[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur lösbaren Kopplung einer Innenlade an
einer Außenlade eines Möbels nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Möbel
mit einer solchen Vorrichtung.
[0002] Bei bekannten Anordnungen, umfassend eine Außenlade mit zumindest einer Innenlade,
kann die Innenlade mit der Außenlade wahlweise verbunden werden, so dass in einem
gekoppelten Fall die Innenlade zusammen mit der Außenlade ausziehbar ist.
[0003] Im anderen Fall ist die Innenlade von der Außenlade, gelöst, damit die Innenlade
beim Ausziehen der Außenlade nicht gleichzeitig mitausgezogen wird.
[0004] Aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift
DE 20 2005 020 203 U1 ist ein Möbel mit einem Möbelkorpus und mit einer ersten und mindestens einer zweiten,
relativ zum Möbelkorpus verfahrbaren Schublade bekannt, wobei in der Schließstellung
der beiden Schubladen die Frontblende der ersten Schublade die Frontblende bzw. die
Frontwand der zweiten Schublade im Wesentlichen vollständig bedeckt. Das Möbel ist
mit einer lösbaren Kopplungsvorrichtung zum zeitweiligen Koppeln der beiden Schubladen
ausgestattet. Die lösbare Kopplungsvorrichtung weist zumindest zwei vorwählbare Betriebsmodi
auf, wobei in einem ersten Betriebsmodus die beiden Schubladen durch zumindest ein,
vorzugsweise manuell, betätigbares Mitnehmerelement koppelbar sind und in einem zweiten
Betriebsmodus die beiden Schubladen nicht gekoppelt sind.
[0005] Derartige Kopplungsvorrichtungen sind vergleichsweise aufwändig.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art vergleichsweise einfacher auszugestalten.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der
Erfindung angegeben.
[0009] Die Erfindung geht von einer Vorrichtung zur lösbaren Kopplung einer Innenlade an
einer Außenlade eines Möbels aus, wobei die Vorrichtung ein Betätigungselement und
ein bewegbares Eingreifelement aufweist und Anbringmittel umfasst. Vorzugsweise bedeckt
eine Frontblende der Außenlade vollständig die Frontblende der Innenlade.
[0010] Der Kern der Erfindung liegt darin, dass die Vorrichtung zur Anbringung an einer
Innenseite einer Frontblende der Außenlade ausgebildet ist, und dass das Eingreifelement
mit einem Mitnahmevorsprung zum Hintergreifen eines Frontelements einer Innenlade
ausgebildet ist, wobei eine Position des Mitnahmevorsprungs für ein Hintergreifen
eines Abschnitts des Frontelements der Innenlade einstellbar ist, und wobei der mitnehmende
Vorsprung des Eingreifelements für ein Hintergreifen eines unvorbereiteten Abschnitts
des Frontelements der Innenlade ausgebildet ist. Durch die Einstellbarkeit des Eingreifabschnitts
ist zunächst dieser an einem vorgegebenen, hintergreifbaren Abschnitt einer Frontblende
der Innenlade anpassbar. Des Weiteren ist keine Veränderung der Frontblende der Innenlade
erforderlich, d.h. keine Anpassung der Frontblende auf einen Mitnahmevorsprung, so
dass die Vorrichtung auch nachträglich in eine bestehende Lade ohne Zusatzaufwand
nachgerüstet werden kann.
[0011] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Vorrichtung
zur Anbringen an einer Innenseite einer Frontblende der Außenlade ohne separates Gegenstück
an einem Frontelement der Innenlade als möglichem Träger ausgebildet. Damit kann die
Vorrichtung für jede herkömmliche Lade ohne Anpassungsmaßnahmen an der Innenlade eingesetzt
werden.
[0012] In einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist eine Position
des Mitnahmevorsprungs am Eingreifelement einstellbar und fixierbar. Zum Beispiel
ist an einem Entriegelungsorgan ein Mitnahmeteil mit Mitnahmevorsprung verschiebbar,
vorzugsweise über ein Langloch, fixierbar.
[0013] Die Fixierung kann z.B. mit einer Schraube erfolgen. Damit kann nach einer Montage
der Vorrichtung an der Innenseite einer Frontblende eine Anpassung der Position des
Mitnahmevorsprungs auf eine Wanddicke des Frontelements der Innenlade leicht angepasst
werden.
[0014] Im Weiteren ist es bevorzugt, wenn mit einem Federelement eine Mitnahmestellung des
Eingreifelements, insbesondere des Mitnahmevorsprungs, vorgegeben ist. Das Federelement
ist vorteilhafterweise so ausgestaltet, dass es den Mitnahmevorsprung in eine das
Frontelement der Innenlade hintergreifende Position drängt. Dadurch bleibt ein gekoppelter
Zustand so lange erhalten, bis insbesondere eine manuelle Entkopplung, d.h. ein Betätigen
entgegen der Kraft des Federelements, stattfindet.
[0015] In einer überdies vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung umfasst die Vorrichtung
ein Anbringelement, das zur Anbringung an einer ebenen Innenfläche einer Frontblende
der Außenlade ausgebildet ist. Auf diese Weise lässt sich die Vorrichtung einfach
an der Innenseite der Frontblende der Außenlade montieren, also z.B. auch nachträglich.
Denn an der Frontblende sind keinerlei Anpassungsmaßnahmen erforderlich, es findet
lediglich eine Montage an der bei gängigen Frontblenden ebenen Innenfläche statt.
[0016] Darüber hinaus ist es bevorzugt, wenn zumindest ein Teil des Eingreifelements und
des Betätigungselements als Abschnitte eines durchgängig zusammenhängenden und einheitlich
aus einem Material hergestellten Körpers gebildet ist. Damit lässt sich ein einfacher
Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung erzielen.
[0017] In diesem Zusammenhang ist es bevorzugt, wenn lediglich ein Mitnahmeteil mit Mitnahmevorsprung
als weiteres Teil, das vorzugsweise dann auch eine Einstellbarkeit der Position zum
verbleibenden Teil ermöglicht, noch hinzukommt.
[0018] In diesem Zusammenhang ist es bevorzugt, wenn das Anbringelement als Anbringabschnitt
an dem Körper ausgebildet ist.
[0019] In einer überdies bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen dem Anbringabschnitt
und dem Eingreifabschnitt ein Verbindungsabschnitt ausgebildet, der elastisch biegsam
ist. Damit lässt sich ein Federelement realisieren, das den Eingreif abschnitt z.B.
in eine das Frontelement der Innenlade hintergreifende Position drängt. Zum Beispiel
wird ein verringerter Materialquerschnitt genutzt, um ein Federelement zu realisieren,
ohne dass eine Materialänderung des sonst zusammenhängenden und einheitlichen Körpers
notwendig ist. Der verringerte Materialabschnitt wirkt vorzugsweise wie eine Art "Filmscharnier",
weist jedoch ausreichende Rückstellkräfte auf, wenn der Eingreifabschnitt z. B. in
eine Position gebracht wird, in welcher ein Entkoppeln von Außen- und Innenlade möglich
ist, nachdem die manuelle Betätigung nicht mehr stattfindet, wodurch sich der Eingreifabschnitt
in eine Ausgangslage zurückbewegt, die in einem gekoppelten Zustand die Kopplungsposition
sicherstellt.
[0020] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Körper ein Blechstreifen.
[0021] Zum Beispiel ist das Betätigungselement durch eine oder mehrere Biegungen des Blechstreifens
realisiert. Vorzugsweise ist das Eingreifelement durch eine oder mehrere Biegungen
des Blechstreifens ausgebildet. Damit lässt sich auf einfach Weise eine erfindungsgemäße
Vorrichtung realisieren.
[0022] Um eine einfache Anbringung einer Vorrichtung aus einem Blechstreifen realisieren
zu können, wird im Weiteren vorgeschlagen, dass der Blechstreifen zwischen dem Betätigungselement
und dem Eingreifelement als Anbringabschnitt ausgebildet ist. Dieser Anbringabschnitt
kann z. B. an eine ebene Fläche einer Innenseite einer Frontblende der Außenlade montiert
werden.
[0023] In einer außerdem bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist am Anbringabschnitt
eine Ausnehmung für ein Befestigungselement ausgebildet, mit der der Anbringabschnitt
an der Innenseite der Frontblende der Außenlade anbringbar und geführt bewegbar ist.
Zum Beispiel ist für eine Schwenkbewegung ein kreisförmiges Loch vorgesehen. Um eine
lineare Verschiebung zu ermöglichen, wird vorteilhafterweise ein Langloch eingesetzt.
Das Langloch kann z.B. bei nicht vollkommen angezogener Montageschraube als Führungskulisse
für die Vorrichtung genutzt werden, um die Vorrichtung von einer eine Frontblende
der Innenlade hintergreifenden Position in eine Position zu bringen, in welcher eine
Entkopplung stattfindet.
[0024] Anstatt aus einem Blechstreifen kann der Körper auch ein Gusskörper und/oder Stanzkörper
sein, z.B. aus Metall und/oder Kunststoff.
[0025] Um eine definierte Positionierung der Vorrichtung zu ermöglichen, wird im Weiteren
vorgeschlagen, dass ein Anschlag vorgesehen ist, durch den eine Bewegung eines Betätigungselements
der Vorrichtung begrenzt ist.
Zeichnungen:
[0026] Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und
werden unter Angabe weiterer Vorteile und Einzelheiten nachstehend näher erläutert.
Es zeigen
- Figur 1
- in perspektivischer Ansicht ein Möbelkorpus mit Außen- und Innenlade, die aneinander
über eine Koppelvorrichtung gekoppelt sind,
- Figur 2
- in perspektivischer Teilansicht eine Koppelvorrichtung, eingehakt an einer Frontblende,
- Figur 3
- eine zu Figur 2 entsprechende Ausführungsform, jedoch mit einem anderen Frontelement,
- Figur 4
- in perspektivischer Teilansicht eine Außenlade mit Koppelvorrichtung im Moment der
Entkopplung von einer Innenlade,
- Figur 5
- die Ausführungsform nach Figur 4 in einem Zustand, in welchem sich die Außenlade von
der Innenlade bereits etwas entfernt hat,
- Figur 6
- die Ausführungsform nach Figur 4 in einem entkoppelten Zustand,
- Figur 7
- eine weitere Ausführungsform der Erfindung in einer perspektivischen Teilansicht im
gekoppelten Zustand,
- Figur 8
- in einer perspektivischen Teilansicht eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Koppelvorrichtung im gekoppelten Zustand,
- Figur 8a
- die Koppelvorrichtung von Figur 8 in perspektivischer Ansicht,
- Figur 9
- in ebenfalls einer perspektivischen Ansicht, jedoch von Figur 8 abweichenden Perspektive,
die Ausführungsform von Figur 8 im entkoppelten Zustand einer Außenlade von einer
Innenlade,
- Figur 10
- in einer schematischen Teilansicht von der Seite eine Außenlade, gekoppelt an eine
Innenlade über eine weitere Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Koppelvorrichtung,
- Figur 11
- die Koppelvorrichtung im entkoppelten Zustand in perspektivischen Ansicht, montiert
an der Innenseite einer Außenblende,
- Figur 12a
- ein Hauptteil der Koppelvorrichtung aus Figur 10 und 11 in perspektivischer Ansicht,
- Figur 12b
- ein Federelement der Koppelvorrichtung nach Figur 10 und 11 in perspektivischer Ansicht,
- Figur 13
- in perspektivischer Teilansicht eine Außenblende einer Außenlade, gekoppelt an einer
Frontblende einer Innenlade über eine weitere erfindungsgemäße Koppelvorrichtung und
- Figur 14
- die Koppelvorrichtung aus Figur 13 in perspektivischer Ansicht in Alleinstellung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele:
[0027] In Figur 1 ist ein Möbelkorpus 1 mit einer Außenlade 2 mit hoher Schubladenfront
3 und einer Innenlade 4 abgebildet. Die Innenlade 4 hat ein Frontelement 5, die Schubladenfront
3 und das Frontelement 5 sind über eine Koppelvorrichtung 6 miteinander gekoppelt.
[0028] Die Koppelvorrichtung 6 ist in den Figuren 2 und 3 im Detail abgebildet. Der Unterschied
zwischen den Figuren 2 und 3 besteht darin, dass die Koppelvorrichtung 6 auf eine
unterschiedliche Frontelementdicke d der Innenlade justiert ist. Die Frontelementdicke
d des Frontelements 7 in Figur 2 ist kleiner als die Frontelementdicke d des Frontelements
8 gemäß Figur 3.
[0029] Die Koppelvorrichtung 6 umfasst einen Grundkörper 9 mit einem Anbringabschnitt 10
und einem Betätigungselement 11. Das Betätigungselement 11 ist einstückig mit einem
auskragenden Schenkel 12 verbunden, an dem ein Eingreifelement 13 montiert ist. Zur
Montage des Eingreifelements 13 besitzt der Schenkel 12 ein Langloch 14, durch das
eine Schraube 15 greift, die in das Eingreifelement 13 eingeschraubt ist. Über das
Langloch 14 lässt sich das Eingreifelement 13 am Schenkel 12 verschieben und auf eine
Dicke d eines Frontelements 5, 7 oder 8 abstimmen. Dazu wird das Eingreifelement 13
am Schenkel 12 so positioniert, dass ein Vorsprung 16 des Eingreifelements 13 passgenau
hinter eine innen liegende Kante 17 des Frontelements 5, 7 oder 8 einhaken kann.
[0030] Die Koppelvorrichtung 6 wird an einer Innenseite 18 der Schubladenfront 3 z. B. angeschraubt
über Montagelöcher 19, 20 im Anbringabschnitt 10, die über Zugangsöffnungen 21, 22
im Betätigungselement 11 erreichbar sind.
[0031] Zum Ankoppeln einer Innenlade 4 bzw. eines Frontelements 5, 7 oder 8 aus einem noch
nicht gekoppelten Zustand wird manuell das Betätigungselement 11 gedrückt, so dass
das Eingreifelement 13 bzw. der Vorsprung 16 mit dem Betätigungselement 11 zusammen
in Richtung Anbringabschnitt 10 geschwenkt wird. Dadurch hebt der Vorsprung 16 aus
einer senkrecht zur Innenseite 18 der Ladenfront stehenden Ebene ab, so dass der Vorsprung
16 über eine Oberkante 23 des Frontelements 7, 8 hinweg bewegt werden kann, bis der
Vorsprung 16 die Kante 17 erreicht hat und dahinter einhaken kann durch manuelles
Freigeben des Betätigungsabschnitts 11, d.h. zum Beispiel durch Wegnahme eines dort
drückenden Fingers einer Bedienperson.
[0032] Passgenau heißt im Sinne der Erfindung, dass im gekoppelten Zustand möglichst wenig
Spiel zwischen Vorsprung 16 und Vorderkante 17 besteht, wenn das Frontelement 5, 7,
8 an der Innenseite der Ladenfront 3 anliegt.
[0033] Ein gewisses Spiel kann zugestanden werden, um ein zuverlässiges Einhaken des Eingreifelements
13 unter Berücksichtigung von unterschiedlichen Ladezuständen der Innen- und Außenlade
in jeder Situation zu gewährleisten.
[0034] Ggf. kann auch ein Nachjustieren des Eingreifelements 13 durch Lösen der Schraube
15 und anschließendem Fixieren der Schraube 15 stattfinden, wenn sich z.B. der Ladezustand
der Schubladen drastisch ändert.
[0035] Das Entkoppeln der Innenlade 4 von der Außenlade 2 ist im Ablauf in den Figuren 4
bis 6 dargestellt. Durch manuelles Drücken des Betätigungselements 11 wird der Vorsprung
16 der Koppelvorrichtung 6 angehoben und kann über die Oberkante 23 des Frontelements
5 nach außen hinweg bewegt werden, was durch die Pfeile 24 in den Figuren 4, 5 und
6 veranschaulicht ist. In Figur 4 ist die Auslösestellung, in Figur 5 eine Überfahrstellung
der Oberkante 23 und in Figur 6 die freistehende Positionierung der Innenlade 4 von
der Außenlade 2 dargestellt.
[0036] Figur 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei welchem anstatt eines Frontelements 5,
7, 8 zur Ankoppelung eine an der Innenlade 4 angebrachte Reling 25 genutzt wird. Die
übrigen Bauteile entsprechen denen gemäß Figur 1 bis 6 mit einer Anpassung des Eingreifelements
13 und des Vorsprungs 16 an die runde Form der Reling 25.
[0037] In den Figuren 8, 8a und 9 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Koppelvorrichtung
26 veranschaulicht. Bei der Koppelvorrichtung 26 handelt es sich um einen Schwenkhebel
27 mit einem Hakenfortsatz 28, der im gekoppelten Zustand eine Unterseite 29 eines
Frontelements 30 hintergreift (siehe Figur 8) und dadurch das Frontelement 30 mit
der Ladenfront 3 koppelt.
[0038] Der Schwenkhebel 27 weist einen Schwenkpunkt z.B. in Form einer Öffnung 31 auf, die
zur Fixierung des Schwenkhebels von einer Schraube durchgriffen wird, an einer Innenseite
18 der Ladenfront 3, so dass durch die Lage des Schwenkpunktes der Schwenkhebel 27
aufgrund der Schwerkraft automatisch in eine Position verschwenkt, wobei der Hakenfortsatz
28 hinter der Unterseite 29 des Frontelements 30 einhaken will.
[0039] Um die Kopplung zu lösen, wird über einen Greiffortsatz 32 der Schwenkhebel 27 aus
der gekoppelten, eingehakten Position verschwenkt, so dass sich die Innenlade 4 von
der Außenlade bzw. Ladenfront 3 lösen kann (siehe Figur 9).
[0040] Damit der Schwenkhebel 27 keine undefinierten Positionen einnimmt, sind vorzugsweise
Anschlagschrauben 33, 34 vorgesehen, die einerseits den ausgekoppelten Zustand limitieren
(durch die Anschlagschraube 33) und andererseits den gekoppelten Zustand eingrenzen
(Anschlagschraube 34, siehe hierzu Figur 9).
[0041] Anstatt der Anschlagschrauben 33, 34 sind selbstverständlich verschiedene andere
Anschlagelemente denkbar.
[0042] Die Figuren 10, 11, 12a und 12b zeigen eine Koppelvorrichtung 35 mit einem Falthebel
36, in Figur 10 in einem gekoppelten Zustand, in Figur 11 in einem entkoppelten Zustand,
in Figur 12a lediglich den Falthebel und in Figur 12b eine Federspange 37 als Teil
der Koppelvorrichtung. Der Falthebel 36 ist z.B. aus einem Blechteil gefertigt. Der
Falthebel 36 umfasst zwei Langlöcher 38, 39. Im montierten Zustand werden die Langlöcher
38, 39 von Schrauben 40, 41 (siehe Figur 10 und 11) durchgegriffen, wobei die Schrauben
40, 41 in das Material einer Schubladenfront 42 einer Außenlade eingeschraubt werden,
so dass sich der Falthebel 36 jedoch noch entlang der Langlöcher 38, 39 verschieben
lässt.
[0043] Am Falthebel ist die Federspange 37 über umgebogene Enden 43 in passenden Ausnehmungen
44 des Falthebels 36 eingehakt. Der Falthebel 36 hat die Funktion, beim Aneinanderkoppeln
der Schubladenfront 42 an ein Frontelement 45 eine Federkraft zwischen Frontelement
45 und Schubladenfront 42 auszuüben, so dass sich der Falthebel 36 nur durch Einwirkung
auf einen Bedienabschnitt 46 in Form eines umgekanteten Endes, aus einer gekoppelten
Position (siehe Figur 10) entkoppeln lässt und dies nicht lediglich durch die Schwerkraft
erfolgt.
[0044] Im eingekoppelten Zustand hintergreift ein Hakenelement 47 eine Unterseite des Frontelements
45. Damit laufen Außenlade und Innenlade gemeinsam. Zum Entkoppeln wird über den Bedienabschnitt
46 der Falthebel 36 nach unten verschoben, so dass sich die Innenlade 4 von der Schubladenfront
42 und damit von der Außenlade lösen kann und beide Laden unabhängig voneinander bewegbar
sind. Der entkoppelte Zustand ist in Figur 11 dargestellt. Die Schubladenfront 42
der Außenlade steht entfernt von dem Frontelement 45 der Innenlade 4.
[0045] Die Figuren 13 und 14 zeigen eine Koppelvorrichtung 48, die lediglich aus einem Falthebel
49 besteht. Der Falthebel 49 weist Langlöcher 50 und 51 auf, durch die der Falthebel
49 verschiebbar über Schrauben 52 und 53 an der Innenseite einer Schubladenfront 54
montierbar ist. Der Falthebel 49 wird so montiert, dass er lediglich durch Schwerkraft
mit einem Hakenelement 55 ein Frontelement 56 hintergreift und damit eine Außenlade
mit einer Innenlade 4 verbindet. Um die Innenlade 4 von der Schubladenfront 54 zu
entkoppeln, kann manuell über einen Bedienabschnitt 57 der Falthebel 49 nach oben
angehoben werden, so dass das Hakenelement 55 über ein Frontelement 56 der Innenlade
bewegt werden kann.
Bezugszeichenliste:
[0046]
- 1
- Möbelkorpus
- 2
- Außenlade
- 3
- Schubladenfront
- 4
- Innenlade
- 5
- Frontelement
- 6
- Koppelvorrichtung
- 7
- Frontelement
- 8
- Frontelement
- 9
- Grundkörper
- 10
- Anbringabschnitt
- 11
- Betätigungselement
- 12
- Schenkel
- 13
- Eingreifelement
- 14
- Langloch
- 15
- Schraube
- 16
- Vorsprung
- 17
- Kante
- 18
- Innenseite
- 19
- Montageloch
- 20
- Montageloch
- 21
- Zugangsöffnung
- 22
- Zugangsöffnung
- 23
- Oberkante
- 24
- Pfeil
- 25
- Reling
- 26
- Koppelvorrichtung
- 27
- Schwenkhebel
- 28
- Hakenfortsatz
- 29
- Unterseite
- 30
- Frontelement
- 31
- Öffnung
- 32
- Greiffortsatz
- 33
- Anschlagschraube
- 34
- Anschlagschraube
- 35
- Koppelvorrichtung
- 36
- Falthebel
- 37
- Federspange
- 38
- Langloch
- 39
- Langloch
- 40
- Schraube
- 41
- Schraube
- 42
- Schubladenfront
- 43
- Ende
- 44
- Ausnehmung
- 45
- Frontelement
- 46
- Bedienabschnitt
- 47
- Hakenelement
- 48
- Koppelvorrichtung
- 49
- Falthebel
- 50
- Langloch
- 51
- Langloch
- 52
- Schraube
- 53
- Schraube
- 54
- Schubladenfront
- 55
- Hakenelement
- 56
- Frontelement
- 57
- Bedienabschnitt
1. Vorrichtung zur lösbaren Kopplung einer Innenlade (4) an einer Außenlade (2) eines
Möbels, wobei die Vorrichtung ein Betätigungselement (11) und ein bewegbares Eingreifelement
(13) aufweist und Anbringmittel umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Anbringung an einer Innenseite einer Frontblende (7) der Außenlade
(2) ausgebildet ist, und dass das Eingreifelement (13) mit einem Mitnahmevorsprung
(16) zum Hintergreifen eines Frontelements (5) der Innenlade (4) ausgebildet ist,
wobei eine Position des Mitnahmevorsprungs (16) für ein Hintergreifen eines Abschnitts
des Frontelements (5) der Innenlade (4) einstellbar ist, und wobei der mitnehmende
Vorsprung (16) des Eingreifelements (13) für ein Hintergreifen eines unvorbereiteten
Abschnitts des Frontelements (5) der Innenlade (4) ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Anbringung an einer Innenseite einer Frontblende (7) der Außenlade
(2) ohne separates Gegenstück an einem Frontelement (5) der Innenlade (4) als möglichem
Träger ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Position des Mitnahmevorsprungs (16) am Eingreifelement (13) fixierbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit einem Federelement eine Mitnahmestellung des Eingreifelements, insbesondere des
Mitnahmevorsprungs (47, 55) vorgegeben ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Anbringelement (10, 36, 49) umfasst, das zur Anbringung an einer
ebenen Innenfläche einer Frontblende (7, 42, 54) der Außenlade (2) ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Eingreifelements (13, 36, 49) und des Betätigungselements
(11) als Abschnitte eines durchgehend zusammenhängenden und einheitlich aus einem
Material hergestellten Körpers gebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Anbringelement als Anbringabschnitt an dem Körper ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Anbringabschnitt und dem Eingreifabschnitt ein Verbindungsabschnitt
ausgebildet ist, der elastisch biegsam ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper ein Blechstreifen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (46, 57) durch ein oder mehrere Biegungen des Blechstreifens
ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingreifelement durch eine oder mehrere Biegungen des Blechstreifens ausgebildet
ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Blechstreifen zwischen dem Betätigungselement (46, 57) und dem Eingreifelement
als Anbringabschnitt ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass am Anbringabschnitt eine Ausnehmung (20, 31, 38, 39, 50, 51) für ein Befestigungselement
ausgebildet ist, mit der der Anbringabschnitt an der Innenseite (18) der Frontblende
(7, 42, 54) der Außenlade (2) anbringbar und geführt bewegbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper ein Gusskörper und/oder Stanzkörper ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlag (33, 34) vorgesehen ist, durch den eine Bewegung eines Betätigungselements
(27) begrenzt ist.
16. Möbel mit einer Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche 1 bis 15.