Stand der Technik
[0001] Im Möbelbereich sind Möbel mit einem Möbelkorpus und mehreren daran verschieblich
aufgenommenen Möbelausschüben mit einem gemeinsamen Frontelement bekannt. Bedienseitig
am Möbel ist das relativ zum Möbel entsprechend den Möbelausschüben bewegbare Frontelement
vorgesehen, das im eingefahrenen Zustand eine Mehrzahl von Möbelausschüben frontseitig
überdeckt. Zwei oder mehr Möbelausschübe des Möbels können zum Beispiel mit einer
gemeinsamen Rahmenstruktur zusammenwirken, welche gegenüber dem Möbelkorpus geführt
ist.
[0002] Für eine Nutzung des Möbels kann eine Person auf das Frontelement einwirken und dabei
ausziehen bzw. einschieben, wobei mehrere mit dem Frontelement gekoppelte Möbelausschübe
samt Rahmenstruktur relativ zum Möbelkorpus mitbewegbar sind.
[0003] Die Montage und/oder die exakte Positionierung der mehreren Möbelausschübe am Möbelkorpus
bzw. deren Anbindung am Frontelement ist vergleichsweise schwierig, insbesondere was
eine geforderte exakte Positionierung aller Möbelteile zueinander und zum Möbelkorpus
angeht.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Möbel mit einer Mehrzahl von Möbelausschüben
und einem mehrere Möbelausschübe überdeckenden Frontelement zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0006] Die abhängigen Ansprüche thematisieren vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen
der Erfindung.
[0007] Die Erfindung geht zunächst aus von einer Vorrichtung zum Anbringen eines Frontelements
an einem Möbel, wobei das Frontelement mittels der Vorrichtung an einem Möbelausschub,
der an einem Möbelkorpus des Möbels über Führungsmittel verschieblich gelagert ist,
anbindbar ist.
[0008] Ein erster wesentlicher Aspekt der Erfindung liegt darin, dass Koppelmittel für die
Anbindung des Frontelements an dem Möbelausschub vorgesehen sind, mit einem Verankerungsteil,
das einem Seitenteil des Möbelausschubs zuordenbar ist, und mit einem am Frontelement
fixierbaren Angreifteil, sodass mit einem Heranführen des Angreifteils an das Verankerungsteil
in einer bestimmungsgemäßen Ausrichtung zueinander das Angreifteil und das Verankerungsteil
miteinander verklemmbar oder verrastbar sind, sodass in einem Montagezustand des Frontelements
über die verklemmten oder verrasteten Koppelmittel Haltekräfte zwischen dem Frontelement
und dem Möbelausschub realisiert sind, wobei unter Beibehaltung des verklemmten oder
eingerasteten Zustands das Angreifteil und das Verankerungsteil zumindest entlang
einer Raumachse mit einem vorgebbaren Spiel zueinander versetzbar sind. Vorteilhaft
liegt das vorgebbare Spiel im Millimeterbereich zum Beispiel beträgt das Spiel wenige
Millimeter. Besonders vorteilhaft ist das vorgebbare Spiel entlang genau zweier Raumachsen
eingerichtet. Die beiden Raumachsen sind vorteilhaft senkrecht zueinander ausgerichtet,
zum Beispiel bezogen auf einen Aufstellzustand des Möbels in vertikaler Richtung und
quer dazu in eine Richtung, in welcher eine Breite des Möbels gemessen wird.
[0009] Insbesondere wird mit den eingerasteten Koppelmitteln eine schwimmende Lagerung des
Frontelements an dem Möbelausschub realisierbar. In allen zur zumindest einen Raumrichtung
anderen Raumrichtungen ist die mit den Koppelmitteln eingerichtete Verbindung ohne
Spiel bzw. stellt eine starre Verbindung dar. Mit dem Spiel ist die Montage und die
exakte Positionierung des Frontelements relativ zum Möbelkorpus vorteilhaft möglich,
insbesondere bei einem Möbel in der Art eines Apothekerschranks.
[0010] Die erfindungsgemäße Vorrichtung bezieht sich insbesondere auf ein erfindungsgemäßes
Möbel, bei dem den mehreren Möbelausschüben im Möbelkorpus für deren Verschiebebewegung
relativ zum Möbelkorpus jeweils eine eigene Führungsanordnung zugeordnet ist, insbesondere
jeweils eine handelsübliche Schienenführung als Teil- oder Vollauszug.
[0011] Mit der Erfindung kann das Frontelement vorteilhaft, wie in der Praxis für größere
Abmessungen des Frontelements bei insbesondere Apothekerschränken nötig, über einen
ersten Möbelausschub in einem ersten Montageschritt aufgenommen sein. Anschließend
erfolgt die weitere Anbindung an einem Möbelausschub mit den erfindungsgemäßen Koppelmitteln.
[0012] Vor der Montage des Frontelements am Möbelkorpus sind am Möbelkorpus bereits sämtliche
Möbelausschübe verschieblich fertigmontiert, da eine spätere Anbringung am Möbelkorpus
über die Führungsmittel durch das vorhandene Frontelement ein Herankommen an das Innere
des Möbelkorpus nahezu unmöglich bzw. völlig unpraktikabel ist.
[0013] Das Frontelement wird zunächst an dem ersten am Möbelausschub vorhandenen Möbelausschub
angebracht. Insbesondere wird dabei das Frontelement über entsprechende Einstellmittel
exakt in die gewünschte Höhen- und Horizontalposition relativ zum Möbelkorpus gebracht.
In der Regel ist der erste Möbelausschub ein sogenannter Masterausschub des Möbels,
zum Beispiel ein etwa auf halber vertikaler Höhe des Möbels am Möbelkorpus verschieblich
geführter Möbelausschub. Der Masterausschub kann beim Montieren etwas aus dem Möbelkorpus
herausgezogen sein.
[0014] Nun muss die Anbindung an dem wenigstens einen weiteren Möbelausschub erfolgen, der
in seiner festgelegten vertikalen Position am Möbelkorpus bereits fertigmontiert aber
gemäß der Führungsmittel wie z. B. Schienenauszügen verschieblich vorhanden ist. Hierzu
wird vorteilhaft der Möbelausschub so weite herausgezogen, bis der Möbelausschub vorne
innenseitig am Frontelement anstößt, wo das angebrachte Angreifteil zur Anbindung
wartet. Das Frontelement soll dabei in seiner am Masterausschub zuvor eingestellten
exakten Anbringposition relativ zum Möbelkorpus nicht mehr verändert werden.
[0015] Die Anbindung des Frontelements an dem wenigstens einen weiteren Möbelausschub ist
demgemäß mit Hilfe der Koppelmittel vorteilhaft einrichtbar. Dabei kommt es vorteilhaft
zu keinen Spannungen durch die Anbindung über vormontierte Verbindungselemente am
Frontelement und am Möbelausschub, sondern mit dem vorgebbaren Spiel sind das vormontierte
Angreifteil und das vormontierte Verankerungsteil problemlos über das Spiel im Millimeterbereich
immer in die exakt richtige zusammenwirkende Verrastungsverbindung bringbar. Das vorgebbare
Spiel hat nichts mit einer nahezu allen Verbindungsmitteln anhaftenden minimalen Relativbewegung
von Verbindungsmittel-Komponenten zu tun, die sich z. B. im Zehntelbereich eines Millimeters
oder weniger abspielt.
[0016] Ohne erfindungsgemäße Koppelmittel wären am Frontelement aus praktischen Gründen
vormontierte Verbindungsmittel in der Praxis nie in einer exakt richtigen Position
am Frontelement vorhanden. Dies ist darin begründet, dass aufgrund der Fixierung und
Ausrichtung des Frontelements am Masterausschub und/oder aufgrund von Bauteil- und/oder
Montagetoleranzen diese exakt richtige Position der Verbindungsmittel am Frontelement
im Voraus nicht ermittelbar ist. Die vormontierten Verbindungsmittel könnten daher
nicht oder nur unter Aufbringung vergleichsweise größerer Kräfte bzw. unter Bauteildeformationen
miteinander in Wirkverbindung gebracht werden, was nicht akzeptabel ist bzw. keine
dauerhaft sichere Verbindung gewährleistet. Mit dem vorgebbaren Spiel bezüglich des
mit dem Verankerungsteil eingerasteten Angreifteils lassen sich diese Szenarien erfindungsgemäß
vermeiden.
[0017] Bevorzugt ist die Verrastung des Angreifteils und des Verankerungsteils lösbar jedoch
mit einem im Praxisbetrieb nicht auftretenden Lösevorgang. So kann bei einer ggf.
nötigen Demontage des Frontelements dieses vom Möbelausschub abgekoppelt werden bzw.
über das Angreifteil und das Verankerungsteil später wieder verrastet werden. Die
Koppelmittel sind vorteilhafterweise darauf abgestimmt, die Haltekräfte über die Verrastung
bereitzustellen. Die Haltekräfte sind ausreichend stark, um eine Mitnahme des Möbelausschubs
in Verschiebrichtung zu ermöglichen, wenn das am Möbelkorpus geschlossen vorhandene
Frontelement von einer Bedienperson aufgezogen oder das geöffnete bzw. ausgezogene
Frontelement wieder eingeschoben wird.
[0018] Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Erfindung liegt darin, dass Koppelmittel für
die Anbindung des Frontelements an dem Möbelausschub vorgesehen sind, mit einem Verankerungsteil,
das einem Seitenteil des Möbelausschubs zuordenbar ist, und mit einem am Frontelement
fixierbaren Angreifteil, sodass mit einem Heranführen des Angreifteils an das Verankerungsteil
in einer bestimmungsgemäßen Ausrichtung zueinander das Angreifteil und das Verankerungsteil
miteinander in eine Formschlussverbindung bringbar sind, sodass in einem Montagezustand
des Frontelements über die Koppelmittel Haltekräfte zwischen dem Frontelement und
dem Möbelausschub realisiert sind, wobei unter Beibehaltung der Formschlussverbindung
das Angreifteil und das Verankerungsteil zumindest entlang einer Raumachse mit einem
vorgebbaren Spiel zueinander versetzbar sind.
[0019] Die Koppelmittel unterscheiden sich von dem oben diskutierten ersten Aspekt der Erfindung
dadurch, dass anstelle der Verrastung eine Formschlussverbindung von Angreifteil und
Verankerungsteil einrichtbar ist. Mit einer Formschlussverbindung können vorteilhafterweise
vergleichsweise höhere Verbindungskräfte realisiert werden, insbesondere verglichen
mit einer verrastenden Verbindung unter Berücksichtigung entsprechender Größen, was
die Bauteildimensionierung bzw. den Materialaufwand betrifft.
[0020] Grundsätzlich ist es vorteilhaft, dass das Angreifteil und das Verankerungsteil unter
Beibehaltung des eingerichteten Verbindungszustands entlang zweier winklig stehender
Raumachsen vorgebbar zueinander versetzbar sind. Diese Raumachsen unterscheiden sich
von einer Raumachse, entlang derer der Möbelausschub mit den Führungsmitteln verschiebbar
ist.
[0021] Vorteilhafterweise ist das Verankerungsteil für eine lösbare Anbringung in einem
stirnseitig vorderen Endabschnitt des Seitenteils des Möbelausschubs ausgebildet.
Insbesondere ist das Seitenteil als Seitenwand aus einem Blechmaterial bzw. als sogenannte
Hohlkammerzarge ausgebildet. In einem Hohlvolumen des Seitenteils kann zudem ein Teil
der Führungsmittel untergebracht sein. Das Verankerungsteil ist dort vorteilhaft vorhanden,
da der vordere Endabschnitt des Seitenteils im montierten Zustand des Frontelements
an eine flächige ebene Innenseite des Frontelements stumpf anstößt. Entsprechend ist
das Angreifteil im Bereich der dazugehörigen Innenseite des Frontelements vormontierbar.
Das Angreifteil und das Verankerungsteil sind derart abgestimmt aufeinander, dass
im verrasteten bzw. im formschließenden Zustand miteinander insbesondere die Stirnseite
des Seitenteils spaltfrei an der Innenseite des Frontelements in Anlage kommt. Gegebenenfalls
ist mit der Verbindung von Angreifteil und Verankerungsteil eine die beiden Bauteile
zusammenpressende Kraft realisiert.
[0022] Eine vorteilhafte Modifikation des Erfindungsgegenstandes zeichnet sich dadurch aus,
dass ein Einsetzelement mit einer Einsetzkontur vorhanden ist, welches für eine Anbringung
in einem vorderen Endabschnitt des Seitenteils ausgebildet ist, wobei ein am Verankerungsteil
vorhandener Verankerungsteilabschnitt und die Einsetzkontur abgestimmt sind, dass
das Verankerungsteil nur positionsrichtig an dem Einsetzelement verrastbar ist. Die
Verrastung ist insbesondere lösbar. Das Einsetzelement kann insbesondere ein standardmäßig
in Seitenteilen bzw. Hohlkammerzargen vorhandenes Teil sein, welches zur Verbindung
des Seitenteils mit einem Blendenteil des dazugehörigen Möbelausschubs dient und hierfür
mit einem an dem Blendenteil vorhandenen Hakenteil zusammenwirkt.
[0023] Das Einsetzelement ist insbesondere lösbar einsetzbar am Seitenteil.
[0024] Auch vorteilhaft ist es, dass Einstellmittel vorhanden sind, über welche die Position
des Einsetzelements im am Seitenteil angebrachten Zustand einstellbar ist. Die Einstellbarkeit
ist insbesondere derart ausgebildet, dass das Einsetzelement für eine Höhen- und/oder
Seiteneinstellung eines am Einsetzelement anbringbaren Bauteils geeignet ist.
[0025] Gemäß einer Ausführungsvariante der Erfindung ist am Verankerungsteil ein Gleitabschnitt
vorhanden, entlang dem das eingerastete Angreifteil in eine Richtung quer zu einer
Aufsteckrichtung des Angreifteils versetzbar ist, insbesondere in Richtung einer Breitenabmessung
des Möbels. In der Regel ist die Aufsteckrichtung senkrecht zur Stirnseite des Seitenteils
bzw. in Richtung normal zur flächigen Innenseite des Frontelements. Nach dem Aufstecken
bzw. dem Verrasten von Anlageteil und Verankerungsteil ist das Frontelement in Richtung
der mit Spiel behafteten Raumachse spannungsfrei.
[0026] Es ist über dies vorteilhaft, dass das Angreifteil und/oder Verankerungsteil einen
beim Verrasten federnd auslenkbaren Einrastabschnitt aufweist. Damit kann eine einfache
Rastverbindung realisiert werden. Zum Lösen der Verrastung kann der federnde Einrastabschnitt
zugänglich sein, so dass eine Person auf den Einrastabschnitt entsprechend einwirken
kann.
[0027] Es ist auch von Vorteil, dass das Verankerungsteil ein drehbares Verstellglied umfasst,
mit welchem durch Verdrehen die Position eines Formschlussabschnitts des Verankerungsteils
verstellbar ist, wobei der Formschlussabschnitt abgestimmt ist, formschlüssig mit
einem auf den Formschlussabschnitt abgestimmten Gegenabschnitt am Angreifteil in funktionsrichtige
Anlage zu gelangen. Der Formschluss umfasst insbesondere ebene und/oder flächige Abschnitte
am Angreifteil und am Verankerungsteil, die miteinander in Formschlussanlage bringbar
sind. Das Verstellglied ist für das Verstellen, zum Beispiel mit einem Schraubendreher,
der in eine Angreifkontur am Verstellglied passend eingreifen kann, entsprechend zugänglich
im angebrachten Zustand des Frontelements am Möbelausschub. Anstelle des Verdrehens
des Stellglieds kann dieses auch auf andere Art verstellbar sein. Das Angreifteil
und das Verankerungsteil sind gegebenenfalls so ausgebildet, dass die Formschlussverbindung
beim ersten Vorfixieren des Frontelements am Seitenteil bereits eingerichtet ist,
jedoch über das Verstellglied der Formschluss noch erhöht bzw. verbessert werden kann,
zum Beispiel indem der am Angreifteil vorhandene Abschnitt und der am Verankerungsteil
vorhandene Formschlussabschnitt, welche bei einem Formschluss aneinander in Anlage
kommen können, so einstellbar sind, dass die Größe der miteinander in gegenseitiger
Anlage bzw. der sich berührenden Flächenbereiche erhöht werden kann. Vorteilhafterweise
kann damit im Verbindungs- bzw. Koppelzustand immer ein maximal möglicher Formschluss
bzw. eine maximale Formschluss- bzw. Haltekraft zwischen dem Angreifteil und dem Verankerungsteil
erreicht werden.
[0028] In einer weiteren vorteilhaften Variante der Erfindung weist das Angreifteil einen
Basisabschnitt für die Anbringung am Frontelement und einen daran aufgenommenen Einrastabschnitt
auf, wobei der Einrastabschnitt über einen begrenzten vorgebbaren Schiebeweg linear
verschieblich gegenüber dem Basisabschnitt ist. Beim Verschieben bleibt der Einrastabschnitt
in seiner Ausrichtung erhalten und am Basisteil sicher aufgenommen. Es kann zum Beispiel
hierfür eine Führungskontur am Basisteil vorgesehen sein, in welcher ein passender
Gegenabschnitt am Einrastabschnitt linear geführt ist. Die Verschieblichkeit beträgt
entlang einer Raumachse wenige Millimeter zum Beispiel ca. 2 bis 5 Millimeter. Die
Raumachse ist insbesondere parallel zur flächigen Innenseite des Frontelements insbesondere
im Montagezustand am Möbel in vertikaler oder horizontaler Richtung. Der Einrastabschnitt
kann insbesondere vorstehend an dem flach ausgestalteten Basisteil bzw. zwischen Anbringlöchern
im Basisteil verschieblich sein, wobei die Anbringlöcher zur positionsfesten Anbringung
des Basisteils am Frontelement dienen. Mit der Verschieblichkeit ist die Versetzbarkeit
mit vorgebbaren Spiel in wenigstens eine Raumrichtung im verrasteten Zustand des Einrastabschnitts
am Verankerungsteil eingerichtet.
[0029] Eine Versetzbarkeit zwischen Angreifteil und Verankerungsteil bzw. damit zwischen
Frontelement und Möbelausschub entlang einer insbesondere senkrecht zur betreffenden
Raumachse stehenden weiteren Raumachse kann durch eine Versetzbarkeit des am Seitenteil
aufgenommenen Verankerungsteils bzw. eines Verbindungsadapters bereitstellbar sein.
Diese Versetzbarkeit kann zum Beispiel über bedienbare Verstellmittel am Seitenteil
zum Verstellen des Verankerungsteils um wenige Millimeter realisiert werden. Dabei
ist es vorteilhaft so, dass der am Verankerungsteil eingerastete Einrastabschnitt
nicht relativ zum Verankerungsteil beweglich aufgenommen ist, sondern diese beiden
Komponenten fest zueinander stehen.
[0030] Auch vorteilhaft ist es, dass das Verankerungsteil und das Angreifteil derart aufeinander
abgestimmt sind, dass für die Einrichtung des Anbindungszustandes des Verankerungsteils
mit dem Angreifteil, in welchem das Verankerungsteil und das Angreifteil klemmend
aneinander fixiert sind, ein drehbar aufgenommenes Klemmelement vorhanden ist, mit
welchem durch Verdrehen eine Klemmwirkung einstellbar ist. Das Klemmelement ist bevorzugt
am Verankerungsteil aufgenommen, insbesondere an einem Abschnitt, welcher im am Seitenteil
angebrachten Zustand des Verankerungsteils relativ zum Seitenteil entlang einer Raumachse
mit vorgebbarem Spiel geführt versetzbar ist, z. B. im montierten Zustand um wenige
Millimeter entlang einer Horizontalen. Das Klemmelement ist vorteilhafterweise eine
an einem Flachabschnitt des Verankerungsteils in einem Loch mit Innengewinde aufgenommene
Schraube. Die Schraube weist einen Schraubenkopf auf, dessen dem Flachabschnitt gegenüberliegende
Unterseite durch Verdrehen der Schraube in eine entsprechende Drehrichtung gegen einen
Gegenabschnitt des am Verankerungsteil angreifenden Angreifteils andrückend den Klemmzustand
bewirken kann. Im Anlagezustand von Angreif- und Verankerungsteil kann ein Schaft
der Schraube beidseitig umgriffen sein von Abschnitten des Verankerungsteils.
[0031] Die Erfindung betrifft außerdem ein Möbel mit einem Möbelkorpus, an dem mehrere über
Führungsmittel gleichartig verschieblich gelagerte Möbelausschübe vorgesehen sind,
und einem Frontelement, das mehrere an dem Möbelkorpus aufgenommene Möbelausschübe
in einem am Möbelkorpus eingeschobenen Zustand bedienseitig überdeckt, wobei eine
erfindungsgemäße Vorrichtung nach einer der oben genannten Varianten vorgesehen ist.
[0032] Damit lassen sich die oben angeführten Vorteile und Merkmale bei einem entsprechenden
Möbel realisieren.
[0033] Außerdem betrifft die Erfindung ein Möbel mit einem Möbelkorpus, an dem mehrere über
Führungsmittel gleichartig verschieblich gelagerte Möbelausschübe vorgesehen sind,
und einem Frontelement, das mehrere an dem Möbelkorpus aufgenommene Möbelausschübe
in einem am Möbelkorpus eingeschobenen Zustand bedienseitig überdeckt. Erfindungsgemäß
ist jedem Möbelausschub für eine Verschiebebewegung relativ zum Möbelkorpus jeweils
eine eigene Führungsanordnung zugeordnet, wobei das Frontelement über wenigstens eine
der Führungsanordnungen, die gleichzeitig Führungsmittig für die wenigstens eine der
gleichartig verschieblich gelagerten Möbelausschübe sind, am Möbelkorpus gelagert
ist.
[0034] Mit der Anbindung des Frontelements an wenigstens einem Möbelausschub bevorzugt an
zwei oder drei Möbelausschüben wird das Frontelement über die jeweiligen Führungsanordnungen
der betreffenden Möbelausschübe verschieblich zum Möbelkorpus geführt. Mit dem Herausziehen
und Einschieben des Frontelements werden auch gleichzeitig die mit dem Frontelement
verbundenen Möbelausschübe mitbewegt.
[0035] Die Führungsanordnungen der Möbelausschübe sind vorteilhaft handelsübliche Führungsmittel
für gängige Möbelausschübe bzw. Schubladen, wobei jeder Möbelausschub für sich auf
bekannte Weise gegenüber dem Möbelkorpus geführt wird.
[0036] Weiter ist es vorteilhaft, dass die Frontblende über einen ersten Möbelausschub derart
aufgenommen ist, dass über den ersten Möbelausschub eine Lagerstelle bereitgestellt
ist, wobei der erste Möbelausschub in vertikaler Richtung insbesondere in einem mittleren
Bereich des Möbels angeordnet ist. Der erste Möbelausschub kann als Masterausschub
bezeichnet werden. Insbesondere für ein exaktes Positionieren des Frontelements relativ
zum Möbelkorpus ist die Anbringung an einem auf halber Höhe des Möbels vorhandenem
Masterausschub vorteilhaft.
[0037] Insgesamt kann mit der Erfindung beispielsweise ein Apothekerschrank verbessert ausgebildet
werden. Bisher muss eine sich über die gesamte Höhe des Apothekerschranks erstreckende
vergleichsweise stabile und daher schwere Rahmenstruktur aus Stahl, an der die gemeinsam
mit dem Frontelement ausziehbaren Möbelausschübe angebracht sind, in einem unteren
und einem oberen Bereich des Möbels gegenüber dem Möbelkorpus geführt werden. Bei
der wirkenden Gesamtmasse ist dies nur mit vergleichsweise stark dimensionierten bzw.
speziellen Führungsmitteln möglich. Über die Führungsmittel muss das Gewicht der Rahmenstruktur
selbst, aller daran angebrachter Möbelausschübe und zusätzlich des Frontelements aufgenommen
werden, ohne dass die Führungseigenschaften darunter leiden. Dies ist insgesamt schwierig
bzw. nachteilig.
[0038] Demgegenüber ist bei dem erfindungsgemäßen Möbel bzw. Apothekerschrank vorteilhaft
keine Rahmenstruktur nötig. Damit sind auch die dazugehörigen speziellen Führungsmittel
nicht notwendig.
[0039] Die beschriebene Herangehensweise bringt aber andere Probleme mit sich, die erfindungsgemäß
überwindbar sind. Dazu gehören die bereits oben im Zusammenhang mit den erfindungsgemäßen
Koppelmittel diskutierten Punkte.
[0040] Insbesondere ist aus optischen Gründen das Frontelement exakt ausgerichtet zum Möbelkorpus
zu positionieren, was bei der Anbringung des Frontelements an zwei oder mehr bereits
in einer festgelegten Anbringposition am Möbelkorpus montierten Möbelausschüben mit
den erfindungsgemäßen Koppelmitteln möglich ist.
Figurenbeschreibung
[0041] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind anhand zweckmäßiger Ausführungsbeispiele
der Erfindung näher erläutert.
[0042] Im Einzelnen zeigt:
- Figur 1
- ein Bauteil von erfindungsgemäßen Koppelmitteln perspektivisch schräg von vorne,
- Figur 2
- einen teilweise freigeschnittenen Ausschnitt in einer Ansicht von oben auf die an
einem Frontelement bzw. einem Möbelausschub angebrachten Koppelmittel mit dem Bauteil
gemäß Figur 1 im nicht verbundenen Zustand von Frontelement und Möbelausschub,
- Figur 3
- die Anordnung gemäß Figur 2 im verbundenen Zustand,
- Figur 4
- ein perspektivisch dargestelltes Verankerungsteil von alternativen erfindungsgemäßen
Koppelmitteln,
- Figur 5
- einen perspektivischen teilweise freigeschnittenen Ausschnitt auf ein Seitenteil eines
Möbelausschubs mit dem Verankerungsteil gemäß Figur 4 im nicht am Seitenteil angebrachten
Zustand,
- Figur 6
- die Anordnung gemäß Figur 5 perspektivisch im am Seitenteil angebrachten Zustand des
Verankerungsteils samt einem vom Seitenteil entfernten Frontelement mit einem daran
angebrachten Angreifteil, das auf das Verankerungsteil abgestimmt ist,
- Figur 7
- die Anordnung gemäß Figur 6 im miteinander verrasteten Zustand von Angreifteil und
Verankerungsteil,
- Figur 8
- ein weiteres perspektivisch dargestelltes Verankerungsteil von alternativen erfindungsgemäßen
Koppelmitteln,
- Figur 9
- das Verankerungsteil aus Figur 8 im an einem Seitenteil angebrachten Zustand samt
einem vom Seitenteil entfernten Frontelement mit einem daran angebrachten Angreifteil,
das auf das Verankerungsteil abgestimmt ist, in perspektivischer Ansicht,
- Figur 10
- die Anordnung gemäß Figur 9 mit positionsrichtig an das Seitenteil herangeführtem
Frontteil, das am Seitenteil stirnseitig anliegt aber nicht daran angebunden ist,
- Figur 11
- die Anordnung gemäß Figur 10, wobei das Anlageteil und das Verankerungsteil miteinander
eine Formschlussverbindung ausbilden,
- Figur 12 bis Figur 15
- zu den Koppelmitteln aus den Figuren 8 bis 11 alternative erfindungsgemäße Koppelmittel
gemäß der in den Figuren 8 bis 11 dargestellten Zuständen,
- Figur 16
- ein weiteres perspektivisch dargestelltes Verankerungsteil von alternativen erfindungsgemäßen
Koppelmitteln,
- Figur 17
- das Verankerungsteil aus Figur 16 im angebrachten Zustand an einem teilweise und freigeschnitten
gezeigten Seitenteil samt einem vom Seitenteil entfernten Frontelement in Teilansicht
mit einem daran angebrachten Angreifteil, das auf das Verankerungsteil abgestimmt
ist, in perspektivischer Ansicht,
- Figur 18
- die Anordnung gemäß Figur 17 von der Seite und
- Figur 19
- die Anordnung gemäß Figur 18 im miteinander verklemmten Zustand von Angreifteil und
Verankerungsteil in Seitenansicht.
[0043] Für sich entsprechende Teile von in den Figuren dargestellten unterschiedlichen Ausführungsbeispielen
sind teilweise die gleichen Bezugszeichen verwendet.
[0044] Figur 1 zeigt ein aus einem Kunststoffmaterial bestehendes als Einrastteil 1 ausgebildetes
Verankerungsteil eines ersten Ausführungsbeispiels von erfindungsgemäßen Adaptermitteln.
Das Einrastteil 1 kann mittels zweier Befestigungsschrauben (nicht dargestellt) über
Schraublöcher 7a in einem Basisteil 7 fest an einem ebenen Abschnitt bzw. einer Innenseite
3a eines Frontelements 3 angebracht werden. Das Einrastteil 1 bzw. ein daran vorhandenes
Klammerelement 6 ist derart auf ein Aufnahmeteil 2 der Adaptermittel abgestimmt ausgebildet,
dass das Einrastteil 1 und das Aufnahmeteil 2 zueinander positionsrichtig miteinander
verrastbar sind, was Figur 3 darstellt, wobei damit ein als Hohlkammerzarge 4 gestaltetes
Seitenteil eines Möbelausschubs mit dem Frontelement 3 über eine schwimmende Lagerung
verbindbar ist. Die Innenseite 3a des Frontelements 3 schließt dabei spaltfrei an
Gegenabschnitten des Möbelausschubs bzw. der Hohlkammerzarge 4 und eines Bodens 9
des Möbelausschubs an. Der Möbelausschub und das Frontelement 3 gehören zu einem erfindungsgemäßen
Möbel z. B. in der Art eines Apothekerschranks.
[0045] Das Aufnahmeteil 2 ist innerhalb eines Innenvolumens der Hohlkammerzarge 4 aufgenommen
über einen vorstehenden in eine passende Vertiefung 4a an der Hohlkammerzarge 4 eingreifenden
Steckzapfen 2a aufgesteckt. Dabei kommen ebene gegenüberliegende Außenflanken 2b des
mit einer längsseitigen Öffnung 5 versehenen hohlprofilförmigen Aufnahmeteils 2 flächig
in berührende Anlage an entsprechenden Wandungen 4b im Inneren der Hohlkammerzarge
4.
[0046] Das Aufnahmeteil 2 ist im aufgesteckten Zustand an der Hohlkammerzarge 4 senkrecht
zur Zeichenebene gemäß Figur 2 bzw. Figur 3 mit einem vorgegebenen Spiel bzw. über
wenige Millimeter relativ zur Hohlkammerzarge 4 zwischen mechanischen Anschlägen hin-
und her verschiebbar.
[0047] Zum Anbinden des Frontelements 3 am Möbelausschub wird das Frontelement 3 mit dem
Einrastteil 1 so an das Aufnahmeteil 2 an der Hohlkammerzarge 4 herangeführt, dass
das Klammerelement 6 mit seinem vorderen Ende in die Öffnung 5 eintaucht. Dabei streift
eine schräg verlaufende Anlageseite 8a eines federnden Arms 8 an einer die Öffnung
5 begrenzenden Kante 5a und wird dabei etwas federnd einwärts gedrückt. Wird beim
weiteren Einschieben des Klammerelements 6 eine Knickstelle zwischen der Anlageseite
8a und einer daran anschließenden weiteren schrägen Anlageseite 8b über die Kante
5a geführt ist die Verrastposition erreicht (s. Figur 3). Der Arm 8 wird beim Verbindungsvorgang
demgemäß über einen Federweg entlang der Auslenkrichtung P2 eingedrückt und schwenkt
anschließend wieder selbsttätig zurück.
[0048] In der Verrastposition gemäß Figur 3 kommt die Anlageseite 8b an der Kante 5a vorgespannt
beziehungsweise angedrückt zur Anlage, womit über den Arm 8 eine selbstsichernde Verrastung
gegen ein Herausziehen des Klammerelements 6 aus dem Aufnahmeteil 2 in Richtung P3
bereitgestellt ist.
[0049] Das Klammerelement 6 weist zu dem Basisteil 7 ein vorgebbares Spiel bzw. eine seitliche
Verschiebbarkeit um wenige Millimeter auf, was in Figur 1 durch den Doppelpfeil P1
dargestellt ist. Hierfür ist eine aus drei Teilen bestehende Schwalbenschwanzführung
zwischen dem Klammerelement 6 und dem Basisteil 7 ausgestaltet.
[0050] Der Boden 9 erstreckt sich zwischen der gezeigten Hohlkammerzarge 4 und einer weiteren
entsprechenden Hohlkammerzarge, welche gegenüberliegend und parallel ausgerichtet
zur Hohlkammerzarge 4 an der dazugehörigen Schublade das weitere Seitenteil bildet
und gegebenenfalls über ein entsprechendes Einrastteil am Frontelement 3 und ein entsprechendes
Aufnahmeteil an dem weiteren Seitenteil mit dem Frontelement 3 verbunden ist.
[0051] Eine alternative erfindungsgemäße Anordnung mit erfindungsgemäßen Koppelmitteln ist
anhand der Figuren 4 bis 7 dargestellt, die ebenfalls eine Anbindung eines Frontelements
3 an einer entsprechenden Hohlkammerzarge 4 betrifft. Die Hohlkammerzarge 4 aus den
Figuren 5 bis 7 umfasst im Unterschied zur Hohlkammerzarge 4 gemäß der Figuren 2 und
3 einen zur Hohlkammerzarge 4 passenden und in deren Innenvolumen aufgenommenen Verbindungsadapter
10, welcher bei der Hohlkammerzarge 4 gemäß der Figuren 2 und 3 nicht vorhanden ist.
Der bevorzugt metallische Verbindungsadapter 10 ist an der vorderen schmalen Stirnseite
der Schubladenzarge 4 lösbar aber fest etwas versenkt mit seiner Vorderseite untergebracht.
Der Verbindungsadapter 10 erstreckt sich über seine Längserstreckung über eine wesentliche
Höhe der Hohlkammerzarge 4. Über nicht näher dargestellte Einstellmittel am Verbindungsadapter
10 kann ein Innenteil 10a des Verbindungsadapters 10 relativ zur Hohlkammerzarge 4
in Richtung des Doppelpfeils P4 entlang einer Längsachse R des Verbindungsadapters
10 vertikal nach oben und unten um wenige Millimeter verstellt werden, beispielsweise
mit einem Schraubendreher.
[0052] Am Innenteil 10a des Verbindungsadapters 10 ist im unteren Bereich ein nach vorne
zum stirnseitigen Ende der Hohlkammerzarge 4 offener Einsteckschlitz 11 vorhanden,
der bezogen auf einen Montagezustand am Möbel schräg nach hinten unten bzw. zur Vertikalen
in etwa in einem Winkel von 45 Winkelgraden ausgerichtet ist.
[0053] Der Einsteckschlitz 11 dient zur Aufnahme eines Adapterteils 14 der erfindungsgemäßen
Koppelmittel und weist an seinem inneren Ende einen muldenförmigen konkaven Schlitzgrund
12 auf, auf dessen Form ein Kantenabschnitt 15b eines Einsteckabschnitts 15 des Adapterteils
14 abgestimmt ist. Zum erleichterten Einbringen des Einsteckabschnitts 15 ist der
Einsteckschlitz 11 vorne mit einer sich aufweitenden Schlitzaufnahme 13 ausgebildet.
[0054] Nicht ausgeschlossen ist, dass der Einsteckschlitz 11 an einem Möbelausschub-Seitenteil
bzw. der Hohlkammerzarge 4 integral vorbereitet vorhanden ist und nicht an einem an
der Hohlkammerzarge 4 angebrachten separaten Bauteil wie dem Verbindungsadapter 10.
[0055] Figur 4 zeigt das Adapterteil 14, wobei am Einsteckabschnitt 15 in einem mittleren
Bereich eine Öffnung 15a existiert, in welche ein nicht ersichtliches zur Öffnung
15a passendes Eingreifteil am Verbindungsadapters 10 federnd einrastet, wenn das Adapterteil
14 bzw. der Einsteckabschnitt 15 in der einzigen richtigen Ausrichtung in den Einsteckschlitz
11 eingesteckt und damit lösbar aber durch das Eingreifteil arretiert am Verbindungsadapter
10 fixiert ist.
[0056] Figur 5 betrifft das Adapterteil 14, wie es an die Hohlkammerzarge 4 beziehungsweise
an den Einsteckschlitz 11 des Verbindungsadapters 10 richtig ausgerichtet schräg nach
unten heranzuführen ist, um das Adapterteil 14 am Verbindungsadapter 10 in den Einsteckschlitz
11 einzuführen, so dass es positionsfest fixierbar ist. In Figur 6 ist das Adapterteil
14 entsprechend fixiert am Verbindungsadapter 10.
[0057] Das Adapterteil 14 umfasst neben dem Einsteckabschnitt 15 einen Anbindeabschnitt
16, welcher ausgebildet ist, mit einem als Hakenteil 17 ausgebildeten Angreifteil
zusammenzuwirken. Das Hakenteil 17 weist an einem flachen Stegabschnitt 19 Schraublöcher
17a auf, über welche in einer zuvor ermittelten Anbringstelle das Hakenteil 17 mit
Befestigungsschrauben (nicht dargestellt) oder dergleichen an der Innenseite 3a des
Frontelements 3 anschraubbar ist.
[0058] Für ein Verrasten des Hakenteils 17 mit dem Adapterteil 14 am Anbindeabschnitt 16
steht am Stegabschnitt 19 rechtwinklig ein Hakenabschnitt 18 mit einer Aufnahmeöffnung
18a vor, welche auf die Form des Anbindeabschnitts 16 abgestimmt ist. Die Aufnahmeöffnung
18a wird an einer Seite bzw. unten von einem etwas federnd auslenkbaren Arm 20 begrenzt,
welcher bei einem Zusammenführen der Aufnahmeöffnung 18a und des Anbindeabschnitts
16 gemäß der Ausrichtung in Figur 6 und deren Kontaktieren geringfügig auslenkbar
ist, womit der Anbindeabschnitt 16 in die richtige Verrastposition in der Aufnahmeöffnung
18a einschnappt, wobei der Arm 20 wieder etwas zurückfedert und damit die Verrastung
zwischen dem Hakenteil 17 und dem Adapterteil 14 eingerichtet ist, was Figur 7 darstellt.
Das Frontelement 3 und der Möbelausschub bzw. die Hohlkammerzarge 4 sind nun funktionsrichtig
miteinander fest verbunden aber zumindest entlang einer Raumachse mit einem Spiel
um wenige Millimeter zueinander versetzbar, wobei eine Umrandung der Aufnahmeöffnung
18a außen entlang des Anbindeabschnitt 16 über dessen Länge L verschieblich ist. Die
betreffende Raumachse ist durch die zentrische Längsachse S des zylindrischen Anbindeabschnitts
16 bestimmt. Auf diese Weise sind unterschiedliche Positionen des Frontelements 3
entlang der Raumachse S gegenüber dem Möbelausschub mit der Hohlkammerzarge 4 möglich,
wobei die letztlich existierende Absolutpositionen des Frontelements 3 entsprechend
einer Seiteneinstellung des Frontelements 3 relativ zum Möbelkorpus über die Ausrichtung
mit einem ersten bzw. einem Masterausschub (nicht gezeigt) bestimmt ist. Mit dem Masterausschub
wird in der Regel sowohl eine Seiteneinstellung als auch eine Höheneinstellung des
Frontelements 3 relativ zum Möbelkorpus vorgenommen, wobei das Frontelement 3 zum
Möbelkorpus fixiert ist. Sollte daher bei der anschließenden Anbindung des Frontelements
3 an der Hohlkammerzarge 4 die Aufnahmeöffnung 18a nicht exakt in der Höhe des Anbindeabschnitts
16 liegen, wird über die nicht näher dargestellten Einstellmittel am Verbindungsadapter
10, die Höhenposition des Anbindeabschnitts 16 in die exakt passende vertikale Höhenposition
nachgestellt. Eine ggf. existierende seitliche Abweichung wird über die Länge L überwunden.
Insgesamt stellt die Anordnung gemäß der Figuren 4 bis 7 eine Versetzbarkeit von Adapterteil
14 und von Hakenteil 17 entlang zweier senkrecht stehender Raumachsen S und R bereit
unter Beibehaltung der Verrastung.
[0059] Auch die weiteren Ausführungsbeispiele gemäß der Figuren 8 bis 11, 12 bis 15 und
16 bis 19 stellen eine entsprechende Versetzbarkeit von Angreifteil und Verankerungsteil
entlang zweier senkrecht stehender Raumachsen bereit.
[0060] Die Figuren 8 bis 11 betreffen eine erfindungsgemäße Anordnung, die ähnlich aufgebaut
ist wie die Anordnung gemäß der Figuren 4 bis 7, die jedoch keine Verrastung von einem
Angreifteil bzw. einem Hakenteil 21 und einem Verankerungsteil bzw. einem Adapterteil
22 betreffen, sondern eine Formschlussverbindung miteinander ausbilden. Hierfür ist
eine Verstellanordnung 25 mit einer verdrehbaren Verstellschraube 26 zur Höhenanpassung
eines quaderförmigen Stützteils 24 des Adapterteils 22 relativ zu einem mit einer
Öffnung 23a versehenen Einsteckabschnitt 23 des Adapterteils 22. Durch Verdrehen der
Verstellschraube 26 ist das Stützteil 24 abhängig von der Drehrichtung der Verstellschraube
26 vertikal nach oben oder unten gemäß P5 stufenlos verstellbar.
[0061] Eine Hohlkammerzarge 4 mit einem Verbindungsadapter 10 der Figuren 9 bis 11 ist entsprechend
der Anordnung aus den Figuren 5 bis 7 ausgebildet.
[0062] Das Hakenteil 21 weist im am Frontelement 3 angebrachten Zustand, wobei keine Befestigungsschrauben
gezeigt sind, einen winklig an einem Stegabschnitt 28 vorstehenden hakenförmigen Bügelabschnitt
27 mit zwei rechtwinklig ausgerichteten Bügelarmen 27a, 27b auf.
[0063] Aus der Vormontageposition des Frontelements 3 an der Hohlkammerzarge 4 gemäß Figur
10, in der das Stützteil 24 unter den Bügelabschnitt 27 gebracht wird, wird die fertige
Formschlussverbindung gemäß Figur 11 durch Verdrehen der Verstellschraube 26 erreicht.
Dabei liegt eine Schmalseite 29 des Bügelarms 27b an einer flächigen Außenseite 24a
des Stützteils 24 dicht an. Es ist auch denkbar, dass im Formschlusszustand eine untere
Schmalseite des anderen Bügelarms 27a an einer Oberseite des Stützteils 24 anliegt.
In Figur 11 ist der Bügelarm 27a von der Oberseite des Stützteils 24 beabstandet.
[0064] Eine weitere erfindungsgemäße Anordnung für eine Formschlussverbindung zeigen die
Figuren 12 bis 15. Hier kommt es im Unterschied zum ausführungsbeispiel gemäß der
Figuren 8 bis 11 zu einem Formschluss durch Heranführen eines Abschnitts eines Verankerungsteils
von oben an einen dazu passenden Abschnitt eines Angreifteils.
[0065] Dabei kommt als Verankerungsteil ein Adapterteil 30 mit einem Lagerabschnitt 31 zum
Einsatz, wobei der Lagerabschnitt 31 abgestimmt ist, im Formschlusszustand passend
in eine Nut 33 an einem nach oben offenen Bügelabschnitt 34 eines Angreifteils bzw.
eines Hakenteils 32 hineinzugleiten und sich abzustützen. Der Lagerabschnitt 31 gelangt
dabei an drei unterschiedlichen Seiten bzw. über eine Unterseite 31a und zwei gegenüberliegende
Außenseiten 31b, 31c in Anlage an Gegenabschnitten an dem Bügelabschnitt 34 (s. Figur
15).
[0066] Das Heranführen der Hohlkammerzarge 4 mit dem daran aufgenommenen Adapterteil 30
an das Hakenteil 32 am Frontelement 3 kann besonders komfortabel erfolgen, durch eine
leichte Schräglage der Hohlkammerzarge 4 gegenüber dem innenseitigen Frontelement
3 mit dem Lagerabschnitt 31 und dem Heranbewegen der Außenseite 31b bis zum Kontakt
mit einer etwas von einem Stegabschnitt 32a des Hakenteils 32 vorstehenden Führungsrippe
35 gemäß Figur 14. Anschließend wird die Hohlkammerzarge 4 nur noch etwas gleitend
nach unten abgesenkt, wobei sich die Hohlkammerzarge 4 in die Horizontale etwas verkippt
und die Formschlusssituation gemäß Figur 15 erreicht wird.
[0067] Schließlich zeigen die Figuren 16 bis 19 eine weitere alternative erfindungsgemäße
Anordnung mit zueinander verklemmtem Angreifteil und Verankerungsteil. Eine Hohlkammerzarge
4 ist mit einem wie oben beschrieben Verbindungsadapter 10 versehen, an dem ein Adapterteil
36 mit einem Einsteckabschnitt 38 und einem Anbindeabschnitt 39 gesichert aufgesteckt
ist. Im am Verbindungsadapter 10 aufgesteckten Zustand des Adapterteils 36 ermöglicht
eine in einer Breitenabmessung B vergrößerte Öffnung 38a am Einsteckabschnitt 38 ein
Spiel um wenige Millimeter gemäß des Doppelpfeils P6 (s. Figur 17), wobei das Spiel
horizontal bzw. quer zu einer vertikalen Höhenrichtung bezogen auf den Montagezustand
eingerichtet ist.
[0068] Am Frontelement 3 ist ein Hakenteil 37 über zwei Schrauben 42 fest angeschraubt am
Frontelement 3. Eine U-förmige Nut 40a ist Innenseite 3a des Frontelements 3 winklig
vorstehenden Bügelabschnitt 40 ausgebildet.
[0069] Eine drehbar im Anbindeabschnitt 39 vorhandene Klemmschraube 41 weist für eine Bedienung
mit einem Schraubendreher eine Eingreifkontur in einem Schraubenkopf 41b auf, so dass
durch Andrehen der Klemmschraube 41 im Anlagezustand von Frontelement 3 an der Hohlkammerzarge
4, in welchem ein Schaft 41a der Klemmschraube 41 an einem Nutgrund der Nut 40a anliegt,
eine Unterseite des Schraubenkopfs 41b gegen die Nut 40a begrenzende Abschnitte am
Bügelabschnitt 40 drückt. Damit ist eine Klemmverbindung zwischen dem Adapterteil
36 und dem Hakenteil 37 eingerichtet, so dass das Frontelement 3 mit der Hohlkammerzarge
4 bzw. mit dem dazugehörigen Möbelausschub klemmend verbunden ist.
Bezugszeichenliste:
[0070]
- 1
- Einrastteil
- 2
- Aufnahmeteil
- 2a
- Steckzapfen
- 2b
- Außenflanke
- 3
- Frontelement
- 3a
- Innenseite
- 4
- Hohlkammerzarge
- 4a
- Vertiefung
- 4b
- Wandung
- 4c
- Vorderseite
- 5
- Öffnung
- 5a
- Kante
- 6
- Klammerelement
- 7
- Basisteil
- 7a
- Schraubloch
- 8
- Arm
- 8a, 8b
- Anlageseite
- 9
- Boden
- 10
- Verbindungsadapter
- 10a
- Innenteil
- 11
- Einsteckschlitz
- 12
- Schlitzgrund
- 13
- Schlitzaufnahme
- 14
- Adapterteil
- 15
- Einsteckabschnitt
- 15a
- Öffnung
- 15b
- Kantenabschnitt
- 16
- Anbindeabschnitt
- 17
- Hakenteil
- 17a
- Schraubloch
- 18
- Hakenabschnitt
- 18a
- Aufnahmeöffnung
- 19
- Stegabschnitt
- 20
- Arm
- 21
- Hakenteil
- 22
- Adapterteil
- 23
- Einsteckabschnitt
- 23a
- Öffnung
- 24
- Stützteil
- 24a
- Außenseite
- 25
- Verstellanordnung
- 26
- Verstellschraube
- 27
- Bügelabschnitt
- 27a
- Bügelarm
- 27b
- Bügelarm
- 28
- Stegabschnitt
- 29
- Schmalseite
- 30
- Adapterteil
- 31
- Lagerabschnitt
- 31a
- Unterseite
- 31b
- Außenseite
- 31c
- Außenseite
- 32
- Hakenteil
- 32a
- Stegabschnitt
- 33
- Nut
- 34
- Bügelabschnitt
- 35
- Führungsrippe
- 36
- Adapterteil
- 37
- Hakenteil
- 38
- Einsteckabschnitt
- 38a
- Öffnung
- 39
- Anbindeabschnitt
- 40
- Bügelabschnitt
- 40a
- Nut
- 41
- Klemmschraube
- 41a
- Schaft
- 41b
- Schraubenkopf
- 42
- Schraube
1. Vorrichtung zum Anbringen eines Frontelements (3) an einem Möbel, wobei das Frontelement
(3) mittels der Vorrichtung an einem Möbelausschub, der an einem Möbelkorpus des Möbels
über Führungsmittel verschieblich gelagert ist, anbindbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass Koppelmittel für die Anbindung des Frontelements (3) an dem Möbelausschub vorgesehen
sind, mit einem Verankerungsteil (2, 14, 36), das einem Seitenteil (4) des Möbelausschubs
zuordenbar ist, und mit einem am Frontelement (3) fixierbaren Angreifteil (1, 17,
37), so dass mit einem Heranführen des Angreifteils (1, 17, 37) an das Verankerungsteil
(2, 14, 36) in einer bestimmungsgemäßen Ausrichtung zueinander das Angreifteil (1,
17, 37) und das Verankerungsteil (2, 14, 36) miteinander verklemmbar oder verrastbar
sind, so dass in einem Montagezustand des Frontelements (3) über die verklemmten oder
verrasteten Koppelmittel Haltekräfte zwischen dem Frontelement (3) und dem Möbelausschub
realisiert sind, wobei unter Beibehaltung des verklemmten oder eingerasteten Zustands
das Angreifteil (1, 17, 37) und das Verankerungsteil (2, 14, 36) zumindest entlang
einer Raumachse mit einem vorgebbaren Spiel zueinander versetzbar sind.
2. Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass Koppelmittel für die Anbindung des Frontelements (3) an dem Möbelausschub vorgesehen
sind, mit einem Verankerungsteil (22, 30), das einem Seitenteil (4) des Möbelausschubs
zuordenbar ist, und mit einem am Frontelement (3) fixierbaren Angreifteil (21, 32),
so dass mit einem Heranführen des Angreifteils (21, 32) an das Verankerungsteil (22,
30) in einer bestimmungsgemäßen Ausrichtung zueinander das Angreifteil (21, 32) und
das Verankerungsteil (22, 30) miteinander in eine Formschlussverbindung bringbar sind,
so dass in einem Montagezustand des Frontelements (3) über die Koppelmittel Haltekräfte
zwischen dem Frontelement (3) und dem Möbelausschub realisiert sind, wobei unter Beibehaltung
der Formschlussverbindung das Angreifteil (21, 32) und das Verankerungsteil (22, 30)
zumindest entlang einer Raumachse mit einem vorgebbaren Spiel versetzbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsteil (2, 14, 22, 30, 36) für eine lösbare Anbringung in einem stirnseitig
vorderen Endabschnitt des Seitenteils (4) des Möbelausschubs ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einsetzelement (10) mit einer Einsetzkontur (11) vorhanden ist, welches für eine
Anbringung in einem vorderen Endabschnitt des Seitenteils (4) ausgebildet ist, wobei
ein am Verankerungsteil (14, 22, 30, 36) vorhandener Verankerungsteilabschnitt (15,
23, 38) und die Einsetzkontur (11) abgestimmt sind, dass das Verankerungsteil (14,
22, 30, 36) nur positionsrichtig ausgerichtet an dem Einsetzelement (10) verrastbar
ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Einstellmittel vorhanden sind, über welche die Position des Einsetzelements (10)
im am Seitenteil (4) angebrachten Zustand einstellbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Verankerungsteil (14, 22, 30) ein Gleitabschnitt (16, 24, 31) vorhanden ist, entlang
dem das eingerastete Angreifteil (17, 21, 32) in eine Richtung quer zu einer Aufsteckrichtung
des Angreifteils (17, 21, 32) versetzbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Angreifteil und/oder Verankerungsteil (1, 17) einen beim Verrasten federnd auslenkbaren
Einrastabschnitt (8, 20) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsteil (22) ein drehbares Verstellglied (26) umfasst, mit welchem durch
Verdrehen die Position eines Formschlussabschnitts (24) des Verankerungsteils (22)
verstellbar ist, wobei der Formschlussabschnitt (24) abgestimmt ist, formschlüssig
mit einem auf den Formschlussabschnitt (24) abgestimmten Gegenabschnitt (27b) am Angreifteil
(21) in Anlage zu gelangen.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Angreifteil (1) einen Basisabschnitt (7) für die Anbringung am Frontelement (3)
und einen daran aufgenommenen Einrastabschnitt (6) aufweist, wobei der Einrastabschnitt
(6) über einen begrenzten vorgebbaren Schiebeweg linear verschieblich gegenüber dem
Basisabschnitt (7) ist,
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsteil (36) und das Angreifteil (37) derart aufeinander abgestimmt
sind, dass für die Einrichtung eines Anbindungszustandes des Verankerungsteils (36)
mit dem Angreifteil (37), in welchem das Verankerungsteil (36) und das Angreifteil
(37) klemmend aneinander fixiert sind, ein drehbar aufgenommenes Klemmelement (41)
vorhanden ist, mit welchem durch Verdrehen eine Klemmwirkung einstellbar ist.
11. Möbel mit einem Möbelkorpus, an dem mehrere über Führungsmittel gleichartig verschieblich
gelagerte Möbelausschübe vorgesehen sind, und einem Frontelement (3), das mehrere
an dem Möbelkorpus aufgenommene Möbelausschübe in einem am Möbelkorpus eingeschobenen
Zustand bedienseitig überdeckt, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche vorgesehen ist.
12. Möbel nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11, insbesondere nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Möbelausschub für eine Verschiebebewegung relativ zum Möbelkorpus jeweils eine
eigene Führungsanordnung zugeordnet ist, wobei das Frontelement (3) über wenigstens
eine der Führungsanordnungen, die gleichzeitig Führungsmittel für die wenigstens eine
der gleichartig verschieblich gelagerten Möbelausschübe sind, am Möbelkorpus gelagert
ist.