Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Auffangvorrichtung für aus einem Tabakstrom abgeschiedene
Fremdkörper mit wenigstens einer Wand und einem Boden. Die Erfindung betrifft ferner
eine Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung aus einem Tabakstrom, wobei eine Fördervorrichtung
für den Tabakstrom vorgesehen ist, wobei in Förderrichtung des Tabaksstroms stromabwärts
der Fördervorrichtung eine Fremdkörpererkennungsvorrichtung vorgesehen ist, an die
sich weiter stromabwärts eine Fremdkörperausstoßvorrichtung anschließt, wobei quer
zur Förderrichtung des Tabakstroms im Bereich der Fremdkörperausstoßvorrichtung eine
Auffangvorrichtung vorgesehen ist.
[0002] Es sind Vorrichtungen zur Fremdkörperabscheidung bekannt. Hierzu wird beispielsweise
auf
EP 1 520 488 A1 verwiesen, bei der eine Trenneinrichtung zur Aufteilung des Tabakmassestroms in einer
Vorrichtung zum Ausscheiden von Fremdkörpern aus einem Tabakmassestrom vorgesehen
ist, die einen die Fremdkörper im Wesentlichen enthaltenden ersten Teiltabakmassestrom
und einen von den Fremdkörpern im Wesentlichen befreiten zweiten Teiltabakmassestrom
aufweist. Diese Vorrichtung weist einen Fremdkörperabscheider auf, der beispielsweise
Laserdetektoren zum Abtasten des Tabakmassestroms sowie Ausblasdüsen zum Selektieren
und Aussondern von Fremdkörpern aus dem Tabakmassestrom aufweist.
[0003] In
EP 0 902 732 B1 ist ein Fördersystem beschrieben, das eine optische Prüfstation und eine Sortierstation
aufweist. Bei der Verarbeitung eines Tabakstroms, insbesondere zur möglichst vollständigen
Beseitigung von Fremdkörpern bzw. weitgehenden Beseitigung von Fremdkörpern, so dass
ein von Fremdkörpern befreiter Tabakstrom entsteht, kommt es durch den Tabakstaub
zu Verschmutzungen. Zudem hat eine übliche Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung
das Problem, dass schon ausgeschiedene Fremdkörper in den Tabakmassestrom bzw. in
den Tabakstrom zurückgelangen können, beispielsweise durch Reflexionen oder elastische
Stöße an entsprechenden Wänden oder durch entsprechende Luftströmungen. Hierdurch
wird der Tabakstrom wieder mit Fremdkörpern versetzt, was nicht gewünscht ist.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit vorzusehen, bei der bei
der Fremdkörperausscheidung der Tabakstrom bzw. Tabakmassestrom, der weiterverarbeitet
werden soll, mit möglichst wenigen Fremdkörpern versehen ist. Außerdem ist es Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, eine entsprechend gattungsgemäße Auffangvorrichtung derart
weiterzubilden, dass die in die Auffangvorrichtung abgegebenen Fremdkörper sicher
in der Auffangvorrichtung verbleiben.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Auffangvorrichtung für aus einem Tabakstrom
abgeschiedene Fremdkörper mit wenigstens einer Wand und einem Boden, die dadurch weitergebildet
ist, dass eine die Fremdkörper in der Auffangvorrichtung zurückhaltende Vorrichtung
und/oder ein die Fremdkörper ablenkender Boden vorgesehen ist und/oder eine Wand wenigstens
abschnittsweise so ausgebildet ist, dass ein auf den Abschnitt der Wand treffender
Fremdkörper nach unten reflektiert oder abgelenkt wird.
[0006] Durch die verbesserte Auffangvorrichtung, die insbesondere auch als Fremdkörperrückführungsverhinderungsvorrichtung
bezeichnet werden kann, wird ein Zurückführen von schon aus dem Tabakstrom abgeschiedenen
Fremdkörpern effizient verhindert. Besonders effizient ist die Auffangvorrichtung,
wenn die die Fremdkörper in der Auffangvorrichtung zurückhaltende Vorrichtung wenigstens
ein von der Wand abstehendes flächiges Element ist oder umfasst. Dieses Element kann
beispielsweise auch als Rückhalteklappe oder einfach als Klappe bezeichnet werden.
Hierdurch können beispielsweise durch elastische Stöße an den Wänden zurückgestoßene
Fremdkörper effizient davon abgehalten werden, wieder in den Tabakstrom zurück zu
gelangen.
[0007] Vorzugsweise ist das flächige Element von der Wand in einem Winkel von 10° bis 80°,
insbesondere 25° bis 65°, insbesondere 35° bis 55°, nach unten angeordnet. Hierdurch
wird besonders effizient eine Rückstreuung von elastischen Fremdkörpern vermieden.
Es wird allerdings auch vermieden, dass leichte Fremdkörper durch eine entsprechende
wieder zurückfließende Luftströmung in den Tabakstrom zurückgelangen. Der zuletzt
genannte Vorteil, das Verhindern einer Rückströmung, ist besonders dann effizient,
wenn das flächige Element durchlässig ist für eine Luftströmung. In diesem Fall wird
dann an dem flächigen Element die Förderluft bzw. die Luftströmung von den leichten
Fremdkörpern getrennt, so dass die leichten Fremdkörper in der Auffangvorrichtung
verbleiben können. Vorzugsweise ist das flächige Element nach unten nachgebend ausgebildet.
Dies hat den besonderen Vorteil, dass schwerere Fremdkörper, auch wenn diese von oben
ein flächiges Element treffen, weiter nach unten in die Auffangvorrichtung gelangen
können und insbesondere auch große Fremdkörper in die Auffangvorrichtung gelangen
können. Vorzugsweise ist das flächige Element elastisch oder teilelastisch bzw. flexibel
ausgebildet und/oder es ist ein mit Federkraft vorgespanntes Scharnier vorgesehen,
damit das flächige Element vollständig oder zumindest teilweise nach unten nachgebend
ausgebildet sein kann. Vorzugsweise ist das Drehmoment des mit Federkraft vorgespannten
Scharniers kleiner oder gleich 1 Nm.
[0008] Das flächige Element kann vorzugsweise geradlinig ausgebildet sein, allerdings auch
mit einer gebogenen Oberfläche. Insbesondere eine gebogene Oberfläche, die konvex
gebogen ist, kann sehr effizient auch dazu führen, dass ein Luftstrahl, beispielsweise
von einer Fremdkörperausstoßvorrichtung effizient nach unten weitergeleitet wird.
Vorzugsweise ist das flächige Element im Hinblick auf eine Auslenkung nach oben stabil
ausgebildet. Dieses kann beispielsweise dadurch geschehen, dass das Scharnier nur
bis zu einer gewissen Auslenkung des flächigen Elements nach oben nachgiebig ausgebildet
ist.
[0009] Besonders bevorzugt ist das flächige Element in Förderrichtung des Tabakstroms an
einer stromaufwärtigen Wand der Auffangvorrichtung angeordnet. Diese Anordnung ist
aus dem Grund bevorzugt, da schwerere bzw. elastische Fremdkörper typischerweise zunächst
in Förderrichtung an einer stromabwärtigen Wand und dann dem Boden der Auffangvorrichtung
reflektieren und dann erst an der in Förderrichtung stromaufwärtigen Wand. Als nächstes
würden dann diese Fremdkörper an dem flächigen Element reflektiert werden und wieder
nach unten in die Auffangvorrichtung zurückreflektiert werden.
[0010] Unter der stromaufwärtigen Wand ist im Rahmen der Erfindung insbesondere die in Förderrichtung
des Tabakstroms zuerst kommende Wand gemeint.
[0011] Besonders bevorzugt sind mehrere flächige Elemente horizontal nebeneinander und queraxial
zu einer Förderrichtung des Tabakstroms vorgesehen. Bei dieser Ausgestaltung kann
beispielsweise bei einer Fremdkörperabscheidevorrichtung bzw. einer Vorrichtung zur
Fremdkörperabscheidung ein relativ breiter Tabakstrom von einem bis zwei Metern oder
mehr effizient verarbeitet werden, wobei über den gesamten Bereich sehr effizient
auch kleine Partikel bzw. Fremdkörper, die aus dem Tabakstrom ausgestoßen werden,
nicht wieder in den Tabakstrom zurückgelangen.
[0012] Die Rückhalteeffizienz von Fremdkörpern ist dann weiter erhöht, wenn mehrere flächige
Elemente untereinander angeordnet sind.
[0013] Eine weitere erfindungsgemäße Ausgestaltung, die sehr bevorzugt ist, ist dadurch
gegeben, dass der die Fremdkörper ablenkende Boden eine Fläche aufweist, die in einem
Betrag eines Winkels von 10° bis 80°, insbesondere 30° bis 60°, zur Horizontalen ausgerichtet
ist, wobei die Fläche in Förderrichtung des Tabakstroms abschüssig und/oder ansteigend
ist. Hierdurch wird zum einen ein Druckluftstoß, der von einer Fremdkörperabscheidevorrichtung
bzw. einer Fremdkörperausstoßvorrichtung kommt, effizient vom Boden zur Seite reflektiert
und nicht wieder zurück zur Ausscheidevorrichtung und damit auch zum Tabakstrom. Hierdurch
wird schon sehr effizient verhindert, dass leichte Partikel bzw. Fremdkörper wieder
zurück in den Tabakstrom gefördert werden. Vorzugsweise ist der Boden bzw. die Fläche
des Bodens auch quer zur Förderrichtung abschüssig oder ansteigend. Hierdurch können
effizient die Fremdkörper am Boden bzw. an der Fläche des Bodens abgefördert werden.
[0014] Besonders bevorzugt ist diese Ausgestaltung, wenn die Fläche des Bodens oder die
Bodenfläche in wenigstens zwei Teilflächen geteilt ist und zwischen den wenigstens
zwei Teilflächen ein Winkel zwischen 5° und 180°, insbesondere 15° und 90°, insbesondere
30° und 60°, ausgebildet ist. Die Fläche ist dann beispielsweise dachartig oder rinnenförmig
ausgebildet. Insbesondere ist vorzugsweise der Giebel des Daches oder der tiefste
Punkt der Rinne in etwa in der Mitte der Auffangvorrichtung am Boden angeordnet und
insbesondere quer zur Förderrichtung des Tabakstroms angeordnet. Die Fläche kann auch
aus mehreren Teilflächen ausgebildet sein, die zick-zack-förmig in Förderrichtung
ausgebildet sind. Beispielsweise können sich hierdurch zwei Erhebungen und drei Vertiefungen
ergeben oder drei Erhebungen und vier Vertiefungen oder vier Erhebungen und drei Vertiefungen
oder weitere Erhebungen bzw. Vertiefungen.
[0015] Besonders bevorzugt ist der Boden als Vibrationsförderer ausgebildet, wodurch die
Fremdkörper sehr effizient abgefördert werden können.
[0016] In einer weiteren sehr bevorzugten Ausführungsform ist eine Wand oder ein Teil einer
Wand luftdurchlässig ausgebildet. Hierdurch wird verhindert, dass ein Luftstrom erzeugt
wird, der zurück zum Tabakstrom geht bzw. reicht, so dass sehr effizient verhindert
wird, dass leichte Fremdkörper wieder zurück in den Tabakstrom gelangen. Besonders
bevorzugt ist es, wenn die Wand oder der Teil der Wand die oder der in Förderrichtung
des Tabakstroms stromabwärts angeordnet ist, luftdurchlässig ausgebildet ist. Hierdurch
kann sehr effizient die Druckluft zum Abscheiden von Fremdkörpern aus dem Tabakstrom
aus der Auffangvorrichtung abgefördert werden und entsprechend von den leichten Fremdkörpern
getrennt werden.
[0017] Ferner vorzugsweise ist eine in Förderrichtung des Tabakstroms stromabwärts angeordnete
Wand oder ein Teil dieser Wand in vertikaler Richtung annähernd parabelartig oder
parabelartig ausgebildet. Hierdurch wird erreicht, dass von den Wänden reflektierende
Fremdkörper so abgelenkt werden, dass diese sicher an den Boden der Auffangvorrichtung
gelangen.
[0018] Vorzugsweise ist die parabelartige Ausbildung durch wenigstens drei Teilwände gegeben,
die in einem stumpfen Winkel zueinander angeordnet sind. Insbesondere können auch
vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun oder zehn Teilwände vorgesehen sein oder eine
entsprechend gebogene Wand. Insbesondere ist die parabelartige Ausgestaltung in vertikaler
Richtung vorgesehen.
[0019] Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung aus einem Tabakstrom
vorgesehen, wobei eine Fördervorrichtung für den Tabakstrom vorgesehen ist, wobei
in Förderrichtung des Tabakstroms stromabwärts der Fördervorrichtung eine Fremdkörpererkennungsvorrichtung
vorgesehen ist, an die sich weiter stromabwärts eine Fremdkörperausstoßvorrichtung
anschließt, wobei, insbesondere quer zur Förderrichtung des Tabakstroms, im Bereich
der Fremdkörperausstoßvorrichtung eine Auffangvorrichtung angeordnet oder vorgesehen
ist, die vorstehend beschrieben ist. Die Auffangvorrichtung schließt sich hierbei
vorzugsweise in Ausstoßrichtung der Fremdkörperausstoßvorrichtung an. Dieses ist vorzugsweise
quer zur Tabakstromförderrichtung und vorzugsweise unterhalb des Tabakstroms. Die
Auffangvorrichtung kann unterhalb, oberhalb oder seitlich vom Tabakstrom angeordnet
sein.
[0020] Vorzugsweise ist die Auffangvorrichtung im Querschnitt oberhalb vom Boden, insbesondere
in etwa einem Drittel der Höhe der Auffangvorrichtung oberhalb vom Boden im Querschnitt
verengt. Oberhalb der Verengung ist vorzugsweise eine trichterförmige Aufweitung der
Auffangvorrichtung vorgesehen, an die sich vorzugsweise vertikale Wände anschließen.
Vorzugsweise ist zwischen der Verengung und dem Boden eine Aufweitung der Auffangvorrichtung
vorgesehen.
[0021] Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungsformen
zusammen mit den Ansprüchen und den beigefügten Zeichnungen ersichtlich. Erfindungsgemäße
Ausführungsformen können einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale
erfüllen.
[0022] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittdarstellung eines Teils einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Fremdkörperabscheidung,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Teils einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
Fremdkörperabscheidung in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Teils einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
Fremdkörperabscheidung in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Teils einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
Fremdkörperabscheidung in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Teils einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
Fremdkörperabscheidung in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines Teils einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
Fremdkörperabscheidung in einer weiteren Ausführungsform und
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung eines Teils einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
Fremdkörperabscheidung in einer weiteren Ausführungsform.
[0023] In den Zeichnungen sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente und/oder Teile
mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer erneuten Vorstellung jeweils
abgesehen wird.
[0024] Fig. 1 zeigt schematisch einen Ausschnitt aus einer Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung
22, die auch als Fremdkörperabscheidevorrichtung 22 bezeichnet werden kann. Ein Tabakstrom
11, der auch Fremdkörper 13 bzw. 13' wie beispielsweise Kunststoffe, zellulosehaltiges
Material oder ähnliches enthalten kann, wird mit einer Fördervorrichtung, beispielsweise
ein Förderband 23, in Fig. 1 von links oben in Förderrichtung 12 gefördert. Es kann
an dieser Stelle außer dem Förderband bzw. alternativ hierzu ein Förderkanal vorgesehen
sein, der den Tabakstrom in einer Luftströmung fördert.
[0025] Stromabwärts an das Förderband 23 schließt sich in Förderrichtung 12 eine Fremdkörpererkennungsvorrichtung
24 an, die beispielsweise eine Laserscanvorrichtung oder eine Kamera aufweisen kann.
In diesem Ausführungsbeispiel ist eine Kamera nur beispielhaft gezeigt, die ein Bild
von den vorbeiströmenden Partikeln aufnimmt, und zwar von hinten beleuchtet durch
eine Beleuchtung 32. Wenn ein Fremdkörper beispielsweise durch eine Fehlfarbe oder
eine andere Helligkeit des Materials und/oder eine andere Form des Materials erkannt
wird, wird ein entsprechendes Signal an eine Fremdkörperausstoßvorrichtung 25, die
beispielsweise eine Druckluftdüse sein kann, gegeben und ein entsprechender Druckluftstrahl
31 in Richtung quer zum Tabaksstrom 11 nach unten abgegeben. Hierdurch werden die
Fremdkörper und auch einige Tabakpartikel bzw. entsprechender Tabak aus dem Tabakstrom
11 ausgeschieden. Diese gelangen dann in die Auffangvorrichtung 10, die in diesem
Ausführungsbeispiel in die Fremdkörperabscheidevorrichtung 22 integriert ist.
[0026] Die Auffangvorrichtung 10 kann allerdings auch austauschbar vorgesehen sein, so dass
nach einer gewissen Zeit die Auffangvorrichtung 10 entnommen und gesondert entleert
wird.
[0027] In der Auffangvorrichtung 10 sind in Fig. 1 entsprechende Fremdkörper 13 und 13'
gezeigt, die entsprechende Bewegungsbahnen aufweisen. So werden beispielsweise schwere
und flexible Fremdkörper 13 entlang der Bewegungsrichtung 30' zunächst an einer Wand
14' reflektiert, um dann am Boden 15 erneut reflektiert zu werden. Ohne die erfindungsgemäßen
Klappen 16 und 16' würden diese Teilchen dann noch einmal an der Wand 14 reflektiert
werden und in Bewegungsrichtung 30' wieder in den Tabakstrom 11 zurückgelangen. Um
dieses zu verhindern, sind die Klappen 16 und 16' vorgesehen, die in einem Winkel
α zur Wand 14 angeordnet bzw. angebracht sind. Die vom Boden 15 reflektierten Partikel
bzw. Fremdkörper 13 gelangen von unten an die untere Klappe 16', werden dort reflektiert
und bleiben unten am Boden 15 liegen.
[0028] Entsprechend können auch Fremdkörper 13' in Förderrichtung 12 des Tabakstroms 11
mit einer Bewegungskomponente nach unten und einer Bewegungskomponente nach stromaufwärts
durch den Druckluftstoß 31 abgelenkt werden und an der Klappe 16 reflektiert werden.
Hierdurch gelangen diese an die Wand 14' im unteren Bereich und lagern sich beispielsweise
unten rechts in der Auffangvorrichtung 10 ab. Ohne die Klappe 16 könnten beispielsweise
entsprechende Teilchen direkt auf den Boden 15 gelangen und von dort wieder nach oben
reflektiert werden oder entsprechende Luftströmungen entstehen, die leichte Fremdkörper
13' wieder nach oben tragen und dann wieder in den Tabakstrom 11 zurück. Zur besseren
Veranschaulichung ist hier auch eine vertikale Richtung 18 nach unten dargestellt.
Der von den Fremdkörpern bereinigte Tabakstrom 11 gelangt in Förderrichtung stromabwärts
in einen Auffangbehälter, an dem im unteren Bereich ein Förderband 35 vorgesehen ist,
das den Tabak abfördert.
[0029] Fig. 2 zeigt schematisch einen Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Fremdkörperabscheidevorrichtung
22 in einer anderen Ausführungsform. Hier ist zum einen ein Tabakförderkanal linksseitig
der Fig. 2 oberhalb des Förderbands 23 dargestellt. Das Förderband 23 bewegt sich
in der dargestellten Pfeilrichtung um eine Umlenkrolle, die nicht zusätzlich dargestellt
ist. Zusätzlich zur Förderung durch das Förderband 23 ist auch ein entsprechender
Förderluftstrom in dem oberhalb vom Förderband 23 angeordneten Kanal in Förderrichtung
12 vorgesehen. Der Tabakstrom 11 enthält Tabak 19 sowie relativ leichte Fremdkörper
13' bzw. Fremdkörper 13' mit niedriger Dichte und schwere Fremdkörper 13. Im Vergleich
zum vorherigen Ausführungsbeispiel ist an der stromabwärtigen Wand 14' des Auffangbehälters
10 eine parabelartig geformte Wand vorgesehen, die aus mehreren Wandabschnitten 21,
21', 21", 21'" und 21
IV zusammengesetzt ist, wobei die jeweils benachbarten Teilwände bzw. Abschnitte der
Wand 14' in einem stumpfen Winkel zueinander angeordnet sind, so dass sich eine parabelartige
Ausgestaltung ergibt. Es sind auch entsprechende Bewegungsbahnen 30, 30' der Fremdkörper
13 dargestellt. Wie zu erkennen ist, erzeugt eine Reflexion bzw. ein Stoß des jeweiligen
Fremdkörpers 13 an der parabelartig ausgestalteten Wand 14', egal wo der Fremdkörper
13 anstößt, eine Bewegungsbahn 30, 30', so dass der jeweilige Fremdkörper 13 an den
rechten Bereich des Bodens 15 gelangt und so nicht mehr in den Tabakstrom 19 zurückgelangen
kann. Durch die parabelartige Ausgestaltung wird dafür gesorgt, dass Fremdkörper,
die an die Wand 14' gelangen und dort reflektiert werden, mehr in vertikale Richtung
18 nach unten reflektiert werden.
[0030] Fig. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Fremdkörperabscheidevorrichtung 22 in einer weiteren
Ausgestaltung. Hier ist eine Klappe 16 vorgesehen, die, wie die angedeuteten Bewegungsbahnen
30 und 30' zeigen, zum einen dafür sorgt, dass die reflektierenden Fremdkörper 13
daran gehindert werden, wieder nach oben in den Tabakstrom 11 zurück zu gelangen und
zum anderen bei einer entsprechenden Reflexion an der Klappe beispielsweise des Fremdkörpers
13' für mehr Reflexionen sorgt als ohne diese Klappe, so dass Bewegungsenergie bei
jedem Treffen an eine Wand verloren geht und die Wahrscheinlichkeit, dass diese Partikel
bzw. diese Fremdkörper 13' wieder in den Tabakstrom 11 zurückgelangen, verringert
wird.
[0031] In Fig. 4 ist eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fremdkörperabscheidevorrichtung
22 dargestellt, bei der eine Teilwand 33 sowie Teilwände 34 und 34' luftdurchlässig
ausgebildet sind, so dass der Druckluftstoß 31 aus der Auffangvorrichtung 10 seitlich
herausgefördert wird. Dieses verhindert, dass leichte Fremdkörper durch einen reflektierenden
Druckluftstoß in der Auffangvorrichtung 10 wieder hochgetragen werden und in den Tabakstrom
11 zurückgelangen. Die Klappe 16 dient dabei dazu, den Druckluftstrom entsprechend
in die richtige Richtung abzulenken. Hierzu kann der Winkel α entsprechend gewählt
werden.
[0032] Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Fremdkörperabscheidevorrichtung
22 mit einer erfindungsgemäßen Auffangvorrichtung 10, bei der die Klappe 16 nach unten
wegklappbar ist, wie der Pfeil andeutet. Hierdurch können insbesondere auch große
Fremdkörper 13 in die Auffangvorrichtung 10 gelangen, ohne dass eine Blockade entsteht.
Zudem wird hierdurch, wenn ein Fremdkörper auf die Klappe 16 gelangt, Bewegungsenergie,
d.h. kinetische Energie, von dem Fremdkörper abgegeben. Hierdurch gelangt der Fremdkörper
dann mit geringerer Bewegungsenergie auf den Boden der Auffangvorrichtung 10, ohne
wieder ganz nach oben zurück reflektiert werden zu können.
[0033] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform ist in Fig. 6 gezeigt, bei der eine Fremdkörperabscheidevorrichtung
22 gezeigt ist, die eine besondere Ausgestaltung des Bodens 15 aufweist, bei der zwei
Bodenflächen 17 und 17' vorgesehen sind, die in einem Winkel γ zueinander angeordnet
sind. Die Bodenfläche 17 ist in einem Winkel β zur Horizontalen 20 angeordnet, wohingegen
die Bodenfläche 17' in einem Winkel von -β zur Horizontalen angeordnet ist, so dass
der Betrag hier auch β ist.
[0034] Diese Ausgestaltung des Bodens als eine Art Dach sorgt sehr effizient dafür, dass
die Fremdkörper 13 und 13' nicht mehr oben zum Eingang des Auffangbehälters 10 bzw.
der Auffangvorrichtung 10 und damit in den Tabakstrom 11 zurückgelangen können.
[0035] Eine erweiterte Variante ist dann in Fig. 7 dargestellt, bei der zusätzlich zu dem
entsprechend ausgestalteten Boden wie in Fig. 6 auch Teilwände 33 und 34 sowie 34'
luftdurchlässig ausgeführt sind, so dass auch dafür gesorgt wird, dass der Druckluftstrom
durch diese Teilwände abgeleitet wird, so dass keine leichten Fremdkörper in den Tabakstrom
11 zurückgelangen können. Der Winkel β ist in diesem Ausführungsbeispiel vorzugsweise
bei 35°. Dies sorgt dafür, dass Teile, die senkrecht nach unten abgefördert wurden,
um ungefähr 90° umgelenkt gegen die Seitenwand gelangen und so nicht mehr zurück in
den Tabakmassenstrom bzw. Tabakstrom.
[0036] Das Vorsehen von luftdurchlässigen Wänden, beispielsweise in einer Ausführungsform,
bei der es sich um Netzgaze handelt, sorgt für eine Druckluftentlastung. Dieses kann
so auch vorzugsweise in Kombination mit der parabelartigen Form der Wand 14' oder
einer anderen Wand 14 geschehen. Die Wände können beispielsweise auch als Deflektoren
bezeichnet werden. Durch die flexible Aufhängung der Klappen, wie beispielsweise in
der Ausführungsform der Fig. 5 gezeigt, d.h. eine bewegliche Anlenkung an der Wand
14 oder eine bewegliche Klappe durch Elastizität der Klappe an sich, entsteht eine
ventilähnliche Funktion, da, nachdem die Klappen sich nach unten bewegt haben, diese
sich wieder zurückbewegen und somit den freien Querschnitt für Fremdkörper, die sich
wieder aufwärts zum Tabakstrom 11 bewegen, verkleinern. Durch eine mehrfache Segmentierung
der Klappen 16 bzw. 16' in horizontaler Richtung und/oder in vertikaler Richtung stabilisiert
sich die Luftströmung in der gesamten Auffangvorrichtung 10, so dass weniger leichte
Teilchen bzw. Fremdkörper wieder zurück in den Tabakstrom gelangen können.
[0037] Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden sowie auch
einzelne Merkmale, die in Kombination mit anderen Merkmalen offenbart sind, werden
allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen. Erfindungsgemäße Ausführungsformen
können durch einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale erfüllt sein.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 10
- Auffangvorrichtung
- 11
- Tabakstrom
- 12
- Förderrichtung
- 13, 13'
- Fremdkörper
- 14, 14'
- Wand
- 15
- Boden
- 16, 16'
- Klappe
- 17, 17'
- Bodenfläche
- 18
- vertikale Richtung
- 19
- Tabak
- 20
- Horizontale
- 21, 21', 21 ", 21"', 21IV
- Teilwand
- 22
- Fremdkörperabscheidevorrichtung
- 23
- Förderband
- 24
- Fremdkörpererkennungsvorrichtung
- 25
- Fremdkörperausstoßvorrichtung
- 30, 30'
- Bewegungsbahn
- 31
- Druckluftstrahl
- 32
- Beleuchtung
- 33
- Teilwand
- 34, 34'
- Teilwand
- 35
- Förderband
- α
- Winkel
- β
- Winkel
- γ
- Winkel
1. Auffangvorrichtung (10) für aus einem Tabakstrom (11) abgeschiedene Fremdkörper (13,
13') mit wenigstens einer Wand (14, 14') und einem Boden (15), dadurch gekennzeichnet, dass eine die Fremdkörper (13, 13') in der Auffangvorrichtung (10) zurückhaltende Vorrichtung
(16, 16') und/oder ein die Fremdkörper ablenkender Boden (17, 17') vorgesehen ist
und/oder eine Wand (14, 14') wenigstens abschnittsweise so ausgebildet ist, dass ein
auf den Abschnitt der Wand treffender Fremdkörper (13, 13') nach unten reflektiert
wird.
2. Auffangvorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Fremdkörper (13, 13') in der Auffangvorrichtung (10) zurückhaltende Vorrichtung
(16, 16') wenigstens ein von der Wand (14, 14') abstehendes flächiges Element (16,
16') ist oder umfasst.
3. Auffangvorrichtung (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das flächige Element (16, 16') von der Wand in einem Winkel (α) von 10° bis 80°,
insbesondere 25° bis 65°, insbesondere 35° bis 55°, nach unten angeordnet ist.
4. Auffangvorrichtung (10) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das flächige Element (16, 16') nach unten nachgebend ausgebildet ist.
5. Auffangvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das flächige Element (16, 16') in Förderrichtung (12) des Tabakstroms (11) an einer
stromaufwärtigen Wand (14) der Auffangvorrichtung (10) angeordnet ist.
6. Auffangvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere flächige Elemente (16, 16') horizontal nebeneinander und queraxial zu einer
Förderrichtung (12) des Tabakstroms (11) vorgesehen sind.
7. Auffangvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere flächige Elemente (16, 16') untereinander angeordnet sind.
8. Auffangvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der die Fremdkörper (13, 13') ablenkende Boden (15) eine Fläche (17, 17') aufweist,
die in einem Betrag eines Winkels (β) von 10° bis 80°, insbesondere 30° bis 60°, zur
Horizontalen (20) ausgerichtet ist, wobei die Fläche (17, 17') in Förderrichtung (12)
des Tabakstroms (11) abschüssig und/oder ansteigend ist.
9. Auffangvorrichtung (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche (17, 17') in wenigstens zwei Teilflächen geteilt ist und zwischen den
wenigstens zwei Teilflächen (17, 17') ein Winkel (γ) zwischen 5° und 180°, insbesondere
15° und 90°, insbesondere 30° und 60°, ausgebildet ist.
10. Auffangvorrichtung (10) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (15) als Vibrationsförderer ausgebildet ist.
11. Auffangvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wand (14, 14') oder ein Teil einer Wand (14') luftdurchlässig ausgebildet ist.
12. Auffangvorrichtung (10) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Wand (14') oder der Teil der Wand (14'), die oder der in Förderrichtung (12)
des Tabakstroms (11) stromabwärts angeordnet ist, luftdurchlässig ausgebildet ist.
13. Auffangvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine in Förderrichtung (12) des Tabakstroms (11) stromabwärts angeordnete Wand (14')
oder ein Teil dieser Wand (14') in vertikaler Richtung (18) annähernd parabelartig
oder parabelartig ausgebildet ist.
14. Auffangvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die parabelartige Ausbildung durch wenigstens drei Teilwände (21-21IV) gegeben ist, die in einem stumpfen Winkel zueinander angeordnet sind.
15. Vorrichtung (22) zur Fremdkörperabscheidung aus einem Tabakstrom (11), wobei eine
Fördervorrichtung (23) für den Tabakstrom (11) vorgesehen ist, wobei in Förderrichtung
(12) des Tabakstroms (11) stromabwärts der Fördervorrichtung (23) eine Fremdkörpererkennungsvorrichtung
(24) vorgesehen ist, an die sich weiter stromabwärts (12) eine Fremdkörperausstoßvorrichtung
(25) anschließt, wobei im Bereich der Fremdkörperausstoßvorrichtung (25) eine Auffangvorrichtung
(10) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 angeordnet ist oder vorgesehen ist.