[0001] Die Erfindung betrifft eine Katzenklappe, die einer in einem Haushalt gehaltenen
Katze einen Zugang nach draußen und eine Rückkehr nach drinnen ermöglicht. Derartige
Katzenklappen können insbesondere in eine Haustür, ein Fenster oder in das Mauerwerk
eines Hauses eingebaut werden.
[0002] In der Regel handelt es sich um einfache mechanische Klappen, die nicht nur der in
dem Haushalt lebenden Katze den gewünschten Zugang ermöglichen, sondern auch fremden
oder wildlebenden Tieren. Bei diesen einfachen Katzenklappen ist allenfalls eine manuelle
Verriegelung der Klappe vorgesehen.
[0003] Darüber hinaus sind elektronische Katzenklappen bekannt geworden, die unter Verwendung
einer Funktechnik die eigene Katze identifizieren und den Durchgang mithilfe einer
elektromechanischen Verriegelung gezielt freigeben und schließen können. Auf diese
Weise ist eine verbesserte Zugangskontrolle möglich.
[0004] Aus der Druckschrift
US 2012/0291715 A1 ist eine sogenannte intelligente Hundehütte bekannt geworden mit zahlreichen, über
das Internet fernsteuerbaren Einrichtungen zur Versorgung des Hundes. Hierzu kann
ein Benutzer über einen Internet-Browser auf einen Server zugreifen, der mit der Hundehütte
verbunden ist, und auf diesem Weg zum Beispiel Futter oder Wasser ausgeben oder eine
Tür der Hundehütte öffnen und schließen. Außerdem ist eine Audio- und Videokommunikation
zwischen Hund und Benutzer vorgesehen.
[0005] Davon ausgehend ist es die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Katzenklappe
zur Verfügung zu stellen, das bzw. die einen Benutzer über Aktivitäten seiner Katze
informiert.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1,
die Katzenklappe mit den Merkmalen des Anspruchs 6 und das System mit den Merkmalen
des Anspruchs 12. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den sich jeweils anschließenden
Unteransprüchen angegeben.
[0007] Das Verfahren dient zur Benachrichtigung eines Benutzers und weist die folgenden
Schritte auf:
- Übertragen von Bewegungsdaten zusammen mit einer eindeutigen ID einer Katze von einer
Katzenklappe über das Internet an einen Server, und
- automatisches Versenden einer Benachrichtigung von dem Server an den Benutzer.
[0008] Bewegungsdaten sind Informationen über eine Bewegung der Katze. Diese Informationen
können von der Katzenklappe erfasst werden. Beispielsweise kann die Katzenklappe dazu
ausgebildet sein, eine Auslenkung einer Tür der Katzenklappe und/oder einen Funkkontakt
mit dem Transponder einer Katze zu erfassen. Die Katzenklappe kann außerdem eine eindeutige
ID der Katze, also eine eindeutige Identifizierung, z.B. mit Hilfe eines an einem
Halsband befestigten oder implantierten Transponders, der eine eindeutige Kennung
aufweist, erfassen. Die eindeutige ID wird gemeinsam mit den Bewegungsdaten übertragen,
sodass sich die Bewegungsdaten immer auf eine ganz bestimmte Katze beziehen. Die Übertragung
der Daten erfolgt über das Internet an einen Server. Der Server versendet automatisch
eine Benachrichtigung an den Benutzer. Die Benachrichtigung kann die Bewegungsdaten
oder einen Teil davon wiedergeben und den Benutzer insbesondere darüber informieren,
dass eine bestimmte Katze die Katzenklappe passiert hat. Die Bewegungsdaten können
auch den zeitlichen Verlauf des Aufenthaltsorts einer bestimmten Katze - zum Beispiel
eine Unterscheidung zwischen "Drinnen" und "Draußen" - enthalten. Dieser zeitliche
Verlauf kann in Textform oder grafisch dargestellt werden, etwa als Tabelle oder in
Form eines Zeitstrahls oder Diagramms, beispielsweise immer für einen vorgegebenen
Zeitraum von einem Tag oder einer Woche.
[0009] Zusätzlich zu der automatischen Benachrichtigung kann vorgesehen sein, dass sich
der Benutzer mit Hilfe eines Internet-Browsers an dem Server anmeldet und die Bewegungsdaten
einsieht. Auf diese Weise kann sich der Benutzer auf Wunsch zu jeder Zeit über die
Aktivitäten seiner Katze informieren, ggf. nicht nur über aktuelle Vorgänge, sondern
auch für einen zurückliegenden Zeitraum. Anstelle eines solchen Web-Interfaces kann
auch eine spezielle Software-Anwendung für den Zugriff auf den Server verwendet werden,
zum Beispiel eine iOS- oder Android-basierte "App."
[0010] Ein besonderer Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass der Benutzer überhaupt
Informationen über die Aktivitäten seiner Katze erhält, auch individuell zu mehreren
Katzen des Benutzers, die jeweils auf Grundlage ihrer eindeutigen ID identifiziert
werden. Die Katzenklappe bietet daher nicht nur eine wirksame Zugangskontrolle, sondern
stellt dem Benutzer Informationen über die Aktivitäten seiner Katze zur Verfügung.
Dies kann für den Benutzer sehr beruhigend sein, zum Beispiel, wenn er eine oder mehrere
seiner Katzen, die vorwiegend nachaktiv sind, wegen einer berufsbedingten Abwesenheit
am Tage für längere Zeit nicht gesehen hat.
[0011] In einer Ausgestaltung wird die Benachrichtigung versendet, wenn ein vordefiniertes
Ereignis eintritt und/oder sobald eine Katze die Katzenklappe passiert und die Katzenklappe
die Bewegungsdaten an den Server sendet. Der Benutzer kann also grundsätzlich über
jedes Passieren der Katzenklappe informiert werden. Wahlweise kann die Benachrichtigung
auch oder ausschließlich dann erfolgen, wenn ein vordefiniertes Ereignis eintritt.
Ein solches Ereignis kann beispielsweise ein Passieren der Katzenklappe nach einer
vorherigen, längeren Abwesenheit der betreffenden Katze sein. Ebenfalls denkbar ist
eine Benachrichtigung, wenn eine bestimmte Katze die Katzenklappe länger als für einen
bestimmten Zeitraum nicht passiert hat. Dies ermöglicht es dem Benutzer, immer und
nur dann Benachrichtigungen zu erhalten, wenn er dies auf Grundlage seiner persönlichen
Kriterien, die er den vordefinierten Ereignissen zugrunde legen kann, wünscht.
[0012] In einer Ausgestaltung erfolgt die Benachrichtigung durch Versenden einer E-Mail
oder einer SMS oder durch Absetzen einer Meldung in einem sozialen Netzwerk. Jede
dieser Benachrichtigungsmöglichkeiten ist für den Benutzer einfach und sofort zugänglich.
Das Absetzen von Meldungen in einem sozialen Netzwerk bietet außerdem die Möglichkeit,
jede Katze zu einem eigenständigen Teilnehmer des sozialen Netzwerks zu machen und/oder
die betreffende Meldung nicht nur an den Benutzer, sondern automatisiert auch an andere
interessierte Personenkreise zu versenden. Außerdem können die erweiterten Möglichkeiten
eines sozialen Netzwerks zur Aufbereitung der Bewegungsdaten und deren anschaulicher
Präsentation genutzt werdend. Gängige soziale Netzwerke, die für die Erfindung eingesetzt
werden können, sind zum Beispiel Facebook, Google+ oder Twitter.
[0013] In einer Ausgestaltung wird die Meldung aus einem Fundus von vordefinierten Nachrichten
zufällig ausgewählt. Die Nachrichten können beispielsweise kurze Textmitteilungen
sein, z.B. "Komme gerade nach Hause, was für eine Nacht-Miau."
[0014] In einer Ausgestaltung sendet der Benutzer Steuerungsdaten über ein Web-Interface
des Servers an die Katzenklappe, insbesondere um die Bewegungsfreiheit einer einzelnen
Katze oder aller Katzen einzuschränken, und/oder der Benutzer definiert über das Web-Interface
ein Zeitfenster, in dem die Bewegungsfreiheit einer einzelnen Katze oder aller Katzen
eingeschränkt wird. Auf diese Weise kann der Benutzer jederzeit und von jedem beliebigen
Ort aus die Katzenklappe so steuern, dass der Zugang oder Ausgang der Katze wunschgemäß
kontrolliert wird. Dies gelingt anhand der eindeutigen Identifizierung jeder Katze
durch die Katzenklappe nicht nur global, sondern auch individuell für jede einzelne
Katze des Benutzers. Beispielsweise kann der Benutzer die Katzenklappe so konfigurieren,
dass alle Katzen zu jeder Zeit ins Haus gelangen können, jedoch nur zu bestimmten
Zeiten Ausgang haben. Ebenfalls möglich ist es, eine Ausgangssperre für einzelne oder
für alle Katzen zu verhängen, insbesondere bei einer Krankheit einer Katze. Eine solche
Ausgangssperre kann Vorrang gegenüber zuvor eingerichteten Zeitfenstern erhalten.
Die übertragenen Steuerungsdaten können eine eindeutige ID einer Katze enthalten,
so dass die an die Katzenklappe übermittelten Steuerbefehle stets eindeutig einer
bestimmten oder mehreren bestimmten Katzen zugeordnet sind. Als Alternative zu einem
Web-Interface kann mittels einer speziellen Software-Anwendung auf den Server zugegriffen
werden, beispielsweise mit einer für iOS- oder Android-basierten "App", die über das
Internet mit dem Server kommuniziert. Auf diese Weise kann zum Beispiel bequem von
einem Mobiltelefon oder einem Tablet-Computer auf den Server zugegriffen werden, und
zwar wahlweise, um die Bewegungsdaten einzusehen und/oder um Steuerbefehle an die
Katzenklappe zu versenden, zum Beispiel um Einstellungen der Katzenklappe anzupassen.
[0015] Die Kommunikation zwischen der Katzenklappe und dem Server kann in eine Richtung
oder in beiden Richtungen verschlüsselt erfolgen. Beispielsweise kann die Katzenklappe
und jedes in Verbindung mit der Katzenklappe genutzte Halsband einer Katze ein vordefiniertes
Passwort enthalten, das in der Katzenklappe bzw. in dem Halsband gespeichert ist,
insbesondere bereits bei der Herstellung des betreffenden Teils. Diese Passwörter
können zum Verschlüsseln der Bewegungsdaten oder sonstiger, von der Katzenklappe an
den Server übertragener Daten verwendet werden. Auf dem Server können die Passwörter
ebenfalls gespeichert sein, ggf. verknüpft mit den Seriennummern der betreffenden
Teile. Der Server kann dann die verschlüsselten Daten entschlüsseln. Auch eine verschlüsselte
Übertragung von Steuerungsdaten von dem Server an die Katzenklappe ist möglich.
[0016] Die oben angegebene Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch die Katzenklappe mit den
Merkmalen des Anspruchs 6. Die Katzenklappe weist einen Anschluss zur Anbindung an
das Internet und eine Einrichtung zum Übertragen von Bewegungsdaten zusammen mit einer
eindeutigen ID einer Katze über das Internet an einen Server auf. Die Katzenklappe
ist insbesondere für das vorstehend erläuterte Verfahren bestimmt, sodass die vorstehenden
Erläuterungen der Verfahrensmerkmale und der Vorteile des Verfahrens für die Katzenklappe
entsprechend gelten. Insbesondere ist die Katzenklappe dazu ausgebildet, die Bewegungsdaten
gemeinsam mit der eindeutigen ID der betreffenden Katze an den Server zu übertragen.
Die Bewegungsdaten bilden die Grundlage einer Benachrichtigung eines Benutzers durch
den Server und sind stets eindeutig einer bestimmten Katze zugeordnet.
[0017] In einer Ausgestaltung ist ein Adapter vorhanden, der dazu ausgebildet ist, Daten
aus einem Funk-Netzwerk, das die Katzenklappe zur Identifizierung einer Katze verwendet,
in das Internet zu übersetzen. Die Übersetzung kann bidirektional sein. Das Funk-Netzwerk
kann in an sich bekannter Weise von der Katzenklappe aufgebaut werden und dient insbesondere
zur Kommunikation mit Transpondern oder aktiven Funkeinheiten an der Katze. Grundsätzlich
kann der Anschluss zur Anbindung an das Internet in Form eines direkten Netzwerkanschlusses
ausgebildet sein, etwa als Buchse für ein Netzwerkkabel an der Katzenklappe. Die Verwendung
des zur Identifizierung der Katze bestehenden Funk-Netzwerks zur Kommunikation mit
einem Adapter, der die Verbindung mit dem Internet herstellt, ist demgegenüber jedoch
besonders einfach, insbesondere weil keine zusätzlichen Kabelverbindungen zur Katzenklappe
hergestellt werden müssen.
[0018] In einer Ausgestaltung ist die Katzenklappe dazu ausgebildet, von dem Server Steuerungsdaten
zu erhalten, um die Bewegungsfreiheit einer einzelnen oder aller Katzen einzuschränken.
Hierzu wird auf die vorstehenden Erläuterungen der korrespondierenden Verfahrensmerkmale
verwiesen.
[0019] In einer Ausgestaltung ist die Katzenklappe dazu eingerichtet, zum Erhalten von Steuerungsdaten
in vorgegebenen Zeitabständen den Server aktiv abzufragen. Ein solcher "Pull-Mechanismus"
zum Abfragen der Steuerungsdaten ist besonders einfach konfigurierbar und erfordert
insbesondere keine besonderen Maßnahmen zum Überwinden einer Firewall im Netzwerk
des Benutzers. Das aktive Abfragen der Steuerungsdaten funktioniert daher besonders
zuverlässig.
[0020] In einer Ausgestaltung weist die Katzenklappe eine Sensoreinrichtung auf, die dazu
ausgebildet ist, einen mechanischen Öffnungsversuch oder ein Passieren der Katzenklappe
von einer Innenseite der Katzenklappe aus von einem mechanischen Öffnungsversuch oder
einem Passieren der Katzenklappe von einer Außenseite der Katzenklappe aus zu unterscheiden.
Die Sensoreinrichtung ermöglicht mit anderen Worten, festzustellen, in welcher Richtung
eine Katze die Katzenklappe passiert hat oder passieren möchte. Die Katzenklappe kann
außerdem eine Verriegelungseinrichtung aufweisen, die den Durchgang erst nach Identifizierung
einer zugelassenen Katze freigibt. In jedem Fall kann die Katzenklappe feststellen,
welche der registrierten Katzen des Benutzers die Katzenklappe passieren möchte oder
passiert hat bzw. ob es sich überhaupt um eine solche Katze handelt. Versucht eine
Katze die Katzenklappe zu passieren, wird sie zunächst mit einer Tatze gegen die Tür
stoßen, um diese zu öffnen. Dies stellt einen mechanischen Öffnungsversuch dar, der
von der Sensoreinrichtung erfasst wird. Um zwischen den beiden möglichen Öffnungsrichtungen
zu unterscheiden, kann die Sensoreinrichtung beispielsweise zwei Kontakte aufweisen,
die so angeordnet sind, dass sie in Abhängigkeit von der Bewegungsrichtung einer Tür
der Katzenklappe zu unterschiedlichen Zeitpunkten geöffnet oder geschlossen werden.
Dies kann geschehen, bevor eine Verriegelungseinrichtung der Katzenklappe den Durchgang
freigibt. Die Sensoreinrichtung kann mithin nicht nur dazu eingesetzt werden, um die
Bewegungsrichtung einer die Klappe passierenden Katze zu erkennen und den Benutzer
entsprechend zu benachrichtigen, sondern auch um auf einfache Weise ein Freigeben
des Durchgangs in Abhängigkeit von der gewünschten Öffnungsrichtung zu bewirken. Ein
weiterer Vorteil des Erkennens der Öffnungsrichtung bei geschlossener Verriegelungsvorrichtung
besteht darin, dass es infolge eines Öffnungsversuchs nicht zu einer nachhaltigen
Pendelbewegung der Tür kommt und eine sich daraus ergebende Irritation der Sensoreinrichtung
vermieden wird. Die beiden Kontakte können insbesondere an einem Rahmen der Katzenklappe
angeordnete Reed-Kontakte aufweisen, die mit mindestens einem Magneten zusammenwirken,
der an der Tür der Katzenklappe angeordnet ist. Auf diese Weise wird ein zuverlässiges
und berührungsloses Schalten der Kontakte erreicht.
[0021] In einer Ausgestaltung umfassen die Bewegungsdaten folgende Informationen:
- eine Seriennummer der Katzenklappe,
- eine Seriennummer eines Halsbands einer Katze, die die Katzenklappe passiert hat,
- eine Richtungsinformation über die Bewegung einer Katze, die die Katzenklappe passiert
hat,
- einen Batterieladezustand einer Batterie eines Halsbands einer Katze, die die Katzenklappe
passiert hat, und/oder
- einen Batterieladezustand einer Batterie einer Verriegelungseinheit der Katzenklappe.
[0022] Die Bewegungsdaten können also nicht nur Daten über die Bewegung der Katze umfassen,
sondern zusätzlich Daten über die verwendeten Teile des Systems oder deren Zustand.
Es kann in vielen Fällen sinnvoll sein, diese Daten gemeinsam mit der eigentlichen
Bewegungsinformation an den Server zu übertragen. Insbesondere kann es eine weitergehende
Auswertung der Bewegungsdaten ermöglichen und/oder Verwaltungs- und/oder Wartungsarbeiten
des Systems für den Benutzer vereinfachen.
[0023] Die oben angegebene Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch das System mit einer Katzenklappe
und einem Server mit den Merkmalen des Anspruchs 12. Der Server ist dazu ausgebildet,
automatisch eine Benachrichtigung an einen Benutzer zu versenden, wenn die Katzenklappe
Bewegungsdaten an den Server übertragen hat. Wie bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren erläutert, kann die Benachrichtigung auch nur dann erfolgen, wenn ein vordefiniertes
Ereignis eintritt. Hierzu und zu den übrigen Merkmalen des Systems wird auf die vorstehenden
Erläuterungen verwiesen, die entsprechend gelten.
[0024] In einer Ausgestaltung weist der Server ein Web-Interface auf, an dem sich ein Benutzer
anmelden und die Bewegungsdaten einsehen kann. Das Web-Interface kann dem Benutzer
eine einfache und übersichtliche Benutzeroberfläche zur Verfügung stellen. Insbesondere
kann das Web-Interface barrierefrei sein, sodass auch eingeschränkten Personen ein
Zugang möglich ist.
[0025] In einer Ausgestaltung ist der Server zur Benachrichtigung eines Benutzers durch
Versenden einer E-Mail oder einer SMS oder durch Absetzen einer Meldung in einem sozialen
Netzwerk eingerichtet. Hierzu wird auf die vorstehenden Erläuterungen verwiesen.
[0026] In einer Ausgestaltung ist auf dem Server ein Fundus von vordefinierten Nachrichten
gespeichert und der Server ist dazu ausgebildet, zur Benachrichtigung eines Benutzers
zufällig eine der vordefinierten Nachrichten auszuwählen. Auch hierzu wird auf die
vorstehenden Erläuterungen verwiesen.
[0027] Nachfolgend wird die Erfindung nochmals in anderen Worten und unter Bezugnahme auf
weitere Ausführungsbeispiele erläutert.
[0028] Katzen, die in Haushalten gehalten werden, sollten für eine artgerechte Haltung Freigang
nach draußen erhalten. Dies kann entweder geschehen, indem der Besitzer die Katze
(regelmäßig) manuell (z. B. durch die Haustür) rein-/rausgehen lässt (was einen erheblichen
Aufwand für den Besitzer bedeutet und die Möglichkeiten der Katze zur freien Bewegung
erheblich einschränkt), oder mittels eines Durchgangs (durch Mauerwerk, Türen oder
Fenster) mit Hilfe einer Katzenklappe.
[0029] Katzenklappen sind in der Regel einfache mechanische Klappen, die jedes Tier (nicht
nur die eigene Katze, sondern auch fremde Katzen oder gar Schädlinge wie Ratten) passieren
lassen und sich höchstens manuell verriegeln lassen (dies teilweise nur als beweglich/fixiert
oder feiner abgestuft mit der Möglichkeit, die Katze beidseitig, nur hinein, nur hinaus
zu lassen oder gesperrt zu sein = 4 Stellungen).
[0030] Daneben gibt es elektronische Katzenklappen, die den Zugang elektromechanisch verriegeln
und die Katze mehr oder minder eindeutig identifizieren und die Passage dann freigeben.
[0031] Derartige elektronische Klappen verfügen jedoch lediglich über ein Benutzer-Interface
in Form eines einfachen Displays und Tastenbedienung. Die Einstellungen sind durch
das eingeschränkte Interface eher kompliziert (unter Zuhilfenahme des Handbuches)
und nur lokal am Gerät durchführbar.
[0032] Desweiteren gibt es Katzen, die für längere Zeit oder nur sporadisch in den heimatlichen
Haushalt zurückkehren, was beim Besitzer zu Angst um das Wohl und das Leben der Katze
führen kann.
[0033] Eine für Jedermann einfach zu bedienende Klappe muss folgende Anforderungen erfüllen:
- Einfache und intuitive Bedienung
- Ausreichend großes Interface, das auch eingeschränkten/älteren Personen die Bedienung
ermöglicht
- Bedienung auch aus der Entfernung möglich
- Möglichkeit zur Rückmeldung, sobald die Katze heimkehrt
- Anbindung an fremde Systeme zur weiteren Bearbeitung von Daten
[0034] Der in den Schutzansprüchen angegebenen Erfindung liegt zugrunde, dass auf dem Markt
keine Lösung verfügbar ist, die alle Anforderungen gleichzeitig erfüllt.
[0035] Dieses Problem wird mit den im den Beispielen aufgeführten Merkmalen gelöst.
[0036] Ein Ausführungsbeispiel beruht auf folgendem Ansatz:
Die Katzenklappe wird mit einem Anschluss zur Anbindung an das Internet ausgestattet.
[0037] Diese Anbindung kann entweder erfolgen, indem die Katzenklappe direkt mit einem Netzwerk-Anschluss
ausgestattet wird, oder ein bestehendes Funk-Netzwerk, das die Katzenklappe und z.
B. ein Halsband der Katze zur Identifizierung gegenüber der Katzenklappe verwenden,
um einen Adapter erweitert wird, der Daten aus dem Funk-Netzwerk in das Internet bidirektional
übersetzt.
[0038] Die Katzenklappe kann dann u. a. sämtliche Bewegungsdaten (also das Verlassen der
Wohnung bzw. Heimkehren) zusammen mit einer eindeutigen ID der Katze über das Internet
an einen Server übertragen.
[0039] Der Besitzer des Systems kann sich dann beispielsweise mit Hilfe eines Browsers auf
ein Web-Interface dieses Servers einloggen und die Bewegungsdaten einsehen.
[0040] Durch Verwendung von Webseiten Technologien kann ein übersichtliches und einfach
zu bedienendes Interface geschaffen werden, dass auch die Möglichkeit bietet, es barrierefrei
zu gestalten, um eingeschränkten Personen ebenfalls einen Zugang zu ermöglichen.
[0041] Die Bedienung ist somit von jedem Ort der Welt möglich und nicht auf ein lokales
Interface beschränkt. Der Nutzer kann z. B. auch von der Arbeitsstelle aus Einsicht
nehmen, wann eine Katze die Klappe passiert hat.
[0042] Desweiteren kann der Benutzer über das Webinterface Steuerungsdaten an die Klappe
senden, z. B. kann er die Bewegungsfreiheit aller oder einzelner Katzen einschränken.
[0043] Es gibt Situationen, in denen der Besitzer seine Katze eventuell über einen längeren
Zeitraum nicht zu Gesicht bekommt, z. B. weil die Katze nachtaktiv ist und sich nur
tagsüber in der Wohnung aufhält, während der Besitzer zu dieser Zeit auf der Arbeitsstelle
ist. Die Folge daraus ist, dass der Besitzer sich Sorgen um die Gesundheit oder das
Leben der Katze machen könnte. Eine hier beschriebene Anwendung kann die Möglichkeit
bieten, sobald die Katze die Klappe passiert und diese die Bewegungsdaten an den Server
sendet, dass der Server automatisiert eine Benachrichtigung z. B. per Email oder SMS
an den Besitzer sendet.
[0044] In den letzten Jahren haben sich soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ oder Twitter
extrem verbreitet. Die Nutzer "posten" in diesen Netzwerken jede erdenkliche Tätigkeit
oder Statusmeldungen. Ein hier beschriebenes System kann dazu eingesetzt werden, automatisierte
Meldungen in solchen Netzwerken abzusetzen. Beispielsweise kehrt eine Katze am Morgen
nach einem längeren Freigang heim, passiert die Klappe, woraufhin ausgelöst durch
diese Bewegungsdaten eine Meldung in einem oder mehreren sozialen Netzwerken abgesetzt
wird. Es kann aus einem Fundus von vordefinierten Nachrichten eine zufällig ausgewählt
werden, z. B. "Komme gerade nach Hause, was für eine Nacht - Miau".
- Beispiel 1:
- Internetanbindung einer Katzenklappe an das Internet dadurch gekennzeichnet, dass
eine Netzwerkverbindung entweder direkt in die Katzenklappe integriert wird oder über
ein Funk-Netzwerk an diese per Adapter angebunden wird. Diese Netzwerkverbindung kann
dazu benutzt werden, Daten bidirektional mit einem Server im Internet auszutauschen
- Beispiel 2:
- Übertragung von Bewegungsdaten an einen Server im Internet dadurch gekennzeichnet,
dass die Katzenklappe die bestehende Netzwerkverbindung nutzt, um sämtliche Ereignisse,
die an der Klappe auftreten (z. B. das Passieren der Klappe durch eine Katze) an einen
Server im Internet zur weiteren Auswertung zu melden
- Beispiel 3:
- Weltweite Bedienung der Katzenklappe im Internet dadurch gekennzeichnet, dass die
Anbindung an einen Internet Server dazu benutzt wird, die Klappe von jedem Punkt der
Welt zu bedienen, z. B. Steuerungsbefehle an die Klappe zu senden.
- Beispiel 4:
- Automatisierte Benachrichtigung dadurch gekennzeichnet, dass die an den Internet Server
übertragenen Bewegungsdaten dazu verwendet werden, automatisierte Benachrichtigungen
(z. B. per Email oder SMS) zu versenden, wenn ein vordefiniertes Ereignis (wie z.
B. das Heimkehren der Katze nach längerer Abwesenheit) eintritt.
- Beispiel 5:
- Anbindung einer Katzenklappe an soziale Netzwerke dadurch gekennzeichnet, dass die
von der Klappe an den Internet Server übertragenen Daten dazu verwendet werden, um
Meldungen in sozialen Netzwerken automatisiert zu versenden.
1. Verfahren zur Benachrichtigung eines Benutzers, das die folgenden Schritte aufweist:
• Übertragen von Bewegungsdaten zusammen mit einer eindeutigen ID einer Katze von
einer Katzenklappe über das Internet an einen Server,
• Automatisches Versenden einer Benachrichtigung von dem Server an den Benutzer.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Benachrichtigung versendet wird, wenn ein vordefiniertes Ereignis eintritt und/oder
sobald eine Katze die Katzenklappe passiert und die Katzenklappe die Bewegungsdaten
an den Server sendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Benachrichtigung durch Versenden einer E-Mail oder einer SMS oder durch Absetzen
einer Meldung in einem sozialen Netzwerk erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Meldung aus einem Fundus von vordefinierten Nachrichten zufällig ausgewählt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Benutzer über ein Web-Interface des Servers Steuerungsdaten an die Katzenklappe
sendet, insbesondere um die Bewegungsfreiheit einer einzelnen Katze oder aller Katzen
einzuschränken, und/oder dass der Benutzer über das Web-Interface ein Zeitfenster
definiert, in dem die Bewegungsfreiheit einer einzelnen Katze oder aller Katzen eingeschränkt
wird.
6. Katzenklappe mit
• einem Anschluss zur Anbindung an das Internet und
• einer Einrichtung zum Übertragen von Bewegungsdaten zusammen mit einer eindeutigen
ID einer Katze über das Internet an einen Server.
7. Katzenklappe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Adapter vorhanden ist, der dazu ausgebildet ist, Daten aus einem Funk-Netzwerk,
das die Katzenklappe zur Identifizierung einer Katze verwendet, in das Internet zu
übersetzen.
8. Katzenklappe nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Katzenklappe dazu ausgebildet ist, von dem Server Steuerungsdaten zu erhalten,
um die Bewegungsfreiheit einer einzelnen oder aller Katzen einzuschränken.
9. Katzenklappe nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Katzenklappe dazu eingerichtet ist, zum Erhalten von Steuerungsdaten in vorgegebenen
Zeitabständen den Server aktiv abzufragen.
10. Katzenklappe nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Katzenklappe eine Sensoreinrichtung aufweist, die dazu ausgebildet ist, einen
mechanischen Öffnungsversuch oder ein Passieren der Katzenklappe von einer Innenseite
der Katzenklappe aus von einem mechanischen Öffnungsversuch oder einem Passieren der
Katzenklappe von einer Außenseite der Katzenklappe aus zu unterscheiden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder Katzenklappe nach einem der Ansprüche
6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsdaten folgende Informationen umfassen:
• eine Seriennummer der Katzenklappe,
• eine Seriennummer eines Halsbands einer Katze, die die Katzenklappe passiert hat,
• eine Richtungsinformation über die Bewegung einer Katze, die die Katzenklappe passiert
hat,
• einen Batterieladezustand einer Batterie eines Halsbands einer Katze, die die Katzenklappe
passiert hat, und/oder
• einen Batterieladezustand einer Batterie einer Verriegelungseinheit der Katzenklappe.
12. System mit einer Katzenklappe nach einem der Ansprüche 6 bis 11 und einem Server,
der dazu ausgebildet ist, automatisch eine Benachrichtigung an einen Benutzer zu versenden,
wenn die Katzenklappe Bewegungsdaten an den Server übertragen hat.
13. System nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Server ein Web-Interface aufweist, an dem sich ein Benutzer anmelden und die
Bewegungsdaten einsehen kann.
14. System nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Server zur Benachrichtigung eines Benutzers durch Versenden einer E-Mail oder
einer SMS oder durch Absetzen einer Meldung in einem sozialen Netzwerk eingerichtet
ist.
15. System nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Server ein Fundus von vordefinierten Nachrichten gespeichert und der Server
dazu ausgebildet ist, zur Benachrichtigung eines Benutzers zufällig eine der vordefinierten
Nachrichten auszuwählen.