[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beschichten eines Kohlenstofffaser-verstärkten
Kunststoffbauteils.
[0002] Bei solchen Bauteilen werden Kohlenstofffasern (im Folgenden "Kohlefasern") in ein
Kunststoffmaterial eingebettet und verstärken dieses mechanisch; so lassen sich Bauteile
herstellen, die sich beispielsweise durch eine hohe mechanische Festigkeit auszeichnen
können, insbesondere durch eine hohe Zugfestigkeit in Richtung der Fasern. Aufgrund
der mechanischen Verstärkung durch die Kohlefasern lassen sich die Bauteile zugleich
insgesamt gewichtsreduziert realisieren, was etwa mit Blick auf Leichtbau-Anwendungen
von Interesse sein kann, die im Zuge der steigenden Anforderungen die Energieeffizienz
der Mobilität betreffend weiter an Bedeutung gewinnen.
[0003] US 2010/304063 A1 betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines metallbeschichteten Polymerartikels
umfassend die Bereitstellung eines Polymermaterials, einer optionalen Zwischenschicht
und einer Metallbeschichtung. Beim Polymerartikel kann es sich um ein Kohlenstofffaser-verstärktes
Kunststoffteil handeln, und es können verschiedene Beizverfahren zur Vorbehandlung
eingesetzt werden.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein besonders vorteilhaftes
Verfahren zum Beschichten eines Kunststoffbauteils anzugeben.
[0005] Erfindungsgemäß löst diese Aufgabe ein Verfahren mit den Schritten:
- Vorsehen eines Kohlefaser-verstärkten Kunststoffbauteils;
- Vorbehandeln des Bauteils für die Beschichtung, und zwar in gasförmigem Schwefeltrioxid,
und anschließend
- Abscheiden der Metallschicht in einem Bad,
wobei das Kohlenstofffaser-verstärkte Kunststoffbauteil vor dem Vorbehandeln in Salpetersäure
behandelt wird.
[0006] Das Abscheiden der Metallschicht kann beispielsweise ein Bekeimen des Bauteils mit
Palladium umfassen; das Bauteil kann dazu (nach dem Vorbehandeln) zum Beispiel in
eine saure, ionogene Palladiumlösung gegeben werden, wobei sich Palladiumionen an
der Bauteiloberfläche anlagern. Diese können dann anschließend zu Palladiumkeimen
umgewandelt werden, etwa in einem reduzierenden Bad.
[0007] Üblicherweise wird dann zunächst eine Metallschicht stromlos, also chemisch, abgeschieden.
Dabei lagert sich das Metall, beispielsweise chemisch abgeschiedenes Nickel, an den
Palladiumkeimen an, und es bildet sich eine zunächst dünne Schicht aus ("seed layer");
diese kann anschließend verstärkt werden, und zwar vorzugsweise galvanisch, also elektrochemisch
in einem Bad. Es kann also beispielsweise eine nach einer Palladiumbekeimung stromlos
abgeschiedene Nickelschicht galvanisch verstärkt werden, etwa durch eine Nickel- und/oder
Chrom- und/oder Kupferschicht.
[0008] Das Abscheiden der Metallschicht "in einem Bad" kann insoweit stromlos (chemisch)
und/oder galvanisch erfolgen; bevorzugt ist eine Kombination aus stromloser und galvanischer
Abscheidung.
[0009] Ein Kriterium für die Beurteilung der Güte einer entsprechend abgeschiedenen Metallschicht
kann deren Haftung auf dem Bauteil sein. Die Erfinder haben festgestellt, dass sich
die Haftung einer auf ein Kohlefaser-verstärktes Kunststoffbauteil chemisch/galvanisch
abgeschiedenen Metallschicht durch die Vorbehandlung in gasförmigem Schwefeltrioxid
wesentlich erhöhen lässt bzw. die Vorbehandlung das Abscheiden der Metallschicht überhaupt
erst möglichen kann; dies ist insofern überraschend, als Vergleichsversuche mit Glasfaser-verstärkten
Kunststoffbauteilen vielfach keine zufriedenstellenden Ergebnisse gezeigt haben.
[0010] Als eine mögliche Ursache für die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielten,
guten Haftungseigenschaften haben die Erfinder beobachtet, dass durch die Behandlung
in gasförmigem Schwefeltrioxid die Benetzung der Kohlefaser-verstärkten Kunststoffbauteile
verbessert werden kann. Auch aufgrund der bei gleicher Vorbehandlung zum Teil nur
schlechten Haftung von versuchsweise auf Glasfaserverstärkte Kunststoffbauteile abgeschiedenen
Metallschichten, ist eine Vermutung, dass eine gewisse Wechselwirkung zwischen den
Kohlefasern und der Beschichtung in gasförmigem Schwefeltrioxid behandelter Kunststoffbauteile
bestehen könnte.
[0011] Der Stand der gegenwärtigen Untersuchungen ist, dass sich bei einer chemischen Abscheidung
an den Kohlefasern aufgrund deren (wenn auch gegebenenfalls nur geringen) elektrischer
Leitfähigkeit Metall auch direkt, also gegebenenfalls auch ohne Vorbehandlung, anlagern
kann; mit der Behandlung in gasförmigem Schwefeltrioxid könnte demnach vorrangig das
Kunststoffmaterial für die Beschichtung vorbereitet werden. Insoweit scheint eine
Wechselwirkung dahingehend zu bestehen, dass die Kohlefasern "Lücken" der Vorbehandlung/Bekeimung
des Kunststoffmaterials schlie-ßen, welche anderenfalls (Referenzversuche mit Glasfaser-verstärkten
Kunststoffbauteilen) eine Metallbeschichtung mit nicht zufriedenstellenden Haftungswerten
zur Folge haben können; andererseits schließt die Vorbehandlung in gasförmigem Schwefeltrioxid
eben auch die "Lücken" zwischen den Kohlefasern.
[0012] Weitere bevorzugte Ausführungsformen finden sich in den abhängigen Ansprüchen und
in der nachstehenden Beschreibung.
[0013] Als besonders geeignet, auch mit Blick auf die Haftungseigenschaften der anschließend
abgeschiedenen Metallschicht, hat sich für die Vorbehandlung in dem gasförmigen Schwefeltrioxid
eine Zeitdauer von mindestens 10 Sekunden, in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt
mindestens 20 Sekunden, 30 Sekunden, 40 Sekunden, 50 Sekunden, erwiesen. Eine Begrenzung
der Behandlungsdauer ist etwa auch einen Durchsatz in der Massenfertigung betreffend
vorteilhaft; mögliche Obergrenzen liegen in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt
bei 10 Minuten, 9 Minuten, 8 Minuten, 7 Minuten, 6 Minuten bzw. 5 Minuten.
[0014] Das Bauteil wird vorzugsweise unmittelbar nach der Behandlung in dem gasförmigen
Schwefeltrioxid, noch vor dem Abscheiden der Metallschicht, gespült, und zwar besonders
bevorzugt mit Wasser.
[0015] Beitragen zu den guten Haftungseigenschaften kann zum Beispiel auch eine Anrauung
der Oberfläche, die sich etwa auch schon im Zuge der Vorbehandlung in gasförmigem
Schwefeltrioxid einstellen kann. Die Rauigkeit wird durch eine zusätzliche Behandlung
weiter erhöht. Erfindungsgemäß wird das Kohlenstofffaser-verstärkte Kunststoffbauteil
vor der Vorbehandlung in Salpetersäure behandelt. In bevorzugter Ausgestaltung wird
zusätzlich das Kunststoffbauteil vor der Vorbehandlung in Schwefeltrioxid sandgestrahlt.
[0016] In bevorzugter Ausgestaltung ist das Kunststoffmaterial, in welches die Kohlenstofffasern
eingebettet sind, ein duroplastisches Material. Besonders gute Ergebnisse, auch die
Haftungseigenschaften und insoweit die Wirksamkeit der Vorbehandlung in gasförmigem
Schwefeltrioxid betreffend, haben die Erfinder mit in ein Harz eingebetteten Kohlefasern
erzielt; besonders bevorzugt wird ein Melaminharz als Matrixmaterial vorgesehen.
[0017] Das in bevorzugter Ausgestaltung vorgesehene Bekeimen des Bauteils mit Palladium
wurde bereits eingangs beschrieben; besonders bevorzugt wird im Anschluss daran eine
Nickelschicht chemisch abgeschieden und wird diese dann durch eine galvanisch abgeschiedene
Nickelschicht verstärkt. Im weiteren Verfahren kann dann beispielsweise eine Kupferschicht
in einem sauren Glanzkupferverfahren (sauer Kupfer) abgeschieden werden, vorzugsweise
mehrschrittig, also in mindestens zwei Glanzkupferschritten; zwischen den einzelnen
Glanzkupferschritten wird die Oberfläche vorzugsweise geschliffen. Im Anschluss kann
zum Beispiel eine weitere Nickelschicht abgeschieden und strichmattiert werden, um
der Oberfläche eine ansprechende ästhetische Anmutung zu verleihen. Abschließend können
dann beispielsweise noch eine Nickel- und/oder eine Chromschicht aufgebracht werden.
[0018] Das erfindungsgemäße Verfahren dient zur Herstellung eines Kohlenstofffaser-verstärkten
Kunststoffbauteils Ein solches Bauteil ist als zur tragenden Struktur eines Kraftfahrzeugs,
insbesondere eines Personenkraftwagens, gehörendes Bauteil ausgelegt, also etwa als
Bestandteil der Bodengruppe mit beispielsweise Motorträger, Längsträger und Querträger
(sowie Kofferraumboden und Radkästen); das erfindungsgemäß beschichtete Bauteil kann
also beispielsweise ein Teil des Längsträgers sein. Die Erfinder haben nämlich festgestellt,
dass sich ein entsprechend beschichtetes Bauteil durch eine erhöhte mechanische Stabilität,
etwa durch eine hohe Verwindungssteifigkeit, auszeichnen kann; vorteilhafterweise
ist das Bauteil somit nicht nur als dekorative Verblendung einsetzbar (was im Allgemeinen
selbstverständlich gleichwohl auch möglich ist), sondern auch als Teil der tragenden
Struktur. Das Bauteil kann etwa auch ein Bestandteil der Karosserie des Kraftfahrzeugs
sein.
[0019] Vorzugsweise stellt das Bauteil (auch) eine sichtbare Oberfläche des Kraftfahrzeuginnenraums
zur Verfügung. Besonders bevorzugt ist das Bauteil zugleich Teil der tragenden Struktur,
was Material einsparen helfen kann, etwa weil ansonsten ein Bauteil als Teil der tragenden
Struktur und ein zusätzliches zu dessen Verblendung eingesetzt werden müssten; die
Materialersparnis kann mit Blick auf eine insgesamt leichte Bauweise von Interesse
sein. Das Bauteil kann also beispielsweise eine dekorative Oberfläche der Mittelkonsole
eines Personenkraftwagens zur Verfügung stellen und zugleich Teil des Längsträgers
sein.
[0020] Der Einsatz eines erfindungsgemäß beschichteten Bauteils im Innenraum eines Kraftfahrzeugs
kann auch insofern vorteilhaft sein, als die gut haftende Metallschicht das Bauteil
(bzw. Bruchstücke davon) im Bruchfall teilweise zusammenhalten bzw. zumindest das
Absplittern kleinster Bruchstücke verhindern kann. Kommt es also beispielsweise bei
einem Verkehrsunfall zu einem Bruch des Bauteils, kann die Metallschicht die Gefahr
der Bildung scharfkantiger Bruchstücke verringern.
[0021] Insoweit ist die Verwendung eines erfindungsgemäß beschichteten Bauteils generell
in Anwendungen bevorzugt, bei denen einerseits eine Bruchgefahr bestehen kann und
sich andererseits ein Personenkontakt mit Bruchstücken nicht ausschließen lässt. Neben
dem Kraftfahrzeugbereich kann dies beispielsweise auch bei Sportgeräten und Luft-
bzw. Wasserfahrzeugen der Fall sein.
[0022] Vorzugsweise weist ein erfindungsgemäß beschichtetes Bauteil neben der Metallbeschichtung
keine weitere Beschichtung auf; es ist also insbesondere keine ansonsten gegebenenfalls
als Splitterschutz notwendige Kunststoffbeschichtung vorgesehen, was auch hinsichtlich
einer insgesamt kostengünstigen Bauweise vorteilhaft ist und Gewicht einsparen helfen
kann.
[0023] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Referenzbeispiels näher erläutert.
[0024] Zur Herstellung eines Kohlefaser-verstärkten Kunststoffbauteils, das als Teil des
Längsträgers eines Kraftfahrzeugs ausgelegt ist und später eine dekorative Oberfläche
im Innenraum zur Verfügung stellen soll, werden zunächst Kohlefasermatten in dem Kunststoffmaterial,
einem Epoxidharz, vorgetränkt. Die vorgetränkten Matten werden anschließend in einer
Form unter Druck verklebt und härten zu dem Kohlefaser-verstärkten Kunststoffbauteil
aus.
[0025] Die zu beschichtende Oberfläche des Kohlefaser-verstärkten Kunststoffbauteils (im
Folgenden "das Bauteil") wird zur Vorbereitung der Beschichtung zunächst sandgestrahlt
und dabei angeraut.
[0026] Im Anschluss daran wird das Bauteil in gasförmigem Schwefeltrioxid vorbehandelt,
und zwar für eine Zeitdauer von einer Minute. Nach einem Spülen mit Wasser wird das
Bauteil mit Palladium bekeimt, also zunächst in eine ionogene Palladiumlösung gegeben,
wobei sich Palladiumionen an der Oberfläche anlagern; diese werden anschließend in
einem reduzierenden Bad zu Palladiumkeimen.
[0027] An diesen Palladiumkeimen kann sich dann Nickel anlagern, und zwar bei einer im ersten
Schritt stromlosen, also chemischen, Nickelabscheidung. Die stromlos abgeschiedene
Nickelschicht wird in einem zweiten Schritt mit einer galvanisch abgeschiedenen Nickelschicht
verstärkt.
[0028] Im Weiteren wird auf die galvanisch abgeschiedene Nickelschicht eine Kupferschicht
(sauer Kupfer) aufgebracht, wird das Bauteil dann geschliffen und anschließend eine
weitere Kupferschicht (sauer Kupfer) abgeschieden. Danach wird das Bauteil vernickelt,
strichmattiert und zum Abschluss mit einer Nickel-/Chromschicht versehen.
1. Verfahren zum Beschichten eines Kohlenstofffaser-verstärkten Kunststoffbauteils mit
einer Metallschicht,
umfassend die Schritte:
- Vorsehen des Kohlenstofffaser-verstärkten Kunststoffbauteils,
- Vorbehandeln des Bauteils für die Beschichtung, und zwar in gasförmigem Schwefeltrioxid,
und anschließend
- Abscheiden der Metallschicht in einem Bad,
dadurch gekennzeichnet dass
das Kohlenstofffaser-verstärkte Kunststoffbauteil vor dem Vorbehandeln in Salpetersäure
behandelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem das Kohlenstofffaser-verstärkte Kunststoffbauteil
in dem gasförmigen Schwefeltrioxid für eine Zeitdauer von mindestens 10 Sekunden und
von höchstens 10 Minuten behandelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem das Kohlenstofffaser-verstärkte Kunststoffbauteil
unmittelbar nach der Behandlung in dem gasförmigen Schwefeltrioxid gespült wird, vorzugsweise
mit Wasser.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem das Kohlenstofffaser-verstärkte
Kunststoffbauteil vor dem Vorbehandeln sandgestrahlt wird.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem ein Kunststoffmaterial
des Kohlenstofffaser-verstärkten Kunststoffbauteils, in welches Kunststoffmaterial
die Kohlenstofffasern eingebettet sind, ein duroplastisches Material ist, vorzugsweise
ein Harz, besonders bevorzugt ein Melaminharz.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem das Abscheiden der Metallschicht
als ersten Schritt ein Bekeimen des Bauteils mit Palladium umfasst.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei welchem das Bekeimen des Bauteils mit Palladium eine
Behandlung in zunächst einer ionogenen Palladiumlösung und anschließend einem reduzierenden
Bad umfasst.
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem das Abscheiden der Metallschicht
in einem ersten Schritt stromlos und in einem zweiten Schritt galvanisch erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei welchem in dem ersten Schritt chemisch eine Nickelschicht
abgeschieden wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, bei welchem die chemisch abgeschiedene Nickelschicht in
dem zweiten Schritt durch eine galvanisch abgeschiedene Nickelschicht verstärkt wird.
1. Method for coating a carbon fibre-reinforced plastics component with a metal layer,
comprising the steps of:
- providing the carbon fibre-reinforced plastics component,
- pretreating the component for the coating, specifically in gaseous sulphur trioxide,
and then
- depositing the metal layer in a bath,
characterised in that the carbon fibre-reinforced plastics component is treated in nitric acid prior to
the pretreatment.
2. Method according to claim 1, wherein the carbon fibre-reinforced plastics component
is treated in the gaseous sulphur trioxide for a period of at least 10 seconds and
at most 10 minutes.
3. Method according to claim 1 or 2, wherein the carbon fibre-reinforced plastics component
is rinsed, preferably with water, immediately after treatment in the gaseous sulphur
trioxide.
4. Method according to any of the preceding claims, wherein the carbon fibre-reinforced
plastics component is sand-blasted prior to the pretreatment.
5. Method according to any of the preceding claims, wherein a plastics material of the
carbon fibre-reinforced plastics component, in which plastics material the carbon
fibres are embedded, is a duroplastic material, preferably a resin, particularly preferably
a melamine resin.
6. Method according to any of the preceding claims, wherein the deposition of the metal
layer comprises seeding the component with palladium as a first step.
7. Method according to claim 6, wherein the seeding of the component with palladium comprises
treatment firstly in an ionogenic palladium solution and then in a reducing bath.
8. Method according to any of the preceding claims, wherein the deposition of the metal
layer takes place electrolessly in a first step and galvanically in a second step.
9. Method according to claim 8, wherein a nickel layer is chemically deposited in the
first step.
10. Method according to claim 9, wherein the chemically deposited nickel layer is reinforced
by a galvanically deposited nickel layer in the second step.
1. Procédé de revêtement d'un composant en matière plastique renforcé par des fibres
de carbone avec une couche métallique,
comprenant les étapes suivantes :
- prévoir le composant en matière plastique renforcé par des fibres de carbone,
- prétraiter le composant pour le revêtement, à savoir dans un trioxyde de soufre
gazeux, puis
- dépôt de la couche métallique dans un bain,
caractérisé en ce que
le composant en matière plastique renforcé par des fibres de carbone est traité avant
le prétraitement dans de l'acide nitrique.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel le composant en matière plastique renforcé
par des fibres de carbone est traité pendant une durée d'au moins 10 secondes et d'au
plus de 10 minutes dans le trioxyde de soufre gazeux.
3. Procédé selon la revendication 1 ou la revendication 2, dans lequel le composant en
matière plastique renforcé par des fibres de carbone est rincé, de préférence avec
de l'eau, dans le trioxyde de soufre gazeux immédiatement après le traitement.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le composant
en matière plastique renforcé par des fibres de carbone est sablé avant le prétraitement.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel un matériau
en matière plastique du composant en matière plastique renforcé par des fibres de
carbone, matériau en matière plastique dans lequel sont incorporées les fibres de
carbone, est un matériau thermodurcissable, de préférence une résine, de manière particulièrement
préférée une résine de mélamine.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le dépôt
de la couche métallique comprend en tant que première étape un ensemencement du composant
avec du palladium.
7. Procédé selon la revendication 6, dans lequel l'ensemencement du composant avec du
palladium comprend un traitement d'abord dans une solution de palladium ionogène puis
dans un bain réducteur.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le dépôt
de la couche métallique est effectué sans courant dans une première étape et de manière
galvanique dans une deuxième étape.
9. Procédé selon la revendication 8, dans lequel une couche de nickel est déposée par
voie chimique dans la première étape.
10. Procédé selon la revendication 9, dans lequel la couche de nickel déposée par voie
chimique est renforcée dans la deuxième étape par une couche de nickel déposée de
manière galvanique.