(19)
(11) EP 2 742 818 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
18.01.2017  Patentblatt  2017/03

(21) Anmeldenummer: 12075137.5

(22) Anmeldetag:  12.12.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A43B 3/00(2006.01)
A43B 13/14(2006.01)
A43B 5/12(2006.01)
A43B 13/16(2006.01)

(54)

Wirbelsohlen-Funktionssystem / Innensohle insbesondere für Spitzenschuhe des Balletts

Vertebral insole - backbone shank function system / insole, in particular for pointed ballet shoes

Système de fonctionnement de semelle vertébrale / semelle intérieure, en particulier pour pointes de danse classique


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
18.06.2014  Patentblatt  2014/25

(73) Patentinhaber: Robacki, Mike-Martin
10318 Berlin (DE)

(72) Erfinder:
  • Robacki, Mike-Martin
    10318 Berlin (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 997 081
DE-U1-202011 004 126
US-A1- 2010 186 257
EP-A1- 1 074 194
US-A1- 2007 107 264
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Beim klassischen Ballett benötigt eine Tänzerin für den Spitzentanz meist nur in einem einzigen Falle die relative Steifheit der Innensohle ihres Spitzenschuhs - (Fig.1 - c) das ist der Moment des Stehens auf Spitze. Für alle anderen Schritte und Bewegungen im Tanz, insbesondere für das Demi-Pointe (Fig.1 - b), dem Stehen auf halber Spitze, und nicht zuletzt für die Gesunderhaltung bzw. die gesunde Entwicklung des beanspruchten Fußes einer Ballerina, ist aber diese Steifheit der Sohle genau das Problem. Alle Spitzenschuhhersteller stehen vor einem grundsätzlichen Problem: Wie kann ich eine relativ flexible Spitzenschuhsohle herstellen, die für den Stand auf Spitze genügend Halt bietet? Bisherige Lösungen sind deshalb oft ein Kompromiss.

    STAND DER TECHNIK



    [0002] Traditionell bestehen Innensohlen von Spitzenschuhen aus mehreren Lagen unterschiedlicher Materialien, wie Pappen, Vulkanfiber und Leder, welche in verschiedenen Längen miteinander verklebt, genagelt oder vernäht werden. Das deutsche Gebrauchsmuster (Nr. 20 2011 004 126 - Wirbelsäulensohle) beschreibt bereits einen Wirbelaufbau der Innensohle, wobei es möglich wird, wichtige funktionelle Bereiche individuell anzusteuern (Fig. Stand der Technik). Oben ist die Wirbelsohle durch ein widerstandsfähiges aber unelastisches Material (U) definiert, mit dem die konisch ausgearbeiteten Wirbelkörper (V) fest verbunden sind. Das Einfügen oder Entfernen von Bandscheiben (S) definiert das Biegeverhalten der Sohle. Das untere Material (L) wiederum ist widerstandsfähig aber elastisch (z.B. Gummi). Die Sohle wird dadurch nach oben biegbar, nach unten jedoch wird ihre Biegsamkeit durch die Wirbel (V) und Bandscheiben (S) definierbar.

    PROBLEM



    [0003] Ungelöst ist jedoch noch die Fixierung der Bandscheiben gegen das seitliche Verrutschen. Ebenso die Art und Weise des sicheren und umweltfreundlichen Verbundes der Komponenten miteinander. So sind Klebeverbindungen zwischen starrer Innensohle und elastischer Gummilage kaum dauerhaft und effizient zu gewährleisten. Die effiziente Montage in den fertigen Spitzenschuh ist ungeklärt und es ist nicht möglich, das Widerstandsverhalten der Innensohle, welches vor allem durch die Shore-Härte der unteren Gummilage definiert wird, individuell zu variieren. Um das individuelle Steuerverhalten der Innensohle für den Endverbraucher dauerhaft zu gewährleisten, muss es jederzeit möglich sein, dass jede einzelne Komponente leicht zu entfernen oder auszuwechseln ist.

    LÖSUNG



    [0004] Oft wird die Innensohle von Spitzenschuhen auch Rückgrat des Spitzenschuhs genannt. Dieser Gedanke wurde konsequent weitergeführt um das, was die Natur über Jahrmillionen der Evolution optimiert hat, technologisch nutzbar zu machen. Die bisher entwickelten Strukturen wurden so weit optimiert, dass eine revolutionäre Verbesserung der Spitzenschuhfunktion und seiner medizinischen Bedenklichkeiten erreicht wird. Ergebnis dieser Arbeit ist ein leicht zu montierendes formverbundenes intelligentes Wirbelsohlen Funktionssystem als Innensohle insbesondere für Spitzenschuhe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 (Fig. 1).

    AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG



    [0005] Das intelligente Wirbelsohlen Funktionssystem (Fig.2) besteht mindestens aus zwei, im optimalen Fall jedoch aus drei funktionellen Grundkomponenten, die im reinen Formverbund ohne Verbindungsmittel oder Klebstoffe miteinander verbunden und entsprechend leicht zu montieren oder zu wechseln sind. Das Grundelement Wirbelsohle (B), die Sticks (S) als Bandscheiben und die Gummilage (R) als Muskel des Systems.

    1.) Wirbelsohle



    [0006] Die Wirbelsohle (Fig.3) charakterisiert hauptsächlich eine Aneinanderreihung von Wirbelkörpern (V), die sowohl gerade als auch in einem definierten Winkel konisch ausgebildet sein können. Die Zwischenräume (I) der Wirbelkörper ermöglichen der Wirbelsohle eine freie Biegbarkeit nach oben. Die Biegbarkeit nach unten wird erst durch die gerade oder konische Form der Wirbelkörper begrenzt, deren Schenkel bei einer bestimmbaren Maximalbiegung gegeneinander stoßen und keine weitere Biegung zulassen (Fig.4 - a-A). Die Wirbelsohle wird oben durch ein sehr widerstandsfähiges, flexibles aber unelastisches Material definiert (Fig.4 - a-U), mit dem die Wirbelkörper, je nach Produktionsverfahren, fest verbunden oder direkt vergossen sind. Am effizientesten scheint hier die Anwendung von Spritzgussverfahren zu sein, bei dem die Wirbelsohle mit allen Wirbelkörpern und der als Gelenk fungierenden Oberlage (Fig.4 - a-U) in einem Guss hergestellt werden. Entsprechende Formgestaltung und Ausbuchtungen der Wirbelsohle (Fig.2 & Fig.3) erlauben nun unter anderem den reinen Formverbund aller Komponenten miteinander ohne Klebstoffe verwenden zu müssen. Die Wirbelsohle ermüdet gegenüber herkömmlichen Innensohlen von Spitzenschuhen kaum. Sie wird sozusagen nicht weich, und bietet dem Fuß der Tänzerin über den gesamten Lebenszyklus des Außenschuhs hinweg volle Beweglichkeit und eine dauerhafte stabile Unterstützung im Spitzenstand. Die von Tänzerinnen oft benutzte Terminologie: Weichheit oder Festigkeit spielt bei der Wirbelsohle keine Rolle mehr, weil sie in alle erwünschte Richtungen bereits flexibel und in der notwendigen Endposition auf Spitze dann dauerhaft fest ist (Fig.1 - a,b,c).

    2.) Sticks



    [0007] Die Sticks (Fig.5 - S) fungieren wie eine Bandscheibe in der Wirbelsohle. Ein Stick zwischen zwei Wirbeln bewirkt, dass sich die Wirbelsohle an dieser Stelle zwar immer noch nach oben aber nicht weiter nach unten biegen kann (Fig.4 - a). Nun ist es sehr leicht möglich, beliebige Sticks (S) im Fersenbereich einzufügen oder zu entfernen (Fig.2 - S). An frei definierbaren Punkten folgt die Wirbelsohle nun der individuell gebogenen Anatomie der Fußsohle und bleibt an anderen Stellen, z.B. unter dem Vorfuß oder hinter der Ferse gerade (Fig.1 - c). Folgender Satz ist irrelevant und entfällt. Elastische Sticks im Vorfußbereich leisten für den Stand auf Spitze oder beim Sprung einen Geräusch und Stoß reduzierenden Effekt. Elastische Sticks können nun auch die Winkeldrehungen der Wirbelkörper zueinander tolerant machen. Anstatt einen Stick im Fersenbereich ganz zu entfernen, kann auch ein elastischer Stick eingesetzt werden um so unter der Fersenbeuge einen variablen und auch Stoß absorbierenden Gegendruck zu erzeugen. Die Sticks sind in unserer Ausführung nun im mittleren Bereich verdünnt, damit die Gummilage (Fig.6 - R) in diese Buchten (Fig.5 - RS) hineingreift und das seitliche Verrutschen der Sticks verhindert wird.

    3.) Gummilage



    [0008] Das untere Material, die Gummilage (Fig.6 - R) ist widerstandsfähig und gegenüber der Oberlage (Fig.4 - U) aber elastisch. Sie wird an definierten Punkten der Wirbelsohle fixiert. In der vorliegenden Ausführung wird ein reiner Formverbund der Gummilage mit der Wirbelsohle (Fig.2) gezeigt. Die integrierte Gummilage greift hier mit entsprechenden Rippen (Fig.2 - F) wie ein Muskel in jeden einzelnen Wirbelkörper, die mit entsprechenden Aufnahmebuchten versehen sind. Nun kann die Gummilage mit ihrer elastischen Steuerung die einzelnen Wirbelkörper untereinander synchronisieren. Wird die Wirbelsohle nun beim Gehen oder im Demi Pointe nach oben gebogen, wird über den Zug auf die Gummilage eine gleichmäßig verlaufende Biegung der ganzen Sohle erreicht (Fig.1 - b). Der Formverbund der Gummilage mit der Wirbelsohle, ohne Klebungen oder mechanische Schraub-, Nagel- oder sonstige Verbindungselemente, ermöglichen einer Tänzerin mit wenigen Handgriffen Gummilagen mit alternativen Shore-Härten in ihre Sohle selber einzubringen, was insbesondere für Profitänzerinnen eine bisher unerreichte Erleichterung darstellt. Bei Dehnung nimmt die integrierte Gummilage, gegenüber flachen geklebten oder geschraubten Gummiunterschichten, zudem noch mehr dynamische Kraft auf, die sie beim Sprung oder beim Übergang zum Spitzenstand spürbar an den Fuß zurückgibt (Känguru Effekt). Zudem fungiert die integrierte Gummilage auch als mechanische und sichere Sperre gegen das seitliche Verrutschen der Sticks, die mit entsprechenden Buchten für die Gummilage versehen sind (Fig.5 - RS). Die Gummilage wird im gedehnten Zustand in die Wirbelsohle eingebracht und ermöglicht eine Vorspannung der Sohle. Dadurch wird die Wirbelsohle in den Bereichen ohne Sticks bereits leicht vorgebogen und schmiegt sich der natürlichen Wölbung der Fußsohle an. Das ist z.B. besonders hilfreich beim freien Strecken des Fußes.

    Ohne Sticks und Gummilage



    [0009] Die Wirbelsohle erlangt auch ohne Gummilage und Sticks eine eingeschränkte Funktionalität, indem man die Winkel der Wirbelkörper und das mögliche Biegeverhalten vordefiniert, wobei jedoch die Möglichkeit ausgeschlossen ist, dass der Kunde später die Sohle an seine Fußform und den benötigten Biegewiderstand einstellen kann (Fig.4 - c). In der Produktion wird die Materialdicke der Wirbelsohle so gewählt, dass die Sohle eine relative Steifigkeit aufweist, d.h. dass bei durch das Körpergewicht definierten Kräften die Innensohle in beide Richtungen praktisch noch unbiegsam ist. Wird das Material der Wirbelsohle nun geschlitzt oder mit Bandscheibenbereichen verzahnt, ist das Material in diesen Wirbelbereichen in die Gegenrichtung der Schlitzungen nun relativ flexibel und wird zur anderen Richtung erst durch das Aufeinandertreffen der Wirbelkörper (Fig.4 - c) begrenzt. Mittels Sticks (S) kann aber auch hier das individuelle Biegeverhalten der Sohle ohne Gummilage gesteuert werden. Die Ausführung des intelligenten Wirbelsohlen Funktionssystems mit ihren drei funktionellen Grundkomponenten (Fig.2) verspricht jedoch ein feiner zu steuerndes und effektiveres Biegeverhalten der Innensohle.

    Montagesohle mit Klickschiene



    [0010] Das intelligente Wirbelsohlen Funktionssystem bietet auch innovative Lösungen für eine einfache Montage mit dem kompletten Spitzenschuh. Der äußere Spitzenschuh wird am Leisten mit allen Lagen und Kappenaufbauten an einer dünnen und flexiblen Montagesohle (Fig.7 - a) befestigt. Diese innere Montagesohle ist z. B. mit einer Klickschiene (Fig.7 - c) versehen. Die Außensohle wird im bekannten Verfahren auf die Montagesohle geklebt und presst schließlich alle Lagen fest zwischen Montagesohle und Außensohle. Der Leisten wird entfernt. Eine entsprechende Führung in der Wirbelsohle (Fig.2 - C) erlaubt es nun, das komplett montierte Wirbelsohlensystem in den fertigen Spitzenschuh einzubringen und über die Klickschiene zu schieben. Wenn die Wirbelsohle hörbar in den Klickverschluss einrastet ist sie fest mit dem äußeren Spitzenschuh verbunden. Die konkrete technische Ausführung dieses Systems zum Einrasten kann variieren.

    Andere Anwendungen



    [0011] Die Wirbelsohle als funktionelles intelligentes System von Innensohlen ist für etliche Anwendungen im allgemeinen, orthopädischen oder auch im Sportschuhbereich vorstellbar. Immer dann wenn komfortable Biegsamkeit im Zusammenspiel mit klar definierbaren Endpunkten der Biegsamkeit benötigt werden, wäre das modifizierte System Wirbelsohle eine naheliegende Lösung. Auch der o.g. Känguru-Effekt ist im Zusammenhang mit der Lagenstruktur einer Wirbelsohle z.B. auch für Sport- und Laufschuhe vorstellbar.

    BEZUGSZEICHENAUFSTELLUNG



    [0012] 

    B = Wirbelsohle (backbone shank)

    V = Wirbelkörper (vertebral body)

    I = Bandscheibenbereiche (inter vertebral space)

    C = Führung für Klickschiene (click bar)

    S = sticks / inter-vertebral discs (Bandscheiben)

    R = Gummilage (rubber strap)

    U = Oberlage (upper strap)

    L = Unterlage (lower strap)

    RS = Einbuchtung für Gummilage (rubber space in the middle of the sticks)

    F = Rippen der Gummilage (fins of the rubber strap)

    A = Winkel der Wirbelkörper (angle of the vertebral bodies)




    Ansprüche

    1. Innensohlenvorrichtung für Schuhe, insbesondere für Spitzenschuhe des Balletts, umfassend eine mit Wirbelkörpern versehene Wirbelsohle, in deren Zwischenräumen zur definierbaren Biegsamkeit der Sohle Bandscheiben angeordnet sind, sowie eine auf der Unterseite der Sohle angeordnete Gummilage,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Wirbelkörper (V) der Wirbelsohle (B) mittig angeordnete Buchten für eine Gummilage (R) aufweisen, welche das Material der Wirbelkörper (V) seitlich hinterschneiden, und auf der Gummilage (R) beidseitig leicht überstehende Rippen (F) ausgebildet sind, die von den Buchten der Wirbelkörper (V) aufgenommen werden, wobei die seitlichen Überstände der Rippen (F) formgenau in die Hinterschneidungen der Buchten greifen,
    und dass die Bandscheiben einzufügende oder entfernbare Sticks (S) sind mit mittig angeordneten Ausbuchtungen (RS) für die Gummilage (R), in welche die Gummilage (R), das seitliche Verrutschen der Sticks (S) verhindernd, eingreift.
     
    2. Innensohlenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sticks (S) elastisch sind und unterschiedliche Shore-Härten aufweisen.
     
    3. Innensohlenvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, dass in dem Inneren des Spitzenschuhes eine Montagesohle angeordnet ist, die mit einer Klickschiene versehen ist, und die Wirbelsohle (B) mit der Führung (C) für die Klickschiene beim Einführen in das Innere des Spitzenschuhes in die Klickschiene einrastet.
     
    4. Verwendung des Innensohlensystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche in einem Schuh, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus einem Spitzenschuh des Balletts, einem orthopädischen Schuh, einem Sportschuh und einem Laufschuh.
     


    Claims

    1. Insole device for shoes, in particular ballet pointe shoes, comprising a backbone shank consisting of vertebral bodies, in whose inter-vertebral spaces vertebral discs are inserted to allow for controllable flexibility of the sole, and further comprising a rubber layer arranged on the bottom of the sole,
    wherein the vertebral bodies (V) of the backbone shank (B) have centrally positioned recesses for a rubber layer (R), which undercut the material of the vertebral bodies (V) on either side,
    and wherein fins (F) are formed within the rubber layer (R), which slightly protrude on either side and slot into the said recesses on the vertebral bodies (V), with the lateral protrusions of the fins (F) accurately fitting into the undercuts of the recesses,
    and wherein the inter-vertebral discs are insertable or removable sticks (S) with centrally positioned recesses (RS) for the rubber layer (R), with which recesses the rubber layer (R) engages, thereby preventing the sticks (S) from slipping sideways.
     
    2. Insole device according to claim 1,
    wherein the sticks (S) are made of elastic materials having different shore hardnesses.
     
    3. Insole device according to claim 1 or 2,
    wherein the pointe shoe is equipped with an internal assembly sole provided with a click bar, and the backbone shank (B) has a guide track (C) that engages with said click bar when the backbone shank (B) is inserted into the pointe shoe.
     
    4. Use of the insole system according to any one of the preceding claims in a shoe selected from the group consisting of a ballet pointe shoe, an orthopaedic shoe, a sports shoe and a track shoe.
     


    Revendications

    1. Dispositif de semelle intérieure pour chaussures, en particulier pour des chaussons de pointes de la danse classique, comprenant une semelle vertébrale pourvue de corps vertébraux dans les espaces desquels des disques intervertébraux sont disposés pour permettre la flexion définissable de la semelle, et une couche de caoutchouc disposée sur la face inférieure de la semelle, caractérisé en ce que les corps vertébraux (V) de la semelle vertébrale (B) comprennent des creux disposés au centre pour une couche de caoutchouc (R) qui contre-dépouillent latéralement le matériau du corps vertébral (V), des nervures (F) étant formées sur la couche de caoutchouc (R) qui font légèrement saillie sur les deux côtés et qui sont reçues dans les creux des corps vertébraux (V), les saillies latérales des nervures (F) s'engageant précisément dans les contre-dépouilles des creux, et en ce que les disques intervertébraux sont des bâtons (S) à introduire ou à enlever qui présentent des creux (RS) disposés au centre pour la couche de caoutchouc (R) dans lesquels s'engage la couche de caoutchouc (R), empêchant ainsi le glissement latéral des bâtons (S).
     
    2. Dispositif de semelle intérieure selon la revendication 1, caractérisé en ce que les bâtons (S) sont élastiques et présentent des duretés Shore différentes.
     
    3. Dispositif de semelle intérieure selon les revendications 1 ou 2,
    caractérisé en ce qu'à l'intérieur du chausson de pointe est disposée une semelle de montage qui est pourvue d'un rail d'encliquetage, et en ce que la semelle vertébrale (B) s'enclenche dans le rail d'encliquetage par le guidage (C) pour le rail d'encliquetage lorsque la semelle vertébrale (B) est introduite dans l'intérieur du chausson de pointe.
     
    4. Utilisation du système de semelle vertébrale selon l'une des revendications précédentes dans une chaussure sélectionnée dans le groupe constitué d'un chausson de pointe de la danse classique, une chaussure orthopédique, une chaussure de sport, et une chaussure de course.
     




    Zeichnung