[0001] Die Erfindung betrifft eine Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage mit den im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen sowie ein Verfahren zur Zufuhr eines Abrasivmittels
in einen Hochdruckbereich einer solchen Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage.
[0002] DE 198 49 813 A1 offenbar einen Wasserstrahlschneidkopf, welcher nach dem Injektionsverfahren arbeitet.
D. h. es wird Wasser unter hohem Druck aus einer Düse ausgebracht, um einen Schneidwasserstrahl
zu erzeugen. Diesem Schneidwasserstrahl wird ein Abrasivmittel als Aufschwemmung,
als Paste oder als fester Stab zugeführt. Bei diesem Verfahren wird das Abrasivmittel
erst nach dem Austritt des Wassers aus dem Hochdruckbereich an der Düse zugeführt.
Dieses Injektionsverfahren hat den Nachteil geringerer Schneidleistungen gegenüber
Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlagen.
[0003] Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlagen werden zum Schneiden von Materialien mittels
eines Hochdruckwasserstrahls, welchem ein Abrasivmittel zugesetzt ist, verwendet.
Dabei ist es bei Wasser-Suspensions-Schneidanlagen so, dass das Wasser unter Hochdruck
stromaufwärts einer Austrittsdüse mit dem Abrasivmittel gemischt wird. So kann beispielsweise
ein Teil des Wasserstromes durch einen Abrasivmittelbehälter geführt werden, welcher
unter Druck steht. Eine solche Anlage ist z. B. aus
EP 1 199 136 bekannt. Problematisch bei diesen Anlagen ist das Nachfüllen des Abrasivmittels,
da dazu die Anlage außer Betrieb genommen werden muss, der Abrasivmittelbehälter in
einen drucklosen Zustand gebracht werden muss und dann erst befüllt werden kann. Dies
ist insbesondere bei industriellen Anwendungen, in welchen ein kontinuierliches Schneiden
erwünscht ist, problematisch.
[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage
dahingehend zu verbessern, dass im laufenden Betrieb eine Zufuhr des Abrasivmittels
in den Hochdruckbereich der Anlage ohne Luftzufuhr möglich ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage mit den in
Anspruch 1 angegebenen Merkmalen sowie ein Verfahren zur Zufuhr eines Abrasivmittels
in einen Hochdruckbereich einer solchen Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage mit
den in Anspruch 13 angegebenen Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben
sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den beigefügten Figuren.
[0006] Die erfindungsgemäße Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage verwendet als Hochdruckflüssigkeit
Wasser, welches gegebenenfalls mit Zusatzstoffen versehen sein kann. Die Anlage weist
in bekannter Weise eine Hochdruckquelle auf, insbesondere eine Hochdruckpumpe, welche
den Wasserdruck auf das gewünscht Druckniveau erhöht. Dies ist ein hoher Druck, vorzugsweise
ein Druck bis 2500 bar oder höher. Die Hochdruckquelle ist mit einer Austrittsdüse,
durch welche ein Wasserabrasivmittelgemisch zum Schneiden oder zur Oberflächenbearbeitung
austritt, über zumindest eine Hochdruckleitung verbunden. An der Hochdruckleitung
ist eine Abrasivmittel-Zuführeinrichtung angeordnet, durch welche Abrasivmittel in
den Hochdruckbereich, d. h. in die Hochdruckleitung zuführbar ist, sodass sich das
unter Druck stehende Wasser mit dem Abrasivmittel stromaufwärts der Austrittsdüse
mischt. Dazu kann in der Hochdruckleitung ein Mischbereich oder eine Mischkammer ausgebildet
sein, in welchem Wasser und zugeführtes Abrasivmittel gemischt werden.
[0007] Erfindungsgemäß ist die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung so ausgebildet, dass sie
eine Druckdurchführung zum Zuführen des Abrasivmittels in die Hochdruckleitung aufweist.
Dabei ist die Druckdurchführung so ausgebildet, dass das Abrasivmittel in einer festen
gebundenen Form oder in einer Umhüllung portioniert in den Hochdruckbereich, welcher
von der Hochdruckleitung gebildet wird oder mit der Hochdruckleitung verbunden ist,
zugeführt wird. D. h. das Abrasivmittel wird in den Hochdruckbereich in gebundener
Form, d. h. in Form eines Festkörpers und nicht lose eingeführt. Dabei ist unter einem
Festkörper erfindungsgemäß auch ein gelartig gebundenes Abrasivmitel zu verstehen.
Alternativ kann ein loses Abrasivmittel in einer Umhüllung portioniert sein, sodass
ein solches portioniertes Abrasivmittelpaket in den Hochdruckbereich eingeführt wird.
Der Umstand, dass die Durckdurchführung so ausgebildet ist, dass nicht loses Abrasivmittel
zugeführt wird, hat den Vorteil, dass die Ventile bzw. Verschlusselemente der Schleuse
nicht mit losem Abrasivmittel in Kontakt kommen, was zu erhöhtem Verschleiß und Undichtigkeiten
führen könnte.
[0008] Nach Passieren der Druckdurchführung wird dann im Hochdruckbereich die Bindung des
Abrasivmittels wieder aufgelöst, sodass das Abrasivmittel wieder in loser Form vorliegt.
Alternativ wird eine Umhüllung des Abrasivmittels geöffnet bzw. aufgelöst, sodass
das Abrasivmittel auch dann frei in loser Form vorliegt und im Hochdruckbereich mit
dem Wasser unter Druck gemischt werden kann.
[0009] Die Druckdurchführung weist vorzugsweise eine Öffnung auf, durch welche ein in Stangenform
gebundenes Abrasivmittel kontinuierlich in den Hochdruckbereich vorschiebbar ist.
Dabei weist der Durchmesser der Abrasivmittelstange im Wesentlichen den Durchmesser
der Öffnung auf, bzw. ist geringfügig kleiner, sodass die Stange durch die Öffnung
in den Hochdruckbereich vorschiebbar ist. Die Stange weist vorzugsweise einen vergleichsweise
kleinen Durchmesser, bevorzugt < 1 cm, weiter bevorzugt < 5 mm auf. Dadurch verringert
sich die in Längsrichtung der Stange wirkende Kraft, welche vom Innendruck im Hochdruckbereich
verursacht wird, sodass die Stange mit vergleichsweise geringer Kraft vorgeschoben
werden kann. Dazu weist die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung Vorschubmittel auf, entweder
solche, welche auf die dem Hochdruckbereich abgewandte Seite der Stange drücken oder
Vorschubmittel, welche am Außenumfang der Stange angreifen, beispielsweise Vorschubrollen.
Die Öffnung kann so ausgestaltet sein, dass ihr Innenumfang dichtend am Außenumfang
der Stange zur Anlage kommt. Die Verwendung eines stangenförmig gebundenen Abrasivmittels
hat dabei den Vorteil, dass die Außenumfangsfläche der Stange so geformt werden kann,
dass eine dichtende Anlage in der Öffnung erreicht werden kann, sodass der Hochdruckbereich
nach außen gut abgedichtet werden kann.
[0010] Dazu ist vorzugsweise in der Öffnung zumindest eine Dichtung angeordnet, welche an
der Oberfläche des in Stangenform gebundenen Abrasivmittels dichtend zur Anlage kommt.
Beim Vorschub der Stange gleitet diese Dichtung an der Oberfläche der Stange entlang.
Dazu ist die Oberfläche der Stange vorzugsweise glatt ausgebildet, um einen leichten
Vorschub und stets eine dichtende Anlage sicherzustellen. Gegebenfalls können auch
mehrere in Vorschubrichtung der Stange hintereinander angeordnete Dichtungen vorgesehen
sein, um die erforderliche Dichtigkeit gegenüber dem hohen Druck im Inneren des Hochdruckbereiches
sicherzustellen.
[0011] Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist die Druckdurchführung
als Schleuse ausgebildet und weist zumindest eine mit zumindest zwei verschließbaren
Öffnungen versehene Schleusenkammer auf, von welchen eine erste Öffnung der Abrasivmittelzufuhr
in die Schleusenkammer dient und eine zweite Öffnung der Verbindung mit der Hochdruckleitung
dient. Eine solche Schleuse ermöglicht es, zuerst die erste Öffnung zu öffnen und
eine zweite Öffnung geschlossen zu halten, dann Abrasivmittel, sei es in loser, gebundener
(fest oder gelartig) oder umhüllter Form, in die Schleuse einzuführen und dann die
erste Öffnung der Schleuse zu verschließen. Anschließend kann die Schleuse gegebenenfalls
mit Druck beaufschlagt werden und dann die zweite Öffnung geöffnet werden, während
die erste Öffnung verschlossen bleibt, und so das Abrasivmittel dann in das Innere
des Hochdruckbereiches bewegt werden. In dem Fall, dass das Abrasivmittel gebunden
oder umhüllt ist, kann diese Bindung oder Umhüllung dann im Hochdruckbereich geöffnet
bzw. entfernt werden. Auch bei dieser Ausgestaltung der Druckdurchführung als Schleuse
ist die Bindung des Abrasivmittels zu einem Festkörper oder die Umhüllung des Abrasivmittels
von Vorteil, da die Verschlusselemente der Schleusenkammer so nicht mit losem Abrasivmittel
in Kontakt kommen, was zu erhöhtem Verschleiß führen würde und die Dichtwirkung der
Verschlusselemente beeinträchtigen könnte. Statt erst die Schleusenkammer nach dem
Schließen der ersten Öffnung mit Druck zu beaufschlagen, ist es auch möglich, der
ersten Öffnung stromaufwärts der Schleusenkammer einen zweiten abschließbaren Bereich
vorzuordnen, welcher druckbeaufschlagbar ist. Dies ermöglicht es, bereits die Schleusenkammer
unter Druck zu befüllen. Dies kommt kürzeren Taktzeiten entgegen, da der Druckaufbau
in der Schleusenkammer beschleunigt wird.
[0012] Um die Schleusenkammer mit Druck beaufschlagen zu können, sind vorzugsweise Druckerzeugungsmittel
zu deren Druckbeaufschlagung vorgesehen. Druck kann beispielsweise durch das unter
Hochdruck stehende Wasser, welche in die Schleusenkammer eingeleitet wird, aufgebaut
werden. Es sind jedoch auch andere mechanische Druckerhöhungseinrichtungen denkbar,
beispielsweise bewegbare Kolben, welche das Volumen der Schleusenkammer zur Druckerhöhung
verkleinern.
[0013] Wie beschrieben, sind die zumindest zwei Öffnungen der Schleusenkammer vorzugsweise
durch Verschlusselemente verschließbar. Die Verschlusselemente können beispielsweise
als Schieber oder ähnliches ausgebildet sein.
[0014] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die zumindest
eine Schleusenkammer in einem Schieber, vorzugsweise einem Drehschieber angeordnet,
welcher zwischen zumindest einer ersten Position, in welcher die erste Öffnung der
Schleusenkammer einer Zuführöffnung gegenüberliegt, und zumindest einer zweiten Position,
in welcher die zweite Öffnung der Schleusenkammer eine Eintrittsöffnung der Hochdruckleitung
gegenüberliegt, bewegbar ist. D. h. bei dieser Ausführungsform erfolgt das Öffnen
und Schließen der beiden Öffnungen der Schleusenkammer durch Bewegung der Schleusenkammer
mit dem Schieber. In der ersten Position ist die erste Öffnung des Schiebers einer
Zufuhröffnung gegenüberliegend angeordnet, während die zweite Öffnung einer geschlossenen
Wandung gegenüberliegt und so verschlossen ist. In dieser Position kann durch die
Zufuhröffnung Abrasivmittel in die Schleusenkammer eingefüllt werden. Dies kann unter
atmosphärischem Druck oder aber bereits erhöhtem Druck geschehen, wenn die Zufuhröffnung
die Austrittsöffnung eines druckbeaufschlagbaren Raumes bildet. So kann beispielsweise
ein Raum vorgesehen sein, in welchen unter Druck stehende Flüssigkeit, beispielsweise
Wasser, eingefüllt werden kann oder dessen Volumen durch einen beweglichen Kolben
verkleinert werden kann. Nach Befüllen der Schleusenkammer wird der Schieber bewegt,
insbesondere gedreht, sodass die Schleusenkammer in eine zweite Position bewegt wird,
in welcher die erste Öffnung einer geschlossenen Wandung gegenüberliegt und so geschlossen
ist, während die zweite Öffnung eine Eintrittsöffnung der Hochdruckleitung bzw. des
Hochdruckbereiches gegenüberliegt. Es kann dann aus der zweiten Öffnung das Abrasivmittel
in den Hochdruckbereich übertreten. Anschließend kann die Schleusenkammer wieder in
die erste Position zurückbewegt werden und erneut befüllt werden.
[0015] Besonders bevorzugt sind mindestens zwei Schleusekammern in dem Schieber so angeordnet,
dass sie abwechselnd zwischen der ersten und zweiten Position bewegt werden, sodass
sich die erste Schleusenkammer in der ersten Position und die zweite Schleusenkammer
in der zweiten Position befindet und nach Bewegung des Schiebers die zweite Schleusenkammer
in der ersten Position und die erste Schleusenkammer in der zweiten Position befindet.
So kann immer eine Schleusenkammer entleert werden und gleichzeitig die zweiten Schleusenkammer
gefüllt werden, sodass eine nahezu kontinuierliche Abrasivmittelzufuhr in den Hochdruckbereich
erreicht werden kann. Gegebenenfalls könnten auch mehr als zwei Schleusenkammern vorgesehen
sein. Besonders bevorzugt lassen sich zwei oder mehr Schleusenkammern in einem Drehschieber
anordnen, sodass sie durch Drehung des Drehschiebers zwischen den verschiedenen Positionen
bewegt werden können.
[0016] Wie oben beschrieben, wird das Abrasivmittel in die Schleusenkammer in fester, d.
h. zu einem Festkörper gebundener Form oder portioniert und umhüllt eingeführt, sodass
auch bei Verwendung eines beweglichen Schiebers dessen Gleit- und Dichtflächen vorzugsweise
nicht mit losem Abrasivmittel in Kontakt kommen, was zu erhöhtem Verschleiß führen
würde und die Dichtwirkung und die Beweglichkeit beeinträchtigen könnte.
[0017] Die Bindung des Abrasivmittels zu einem Festkörper kann auf verschiedene Weise geschehen.
So ist es möglich, das Abrasivmittel zunächst direkt als Festkörper auszubilden und
diesen dann an der Schneidanlage bereitzustellen und durch die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung
in der vorangehend beschriebenen Weise in den Hochdruckbereich einzuführen, wo die
Bindung dann in noch näher zu beschreibender Weise gelöst und das Abrasivmittel vereinzelt
wird. So kann gebundenes Abrasivmittel, beispielsweise in Stangen- oder Drahtform
vorgefertigt werden und dann an der Anlage bereitgestellt werden. Beispielsweise könnte
Abrasivmittel in Drahtform aufgewickelt, ähnlich wie Schweißdraht in Schweißanlagen
bereitgestellt werden.
[0018] Bevorzugt ist jedoch vorgesehen, dass die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung eine Bindeeinrichtung
aufweist, in welcher loses Abrasivmittel vor Ort zu einem Festkörper gebunden wird.
D. h. der Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage wird loses Abrasivmittel zugeführt,
welches dann in der Abrasivmittel-Zuführeinrichtung zunächst gebunden wird, sodass
es dann als Festkörper in den Hochdruckbereich eingeführt werden kann, wo dann die
Bindung wieder gelöst wird. Durch die Bindung zu dem Festkörper wird das Einführen
in den Hochdruckbereich im laufenden Betrieb möglich, wie vorangehend beschrieben
wurde.
[0019] Vorzugsweise kann die Bindeeinrichtung eine Befeuchtungseinrichtung zum Befeuchten
des Abrasivmittels, vorzugsweise mit Wasser, und eine Kühleinrichtung aufweisen, welche
geeignet ist, das befeuchtete Abrasivmittel zu vereisen bzw. einzufrieren. So wird
ein Festkörper durch Änderung des Aggregatzustandes, nämlich durch Abkühlen geschaffen.
Die zugeführte Flüssigkeit, insbesondere das Wasser friert ein bzw. vereist und bindet
so das zuvor mit dem Wasser gemischte Abrasivmittel zu einem Festkörper. Nach dem
Einführen in den Hochdruckbereich wird dieser Festkörper wieder erwärmt, das Wasser
taut auf und das Abrasivmittel wird so wieder vereinzelt und liegt im Hochdruckbereich
in der gewünschten losen Form zum Schneiden vor. Das Vereisen bzw. Einfrieren kann
dabei vorzugsweise kontinuierlich erfolgen, sodass bevorzugt kontinuierlich eine Eisstange
in den Hochdruckbereich durch die beschriebene Druckdurchführung zugeführt wird. Alternativ
ist es auch möglich, einzelne Portionen, insbesondere in Form von Pellets einzufrieren,
d. h. mit Flüssigkeit, insbesondere Wasser vermischtes Abrasivmittel wird ähnlich
wie Eiswürfel in eine vorbestimmte Form gefroren und diese Abrasivmittelportionen
oder -pellets werden dann durch eine Druckdurchführung, z. B. eine Schleuse in der
oben beschriebenen Weise in den Hochdruckbereich eingeführt.
[0020] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die Bindeeinrichtung eine Zumischeinrichtung
aufweisen, über welche dem losen Abrasivmittel zumindest ein Bindemittel zumischbar
ist. Auch dies erfolgt, besonders bevorzugt kontinuierlich, um so kontinuierlich in
idealer Weise einen endlosen Festkörper von Abrasivmittel zu erzeugen, welcher kontinuierlich
in den Hochdruckbereich vorgeschoben werden kann. Alternativ ist es jedoch auch möglich,
in der vorangehend beschriebenen Weise diskontinuierlich zu arbeiten und beispielsweise
das mit dem Bindemittel gemischte Abrasivmittel in Portionen in die Form von Pellets
oder ähnlichem zu bringen und diese dann in der oben beschriebenen Weise durch eine
Druckdurchführung, z. B. eine Schleuse in den Hochdruckbereich zu überführen. Wesentlich
bei all diesen Verfahren ist, dass kein loses, d. h. rieselfähiges Abrasivmittel in
den Hochdruckbereich überführt wird, damit das lose Abrasivmittel nicht zu einem Verschleiß
der Druckdurchführung führt und die Abdichtung des Hochdruckbereiches im Bereich der
Schleuse beeinträchtigen kann. Über die Zumischeinrichtung kann zum einen, wie vorangehend
beschrieben, Flüssigkeit, insbesondere Wasser zugemischt werden, sodass dieses dann
beispielsweise vereist bzw. eingefroren werden kann, um durch diesen Aggregatzustandwechsel
das Abrasivmittel in die gewünschte Festkörperform zu bringen. Alternativ oder zusätzlich
können durch die Zumischeinrichtung jedoch auch andere geeignete Bindemittel, beispielsweise
Klebemittel, wie Harze oder ähnliches eingebracht werden, um das lose Abrasivmittel
in die gewünschte feste Form zu binden.
[0021] Diese Bindemittel können auf verschiedene Weise aushärten. Dazu kann die Bindeeinrichtung
Mittel zum chemischen oder physikalischen Aushärten des Bindemittels aufweisen, beispielsweise
kann eine Bestrahlung mit ultraviolettem Licht zur Aushärtung vorgesehen sein. Bei
einer anderen bevorzugten Ausführungsform kann das Bindemittel als Zweikomponentenbindemittel
ausgebildet sein, wobei beide Komponenten über geeignete Zumischeinrichtungen mit
dem Abrasivmittel gemischt werden und dann chemisch aushärten. Es ist auch eine Aushärtung
durch Erwärmung oder andere Energiezufuhr denkbar.
[0022] Die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung weist weiter bevorzugt eine der Druckdurchführung
nachgeschaltete Vereinzelungseinrichtung zum Auflösen der Bindung des Abrasivmittels
auf. D. h. die Vereinzelungseinrichtung ist im Hochdruckbereich gelegen. Diese Vereinzelung
kann mechanisch, chemisch oder physikalisch erfolgen. Beispielsweise kann eine mechanische
Vereinzelungsvorrichtung nach Art eines Mahlwerkes oder einer Raspel vorgesehen sein,
welche das als Festkörper zugeführte Abrasivmittel so zerkleinert oder bricht, dass
es in der gewünschten losen Form in dem Wasser vorliegt, wie es zum Schneiden benötigt
wird. Im Falle, dass die Festkörperbildung durch Vereisen erfolgt, kann die Vereinzelungseinrichtung
beispielsweise aus einer Heizeinrichtung bestehen, welche den Festkörper wieder erwärmt,
sodass die Bindung auftaut und das Abrasivmittel vereinzelt wird. Auch wäre eine chemische
Vereinzelung möglich, beispielsweise durch die Zufuhr einer weiteren Chemikalie, welche
das Bindemittel wieder auflöst. Dazu kann die Vereinzelungseinrichtung eine Zufuhreinrichtung
zum Zuführen geeigneter Chemikalien zum Lösen der Bindung aufweisen. Im einfachsten
Fall erfolgt ein Auflösen in Wasser, sodass die Bindung bzw. das Bindemittel sich
im Wasser, welches zum Schneiden verwendet wird, selbsttätig auflöst. Auch ein Auflösen
durch Kühlen, indem z. B. das Bindemittel versprödet und dann der Festkörper zerfällt,
wäre denkbar. Dazu wäre dann in der Vereinzelungseinrichtung eine entsprechende Kühleinrichtung
vorgesehen.
[0023] Die beschriebene Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage ist besonders bevorzugt
für industrielle Schneidanwendungen vorgesehen, wobei die Austrittsdüse vorzugsweise
an einem Positioniersystem befestigt ist, über welches die Austrittsdüse relativ zu
einem Werkstück bewegt werden kann. Zusätzlich oder alternativ kann auch das Werkstück
über entsprechende Positioniereinrichtungen bewegt werden. Bei solchen Anlagen ist
es besonders bevorzugt, die Abrasivmittelzufuhr möglichst nahe an die Düse zu verlegen.
Aus diesem Grunde ist es bevorzugt, dass auch die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung
gemeinsam mit der Austrittsdüse an dem Positioniersystem befestigt ist und gemeinsam
mit der Austrittsdüse bewegt wird. So kann die Zumischung des Abrasivmittels in unmittelbarer
Nähe der Düse erfolgen, womit sich die Verzögerungen beim Ein- und Ausschalten minimieren.
Alternativ kann die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung jedoch auch ortsfest und beabstandet
zu einer beweglichen Schneiddüse aufgestellt und mit der Schneiddüse über eine bewegliche
Rohr- oder Schlauchverbindung verbunden sein.
[0024] Gegenstand der Erfindung ist darüber hinaus ein Verfahren zur Zufuhr eines Abrasivmittels
in einen Hochdruckbereich einer Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage. Erfindungsgemäß
ist bei diesem Verfahren vorgesehen, dass das Abrasivmittel nicht in loser, sondern
in einer zu einem Festkörper gebundenen Form oder in einer Umhüllung portioniert in
den Hochdruckbereich eingeführt wird und dass dann im Hochdruckbereich die Bindung
oder die Umhüllung entfernt und das Abrasivmittel vereinzelt wird. Als Festkörper
ist dabei auch eine gelartige Bindung anzusehen. Die Bindung und das Vereinzeln kann
in der oben anhand der Vorrichtung beschriebenen Weise erfolgen. Die Umhüllung kann
so ausgestaltet sein, dass sie im Hochdruckbereich zerstört werden kann. Beispielsweise
kann die Umhüllung sich auflösen, in dem sie beispielsweise chemisch durch ein geeignetes
Lösungsmittel gelöst wird. Idealerweise könnte die Hülle aus einem Material bestehen,
welches sich bei Kontakt mit Wasser auflöst, sodass beim Eintritt des Abrasivmittelpaketes
in den Hochdruckbereich die Umhüllung sich dort in dem dort vorhandenen Wasser auflöst.
Auch ist ein Auflösen durch Erwärmung möglich. So könnte die Umhüllung ebenfalls durch
Eis gebildet sein. Beispielsweise könnte das Abrasivmittel in einen Mantel aus Eis
gehüllt werden, wobei das Eis vorzugsweise aus Wasser gebildet ist, welches dann im
Hochdruckbereich wieder geschmolzen wird. Auch ist es denkbar die Umhüllung mechanisch
zu öffnen und die Umhüllung dann durch eine weitere Druckdurchführung oder Schleuse
wieder aus dem Hochdruckbereich zu entfernen. Wie beschrieben kann die Vereinzelung
des Abrasivmittels auch mechanisch erfolgen oder mechanisch unterstützt werden, beispielsweise
durch Reibmittel, wie eine Raspel oder ein Mahlwerk.
[0025] Besonders bevorzugt wird das Abrasivmittel in Stangenform in den Hochdruckbereich
eingeführt. Dabei ist es von Vorteil, wenn die Stangen aus Abrasivmittel kontinuierlich,
insbesondere als Endlosstangen in den Hochdruckbereich eingeführt werden. Eine solche
Endlosstange kann erzeugt werden, wenn das lose Abrasivmittel, wie oben beschrieben
vor Ort unmittelbar vor dem Überführen in den Hochdruckbereich in feste Form gebracht
wird, beispielsweise durch Einfrieren.
[0026] So ist es besonders bevorzugt, dass ein loses Abrasivmittel vor dem Einführen in
den Hochdruckbereich zu einem Festkörper gebunden oder in eine Umhüllung eingeschlossen
wird. Dies erfolgt bevorzugt unmittelbar vor dem Einführen in den Hochdruckbereich,
sodass der Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage in bekannter Weise loses Abrasivmittel
bereitgestellt werden kann. Die Bindung zu einem Festkörper erfolgt nur für den Übergang
in den Hochdruckbereich. Dies kann in der oben beschriebenen Weise erfolgen.
[0027] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben.
In diesen zeigt:
- Fig. 1
- schematisch eine Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage gemäß der Erfindung,
- Fig. 2
- schematisch eine erste Ausführungsform einer Abrasivmittel-Zuführeinrichtung für eine
Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage,
- Fig. 3
- schematisch eine zweite Ausführungsform einer Abrasivmittel-Zuführeinrichtung für
eine Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage,
- Fig. 4
- schematisch eine dritte Ausführungsform einer Abrasivmittel-Zuführeinrichtung für
eine Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage,
- Fig. 5
- schematisch eine vierte Ausführungsform einer Abrasivmittel-Zuführeinrichtung für
eine Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage,
- Fig. 6
- schematisch eine fünfte Ausführungsform einer Abrasivmittel-Zuführeinrichtung für
eine Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage und
- Fig. 7
- schematisch eine sechste Ausführungsform einer Abrasivmittel-Zuführeinrichtung für
eine Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage.
[0028] Die erfindungsgemäße Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage ist vorzugsweise eine
Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage und weist in bekannter Weise eine Hochdruckpumpe
2 auf, welche eine Hochdruckquelle bildet und mit einer Wasserzufuhr 4 verbunden ist.
Von der Hochdruckpumpe 2 führt eine Hochdruckleitung 6 zu einer Schneid- bzw. Austrittsdüse
8, aus welcher ein mit Abrasivmittel angereicherter Hochdruckwasserstrahl 10 zum Schneiden
oder zur Oberflächenbearbeitung austritt. Auf dem Weg von der Hochdruckpumpe 2 zu
der Austrittsdüse 8 führt die Hochdruckleitung 6 durch eine Abrasivmittel-Zuführeinrichtung
12, in welcher Abrasivmittel 14 ohne Luftzufuhr in den von der Hochdruckleitung 6
gebildeten Hochdruckbereich eingeführt und in dem Hochdruckbereich mit dem in der
Hochdruckleitung 6 geförderten unter Druck stehenden Wasser gemischt wird, sodass
es gemeinsam mit dem Wasserstrahl 10 aus der Austrittsdüse 8 austritt.
[0029] Bei dem hier gezeigten Beispiel wird die Einheit 16, welche im Wesentlichen aus der
Austrittsdüse 8 und der Abrasivmittel-Zuführeinrichtung 12 gebildet wird, an einem
Positioniersystem 18 angebracht, welches hier schematisch als Koordinatensystem dargestellt
ist und mit welchem die Austrittsdüse 8 relativ zu einem Werkstück 19 bewegt werden
kann, um einen gewünschten Schnittverlauf im Werkstück 19 zu erzeugen. Das Positioniersystem
kann beispielsweise ein Roboter oder ein anderes geeignetes Positioniersystem sein.
Alternativ kann die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung 12 jedoch auch getrennt von der
Austrittsdüse 8 aufgestellt und mit der bewegbaren Austrittsdüse über eine bewegliche
Rohrleitung oder einen Druckschlauch verbunden sein.
[0030] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, das Abrasivmittel 14 nicht in loser, d. h. rieselfähiger
Form in die Hochdruckleitung 6 bzw. den von dieser gebildeten oder an dieser angrenzenden
Hochdruckbereich einzuführen. Vielmehr ist erfindungsgemäß vorgesehen, das Abrasivmittel
entweder portioniert oder zu einem Festkörper gebunden in den Hochdruckbereich einzuführen,
sodass einzelne Abrasivmittelkörner eine Abdichtung des Einführbereiches nicht beeinträchtigen
können. Als Festkörper in diesem Sinne ist auch eine gelartige Struktur zu verstehen.
[0031] Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel, in welchem das Abrasivmittel 14 als
aufgerollte Abrasivmittelstange 20 zugeführt wird. Diese Abrasivmittelstange 20 kann
beispielsweise durch Bindung des losen Abrasivmittels in einem Kleber oder Harz erzeugt
werden. Zum Übergang in die Hochdruckleitung 6 ist eine Druckdurchführung 22 vorgesehen.
In der Druckdurchführung 22 sind Dichtungen 24 angeordnet, durch welche die Abrasivmittelstange
20 in das Innere der Druckleitung 6 geführt wird. Dabei kommen die Dichtungen 24 dichtend
am Außenumfang der Abrasivmittelstange 20 zur Anlage. Der Vorschub der Abrasivmittelstange
20 erfolgt über Antriebsrollen 26, welche auf der Außenseite der Abrasivmittelstange
20 abrollen. Dadurch, dass die Abrasivmittelstange 20 einen Festkörper dargestellt,
welcher im Inneren der Dichtungen 24 positioniert ist, wird der freie Querschnitt
im Inneren der Dichtungen 24 durch die Abrasivmittelstange 20 abgedichtet. Hierzu
muss von den Antriebsrollen 26 lediglich eine Vorschubkraft aufgebracht werden, welche
größer ist als die von dem Innendruck in der Hochdruckleitung 6, welcher auf das freie
Stirnende der Abrasivmittelstange 20 wirkt, erzeugte Kraft ist. Da die Abrasivmittelstange
20 im Durchmesser sehr klein gewählt werden kann, kann auch die Vorschubkraft trotz
des hohen Druckes vergleichsweise gering sein. Im hier gezeigten Beispiel wird die
Bindung des Abrasivmittels in der Abrasivmittelstange 20 im Inneren der Hochdruckleitung
6 durch eine mechanische Zerkleinerungsvorrichtung 28 in Form einer Raspel aufgelöst.
[0032] Die zweite Ausführungsform der Abrasivmittel-Zuführeinrichtung gemäß Fig. 3 stellt
eine Variante der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform dar. Die Ausführungsform gemäß
Fig. 3 unterscheidet sich nur in der Ausgestaltung der Vereinzelungseinrichtung, welche
bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 von der Zerkleinerungsvorrichtung 28 gebildet
wurde. Diese fehlt bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3. Bei Fig. 3 ist vielmehr eine
Vereinzelungseinrichtung 30 vorgesehen, welche stromabwärts der Druckdurchführung
22 im Hochdruckbereich angeordnet ist. Die Vereinzelungseinrichtung 30 ist eine Energiezuführeinrichtung,
durch welche Energie zugeführt wird und so durch diese Energiezufuhr die Bindung der
Abrasivmittelstange 20 gelöst werden wird. Die Energiezufuhr kann beispielsweise durch
Ultraschall oder thermisch erfolgen. Zur Erwärmung kann beispielsweise in der Vereinzelungseinrichtung
30 ein Heizkreis 32, durch welchen ein Heizmedium strömt, angeordnet sein. Es könnten
jedoch auch elektrische Heizelemente vorgesehen sein.
[0033] Bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 2 und 3 wird das Abrasivmittel 14 als vorgefertigte
Abrasivmittelstange 20 bereitgestellt. D. h. die Abrasivmittelstange 20 wird extern
erzeugt und beispielsweise in Rollenform der Schneidanlage bereitgestellt.
[0034] Im Unterschied dazu ist bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 der Druckdurchführung
22 eine Bindeeinrichtung 34 vorgeschaltet. Der übrige Aufbau entspricht dem Aufbau
gemäß dem Ausführungsbeispiel in Fig. 3. Der einzige Unterschied liegt darin, dass
bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 in die Antriebsrollen 26 keine vorgefertigte
Abrasivmittelstange 20 eingeführt wird, sondern eine Abrasivmittelstange 20', welche
vor Ort von der Bindeeinrichtung 34 kontinuierlich erzeugt wird. Dazu wird der Bindeeinrichtung
34 das lose Abrasivmittel 14 und zumindest ein Bindemittel 36 zugeführt. In der Bindeeinrichtung
34 wird dann vor Ort kontinuierlich eine Abrasivmittelstange 20' erzeugt, welche dann
als Festkörper, wie anhand der Fig. 2 und 3 beschrieben, von den Antriebsrollen 26
durch die Druckdurchführung 22 in den Hochdruckbereich, welche von der Hochdruckleitung
6 gebildet wird, vorgeschoben wird. Es ist zu verstehen, dass die Vereinzelung stromabwärts
der Druckdurchführung bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 auch entsprechend dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 2 durch eine Zerkleinerungsvorrichtung 28 erfolgen könnte.
[0035] Das Bindemittel 36 kann aus einer oder mehreren Komponenten bestehen und beispielsweise
chemisch oder physikalisch härten. Dazu kann in der Bindeeinrichtung 34 ein Mittel
zum chemischen oder physikalischen Aushärten des Bindemittels vorgesehen sein, beispielsweise
eine Heizeinrichtung, eine UV-Beleuchtung, Ultraschalleinrichtung oder eine Mischeinrichtung
zum Mischen eines Mehrkomponenten Bindemittels, welches chemisch aushärtet.
[0036] Im hier gezeigten Beispiel erfolgt die Vereinzelung in der Vereinzelungseinrichtung
30 durch Energiezufuhr. Es wäre jedoch auch denkbar, die Vereinzelung in diesem Bereich
chemisch erfolgen zu lassen, beispielsweise indem das Bindemittel chemisch wieder
aufgelöst wird, beispielsweise durch Zusatz eines entsprechend geeigneten Lösemittels
in der Vereinzelungseinrichtung 30. Dieses wird dann entsprechend unter Druck in die
Vereinzelungseinrichtung zugeführt. Im einfachsten Fall könnte das Bindemittel so
gewählt sein, dass es sich in Wasser und somit in der Vereinzelungseinrichtung 30
nach Kontakt mit dem in der Hochdruckleitung 6 geführten Wasser selbsttätig löst,
ohne dass weitere Stoffe von außen zugeführt werden müssen.
[0037] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform, bei welcher eine Abrasivmittelstange 20'
vor Ort erzeugt wird, ist in Fig. 5 dargestellt. Die dort gezeigte Ausführungsform
stellt eine Abwandlung der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform dar. Bei der in Fig.
5 gezeigten Ausführungsform wird die Bindeeinrichtung 34 von einer Kühleinrichtung
gebildet, welche im hier gezeigten Beispiel einen Kühlkreislauf 40 aufweist, durch
welchen ein gekühltes Kältemittel fließen kann. Alternativ können auch andere Kühleinrichtungen,
wie beispielsweise Peltierelemente Verwendung finden. Stromaufwärts der Kühleinrichtung
38 ist eine Mischeinrichtung 42 angeordnet, in welcher loses Abrasivmittel 14 mit
Wasser als Bindemittel 36 gemischt wird. Die Mischeinrichtung 24 ist vorzugsweise
so ausgebildet, dass eine homogene Mischung zwischen Wasser und Abrasivmittel 14 erreicht
wird, welche dann in der Kühleinrichtung 38 gefroren wird, um so vor Ort eine Abrasivmittelstange
20' zu erzeugen, welche als Festkörper in der vorangehend beschrieben Weise durch
die Druckdudrchführung 22 mit den darin angeordneten Dichtungen 24 in den von der
Hochdruckleitung 6 gebildeten Hochdruckbereich vorgeschoben werden kann. Bei dem hier
gezeigten Beispiel soll der Vorschub durch Druck auf die Stirnseite der Abrasivmittelstange
20' erzeugt werden. Dies kann beispielsweise durch einen Kolben oder Schnecke geschehen.
Es wäre jedoch auch der zuvor beschriebene Vorschub mittels Rollen denkbar.
[0038] Die Mischeinrichtung 42 und/oder die Kühleinrichtung 38 können darüber hinaus auch
so ausgebildet sein, dass im Querschnitt der Abrasivmittelstange 20 keine homogene
Abrasivmittelverteilung erreicht wird, sondern dass insbesondere am Außenumfang vorzugsweise
weniger oder kein Abrasivmittel vorhanden ist, sondern lediglich Eis. Dies kann beispielsweise
durch eine zusätzliche Wasserzufuhr am Umfang an der Austrittsseite der Mischeinrichtung
42 oder im Inneren der Kühleinrichtung 38 erfolgen. Dadurch werden die Gleit- und
Dichteigenschaften beim Durchschieben der Abrasivmittel- bzw. Eisstange 20' durch
die Dichtungen 24 verbessert.
[0039] Die Vereinzelungseinrichtung 30 entspricht der von Fig. 4 beschriebene Vereinzelungseinrichtung
30 und ist mit einem Heizelement, hier in Form eines Heizkreises 32 versehen. Es könnten
jedoch auch andere Heizelemente, beispielsweise elektrische Heizelemente Verwendung
finden. Gemäß dem Ausführungsbeispiel sind zusätzlich stromaufwärts der Kühleinrichtung
38 und stromabwärts der Druckdurchführung 22 sowie stromabwärts der Vereinzelungseinrichtung
30 thermische Isolationselemente 44 angeordnet, um die unterschiedlichen Temperaturbereiche
der Vorrichtung thermisch gegeneinander zu isolieren.
[0040] Die in den Figuren 6 und 7 gezeigten Ausführungsbeispiele der Abrasivmittel-Zuführeinrichtung
12 unterscheiden sich von den vorangehend beschriebenen Beispielen darin, dass das
Abrasivmittel nicht als Abrasivmittelstange kontinuierlich zugeführt wird, vielmehr
werden einzelne Abrasivmittelportionen oder Pellets zugeführt. In dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 6 ist ein Druckbehälter 46 vorhanden, durch welchen die Hochdruckleitung
6 führt. Der Druckbehälter 46 weist eine Eintrittsöffnung 48 auf, welcher in Zufuhrrichtung
die Druckdurchführung in Form einer Schleuse 22' vorgelagert ist. Die Schleuse 22
weist eine Schleusenkammer 50 auf, welche zu ihren beiden Enden jeweils eine Öffnung
aufweist, wobei eine erste Öffnung 52 an eine Zuführöffnung bzw. Zuführleitung 54
für die Abrasivmittelpakete 56 angrenzt. Austrittsseitig weist die Schleusenkammer
50 eine zweite Öffnung 58 auf, welche der Eintrittsöffnung 48 gegenüberliegt. Die
erste und die zweite Öffnung 58 sind jeweils durch einen Schieber 60, 62 verschließbar.
[0041] Die Abrasivmittelzufuhr erfolgt in der Weise, dass zunächst der Schieber 60 geöffnet
wird und ein Abrasivmittelpaket 56 in die Schleusenkammer 50 eintreten kann. Dann
wird der Schieber 60 geschlossen und die Schleusenkammer 50 kann mit Druck beaufschlagt
werden. Dies kann durch eine Druckerzeugungsvorrichtung, beispielsweise durch eine
Druckleitung, durch welche Wasser unter Hochdruck zugeführt wird, erfolgen, oder aber
lediglich durch Öffnen des Schiebers 62. Wenn der Schieber 62 geöffnet wird, fällt
das Abrasivmittelpaket in das Innere des Druckbehälters 46. Im Inneren des Druckbehälters
46 kann sich dann das Abrasivmittelpaket 56 auflösen. Dadurch steht dann in dem Druckbehälter
46 wieder loses Abrasivmittel 14 zur Verfügung. Dazu können die Abrasivmittelpakete
56 eine äußere Hülle 64 aufweisen, welche aus einem Material gebildet ist, welches
sich im Inneren des Druckbehälters 46, insbesondere in dem dort befindlichen Wasser
auflöst. Es kann beispielsweise aus einem wasserlöslichen Material gebildet sein.
Alternativ kann die Umhüllung z. B. auch durch Einfrieren aus Wasser gebildet sein,
wobei dieses Wasser dann im Inneren des Druckbehälters 46 auftaut, wozu zusätzlich
eine hier nicht gezeigte Heizeinrichtung vorhanden sein kann. Es ist zu verstehen,
dass zusätzlich oder alternativ auch eine Vereinzelungseinrichtung 30 oder 28 vorgesehen
sein kann, wie sie anhand der Figuren 2 und 5 beschrieben wurde.
[0042] Die Abrasivmittelpakete 56 können vorgefertigt zur Anlage geliefert werden oder aber
vor Ort in einer Bindeeinrichtung 34' erzeugt werden.
[0043] Dies bietet sich insbesondere beim Einfrieren an, wobei dann in der Bindeeinrichtung
34 eine entsprechende Kühleinrichtung vorgesehen ist, welche das Abrasivmittel in
einem Wassermantel einfriert. Diese Ausführungsform wäre dann ähnlich zu der in Fig.
5 gezeigten Ausführungsform mit dem Unterschieb, dass nicht eine kontinuierliche Abrasivmittelstange
20' erzeugt wird, sondern einzelne Abrasivmittelpakete 56. Diese können dabei ähnlich
wie Eiswürfel erzeugt werden.
[0044] Um die Abrasivmittelzufuhr in den Druckbehälter zu steuern kann der Druckbhälter
46 mit einer automatisierten Füllstandserfassung, beispielsweise über einen oder mehrere
Sensoren versehen sein. Über diese automatische Füllstanderfassung kann der minimale
Füllstand erfasst werden, welcher Anlass gibt, weiteres Abrasivmittel zuzuführen.
Darüber hinaus kann ein maximaler Füllstand erfasst werden, bei welchem die Abrasivmittelzufuhr
gestoppt wird.
[0045] Fig. 7 zeigt eine Alternative zu der Ausführungsform gemäß Fig. 6. Diese Ausführungsform
unterscheidet sich dadurch, dass zwischen der Schleuse 22' und dem Druckbehälter 46
ein Drehschieber 66 angeordnet ist. Dieser weist zwei Schleusenkammern bzw. Kammern
68 auf. Eine der Kammern 68 ist so positioniert, dass sie einer Zuführöffnung 70 gegenüberliegt,
in welche die Schleuse 22' mündet. Die zweite Kammer 68 ist so positioniert, dass
sie einer Eintrittsöffnung 72 gegenüberliegt.
[0046] Die Zufuhr der Abrasivmittelpakete 56 erfolgt in der Weise, dass diese aus der Schleuse
22' beim Öffnen des Schiebers 62 austreten und in die erste Kammer 68 des Drehschiebers
66 eintreten. Anschließend wird der Drehschieber 66 um 180° um die Drehachse X gedreht,
sodass die Kammer 68 über der Eintrittsöffnung 72 zu liegen kommt und das Abrasivmittelpaket
56 in die Eintrittsöffnung 72 und durch diese in den Druckbehälter 46 fällt. Dort
löst es sich dann in der oben beschrieben Weise auf. Gleichzeitig tritt in die Kammer
68, welche der Öffnung 70 gegenüberliegt, schon ein nächstes Abrasivmittelpaket 56
ein, sodass bei der nächsten Drehung des Drehschiebers 66 um 180° sofort wieder ein
nächstes Abrasivmittelpaket 56 in die Eintrittsöffnung 72 eintreten kann. Es ist möglich,
den Eintrittskanal bereits mit Druck zu beaufschlagen, sodass das Abrasivmittelpaket
56 unter Druck in die Kammer 68 eintritt. Es ist jedoch auch denkbar, auf die Schleuse
22' bei dieser Ausführungsform zu verzichten. Dann muss jedoch die Abdichtung des
Druckbehälters nach außen allein über den Drehschieber 66 erfolgen. Die Abrasivmittelpakete
56 können in der zuvor beschrieben Weise vor Ort in einer Bindeeinrichtung 34' erzeugt
werden.
[0047] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 sind zwei Kammern 68 in dem Drehschieber
66 vorgesehen. Diese sind diametral gegenüberliegend in dem Drehschieber angeordnet,
sodass sich die Drehung um 180° ergibt. Je nach Anordnung der Kammern sind auch andere
Drehwinkel möglich. Bei Anordnung von vier Kammern können diese beispielsweise in
einem Winkelabstand von 90° zueinander angeordnet sein, sodass der Drehschieber in
jedem Takt um 90° gedreht wird. Alternativ wäre es auch denkbar immer zwei Kammern
68 gleichzeitig zu füllen und zu entleeren. Dazu können beispielsweise bei Verwendung
eines Drehschiebers 66 mit zwei Kammern 68 zwei Eintrittsöffnungen 72 zum Druckbehälter
46 vorgesehen sein, welche in einem Winkel um 90° versetzt zu zwei Zuführöffnungen
70 liegen. Bei einer solchen Anordnung werden beide Kammern gleichzeitig gefüllt,
dann wird der Drehschieber 66 um 90° gedreht, beide Kammern 68 werden geleert und
dann wird der Schieber wieder um 90° gedreht, um dabei gleichzeitig wieder beide Kammern
68 zu füllen. Bei dieser Ausgestaltung könnten in dem Drehschieber jedoch auch vier
Kammern im Winkel von 90° angeordnet sein, sodass gleichzeitig immer zwei Kammern
gefüllt und zwei Kammern geleert werden können.
[0048] Bei der Verwendung von Abrasivmittelpaketen könnten die verwendeten Schleusen auch
so dimensioniert sein, dass im Unterschied zu den gezeigten Beispielen immer mehrere
Pakete gleichzeitig die Schleuse passieren.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 2
- - Hochdruckpumpe
- 4
- - Wasserzufuhr
- 6
- - Hochdruckleitung
- 8
- - Austrittsdüse
- 10
- - Hochdruckwasserstrahl
- 12
- - Abrasivmittel-Zuführeinrichtung
- 14
- - Abrasivmittel
- 16
- - Einheit
- 18
- - Positioniersystem
- 19
- - Werkstück
- 20, 20'
- - Abrasivmittelstange
- 22
- - Druckdurchführung, Schleuse
- 24
- - Dichtungen
- 26
- - Antriebsrollen
- 28
- - Zerkleinerungsvorrichtung
- 30
- - Vereinzelungseinrichtung
- 32
- - Heizkreis
- 34, 34'
- - Bindeeinrichtung
- 36
- - Bindemittel
- 38
- - Kühleinrichtung
- 40
- - Kühlkreislauf
- 42
- - Mischeinrichtung
- 44
- - Isolationselemente
- 46
- - Druckbehälter
- 48
- - Eintrittsöffnung
- 50
- - Schleusenkammer
- 52
- - erste Öffnung
- 54
- - Zuführleitung
- 56
- - Abrasivmittelpaket
- 58
- - zweite Öffnung
- 60
- - Schieber
- 62
- - Schieber
- 64
- - äußere Hülle
- 66
- - Drehschieber
- 68
- - Kammern
- 70
- - Zuführöffnung
- 72
- - Eintrittsöffnung
- X
- - Drehachse
1. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage mit einer Hochdruckquelle (2), welche Wasser
unter hohem Druck bereitstellt, einer Austrittsdüse (8) und einer die Hochdruckquelle
(2) mit der Austrittsdüse 88) verbindenden Hochdruckleitung (6), wobei an der Hochdruckleitung
(6) eine Abrasivmittel-Zuführeinrichtung (12) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung (12) eine Druckdurchführung (22, 22') zum Zuführen
des Abrasivmittels (14) in die Hochdruckleitung (6) aufweist, welche derart ausgebildet
ist, dass das Abrasivmittel (14) in zu einem Festkörper (20, 20') gebundener Form
oder in einer Umhüllung (64) portioniert durch die Druckdurchführung (22, 22') in
einen von der Hochdruckleitung gebildeten oder mit der Hochdruckleitung (6) verbundenen
Hochdruckbereich (6) eingeführt wird.
2. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckdurchführung (22, 22') eine Öffnung aufweist, durch welche ein in Stangenform
(20, 20') gebundenes Abrasivmittel (14) kontinuierlich in den Hochdruckbereich vorschiebbar
ist.
3. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Öffnung zumindest eine Dichtung (24) angeordnet ist, welche an der Oberfläche
des in Stangenform (20, 20') gebunden Abrasivmittels (14) dichtend zur Anlage kommt.
4. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckdurchführung (22') als Schleuse ausgebildet ist und zumindest eine mit zumindest
zwei verschließbaren Öffnungen (52, 58) versehene Schleusenkammer (50) aufweist, von
welchen eine erste Öffnung (52) der Abrasivmittelzufuhr in die Schleusenkammer (50)
dient und eine zweite Öffnung (58) der Verbindung mit der Hochdruckleitung (6) dient.
5. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Druckerzeugungsmittel zur Druckbeaufschlagung der Schleusenkammer (50) vorgesehen
sind.
6. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Schleusenkammer (68) in einem Schieber (66), vorzugsweise einem
Drehschieber angeordnet ist, welcher zwischen zumindest einer ersten Position, in
welcher die erste Öffnung der Schleusenkammer (68) einer Zufuhröffnung (70) gegenüberliegt,
und zumindest einer zweiten Position, in welcher die zweite Öffnung der Schleusenkammer
(68) einer Eintrittsöffnung (72) der Hochdruckleitung (6) gegenüberliegt, bewegbar
ist.
7. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung (12) eine Bindeeinrichtung (34, 34') aufweist,
in welcher loses Abrasivmittel (14) zu einem Festkörper (20, 20', 56) gebunden wird.
8. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindeeinrichtung (34') eine Befeuchtungseinrichtung zum Befeuchten des Abrasivmittels
(14) und eine Kühleinrichtung (38) aufweist, welche geeignet ist, das befeuchtete
Abrasivmittel (14), vorzugsweise kontinuierlich, einzufrieren.
9. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindeeinrichtung (34, 34') eine Zumischeinrichtung (42) aufweist, über welche
dem losen Abrasivmittel (14) ein Bindemittel (36), vorzugsweise kontinuierlich zumischbar
ist.
10. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindeeinrichtung (34, 34') Mittel zum chemischen oder physikalischen Aushärten
des Bindemittels (36) aufweist.
11. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung (12) eine der Druckdurchführung (22, 22') nachgeschaltete
Vereinzelungseinrichtung (28, 30) zum Auflösen der Bindung des Abrasivmittels (14)
aufweist.
12. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vereinzelungseinrichtung (28, 30) zum thermischen, chemischen und/oder mechanischen
Auflösen der Bindung des Abrasivmittels (14) ausgebildet ist.
13. Verfahren zur Zufuhr eines Abrasivmittels in einen Hochdruckbereich einer Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage,
dadurch gekennzeichnet, dass das Abrasivmittel (14) in zu einem Festkörper (20, 20') gebundener Form oder in einer
Umhüllung (64) portioniert in den Hochdruckbereich eingeführt wird und im Hochdruckbereich
die Bindung oder Umhüllung (64) entfernt und das Abrasivmittel (14)vereinzelt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Abrasivmittel in Stangenform (20, 20') kontinuierlich in den Hochdruckbereich
eingeführt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein loses Abrasivmittel (14) vor dem Einführen in den Hochdruckbereich zu einem Festkörper
(20, 20') gebunden oder in eine Umhüllung (64) eingeschlossen wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Binden des losen Abrasivmittel (14) zu einem Festkörper (20, 20') durch Einfrieren
erfolgt.
1. A water-abrasive suspension cutting system with a high-pressure source (2) which provides
water at a high pressure, with an exit nozzle (8) and with a high-pressure conduit
(6) which connects the high-pressure source (2) to the exit nozzle (8), wherein an
abrasive agent feed device (12) is arranged on the high-pressure conduit (6),
characterised in that
the abrasive agent feed device (12) comprises a pressure feed-through (22, 22') for
feeding the abrasive agent (14) into the high-pressure conduit (6), said pressure
feed-through being designed in a manner such that the abrasive agent (14), in a form
bound into a solid body (20, 20') or portioned in an envelope (64), is introduced
through the pressure feed-through (22, 22') into a high-pressure region (6) which
is formed by the high-pressure conduit or is connected to the high-pressure conduit
(6).
2. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 1, characterised in that the pressure feed-through (22, 22') comprises an opening, through which an abrasive
agent (14) bound in rod form (20, 20') can be continuously advanced into the high-pressure
region.
3. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 1 or claim 2, characterised in that at least one seal (24) which comes into sealing contact on the surface of the abrasive
agent (14) bound in rod form (20, 20'), is arranged in the opening.
4. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 1, characterised in that the pressure feed-through (22') is designed as a lock and comprises at least one
lock chamber (50) which is provided with at least two closable openings (52, 58),
of which a first opening (52) serves for the abrasive agent feed into the lock chamber
(50), and a second opening (58) serves for the connection to the high-pressure conduit
(6).
5. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 4, characterised in that the pressure-producing means are provided for subjecting the lock chamber (50) to
pressure.
6. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 4 or 5, characterised in that the at least one lock chamber (68) is arranged in a slide (66), preferably in a rotary
slide, which is movable between at least one first position, in which the first opening
of the lock chamber (68) lies opposite a feed opening (70), and at least one second
position, in which the second opening of the lock chamber (68) lies opposite an entry
opening (72) of the high-pressure conduit (6).
7. A water-abrasive suspension cutting system according to one of the preceding claims,
characterised in that the abrasive agent feed device (12) comprises a binding device (34, 34'), in which
loose abrasive agent (14) is bound into a solid body (20, 20', 56).
8. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 7, characterised in that the binding device (34') comprises a moisturising device for moisturising the abrasive
agent (14), and a cooling device (38) which is suitable for freezing the moisturised
abrasive agent (14), preferably in a continuous manner.
9. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 7 or 8, characterised in that the binding device (34, 34') comprises an admixing device (42), via which a binding
agent (36) is admixed to the loose abrasive agent (14), preferably in a continuous
manner.
10. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 9, characterised in that the binding device (34, 34') comprises means for the chemical or physical curing
of the binding agent (36).
11. A water-abrasive suspension cutting system according to one of the preceding claims,
characterised in that the abrasive agent feed device (12) comprises a disintegrating device (28, 30) connected
downstream of the pressure feed-through (22, 22'), for breaking down the binding of
the abrasive agent (14).
12. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 11, characterised in that the disintegrating device (28, 30) is designed for the thermal, chemical and/or mechanical
breaking-down of the binding of the abrasive agent (14).
13. A method for feeding an abrasive agent into a high-pressure region of a water-abrasive
suspension cutting system, characterised in that the abrasive agent (14) is introduced into the high-pressure region in a form in
which it is bound into a solid body (20, 20') or portioned in an envelope (64), and
the binding or envelope (64) is removed in the high-pressure region and the abrasive
agent (14) is disintegrated.
14. A method according to claim 13, characterised in that the abrasive agent is introduced in rod form (20, 20') into the high-pressure region
in a continuous manner.
15. A method according to claim 13 or 14, characterised in that a loose abrasive agent (14) is bound into a solid body (20, 20') or is enclosed into
an envelope (64), before the introduction into the high-pressure region.
16. A method according to claim 15, characterised in that the binding of the loose abrasive agent (14) into a solid body (20, 20') is effected
by way of freezing.
1. Installation de coupe à suspension eau-abrasif comprenant une source de haute pression
(2) qui fournit de l'eau sous haute pression, une buse de sortie (8) et une conduite
de haute pression (6) qui relie la source de haute pression (2) à la buse de sortie
(8), et dans laquelle un dispositif d'amenée de milieu abrasif (12) est monté sur
la conduite de haute pression (6),
caractérisée en ce que
le dispositif d'amenée de milieu abrasif (12) présente un passage de pression (22,
22') servant à l'amenée du milieu abrasif (14) dans la conduite de haute pression
(6) et conçu de telle sorte que le milieu abrasif (14), sous forme agglomérée en un
corps solide (20, 20') ou présenté en portions dans un enrobage (64), est introduit
par le passage de pression (22, 22') dans une zone de haute pression (6) qui est formée
par la conduite de haute pression ou est reliée à la conduite de haute pression (6).
2. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 1, caractérisée en ce que le passage de pression (22, 22') présente une ouverture à travers laquelle un milieu
abrasif (14) aggloméré en forme de tige (20, 20') peut être poussé en continu dans
la zone de haute pression.
3. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'est disposée dans l'ouverture au moins une garniture d'étanchéité (24) qui entre en
contact étanche avec la surface du milieu abrasif (14) aggloméré en forme de tige
(20, 20').
4. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 1, caractérisée en ce que le passage de pression (22') est réalisé sous la forme d'un sas et présente au moins
une chambre de sas (50) munie d'au moins deux ouvertures obturables (52, 58), dont
une première ouverture (52) sert à l'amenée du milieu abrasif dans la chambre de sas
(50) et une seconde ouverture (58) sert à la liaison avec la conduite de haute pression
(6).
5. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 4, caractérisée en ce que sont prévus des moyens de génération de pression destinés à mettre la chambre de
sas (50) sous pression.
6. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que la chambre de sas (68), au moins au nombre de une, est disposée dans un tiroir (66),
de préférence dans un tiroir rotatif, qui peut être déplacé entre au moins une première
position, dans laquelle la première ouverture de la chambre de sas (68) fait face
à une ouverture d'amenée (70), et au moins une seconde position, dans laquelle la
seconde ouverture de la chambre de sas (68) fait face à une ouverture d'admission
(72) de la conduite de haute pression (6).
7. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la conduite d'amenée de milieu abrasif (12) présente un dispositif d'agglomération
(34, 34') dans lequel un milieu abrasif en vrac (14) est aggloméré en un corps solide
(20, 20', 56).
8. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif d'agglomération (34') comprend un dispositif de mouillage destiné à
humidifier le milieu abrasif (14) et un dispositif de refroidissement (38) qui est
approprié pour geler le milieu abrasif humidifié (14), de préférence en continu.
9. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que le dispositif d'agglomération (34, 34') comprend un dispositif mélangeur (42) au
moyen duquel un liant (36) est mélangé au milieu abrasif (14) en vrac, de préférence
en continu.
10. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 9, caractérisée en ce que le dispositif d'agglomération (34, 34') comprend des agents destinés au durcissement
chimique ou physique du liant (36).
11. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le dispositif d'amenée de milieu abrasif (12) comprend un dispositif de désagrégation
(28, 30) placé en aval du passage de pression (22, 22'), et destiné à supprimer l'agglomération
du milieu abrasif (14).
12. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 11, caractérisée en ce que le dispositif de désagrégation (28, 30) est conçu pour supprimer l'agglomération
du milieu abrasif (14) par voie thermique, chimique et/ou mécanique.
13. Procédé pour amener un milieu abrasif dans une zone de haute pression d'une installation
de coupe à suspension eau-abrasif, caractérisé en ce que le milieu abrasif (14) est introduit dans la zone de haute pression sous une forme
agglomérée en un corps solide (20, 20') ou dans un état présenté en portions dans
un enrobage (64), et en ce que, dans la zone de haute pression, l'agglomération ou l'enrobage (64) est supprimé
et le milieu abrasif (14) est désagrégé.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que le milieu abrasif est introduit en continu dans la zone de haute pression sous la
forme d'une tige (20, 20').
15. Procédé selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce qu'avant son introduction dans la zone de haute pression, le milieu abrasif (14) en vrac
est aggloméré en un corps solide (20, 20') ou enfermé dans un enrobage (64).
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que l'agglomération du milieu abrasif en vrac (14) en un corps solide (20, 20') s'effectue
par congélation.