| (19) |
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(11) |
EP 2 755 802 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.04.2016 Patentblatt 2016/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.09.2011 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/065915 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/037405 (21.03.2013 Gazette 2013/12) |
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| (54) |
WASSER-ABRASIV-SUSPENSIONS-SCHNEIDANLAGE
DEVICE FOR WATERJET CUTTING WITH ABRASIVE
DISPOSITIF POUR LA COUPE AVEC JET D'EAU CONTENANT ABRASIV
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.07.2014 Patentblatt 2014/30 |
| (73) |
Patentinhaber: ANT Applied New Technologies AG |
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23560 Lübeck (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- LINDE, Marco
23649 Rehhorst (DE)
- RENTSCH, Thorsten
23564 Lübeck (DE)
- POORT, Hans-Ulrich
27419 Sittensen (DE)
- HOFFMANN, Hans-Jürgen
23564 Lübeck (DE)
- FILTER, Stefan
23883 Klein Zecher/Hakendorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Vollmann & Hemmer |
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Wallstraße 33a 23560 Lübeck 23560 Lübeck (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 199 136 GB-A- 1 008 503
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FR-A- 394 772
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmalen.
[0002] Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlagen werden zum Schneiden von Materialien mittels
eines Hochdruck-Wasserstrahls, welchem ein Abrasivmittel zugesetzt ist, verwendet.
Dabei ist es bei Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage so, dass das Wasser unter
Hochdruck stromaufwärts eine Austrittsdrüse mit dem Abrasivmittel gemischt wird. So
kann beispielsweise ein Teil des Wasserstroms durch einen Abrasivmittelbehälter, welcher
als Druckbehälter ausgebildet ist, geführt werden. Eine solche Anlage ist z. B. aus
EP 1 199 136 bekannt. Problematisch bei diesen Anlagen ist das Nachfüllen des Abrasivmittels,
da dazu die Anlage außer Betrieb genommen werden muss, der Abrasimittelbehalter in
einen drucklosen Zustand gebracht werden muss und erst dann befüllt werden kann. Dies
ist insbesondere bei industriellen Anwendungen, in welchen ein kontinuierliches Schneiden
erwünscht ist, problematisch.
[0003] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage
dahingehend zu verbessern, dass im laufenden Betrieb eine Zufuhr des Abrasivmittels
in den Hochdruckbereich der Anlage ohne Luftzufuhr möglich ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage mit den in
Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich
aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten Figuren.
[0005] Die erfindungsgemäße Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage weist eine Hochdruckquelle,
beispielsweise eine Hochdruckpumpe auf, welche Wasser unter hohem Druck bereitstellt.
Dabei handelt es sich um einen sehr hohen Druck, vorzugsweise einen Druck bis 2500
bar oder höher. Ferner weist die Anlage eine Austrittsdüse auf, durch welche das unter
Druck stehende Wasser gemischt mit Abrasivmittel zum Schneiden austritt. Die Austrittsdüse
ist mit der Hochdruckquelle über eine Hochdruckleitung verbunden, wobei eine mit der
Hochdruckleitung verbundene Abrasivmittel-Zuführeinrichtung vorhanden ist. D. h. wie
bei den Suspensions-Schneidverfahren üblich, erfolgt die Mischung zwischen Wasser
und Abrasivmittel im Hochdruckbereich der Anlage. Dazu wird beispielsweise das unter
Hochdruck stehende Wasser durch einen Druckbehälter geführt, in welchem sich das Abrasivmittel
befindet und in dem Druckbehälter kommt es dann zu einer Mischung zwischen Wasser
und Abrasivmittel und das Wasser spült das Abrasivmittel aus dem Hochdruckbehälter
heraus und führt es mit bis zu der Austrittsdüse, wo es dann gemeinsam mit dem Abrasivmittel
zum Schneiden austritt.
[0006] Die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung dient dazu, im laufenden Betrieb der Anlage,
Abrasivmittel in den Hochdruckbereich, d. h. in die Hochdruckleitung einzuführen,
ohne die Anlage außer Betrieb nehmen zu müssen und insbesondere ohne den Hochdruckbereich
oder einen Teil des Hochdruckbereiches in einen drucklosen Zustand bringen zu müssen.
Darüber hinaus erfolgt die Abrasivmittelzufuhr in den Hochdruckbereich so, dass keine
Luft in den Hochdruckbereich eingebracht wird.
[0007] Erfindungsgemäß weist die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung eine Schleuse mit zumindest
einer Kammer auf. Die Kammer weist zumindest eine erste verschießbare Öffnung auf.
Mittels dieser Öffnung kann die Kammer zu der Hochdruckleitung hin geöffnet und wieder
gegenüber der Hochdruckleitung verschlossen werden. Darüber hinaus kann diese erste
Öffnung wahlweise zu einer Abrasivmittezufuhr hin geöffnet werden oder es kann eine
weitere Öffnung in der Kammer vorgesehen sein, welche zu einer Abrasivmittezufuhr
hin geöffnet werden kann. Die Kammer kann mittels der zumindest einen Öffnung oder
mehrerer Öffnung somit abwechselnd zu einer Abrasivmittelzufuhr und zu der Hochdruckleitung
hin geöffnet werden. So bildet die Kammer eine Schleuse, welche es ermöglicht, das
Abrasivmittel bzw. ein Abrasivmittel-Wasser-Gemisch zumindest mit Umgebungsdruck oder
einem geringeren Druck als in der Hochdruckleitung herrscht, in die Kammer einzubringen.
Anschließend kann die Kammer dann zur Umgebung hin bzw. zur Abrasivmittelzufuhr hin
geschlossen werden und zum Hochdruckbereich, d. h. der Hochdruckleitung hin geöffnet
werden, sodass dann das Abrasivmittel aus der Kammer in die Hochdruckleitung eintreten
kann, ohne dass es zu einem wesentlichen Druckverlust in der Hochdruckleitung kommt.
Gegebenenfalls kann vor dem Öffnen der zumindest einen ersten Öffnung zu der Hochdruckleitung
hin der Druck in der Kammer erhöht werden, um einen Druckausgleich der Hochdruckleitung
vor dem Öffnen der Öffnung herzustellen.
[0008] Besonders bevorzugt weist die Kammer zwei Öffnungen auf, welche durch Ventile, beispielsweise
Kugelhähne verschlossen werden können. Eine erste Öffnung grenzt an die Hochdruckleitung
an, eine zweite Öffnung der Kammer ist der Abrasivmittelzufuhr zugewandt. Durch Öffnen
und Schließen der Öffnungen mittels geeigneter Ventile kann die Kammer so abwechselnd
zur Abrasivmittelzufuhr oder zur Hochdruckleitung hin geöffnet werden. Durch die Anordnung
mehrerer solcher Kammern, welche abwechselnd zur Hochdruckleitung hin geöffnet werden,
kann eine quasi kontinuierliche Abrasivmittelzufuhr in die Hochdruckleitung hinein
erreicht werden.
[0009] Besonder bevorzugt weist die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung einen beweglichen Schieber
auf, in welchem die zumindest eine Kammer ausgebildet ist. Der Schieber ist zwischen
zumindest zwei verschiedenen Positionen bewegbar. Dazu bewegt er sich vorzugsweise
in einer geeigneten Führung. Die zumindest eine in dem Schieber ausgebildete Kammer
weist die zumindest eine erste Öffnung auf, welche dazu dient, dass Abrasivmittel,
welches zuvor in der Kammer aufgenommen worden ist, in den Hochdruckbereich bzw. die
Hochdruckleitung hinein austreten kann, wenn die Öffnung der Kammer in eine Position
bewegt wird, in welcher sie einer Öffnung, d. h. einer Eintrittsöffnung der Hochdruckleitung
gegenüberliegt.
[0010] Die Öffnung kann auch dazu dienen, die Kammer mit Abrasivmittel zu befüllen. Bevorzugt
ist dazu jedoch eine zweite Öffnung, d. h. eine Eintrittsöffnung vorgesehen, wie weiter
unten beschrieben wird.
[0011] Von den zumindest zwei Positionen, zwischen denen der Schieber bewegbar ist, ist
die erste Position eine Position, in welcher die erste Öffnung der Kammer einer Eintrittsöffnung
der Hochdruckleitung, d. h. des Hochdruckbereiches gegenüberliegt. In dieser Position
kann, wie beschrieben, Abrasivmittel aus der Kammer in den Hochdruckbereich austreten.
In dieser Position ist die Kammer im Übrigen nach außen abgedichtet, sodass kein Druckverlust
aus dem Hochdruckbereich heraus auftritt und auf diese Weise aus der Kammer der Hochdruckbereich
im laufenden Betrieb, ohne den Druck im Hochdruckbereich abbauen zu müssen, befüllt
werden kann. In der zweiten Position des Schiebers ist die erste Öffnung der Kammer
entweder einer geschlossenen Wand gegenüberliegend oder einer Abrasivmittelzufuhröffnung
gegenüberliegend angeordnet. Wenn die erste Öffnung einer Abrasivmittelzufuhröffnung
gegenüberliegt, kann die Kammer durch die Abrasivmittelzufuhröffnung, welche die Austrittsöffnung
einer Abrasivmittelzufuhr darstellt, mit Abrasivmittel befüllt werden. Wenn in der
zweiten Position die erste Öffnung einer geschlossenen Wand gegenüberliegt und somit
verschlossen ist, erfolgt die Befüllung der Kammer mit Abrasivmittel vorzugsweise
durch die vorangehend genannte zweite Öffnung, d. h. durch eine separate Eintrittsöffnung,
welche in der ersten Position des Schiebers geschlossen ist, beispielsweise indem
sie einer geschlossenen Wandung gegenüberliegt.
[0012] Erfindungsgemäß wird somit die Kammer des Schiebers durch Bewegung des Schiebers
von einer Befüllposition, d. h. der zweiten Position, in eine Entleerungsposition,
d. h. die erste Position, bewegt. Dadurch wird erreicht, dass die Kammer außerhalb
des Hochdruckbereiches mit Abrasivmittel befüllt werden kann, wobei das Befüllen,
ebenfalls unter Druck oder drucklos geschehen kann. Vorzugsweise wird die Kammer mit
losem Abrasivmittel, welches mit Wasser gemischt ist, gefüllt, sodass das Abrasivmittel
luftfrei in die Kammer eingebracht wird. Beim Befüllen ist der Hochdruckbereich geschlossen,
indem vorzugsweise eine Wandung des Schiebers der Eintrittsöffnung der Hochdruckleitung
dichtend gegenüberliegt. Erst wenn die Kammer in die Entleerungsposition gebracht
wird, in welcher ihre erste Öffnung der Eintrittsöffnung gegenüberliegt, wird dadurch
der Hochdruckbereich zu der Kammer des Schiebers hin geöffnet, sodass das Abrasivmittel
aus der Kammer in den Hochdruckbereich eintreten kann, ohne dass jedoch der Hochdruckbereich
über die Kammer hinaus nach außen geöffnet werden muss. Das Abrasivmittel wird vorzugsweise
durch Schwerkraft aus der Kammer in die Hochdruckleitung hinein entleert.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der bewegliche Schieber
zumindest zwei darin ausgebildete Kammern auf, welche jeweils zumindest eine erste
Öffnung aufweisen.
[0014] Der Schieber, in welchem die zumindest zwei Kammern ausgebildet sind, ist zwischen
zumindest zwei Positionen bewegbar. Durch diese Bewegung des Schiebers werden die
erste Öffnungen der Kammern abwechselnd mit einer Eintrittsöffnung der Hochdruckleitung
bzw. des Hochdruckbereiches zur Deckung gebracht, sodass die abwechselnd in den Hochdruckbereich
hinein entleert werden können. Dazu ist in einer ersten Position des Schiebers die
Öffnung einer ersten Kammer eine Eintrittsöffnung der Hochdruckleitung gegenüberliegend
positioniert, während die Öffnung einer zweiten Kammer einer geschlossenen Wand oder
einer Abrasivmittelzufuhröffnung gegenüberliegt. Wenn die Öffnung der zweiten Kammer
einer Abrasivmittelzufuhröffnung gegenüber liegt, kann durch diese die Kammer wieder
mit Abrasivmittel befüllt werden. Gleichzeitig wird die erste Kammer, welche zuvor
mit Abrasivmittel befüllt wurde, in den Hochdruckbereich bzw. die Hochdruckleitung
hinein entleert. Dabei ist die erste Kammer nach außen geschlossen, sodass die Hochdruckleitung
bzw. der Hochdruckbereich außen abgedichtet bleibt. Die zweite Kammer kann gleichzeitig
befüllt werden. Dies kann entweder durch dieselbe Öffnung geschehen oder durch eine
zweite Öffnung, d. h. eine separate Eintrittsöffnung, wobei dann die erste Öffnung,
wie beschrieben, einer geschlossenen Wand gegenüberliegen kann, um in dieser Position
geschlossen zu sein. Für den Fall, dass mehr als zwei Positionen bzw. Schaltstellungen
des Schiebers vorgesehen sind, ist es auch denkbar, dass eine Kammer in einer Position
vollständig geschlossen ist, d. h. weder entleert noch befüllt wird. In zumindest
einer zweiten Position des Schiebers ist dann die Öffnung der zweiten Kammer einer
Eintrittsöffnung der Hochdruckleitung gegenüberliegend positioniert, während die Öffnung
der ersten Kammer einer geschlossenen Wand oder einer Abrasivmittelzufuhröffnung gegenüberliegt.
D. h. in dieser Position kann dann die zweite Kammer in den Hochdruckbereich entleert
werden, während die erste Kammer gleichzeitig gefüllt werden kann oder in dem Fall,
dass mehr als zwei Kammern vorgesehen sein sollten, sich in einer Zwischenposition
befindet, in der sie weder befüllt noch entleert wird. Durch die Anordnung von mit
zumindest zwei voneinander getrennten Kammern ist es möglich, eine Kammer im drucklosen
Zustand zu befüllen, während die andere Kammer gleichzeitig zum Hochdruckbereich hin
geöffnet und entleert wird. Auf diese Weise ist es durch abwechselndes Füllen und
Leeren von zumindest zwei Kammern möglich, den Hochdruckbereich im laufenden Betrieb
quasi kontinuierlich mit Abrasivmittel zu befüllen. Die beiden Kammern bilden somit
Schleusen, welche abwechselnd befüllt und entleert werden.
[0015] Vorzugsweise weist die Hochdruckleitung eine Eintrittsöffnung auf und die Öffnungen
der zumindest zwei Kammern sind durch Bewegung des Schiebers abwechselnd in eine dieser
einen Eintrittsöffnung gegenüberliegende Position bringbar. Der Schieber ist dabei
vorzugsweise so ausgebildet, dass er, wenn der Eintrittsöffnung der Hochdruckleitung
keine Öffnung einer Kammer gegenüberliegt, die Eintrittsöffnung der Hochdruckleitung
durch eine Wandung des Schiebers verschlossen ist, sodass der Hochdruckbereich nach
außen dicht bleibt. Wenn eine Öffnung einer Kammer der Eintrittsöffnung gegenüberliegt,
wird eine Verbindung von der Eintrittsöffnung zu der Kammer hergestellt, sodass das
Abrasivmittel aus der Kammer in den Hochdruckbereich eintreten kann. Dies erfolgt
vorzugsweise durch Schwerkraft, d. h. die Öffnung der Kammer ist an deren Unterseite
angeordnet. Gleichzeitig ist eine zweite Kammer von der Eintrittsöffnung der Hochdruckleitung
entfernt, sodass diese zweite Kammer nicht mit dem Hochdruckbereich in Verbindung
steht und somit im drucklosen Zustand gleichzeitig mit Abrasivmittel gefüllt werden
kann. Mit Bewegung des Schiebers kann dann die zweite Kammer in Verbindung mit dem
Hochdruckbereich gebracht werden, indem deren Öffnung in eine der Eintrittsöffnung
der Hochdruckleitung gegenüberliegende Lage bewegt wird, wobei gleichzeitig die erste
Kammer von dem Hochdruckbereich getrennt wird. Dann kann die erste Kammer wieder im
drucklosen Zustand befüllt werden.
[0016] Besonders bevorzugt bildet die erste Öffnung der Kammern jeweils eine Austrittsöffnung
und die Kammern weisen neben der Austrittsöffnung jeweils eine Eintrittsöffnung auf.
D. h. bei dieser Ausgestaltung werden die Kammern nicht durch dieselbe Öffnung befüllt
und entleert, sondern durch die Eintrittsöffnung befüllt und durch die Austrittsöffnung
entleert. In einer ersten Position des Schiebers liegt die Eintrittsöffnung einer
ersten Kammer dazu eine Abrasivmittelzufuhröffnung eine Abrasivmittelzufuhr gegenüber,
sodass durch diese Abrasivmittelzufuhröffnung Abrasivmittel in die Eintrittsöffnung
der ersten Kammer zu deren Befüllung eintreten kann. Gleichzeitig liegt, wenn zwei
oder mehr Kammern in dem Schieber ausgebildet sind, die Eintrittsöffnung einer zweiten
Kammer einer geschlossenen Wand gegenüber, sodass die Eintrittsöffnung der zweiten
Kammer geschlossen ist. So kann die zweite Kammer mit der Eintrittsöffnung der Hochdruckleitung
über die Austrittsöffnung, d. h. die erste Öffnung der zweiten Kammer in Kontakt gebracht
werden, ohne dass durch die Eintrittsöffnung der zweiten Kammer ein Druckverlust nach
außen auftreten kann. In einer zweiten Position des Schiebers liegt dann die Eintrittsöffnung
der zweiten Kammer einer Abrasivmittelzufuhröffnung gegenüber. Die Eintrittsöffnung
der ersten Kammer liegt in der zweiten Position des Schiebers einer geschlossenen
Wand gegenüber. D. h. in diesem Zustand wird die erste Kammer über deren Austrittsöffnung
geleert, während gegebenenfalls die zweite Kammer mit Abrasivmittel gefüllt werden
kann.
[0017] Vorzugsweise ist eine Abrasivmittelzufuhröffnung vorgesehen und die Eintrittsöffnungen
der zumindest zwei Kammern sind durch Bewegung des Schiebers abwechselnd in eine diese
eine Abrasivmittelzufuhröffnung gegenüberliegenden Lage bringbar. D. h. die beiden
Kammern werden abwechselnd durch dieselbe Abrasivmittelzufuhröffnung befüllt, indem
die Kammern abwechselnd in eine Position bewegt werden, in welcher die Eintrittsöffnung
der entsprechenden Kammer der Abrasivmittelzufuhröffnung gegenüberliegt, sodass aus
der Abrasivmittelzufuhröffnung Abrasivmittel in die Eintrittsöffnung der Kammer eintreten
kann. Oberhalb bzw. stromaufwärtig der Abrasivmittelzufuhröffnung kann ein Abrasivmittelvorratsbehälter
vorgesehen sein, aus welchem das Abrasivmittel vorzugsweise durch Schwerkraft durch
die Abrasivmittelzufuhröffnung austritt. Wenn keine Eintrittsöffnung einer Kammer
der Abrasivmittelzufuhröffnung gegenüberliegt, wird diese vorzugsweise durch eine
Wand der Schiebers verschlossen, sodass kein Abrasivmittel austreten kann. Es ist
jedoch auch möglich, mehrere Abrasivmittelzufuhröffnungen vorzusehen, sodass entweder
für jede Kammer eine Abrasivmittelzufuhröffnung vorgesehen ist, wobei jede Kammer
durch Bewegung des Schiebers in einer ersten Position in Verbindung mit der Abrasivmittelzufuhröffnung
bringbar ist und in einer zweiten Position in Verbindung mit einer Eintrittsöffnung
der Hochdruckleitung bringbar ist, wobei in der zweiten Position die Kammer dann nicht
mit der Abrasivmittelzufuhröffnung in Verbindung steht. Alternativ ist es auch denkbar,
über mehrere Abrasivmittelzufuhröffnungen mehrere Kammern gleichzeitig zu befüllen,
für den Fall, dass mehr als zwei Kammern in dem Schieber vorgesehen sein sollten.
[0018] Der Schieber kann gemäß einer ersten Ausführungsform als linearbeweglicher Schieber
ausgebildet sein, wobei der Schieber dann mittels eines geeigneten Linearantriebs
in oszillierender Weise zwischen den zumindest zwei Position bewegt wird.
[0019] Besonders bevorzugt ist der Schieber jedoch als Drehschieber ausgebildet. Dies ermöglicht
einen besonders leichten Antrieb, da direkt ein rotierender Antrieb, wie ein Elektromotor
Verwendung finden kann. Darüber hinaus ist nicht erforderlich, die Bewegungsrichtung
umzukehren, vielmehr ist es bevorzugt, dass der Drehschieber einen Drehantrieb aufweist,
welcher einen kontinuierlichen Antrieb in eine Drehrichtung bewirkt. Dabei kann die
Antriebs- bzw. Drehgeschwindigkeit einstellbar sein, um über Veränderung der Drehgeschwindigkeit,
die Menge des zugeführten Abrasivmittels pro Zeiteinheit verändern zu können. Bevorzugt
ist eine Abrasivmittelzufuhr mit einer Abrasivmittelzufuhröffnung vorgesehen. Die
Hochdruckleitung weist eine Eintrittsöffnung auf und der Drehschieber bevorzugt zumindest
zwei Kammern, von denen in einer ersten Position des Drehschiebers eine Kammer mit
einer Öffnung, vorzugsweise einer separaten Eintrittsöffnung der Abrasivmittelzufuhröffnung
und eine Kammer mit einer Öffnung der Eintrittsöffnung der Hochdruckleitung gegenüberliegt.
D. h. eine Kammer wird über die Abrasivmittelzufuhröffnung mit Abrasivmittel gefüllt,
während die zweite Kammer gleichzeitig in die Eintrittsöffnung der Hochdruckleitung
hinein entleert wird. Das Befüllen erfolgt daher vorzugsweise im drucklosen Zustand
oder mit geringerem Druck als in der Hochdruckleitung herrscht, während das Entleeren
der Kammer in die Hochdruckleitung unter Druck geschieht, d. h. beim Öffnen der Kammer
zur Hochdruckleitung hin, kommt es zu einem Druckausgleich, d. h. der Druck in der
Kammer steigt auf das Niveau des Drucks in der Hochdruckleitung an. Gleichzeitig bleibt
die Kammer nach außen abgedichtet, sodass es zu keinem Druckverlust nach außen kommt.
[0020] Gemäß einer besonderen Ausführungsform kann der Drehschieber zumindest drei Kammern
aufweisen, von denen eine dritte Kammer, wenn die erste und die zweite Kammer zu der
Abrasivmittelzufuhr oder der Hochdruckleitung hin geöffnet sind, sowohl zu der Abrasivmittelzufuhr
als auch zu der Hochdruckleitung hin geschlossen sein. Durch die Anordnung von mehr
als zwei Kammern kann der Drehwinkel zum Weiterbewegen der Kammern von einer Position
zur nächsten verkleinert werden, sodass insgesamt bei gleicher Drehgeschwindigkeit
die Menge des zugeführten Abrasivmittels gesteigert werden kann.
[0021] Der Drehschieber ist bevorzugt als drehbare Scheibe ausgebildet, in welcher sich
die zumindest eine Kammer als Durchgangsloch von einer ersten Oberfläche zu einer
in Richtung der Drehachse entgegengesetzten zweiten Oberfläche erstreckt. Die Oberflächen
erstrecken sich weiter bevorzugt im Wesentlichen horizontal, sodass sich die Durchgangslöcher
im Wesentlichen von oben nach unten erstrecken. Dies hat den Vorteil, dass die so
gebildeten Kammern durch Wirkung der Schwerkraft von oben mit Abrasivmittel gefüllt
werden können und dass das Abrasivmittel ebenfalls durch Wirkung der Schwerkraft nach
unten wieder aus der Kammer austreten kann. D. h. die obere Öffnung des Durchgangsloches
bildet eine Eintrittsöffnung, während das untere Ende eine Austrittsöffnung bildet.
Besonders bevorzugt erstrecken sich die Durchgangslöcher parallel zur Drehachse des
Drehschiebers.
[0022] Der Schieber ist vorzugsweise zwischen zwei sich parallel zur Bewegungsrichtung des
Schiebers erstreckenden Dichtflächen geführt, wobei eine erste Oberfläche des Drehschiebers
an einer ersten Dichtfläche und eine zweite Oberfläche des Schiebers an einer gegenüberliegenden
zweiten Dichtfläche anliegt. So wird erreicht, dass die Oberfläche des Schiebers Öffnungen
in den Dichtflächen verschließen kann und gleichzeitig die Dichtflächen Öffnungen
in dem Schieber verschließen kann, je nach Position des Schiebers. Auf diese Weise
können die Öffnungen der Kammern geöffnet und geschlossen werden, je nachdem in welcher
Position sie sich befinden, ob sie einer Öffnung in der Dichtfläche, d. h. der Eintrittsöffnung
oder der Abrasivmittelzufuhröffnung gegenüberliegen oder der geschlossenen Wand der
Dichtfläche gegenüberliegen. Im Falle, dass der Schieber ein Drehschieber ist, erstrecken
sich die Dichtflächen normal zu der Drehachse des Drehschiebers.
[0023] Eine Abrasivmittelzufuhröffnung der Abrasivmittelzufuhr ist vorzugsweise in der ersten
Dichtfläche ausgebildet. Ferner ist vorzugsweise eine Eintrittsöffnung der Hochdruckleitung
in der zweiten Dichtfläche ausgebildet. Je nach Stellung des Schiebers werden die
Öffnungen in den Dichtflächen geschlossen oder geöffnet, je nachdem ob Sie einer Öffnung
der Kammern gegenüberliegen oder einer geschlossenen Wand der Oberflächen des Schiebers.
[0024] Besondern bevorzugt mündet die zumindest eine Eintrittsöffnung der Hochdruckleitung
in einen in der Hochdruckleitung gelegenen Druckbehälter. Dieser Druckbehälter stellt
vorzugsweise ein Reservoir für das Abrasivmittel dar, aus welchem das Abrasivmittel
durch den Hochdruckwasserstrom herausgespült wird. Der Druckbehälter wird durch die
oben beschriebene Abrasivmittel-Zuführeinrichtung quasi kontinuierlich im laufenden
Betrieb unter Druck befüllt. Gleichzeitig bildet der Druckbehälter jedoch einen gewissen
Pufferspeicher für Abrasivmittel.
[0025] Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung können die Kammern in dem Schieber
oder eine Abrasivmittelzufuhr stromaufwärts der Abrasivmittelzufuhröffnung mit Druckbeaufschlagungsmitteln
versehen sein. Dies ermöglicht es, das Abrasivmittel bereits unter Druck in die Kammer
des Schiebers einzufüllen. So kann die Druckdifferenz zwischen dem Innenraum der Kammer
und der Hochdruckleitung verringert werden, was die Abdichtung vereinfacht und den
Befüllvorgang beschleunigen kann. Als Druckbeaufschlagungsmittel kann eine mechanische
Einrichtung zum Erzeugen eines höheren Druckes in einer abgeschlossenen Kammer der
Abrasivmittelzuführung dienen, beispielsweise ein beweglicher Kolben. Alternativ oder
zusätzlich kann ein Medium unter hohem Druck von außen zugeführt werden, beispielsweise
auch Teil des Hochdruckwasserstromes von der Hochdruckquelle zur Schneiddüse.
[0026] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben.
In diesen zeigt:
- Fig. 1
- schematisch eine Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage gemäß der Erfindung,
- Fig. 2
- eine Schnittansicht einer Abrasivmittel-Zuführeinrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform,
- Fig.3
- eine Schnittansicht einer Abrasivmittel-Zuführeinrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform,
und
- Fig. 4
- schematisch eine Abrasivmittel-Zuführeinrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform.
[0027] Die erfindungsgemäße Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage weist in bekannter
Weise eine Hochdruckpumpe 2 auf, welche eine Hochdruckquelle bildet und mit einer
Wasserzufuhr 4 verbunden ist. Von der Hochdruckpumpe 2 führt eine Hochdruckleitung
6 zu einer Schneid- bzw. Austrittsdüse 8, aus welcher ein mit Abrasivmittel angereicherter
Hochdruckwasserstrahl 10 zum Schneiden oder zur Oberflächenbearbeitung eines Werkstückes
12 austritt. Auf dem Weg von der Hochdruckpumpe 2 zu der Austrittsdüse 8 führt die
Hochdruckleitung 6 durch eine Abrasivmittel-Zuführeinrichtung 14, in welcher Abrasivmittel
16 ohne Luftzufuhr in den von der Hochdruckleitung 6 gebildeten Hochdruckbereich eingeführt
und in dem Hochdruckbereich mit dem in der Hochdruckleitung geförderten unter Druck
stehenden Wasser gemischt wird, sodass es gemeinsam mit dem Wasserstrahl 10 aus der
Austrittsdüse 8 austritt.
[0028] Bei dem hier gezeigten Beispiel ist die Einheit 18, welche im Wesentlichen aus der
Abrasivmittel-Zuführeinrichtung 14 und der Austrittsdüse 8 gebildet wird, an einem
Positioniersystem 20 angebracht, welches hier schematisch als Koordinatensystem dargestellt
ist, mit welchem die Austrittsdüse 8 relativ zu dem Werkstück 12 bewegt werden kann,
um einen gewünschten Schnittverlauf bzw. Bearbeitungsverlauf im Werkstück 12 zu erzeugen.
Das Positioniersystem kann beispielsweise ein Roboter oder ein anderes geeignetes
Positioniersystem sein. Alternativ kann die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung 14 jedoch
auch getrennt von der Austrittsdüse 8 aufgestellt und mit der bewegbaren Austrittsdüse
über eine bewegliche Rohrleitung oder einen Druckschlauch verbunden sein.
[0029] Die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung 14 wird anhand von zwei in den Fig. 2 und 3 gezeigten
Ausführungsbeispielen erläutert. Die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung wird durch ein
in einem Schieber gebildetes Schleusensystem gebildet. Die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung
14 weist einen Druckbehälter 22 auf, welcher in der Hochdruckleitung 6 gelegen ist.
D. h. zumindest ein Zweig des Strömungsweges der Hochdruckleitung 6 führt durch den
Druckbehälter 22. Dazu weist der Druckbehälter 22 einen Einlass 24 und einen Auslass
26 auf. Durch den Einlass 24 strömt das unter Hochdruck stehende Wasser in den Druckbehälter
22 ein. Durch den Auslass 26 strömt das Wasser mit dem mitgeförderten Abrasivmittel
aus und fließt dann zu der Austrittsdüse 8. Oberhalb des Druckbehälters 2 ist ein
Drehschieber 28 zwischen zwei Dichtplatten 30 und 32 angeordnet. Der Drehschieber
28 ist um eine Drehachse X durch einen elektrischen Antriebsmotor 34 drehbar. Die
Dichtplatte 30 weist eine erste Dichtfläche 36, welche an einer ersten Oberfläche
des scheibenförmigen Drehschieber 28 anliegt. Die zweite Dichtplatte 32 weist eine
zweite Dichtfläche 38 auf, welche an einer zweiten entgegengesetzten Oberfläche des
Drehschiebers 28 anliegt. Die Oberflächen des Drehschiebers 28 sowie die Dichtflächen
36 und 38 erstrecken sich rechtwinklig zur Drehachse X.
[0030] In dem Drehschieber 28 sind Kammern 40 in Form von Durchgangslöchern ausgebildet,
welche sich zwischen den zwei entgegengesetzten die Dichtflächen 36 und 38 angrenzenden
Oberflächen des Drehschiebers 28 parallel zur Drehachse erstrecken. In der Fig. 2
sind zwei Kammern 40 im Schnitt zu sehen und eine weitere Kammer 40' ist gestrichelt
angedeutet. Alle Kammern 40, 40' liegen im selben Radius beabstandet von der Drehachse
X. In der Dichtplatte 30 ist eine Abrasivmittelzufuhröffnung 42 angeordnet, welche
zu der Dichtfläche 36 hin an einer Position geöffnet ist, welche um denselben Radius
von der Drehachse X wie die Kammern 40 beabstandet ist. Die Abrasivmittelzufuhröffnung
42 ist mit einer Abrasivmittelzufuhr 44 verbunden, durch welche Abrasivmittel bzw.
unte Zugabe von Wasser zugeführt wird. Die nasse Zufuhr des Abrasivmittels 46 hat
den Vorteil, dass das Abrasivmittel luftfrei in den Hochdruckbereich der Hochdruckleitung
6 eingeführt werden kann.
[0031] Die Kammer 40 in dem Drehschieber 28, welche in Fig. 2 links gezeigt ist, befindet
sich in einer ersten Position, in welcher die Kammer 40 mit ihrer Eintrittsöffnung
48, welche das obere Ende der Kammer 40 bildet, der Abrasivmittelzufuhröffnung 42
gegenüberliegt. So kann das Abrasivmittel, gegebenenfalls unter Zugabe von Wasser
von oben in die Kammer 40 eintreten. Die Austrittsöffnung 50 am unteren Ende der Kammer
40 liegt der Dichtfläche 38 gegenüber und ist durch diese verschlossen. Gleichzeitig
liegt eine zweite Kammer 40, welche in Fig. 2 rechts dargestellt ist, an einer zweiten
Position, in welche ihre Eintrittsöffnung 48 der ersten Dichtfläche 36 gegenüberliegt
und durch diese verschlossen ist. Die Austrittsöffnung 50 dieser Kammer an deren unteren
Ende liegt der Eintrittsöffnung 52 der Hochdruckleitung 6 bzw. des Hochdruckbereiches
gegenüber. Die Eintrittsöffnung 52 des Hochdruckbereiches erstreckt sich durch die
Dichtplatte 32 von der Dichtfläche 38 hindurch bis in das Innere des Druckbehälter
22. In diesem Zustand kann das Abrasivmittel 46 aus der Kammer 40 schwerkraftbedingt
in den Druckbehälter 22 austreten, um den Druckbehälter 22 zu füllen. Anschließend
wird der Drehschieber 28 durch den Antriebsmotor 34 in der Drehrichtung D weitergedreht,
sodass die links in Fig. 2 gezeigte Kammer 40 in die rechte Position gelangt und dort
entsprechend entleert wird. Gleichzeitig wird dann die zuvor rechts gelegene Kammer
40 in die linke Position bewegt und dort wie beschrieben befüllt. Dies ist die Funktionsweise
mit zwei Kammern 40. Es können in dem Drehschieber 28 jedoch auch mehr als zwei Kammern
40, beispielsweise vier Kammern angeordnet werden, welche vorzugsweise gleichmäßig
über den Umfang des Drehschiebers 28 verteilt sind. Solche weiteren Kammern 40' sind
in Fig. 2 gestrichelt dargestellt. Es ist zu erkennen, dass die Kammer40' sich in
einer Zwischenposition befindet, in der sowohl ihre Eintrittsöffnung 48' als auch
ihre Austrittsöffnung 50' durch die Dichtflächen 36 und 38 verschlossen sind.
[0032] Fig. 3 zeigt eine weitere Variante der erfindungsgemäßen Abrasivmittel-Zuführeinrichtung.
Im Unterschied zu der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform weist der Drehschieber 28
gemäß Fig. 3 nur eine Kammer 40 auf. D. h. bei dieser Ausführungsform ist nicht ein
gleichzeitiges Füllen und das gleichzeitige Entleeren einer weiteren Kammer 40 möglich.
Stattdessen wird ein und dieselbe Kammer 40 abwechselnd gefüllt und entleert, indem
sie einmal in die in Fig. 3 gezeigte Position gebracht wird, in welcher sie der Eintrittsöffnung
52 des Druckbehälters 22 gegenüberliegt und dann um 180° gedreht in eine zweite Position
gebracht wird, in welcher sie der Abrasivmittelzufuhröffnung 42 gegenüberliegt.
[0033] Darüber hinaus ist bei der Ausgestaltung gemäß Fig. 3 noch ein Druckbeaufschlagungsmittelvorgesehen.
Dazu ist oberhalb der Dichtplatte 30, d. h. stromaufwärts der Abrasivmittelzufuhröffnung
42 ein Speicherraum 58 angeordnet. Die Abrasivmittelzufuhr 44 erfolgt zunächst in
den Speicherraum 58 hinein. Der Speicherraum 58 ist mit einem Druckbeaufschlagungsmittel
verbunden, sodass der Druck des Abrasivmittel-Wasser-Gemisches in dem Speicherraum
58 erhöht werden kann, sodass das Abrasivmittel-Wasser-Gemisch bereits unter Druck
in die Abrasivmittelzufuhröffnung 42 und die Kammer 40 eintritt. Auf diese Weise kann
die Kammer 40 zum einen schneller befüllt werden, zum anderen verringert sich der
Druckunterschied zwischen dem Innenraum der Kammer 40 und dem Druckbehälter 22. Die
Anordnung dieses Druckbeaufschlagungsmittels wäre entsprechend auch bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 2 möglich.
[0034] Das Druckbeaufschlagungsmittel besteht in diesem Fall aus einer absperrbaren Druckzufuhr
60. Diese ist beispielsweise mit der Hochdruckleitung 6 verbunden und weist ein Absperrventil
62 auf. An der Abrasivmittelzufuhr 44 ist ebenfalls ein Absperrventil 64 angeordneten.
Wenn der Speicherraum 58 durch Öffnen des Absperrventils 64 mit Abrasivmittel 46 gefüllt
worden ist, kann das Absperrventil 64 geschlossen werden und das Absperrventil 62
geöffnet werden und so der Speicherraum 58 mit Druck beaufschlagt werden, sodass das
AbrasivmittelWasser-Gemisch bereits unter Druck in die Kammer 40 des Drehschiebers
28 eintritt. Vor dem erneuten Öffnen des Absperrventiles 64 kann eine Druckentlastung
des Speicherraumes 58 durch Öffnen eines weiteren Absperrventils 66 folgen. Durch
das Absperrventil 66 kann unter Druck stehendes Wasser aus dem Speicherraum 58 austreten
und beispielsweise der Hochdruckpumpe 2 eingangsseitig wieder zugeführt werden.
[0035] In der beschrieben Ausführungsform ist die Zufuhr von losem Abrasivmittel 46 beschrieben
worden. Es ist jedoch auch denkbar, in die Kammern 40 des Drehschiebers 28 Abrasivmittel
in gebundener Form, beispielsweise in Form von Pellets zuzuführen. Auf diese Weise
wird verhindert, dass loses Abrasivmittel die Dichtflächen 36 und 38 beschädigt und
die Abdichtung des Druckbehälters 22 beeinträchtigt.
[0036] Die dritte Ausführungsform der Erfindung, welche in Fig. 4 gezeigt ist, unterscheidet
sich im Aufbau der Abrasivmittel-Zuführeinrichtung, welche auf einen beweglichen Schieber
verzichtet. So schließt sich stromaufwärts der Eintrittsöffnung 52 des Druckbehälters
22 eine Schleusenkammer bzw. Kammer 70 an, welche am unteren Ende eine der erste Eintrittsöffnung
52 zugewandte erste Öffnung aufweist, welche durch einen ersten Kugelhahn 72 verschlossen
werden kann. Stromaufwärts der Kammer 70 ist ein zweiter Kugelhahn 74 angeordnet,
welcher an eine Abrasivmittel-Zuführöffnung 42 einer Abrasivmittelzufuhr 44 angrenzt.
In der in Fig. 4 gezeigten Position ist der zweite obere Kugelhahn 74 geschlossen
und der erste untere Kugelhahn 72 geöffnet, sodass die Kammer 70 zu der Eintrittsöffnung
52 und somit zu dem Druckbehälter 22 hin geöffnet ist. In dieser Position kann das
Abrasivmittel aus der Kammer 70 in den Druckbehälter 22 austreten. Nach Entleerung
der Kammer 70 wird der Kugelhahn 72 geschlossen und der Kugelhahn 74 geöffnet, sodass
Abrasivmittel aus der Abrasivmittel-Zuführöffnung 42 in die Kammer 70 eintreten kann.
Anschließend wird der Kugelhahn 74 geschlossen und das Absperrventil 62 einer Druckzufuhr
60 kann geöffnet werden, sodass, wie anhand von Fig. 3 beschrieben, die Kammer 70
mit Druck beaufschlagt wird. Die Druckzufuhr 60 kann, wie anhand von Fig. 3 beschrieben,
mit der Hochdruckleitung 6 verbunden sein. Die Kammer 70 weist ein weiteres Absperrventil
66 zur Druckentlastung nach außen auf. So kann das Absperrventil 66 geöffnet werden,
bevor der Kugelhahn 74 zum Befüllen der Kammer 70 geöffnet wird, sodass der Druck
aus der Kammer 70 abgebaut werden kann. Das Absperrventil 66 kann dazu ausgangsseitig
mit der Wasserzufuhr 4 verbunden sein. Auch ist es so über die Absperrventile 62 und
66 möglich, die Kammer 70 zu spülen, wenn beide Absperrventile 62 und 66 geöffnet
und die Kugelhähne 72 und 74 beide geschlossen sind.
[0037] Die Abrasivmittelzufuhr 44 oberhalb des Kugelhahnes 74 erfolgt vorzugsweise dosiert.
D. h. die Abrasivmittelzufuhr 44 weist eine Dosiereinrichtung auf, welche so ausgebildet
ist, dass in die Kammer 70 nur eine solche Menge Abrasivmittel zugeführt wird, welche
die Kammer 70 auch aufnehmen kann. D. h. die Menge des zugeführten Abrasivmittels
wird nicht durch Schließen des Kugelhahnes 74 begrenzt sondern durch eine stromaufwärts
angeordnete Dosiereinrichtung. Dadurch wird sichergestellt, dass der Kugelhahn 74
beim Schließen im Wesentlichen frei von Abrasivmittel ist.
[0038] Bei den Ausführungsbeispielen kann in dem Druckbehälter 22 ein Füllstandssensor 68
angeordnet sein. Der Füllstandssensor 68 erfasst den Füllstand mit Abrasivmittel 46
im Inneren des Druckbehälters 22. Fällt das Niveau des Abrasivmittels 46 unter eine
vorbestimmte Höhe in dem Druckbehälter 22 kann eine Abrasivmittelzufuhr durch Drehung
des Drehschiebers 28 bzw. durch Öffnen und Schließen der Kugelhähne 72 und 74 in der
vorangehend beschrieben Weise erfolgen, bis der Füllstand im Inneren des Druckbehälters
22 wieder ein vorbestimmtes Maximum erreicht.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 2
- Hochdruckpumpe
- 4
- Wasserzufuhr
- 6
- Hochdruckleitung
- 8
- Austrittsdüse
- 10
- Hochdruckwasserstrahl
- 12
- Werkstück
- 14
- Abrasivmittel-Zuführeinrichtung
- 16
- Abrasivmittel
- 18
- Baueinheit
- 20
- Positioniersystem
- 22
- Druckbehälter
- 24
- Einlass
- 26
- Auslass
- 28
- Drehschieber
- 30
- Dichtplatte
- 32
- Dichtplatte
- 34
- Elektrischer Antriebsmotor
- 36
- Dichtfläche
- 36
- Dichtfläche
- 40, 40'
- Kammern
- 42
- Abrasivmittelzufuhröffnung
- 44
- Abrasivmittelzufuhr
- 46
- Abrasivmittel
- 48, 48'
- Eintrittsöffnung
- 50, 50'
- Austrittsöffnung
- 52
- Eintrittsöffnung
- 58
- Speicherraum
- 60
- Druckzufuhr
- 62
- Absperrventil
- 64
- Absperrventil
- 66
- Absperrventil
- 68
- Füllstandssensor
- 70
- Kammer
- 71, 74
- Kugelhähne
- D
- Drehrichtung
- X
- Drehachse
1. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage mit einer Hochdruckquelle (2), welche Wasser
unter hohem Druck bereitstellt, einer Austrittsdüse (8) und einer die Hochdruckquelle
(2) mit der Austrittsdüse verbindenden Hochdruckleitung (6), wobei eine mit der Hochdruckleitung
(6) verbundene Abrasivmittel-Zuführeinrichtung (14) vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung (14) eine Schleuse mit zumindest einer Kammer
(40, 40', 70) aufweist, wobei die Kammer (40, 40', 70) mit zumindest einer ersten
verschließbaren Öffnung (50, 50') versehen ist und abwechselnd zu der Hochdruckleitung
(6) und einer Abrasivmittelzufuhr geöffnet werden kann.
2. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass
die Abrasivmittel-Zuführeinrichtung (14) einen beweglichen Schieber (28) aufweist,
in welchem die zumindest eine Kammer (40, 40') ausgebildet ist und
der Schieber (28) zwischen zumindest zwei Positionen bewegbar ist, wobei in einer
ersten Position des Schiebers die erste Öffnung (50) der Kammer einer Eintrittsöffnung
(52) der Hochdruckleitung (6) gegenüberliegt und in einer zweiten Position des Schiebers
die erste Öffnung (50, 50') der Kammer (40, 40') einer geschlossenen Wand (38) oder
einer Abrasivmittelzufuhröffnung gegenüberliegt.
3. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Schieber (28) zumindest zwei darin ausgebildete Kammern (40, 40')
aufweist, welche jeweils zumindest eine erste Öffnung (50, 50') aufweisen, und
der Schieber (28) zwischen zumindest zwei Positionen bewegbar ist, wobei in einer
ersten Position des Schiebers die Öffnung (50) einer ersten Kammer (40) einer Eintrittsöffnung
(52) der Hochdruckleitung gegenüberliegt, während die Öffnung (50, 50') einer zweiten
Kammer einer geschlossenen Wand (38) oder einer Abrasivmittelzufuhröffnung gegenüberliegt
und in einer zweiten Position des Schiebers die Öffnung (50) der zweiten Kammer (40)
einer Eintrittsöffnung (52) der Hochdruckleitung gegenüberliegt, während die Öffnung
(50, 50') der ersten Kammer einer geschlossenen Wand (38) oder einer Abrasivmittelzufuhröffnung
gegenüberliegt.
4. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochdruckleitung (6) eine Eintrittsöffnung (52) aufweist und die Öffnungen (50,
50') der zumindest zwei Kammern durch Bewegung des Schiebers (28) abwechselnd in eine
dieser einen Eintrittsöffnung (52) gegenüberliegende Position bringbar sind.
5. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Öffnung (50, 50') der Kammern (40, 40') jeweils eine Austrittsöffnung bildet
und die Kammern neben der Austrittsöffnung (50, 50') jeweils eine Eintrittsöffnung
(48, 48') aufweisen und in einer ersten Position des Schiebers die Eintrittsöffnung
(48) einer ersten Kammer (40) einer Abrasivmittelzufuhröffnung (42) gegenüberliegt,
während in einer zweiten Position des Schiebers (28) die Eintrittsöffnung (48, 48')
der ersten Kammer (40, 40') einer geschlossenen Wand (35) gegenüberliegt.
6. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Schieber (28) zumindest zwei Kammern (40, 40') ausgebildet sind und in einer
ersten Position des Schiebers die Eintrittsöffnung (48) einer ersten Kammer (40) einer
Abrasivmittelzufuhröffnung (42) gegenüberliegt, während die Eintrittsöffnung (48,
48') einer zweiten Kammer (36) einer geschlossenen Wand gegenüberliegt und in einer
zweiten Position des Schiebers die Eintrittsöffnung (48) der zweiten Kammer (40) einer
Abrasivmittelzufuhröffnung (42) gegenüberliegt, während die Eintrittsöffnung (48,
48') der ersten Kammer (40, 40') einer geschlossenen Wand (36) gegenüberliegt.
7. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abrasivmittelzufuhröffnung (42) vorgesehen ist und die Eintrittsöffnungen (48,
48') der zumindest zwei Kammern (40, 40') durch Bewegung des Schiebers (28) abwechselnd
in eine dieser einen Abrasivmittelzufuhröffnung (42) gegenüberliegende Lage bringbar
sind.
8. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber als linear beweglicher Schieber ausgebildet ist.
9. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber als Drehschieber (28) ausgebildet ist.
10. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschieber (28) einen Drehantrieb (34) aufweist, welcher einen kontinuierlichen
Antrieb in einer Drehrichtung (D) bewirkt.
11. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abrasivmittelzufuhr mit einer Abrasivmittelzufuhröffnung (42) vorgesehen ist,
die Hochdruckleitung (6) eine Eintrittsöffnung (52) aufweist und der Drehschieber
(28) zumindest zwei Kammern (40, 40') aufweist, von denen in zumindest einer ersten
Position des Drehschiebers (28) eine Kammer (40) mit einer Öffnung (48) der Abrasivmittelzufuhröffnung
(42) und eine Kammer (40) mit einer Öffnung (50) der Eintrittsöffnung (52) gegenüberliegt.
12. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschieber (28) zumindest drei Kammern (40, 40') aufweist, von denen eine dritte
Kammer (40'), wenn die erste und die zweite Kammer (40) zu der Abrasivmittelzufuhr
(44) oder der Hochdruckleitung (6) hin geöffnet sind, sowohl zu der Abrasivmittelzufuhr
(44) als auch zu der Hochdruckleitung (6) hin geschlossen ist.
13. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschieber (28) als drehbare Scheibe ausgebildet ist, in welcher sich die zumindest
eine Kammer (40, 40') als Durchgangsloch von einer ersten Oberfläche zu einer in Richtung
der Drehachse (X) entgegengesetzten zweiten Oberfläche erstreckt.
14. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach den Ansprüchen 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (28) zwischen zwei sich parallel zur Bewegungsrichtung erstreckenden
Dichtflächen (36, 38) geführt ist, wobei ein erste Oberfläche des Schiebers (28) an
einer ersten Dichtfläche und einen zweite Oberfläche des Schiebers (28) an einer gegenüberliegenden
zweiten Dichtfläche (38) anliegt.
15. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abrasivmittelzufuhröffnung (42) der Abrasivmittelzufuhr (44) in der ersten Dichtfläche
(36) ausgebildet ist.
16. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach Anspruch 14 oder 15 dadurch gekenntzeichnet dass eine Eintrittsöffnung (52) der Hochdruckleitung (6)
in der zweiten Dichtfläche (38) ausgebildet ist.
17. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidanlage nach den Ansprüchen 2 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintriftsöffnung (52) der Hochdruckleitung (6) in einen in der Hochdruckleitung
(6) gelegenen Druckbehälter (22) mündet.
18. Wasser-Abrasiv-Suspensions-Schneidantage nach den Ansprüchen 2 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Kammer (40, 40') in dem Schieber (28) oder eine Abrasivmittelzufuhr (44) stromaufwärts der Abrasivmittelzufuhröffnung (42)
mit Druckbeaufschlagungsmitteln (54) versehen sind.
1. A water-abrasive suspension cutting system with a high-pressure source (2) which provides
water under a high pressure, with an exit nozzle (8) and with a high-pressure conduit
(6) which connects the high-pressure source (2) to the exit nozzle, wherein an abrasive
agent feed device (14) connected to the high-pressure conduit (6) is present, characterised in that
the abrasive agent feed device (14) comprises a lock with at least one chamber (40,
40', 70), wherein the chamber (40, 40', 70) is provided with at least one first closable
opening (50, 50') and can be alternately opened to the high-pressure conduit (6) and
to an abrasive agent feed.
2. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 1, characterised in that the abrasive agent feed device (14) comprises a movable slide (28), in which the
at least one chamber (40, 40') is formed and the slide (28) is movable between at
least two positions, wherein in a first position of the slide the first opening (50)
of the chamber lies opposite an entry opening (52) of the high-pressure conduit (6),
and in a second position of the slide the first opening (50, 50') of the chamber (40,
40') lies opposite a closed wall (38) or an abrasive agent feed opening.
3. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 2, characterised in that the movable slide (28) comprises at least two chambers (40, 40') which are formed
therein and which in each case comprise at least one first opening (50, 50'), and
the slide (28) is movable between at least two positions, wherein in a first position
of the slide, the opening (50) of a first chamber (40) lies opposite an entry opening
(52) of the high-pressure conduit, whereas the opening (50, 50') of a second chamber
lies opposite a closed wall (38) or an abrasive agent feed opening, and in a second
position of the slide, the opening (50) of the second chamber (40) lies opposite an
entry opening (52) of the high-pressure conduit, whereas the opening (50, 50') of
the first chamber lies opposite a closed wall (38) or an abrasive agent feed opening.
4. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 3, characterised in that the high-pressure conduit (6) comprises an entry opening (52), and the openings (50,
50') of the at least two chambers can be alternately brought into a position lying
opposite this one entry opening (52), by way of moving the slide (28).
5. A water-abrasive suspension cutting system according to one of the claims 2 to 4,
characterised in that the first opening (50, 50') of the chambers (40, 40') in each case forms an exit
opening, and the chambers apart from the exit opening (50, 50') each comprise an entry
opening (48, 48'), and in a first position of the slide the entry opening (48) of
a first chamber (40) lies opposite an abrasive agent feed opening (42), whereas in
a second position of the slide (28) the entry opening (48, 48') of the first chamber
(40, 40') lies opposite a closed wall (35).
6. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 5, characterised in that at least two chambers (40, 40') are formed in the slide (28), and in a first position
of the slide the entry opening (48) of a first chamber (40) lies opposite an abrasive
agent feed opening (42), whereas the entry opening (48, 48') of a second chamber (36)
lies opposite a closed wall, and in a second position of the slide the entry opening
(48) of the second chamber (40) lies opposite an abrasive agent feed opening (42),
whereas the entry opening (48, 48') of the first chamber (40, 40') lies opposite a
closed wall (36).
7. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 6, characterised in that an abrasive agent feed opening (42) is provided, and the entry openings (48, 48')
of the at least two chambers (40, 40') can be alternately brought into a position
lying opposite this one abrasive agent feed opening (42) by way of a movement of the
slide (28).
8. A water-abrasive suspension cutting system according to one of the claims 1 to 7,
characterised in that the slide is designed as a linearly movable slide.
9. A water-abrasive suspension cutting system according to one of the claims 2 to 7,
characterised in that the slide is designed as a rotary slide (28).
10. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 9, characterised in that the rotary slide (28) comprises a rotary drive (34) which effects a continuous drive
in a rotation direction (D).
11. A water-abrasive suspension cutting system according to one of the claims 9 or 10,
characterised in that an abrasive agent feed with an abrasive agent feed opening (42) is provided, the
high-pressure conduit (6) comprises an entry opening (52), and the rotary slide (28)
comprises at least two chambers (40, 40'), of which in at least one first position
of the rotary slide (28) a chamber (40) with an opening (48) lies opposite the abrasive
agent feed opening (42) and a chamber (40) with an opening (50) lies opposite the
entry opening (52).
12. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 11, characterised in that the rotary slide (28) comprises at least three chambers (40, 40'), of which a third
chamber (40') is closed to the abrasive agent feed (44) as well as the high-pressure
conduit (6), when the first and second chamber (40) are open to the abrasive agent
feed (44) or to the high-pressure conduit (6).
13. A water-abrasive suspension cutting system according to one of the claims 9 to 12,
characterised in that the rotary slide (28) is designed as a rotary disc, in which the at least one chamber
(40, 40') as a through-hole extends from a first surface to a second surface which
is opposed in the direction of the rotation axis (X).
14. A water-abrasive suspension cutting system according to the claims 2 to 13, characterised in that the slide (28) is led between two sealing surfaces (36, 38) which extend parallel
to the movement direction, wherein a first surface of the slide (28) bears on a first
sealing surface and a second surface of the slide (28) bears on an opposite second
sealing surface (38).
15. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 14, characterised in that an abrasive agent feed opening (42) of the abrasive agent feed (44) is formed in
the first sealing surface (36).
16. A water-abrasive suspension cutting system according to claim 14 or 15, characterised in that an entry opening (52) of the high-pressure conduit (6) is formed in the second sealing
surface (38).
17. A water-abrasive suspension cutting system according to the claims 2 to 16, characterised in that the entry opening (52) of the high-pressure conduit (6) runs out into a pressure
container (22) situated in the high-pressure conduit (6).
18. A water-abrasive suspension cutting system according to the claims 2 to 14, characterised in that the at least one chamber (40, 40') in the slide (28) or an abrasive agent feed (44)
upstream of the abrasive agent feed opening (42) are provided with pressure-subjection
means (54).
1. Installation de coupe à suspension eau-abrasif comprenant une source de haute pression
(2) qui fournit de l'eau sous haute pression, une buse de sortie (8) et une conduite
de haute pression (6) qui relie la source de haute pression (2) à la buse de sortie,
ainsi qu'un dispositif d'amenée de milieu abrasif relié (14) à la conduite de haute
pression (6), caractérisée en ce que le dispositif d'amenée de milieu abrasif (14) présente un sas comportant au moins
une chambre (40, 40', 70), la chambre (40, 40', 70) étant munie d'au moins une première
ouverture qui peut être fermée (50, 50') et qui peut être ouverte alternativement
sur la conduite de haute pression (6) et sur une amenée de milieu abrasif.
2. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif d'amenée de milieu abrasif (14) présente un curseur mobile (28) dans
lequel est formée au moins une chambre (40, 40'), le curseur (28) pouvant se déplacer
entre au moins deux positions, la première ouverture (50) de la chambre faisant face
à une ouverture d'entrée (52) de la conduite de haute pression (6) dans une première
position du curseur tandis que, dans une seconde position du curseur, la première
ouverture (50, 50') de la chambre (40, 40') fait face à une paroi fermée (38) ou à
une ouverture d'amenée de milieu abrasif.
3. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 2, caractérisée en ce que le curseur mobile (28) présente au moins deux chambres (40, 40') formées dans son
volume intérieur et qui présentent chacune au moins une première ouverture (50, 50'),
et le curseur (28) peut se déplacer entre au moins deux positions, l'ouverture (50)
d'une première chambre (40) faisant face à une ouverture d'entrée (52) de la conduite
de haute pression tandis que l'ouverture (50, 50') d'une seconde chambre fait face
à une paroi fermée (38) ou à une ouverture d'amenée de milieu abrasif dans une première
position du curseur, et l'ouverture (50) de la seconde chambre (40) faisant face à
une ouverture d'entrée (52) de la conduite de haute pression tandis que l'ouverture
(50, 50') de la première chambre fait face à une paroi fermée (38) ou à une ouverture
d'amenée de milieu abrasif dans une seconde position du curseur.
4. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 3, caractérisée en ce que la conduite de haute pression (6) présente une ouverture d'entrée (52) et les ouvertures
(50, 50') des au moins deux chambres peuvent être placées alternativement par un déplacement
du curseur (28) dans une position qui fait face à cette ouverture d'entrée (52).
5. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon les revendications 2 à 4, caractérisée en ce que la première ouverture (50, 50') des chambres (40, 40') forme une ouverture de sortie
et les chambres présentent chacune une ouverture d'entrée (48, 48') en supplément
de l'ouverture de sortie (50, 50') et, dans une première position du curseur, l'ouverture
d'entrée (48) d'une première chambre (40) fait face à une ouverture d'amenée de milieu
abrasif (42) tandis que, dans une seconde position du curseur (28), l'ouverture d'entrée
(48, 48') de la première chambre (40, 40') fait face à une paroi fermée (35).
6. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 5, caractérisée en ce que, dans le curseur (28) sont formées au moins deux chambres (40, 40') et, dans une
première position du curseur, l'ouverture d'entrée (48) d'une première chambre (40)
fait face à une amenée de milieu abrasif (42), tandis que l'ouverture d'entrée (48,
48') d'une seconde chambre (36) fait face à une paroi fermée et, dans une seconde
position du curseur, l'ouverture d'entrée (48) de la seconde chambre (40) fait face
à une ouverture d'amenée de milieu abrasif (42) tandis que l'ouverture d'entrée (48,
48') de la première chambre (40, 40') fait face à une paroi fermée (36).
7. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'il est prévu une ouverture d'amenée de milieu abrasif (42) et les ouvertures d'entrée
(48, 48') des au moins deux chambres (40, 40') peuvent être amenées alternativement
par un déplacement du curseur (28) dans une position qui fait face à cette ouverture
d'amenée de milieu abrasif (42).
8. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon les revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le curseur est constitué par un curseur mobile de façon linéaire.
9. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon l'une des revendications 2 à
7, caractérisée en ce que le curseur est réalisé sous la forme d'un curseur rotatif (28).
10. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 9, caractérisée en ce que le curseur rotatif (28) présente un entraînement rotatif (34) qui assure un entraînement
continu dans un sens de rotation (D).
11. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon l'une des revendications 9 ou
10, caractérisée en ce qu'une amenée de milieu abrasif est équipée d'une ouverture d'amenée de milieu abrasif
(42), la conduite de haute pression (6) présente une ouverture d'entrée (52) et le
curseur rotatif (28) présente au moins deux chambres (40, 40') parmi lesquelles, dans
au moins une première position du curseur rotatif (28), une chambre (40) fait face
à l'ouverture d'amenée de milieu abrasif (42) par une ouverture (48) et une chambre
(40) fait face à l'ouverture d'entrée (52) par une ouverture (50).
12. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 11, caractérisée en ce que le curseur rotatif (28) présente au moins trois chambres (40, 40'), dont une troisième
chambre (40'), qui est fermée aussi bien sur l'amenée de milieu abrasif (44) que sur
la conduite de haute pression (6) lorsque la première et la seconde chambre (40) sont
ouvertes sur l'amenée de milieu abrasif (44) ou sur la conduite de haute pression
(6).
13. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon l'une des revendications 9 à
12, caractérisée en ce que le curseur rotatif (28) est constitué par un disque rotatif dans lequel l'au moins
une chambre (40, 40'), constituée par un trou de passage, s'étend d'une première surface
à une seconde surface située à l'opposé dans la direction de l'axe de rotation (X).
14. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon les revendications 2 à 13, caractérisée en ce que le curseur (28) est guidé entre deux surfaces de joint (36, 38) qui s'étendent parallèlement
à la direction de mouvement, une première surface du curseur (28) étant en contact
avec une première surface de joint et une seconde surface du curseur (28) étant en
contact avec une seconde surface de joint (38) qui fait face à la première surface
de joint.
15. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 14, caractérisée en ce qu'une ouverture d'amenée de milieu abrasif (42) de l'amenée de milieu abrasif (44) est
formée dans la première surface de joint (36).
16. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon la revendication 14 ou 15, caractérisée en ce qu'une ouverture d'entrée (52) de la conduite de haute pression (6) est formée dans la
seconde surface de joint (38).
17. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon les revendications 2 à 16, caractérisée en ce que l'ouverture d'entrée (52) de la conduite de haute pression (6) débouche dans un réservoir
sous pression (22) placé dans la conduite de haute pression (6).
18. Installation de coupe à suspension eau-abrasif selon les revendications 2 à 14, caractérisée en ce que l'au moins une chambre (40, 40') dans le curseur (28), ou une amenée de milieu abrasif
(44), est munie de moyens d'application de pression (54) en amont de l'ouverture d'amenée
de milieu abrasif (42).
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