[0001] Die Erfindung betrifft einen Haarglätter.
[0002] Haarglätter kommen zum Einsatz, wenn beispielsweise krauses oder gelocktes Kopfhaar
geglättet werden soll. Herkömmliche Haarglätter sind üblicherweise in der Art einer
Zange konzipiert, wobei die Zangenbacken als bewegliche Arme mit integrierten heizbaren
Glättplatten ausgebildet sind. Die von den Glättplatten abgestrahlte Wärme bzw. Hitze
wirkt dabei glättend auf die zu glättenden Haare. In die Glättplatten des Haarglätters
oder in einem Bereich neben den Glättplatten sind häufig Silikonstreifen eingearbeitet,
mittels derer die auf die zu glättenden Haare wirkende Zugkraft beim Ziehen der Haare
durch die als Zangenbacken wirkenden Glättplatten erhöht werden kann, wodurch die
Glättwirkung auf die zu glättenden Haare verbessert wird.
[0003] Ein Nachteil bei der Verwendung derartiger Silikonstreifen besteht jedoch darin,
dass die zu glättenden Haare aufgrund der zusätzlichen Zugkraft auf unerwünschte Weise
elektrostatisch aufgeladen werden.
[0004] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Ausführungsform
für einen Haarglätter anzugeben, bei welcher der vorangehend genannte Nachteil beseitigt
oder zumindest reduziert ist.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs 1.
Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, den Silikonstreifen zur Zugkrafterhöhung
zumindest bereichsweise elektrisch leitend auszubilden und über eine geeignete Erdungseinrichtung
mit einem elektrischen Masseanschluss des Haarglätters zu verbinden. Auf diese Weise
kann die elektrostatische Aufladung der Haare während des Glättens zumindest reduziert
und idealerweise sogar vollständig vermieden werden. Durch die erfindungsgemäße Erdungseinrichtung
können die bei der elektrostatischen Aufladung der Haare erzeugten elektrischen Ladungsträger
vom Silikonstreifen abgeführt werden. Eine solche Abführung von unerwünschten Ladungsträgern
erfordert die elektrisch leitende Ausbildung des Silikonstreifens. Der erfindungsgemäße
Haarglätter ermöglicht es, auf technisch einfache und kostengünstige Weise unerwünschte
elektrische Aufladungseffekte und eine damit verbundene Ansammlung von elektrischen
Ladungsträgern im Bereich der als Zugkraftverstärker wirkenden Silikonstreifen zu
vermeiden. Dies macht die Bereitstellung von technisch aufwändigen Vorrichtungen für
die Beseitigung der elektrostatischen Aufladung der Haare, beispielsweise die Verwendung
eines Ionen-Generators im Haarglätter, überflüssig. Alternativ zur Verwendung von
Silikonstreifen ist auch die Verwendung von kohlenstoffbasierten Kunststoffen mit
für die Verwendung im Haarglätter ausreichender Temperaturbeständigkeit vorstellbar.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Silikonstreifen einen elektrisch leitfähigen
Zusatzstoff aufweisen. Dies ermöglicht die Verwendung herkömmlicher Silikonstreifen,
welche vor der Montage im erfindungsgemäßen Haarglätter mit dem elektrisch leitfähigen
Zusatzstoff versehen werden können. Ein solcher Zusatzstoff kann vorzugsweise ein
Metall, insbesondere Kupfer oder Silber, oder ein Kohlenstoff, insbesondere Graphit
Graphen, oder Kohlenstoffnanoröhren (CNT), sein. Beide Zusatzstoffe sind in großen
Mengen kommerziell verfügbar, was die Herstellungskosten des erfindungsgemäßen Haarglätters
reduziert. Alternativ oder zusätzlich kann auch daran gedacht sein, die molekulare
Struktur des Basismaterials, also Silizium bzw. Silkon, derart zu modifizieren, dass
die gewünschte Leitfähigkeit bewirkt wird. Die Bereitstellung eines elektrisch leitfähigen
Zusatzstoffes bzw. die Modifikation der molekularen Struktur des Basismaterials ist
mutatis mutandis auch bei Verwendung von o.g. kohlenstoffbasierten Kunststoffen möglich.
[0008] In einer technisch besonders einfach herzustellenden Ausführungsform kann der Zusatzstoff
schichtartig auf dem Silikonstreifen aufgebracht sein und/oder kann der Zusatzstoff
in die Matrix des Silikonstreifens eingebettet sein. Im ersten Fall kann ein herkömmlicher
nicht-leitender Silikonstreifen durch geeignete Beschichtung mit dem Zusatzstoff mit
der gewünschten elektrischen Leitfähigkeit versehen werden. Für den letzteren Fall,
dass besonders gute elektrische Leitungseigenschaften erwünscht sind, bietet es sich
hingegen an, den Zusatzstoff nicht nur in der Form einer Oberflächenbeschichtung vorzusehen,
sondern diesen in die gesamte Matrix des ursprünglich nicht-leitenden Silikonstreifens
einzubetten.
Um den wenigstens teilweise elektrisch leitfähigen Silikonstreifen zur Abführung der
Ladungsträger auf einfache Weise mit einem elektrischen Massepotential verbinden zu
können, kann die Erdungseinrichtung in einer weiterbildenden Ausführungsform eine
elektrische Leitung mit einem ersten und zweiten Endabschnitt umfassen. Diese elektrische
Leitung kann im Bereich des ersten Endabschnitts in ein Befestigungselement aus einem
elektrisch leitenden Material übergehen, das an den Silikonstreifen elektrisch leitend
befestigbar oder befestigt ist. Der zweite Endabschnitt der elektrischen Leitung kann
elektrisch mit dem elektrischen Masseanschluss des Haarglätters verbindbar oder verbunden
sein.
[0009] In einer besonders platzsparenden Ausführungsform kann das Befestigungselement ein
Plattenelement, vorzugsweise aus einem Metall, umfassen, welches mittels eines Anpresselements,
insbesondere eines Federelements, gegen den Silikonstreifen gedrückt, das heißt vorgespannt
wird. Dies ermöglicht eine mechanisch stabile und somit zuverlässige elektrische Verbindung
der Erdungseinrichtung am Befestigungselement.
[0010] Besonders bevorzugt kann das Befestigungselement als stiftartiges Element, insbesondere
in der Art eines Nagels oder einer Nadel oder einer Klinge, ausgebildet sein. In allen
vorangehend genannten Fällen lässt sich das Anpresselement auf einfache Weise vom
Befestigungselement entfernen, beispielsweise wenn der Silikonstreifen ausgetauscht
werden soll.
[0011] In einer alternativen, weiterbildenden Ausführungsform kann das Befestigungselement
auch als Vlieselement ausgebildet sein. Dies gestattet besonders einfache Montage
der Erdungseinrichtung an dem Silikonstreifen.
[0012] Zweckmäßig kann die elektrische Erdungseinrichtung auch wahlweise elektrisch mit
dem elektrischen Masseanschluss oder mit einem elektrischen Ladungsträger-Reservoir
des Haarglätters verbindbar oder verbunden sein. Da sich die zu glättenden Haare beim
Glätten in der Regel immer elektrisch positiv aufladen, kann ein solches Ladungsträger-Reservoir
negative Ladungsträger aufweisen, welche sich dann mit den auf dem Silikonstreifen
gebildeten positiven Ladungsträger neutralisieren. Dies kann insbesondere dann von
Vorteil sein, wenn der elektrische Masseanschluss nicht mit einem elektrischen Erdungspotential,
beispielsweise über eine elektrische Steckdose oder ähnliches verbunden werden kann,
beispielsweise weil der Haarglätter mobil eingesetzt werden soll. In diesem Fall kann
das Ladungsträger-Reservoir, insbesondere mit einem Reservoir an negativen Ladungsträgern,
bis zu einem gewissen Grad die elektrische Erdung durch elektrisches Verbinden der
Erdungseinrichtung mit einem elektrischen Erdungspotential, ersetzen.
[0013] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann der Haarglätter eine Einstelleinrichtung
umfassen, mittels welcher von einem Benutzer des Haarglätters eine in dem Ladungsträger-Reservoir
bereitgestellte Menge an Ladungsträgern einstellbar und auf den Silikonstreifen übertragbar
ist. Auf diese Weise kann der Grad der Neutralisierung von positiven Ladungsträgern,
welche beim Haarglätten auftreten, mit aus dem Ladungsträger-Reservoir entnommenen
negativen Ladungsträgern auf flexible Weise eingestellt werden.
[0014] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0015] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0016] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
[0017] Es zeigen, jeweils schematisch
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Haarglätters,
- Fig. 2
- eine Detailansicht des Befestigungselement des Haarglätters der Figur 1,
- Fig. 3
- eine erste Variante des Befestigungselements der Figur 2,
- Fig. 4
- eine zweite Variante des Befestigungselements der Figur 2,
- Fig. 5
- eine dritte Variante des Befestigungselements der Figur 2,
- Fig. 6
- eine vierte Variante des Befestigungselements der Figur 2,
- Fig. 7
- eine Variante der Erdungseinrichtung des Haarglätters der Figur 1.
[0018] In der Figur 1 ist ein erfindungsgemäßer Haarglätter schematisch in einer perspektivischen
Darstellung dargestellt und mit 1 bezeichnet. Der Haarglätter 1 weist zwei zueinander
bewegliche Arme 2 auf, an denen jeweils eine Glättplatte 3 angeordnet ist, von denen
zumindest eine beheizbar ist. Der Übersichtlichkeit halber ist in der Darstellung
der Figur 1 nur in einem der beiden beweglichen Arme 2 eine solche Glättplatte 3 dargestellt.
Die beiden Arme 2 können mittels eines herkömmlichen Scharniers 4 schwenkbar miteinander
verbunden sein. Am jeweiligen Arm 2 ist wenigstens ein Silikonstreifen 5 angeordnet,
welcher vorzugsweise parallel zur Glättplatte 3 ausgerichtet ist. In Varianten sind
auch andere Anordnungsgeometrien vorstellbar. Alternativ zur Verwendung von Silikonstreifen
5 ist auch die Verwendung von Streifen aus kohlenstoffbasierten Kunststoffen mit für
die Verwendung im Haarglätter ausreichender Temperaturbeständigkeit vorstellbar.
[0019] Im Beispiel der Figur 1 sind exemplarisch zwei Silikonstreifen 5 bezüglich einer
axialen Richtung A der Glättplatte 3 jeweils seitlich versetzt zur Glättplatte 3 und
entlang der axialen Richtung A verlaufend angeordnet. Selbstverständlich kann in Varianten
auch eine andere Anzahl und eine andere Anordnungsgeometrie der Silikonstreifen 5
realisiert sein. Der Übersichtlichkeit halber sind auch die Silikonstreifen 5 nur
in einem der beiden Arme 2 dargestellt. Selbstverständlich kann aber auch der andere
Arm 2 einen oder mehrere solcher Silikonstreifen 5 aufweisen.
[0020] Der Silikonstreifen 5 ist zumindest bereichsweise elektrisch leitend ausgebildet
und über eine Erdungseinrichtung 6 mit einem elektrischen Masseanschluss 7 des Haarglätters
1 verbunden. Diese elektrische Verbindung ist in der Figur 1 der Übersichtlichkeit
halber nur für einen der Silikonstreifen 5 gezeigt. Der elektrische Masseanschluss
7 ist in der Figur 1 nur grobschematisch dargestellt; hierbei kann es sich beispielsweise
um ein herkömmliches elektrisches Anschlusselement in der Art einer elektrischen Buchse
o.ä. handeln.
[0021] Mittels der zumindest bereichsweise elektrisch leitenden Ausbildung der Silikonstreifen
5 und der Erdungseinrichtung 6 kann eine sich beim Glätten der Haare ausbildende elektrostatische
Aufladung der Haare reduziert oder sogar vollständig vermieden werden.
[0022] Die elektrostatische Aufladung der zu glättenden Haare bewirkt eine entsprechend
komplementäre elektrostatische Aufladung der Silikonstreifen 5. Die sich im Silikonstreifen
5 ausbildenden elektrischen Ladungsträger, bei denen es sich in der Regel um positive
Ladungsträger handelt, lassen sich mittels der Erdungseinrichtung 6, da diese elektrisch
mit einem elektrischen Masseanschluss 7 verbunden ist, auf einfache Weise abführen,
wodurch entsprechend die unerwünschte Aufladung der Haare weitgehend oder gar vollständig
vermieden werden kann. Zur Abführung von Ladungsträgern über die Erdungseinrichtung
6 und den Masseanschluss 7 muss letzterer mit einer elektrischen Erde 8 verbunden
werden. Mit "elektrischer Erde 8" ist dabei eine elektrisch leitfähige Verbindung
des Haarglätters 1 mit dem elektrischen Massepotential des Erdbodens gemeint.
[0023] Dies kann im Praxisbetrieb des Haarglätters 1 erreicht werden, indem der Masseanschluss
7 beispielsweise elektrisch mit einer herkömmlichen Haushalts-Steckdose o.ä. verbunden
wird. Dies ist in der Figur 1 grobschematisch durch den Pfeil mit dem Bezugszeichen
9 angedeutet. Um im eigentlich elektrisch nicht-leitenden Silikonstreifen 5 die gewünschte
elektrische Leitfähigkeit zu erzielen, kann der Silikonstreifen 5 einen elektrisch
leitfähigen Zusatzstoff aufweisen. Der Zusatzstoff kann dabei schichtartig auf dem
Silikonstreifen 5 aufgebracht sein und/oder in die Matrix des Silikonstreifens 5 eingebettet
sein. Der Zusatzstoff kann ein Metall wie beispielsweise Kupfer oder Silber sein,
aber auch ein Kohlenstoff, insbesondere Graphit, Graphen oder Kohlenstoffnanoröhren
(CNT), sein. Alternativ oder zusätzlich kann auch daran gedacht sein, die molekulare
Struktur des Basismaterials, also Silizium bzw. Silkon, derart zu modifizieren, dass
die gewünschte elektrische Leitfähigkeit bewirkt wird. Die Bereitstellung eines elektrisch
leitfähigen Zusatzstoffes bzw. die Modifikation der molekularen Struktur des Basismaterials
ist mutatis mutandis auch bei Verwendung von kohlenstoffbasierten Kunststoffen anstelle
von Silikon möglich.
[0024] Aus der Figur 1 lässt sich entnehmen, dass die Erdungseinrichtung 6 eine elektrische
Leitung 10 mit einem ersten und zweiten Endabschnitt 11, 12 umfasst. Die elektrische
Leitung 10 geht im Bereich des ersten Endabschnitts 11 in ein in der Figur 1 der Übersichtlichkeit
halber nicht dargestelltes, aber in der Detailansicht der Figuren 2 bis 5 erläutertes
Befestigungselement 13 aus einem elektrisch leitenden Material übergehen. Das Befestigungselement
13 ist an dem Silikonstreifen 5 elektrisch leitend befestigt. Der zweite Endabschnitt
12 der elektrischen Leitung 10 ist elektrisch mit dem elektrischen Masseanschluss
7 verbunden.
[0025] In der Darstellung der Figur 2 ist eine mögliche technische Realisierung des Befestigungselements
13 grobschematisch dargestellt. Demnach kann das Befestigungselement 13 ein Plattenelement
14, beispielsweise in der Art eines einfachen Plättchens, umfassen, welches mittels
eines Anpresselements 15 gegen Silikonstreifen 5 gedrückt wird. Das Anpresselement
15 kann wie in der Figur 2 schematisch angedeutet als Federelement, beispielsweise
in der Art einer einfachen Feder mit federelastischen Eigenschaften, ausgebildet sein.
Das als Federelement ausgebildete Anpresselement 15 kann sich an dem jeweiligen beweglichen
Arm 2 des Haarglätters 1 abstützen.
[0026] Alternativ zur Ausbildung als Federelement kann das Befestigungselement 13 aber auch
wie in der Figur 3 gezeigt als stiftartiges Element ausgebildet sein. Insbesondere
kann ein solches stiftartiges Element ein Nagel, eine Nadel oder eine Klinge 16 sein.
Selbstverständlich kann grundsätzlich eine beliebige Anzahl an solchen stiftartigen
Elementen vorgesehen sein, welche in ihrer Gesamtheit dann das Befestigungselement
13 ausbilden. Auch ein stiftartig ausgebildetes Anpresselement 15 kann sich an dem
beweglichen Arm 2 abstützen oder an diesem befestigt sein und im montierten Zustand
teilweise in den Silikonstreifen 5 hineinragen.
[0027] In einer weiteren, in der Figur 4 gezeigten Variante kann das Befestigungselement
13 als stiftartiges Element in der Art einer Klinge 16 ausgebildet sein.
[0028] Ebenso ist es vorstellbar, das Befestigungselement 13 wie in der Figur 5 gezeigt
als leitfähiges Vlies mit einer Mehrzahl von kleinen Fäden/Spitzen auszubilden, welches
unter den Silikonstreifen 5 gelegt wird.
[0029] In einer in der Figur 6 gezeigten Variante kann das Befestigungselement 15 auch eine
im beweglichen Arm 2 vorgesehene Nut 17 mit einer elektrisch leitfähigen Oberfläche
sein, welche mit dem Endabschnitt 11 der elektrischen Leitung 10 verbunden ist. Der
Silikonstreifen 5 kann mittels geeigneter zusätzlicher Befestigungselemente, beispielsweise
einem Klebstoff o.ä., in der Nut 17 befestigt werden. Insbesondere kann daran gedacht
sein, die Nut 17 nur abschnittsweise elektrisch leitend auszubilden, und in einem
dazu komplementären Abschnitt Klebstoff o.ä. vorzusehen. Auch kann daran gedacht sein,
den Silikonstreifen 5 in die Nut 17 einzuklemmen. Hierzu ist eine geeignete Dimensionierung
der geometrischen Abmessungen der Nut 17 und des Silikonstreifens 5 erforderlich.
[0030] In einer in der Figur 7 gezeigten Variante, welche mittels mit allen in vorangehend
erläuterten Varianten gemäß der Figuren 2 bis 6 kombinierbar ist, kann die elektrische
Erdungseinrichtung 6, beispielsweise mittels eines elektrischen oder elektronischen
Schalters 18, wahlweise elektrisch mit dem elektrische Masseanschluss 7 oder mit einem
elektrischen Ladungsträger-Reservoir 19 in der Art eines elektrischen Kondensators
verbindbar sein. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn der erfindungsgemäße
Haar-glätter 1 im Praxisbetrieb nicht ohne weiteres mit einer elektrischen Erde 8
verbunden werden kann. Das Ladungsträger-Reservoir 19 kann dann eine solche elektrische
Erdung "simulieren" und für eine Neutralisierung von auf dem Silikonstreifen 5 angesammelten
elektrischen Ladungsträgern 20 durch elektrisch komplementäre Ladungsträger 21 sorgen.
[0031] Der Haarglätter 1 kann eine Einstelleinrichtung umfassen, mittels welcher von einem
Benutzer des Haarglätters 1 eine im Ladungsträger-Reservoir 19 bereitgestellte Menge
an Ladungsträgern 21 einstellbar und auf den Silikonstreifen 5 übertragbar ist.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Haarglätter
- 2
- beweglicher Arm
- 3
- Glättplatte
- 4
- Scharnier
- 5
- Silikonstreifen
- 6
- Erdungseinrichtung
- 7
- Masseanschluss
- 8
- elektrische Erde
- 9
- Pfeil
- 10
- elektrische Leitung
- 11
- erster Endabschnitt
- 12
- zweiter Endabschnitt
- 13
- Befestigungselement
- 14
- Plattenelement
- 15
- Anpresselement
- 16
- Klinge
- 17
- Nut
- 18
- elektrischer Schalter
- 19
- Ladungsträger-Reservoir
- 20
- Ladungsträger
- 21
- komplementäre Ladungsträger
- 22
- Einstelleinrichtung
1. Haarglätter (1),
- mit zwei zueinander beweglichen Armen (2), an welchen jeweils eine Glättplatte (3)
angeordnet ist, von denen zumindest eine beheizbar ist,
- mit wenigstens einem am jeweiligen (2) Arm und vorzugsweise parallel zur Glättplatte
(3) angeordneten Silikonstreifen (5), mittels welchem beim Glätten der Haare eine
gewisse Zugkraft auf die Haare aufgebracht werden kann,
- wobei der Silikonstreifen (5) zumindest bereichsweise elektrisch leitend ausgebildet
ist und über eine Erdungseinrichtung (6) mit einem elektrischen Masseanschluss (7)
des Haarglätters (1) verbindbar oder verbunden ist, wodurch die elektrostatische Aufladung
der Haare während des Glättens zumindest reduzierbar ist.
2. Haarglätter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Silikonstreifen (5) einen elektrisch leitfähigen Zusatzstoff aufweist.
3. Haarglätter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzstoff ein Metall, insbesondere Kupfer oder Silber, oder ein Kohlenstoff,
insbesondere Graphit, Graphen, oder ein Kohlenstoffnanoröhren (CNT), ist.
4. Haarglätter nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Zusatzstoff schichtartig auf dem Silikonstreifen (5) aufgebracht ist, oder
- der Zusatzstoff in die Matrix des Silikonstreifens (5) eingebettet ist.
5. Haarglätter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erdungseinrichtung (6) eine elektrische Leitung (10) mit einem ersten und zweiten
Endabschnitt (11, 12) umfasst, welche im Bereich des ersten Endabschnitts (11) in
ein Befestigungselement (13) aus einem elektrisch leitenden Material übergeht, das
an dem Silikonstreifen (5) elektrisch leitend befestigt ist, wobei der zweite Endabschnitt
(12) der elektrischen Leitung (10) elektrisch mit dem elektrischen Masseanschluss
(7) des Haarglätters (1) verbunden ist.
6. Haarglätter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (13) ein Plattenelement (14), vorzugsweise aus einem Metall,
umfasst, welches mittels eines Anpresselements (15), insbesondere eines Federelements,
gegen den Silikonstreifen (5) vorgespannt ist.
7. Haarglätter nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (13) als stiftartiges Element, insbesondere in der Art eines
Nagels oder einer Nadel oder eine Klinge (16), ausgebildet ist.
8. Haarglätter nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (13) als Vlieselement ausgebildet ist.
9. Haarglätter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Erdungseinrichtung (6) wahlweise elektrisch mit dem elektrischen
Masseanschluss (7) oder mit einem elektrischen Ladungsträger-Reservoir (19) des Haarglätters
(1) verbindbar oder verbunden ist.
10. Haarglätter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Haarglätter (1) eine Einstelleinrichtung (22) umfasst, mittels welcher von einem
Benutzer des Haarglätters (1) eine in dem Ladungsträger-Reservoir (19) bereitgestellte
Menge an Ladungsträgern (21) einstellbar und auf den Silikonstreifen (5) übertragbar
ist.