[0001] Die Erfindung betrifft eine Messanordnung für ein Filterstabsegment in der Tabak
verarbeitenden Industrie, umfassend eine optische Messvorrichtung zum Erfassen einer
Eigenschaft eines längsaxial geförderten Filterstabsegments. Die Erfindung betrifft
des Weiteren ein entsprechendes Messverfahren, eine Maschine zum Herstellen von Filterstäben,
sowie eine Maschine und eine Anlage zur Herstellung eines Multisegmentfilterprodukts.
[0002] In der Zigarettenindustrie besteht zunehmend die Tendenz, Multisegmentfilter zu verwenden,
die auf sogenannten Multisegmentfilterherstellungsmaschinen im Strangverfahren hergestellt
werden. Eine MERLIN genannte Multisegmentfilter-Herstellungsmaschine der Anmelderin
ist beispielsweise aus der
EP 1 427 299 B2 bekannt. Bei diesem Verfahren muss der aus unterschiedlichen Filtersegmenten gebildete
endlose Filterstrang an den vorgesehenen Stellen in Filterstücke geschnitten werden,
die dann beispielsweise in einer Filteransetzmaschine an die Zigaretten angesetzt
werden. Hierbei ist die Genauigkeit der Schnittlage ein entscheidendes Qualitätskriterium.
Für die Lage des durchgeführten Schnittes wird in der Multisegmentfilterherstellungsmaschine
ein Regelkreis verwendet, dessen Ist-Wert von einer optischen Messvorrichtung bestimmt
wird. Eine optische Messvorrichtung zum Steuern einer Schneideinrichtung in einer
Multisegmentfilterherstellungsmaschine ist beispielsweise aus der
EP 1 557 100 B1 bekannt. Manche Kombinationen von Filtersegmenten, insbesondere Weiß-Weiß-Filtersegmentkombinationen,
liefern jedoch keinen ausreichenden Kontrastunterschied, so dass die einzelnen Filtersegmente
von der optischen Messvorrichtung nicht unterschieden werden können. In diesen Fällen
kann die Schneideinrichtung der Multisegmentfilterherstellungsmaschine nicht mit der
gewünschten Genauigkeit geregelt werden.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Messanordnung, eine Filterherstellungsmaschine,
eine Multisegmentfilterherstellungsmaschine, eine Anlage und ein Messverfahren bereitzustellen,
die eine zuverlässigere Bestimmung der zu messenden Produkteigenschaft insbesondere
bei kontrastarmen Filtersegmentkombinationen ermöglichen.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Durch
Einfärben einer Komponente des Filterstabsegments mit einer die optische Absorption
von Licht der optischen Messvorrichtung signifikant verändernden Einfärbung ist die
zu messende Eigenschaft, insbesondere Position in Axialrichtung, des eingefärbten
Filterstabsegments mittels der optischen Messvorrichtung mit hinreichender Qualität
messbar. Insbesondere kann der Kontrast zwischen verschiedenen Filterstabsegmenten,
und dadurch die Qualität bzw. Genauigkeit der Messung durch die optische Messvorrichtung,
erheblich gesteigert werden. Im Ergebnis erlaubt dies eine Schnittlageregelung mit
der gewünschten Genauigkeit insbesondere auch bei kontrastarmen Filtersegmentkombinationen,
beispielsweise Weiß-Weiß-Filtersegmentkombinationen.
[0005] Die optische Messvorrichtung misst insbesondere im sichtbaren Wellenlängenbereich.
Wenn die optische Messvorrichtung in einem um eine Messwellenlänge liegenden Wellenlängebereich
misst, weist die Einfärbung vorzugsweise eine von der Messwellenlänge signifikant
abweichende Wellenlänge auf. Signifikant von der Messwellenlänge abweichende Einfärbung
bedeutet, dass die Wellenlänge der Einfärbung vorteilhaft um mindestens 50 nm, vorzugsweise
um mindestens 100 nm von der Messwellenlänge abweicht. Wellenlängen sind im Rahmen
der vorliegenden Anmeldung als Wellenlängen in Luft oder Vakuum zu verstehen. In einer
besonders bevorzugten Ausführungsform handelt es sich um eine zu der Messwellenlänge
komplementäre Einfärbung. In diesem Fall ist der Messkontrast aufgrund der Einfärbung
maximal. Vorzugsweise ist Einfärbung mindestens in dem von der Messvorrichtung erfassten
Bereich einfarbig und/oder homogen.
[0006] Die Erfindung umfasst allgemeiner auch Einfärbungen, die sich nicht mittels einer
Farbwellenlänge charakterisieren lassen, beispielsweise graue Einfärbungen. Von Bedeutung
ist lediglich, dass die Einfärbung zu einer signifikanten Änderung der optischen Absorption
des mit der eingefärbten Komponente versehenen Filterstabs oder Filterstabsegments,
insbesondere im sichtbaren Wellenlängenbereich, führt im Vergleich zu einer nicht
eingefärbten, insbesondere weißen Komponente. Auch die optische Messvorrichtung ist
nicht auf monochromatisches Licht oder einen engen Wellenlängenbereich um eine Messwellenlänge
beschränkt. Beispielsweise kann die optische Messvorrichtung Weißlicht verwenden.
[0007] In einer praktischen Ausführungsform kann die Messwellenlänge der Messvorrichtung
beispielsweise im roten Wellenlängenbereich liegen und mindestens 630 nm betragen.
In diesem Fall beträgt die Wellenlänge der Einfärbung vorzugsweise höchstens 580 nm
und liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 420 und 580 nm, weiter vorzugsweise im
Bereich zwischen 450 und 550 nm. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist
die Farbe der Einfärbung Cyan (ca. 490 nm) oder eine Cyan benachbarte Farbe (± 25
nm). Eine bevorzugte Alternative ist ein blauer Farbstoff mit einer Wellenlänge kleiner
als 490 nm, beispielsweise ein Indigofarbstoff wie Indigokarmin oder Indigotin.
[0008] Für die erfindungsgemäße Einfärbung kommen unterschiedliche Komponenten eines Filtersegments
in Betracht, insbesondere Umhüllungsstreifen, Leimspur, Füllmaterial wie Acetat oder
Weichmacher wie Triacetin. Vorzugsweise wird die Komponente des Filterstabsegments
in einem Bereich eingefärbt, der am Endprodukt, insbesondere der Zigarette, von außen
nicht sichtbar ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Einfärbung für den
Konsumenten nicht störend wirkt. Im Falle der Einfärbung eines Umhüllungsstreifens
wird dies vorteilhaft dadurch erreicht, dass ausschließlich die Innenseite, vorzugsweise
die gesamte Innenseite des Umhüllungsstreifens eingefärbt wird, während die Außenseite
des Umhüllungsstreifens ungefärbt bleibt.
[0009] Die optische Messvorrichtung misst vorteilhaft im Durchstrahlverfahren an einem Filterstrang
bzw. an längsaxial geförderten Filterstäben oder Filterstabsegmenten, und umfasst
eine Lichtquelle, vorzugsweise eine Laserlichtquelle, und einen Lichtempfänger, vorzugsweise
mit einer Linse und einem lichtempfindlichen Sensor. Eine solche als MPC-Sensor bezeichnete
optische Messvorrichtung der Anmelderin ist beispielsweise aus der
EP 1 557 100 B1 bekannt, deren Offenbarungsgehalt vollumfänglich in die vorliegende Anmeldung aufgenommen
wird. Linsenfreie Lichtempfänger sind möglich, beispielsweise Lichtleiter oder Kontaktempfänger.
Die Anmeldung ist auch nicht auf Laserlichtquellen beschränkt.
[0010] Die Erfindung wird im Folgenden anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Multisegmentfilterherstellungsmaschine;
- Fig. 2
- eine Querschnittsansicht in Strangrichtung einer optischen Messvorrichtung zur Messung
an einem Filterstrang;
- Fig. 3
- eine Filterherstellungsmaschine, die zum Einfärben von Komponenten der darauf hergestellten
Filtersegmente eingerichtet ist;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht auf eine Filterherstellungsmaschine im Bereich einer Farbauftragseinrichtung
für den Umhüllungsstreifen; und
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine Anlage zur Herstellung eines Multisegmentfilterprodukts.
[0011] Die in Figur 1 gezeigte Multisegmentfilterherstellungsmaschine 3 umfasst eine Strangbildevorrichtung
1, eine dieser vorgeordnete, im Querverfahren arbeitende Gruppenbildevorrichtung 2
zum Zusammenstellen der in der Strangbildevorrichtung 1 verarbeiteten Filterelemente
bzw. -segmente und eine Übergabeeinheit 62 zum Übergeben der Filterelemente bzw. -segmente
an die Strangbildevorrichtung 1. Die Multisegmentfilterherstellungsmaschine 3 ist
vorzugsweise eine Zweistrangmaschine.
[0012] Mittels der Multisegmentfilterherstellungsmaschine 3 sind beispielsweise Multisegmentfilter
für Zigaretten herstellbar, die vier oder hier sechs Filterelemente bzw. -segmente
aufweisen. Die Gruppenbildevorrichtung 2 umfasst eine Mehrzahl, hier beispielsweise
drei Segmentzuführeinheiten 604, 605.1, 605.2 zum Zusammenstellen und Zuführen unterschiedlicher
Filtersegmente zu der Strangbildevorrichtung 1. In den Segmentzuführeinheiten 604,
605.1, 605.2 ist jeweils ein Vorratsbehälter 53.1, 53.2, 53.3 für die entsprechenden
Filtersegmente vorgesehen. Die Segmentzuführeinheiten 604, 605.1, 605.2 weisen vorzugsweise
jeweils eine Zusammenstelltrommel 64.1, 64.2 und eine Übergabetrommel 63.5, 63.6 auf.
Die mittels der Segmentzuführeinheiten 604, 605.1, 605.2 zugeführten Filtersegmente
sind hier Weichelemente, die Zuführung von Hartelementen ist aber nicht ausgeschlossen.
[0013] Die Filterstabgruppen werden in einer Übergabeeinheit 62, die weitere Übergabetrommeln
63.1, 63.2, 63.3 aufweisen kann, mittels einer Wendetrommel 28 längsaxial zur Förderrichtung
angeordnet und lückenlos kontinuierlich auf einen Umhüllungsstreifen, der von einer
auf einer Bobinenhalterung 30 angeordneten Bobine abgezogen und mittels mindestens
einer Beleimungsvorrichtung 32, 37 aus mindestens einem Leimvorratsbehälter 33, 38
beleimt wird, an die Strangbildevorrichtung 1 übergeben. Die zu einer lückenlosen
Reihe fixierten Filterstabgruppen durchlaufen anschließend eine Formatkammer 44, in
der der Umhüllungsstreifen um die Filterstabgruppen herumgelegt wird, so dass ein
kontinuierlicher Filtersegmentstrang gebildet wird. Mittels eines Strangabschneiders
50 kann der Filterstrang abgeschnitten werden, wobei abgeschnittene, nicht weiter
verarbeitete Filterstrangabschnitte, die beispielsweise bei Start/Stop-Vorgängen anfallen,
über eine Rutsche in einen Sammelbehälter 56 rutschen. Der verschlossene und versiegelte
Filterstrang wird mittels einer Schneidvorrichtung 48 in Mehrfachfilterstäbe von vorzugsweise
mehrfacher Gebrauchslänge, beispielsweise 2-, 4- oder hier 6-facher Gebrauchslänge
abgeschnitten. Mittels einer Einstoßtrommel 57 können die Mehrfachfilterstäbe zur
weiteren Verarbeitung, insbesondere zum Zusammensetzen mit Tabakstöcken, in eine weitere
Maschine, insbesondere eine Zigarettenherstellungsmaschine, eingestoßen oder an zwischengeschaltete
Transfersysteme übergeben werden.
[0014] Die Lage der mit der Schneidvorrichtung 48 erzeugten Schnitte wird auf der Grundlage
eines Signals von einer optischen Messvorrichtung 10 geregelt, die zur Ermittlung
der Kontaktposition zweier aufeinanderfolgender Filterstabsegmente eingerichtet ist.
Die optische Messvorrichtung 10 ist in der Strangeinheit 1 in Förderrichtung benachbart
zu, vorzugsweise vor der Schneidvorrichtung 48 angeordnet. Die optische Messvorrichtung
10 misst daher an dem längsaxial geförderten Filtersegmentstrang. Vorzugsweise ist
für jeden Filterstrang eine eigene zugeordnete Messvorrichtung 10 vorgesehen.
[0015] Eine bevorzugte Ausführungsform der optischen Messvorrichtung 10 ist in Figur 2 in
einem Querschnitt durch den Filterstrang 20 gezeigt. Die Messvorrichtung 10 umfasst
mindestens eine, vorzugsweise eine Mehrzahl, insbesondere zwei Messeinrichtungen 11,
12, deren optische Achsen im Querschnitt wie in Figur 2 gezeigt einen von Null verschiedenen
Winkel von vorzugsweise mindestens 30°, weiter vorzugsweise mindestens 45°, hier beispielsweise
etwa 65° aufweisen. Durch die Verwendung zweier Messeinrichtungen 11, 12 mit unterschiedlichen
optischen Achsen können systematische Messfehler eliminiert werden. Jede Messeinrichtung
11, 12 umfasst eine Lichtquelle 22, insbesondere eine Laserlichtquelle, zur Erzeugung
eines quer zum Filterstrang 20 durch diesen hindurchtretenden Lichtstrahls, und einen
gegenüber der Lichtquelle 22 angeordneten Lichtempfänger 14 mit einem lichtempfindlichen
Sensor zum Erfassen des durch den Filterstrang 20 hindurchgetretenen bzw. gestreuten
Lichtstrahls. Die optische Messvorrichtung 10 arbeitet demnach im Durchstrahlungsverfahren.
Es ist alternativ denkbar, eine im Reflexionsverfahren arbeitende optische Messvorrichtung
zu verwenden. Der Lichtempfänger 14 umfasst eine Linse 26, um einen Bereich eines
durch die Lichtquelle im Filterstrang 20 erzeugten Helligkeitsbereichs auf der Austrittsseite
des Filterstrangs 20 zu erfassen. In dem Lichtempfänger 14 kann zwischen dem Sensor
und der Linse 26 vorzugsweise eine in Figur 2 nicht bezeichnete Blende angeordnet
sein.
[0016] Die optische Messvorrichtung 10 umfasst vorteilhaft ein zwischen der Lichtquelle
22 und dem Lichtempfänger 14 vorgesehenes Strangführungsrohr 27 aus einem geeigneten
Material, vorzugsweise Glas oder einem geeigneten transparenten Kunststoff. Ein Strangführungsrohr
27 aus Saphirglas bietet folgende Vorteile: Abriebfestigkeit, glatter Durchgang des
Filterstrangs 20 für gute Reinigung, Staubdichtigkeit, optische Eignung aufgrund Transparenz
und Alterungsbeständigkeit.
[0017] Insbesondere wenn in dem Filterstrang aneinanderstoßende Filtersegmente beide weiß
sind, kann der Kontrast nicht ausreichend sein, um den Übergang zwischen den Segmenten
mittels der optischen Messvorrichtung 10 hinreichend zuverlässig zu detektieren. Um
auch in derartigen Fällen eine zuverlässige Detektion des Übergangs zwischen zwei
Filtersegmenten zu ermöglichen, wird erfindungsgemäß mindestens eine Sorte von Filtersegmenten,
d.h. die mittels mindestens einer der Segmentzuführeinheiten 604, 605.1, 605.2 zugeführten
Filtersegmente, vor der Verarbeitung in der Multisegmentfilterherstellungsmaschine
3, bzw. spätestens vor einem Zusammenstellen und/oder Gruppieren, etwa auch noch in
einem Magazin und/oder im Bereich einer Transporttrommel, mindestens teilweise eingefärbt.
[0018] Die Einfärbung findet vorzugsweise in einer vorgeordneten Filterherstellungsmaschine
zur Herstellung der entsprechenden Filtersegmente statt. Verschiedene Varianten für
die Einfärbung von Filtersegmentkomponenten werden anhand der in Figur 3 gezeigten
Filterherstellungsmaschine 40 beispielhaft illustriert. Die Filterherstellungsmaschine
40 besteht in an sich bekannter Weise aus einer Filtertowaufbereitungseinheit 51 und
einer Filterstrangformungseinheit 52, die mit einem Gehäuse 52a versehen ist. Die
Filtertowaufbereitungseinheit 51 umfasst ein Walzenpaar 73 zum endlosen Abziehen eines
Filtertowstreifens 4 von einem Ballen 6. Nach der Entnahme von dem Ballen 6 passiert
der über eine Umlenkrolle 5 geführte Filtertowstreifen 4 beispielsweise zwei Luftdüsen
7, 8, die zur Ausbreitung und Auflockerung des Gewebes des Filtertowstreifens 4 dienen.
In Transportrichtung danach kann eine Klimakammer 70 zur Behandlung des Filtertowstreifens
4 mit Wasserdampf oder Warmluft vorgesehen sein. Es folgt eine gesteuerte Vorreckeinrichtung
13, 15, der drei einzeln gesteuerte Walzenpaare 73, 9, 71 folgen, die zur Reckung
des Filtertowstreifens 4 mit unterschiedlichen, gegebenenfalls veränderbaren Drehzahlen
betreibbar sind. Zwischen den Walzenpaaren 9 und 71 befindet sich eine Auftragseinrichtung
72, beispielsweise in Form einer oder mehrerer rotierender Bürsten, Düsen und/oder
Düsenreihen, zum Auftragen eines Weichmachers, insbesondere Triacetin, auf den Filtertowstreifen
4. Die Zufuhr des Weichmachers zu der Auftragseinrichtung 72 erfolgt mittels einer
Dosierpumpe 93 über eine Zuführleitung 34 aus einem Weichmachervorrat 36. Die Dosierpumpe
93 lässt sich über eine Steuerleitung 93a von einer Regeleinrichtung 43 steuern.
[0019] Der aufbereitete, mit Weichmacher besprühte Filtertowstreifen 4 gelangt über das
Walzenpaar 71 von der Filtertowaufbereitungseinheit 51 in einen Einlauftrichter 17
der Filterstrangformungseinheit 52, in der der Filtertowstreifen 4 zusammengefasst
und auf einen von einer Bobine 18 abgezogenen und mittels einer Beleimungsvorrichtung
80, insbesondere mindestens einer Beleimungsdüse, beleimten Umhüllungsstreifen 21
aufgelegt wird. Der Umhüllungsstreifen 21, insbesondere ein endloser Filterpapierstreifen,
und ein durch Zusammenfassen des Filtertowstreifens 4 gebildeter Filtermaterialstrang
4a gelangen auf ein Formatband 23, das beide Komponenten durch ein Format 23a führt.
Das Format 23a legt den Umhüllungsstreifen 21 um den Filtermaterialstrang 4a herum
und bildet dabei einen endlosen Filterstrang 24. Die Geschwindigkeit des Formatbands
23 wird von einer Steuerungseinrichtung 25 über eine Steuerleitung 25a gesteuert und
auf die ebenfalls von der Steuerungseinrichtung 25 über Steuerleitungen 25b, 25c gesteuerten
Antriebe der Walzenpaare 9, 71 abgestimmt.
[0020] Der Filterstrang 24 durchläuft eine Nahtplätte 76, in der die Klebenaht abgetrocknet
und/oder verfestigend beeinflusst wird, etwa auch mittels Kühlen beim Einsatz von
Heißleim. Anschließend werden von dem Filterstrang 24 mittels eines Messerapparats
77 fortlaufend Filterstäbe 78 abgeschnitten, die von einem Beschleuniger 29 in eine
Ablegertrommel 31 überführt werden, in der sie in queraxialer Förderrichtung gefördert
werden. Von der Ablegertrommel 31 gelangen die Filterstäbe 78 zu einem Ablegerband
82, von dem aus sie einer Weiterverarbeitung oder einer Zwischenlagerung zugeführt
werden. Insbesondere können die Filterstäbe 78 als Filtersegmente einem der Vorratsbehälter
53.1, 53.2, 53.3 der Multisegmentfilterherstellungsmaschine 3 aus Figur 1 zugeführt
werden.
[0021] Zwischen der Nahtplätte 76 und dem Messerapparat 77 ist vorzugsweise eine Mikrowellen-
oder Hochfrequenzmesseinrichtung 37 zur Messung der Anteile der Komponenten des Filterstrangs,
nämlich trockenes Filtertow, Wasser bzw. Feuchte und/oder Weichmacher, vorgesehen.
Die entsprechenden Messwerte werden über eine Datenleitung 37a an eine Auswerteeinrichtung
42 übermittelt. Der Auswerteeinrichtung 42 ist die Regeleinrichtung 43 nachgeschaltet.
In der Regeleinrichtung 43 werden die Signale der Auswerteeinrichtung 42 als Ist-Werte
mit vorgegebenen, gespeicherten Sollwerten verglichen. Bei einer Abweichung von einem
Sollwert gibt die Regeleinrichtung 43 ein Steuersignal an ein entsprechendes Steuermittel
ab. Stellt beispielsweise die Regeleinrichtung 43 fest, dass der von der Messeinrichtung
37 ermittelte Ist-Wert des Weichmacheranteils in dem Filterstrang 24 von dem gespeicherten
Soll-Wert abweicht, steuert die Regeleinrichtung 43 über die Steuerleitung 93a die
Dosierpumpe 93 entsprechend an, um den Ist-Wert in Richtung zu dem Sollwert zu verändern.
Stellt die Regeleinrichtung 43 beispielsweise fest, dass der von der Messeinrichtung
37 ermittelte Ist-Wert des trocknen Filtertows in dem Filterstrang 24 von dem gespeicherten
Soll-Wert abweicht, steuert die Regeleinrichtung 43 über die Steuerleitung 73a das
Walzenpaar 73 entsprechend an, um den Ist-Wert in Richtung zu dem Sollwert zu verändern.
Stellt die Regeleinrichtung 43 beispielsweise fest, dass der von der Messeinrichtung
37 ermittelte Ist-Wert der Feuchte des Filterstrangs 24 von dem gespeicherten Soll-Wert
abweicht, steuert die Regeleinrichtung 43 über die Steuerleitung 70a die Klimakammer
70 entsprechend an, um den Ist-Wert in Richtung zu dem Sollwert zu verändern.
[0022] Um die zuverlässige Detektierung der hergestellten Filterstäbe bzw. Filterstabsegmente
78 insbesondere in einer nachfolgenden Multisegmentfilterherstellungsmaschine 3 sicherzustellen,
wird in der Filterherstellungsmaschine 40 eine Komponente der Filterstäbe bzw. Filterstabsegmente
78 mit einer die optische Absorption von sichtbarem Licht signifikant verändernden
Einfärbung, vorzugsweise mit einer von der Messwellenlänge der der optischen Messvorrichtung
10 (siehe Figuren 1 und 2) signifikant abweichenden Wellenlänge eingefärbt. Wenn die
Messwellenlänge der optischen Messvorrichtung 10 beispielsweise im roten Wellenlängenbereich
(> 630 nm) liegt, ist die Wellenlänge der Einfärbung vorzugsweise kleiner als 580
nm, weiter vorzugsweise kleiner als 530 nm und besonders vorzugsweise etwa 490 nm
entsprechend einer Einfärbung in der Farbe Cyan. Eine bevorzugte Alternative ist ein
blauer Farbstoff mit Wellenlänge kleiner als 490 nm, beispielsweise ein Indigofarbstoff
wie Indigokarmin oder Indigotin.
[0023] Die einzufärbende Komponente des Filterstabs bzw. Filterstabsegments 78 kann vorzugsweise
der Umhüllungsstreifen 21 sein. In dieser bevorzugten Ausführungsform umfasst die
Filterherstellungsmaschine 40 eine Farbauftragseinrichtung 19, beispielsweise mindestens
eine Farbauftragsdüse, zum Einfärben des Umhüllungsstreifens 21 mit einem vorzugsweise
homogenen, einheitlichen und/oder einfarbigen Farbauftrag. Besonders vorteilhaft wird
dabei nur die Innenseite des Umhüllungsstreifens 21, bezogen auf das endgültige Produkt,
d.h. das Filterstabsegment 78 bzw. die Zigarette, eingefärbt, und zwar vorzugsweise
vollständig. Die Einfärbung erfolgt vorzugsweise von einem Seitenrand zum gegenüberliegenden
Seitenrand kontinuierlich, oder zur Senkung des Farbverbrauchs mit abschnittsweisen
Unterbrechungen diskontinuierlich, was ein zuverlässiges Erkennen, auch bei im späteren
Verarbeitungsprozess veränderter Drehwinkellage, gewährleistet. Entsprechend ist die
Farbauftragseinrichtung 19 in Bezug zu der Innenseite des Umhüllungsstreifens 21 angeordnet.
Demgegenüber wird die Außenseite des Umhüllungsstreifens 21 vorzugsweise nicht eingefärbt,
damit die Einfärbung für den Konsumenten des fertigen Produkts nicht störend wirkt.
[0024] Details der Filterherstellungsmaschine 40 im Bereich der Farbauftragseinrichtung
19 sind in Figur 4 gezeigt. Die Farbauftragseinrichtung 19 umfasst vorzugsweise eine
Farbdüse 99 und eine beispielsweise elektrisch oder pneumatisch betriebene Farbauftragspumpe
92. Der Umhüllungsstreifen 21 wird über eine Umlenkeinrichtung 95 auf das endlose
Formatband 23 aufgelegt. Gleichzeitig wird auf den umgelenkten Umhüllungsstreifen
21 von oben der endlose Filtermaterialfaserstrang 4a aufgelegt. Das Formatband 23
wird über eine zweite Umlenkeinrichtung 96 auf einen Formatgrund geführt und dient
dem Transport des Umhüllungsstreifens 21 mit dem aufgelegten Filtermaterialfaserstrang
4a während der weiteren Bewegung auf dem Formatgrund. Der Formatgrund selbst ist einschließlich
nicht dargestellter, darauf angeordneter Deckleisten mit einer Formgebung versehen,
durch die insgesamt ein Formgebungskanal gebildet wird, durch den der Umhüllungsstreifen
21 während der Transportbewegung um den Filtermaterialfaserstrang 4a herumgeschlagen
und anschließend zur Fixierung an den übereinander gelegten Rändern miteinander verklebt
wird. Die Beleimungseinrichtung 80 umfasst vorzugsweise eine Leimdüse 98 und eine
beispielsweise elektrisch oder pneumatisch betriebene Leimauftragspumpe 91.
[0025] Alternativ oder zusätzlich zu der Einfärbung des Umhüllungsstreifens 21 kann eine
Leimspur auf dem Umhüllungsstreifen 21 eingefärbt werden. In dieser Ausführungsform
ist die Beleimungsvorrichtung 80 zum Auftragen von gefärbtem Leim oder Leim und Farbe
eingerichtet.
[0026] Alternativ oder zusätzlich kann der Weichmacher für das Filtertow eingefärbt werden.
In dieser Ausführungsform ist die Weichmacherzuführeinrichtung 93, 36 zum Auftragen
von gefärbtem Weichmacher oder Weichmacher und Farbe eingerichtet. Ein spurweises
Auftragen von eingefärbtem Weichmacher, vorzugsweise durch eine Düse oder Düsenreihe,
kann den Farbverbrauch senken und trotzdem ein zuverlässiges Erkennen gewährleisten.
[0027] Alternativ oder zusätzlich zu der Einfärbung der Komponente in einer Filterstabherstellmaschine
kann eine bereits eingefärbte Komponente der Filterstabherstellmaschine zugeführt
werden, beispielsweise ein bereits eingefärbter Umhüllungsstreifen oder ein bereits
eingefärbtes Füllmaterial.
[0028] Die Filterherstellungsmaschine 40 umfasst vorzugsweise mindestens einen in Förderrichtung
hinter der Einrichtung 19 zum Einfärben der Filterkomponente angeordneten Sensor 81,
insbesondere einen Farbsensor, zum Erfassen der Einfärbung, insbesondere der Stärke,
Deckung und/oder Wellenlänge des Farbauftrags. Der Sensor 81 kann beispielsweise ein
optischer Sensor sein. Mittels des Sensors 81 kann die Qualität des Farbauftrags überwacht
und vorteilhaft geregelt werden. Die von dem Sensor 81 erfassten Signale werden zu
diesem Zweck über eine Datenleitung 81a an die Auswerteeinrichtung 42 übermittelt.
Stellt die Regeleinrichtung 43 fest, dass der von dem Sensor 81 ermittelte Ist-Wert
des Farbauftrags von dem gespeicherten Soll-Wert abweicht, steuert die Regeleinrichtung
43 über die Steuerleitung 19a vorteilhaft die Farbauftragseinrichtung 19 entsprechend
an, um den Ist-Wert in Richtung zu dem Sollwert zu verändern. Die Filterherstellungsmaschine
40 umfasst weiterhin vorzugsweise einen beispielsweise im Bereich des Sensors 81 angeordneten
Kapselsensor zum Detektieren einer in dem Filterstabsegment 78 angeordneten Aromakapsel.
[0029] Die Filterherstellungsmaschine 40 ist vorzugsweise eine Zweistrangmaschine. Vorzugsweise
ist für jeden Filterstrang eine eigene zugeordnete Färbeeinrichtung 19 und/oder ein
eigener zugeordneter Farbsensor 81 vorgesehen.
[0030] Eine Anlage 100 zur Herstellung eines Multisegmentfilterprodukts aus einer Mehrzahl
von Filterstäben ist in Figur 5 gezeigt. Die Anlage 100 umfasst eine Multisegmentfilterherstellungsmaschine
3, die beispielsweise gemäß Figur 1 ausgeführt ist und insbesondere eine optische
Messvorrichtung 10 umfasst, und in diesem Fall zwei Filterstab- bzw. Filtersegmentherstellungsmaschinen
40a, 40b, die zur Herstellung der unterschiedlichen, in der Multisegmentfilterherstellungsmaschine
3 zu einem Filter zu verarbeitenden Filtersegmente vorgesehen sind. Mindestens eine
der Filtersegmentherstellungsmaschinen 40a, 40b weist dabei eine Farbauftragseinrichtung
19 zum Einfärben einer Komponente des entsprechenden Filterstabs bzw. Filtersegments
mit einer die optische Absorption von sichtbarem Licht, insbesondere Licht der optischen
Messvorrichtung 10, signifikant abweichenden Einfärbung auf und ist beispielsweise
gemäß Figur 3 ausgeführt. Die Anlage 100 kann ein Schragenlager 101 mit einem Handhabungsmittel
102 zum Handhaben von in dem Schragenlager 101 gelagerten Schragen, Zugänge 105 und
Ausgänge 106 für Schragen und gegebenenfalls mindestens eine Hub- und/oder Drehstation
108 aufweisen. Jeder Filtersegmentherstellungsmaschine 40a, 40b und der Multisegmentfilterherstellungsmaschine
3 ist ein entsprechender Schragenfüller 103a, 103b, 104 zugeordnet. Der Multisegmentfilterherstellungsmaschine
3 umfasst in dieser Ausführungsform drei Schragenentleerer 107 zum Füllen der Vorratsbehälter
53.1, 53.2, 53.3 (siehe Figur 1) mit Filterstäben aus entsprechenden Schragen.
[0031] Die Multisegmentfilterherstellungsmaschine 3 umfasst vorzugsweise mindestens eine
Sensoranordnung 87 in der Gruppenbildevorrichtung 2, d.h. im Filterstabsegmente queraxial
fördernden Abschnitt, zum Feststellen von Eigenschaften einzelner Filterstabsegmente
zum Zwecke einer Eingangskontrolle für die Strangbildevorrichtung 1. Die Sensoranordnung
87 umfasst insbesondere einen Sensor 81 wie in Figur 3 gezeigt, um prüfen zu können,
ob ein zu verarbeitendes Filterstabsegment ordnungsgemäß eingefärbt ist. Die Sensoranordnung
87 umfasst weiterhin vorzugsweise einen Kapselsensor zum Detektieren einer in einem
Filterstabsegment angeordneten Aromakapsel. Die Sensoranordnung 87 ist im Beispiel
der Figur 1 in der Übergabeeinheit 62 zwischen den jeweils einem Filtersegmenttyp
zugeordneten Segmentzuführeinheiten 604, 605.1, 605.2 und der Strangbildevorrichtung
1 angeordnet. Alternativ oder zusätzlich kann eine oder mehrere entsprechende Sensoranordnungen
87 in einer oder mehreren Segmentzuführeinheiten 604, 605.1, 605.2 angeordnet sein.
1. Messanordnung für ein Filterstabsegment in der Tabak verarbeitenden Industrie, umfassend
eine optische Messvorrichtung (10) zum Erfassen einer Eigenschaft eines längsaxial
geförderten Filterstabsegments, dadurch gekennzeichnet, dass die Messanordnung eine in Förderrichtung vor der optischen Messvorrichtung angeordnete
Färbeeinrichtung (19) zum Einfärben einer Komponente des Filterstabsegments, insbesondere
eines Umhüllungsstreifens (21), einer Leimspur, eines Füllmaterials und/oder eines
Weichmachers, mit einer die optische Absorption von Licht der optischen Messvorrichtung
(10) signifikant verändernden Einfärbung umfasst.
2. Messanordnung nach Anspruch 1, wobei die optische Messvorrichtung (10) in einem um
eine Messwellenlänge liegenden Wellenlängebereich misst, dadurch gekennzeichnet, dass die Einfärbung mit einer von der Messwellenlänge signifikant abweichenden Farbe erfolgt.
3. Messanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Färbeeinrichtung (19) zum Einfärben der Komponente des Filterstabsegments mit
einer zu der Messwellenlänge komplementären Einfärbung eingerichtet ist, und/oder
dass die Wellenlänge der Einfärbung um mindestens 50 nm, vorzugsweise um mindestens
100 nm von der Messwellenlänge abweicht.
4. Messanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponente (21) des Filterstabsegments in einem Bereich eingefärbt wird, der
am Endprodukt nach außen nicht sichtbar ist.
5. Messanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Färbeeinrichtung (19) zum Einfärben ausschließlich einer Innenseite eines Umhüllungsstreifens
(21) eingerichtet ist.
6. Messanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einfärbung mindestens in dem von der Messvorrichtung (10) erfassten Bereich einfarbig
und/oder homogen ist.
7. Messanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messvorrichtung (10) im Durchstrahlverfahren misst und eine Lichtquelle (22)
und einen Lichtempfänger (11) umfasst.
8. Maschine (40) zum Herstellen von Filterstäben (78) der Tabak verarbeitenden Industrie,
dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine eine Färbeeinrichtung (19) zum Einfärben einer Komponente (21) eines
Filterstabs, insbesondere eines Umhüllungsstreifens (21), einer Leimspur, eines Füllmaterials
und/oder eines Weichmachers, in einem Bereich, der am Endprodukt nach außen nicht
sichtbar ist, umfasst, wobei die Einfärbung die optische Absorption von sichtbarem
Licht signifikant ändert.
9. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellenlänge der Einfärbung kleiner als 580 nm ist und vorzugsweise im Bereich
zwischen 420 und 580 nm, weiter vorzugsweise im Bereich zwischen 450 und 550 nm liegt;
und/oder dass die Farbe der Einfärbung Cyan, eine Cyan benachbarte Farbe oder ein
Blau mit einer Wellenlänge von weniger als 490 nm, insbesondere ein Indigofarbstoff,
ist.
10. Maschine nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine mindestens einen optischen Sensor (81) zum Erfassen einer Einfärbung
einer Komponente eines Filterstabsegments umfasst.
11. Maschine (3) der Tabak verarbeitenden Industrie zur Herstellung von Multisegmentfiltern
aus einer Mehrzahl von Filterstabsegmenten, umfassend eine optische Messvorrichtung
(10), und/oder pro Strang mindestens eine optische Messvorrichtung (10), zum Erfassen
einer Eigenschaft eines darin längsaxial geförderten Filterstabsegments in einem um
eine Messwellenlänge liegenden Wellenlängebereich, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine (3) einen der optischen Messvorrichtung (10) in Förderrichtung vorgelagerten
optischen Sensor (87) zum Erfassen einer Einfärbung eines Filterstabsegments aufweist.
12. Maschine nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine einen Kapselsensor zum Detektieren einer in einem Filterstabsegment
angeordneten Kapsel aufweist.
13. Anlage (100) der Tabak verarbeitenden Industrie zur Herstellung eines Multisegmentfilterprodukts
aus einer Mehrzahl von Filterstabsegmenten, umfassend eine Multisegmentfilterherstellungsmaschine
(3) mit einer optischen Messvorrichtung (10) zum Erfassen einer Eigenschaft eines
darin längsaxial geförderten Filterstabsegments in einem um eine Messwellenlänge liegenden
Wellenlängebereich, und eine der Multisegmentfilterherstellungsmaschine (3) vorgeschaltete
Filterstabherstellungsmaschine (40a; 40b), dadurch gekennzeichnet, dass die Filterstabherstellungsmaschine (40a; 40b) eine Färbeeinrichtung (19) zum Einfärben
einer Komponente des Filterstabs, insbesondere eines Umhüllungsstreifens (21), einer
Leimspur, eines Füllmaterials und/oder eines Weichmachers, mit einer die optische
Absorption von Licht der optischen Messvorrichtung (10) signifikant verändernden Einfärbung
umfasst.
14. Verfahren zum Erfassen einer Eigenschaft eines längsaxial geförderten stabförmigen
Artikels der Tabak verarbeitenden Industrie mittels einer optischen Messvorrichtung
(10), dadurch gekennzeichnet, dass eine Komponente des stabförmigen Artikels in Förderrichtung vor der optischen Messvorrichtung
mit einer die optische Absorption von Licht der optischen Messvorrichtung (10) signifikant
verändernden Einfärbung eingefärbt wird.
15. Verfahren zum Betreiben einer Maschine (3) der Tabak verarbeitenden Industrie zur
Herstellung von Multisegmentfiltern aus einer Mehrzahl von Filterstabsegmenten, die
eine optische Messvorrichtung (10) zum Erfassen einer Eigenschaft eines darin längsaxial
geförderten Filterstabsegments umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Maschine (3) Filterstabsegmente zugeführt werden, die eine die optische Absorption
von Licht der optischen Messvorrichtung (10) signifikant verändernde Einfärbung aufweisen.