine entsprechende
Bewegung an die andere Verschlussleiste. In einem solchen Falle ist jede der Verschlussleiste
mittels der Schwenklagerung schwenkbeweglich an dem Halteteil angeordnet, wobei das
Halteteil mittels der Drehlagerung drehbeweglich an dem ortsfest anzuordnenden Grundteil
gelagert ist. Insbesondere bilden diese Bauteile die Verlagerungseinrichtung. Die
Drehlagerung befindet sich vorzugsweise zwischen den beiden Schwenklagerungen. Insbesondere
liegen die Achsen der Schwenklagerungen und die Drehachse der Drehlagerung in den
Ecken eines gedachten Dreiecks. Im Falle des Getriebes liegt ein Verschlussleistenbeschlag
vor, der zum Antrieb mindestens einer Verschlussleiste dient. Die Verschlussleiste
wird von dem Getriebe, insbesondere von einer Verlagerungseinrichtung des Getriebes,
entlang ihrer Längserstreckung verlagert, mit der Folge, dass hierdurch ein entsprechendes
Einfahren beziehungsweise Herausfahren der Verschlussleiste zum Herbeiführen der Entriegelungsstellung
beziehungsweise Verriegelungsstellung und gegebenenfalls der Kippöffnungsstellung
bewirkt wird. Im Falle der Ausbildung des Verschlussleistenbeschlags als Auslaufbeschlagelement
ist vorgesehen, dass das Ende einer Verschlussleiste entsprechend dem Anfang der Verschlussleiste
geführt werden muss, sodass die Verschlussleiste parallel zur Längserstreckung des
entsprechenden Holms des Fensters, der Tür oder dergleichen bewegt wird. Wird also
beispielsweise der Anfang der Verschlussleiste von einer Eckumlenkung geführt und
endet die Verschlussleiste nicht an einer anderen, gegenüberliegenden Eckumlenkung,
sondern beispielsweise im mittleren Bereich des Holms, wird dort das Auslaufbeschlagelement
eingesetzt, um die Verschlussleiste in entsprechender Weise - wie die zugehörige Eckumlenkung
- zu führen. Die Führung übernimmt insbesondere eine Verlagerungseinrichtung des Auslaufbeschlagelements.
Schließlich kann der Verschlussleistenbeschlag auch als Anbindungsbeschlagelement
ausgebildet sein. Hierbei handelt es sich um ein Verbindungselement zwischen einer
Verschlussleiste und einem daran anschließenden Beschlagbauteil, beispielsweise einer
Ausstellschere. Soll die Ausstellschere betätigt werden, so erfolgt dies mittels der
Verlagerungsbewegung der Verschlussleiste (die Verlagerungsbewegung erfolgt in Längserstreckung
der Verschlussleiste), wobei diese Bewegung über das Anbindungsbeschlagelement auf
das weitere Beschlagbauteil, beispielsweise die erwähnte Ausstellschere, übertragen
wird, um die Ausstellschere entsprechend zu betätigen. Das Anbindungsbeschlagelement
führt also einerseits die Verschlussleiste, insbesondere mittels einer Verlagerungseinrichtung,
und dient andererseits dazu, eine Verlagerungsbewegung von der Verschlussleiste auf
ein anderes Beschlagbauteil zu übertragen oder umgekehrt vom Beschlagbauteil zur Verschlussleiste.
In jedem der vorstehend genannten Fälle, nämlich der Ausbildung des Verschlussleistenbeschlags
als Eckumlenkung, als Getriebe, als Auslaufbeschlagelement und/oder als Anbindungsbeschlagelement
kann jedoch stets vorgesehen sein, dass eine Aufnahmezone des jeweiligen Bauteils
erfindungsgemäß derart ausgebildet ist, dass ein Einsetzen in die Euronut erfolgen
kann. Auch hier kann sich die Aufnahmezone über einen Bereich des entsprechenden Bauteils
oder über das jeweilige gesamte Bauteil erstrecken. Die verschiedenen Verschlussleistenbeschläge
können sich auch zu einer Beschlagseinheit zusammensetzen. Ferner ist im Falle der
Eckumlenkung die Ausbildung der Haltenase für den Kippöffnungsbetrieb möglich.
[0011] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Halteteil, die
Schwenklagerung, das Grundteil und die Ecklagerung der Eckumlenkung angehören. Sind
an der Eckumlenkung zwei Verschlussleisten angeordnet, so sind hierfür auch zwei Schwenklagerungen
an dem Halteteil vorgesehen.
[0012] Ferner betrifft die Erfindung das Fenster, eine Tür oder dergleichen, mit einem Verschlussleistenbeschlag,
so wie er vorstehend erläutert wurde.
[0013] Ferner ist es für das Fenster, die Tür oder dergleichen vorteilhaft, wenn ein Flügelrahmen
und ein Blendrahmen vorgesehen sind, wobei der/der jeweilige Verschlussleistenbeschlag
zumindest mit einer Aufnahmezone in einer Euronut des Flügelrahmens oder Blendrahmens
angeordnet ist.
[0014] Die Erfindung betrifft ferner eine Verschlussleistenbeschlagsanordnung mit einem
Verschlussleistenbeschlag gemäß der vorstehenden Ausführungen, wobei ein Adapterelement
vorgesehen ist, das einen Befestigungsabschnitt zum Einsetzen in eine Aufnahmenut
des Fensters, der Tür oder dergleichen besitzt und das mindestens eine Hintergriffskante
für die Verschlussleiste und/oder die Haltenase aufweist. Bei der Aufnahmenut handelt
es sich grundsätzlich nicht um die erwähnte Euronut. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen,
dass auch die Aufnahmenut als Euronut ausgebildet ist. Die Aufnahmenut dient üblicherweise
zum Beispiel zur Befestigung von Schließstücken bei Verschlüssen mit an einer Treibstange
angeordneten Schließbolzen. Bei der Erfindung dient die Aufnahmenut nunmehr zur Aufnahme
des erwähnten Adapterelements. Die Befestigung des Adapterelements in der Aufnahmenut
erfolgt dadurch, dass der Befestigungsabschnitt in die Aufnahmenut eingesetzt wird.
Hierdurch ist das Adapterelement fest an dem entsprechenden, die Aufnahmenut aufweisenden
Holm des Fensters, der Tür oder dergleichen angeordnet. Da das Adapterelement eine
Hintergriffskante für die Verschlussleiste und/oder die Haltenase aufweist, lässt
sich ein Hintergriff realisieren, d.h., die ausgefahrene, also in Verriegelungsstellung
befindliche Verschlussleiste greift hinter die Hintergriffskante, wodurch es zum Verriegeln
kommt. Für das Entriegeln fährt die Verschlussleiste in ihre zurückgezogene Stellung
und gibt hierdurch die Hintergriffskante frei. Entsprechendes gilt für die Haltenase,
die im Kippöffnungsbetrieb insbesondere die Hintergriffskante hintergreift, um den
Flügel des Fensters, der Tür oder dergleichen im Bereich der Kippachse zu stützen.
[0015] Bevorzugt ist das Adapterelement als Adapterleiste, insbesondere ablängbare Adapterleiste,
und/oder die Verschlussleiste als ablängbare Verschlussleiste ausgebildet. Entsprechend
den Abmessungen des Fensters, der Tür oder dergleichen lässt sich die Adapterleiste
und/oder die Verschlussleiste als Meterware, beispielsweise von einem Coil, ablängen.
[0016] Die Erfindung betrifft ferner ein Fenster, der Tür oder dergleichen das/die mit der
vorstehend erwähnten Verschlussleistenbeschlagsanordnung versehen ist.
[0017] Nach einer Weiterbildung des Fensters, der Tür oder dergleichen ist vorzugsweise
vorgesehen, dass der Flügelrahmen eine Euronut und der Blendrahmen eine Aufnahmenut
oder dass der Flügelrahmen eine Aufnahmenut und der Blendrahmen eine Euronut aufweist
und dass in die Aufnahmenut das Adapterelement mit seinem Befestigungsabschnitt eingesetzt
ist.
[0018] Ferner ist bei dem erwähnten Fenster, der genannten Tür oder dergleichen vorgesehen,
dass die Aufnahmezone eine Abstützfläche aufweist, die mit mindestens einem Befestigungsmittel
gegen den Nutgrund der Euronut gedrängt angeordnet ist. Für die Befestigung des Verschlussleistenbeschlags
in der Euronut dient somit das mindestens eine Befestigungsmittel, beispielsweise
eine Gewindeschraube, die die Abstützfläche der Aufnahmezone des Verschlussleistenbeschlags
gegen den Nutgrund der Euronut drängt und hierdurch abstützt. Das Befestigungsmittel
greift bevorzugt ebenfalls am Nutgrund an, beispielsweise dadurch, dass es in den
Nutgrund eingeschraubt ist. Dies ist bei aus Kunststoff oder Holz gefertigten Holmen
problemlos möglich. Besteht der Holm beispielsweise aus Metall, insbesondere aus Aluminium
oder einer Aluminiumlegierung, so ist es ebenfalls möglich, eine entsprechende Blechschraube
als Befestigungsmittel einzusetzen, die in eine Bohrung im Nutgrund der Euronut eingeschraubt
ist.
[0019] Schließlich ist die standardisierte Euronut hinsichtlich der Bemaßung vorgegeben,
wobei hier dennoch auf ihre Breite und Tiefe der Vollständigkeit halber eingegangen
werden soll. Die Euronut weist eine minimale Breite im Bereich von 12 bis 13 mm, insbesondere
12,1 bis 12,4 mm, eine maximale Breite im Bereich von 16 bis 17 mm, insbesondere 16,1
bis 16,4 mm, und eine Tiefe im Bereich von 11 bis 12 mm, insbesondere 11,1 bis 11,9
mm, auf.
[0020] Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und
zwar zeigt/zeigen:
- Figur 1
- einen Flügelrahmen eines Fensters in schematischer, mit Unterbrechungen versehener
Darstellung, ausgerüstet mit mindestens einem Verschlussleistenbeschlag,
- Figur 2
- ein als Getriebe ausgebildeter Verschlussleistenbeschlag,
- Figur 3
- eine der Figur 2 entsprechende Darstellung, jedoch aus einer anderen Blickrichtung,
- Figuren 4 bis 7
- ein als Eckumlenkung ausgebildeter Verschlussleistenbeschlag in verschiedenen Betriebsstellungen
,
- Figur 8
- ein als Anbindungsbeschlagelement ausgebildeter Verschlussleistenbeschlag,
- Figur 9
- ein als Auslaufbeschlagelement ausgebildeter Verschlussleistenbeschlag,
- Figuren 10 und 11
- Querschnittsdarstellungen zweier Euronuten,
- Figur 12
- ein in eine Euronut eines Holms eines Fensters, einer Tür oder dergleichen eingebauter
Verschlussleistenbeschlag in perspektivischer Ansicht,
- Figur 13
- die Ausgestaltung der Figur 12 in vergrößerter Querschnittsansicht,
- Figur 14
- ein mit Verschlussleistenbeschlag versehener Flügelrahmen sowie ein mit Adapterelement
versehener Blendrahmen, jeweils in Querschnittsansicht sowie in Entriegelungsstellung,
- Figur 15
- die Darstellung der Figur 14 in Verriegelungsstellung,
- Figur 16
- einen Querschnitt durch das in eine Aufnahmenut eines Holms eingesetzte Adapterelement,
- Figur 17
- eine perspektivische Ansicht eines als Eckumlenkung ausgebildeten Verschlussleistenbeschlags
mit Kippöffnungsfunktion,
- Figuren 18 bis 20
- Seitenansichten der Anordnung der Figur 17 in verschiedenen Betriebsstellungen,
- Figur 21
- der Verschlussleistenbeschlag der Figur 17 eingebaut in einen Flügelrahmen eines Fensters,
einer Tür oder dergleichen,
- Figur 22
- eine Schnittansicht eines Ganzglasflügels, ausgerüstet mit einem Verschlussleistenbeschlag
und
- Figur 23
- eine schematische Darstellung der Verriegelungs- und Entriegelungsposition einer mit
einer Verschlussleistenaufnahme zusammenwirkenden Verschlussleiste eines Verschlussleistenbeschlags.
[0021] In den Figuren 1 bis 23 dieser Anmeldung sind verschiedene Verschlussleistenbeschläge
dargestellt, insbesondere ausgebildet als Eckumlenkung, als Getriebe, als Auslaufbeschlagelement
und/oder als Anbindungsbeschlagelement und so weiter, wobei diese verschiedenen Beschlagelemente
jeweils mit mindestens einer Verschlussleiste zusammenwirken, die jedoch nicht immer
dargestellt ist und/oder eine Verschlussleiste auch mehreren Beschlagelementen zugeordnet
sein kann.
[0022] Die Figur 1 zeigt - in schematischer Darstellung - einen Flügelrahmen 1 eines nicht
näher dargestellten Fensters. Der Flügelrahmen 1 weist mehrere, unterbrochen dargestellte
Holme 2 auf, wobei an der Bandseite 3 des Flügelrahmens 1 der Holm nicht dargestellt
ist. Die Holme 2 sind - zur Freigabe des Blicks auf mindestens einen Verschlussleistenbeschlag
4 - nach innen verschoben dargestellt. Als Verschlussleistenbeschlag 4 ist ein Getriebe
5, ein Auslaufbeschlagelement 6, ein Anbindungsbeschlagelement 7 und zwei Eckumlenkungen
8 vorgesehen. Ferner weist die gesamte Beschlagsanordnung der Figur 1 unter anderem
eine Ausstellschere 9 auf. Die Beschlagsanordnung der Figur 1 ist in der Betriebsstellung
"Verriegelung" dargestellt. In dieser befindet sich ein mit dem Getriebe 5 gekuppelter
Handgriff 10 in Horizontalstellung. Der Handgriff 10 lässt sich ferner um 90° nach
unten verdrehen, was zu einer Entriegelungsstellung des Flügelrahmens 1 gegenüber
einem nicht dargestellten Blendrahmen führt, und der Handgriff 10 lässt sich um 90°
nach oben verschwenken, um eine Kippöffnungsstellung herbeizuführen. In der Entriegelungsstellung,
die ein Drehöffnen des Flügelrahmens 1 ermöglicht, befinden sich mehrere Verschlussleisten
11 in zurückgezogener Position, nämlich in Entriegelungsstellung. Für ein Verriegeln
des Flügelrahmens 1 mit dem Blendrahmen bewegen sich die Verschlussleisten 11 radial
nach außen und treten in passend ausgebildete Verschlussleistenaufnahmen des Blendrahmens
ein. Die Figur 23 verdeutlicht die beiden erwähnten Zustände. Dort ist - in schematischer
Darstellung - dem Flügelrahmen 1 eine der Verschlussleisten 11 zugeordnet, die mit
durchgezogener Linie in Entriegelungsstellung dargestellt ist. Wird sie gemäß Doppelpfeil
12 in ihre mit gestrichelter Linie dargestellte Verriegelungsstellung bewegt, so greift
sie mit einem Teilbereich in die erwähnte Verschlussleistenaufnahme 13 des Blendrahmens
14 ein. Eine Entriegelung erfolgt auf umgekehrtem Wege, d.h., die Verschlussleiste
11 wird aus der Verschlussleistenaufnahme 13 herausbewegt und gibt daher den Flügelrahmen
1 frei. Die Bewegung der Verschlussleiste 11 wird durch Betätigung des Handgriffs
10 bewirkt.
[0023] Die Figuren 2 und 3 zeigen verschiedene Ansichten des Getriebes 5. Dieses weist ein
Basisteil 15 auf, das am Fenster, der Tür oder dergleichen, insbesondere am Flügelrahmen
1 ortsfest befestigt wird. Die Befestigung kann mittels nicht dargestellter Schrauben
erfolgen, die in Befestigungsbohrungen 16 des Basisteils 15 eingesteckt und dann mit
dem entsprechenden Holm 2 verschraubt werden. Am Basisteil 15 ist eine Vierkantaufnahme
17 drehbar gelagert, die mittels eines nicht dargestellten Vierkants mit dem Handgriff
10 (Figur 1) drehfest kuppelbar ist. Die Vierkantaufnahme 17 ist drehfest mit einem
Hebelarm 18 verbunden, der über eine Drehverbindung 19 an einem Kuppelbauteil 28 angelenkt
ist. Wird die Vierkantaufnahme 17 mittels des Handgriffs 10 verdreht, so führt das
leistenartige Kuppelbauteil 28 im Wesentlichen eine Verlagerung entlang seiner Längserstreckung
aus (Doppelpfeil 21). Das Kuppelbauteil 28 weist an seinen beiden Enden Kuppelstellen
22 auf, die mit Verschlussleisten 11, insbesondere durch Verrasten gekuppelt werden.
In den Figuren 2 und 3 sind die Verschlussleisten 11 nicht dargestellt, sie sind jedoch
in der Figur 1 ersichtlich.
[0024] Aus der Figur 4 geht die Eckumlenkung 8 hervor. Sie weist ein ortsfest beispielsweise
am Flügelrahmen 1 zu befestigendes Grundteil 23 auf, das winkelförmig gestaltet ist
und Befestigungslöcher 24 besitzt. Mittels die Befestigungslöcher 24 durchsetzender,
nicht dargestellter Schrauben kann die Befestigung des Grundteils 23 vorzugsweise
an dem einen Eckbereich bildenden Holme 2 des Flügelrahmen 1 erfolgen. Die Eckumlenkung
8 besitzt eine Drehlagerung 25, mit der ein winkelförmiges Halteteil 26 drehbeweglich
am Grundteil 23 gelagert ist. Die beiden Endbereiche des winkelförmigen Halteteils
26 sind jeweils mit einer Schwenklagerung 27 versehen, mittels derer Kuppelbauteile
28 schwenkbeweglich angelenkt sind. Die Kuppelbauteile 28 besitzen Kuppelstellen 22,
an die wiederum - wie bereits beim Getriebe 5 erwähnt - Verschlussleisten 11 befestigt,
insbesondere dort verklipst werden (in Figur 4 nicht dargestellt).
[0025] Die Figuren 5 bis 7 zeigen unterschiedliche Betriebsstellungen der Eckumlenkung 8.
Die Figur 6 zeigt die Verriegelungsstellung. Diese entspricht der aus der Figur 1
hervorgehenden, horizontalen Stellung des Handgriffs 10. Wird mittels des Handgriffs
10 das Getriebe 5 betätigt und damit die mit dem Getriebe 5 gekuppelte Verschlussleiste
11 nach unten bewegt, so wird die in der oberen linken Ecke der Figur 1 angeordnete
Eckumlenkung 8 die Stellung gemäß Figur 5 einnehmen, d.h., die nach unten bewegte
Verschlussleiste 11 nimmt das in der Figur 5 unten dargestellte Kuppelbauteil 28 nach
unten mit, und, ausgehend von der Figur 6, wird das Halteteil 26 im Gegenuhrzeigersinn
(Pfeil 29) verdreht, mit der Folge, dass das in Figur 5 oben dargestellte Kuppelbauteil
28 entsprechend Pfeil 30 verlagert und hierdurch die dort befestigte, in Figur 5 nicht
dargestellte Verschlussleiste 11 entsprechend mitgenommen wird. Es ist erkennbar,
dass gemäß Figur 5 die beiden Kuppelbauteile 28 nahe, insbesondere aufliegend, am
Grundteil 23 angeordnet sind, während sie in der Stellung der Figur 6 einen weiten
Abstand zum Grundteil 23 aufweisen. Diese Abstandsänderung, die zu einer entsprechenden
Verlagerung der jeweiligen Verschlussleiste 11 führt, ergibt sich aus der hebelartigen
Anlenkung der beiden Kuppelbauteile 28 mittels des Halteteils 26. Wird - gemäß Figur
7 - durch ein entsprechendes Verlagern des Handgriffs 10 das linksseitig in der Figur
7 dargestellt Kuppelbauteil 28 gemäß Pfeil 31 nach oben verschoben, so dreht sich
das Halteteil 26 im Uhrzeigersinn (Pfeil 32) mit der Folge, dass das in Figur 7 rechts
dargestellte Kuppelbauteil 28 gemäß Pfeil 33 nach rechts verlagert wird. Gemäß Figur
7 sind in der dort dargestellten Stellung die beiden Kuppelbauteile 28 wieder angrenzend
an das Grundteil 23 angeordnet.
[0026] Insgesamt stellt die sich aus der Figur 6 ergebende Stellung der Eckumlenkung 8 eine
Verriegelungsstellung dar, d.h., die mit den Kuppelbauteilen 28 gekuppelten Verschlussleisten
11 sind entsprechend weit nach außen verlagert angeordnet, sodass sie entsprechend
Figur 1 radial nach außen treten und in ihre zugeordneten Verschlussleistenaufnahmen
13 des Blendrahmens 14 (siehe Figur 23) eintreten können. Die Betriebsstellung der
Eckumlenkung 8 gemäß Figur 7 entspricht der Drehöffnungsstellung, in der die mit der
Eckumlenkung 8 gekuppelten Verschlussleisten 11 ihre zurückgezogene Position einnehmen.
Die Figur 5 verdeutlicht die bereits erwähnte Kippöffnungsstellung, in der die Verschlussleisten
11 ebenfalls in zurückgezogener Position angeordnet sind, um den Flügelrahmen 1 um
die in der Figur 1 angedeutete Kippachse 20 kippöffnen zu können.
[0027] Die zur oberen linken Ecke des Flügelrahmen 1 der Figur 1 vorstehend erläuterte Funktionsweise
liegt in entsprechender Weise bei der links unten in Figur 1 vorhandenen Eckumlenkung
8 vor.
[0028] Aus der Figur 1 ist ersichtlich, dass die am oberen horizontal verlaufenden Holm
2 angeordnete Verschlussleiste 11 auf der rechten Seite mit dem Anbindungsbeschlagelement
7 gekuppelt ist. Das Anbindungsbeschlagelement 7 ist in der Figur 8 im Detail dargestellt.
Es weist ein ortsfest anzuordnendes Basisbauteil 34 auf, das mittels mindestens einer
Befestigungsschraube am Holm 2 befestigt wird. Am Basisbauteil 34 ist eine Drehlagerung
35 ausgebildet, mit der ein erster Hebel 36 verschwenkbar gelagert ist. Der Hebel
36 weist in seinem Endbereich 37 eine Lagerstelle 38 für ein Kuppelbauteil 28 auf,
das mit einer Kuppelstelle 22 für das rechte Ende der oberen Verschlussleiste 11 (Figur
1) versehen ist. Ein zweiter Hebel 36' ist mit einem Ende an der Lagerstelle 38 und
an dem anderen, freien Ende 39 mit einer Drehlagerung 40 versehen, an der ein Anbindungselement
41 beweglich angelenkt ist. Das Anbindungselement 41 weist eine Kuppelstelle 42 auf,
die mit einer nicht näher dargestellten Treibstange der Ausstellschere 9 gekuppelt
ist. Die Kupplung erfolgt mittels eines Steckbolzens 43, der in eine Bohrung der Treibstange
eingesteckt wird. Der Steckbolzen 43 ist in Aufnahmebohrungen 44' des Anbindungselements
41 eingesteckt. Wird die Verschlussleiste 11 des oberen horizontalen Holms 2 (Figur
1) mittels der Eckumlenkung 8 in Richtung des aus der Figur 8 hervorgehenden Doppelpfeils
44 verlagert, so verlagert sich in entsprechender Weise das Kuppelbauteil 28 mit der
Folge, dass es den Hebel 36 um die Drehlagerung 35 verschwenkt und dabei die Verlagerungsbewegung
über den Hebel 36' auf das Anbindungselement 41 überträgt, das sich dann ebenfalls
in Richtung des Doppelpfeils bewegt. Dies ist mit dem weiteren Doppelpfeil 45 dargestellt.
Aus alledem ergibt sich, dass die in der Figur 8 nicht dargestellte, mittels des Steckbolzens
43 mit dem Anbindungselement 41 gekuppelte Treibstange eine entsprechende Verlagerungsbewegung
ausführt, wodurch die Ausstellschere 9 entsprechend angesteuert wird. Die quer zum
Pfeil 44 erfolgende Bewegung der Verschlussleiste 11 wird somit nicht auf das Anbindungselement
41 übertragen.
[0029] Die Figur 1 zeigt, dass das rechte Ende der Verschlussleiste 11 des unteren, horizontalen
Holms 2 des Flügelrahmen 1 mit einem Auslaufbeschlagelement 6 gekuppelt ist, welches
in der Figur 9 im Detail dargestellt wird. Das Auslaufbeschlagelement 6 weist ein
Grundbauteil 46 auf, welches vorzugsweise mittels Schrauben am Holm 2 ortsfest festgelegt
wird. Das Grundbauteil 46 ist mit einer Drehlagerung 47 versehen, an der das eine
Ende eines Hebels 48 schwenkbeweglich gelagert ist. Das andere Ende des Hebels 48
steht über eine Lagerstelle 49 mit einem Kuppelbauteil 28 in Verbindung, das eine
Kuppelstelle 22 für die Verschlussleiste 11 besitzt. Es wird deutlich, dass im Betrieb
die aus der Figur 9 nicht hervorgehende, jedoch mit dem Kuppelbauteil 28 gekuppelte
Verschlussleiste eine über die zugeordnete Eckumlenkung 8 geleitete Verschiebebewegung
entlang der Verschlussleistenlängserstreckung durchführt, mit der Folge, dass sich
das Kuppelbauteil 28 entsprechend dem Doppelpfeil 50 bewegt. Hierdurch wird der Hebel
48 um die Drehlagerung 47 hin- oder herbewegt, mit der Folge, dass sich die Lagerstelle
49 entsprechend kreisbogenartig um die Drehlagerung 47 bewegt und hierdurch eine Annäherung
zwischen dem Kuppelbauteil 28 und dem Grundbauteil 46 erfolgt. In der Darstellung
der Figur 9 weist das Kuppelbauteil 28 die maximale Entfernung zum Grundbauteil 46
auf. Dies entspricht der Verriegelungsstellung der gekuppelten Verschlussleiste 11
(siehe Figur 6). Die aus den Figuren 5 und 7 hervorgehenden weiteren Stellungen der
zugeordneten Eckumlenkung 8 bewirkt ein entsprechendes Verdrehen des Hebels 48 im
Uhrzeigersinn beziehungsweise Gegenuhrzeigersinn, mit der Folge, dass die Verschlussleiste
11 jeweils in ihre zurückgezogene Stellung, also in die Entriegelungsstellung verlagert
wird. Da sich in synchroner Weise mit dem Auslaufbeschlagelement 6 die zugeordnete
Eckumlenkung 8 verlagert, erfolgt eine Parallelverlagerung der Treibstange 11.
[0030] Von besonderer Bedeutung ist, dass die erwähnten Verschlussleistenbeschläge 4, also
das Getriebe 5, das Auslaufbeschlagelement 6, das Anbindungsbeschlagelement 7 oder
die Eckumlenkung 8 beziehungsweise Eckumlenkungen 8 wenn nicht vollständig, dann zumindest
teilweise, insbesondere zum größten Teil, in einer Euronut 51 aufgenommen sind. Die
Euronut 51 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel umlaufend am Flügelrahmen 1, also
in den Holmen 2 ausgebildet. Sie kann zusätzlich oder alternativ auch im Blendrahmen
14 vorgesehen sein.
[0031] Nachstehend soll zunächst grundsätzlich die Ausgestaltung der Euronut 51 erläutert
werden, die einen genormten Standard darstellt und in zwei Ausführungen gemäß Figur
10 und 11 bekannt und realisiert ist.
[0032] Gemäß Figur 10 weist die Euronut 51 - im Querschnitt gesehen - einen ersten, rechteckigen
Bereich 52 auf, der in einen zweiten, ebenfalls rechteckigen Bereich 53 übergeht.
Beide Bereiche 52, 53 liegen mittenzentriert zueinander. Der erste Bereich 52 weist
eine Breite b auf, die 12,2 mm beträgt mit einer Toleranz von + 0,2 mm und - 0,1 mm.
Ferner besitzt der erste Bereich 51 eine Tiefe t von 9,3 mm mit einer Toleranz von
+/- 0,2 mm. Der zweite Bereich 53 besitzt eine Breite b' von 16,2 mm mit einer Toleranz
von + 0,2 mm und - 0,1 mm. Die Tiefe t' des zweiten Bereichs 53 beträgt 2,2 mm mit
einer Toleranz von +/- 0,2 mm. Bei der Ausführungsform der Figur 11 weist die Euronut
51 - im Querschnitt gesehen - einen ersten, rechteckigen Bereich 54, einen zweiten
rechteckigen Bereich 55 und einen dritten rechteckigen Bereich 56 auf, die in der
genannten Reihenfolge übereinanderliegen und alle ineinander übergehen und zueinander
mittenzentriert sind. Der erste Bereich 54 weist eine Breite b" von 16,2 mm mit einer
Toleranz von + 0,2 mm und - 0,1 mm auf. Ferner besitzt der zweite Bereich 55 eine
Breite b'" von 12,2 mm mit einer Toleranz von + 0,2 mm und - 0,1 mm. Die Gesamttiefe
der ineinanderübergehenden Bereiche 54 und 55 beträgt 9,3 mm mit einer Toleranz von
+/- 0,2 mm. Der dritte Bereich 56 besitzt eine Breite b", auf die vorstehend bereits
eingegangen wurde. Die Breiten des ersten Bereichs 54 und dritten Bereichs 56 sind
also gleichgroß. Die Tiefe t'" des zweiten Bereichs 55 beträgt 2,8 mm. Die Tiefe t""
des dritten Bereichs 56 beträgt 2,2 mm mit einer Toleranz von +/- 0,2 mm.
[0033] Die Figur 12 zeigt eine perspektivische, geschnittene Ansicht eines Holms 2 des Flügelrahmens
1 im Bereich des Getriebes 5 (Figur 1). Die Schnittführung verläuft durch das Getriebe
5 hindurch, von dem in der Figur 12 ein Abschnitt des Basisteils 15, ein Bereich des
Kuppelbauteils 28, der Hebelarm 18, die Drehverbindung 19, die Vierkantaufnahme 17
und die mit dem Kuppelbauteil 28 insbesondere lösbar verbundene Verschlussleiste 11
sichtbar ist. Die Verschlussleiste 11 ist - im Querschnitt gesehen - U-förmig gestaltet
und lässt sich auf die Kuppelstelle 22 des Kuppelbauteil 28 aufrasten. Die Figur 12
zeigt die herausgefahrene Stellung der Verschlussleiste 11, d.h., sie nimmt ihre Verriegelungsposition
ein. Ein Vergleich mit der Figur 13, die eine vergrößerte Querschnittsansicht der
Anordnung der Figur 12 zeigt, verdeutlicht die Lage der genannten Bauteile, wenn sich
die Verschlussleiste 11 im zurückgezogenen Zustand, also in Entriegelungsstellung
befindet. Gemäß Figur 13 befindet sich der in diesem Falle aus Getriebe 5 und Verschlussleiste
11 gebildete Verschlussleistenbeschlag 4 zumindest teilweise, insbesondere fast vollständig
in der am Holm 2 ausgebildeten Euronut 51. Es handelt sich dabei um die Ausgestaltung
der Euronut 51 gemäß Figur 11. Ferner ist ersichtlich, dass das Basisteil 15 einen
Seitenflansch 57 aufweist, der auf einem von zwei Seitenstegen 58 der Euronut 51 aufliegt.
Die beiden Seitenstege 58 ergeben sich durch die unterschiedlichen Breiten der drei
Bereiche 54 bis 56 der Euronut 51 (vergleiche Figur 11). Entsprechende Verhältnisse
ergeben sich bezüglich der Figuren 12 und 13, wenn andere der Verschlussleistenbeschläge
4 im Schnitt betrachtet werden, beispielsweise die Eckumlenkung 8.
[0034] Gemäß der Figuren 12 und 13 greift der Verschlussleistenbeschlag 4 mit einer Aufnahmezone
59 in die Euronut 51 ein. Bei der Aufnahmezone 59 handelt es sich um fast die gesamte
Höhe des Verschlussleistenbeschlags 4, da nur ein sehr kurzer, oberer Bereich 60'
der Verschlussleiste 11 nach oben aus der Euronut 51 herausragt. Dieses Herausragen
kann natürlich auch nach unten beziehungsweise zur Seite erfolgen, je nach dem, welcher
Holm 2 betracht wird. Die Figuren 12 und 13 verdeutlichen ferner, dass die Aufnahmezone
eine Breitenkontur 60 aufweist, die zum Einsetzen in die Euronut 51 ausgebildet ist,
d.h., sie ist derart gestaltet, dass ein Einsetzen in die Euronut 51 ermöglicht ist,
ohne dass im vorliegenden Falle die beiden Seitenstege 58 störend wirken. Gemäß der
Figur 12 und 13 weist der erste Bereich 51 leicht schräg verlaufende Seitenwände 61
der Euronut 51 auf. Dies bedeutet, dass das aus der Figur 11 hervorgehende Breitemaß
b" im genannten Toleranzrahmen genutzt wird, wobei zu beachten ist, dass die Figuren
dieser Anmeldung nicht gänzlich maßstäblich gezeichnet sind.
[0035] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 13 sind die Abmessungen des Verschlussleistenbeschlags
4 derart ausgebildet, dass er größtenteils in der Euronut 51 aufgenommen ist, wobei
zum angrenzenden Holm 62 des Blendrahmens 14 (vergleiche Figur 23 und Figur 14) Falzluft
63 verbleibt. Alternativ wäre es auch denkbar, dass die maximale Höhe des Verschlussleistenbeschlags
4 derart ausgebildet ist, dass sie kleiner ist oder ebenso groß wie die maximale Tiefe
der Euronut 51, was dann zur gänzlichen Aufnahme des Verschlussleistenbeschlags 4
in seiner Entriegelungsstellung in der Euronut 51 führt. Dies bedeutet, dass sich
die Aufnahmezone 59 über dem gesamten Verschlussleistenbeschlag 4 (im Querschnitt
gesehen) erstreckt.
[0036] Der Figur 13 ist ferner zu entnehmen, dass das Basisteil 23 mittels einer Schraube
64 am Holm 2 befestigt ist. Von der Schraube 64 ist lediglich die Schraubenspitze
erkennbar, die in den Nutgrund 65 der Euronut 51 eingeschraubt ist. Vorzugsweise handelt
es sich bei dem Holm 2 um einen Kunststoffholm, der als Hohlprofil ausgebildet ist.
Das Einschrauben der Schraube 64 in den Kunststoff gibt sicheren Halt für den Verschlussleistenbeschlag
4. Alternativ können jedoch natürlich auch Holme aus Holz, Aluminium und so weiter
zum Einsatz gelangen.
[0037] Gemäß Figur 13 weist die Aufnahmezone 59 eine Abstützfläche 66 auf, die mittels eines
Befestigungsmittels, im vorliegenden Fall der Schraube 64, gegen den Nutgrund 65 der
Euronut gedrängt wird. Hierdurch ist ein fester Halt gegeben. Selbstverständlich können
auch mehrere Befestigungsmittel, zum Beispiel Schrauben 64, zur Festlegung verwendet
werden.
[0038] Ebenso wie anhand des Getriebes 5 in den Figuren 12 und 13 erläutert, sind in entsprechender
Weise die anderen Verschlussleistenbeschläge 4, insbesondere die Eckumlenkung 8, das
Auslaufbeschlagelement 6 und das Anbindungsbeschlagelement 7 in der Euronut 51 gänzlich
oder größtenteils angeordnet. Auch diese Verschlussleistenbeschläge 4 weisen die Aufnahmezone
59 auf, die eine Abstützfläche 66 zum Abstützen am Nutgrund 65 der Euronut 51 besitzt.
Ebenso sind entsprechende Befestigungsmittel, beispielsweise Schrauben 64, vorgesehen.
[0039] Die Figuren 14 bis 16 zeigen die Einbausituation und Funktion des Verschlussleistenbeschlags
4 am Holm 2 des Flügelrahmens 1 und das Zusammenwirken mit einer Verschlussleistenaufnahme
13 des Holms 62 des gegenüberliegenden Blendrahmens 14. In diesem Falle ist die Verschlussleistenaufnahme
13 durch ein Adapterelement 67 gebildet, das als Adapterleiste 68 ausgebildet ist.
Das Adapterelement 67 weist einen Befestigungsabschnitt 69 auf, mit dem es in eine
Aufnahmenut 70 des entsprechenden Holms 62 eingesetzt ist. Die Aufnahmenut 70 ist
im vorliegenden Falle als - im Querschnitt gesehen - C-Nut gestaltet. Sie kann jedoch
auch andere Querschnittsformen besitzen oder auch als Euronut ausgebildet sein. Das
Adapterelement 67 ragt mit einem Anschlagelement 71 aus der Aufnahmenut 70 heraus.
Das Anschlagselement 71 besitzt eine Hintergriffskante 72. Diese dient - gemäß der
Figuren 14, 15 und 16 - für einen Hintergriff der Verschlussleiste 11, wenn sie -
ausgehend von der Stellung in Figur 14 - in die Verriegelungsstellung gemäß Figur
15 verlagert wird. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Verschlussleiste 11 und/oder
die Adapterleiste 68 als Meterware, insbesondere als Coil, vorliegen und für den jeweiligen
Einsatzzweck abgelängt werden.
[0040] Gemäß Figur 12 überragt die im Querschnitt U-förmige Verschlussleiste 11 mit Seitenwandbereichen
73 das Kuppelbauteil 28 in Richtung auf das Basisteil 15. In der Entriegelungsstellung
muss daher dafür Sorge getragen werden, dass ein vollständiges Absenken der Verschlussleiste
11 ermöglicht ist. Hierzu weist zum Beispiel das Grundteil 23 der Eckumlenkung 8 gemäß
Figur 4 einen entsprechend verschlankten, also weniger breiten Endbereich 74 auf,
sodass die Seitenwandbereiche 73 das Grundteil 23 dort übergreifen können.
[0041] Die Figuren 17 bis 21 zeigen eine Eckumlenkung 8 im nicht eingebauten sowie eingebauten
Zustand. Es wird hierzu hinsichtlich des Aufbaus und der Funktion auf die Figuren
1 sowie 4 bis 7 sowie 12 bis 16 mit zugehöriger Beschreibung verwiesen, da der Aufbau
- bis auf den nachstehend beschriebenen Unterschied - gleich ausgebildet ist und auch
die gleiche Funktion gegeben ist. Unterschiedlich ist jedoch, dass das Halteteil 26,
das als Winkelteil ausgebildet ist, einen kürzeren Arm 75 und einen längeren Arm 76
aufweist. An der Lage der beiden Schwenklagerungen 27 ändert sich nichts, d.h., der
Arm 76 ist gegenüber dem Arm 75 etwa ab der zugeordneten Schwenklagerung 27 verlängert
ausgebildet. Dieses Verlängerungsstück 77 bildet eine Haltenase 78, die - gemäß der
Figuren 18 bis 20 - in einer bestimmten Drehstellung des Halteteils 26 hervorschwenkt.
Dieses Hervorschwenken ist aus der Figur 20 ersichtlich. Das Hervorschwenken erfolgt
in derselben Richtung wie das Ausfahren beziehungsweise Einfahren der Verschlussleiste
11, um die Verriegelungsstellung beziehungsweise die Entriegelungsstellung zu bewirken.
Aus einem Vergleich der Figuren 18 bis 20 wird deutlich, dass in einer Entriegelungsstellung
gemäß Figur 18 die Haltenase 78 nicht hervorschwenkt. Gleiches gilt für die Verriegelungsstellung
gemäß Figur 19. In der Entriegelungsstellung gemäß Figur 20 erfolgt das Hervorschwenken
der Haltenase 78, mit der Folge, dass bei zurückgezogenen Verschlussleisten 11, also
Verschlussleisten 11, die sich in Entriegelungsstellung befinden, die Haltenase 78
hervortritt und ihre Funktion erfüllen kann. Diese besteht darin, dass im Kippöffnungsbetrieb
des Flügelrahmen 1 der Figur 1 die Eckumlenkung 8 - die gemäß der Figuren 18 bis 21
ausgebildet ist - dazu dient, die Verschlussleisten 11 in Entriegelungsstellung zu
verbringen, gleichwohl jedoch die Haltenase 78 austritt und sich am Blendrahmen 14,
insbesondere an der Adapterleiste 68 des Blendrahmens 14 abstützen kann, wodurch der
Flügelrahmen 1 in Kippöffnungsstellung im Bereich seiner Kippachse 20 eine Abstützung
erhält. Die Figur 21 verdeutlicht die Einbausituation der mit Haltenase 78 versehenen
Eckumlenkung 8, wobei sie sich in ihrer Verriegelungsstellung befindet, in der die
Haltenase 78 keine Funktion übernimmt.
[0042] Schließlich zeigt die Figur 22 eine Schnittansicht durch eine Ausgestaltung eines
Verschlussleistenbeschlags 4 in einem Flügel 79 eines Fensters, einer Tür oder dergleichen,
wobei der Flügel 79 als sogenannter Ganzglasflügel 80 ausgebildet ist. Der zugehörige
Blendrahmen 81 ist mit einer nutartigen Verschlussleistenaufnahme 81' versehen, mit
der eine Verschlussleiste 11 des Verschlussleistenbeschlags 4 zusammenwirkt. Der Ganzglasflügel
80 weist im vorliegenden Falle mehrere Glasscheiben 82 bis 84 auf, die durch Glasabstandshalter
85 auf Abstand gehalten werden. Die Glasabstandshalter 85 sind randeinwärts angeordnet,
um eine Aufnahmevertiefung 86 für ein Verschlussgehäuse 87 zu schaffen, in dem sich
der Verschlussleistenbeschlag 4 befindet. Selbstverständlich sind auch Ausführungsbeispiele
denkbar, bei denen keine mittlere Glasscheibe 83 vorgesehen ist und bei denen dann
nicht zwei separate Glasabstandshalter 85 eingesetzt werden, sondern nur ein Glasabstandshalter
85. Der Abstand zwischen den beiden Scheiben 82 und 84 am Rande des Ganzglasflügels
80 wird also genutzt, um dort den Verschlussleistenbeschlag 4 unterzubringen. Ein
Doppelpfeil 88 verdeutlicht das Ein- und Ausfahren der Verschlussleiste 11, um die
Entriegelungsstellung beziehungsweise Verriegelungsstellung herbeizuführen. Ferner
ist der Figur 22 ein Griffbeschlag 89 mit gestrichelter Linie zu entnehmen, sofern
in dieser Zone des Ganzglasflügels 80 ein für die Betätigung der Verschlussleiste
11 erforderliches Getriebe liegt. Ferner sind Dichtungen 90 angedeutet, die den Ganzglasflügel
80 gegenüber dem Blendrahmen 81 abdichten.
1. Verschlussleistenbeschlag für ein/eine einen Flügelrahmen und einen Blendrahmen aufweisendes/aufweisende
Fenster, Tür oder dergleichen, mit mindestens einer Verschlussleiste und mindestens
einer Verlagerungseinrichtung, wobei die Verschlussleiste zum Verbringen zumindest
in eine Entriegelungsstellung sowie in eine Verriegelungsstellung an der Verlagerungseinrichtung
gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussleistenbeschlag (4) für seine zumindest teilweisen Aufnahme in einer
im Flügelrahmen (1) und/oder im Blendrahmen (14) ausgebildeten Euronut (51) eine Aufnahmezone
(59) aufweist, deren Breitenkontur (60) zum Einsetzen in die Euronut (51) ausgebildet
ist.
2. Verschlussleistenbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Aufnahmezone (59) über einen Bereich des Verschlussleistenbeschlags (4)
oder über den gesamten Verschlussleistenbeschlag (4) erstreckt.
3. Verschlussleistenbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessungen des Verschlussleistenbeschlags (4) derart ausgebildet sind, dass
- zur gänzlichen Aufnahme in der Euronut (51) - seine maximale Höhe in Entriegelungsstellung
der Verschlussleiste (11) kleiner ist als oder ebenso groß ist wie die maximale Tiefe
der Euronut (51) oder nur so groß ist, dass er - zur größtenteils erfolgenden Aufnahme
in der Euronut (51) - mit verbleibender Falzluft (63) zu dem gegenüberliegend anordbaren
Blendrahmen (14) oder Flügelrahmen (1) des Fensters, der Tür oder dergleichen liegt.
4. Verschlussleistenbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er in der Aufnahmezone (59) an die Querschnittskontur der Euronut (51) zumindest
bereichsweise formangepasst ausgebildet ist.
5. Verwendung einer Euronut (51) eines Flügelrahmens (1) und/oder eines Blendrahmens
(14) eines Fensters, einer Tür oder dergleichen, zur Aufnahme einer Aufnahmezone (59)
eines Verschlussleistenbeschlags (4), insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche.
6. Verschlussleistenbeschlag für ein/eine einen Kippflügel, insbesondere Drehkippflügel,
aufweisendes/aufweisende Fenster, Tür oder dergleichen, mit mindestens einer Verschlussleiste
(11), die mittels einer Schwenklagerung (27) schwenkbeweglich an einem Halteteil (26)
angeordnet ist, wobei das Halteteil (26) mittels einer Drehlagerung (25) drehbeweglich
an einem ortsfest anzuordnenden Grundteil (23) gelagert ist und das Halteteil (26)
mindestens eine Haltenase (78) aufweist, die zum Abstützen des Kippflügels im Kippöffnungsbetrieb
durch eine eine Entriegelungsstellung der Verschlussleiste (11) herbeiführende Drehstellung
des Halteteils (26) hervorschwenkt.
7. Verschlussleistenbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Ausbildung als mindestens eine Eckumlenkung (8), mindestens ein Getriebe (5),
mindestens ein Auslaufbeschlagelement (6) und/oder mindestens ein Anbindungsbeschlagelement
(7).
8. Verschlussleistenbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil (26), die Schwenklagerung (27), das Grundteil (23) und die Drehlagerung
(25) der Eckumlenkung (8) angehören.
9. Fenster, Tür oder dergleichen, mit einem Verschlussleistenbeschlag nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche.
10. Fenster, Tür oder dergleichen, nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch einen Flügelrahmen (1) und einen Blendrahmen (14), wobei der Verschlussleistenbeschlag
(4) zumindest mit einer Aufnahmezone (59) in einer Euronut (51) des Flügelrahmens
(1) oder Blendrahmens (14) angeordnet ist.
11. Verschlussleistenbeschlagsanordnung mit einem Verschlussleistenbeschlag nach einem
oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Adapterelement (67), das einen Befestigungsabschnitt (69) zum Einsetzen in eine
Aufnahmenut (70) des Fensters, der Tür oder dergleichen besitzt und das mindestens
eine Hintergriffskante (72) für die Verschlussleiste (11) und/oder die Haltenase (78)
aufweist.
12. Verschlussleistenbeschlagsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Adapterelement (67) als Adapterleiste (68), insbesondere ablängbare Adapterleiste
(68), und/oder die Verschlussleiste (11) als ablängbare Verschlussleiste (11) ausgebildet
ist.
13. Fenster, Tür oder dergleichen mit einer Verschlussleistenbeschlagsanordnung nach einem
oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche.
14. Fenster, Tür oder dergleichen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Flügelrahmen (1) eine Euronut (51) und der Blendrahmen (12) eine Aufnahmenut
(70) oder dass der Flügelrahmen (1) eine Aufnahmenut (70) und der Blendrahmen (14)
eine Euronut (51) aufweist und dass in die Aufnahmenut (70) das Adapterelement (67)
mit seinem Befestigungsabschnitt (69) eingesetzt ist.
15. Fenster, Tür oder dergleichen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmezone (59) eine Abstützfläche (66) aufweist, die mit mindestens einem
Befestigungsmittel gegen den Nutgrund (65) der Euronut (51) gedrängt angeordnet ist.
16. Fenster, Tür oder dergleichen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Euronut (51) eine minimale Breite im Bereich von 12 bis 13 mm, insbesondere 12,1
bis 12,4 mm, eine maximale Breite im Bereich von 16 bis 17 mm, insbesondere 16,1 bis
16,4 mm, und eine Tiefe im Bereich von 11 bis 12 mm, insbesondere 11,1 bis 11,9 mm,
aufweist.