[0001] Die Erfindung betrifft eine Lamellenanlagen, umfassend eine an einer Befestigung
fixierbare Tragkonstruktion mit einem ersten Träger und einem zweiten Träger und zumindest
einer geführten Lamelle.
[0002] Gattungsgemäße Lamellenanlagen sind aus dem Stand der Technik zur Außenverkleidung
von Fensterflächen oder Terrassenfenstem bekannt. Die Lamellen sind im allgemeinen
verdrehbar angeordnet, wobei ein zentraler Antrieb und eine zentrale Steuerung vorgesehen
sind, durch welche die Lamellenstellung beeinflusst wird. Die Verdrehung der Lamellen
ist bei den Lamellenanlagen aus dem Stand der Technik im Allgemeinen nur in der Gesamtheit
einstellbar (z.B. alle Lamellen in 45° Stellung). Auch der Abstand zwischen den einzelnen
Lamellen ist in den bekannten Vorrichtungen fix durch die Konstruktion vorgegeben
und kann nicht verändert werden.
[0003] Dies führt in der Realität zu einigen Nachteilen. So wäre es insbesondere wünschenswert,
wenn bei einer mit Außenlamellen versehenen Fensterfläche abhängig von der jeweiligen
Position unterschiedliche Drehstellungen der Lamellen einstellbar wären. Darüber hinaus
wäre es auch vorteilhaft, wenn in gewissen Bereichen eine hohe Anzahl von Lamellen
vorgesehen werden, während andere Bereiche frei von Lamellen blieben.
[0004] Eine benutzerdefinierte Steuerung der Position und Drehstellung jeder einzelnen Lamelle
ist jedoch durch die Lamellenanlagen aus dem Stand der Technik nicht möglich.
[0005] Zwar ist es aus dem Stand der Technik auch bekannt, Lamellenanlagen zu Gruppen zusammenzufassen,
die unabhängig voneinander eingestellt werden können. Beispielsweise zeigt die
DE 10 2009 042846 A1 eine Lamellenanlage mit zwei, über ein Gelenk miteinander verbundende Lamellen. Dies
führt jedoch wiederum zu dem Problem, dass die entsprechende Gruppierung der Lamellen
bereits bei der Planung der Anlage bekannt sein muss. Eine individuelle Anpassung
an die Bedürfnisse des Benutzers ist auch dadurch nicht möglich.
[0006] Somit besteht die objektive Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Lamellenanlage
zu realisieren, bei der sowohl Drehstellung als auch Position jeder einzelnen Lamelle
nicht nur konventionell gleichmäßig, sondern auch individuell und unabhängig von den
anderen Lamellen eingestellt werden kann, um beliebige Fassadenbilder zu erreichen
und auf die Wünsche des Benutzers optimal eingehen zu können.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Lamellenanlage gemäß Anspruch 1 gelöst.
Die verwendeten Lamellen sind separat ansteuerbar und durch zumindest einen Antrieb
separat verfahrbar und verdrehbar, wobei jede Lamelle eine einzige Achse und ein erstes
Fahrwerk und ein zweites Fahrwerk sowie ein relativ dazu verdrehbares Lamellenblatt
umfasst.
[0008] Dadurch wird erstmals eine Lamellenanlage ermöglicht, bei der sich die Position und
Drehstellung jeder Lamelle unabhängig von den anderen Lamellen einstellen lässt. Die
translatorische Bewegung und Drehung der Lamellen kann nach logistischer Optimierung
erfolgen, um beispielsweise Sonnenwärme bereichsweise ins Haus zu leiten oder abzublocken.
Individuelle Fassadenbilder und Fassadenschutzfunktionen sind möglich. In einer ersten
möglichen erfindungsgemäßen Ausführungsform kann jede einzelne Lamelle einen Antrieb
und vorzugsweise eine Steuerung umfassen, wobei der Antrieb als Fahrantrieb und/oder
Drehantrieb ausgeführt ist. In einer zweiten Ausführungsform kann ein zentraler Antrieb
vorgesehen sein, der ein Zugmittel antreibt, wobei jede einzelne Lamelle eine aktivierbare
Kupplung zum Eingriff in das Zugmittel umfasst.
[0009] Zur Energieversorgung und/oder zur Übermittlung von Steuer- und Sensorsignalen kann
am ersten Fahrwerk und/oder am zweiten Fahrwerk oder im Inneren der Lamelle zumindest
ein Stromabnehmer vorgesehen sein, der im Betrieb mit zumindest einer spannungsbeaufschlagten
elektrischen Leitung der Tragkonstruktion in Verbindung steht. Der Stromabnehmer kann
in Form eines Schleifkontaktes und die elektrische Leitung in Form einer mehrpoligen
Schleifleitung ausgeführt sein.
[0010] Alternativ kann der Stromabnehmer zumindest einen, insbesondere als Teil eines Lamellenlagers
ausgeführten, Schleifring umfassen, der im Betrieb einen mehrpoligen Bürstenkontakt
am ersten Fahrwerk oder zweiten Fahrwerk abgreift und über elektrische Leitungen mit
dem Antrieb und/oder der Steuerung in Verbindung steht. Der Schleifring kann vorzugsweise
mit der Lamellenachse verbunden und 360° drehbar sein. Diese Ausführung des Stromabnehmers
ermöglicht ein endlos drehbares Lamellenblatt. Der Schleifring kann auch in einem
Fahrwerk der Lamelle oder im Inneren der Lamelle vorgesehen sein. Auf dem Schleifring
können in bekannter Weise mehrere elektrische Kontakte vorgesehen sein, die einerseits
vom mehrpoligen Bürstenkontakt abgegriffen werden und andererseits durch elektrische
Leitungen kontaktiert sind. Die Leitungen können vorzugsweise durch die Achse der
Lamelle oder an dieser anliegend zum Antrieb bzw. der Steuerung geführt werden.
[0011] Die elektrische Leitung kann auch die Übertragung von Sensordaten oder anderer elektrischer
Signale übernehmen. Zusätzlich oder alternativ dazu kann zum Beispiel eine drahtlose
Datenübertragung vorgesehen sein. Externe Sensoren (z.B. Temperatur- oder Regensensor)
können eingebunden werden. Der Antriebszustand jeder Lamelle kann nach außen gemeldet
werden. Bei der Energieversorgung kann es sich um Gleich- oder Wechselspannung handeln.
Der Antrieb kann ein Elektromotor, vorzugsweise ein elektrischer Gleichspannungs -
Schrittmotor sein. Der Antrieb kann mit einem Getriebe und einer Achse in Eingriff
stehen, und zumindest ein an der Achse befestigtes Zahnrad vorgesehen sein, das formschlüssig
in zumindest eine, an einem der Träger vorgesehene Zahnstange eingreift.
[0012] Statt der Kombination aus Zahnrad und Zahnstange sind selbstverständlich auch andere
formschlüssige Übersetzungsmittel (Seilzug, Kette oder dergleichen) möglich. Durch
die formschlüssige Übersetzung des Antriebs kann garantiert werden dass die Mitnahmepositionen
an beiden Trägern gleich sind.
[0013] Am Lamellenblatt kann ein Wechselriegel vorgesehen sein, der bei Betätigung zum Umschalten
zwischen Fahrantrieb und Drehantrieb das Lamellenblatt starr mit dem ersten Fahrwerk
und/oder dem zweiten Fahrwerk koppelt. Die Drehbewegung der Lamelle kann bevorzugt
oder ausschließlich in arretierter Position erfolgen. Der Drehwinkel der Lamelle kann
stufenlos oder vorzugsweise in Schritten von 10° von der Querstellung 0° bis 45° links
und 90° - rechts erfolgen. Das Verfahren der Lamelle erfolgt vorzugsweise in der 0°
Stellung. Die Zahnstange kann zur Arretierung der Lamelle an vorgegebenen Positionen
Ausnehmungen aufweisen, die mit entsprechenden Fixierungsmitteln (Stifte, Bolzen oder
dergleichen) an der Lamelle korrespondiert.
[0014] Das erste Fahrwerk und/oder das zweite Fahrwerk können mit Laufrollen versehen sein,
die in korrespondierenden Ausnehmungen des ersten Trägers und/oder des zweiten Trägers
geführt sind. Zur Reduktion des benötigten Parkraums können die Fahrwerke und/oder
die Laufrollen benachbarter Lamellen entlang der Achse zueinander versetzt angeordnet
sein. Vorzugsweise kann jedes zweite Fahrwerk in der selben Position entlang der Achse
angeordnet sein.
[0015] In der Lamelle kann zumindest ein Energiespeicher vorgesehen sein, um die Bedienung
der Anlage bei Ausfall der elektrischen Energieversorgung zu gewährleisten. Dabei
kann es sich um eine Batterie oder einen Akku handeln. Das Antriebsmodul und/oder
das Steuerungsmodul kann über ein Bus-System mit einer zentralen Steuerung verbunden
oder verbindbar sein. Dabei kann es sich um ein beliebiges Bussystem handeln, welches
zur Steuerung von Hauselektronik geeignet ist.
[0016] Das Lamellenblatt kann mit einer Verkleidung versehen sein, welche vorzugsweise Metall,
Glas, Stein, Textilien, Kunststoff und/oder Holz in durchgehender, gelochter, transluzenter
und/oder opaker Ausführung umfasst.
[0017] Dadurch wird erreicht, dass die Lamelle insbesondere im geschlossenen Zustand blickdicht
und sturmfest ist. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass zusätzlich an den Längsseiten
der Lamelle abschließende Lippen vorgesehen sind, beispielsweise aus Gummi, um im
geschlossenen Zustand die Lamellen dicht miteinander zu verbinden. Dies umfasst nicht
notwendigerweise eine wasserdichte Verbindung.
[0018] Die Lamellen und/oder die Verkleidung können Beleuchtungselemente, insbesondere Leuchtdioden,
Photovoltaikelemente zur Stromerzeugung oder Schallschutzelemente umfassen. Es kann
insbesondere vorgesehen sein, dass die Lamellen Photovoltaikelemente zur Stromerzeugung
umfassen, insbesondere in der Verkleidung des Lamellenblattes integriert. Dadurch
kann elektrische Energie gewonnen werden, die zur Aufladung eines Energiespeichers
auf der Lamelle verwendet werden und/oder über elektrische Schleifleitungen abgeleitet
werden kann. Dafür kann auch ein intelligentes System im Hintergrund vorgesehen sein,
das auf die Klimaverhältnisse reagiert und die Stellung der Lamellen entsprechend
anpasst, um die Energieausbeute zu optimieren. Durch die Beleuchtungselemente auf
den Lamellen können Lichtspiele realisiert werden, insbesondere kann eine Wellenbewegung
durch entsprechende Verdrehungen der Lamellen simuliert werden. Auch kann eine bestimmte
Beleuchtung (etwa Weihnachtsbeleuchtung), ein Muster oder ein Werbesujet auf dem Lamellensystem
angezeigt werden. Insbesondere kann vorgesehen sein, die Vorder- und Rückseite der
Lamellen unterschiedlich zu gestalten, um zumindest zwei voneinander unterschiedliche
Fassadengestaltungen zu ermöglichen.
[0019] Die Lamelle ist vorzugsweise so geformt, dass Windlasten mit geringer Durchbiegung
aufgenommen werden können und auf die Träger abgeleitet werden können. Umwelteinflüsse
wie Regen, Schnee, Hagel, Laub oder Staub sollen keine Funktionsminderung bewirken.
An zumindest einem der Träger können Laufschienen mit vorzugsweise kreisförmigem Querschnitt
und an der Lamelle korrespondierende Tragrollen zur Führung der Lamelle vorgesehen
sein. Die Laufschienen können auch in Form von Leisten oder Nuten ausgeführt sein.
[0020] Die Lamelle kann zumindest ein Paar Laufrollen aufweisen, die in zumindest eine Ausnehmung
des ersten Trägers und/oder des zweiten Trägers eingreifen. Während die Tragrollen
auch zum Ableiten des Gewichts der Lamelle dienen, sollen die Laufrollen in erster
Linie einen sauberen und reibungslosen Lauf der Lamelle gewährleisten.
[0021] Zur Arretierung der Lamelle können an vorgegebenen Positionen an der Zahnstange Arretiermarken
vorgesehen sein, in die ein am ersten Fahrwerk und/oder am zweiten Fahrwerk angebrachter
Arretierhebel eingreift. Dazu können die Arretiermarken vorzugsweise in Form von Aussparungen
oder in Form von Stiften oder Bolzen ausgeführt sein. Der Arretierhebel kann bei Betätigung
des Wechselriegels in die Arretiermarke eingreifen, wodurch ein Verdrehen des Lamellenblattes
nur bei arretierter Lamelle möglich ist.
[0022] Wie oben angeführt kann der Antrieb statt an der Lamelle selbst auch an der Tragkonstruktion
angebracht sein und die Lamelle, vorzugsweise das erste Fahrwerk und/oder das zweite
Fahrwerk, mit diesem Antrieb formschlüssig über ein Zugmittel und eine vorzugsweise
femaktivierbare Kupplung verbindbar sein. Das Zugmittel kann als vorzugsweise umlaufender
Zahnriemen oder vorzugsweise umlaufende Kette ausgeführt sein. Die Kupplung der Lamelle
kann als Rastkupplung ausgeführt sein, die in das Zugmittel eingreift. Die Befestigung
der Lamellenanlage und/oder die Träger können Mittel zur Ableitung von Wasser aufweisen.
[0023] Die Erfindung umfasst weiters eine Fassadenkonstruktion mit zumindest einer erfindungsgemäßen
Lamellenanlage. Die erfindungsgemäße Fassadenkonstruktion kann insbesondere an der
Außenfläche einer Fassade, einer Terrasse, eines Fensterrahmens oder eines Tür- oder
Torrahmens angebracht sein.
[0024] Die Tragkonstruktion kann horizontal ausgerichtet sein und insbesondere die Ableitung
von Regenwasser übernehmen. In eigenen Außenstehern kann die Führung der elektrischen
Zuleitungen erfolgen, wobei die Dimensionierung vorzugsweise nach dem jeweiligen Objektraster
und örtlichen Windlasten zu erfolgen hat.
[0025] Weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben sich aus den Ansprüchen, der Beschreibung
und den Zeichnungen.
[0026] Die erfindungsgemäße Lamellenanlage wird nun anhand mehrerer Ausführungsbeispiele
erläutert. Es zeigen
- Fig. 1:
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Lamellenanlage in Explosionsdarstellung;
- Fig. 2a - 2b:
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Lamellenanlage in dreidimensionaler
Ansicht im geschlossenen bzw. geöffneten Zustand;
- Fig. 3a - 3c:
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Lamellenanlage im Aufriss in geschlossener,
offener und geparkter Stellung;
- Fig. 4a - 4b:
- eine Schnittdarstellung durch eine erfindungsgemäße Lamellenanlage;
- Fig. 5:
- eine erfindungsgemäße Lamellenanlage im Aufriss in gedrehter Stellung;
- Fig. 6:
- Verschiedene dreidimensionale Ansichten einer erfindungsgemäßen Lamellenanlage mit
4 Lamellen;
- Fig. 7a - 7d:
- eine erfindungsgemäße Fassadenkonstruktion mit zwei vertikal angeordneten Lamellenanlagen;
- Fig. 8a - 8d:
- eine erfindungsgemäße Fassadenkonstruktion mit zwei horizontal angeordneten Lamellenanlagen;
- Fig. 9a - 9b:
- eine erfindungsgemäße Fassadenkonstruktion mit drei horizontal angeordneten, wellenförmig
verlaufenden Lamellenanlagen im Aufriss und in dreidimensionaler Ansicht;
- Fig. 10:
- ein Detail einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform der Lamellenanlage im
Querschnitt.
[0027] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Lamellenanlage in Explosionsdarstellung.
Die Anlage umfasst eine Tragkonstruktion 21 mit einem ersten Träger 1 und einem zweiten
Träger 8, die mit geeigneten Befestigungsmitteln an den Befestigungen 7 angebracht
sind. Dabei kann es sich insbesondere um eine Befestigung an einer Fassade oder dem
Außenrahmen eines Fensters, einer Terrasse, eines Tores oder einer Tür handeln. Die
Träger 1, 8 verlaufen bevorzugt in horizontaler Orientierung, es kann jedoch auch
vorgesehen sein, dass die Träger 1, 8 in vertikaler Richtung verlaufen.
[0028] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der erste Träger 1 oben, und der zweite Träger
8 unten vorgesehen. Im unten angeordneten zweiten Träger 8 sind Laufschienen 2 vorgesehen,
die dazu dienen, die Führung von Tragrollen 16 an der Lamelle 9 möglichst reibungsfrei
zu ermöglichen. Die Laufschienen 2 sind als Rundstege ausgeführt, die in entsprechend
korrespondierend ausgeführte Laufrollen eingreifen. Es ist jedoch auch eine andere
Ausführung der Laufschienen 2 möglich, beispielsweise in Form einer Leiste. Weiters
erfolgt eine Führung der Lamellen 9 an den Seitenwänden des Tragprofils.
[0029] Darüber hinaus sind sowohl der erste Träger 1 als auch der zweite Träger 8 als C-förmiges
Profilblech ausgeführt, wobei die beiden Schenkel der Träger 1, 8 zum Eingriff von
seitlich angebrachten Laufrollen 17 der Lamelle 9 ausgeführt sind. Während die Laufschienen
2 in erster Linie dazu dienen, das Gewicht der Lamelle 9 abzutragen und eine möglichste
linienförmige Auflagefläche zu bilden, dienen die Schenkel der Träger 1, 8 in erster
Linie zu einer sicheren und spielarmen Führung der Lamellen 9 und dazu, einen reibungslosen
Lauf beim Betätigen der Anlage zu gewährleisten. Um Beeinträchtigungen durch Verschmutzung
zu verhindern, und um möglichst geringe Reibung beim Lastabtrag zu verursachen, sind
die Laufschienen 2 in ihrem Querschnitt konvex in Richtung der Lamelle 9 gebogen ausgeführt
und haben insbesondere einen etwa kreis- oder halbkreisförmigen Querschnitt. Der Kontaktbereich
zwischen Lamelle 9 und Laufschiene 2 reduziert sich damit auf eine Linie, und Verschmutzungen
haben nur geringe Auswirkung.
[0030] Am ersten Träger 1 und am zweiten Träger 8 ist jeweils eine Zahnstange 3 vorgesehen,
in die Zahnräder 14 an einem ersten, vorzugsweise oberen, Fahrwerk 13 und einem zweiten,
vorzugsweise unteren, Fahrwerk 15 der Lamelle 9 eingreifen. Durch den formschlüssigen
Eingriff der Zahnräder 14 in die Ausnehmungen der Zahnstange 3 erfolgt der mechanische
Antrieb der Lamelle 9, die sich entlang der Zahnstange 3 verschieben bzw. verfahren
lässt.
[0031] Zur Fixierung der Position der Lamelle 9 sind an den Zahnstangen 3 Arretiermarken
4 in Form von Ausnehmungen, insbesondere auch Bohrungen oder Stanzungen, vorgesehen,
in die korrespondierende Fixierungsmittel (Stiften, Bolzen oder dergleichen) der Lamelle
9, insbesondere der weiter unten erklärte Arretierhebel 23 eingreifen können. Die
Arretierung kann alternativ auch am Träger selbst vorgesehen sein. Die Lamelle 9 umfasst
ein erstes Fahrwerk 13, ein zweites Fahrwerk 15 und ein Lamellenblatt 6. Das Lamellenblatt
6 ist gegenüber den Fahrwerken 13, 15 verdrehbar und mit diesen gemeinsam verschiebbar.
Die beiden Fahrwerke 13, 15 sind über die Achse 24 miteinander verbunden. Am Lamellenblatt
6 ist der Antrieb 22 und eine Steuerung 19 angebracht. Die Steuerung 19 versorgt den
Antrieb 22 mit Steuerbefehlen (Start, Stopp, Drehung, etc.). Die Steuerung 19 ist
über ein Bussystem mit einer zentralen Steuereinheit verbunden.
[0032] Der Antrieb 22 ist vorzugsweise als Elektromotor, insbesondere als elektrischer Schrittmotor,
ausgeführt. Die Welle des Antriebs 22 ist über ein Getriebe mit der Achse 24 der Lamelle
9 verbunden. Durch die Lamellenlager 11, welche vorzugsweise im oberen und unteren
Bereich der Lamelle 9 angebracht sind, ist die Achse 24 drehbar gelagert. Die Achse
24 ist an beiden Enden mit Zahnrädern 14 gekoppelt, die in die Zahnstangen 3 der Träger
1, 8 eingreifen, wodurch eine translatorische Bewegung der Lamelle 9 erreicht wird.
Die Lamellenlager 11 können als gewöhnliche Kugellager oder Gleitlager ausgeführt
sein.
[0033] Bei Betätigung des Wechselriegels 18 wird die translatorische Position der Lamelle
9 entlang der Laufschiene 2 fixiert, indem ein mit den Fahrwerken 13, 15 verbundener
Arretierhebel 23 (nicht dargestellt) in die Arretiermarken 4 der Zahnstange 3 eingreift.
Dadurch erfolgt bei weiterer Drehung der Achse 24 eine Drehung des Lamellenblattes
6 um die Achse 24 relativ zu den Fahrwerken 13, 15, die in diesem Fall feststehen.
[0034] Zur sicheren Führung der Lamelle 9 in der Tragkonstruktion 21 verfügt die Lamelle
9 vorzugsweise am oberen und unteren Ende über mehrere Laufrollen 17, die in die C-förmig
ausgeführten Schenkel des ersten Trägers 1 bzw. des zweiten Trägers 8 eingreifen.
Darüber hinaus sind zum Lastabtrag am unteren Ende der Lamelle 9 die Tragrollen 16
vorgesehen, die in die Laufschienen 2 des zweiten Trägers 8 eingreifen.
[0035] Vorzugsweise am oben gelegenen Fahrwerk 13 sind Stromabnehmer in Form von mehrpoligen
Schleifkontakten 20 angebracht, die mit korrespondierenden Schleifleitungen 5 im ersten
Träger 1 der Tragkonstruktion 21 zusammenwirken. Dadurch wird ermöglicht, dass jede
Lamelle 9 auch bei Bewegung und insbesondere auch bei Rotation der Lamelle 9 mit elektrischer
Energie versorgt werden kann. Zu diesem Zweck sind die Schleifkontakte 20 Teil des
Fahrwerks 15 und von der Achse 24 abgekoppelt, somit drehen sie sich bei Rotation
der Lamelle 9 nicht mit.
[0036] Das Lamellenblatt 6 ist mit einer Verkleidung 12 überzogen, wobei es sich insbesondere
um ein Blech oder ein Textil handeln kann. Weiters ist entlang des Lamellenblatts
6 eine Lamellenlippe 10 vorgesehen, um bei geschlossenen Lamellen 9 einen Abschluss
zwischen den Lamellen 9 in Bezug auf Blickdichtheit, Geräuschdichtheit und dergleichen
zu ermöglichen.
[0037] Fig. 2a zeigt eine schematische Darstellung der Lamellenanlage in dreidimensionaler
Ansicht im geschlossenen Zustand. Die Lamellenblätter 6 sind gegenüber den Fahrwerken
13,15 um ca. 90° verdreht, dadurch wird erreicht, dass die Lamellenblätter 6 den zu
schützenden Bereich sicher abdecken, während die Fahrwerke 13, 15 in Verbindung mit
der Zahnstange 3 und dem ersten Träger 1 bzw. dem zweiten Träger 8 bleiben. Fig. 2b
zeigt die selbe Ansicht im geöffneten Zustand. Die Lamellenblätter 6 sind gegenüber
den Fahrwerken 13, 15 nicht verdreht, dadurch wird erreicht, dass die Lamellenblätter
6 den zu schützenden Bereich freigeben. Durch die individuelle Ansteuerung jeder einzelnen
Lamelle 9 wird erreicht, dass der Drehwinkel jedes Lamellenblatts 6 und die Position
jeder Lamelle 9 unabhängig gewählt werden kann. Dadurch können völlig individuell
einstellbare Fassadenbilder erreicht werden.
[0038] Die Fig. 3a - 3c zeigen einen Aufriss der erfindungsgemäßen Lamellenanlage in geschlossenem,
offenem und geparkten Zustand. Die einzelnen Lamellen 9 sind in einem Systemraster
angeordnet. Durch die individuelle Verfahrbarkeit der Lamellen 9 ist jedoch gewährleistet,
dass die Lamellen auch unabhängig voneinander näher zusammen oder weiter auseinander
gerückt werden können. Ein Drehwinkel des Lamellenblattes von etwa 270° kann gewährleistet
werden.
[0039] Im geschlossenen Zustand (Fig. 3a) ist das Lamellenblatt 6 gegenüber dem Fahrwerk
15 um ca. 90° verdreht. Im offenen Zustand (Fig. 3b) ist das Lamellenblatt 6 etwa
in einer Linie mit dem Fahrwerk 15 angeordnet. Im geparkten Zustand werden die einzelnen
Lamellen 9 zusammengeschoben und benötigen nur wenig Stauraum. Die Gesamtstärke der
Lamellen 9 beträgt etwa 50mm, somit wird extrem wenig Parkraum benötigt. Es kann in
diesem Fall eine Lamellenbreite von 400mm vorgesehen sein. Es können auch Lamellen
mit höherer Gesamtstärke eingesetzt werden, wenn es die Festigkeit und Steifheit der
Konstruktion erfordert. Die Formgebung der Lamelle ist aber im wesentlichen von lichttechnischen
Überlegungen bestimmt und hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab.
[0040] Fig. 4a und Fig. 4b zeigen die Funktion des Wechselriegels 18 und des Arretierhebels
23. Im nicht arretierten und somit verfahrbaren Zustand (Fig. 4a) ist der Wechselriegel
18 nicht aktiviert und zeigt in Richtung des Trägers 8. Der Wechselriegel 18 steht
in Kontakt mit einem Ende eines Arretierhebels 23, wodurch das andere Ende des Arretierhebels
23 angehoben ist und von der Arretiermarke 4 abgewandt ist. Bei Aktivierung des Wechselriegels
18 wird dieser angehoben und gibt den Arretierhebel 23 frei, dieser fällt (bei nächster
Gelegenheit) in eine Arretiermarke 4 und blockiert die weitere Verschiebung der Lamelle
9. Die Aktivierung des Wechselriegels erfolgt vorzugsweise durch einen elektromechanischen
Antrieb.
[0041] Fig. 5 zeigt einen weiteren Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Ausführungsform
der Lamellenanlage, wobei insbesondere die Verkleidung 12 des Lamellenblattes 6 dargestellt
ist. Das Lamellenblatt 6 befindet sich in einer gegenüber dem zweiten Fahrwerk 15
etwa 45° verdrehten Position, und der strichliert dargestellte Arretierhebel 23 ist
in eine Arretiermarke 4 eingerastet.
[0042] Fig. 6 zeigt eine erfindungsgemäße Lamellenanlage mit 4 voneinander unabhängig dreh-
und verfahrbaren Lamellen 9. Um einen möglichst geringen Stauraum im zusammengeschobenen
Zustand zu erzielen, sind die Fahrwerke 13 der einzelnen Lamellen 9 voneinander in
Richtung der Achse 24 der Lamelle versetzt angeordnet, und zwar derart, dass jedes
zweite Fahrwerk an der gleichen Position zu liegen kommt.
[0043] Dadurch wird erreicht, dass die Lamellen in Parkposition besonders eng nebeneinander
zu liegen kommen. Sowohl die Zahnstange 3 als auch die C-förmige Ausnehmung der Träger
1, 8 sind entsprechend dimensioniert, um zwei versetzt angeordnete Fahrwerke 13, 15
mit ihren Zahnrädern 14 und Laufrollen 17 aufnehmen zu können.
[0044] Fig. 7a - 7d zeigen eine erfindungsgemäße Fassadenkonstruktion mit zwei vertikal
angeordneten Lamellenanlagen 25. Die Fassadenkonstruktion befindet sich in Fig. 7a
im offenen, in Fig. 7b im geparkten, in Fig. 7c im geschlossenen und in Fig. 7d im
teilweise geöffneten Zustand. Der Parkbereich 26 befindet sich im unteren Bereich
der Konstruktion. Wie in Fig. 7d ersichtlich, können durch die erfindungsgemäßen Lamellenanlagen
25 beliebige Fassadenbilder erreicht werden.
[0045] Fig. 8a - 8d zeigen eine erfindungsgemäße Fassadenkonstruktion mit zwei horizontal
angeordneten Lamellenanlagen 25. Die Fassadenkonstruktion befindet sich in Fig. 8a
im geparkten, in Fig. 8b im offenen, in Fig. 8c im geschlossenen und in Fig. 8d im
teilweise geöffneten Zustand. Der Parkbereich 26 befindet sich im rechten Bereich
der Konstruktion. Wie in Fig. 8d ersichtlich, können durch die erfindungsgemäßen Lamellenanlagen
25 beliebige Fassadenbilder erreicht werden.
[0046] Fig. 9a - 9b zeigen eine erfindungsgemäße Fassadenkonstruktion mit drei horizontal
angeordneten, wellenförmig verlaufenden Lamellenanlagen 25 im Aufriss und in dreidimensionaler
Ansicht.
[0047] Schließlich zeigt Fig. 10 einen Detailausschnitt einer weiteren erfindungsgemäßen
Ausführungsform der Lamellenanlage 25 im Querschnitt. In dieser Ausführungsform ist
der Stromabnehmer als Schleifring 27 ausgeführt. Dies ermöglicht es, die Lamelle 9
um 360° um ihre Achse 24 zu verdrehen, ohne Gefahr zu verlaufen, dass sich die Anschlusskabel
des Antriebs 22 oder der Steuerung 19 verwickeln. Es ist damit ein endloses Drehen
des Lamellenblatts 6 um die Achse 24 möglich. Das Lamellenlager 11 umfasst einen Schleifring
27, der mit der Achse 24 verbunden ist und sich in das erste Fahrwerk 13 erstreckt.
Im Bereich des ersten Fahrwerks 13 verfügt der Schleifring 27 an seinem äußeren Umfang
über einen mehrpoligen Kontaktbereich, der mit Bürstenkontakten 28 zusammenwirkt.
[0048] Die Bürstenkontakte 28 sind im ersten Fahrwerk 13 befestigt und mit diesem verschiebbar,
jedoch nicht drehbar. Durch elektrische Leitungen sind die Bürstenkontakte 28 mit
den elektrischen Schleifkontakten 20 verbunden. Die Schleifkontakte 20 wiederum sind
in Kontakt mit der feststehenden Schleifleitung 5 am ersten Träger 1.
[0049] Die Erfindung erstreckt sich nicht nur auf die beispielhaft angeführten Ausführungsbeispiele,
sondern umfasst auch weitere Ausführungen im Rahmen der Patentansprüche. Insbesondere
ist die Erfindung nicht auf die beschriebene Ausführung der Lamelle beschränkt.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Erster Träger
- 2
- Laufschiene
- 3
- Zahnstange
- 4
- Arretiermarke
- 5
- Schleifleitung
- 6
- Lamellenblatt
- 7
- Befestigung
- 8
- Zweiter Träger
- 9
- Lamelle
- 10
- Lamellenlippe
- 11
- Lamellenlager
- 12
- Verkleidung
- 13
- Erstes Fahrwerk
- 14
- Zahnrad
- 15
- Zweites Fahrwerk
- 16
- Tragrollen
- 17
- Laufrollen
- 18
- Wechselriegel
- 19
- Steuerung
- 20
- Schleifkontakt
- 21
- Tragkonstruktion
- 22
- Antrieb
- 23
- Arretierhebel
- 24
- Achse
- 25
- Lamellenanlage
- 26
- Parkbereich
- 27
- Schleifring
- 28
- Bürstenkontakt
1. Lamellenanlage, umfassend eine an einer Befestigung (7) fixierbare Tragkonstruktion
(21) mit einem ersten Träger (1) und einem zweiten Träger (8) und geführte Lamellen
(9), dadurch gekennzeichnet, dass jede einzelne der Lamellen (9) separat ansteuerbar und durch zumindest einen Antrieb
(22) separat verfahrbar ist und eine einzige Achse (24) aufweist, um die sie verdrehbar
ist, wobei die Lamellen (9) jeweils ein erstes Fahrwerk (13) und ein zweites Fahrwerk
(15) sowie ein einziges relativ dazu verdrehbares Lamellenblatt (6) umfassen.
2. Lamellenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamelle (9) einen Antrieb (22) und vorzugsweise eine Steuerung (19) umfasst,
wobei der Antrieb (22) als Fahrantrieb und/oder Drehantrieb ausgeführt ist.
3. Lamellenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Energieversorgung und zur Übermittlung von Steuer- und Sensorsignalen am ersten
Fahrwerk (13) und/oder am zweiten Fahrwerk (15) oder im Inneren der Lamelle (9) zumindest
ein Stromabnehmer vorgesehen ist, der im Betrieb mit zumindest einer spannungsbeaufschlagten
elektrischen Leitung der Tragkonstruktion (21) in Verbindung steht.
4. Lamellenanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromabnehmer zumindest einen, als Teil eines Lamellenlagers (11) ausgeführten,
Schleifring (27) umfasst, der im Betrieb einen mehrpoligen Bürstenkontakt (28) am
ersten Fahrwerk (13) oder zweiten Fahrwerk (15) abgreift und über elektrische Leitungen
mit dem Antrieb (22) und/oder der Steuerung (19) in Verbindung steht.
5. Lamellenanlage nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (22) mit einem Getriebe und der Achse (24) in Eingriff steht, und zumindest
ein an der Achse (24) befestigtes Zahnrad (14) vorgesehen ist, das formschlüssig in
zumindest eine, an einem der Träger (1, 8) vorgesehene Zahnstange (3) eingreift.
6. Lamellenanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass am Lamellenblatt (6) ein Wechselriegel (18) vorgesehen ist, der bei Betätigung zum
Umschalten zwischen Fahrantrieb und Drehantrieb das Lamellenblatt (6) starr mit dem
ersten Fahrwerk (13) und/oder dem zweiten Fahrwerk (15) koppelt.
7. Lamellenanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Fahrwerk (13) und/oder das zweite Fahrwerk (15) mit Laufrollen (17) versehen
sind, die in korrespondierenden Ausnehmungen des ersten Trägers (1) und/oder des zweiten
Trägers (8) geführt sind.
8. Lamellenanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Reduktion des benötigten Parkraums die Fahrwerke (13, 15) und/oder die Laufrollen
(17) benachbarter Lamellen (9) entlang der Achse (24) zueinander versetzt angeordnet
sind.
9. Lamellenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamelle (9) zumindest einen elektrischen Energiespeicher umfasst.
10. Lamellenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (22) und/oder die Steuerung (19) über ein Bus-System mit einer zentralen
Anlagensteuerung verbindbar ist.
11. Lamellenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lamellenblatt (6) mit einer Verkleidung (12) versehen ist, wobei die Verkleidung
(12) Beleuchtungselemente, Photovoltaikelemente zur Stromerzeugung oder Schallschutzelemente
umfasst.
12. Lamellenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einem der Träger (1, 8) Laufschienen (2) und an der Lamelle (9) korrespondierende
Tragrollen (16) zur Führung der Lamelle (9) vorgesehen sind
13. Lamellenanlage nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur Arretierung der Lamelle (9) an vorgegebenen Positionen an der Zahnstange (3)
Arretiermarken (4) vorgesehen sind, in die ein am ersten Fahrwerk (13) und/oder am
zweiten Fahrwerk (15) angebrachter Arretierhebel (23) bei Betätigung des Wechselriegels
(18) eingreift, wodurch ein Verdrehen des Lamellenblattes (6) nur bei arretierter
Lamelle (9) möglich ist.
14. Lamellenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (22) an der Tragkonstruktion (21) angebracht ist und die Lamelle (9)
mit dem Antrieb (22) formschlüssig über ein Zugmittel und eine Kupplung verbindbar
ist.
15. Fassadenkonstruktion umfassend zumindest eine Lamellenanlage nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
1. A vertical blind system comprising a support structure (21) fixable to an attachment
means (7), with a first support (1) and a second support (8) and guided blinds (9),
characterised in that each single one of the blinds (9) can be separately controlled and separately moved
by at least one drive (22) and comprises a single axis (24) about which it is rotatable,
wherein the blinds (9) comprise a first chassis (13) and a second chassis (15) and
a single blind leaf (6) which is relatively rotatable thereto.
2. The vertical blind system according to claim 1, characterised in that the blind (9) has a drive (22) and preferably a control (19), wherein the drive (22)
is realised as a moving drive and/or a rotating drive.
3. The vertical blind system according to one of the preceding claims, characterised in that at least one current collector is provided on the first chassis (13) and/or the second
chassis (15) or inside the blind (9) for the supply of energy and for the transmission
of control and sensor signals, which in operation is in communication with at least
one energised electrical line of the support structure (21).
4. The vertical blind system according to claim 3, characterised in that the current collector comprises at least one collector ring (27) realised as part
of a blind bearing (11), which in operation taps a multi-pole brush contact (28) on
the first chassis (13) or the second chassis (15) and which is in communication with
the drive (22) and/or the control (19) via electrical lines.
5. The vertical blind system according to one of claims 2 to 4, characterised in that the drive (22) meshes with a transmission and the axis (24) and in that at least one tooth wheel (14) is provided attached to the axis (24), which is in
form-locked contact with at least one toothed rack (3) provided on one of the supports
(1, 8).
6. The vertical blind system according to claim 5, characterised in that a change-over bar (18) is provided on the blind leaf (6), which during change-over
between moving drive and rotating drive rigidly couples the blind leaf (6) to the
first chassis (13) and/or the second chassis (15).
7. The vertical blind system according to one of claims 3 to 6, characterised in that the first chassis (13) and/or the second chassis (15) is provided with rollers (17)
which are guided in corresponding recesses of the first support (1) and/or the second
support (8).
8. The vertical blind system according to claim 7, characterised in that in order to reduce the parking space required, the chassis (13, 15) and/or the rollers
(17) of adjacent blinds (9) are arranged offset relative to one another along the
axis (24).
9. The vertical blind system according to one of the preceding claims, characterised in that the blind (9) comprises at least one electrical energy store.
10. The vertical blind system according to one of the preceding claims, characterised in that the drive (22) and/or the control (19) can be connected via a bus system to a central
system control.
11. The vertical blind system according to one of the preceding claims, characterised in that the blind leaf (6) is provided with a cladding (12), wherein the cladding (12) comprises
lighting elements, photovoltaic elements for current generation or sound protection
elements.
12. The vertical blind system according to one of the preceding claims, characterised in that running tracks (2) are provided on at least one of the supports (1, 8) and corresponding
support rollers (16) are provided on the blind (9) for guiding the blind (9).
13. The vertical blind system according to one of claims 6 to 12, characterised in that locking marks (4) are provided on the toothed rack (3) for locking the blind (9)
at predefined positions, which are engaged by a locking lever (23) attached to the
first chassis (13) and/or the second chassis (15) when the change-over bar (18) is
operated, so that the blind leaf (6) can only be rotated when the blind (9) is locked.
14. The vertical blind system according to one of the preceding claims, characterised in that the drive (22) is attached to the support structure (21) and the blind (9) can be
connected in a form-locked manner to the drive (22) via a pulling means and a coupling.
15. A façade structure comprising at least one vertical blind system according to one
of the preceding claims.
1. Installation à lamelles, comprenant une construction portante (21) pouvant être fixée
sur une fixation (7), avec un premier support (1) et un deuxième support (8) et des
lamelles (9) guidées, caractérisée en ce que chacune des lamelles (9) peut être séparément commandée et peut être séparément déplacée
par au moins un entraînement (22) et comporte un axe unique (24), autour duquel elle
peut être tournée, les lamelles (9) comprenant respectivement un premier mécanisme
de déplacement (13) et un deuxième mécanisme de déplacement (15) ainsi qu'un volet
de lamelle (6) unique pouvant tourner par rapport à ceux-ci.
2. Installation à lamelles selon la revendication 1, caractérisée en ce que la lamelle (9) comprend un entraînement (22) et de préférence une commande (19),
l'entraînement (22) étant exécuté comme entraînement mobile et/ou entraînement rotatif.
3. Installation à lamelles selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que pour l'alimentation en énergie et la transmission des signaux de commande et de détection,
au moins un récepteur de courant est prévu sur le premier mécanisme de déplacement
(13) et/ou sur le deuxième mécanisme de déplacement (15) ou à l'intérieur de la lamelle
(9), lequel en fonctionnement est en liaison avec au moins un conducteur électrique
sous tension de la construction portante (21).
4. Installation à lamelles selon la revendication 3, caractérisée en ce que le récepteur de courant comprend au moins une bague collectrice (27) exécutée comme
pièce d'un palier de lamelle (11), qui prélève en fonctionnement un contact à balai
(28) multipolaire sur le premier mécanisme de déplacement (13) ou le deuxième mécanisme
de déplacement (15) et est en liaison par des câbles électriques avec l'entraînement
(22) et/ou la commande (19).
5. Installation à lamelles selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisée en ce que l'entraînement (22) est en prise avec un mécanisme et l'axe (24) et au moins un engrenage
(14) fixé sur l'axe (24) est prévu, qui vient en prise par conformité de forme dans
au moins une crémaillère (3) prévue sur un des supports (1, 8).
6. Installation à lamelles selon la revendication 5, caractérisée en ce que sur le volet de lamelle (6) est prévu une barre de changement (18) qui accouple le
volet de lamelle (6) de façon rigide au premier mécanisme de déplacement (13) et/ou
au deuxième mécanisme de déplacement (15), lors de l'actionnement pour le basculement
entre l'entraînement de déplacement et l'entraînement rotatif.
7. Installation à lamelles selon l'une quelconque des revendications 3 à 6, caractérisée en ce que le premier mécanisme de déplacement (13) et/ou le deuxième mécanisme de déplacement
(15) est doté de galets de roulement (17), qui sont guidés dans des évidements correspondants
du premier support (1) et/ou du deuxième support (8).
8. Installation à lamelles selon la revendication 7, caractérisée en ce que pour réduire l'espace de repos nécessaire, les mécanismes de déplacement (13, 15)
et/ou les galets de roulement (17) des lamelles voisines (9) sont disposés décalés
l'un par rapport à l'autre le long de l'axe (24).
9. Installation à lamelles selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la lamelle (9) comprend au moins un accumulateur d'énergie électrique.
10. Installation à lamelles selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'entraînement (22) et/ou la commande (19) peut être relié par un système de bus
à une commande centrale d'installation.
11. Installation à lamelles selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le volet de lamelle (6) est doté d'un revêtement (12), le revêtement (12) comprenant
des éléments d'éclairage, des éléments photovoltaïques pour la production de courant
ou des éléments d'insonorisation.
12. Installation à lamelles selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que des rails de roulement (2) sont prévus sur au moins un des supports (1, 8) et des
galets de support (16) correspondants sont prévus sur la lamelle (9) pour guider la
lamelle (9).
13. Installation à lamelles selon l'une quelconque des revendications 6 à 12, caractérisée en ce que pour bloquer la lamelle (9) aux positions prédéfinies sur la crémaillère (3), des
repères d'arrêt (4) sont prévus dans lesquels vient en prise un levier de blocage
(23) monté sur le premier mécanisme de déplacement (13) et/ou sur le deuxième mécanisme
de déplacement (15) en actionnant la barre de changement (18), une rotation du volet
de lamelle (6) n'étant de ce fait possible qu'avec la lamelle (9) bloquée.
14. Installation à lamelles selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'entraînement (22) est monté sur la construction portante (21) et la lamelle (9)
peut être reliée à l'entraînement (22) par conformité de forme par le biais d'un moyen
de traction et d'un accouplement.
15. Construction de façade comprenant au moins une installation à lamelles selon l'une
quelconque des revendications précédentes.