[0001] Die Erfindung betrifft eine Profilanordnung, einen Wärmetauscher, ein Verfahren zum
Herstellen einer Profilanordnung, ein Trägerprofil und eine Wärmetauscheranordnung.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, Trägerprofile und Einzelprofile, zum Beispiel
Bleche, insbesondere Wärmeleitbleche, also Absorberplatten und/oder Strahlungsplatten,
miteinander zu verbinden.
[0003] Dazu können beispielsweise die Trägerprofile und die Einzelprofile als einstückige
Strangpressteile extrudiert werden.
[0004] Die Herstellung von vollextrudierten Profilanordnungen ist aufwendig und teuer, wenn
eine Vielzahl von Einzelprofilen mit einem Trägerprofil verbunden sein soll, wie dies
beispielsweise für einen mehrkanaligen Wärmetauscher notwendig ist.
[0005] In der Druckschrift
US 2008/02898909 ist ein Wärmetauscher aus Aluminium offenbart, der einen Grundkörper mit Fluidleitungen
umfasst, an welchen Rippen angeformt sind. Diese sind durch ein spanendes Verfahren
aus der Oberfläche des Grundkörpers herausgearbeitet. Das Verfahren ist aufwendig,
insbesondere, wenn viele Rippen auf dem Körper angebracht sein sollen.
[0006] Aus der Druckschrift
EP 0036041 ist es bekannt, ein Blechelement an ein Trägerelement in Form eines Strangpressprofils
zu kleben, mit einer Schraubsicherung, mit einem Gewindeschweissbolzen, mit einer
Federsicherung oder mittels einer Pressnietung zu befestigen.
[0007] Für die bekannten Profilanordnungen müssen in der Regel zusätzliche Verbindungselemente,
wie Klebstoff, Schrauben, Nieten, Bolzen oder Lot an die Verbindungsstelle gebracht
werden, was für die Herstellung der Verbindung einen zusätzlichen Arbeitsschritt bedeutet,
der sich vervielfacht, wenn die Verbindung entlang einer Strecke hergestellt werden
soll und wenn eine Vielzahl von Blechen an einem Trägerprofil befestigt werden soll.
[0008] In der vorliegenden Anmeldung wird unter einem Profil ein profiliertes lang gestrecktes
Bauteil verstanden.
[0009] Es stellt sich die Aufgabe, eine Profilanordnung, einen Wärmetauscher, ein Verfahren
zu deren Herstellung, ein Trägerprofil und eine Wärmetauscheranordnung zur Verfügung
zu stellen, welche die Nachteile des Bekannten überwinden, die einen soliden Kontakt
zwischen Trägerprofil und Einzelprofil garantieren, die eine effiziente Anfertigung
erlauben, bei der günstige Ausgangskomponenten verwendet werden können und eine preisgünstige
Herstellung ermöglicht wird.
[0010] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Profilanordnung mit einem Trägerprofil. An dem
Trägerprofil ist wenigstens auf einer Trägerfläche mindestens ein Halteelement angeordnet,
das einstückig mit dem Trägerprofil ausgebildet ist. Die Profilanordnung umfasst wenigstens
ein Einzelprofil, vorzugsweise eine Mehrzahl von parallel angeordneten Einzelprofilen,
mit wenigstens einer der Trägerfläche zugewandten Profilkante. Das Halteelement überlappt
die Profilkante wenigstens teilweise. Erfindungsgemäss ist die Profilkante mittels
des Halteelements kraftschlüssig, insbesondere durch eine Pressverbindung, mit dem
Trägerprofil verbunden.
[0011] Die kraftschlüssige Verbindung kann unmittelbar zwischen dem Trägerprofil und dem
Einzelprofil wirken, ohne dass weitere Verbindungsmittel notwendig sind. Dadurch kann
insbesondere ein gut wärmeleiterfähiger Kontakt zwischen dem Einzelnprofil und dem
Trägerprofil hergestellt werden, da keine Wärmeverluste durch Verbindungselemente
entstehen.
[0012] Bei dem Einzelprofil handelt es sich insbesondere um ein Profilblech, weiter insbesondere
um ein Wärmeleitblech.
[0013] Bevorzugt ist eine Mehrzahl von vorzugsweise parallel angeordneten Einzelprofilen
an dem Trägerprofil befestigt. Dazu sind bevorzugt eine Vielzahl parallel zueinander
angeordneter Halteelemente auf dem Trägerprofil angeordnet, das insbesondere plattenförmig
ausgebildet ist. Da keine zusätzlichen Verbindungsmittel angebracht werden müssen,
können die Einzelprofile nah aneinander angeordnet werden und so eine kompakt gestaltete
Profilanordnung mit einer Vielzahl von Einzelprofilen geschaffen werden.
[0014] In einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung umgreift das Halteelement einen Rand
des Einzelprofils, sodass der Rand des Einzelprofils zwischen einem Ende des Halteelements
und dem Trägerprofil geklemmt ist.
[0015] Insbesondere ist das mindestens eine Halteelement im Querschnitt etwa L-förmig oder
etwa T-förmigen oder etwa V-förmig ausgebildet. Ein Halteelement mit T-förmigem oder
V-förmigem Querschnitt eignet sich insbesondere zum beidseitigen Halten von mindestens
zwei Einzelprofilen. Unter einem etwa V-förmigen Querschnitt werden auch ein etwa
Y-förmiger oder etwa U-förmiger Querschnitt verstanden, wobei die Öffnung spitz oder
gerundet sein kann, und die Schenkel eine konvexe oder konkave Kontur haben können.
Eine Pressverbindung kann einfach hergestellt werden, indem die äusseren Enden des
Halteelements niedergedrückt werden.
[0016] Insbesondere bei parallel angeordneten Halteelementen können durch ein gleichzeitiges
Niederdrücken der Halteelementenden eine Vielzahl von Einzelprofilen befestigt werden.
[0017] Bevorzugt weist das Halteelement an der von dem Trägerprofil wegweisenden Seite eine
im Profil etwa V-förmige oder U-förmige Ausnehmung auf. Beidseitig der Ausnehmung
befinden sich jeweils ein Materialsteg mit einem Biegebereich und einem Klemmbereich.
Zum Erstellen einer Pressverbindung kann ein Werkzeug in der nutartigen Ausnehmung
geführt werden, wobei sich der Biegebereich gegen das Trägerprofil biegt und der Klemmbereich
gegen den Rand des Einzelprofils drückt. Bevorzugt weist das Halteelement, insbesondere
der Biegebereich, an der von dem Trägerprofil wegweisenden Seite eine konvexe Aussenkontur
auf, so dass ein Presswerkzeug, das in der Ausnehmung des Halteelements geführt wird,
eine ausreichend grosse Kraft auf den Klemmbereich ausübt.
[0018] In einer vorteilhaften Ausführung der erfindungsgemässen Profilanordnung weisen die
Halteelemente im Querschnitt eine parallel zur Trägerfläche verlaufende und an eine
Profilkante angepresste Anpressfläche auf, deren Breite gleich gross oder grösser
ist als die Distanz zwischen der Anpressfläche und der Trägerfläche.
[0019] Das Trägerprofil kann als gewalztes und/oder gefrästes Bauteil erstellt werden. Bevorzugt
ist das Trägerprofil jedoch ein Strangpressteil. Strangpressteile lassen sich in beinahe
beliebeigen Längen herstellen. Das Strangpressen ist besonders unaufwendig, wenn eine
Grundplatte mit angeformten Elementen zu erstellen ist, der Querschnitt des Strangpressteils
also eine einfache Geometrie aufweist.
[0020] Vorteilhafterweise, insbesondere zur Ausbildung eines Wärmeleitelements, ist das
Trägerprofil aus einem wärmeleitfähigen Material gefertigt. Das Trägerprofil besteht
bevorzugt aus einem Leichtmetall oder einem Buntmetall. Für die Herstellung der Pressverbindung
ist es vorteilhaft, wenn das Material des Trägerprofils eine Zugfestigkeit zwischen
150 und 300 MPa aufweist, sodass das Material kaltverformbar ist, insbesondere mittels
Walzen oder Biegen. Bevorzugt besteht das Trägerprofil aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung.
[0021] In einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist das Trägerprofil als Platte mit
zueinander parallelen Trägerflächen ausgebildet und auf beiden Trägerflächen sind
Halteelemente angeordnet. Es können somit auch Einzelprofile auf beiden Seiten der
Grundplatte angeordnet sein.
[0022] Die Profilanordnung ist dann insbesondere so ausgeführt, dass sich Wärmeleitbleche
jeweils auf beiden Seiten des plattenförmigen Trägerprofils befinden, wobei das Trägerprofil
geeignet ist, zwei Bereiche fluiddicht abzutrennen.
[0023] Zwischen zwei parallel verlaufenden Halteelementen auf einer Seite der Grundplatte
kann wenigstens ein Abstandhalteelement zum Beabstanden benachbarter Profilkanten
angeordnet sein. Das Abstandhalteelement ist ebenfalls einstückig mit dem Trägerprofil
ausgebildet und insbesondere parallel zu den Halteelementen angeordnet.
[0024] Das Abstandelement garantiert einen definierten Abstand zwischen benachbarten Einzelprofilen
oder zwischen zwei gegenüberliegenden Rändern eines Einzelprofils, die beide eine
Pressverbindung mit dem Trägerprofil eingehen. Das Abstandhalteelement erleichtert
insbesondere das Anlegen bzw. Einschieben der Einzelprofile und verhindert ein Wegrutschen
der Ränder während des Erstellens der Pressverbindung. Das Abstandhalteelement kann
ausserdem eine zusätzlich Kontaktfläche zwischen den Einzelprofilen und dem Trägerprofil
bieten, und somit die Wärmeleitfähigkeit zwischen den Einzelprofilen und dem Trägerprofil
verbessern.
[0025] In einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist die Profilanordnung so ausgeführt,
dass zwischen zwei Einzelprofilen wenigstens eine einstückig mit dem Trägerprofil
ausgebildete Rippe angeordnet ist, die sich vorzugsweise über die Höhe der Einzelprofile
hinaus erstreckt.
[0026] Die Rippe ist dazu geeignet, eine fluiddichte Barriere zwischen zwei Bereichen auf
einer Seite des Trägerprofils auszubilden.
[0027] Bevorzugt ist die Rippe parallel zu den Halteelementen angeordnet.
[0028] In einer bevorzugten Ausführung sind die Einzelprofile Biegeteile aus Blech, insbesondere
aus Aluminiumblech.
[0029] Blechprofile eignen sich besonders gut zur Verwendung als Wärmeleitbleche, da sich
Blechprofile relativ stabil in dünner Materialstärke und mit grosser Oberfläche formen
lassen.
[0030] Blechprofile bieten somit gleichzeitig eine ausreichend gute Wärmeleitfähigkeit,
eine grosse Oberfläche und einen kleinen hydraulischen Durchmesser. Der hydraulische
Durchmesser ist definiert durch das Vierfache der Querschnittsfläche dividiert durch
den inneren Umfang.
[0031] Vorzugsweise weist jedes Einzelprofil zwei parallel verlaufende, abgewinkelte Profilkanten
auf, welche mit benachbarten Halteelementen in Wirkverbindung stehen. Der Rand der
abgewinkelten Profilkanten wird insbesondere jeweils von einem Halteelement an das
Trägerprofil gepresst.
[0032] Das Einzelprofil ist besonders bevorzugt als Hutprofil ausgebildet, bei dem die Schenkel
mit den abgewinkelten Randbereichen voneinander beabstandet sind und auf der von dem
Trägerprofil wegweisenden Seite ein abgeflachter Bereich vorgesehen ist.
[0033] Das Hutprofil schliesst ein Kanalvolumen mit einer Kanalquerschnittsfläche ein.
[0034] Zum Befestigen wird ein Hutprofil von zwei Halteelementen gehalten. Schon vor der
Erstellung der eigentlichen Pressverbindung zwischen den Halteelementen und der abgewinkelten
Kante des Hutprofils kann das Hutprofil eine gewisse Spannung aufweisen, wenn die
Schenkel des Hutprofils von den Halteelementen zusammengedrückt werden. Es besteht
eine erste Fixierung zwischen Trägerprofil und Einzelprofil, die verhindert, dass
die Hutprofile ihre vorgesehene Position verlassen, bevor das Presswerkzeug die Pressverbindung
erstellt.
[0035] An einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist die Profilanordnung so ausgeführt,
dass wenigstens zwei übereinander liegende Profilkanten gemeinsam mittels eines Halteelements
mit dem Trägerprofil verbunden sind.
[0036] Die Halteelemente erlauben eine effiziente und parallele Befestigung von mehreren
Einzelprofilen. Die Anzahl der Einzelprofile und damit die Kontaktfläche eines Wärmeleitelements
kann noch weiter erhöht werden, wenn an einem Halteelement mehrere Einzelprofile befestigt
sind.
[0037] Bevorzugt sind zwischen benachbarten Halteelementen wenigstens zwei ineinander geschachtelte
Hutprofile mit unterschiedlichen Querschnittskonfigurationen angeordnet.
[0038] Die ineinander geschachtelten Hutprofile sind bevorzugt bis auf den Bereich der übereinander
liegenden Profilkanten voneinander beabstandet und bilden daher eine Anzahl von Fluidkanälen
mit jeweils grosser Wandfläche. Dies erleichtert den Wärmaustausch.
[0039] Die Hutprofile können so ausgestaltet und angeordnet sein, dass sich die vom dem
Trägerprofil wegweisenden Enden nebeneinander liegender Einzelprofile sehr nahe kommen.
Lediglich in der Nähe der Halteelemente muss genügend Platz gelassen werden, um ein
Presswerkzeug zwischen benachbarte Einzelprofile zu führen.
[0040] Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch einen Wärmetauscher, der ein Gehäuse umfasst
und mindestens eine im Gehäuse angeordnete Profilanordnung wie oben beschrieben.
[0041] Die Profilanordnung ist bevorzugt als Wärmeleitelement ausgebildet, das heisst, das
Trägerprofil ist aus wärmeleitfähigem Material gefertigt und die kraftschlüssige Verbindung
zwischen dem Trägerprofil und den Einzelprofilen ist so ausgeführt, dass ein guter
Wärmekontakt zwischen den Einzelprofilen und dem Trägerprofil besteht.
[0042] Bevorzugt ist das Gehäuse zweiteilig ausgebildet, sodass die Profilanordnung leicht
in das Gehäuse einbringbar ist. Das Gehäuse kann aus zwei symmetrisch zu einander
ausgebildeten Gehäuseteilen bestehen oder einen Gehäusekörper und einen Gehäusedeckel
aufweisen. Das Gehäuse kann kanalförmig ausgeführt sein, sodass eine als Wärmeleitelement
ausgebildete Profilanordnung von der Kopfseite her eingeschoben werden muss. Vorteilhafterweise
befindet sich jedoch ein Deckel an einer Längsfläche, sodass ein oder mehrere Wärmeleitelemente
seitlich in das Gehäuse geschoben werden können. Ein derartiger Wärmetauscher erlaubt
die Entnahme der Wärmeleitelemente, auch wenn er innerhalb eines Gebäudes montiert
ist, wo typischerweise kein Platz besteht, um die Wärmeleitelemente von der Kopfseite
herauszuziehen. Der Wärmetauscher kann geöffnet, gereinigt und gewartet werden.
[0043] An dem Gehäuse sind insbesondere Gaszuleitungen und Gasableitungen vorgesehen, insbesondere
sind Öffnungen vorgesehen, durch die Gas ein- und/oder ausströmen kann.
[0044] Vorzugsweise wird das Gehäuseinnere durch das Trägerprofil in mindestens zwei gegeneinander
fluiddicht, insbesondere gasdicht, abgeschlossene Bereiche unterteilt, wobei vorzugsweise
in beide Bereiche Einzelprofile hineinragen.
[0045] In dem Wärmetauscher kann beispielsweise warme Abluft ihre Wärme an kühlere Frischluft
abgeben, wobei die Abluft druch einen ersten Bereich auf der einen Seite eines Trägerprofils
strömt und die Frischluft durch einen zweiten Bereich auf der anderen Seite des Trägerprofils,
das insbesondere plattenförmig ausgebildet ist.
[0046] Die Fluiddichtung innerhalb des Wärmetauschers wird durch das Trägerprofil gewährleistet,
das aus gasdichtem Material in ausreichender Materialstärke geformt ist.
[0047] Die Verbindung zwischen den Einzelprofilen und den Halteelementen ist hingegen unkritisch
in Bezug auf die Fluiddichtung. Die
[0048] Pressverbindung zwischen den Einzelprofilen und dem Trägerprofil garantiert lediglich
eine gute Wärmeleitfähigkeit.
[0049] In einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist der Wärmetauscher so ausgeführt,
dass Einzelprofile auf beiden Seiten eines plattenförmig ausgebildeten Trägerprofils
angeordnet sind. Diese bilden insbesondere auf der einen Seite des Trägerprofils Wärmeabsorber
und auf der anderen Seite des Trägerprofils Wärmestrahler.
[0050] Die Profilanordnung kann symmetrisch aufgebaut sein, so dass beide Seiten des Trägerprofils
als Wärmeabsorber oder Wärmestrahler gebraucht werden können. Alternativ kann die
Profilanordnung asymmetrisch ausgeführt sein, wobei die Einzelprofile auf der einen
Seite des Trägerprofils eine grössere Oberfläche aufweisen als auf der anderen Seite
oder aus anderem Material gefertigt sind.
[0051] Der Wärmetauscher kann zum Beispiel so ausgebildet sein, dass auf der einen Seite
des Trägerprofils Profilbleche angeordnet sind und auf der anderen Seite des Trägerprofils
Einzelprofile aus einem alternativen Material, beispielsweise aus einem wasserabsorbierenden
Kunststoff, eingeschoben werden.
[0052] Ein asymmetrischer Wärmetauscher ist insbesondere für die Verwendung im Bereich von
Verdunstungskühlung auf der Abluft vorteilhaft.
[0053] Der Wärmetauscher kann auch, zumindest auf einer Seite des Trägerprofils, mit Speichermassen
gefüllt sein, wie zum Beispiel Sandschüttungen.
[0054] Damit das Trägerprofil eine optimale Fluiddichtigkeit bieten kann, ist der Zwischenraum
zwischen dem Gehäuse und dem Trägerprofil mit wenigstens einem separaten Dichtelement
abgedichtet. Das Dichtelement kann den Rand eines plattenförmigen Trägerprofils umfassen
und zwischen zwei Gehäuseteilen eingeklemmt sein. Das Dichtelement ist bevorzugt aus
einem Kunststoff gefertigt, zum Beispiel in Form eines drahtarmierten Moosgummiaufstecker
ausgebildet.
[0055] Das Dichtelement führt ausserdem zu einer thermischen Entkopplung von Profilelement
und Gehäuse.
[0056] Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass der Bereich auf einer Seite des Trägerprofils
durch wenigstens eine auf dem Trägerprofil angeordnete Rippe weiter fluiddicht unterteilt
ist. Bevorzugt wird die Rippe ebenfalls von einem Dichtelements eingefasst.
[0057] Es kann dann in einem Wärmetauscher gleichzeitig für den Wärmeaustausch an einer
Verbrennungsstelle und für den Wärmeaustausch von Raumluft benutzt werden. Es können
getrennte Kanäle für die jeweiligen Gasströme vorliegen. Auf diese Weise kommt es
zwar zu einem Austausch der Wärme zwischen den Gasen der Verbrennungsstelle und der
Raumluft, nicht aber zu einer Vermischung der Gase. Somit kann verhindert werden,
dass möglicherweise vorliegende Schadstoffe aus der Belüftung der Verbrennungsstelle
in die Raumluft geraten.
[0058] Der Wärmetauscher kann so ausgebildet sein, dass er thermisch an eine Temperatursenke
oder eine Wärmequelle ankoppelbar ist. Dazu kann beispielsweise das Trägerprofil rohrförmige
Ausnehmungen aufweisen, die von Fluid durchströmbar sind, das kälter oder wärmer als
die Umgebung ist, z.B. erwärmtes Wasser oder ein Kältemittel einer Wärmepumpe.
[0059] Der Wärmetauscher kann jedoch bevorzugt an ein bauseitig vorhandenes fluidführendes
Rohr ankoppelt werden. Bevorzugt ist das Trägerprofil und/oder das Gehäuse in thermische
Wirkverbindung bringbar mit wenigstens einem Rohr zur Durchleitung eines Fluids als
Temperatursenke oder als Wärmequelle. Das Rohr ist insbesondere bauseitig vorhanden.
Insbesondere wird das Trägerprofil mittels einer Feder, zum Beispiel einer Spannfeder
oder Blattfeder, vorzugsweise einer Blattfeder aus Kupfer, gegen das fluidführende
Rohr gedrückt.
[0060] In einer vorteilhaften Ausführung des Wärmetauschers sind in einem Gehäuse mehrere
Profilanordnungen angeordnet. Die Profilanordnungen können parallel angeordnet sein,
wobei sich jeweils zwei benachbarte Trägerprofile einander gegenüber liegen, sodass
die Einzelprofile auf der einen Seite eines ersten Trägerprofils mit der anderen Seite
eines benachbarten Trägerprofils zusammen in einem gasdichten Bereich liegen.
[0061] Alternativ können die Trägerprofile so nebeneinander angeordnet sein, dass insbesondere
plattenförmig ausgebildete Trägerprofile in einer Ebene liegen.
[0062] Bevorzugt sind in einem Gehäuse mehrere mit Einzelprofilen bestückte Trägerprofile
angeordnet, zwischen welchen jeweils ein Kupplungselement angeordnet ist, das vorzugsweise
eine fluiddichte Unterteilung bildet. Das Kupplungselement ist bevorzugt selbst mit
Rippen ausgestattet, sodass der Wärmeaustausch zwischen den fluiddichten Bereichen
erleichtert wird.
[0063] Das Kupplungselement ist bevorzugt als Strangpressteil gefertigt. Es ist insbesondere
aus Aluminium und/oder eine Aluminiumlegierung hergestellt.
[0064] Die Aufgabe wird ausserdem gelöst durch ein Verfahren zum Herstellen einer Profilanordnung,
insbesondere wie sie oben beschrieben ist, insbesondere eines Wärmeleitelements, mit
den folgenden Verfahrensschritten.
[0065] Zunächst werden ein Trägerprofil und die erforderliche Anzahl von Einzelprofilen
bereitgestellt. An dem Trägerprofil ist wenigstens auf einer Trägerfläche wenigstens
ein Halteelement angeordnet, das einstückig mit dem Trägerprofil ausgebildet ist.
[0066] Das Trägerprofil kann insbesondere in einem Strangpressverfahren hergestellt werden.
[0067] Das Einzelprofil kann insbesondere durch Walzen und Biegen als geformtes Blech hergestellt
werden.
[0068] In einem nachfolgenden Schritt wird mindestens ein Einzelprofil, insbesondere ein
Wärmeleitblech, an das Trägerprofil angelegt, insbesondere von der Stirnseite her
eingeschoben.
[0069] Dazu werden die Profilkanten der Einzelprofile an die Halteelemente bis zum Erreichen
der gewünschten Relativlage zwischen dem Trägerprofil und den Einzelprofilen herangeführt.
[0070] Bevorzugt weist das Einzelprofil einen abgewinkelten Rand auf, dessen Breite dem
Abstand zwischen einem auf dem Trägerprofil vorgesehenen Abstandhalteelement und einem
Halteelement entspricht.
[0071] In einem nachfolgenden Schritt erfolg ein Verpressen des Halteelements bis zur kraftschlüssigen
Verbindung zwischen dem Einzelprofil und dem Trägerprofil. Dabei überlappen insbesondere
das Halteelement und die Profilkante des Einzelprofils, sodass der Rand des Einzelprofils
zwischen dem Halteelement und dem Trägerprofil eingeklemmt ist.
[0072] Das Verpressen erfolgt insbesondere mit einem Rollpresswerkzeug.
[0073] Insbesondere weist das Halteelement an der von der Grundplatte wegweisenden Seite
eine nutartige Ausnehmung auf, wobei sich beidseitig der Ausnehmung jeweils je ein
Materialsteg mit einem Biegebereich und einem Klemmbereich befinden.
[0074] Beim Verpressen wird ein Presswerkzeug in der Ausnehmung und entlang des Halteelements
geführt, sodass der Biegebereich in Richtung der Grundplatte gedrückt wird und sich
der Klemmbereich an das Einzelprofil andrückt.
[0075] In einer bevorzugten Ausführung des Verfahrens werden mehrere Halteelemente gleichzeitig
verpresst.
[0076] Alternativ oder zusätzlich können Halteelemente, die gegenüberliegend auf beiden
Seiten eines plattenförmig ausgebildeten Trägerprofils angeordnet sind, gegeneinander
gepresst werden, wobei gleichzeitig auf beiden Seiten des Trägerprofils jeweils ein
Einzelprofil befestigt wird.
[0077] Besonders bevorzugt wird eine Vielzahl von parallel angeordneten Einzelprofilen gleichzeitig
an beide Seiten der Grundplatte geklemmt.
[0078] Dabei wird insbesondere das Presswerkzeug so geführt, dass eine Vielzahl von jeweils
gegenüberliegenden Paaren von Rollpresselementen gleichzeitig gegen ein oberes und
unteres Halteelement, die sich beidseitig der Grundplatte gegenüber liegen, gepresst
werden.
[0079] In einer bevorzugten Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird das Einzelprofil
vor dem Verpressen des Halteelements von der Stirnseite des Trägerprofils in das Halteelement
eingeschoben.
[0080] In einem weiteren Verfahrensschritt kann mindestens eine Profilanordnung in einem
Gehäuse montiert werden, wobei das Trägerprofil insbesondere mit einem Dichtelement
versehen wird, und so ein Wärmetauscher hergestellt werden.
[0081] Die Aufgabe wird des Weiteren gelöst durch eine Wärmetauscheranordnung mit einem
Wärmetauscher, wie oben beschrieben. Der Wärmetauscher ist derart in eine Gebäudehülle
integriert, dass ein Fluid, welches den Wärmetauscher durchströmt, gleichzeitig die
Gebäudehülle passiert. Der Wärmetausch findet also dort statt, wo der Übergang von
aussen nach innen, bzw. von kalt nach warm oder von warm nach kalt erfolgt. Thermische
Verluste auf dem Weg der Fluide durch das Gebäude werden daher minimiert. Der Wärmetauscher
kann über unisolierte Fluidleitungen mit den jeweils zu bedienenden Raumeinheiten
verbunden sein.
[0082] Bevorzugt strömt das Fluid auf dem Weg durch den Wärmetauscher senkrecht zu der Gebäudehülle,
insbesondere senkrecht zu einer Gebäudeaussenfläche. Besonders bevorzugt strömt das
Fluid in vertikaler Richtung durch eine Dachfläche.
[0083] Es kann ein zentraler Fluidantrieb vorgesehen sein oder die Raumeinheiten weisen
jeweils dezentral angeordnete Fluidantriebe auf. Der Wärmetauscher kann in einem bauseitig
vorhandenen Schacht, z.B. einem Kamin angeordnet sein.
[0084] Der Wärmtauscher kann demontierbar in der Gebäudehülle angeordnet sein. Für Wartungs-
und Reinigungszwecke kann der Wärmetauscher aus dem bauseitigen Schacht, z.B. dem
Kamin, herausgezogen werden.
[0085] Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen an Hand von Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines ersten Beispiels einer erfindungsgemässen Profilanordnung;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht eines zweiten Beispiels einer erfindungsgemässen Profilanordnung;
- Figur 3a
- eine Seitenansicht eines dritten Beispiels eines Trägerprofils;
- Figur 3b
- eine vergrösserte Detailansicht aus Figur 3a;
- Figur 4a und Figur 4b
- schematische Darstellungen eines erfindungsgemässen Verfahren zum Herstellen einer
Profilanordnung;
- Figur 5
- eine perspektivische Ansicht eines dritten Beispiels einer erfindungsgemässen Profilanordnung;
- Figur 6
- eine Seitenansicht eines ersten Beispiels eines erfindungsgemässen Wärmetauschers;
- Figur 7
- eine perspektivische Ansicht des Wärmetauschers aus Figur 6;
- Figur 8
- eine Schnittansicht eines Dichteelements;
- Figur 9
- eine Schnittansicht eines zweiten Beispiels eines erfindungsgemässen Wärmetauschers;
- Figur 10
- eine Schnittansicht eines dritten Beispiels eines erfindungsgemässen Wärmetauschers;
- Figur 11
- eine Schnittansicht eines vierten Beispiels eines erfindungsgemässen Wärmetauschers;
- Figur 12
- eine Schnittansicht eines fünften Beispiels eines erfindungsgemässen Wärmetauschers;
- Figur 13
- eine schematische Ansicht für eine typische erfindungsgemässe Wärmetauscheranordnung;
- Figur 14
- eine Detailansicht einer alternativen Ausführung zu dem dritten Beispiel eines erfindungsgemässen
Wärmetauschers gemäss Figur 10.
[0086] Figur 1 zeigt ein erstes Beispiel einer erfindungsgemässen Profilanordnung 100. Die
Profilanordnung 100 besteht aus einem Trägerprofil 101 und eine Vielzahl von parallel
zueinander angeordneten Einzelprofilen 102.
[0087] Das Trägerprofil 101 umfasst eine Grundplatte 103. Eine Vielzahl von Halteelementen
104 ist einstückig mit dem Trägerprofil 101 ausgebildet.
[0088] Die Halteelemente 104 befinden sich auf beiden Trägerflächen 105, 106 der Grundplatte
103.
[0089] Die Halteelemente 104 besitzen ein etwa T-förmiges Profil.
[0090] Die Halteelemente 104 überlappen die der Trägerfläche 105 zugewandten Profilkanten
107 der Einzelprofile 102 und klemmen sie gegen die Grundplatte 103.
[0091] Ein Halteelement 104 klemmt auf beiden Seiten die Profilkanten 107, 108, die hier
als abgewinkelte Ränder von zwei ineinander geschachtelten, hutprofilartig gebogenen
Einzelprofilen 102 ausbildet sind. Die Einzelprofile 102 sind als Biegteile aus Blech
ausgeführt.
[0092] Jedes Einzelprofil 102 wird von zwei Halteelementen 104 gehalten.
[0093] Figur 2 zeigt ein zweites Beispiel einer erfindungsgemässen Profilanordnung 200.
[0094] Die Profilanordnung besteht wiederum aus einem Trägerprofil 201 und aus einer Vielzahl
von Einzelprofilen 202. Das Trägerprofil 201 weist eine Grundplatte 203 auf, auf der
eine Vielzahl von Halteelementen 204 angeordnet sind, die parallel zu einander verlaufen.
[0095] Zwischen zwei Halteelementen 204 befinden sich Abstandhalteelemente 209. Die Abstandhalteelemente
209 besitzen einen definierten Abstand 210 zu den Halteelementen 204. Dieser entspricht
genau der Breite eines abgewinkelten Randes 207 des Einzelprofils 202. Wird das Einzelprofil
202 auf das Trägerprofil 201 geschoben, so ergibt sich für den abgewinkelten Rand
207 eine definierte Position zwischen dem Halteelement 204 und Abstandhalteelement
209. Noch bevor das Halteelement 204 gegen die Grundplatte 203 gepresst wird und die
Profilkante 207 des Einzelprofils 202 einklemmt, hat das Einzelprofil 202 eine definierte
Lage und kann nicht verrücken. Dies ermöglicht eine präzise Positionierung der Einzelprofile
202 auf dem Trägerprofil 201.
[0096] Figur 3a zeigt eine Schnittansicht eines Trägerprofils 1. Auf einer Grundplatte 3
sind Halteelemente 4 und Abstandhalteelemente 9 beidseitig parallel zueinander angeordnet.
[0097] Figur 3b zeigt eine Detailansicht der Schnittansicht aus Figur 3a. Die Halteelemente
4 weisen an der von der Grundplatte 3 wegweisenden Seite 11 eine nutartige Ausnehmung
12 mit einem etwa V-förmigen Querschnitt auf. Beidseitig der Ausnehmung 12 befinden
sich jeweils ein Materialsteg mit einem Biegebereich 13 und mit einem Klemmbereich
14.
[0098] Die Halteelemente 4 weisen im Querschnitt eine parallel zur Trägerfläche 5 verlaufende
und an eine nicht explizit gezeigte Profilkante anzupressende Anpressfläche 18 auf,
deren Breite 16 gleich gross oder grösser ist als die Distanz 17 zwischen der Anpressfläche
18 und der Trägerfläche 5.
[0099] Die Halteelemente 4 sind jeweils symmetrisch auf beiden Trägerflächen 5, 6 der Grundplatte
3 angeordnet. Die von der Grundplatte 3 wegweisende Kontur der Halteelemente 4 ist
konvex.
[0100] Ein Roll-Presswerkzeug kann jeweils von beiden Seiten gleichzeitig in die Ausnehmungen
12 gegenüberliegender Halteelemente 4 eingreifen und die Biegebereiche 13 gegen die
Grundplatte 3 drücken, wobei sich der Klemmbereich 14 an die Einzelprofile, die in
dieser Abbildung nicht explizit gezeigt sind, presst.
[0101] Zwischen zwei Halteelementen 4 ist jeweils ein Abstandhalteelement 9 angeordnet.
Dieses besteht aus zwei Rippen 15, die jeweils einen festen Abstand zum Biegebereich
13 des Halteelements 4 definieren.
[0102] In diesen Abstand 10 lässt sich der abgewinkelte Rand eines nicht explizit dargestellten
Einzelprofils einschieben.
[0103] Figuren 4a und 4b zeigen schematisch ein Verfahren zum Herstellen einer Profilanordnung
300. Zwei gegenüberliegend angeordnete Rollpresswerkzeuge 21 drücken gleichzeitig
die nicht explizit dargestellten Halteelemente auf beiden Seiten der Grundplatte 303
gegeneinander, wobei die Randbereiche der Einzelprofile 303 zwischen Haltelement und
Grundplatte 303 gepresst werden. Das Rollpresswerkzeug 21 besteht aus einer Vielzahl
auf einer Welle 22 angeordneten, walzenartigen Rollpresselementen 21. Die Rollpresselemente
23 greifen jeweils an ein Halteelement an, so dass eine Vielzahl von Einzelprofilen
302 gleichzeitig an dem Trägerprofil 301 befestigt werden können.
[0104] Figur 5 zeigt ein weiteres Beispiel einer erfindungsgemässen Profilanordnung 400.
Auf der Grundplatte 403 des Trägerprofils 401 sind beidseitig Rippen 415 angebracht,
die als Gasbarriere zwischen zwei Bereichen 416, 417 auf einer Trägerfläche 405 des
Trägerprofils 401 wirken.
[0105] Figur 6 zeigt die Schnittansicht eines ersten Beispiels eines erfindungsgemässen
Wärmetauschers 30. Der Wärmetauscher 30 umfasst eine als Wärmeleitelement 31 ausgebildete
Profilanordnung und ein Gehäuse 32. Das plattenförmig ausgebildete Trägerprofil 33
des Wärmeleitelements 31 unterteilt das Gehäuseinnere 34 in zwei jeweils gegeneinander
fluiddicht abgeschlossene Bereiche 35, 36. In einem der Bereiche kann beispielsweise
Abluft aus einem Gebäude herausströmen. In dem anderen Bereich 36 kann Zuluft in ein
Gebäude einströmen.
[0106] Figur 7 zeigt eine perspektivische Ansicht des Wärmetauschers 30 aus Figur 6. Das
Gehäuse 32 des Wärmetauschers 30 ist zweiteilig. Jedes Teil besitzt eine Öffnung 37
für eine Gaszuleitung und eine Öffnung 38 für eine Gasableitung. Die Grundplatte 33
ist mittels eines Dichtelements 39 thermisch vom Gehäuse isoliert.
[0107] Ein erfindungsgemässer Wärmetauscher hat eine typische Länge zwischen etwa 1.50m
und 3m, eine typische Breite zwischen etwa 200mm und 300mm. Die Einzelprofile stehen
beidseitig etwa 60mm von der Grundplatte ab, sodass eine die Profilanordnung in etwa
eine Tiefe von 120-130 mm aufweist.
[0108] Die Grundplatte besitzt einen typische Materialstärke zischen etwa 2.5mm und 5mm.
Das Einzelprofil hat eine Blechstärke von bevorzugt etwa 0.5mm bis 1mm.
[0109] Auf eine Grundplatte sind bevorzugt auf beiden Seiten jeweils 14 Einzelprofile angeordnet,
wobei jedes Einzelprofil aus zwei ineinander geschachtelten Hutprofilen mit unterschiedlichen
Querschnittskonfigurationen gebildet ist.
[0110] Das Trägerprofil ist aus einer Aluminiumlegierung gefertigt, die Hutprofile aus einem
Aluminiumblech. Das Gehäuse ist bevorzugt zumindest teilweise aus Aluminiumblech gefertigt,
kann aber auch aus verzinktem Stahlblech oder Chromstahl gefertigt sein.
[0111] Figur 8 zeigt eine Schnittdarstellung eines Dichtelements 39. Das Dichtelement 39
ist ein Kanaldichtungsprofil mit einer Nut 40, die zur Aufnahme des Randes der Grundplatte
dient. Eine Dichtlippe 41 sorgt für einen festen Kontakt zwischen dem Rand eines plattenförmig
ausgebildeten Trägerprofils und dem Dichtelement 39. Das Dichtelement besteht aus
EPDM-Moosgummi und weist eine Klemmarmierung 42 aus Inox-Stahldraht auf. Der Aussenbereich
43 schmiegt sich an die Ränder der Gehäuseteile.
[0112] Figur 9 zeigt ein zweites Beispiel für einen erfindungsgemässen Wärmetauscher 50.
Dieser umfasst ebenfalls ein Gehäuse 52 und ein Wärmeleitelement 51. Das Wärmeleitelement
ist zusätzlich mit Rippen 55 versehen, die beidseitig auf dem plattenförmig ausgebildeten
Trägerprofil 53 angeordnet sind. Das Trägerprofil 53 und die Rippen 55 unterteilen
das Gehäuseinnere 54 in vier fluiddicht abgeschlossene Bereiche auf. In diesen Bereichen
kann Zuluft, Abluft und Zuluft und Abluft einer Verbrennungsanlage jeweils gasdicht
voneinander getrennt strömen. Eine Vermischung von verbrennungsbezogener Luft und
Raumluft findet nicht statt.
[0113] Figur 10 zeigt ein Beispiel für einen Wärmetauscher 60, der an ein raumseitig vorhandenes
fluidführendes Rohr 70 gekoppelt ist. Dazu ist das plattenförmig ausgebildeten Trägerprofil
63 des Wärmeleitelements 61 mittels einer Spannfeder 71 gegen das fluidführende Rohr
70 gepresst.
[0114] Profilanordnungen gemäss der vorliegenden Erfindung können modular in Gehäusen angeordnet
werden und so Wärmetauscher mit unterschiedlichen Anordnungen und unterschiedlicher
Anzahl von gasführenden Kanälen bilden.
[0115] Figur 11 zeigt ein Beispiel für einen Wärmetauscher 80, in welchem zwei Wärmeleitelemente
81 nebeneinander angeordnet sind, so dass sich die plattenförmig ausgebildeten Trägerprofile
83 in parallel zueinander verlaufenden Ebenen befinden.
[0116] Figur 12 zeigt ein Beispiel für einen Wärmetauscher 90, in dem zwei Wärmeleitelemente
91 so nebeneinander angeordnet sind, dass sich die plattenförmig ausgebildeten Trägerprofile
93 in einer Ebene befinden.
[0117] Die nebeneinander liegenden Wärmeleitelemente 91 sind durch ein Kupplungselement
95 voneinander getrennt. Das Kopplungselement 95 ist beidseitig mit wärmeleitenden
Rippen 96 versehen, so dass ein guter Wärmekontakt zwischen den Bereichen besteht.
Das Kopplungselement 95 sorgt gleichzeitig für eine gasdichte Barriere zwischen den
Bereichen.
[0118] Figur 13 zeigt eine schematische Ansicht für eine typische erfindungsgemässe Wärmetauscheranordnung
24.
[0119] Der Wärmetauscher 20 ist derart in eine Gebäudehülle 25 integriert, dass ein Fluid,
welches den Wärmetauscher 20 durchströmt, gleichzeitig die Gebäudehülle 25 passiert.
Im vorliegend gezeigten Ausführungsbeispiel gelangt das Fluid in vertikaler Richtung
durch den Wärmetauscher 20. Der Wärmeaustausch findet auf einer Strecke 28 statt,
welche länger ist als die Dicke 29 der Gehäusehülle 25.
[0120] Der Wärmetauscher 20 ist somit da platziert, wo der Übergang von aussen nach innen,
bzw. von warm nach kalt oder kalt nach warm stattfindet.
[0121] Gebäudeinnenseitig ist der Wärmetauscher 20 an Leitungen 26 angeschlossen, welche
die Zuluft in die jeweiligen Räume, bzw. die Abluft aus den jeweiligen Räumen leiten.
Da der Wärmeaustausch an der Gebäudehülle 25 stattfindet, müssen die Fluidleitungen
27 nicht isoliert sein, sondern es können preiswerte Rohrleitungen verwendet werden.
[0122] Während der Wärmetauscher 20 zentral angeordnet ist und mehrere Räume bedient, sind
die Fluidantriebe 27 dezentral angeordnet. Es kann pro Etage oder pro Raumeinheit
ein Fluidantrieb 27 vorgesehen sein. Eine Auslagerung der Fluidantriebe 27 erlaubt
einen kompakteren Aufbau der Wärmetauscheranordnung 24. Ausserdem kann der Wärmaustausch
individuell für jede Etage oder Raumeinheit gesteuert werden.
[0123] Dazu weist der Wärmtauscher 20 bevorzugt separate Fluidkanäle für die jeweiligen
Etagen bzw. Raumeinheiten auf.
[0124] Alternativ können die Fluidantriebe auch zentral angeordnet sein, beispielsweise
am oberen Ende des Wärmetausches. Es können separat angetriebene Systeme vorgesehen
sein oder es können verschiedene Wärmetauscher einen gemeinsamen Antrieb aufweisen.
[0125] Die Wärmtauscher und die entsprechenden Antriebe können von einem zentralen Ort aus
bedient, gewartet und gereinigt werden.
[0126] Figur 14 zeigt eine Detailansicht einer alternativen Ausführung zu dem Beispiel für
einen Wärmetauscher 60 gemäss Figur 10, der an raumseitig vorhandene fluidführende
Rohre 70 gekoppelt ist.
[0127] Das plattenförmig ausgebildeten Trägerprofil 63 des Wärmeleitelements 61 ist mit
einer Ankopplungsrippe 73 verlängert, die auf das seitliche Ende des Trägerprofils
74 aufgesteckt ist, woduch eine wärmleitfähige Verbindung entsteht. Die Ankopplungsrippe
73 steht über Blattfedern 72 aus Kupfer in thermischem Kontakt mit dem Gehäuse 75,
das seinerseits thermisch mit fluidführenden Rohren 70 verbunden ist.
[0128] Eine Vermischung der wärmeaustauschenden Fluide wird durch eine Gummilippendichtung
76 verhindert.
1. Profilanordnung mit einem Trägerprofil (1; 101; 201; 301; 401), an dem wenigstens
auf einer Trägerfläche (5, 6; 105, 106; 405) mindestens ein Halteelement (4; 104;
204) angeordnet ist, das einstückig mit dem Trägerprofil (1; 101; 401) ausgebildet
ist, sowie mit wenigstens einem Einzelprofil (102; 202; 302), vorzugsweise einer Mehrzahl
von parallel angeordneten Einzelprofilen (102; 202; 302), mit wenigstens einer der
Trägerfläche (5, 6; 105, 106; 405) zugewandten Profilkante (107, 108; 207), wobei
die Halteelemente (4; 104; 204) die Profilkanten (107; 207) wenigstens teilweise überlappen
und wobei die Profilkanten (107) mittels der Halteelemente (4; 104; 204) kraftschlüssig,
insbesondere durch eine Pressverbindung, mit dem Trägerprofil ((1; 101; 201; 301;
401) verbunden sind.
2. Profilanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (4; 104; 204) im Querschnitt etwa L-förmig oder etwa T-förmig oder
etwa V-förmig ausgebildet sind.
3. Profilanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (4; 104; 204) im Querschnitt eine parallel zur Trägerfläche (5,
6; 105, 106; 405) verlaufende und an eine Profilkante (107; 207) angepresste Anpressfläche
(18) aufweisen, deren Breite (16) gleich gross oder grösser ist als die Distanz (17)
zwischen der Anpressfläche (18) und der Trägerfläche.
4. Profilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerprofil (1; 101; 201; 301; 401) ein Strangpressteil aus einem Metall, insbesondere
aus einem Leichtmetall oder aus einem Buntmetall ist.
5. Profilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerprofil (1; 101; 201; 301; 401) als Platte (3; 103; 203; 303; 403) mit zueinander
parallelen Trägerflächen (5, 6; 105, 106; 405) ausgebildet ist und dass auf beiden
Trägerflächen (5, 6; 105, 106; 405) Haltelemente (4; 104; 204) und Einzelprofile (102;
202; 302) angeordnet sind.
6. Profilelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei parallel verlaufenden Halteelementen (4; 104; 204) wenigstens ein einstückig
mit dem Trägerprofil (1; 101; 201; 301; 401) ausgebildetes Abstandhalterelement (9;
209) zum Beabstanden benachbarter Profilkanten (107; 207) angeordnet ist.
7. Profilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Einzelprofilen (102; 202; 302) wenigstens eine einstückig mit dem Trägerprofil
(401) ausgebildete Rippe (415) angeordnet ist, die sich vorzugsweise über die Höhe
der Einzelprofile (102; 202; 302) hinaus erstreckt.
8. Profilelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelprofile (102; 202; 302) Biegeteile aus Blech, insbesondere aus Aluminiumblech
sind.
9. Profilelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einzelprofil (102; 202; 302) zwei parallel verlaufende, abgewinkelte Profilkanten
(107, 108; 207) aufweist, welche mit benachbarten Halteelementen (4; 104; 204) in
Wirkverbindung stehen, wobei das Einzelprofil (102; 202; 302) vorzugsweise als Hutprofil
ausgebildet ist.
10. Profilelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei übereinanderliegende Profilkanten (107, 108; 207) gemeinsam mittels
eines Halteelements (4; 104; 204) mit dem Trägerprofil (1; 101; 201; 301; 401) verbunden
sind.
11. Profilelement nach Anspruch 9 und Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen benachbarten Halteelementen (4; 104; 204) wenigstens zwei ineinander geschachtelte
Hutprofile mit unterschiedlichen Querschnittskonfigurationen angeordnet sind.
12. Wärmetauscher umfassend ein Gehäuse (32; 52) und wenigstens eine im Gehäuse angeordnete
Profilanordnung (100; 200; 300; 400) nach einem der Ansprüche 1 bis 11.
13. Wärmetauscher nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse(32; 52) durch das Trägerprofil (1; 101; 401) in wenigstens zwei gegeneinander
fluiddicht, insbesondere gasdicht, abgeschlossene Bereiche (35, 36) unterteilt ist,
wobei vorzugsweise in beide Bereiche (35, 36) Einzelprofile (31; 51; 61; 81; 91) hineinragen.
14. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum zwischen dem Gehäuse (32; 52) und dem Trägerprofil (33; 53; 63;
83; 93) mit wenigstens einem separaten Dichtelement (39) abgedichtet ist.
15. Wärmtauscher nach Anspruch 13 und Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich auf einer Seite des Trägerprofils (53; 401) durch wenigstens eine auf
dem Trägerprofil angeordnete Rippe (55; 415) weiter fluiddicht unterteilt ist.
16. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerprofil (33; 53; 63; 83; 93) und/oder das Gehäuse (32; 52) in thermische
Wirkverbindung bringbar ist mit wenigstens einem Rohr (70) zur Durchleitung eines
Fluids als Temperatursenke oder als Wärmequelle.
17. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Gehäuse mehrere mit Einzelprofilen (91) bestückte Trägerprofile (91) angeordnet
sind, zwischen welchen jeweils ein Kupplungselement (95) angeordnet ist, das vorzugsweise
eine fluiddichte Unterteilung bildet.
18. Verfahren zum Herstellen einer Profilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 mit
den folgenden Verfahrensschritten:
- Bereitstellen eines Trägerprofils (1; 101; 201; 401) und der erforderlichen Anzahl
Einzelprofile (102; 202; 302);
- Heranführen der Profilkanten der Einzelprofile (102; 202; 302) an die Halteelemente
(4; 104; 204) bis zum Erreichen der gewünschten Relativlage zwischen dem Trägerprofil
(1; 101; 201; 401) und den Einzelprofilen (102; 202; 302);
- Verpressen der Halteelemente bis zur kraftschlüssigen Verbindung zwischen den Einzelprofilen
(102; 202; 302) und dem Trägerprofil (1; 101; 201; 401);
- Insbesondere mit einem Rollpresselement (23).
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Halteelemente (4; 104; 204) gleichzeitig verpresst werden.
20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelprofile (102; 202; 302) vor dem Verpressen der Halteelemente (4; 104; 204)
von der Stirnseite des Trägerprofils (1; 101; 201; 401) eingeschoben werden.
21. Trägerprofil zum Ausbilden einer Profilanordnung gemäss einem der Ansprüche 1-11,
wobei an dem Trägerprofil wenigstens auf einer Trägerfläche mindestens ein Halteelement
(4) angeordnet ist, das einstückig mit dem Trägerprofil (1) ausgebildet ist, wobei
das Halteelement (4) an der von dem Trägerprofil (1) wegweisenden Seite (11) eine
Ausnehmung (12) mit einem etwa v-förmigen oder etwa u-förmigen Querschnitt aufweist,
sich beidseitig der Ausnehmung jeweils je ein Materialsteg erstreckt, der einen Biegebereich
(13) und einen Klemmbereich (14) aufweist, und die von dem Trägerprofil (1) wegweisende
Aussenkontur des Materialstegs gekrümmt ausgebildet ist.
22. Wärmetauscheranordnung mit einem Wärmetauscher (20) nach einem der Ansprüche 12 bis
17, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher (20) derart in eine Gebäudehülle (25) integriert ist, dass ein
Fluid, welches den Wärmetauscher (20) durchströmt, gleichzeitig die Gebäudehülle (25)
passiert, bevorzugt senkrecht zur Gebäudehülle (25), insbesondere in vertikaler Richtung.