[0001] Die Erfindung betrifft einen Ski, insbesondere einen Touren- oder Langlaufski, mit
einer rückgleithemmenden Steig- oder Abstoßhilfe, welche an der Unterseite des Ski
zumindest in dessen Längsmittelabschnitt anbringbar und bedarfsweise davon entfernbar
ist.
[0002] Ein gattungsgemäßer Ski in Verbindung mit einer an der Skiunterseite bedarfsweise
anbringbaren und vom Ski wieder ablösbaren Steig- oder Abstoßhilfe ist in der
WO 2007/004034 A1, der
DE 20 2005 010 571 U1 und in der
DE 20 2005 013 673 U1 offenbart. Die Steig- oder Abstoßhilfe umfasst dabei einen im mittleren Skibereich
aufklebbaren Fellstreifen. Am skispitzenseitigen Ende des Fellstreifens ist eine das
Ende des Fellstreifens überdeckende und überragende Platte vorgesehen, welche an der
Fellseite des Fellstreifens fest mit dem Fellstreifen verbunden ist. Ein freies Ende
der Platte ragt dabei über das skispitzenseitige Ende des Fellstreifens hinaus, um
einen konvex gewölbten Übergang zwischen der Laufflächenebene des Ski und der rückgleithemmenden
Fellseite des Fellstreifens zu bilden. Die von der Fellseite abgewandte Rückseite
des Fellstreifens ist als vollflächige Klebefläche ausgeführt, über welche der Fellstreifen
unmittelbar auf die Lauffläche des Ski aufklebbar ist. Nachteilig ist dabei, dass
dieser Aufklebevorgang vom Benutzer ein gewisses Grundmaß an Geschicklichkeit erfordert,
und dass bei ungeeigneter bzw. fehlerhafter oder unordentlicher Anbringung des Fellstreifens
die resultierende Performance des Ski negativ ausfällt.
[0003] Darüber hinaus sind Ausführungen bekannt, bei welchen das Steighilfemittel, insbesondere
das Steigfell, auf einem formstabilisierenden Trägerelement aufgebracht bzw. aufgeklebt
ist. Dieses Trägerelement ist dann in weiterer Folge in eine korrespondierende Ausnehmung
in der Unterseite des Ski einsetzbar und bei Bedarf aus der Ausnehmung wieder entnehmbar.
Derartige Tragkonstruktionen bzw. Trägerelemente für den rückgleithemmenden Fellstreifen
sind in der
FR 2 792 213 A1, der
US 5,292,147 A, der
US 2003/0090086 A1, der
AT 345 703 B, der
AT 351 415 B, der
CH 244 368 A, der
DE 27 52 397 A1 und in der
AT 508 684 A1, welche auf die Anmelderin zurückgeht, offenbart. Nachteilig ist dabei, dass diese
Trägerelemente für das rückgleithemmende Element, insbesondere für den in sich formflexiblen
Fellstreifen, das Gewicht und die bauliche Komplexität des Ski erhöhen. Diese Gewichtszunahme
ist dabei hinsichtlich der erzielbaren, sportlichen Leistungsfähigkeit des Benutzers
nachteilig. Darüber hinaus ist bei diesen vorbekannten Ausführungen die Handhabung
des Steighilfemittels, insbesondere in Bezug auf dessen Montage am Ski, für Sportartikelhändler
und auch für Endanwender, insbesondere für den Sportausübenden, nur bedingt zufriedenstellend.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Ski, insbesondere einen
Touren- oder Langlaufski zu schaffen, bei welchem die Steig- oder Abstoßhilfe rasch
und unkompliziert, insbesondere ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen, sowie möglichst
exakt an der Unterseite des Ski angebracht werden kann.
[0005] Diese Aufgabe der Erfindung wird durch einen Ski gemäß den Merkmalen in Anspruch
1 gelöst.
[0006] Ein durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 1 erzielter Vorteil liegt darin, dass das
Handling bezüglich der Anbringung dieser Steig- oder Abstoßhilfe an der Unterseite
des Ski deutlich vereinfacht wird. Insbesondere kann dadurch innerhalb relativ kurzer
Zeit eine überaus exakte bzw. plangemäße Anbringung der Steig- oder Abstoßhilfe, welche
den in sich formschlaffen Fellstreifen umfasst, erzielt werden. Die Auffindung und
Einnahme der optimierten bzw. herstellerseitig vorgesehenen Relativposition gegenüber
dem Ski ist dabei relativ einfach und fehlersicher durchführbar. Insbesondere wird
über die wenigstens eine Ausnehmung bzw. Vertiefung in der Unterseite des Ski sichergestellt,
dass die Relativposition der Steig- oder Abstoßhilfe in Bezug auf die Skilängsrichtung
einem vom Skihersteller ermittelten Optimum jeweils entspricht. Darüber hinaus wird
in einfacher Art und Weise die Ausrichtung des relativ formflexiblen bzw. biegeschlaffen
Fellstreifens in Bezug auf die Skilängsachse erleichtert. Insbesondere kann durch
die erfindungsgemäßen Maßnahmen in relativ einfacher, zuverlässiger und fehlersicherer
Art und Weise sichergestellt werden, dass die Längsachse der Steig-oder Abstoßhilfe
möglichst parallel zur Skilängsachse ausgerichtet wird, ohne dass dabei dem Anwender
bzw. Benutzer erhöhte Geschicklichkeit abverlangt wird. Insbesondere der durch Adhäsionskräfte
bzw. durch eine Kleberschicht haftende, in sich formflexible und biegeweiche Fellstreifen
der Steig- oder Abstoßhilfe kann durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen in relativ
kurzer Zeit und ohne dem Erfordernis von besonderem Geschick bzw. auch ohne dem Erfordernis
von besonderem Übungsaufwand relativ exakt bzw. funktional optimiert an der Skiunterseite
angebracht werden. Dies sowohl in Bezug auf die die Relativposition zum Ski, als auch
in Bezug auf die Orientierung des in sich formschlaffen bzw. biegeweichen, selbsthaftenden
Fellstreifens.
[0007] Darüber hinaus wird durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen sichergestellt, dass die
entsprechend angebrachte Steig- oder Abstoßhilfe optimierte Performance und hohe Ablösungssicherheit
gewährleistet. Ein wesentlicher Vorteil liegt auch darin, dass trotz dieser Handling-Vereinfachungen
für den Anwender bzw. Sportausübenden die bauliche Komplexität des Systems möglichst
gering ist und es dadurch einem Produzenten von erfindungsgemäßen Skiern bzw. Steig-
oder Abstoßhilfen ermöglicht ist, die Produktionskosten relativ gering zu halten.
Folglich ist es möglich, die entsprechende Sportausübung einem größeren Personenkreis
zugänglich zu machen.
[0008] Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 2 oder 3 wird eine konstruktiv möglichst einfache
und damit produktionstechnisch relativ kostengünstige Ausführung geschaffen, um eine
optimierte und möglichst exakte bzw. plangemäße Ausrichtung des selbstklebenden Fellstreifens
relativ zur Lauffläche des Skis zu erzielen. Die Auffindung und Einnahme der ordnungsgemäßen
bzw. plangemäßen Relativposition und auch Ausrichtung zwischen dem Ski und der Steig-oder
Abstoßhilfe ist dabei relativ rasch und unkompliziert umsetzbar.
[0009] Von Vorteil sind auch die Maßnahmen nach Anspruch 4, da dadurch eine hochfeste bzw.
langlebige Verbindung zwischen dem formflexiblen Fellstreifen und dem Positionierhilfsmittel
aufgebaut werden kann. Insbesondere kann dadurch auch bei grober Handhabung beziehungsweise
bei unvorsichtigem Handling eine unerwünschte Ablösung des Fellstreifens vom Positionierhilfsmittel
hintan gehalten werden. Darüber hinaus ist die entsprechende Verbindungsmethode möglichst
wirtschaftlich umsetzbar, sodass die Produktionskosten des entsprechend ausgestatteten
Ski möglichst niedrig gehalten werden können.
[0010] Von Vorteil sind auch die Maßnahmen gemäß Anspruch 5, da dadurch zum einen eine optimierte
Performance in Bezug auf das Gleit- und Abstoßverhalten des Ski erzielbar ist. Insbesondere
werden dadurch Stoßkanten bzw. reibungserhöhende Scherkanten zwischen dem Schneeuntergrund
und den Begrenzungskanten der Steig- oder Abstoßhilfe reduziert oder gänzlich vermieden.
Darüber hinaus wird dadurch die Wahrscheinlichkeit von unerwünschten Ablösungen des
aufgeklebten Fellstreifens minimiert. Insbesondere wird dadurch ein sogenanntes Aufstollen
von Schnee bzw. eine allmähliche Schneeanhäufung und eine damit einhergehende Bremswirkung
und/oder ein allmähliche Ablösungstendenz im Übergangsbereich zwischen der Lauffläche
des Ski und der Steig- oder Abstoßhilfe hintan gehalten.
[0011] Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 6 wird sichergestellt, dass der Ski bzw. dessen
Laufflächen- oder Untergurtkonstruktion im Abschnitt mit dem formflexiblen Fellstreifen
nur marginal geschwächt wird, insbesondere nur minimal vertieft bzw. ausgefräst werden
muss. Insbesondere ist dadurch eine relativ geringe Tiefe der Ausnehmung über weite
Flächenabschnitte der Ausnehmung in der Skiunterseite ausreichend, nachdem die Tiefe
der Ausnehmung nur in etwa der Dicke des formflexiblen, relativ dünnen Fellstreifens
entsprechen muss. Gleichzeitig wird durch die Maßnahmen nach Anspruch 6 sichergestellt,
dass das Positionierhilfsmittel im Bereich der zweiten Ausnehmung ausreichend tief
versenkt ist, um einen möglichst stufenlosen Übergang zwischen den aufeinanderfolgenden
Längsabschnitten der Steig-oder Abstoßhilfe zu gewährleisten. Darüber hinaus wird
sichergestellt, dass die vordere Begrenzungskante des Positionierhilfsmittels keinen
Schneestau verursachen kann, sodass während der Vorwärts-Gleitphase des Ski möglichst
keine Bremswirkung verursacht wird.
[0012] Von Vorteil sind auch die Maßnahmen gemäß Anspruch 7, da dadurch ein baulich besonders
einfaches und relativ leichtgewichtiges Positionierhilfsmittel geschaffen ist. Zudem
können dadurch die Anforderungen im Hinblick auf eine möglichst exakte Positionierung
und Ausrichtung des Fellstreifens in Bezug auf die Skilängsrichtung bzw. Skilängsachse
in Verbindung mit einer korrespondierend ausgeformten Vertiefung im Laufflächenbelag
des Ski optimal bewerkstelligt werden.
[0013] Von Vorteil sind auch die Maßnahmen gemäß Anspruch 8, da dadurch eine möglichst einfache
Handhabung der Steig- oder Abstoßhilfe begünstigt wird. Insbesondere ist ein relativ
müheloses Positionieren des Positionierhilfsmittels in Bezug auf die vordefinierte
Ausnehmung an der Unterseite des Skis ermöglicht. Zudem wird dadurch auch sichergestellt,
dass der selbstklebende Fellstreifen die ordnungsgemäße Relativposition und Ausrichtung
in Bezug auf den Ski einnimmt, sobald dieser ausgehend von einem plangemäß positionierten
Positionierhilfsmittel am Ski ausgelegt wird, insbesondere gegen die Unterseite des
Skis bzw. gegen die Grundfläche der Ausnehmung gedrückt und dadurch entsprechend verklebt
wird.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Maßnahme ist im Anspruch 9 angegeben. Dadurch kann vom
Anwender bzw. Monteur der Steig- oder Abstoßhilfe eine grobe Vorab-Positionierung
des Positionierhilfsmittels vorgenommen werden und sind Korrekturen zur Erreichung
der Soll- bzw. Plan-Position relativ problemlos durchführbar. Insbesondere können
dadurch Positionskorrekturen vorgenommen werden, ohne dass ein mehrmaliges Ablösen
und Wiederanbringen des Positionierhilfsmittels vorgenommen werden muss. Außerdem
kann dadurch eine ausreichend hohe Haltekraft erzielt werden, um ein unerwünschtes
Ablösen des kleberfreien, durch Magnetkraft gehalterten Abschnittes der Steig- oder
Abstoßhilfe zu unterbinden.
[0015] Aber auch durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 10 ist sichergestellt, dass das Positionierhilfsmittel
nach Erreichung der Ziel- bzw. Sollposition innerhalb der Ausnehmung gehaltert wird
und vor einem unerwünschten Ablösen von der Skiunterseite gesichert ist.
[0016] Aber auch durch die Maßnahmen nach Anspruch 11 wird ein unerwünschtes Ablösen des
Positionierhilfsmittels von der Skiunterseite hintan gehalten. Insbesondere kann durch
diese formschlüssigen Kopplungsmittel eine optimierte Relativpositionierung der gesamten
Steig-oder Abstoßhilfe gewährleistet werden und auch sichergestellt werden, dass die
ordnungsgemäße bzw. plangemäße Position des Positioniermittels auch während der Benutzung
des Ski zuverlässig beibehalten wird.
[0017] Bei den Maßnahmen gemäß Anspruch 12 ist von Vorteil, dass die Steig- oder Abstoßhilfe
auch dann möglichst wenig Reibungs- bzw. Hemmwiderstand aufbaut, wenn die Steig- oder
Abstoßhilfe während einer Vorwärts-Gleitphase den Untergrund berührt. Darüber hinaus
wird die Wahrscheinlichkeit von Ablösungstendenzen infolge von Schneeansammlungen
bzw. Schneeaufstauungen reduziert.
[0018] Von Vorteil sind auch die Maßnahmen gemäß Anspruch 13, da dadurch wenigstens die
Positionierhilfe zumindest teilweise in einer Vertiefung der Skiunterseite versenkt
angeordnet ist, während der daran anschließende Längsabschnitt, insbesondere der Fellstreifen,
direkt an der Unterseite des Laufflächenbelages aufgeklebt sein kann. Insbesondere
wird dabei der rückgleithemmende Fellstreifen nicht zur Gänze in einer Ausnehmung
an der Skiunterseite versenkt, sondern wird dabei zumindest ein Teil des Fellstreifens
direkt auf die Unterseite des Laufflächenbelages aufgeklebt. Neben einer besonders
ablösungssicheren Verbindung der Steig- oder Abstoßhilfe mit dem Ski können dadurch
auch eine möglichst kostengünstige Herstellung erzielt werden. Zudem ist dadurch eine
skispitzenseitige Stoß- bzw. Staukante an der Steig- oder Abstoßhilfe vermieden, wodurch
die Ablösungsgefahr reduziert wird und auch die Wahrscheinlichkeit von unerwünschten
Bremswirkungen minimiert ist.
[0019] Von besonderem Vorteil sind auch die Maßnahmen gemäß Anspruch 14, da dadurch eine
vollständige Integration des Positionierhilfsmittels innerhalb der Ausnehmung im Ski
ermöglicht ist und dadurch eine ebenflächige bzw. möglichst stufenlose Gleitfläche
bzw. Skiunterseite erzielt werden kann.
[0020] Vorteilhaft sind auch die Maßnahmen gemäß Anspruch 15, da dadurch eine maximale Fläche
zum Aufbau einer rückleithemmenden Wirkung aufgebaut werden kann. Darüber hinaus können
dadurch Querkanten bzw. Flächensprünge oder Abstufungen in der Lauffläche bzw. an
der Unterseite des Ski vermieden werden. Die Maßnahmen gemäß Anspruch 15 begünstigen
somit die erzielbare Performance in Bezug auf Gleit- und Abstoßverhalten des Ski.
[0021] Erfindungsgemäß ist insbesondere eine Steig- oder Abstoßhilfe geschaffen, welche
in Bezug auf die Längserstreckung zumindest abschnittsweise in einer Vertiefung bzw.
Ausnehmung an der Skiunterseite versenkt ist, wobei zumindest die skispitzenseitige,
vordere Begrenzungskante der Steig- oder Abstoßhilfe in Bezug auf die Laufflächenebene
vertieft bzw. versenkt ist, wobei die vordere Begrenzungskante des Fells bzw. der
vordere Abschnitt der Steig- oder Abstoßhilfe durch Magnetkraft, durch mechanischen
Formschluss, oder durch Klemmkraft bzw. durch eine Presspassung vor unerwünschtem
Ablösen bzw. Abheben von der Skiunterseite gesichert ist, während der Großteil der
Längserstreckung der Steig- oder Abstoßhilfe durch einen formflexiblen, biegeweichen
Fellstreifen gebildet ist, welcher durch eine Adhäsionsfläche bzw. eine Klebeschicht
mit der Skiunterseite verklebbar ist. Die entsprechende Steig- oder Abstoßhilfe kann
dabei vom Benutzer bei Bedarf abgenommen und durch eine andersartige oder durch eine
neue Steig- oder Abstoßhilfe ersetzt werden. Dieser Austauschvorgang kann bei entsprechendem
Wunsch des Benutzers jederzeit vorgenommen werden und dieser Austausch- bzw. Montagevorgangsbevorzugt
werkzeuglos, insbesondere ohne Zuhilfenahme von speziellen Hilfsmitteln durchführbar.
Vor allem ein Montagevorgang der angegebenen Steig- oder Abstoßhilfe an der Skiunterseite
wird dem Anwender durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen deutlich erleichtert. Darüber
hinaus kann die entsprechende Anbringung besonders rasch und mühelos erfolgen, wobei
diese Anbringung darüber hinaus sehr exakt bzw. entsprechend dem herstellerseitigen
Optimum erfolgen kann. Insbesondere die Einnahme der plangemäßen Relativposition und
die ordnungsgemäße Ausrichtung der Steig-oder Abstoßhilfe in Bezug auf die Skiunterseite
kann wesentlich zuverlässiger erzielt werden.
[0022] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0023] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Ski, insbesondere eines Langlaufski, mit bedarfsweise montier-
und demontierbarer Steig- oder Abstoßhilfe;
- Fig. 2
- eine vergrößerte Ansicht des Ski nach Fig. 1 im Bereich der Bindungsmontagezone;
- Fig. 3
- die Unterseite des Ski nach Fig. 2;
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch den Ski gemäß den Linien IV-IV in Fig. 3;
- Fig. 5
- den Skiquerschnitt nach Fig. 4 im Zustand mit abgenommener Steig- oder Abstoßhilfe;
- Fig. 6
- eine zweite Ausführungsform der Steig- oder Abstoßhilfe für einen Ski nach Fig. 1;
- Fig. 7
- eine dritte Ausführungsform der Steig- oder Abstoßhilfe für einen Ski nach Fig. 1;
- Fig. 8
- eine vierte Ausführungsform der Steig- oder Abstoßhilfe für einen Ski nach Fig. 1;
- Fig. 9
- eine weitere Ausführungsform einer der Steig- oder Abstoßhilfe in Ansicht auf die
Unterseite des Ski;
- Fig. 10
- den Ski nach Fig. 9 im Längsschnitt;
- Fig. 11-13
- weitere Ausführungsformen der montier- und demontierbaren Steig- oder Abstoßhilfe
in Kombination mit einem Ski.
[0024] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0025] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mitumfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit
einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder
weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
[0026] In den Fig. 1 bis 5 ist ein Ski 1 gezeigt, welcher wenigstens ein Mittel zur Unterbindung
bzw. Hemmung von rückwärts gleitenden Bewegungen aufweist. Ein solcher Ski 1 zählt
zur Gattung der sogenannten Langlauf- bzw. Cross-Country-Skier, welche einerseits
zum Gleiten und andererseits zum möglichst einfachen Bewältigen von Steigungen vorgesehen
sind. Der angegebene Ski 1 kann aber auch als sogenannter Touren- bzw. Mountaineering-Ski
konzipiert sein. Das heißt, dass der hierin offenbarte Ski 1 einerseits als Langlaufski
für gespurtes oder ungespurtes Gelände, aber auch als Ski 1 für die Ausübung des Bergtourensportes
ausgeführt sein kann.
[0027] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines gattungsgemäßen Ski 1, insbesondere einen
Langlaufski, der in an sich bekannter Weise im mittleren Abschnitt, d.h. im Bindungsmontageabschnitt,
eine definierte Vorspannhöhe 2 aufweist. Durch diese Vorspannhöhe 2 ist der mittlere
Längsabschnitt der Unterseite bzw. der Lauffläche des Skikörpers im unbelasteten Zustand
bzw. bei Belastungszuständen unterhalb eines vorbestimmten Schwellwertes gegenüber
einem ebenflächigen Untergrund distanziert. Diese Vorspannhöhe 2 ist bei Langlaufskiern
bzw. bei sogenannten Cross-Country-Skiern vergleichsweise größer bemessen, als bei
sogenannten Touren- oder Mountaineering-Skiern. Bei Touren- oder Mountaineering-Skiern
ist der Längsabschnitt, in welchem sich ein Mittel zur Rückgleithemmung befindet,
üblicherweise größer als bei Langlauf- oder Cross-Country-Skiern, bei denen sich dieser
rückgleithemmende Längsabschnitt auch über die gesamte Länge der Lauffläche des Skikörpers
erstrecken kann.
[0028] In Bezug auf die Skilängsrichtung ist bei einem Langlaufski, welcher die bevorzugte
Ski-Gattung darstellt, zumindest im Längsmittelabschnitt 3 des Skigrundkörpers wenigstens
ein Mittel zur Rückgleithemmung, d.h. eine Steig- oder Abstoßhilfe 4 ausgebildet.
Insbesondere ist zumindest im Bereich einer Bindungsmontagezone bzw. eines Schuhaufstandsabschnittes
an der Unterseite des Skigrundkörpers ein rückgleithemmender Längsmittelabschnitt
3 vorgesehen, der durch zumindest eine Steig- oder Abstoßhilfe 4 gebildet ist bzw.
zumindest eine Steig- oder Abstoßhilfe 4 umfasst. Dieser rückgleithemmende Abschnitt
erstreckt sich üblicherweise in etwa über ein Drittel der Skilänge. Gegebenenfalls
kann dieser Abschnitt auch kürzer ausgeführt sein oder in etwa über zwei Drittel der
Skilänge verlaufen.
[0029] Bei den gattungsgemäßen Skiern 1 erstreckt sich die Steig- oder Abstoßhilfe 4 in
etwa über 20-70% der Skilänge, wobei das skispitzenseitige Ende der Steig- oder Abstoßhilfe
4 in einem Skilängsabschnitt positioniert ist, welcher zwischen einer vorderen und
hinteren Kontaktzone des unbelasteten Ski 1 gegenüber einem ebenen Untergrund liegt.
Das skispitzenseitige Ende der Steig- oder Abstoßhilfe 4 liegt also außerhalb des
vorderen Schaufelabschnittes des Ski 1 und kommt dadurch bei entsprechender Druckbelastung
gegenüber der Oberseite des Ski 1 mit dem Untergrund, insbesondere mit dem Schneeuntergrund,
in Kontakt. Demnach ist der rückgleithemmende Längsmittelabschnitt 3 in Bezug auf
die Gesamtlänge des Ski 1 partiell ausgeführt.
[0030] Die Steig- oder Abstoßhilfe 4 ist bedarfsweise lösbar an der Unterseite des Skikörpers
befestigt. Gemäß der dargestellten Ausführungsform ist die Steig- oder Abstoßhilfe
4 fell- oder bürstenartig ausgeführt. Insbesondere umfasst die wirksame Fläche der
Steig- oder Abstoßhilfe 4 ein sogenanntes Steigfell 5, welches in einer ersten Bewegungsrichtung,
insbesondere in einer üblichen Fortbewegungsrichtung des Ski 1, möglichst geringen
Gleitwiderstand gegenüber dem Untergrund verursacht und in einer zweiten, dazu entgegengesetzten
Richtung eine möglichst hohe Brems- bzw. Verkrallungswirkung gegenüber dem Untergrund
bietet, sodass der rückgleithemmende Abschnitt als Rückgleitschutz dient bzw. die
Steig- oder Abstoßhilfe 4 definiert.
[0031] Die Steig- oder Abstoßhilfe 4 umfasst also ein fellartiges Element, insbesondere
ein sogenanntes Steigfell 5 mit einer Vielzahl von Härchen bzw. Fasern. Um dessen
unidirektional wirkende Brems- bzw. Hemmwirkung zu steigern, können diese Härchen
bzw. Fasern systematisch geordnet sein, wobei sie gegenüber dem Untergrund auch leicht
schräg ausgerichtet bzw. winkelig angestellt sein können.
[0032] Dieses Steigfell 5 ist in sich relativ biegeschlaff bzw. wenig dimensionsstabil.
Typischerweise sind nämlich die rückgleithemmenden Härchen bzw. Fasern auf einer textilen
bzw. gewebeartigen Trägerschicht 6 angeordnet. Außerdem weist das Steigfell 5 eine
langgestreckte, streifenartige Form und eine geringe Dicke auf. Der per se formschlaffe,
rückgleithemmende Fellstreifen bzw. das Steigfell 5 der Steig- oder Abstoßhilfe 4
ist dabei derart flexibel, dass dieser Fellstreifen bzw. das Steigfell 5 ohne zusätzliche
Stützwirkung unter Einfluss seines Eigengewichtes in sich zusammenklappt bzw. zusammenfällt
und seine Form verändert. Insbesondere hat der rückgleithemmende Fellstreifen der
Steig- oder Abstoßhilfe 4 eine Formsteifigkeit bzw. Flexibilität ähnlich einem Lederstreifen
mit gleichen Dimensionen.
[0033] Im mit dem Ski 1 verbundenen Zustand ist die Steig- oder Abstoßhilfe 4 in einer länglichen,
in Skilängsrichtung verlaufenden Ausnehmung 7 in der Unterseite bzw. Lauffläche 8
des Skis 1 wenigstens teilweise aufgenommen bzw. wenigstens teilweise darin eingesetzt.
Durch eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Fellstreifen und dem Ski 1, insbesondere
durch eine Klebeverbindung mit der Grundfläche in der Ausnehmung 7 des Ski 1, wird
der Fellstreifen bzw. das Steigfell 5 der Steig- oder Abstoßhilfe 4 letztendlich ausreichend
formstabil, um sodann Abstoßkräfte bzw. rückgleithemmende Kräfte zwischen dem Ski
1 und dem Schneeuntergrund übertragen zu können.
[0034] Zweckmäßig ist es dabei, wenn die Steig- oder Abstoßhilfe 4 in Bezug auf die Skilängs-
und Skiquerrichtung im Wesentlichen spielfrei in die Ausnehmung 7 einsetzbar ist.
Das heißt, dass das Steigfell 5 quer zur Skilängsrichtung und in Skilängsrichtung
durch Begrenzungsflächen bzw. Begrenzungswände 9 der Ausnehmung 7 spielfrei oder zumindest
annähernd spielfrei positioniert und aufgenommen wird. Um zu vermeiden, dass die Steig-
oder Abstoßhilfe 4, das heißt das Steigfell 5 ungewollt aus der Ausnehmung 7 fällt
oder sich allmählich aus der Ausnehmung 7 löst, ist die von der Fellseite abgewandte
Rückseite des Steigfells 5 mit einer Adhäsions- bzw. Kleberschicht 10 versehen, welche
mit einer Klebefläche 11 am Grund der Ausnehmung 7 bedarfsweise in und außer Kontakt
bringbar ist. Eine Haltekraft dieser Klebeverbindung ist dabei derart bemessen, dass
der Benutzer eine bevorzugt werkzeuglose Montage und Demontage der Steig- oder Abstoßhilfe
4 gegenüber dem Skikörper vornehmen kann. Außerdem ist es zweckmäßig, wenn das mehrmals
wiederholbare Ankleben und Ablösen des Steigfells 5 bzw. des Fellstreifens unter üblichen
Umgebungstemperaturen stattfinden kann, also keine erhöhte Temperatur oder keine Zusatzwärme
erforderlich ist.
[0035] Die Steig- oder Abstoßhilfe 4 ist also durch die Wirkung einer Klebersicht 10 in
Kombination mit einer korrespondierenden Klebefläche 11im Hinblick auf die während
der Benutzung des Skis 1 auftretende Kräfte ausreichend abreiß- bzw. ablösungssicher
innerhalb der Ausnehmung 7 an der Unterseite des Skikörpers bzw. in der Lauffläche
8 des Skikörpers gehaltert.
[0036] Die Haltekraft bzw. Verbindungssicherheit der Steig- oder Abstoßhilfe 4 innerhalb
der Ausnehmung 7 wird dabei zumindest teilweise durch die Verbindungskräfte zwischen
der Adhäsions- bzw. Kleberschicht 10 und den zugeordneten Klebeflächen 11 erzielt.
Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann die resultierende Haltekraft zwischen
der Steig- oder Abstoßhilfe 4 und der skiseitigen Ausnehmung 7 zumindest teilweise
auch durch Klemm- bzw. Stützkräfte zwischen Außen- bzw. Umfangsflächen des Steigfells
5 und zugeordneten Begrenzungsflächen bzw. Begrenzungswänden 9 der Ausnehmung 7 gesteigert
werden. Es kann aber auch ein weitestgehend spielfreies Ineinandersetzen zwischen
dem Steigfell 5 und der Ausnehmung 7 völlig ausreichend sein, um die Haltekraft bzw.
die Ablösungssicherheit der Steig- oder Abstoßhilfe 4 zu erhöhen.
[0037] Der überwiegende Anteil der rückgleithemmenden Wirkung der Steig- oder Abstoßhilfe
4 wird durch die undirektionale Bremswirkung bzw. durch den Verkrallungseffekt des
Steigfelles 5 gegenüber dem jeweiligen Untergrund, insbesondere gegenüber Schnee oder
Eis, erzielt. Speziell dann, wenn der rückgleithemmende Längsmittelabschnitt 3 des
Ski 1 möglichst vollflächig mit dem Untergrund in Kontakt tritt, kann ein hohes Maß
an Abstoßkraft gegenüber dem Untergrund erzielt werden, um eine möglichst impulsive
bzw. effiziente Abstoßbewegung in Richtung der üblichen Fortbewegungsrichtung zu unterstützen.
[0038] Die Steig- oder Abstoßhilfe 4 umfasst also ein Steigfell 5 bzw. einen Fellstreifen
12 mit natürlichen oder künstlichen Härchen, dessen Aufbau auch aus dem Tourenskisport
bekannt ist. Der Fellstreifen 12 per se ist dabei in sich relativ formschlaff bzw.
biegeweich. Insbesondere ist dieser Fellstreifen 12 der Steig- oder Abstoßhilfe 4
derart formflexibel, dass er zerstörungsfrei zusammenfaltbar bzw. zusammenrollbar
ist. Dies wird im Wesentlichen durch die textile bzw. gewebeartige Trägerschicht 6
des Fellstreifens 12 bewerkstelligt. Mittels der Kleberschicht 10 an der von der Fellseite
abgewandten Rückseite der Trägerschicht 6 ist der Fellstreifen 12 zum mehrmaligen,
bedarfsweise lösbaren Ankleben an der Unterseite des Ski 1 bzw. zum Einkleben in die
Ausnehmung 7 an der Skiunterseite vorgesehen.
[0039] Die erfindungsgemäß ausgebildete Steig- oder Abstoßhilfe 4 weist an zumindest einem
Längsende, vorzugsweise wenigstens am skispitzenseitigen Längsende 13, einen Endabschnitt
18 auf, der im Vergleich zu den sonstigen Abschnitten des Fellstreifens 12 eine höhere
Formsteifigkeit bzw. höhere Formbeständigkeit besitzt.
[0040] Bei der Ausführung gemäß Fig. 3 erstreckt sich der Fellstreifen 12 über die gesamte
Länge der bedarfsweise entfernbaren bzw. auswechselbaren Steig- oder Abstoßhilfe 4.
Somit liegt über 100% der Länge der Steig- oder Abstoßhilfe 4 die rückgleithemmende
Wirkung des Fellstreifens 12 vor. Der Fellstreifen 12 ist dabei über den Großteil
seiner Längserstreckung relativ formschlaff ausgebildet und weist lediglich ein relativ
kleiner Anteil seiner Längserstreckung, insbesondere weniger als 10 % der Länge des
Fellstreifens 12, eine vergleichsweise höhere Formsteifigkeit auf. Es ist aber auch
möglich, dass lediglich die äußersten Kanten- bzw. Randabschnitte am vorderen bzw.
skispitzenseitigen Längsende 13, insbesondere im skispitzenseitigen Endabschnitt 18
versteift bzw. verhärtet ausgeführt sind. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass
primär die vordere Stirnkante 14 der Steig- oder Abstoßhilfe 4 im Vergleich zu den
sonstigen Begrenzungskanten der Steig- oder Abstoßhilfe 4 relativ formstabil bzw.
biegesteif ausgeführt ist.
[0041] Wesentlich ist, dass durch diese partielle Versteifung in wenigstens einem Endabschnitt
18 der Steig- oder Abstoßhilfe 4, vorzugsweise am skispitzenseitigen Längsende 13
des Fellstreifens 12, ein Positionierhilfsmittel 15 ausgebildet ist, welches die Zuordnung
bzw. Anbringung der Steig- oder Abstoßhilfe 4 an der Unterseite des Ski 1, insbesondere
in Bezug auf dessen Ausnehmung 7 erleichtert. Insbesondere ist dieses Positionierhilfsmittel
15 der Steig- oder Abstoßhilfe 4 zum Zusammenwirken mit der korrespondierend ausgeformten
Ausnehmung 7 bzw. einer entsprechend konturierten Vertiefung in der Unterseite bzw.
Lauffläche 8 des Ski 1 ausgebildet. Das Positionierhilfsmittel 15 ist somit zum erleichterten
Auffinden oder Einnehmen einer planmäßigen Soll- bzw. Relativposition und Ausrichtung
des formflexiblen Fellstreifens 12 gegenüber dem Ski 1 vorgesehen.
[0042] Entsprechend dem Ausführungsbeispiel in Fig. 3 umfasst das Positionierhilfsmittel
15 wenigstens eine Positionierkante 16, welche zum Zusammenwirken mit wenigstens einer
Anschlagkante 17 der Ausnehmung 7 ausgebildet ist. Entsprechend einer zweckmäßigen
Maßnahme sind jedoch zumindest zwei winkelig zueinander verlaufende Positionierkanten
16 an der Steig- oder Abstoßhilfe 4 ausgebildet, wie dies in Fig. 3 beispielhaft veranschaulicht
wurde. Dadurch können die Relativposition und die Ausrichtung der Steig- oder Abstoßhilfe
4 bzw. des Fellstreifens 12 in Bezug zum Schi 1 vom Schiproduzenten eindeutig vordefiniert
werden.
[0043] Entsprechend einer zweckmäßigen Maßnahme ist vorgesehen, dass die Steig- oder Abstoßhilfe
4 im Bereich des Positionierhilfsmittels 15 kleberfrei ausgebildet ist. Das heißt,
dass sich die Kleberschicht 10 des Fellstreifens 12 nur über einen Teilabschnitt der
Gesamtlänge der Steig- oder Abstoßhilfe 4 erstreckt, wie dies in den Ausführungsbeispielen
gemäß den Fig. 6-13 veranschaulicht wurde. Insbesondere der skispitzenseitige, vordere
Endabschnitt 18, in welchem das Positionierhilfsmittel 15 ausgebildet ist, weist keine
Adhäsions- bzw. Klebewirkung gegenüber dem Ski 1 bzw. gegenüber der Ausnehmung 7 auf.
Dadurch ist eine relativ mühelose und exakte Positionierung der Steig- oder Abstoßhilfe
4 ermöglicht. Der an das Positionierhilfsmittel 15 anschließende Längsabschnitt des
Fellstreifens 12 ist bevorzugt durchgängig mit einer Kleberschicht 10 oder einem sonstigen,
adhäsiv wirkenden Mittel versehen, sodass eine ausreichend große Klebefläche 11 in
Bezug auf die Skiunterseite bzw. in Bezug auf die Grundfläche der Ausnehmung 7 besteht.
[0044] In den Fig. 6 bis 13 sind diverse Ausführungsbeispiele der Steig- oder Abstoßhilfe
4 in Kombination mit einem korrespondierend ausgebildeten Ski 1 schematisch veranschaulicht.
[0045] Entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist das am skispitzenseitigen Ende
des Fellstreifens 12 angeordnete Positionierhilfsmittel 15 aus Kunststoff gebildet.
Insbesondere ist dieses Positionierhilfsmittel 15 an den skispitzenseitigen Endabschnitt
18 des Fellstreifens 12 angespritzt. Zweckmäßigerweise ist dabei das Positionierhilfsmittel
15 an die von der Fellseite abgewandte Rückseite der gewebeartigen Trägerschicht 6
des Fellstreifens 12 mittels eines Kunststoff-Spritzgießvorganges aufgespritzt. Eine
Längserstreckung des Positionierhilfsmittels 15 kann dabei zwischen 1 cm und 8 cm
betragen, insbesondere in etwa 3 bis 5 cm betragen. Das auf die Trägerschicht 6 aufgespritzte
Positionierhilfsmittel 15 geht dabei eine hochfeste bzw. besonders abreißsichere Verbindung
mit dem Fellstreifen 12, insbesondere mit dessen gewebe- bzw. textilartigen Trägerschicht
6 ein. Anstelle eines Anspritzvorganges in Bezug auf die dem Ski 1 zugewandte Flachseite
des Fellstreifens 12 ist es auch möglich, den skispitzenseitigen Endabschnitt 18 des
Fellstreifens 12 zu umspritzen, wie dies in Fig. 7 dargestellt wurde. Dadurch kann
die Ablösungssicherheit zwischen dem Fellstreifen 12 und dem stirnseitig daran angespritzten
Positionierhilfsmittel 15 weiter gesteigert werden.
[0046] Beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 6, 7 ist das Positionierhilfsmittel 15 innerhalb
der Ausnehmung 7 durch formschlüssige Kopplungsmittel 19, 20 bedarfsweise lösbar gehaltert
und zugleich gegenüber dem Ski 1 plan- bzw. ordnungsgemäß positioniert. Bei der Ausführung
gemäß Fig. 6 ist das erste Kopplungsmittel 19 durch einen Rastzapfen 21 gebildet,
welcher gemäß Fig. 7 mit einem korrespondierenden Formhohlraum 22, oder gemäß Fig.
6 mit einem korrespondierenden, zweiten Kopplungsmittel 20 in Form einer Rastpfanne
23 in und außer formschlüssigen Eingriff versetzbar ist. Eine solche Rastpfanne 23
- Fig. 6 - bietet dabei gegenüber einem einfachen Formhohlraum 22 mit Hinterschneidung
- Fig. 7 - den Vorteil, dass der Skikern 24, welcher üblicherweise aus Schaumkunststoff
gebildet ist, vor dem Eindringen von Feuchtigkeit geschützt ist und dadurch die Gefahr
einer unerwünschten Delamination im Skiaufbau hintangehalten wird. Dies ist insbesondere
dann zweckmäßig, wenn der Skikern 24 aus geschäumtem Polyurethan gebildet ist.
[0047] Die Ausnehmung 7 in der Lauffläche 8 des Ski 1 ist in Bezug auf ihre Längen- und
Breitendimension an die Länge und Breite sowie an die Kontur der Steig- oder Abstoßhilfe
4 angepasst, wie dies in den Fig. 2, 3 veranschaulicht wurde. Alternativ ist es aber
auch möglich, dass lediglich ein Teilabschnitt der Grundfläche der Steig- oder Abstoßhilfe
4 innerhalb der Ausnehmung 7 versenkt bzw. vertieft angeordnet ist, wie dies in den
Fig. 9, 10 schematisch veranschaulicht wurde. Insbesondere ist dabei zumindest der
vordere, skispitzenseitige Endabschnitt 18 inklusive des Positionierhilfsmittels 15
innerhalb der Ausnehmung 7 aufgenommen und positioniert. Eine andere Ausführungsform
mit partieller Vertiefung bzw. Versenkung der Steig- oder Abstoßhilfe 4 in den Laufflächenbelag
bzw. unterhalb der Laufflächenebene ist in Fig. 11 veranschaulicht.
[0048] Das formschlüssige Kopplungsmittel 19, 20 zwischen dem Positionierhilfsmittel 15
und der Ausnehmung 7 in der Skiunterseite kann aber auch durch eine einfache, mechanische
Steckverbindung 25 gebildet sein, wie dies in Fig. 12 dargestellt ist. Hierbei ist
ein Steckzapfen 26 am Positionierhilfsmittel 15 und eine damit korrespondierende Aufnahmebohrung
27 an der Skiunterseite bzw. in der Ausnehmung 7 vorgesehen. Alternativ zu einer einfachen
Steckverbindung 25 - gemäß Fig. 12 - ist es aber auch möglich, eine Schnapp- bzw.
Rastverbindung 28 vorzusehen, wie dies in Fig. 11 beispielhaft veranschaulicht ist.
Insbesondere ist es zweckmäßig, wenn das Positionierhilfsmittel 15 am skispitzenseitigen
Ende der Steig- oder Abstoßhilfe 4 wenigstens einen federelastisch rückstellenden
Rastvorsprung 29 aufweist, welcher mit wenigstens einer korrespondieren Rastnut 30
in und außer formschlüssigen Eingriff gebracht werden kann. Diese Steck- bzw. Rastverbindung
25, 28 ist dabei derart ausgebildet, dass zweckmäßigerweise keine Hilfsmittel bzw.
keine Werkzeuge benötigt werden, um die formschlüssige Verbindung aufbauen und bei
Bedarf aufheben zu können. Wesentlich ist, dass der skispitzenseitige Endabschnitt
18 des Fellstreifens 12 via das Positionierhilfsmittel 15 gegenüber dem Ski 1 lösbar
gehaltert und zugleich plangemäß positioniert ist, ohne dass Unklarheiten in Bezug
auf die planmäßige Relativposition und Ausrichtung des Fellstreifens 12 entstehen
können.
[0049] Entsprechend der Ausführungsform gemäß Fig. 13 kann das Positionierhilfsmittel 15
durch eine formschlüssig wirkende Abhebesicherung 31 für den vorderen Endabschnitt
18 der Steig-oder Abstoßhilfe 4 gebildet sein. Dabei bildet eine skispitzenseitige
Begrenzungsfläche 32 der Ausnehmung 7 eine Hinterschneidung 33 aus, welche in Kombination
mit einer korrespondierenden, vorzugsweise schräg gestellten Begrenzungsfläche 34
des Positionierhilfsmittels 15 die formschlüssige Abhebesicherung 31 für das Positionierhilfsmittel
15 ausbildet. Eine derartige Abhebesicherung 31 ist baulich relativ einfach, vergleichsweise
kostengünstig herstellbar und damit besonders wirtschaftlich. Zudem ist eine einfache
Relativpositionierung der Steig- oder Abstoßhilfe 4 relativ zum Ski 1 ermöglicht und
wird in weiterer Folge durch die Klebeverbindung des Fellstreifens 12 gegenüber dem
Ski 1 die Relativposition des Positionierhilfsmittels 15 in Bezug auf den Ski 1 sichergestellt.
Insbesondere ist nach dem Ankleben des Fellstreifens 12 am Ski 1 ein Verrutschen des
vorzugsweise kleberfrei ausgeführten Positionierhilfsmittels 15 unterbunden - ebenso
wie ein Abheben bzw. Ablösen des Positionierhilfsmittels 15 in Vertikalrichtung zur
Laufflächenebene.
[0050] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 13 ist das Positionierhilfsmittel 15 durch eine
mit dem Fellstreifen 12 dauerhaft verbundene Platte 35 gebildet, welche insbesondere
aus thermoplastischem Kunststoff besteht. Diese Kunststoff-Platte 35 ist in wenigstens
einem Endabschnitt 18 des Fellstreifens 12 angeordnet. Entsprechend der dargestellten
Ausführungsform in Fig. 13 ist dabei zwischen dem Fellstreifen 12 und der Kunststoff-Platte
35 eine Überlappung 36 ausgebildet, durch welche eine annähernd gleichbleibende Dicke
der Steig- oder Abstoßhilfe 4 in Bezug auf eine Längsschnitt-Betrachtung erreicht
wird. Gleichzeitig kann dadurch eine hochfeste bzw. dauerhaft zuverlässige Verbindung
zwischen dem entsprechenden Positionierhilfsmittel 15 und dem Fellstreifen 12 aufgebaut
werden.
[0051] Entsprechend einer zweckmäßigen Ausgestaltung, wie sie in den Fig. 6, 7 beispielhaft
veranschaulicht wurde, kann die Ausnehmung 7 zur Aufnahme der Steig- oder Abstoßhilfe
4 unterschiedliche Tiefen 37, 38 aufweisen. Dabei ist ein erster Abschnitt 39 mit
einer ersten Tiefe 37 zur Aufnahme des selbstklebenden Fellstreifens 12 vorgesehen.
Zudem ist ein an den ersten Abschnitt 39 unmittelbar anschließender, weiterer Abschnitt
40 innerhalb der Ausnehmung 7 vorgesehen, welcher Abschnitt 40 eine vergleichsweise
größere Tiefe 38 aufweist und zur Aufnahme oder Einbettung des Positionierhilfsmittel
15 ausgebildet ist. Insbesondere ist die Tiefe 38 der Ausnehmung 7 im Überdeckungs-Abschnitt
40 mit dem Positionierhilfsmittel 15 derart bemessen, dass die durch das Positionierhilfsmittel
15 verursachte Dickenerhöhung des Fellstreifens 12 derart ausgeglichen wird, dass
die rückgleithemmende Fellseite des Fellstreifens 12 bei dem in die Ausnehmung 7 eingesetzten
Zustand der Steig- oder Abstoßhilfe möglichst ebenflächig verläuft. Diese Maßnahmen
sind insbesondere anhand der Fig. 6, 7 klar ersichtlich.
[0052] Entsprechend zweckmäßiger Ausführungsformen, wie sie in den Fig. 8 bzw. 9, 10 veranschaulicht
wurden, kann die Steig- oder Abstoßhilfe 4 im Abschnitt mit dem Positionierhilfsmittel
15 wenigstens eine magnetisch wirksame Fläche 41 umfassen, welche mit wenigstens einer
weiteren magnetisch wirksamen Fläche 42 am Grund der Ausnehmung 7 in und außer magnetische
Anziehung versetzbar ist. Die jeweiligen magnetisch wirksamen Flächen 41, 42 können
dabei durch zumindest zwei in magnetische Anziehung versetzbare Permanentmagnete 43
oder durch eine Kombination aus einem Permanentmagnet 43 mit einem Metallelement 44
gebildet sein, wie dies aus Fig. 10 ersichtlich ist. Vorzugsweise ist dabei der Permanentmagnet
43 skiseitig positioniert und das Metallelement 44 der Steig- oder Abstoßhilfe 4 zugeordnet,
insbesondere in diese integriert. Selbstverständlich ist aber auch eine dazu inverse
Ausgestaltung, wie sie in Fig. 10 dargestellt ist, möglich. Wesentlich ist, dass das
magnetisch wirksame Metallelement 44 bzw. der Permanentmagnet 43 abreißsicher mit
der Steig- oder Abstoßhilfe 4 verbunden ist. Hierfür kann das entsprechende Element
in die Kunststoff-Platte 35 eingegossen bzw. eingeklebt sein, wie dies in Fig. 8 veranschaulicht
ist. Entsprechend einer zweckmäßigen Maßnahme ist auch vorgesehen, dass eine in Bezug
auf die planmäßige Fortbewegungsrichtung des Ski 1 vordere Begrenzungskante 45 des
Positionierhilfsmittels 15 zumindest teilweise innerhalb der Ausnehmung 7aufgenommen
bzw. vertieft positioniert ist, wie dies zum Beispiel den Fig. 6, 7, und 11-13 zu
entnehmen ist. Dadurch wird eine vordere Brems- bzw. Aufstaukante für Schnee vermieden.
Darüber hinaus wird dadurch die Wahrscheinlichkeit einer unerwünschten Ablösung des
Fellstreifens 12 bzw. des Positionierhilfsmittels 15 hintangehalten.
[0053] Anstelle einer vollständigen Aufnahme des Fellstreifens 12 innerhalb der Ausnehmung
7 ist auch eine partielle Unterbringung des vorderen Endabschnittes 18 möglich, wie
dies in den Fig. 9, 10 und 11 dargestellt wurde. Insbesondere kann vorgesehen sein,
dass der in Bezug auf die planmäßige Fortbewegungsrichtung vordere Endabschnitt 18
der Steig- oder Abstoßhilfe 4 bzw. des Fellstreifens 12, insbesondere der Teilabschnitt
mit dem Positionierhilfsmittel 15, zumindest teilweise von der Ausnehmung 7 aufgenommen
ist, wohingegen der daran anschließende Abschnitt der Steig- oder Abstoßhilfe 4 bzw.
des Fellstreifens 12 direkt den Laufflächenbelag des Skis 1 wiederholt aufkleb- und
bedarfsweise davon ablösbar ist.
[0054] Entsprechend einer zweckmäßigen Ausführungsform im hinteren Endabschnitt der Ausnehmung
7 auch eine Übergangsrampe 46 zwischen dem Grund der Ausnehmung 7 und dem Laufflächenbelag
bzw. der Lauffläche 8 ausgebildet sein, wie dies am besten aus den Fig. 9, 10 und
11 ersichtlich ist.
[0055] Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform ist der vordere bzw. skispitzenseitige
Endabschnitt der Steig- oder Abstoßhilfe 4 entweder abgerundet ausgeführt - Fig. 9
- oder sich verjüngend ausgebildet bzw. sich keilförmig zuspitzend ausgeführt, wie
dies beispielhaft in Fig. 3 dargestellt ist. Dadurch wird die vorderste Stirnkante
14 der Steig- oder Abstoßhilfe 4 möglichst schmal bzw. schneeabweisend ausgeführt,
sodass die Entstehung einer Bremskante hintangehalten wird. Entsprechend einer zweckmäßigen
Ausgestaltung, wie sie aus Fig. 2 ersichtlich ist, kann der auf die Fortbewegungsrichtung
des Ski 1 bezogene, hintere Endabschnitt der Ausnehmung 7 eine allmählich kleiner
werdende Tiefe 37' aufweisen. Diese Tiefe 37' ist kleiner bemessen, als die allgemeine
Tiefe 37 der Ausnehmung 7. Dadurch wird eine rückwärtige Bremskante im hinteren Endabschnitt
der Ausnehmung 7 vermieden. Insbesondere kann dadurch in einfacher Art und Weise ein
Toleranzausgleich geschaffen werden, welcher Einbußen an Performance im Falle eines
toleranzbedingt etwas dünneren Fellstreifens 12 hintan hält.
[0056] Aus den dargestellten Ausführungsformen gemäß den Fig. 6 bis 12 ist ersichtlich,
dass das Positionierhilfsmittel 15 stets auf der zur Fellseite gegenüber liegenden
Flachseite des Fellstreifens 12 angeordnet ist, insbesondere der Adhäsions- bzw. Klebeseite
der Steig- oder Abstoßhilfe 4 nächstliegend zugeordnet ist.
[0057] Zudem ist bei sämtlichen Ausführungsformen zu erkennen, dass das Positionierhilfsmittel
15 an seiner vom Ski 1 abgewandten Flachseite vollflächig mit dem Fellstreifen 12
verkleidet, insbesondere zur Gänze vom Fellstreifen 12 überdeckt ist. Dies maximiert
die Fläche an rückgleithemmendem Steigfell 5 auf der Steig- oder Abstoßhilfe.
[0058] Entsprechend den dargestellten Ausführungsbeispielen kann der vordere Abschnitt der
Steig-oder Abstoßhilfe 4, in welchem das Positionierhilfsmittel 15 ausgebildet ist,
innerhalb der Ausnehmung 7 durch Formschlusswirkung, durch Magnetkraft, oder alternativ
auch durch eine gegenseitige Klemm- oder Presskraft, insbesondere durch eine Presspassung
gehaltert sein. Ein Einhängen bzw. Festschrauben des vorderen Endabschnittes 18 der
Steig- oder Abstoßhilfe 4 ist somit nicht erforderlich. Insbesondere ist eine Haltekraft
zwischen dem Positionierhilfsmittel 15 und dem Ski 1 bei einer montierten Steig- oder
Abstoßhilfe 4 direkt zwischen der Unterseite des Ski 1 und der zugewandten, nächstliegende
Flachseite des Positionierhilfsmittels 15 aufgebaut, wie dies den Fig. 6 bis 13 zu
entnehmen ist.
[0059] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Ski 1 bzw. der
Steig-oder Abstoßhilfe 4, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht
auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern
vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander
möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln
durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen
Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten, die
durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvariante
möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
[0060] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus des Ski 1 bzw. der Steig- oder Abstoßhilfe diese bzw. deren Bestandteile
teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0061] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
[0062] Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1-13 gezeigten Ausführungen den Gegenstand
von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen
Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
| 1 |
Ski |
36 |
Überlappung |
| 2 |
Vorspannhöhe |
37, 37' |
Tiefe |
| 3 |
Längsmittelabschnitt |
38 |
Tiefe |
| 4 |
Steig- oder Abstoßhilfe |
39 |
Abschnitt |
| 5 |
Steigfell |
40 |
Abschnitt |
| |
|
|
|
| 6 |
Trägerschicht |
41 |
magnetisch wirksame Fläche |
| 7 |
Ausnehmung |
42 |
magnetisch wirksame Fläche |
| 8 |
Lauffläche |
43 |
Permanentmagnet |
| 9 |
Begrenzungswand |
44 |
Metallelement |
| 10 |
Kleberschicht |
45 |
Begrenzungskante |
| |
|
|
|
| 11 |
Klebefläche |
46 |
Übergangsrampe |
| 12 |
Fellstreifen |
|
|
| 13 |
Längsende |
|
|
| 14 |
Stirnkante |
|
|
| 15 |
Positionierhilfsmittel |
|
|
| |
|
|
|
| 16 |
Positionierkante |
|
|
| 17 |
Anschlagkante |
|
|
| 18 |
Endabschnitt |
|
|
| 19 |
Kopplungsmittel |
|
|
| 20 |
Kopplungsmittel |
|
|
| |
|
|
|
| 21 |
Rastzapfen |
|
|
| 22 |
Formhohlraum |
|
|
| 23 |
Rastpfanne |
|
|
| 24 |
Skikern |
|
|
| 25 |
Steckverbindung |
|
|
| |
|
|
|
| 26 |
Steckzapfen |
|
|
| 27 |
Aufnahmebohrung |
|
|
| 28 |
Rastverbindung |
|
|
| 29 |
Rastvorsprung |
|
|
| 30 |
Rastnut |
|
|
| |
|
|
|
| 31 |
Abhebesicherung |
|
|
| 32 |
Begrenzungsfläche |
|
|
| 33 |
Hinterschneidung |
|
|
| 34 |
Begrenzungsfläche |
|
|
| 35 |
Platte |
|
|
1. Ski, insbesondere Touren- oder Langlaufski, mit einer rückgleithemmenden Steig- oder
Abstoßhilfe (4), welche sich etwa über 20-70% der Skilänge erstreckt und an der Unterseite
des Ski (1) in dessen Längsmittelabschnitt (3) anbringbar und bedarfsweise davon entfernbar
ist, wobei die Steig- oder Abstoßhilfe (4) einen formschlaffen Fellstreifen (12) umfasst,
welcher mittels einer von der rückgleithemmenden Fellseite abgewandten Adhäsions-
oder Klebeseite zum mehrmaligen, bedarfsweise lösbaren Ankleben an der Unterseite
des Ski (1) vorgesehen ist, und wobei die Steig- oder Abstoßhilfe (4) an zumindest
einem Längsende (13) einen Endabschnitt (18) mit einer im Vergleich zum Fellstreifen
(12) höheren Formbeständigkeit aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens einem Endabschnitt (18) der Steig- oder Abstoßhilfe (4) ein Positionierhilfsmittel
(15) ausgebildet ist, welches Positionierhilfsmittel (15) zum Zusammenwirken mit einer
korrespondierenden Ausnehmung (7) oder Vertiefung in der Unterseite des Ski (1) ausgebildet
und zum erleichterten Auffinden oder Einnehmen einer planmäßigen Relativposition und
Ausrichtung des Fellstreifens (12) gegenüber dem Ski (1) vorgesehen ist.
2. Ski nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierhilfsmittel (15) wenigstens eine Positionierkante (16) umfasst, welche
zum Zusammenwirken mit wenigstens einer Anschlagkante (17) der Ausnehmung (7) in der
Unterseite des Ski (1) ausgebildet ist.
3. Ski nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierhilfsmittel (15) wenigstens einen Positionierfortsatz umfasst, welcher
mit einer korrespondierenden Vertiefung in der Unterseite des Ski (1) in formschlüssige
Verbindung versetzbar ist.
4. Ski nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierhilfsmittel (15) aus Kunststoff gebildet ist und an wenigstens einem
Endabschnitt (18) des Fellstreifens (12) angespritzt ist oder durch Umspritzen von
wenigstens einem Endabschnitt (18) des Fellstreifens (12) ausgebildet ist.
5. Ski nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine skispitzenseitige Stirnkante (14) des Positionierhilfsmittels (15)
und Umfangskanten des Fellstreifens (12) im mit dem Ski (1) verbundenen Zustand der
Steig- oder Abstoßhilfe (4) an der die Ausnehmung (7) umgrenzenden Begrenzungswand
(9) der Ausnehmung (7) anliegen.
6. Ski nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (7) unterschiedliche Tiefen (37, 38) aufweist, wobei ein erster Abschnitt
(39) mit einer ersten Tiefe (37) zur Aufnahme des selbstklebenden Fellstreifens (12)
vorgesehen ist und ein an den ersten Abschnitt (39) unmittelbar anschließender, weiterer
Abschnitt (40) der Ausnehmung (7) eine vergleichsweise größere Tiefe (38) aufweist
und zur Aufnahme oder Einbettung des Positionierhilfsmittels (15) ausgebildet ist.
7. Ski nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierhilfsmittel (15) eine in wenigstens einem Endabschnitt (18) des Fellstreifens
(12) angeordnete, mit dem Fellstreifen (12) dauerhaft verbundene Platte (35), insbesondere
aus thermoplastischem Kunststoff, umfasst.
8. Ski nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steig- oder Abstoßhilfe (4) im Abschnitt des Positionierhilfsmittels (15) kleberfrei
ausgebildet ist.
9. Ski nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steig- oder Abstoßhilfe (4) im Abschnitt mit dem Positionierhilfsmittel (15)
wenigstens eine erste magnetisch wirksame Fläche (41) umfasst, welche mit wenigstens
einer weiteren magnetisch wirksamen Fläche (42) am Grund der Ausnehmung (7) in und
außer magnetische Anziehung versetzbar ist.
10. Ski nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere eine stirnseitige Begrenzungsfläche (32) der Ausnehmung (7) eine Hinterschneidung
(33) ausformt, welche in Kombination mit einer korrespondierenden Begrenzungsfläche
(34) des Positionierhilfsmittels (15) eine formschlüssige Abhebesicherung (31) des
Positionierhilfsmittels (15) gegenüber der Unterseite des Ski (1) ausbildet.
11. Ski nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierhilfsmittel (15) innerhalb der Ausnehmung (7) durch formschlüssige
Kopplungsmittel (19, 20), beispielsweise durch eine Schwalbenschwanzverbindung, durch
eine mechanische Steckverbindung (25), durch eine Rastverbindung (28), oder durch
sonstige miteinander korrespondierende Rastvorsprünge (29) und Rastnuten (30), bedarfsweise
lösbar gehaltert und zugleich gegenüber dem Ski plangemäß positioniert ist.
12. Ski nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine in Bezug auf die planmäßige Fortbewegungsrichtung des Ski (1) vordere Begrenzungskante
(45) der Positionierhilfe (15) zumindest teilweise innerhalb der Ausnehmung (7) vertieft
positioniert oder bündig zur Laufflächenebene des Ski (1) positioniert ist.
13. Ski nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der in Bezug auf die planmäßige Fortbewegungsrichtung vordere Endabschnitt (18) der
Steig-oder Abstoßhilfe (4) bzw. des Fellstreifens (12), insbesondere der Abschnitt
mit dem Positionierhilfsmittel (15), zumindest teilweise von der Ausnehmung (7) aufgenommen
ist und der daran anschließende Abschnitt der Steig- oder Abstoßhilfe (4) bzw. des
Fellstreifens (12) direkt auf einen Laufflächenbelag des Skis (1) wiederholt ablös-
und aufklebbar ist.
14. Ski nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierhilfsmittel (15) auf der zur Fellseite gegenüber liegenden Flachseite
des Fellstreifens (12) angeordnet ist, insbesondere der Adhäsions- bzw. Klebeseite
der Steig- oder Abstoßhilfe (4) nächstliegend zugeordnet ist.
15. Ski nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierhilfsmittel (15) an seiner vom Ski (1) abgewandten Flachseite vollflächig
mit dem Fellstreifen (12) verkleidet, insbesondere zur Gänze vom Fellstreifen (12)
überdeckt ist.
16. Ski nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Haltekraft zwischen dem Positionierhilfsmittel (15) und dem Ski (1) zwischen
der Unterseite des Ski (1) und der zugewandten, nächstliegende Seite des Positionierhilfsmittels
(15) aufgebaut ist.