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EP 2 746 597 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.12.2015 Patentblatt 2015/50 |
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Anmeldetag: 18.12.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Ventilanordnung
Valve assembly
Agencement de vannes
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.06.2014 Patentblatt 2014/26 |
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Patentinhaber: FESTO AG & Co. KG |
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73734 Esslingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Kühbauch, Heiko
D-73257 Köngen (DE)
- Wenske, Eduard
D-70806 Kornwestheim (DE)
- Schuppler, Swen
D-70174 Stuttgart (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Magenbauer & Kollegen
Partnerschaft mbB |
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Plochinger Straße 109 73730 Esslingen 73730 Esslingen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 132 627 DE-A1-102007 047 703 US-A- 5 996 629
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EP-B1- 1 120 574 DE-A1-102009 054 220
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Ventilanordnung, mit einem Ventilträger und mindestens
einer elektrisch betätigbaren Ventileinheit, wobei die Ventileinheit über eine Hauptventileinrichtung
und eine zur Betätigung der Hauptventileinrichtung dienende, elektrisch betätigbare
Vorsteuerventileinrichtung verfügt und gekapselt in einem nach außen abgeschlossenen
Aufnahmeraum des Ventilträgers untergebracht ist, der gemeinsam begrenzt ist von einem
Grundkörper des Ventilträgers, der mit der Hauptventileinrichtung verbundene Ventilträgerkanäle
aufweist, und von einem an dem Grundkörper lösbar angebrachten Verschlussdeckel des
Ventilträgers.
[0002] Eine aus der
DE 10 2007 047 703 A1 bekannte Ventilanordnung dieser Art verfügt über einen modular aufgebauten Ventilträger
mit einer Mehrzahl von Ventilträgermodulen, die jeweils einen Aufnahmeraum begrenzen,
in dem eine elektro-fluidisch vorgesteuerte Ventileinheit untergebracht ist. Der Aufnahmeraum
ist gemeinsam begrenzt von einem Grundkörper und von einem an dem Grundkörper angebrachten
Verschlussdeckel des Ventilträgers, wobei die Ventileinheit zur Gänze im Innern des
Grundkörpers sitzt. Da das Entnehmen der Ventileinheit aus dem Grundkörper aufgrund
der eingeschränkten Zugänglichkeit problematisch ist, ist die Ventileinheit mittels
sich an dem Verschlussdeckel abstützender Befestigungsschrauben am Grundkörper fixiert
und wird im Falle eines Austausches gemeinsam mit dem Verschlussdeckel vom Grundkörper
abgenommen. Dies erschwert die Handhabung bei einem eventuell notwendigen Austausch
der Ventileinheit.
[0003] Bei einer aus der
EP 1 120 574 B1 bekannten Ventilanordnung sind einzelne Ventileinheiten unversenkt auf einem Grundkörper
eines Ventilträgers montiert und individuell von haubenartigen Abdeckungen umschlossen.
Die gesamte Ventileinheit ist in der haubenartigen Abdeckung untergebracht. Die Montage
und Demontage bezüglich des Grundkörpers erfolgt bei jeder Ventileinheit gemeinsam
mit der zugeordneten Abdeckung. Aufgrund der relativ großen Höhe der Abdeckungen sind
zwischen benachbarten Abdeckungen vorhandene Zwischenräume für Reinigungsarbeiten
nur schwer zugänglich.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ventilanordnung zu schaffen, die bei
einfachem und kostengünstigem Aufbau besonders montage- und reinigungsfreundlich ist.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Verschlussdeckel
haubenförmig mit einer Deckenwand und einer seitlich umlaufenden Umfangswand gestaltet
ist und sich der Aufnahmeraum aus einem im Grundkörper ausgebildeten unteren Raumabschnitt
und einem im Verschlussdeckel ausgebildeten oberen Raumabschnitt zusammensetzt, wobei
die Ventileinheit mit einem unteren Teilabschnitt, der zumindest einen Abschnitt der
Hauptventileinrichtung enthält, in dem unteren Raumabschnitt aufgenommen und unabhängig
von dem Verschlussdeckel am Grundkörper befestigt ist und wobei die Ventileinheit
mit einem aus dem Grundkörper herausragenden oberen Teilabschnitt in den oberen Raumabschnitt
hineinragt und oben und seitlich von dem Verschlussdeckel umschlossen ist.
[0006] Auf diese Weise ist die Ventileinheit teils im Grundkörper und teils im haubenartigen
Verschlussdeckel des Ventilträgers untergebracht. Bei abgenommenem Verschlussdeckel
ragt somit die Ventileinheit ein Stückweit aus dem Grundkörper heraus und kann bei
ihrer Montage oder Demontage bequem und ohne spezielle Hilfsmittel an ihrem oberen
Teilabschnitt ergriffen werden. Eine Mitwirkung des Verschlussdeckels bei der Befestigung
der ventileinheit ist mithin nicht erforderlich. Da die Ventileinheit mit einem Teil
ihrer Bauhöhe im Grundkörper aufgenommen ist, ragt sie allerdings nur begrenzt aus
dem Grundkörper heraus, so dass für den sie oben umschließenden haubenartigen Verschlussdeckel
eine nur relativ geringe Bauhöhe erforderlich ist. Dies begünstigt die seitliche Zugänglichkeit
des Verschlussdeckels für Reinigungszwecke, wenn der Ventilträger nahe an einer Wand
installiert ist oder wenn der Ventilträger mit mehreren nebeneinander angeordneten
Verschlussdeckeln ausgestattet ist, die jeweils eine Ventileinheit im oberen Bereich
abdecken.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0008] Bevorzugt ist die Höhe der beiden im Grundkörper und im Verschlussdeckel ausgebildeten
Raumabschnitte derart auf die Bauhöhe der Ventileinheit abgestimmt, dass zumindest
die Hauptventileinrichtung der Ventileinheit und vorzugsweise auch die Vorsteuerventileinrichtung
mit mindestens 20 %, maximal jedoch 80 % ihrer Bauhöhe in dem im Grundkörper ausgebildeten
unteren Raumabschnitt des Aufnahmeraumes aufgenommen ist. Nur der verbleibende Höhenanteil
der Hauptventileinrichtung und eventuell der Vorsteuerventileinrichtung ragt aus dem
Grundkörper heraus.
[0009] Bevorzugt ist die Ventileinheit so ausgebildet, dass sowohl ihre Hauptventileinrichtung
als auch ihre Vorsteuerventileinrichtung jeweils teilweise im Grundkörper und teilweise
im Aufnahmeraum sitzt.
[0010] Wenn die Vorsteuerventileinrichtung mit einem oder mehreren als Magnetventile ausgebildeten
Vorsteuerventilen ausgestattet ist, ist es von Vorteil, wenn die als Elektromagnet
konzipierte Antriebskomponente des Vorsteuerventils zur Gänze in dem im Grundkörper
ausgebildeten unteren Raumabschnitt des Aufnahmeraumes untergebracht ist.
[0011] Um die ventileinheit am Grundkörper zu befestigen, kommen zweckmäßigerweise ausschließlich
solche Befestigungsmittel zum Einsatz, die nur bei abgenommenem Verschlussdeckel von
außen her zugänglich sind. Beim Einbau einer ventileinheit wird also zuerst die Ventileinheit
in den Grundkörper eingesetzt und darin befestigt, bevor anschließend der Verschlussdeckel
angebracht und seinerseits befestigt wird.
[0012] Durch die vom Verschlussdeckel unabhängige Befestigung der Ventileinheit am Grundkörper
kann gewährleistet werden, dass die Ventileinheit, insbesondere bei Wartungsarbeiten,
auch bei abgenommenem Verschlussdeckel voll funktionsfähig ist. Ob der Verschlussdeckel
angebracht ist oder nicht, wirkt sich auf die Betriebsfähigkeit der am Grundkörper
befestigten Ventileinheit als solches zweckmäßigerweise nicht aus.
[0013] Vorzugsweise ist der im Grundkörper ausgebildete untere Raumabschnitt des Aufnahmeraumes
taschenartig ausgebildet und wird sowohl an der dem Verschlussdeckel entgegengesetzten
Unterseite als auch ringsum seitlich von dem Grundkörper begrenzt. Auf diese Weise
werden keine zusätzlichen Komponenten benötigt, um ein Eindringen von Verunreinigungen
in den unteren Raumabschnitt zu verhindern. Wenn die Aufnahmeräume in einzelnen Ventilträgermodulen
des Ventilträgers untergebracht sind, ist der untere Raumabschnitt seitlich ringsum
direkt ausschließlich von dem bevorzugt einstückigen Grundkörper des betreffenden
Ventilträgermoduls begrenzt, so dass das benachbarte Ventilträgermodul nicht zur Bildung
eines Wandabschnittes des Aufnahmeraumes benötigt wird.
[0014] Zweckmäßigerweise ist der Fügebereich zwischen dem Verschlussdeckel und dem Grundkörper
durch ein ringförmiges Dichtungsmittel abgedichtet, das zwischen der Stirnfläche der
Umfangswand des Verschlussdeckels und einer die Öffnung des unteren Raumabschnittes
umrahmenden Dichtfläche des Grundkörpers eingespannt ist. Dieses Dichtungsmittel ist
zweckmäßigerweise ausschließlich zur Abdichtung zwischen dem Verschlussdeckel und
dem Grundkörper ausgebildet und hat keine Abdichtfunktion bezüglich eventuell vorhandener
anderer Komponenten der Ventilanordnung. Insbesondere wird dieses Dichtmittel bevorzugt
nicht eingesetzt, um bei einem modularen Aufbau des Ventilträgers eine zusätzliche
Abdichtung zwischen benachbarten Ventilträgermodulen zu bewirken.
[0015] Die dem Verschlussdeckel zugewandte Öffnung des unteren Raumabschnittes ist bevorzugt
von einer kragenförmigen Erhebung des Grundkörpers umrahmt, an der die mit dem Dichtungsmittel
kooperierende Dichtfläche ausgebildet ist. Diese kragenförmige Erhebung hat den Vorteil,
dass neben dem Verschlussdeckel außen am Grundkörper anhaftende Verunreinigungen nicht
in den unteren Raumabschnitt hineinfallen können, wenn der Verschlussdeckel abgenommen
wird. Die kragenförmige Erhebung hat also die Funktion eines Schmutzabweisers.
[0016] Bevorzugt ist im Innern des Ventilträgers zusätzlich zu dem Aufnahmeraum ein Signalübertragungsraum
ausgebildet, der sich vollständig im Grundkörper befindet und in dem elektrische Signalübertragungsmittel
angeordnet sind, die die Übertragung elektrischer Signale zu und eventuell auch von
der Vorsteuerventileinrichtung übernehmen. Mittels der Vorsteuerventileinrichtung
zugeführter elektrischer Signale wird der Betrieb der Vorsteuerventileinrichtung gesteuert.
Von der Vorsteuerventileinrichtung empfangene elektrische Signale können Status-Rückmeldesignale
der Ventileinheit sein. Die Signalübertragungsmittel sind insbesondere auf der Basis
von mit elektrischen Leitflächen versehenen Platinen realisiert.
[0017] Eine mögliche Ausführungsform der Ventilanordnung enthält in dem Ventilträger einen
einzigen Aufnahmeraum, der mit einer Ventileinheit bestückt ist. Eine weitere Ausführungsform
der Ventilanordnung verfügt über mehrere Aufnahmeräume im Ventilträger, deren untere
Raumabschnitte gemeinsam in einem bevorzugt einstückigen Grundkörper des Ventilträgers
ausgebildet sind.
[0018] Als besonders vorteilhaft wird ein modular aufgebauter Ventilträger angesehen, der
sich aus mehreren in einer Aufreihungsrichtung aneinandergereihten Ventilträgermodulen
zusammensetzt, die jeweils einen eigenen Grundkörper und Verschlussdeckel aufweisen,
um pro Ventilträgermodul einen Aufnahmeraum für eine Ventileinheit zu definieren.
Die Ventilträgermodule sind mit ihren Grundkörpern in einer Aufreihungsrichtung aneinandergesetzt
und aneinander befestigt. Indem die haubenförmigen Verschlussdeckel in der Aufreihungsrichtung
eine geringere Breite als die Grundkörper haben, sind die Verschlussdeckel benachbarter
Ventilträgermodule in der Aufreihungsrichtung mit Abstand zueinander angeordnet und
es liegt zwischen den Verschlussdeckeln benachbarter Ventilträgermodule ein durchgehender
freier Zwischenraum vor, der eine gute Zugänglichkeit für Reinigungsmaßnahmen gewährleistet.
[0019] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert.
In dieser zeigen:
- Figur 1
- eine Schrägansicht einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ventilanordnung,
die einen Ventilträger mit modularem Aufbau aufweist,
- Figur 2
- die Ventilanordnung aus Figur 1 im entfernten Zustand eines Verschlussdeckels und
einer in dem dadurch zugänglichen Aufnahmeraum zu montierenden Ventileinheit,
- Figur 3
- einen Längsschnitt durch die Ventilanordnung gemäß Schnittlinie III-III aus Figur
1,
- Figur 4
- einen Querschnitt durch die Ventilanordnung im Bereich eines Ventilträgermoduls gemäß
Schnittlinie IV-IV aus Figur 3,
- Figur 5
- das in Figur 4 illustrierte Ventilträgermodul in einer Explosionsdarstellung im vom
Grundkörper abgenommenen Zustand der Ventileinheit und des Verschlussdeckels, und
- Figur 6
- eine perspektivische Einzeldarstellung eines Ventilträgermoduls.
[0020] Die in der Zeichnung illustrierte Ventilanordnung 1 verfügt über einen bevorzugt
eine Längsgestalt aufweisenden Ventilträger 2, der mit einer Mehrzahl von elektro-fluidisch
und insbesondere elektro-pneumatisch vorgesteuerten Ventileinheiten 3 bestückt ist.
Bei den Ventileinheiten 3 handelt es sich insbesondere um Mehrwegeventile, beispielsweise
um 5/2-Wegeventile.
[0021] Der Ventilträger 2 erstreckt sich in der Richtung einer strichpunktiert angedeuteten
Hauptachse 4, die beim Ausführungsbeispiel die Längsachse des Ventilträgers 2 definiert.
[0022] Bevorzugt ist der Ventilträger 2 modular aufgebaut und enthält eine Mehrzahl von
Ventilträgermodulen 2a, die in einer Aufreihungsrichtung 5, welche zweckmäßigerweise
mit der Achsrichtung der Hauptachse 4 zusammenfällt, aneinandergereiht und aneinander
befestigt sind. Vorzugsweise enthält der Ventilträger 2 auch noch zwei die Reihe von
Ventilträgermodulen 2a stirnseitig an beiden Seiten begrenzende Abschlussmodule 2b.
Alle Module 2a, 2b des Ventilträgers 2 sind dadurch aneinander fixiert, dass sie entweder
mittels eines oder mehrerer Zuganker zusammengespannt sind oder jeweils unmittelbar
benachbarte der Module 2a, 2b direkt aneinander befestigt sind. Jedes Ventilträgermodul
2a ist mit einer und bevorzugt mit genau einer der Ventileinheiten 3 ausgestattet.
[0023] Jedes Ventilträgermodul 2a ist mehrteilig aufgebaut und enthält einen Grundkörper
6 sowie einen lösbar daran befestigten haubenförmigen Verschlussdeckel 7. Jeder Grundkörper
ist bevorzugt einstückig ausgebildet und besteht insbesondere aus Kunststoffmaterial.
Die Grundkörper 6 sind bevorzugt plattenförmig oder scheibenförmig ausgebildet, was
insbesondere in Figur 6 gut zum Ausdruck kommt. Jeder Grundkörper 6 hat zwei einander
entgegengesetzt in der Aufreihungsrichtung 5 orientierte Seitenflächen 8, wobei die
Ventilträgermodule 2a mit den Seitenflächen 8 ihrer Grundkörper 6 aneinandergesetzt
sind. Die endseitigen Abschlussmodule 2b sind an jeweils eine zugewandte Seitenfläche
8 des Grundkörpers 6 eines letzten Ventilträgermoduls 2a der Ventilträgermodulreihe
angesetzt.
[0024] Jeder Grundkörper 6 hat an einer rechtwinkelig zu der Aufreihungsrichtung 5 orientierten
Seite, die bei der beispielhaften Ausrichtung der Ventilanordnung 1 eine Oberseite
ist, eine Montagefläche 12, an der ein haubenförmiger Verschlussdeckel 7 mit seiner
Haubenöffnung 13 voraus lösbar montiert ist. Der Verschlussdeckel 7 hat eine der Haubenöffnung
13 gegenüberliegende Deckenwand 14 und eine sich einstückig daran anschließende, zum
zugeordneten Grundkörper 6 ragende seitliche Umfangswand 15, wobei die Umfangswand
15 an der der Deckenwand 14 abgewandten Seite eine Stirnfläche 16 aufweist, die die
Haubenöffnung 13 umrahmt. Der Verschlussdeckel 7 ist bevorzugt einstückig ausgebildet
und besteht insbesondere aus Kunststoffmaterial.
[0025] Mit Hilfe von Befestigungsmitteln 17, die im Folgenden zur besseren Unterscheidung
als erste Befestigungsmittel 17 bezeichnet werden, ist jeder Verschlussdeckel 7 unabhängig
von den anderen Verschlussdeckeln 7 am Grundkörper 6 des zugeordneten Ventilträgermoduls
2a befestigt. Exemplarisch sind die ersten Befestigungsmittel 17 von Befestigungsschrauben
17b gebildet, die die Deckenwand 14 durchsetzen und in jeweils ein im Grundkörper
6 ausgebildetes Befestigungsgewinde 17a eingeschraubt sind. Der Verschlussdeckel 7
wird mit seiner Stirnfläche 16 voraus unter Abdichtung an die Montagefläche 12 des
zugeordneten Grundkörpers 6 angedrückt, wobei zur Abdichtung zwischen der Stirnfläche
16 und der Montagefläche 12 ein ringförmiges Dichtungsmittel 18 platziert ist. Auch
zwischen jedem sich an der Deckenwand 14 abstützenden Schraubenkopf 17c der Befestigungsschrauben
17b und der Deckenwand 14 ist zweckmäßigerweise eine Dichtung 19 angeordnet.
[0026] Die Verschlussdeckel 7 haben zweckmäßigerweise eine längliche Gestalt mit einer zu
der Aufreihungsrichtung 5 rechtwinkelig verlaufenden Längsachse 22. Daraus resultiert
eine bevorzugte längliche Haubengestalt des Verschlussdeckels 7.
[0027] Jeder Verschlussdeckel 7 hat darüber hinaus eine senkrecht zu der Montagefläche 12
ausgerichtete Hochachse 23 und eine parallel zu der Aufreihungsrichtung 5 verlaufende
Querachse 24. Die Abmessungen des Verschlussdeckels 7 in der Querrichtung sind wesentlich
kleiner als in der Längsrichtung.
[0028] Jeder Grundkörper 6 hat ebenfalls eine in der Aufreihungsrichtung 5 orientierte Querachse
25. Die in Achsrichtung dieser Querachse 25 gemessenen Abmessungen des Grundkörpers
6, im Folgenden auch als Breitenabmessungen bezeichnet, sind größer als die Breitenabmessungen
des zugeordneten Verschlussdeckels 7, wobei der Verschlussdeckel 7 so an der Montagefläche
12 angeordnet ist, dass er an den in Achsrichtung der Querachsen 24, 25 orientierten
Seiten beidseits vom zugeordneten Grundkörper 6 überragt wird. Auf diese Weise sind
in der Aufreihungsrichtung 5 unmittelbar benachbarte Verschlussdeckel 7 mit Abstand
zueinander angeordnet und definieren zwischen sich einen durchgehenden, freien Zwischenraum
26, der insbesondere schlitzförmig gestaltet ist.
[0029] Pro Ventilträgermodul 2a definieren der Grundkörper 6 und der daran bevorzugt lösbar
befestigte Verschlussdeckel 7 gemeinsam einen nach außen zur Umgebung hin abgeschlossenen
Aufnahmeraum 27. Dieser Aufnahmeraum 27 erstreckt sich teils im Innern des Grundkörpers
6 und teils im Innern des haubenförmigen Verschlussdeckels 7. Der im Grundkörper 6
ausgebildete Teilabschnitt des Aufnahmeraums 27 sei im Folgenden als unterer Raumabschnitt
27a bezeichnet, der im Verschlussdeckel 7 ausgebildete Teilabschnitt des Aufnahmeraums
27 als oberer Raumabschnitt 27b.
[0030] Der untere Raumabschnitt 27a ist zweckmäßigerweise taschenartig ausgebildet. Er weist
eine auf Höhe der Montagefläche 12 liegende, dem Verschlussdeckel 7 zugewandte Öffnung
28 auf und ist sowohl an der der Öffnung 28 gegenüberliegenden Unterseite als auch
ringsum seitlich von dem Grundkörper 6 begrenzt. Dementsprechend bildet der Grundkörper
6 eine den unteren Raumabschnitt 27a unten begrenzende Bodenfläche 32 und eine sich
seitlich rings um den unteren Raumabschnitt 27a herum erstreckende seitliche Umfangsfläche
33. Die seitliche Umfangsfläche 33 erstreckt sich nach oben bis zu der Öffnung 28.
[0031] Das schon erwähnte ringförmige Dichtungsmittel 18 liegt am Grundkörper 6 an einer
die Öffnung 28 umrahmenden Dichtfläche 34 an, die von einem Flächenabschnitt der Montagefläche
12 gebildet ist. Zweckmäßigerweise ist der Grundkörper 6 im Bereich der Montagefläche
12 mit einer die dortige Öffnung 28 des unteren Raumabschnittes 27a umrahmenden, nach
oben ragenden kragenförmigen Erhebung 35 versehen, an deren nach oben weisender Stirnseite
die Dichtfläche 34 ausgebildet ist.
[0032] Die einen einstückigen Bestandteil des Grundkörpers bildende kragenförmige Erhebung
35 hat den Vorteil, dass beim Abnehmen des Verschlussdeckels 7 keine Verunreinigungen,
die neben der Dichtfläche 34 an der Außenfläche des Grundkörpers 6 anhaften, in den
unteren Raumabschnitt 27a hineinfallen können.
[0033] Im Übrigen ist die Dichtfläche 34 bevorzugt derart an dem Grundkörper 6 ausgebildet,
dass eine die Dichtfläche 34 enthaltende, in Figur 4 strichpunktiert angedeutete Montageebene
36 geneigt verläuft bezüglich einer Grundfläche 37 des Grundkörpers 6, die sich an
einer der Montagefläche 12 entgegengesetzten Unterseite des Grundkörpers 6 befindet.
Wird der Ventilträger 2 mit der Grundfläche 37 voraus an einer horizontalen Tragstruktur
fixiert, ergibt sich mithin eine bezüglich der Horizontalen geneigte Ausrichtung der
Montagefläche 12, so dass applizierte Reinigungsflüssigkeit von selbst abläuft, was
einen Reinigungsvorgang begünstigt.
[0034] Im Aufnahmeraum 27 jedes Ventilträgermoduls 2a ist eine der schon erwähnten, elektrisch
betätigbaren Ventileinheiten 3 zur unmittelbaren Umgebung der Ventilanordnung 1 hin
gekapselt untergebracht. Da der Aufnahmeraum 27 nach außen hin abgeschlossen ist,
ist die darin befindliche Ventileinheit 3 keinen Umgebungseinflüssen unmittelbar ausgesetzt.
Insbesondere kann die Ventileinheit 3 nicht verschmutzen und kann auch nicht durch
aggressive Reinigungsmedien in Mitleidenschaft gezogen werden, die eventuell von Zeit
zu Zeit genutzt werden, um die Ventilanordnung 1 außen zu reinigen. Eine solche regelmäßige
Reinigung ist erforderlich, wenn die Ventilanordnung in Bereichen eingesetzt wird,
in denen besondere Hygieneanforderungen bestehen, beispielsweise in der Lebensmittelindustrie
oder in der pharmazeutischen Industrie. Für solche Einsätze ist die beschriebene Ventilanordnung
1 besonders gut geeignet.
[0035] Jede Ventileinheit 3 ist derart im zugeordneten Aufnahmeraum 27 angeordnet, dass
sie mit einem im Folgenden als unterer Teilabschnitt 38 bezeichneten unteren Teilbereich
im unteren Raumabschnitt 27a sitzt und mit einem im Folgenden als oberer Teilabschnitt
39 bezeichneten oberen Teilbereich in dem von dem Verschlussdeckel 7 gebildeten oberen
Raumabschnitt 27b angeordnet ist. Die Ventileinheit 3 befindet sich also teilweise
im unteren Raumabschnitt 27a und teilweise im oberen Raumabschnitt 27b.
[0036] Des Weiteren ist die Ventileinheit 3 unabhängig von dem Verschlussdeckel 7 am Grundkörper
6 befestigt. Auf diese Weise kann der Verschlussdeckel 7 bei Bedarf abgenommen und
wieder montiert werden, ohne die bezüglich des Grundkörpers 6 vorhandene Befestigung
der Ventileinheit 3 zu beeinflussen. Zu Testzwecken oder bei Wartungsarbeiten kann
somit die Ventilanordnung 1 auch in einem Zustand regulär betrieben werden, in dem
eine oder mehrere Ventileinheiten 3 momentan nicht von einem Verschlussdeckel 7 umgeben
sind.
[0037] Zur Befestigung am Grundkörper 6 weist jede Ventileinheit 3 Befestigungsmittel auf,
die im Folgenden zur besseren Unterscheidung als zweite Befestigungsmittel 42 bezeichnet
werden und die gesondert und unabhängig von den zur Fixierung des zugeordneten Verschlussdeckels
7 genutzten ersten Befestigungsmitteln 17 ausgebildet sind. Exemplarisch sind die
zweiten Befestigungsmittel 42 von mindestens einer Befestigungsschraube 42b gebildet,
die die Ventileinheit 3 durchsetzt und in ein Gewinde des Grundkörpers 6 eingeschraubt
ist. Die Figur 2 macht deutlich, dass der Schraubenkopf jeder solchen Befestigungsschraube
42b nur bei abgenommenem Verschlussdeckel 7 zugänglich ist. Ein Zugriff zu den zweiten
Befestigungsmitteln 42 ist also nur möglich, wenn zuvor der zugeordnete Verschlussdeckel
7 nach Lösen dessen ersten Befestigungsmitteln 17 komplett abgenommen worden ist.
[0038] Wenn eine Ventileinheit 3 in den unteren Raumabschnitt 27a eingesetzt und darin befestigt
ist, ragt sie bei abgenommenem Verschlussdeckel 7 mit ihrem oberen Teilabschnitt 39
im Bereich der Montagefläche 12 aus dem Grundkörper 6 heraus. Im anschließend angebrachten
Zustand des Verschlussdeckels 7 ragt die Ventileinheit 3 mit diesem oberen Teilabschnitt
39 durch die Haubenöffnung 13 hindurch in den den oberen Raumabschnitt 27b bildenden
Innenraum des haubenförmigen Verschlussdeckels 7 hinein, wobei der obere Teilabschnitt
39 sowohl oben als auch seitlich ringsum von dem Verschlussdeckel 7 umschlossen ist.
[0039] Bedingt dadurch, dass die Ventileinheit 3 partiell versenkt im Grundkörper 6 aufgenommen
ist, lässt sie sich beim Einsetzen in den Grundkörper 6 und beim Herausnehmen aus
dem Grundkörper 6 bequem an dem über den Grundkörper 6 vorstehenden oberen Teilabschnitt
39 erfassen. Bedingt dadurch, dass die Ventileinheit 3 nur mit einem gewissen Teil
ihrer Höhe aus dem Grundkörper 6 herausragt, kann zum Abdecken der Ventileinheit 3
auf einen Verschlussdeckel 7 mit geringer Bauhöhe zurückgegriffen werden, so dass
die zwischen benachbarten Verschlussdeckeln 7 vorhandenen Zwischenräume 26 nicht besonders
tief ausfallen und leicht gereinigt werden können.
[0040] Vorteilhaft ist es auch, wenn der Verschlussdeckel 7 in Achsrichtung seiner Hochachse
23 eine sich nach oben hin verringernde Breite in der Querrichtung 24 aufweist. Auch
dies erleichtert den Reinigungsvorgang des Zwischenraumes 26. Außerdem kann der Verschlussdeckel
7 auf diese Weise zum Abnehmen vom Grundkörper 6 und zum Ansetzen an den Grundkörper
6 gut ergriffen werden, weil die neben dem Verschlussdeckel 7 angeordneten Zwischenräume
26 sich nach oben hin erweitern.
[0041] Jede Ventileinheit 3 ist von elektro-fluidisch und insbesondere elektro-pneumatisch
vorgesteuerter Bauart. Sie setzt sich aus einer Hauptventileinrichtung 43 und einer
mit der Hauptventileinrichtung 43 zu einer Baueinheit zusammengefassten Vorsteuerventileinrichtung
44 zusammen. Die Ventileinheit 3 hat eine Längsachse 45, wobei die Hauptventileinrichtung
43 bevorzugt eine längliche Gestalt hat. Die Vorsteuerventileinrichtung 44 ist bevorzugt
an nur einer der beiden Stirnseiten der Hauptventileinrichtung 43 angeordnet, was
beim Ausführungsbeispiel der Fall ist. Hiervon abweichend kann die Vorsteuerventileinrichtung
44 allerdings beispielsweise auch mehrere Komponenten haben und an beiden Stirnseiten
der Hauptventileinrichtung 43 platziert sein.
[0042] Die Hauptventileinrichtung 43 hat ein Hauptventilgehäuse 46 und mindestens ein beweglich
darin angeordnetes, insbesondere schieberartig ausgebildetes Hauptventilglied 47.
Das Hauptventilglied 47 ist in unterschiedlichen Schaltstellungen positionierbar,
in denen es im Hauptventilgehäuse 46 verlaufende Hauptventilkanäle 48 in bestimmten
Mustern miteinander fluidisch verbindet oder voneinander abtrennt. Auf diese Weise
sind eine oder mehrere Fluidströmungen durch die Hauptventileinrichtung 43 hindurch
steuerbar. Die Hauptventilkanäle 48 münden an einer außen am Hauptventilgehäuse 46
angeordneten Grundfläche 52 der Hauptventileinrichtung 43 aus.
[0043] Die Hauptventileinrichtung 43 und genauer gesagt deren mindestens ein Hauptventilglied
47 wird durch Fluidkraft betätigt. Hierzu kommt ein Druckfluid zur Anwendung, vorzugsweise
Druckluft. Dieses Druckfluid, im Folgenden auch als Betätigungsfluid bezeichnet, wird
durch die Vorsteuerventileinrichtung 44 der Hauptventileinrichtung 43 gesteuert zugeführt.
Die Vorsteuerventileinrichtung 44 ist elektrisch betätigbar ausgebildet.
[0044] Bevorzugt enthält die Vorsteuerventileinrichtung 44 mindestens ein als Magnetventil
ausgeführtes Vorsteuerventil 53a, 53b. Um ein fluidgesteuert aktives Umschalten des
Hauptventilgliedes 47 in beiden Richtungen vornehmen zu können, ist die Vorsteuerventileinrichtung
44 des Ausführungsbeispiels mit zwei Vorsteuerventilen 53a, 53b ausgestattet. Diese
beiden Vorsteuerventile 53a, 53b sind zweckmäßigerweise unmittelbar aneinander angebaut.
[0045] Jedes Vorsteuerventil 53a, 53b enthält einen Elektromagnet als Antriebskomponente
54 und eine an der Antriebskomponente 54 angeordnete, über interne Vorsteuerkanäle
51 verfügende Steuerkomponente 55. Die Vorsteuerkanäle 51 kommunizieren mit der Hauptventileinrichtung
43, um das Hauptventilglied 47 zu Zwecken seines Umschaltens mit Betätigungsfluid
zu beaufschlagen.
[0046] Bevorzugt sind pro Vorsteuerventil 53a, 53b die Antriebskomponente 54 und die Steuerkomponente
55 in einer strichpunktiert angedeuteten Hauptrichtung 56 aufeinanderfolgend angeordnet.
Die Vorsteuerventile 53a, 53b sind insbesondere derart ausgerichtet, dass ihre Hauptrichtungen
56 rechtwinkelig zur Längsachse 45 der Ventileinheit 3 verlaufen.
[0047] Die Ventileinheit 3 ist an ihrer der Bodenfläche 32 zugewandten Unterseite zweckmäßigerweise
abgestuft gestaltet. Die Antriebskomponenten 54 sind der Unterseite der Ventileinheit
3 zugeordnet und überragen die Grundfläche 52 der Hauptventileinrichtung 43 nach unten
hin.
[0048] Die Ventileinheit 3 ist mit der Grundfläche 52 voraus in den unteren Raumabschnitt
27a eingesetzt und liegt mit der Grundfläche 52 an der Bodenfläche 32 des unteren
Raumabschnittes 27a an. Dabei kommunizieren die an der Grundfläche 52 ausmündenden
Hauptventilkanäle 48 mit in dem Grundkörper 6 ausgebildeten, ebenfalls für eine Fluidströmung
geeigneten Ventilträgerkanälen 57.
[0049] Die Vorsteuerventileinrichtung 44 erhält das zur Betätigung der Hauptventileinrichtung
43 erforderliche Betätigungsfluid entweder aus einem der Hauptventilkanäle 48 oder
aus einem im Grundkörper 6 angeordneten Vorsteuer-Speisekanal 58.
[0050] Zu dem in dem unteren Raumabschnitt 27a aufgenommenen unteren Teilabschnitt 38 der
Ventileinheit 3 gehört zumindest ein Abschnitt der Hauptventileinrichtung 43. Exemplarisch
ist die Hauptventileinrichtung 43 mit ihrem die Grundfläche 52 aufweisenden unteren
Abschnitt in dem unteren Raumabschnitt 27a und mit ihrem entgegengesetzten oberen
Abschnitt in dem oberen Raumabschnitt 27b aufgenommen.
[0051] Die Höhenabmessungen der Ventileinheit 3 und des Aufnahmeraumes 27 sind bevorzugt
so aufeinander abgestimmt, dass zumindest die Hauptventileinrichtung 43 mit mindestens
20 % und maximal 80 % ihrer Bauhöhe in dem unteren Raumabschnitt 27a aufgenommen ist.
Beim Ausführungsbeispiel ist dies der Fall. Zu erkennen ist dies gut anhand der in
Figur 4 strichpunktiert eingetragenen Montageebene 36, die die Trennebene zwischen
den im unteren Raumabschnitt 27a und im oberen Raumabschnitt 27b untergebrachten Teilabschnitten
der Ventileinheit 3 definiert.
[0052] Bevorzugt ist nicht nur die Hauptventileinrichtung 43, sondern auch die Vorsteuerventileinrichtung
44 teils im Grundkörper 6 und teils im Verschlussdeckel 7 angeordnet. Dies trifft
für das Ausführungsbeispiel zu. Die vorstehend genannten Prozentangaben gelten vorzugsweise
auch für die Vorsteuerventileinrichtung 44.
[0053] Besonders vorteilhaft ist beim Ausführungsbeispiel, dass von der Vorsteuerventileinrichtung
44 jede von einem Elektromagnet gebildete Antriebskomponente 44 vollständig in dem
im Grundkörper 6 ausgebildeten unteren Raumabschnitt 27a des Aufnahmeraumes 27 aufgenommen
ist. Zweckmäßigerweise ist die Bodenfläche 32 abgestuft und die Antriebskomponenten
54 tauchen in eine von der Bodenfläche 32 gebildete Vertiefung 62 ein, in deren Bereich
der untere Raumabschnitt 27a eine grö-ßere Höhe hat als im Bereich der Hauptventileinrichtung
43.
[0054] Die Vorsteuerventileinrichtung 44 erhält die ihre Betätigung steuernden elektrischen
Steuersignale von Signalübertragungsmitteln 63, die in einem im Innern des Grundkörpers
6 ausgebildeten Signalübertragungsraum 64 untergebracht sind. Die Signalübertragungsmittel
63 sind mit der Vorsteuerventileinrichtung 44, exemplarisch mit den beiden Antriebskomponenten
54, elektrisch kontaktiert. Hierzu sind an der Vorsteuerventileinrichtung 44 elektrische
Kontaktelemente 65 angeordnet, die beim Einsetzen der Ventileinheit 3 in den unteren
Raumabschnitt 27a mit zugeordneten Gegenkontaktflächen der Signalübertragungsmittel
63 in elektrisch leitenden Kontakt gelangen.
[0055] Der modulare Aufbau des Ventilträgers 2 macht es möglich, sowohl eine gemeinsame
Fluidversorgung als auch eine gemeinsame Fluidentsorgung sämtlicher ventileinheiten
3 durchzuführen. Zu diesem Zweck sind einige der im Grundkörper 6 ausgebildeten Ventilträgerkanäle
57 so ausgestaltet, dass sie einen Verbindungskanalabschnitt 57a aufweisen, der den
Grundkörper 6 in der Achsrichtung der Hauptachse 4 durchsetzt und zu beiden Seitenfläche
8 des Grundkörpers 6 ausmündet. Von diesen beim Ausführungsbeispiel insgesamt drei
Verbindungskanalabschnitten 57a dient mindestens einer zur Fluideinspeisung und mindestens
einer zur Fluidabfuhr. Eingespeist wird dasjenige Druckfluid, das durch die Hauptventileinrichtungen
43 zu an die Ventileinheiten 3 angeschlossenen Verbrauchern geleitet werden soll.
Abgeführt wird dasjenige Fluid, das von den angeschlossenen Verbrauchern zurückströmt.
Im aneinander angesetzten Zustand der Ventilträger 2 kommunizieren die in den einzelnen
Grundkörpern 6 ausgebildeten Verbindungskanalabschnitte 57a miteinander und definieren
jeweils einen den Ventilträger 2 insgesamt durchziehenden Durchgangskanal, der an
einem der Verschlussdeckel 7 zugänglich ist, um eine Verbindung zu einer Druckquelle
und einer Drucksenke bzw. der Atmosphäre herzustellen.
[0056] In der Regel ein oder zwei Ventilträgerkanäle 57 pro Grundkörper 6 fungieren als
Arbeitskanäle 57b und münden an einer Außenfläche des zugeordneten Grundkörpers 6
aus, insbesondere an dessen Grundfläche 37. Dort können Fluidleitungen angeschlossen
werden, die zu den zu betätigenden Verbrauchern führen.
[0057] Auch der zweckmäßigerweise vorhandene Vorsteuer-Speisekanal 58 ist in jedem Grundkörper
6 vorhanden, so dass sich bei Aneinanderreihung der Ventilträgermodule 2a auch hier
eine durchgehende Kanalverbindung ergibt, die eine zentrale Fluidversorgung aller
Vorsteuerventileinrichtungen 44 mit dem Betätigungsfluid ermöglicht.
[0058] Jeder Signalübertragungsraum 64 durchsetzt zweckmäßigerweise den zugeordneten Grundkörper
6 in seiner Querrichtung und mündet zu beiden Seitenflächen 8 des Grundkörpers 6 aus.
Im aneinander angesetzten Zustand der Ventilträgermodule 2a kommunizieren die Signalübertragungsräume
64 aller Grundkörper 6 miteinander und ergänzen sich zu einem den Ventilträger 2 durchsetzenden
Signalübertragungskanal, der von einem Signalübertragungsmittelstrang 63a durchsetzt
ist, der von den oben erwähnten Signalübertragungsmittel 63 gebildet ist. Der Signalübertragungsmittelstrang
63a ergibt sich insbesondere dadurch, dass die in den Signalübertragungsräumen 64
angeordneten Signalübertragungsmittel 63 elektrisch leitend miteinander verbunden
werden, wenn die Ventilträgermodule 2a aneinander angesetzt werden. Die Signalübertragungsmittel
63 enthalten zu diesem Zweck bevorzugt geeignete Steckverbindungsmittel 66 an ihren
beiden Endbereichen.
[0059] Der durch die Aneinanderreihung der Ventilträgermodule 2a gebildete Signalübertragungsmittelstrang
63a ist zweckmäßigerweise an mindestens einer Stirnseite des Ventilträgers 2 zugänglich,
insbesondere an einem der Abschlussmodule 2b, um die für die Betätigung der Ventileinheiten
3 erforderlichen elektrischen Steuersignale zuzuführen und um bei Bedarf auch elektrische
Rückmeldesignale herauszuführen. Der Signalübertragungsmittelstrang 63a wird bevorzugt
mit einer nicht weiter abgebildeten externen elektronischen Steuereinrichtung verbunden.
[0060] Zwischen aneinander angesetzten Grundkörpern 6 sind zweckmä-ßigerweise geeignete
Dichtungsmittel 67 platziert, die zum einen ein Eindringen von Verunreinigungen in
den Fügebereich zwischen benachbarten Grundkörpern 6 verhindern und die au-ßerdem
die Verbindungsstellen zwischen den miteinander kommunizierenden Verbindungskanalabschnitten
57a abdichten.
[0061] Soll die Ventilanordnung 1 nur eine Ventileinheit 3 aufweisen, kann der betreffende
Grundkörper 6 an den beiden Seitenflächen 8 direkt mit Abschlussmodulen 2b verschlossen
werden, von denen mindestens eines die erforderlichen Anschlussmöglichkeiten für die
notwendigen fluidischen und elektrischen Verbindungen aufweist. Alternativ kann zur
Bildung der Ventilanordnung 1 auch ein Grundkörper 6 verwendet werden, der bereits
spezifisch für eine Einzel-Ventileinheit-Lösung konzipiert ist und nicht zur Aneinanderreihung
mehrerer Module ausgelegt ist.
[0062] Bei einer nicht gezeigten Ausführungsform ist ein einstückiger Grundkörper 6 mit
mehreren unteren Raumabschnitten 27a versehen, denen jeweils ein eigener Verschlussdeckel
7 zugeordnet ist, so dass ein einziger Grundkörper 6 gleichzeitig zur Bildung mehrerer
Aufnahmeräume 27 beiträgt.
1. Ventilanordnung, mit einem ventilträger (2) und mindestens einer elektrisch betätigbaren
Ventileinheit (3), wobei die Ventileinheit (3) über eine Hauptventileinrichtung (43)
und eine zur Betätigung der Hauptventileinrichtung (43) dienende, elektrisch betätigbare
Vorsteuerventileinrichtung (44) verfügt und gekapselt in einem nach außen abgeschlossenen
Aufnahmeraum (27) des Ventilträgers (2) untergebracht ist, der gemeinsam begrenzt
ist von einem Grundkörper (6) des Ventilträgers (2), der mit der Hauptventileinrichtung
(43) verbundene Ventilträgerkanäle (57) aufweist, und von einem an dem Grundkörper
(6) lösbar angebrachten Verschlussdeckel (7) des Ventilträgers (2), dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussdeckel (7) haubenförmig mit einer Deckenwand (14) und einer seitlich
umlaufenden Umfangswand (15) gestaltet ist und sich der Aufnahmeraum (27) aus einem
im Grundkörper (6) ausgebildeten unteren Raumabschnitt (27a) und einem im Verschlussdeckel
(7) ausgebildeten oberen Raumabschnitt (27b) zusammensetzt, wobei die ventileinheit
(3) mit einem unteren Teilabschnitt (38), der zumindest einen Abschnitt der Hauptventileinrichtung
(43) enthält, in dem unteren Raumabschnitt (27a) aufgenommen und unabhängig von dem
Verschlussdeckel (7) am Grundkörper (6) befestigt ist und wobei die Ventileinheit
(3) mit einem aus dem Grundkörper (6) herausragenden oberen Teilabschnitt (39) in
den oberen Raumabschnitt (27b) hineinragt und oben und seitlich von dem Verschlussdeckel
(7) umschlossen ist.
2. Ventilanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ventileinheit (3) zumindest mit ihrer Hauptventileinrichtung (43) mit mindestens
20 % und maximal 80 % ihrer Bauhöhe in dem im Grundkörper (6) ausgebildeten unteren
Raumabschnitt (27a) des Aufnahmeraumes (27) angeordnet ist und mit dem darüber angeordneten
Anteil ihrer Bauhöhe in den im Verschlussdeckel (7) ausgebildeten oberen Raumabschnitt
(27b) des Aufnahmeraumes (27) hineinragt.
3. Ventilanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Hauptventileinrichtung (43) als auch die Vorsteuerventileinrichtung (44)
jeweils zum Teil in dem im Grundkörper (6) ausgebildeten unteren Raumabschnitt (27a)
und zum Teil in dem im Verschlussdeckel (7) ausgebildeten oberen Raumabschnitt (27b)
des Aufnahmeraumes (27) angeordnet sind.
4. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsteuerventileinrichtung (44) mindestens ein als Magnetventil ausgeführtes
Vorsteuerventil (53a, 53b) umfasst, das einen Elektromagnet als Antriebskomponente
(54) aufweist, wobei sie zweckmäßigerweise mit zwei solchen Vorsteuerventilen (53a,
53b) ausgestattet ist.
5. Ventilanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede von einem Elektromagnet gebildete Antriebskomponente (54) vollständig in dem
im Grundkörper (6) ausgebildeten unteren Raumabschnitt (27a) des Aufnahmeraumes (27)
aufgenommen ist.
6. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung der Ventileinheit (3) am Grundkörper (6) ausschließlich Befestigungsmittel
(42) vorhanden sind, die nur bei abgenommenem Verschlussdeckel (7) von außen her zugänglich
sind, wobei diese Befestigungsmittel (42) zweckmäßigerweise aus mindestens einer die
Ventileinheit (3) durchsetzenden und in den Grundkörper (6) eingeschraubten Befestigungsschraube
(42b) bestehen, deren Schraubenkopf bei abgenommenem Verschlussdeckel (7) zugänglich
ist.
7. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der im Grundkörper (6) ausgebildete untere Raumabschnitt (27a) des Aufnahmeraumes
(27) taschenartig ausgebildet und sowohl unten als auch seitlich ringsum vom Grundkörper
(6) begrenzt ist.
8. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der dem Grundkörper (6) zugewandten Stirnfläche (16) der Umfangswand (15)
des Verschlussdeckels (7) und einer die dem Verschlussdeckel (7) zugewandte Öffnung
(28) des unteren Raumabschnittes (27a) umrahmenden Dichtfläche (34) des Grundkörpers
(6) ein ringförmiges Dichtungsmittel (18) eingespannt ist.
9. Ventilanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Verschlussdeckel (7) zugewandte Öffnung (28) des unteren Raumabschnittes
(27a) von einer kragenförmigen Erhebung (35) des Grundkörpers (6) umrahmt ist, an
der die mit dem Dichtungsmittel (18) kooperierende Dichtfläche (34) ausgebildet ist.
10. Ventilanordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtfläche (34) derart an dem Grundkörper (6) ausgebildet ist, dass eine die
Dichtfläche (34) enthaltende Montageebene (36) geneigt bezüglich einer entgegengesetzt
außen an dem Grundkörper (6) ausgebildeten Grundfläche (37) des Grundkörpers (6) ausgerichtet
ist.
11. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussdeckel (7) mittels einer oder mehrerer Befestigungsschrauben (17b)
unabhängig von der Ventileinheit (3) am Grundkörper (6) befestigt ist.
12. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Ventilträger (2) zusätzlich zu dem Aufnahmeraum (27) ein vollständig im Grundkörper
(6) ausgebildeter Signalübertragungsraum (64) angeordnet ist, in dem sich elektrische
Signalübertragungsmittel (63) befinden, die mit der elektrisch betätigbaren Vorsteuerventileinrichtung
(44) elektrisch kontaktiert sind.
13. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilträger (2) einen modularen Aufbau hat und mehrere in einer Aufreihungsrichtung
(5) aneinandergereihte Ventilträgermodule (2a) aufweist, die jeweils einen Grundkörper
(6) und einen diesbezüglich in der Aufreihungsrichtung (5) schmäleren Verschlussdeckel
(7) aufweisen, die gemeinsam einen mit einer ventileinheit (3) bestückten Aufnahmeraum
(27) definieren, wobei die Ventilträgermodule (2a) mit ihren Grundkörpern (6) aneinander
angesetzt sind und zwischen den haubenförmigen Verschlussdeckeln (7) in der Aufreihungsrichtung
(5) unmittelbar benachbarter Ventilträgermodule (2a) ein einen freien Zwischenraum
(26) bildender Abstand vorliegt.
14. Ventilanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass im Grundkörper (6) jedes Ventilträgermoduls (2a) mehrere Ventilträgerkanäle (57)
ausgebildet sind, die in den im Grundkörper (6) ausgebildeten unteren Raumabschnitt
(27a) des zugeordneten Aufnahmeraumes (27) einmünden, wobei zumindest einige dieser
Ventilträgerkanäle (57) auch zu den beiden einander entgegengesetzt in der Aufreihungsrichtung
(5) orientierten Seitenflächen (8) des jeweiligen Grundkörpers (6) ausmünden und mit
einem Ventilträgerkanal (57) eines benachbarten Ventilträgermoduls (2a) kommunizieren.
15. Ventilanordnung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Grundkörper (6) ein Signalübertragungsraum (64) ausgebildet ist, der zu
den beiden einander entgegengesetzt in der Aufreihungsrichtung (5) orientierten Seitenflächen
(8) des jeweiligen Grundkörpers (6) ausmündet, wobei die Signalübertragungsräume (64)
jeweils unmittelbar benachbarter Grundkörper (6) ineinander übergehen und wobei sich
in den Signalübertragungsräumen (64) miteinander verbundene elektrische Signalübertragungsmittel
(63) befinden, die mit der elektrisch betätigbaren Vorsteuerventileinrichtung (44)
des betreffenden Ventilträgermoduls (2a) elektrisch kontaktiert sind.
1. Valve assembly, comprising a valve support (2) and at least one electrically actuable
valve unit (3), wherein the valve unit (3) comprises a main valve device (43) and
a pilot valve device (44) actuable for the actuation of the main valve device (43)
and is encapsulated in an externally closed reception chamber (27) of the valve support
(2), which is jointly bounded by a base body (6) of the valve support (2), which has
valve support passages (57) connected to the main valve device (43), and by a cover
(7) of the valve support (2), which is releasably mounted on the base body (6), characterised in that the cover (7) is hood-shaped with a top wall (14) and a laterally continuous circumferential
wall (15), and in that the reception chamber (27) is composed of a lower chamber section (27a) formed in
the base body (6) and an upper chamber section (27b) formed in the cover (7), wherein
the valve unit (3) is accommodated in the lower chamber section (27a) with a lower
subsection (38), which contains at least a section of the main valve device (43),
and secured to the base body (6) independently of the cover (7), and wherein the valve
unit (3) projects into the upper chamber section (27b) with an upper subsection (39)
projecting from the base body (6) and is enclosed by the cover (7) at the top and
at the sides.
2. Valve assembly according to claim 1, characterised in that the valve unit (3) is, at least with its main valve device (43), located in the lower
chamber section (27a) of the reception chamber (27), which is formed in the base body
(6), with a minimum of 20% and a maximum of 80% of its overall height and projects
into the upper chamber section (27b) of the reception chamber (27), which is formed
in the cover (7), with the portion of its overall height which is located above.
3. Valve assembly according to claim 1 or 2, characterised in that both the main valve device (43) and the pilot valve device (44) are located partially
in the lower chamber section (27a) formed in the base body (6) and partially in the
upper chamber section (27b) of the reception chamber (27), which is formed in the
cover (7).
4. Valve assembly according to any of claims 1 to 3, characterised in that the pilot valve device (44) comprises at least one pilot valve (53a, 53b) designed
as a solenoid valve which has a solenoid as a drive component (54), being expediently
provided with two such pilot valves (53a, 53b).
5. Valve assembly according to claim 4, characterised in that each drive component (54) represented by a solenoid is completely accommodated in
the lower chamber section (27a) of the reception chamber (27), which is formed in
the base body (6).
6. Valve assembly according to any of claims 1 to 5, characterised in that, for securing the valve unit (3) to the base body (6), fastening means (42) which
are externally accessible only when the cover (7) has been removed are exclusively
provided, the fastening means (42) expediently consisting of at least one mounting
screw (42b), which passes through the valve unit (3) and is tightened into the base
body (6) and the screw head of which is accessible when the cover (7) has been removed.
7. Valve assembly according to any of claims 1 to 6, characterised in that the lower chamber section (27a) of the reception chamber (27), which is formed in
the base body (6), is pocket-shaped and completely bounded by the base body (6) both
at the bottom and laterally.
8. Valve assembly according to any of claims 1 to 7, characterised in that an annular sealing means (18) is clamped between that end face (16) of the circumferential
wall (15) of the cover (7) which faces the base body (6) and a sealing face (34) of
the base body (6), which frames that opening (28) of the lower chamber section (27a)
which faces the cover (7).
9. Valve assembly according to claim 8, characterised in that the opening (28) of the lower chamber section (27a) which faces the cover (7) is
framed by a collar-shaped high area (35) of the base body (6), where the sealing face
(34) cooperating with the sealing means (18) is formed.
10. Valve assembly according to claim 8 or 9, characterised in that the sealing face (34) is formed on the base body (6) in such a way that a mounting
plane (36) containing the sealing face (34) is inclined relative to a base surface
(37) of the base body (6), which is formed opposite on the outside of the base body
(6).
11. Valve assembly according to any of claims 1 to 10, characterised in that the cover (7) is secured to the base body (6) independently of the valve unit (3)
by means of one or more mounting screws (17b).
12. Valve assembly according to any of claims 1 to 11, characterised in that a signal transmission chamber (64), which is completely formed in the base body (6)
and in which electric signal transmission means (63) electrically contacted to the
electrically actuable pilot valve device (44) are located, is provided in the valve
support (2) in addition to the reception chamber (27).
13. Valve assembly according to any of claims 1 to 12, characterised in that the valve support (2) has a modular structure, comprising several valve support modules
(2a) lined up in a line-up direction (5), each of which has a base body (6) and a
cover (7) narrower than the former in the line-up direction (5), and which together
define a reception chamber (27) fitted with a valve unit (3), wherein the valve support
modules (2a) are fitted to one another by their base bodies (6) and there is a distance
forming a free space (26) between the hood-shaped covers (7) of valve support modules
(2a) which are immediately adjacent to one another in the line-up direction (5).
14. Valve assembly according to claim 13, characterised in that several valve support passages (57), which terminate into the lower chamber section
(27a) of the associated reception chamber (27), which is formed in the base body (6),
are formed in the base body (6) of each valve support module (2a), at least some of
these valve support passages (57) also terminating towards the two side faces (8)
of the respective base body (6), which are oriented opposite one another in the line-up
direction (5), and communicating with a valve support passage (57) of an adjacent
valve support module (2a).
15. Valve assembly according to claim 13 or 14, characterised in that a signal transmission chamber (64), which terminates towards the two side faces (8)
of the respective base body (6), which are oriented opposite one another in the line-up
direction (5), is formed in each base body (6), wherein the signal transmission chambers
(64) of immediately adjacent base bodies (6) merge into one another, and wherein mutually
connected electric signal transmission means (63), which are electrically contacted
to the electrically actuable pilot valve device (44) of the respective valve support
module (2a), are provided in the signal transmission chambers (64).
1. Ensemble formant soupape, comprenant un support de soupape (2) et au moins une unité
de soupape (3) à actionnement électrique, sachant que l'unité de soupape (3) dispose
d'un dispositif de soupape principal (43) et d'un dispositif de soupape de précommande
(44) à actionnement électrique servant à actionner le dispositif de soupape principal
(43) et est logée de manière encapsulée dans un espace de réception (27), isolé de
l'extérieur, du support de soupape (2), qui est délimité conjointement par un corps
de base (6) du support de soupape (2), qui présente des canaux de support de soupape
(57) reliés au dispositif de soupape principal (43), et par un couvercle de fermeture
(7), installé de manière amovible au niveau du corps de base (6), du support de soupape
(2), caractérisé en ce que le couvercle de fermeture (7) est configuré de manière à présenter une forme de capot
avec une paroi de couvercle (14) et une paroi circonférentielle (15) latéralement
périphérique et l'espace de réception (27) se compose d'une section d'espace inférieure
(27a) réalisée dans le corps de base (6) et d'une section d'espace supérieure (27b)
réalisée dans le couvercle de fermeture (7), sachant que l'unité de soupape (3) est
reçue dans la section d'espace inférieure (27a) avec une section de partie inférieure
(38), qui contient au moins une section du dispositif de soupape principal (43) et
est fixée au niveau du corps de base (6) indépendamment du couvercle de fermeture
(7) et sachant que l'unité de soupape (3) dépasse, par une section de partie supérieure
(39) dépassant hors du corps de base (6), à l'intérieur de la section d'espace supérieure
(27b) et est entourée en haut et latéralement par le couvercle de fermeture (7).
2. Ensemble formant soupape selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de soupape (3) est disposée au moins avec son dispositif de soupape principal
(43) à au moins 20 % et au maximum 80 % de sa hauteur dans la section d'espace inférieure
(27a), réalisée dans le corps de base (6), de l'espace de réception (27) et dépasse,
par la portion, disposée au-dessus, de sa hauteur, à l'intérieur de la section d'espace
supérieure (27b), réalisée dans le couvercle de fermeture (7), de l'espace de réception
(27).
3. Ensemble formant soupape selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'aussi bien le dispositif de soupape principal (43) que le dispositif de soupape de
précommande (44) sont disposés respectivement en partie dans la section d'espace inférieure
(27a) réalisée dans le corps de base (6) et en partie dans la section d'espace supérieure
(27b), réalisée dans le couvercle de fermeture (7), de l'espace de réception (27).
4. Ensemble formant soupape selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif de soupape de précommande (44) comprend au moins une soupape de précommande
(53a, 53b) réalisée sous la forme d'une électrovanne, qui présente un électroaimant
en tant que composant d'entraînement (54), sachant qu'il est équipé de manière avantageuse
de deux soupapes de précommande (53a, 53b) de ce type.
5. Ensemble formant soupape selon la revendication 4, caractérisé en ce que chaque composant d'entraînement (54) formé par un électroaimant est reçu en totalité
dans la section d'espace inférieure (27a), réalisée dans le corps de base (6), de
l'espace de réception (27).
6. Ensemble formant soupape selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que sont prévus, aux fins de la fixation de l'unité de soupape (3) au niveau du corps
de base (6) exclusivement des moyens de fixation (42) qui ne sont accessibles depuis
l'extérieur que lorsque le couvercle de fermeture (7) est retiré, sachant que lesdits
moyens de fixation (42) sont constitués de manière avantageuse d'au moins une vis
de fixation (42b) traversant l'unité de soupape (3) et vissée dans le corps de base
(6), dont la tête de vis est accessible lorsque le couvercle de fermeture (7) est
retiré.
7. Ensemble formant soupape selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la section d'espace inférieure (27a), réalisée dans le corps de base (6), de l'espace
de réception (27) est réalisée de manière à présenter une forme de poche et est délimitée
aussi bien en bas que latéralement tout autour par le corps de base (6).
8. Ensemble formant soupape selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'un moyen d'étanchéité (18) de forme annulaire est coincé par serrage entre la face
frontale (16), tournée vers le corps de base (6), de la paroi circonférentielle (15)
du couvercle de fermeture (7) et une face étanche (34), encadrant l'ouverture (28),
tournée vers le couvercle de fermeture (7), de la section d'espace inférieure (27a),
du corps de base (6).
9. Ensemble formant soupape selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'ouverture (28), tournée vers le couvercle de fermeture (7), de la section d'espace
inférieure (27a) est encadrée par une partie surélevée (35), présentant une forme
de collet, du corps de base (6), au niveau de laquelle la face étanche (34) coopérant
avec le moyen d'étanchéité (18) est réalisée.
10. Ensemble formant soupape selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que la face étanche (34) est réalisée au niveau du corps de base (6) de telle manière
qu'un plan de montage (36) contenant la face étanche (34) est orienté de manière inclinée
par rapport à une face de base (37), réalisée à l'extérieur de manière opposée au
niveau du corps de base (6), du corps de base (6).
11. Ensemble formant soupape selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le couvercle de fermeture (7) est fixé au niveau du corps de base (6) au moyen d'une
ou de plusieurs vis de fixation (17b) indépendamment de l'unité de soupape (3).
12. Ensemble formant soupape selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'un espace de transmission de signal (64), réalisé en totalité dans le corps de base
(6), dans lequel se trouvent des moyens de transmission de signal (63) électriques,
qui établissent un contact électrique avec le dispositif de soupape de précommande
(44) à actionnement électrique, est disposé dans le support de soupape (2) en supplément
par rapport à l'espace de réception (27).
13. Ensemble formant soupape selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le support de soupape (2) présente une structure modulaire et présente plusieurs
modules de support de soupape (2a) alignés dans un sens d'alignement (5), qui présentent
respectivement un corps de base (6) et un couvercle de fermeture (7) plus étroit à
cet égard dans le sens d'alignement (5), qui définissent conjointement un espace de
réception (27) doté d'une unité de soupape (3), sachant que les modules de support
de soupape (2a) sont placés les uns contre les autres par leurs corps de base (6)
et qu'un espacement formant un espace intermédiaire (26) dégagé se trouve entre les
couvercles de fermeture (7) présentant une forme de capot dans le sens d'alignement
(5) de modules de support de soupape (2a) directement adjacents.
14. Ensemble formant soupape selon la revendication 13, caractérisé en ce que sont réalisés, dans le corps de base (6) de chaque module de support de soupape (2a),
plusieurs canaux de support de soupape (57), qui débouchent à l'intérieur de la section
d'espace inférieure (27a), réalisée dans le corps de base (6), de l'espace de réception
(27) associé, sachant qu'au moins certains desdits canaux de support de soupape (57)
débouchent également en direction des deux faces frontales (8), orientées de manière
opposée l'une part rapport à l'autre dans le sens d'alignement (5), du corps de base
(6) respectif et communiquent avec un canal de support de soupape (57) d'un module
de support de soupape (2a) adjacent.
15. Ensemble formant soupape selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce qu'est réalisé, dans chaque corps de base (6), un espace de transmission de signal (64),
qui débouche en direction des deux faces frontales (8), orientées de manière opposée
l'une part rapport à l'autre dans le sens d'alignement (5), du corps de base (6) respectif,
sachant que les espaces de transmission de signal (64) de corps de base (6) respectifs
directement adjacents se confondent et sachant que des moyens de transmission de signal
(63) électriques reliés les uns aux autres, qui établissent un contact électrique
avec le dispositif de soupape de précommande (44) à actionnement électrique du module
de support de soupape (2a) concerné, se trouvent dans les espaces de transmission
de signal (64).
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