[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Duschkabine mit einer wenigstens eine elektrische
Wärmequelle und wenigstens eine an eine Kalt- und Warmwasserleitung angeschlossene
Armatur aufweisenden Einhausung, die an eine Stromversorgungsleitung für die elektrische
Wärmequelle und an Versorgungsleitungen für die Kalt- und Warmwasserzufuhr für die
Armatur angeschlossen ist.
[0002] Um Duschkabinen auch für eine Wärmebehandlung nützen zu können, müssen die elektrischen
Wärmequellen innerhalb der Kabineneinhausung mit einer Kleinspannung betrieben werden,
um die Sicherheitsvorschriften für Elektroinstallationen in Feuchträumen zu erfüllen,
wenn die elektrischen Wärmequellen nicht außerhalb der Einhausung angeordnet werden.
Zu diesem Zweck kann eine Wand der Einhausung kastenartig mit einem Schubeinsatz ausgebildet
sein (
AT 509401 A2), der den Wärmestrahler mit seiner Energieversorgung aufnimmt, sodass der Wärmestrahler
auch über den von außerhalb der Einhausung zugängigen Schubeinsatz gewartet werden
kann. In der Wand der Einhausung sind mit Hilfe eines Glases abgedeckte Fenster für
den Durchtritt der abgestrahlten Infrarotstrahlung in die Einhausung vorgesehen. Nachteilig
bei dieser bekannten Duschkabine ist vor allem, dass der Wandkasten zusätzliche Baumaßnahmen
außerhalb der Einhausung erforderlich macht, was nicht nur den Konstruktionsaufwand
erhöht, sondern auch einem nachträglichen Einbau solcher Wandkästen in Duschkabinen
entgegensteht. Dazu kommt, dass für ein Wohlbefinden der Kabinenraum zusätzlich erwärmt
werden müsste, was wiederum das Problem der Energieversorgung aufwirft.
[0003] Darüber hinaus ist es bekannt (
DE 20 2010 004 981 U1), innerhalb der Einhausung einer Duschkabine ein Duschpaneel vorzusehen, das nicht
nur alle Kalt- und Warmwasseranschlüsse, sondern zusätzlich auch einen Wärmestrahler
umfasst, der in das Duschpaneel integriert ist. Das Duschpaneel bildet hierfür ein
mit einer für Wärmestrahlung durchlässigen Abdeckung versehenes Fenster, um den Wärmestrahler
gegen Spritzwasser zu schützen. Nachteilig ist, dass wegen der gemeinsamen Unterbringung
der Wasseranschlüsse und der elektrischen Energieversorgung besonderer Augenmerk auf
eine vor Feuchtigkeit geschützte Führung der elektrischen Leitungen gesorgt werden
muss.
[0004] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Duschkabine zu schaffen, die
uneingeschränkt auch als Wärmekabine mit den dafür erforderlichen Einrichtungen und
Geräten genützt werden kann, ohne mit den für Elektroinstallation in Feucht- beziehungsweise
Nassräumen bestehenden Sicherheitsvorschriften in Konflikt zu kommen.
[0005] Ausgehend von einer Duschkabine der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung
die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Einhausung über einen Sicherheitsschalter
an die Stromversorgungsleitung und über je ein Sperrventil an die Versorgungsleitungen
für die Kalt- und Warmwasserzufuhr angeschlossen ist und dass der Sicherheitsschalter
und die beiden Sperrventile über eine Steuereinrichtung betätigbar sind, die die Stromversorgungsleitung
einerseits und die beiden Versorgungsleitungen für die Kalt- und Warmwasserzufuhr
anderseits über den Sicherheitsschalter und die Sperrventile abwechselnd sperrt.
[0006] Zufolge dieser abwechselnden Sperrung einerseits der Stromversorgung und anderseits
der Wasserversorgung kann ein gleichzeitiger Anschluss der Duschkabine an die Stromversorgung
und die Wasserversorgung ausgeschlossen werden, sodass die Kabine entweder nur als
Duschkabine unter einer Abschaltung der Stromversorgung der für den Betrieb als Wärmekabine
vorgesehenen Einrichtungen und Geräte an die Wasserversorgung oder als bloße Wärmekabine
unter Abschaltung der Wasserversorgung an die Stromversorgung angeschlossen wird.
Dies bedeutet, dass für den Betrieb als Wärmekabine die für Feuchträume geltenden
Sicherheitsvorschriften unbeachtet bleiben können, weil ja im Wärmekabinenbetrieb
eine Wasserzufuhr ausgeschlossen ist. Im Duschkabinenbetrieb wird wiederum die Stromversorgung
zwingend abgeschaltet, sodass die jeweiligen Einrichtungen und Geräte einerseits für
die Duschkabine und anderseits für die Wärmekabine wie bei einer Beschränkung auf
eine Duschkabine bzw. eine Wärmekabine eingesetzt und verwendet werden können. Dies
bedeutet insbesondere für den Betrieb als Wärmekabine, dass keine Beschränkung der
in der Einhausung verwendeten elektrischen Wärmequellen auf ein Kleinspannungssystem
erforderlich und ein Betrieb mit Niederspannung möglich wird. Es ist lediglich dafür
zu sorgen, dass eine gegenseitige Verriegelung des Sicherheitsschalters für die Stromversorgung
einerseits und der Sperrventile für die Wasserversorgung anderseits über die Steuereinrichtung
derart erfolgt, dass bei geschlossenem Sicherheitsschalter für die Stromversorgung
die geschlossenen Sperrventile für die Wasserversorgung nicht geöffnet werden können
und umgekehrt der offene Sicherheitsschalter nicht bei geöffneten Sperrventilen geschlossen
werden kann, was technisch ohne Schwierigkeiten sichergestellt werden kann.
[0007] Um eine allfällige Überschneidung der Strom- und Wasserzufuhr beim gemeinsamen Schließen
und gemeinsamen Öffnen des Sicherheitsschalters und der Sperrventile auszuschließen,
kann die Steuereinrichtung ein Zeitglied aufweisen, über das der Sicherheitsschalter
zeitverzögert nach dem Schließen der beiden Sperrventile im Schließsinn und die beiden
Sperrventile zeitverzögert nach dem Öffnen des Sicherheitsschalters im Öffnungssinn
angesteuert werden, sodass die Stromzufuhr erst dann über den Sicherheitsschalter
geschaltet wird, wenn die Sperrventile bereits geschlossen sind. Dies gilt selbstverständlich
auch in umgekehrter Reihenfolge für das Öffnen der Wasserversorgung, die über die
Sperrventile erst nach dem Öffnen des Sicherheitsschalters für die Stromversorgung
geöffnet werden.
[0008] Darüber hinaus kann die Steuereinrichtung mit zusätzlichen Sensoren verbunden sein,
um in Abhängigkeit der damit erfassten Messwerte den Sicherheitsschalter beziehungsweise
die Sperrventile zu betätigen. Um beispielsweise den Sicherheitsschalter für die Stromversorgung
erst dann zu schließen, wenn das Wasser vollständig aus der Duschkabine abgeflossen
ist, kann der Abfluss der Duschkabine mit einem Feuchtigkeits- beziehungsweise Wasserstandssensor
ausgerüstet sein, wobei der Sicherheitsschalter für die Stromversorgung erst dann
von der Steuereinrichtung geschlossen wird, wenn der vom Feuchtigkeits- beziehungsweise
Wasserstandssensor übermittelte Messwert mit entsprechenden Vorgaben übereinstimmt.
[0009] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar
wird eine erfindungsgemäße Duschkabine in einem schematischen Blockschaltbild gezeigt.
[0010] Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist in der Einhausung 1 einer Duschkabine
in herkömmlicher Weise eine Armatur 2 für einen Duschkopf 3 angedeutet. Diese Armatur
2 kann aus einem an eine Kaltwasserleitung 4 und eine Warmwasserleitung 5 angeschlossenen
Mischventil bestehen. Diese Kaltwasser- und Warmwasserleitungen 4, 5 sind über Sperrventile
6 mit Versorgungsleitungen 7 und 8 für die Kalt- und Warmwasserzufuhr verbunden. Die
Stelltriebe 9 der Sperrventile 6 werden über eine Steuereinrichtung 10 angesteuert.
[0011] Die Einhausung 1 ist jedoch nicht nur als Duschkabine, sondern auch als Wärmekabine
nutzbar. Zu diesem Zweck sind in der Einhausung 1 zwei elektrische Wärmequellen 11
und 12 angedeutet, wobei z. B. die Wärmequelle 11 als elektrische Heizung und die
andere Wärmequelle 12 als Infrarotstrahler ausgebildet sein können. Die elektrischen
Wärmequellen 11 und 12 sind über eine Anschlussleitung 13 mit der Stromversorgungsleitung
14 eines Niederspannungsnetzes verbunden, das mit Hilfe eines Sicherheitsschalters
15 zugeschaltet werden kann. Die Steuerung dieses Sicherheitsschalters 15 erfolgt
wiederum über die Steuereinrichtung 10, die den Stelltrieb 16 für den Sicherheitsschalter
15 beaufschlagt.
[0012] Die Steuereinrichtung 10 ist so ausgelegt, dass der Sicherheitsschalter 15 und die
Sperrventile 9 nur gleichzeitig offen oder geschlossen sein können. Im Schließfall
ist die Einhausung 1 über die Sperrventile 6 von der Wasserversorgung abgeschnitten,
jedoch über den Sicherheitsschalter 15 an die Stromversorgungsleitung 14 des Niederspannungsnetzes
angeschlossen. Dies bedeutet, dass die Einhausung 1 ausschließlich als Wärmekabine
genützt werden kann, weil eben keine Wasserzufuhr möglich ist. Sind der Sicherheitsschalter
15 und die Sperrventile 6 jedoch geöffnet, so wird ein ausschließlicher Betrieb der
Einhausung 1 als Duschkabine erreicht, weil eben die Stromversorgung für die Wärmequellen
11 und 12 unterbrochen ist. Dies bedeutet in sicherheitstechnischer Hinsicht, dass
die Sicherheitsvorschriften für die Wärmekabine ohne Rücksicht auf die einer Duschkabine
und umgekehrt die Sicherheitsvorschriften für eine Duschkabine ohne Rücksicht auf
die Wärmekabine einzuhalten sind, sodass aufgrund des sich gegenseitig ausschließenden
Betriebs als Dusch- oder Wärmekabine die erschwerenden Bedingungen für Elektroinstallationen
in Feuchträumen unberücksichtigt bleiben können.
[0013] Damit beim Umschalten zwischen den beiden Betriebsarten als Dusch- oder Wärmekabine
die Sicherheit gegeben ist, dass die Stromversorgung für die Wärmequellen 11, 12 erst
eingeschaltet werden kann, wenn die Wasserzufuhr zur Armatur 2 abgesperrt ist, kann
die Steuereinrichtung 10 ein Zeitglied aufweisen, über das der Sicherheitsschalter
15 erst geschlossen wird, wenn die Sperrventile 6 in den Versorgungsleitungen 7, 8
für die Kalt- und Warmwasserzufuhr bereits geschlossen sind. Für die Umschaltung von
der Wärmekabine auf die Duschkabine sind in umgekehrter Reihenfolge die Sperrventile
6 über das Zeitglied verzögert zu öffnen, damit die Wasserversorgung der Einhausung
1 erst möglich wird, wenn die Stromversorgung über den geöffneten Sicherheitsschalter
15 bereits unterbrochen ist.
1. Duschkabine mit einer wenigstens eine elektrische Wärmequelle (11, 12) und wenigstens
eine an eine Kalt- und Warmwasserleitung (4, 5) angeschlossene Armatur (2) aufweisenden
Einhausung (1), die an eine Stromversorgungsleitung (14) für die elektrische Wärmequelle
(11, 12) und an Versorgungsleitungen (7, 8) für die Kalt- und Warmwasserzufuhr für
die Armatur (2) angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einhausung (1) über einen Sicherheitsschalter (15) an die Stromversorgungsleitung
(14) und über je ein Sperrventil (6) an die Versorgungsleitungen (7, 8) für die Kalt-
und Warmwasserzufuhr angeschlossen ist und dass der Sicherheitsschalter (15) und die
beiden Sperrventile (6) über eine Steuereinrichtung (10) betätigbar sind, die die
Stromversorgungsleitung (14) einerseits und die beiden Versorgungsleitungen (7, 8)
für die Kalt- und Warmwasserzufuhr anderseits über den Sicherheitsschalter (15) und
die Sperrventile (6) abwechselnd sperrt.
2. Duschkabine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (10) ein Zeitglied aufweist, über das der Sicherheitsschalter
(15) zeitverzögert nach dem Schließen der beiden Sperrventile (6) im Schließsinn und
die beiden Sperrventile (6) zeitverzögert nach dem Öffnen des Sicherheitsschalters
(15) im Öffnungssinn ansteuerbar sind.