[0001] Die Erfindung betrifft eine Wickelstation zum Aufwickeln von Bandmaterial, insbesondere
von Aluminiumfolienband zu einer Mehrzahl parallel zueinander angeordneter Bandrollen,
mit einer Wickelwelle zur Aufnahme der Bandrollen und einer Kontaktwalzeneinheit,
deren Abstand zur Wickelwelle mittels einer Zustelleinrichtung verstellbar ist, so
dass der Abstand zwischen der Wickelwelle und der Kontaktwalzeneinheit entsprechend
dem Radius der auf der Wickelwelle ausgebildeten Bandrollen einstellbar ist, derart,
dass die Kontaktwalzeneinheit mit definierter Kontaktkraft an einem Bandrollenumfang
der Bandrollen anliegt.
[0002] Wickelstationen der eingangs genannten Art werden insbesondere in Kombination mit
einer Schneidstation eingesetzt, in der eine mehrfache Längsteilung eines Folienbands
erfolgt und durch die Längsteilung des Folienbands erzeugte Einzelbänder gruppenweise
zusammengefasst der Wickelstation mittels einer Bandzuführeinrichtung zugeführt werden.
[0003] Aus der
DE 10 2008 023 604 A1 ist eine Wickelstation bekannt, die in Bandlaufrichtung einer Schneidstation nachgeordnet
ist und eine Wickelwelle sowie eine parallel zur Wickelwelle angeordnete Kontaktwalzeneinheit
aufweist, die mittels einer Zustelleinrichtung derart gegenüber der Wickelwelle verschwenkbar
ist, dass der Abstand zwischen der Wickelwelle und der Kontaktwalzeneinheit entsprechend
dem Radius der auf der Wickelwelle ausgebildeten Bandrollen einstellbar ist und die
Kontaktwalzeneinheit mit definierter Kontaktkraft am Bandrollenumfang anliegt.
[0004] Die Kontaktwalzeneinheit der bekannten Wickelstation weist einen Walzenkörper auf,
der zur Aufbringung der Kontaktkraft mit seinem Walzenumfang an sämtlichen Bandrollen
anliegt.
[0005] Es hat sich nun herausgestellt, dass es insbesondere aufgrund differierender Schnittkräfte
der einzelnen parallel zueinander in der Schneidstation angeordneten Schneidmesserpaarungen
zu differierenden Bahnspannungen in den Einzelbändern kommen kann. Dies kann dazu
führen, dass trotz einer einheitlich auf die verschiedenen Bandrollen aufgebrachten
Kontaktkraft der Kontaktwalzeneinheit die Bandrollen nach ihrer Fertigstellung unterschiedliche
Durchmesser aufweisen, oder auch, dass es aufgrund von Schnittkantendeformationen
in Kombination mit einer unzureichenden Kontaktkraft zu unerwünschten Formtoleranzen
der Bandrollen, insbesondere zu Unrundheiten der Bandrollen kommen kann.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Wickelstation vorzuschlagen,
die die Kompensation differierender Bahnspannungen in den Einzelbändern und insbesondere
die Vermeidung unerwünschter Formtoleranzen an den Bandrollen ermöglicht.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe weist die erfindungsgemäße Wickelstation die Merkmale des
Anspruchs 1 auf.
[0008] Die erfindungsgemäße Wickelstation weist eine Kontaktwalzeneinheit auf, die mit einer
Mehrzahl von Walzenkörpern versehen ist, welche mit einzelnen Bandrollen oder einer
Bandrollengruppe der auf der Wickelwelle aufgenommenen Bandrollen zusammenwirken.
[0009] Der Erfindung liegt der Ansatz zugrunde, durch eine Wickelstation, deren Kontaktwalzeneinheit
im Vergleich zu der bekannten Kontaktwalzeneinheit nicht nur einen Walzenkörper, sondern
eine Mehrzahl von Walzenkörpern aufweist, eine individuelle Einstellung der Kontaktkraft,
mit der der jeweilige Walzenkörper an der zugeordneten Bandrolle oder der zugeordneten
Gruppe von Bandrollen anliegt, zu ermöglichen. Idealerweise weist dabei die Kontaktwalzeneinheit
eine ausreichende Anzahl von Walzenkörpern auf, um jeder einzelnen Bandrolle einen
separaten Walzenkörper zuzuordnen. Versuche haben jedoch auch gezeigt, dass bereits
eine Reduzierung der Anzahl der einem einzelnen Walzenkörper zugeordneten Bandrollen
ein besseres Ergebnis, also eine bessere Qualität des Aufwickelvorgangs ermöglicht,
als es bei einer Kontaktwalzeneinheit mit einem einzelnen durchgehenden Walzenkörper
der Fall ist, der zur Anlage gegen sämtliche Bandrollen bestimmt ist.
[0010] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Walzenkörper auf einem Walzenträger der Kontaktwalzeneinheit
um eine Rotationsachse drehbar gelagert sind, so dass der Walzenträger in seiner Gesamtheit
zur Grundeinstellung, also zur Einstellung eines definierten Abstands gegenüber der
Wickelwelle gegen die Wickelwelle verschwenkt oder translatorisch verfahren werden
kann, und die jeweilige Anpassung des Abstandes zwischen einem Walzenkörper und der
zugeordneten Bandrolle durch eine Verstellung des Walzenkörpers gegenüber dem Walzenträger
erfolgt.
[0011] Diese individuelle Relativverstellung des jeweiligen Walzenkörpers gegenüber der
zugeordneten Bandrolle kann besonders vorteilhaft dadurch erzielt werden, dass der
Walzenträger mit jeweils individuell einem Walzenkörper zugeordneten Vorspanneinrichtungen
versehen ist, so dass der Abstand bzw. die Kontaktkraft bezogen auf jede Bandrolle
individuell einstellbar ist.
[0012] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform, die eine konstruktiv gut in die
Kontaktwalzeneinheit zu integrierende Vorspanneinrichtung vorsieht, weist die Vorspanneinrichtung
eine Federanordnung auf, die vorteilhaft auf Unrundheiten der Bahnrolle mit einer
kurzzeitigen Erhöhung der Kontaktkraft reagiert und somit im Ergebnis eine "Einebnung"
der Unrundheiten ermöglicht.
[0013] Besonders gute Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn die Vorspanneinrichtung darüber
hinaus mit einer Dämpfereinrichtung versehen ist.
[0014] Wenn in einer besonderen Ausführungsform die Vorspanneinrichtung zwischen einem inneren
drehfest auf der Rotationsachse angeordneten Stützring des Walzenträgers und einem
Lagerring des Walzenträgers angeordnet ist, auf dem die Walzenkörper drehbar gelagert
sind, ist es möglich, die Federanordnung axial in Richtung der gewünschten Kontaktkraft
auszurichten, um somit eine besonders funktionssichere und reproduzierbar einstellbare
Vorspanneinrichtung zu ermöglichen.
[0015] Wie sich herausgestellt hat, sind insbesondere bei geringen Folienbandstärken besonders
gute Wickelergebnisse erzielbar, wenn auf einer Bandzuführseite der Wickelwelle zusätzlich
zu der auf einer Rückseite der Wickelwelle angeordneten Kontaktwalzeneinheit eine
weitere Kontaktwalzeneinheit angeordnet ist, die zumindest einen Walzenkörper aufweist,
der mittels einer Zustelleinrichtung derart gegenüber der Wickelwelle verstellbar
ist, dass eine tangentiale Zuführung des Bandmaterials zu einem Bandrollenumfang der
auf der Wickelwelle ausgebildeten Bandrollen erfolgt.
[0016] Wenn darüber hinaus die Zustelleinrichtung mit einer Umschalteinrichtung versehen
ist, die eine Umschaltung der Kontaktwalzeneinheit von einem Kontaktmodus, in der
der Walzenkörper der Kontaktwalzeneinheit mit definierter Kontaktkraft an dem Bandrollenumfang
der Bandrollen anliegt, in einen Umlenkmodus ermöglicht, in dem der Walzenkörper mit
definiertem Abstand vom Bandrollenumfang der Bandrollen angeordnet ist, lässt sich
die Konfiguration der Wickelstation an unterschiedliche Phasen des Aufwickelvorgangs
anpassen, so dass beispielsweise in einer Endphase des Aufwickelvorgangs für die weitere
Kontaktwalzeneinheit der Umlenkmodus gewählt wird, in dem die Kontaktwalzeneinheit
mit Abstand zum Bandrollenumfang angeordnet ist, und in einer Anfangsphase des Aufwickelvorgangs
die weitere Kontaktwalzeneinheit in dem Kontaktmodus betrieben wird, um die Wirkung
der auf der Rückseite der Wickelwelle angeordneten Kontaktwalzeneinheit zu unterstützen.
[0017] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Aufwickeln von Bandmaterial zu einer Mehrzahl
parallel zueinander auf einer Wickelwelle angeordneten Bandrollen, bei dem ein Bandrollenumfang
der Bandrollen während des Aufwickelns mittels einer in ihrem Abstand zur Wickelwelle
mittels einer Zustelleinrichtung kontinuierlich verstellten Kontaktwalzeneinheit mit
einer definierten Kontaktkraft beaufschlagt wird, werden die Bandrollen mit einer
Mehrzahl von Walzenkörpern der Kontaktwalzeneinheit beaufschlagt, derart, dass einzelne
oder eine Bandrollengruppe der auf der Wickelwelle aufgenommenen Bandrollen mittels
jeweils eines Walzenkörpers mit der Kontaktkraft beaufschlagt werden.
[0018] Vorzugsweise wird dabei jeder Bandrolle ein Walzenkörper der Kontaktwalzeneinheit
zugeordnet.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es, wenn während die Bandrollen auf einer Rückseite der
Wickelwelle mit den Walzenkörpern der Kontaktwalzeneinheit beaufschlagt werden, auf
einer Bandzuführseite der Wickelwelle eine tangentiale Zuführung des Bandmaterials
zu einem Bandrollenumfang mittels einer weiteren Kontaktwalzeneinheit erfolgt.
[0020] Insbesondere in einer Anfangsphase des Wickelverfahrens ist es vorteilhaft, wenn
die weitere Kontaktwalzeneinheit während der tangentialen Bandzuführung in einem Kontaktmodus
betrieben wird, in dem die Kontaktwalzeneinheit mit definierter Kontaktkraft am Bandrollenumfang
anliegt.
[0021] In einer anderen Phase, also beispielsweise dann, wenn der Bandrollenumfang bereits
dem endgültigen Bandrollenumfang angenähert ist, kann es von besonderem Vorteil sein,
wenn die weitere Kontaktwalzeneinheit während der tangentialen Bandzuführung in einem
Umlenkmodus mit definiertem Abstand vom Bandrollenumfang angeordnet ist.
[0022] Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Wickelstation anhand der Zeichnung
näher erläutert.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Wickelstation in Seitenansicht mit einer auf einer Rückseite einer Aufwickelwelle
angeordneten Kontaktwalzeneinheit;
- Fig. 2
- die in Fig. 1 dargestellte Kontaktwalzeneinheit gemäß Ansicht II in Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Schnittdarstellung der in Fig. 2 gezeigten Kontaktwalzeneinheit gemäß Schnittlinienverlauf III-III.
[0024] Fig. 1 zeigt eine Wickelstation 10, die in Bandzuführrichtung 11 einer hier nicht näher
dargestellten Schneidstation nachgeordnet ist, welche ein Folienband in eine Mehrzahl
von parallel zueinander verlaufende Einzelbänder 12 unterteilt, die zur Ausbildung
von Bandrollen 13 auf eine Wickelwelle 14 der Wickelstation 10 aufgewickelt werden.
Die Wickelstation 10 weist zur Lagerung der Wickelwelle 14 ein Traggestell 15 auf,
an das eine hier nicht näher dargestellte Antriebseinrichtung zum Drehantrieb der
Wickelwelle 14 angeschlossen ist.
[0025] In
Fig. 1 ist mit strichpunktiertem Verlauf ein maximaler Bandrollenumfang 16 angedeutet, der
sich infolge eines kontinuierlichen Aufwickelvorgangs am Ende einer Wickelphase einstellt.
Um eine gleichmäßige Zuführung der Einzelbänder 12 zur Wickelwelle 14 mit im Wesentlichen
konstanter Bahnspannung vom Beginn des Wickelvorgangs bis hin zur Fertigstellung der
Bandrollen 13 und somit eine konstante Wickelgüte zu ermöglichen, kann das Traggestell
15 während des Wickelvorgangs in Bandzuführrichtung 11 in einem Maschinengestell 43
translatorisch vorbewegt werden. Die Steuerung der translatorischen Vorwärtsbewegung
erfolgt dabei mittelbar über eine Kontaktkraftmessung, wobei am Umfang der sich beim
Aufwickeln stetig vergrößernden Bandrollen 13 eine Kontaktwalzeneinheit 17 anliegt,
die eine Messung der Kontaktkraft ermöglicht und mit der Vorgabe einer konstanten
Sollgröße für die Kontaktkraft eine entsprechende Ansteuerung einer hier nicht näher
dargestellten Antriebseinrichtung zum translatorischen Verfahren des Traggestells
15 ermöglicht.
[0026] Die in
Fig. 1 beispielhaft dargestellte Kontaktwalzeneinheit 17 ist gegenüber einem oberhalb der
Wickelwelle 14 angeordneten Führungsgestell 18 mittels einer hier als Führungsschlitten
ausgeführten Zustelleinrichtung 19 translatorisch verfahrbar sowie mittels eines Schwenkgestells
20 gegenüber der Wickelwelle 14 verschwenkbar. Zwischen der Zustelleinrichtung 19
und dem Schwenkgestell 20 ist ein Kraftzylinder 21 angeordnet, der, beispielsweise
als Pneumatikzylinder ausgeführt, die Einstellung einer auf das Schwenkgestell 20
wirkenden Kontaktkraft ermöglicht, mit der die Kontaktwalzeneinheit 17 zur Anlage
gegen den Bandrollenumfang 16 der Bandrollen 13 gebracht wird.
[0027] Wie die in
Fig. 2 dargestellte Ansicht zeigt, weist die Kontaktwalzeneinheit 17 eine Mehrzahl von Walzenkörpern
22 auf, die auf einem gemeinsamen Walzenträger 23 angeordnet sind, der mit seinen
axialen Enden 24, 25 in Schwenkhebeln 26 des Schwenkgestells 20 um eine Achse 44 drehbar
gelagert ist. Wie
Fig. 2 ferner zeigt, ist jeder Bandrolle 13 ein Walzenkörper 22 der Kontaktwalzeneinheit
17 eindeutig zugeordnet, so dass die von jeweils einer Bandrolle 13 und einem Walzenkörper
22 gebildeten Kontaktpaarungen unabhängig voneinander sind.
[0028] Wie
Fig. 3 zeigt, ist jedem Walzenkörper 22 der Kontaktwalzeneinheit 17 eine Vorspanneinrichtung
27 zugeordnet, die im vorliegenden Fall als Federeinrichtung ausgebildet ist, mit
zwei Druckfedern 28, 29, die auf einer gemeinsamen, quer zum Bandrollenumfang 16 ausgerichteten
Kontaktkraftachse 30 angeordnet sind. Die Druckfedern 28, 29 stützen sich mit ihren
inneren Federenden 32 auf der der Wickelwelle 14 zugewandten Seite an einem Stützring
31 ab, der für die Federenden 32 Federaufnahmen 33 aufweist und drehfest auf dem Walzenträger
23 gelagert ist. Die äußeren Federenden 34 der Druckfedern 28, 29 stützen sich in
Federaufnahmen 35 eines drehfest auf dem Stützring 31 angeordneten Lagerrings 36 ab,
auf dem der Walzenkörper 22 drehbar gelagert ist. Hierzu ist bei dem in
Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel der Lagerring 36 als Lagerinnenring ausgebildet
und der Walzenkörper 22 als Lageraußenring, zwischen denen eine Wälzkörperanordnung
37 angeordnet ist.
[0029] Wie anhand der schematischen Darstellung in
Fig. 3 nachvollziehbar ist, erzeugen aufgrund von Formtoleranzen auf dem Bandrollenumfang
16 einer Bandrolle 13 ausgebildete lokale Erhöhungen E, die beispielsweise infolge
einer nicht konstanten Bandspannung beim Aufwickelvorgang der Bandrolle 13 entstehen
können, bei Erreichen eines Schnittspunkts mit der Kontaktkraftachse 30 eine Auslenkung
der auf der Kontaktkraftachse 30 angeordneten Druckfedern 28, 29 mit Erzeugung einer
entsprechenden Federkraft F, die eine kurzzeitige Erhöhung der Kontaktkraft K, mit
der der Walzenkörper 22 an der Bandrolle 13 anliegt, bewirkt. Somit kann in gewissem
Umfang eine Kompensation von durch Bahnspannungsschwankungen oder auch Schnittkantendeformationen
an den Einzelbändern 12 hervorgerufenen Deformationen erreicht werden.
[0030] Um eine Dämpfung der translatorischen Ausweichbewegungen des Walzenkörpers 22 zu
erreichen, kann ergänzend zu der im vorliegenden Beispiel durch die Druckfedern 28,
29 gebildeten Vorspanneinrichtung 27 eine geeignete Dämpfungseinrichtung vorgesehen
werden, die beispielsweise einen Verdrängungsraum für ein viskoses Medium innerhalb
des Stützrings 31 aufweisen kann.
[0031] Wie
Fig. 1 zu entnehmen ist, kann in einer besonderen Ausführungsform zusätzlich zu der auf
einer Rückseite 39 der Wickelwelle 14 angeordneten Kontaktwalzeneinheit 17 auf einer
Bandzuführseite 40 der Wickelwelle 14 eine weitere Kontaktwalzeneinheit 41 angeordnet
werden, die mittels einer Zustelleinrichtung 42 gegenüber der Wickelwelle 14 verstellbar
ist, wobei die Zustelleinrichtung 42 mit einer hier nicht näher dargestellten Umschalteinrichtung
versehen ist, die in einem in
Fig. 1 dargestellten Kontaktmodus, in dem die Kontaktwalzeneinheit 41 mit einer definierten
Kontaktkraft gegen den Bandrollenumfang 16 der Bandrolle 13 verschwenkt wird, und
einem in
Fig. 1 mit strichpunktiertem Linienverlauf dargestellten Umlenkmodus, in dem die Kontaktwalzeneinheit
41 mit Abstand A von dem Umfang der Bandrolle 13 angeordnet ist, ermöglicht.
[0032] Die weitere Kontaktwalzeneinheit 41 kann in derselben Art und Weise ausgebildet sein,
wie die vorstehend beschriebene Kontaktwalzeneinheit 17. Die weitere Kontaktwalzeneinheit
41 kann jedoch auch in einer einfacheren Ausführungsvariante mit einem einzigen durchgehend
auf einem Walzenträger 23 ausgebildeten Walzenkörper versehen sein, der mit seiner
axialen Erstreckung sämtliche Bandrollen 13 überdeckt.
1. Wickelstation (10) zum Aufwickeln von Bandmaterial, insbesondere von Aluminiumfolienband,
zu einer Mehrzahl parallel zueinander angeordneter Bandrollen (13), mit einer Wickelwelle
(14) zur Aufnahme der Bandrollen und einer Kontaktwalzeneinheit (17), deren Abstand
zur Wickelwelle mittels einer Zustelleinrichtung (19) verstellbar ist, so dass der
Abstand zwischen der Wickelwelle und der Kontaktwalzeneinheit entsprechend dem Radius
der auf der Wickelwelle ausgebildeten Bandrollen einstellbar ist, derart, dass die
Kontaktwalzeneinheit mit definierter Kontaktkraft an einem Bandrollenumfang (16) der
Bandrollen anliegt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktwalzeneinheit eine Mehrzahl von Walzenkörpern (22) aufweist, die mit einzelnen
Bandrollen oder einer Bandrollengruppe der auf der Wickelwelle aufgenommenen Bandrollen
zusammenwirken.
2. Wickelstation nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Walzenkörper (22) auf einem Walzenträger (23) der Kontaktwalzeneinheit (17) um
eine Rotationsachse (44) drehbar gelagert sind.
3. Wickelstation nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Walzenträger (23) mit einer Mehrzahl von jeweils den Walzenkörpern (22) zugeordneten
Vorspanneinrichtungen (27) versehen ist.
4. Wickelstation nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorspanneinrichtungen (27) eine Federanordnung aufweisen.
5. Wickelstation nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorspanneinrichtungen mit einer Dämpfereinrichtung versehen sind.
6. Wickelstation nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorspanneinrichtungen (27) zwischen einem inneren drehfest auf der Rotationsachse
(44) angeordneten Stützring (31) des Walzenträgers (23) und einem Lagerring (36) des
Walzenträgers angeordnet sind, auf dem die Walzenkörper (22) drehbar gelagert sind.
7. Wickelstation nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf einer Bandzuführseite (40) der Wickelwelle (14) zusätzlich zu der auf einer Rückseite
(39) der Wickelwelle angeordneten Kontaktwalzeneinheit (17) eine weitere Kontaktwalzeneinheit
(41) angeordnet ist, die zumindest einen Walzenkörper (22) aufweist, der mittels einer
Zustelleinrichtung (42) derart gegenüber der Wickelwelle verstellbar ist, dass eine
tangentiale Zuführung des Bandmaterials zum Bandrollenumfang (16) der auf der Wickelwelle
ausgebildeten Bandrollen (13) erfolgt.
8. Wickelstation nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zustelleinrichtung (42) eine Umschalteinrichtung aufweist zur Umschaltung der
Kontaktwalzeneinheit (41) von einem Kontaktmodus, in dem der Walzenkörper (22) der
Kontaktwalzeneinheit mit definierter Kontaktkraft an dem Bandrollenumfang (16) der
Bandrollen (13) anliegt, in einen Umlenkmodus, in dem der Walzenkörper mit definiertem
Abstand A vom Bandrollenumfang der Bandrollen angeordnet ist.
9. Verfahren zum Aufwickeln von Bandmaterial zu einer Mehrzahl parallel zueinander auf
einer Wickelwelle (14) angeordneter Bandrollen (13), bei dem ein Bandrollenumfang
(16) der Bandrollen während des Aufwickelns mittels einer in ihrem Abstand zur Wickelwelle
mittels einer Zustelleinrichtung (19) kontinuierlich verstellten Kontaktwalzeneinheit
(17) mit einer definierten Kontaktkraft beaufschlagt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bandrollen mit einer Mehrzahl von Walzenkörpern (22) der Kontaktwalzeneinheit
beaufschlagt werden, derart, das einzelne oder eine Bandrollengruppe der auf der Wickelwelle
aufgenommenen Bandrollen mittels jeweils eines Walzenkörpers mit der Kontaktkraft
beaufschlagt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Bandrolle (13) ein Walzenkörper (22) der Kontaktwalzeneinheit (17) zugeordnet
ist.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass während der Beaufschlagung der Bandrollen (13) mit den Walzenkörpern (22) der Kontaktwalzeneinheit
(17) auf einer Rückseite (39) der Wickelwelle (14) eine tangentiale Zuführung des
Bandmaterial zu einem Bandrollenumfang (16) auf einer der Rückseite gegenüberliegenden
Bandzuführseite (40) mittels einer weiteren Kontaktwalzeneinheit (41) erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die weitere Kontaktwalzeneinheit (41) während der tangentialen Bandzuführung in einem
Umlenkmodus mit definiertem Abstand A zum Bandrollenumfang (16) angeordnet ist.
13. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die weitere Kontaktwalzeneinheit (41) während der tangentialen Bandzuführung in einem
Kontaktmodus mit definierter Kontaktkraft an dem Bandrollenumfang (16) der Bandrollen
(13) anliegt.