[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Richten eines Raketenabschussbehälters
mit einem Seitenrichtteil und einem an dem Seitenrichtteil angeordneten Höhenrichtteil
zur Aufnahme des Raketenabschussbehälters. Weitere Gegenstände der Erfindung bilden
eine Abschussvorrichtung mit einer solchen Vorrichtung sowie ein Verfahren zum Richten
eines Raketenabschussbehälters mit einem Seitenrichtteil und einem an dem Seitenrichtteil
angeordneten Höhenrichtteil zur Aufnahme des Raketenabschussbehälters.
[0002] Eine solche Vorrichtung zum Richten eines Raketenabschussbehälters, sowie ein Verfahren
zum Richten des Raketenabschussbehälters sind aus der
DE 1 259 737 B bekannt. Zum Verschießen unterschiedlicher Arten von Raketen, wie beispielsweise
gelenkten oder ungelenkten Raketen, werden häufig mobile Raketenabschussbehälter verwendet,
die beispielsweise auf Ketten- oder radgetriebenen Transportfahrzeugen angeordnet
sind.
[0003] Vor dem Verschießen werden die Raketenabschussbehälter aus einer kompakteren Transportstellung
zunächst grob gerichtet bis eine Richtstellung erreicht ist, in welcher sich der Raketenabschussbehälter
und damit die in diesem bevorrateten Raketen in einer bestimmten Vorausrichtung befinden.
Wird nun beispielsweise über einen Radarsensor ein zu bekämpfendes Ziel erkannt, wird
der Raketenabschussbehälter aus dieser Richtstellung heraus noch einmal fein gerichtet
bis eine exakt ausgerichtete Abschussstellung erreicht ist. Diese Art des Grobrichtens
mit anschließendem Feinrichten ist zur Reduktion der Zeit zwischen der Erkennung und
der Bekämpfung eines Ziels weit verbreitet.
[0004] Die hierzu verwendeten Richtvorrichtungen weisen ein Seitenrichtteil und ein an dem
Seitenrichtteil angeordnetes Höhenrichtteil auf. Das Seitenrichtteil ist üblicherweise
auf einer Transportplattform eines Transportfahrzeugs angeordnet und um eine sich
im Wesentlichen vertikal erstreckende Azimutrichtachse seitlich richtbar. Das Höhenrichtteil
ist an dem Seitenrichtteil um eine sich im Wesentlichen horizontal erstreckende Elevationsrichtachse
elevierbar gelagert und dient zur Aufnahme des Raketenabschussbehälters.
[0005] Da die Richtvorrichtung während des Transports eine möglichst kompakte Stellung einnehmen
soll und Beeinträchtigungen der Transportplattform beim Verschießen der Raketen möglichst
vermieden werden sollen, wird die Elevationsrichtachse zumeist im hinteren Endbereich
des Höhenrichtteils bzw. des auf dem Höhenrichtteil angeordneten Raketenabschussbehälters
nahe der Transportplattform angeordnet. Bei geringen Elevationswinkeln lässt sich
hierdurch eine kompakte Transportstellung erreichen. Gleichzeitig können die sich
beim Verschießen von beispielsweise ungelenkten Raketen ergebenden Abgasstrahlen seitlich
an der Transportplattform vorbei geführt werden, wodurch größere Beeinträchtigung
der Transportplattform vermieden werden.
[0006] Durch die weit hinten liegende Anordnung der Elevationsrichtachse ergibt sich bei
herkömmlichen Richtvorrichtungen jedoch der Nachteil, dass zum Richten des Raketenabschussbehälters
vergleichsweise große Richtmomente zu überwinden sind. Insoweit sind die zum Elevieren
verwendeten Motor- und Getriebekomponenten vergleichsweise groß zu dimensionieren
und es ergeben sich zudem vergleichsweise lange Richtzeiten.
[0007] Aus der
DE 10 2010 016 542 A1 ist es zur Vereinfachung des Grobrichtens bekannt, den Raketenabschussbehälter auf
dem Höhenrichtteil gegenüber der Elevationsrichtachse verfahrbar aufzunehmen. Durch
das Verfahren des Raketenabschussbehälters gegenüber der weit hinten liegenden Elevationsrichtachse
lässt sich die Richtvorrichtung mit vergleichsweise geringem Kraftaufwand aus der
Transportstellung in die Richtstellung überführen. Hierzu wird der Raketenabschussbehälter
zunächst axial verfahren. Sobald der Schwerpunkt des Raketenabschussbehälters in etwa
im Bereich der Elevationsrichtachse liegt, wird das Höhenrichtteil und mit diesem
der Raketenabschussbehälter mit vergleichsweise geringem Kraftaufwand eleviert. Anschließend
wird der Raketenabschussbehälter axial zurückgefahren, wonach dann die Richtstellung
des Raketenabschussbehälters erreicht ist. Diese Richtstellung bildet eine Art Vorausrichtung,
aus welcher der Raketenabschussbehälter nun im Falle einer Zielerkennung feingerichtet
werden kann.
[0008] Bei dieser Richtvorrichtung werden durch die in der Abschussstellung weit hinten
liegende Elevationsrichtachse Beeinträchtigungen der Transportplattform zwar vermieden
und der Kraftaufwand beim Grobrichten gering gehalten, als nachteilig hat sich jedoch
erwiesen, dass die Richtmomente beim Feinrichten vergleichsweise groß und die entsprechenden
Richtzeiten vergleichsweise lang sind.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Richten
eines Raketenabschussbehälters anzugeben, welche sich durch gute Transporteigenschaften
und geringe Abschussbeeinträchtigungen bei gleichzeitig verbesserten Richteigenschaften
auszeichnen.
[0010] Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art durch die Merkmale
des unabhängigen Anspruches 1 gelöst. Durch das an dem Seitenrichtteil angeordnete
Hubelement lassen sich auf einfache Art und Weise gute Transporteigenschaften und
geringe Abschussbeeinträchtigungen bei gleichzeitig geringen Richtmomenten realisieren.
Durch Betätigung des Hubelements ist es möglich, die Richtvorrichtung zu Transportzwecken
in eine kompakte Transportstellung zu überführen. Gleichzeitig kann die Elevationsrichtachse
nahe dem Schwerpunkt des Raketenabschussbehälters angeordnet werden, wodurch sich
während des gesamten Richtvorgangs gute Richteigenschaften ergeben. Zudem lassen sich
durch das Anheben des Höhenrichtteils die Beeinträchtigungen beim Verschießen der
Raketen gering halten. Nach unabhängigem Anspruch 1 ist das Hubelement als schwenkbarer
Aufstellhebel ausgebildet. Durch Verschwenken des als Aufstellhebel ausgebildeten
Hubelements kann die Richtvorrichtung mit einfachen Mitteln aus deren kompakterer
Transportstellung in die Richtstellung überführt werden, aus welcher der Raketenabschussbehälter
dann mit geringem Kraftaufwand auf ein zu bekämpfendes Ziel gerichtet werden kann.
Zudem kann das Höhenrichtteil durch Aufstellen des Aufstellhebels gegenüber der Transportplattform
nicht nur angehoben, sondern auch seitlich verlagert werden, wodurch die Gefahr von
Beeinträchtigungen der Transportplattform während der Schussabgabe weiter sinkt.
[0011] Von konstruktivem Vorteil ist ferner eine Ausgestaltung, bei welcher das Seitenrichtteil
eine Azimut-Richtplattform aufweist. Durch die in vertikaler Richtung vergleichsweise
flache Ausbildung der Azimut-Richtplattform kann der Freiraum oberhalb der Azimut-Richtplattform
beispielsweise zum Verschwenken des Abschusscontainers genutzt werden. Auch können
die übrigen Bauteile der Vorrichtung oberhalb der Azimut-Richtplattform zusammengeklappt
angeordnet werden, um eine kompakte Transportstellung zu erreichen.
[0012] In diesem Zusammenhang ist es ferner von Vorteil, wenn ein Ende des Hubelements an
der Azimut-Richtplattform und das andere Ende des Hubelements an dem Höhenrichtteil
angelenkt ist. Auf diese Weise lässt sich die Vorrichtung durch Gegeneinanderverschwenken
des Hubelements und des Höhenrichtteils in eine kompakte, insbesondere zusammengeklappte
Stellung verbringen.
[0013] Ferner wird vorgeschlagen, dass das Hubelement über einen Linearantrieb verschwenkbar
ist. Als Linearantrieb können insbesondere elektromotorische Antriebe verwendet werden.
[0014] In diesem Zusammenhang ist es von Vorteil, wenn der Linearantrieb mit einem Ende
an der Azimut-Richtplattform und mit dem anderen Ende an dem Hubelement angelenkt
ist. Die Anlenkung des Linearantriebs an dem Hubelement kann im Bereich zwischen der
Anlenkung des Hubelements an der Azimut-Richtplattform und der Anlenkung des Hubelements
an dem Höhenrichtteil erfolgen. Aufgrund der Hebelverhältnisse sollte das hubelementseitige
Ende des Linearantriebs möglichst hoch an dem Hubelement angreifen, d. h. möglichst
weit entfernt von der Anlenkung des Hubelements an der Azimut-Richtplattform. Die
gelenkige Anbindung des Linearantriebs erlaubt ein Verschwenken gegenüber dem Hubelement
und der Azimut-Richtplattform, wodurch in der Transportstellung eine kompakte, insbesondere
zusammengeklappte Stellung erreichbar ist. Nach unabhängigem Anspruch 1 ist das Hubelement
teleskopierbar ausgebildet. Durch Teleskopieren des Hubelements lassen sich auch größere
Hübe überwinden, so dass das Höhenrichtteil in der Richt- bzw. Abschussstellung eine
Position vergleichsweise hoch über der Transportplattform einnehmen kann. Nach unabhängigem
Anspruch 1 werden ein Schwenkhub und ein Teleskopierhub zu einem größeren Gesamthub
addiert, wobei die Schwenk- und Teleskopierbewegung des Hubelements entweder überlagert
oder nacheinander durchgeführt werden können.
In diesem Zusammenhang ist es ferner von Vorteil, wenn das Hubelement über einen Linearantrieb
teleskopierbar ist. Das Hubelement kann zwei Teleskopstangen aufweisen, wobei der
Linearantrieb mit einem Ende an der einen Teleskopstange und mit dem anderen Ende
mit der anderen Teleskopstange angebunden ist.
[0015] Vorteilhafterweise sind zwei Hubelemente vorgesehen, die gemeinsam eine Gabelaufnahme
für das Höhenrichtteil bilden. Durch die parallele Anordnung zweier Hubelemente ergibt
sich eine Gabelaufnahme mit einem freien Mittelbereich für das Höhenrichtteil, in
welchem das Höhenrichtteil und der auf dem Höhenrichtteil angeordnete Raketenabschussbehälter
frei schwenken können, so dass sich ein großer Elevationsrichtbereich ergibt. Auch
ergibt sich eine symmetrische Kraftableitung über die auf beiden Seiten des Höhenrichtteils
angeordneten Hubelemente.
[0016] Zur Minimierung der erforderlichen Richtmomente ist es vorteilhaft, wenn sich die
Elevationsrichtachse nahe dem Schwerpunkt des aufmunitionierten Raketenabschussbehälters
erstreckt. Im optimalen Fall erstreckt sich die Elevationsrichtachse durch den Schwerpunkt
des aufmunitionierten Raketenabschussbehälters. Dies wird sich in der Praxis aufgrund
unterschiedlicher Raketenabschussbehälter und Munitionstypen jedoch nicht immer realisieren
lassen. Bevorzugt ist daher eine Ausgestaltung, bei welcher die Elevationsrichtachse
des Höhenrichtteils durch einen den Schwerpunkt des aufmunitionierten Raketenabschussbehälters
einschließenden Schwerpunktkorridor des Raketenabschussbehälters verläuft, der sich
quer zu dessen Abschussrichtung erstreckt. Bevorzugt entspricht die Breite des Abschusskorridors
der Höhe des Raketenabschussbehälters, bevorzugt drei Vierteln der Höhe des Raketenabschussbehälters
und noch bevorzugter der halben Höhe des Raketenabschussbehälters. Durch den Verlauf
der Elevationsrichtachse durch diesen Schwerpunktkorridor lassen sich die Richtmomente
beim Elevieren des Raketenabschussbehälters während des gesamten Richtvorgangs vergleichsweise
gering halten.
[0017] Bei einer Abschussvorrichtung der eingangs genannten Art wird zur Lösung der vorstehenden
Aufgabe vorgeschlagen, dass diese in der zuvor beschriebenen Weise ausgebildet ist,
wodurch sich die sich die im Zusammenhang mit der Vorrichtung beschrieben Vorteile
ergeben.
[0018] In Weiterbildung dieser Abschussvorrichtung wird vorgeschlagen, dass das Seitenrichtteil
auf einer Transportplattform angeordnet ist, wobei das Hubelement des Seitenrichtteils
derart angeordnet ist, dass ein sich beim Verschießen von Raketen ergebender Abgasstrahl
bei einem Elevationswinkel des Höhenrichtteils von bis zu 45 Grad, bevorzugt bis zu
60 Grad, noch bevorzugter bis zu 70 Grad an der Transportplattform vorbeiführt. Der
Abgasstrahl, beispielsweise beim Verschießen von Kurzstreckenraketen, wird sich aufgrund
dessen nach hinten aufweitenden Abgaswinkels und der in der Umgebungsluft auftretenden
Verwirbelungen usw. in der Praxis nicht vollständig von der Transportplattform fern
halten lassen. Unter dem Abgasstrahl im Sinne der vorliegenden Erfindung wird daher
erfindungsgemäß die geometrische Verlängerung des Raketenabschussbehälters entgegen
der Abschussrichtung verstanden, wodurch dann die wesentlichen Teile des Abgasstrahls
auch in der Praxis an der Transportplattform vorbeigeführt werden.
Bei einem Verfahren der eingangs genannten Art wird zur Lösung der vorstehend genannten
Aufgabe der Gegenstand des unabhängigen Verfahrensanspruch 11 vorgeschlagen. Durch
Anheben des Höhenrichtteils lassen sich auf einfache Art und Weise gute Transporteigenschaften
und geringe Abschussbeeinträchtigungen bei gleichzeitig geringen Richtmomenten realisieren.
Durch Absenken des Höhenrichtteils ist es möglich, die Richtvorrichtung zu Transportzwecken
in eine kompakte Transportstellung zu überführen. Gleichzeitig kann die Elevationsrichtachse
nahe dem Schwerpunkt des Raketenabschussbehälters angeordnet werden, wodurch sich
während des gesamten Richtvorgangs gute Richteigenschaften ergeben. Zudem lassen sich
durch das Anheben des Höhenrichtteils die Beeinträchtigungen beim Verschießen der
Raketen gering halten.
[0019] Weitere Einzelheiten und Vorteile einer Vorrichtung wie auch eines Verfahrens zum
Richten eines Raketenabschussbehälters sowie einer eine solche Vorrichtung aufweisenden
Abschussvorrichtung werden nachfolgend anhand der Darstellungen eines Ausführungsbeispiels
in den beigefügten Zeichnungen erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- in perspektivischer Ansicht eine Abschussvorrichtung in deren Transportstellung,
- Fig. 2
- eine seitliche Ansicht gemäß der Darstellung in Fig. 1,
- Fig. 3
- eine der Ansicht in Fig. 1 entsprechende Darstellung, in welcher eine Transporthaube
entfernt wurde,
- Fig. 4
- eine seitliche Ansicht gemäß der Darstellung in Fig. 3,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht der Abschussvorrichtung in einer Zwischenstellung, in
welcher der Raketenabschussbehälter etwas angehoben wurde,
- Fig. 6
- eine seitliche Ansicht gemäß der Darstellung in Fig. 5,
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht der Abschussvorrichtung in einer weiteren Zwischenstellung,
in welcher der Raketenabschussbehälter maximal angehoben wurde,
- Fig. 8
- eine seitliche Ansicht gemäß der Darstellung in Fig. 7,
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht, der Abschussvorrichtung in der Richtstellung,
- Fig. 10
- eine seitliche Ansicht gemäß der Darstellung in Fig. 9,
- Fig. 11
- zur Veranschaulichung des Richtbereichs der Richtvorrichtung eine Darstellung, in
welcher der Raketenabschussbehälter den maximalen Elevationswinkel von 90 Grad einnimmt,
- Fig. 12
- eine seitliche Ansicht gemäß der Darstellung in Fig. 11,
- Fig. 13
- eine perspektivische Ansicht, der Abschussvorrichtung in der Abschussstellung und
- Fig. 14
- eine seitliche Ansicht gemäß der Darstellung in Fig. 13.
[0020] Die Darstellung in Fig. 1 zeigt in perspektivischer Ansicht eine Abschussvorrichtung
50 zum Verschießen von Raketen aus einem mehrere Raketen aufweisenden Raketenabschussbehälter
20. Bei den aus dem Abschussbehälter 20 zu verschießenden Raketen handelt es sich
um Flugkörper mit einem eigenen Antrieb, die verschieden ausgeführt sein können, beispielsweise
als gelenkte oder ungelenkte Flugkörper, als Kurzstreckenraketen oder ähnliche Flugkörper.
[0021] Derartige Abschussvorrichtungen 50 werden häufig in Krisengebieten eingesetzt, in
welchen sie oftmals an unterschiedlichen Einsatzorten eingesetzt werden, und bestehen
im Wesentlichen aus einer auf einer Transportplattform 51 angeordneten Richtvorrichtung
1 zum Richten des Raketenabschussbehälters 20.
[0022] Beim Ausführungsbeispiel ist die Abschussvorrichtung 50 innerhalb eines Transportcontainers
52 angeordnet, der aus einer abnehmbaren Haube 53 und einem die Transportplattform
51 der Richtvorrichtung 1 bildenden Containerboden besteht. Es handelt sich um einen
standardisierten Transportcontainer 52, welcher mit ganz unterschiedlichen Transportfahrzeugen,
wie beispielsweise LKWs, Flugzeugen, Schiffen usw. transportiert werden kann. Die
Abschussvorrichtung kann nach dem Transport zu deren Einsatzort wahlweise direkt auf
dem Transportfahrzeug, also beispielsweise einem LKW oder einem Schiff, oder in von
diesem abgesetzter Stellung eingesetzt werden.
[0023] Fig. 1 zeigt die Transportstellung der Abschussvorrichtung 50, in welcher die Richtvorrichtung
1 eine kompaktere Stellung einnimmt, so dass diese innerhalb des Containers 52 untergebracht
werden kann. Alternativ wäre es auch denkbar, diese nach Art einer Selbstfahrlafette
direkt auf einem Transportfahrzeug, wie beispielsweise einem ketten- oder radgetriebenen
Militärfahrzeug anzuordnen.
[0024] Wie nachfolgend im Einzelnen dargelegt werden wird, zeichnet sich die erfindungsgemäße
Richtvorrichtung 1 insbesondere durch gute Transporteigenschaften, geringe Abschussbeeinträchtigungen
beim Verschuss der Raketen und gleichzeitig verbesserte Richteigenschaften aus, wozu
ein Hubelement 4 zum Anheben und Absenken des Raketenabschussbehälters 20 vorgesehen
ist. Dies soll nachfolgend anhand der Figuren im Einzelnen erläutert werden.
[0025] Die Fig. 1 und 2 zeigen zunächst die Transportstellung der Abschussvorrichtung 1.
In der Transportstellung befindet sich der als auswechselbarer Abschusscontainer ausgebildete
Raketenabschussbehälter 20 in einer im Wesentlichen waagerechten Stellung im Inneren
des Containers 52. In dieser Stellung nimmt die Richtvorrichtung 1 eine sehr kompakte
Stellung ein, so dass sich sowohl die Richtvorrichtung 1 als auch der auf dieser auswechselbar
angeordnete Raketenabschussbehälter 20 innerhalb des Containers 52 unterbringen lassen.
[0026] Um die Abschussvorrichtung 50 in einen Zustand der Kampfbereitschaft zu überführen,
wird zunächst die Haube 53 des Containers von dem als Transportplattform 51 dienenden
Containerboden entfernt.
[0027] Diese Stellung ist in den Fig. 3 und 4 veranschaulicht. Der Raketenabschussbehälter
20 befindet sich in dieser Position noch in einer waagerechten Ausrichtung innerhalb
der Kontur des Containers 51. Neben dem Raketenabschussbehälter 20 und der Richtvorrichtung
1 befindet sich als weiteres Element der Abschussvorrichtung 50 ein Stauraum 54 innerhalb
des Containers 52. Dieser ist von im Querschnitt etwa L-förmiger Geometrie und ebenso
wie die Richtvorrichtung 1 auf der Transportplattform 51 angeordnet. In dem Stauraum
54 können verschiedene Einrichtungen zum Betrieb der Abschussvorrichtung 50, wie beispielsweise
ein Aggregat zur Stromerzeugung, elektrische Steuerungs- und Regelungskomponenten
für die Richtanlage, Elektronikkomponenten usw., oder auch sonstige Gegenstände wie
beispielsweise Werkzeuge, Schmierstoffe o.ä., angeordnet werden.
[0028] Im Bereich zwischen der Transportplattform 51 und dem Raketenabschussbehälter 20
ist die Richtvorrichtung 1 in einer kompakt zusammengeklappten Stellung zu erkennen.
[0029] Die Richtvorrichtung 1 weist als wesentliche Bestandteile ein Seitenrichtteil 2 sowie
ein Höhenrichtteil 3 auf.
[0030] Das Seitenrichtteil 2 ist um die in Fig. 3 schematisch eingezeichnete, vertikal verlaufende
Azimut-Richtachse A seitlich richtbar. Das Seitenrichtteil 2 weist eine platten- bzw.
rahmenförmige Azimut-Richtplattform 5 und an dieser zwei Hubelemente 4 auf. Die Hubelemente
4 sind im Bereich ihres einen Endes 4.1 mit der Azimut-Richtplattform 5 und im Bereich
ihres anderen Endes 4.2 mit dem Höhenrichtteil 3 schwenkbar gekoppelt.
[0031] Das Höhenrichtteil 3 ist um die in Fig. 3 ebenfalls schematisch eingezeichnete Elevationsrichtachse
E höhenrichtbar an dem Seitenrichtteil 2 angeordnet. Das Höhenrichtteil 3 dient zur
Aufnahme des Raketen-Raketenabschussbehälters 20 und ist von in etwa U-förmigem Querschnitt.
Das Höhenrichtteil 3 bildet eine Art wiegenförmige Aufnahme für den Raketenabschussbehälter
20, welcher beim Ausführungsbeispiel von in etwa quader- bzw. kastenförmiger Geometrie
ist und zur Aufnahme mehrerer Raketen dient, die in den Figuren nicht im Einzelnen
dargestellt sind. Wie nachfolgend noch näher zu erläutern sein wird, verläuft die
Elevationsrichtachse E des Höhenrichtteils 3 durch den Schwerpunkt des aufmunitionierten
Raketenabschussbehälters 20, wodurch sich ein günstiges Richtverhalten mit nur geringen
Richtmomenten ergibt.
[0032] Nachdem die Containerhaube 53 entfernt wurde, können in einem nächsten Schritt gemäß
den Darstellungen in den Fig. 5 und 6 die Hubelemente 4 betätigt und damit das Höhenrichtteil
3 angehoben werden. Die Hubelemente 4 sind hierzu als aktive Hubelemente 4 ausgebildet,
sich die unter Zufuhr elektrischer Energie selbsttätig in eine Hubstellung überführen
lassen.
[0033] Wie der Vergleich beispielsweise zwischen den Darstellungen in den Figuren 3 und
5 erkennen lässt, sind die Hubelemente 4 als schwenkbare Aufstellhebel ausgebildet,
die um eine erste Schwenkachse S
1 an der Azimut-Richtplattform 5 und um eine zweite Schwenkachse S
2 schwenkbar mit dem Höhenrichtteil 3 gekoppelt sind. Durch Verschwenken der Hubelemente
4 nimmt das Höhenrichtteil 3 und mit diesem der Raketenabschussbehälter 20 die in
den Fig. 5 und 6 dargestellte, gegenüber der zuvor beschriebenen Transportstellung
erhöhte Zwischenstellung ein. Wie die Darstellung in Fig. 6 dies veranschaulicht,
ergibt sich durch Aufstellen des Hubelements 4 ein Schwenkhub SH, um welchen der Raketenabschussbehälter
20 durch Verschwenken der Hubelemente 4 gegenüber dessen Transportposition angehoben
wurde.
[0034] Zum Betätigen der als Aufstellhebel ausgebildeten Hubelemente 4 dienen beim Ausführungsbeispiel
elektromotorisch betriebene Linearantriebe 6. Jedem Hubelement 4 ist ein eigener Linearantrieb
6 zugeordnet. Das eine Ende 6.1 der Linearantriebe 6 ist an der Azimut-Richtplattform
5 angelenkt. Das andere Ende 6.2 der Linearantriebe 6 ist an dem Hubelement 4 angelenkt.
Die Position der hubelementseitigen Anlenkung ist dabei derart gewählt, dass diese
möglichst hoch an dem Hubelement 4 angreift, wodurch sich günstige Hebelverhältnisse
ergeben. Durch Betätigung der Linearantriebe 6 werden die Hubelemente 4 in eine im
Wesentlichen vertikale Stellung verschwenkt. Gleichzeitig wird der Raketenabschussbehälter
20 seitlich in Richtung des Randes der Transportplattform 51 verlagert, wodurch sich
die Beeinträchtigungen der Transportplattform 51 beim Raketenstart gering halten lassen.
[0035] Wie die Darstellungen in den Fig. 7 und 8 erkennen lassen, sind die Hubelemente 4
darüber hinaus teleskopierbar ausgebildet. Die Hubelemente 4 verfügen hierzu über
zwei gegeneinander teleskopierbar angeordnete Teleskopelemente 4.3, 4.4. Beim Ausführungsbeispiel
ist das Teleskopelement 4.3 als Stange und das Hubelement 4.4. als Einsteckelement
ausgebildet. Zum Teleskopieren des Hubelements 4 dienen Linearantriebe 7, welche auf
den Hubelementen 4 mitschwenkend angeordnet sind. Jedem Hubelement 4 ist ein Linearantrieb
7 zum Teleskopieren zugeordnet. Das eine Ende 7.1 des Linearantriebs 7 ist mit dem
einen Teleskopelement 4.4 und das andere Ende 7.2 des Linearantriebs 7 mit dem anderen
Teleskopelement 4.3 gekoppelt, so dass die beiden Teleskopelemente 4.3, 4.4 durch
Betätigung des Linearantriebs 7 gegeneinander teleskopierbar sind. Nach Betätigung
der elektromotorischen Linearantriebe 7 sind die Teleskopelemente 4.3, 4.4 gegeneinander
ausgefahren, so dass sich zusätzlich zu dem Schwenkhub SH auch ein Teleskopierhub
TH ergibt, die sich zu einem Gesamthub GH addieren, wie dies in Fig. 8 veranschaulicht
ist.
[0036] In dieser Position ist das Höhenrichtteil 3 angehoben und der Raketenabschussbehälter
20 hat seine obere Hubstellung erreicht. Durch anschließendes Elevieren des Höhenrichtteils
3 um dessen Elevationsrichtachse E wird der Raketenabschussbehälter 20 dann in dessen
Richtstellung gebracht.
[0037] Die Richtstellung ist in den Fig. 9 und 10 dargestellt. In dieser befindet sich die
Richtvorrichtung 1 bereits in einer Grobausrichtung entsprechend des erwartenden Ziels.
Wird nun ein solches Ziel beispielsweise über einen Radarsensor oder ähnliche Aufklärungsmittel
erkannt und entschieden, dass dieses Ziel bekämpft werden soll, erfolgt in einem weiteren
Schritt das Feinrichten des Raketenabschussbehälters 20 ebenfalls über die Richtvorrichtung
1.
[0038] Wie die Darstellung in Fig. 10 dies erkennen lässt, befindet sich die Elevationsrichtachse
E in einem Schwerpunktkorridor K. Der Schwerpunktkorridor K erstreckt sich von der
einen Seite des Raketenabschussbehälters 20 zur gegenüberliegenden und schließt den
Schwerpunkt des aufmunitionierten Raketenabschussbehälters 20 ein, so dass sich die
Elevationsrichtachse nahe des Schwerpunkts befindet. Optimalerweise verläuft die Elevationsrichtachse
E durch den Schwerpunkt des aufmunitionierten Raketenabschussbehälters 20, wodurch
sich eine ausbalancierte Anordnung mit entsprechend günstigen Richteigenschaften ergibt.
Da sich dies in der Praxis nur schwer mit letzter Präzision wird umsetzen lassen,
vor allem im Falle austauschbarer Raketenabschussbehälter 20 mit unterschiedlichen
Typen von Rakten, ist vorgesehen, dass sich die Elevationsrichtachse E zumindest innerhalb
des Schwerpunktkorridors K erstreckt. Der Schwerpunktkorridor K des Raketenabschussbehälters
20 ist jener Bereich, der in Fig. 10 strichliniert umrandet ist. Der Schwerpunktkorridor
K erstreckt sich quer zur Abschussrichtung S des Raketenabschussbehälters 20. Die
Breite B des Schwerpunktkorridors K ist beim Ausführungsbeispiel derart gewählt, dass
diese der Höhe H des Raketenabschussbehälters 20 entspricht. Um die Richteigenschaften
noch weiter zu verbessern, kann die Breite des Schwerpunktkorridors K auch noch schmaler
gewählt werden, so dass die Breite B vorzugsweise drei Vierteln der Höhe H, noch bevorzugter
der halben Höhe H oder noch geringeren Anteilen der Höhe H des Raketenabschussbehälters
entspricht. Es ergibt sich eine Schwerpunktaufhängung des aufmunitionierten Raketenabschussbehälters
20 und damit eine ausbalancierte Anordnung des aufmunitionierten Raketenabschussbehälters
20 bzgl. der Elevationsrichtachse E, so dass sich das Höhenrichtteil 3 und der auf
diesem angeordnete Raketenabschussbehälter 20 mit geringen Richtmomenten richten lassen.
[0039] Darüber hinaus wird anhand der Darstellung in Fig. 10 ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen
Abschussvorrichtung 50 deutlich. Denn der in Fig. 10 schematisch angedeutete Abgasstrahl
A verläuft mit deutlichem Abstand gegenüber der Transportplattform 51, so dass die
sich beim Verschuss beispielsweise von Raketen ergebenden Abgasstrahlen zu keiner
nennenswerten Beeinträchtigung der Transportplattform führen. In Fig. 10 ist ein Elevationsrichtwinkel
des Höhenrichtteils von etwa 25 Grad dargestellt. Bevorzugt ist das Seitenrichtteil
2 derart ausgebildet und auf der Transportplattform 51 angeordnet, dass auch bei Elevationswinkeln
des Höhenrichtteils von bis zu 45 Grad, bevorzugter bis zu 60 Grad und noch bevorzugter
bis zu 70 Grad der geometrische Abgasstrahl A an der Transportplattform 51 vorbeigeführt
wird, wodurch auch in der Praxis nennenswerte Teile des Abgasstrahls an dieser vorbeigeführt
werden.
[0040] Gemäß den zur Veranschaulichung dienenden Darstellungen in den Fig. 11 und 12 weist
die Richtvorrichtung 1 einen Elevationsrichtbereich von 0° bis 90° auf. Die beiden
Hubelemente 4 des Seitenrichtteils 2 bilden zwischen sich eine Art Gabelaufnahme,
innerhalb welcher das Höhenrichtteil 3 sowie der auf diesen angeordnete Raketenabschussbehälter
20 quasi frei drehbar angeordnet sind.
[0041] Schließlich zeigen die Darstellungen in den Fig. 13 und 14 die Abschussposition der
Richtvorrichtung 1. In dieser Stellung ist die Abschussvorrichtung 1 gegenüber der
Richtstellung in den Fig. 9 und 10 sowohl in azimutaler Richtung wie auch in Elevationsrichtung
noch einmal auf ein erkanntes Ziel feingerichtet bzw. nachgerichtet worden.
[0042] Wie vorstehend dargelegt wurde, zeichnet sich die erfindungsgemäße Richtvorrichtung
durch eine kompakte Transportstellung, geringe Beeinflussungen der Transportplattform
sowie günstige Richteigenschaften aus, was durch das an dem Seitenrichtteil 2 angeordnete
Hubelement 4 erreicht wird.
Bezugszeichen:
[0043]
- 1
- Richtvorrichtung
- 2
- Seitenrichtteil
- 3
- Höhenrichtteil
- 4
- Hubelement
- 4.1
- Ende
- 4.2
- Ende
- 4.3
- Teleskopelement
- 4.4
- Teleskopelement
- 5
- Azimut-Richtplattform
- 6
- Linearantrieb
- 6.1
- Ende
- 6.2
- Ende
- 7
- Linearantrieb
- 7.1
- Ende
- 7.2
- Ende
- 20
- Raketenabschussbehälter
- 50
- Abschussvorrichtung
- 51
- Transportplattform
- 52
- Container
- 53
- Containerhaube
- 54
- Stauraum
- E
- Elevationsrichtachse
- A
- Azimutrichtachse
- S1
- Schwenkachse
- S2
- Schwenkachse
- K
- Schwerpunktkorridor
- S
- Abschussrichtung
- A
- Abgasstrahl
- SH
- Schwenkhub
- TH
- Teleskopierhub
- GH
- Gesamthub
1. Vorrichtung zum Richten eines Raketenabschussbehälters (20) mit einem Seitenrichtteil
(2) und einem an dem Seitenrichtteil (2) angeordneten Höhenrichtteil (3) zur Aufnahme
des Raketenabschussbehälters (20), wobei das Seitenrichtteil (2) ein teleskopierbar
ausgebildetes Hubelement (4) zum Anheben und Absenken des Höhenrichtteils (3) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Hubelement (4) als schwenkbarer Aufstellhebel ausgebildet ist und ein Schwenkhub
(SH) und ein Teleskopierhub (TH) des Hubelements (4) zu einem größeren Gesamthub (GH)
addierbar sind, wobei die Schwenk- und Teleskopierbewegung des Hubelements (4) entweder
überlagerbar oder nacheinander durchführbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitenrichtteil (2) eine Azimutrichtplattform (5) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ende (4.1) des Hubelements (4) an der Azimutrichtplattform (5) und das andere
Ende (4.2) an dem Höhenrichtteil (3) angelenkt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass das Hubelement (4) über einen Linearantrieb (6) verschwenkbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Linearantrieb (6) mit einem Ende (6.1) an der Azimutrichtplattform (5) und mit
dem anderen Ende (6.2) an dem Hubelement (4) angelenkt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hubelement (4) über einen Linearantrieb (7) teleskopierbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zwei Hubelemente (4), die gemeinsam eine Gabelaufnahme für das Höhenrichtteil (3)
bilden.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elevationsrichtachse (E) des Höhenrichtteils (3) durch einen den Schwerpunkt
des aufmunitionierten Raketenabschussbehälters (20) einschließenden Schwerpunktkorridor
(K) des Raketenabschussbehälters (20) verläuft, der sich quer zu dessen Abschussrichtung
(S) erstreckt und dessen Breite (B) der Höhe (H) des Raketenabschussbehälters (20),
bevorzugt drei Vierteln der Höhe (H) des Raketenabschussbehälters (20) und noch bevorzugter
der halben Höhe (H) des Raketenabschussbehälters (20) entspricht.
9. Abschussvorrichtung mit einer Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
10. Abschussvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitenrichtteil (2) auf einer Transportplattform (51) angeordnet ist, wobei das
Hubelement (4) des Seitenrichtteils (2) derart angeordnet ist, dass ein sich beim
Verschießen von Raketen ergebender Abgasstrahl (A) bei einem Elevationswinkel des
Höhenrichtteils von bis zu 45°, bevorzugt bis zu 60°, noch bevorzugter von bis zu
70° an der Transportplattform (51) vorbei führt.
11. Verfahren zum Richten eines Raketenabschussbehälters (20) mittels einer Vorrichtung
zum Richten des Raketenabschussbehälters nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Hubelement (4) als schwenkbarer Aufstellhebel ausgebildet ist und ein Schwenkhub
(SH) und ein Teleskopierhub (TH) des Hubelelements (4) zu einem größeren Gesamthub
(GH) addiert werden, wobei die Schwenk- und Teleskopierbewegung des Hubelements (4)
entweder überlagert oder nacheinander durchgeführt werden.
1. Device for aiming a rocket launching container (20) having a lateral-directing part
(2) and a height-directing part (3) which is arranged on the lateral-directing part
(2) and intended for receiving the rocket launching container (20), wherein the lateral-directing
part (2) has a telescopically designed lifting element (4) for raising and lowering
the height-directing part (3), characterized in that the lifting element (4) is designed as a pivotable raising lever and a pivoting stroke
(SH) and a telescoping stroke (TH) of the lifting element (4) can be added to give
a larger total stroke (GH), wherein the pivoting and telescoping movement of the lifting
element (4) can either be superimposed or carried out in succession.
2. Device according to Claim 1, characterized in that the lateral-directing part (2) has an azimuth directional platform (5).
3. Device according to Claim 2, characterized in that one end (4.1) of the lifting element (4) is articulated on the azimuth directional
platform (5) and the other end (4.2) is articulated on the height-directing part (3).
4. Device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the lifting element (4) is pivotable via a linear drive (6).
5. Device according to Claim 4, characterized in that the linear drive (6) is articulated on the azimuth directional platform (5) by one
end (6.1) and on the lifting element (4) by the other end (6.2).
6. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the lifting element (4) is telescopable via a linear drive (7).
7. Device according to one of the preceding claims, characterized by two lifting elements (4) which jointly form a fork mounting for the height-directing
part (3).
8. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the elevation directional axis (E) of the height-directing part (3) runs through
a centre of gravity corridor (K) of the rocket launching container (20) which encloses
the centre of gravity of the munition-loaded rocket launching container (20), which
corridor extends transversely to the launching direction (S) of said container and
the width (B) of which corresponds to the height (H) of the rocket launching container
(20), preferably to three quarters of the height (H) of the rocket launching container
(20), and more preferably to half the height (H) of the rocket launching container
(20).
9. Launching device having a device (1) according to one of Claims 1 to 8.
10. Launching device according to Claim 9, characterized in that the lateral-directing part (2) is arranged on a transport platform (51), wherein
the lifting element (4) of the lateral-directing part (2) is arranged in such a way
that an exhaust-gas jet (A) which results upon firing rockets is guided past the transport
platform (51) at an elevation angle of the height-directing part of up to 45°, preferably
up to 60°, more preferably of up to 70°.
11. Method for aiming a rocket launching container (20) by means of a device for aiming
the rocket launching container according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the lifting element (4) is designed as a pivotable raising lever and a pivoting stroke
(SH) and a telescoping stroke (TH) of the lifting element (4) are added to give a
larger total stroke (GH), wherein the pivoting and telescoping movement of the lifting
element (4) can either be superimposed or carried out in succession.
1. Dispositif pour dresser un conteneur de lancement de fusées (20), comprenant une partie
de dressage latérale (2) et une partie de dressage en hauteur (3) disposée sur la
partie de dressage latérale (2) et destinée à accueillir le conteneur de lancement
de fusées (20), la partie de dressage latérale (2) possédant un élément de va-et-vient
(4) de configuration télescopique destiné à lever et à abaisser la partie de dressage
en hauteur (3),
caractérisé en ce que
l'élément de va-et-vient (4) est réalisé sous la forme d'un levier de mise en place
pivotant et une course de pivotement (SH) et une course télescopique (TH) de l'élément
de va-et-vient (4) peuvent s'additionner pour former une course totale (GH) plus grande,
les mouvements de pivotement et télescopique de l'élément de va-et-vient (4) pouvant
être accomplis soit en superposition, soit l'un après l'autre.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie de dressage latérale (2) possède une plate-forme de dressage en azimut
(5).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'une extrémité (4.1) de l'élément de va-et-vient (4) est fixée de manière articulée
à la plate-forme de dressage en azimut (5) et l'autre extrémité (4.2) à la partie
de dressage en hauteur (3).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'élément de va-et-vient (4) peut être amené à pivoter par le biais d'un mécanisme
d'entraînement linéaire (6).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le mécanisme d'entraînement linéaire (6) est fixé de manière articulée par une extrémité
(6.1) à la plate-forme de dressage en azimut (5) et par l'autre extrémité (6.2) à
l'élément de va-et-vient (4).
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de va-et-vient (4) peut être amené à effectuer un mouvement télescopique
par le biais d'un mécanisme d'entraînement linéaire (7).
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par deux éléments de va-et-vient (4) qui forment ensemble un logement en fourche pour
la partie de dressage en hauteur (3).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'axe de dressage en élévation (E) de la partie de dressage en hauteur (3) passe
par corridor de centre de gravité (K) du conteneur de lancement de fusées (20) incluant
le centre de gravité du conteneur de lancement de fusées (20) chargé en munitions,
lequel s'étend transversalement à sa direction de tir (S) et dont la largeur (B) correspond
à la hauteur (H) du conteneur de lancement de fusées (20), de préférence aux trois
quarts de la hauteur (H) du conteneur de lancement de fusées (20), et encore de préférence
à la moitié de la hauteur (H) du conteneur de lancement de fusées (20).
9. Dispositif de tir comprenant un dispositif (1) selon l'une des revendications 1 à
8.
10. Dispositif de tir selon la revendication 9, caractérisé en ce que la partie de dressage latérale (2) est disposée sur une plate-forme de transport
(51), l'élément de va-et-vient (4) de la partie de dressage latérale (2) étant disposé
de telle sorte qu'un jet de gaz d'échappement (A) qui se produit lors du tir de fusées
passe à côté de la plate-forme de transport (51) en présence d'un angle d'élévation
de la partie de dressage en hauteur jusqu'à 45°, de préférence jusqu'à 60°, encore
de préférence jusqu'à 70°.
11. Procédé pour dresser un conteneur de lancement de fusées (20) au moyen d'un dispositif
pour dresser le conteneur de lancement de fusées selon l'une des revendications 1
à 8,
caractérisé en ce que
l'élément de va-et-vient (4) est réalisé sous la forme d'un levier de mise en place
pivotant et une course de pivotement (SH) et une course télescopique (TH) de l'élément
de va-et-vient (4) sont additionnées pour former une course totale (GH) plus grande,
les mouvements de pivotement et télescopique de l'élément de va-et-vient (4) étant
accomplis soit en superposition, soit l'un après l'autre.