[0001] Die Erfindung betrifft einen Spender für pastöse Massen gemäß Gattungsbegriff des
Hauptanspruches.
[0002] Bei den bekannten Lösungen dieser Art (z.B.
DE 60 2005 005 514 bzw.
WO 2009/047827) hat das Federelement nicht nur die Funktion, das Kopfstück nach Betätigung in die
Grundstellung zurück zu bringen, sondern auch, dafür zu sorgen, dass bei Rückfederung
auch das Mundstück schließt, damit beim Rückbewegen der Betätigungstaste nicht viel
Luft eingesogen wird.
[0003] Demgemäß besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine baulich einfache Lösung zu
finden, bei welcher die Rückstellfederkraft isoliert ist von der Funktion des Mundstückverschließens,
obwohl beide Funktionen von demselben Bauteil durchgeführt werden.
[0004] Dies ist erfindungsgemäß gelöst durch die im Kennzeichen des Hauptanspruches angegebene
Gestaltung.
[0005] Zufolge des Federelementes mit dem nach unten offenen U-Raum und die Einspannung
des äußeren U-Schenkels mit einer Aufwärtsverlängerung zu einer Dichtzunge ergibt
sich nicht nur eine zuverlässige Handhabung, sondern auch der Vorteil, dass die Zunge
von der Füllmasse in die Offenstellung bewegt wird und sich wieder zurückstellt, unterstützt
auch durch den Unterdruck in der Portionierungskammer bei Aufwärtsbewegung.
[0006] Gemäß einer weiteren Spezifizierung der neuen Lösung ist der innere U-Schenkel bis
etwa zum U-Scheitel materialstärker gestaltet. Um die rechtzeitige Verschlussstellung
des Auslassventils zu gewährleisten, kann das Auslassventil in Richtung der Portionierungskammer
vorbelastet sein. Dann resultiert die Rückstellung des Auslassventils nicht nur aus
dem Unterdruck der Portionierungskammer, sondern auch unterstützt noch durch eine
diesbezügliche Federkraft.
[0007] Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung erläutert, die aber
lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellt. Auf der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- in einer Seitenansicht den Spender mit einer Verschlusskappe;
- Fig. 2
- den Vertikalschnitt durch den Spender, denselben vor einer Erstbenutzung betreffend;
- Fig. 3
- eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung jedoch nach Abnahme der Verschlusskappe
sowie eines einen Mundstück-Kanal des Spenders vor einer Erstbenutzung verschließenden
Stopfens, eine Zwischenstellung im Zuge einer Verlagerung eines Kopfstückes zur Betätigung
des Spenders betreffend;
- Fig. 4
- eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung, eine Zwischenstellung im Zuge der Rückverlagerung
des Kopfstückes in die Ursprungsstellung betreffend;
- Fig. 5
- eine Folgedarstellung zu Fig. 4, die rückverlagerte Endstellung des Kopfstückes betreffend,
bei Erstbefüllung einer Portionierungskammer;
- Fig. 6
- eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung, jedoch zufolge einer Befüllung der Portionierungskammer
hierbei erreichten portionierten Ausgabe der Masse;
- Fig. 7
- eine Folgedarstellung zu Fig. 6, die rückverlagerte Endstellung des Kopfstückes nach
Wiederbefüllung der Portionierungskammer betreffend;
- Fig. 8
- eine der Fig. 7 entsprechende Darstellung, eine Situation nach Entleerung des die
Masse bevorratenden Massengehäuses betreffend;
- Fig. 9
- in perspektivischer Einzeldarstellung ein Federelement des Spenders mit einstückig
mit diesem ausgebildeten Einlass- und Auslassventilen;
- Fig. 10
- das Federelement in Draufsicht.
[0008] Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zu Fig. 1 ein Spender 1 insbesondere
für eine pastöse Masse M, welcher Spender 1 sich im Wesentlichen aus einem die Masse
M bevorratenden Massengehäuse 2 und einem betätigbaren Kopfstück 3 zusammensetzt.
[0009] In bevorzugter, wie auch dargestellter Ausgestaltung ist der Spender 1 rotationssymmetrisch
mit einer zentralen Achse x ausgestaltet.
[0010] In der unbenutzten Stellung des Spenders 1 ist das Kopfstück 3 bevorzugt, wie auch
in den Fig. 1 und 2 dargestellt, von einer Verschlusskappe 4 überfangen. Diese weist
weiter bevorzugt einen dem Außendurchmesser des Massengehäuses 2 entsprechenden Außendurchmesser
auf.
[0011] Das Massengehäuse 2 weist einen Gehäuseboden 5 auf. Die in den Darstellungen nach
vertikal oben weisende Öffnung des Massengehäuses 2 ist überdeckt durch ein Einsatzteil
6, welches im üblichen Betriebszustand des Spenders 1 unlösbar, zumindest nicht werkzeuglos
lösbar mit dem Massengehäuse 2 verbunden ist, so insbesondere rastverbunden.
[0012] In dem Massengehäuse 2 ist weiter bevorzugt ein Nachlaufkolben 7 vorgesehen. Zwischen
diesem und dem das Massengehäuse 2 oberseitig überfangenden Einsatzteil 6 ist die
Masse M bevorratet.
[0013] Das Einsatzteil 6 formt zentral, ausgehend von einem Konusbereich 8, ein über die
Öffnungsebene des Massengehäuses 2 hinausragendes Rohrstück 9. Dieses weist in bevorzugter
Ausgestaltung einen Innendurchmesser auf, der einem Drittel bis einem Fünftel, weiter
bevorzugt einem Viertel des Innendurchmessers des Massengehäuses 2 entspricht. Die
Rohrstück-Decke 10 besitzt zentral eine Einlassöffnung 11.
[0014] Mit Bezug auf einen Vertikalquerschnitt durch den Spender 1 ist die Kontur des Nachlaufkolbens
7 im Wesentlichen angepasst an die des Einsatzteiles 6, so dass entsprechend auch
der Nachlaufkolben 7, ausgehend von einem Konusbereich 12, zentral einen bezüglich
des Außendurchmessers an den Innendurchmesser des Rohrstückes 9 angepassten Rohrabschnitt
13 ausformt.
[0015] Das Einsatzteil 6 ist zudem bevorzugt ausgelegt zur Rastfestlegung der Verschlusskappe
4, wozu das Einsatzteil 6 einen über die Öffnungsebene des Massengehäuses 2 hinausragenden,
umlaufenden Vertikalkragen 14 aufweist, der in der Kappenverschlussstellung mit einem
umlaufenden unteren Randbereich der Verschlusskappe 4 zusammenwirkt (vgl. Fig. 2).
[0016] Der Vertikalkragen 14 dient darüber hinaus auch der Führung des Kopfstückes 3 in
Vertikalrichtung. Hierzu wirkt der Vertikalkragen 14 mit einer Wandungsaußenseite
eines mit Bezug zu den Darstellungen vertikal ausgerichteten Ringwandungsabschnittes
15 des Kopfstückes 3 zusammen. Dieser radial äußeren Führung ist weiter eine radial
innere Führung zugeordnet. Hier wirkt eine kopfstückseitige Ringwand 16 mit einem
sich zwischen Rohrstück 9 und Vertikalkragen 14 erstreckenden Ringkragen 17 des Einsatzteiles
6 zusammen.
[0017] Zufolge der vorbeschriebenen Führung ist das Kopfstück 3 relativ zu dem Einsatzteil
6 und somit relativ zu dem Massengehäuse 2 in Vertikalrichtung verlagerbar, dies unter
entsprechender Führung, wobei die Vertikalverlagerung sowohl nach vertikal unten als
auch nach vertikal oben jeweils anschlagbegrenzt ist.
[0018] Das Kopfstück 3 weist eine Portionierungskammer 18 auf. Diese ist zumindest in der
unbelasteten Stellung des Kopfstückes 3 im Wesentlichen oberhalb des einsatzteil-
bzw. massengehäuseseitigen Rohrstückes 9 angeordnet. Umlaufend, mit Bezug zur Achse
x, ist die Portionierungskammer 18 im Wesentlichen durch die Ringwand 16 begrenzt,
welche Ringwand 16 im Bereich der Portionierungskammer 18 eine Verdickung aufweist.
Eine oberseitige Begrenzung der Portionierungskammer 18 ist durch eine Kopfstückdecke
19 gegeben, welche zugleich eine Bedienfläche zur bevorzugten fingerbeaufschlagten
Druckbelastung des Kopfstückes 3 zur Ausgabe der Masse M anbietet.
[0019] Die Portionierungskammer 18 öffnet im Wesentlichen zumindest tendenziell nach radial
außen in einen Mundstück-Kanal 20. Hierzu ist in dem dem Mundstück-Kanal 20 zugeordneten
Bereich der Ringwand 16 bzw. dessen kopfstückdeckenseitigen Verdickung eine Auslassöffnung
21 ausgebildet, welche gegenüber dem Innendurchmesser des Mundstück-Kanals 20 durchmesserverringert
ist.
[0020] Eine zentrale Achse des Mundstück-Kanals 20 verläuft weiter bevorzugt in paralleler
Ausrichtung zu einer Betätigungsebene der Kopfstückdecke 19, weiter bevorzugt, wie
auch dargestellt, einen spitzen Winkel zu einer, bezogen auf die Achse x, betrachteten
Querebene von 10 bis 15° einschließend.
[0021] Die dem Mundstück-Kanal 20 zugewandte, die Auslassöffnung 21 umgebende Anlagefläche
22 verläuft mit Bezug auf einen Vertikalquerschnitt in einem spitzen Winkel von 5
bis 7° zu einer parallel zur Achse x verlaufenden Vertikalebene.
[0022] Der Mundstück-Kanal 20 ist weiter bevorzugt vor einer Erstbenutzung des Spenders
1, insbesondere zur Originalitätssicherung mittels eines durch die Ausgabeöffnung
23 einragenden Stopfens 24 verschlossen.
[0023] Bevorzugt sind alle vorbeschriebenen Bauteile des Spenders 1 Formteile aus einem
Kunststoff-Werkstoff, insbesondere Hart-Kunststoffwerkstoff, welche Teile weiter bevorzugt
im Spritzgussverfahren hergestellt sind.
[0024] Zur bevorzugt selbsttätigen Rückverlagerung des Kopfstückes in die Ausgangslange
nach einer zur Massenausgabe erforderlichen Vertikalabwärtsverlagerung desselben ist
ein Federelement 25 vorgesehen. Dieses dient zugleich als Dichtelement zur Abdichtung
insbesondere der Portionierungskammer 18, bildet hierbei den der Kopfstückdecke 19
gegenüberliegenden Kammerboden aus. Das Federelement 25 ist hierzu aus einem gummiartigen,
rückstellfähigen Kunststoff gefertigt, weiter bevorzugt aus einem Silikonwerkstoff.
[0025] Das in den Fig. 9 und 10 in Einzeldarstellungen gezeigte Federelement 25 ist zunächst
und im Wesentlichen rotationssymmetrisch gestaltet und weist zentral zunächst einen
topfförmigen Festlegungsabschnitt 26 auf, mit einer im Einbauzustand quer zur Achse
x ausgerichteten Decke 27 und einer von der Decke 27 ausgehenden und nach unten gerichteten,
umlaufenden Wandung. Radial nach außen beabstandet zu dieser Wandung ist eine weitere,
ringförmige Wandung vorgesehen, wobei beide Wandungen mit Bezug auf einen Vertikalquerschnitt
U-Schenkel 28, 29 bilden, die über einen U-Bogen 30 miteinander verbunden sind, dies
bei einer U-Öffnung, die in Einbaustellung des Federelementes 25 nach oben in Richtung
auf die Portionierungskammer 18 weist.
[0026] Das Federelement 25 ist im Bereich der Rohrstückdecke 10 gehaltert, wozu ein umlaufender,
freigestellter Stegabschnitt 31 des Rohrstückes 9 von unten in eine im Bereich des
radial inneren U-Schenkels 28 des Federelementes 25 ausgeformten Ringschlitz eingreift.
Der U-Schenkel 28 liegt hierbei im Wesentlichen und umlaufend an der Wandungsaußenfläche
der Ringwand 32 des Rohrstückes 9 an, welche Ringwand 32 in Verlängerung zugleich
auch den Stegabschnitt 31 bildet.
[0027] Der im Vertikalschnitt parallel zu dem konzentrisch zur Achse x verlaufenden U-Schenkel
28 ausgerichtete radial äußere U-Schenkel 29 liegt mit dessen Umlaufender Außenfläche
an der zugewandten Innenfläche der kopfstückseitigen Ringwand 16 an, wobei weiter
der freie umlaufende, in Einbaustellung nach oben weisende Rand 33 des U-Schenkels
29 in einer schlitzförmigen Aufnahme im Verdickungsbereich der Ringwand 16 gefasst
ist.
[0028] In einer betrieblich unbelasteten Grundstellung des Federelementes 25, bspw. gemäß
der Darstellung in Fig. 2, ragt der Rand 33 über die Ebene der Decke 27 des Federelementes
25 hinaus.
[0029] Beide U-Schenkel 28 und 29 sind zufolge der vorbeschriebenen Anordnung und Ausbildung
zwischen den beiden parallelen Ringwänden 16 und 32 von Kopfstück 3 und Massengehäuse
2 bzw. Einsatzteil 6 geführt, so dass im Zuge der Abwärtsverlagerung des Kopfstückes
3 zufolge Druckbeaufschlagung auf die Kopfstückdecke 19 ein Ab- bzw. Aufrollen der
U-Schenkel 28 und 29 entlang der zugeordneten Ringwände 16, 32 erreicht wird. Das
Federelement 25 wirkt entsprechend einem Rollbalg. Im Zuge einer benutzerbetätigten
Abwärtsverlagerung des Kopfstückes 3 wird über das rollbalgartige Federelement 25
eine Federkraft aufgebaut, die zur selbsttätigen Rückstellung des Kopfstückes 3 in
die Ausgangsstellung nach Aufhebung der Druckbelastung von außen genutzt wird. Durch
die parallele Führung der U-Schenkel 28 und 29 durch die Ringwände 16 und 32 ist hierbei
eine definierte Rückstellrichtung insbesondere des das Kopfstück 3 rückverlagernden
U-Schenkels 29 gegeben. Die auf das Kopfstück 3 hierbei im Zuge der Rückstellung einwirkende
Kraft ist im Wesentlichen parallel gerichtet zu der Verlagerungsrichtung.
[0030] In bevorzugter Ausgestaltung ist der radial innere U-Schenkel 28 gegenüber dem radial
äußeren U-Schenkel 29 materialverstärkt, dies weiter insbesondere mit Bezug auf eine
betrieblich unbelastete Grundstellung gemäß Fig. 2 ausgehend von der Decke 27 des
Federelementes 25 bis hin reichend zu dem U-Scheitel im Bereich des U-Bogens 30. Bevorzugt
ist hierbei der U-Schenkel 28 mit einer Materialstärke versehen, die etwa dem 1,5-
bis 2-Fachen der Materialstärke des radial äußeren U-Schenkels 29 entspricht.
[0031] In vorteilhafter Ausgestaltung ist das Federelement 25 einstückig und materialeinheitlich
sowohl mit einem Auslassventil 34 als auch mit einem Einlassventil 35 ausgebildet.
Bezüglich des Einlassventils 35 handelt es sich um ein im Wesentlichen im Bereich
der Decke 27 des Festlegungsabschnittes 26 tellerförmig gestaltetes Ventil mit einem
zentral angeordneten, von Stegen 36 beweglich getragenen Kegel-Verschlusskörper 37.
Letzterer verschließt in einer Grundstellung des Spenders 1 dichtend die Einlassöffnung
11 des massengehäuseseitigen Rohrstückes 9 ab, wobei sich die den Kegel-Verschlusskörper
37 tragenden Stege 36 im Wesentlichen, zumindest partiell auf der Oberseite der Rohrstückdecke
10 abstützen.
[0032] Wechselseitig mit dem Einlassventil 35 arbeitet das Auslassventil 34. Dieses ist
als schwenkbare Dichtzunge 38 ausgebildet, welche von dem durch den radial äußeren
U-Schenkel 29 gebildeten umlaufenden Rand 33 mit Bezug auf einen Vertikalschnitt in
Verlängerung des U-Schenkels 29 übersteht. Diese Dichtzunge 38 ist gegenüber dem diesen
tragenden U-Schenkel 29 materialverjüngt, weist bevorzugt eine Materialstärke auf,
die dem 0,5 bis 0,8-Fachen der Materialstärke des U-Schenkels 29 entspricht.
[0033] Die Dichtzunge 38 taucht durch einen im Anbindungsbereich des U-Schenkels 29 im Verdickungsabschnitt
der Ringwand 16 ausgebildeten Schlitz in den Mundstück-Kanal 20 ein, zur Anlage der
der Auslassöffnung 21 zugewandten Dichtfläche an der die Auslassöffnung 21 umgebenden
Anlagefläche 22. Zufolge der spitzwinkligen Anstellung der Anlagefläche 22 ist entsprechend
die Dichtzunge 28 gegenüber der unbelasteten Ausrichtung der Dichtzunge 38 im nicht
eingebauten Zustand federnd belastet in Richtung auf die Verschlussstellung der Auslassöffnung
21 an.
[0034] In den Fig. 3 bis 5 sind Stellungen des Spenders 1 im Zuge einer Erstbenutzung dargestellt.
Es ist zu erkennen, dass gemäß der Darstellung in Fig. 3 vor einer Erstbenutzung Masse
M sich lediglich in dem Massengehäuse 2 befindet. Es ist entsprechend zunächst eine
erste Befüllung der Portionierungskammer 18 vorzunehmen. Dies erfolgt durch übliche
Betätigung des Kopfstückes 3, indem dieses zufolge Druckbeaufschlagung in Pfeilrichtung
P nach unten relativ zu dem Massengehäuse 2 verlagert wird, dies weiter entgegen der
Kraft des Federelementes 25, welches nach Aufheben der Druckbelastung selbsttätig
eine Rückstellung des Kopfstückes 3 in die Ausgangsstellung bewirkt. Im Zuge dieser
Rückverlagerung in die Ausgangsstellung wird unter entsprechender Verlagerung des
Einlassventils 35 bzw. des Kegel-Verschlusskörpers 37 in eine die Einlassöffnung 11
freigebende Stellung Masse M in die Portionierungskammer 18 gesaugt. Zur vollständigen
Befüllung der Portionierungskammer 18 gemäß der Darstellung in Fig. 5 ist bevorzugt
eine 2- bis 3-malige Betätigung des Kopfstückes 3 (Pumpbetätigung) nötig.
[0035] Hiernach steht der Spender 1 zur ersten portionierten Ausgabe von Masse M bereit.
[0036] Eine solche portionierte Masseausgabe ist in Fig. 6 dargestellt. Zufolge Druckbeaufschlagung
in Pfeilrichtung P bei entsprechender Absenkung des Kopfstückes 3 wird zufolge einer
damit einhergehenden Druckerhöhung in der Portionierungskammer 18 die Masse M unter
drückender Schwenkverlagerung der Dichtzunge 38 des Auslassventiles 34 durch die Auslassöffnung
21 und den Mundstück-Kanal 20 nach außen zum Abtrag im Bereich der Ausgabeöffnung
23 transportiert. Die Dichtzunge 38 biegt sich hierbei in die Strömung der Masse M,
dies weiter bevorzugt und ausgehend vom fußseitigen Anbindungsbereich an den Rand
33 des Federelementes 25 unter im Vertikalschnitt betrachteter bogenförmiger Auslenkung.
[0037] Hierbei wird bevorzugt ein Spendevolumen von Masse M von 0,8 bis 1,5 ml erreicht.
[0038] Die vertikal unterste Stellung des Kopfstückes 3 ist, wie beschrieben, anschlagbegrenzt.
Die während der Abwärtsverlagerung des Kopfsstückes 3 aufgebaute Federkraft des Federelementes
25 wird genutzt zur selbsttätigen Rückverlagerung des Kopfstückes 3 in die in Fig.
6 dargestellte Ausgangsstellung des Kopfstückes 3, wobei im Zuge der Rückverlagerung
zufolge Saugwirkung die Portionierungskammer 18 erneut mit Masse M gefüllt wird, dies
unter entsprechender Verlagerung des Auslassventils 34 in die Freigabestellung. Zugleich
wird zufolge fehlender Strömungsbeaufschlagung der Dichtzunge 38 diese aufgrund der
vorgespannten Einbaulage derselben zurück in die Verschlussstellung der Auslassöffnung
21 verlagert, welche Verlagerung weiter unterstützt wird zufolge der bei der Rückverlagerung
des Kopfstückes 3 einsetzenden Sogwirkung, die weiter auch in vorteilhafter Weise
ein zumindest teilweises Einsaugen von in dem Mundstück-Kanal 20 verbleibender Masse
M herbeiführt. Diese Saug-Rückverlagerung der in dem Mundstück-Kanal 20 verbleibenden
Restmenge von Masse M unterstützt die Rückverlagerung der Dichtzunge 38 in die Verschlussstellung.
[0039] In der Ausgabe-Bereitschaftsstellung gemäß der Darstellung in Fig. 7 ist die Portionierungskammer
18 bis in den umlaufenden U-Bereich des Federelementes 25 mit Masse M gefüllt. Durch
das Federelement-Material kann es insbesondere bei längeren Standzeiten des so in
Bereitschaft stehenden Spenders 1 zu einer Diffusion kommen. Diesem negativen Effekt
ist durch die gegenüber der Lösung aus dem bekannten Stand der Technik wesentlich
verringerte Diffusionsfläche des Federelementes 25 begegnet. Die Diffusionsfläche
erstreckt sich hierbei lediglich über den unmittelbaren Bereich des U-Bogens 30 des
Federelementes 25. Alle weiteren Bereiche des Federelementes 25 sind zumindest rückwärtig,
d.h. der Masse M abgewandt, materialüberdeckt, so dass über diese Bereiche einer Diffusion
entgegengewirkt ist. Weitere Bereiche des Federelementes 25 sind insbesondere in der
Bereitschaftsstellung des Spenders 1 beidseitig von Masse M bedeckt.
[0040] Fig. 8 zeigt die Entleerungsstellung des Spenders 1, in welcher der im Zuge der einzelnen
Spenderbetätigungen nachlaufende Kolben 7 in einer Anschlagstellung mit dem Einsatzteil
6 tritt, wobei der nachlaufkolbenseitige Rohrabschnitt 13 in das Rohrstück 9 des Einsatzteiles
6 eintaucht. Es ist in Fig. 8 eine Stellung gezeigt, in welcher die Portionierungskammer
18 noch vollständig befüllt ist, entsprechend noch die Ausgabe einer portionierten
Menge an Masse M zulässt. Der vorgeschlagene Spender 1 weist eine geringe Restentleerungsmenge
von bevorzugt weniger als 2,6 ml auf.
Bezugszeichenliste:
[0041]
- 1
- Spender
- 2
- Massengehäuse
- 3
- Kopfstück
- 4
- Verschlusskappe
- 5
- Gehäuseboden
- 6
- Einsatzteil
- 7
- Nachlaufkolben
- 8
- Konusbereich
- 9
- Rohrstück
- 10
- Rohrstück-Decke
- 11
- Einlassöffnung
- 12
- Konusbereich
- 13
- Rohrabschnitt
- 14
- Vertikalkragen
- 15
- Ringwandungsabschnitt
- 16
- Ringwand
- 17
- Ringkragen
- 18
- Portionierungskammer
- 19
- Kopfstückdecke
- 20
- Mundstück-Kanal
- 21
- Auslassöffnung
- 22
- Anlagefläche
- 23
- Ausgabeöffnung
- 24
- Stopfen
- 25
- Federelement
- 26
- Festlegungsabschnitt
- 27
- Decke
- 28
- U-Schenkel
- 29
- U-Schenkel
- 30
- U-Bogen
- 31
- Stegabschnitt
- 32
- Ringwand
- 33
- Rand
- 34
- Auslassventil
- 35
- Einlassventil
- 36
- Steg
- 37
- Kegel-Verschlusskörper
- 38
- Dichtzunge
- x
- Achse
- M
- Masse
- P
- Druck
1. Spender (1) für pastöse Massen (M), bestehend aus einem rohrförmigen Massengehäuse
(2) mit Nachlaufkolben (7) und einem relativ zu einem oberen Rohrstück (9) geführten
Kopfstück (3) mit Portionierungskammer (18), welcher ein Einlassventil (35) und ein
Mundstückkanal (20) zugeordnet sind, wobei zur Rückfederung des Kopfstückes (3) in
die Ausgangslage ein vom Kopfstück (3) zum oberen Rohrstück (9) reichendes Federelement
(25) vorgesehen ist, welches sich zwischen parallelen Ringwänden (16, 32) von Kopfstück
(3) und Massengehäuse (2) erstreckt, mit zwei zwischen diesen parallelen Ringwänden
(16, 32) abrollenden Schenkeln (28, 29) dort anliegt und welches bei Betätigung des
Kopfstücks (3) den Mundstückkanal (20) öffnet und verschließt, dadurch gekennzeichnet, dass die anliegenden Schenkel (28, 29) des Federelementes einen zur Portionierungskammer
(18) offenen U-Raum mit gerundetem Boden (30) bilden, von dem ein äußerer Schenkel
(29) sich aufwärtsgerichtet in eine in den Mundstückkanal (20) reichende Dichtzunge
(38) fortsetzt, die bei Entleerungsdruck in Öffnungs- und Entleerungsrichtung wegschwenkt.
2. Spender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (25) einstückig mit dem Einlassventil (35) ausgebildet ist und das
Einlassventil (35) zentral innerhalb des inneren U-Schenkels (28) angeordnet ist.
3. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein wechselseitig mit dem Einlassventil (35) arbeitendes Auslassventil (34) vorgesehen
ist, das bei einem Abwärtshub des Kopfstückes (3) die Portionierungskammer (18) hin
zu einem Mundstück-Kanal (20) öffnet und dass das Auslassventil (34) einstückig mit
dem Federelement (25) ausgebildet ist.
4. Spender nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslassventil (34) als die schwenkbare Dichtzunge (38) in den Mundstück-Kanal
(20) ragt, welche Dichtzunge (38) von dem umlaufenden Rand (33) des äußeren U-Schenkels
(29) übersteht.
5. Spender nach einem der Ansprüche 3 und dadurch gekennzeichnet, dass das Auslassventil (34) in Richtung auf die Verschlussstellung der Portionierungskammer
(18) federnd belastet ist.
1. Dispenser (1) for pasty compounds (M), comprising a tubular compound housing (2) having
a follower plunger (7) and a head piece (3) which is guided relative to an upper tube
piece (9) and has a metering chamber (18) with which an inlet valve (35) and a mouthpiece
channel (20) are associated, a spring element (25) which extends from the head piece
(3) to the upper tube piece (9) being provided in order for the head piece (3) to
spring back into the starting position, which spring element extends between parallel
annular walls (16, 32) of the head piece (3) and the compound housing (2), rests thereon
by means of two legs (28, 29) that roll between these parallel annular walls (16,
32), and opens and closes the mouthpiece channel (20) when the head piece (3) is actuated,
characterised in that the resting legs (28, 29) of the spring element form a U-shaped space which has a
rounded base (30) and is open towards the metering chamber (18), an outer leg (29)
of which continues upwards into a sealing tongue (38) that extends into the mouthpiece
channel (20) and pivots away in the opening and discharging direction in the presence
of discharging pressure.
2. Dispenser according to claim 1, characterised in that the spring element (25) is integral with the inlet valve (35) and the inlet valve
(35) is arranged centrally inside the inner U-leg (28).
3. Dispenser according to either of the preceding claims, characterised in that an outlet valve (34) which functions alternately with the inlet valve (35) is provided
and opens the metering chamber (18) as far as a mouthpiece channel (20) during a downward
stroke of the head piece (3), and in that the outlet valve (34) is integral with the spring element (25).
4. Dispenser according to claim 3, characterised in that the outlet valve (34) protrudes into the mouthpiece channel (20) as a pivotable sealing
tongue (38), which sealing tongue (38) protrudes from the peripheral edge (33) of
the outer U-leg (29).
5. Dispenser according to either of claims 3 and 4, characterised in that the outlet valve (34) is spring-loaded in the direction of the closed position of
the metering chamber (18).
1. Distributeur (1) pour substances pâteuses (M), consistant en un boîtier tubulaire
de substances (2) avec un piston suiveur (7) et une pièce de tête (3) guidée relativement
à une pièce tubulaire supérieure (9) et ayant une chambre de dosage (18) à laquelle
sont associés une valve d'admission (35) et un canal de sortie (20), dans lequel est
prévu un élément élastique (25) s'étendant de la pièce de tête (3) jusqu'à la pièce
tubulaire supérieure (9) pour repousser élastiquement la pièce de tête (3) dans la
position initiale, lequel élément élastique (25) s'étend entre des parois annulaires
parallèles (16, 32) de la pièce de tête (3) et du boîtier de substances (2) avec deux
branches (28, 29) s'y appuyant et se déroulant entre ces parois annulaires parallèles
(16, 32) et lequel ouvre et ferme le canal de sortie (20) lors de l'actionnement de
la pièce de tête (3), caractérisé en ce que les branches (28, 29) en appui de l'élément élastique forme un espace en U ouvert
vers la chambre de dosage (18) et ayant un fond arrondi(30), et dont une branche extérieure
(29) se prolonge en direction du haut par une languette d'étanchéité (38) qui s'étend
dans le canal de sortie (20), laquelle s'écarte par pivotement en cas de pression
de vidage dans le direction d'ouverture et de vidage.
2. Distributeur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément élastique (25) est formé d'un seul tenant avec la valve d'admission (35)
et que la valve d'admission (35) est agencée centralement à l'intérieur de la branche
intérieure du U (28).
3. Distributeur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'est prévu une valve de sortie (34) fonctionnant en alternance avec la valve d'admission
(35), laquelle valve de sortie (34) ouvre la chambre de dosage (18) sur le canal de
sortie (20) lors d'une course vers le bas de la pièce de tête (3) et que la valve
de sortie (34) est réalisée d'un seul tenant avec l'élément élastique (34).
4. Distributeur selon la revendication 3, caractérisé en ce que la valve de sortie (34) s'étend dans le canal de sortie (20) sous la forme de la
languette d'étanchéité pivotante (34), laquelle languette d'étanchéité (38) fait saillie
au-dessus du bord périphérique (33) de la branche extérieure du U (29).
5. Distributeur selon l'une des revendications 3 et 4, caractérisé en ce que la valve de sortie (34) est contrainte élastiquement dans la direction vers la position
de fermeture de la chambre de dosage (18).