[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum schraubenlosen Montieren einer Abschlussleiste
als Wandabschlusselement für eine Fußboden- oder Deckenverkleidung unter Verwendung
einer Mehrzahl von Abschlussleistenhaltern.
[0002] Bereits an dieser Stelle sei festgehalten, dass der Begriff "schraubenloses Montieren"
im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung nicht im strengen Wortsinn "Montieren
ohne Einsatz von Schrauben" zu verstehen ist, sondern dass mit ihm schlagwortartig
alle Verfahren ausgeschlossen werden sollen, bei denen zur Montage der Abschlussleiste
noch zusätzliche Befestigungsmittel erforderlich sind, wie beispielsweise eben Schrauben,
aber auch Nägel, Klebstoff und dergleichen mehr. Gleichwohl wird der Einfachheit halber
aber sowohl in den Ansprüchen als auch in der nachfolgenden Beschreibung stets nur
auf das Beispiel der schraubenlosen Montage Bezug genommen.
[0003] Bei den derzeit üblichen Verfahren zum Montieren von Abschlussleisten als Wandabschlusselement
für eine Fußboden- oder Deckenverkleidung werden die Abschlussleistenhalter nach Abschluss
des Verlegens der Fußboden- oder Deckenverkleidung an geeigneten Positionen an die
Wand geschraubt. Hierzu ist es erforderlich, knapp ober- bzw. unterhalb der Fußboden-
oder Deckenverkleidung ein Loch in die Wand zu bohren, in welches ein Dübel eingesetzt
wird, in den dann wiederum die den Abschlussleistenhalter halternde Schraube eingedreht
wird. Diese Vorgehensweise erfordert zum einen ein präzises Anzeichnen der Position,
an der das Loch gebohrt werden muss. Und zum anderen birgt das Bohren des Lochs mehrere
Risiken in sich. So besteht beispielsweise die Gefahr einer Beschädigung der Fußboden-
oder Deckenverkleidung durch die Bohrmaschine, und dies nicht nur versehentlich, sondern
aufgrund der geringen Höhe des Bohrlochs über der Fußboden- oder Deckenverkleidung
verfahrensinhärent immer. Darüber hinaus besteht die Gefahr, beim Bohren Wasserrohre
oder elektrische Leitungen zu beschädigen.
[0004] Im Hinblick auf diese Nachteile wurden im Stand der Technik bereits Verfahren zum
schraubenlosen Montieren von Abschlussleisten als Wandabschlusselement für einen Fußbodenbelag
vorgeschlagen. Beispielhaft sei auf die
EP-A1-0 560 748 und die
EP-A2-2 169 143 verwiesen. Beide Typen von Abschlussleistenhalter, die sich für das schraubenlose
Montieren von Abschlussleisten eignen, haben den Nachteil, dass sie wegen eines Schenkels,
der den Fußbodenbelag zur Stabilisierung des Abschlussleistenhalters untergreift,
bereits vor bzw. gleichzeitig mit dem Verlegen des Fußbodenbelags angeordnet werden
müssen. Insbesondere müssen die Abschlussleistenhalter gemäß der
EP-A1-0 560 748 insgesamt beim Verlegen des Fußbodenbelags mit verlegt werden, während gemäß der
EP-A2-2 169 143, die einen mehrteiligen Abschlussleistenhalter offenbart, zumindest die Basiselemente
mit verlegt werden müssen. Da man zum Zeitpunkt des Verlegens des Fußbodenbelags aber
noch nicht genau vorhersagen kann, wie viele Abschlussleistenhalter man zum Montieren
der Abschlussleisten tatsächlich benötigt, ist man gezwungen, bei der Anordnung von
Abschlussleistenhaltern großzügig zu sein, da das nachträgliche Vorsehen zusätzlicher
Abschlussleistenhalter nicht möglich ist. Dies führt zu unnötig hohen Kosten. Und
falls man einmal zu wenige Abschlussleistenhalter vorgesehen haben sollte, so bleibt
als letzter Ausweg nur, die Abschlussleiste unmittelbar mit der Wand zu verschrauben.
Aus den vorstehend genanten Gründen haben sich zur schraubenlosen Montage geeignete
Abschlussleistenhalter am Markt bislang nicht durchgesetzt.
[0005] Ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ist beispielsweise
aus der
US-A-20111/126482 bekannt.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum schraubenlosen Montieren
von Abschlussleisten anzugeben, welches die vorstehend diskutierten Nachteile nicht
aufweist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kommt ein Abschlussleistenhalter zum Einsatz,
der zum schraubenlosen Montieren einer Abschlussleiste als Wandabschlusselerrment
für eine Fußboden- oder Deckenverkleidung ausgebildet und bestimmt ist, umfassend:
- einen Wandschenkel,
- einen Untergrundschenkel, der mit dem Wandschenkel einstückig ausgebildet ist, und
- einen Eingriffsabschnitt, der dazu ausgebildet und bestimmt ist, mit einer Abschlussleiste
in Halteeingriff zu treten,
wobei der Untergrundschenkel und zumindest ein an den Untergrundschenkel angrenzender
Abschnitt des Abschlussleistenhalters eine Breite aufweisen, die geringer ist als
ein vorbestimmter Abstand der Fußboden- oder Deckenverkleidung von der Wand.
[0009] Der vorbestimmte Abstand ist dabei vorzugsweise gleich der Breite der Bewegungsfuge,
die ohnehin vorgesehen werden muss, um Dehnungs- und Schrumpfungsprozesse ermöglichen
zu können, die hauptsächlich durch die unterschiedliche Luftfeuchtigkeit im Sommer
und der Heizungsperiode im Winter auftreten.
[0010] Der Vorteil des erfindungsgemäßen Montageverfahrens gegenüber dem Stand der Technik
besteht darin, dass die Abschlussleistenhalter erst im Zuge des Montierens derAbschtussleisten
an der bereits fertig verlegten Fußboden- oder Deckenverkleidung angebracht werden
müssen. Sie können daher in exakt der Anzahl vorgesehen werden, die für eine sichere
Montage der Abschlussleisten erforderlich ist. Zudem entfallen im Vergleich zu an
der Wand festgeschraubten Abschlussleistenhaltern die aufwändigen Arbeitsschritte
des Anzeichnens und Bohrens, sowie zusätzlich erforderliches Montagematerial, wie
Dübel und Schrauben. Schließlich ist es auch von Vorteil, dass die Abschlussleistenhalter
mit einer Hand montiert werden können. Man braucht sie nämlich nur an dem Wandschenkel
zu ergreifen, in die Bewegungsfuge einzuführen und anschließend um 90° um die vertikale
Achse zu verdrehen. Dies reduziert die für die Abschlussleistenmontage erforderliche
Arbeitszeit.
[0011] Der vorbestimmte Abstand kann in Abhängigkeit der Vorgaben des Herstellers der die
Fußböden- oder Deckenverkleidung bildenden Fußboden- oder Deckenverkleidungelemente,
beispielsweise Verkleidungspaneele, unterschiedlich groß sein. Beispielsweise kann
die die Breite des Abschlussleistenhalters weniger als 20 mm, vorzugsweise weniger
als 15 mm, betragen.
[0012] Zur Verbesserung des Halts des Abschlussleistenhalters kann dieser ferner wenigstens
einen zum Untergrundschenkel im Wesentlichen parallel verlaufenden Zusatzschenkel
umfasst. Dabei kann die Fußboden- oder Deckenverkleidung vorzugsweise zwischen dem
Untergrundschenkel und dem wenigstens einen Zusatzschenkel aufgenommen werden. Da
auf dem Markt Verkleidungspaneele unterschiedlicher Dicke erhältlich sind, beispielsweise
Fußboden- oder Deckenverkleidungpaneele mit einer Dicke von zwischen 5 mm und 25 mm,
kann es bei dieser Weiterbildung erforderlich sein, für jede Paneeldicke einen speziell
angepassten Abschlussleistenhalter vorzusehen. Es ist jedoch auch denkbar, den Untergrundschenkel
und den wenigstens einen Zusatzschenkel in einem Abschnitt des Abschlussleistenhalters,
der im montierten Zustand der Wand benachbart angeordnet ist, mittels eines Federschenkels
miteinander zu verbinden. Dieser Federschenkel kann zum einen für einen Paneeldickenausgleich
sorgen und zum anderen eine Klemmkraft bereitstellen, die den Abschlussleistenhalter
an der Fußboden- oder Deckenverkleidung hält. In Abhängigkeit von der jeweiligen Ausbildung
des Eingriffsabschnitts kann es gegebenenfalls erforderlich sein, auch den Eingriffsabschnitt
mit einem Spielausgleich oder/und einer Vorspannung zu versehen, um sicherstellen
zu können, dass die Abschlussleiste spaltfrei auf der Fußboden- oder Deckenverkleidung
aufsteht.
[0013] Wenn der Untergrundschenkel länger bemessen ist als der wenigstens eine Zusatzschenkel,
so kann hierdurch die Stabilität des Abschlussleistenhalters im montierten Zustand
erhöht werden.
[0014] Um die von der Abschlussleiste auf den Abschlussleistenhalter ausgeübten Kräfte,
beispielsweise die von der Anlage an der Wand herrührende Reaktionskraft, zuverlässig
vom Wandschenkel in den restlichen Abschlussleistenhalter einleiten zu können, kann
wenigstens eine Stabilisierungsrippe vorgesehen sein, welche zum einen mit dem Zusatzschenkel
und zum anderen mit der im montierten Zustand der Wand zugewandten Seite des Wandschenkels
verbunden ist. Ferner kann die wenigstens eine Stabilisierungsrippe derart angeordnet
sein, dass sie im montierten Zustand im Wesentlichen vertikal verläuft.
[0015] Um zuverlässig sicherstellen zu können, dass der Abschlussleistenhalter im Zuge der
Montage, insbesondere im Zuge der Annäherung der Abschlussleiste an die Wand, von
der Abschlussleiste mitgenommen wird, kann am freien Ende des Zusatzschenkels eine
Anlagefläche vorgesehen sein, die zur Anlage an einem unteren Ende derAbschlussleiste
bestimmt ist.
[0016] Um verhindern zu können, dass der Abschlussleistenhalter unter die Fußboden- oder
Deckenverkleidung rutscht und sich in der Folge ein Spalt zwischen der Wand und der
Abschlussleiste bildet, wird ferner vorgeschlagen, dass an dem Untergrundschenkel
oder/und dem wenigstens einen Zusatzschenkel wenigstens ein Widerhakenelement ausgebildet
ist, und zwar vorzugsweise an dessen der Fußboden- oder Deckenverkleidung zugewandter
Oberfläche.
[0017] Ferner kann der Untergrundschenkel gewölbt ausgebildet sein, wobei die konkave Seite
der Wölbung vom Wandschenkel weg weist, d.h. im montierten Zustand auf den Untergrund
zu weist. Hierdurch kann ganz allgemein eine gewisse Federung zwischen dem Abschlussleistenhalter
und dem Untergrund bereitgestellt werden. Bei Ausbildung des Abschlussleistenhalters
mit Untergrundschenkel und Zusatzschenkel kann hierdurch aber auch ein Toleranzausgleich
zwischen dem Abstand von Untergrundschenkel und Zusatzschenkel auf der einen Seite
und der Dicke des zwischen diese eingeschobenen Paneels auf der anderen Seite bereitgestellt
werden. Schließlich kann die Wölbung auch den Eingriff zwischen dem wenigstens einen
Widerhakenelement und dem Paneel verbessern, indem sie dem freien Ende des Untergrundschenkels
benachbart eine Schrägfläche bildet, die gegen die zugeordnete Kante des Paneels anstößt.
Dies erleichtert den Eingriff der zugeordneten Paneelkante mit der Eingriffsflanke
des wenigstens einen Widerhakenelements, und dies insbesondere dann, wenn eine Mehrzahl
von Widerhakenelementen vorgesehen ist.
[0018] Um in der Anfangsphase der Drehbewegung des Abschlussleistenhalters das Eintreten
des Untergrundschenkels unter die Fußboden- oder Deckenverkleidung, d.h. in den Spalt
zwischen Fußboden- oder Deckenverkleidung und Untergrund, erleichtern zu können, wird
vorgeschlagen, dass der Untergrundschenkel mit wenigstens einer in Breitenrichtung
verlaufenden Auflaufschräge ausgebildet ist. Sind auf beiden Seiten des Untergrundschenkels
derartige Auflaufschrägen vorgesehen, so kann der Abschlussleistenhalter in beiden
Drehrichtungen, d.h. sowohl bei Drehung im als auch entgegen dem Uhrzeigersinn, in
einfacher Weise montiert werden. Insbesondere kann der Abschlussleistenhalter in diesem
Fall von Linkshändern und Rechtshändern gleichermaßen leicht eingesetzt werden.
[0019] Der Aufbau des Abschlussleistenhalters kann beispielsweise dadurch vereinfacht werden,
dass der Eingriffsabschnitt vom freien Ende des Wandabschnitts gebildet ist. Hierzu
kann der Eingriffsabschnitt beispielsweise mit einer Mehrzahl von Widerhakenelemente
ausgebildet sein. Zum Eingriff mit der Abschlussleiste kann das freie Ende des so
ausgebildeten Wandabschnitts in einfacher Weise in eine zugehörige Ausnehmung der
Abschlussleiste eingeführt werden. Es ist jedoch auch denkbar, das freie Ende des
Wandabschnitts als Hakenelement auszubilden, das mit einer entsprechenden Vertiefung
der Abschlussleiste in Eingriff bringbar ist.
[0020] Um die Bildung eines Spalts zwischen der Wand und der Abschlussleiste verhindern
zu können, wird vorgeschlagen, dass er ferner wenigstens ein Federelement umfasst,
dessen freies Ende zur Anlage an einer Stirnfläche der Fußboden- oder Deckenverkleidung
bestimmt ist. Somit übt das Federelement auf den Abschlussleistenhalter eine ihn in
Richtung auf die Wand zu drückende Kraft aus.
[0021] Der Abschlussleisfenhalter kann aus Metall oder aus Kunststoff gefertigt sein. Ist
er aus Metall gefertigt, so vorzugsweise als Biege- und Stanzteil, beispielsweise
aus Federstahl. Ist er aus Kunststoff gefertigt, so vorzugsweise als Spritzgussteil,
beispielsweise aus Polyoxymethylen, kurz POM.
[0022] Die Erfindung wird im Folgenden an Ausführungsbeispielen an Hand der beigefügten
Zeichnung näher erläutert werden. Es stellt dar:
- Figur 1
- eine geschnittene Seitenansicht einer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren und unter
Einsatz eines Abschlussleistenhalters schraubenlos montierten Abschlussleiste als
Wandabschlusselement für eine Fußboden- oder Deckenverkleidung;
- Figur 2
- eine Draufsicht auf die Wand, die Fußboden- oder Deckenverkleidung und einen Socklelleistenhalter
zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform eines Abschlussleistenhalters;
- Figur 4
- eine Seitenansicht ähnlich Figur 1 einer dritten Ausführungsform eines Abschlussleistenhalters;
und
- Figur 5
- eine Seitenansicht ähnlich Figur 1 einer vierten Ausführungsform eines Abschlussleistenhalters.
[0023] In Figur 1 ist ein Abschlussleistenhalter ganz allgemein mit 10 bezeichnet. Er umfasst
einen Untergrundschenkel 12, der in dem in Figur 1 dargestellten montierten Zustand,
flach auf dem Untergrund U, also beispielsweise dem Estrich, aufliegt und die Fußboden-
oder Deckenverkleidung F untergreift. Mit dem Untergrundschenkel 12 einstückig verbunden
ist ein Wandschenkel 14, der einen Eingriffsabschnitt 16 trägt, welcher im montierten
Zustand gemäß Figur 1 mit einer Abschlussleiste 18 in Halteeingriff steht. Die Abschlussleiste
18 weist hierzu eine Haltenut 20 auf, in die ein Haltevorsprung 22 eingeführt ist.
Um den Halteingriff zwischen Haltenut 20 und Haltevorsprung 22 zu sichern, ist letzterer
mit Widerhakenelementen 24 versehen. Ein die Haltenut 20 begrenzender Steg 26 der
Abschlussleiste 18 ist zwischen dem Wandschenkel 14 und dem Haltevorsprung 22 aufgenommen.
[0024] Die in Figur 1 dargestellte Ausführungsform des Abschlussleistenhalters 10 umfasst
ferner einen Zusatzschenkel 28, der sich im Wesentlichen parallel zum Untergrundschenkel
12 erstreckt. Der Zusatzschenkel 26 ist kürzer als der Untergrundschenkel 12. Insbesondere
ist seine Länge derart bemessen, dass er im montierten Zustand nicht unter der Abschlussleiste
18 hervorsteht. Der Wand W benachbart ist der Zusatzschenkel 26 über einen Verbindungssteg
30 mit dem Untergrundschenkel 12 einstückig verbunden. Der Verbindungssteg 30 kann
federelastisch ausgebildet sein, und zwar vorzugsweise derart, dass der Untergrundschenkel
12 und der Zusatzschenkel 28 eine Klemmkraft auf die zwischen diesen beiden aufgenommene
Fußboden- oder Deckenverkleidung F ausüben.
[0025] In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Fußpunkt 14a des Wandschenkels
14 von dem Verbindungssteg 30 einen vorbestimmten Abstand auf und erstreckt sich von
dort schräg nach oben, wobei sein oberes Ende 14b im montierten Zustand vorzugsweise
vertikal über dem Verbindungssteg 30 angeordnet ist. Grundsätzlich ist es jedoch auch
denkbar, dass der Wandschenkel 14 in Verlängerung des Verbindungsstegs 30 vorgesehen
ist und im montierten Zustand im Wesentlichen vertikal verläuft, wie dies bei der
noch zu beschreibenden Ausführungsform gemäß Figur 3 der Fall ist.
[0026] Der Abschlussleistenhalter 10 weist eine Breite b auf (siehe Figur 2), die kleiner
ist als ein vorbestimmter Abstand, der durch die Breite B der Bewegungsfuge S zwischen
der Wand W und der Fußboden- oder Deckenverkleidung F gegeben ist.
[0027] Auf diese Weise kann der Abschlussleistenhalter 10 in die Bewegungsfuge S eingeführt
werden, bis sein Untergrundschenkel 12 auf dem Untergrund U aufliegt. Diese Stellung
ist in Figur 2 gezeigt. Anschließend kann man den Abschlussleistenhalter 10 in der
Draufsicht gemäß Figur 2 im Uhrzeigersinn um 90° drehen. Dies ist in Figur 2 durch
den gekrümmten Pfeil M1 dargestellt. Infolge dieser Drehung untergreift der Untergrundschenkel
12 die Fußboden- oder Deckenverkleidung F.
[0028] Hat man auf diese Weise eine für die Montage einer Abschlussleiste 18 ausreichende
Anzahl von Abschlussleistenhaltern 10 angeordnet, so kann man die zu montierende Abschlussleiste
18 auf die Abschlussleistenhalter 10 aufstecken, wobei die Haltevorsprünge 22 der
Abschlussleistenhalter 10 in die Haltenut 20 der Abschlussleiste 18 eingreifen. Dieses
Aufstecken ist in Figur 1 durch den Pfeil M2 dargestellt.
[0029] Um für das Aufstecken der Abschlussleiste 18 alle Abschlussleistenhalter 10 in eine
definierte Ausgangslage bringen zu können, werden diese vor dem Aufstecken der Abschlussleiste
18 so weit wie möglich auf die Fußboden- oder Deckenverkleidung F aufgeschoben, d.h.
vorzugsweise bis die Verbindungsstege 30 der Abschlussleistenhalter 10 an der Stirnfläche
St der Fußboden- oder Deckenverkleidung F anliegen. Hierdurch werden die Abschlussleistenhalter
10 zudem stabilisiert und gestützt und ermöglichen das Aufstecken der Abschlussleiste
18, ohne dass die Wand W beschädigt oder verschmutzt wird. Anschließend wird die Abschlussleiste
18 zusammen mit den Abschlussleistenhaltern 10 zur Wand W hin geschoben.
[0030] In Figur 3 ist eine abgewandelte Ausführungsform eines Abschlussleistenhalters dargestellt,
die jedoch in weiten Teilen der Ausführungsform gemäß Figur 1 entspricht. Analoge
Teile sind daher mit den gleichen Bezugszeichen versehen wie in Figur 1, jedoch vermehrt
um die Zahl 100. Zudem wird der Abschlussleistenhalter 110 der Figur 3 im Folgenden
nur insoweit beschrieben werden, als er sich vom Abschlussleistenhalter 10 gemäß Figur
1 unterscheidet, auf dessen Beschreibung hiermit ansonsten ausdrücklich verwiesen
sei.
[0031] Auch der Abschlussleistenhalter 110 umfasst einen Untergrundschenkel 112, einen Wandschenkel
114 und einen Eingriffsabschnitt 116. Die Widerhakenelemente 124 des Haltevorsprungs
122 des Eingriffsabschnitts sind in Figur 3 der Einfachheit halber lediglich grob
schematisch angedeutet. Im Unterschied zum Abschlussleistenhalter 10 der Figur 1 verfügt
der Abschlussleistenhalter 110 aber über keinen zum Untergrundschenkel 112 im Wesentlichen
parallel verlaufenden Zusatzschenkel 28. Dafür geht vom Wandschenkel 114 ein Federbügel
132 aus, der im montierten Zustand in der Bewegungsfuge S angeordnet ist, sich gegen
die Stirnfläche St (siehe Figur 1) der Fußboden- oder Deckenverkleidung anlegt und
hierdurch auf den Abschlussleistenhalter 110 eine Kraft ausübt, die diesen in Richtung
auf die Wand W zu drängt. Darüber hinaus sind auf der der Fußboden- oder Deckenverkleidung
F zugewandten Oberfläche des Untergrundschenkels 112 Widerhakenelemente 134 vorgesehen,
die sich im montierten Zustand einer entgegengesetzten Bewegung, d.h. einer von der
Wand W weg gerichteten Bewegung, des Abschlussleistenhalters 110 zumindest widersetzen.
Damit diese Widerhakenelemente 134 bei der Montage das Eindrehen des Untergrundschenkels
112 unter die Fußboden- oder Deckenverkleidung F nicht erschweren, sind sie mit Auflaufschrägen
134a ausgebildet.
[0032] An dieser Stelle sei betont, dass es im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung
nicht auf die genaue Ausbildung des Eingriffsabschnitts ankommt. Vielmehr können alle
in der
EP-A1-0 560 748 und der
EP-A2-2 169 143 offenbarten Eingriffsabschnitte, d.h. sowohl Eingriffsabschnitte mit einfachem Eingriff
mit der Abschlussleiste, beispielsweise wie bei der
EP-A1-0 560 748, als auch mit doppeltem Eingriff mit der Abschlussleiste, beispielsweise wie bei
der
EP-A2-2 169 143, bei den Abschlussleistenhaltern eingesetzt werden. Vorzugsweise ist der Eingriffsabschnitt
jedoch derart ausgebildet, dass die Abschlussleisten infolge des Eingriffs mit dem
Eingriffsabschnitt und dem Zusammenwirken mit der Fußboden- oder Deckenverkleidung
im montierten Zustand in eine Richtung vorgespannt ist, die zum einen eine zur Wand
hin weisende Komponente und zum anderen eine zum Untergrund hin weisende Komponente
aufweist. Auf diese Weise kann der Bildung von Spalten sowohl zwischen der Wand und
der Abschlussleiste als auch zwischen der Fußboden- oder Deckenverkleidung und der
Abschlussleiste entgegengewirkt werden.
[0033] In Figur 4 ist eine dritte Ausführungsförm eines Abschlussleistenhalters dargestellt,
die in weiten Teilen der Ausführungsform gemäß Figur 1 entspricht. Analoge Teile sind
daher mit den gleichen Bezugszeichen versehen wie in Figur 1, jedoch vermehrt um die
Zahl 200. Zudem wird der Abschlussleistenhalter 210 der Figur 4 im Folgenden nur insoweit
beschrieben werden, als er sich vom Abschlussleistenhalter 10 gemäß Figur 1 unterscheidet,
auf dessen Beschreibung hiermit ansonsten ausdrücklich verwiesen sei.
[0034] Ein erster Unterschied zum Abschlussleistenhalter 10 gemäß Figur 1 besteht darin,
dass bei dem Abschlussleistenhalter 210 gemäß Figur 4 auf der der (lediglich gestrichelt
angedeuteten) Fußboden- oder Deckenverkleidung F zugewandten Oberfläche des Untergrundschenkels
212 Widerhakenelemente 234 vorgesehen, die sich im montierten Zustand einer entgegengesetzten
Bewegung, d.h. einer von der Wand W weg gerichteten Bewegung, des Abschlussleistenhalters
210 zumindest widersetzen. Darüber hinaus können auch auf der Fußboden- oder Deckenverkleidung
F zugewandten Oberfläche des Zusatzschenkels 228 Widerhakenelemente 236 vorgesehen
sein.
[0035] Ferner kann der Untergrundschenkel 212 gewölbt ausgebildet sein, wobei die konkave
Seite der Wölbung zum Untergrund U hin weist. Auf diese Weise kann eine Schrägfläche
212a bereitgestellt werden, die sich von dem vom Untergrund U am weitesten entfernten
Punkt der Wölbung zum freien Ende des Untergrundschenkels 212 hin erstreckt. Hierdurch
kann der Eingriff der auf dieser Schrägfläche 212a angeordneten Widerhakenelemente
234 mit der Fußboden- oder Deckenverkleidung F verbessert werden.
[0036] Ein weiterer Unterschied kann darin bestehen, dass der Untergrundschenkel 212 mit
wenigstens einer in Breitenrichtung verlaufenden Auflaufschräge 238 ausgebildet ist,
welche das Einführen des Untergrundschenkels 212 unter die Fußboden- oder Deckenverkleidung
F erleichtert.
[0037] Ferner unterscheidet sich der Abschlussleistenhalter 210 gemäß Figur 4 vom Abschlussleistenhalter
10 gemäß Figur 1 durch die Ausbildung des Wandschenkels 214. Und zwar kann der Wandschenkel
214 als sich im Wesentlichen geradlinig erstreckender Schenkel ausgebildet sein, an
dessen freiem Ende, das den Eingriffsabschnitt 216 bildet, Widerhakenelemente 224
ausgebildet sind, die zum Eingriff in eine zugehörige Haltenut 220 der Abschlussleiste
218 bestimmt sind.
[0038] Schließlich kann zwischen dem Wandschenkel 214 und dem Zusatzschenkel 228 auch noch
eine Stabilisierungsrippe 240 ausgebildet sein, welche den Wandschenkel 214 abstützt
und somit den Abschlussleistenhalter 210 insgesamt stabilisiert.
[0039] Von Vorteil kann die Stabilisierungsrippe 240 insbesondere dann sein, wenn der Untergrundschenkel
212 in einem Zustand, in dem die Abschlussleiste 218 kraftlos an der Wand W anliegt
(dieser Zustand ist in Figur 4 dargestellt), von der Wand W noch einen vorbestimmten
Abstand d aufweist. Übt man ausgehend von diesem Zustand auf das untere Ende 218a
der Abschlussleiste 218 einen auf die Wand W zu gerichteten Druck aus und schiebt
diese und damit vermittels des Zusatzschenkels 228 auch den Untergrundschenkel 212
des Abschlussleistenhalters 210 weiter auf die Wand zu, so führt dies zu einer Rotation
der Abschlussleisten-Abschlussleistenhalter-Kombination, in deren Folge das der Wand
W benachbarte Ende des Untergrundschenkels 212 vom Untergrund U abgehoben wird. Dies
führt zu einem verstärkten Eingriff des freien Endes 212b des Untergrundschenkels
212 mit dem Untergrund U und gegebenenfalls zu einem verstärkten Eingriff des freien
Endes 228a des Zusatzschenkels 228 mit der Fußboden- oder Deckenverkleidung F oder/und
zu einem verbesserten Eingriff des wenigstens einen Widerhakenelements 234 des Untergrundschenkels
212 mit der Fußboden- oder Deckenverkleidung F. Zur Erleichterung des Eingriffs zwischen
dem freien Ende 218a der Abschlussleiste und dem freien Ende 228a des Zusatzschenkels
228 kann an diesem eine Anlagefläche 228b ausgebildet sein.
[0040] In Figur 5 ist eine vierte Ausführungsform eines Abschlussleistenhalters dargestellt,
die in weiten Teilen der Ausführungsform gemäß Figur 4 entspricht. Analoge Teile sind
daher mit den gleichen Bezugszeichen versehen wie in Figur 4, jedoch vermehrt um die
Zahl 100, d.h. verglichen mit Figur 1 vermehrt um die Zahl 300. Zudem wird der Abschlussleistenhalter
310 der Figur 5 im Folgenden nur insoweit beschrieben werden, als er sich vom Abschlussleistenhalter
210 gemäß Figur 4 unterscheidet, auf dessen Beschreibung hiermit einschließlich des
Verweises auf die Beschreibung der Ausführungsform gemäß Figur 1 ansonsten ausdrücklich
verwiesen sei.
[0041] Der Abschlussleistenhalter 310 gemäß Figur 5 unterscheidet sich vom Abschlussleistenhalter
210 gemäß Figur 4 lediglich durch die Ausbildung des Eingriffs mit der Abschlussleiste
318. Und zwar ist zum einen das freie Ende des Wandschenkels 314 nicht mit Widerhakenelementen
ausgebildet, sondem mit einem einfachen Hakenelement 342, das den Eingriffsabschnitt
316 bildet und in eine zugehörige Ausnehmung 320 der Abschlussleiste 318 eingreift.
Ferner ist der Zusatzschenkel 328 an seinem freien Ende 328a mit einem Hakenelement
344 ausgebildet, das in in eine zugehörige Ausnehmung 346 der Abschlussleiste 318
eingreift. An diesem Hakenelement 344 ist die Anlagefläche 328b ausgebildet.
[0042] Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass die Ausbildung des freien Endes des
Zusatzschenkels mit dem Hakenelement, das die Anlagefläche für die Abschlussleiste
aufweist, auch bei der Ausführungsform gemäß Figur 4 zum Einsatz gebracht werden könnte.