Hintergrund der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gargerät, insbesondere ein Dampfgargerät.
Sie betrifft insbesondere ein Dampfgargerät mit einem Dampferzeuger, mit einer einen
Garraum begrenzenden Muffel und mit einer eine Türglasinnenscheibe aufweisenden Gargerätetür.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die
DE 102004053708 A1 bekannt, die ein Verfahren zur Ausrüstung eines vorzugsweise transparenten Substrats,
insbesondere eines Glassubstrats, mit einer Beschichtung zeigt, die das Beschlagen
vermindert. Die Beschichtung bedeckt dabei zumindest einen Teilbereich der Oberfläche
des Substrats und umfasst eine abgeschiedene siliziumoxidhaltige Schicht mit OH-Gruppen
an der Oberfläche der Beschichtung. Die Beschichtung ist allerdings nicht gegenüber
haushaltstypischen Verschmutzungen resistent.
[0003] Die
DE 102004035432 A1 zeigt einen Dampfgarer, der mit einer Flächenwiderstandsheizung aus leitendem Kohlenstoff,
einem Kohlenstoffgemisch mit nichtleitenden Materialien wie Glasfasern oder anderen
nichtleitenden Materialien, teilweise oder ganz umhüllt ist. Die Umhüllung kann auch
aus Graphit mit einem leitenden Bindemittel versehen, auf einem Träger aufgebracht,
bestehen. Die durch diese Flächenheizung erzeugte Wärme soll den eingebrachten Wasserdampf
schnell und gründlich von den Innenseiten des Dampfgarers abtrocknen, so dass beim
Öffnen des Dampfgarers kein Wasser, keine Tropfen und keine Wrasen an den Innenwänden
zurückbleiben. Derartige Beschichtungen sind jedoch in der geforderten Leistungsdichte
nicht mehr transparent und verbrauchen zu viel Energie.
[0004] Im Allgemeinen kommt es beim Betrieb von Backöfen mit Dampferzeugung (Dampfgarer,
Dampfbacköfen, etc.) beim Aufheizen und gegebenenfalls beim Betrieb naturgemäß aufgrund
der hohen Feuchte im Garraum zu einer Kondensation des Wasserdampfes an kälteren Stellen,
insbesondere der Türglasinnenscheibe. Aufgrund der hohen Oberflächenspannung des Wassers
bilden sich dort viele kleine, voneinander isolierte Tröpfchen. Jedes dieser Tröpfchen
wirkt aufgrund des unterschiedlichen Brechungsindex Wasser/Luft wie eine kleine Linse
und behindert so die Durchsicht durch die Scheibe. Somit können zum Beispiel der Garvorgang
nicht optisch überwacht oder der Füllstand des Wasserverdampfers nicht kontrolliert
werden.
Der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes
Gargerät bereitzustellen, bei welchem die Durchsicht durch die Scheibe während dem
Betrieb gewährleistet werden kann.
Erfindungsgemäße Lösung
[0006] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch ein Gargerät mit den Merkmalen des
Anspruchs 1.
[0007] Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Gargerät, insbesondere ein Dampfgargerät,
mit einem Dampferzeuger, mit einer einen Garraum begrenzenden Muffel, und mit einer
eine Türglasinnenscheibe aufweisenden Gargerätetür zum Verschließen einer Beschickungsöffnung
des Garraums. Dabei weist die Türglasinnenscheibe eine Anti-Beschlag-Beschichtung
zum Verhindern eines Beschlagens derselben auf. Aufgrund der Anti-Beschlag-Beschichtung
kann die Durchsicht durch die Scheibe dauerhaft gewährleistet werden, indem ein optisch
homogener Wasserfilm auf der Oberfläche der Anti-Beschlag-Beschichtung gebildet wird.
Die Anti-Beschlag-Beschichtung ist dabei an der dem Garraum zugewandten Seite der
Türglasinnenscheibe aufgebracht. Es versteht sich von selbst, dass eine Gargerätetür
beliebig viele Scheiben aufweisen kann, wobei die Anti-Beschlag-Beschichtung lediglich
an der innersten Scheibe mit Bezug auf den Garraum vorgesehen ist. Gemäß der Anti-Beschlag-Beschichtung
wird die Oberflächenspannung auf der Oberfläche der Beschichtung derart verändert,
so dass es zu einer sogenannten Spreitung und einem Zusammenfließen der Wassertropfen
kommt. Unter Spreitung versteht man die Ausbreitung und flächige Verteilung von Flüssigkeiten
auf Oberflächen. Die Spreitung des Wassertropfens wird dabei durch Wechselwirkung
mit der hochenergetischen porösen Oberfläche und durch Kapillareffekte hervorgerufen.
Damit liegt ein dünner, durchgehender Wasserfilm vor, der die Durchsicht nicht mehr
beinträchtigen kann.
[0008] Es versteht sich für den Fachmann, dass es sich bei dem Gargerät beziehungsweise
dem Dampfgargerät um jede Art von Gargerät mit einem Dampferzeuger beziehungsweise
einer Dampferzeugungseinheit oder Dampferzeugungsvorrichtung handeln kann. Aus diesem
Grund spielt es keine Rolle, ob bei den oben genannten Geräten der Wasserdampf durch
eine interne oder externe Dampferzeugungsvorrichtung erzeugt wird. Darüber hinaus
sind im Fall einer internen Dampferzeugungsvorrichtung alle Varianten wie zum Beispiel
ein Gerät mit einer im Muffelboden angebrachten Verdampferschale etc. umfasst. Darüber
hinaus sind in nicht einschränkender Weise auch alle Typen in Bezug auf eine interne
oder externe Wasserzuführung umfasst. Als Geräte mit externer Wasserzuführung gelten
beispielsweise Geräte mit Festwasseranschluss, die an ein Wasserversorgungsnetz in
einem Haus angeschlossen werden. Als Geräte mit interner Wasserzuführung gelten beispielsweise
Geräte, die einen internen Wasserbehälter oder eine Verdampferschale im Muffelboden
aufweisen.
Bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung
[0009] Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination miteinander
eingesetzt werden können, sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass
die Anti-Beschlag-Beschichtung durch eine hydrophile Beschichtung gebildet ist. Die
hydrophile Beschichtung verursacht eine starke Wechselwirkung mit Wasser. Dabei ist
die Oberfläche der hydrophilen Beschichtung mit einem nahezu nicht sichtbaren Wasserfilm
bedeckt, wodurch sich Durchsicht durch die Türglasinnenscheibe verbessern kann.
[0011] Bevorzugt ist gemäß der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die Anti-Beschlag-Beschichtung
ein hydrophiles Polymer, insbesondere Polyethylenglycol (PEG) aufweist. Durch die
Beschichtung mit einem hydrophilen Polymer können große Mengen an Wasser gebunden
werden, wodurch es zu einem besonders effektiven Spreiten der Wassertropfen kommt.
[0012] In vorteilhafter Weise weist die Anti-Beschlag-Beschichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung Titanoxid (TiO
2), insbesondere TiO
2 in der Anatas-Form auf. Anatas ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse
der Oxide und Hydroxide. Es kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem mit der
chemischen Zusammensetzung TiO
2 und entwickelt meist dipyramidale und tafelige Kristalle. Titandioxid weist eine
photokatalytische Aktivität auf. Mithilfe von TiO
2 lassen sich verbesserte Anti-Beschlag-Beschichtungen schaffen. Besonders bevorzugt
erfolgt bei der TiO
2 aufweisenden Anti-Beschlag-Beschichtung eine Bestrahlung mit UV-Licht oder sichtbarem
Licht. Durch die Bestrahlung kann die photokatalytische Wirkung aktiviert werden.
[0013] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist
die Anti-Beschlag-Beschichtung grenzflächenaktive Substanzen, insbesondere ein Tensid
auf. Tenside sind Substanzen, die die Oberflächenspannung einer Flüssigkeit oder die
Grenzflächenspannung zwischen zwei Phasen herabsetzen und die Bildung von Dispersionen
ermöglichen oder unterstützen. Somit lassen sich Anti-Beschlag-Beschichtung schaffen,
die das Beschlagen von Türinnenscheiben beim Dampfbetrieb von Dampfbacköfen wirkungsvoll
verhindern.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine an der
Türglasinnenscheibe angebrachte Folie vorgesehen, die die Anti-Beschlag-Beschichtung
aufweist. Dies weist den Vorteil auf, dass beispielsweise eine Gargerätetür eines
Gargeräts beziehungsweise eines Dampfgargeräts auf eine herkömmliche Art und Weise
hergestellt werden kann und die Folie in einem nachfolgenden Montagevorgang an der
Innenseite der Türglasinnenscheibe angebracht wird. Mit Verwendung der Anti-Beschlag-Folie
könnte somit praktisch jedes Wasserdampf erzeugende Gargerät damit aus- oder nachgerüstet
werden. Durch Verwendung einer entsprechenden Folie kann darüber hinaus ein Kostenvorteil
erreicht werden.
[0015] Gemäß der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt vorgesehen, dass die Folie eine
Trägerfolie aufweist, die mit der Anti-Beschlag-Beschichtung versehen ist. Das heißt,
die Trägerfolie ist mit einer Anti-Beschlag-Beschichtung beschichtet, welche im Wesentlichen
die gleichen Eigenschaften wie die Anti-Beschlag-Beschichtung aufweist, die gemäß
den vorherigen Ausführungsformen direkt auf die Glasscheibe aufgebracht wird. Die
Trägerfolie dient in diesem Zusammenhang als Substrat, auf welches die entsprechende
Beschichtung aufgebracht wird.
[0016] Insbesondere ist es gemäß der vorliegenden Erfindung bevorzugt, dass die Folie beziehungsweise
die Trägerfolie eine Klebschicht aufweist, mittels welcher die jeweilige Folie an
der Türglasinnenscheibe angebracht ist. Somit lässt sich eine sichere Anbringung der
jeweiligen Folie erzielen, wodurch eine verlängerte Haltbarkeit erreicht werden kann.
Die Klebschicht kann jeden beliebigen Klebstoff umfassen, der eine entsprechende Temperaturbeständigkeit
aufweist und gegenüber Wasser beziehungsweise Wasserdampf resistent ist.
[0017] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Anti-Beschlag-Beschichtung bevorzugt in
nicht einschränkender Weise durch ein Beschichtungsverfahren hergestellt, das aus
der Gruppe ausgewählt wird, die eine Nassbeschichtung, eine Vakuumbeschichtung, ein
atmosphärisches Plasmabeschichten und ein Folieren umfasst. Mittels der genannten
Verfahren lassen sich Anti-Beschlag-Beschichtungen kostengünstig und zuverlässig herstellen.
[0018] Die vorliegende Erfindung eignet sich dazu, um ein Beschlagen von Türinnenscheiben
beim Dampfbetrieb von Backöfen durch eine chemikalienresistente Anti-Beschlag-Beschichtung
oder Anti-Beschlag-Folie wirkungsvoll und mit einfachen Mitteln zu verhindern. Dazu
wird erfindungsgemäß die Oberflächenspannung der Glasscheibe so verändert, dass es
zu einer Spreitung und einem Zusammenfließen der Wassertropfen kommt. Damit liegt
ein dünner durchgehender Wasserfilm vor, der die Durchsicht in den Garraum des Gargeräts
nicht mehr wesentlich beeinträchtigen kann.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0019] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden nachfolgend an Hand von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen, auf welche die Erfindung jedoch nicht beschränkt
ist, näher beschrieben.
[0020] Es zeigen schematisch:
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gargeräts in
Form eines Dampfgargeräts mit einer eine Türglasinnenscheibe aufweisenden Gargerätetür.
Fig. 2 zeigt eine Schnittdarstellung einer Türglasinnenscheibe gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
Fig. 3 zeigt eine Schnittdarstellung einer Türglasinnenscheibe gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
Ausführliche Beschreibung der Figuren
[0021] Bei der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der vorliegenden
Erfindung bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder vergleichbare Komponenten.
[0022] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen und den Zeichnungen offenbarten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung
der Erfindung in ihren verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.
[0023] Es ist zu beachten, dass die beigefügten Zeichnungen nicht notwendigerweise maßstabgerecht
sind und eine etwas vereinfachte Darstellung von verschiedenen bevorzugten Merkmalen
darstellen, die der Veranschaulichung der Grundsätze der Erfindung dienen. Insbesondere
sind die Schichtdicken von Beschichtungen zur besseren Erläuterung der Erfindung stark
übertrieben. Die spezifischen Konstruktionsmerkmale der vorliegenden Erfindung, wie
sie hierin offenbart sind, einschließlich z.B. spezifischer Abmessungen, Orientierungen,
Einbauorte und Formen werden zum Teil durch die eigens dafür vorgesehene Anmeldung
und der Arbeitsumgebung bestimmt.
[0024] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gargeräts in
Form eines Dampfgargeräts 2 mit einer eine Türglasinnenscheibe 8 aufweisenden Gargerätetür
6 zum Verschließen eines Garraums 4. Die Türglasinnenscheibe 8 der Gargerätetür 6
weist eine Anti-Beschlag-Beschichtung 10 zum Verhindern eines Beschlagens derselben
beim Betrieb des Dampfgargeräts 2 auf. Bei einer Inbetriebnahme des Dampfgargeräts
2 wird zum Garen von im Garraum 4 befindlichen Gargut (nicht gezeigt) Wasserdampf
durch einen Dampferzeuger (nicht gezeigt) erzeugt und in den Garraum 4 eingeleitet.
Dies führt dazu, dass der Wasserdampf an kälteren Stellen, wie in diesem Fall an der
Türglasinnenscheibe 8, kondensiert. Durch die Anti-Beschlag-Beschichtung 10 wird ein
optisch homogener Wasserfilm auf der Oberfläche der mit der Anti-Beschlag-Beschichtung
10 beschichteten Türglasinnenscheibe 8 gebildet, der nach unten in Richtung eines
Muffelbodens abfließt. Dadurch kann beispielsweise der Garvorgang des im Garraum 4
befindlichen Garguts optisch überwacht werden.
[0025] Fig. 2 zeigt eine Schnittdarstellung einer Türglasinnenscheibe 8 gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Dabei ist die Innenseite der Türglasinnenscheibe
8 mit einer Anti-Beschlag-Beschichtung 10 beschichtet. Das heißt, die Anti-Beschlag-Beschichtung
10 ist auf der dem Garraum 4 zugewandten Seite der Türglasinnenscheibe 8 aufgebracht.
Die Anti-Beschlag-Beschichtung 10 weist beispielsweise eine hydrophile Beschichtung,
ein hydrophiles Polymer, insbesondere Polyethylenglycol (PEG), oder TiO
2, insbesondere TiO
2 in der Anatas-Form, das bevorzugt mit UV-Licht und/oder sichtbaren Licht bestrahlt
wird, auf. Die Anti-Beschlag-Beschichtung 10 ist durch ein Beschichtungsverfahren
hergestellt, das aus der Gruppe ausgewählt wird, die eine Nassbeschichtung, eine Vakuumbeschichtung,
ein atmosphärisches Plasmabeschichten und ein Folieren umfasst.
[0026] Fig. 3 zeigt eine Schnittdarstellung einer Türglasinnenscheibe 8 gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Dabei ist eine an der Türglasinnenscheibe
8 angebrachte Folie 14 vorgesehen, die die Anti-Beschlag-Beschichtung 10 aufweist.
Die Anti-Beschlag-Beschichtung 10 ist auf einer Trägerfolie 12 aufgebracht. Das heißt,
die Trägerfolie 12 ist mit der Anti-Beschlag-Beschichtung 10 beschichtet. Die mit
der Anti-Beschlag-Beschichtung 10 beschichtete Trägerfolie 12 ist mittels einer Klebschicht
(nicht dargestellt) auf der Innenseite der Türglasinnenscheibe 8 angebracht. Der daraus
resultierende Verbund umfasst somit von außen nach innen, im montierten Zustand in
Richtung eines Garraumes betrachtet, die Türglasinnenscheibe 8, die Klebschicht zum
Verbinden der Folie 14 mit der Türglasinnenscheibe 8, die Trägerfolie 12 und die auf
die Trägerfolie 12 aufgebrachte Anti-Beschlag-Beschichtung 10.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 2
- Dampfgargerät
- 4
- Garraum
- 6
- Gargerätetür
- 8
- Türglasinnenscheibe
- 10
- Anti-Beschlag-Beschichtung
- 12
- Trägerfolie
1. Gargerät, insbesondere Dampfgargerät (2), mit einem Dampferzeuger, mit einer einen
Garraum (4) begrenzenden Muffel, und mit einer eine Türglasinnenscheibe (8) aufweisenden
Gargerätetür (6) zum Verschließen einer Beschickungsöffnung des Garraums (4), dadurch gekennzeichnet, dass die Türglasinnenscheibe (8) eine Anti-Beschlag-Beschichtung (10) zum Verhindern eines
Beschlagens derselben aufweist.
2. Gargerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anti-Beschlag-Beschichtung (10) durch eine hydrophile Beschichtung gebildet ist.
3. Gargerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anti-Beschlag-Beschichtung (10) ein hydrophiles Polymer, insbesondere Polyethylenglycol
(PEG) aufweist.
4. Gargerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anti-Beschlag-Beschichtung (10) TiO2, insbesondere TiO2 in der Anatas-Form aufweist.
5. Gargerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Anti-Beschlag-Beschichtung (10) eine Bestrahlung mit UV-Licht oder sichtbarem
Licht erfolgt.
6. Gargerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anti-Beschlag-Beschichtung (10) grenzflächenaktive Substanzen, insbesondere ein
Tensid aufweist.
7. Gargerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine an der Türglasinnenscheibe (8) angebrachte Folie (14) vorgesehen ist, die die
Anti-Beschlag-Beschichtung (10) aufweist.
8. Gargerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (14) eine Trägerfolie (12) aufweist, die mit der Anti-Beschlag-Beschichtung
(10) versehen ist.
9. Gargerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (14) beziehungsweise die Trägerfolie (12) eine Klebschicht aufweist, mittels
welcher die Folie beziehungsweise die Trägerfolie an der Türglassinnenscheibe (8)
angebracht ist.
10. Gargerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anti-Beschlag-Beschichtung (10) durch ein Beschichtungsverfahren hergestellt
ist, das aus der Gruppe ausgewählt wird, die eine Nassbeschichtung, eine Vakuumbeschichtung,
ein atmosphärisches Plasmabeschichten und ein Folieren umfasst.