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(11) |
EP 2 759 482 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.01.2016 Patentblatt 2016/01 |
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Anmeldetag: 23.11.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zum Entfernen von Bindematerialien von Packgütern
Device for removing of binding materials from packed goods
Dispositif d'élimination des matériaux liants sur des emballages
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
25.01.2013 DE 102013001255
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.07.2014 Patentblatt 2014/31 |
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Patentinhaber: BRT Recycling Technologie GmbH |
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49479 Ibbenbüren (DE) |
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Erfinder: |
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- Bayer, Manfred
49545 Tecklenburg (DE)
- Kränke, Olaf
32120 Hiddenhausen (DE)
- Plogmann, Andreas
49170 Hagen am Teutoburger Wald (DE)
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Vertreter: Schober, Mirko |
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Thielking & Elbertzhagen
Patentanwälte Partnerschaft mbB
Gadderbaumer Strasse 14 33602 Bielefeld 33602 Bielefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-91/01919 WO-A1-2010/002336
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WO-A1-99/17993 DE-A1- 4 200 217
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Entfernen von Bindematerialien
von Packgütern, insbesondere von Bindedrähten oder -schnüren von gepressten Ballen,
insbesondere von gepressten Müllballen, Altpapier, Kunststoff und dergleichen.
[0002] Packgüter werden vielfach mit Bindematerialien wie beispielsweise Bindedrähten oder
Bindeschnüren umwickelt, um einer Beeinträchtigung des Ballens vorzubeugen und diesen
in Form zu halten. So werden Müllmaterialien, beispielsweise nach einem Zerkleinerungsvorgang,
zu Quaderballen gepresst und nach dem Pressvorgang mit mehreren Bindedrähten umschlungen,
um den so gefestigten Quaderballen zu transportieren und einer anschließenden Verwertung
zuzuführen. Vor einer anschließenden Verwertung ist dieser Quaderballen aufzulösen,
um die zerkleinerten Müllreste einer Sortierung zwecks Trennung oder anderen Verarbeitung
von z.B. Kunststoffmaterialien, Brennwertstoffen oder dgl. zuzuführen. Herkömmlicherweise
findet die Entbindung von Bindematerialien eines derartigen Packgutes auf manuelle
Weise statt, indem eine Bedienperson die Bindedrähte eines Quaderballens zerschneidet.
Dies ist zeitaufwändig und birgt ein hohes Verletzungsrisiko, da die Drähte in aller
Regel unter Spannung stehen und sich bei einem Zerschneiden in nicht vorhersehbare
Richtungen wegbewegen. Soweit vereinzelt versucht wurde, eine derartige Entbindung
eines Packgutes zu automatisieren, ist ein erheblicher maschineller Aufwand notwendig.
[0003] WO 99/17993 zeigt eine Vorrichtung zum Entfernen von Bindematerialen von Packgütern gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Entfernen von Bindematerialien
von Packgütern, insbesondere von Bindedrähten von gepressten Quaderballen aus beispielsweise
Müllmaterialien zu schaffen, der eine automatisierte Entfernung des Bindematerials
mit einem kalkulierbaren baulichen Aufwand ermöglicht.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich die Vorrichtung der eingangs genannten Art
durch eine Transporteinheit zum Transportieren von Packgütern in eine Greif- und Schneidstation
aus, in der das Packgut auf einer Seite durch eine Klemmvorrichtung und auf dieser
oder auf einer anderen Seite des Packgutes durch eine dort angeordnete Schneidvorrichtung
fixiert wird, wobei die Bindematerialien durch die Klemmvorrichtung ergriffen und
durch die Schneidvorrichtung durchtrennt werden.
[0006] Die Klemmvorrichtung ist als Klemmbalken ausgebildet, der nebeneinander eine Mehrzahl
von Fixierelementen aufweist, denen jeweils bewegliche Klemm-greifer zugeordnet sind,
wobei die Fixierelemente in einer auf das Packgut weisenden Richtung gegenüber den
Klemmgreifern vorstehen. Die Schneidvorrichtung ist als Schneidbalken ausgebildet
mit mehreren mit Abstand zueinander angeordneten feststehenden Messerelementen und
relativ zu diesen beweglichen Messern, wobei die feststehenden Messerelemente in einer
auf das Packgut weisenden Richtung gegenüber den beweglichen Messern vorstehen.
[0007] Damit ist eine Vorrichtung zur Verfügung gestellt, bei der die Schneidvorrichtung
einerseits und die Klemmvorrichtung andererseits auf verschiedenen Seiten, vorzugsweise
auf gegenüberliegenden Seiten des Packgutes, beispielsweise des gepressten Quaderballens,
angeordnet sind, so dass die Klemmvorrichtung verschiedene Bindematerialien wie z.B.
Bindedrähte ergreifen kann und in etwa parallel dazu die Schneidvorrichtung wirksam
wird, die die Bindedrähte durchtrennt, so dass diese durch die Klemmvorrichtung gehalten
und vorzugsweise dann einer Wickeleinrichtung, die der Klemmvorrichtung zugeordnet
ist, zugeführt werden.
[0008] Sind bei einem auf der Transportvorrichtung liegenden Packgut Bindedrähte als Bindematerialien
an den jeweiligen Seitenwänden vorgesehen, ist dieser Klemmbalken im Wesentlichen
vertikal ausgerichtet. Alternativ ist es selbstverständlich auch möglich, dass der
Klemmbalken und die Schneidvorrichtung horizontal ausgerichtet sind oder eine sonstige
Lage einnehmen. Die Klemmvorrichtung und die Schneidvorrichtung sind bevorzugt an
gegenüberliegenden Seiten des Packgutes angeordnet, um einerseits die Bindematerialien
zu klemmen und andererseits diese ziehen zu können, jedoch auch die Bindematerialien
durchtrennen zu können.
[0009] Die Klemmvorrichtung weist einen Klemmbalken auf, der eine Mehrzahl von Fixierelementen
hat, denen jeweils bewegliche Klemmgreifer zugeordnet sind. Die Fixierelemente weisen
einen Abstand zueinander auf, so dass zwischen ihnen ein Durchtrittsraum für Bindematerialien
vorhanden ist. Der Klemmbalken kann mit den Fixierelementen in das Packgut eingeführt
werden, so dass mit einer Vielzahl von Fixierelementen und einer Vielzahl von dadurch
gebildeten Räumen zwischen benachbarten Fixierelementen sicher die am Packgut vorgesehenen
Bindematerialien in die Räume zwischen den Fixierelementen eingeführt werden können.
Da eine entsprechende Anzahl von Klemmgreifern vorzusehen ist, können diese dann eine
Bewegung auf das ihnen zugeordnete Fixierelement machen und den Durchtrittsraum aufgrund
der Relativbewegung so weit schließen, dass von dem Fixierelement und dem zugeordneten
Klemmgreifer das Bindematerial ergriffen und festgeklemmt werden kann.
[0010] Auf einer anderen Seite des Packgutes ist die Schneidvorrichtung vorgesehen, die
auch als Schneidbalken ausgebildet ist
[0011] . An diesem Schneidbalken sind ebenfalls feststehende Messerelemente vorgesehen,
und zwar auch wiederum mit Abstand zueinander, so dass auch diese Messerelemente in
das z.B. als Quaderballen ausgebildetes Packgut eingeführt werden kann, so dass auch
dort entsprechende Bindematerialien in den Räumen zwischen den Messerelementen zu
liegen kommen. Somit können sich bewegliche Messer, bestehend z.B. aus mehreren Messerzähnen,
auf die entsprechenden Messerelemente zu bewegen und das Bindematerial durchtrennen.
[0012] Bevorzugterweise ist die Wickelvorrichtung derart ausgebildet, dass sie mehrere übereinander
und/oder nebeneinander angeordnete drehbewegliche Teller mit jeweils an diesen angeordneten
Wickelelementen aufweist. Die Wickelelemente können bolzenförmig ausgebildet sein
mit einem derartigen Abstand zueinander, dass diese mit den Räumen zwischen den Fixierelementen
der Klemmvorrichtung im Wesentlichen derart fluchten, dass das von einem Fixierelement
und einem Klemmgreifer gehaltene Bindematerial bei einer Relativbewegung der Klemmvorrichtung
zur Wickelvorrichtung zwischen die Wickelelemente des Wickeltellers gebracht werden
kann. Der Wickelteller kann somit eine Anwickelbewegung durchführen und das Bindematerial
aufwickeln. Die Klemmvorrichtung kann nachgiebig ausgebildet sein, um auf die Wickelvorrichtung
zu bewegt werden zu können, so dass der Wickelvorgang des geschnittenen Bindematerials
vollendet werden kann. Es kann ein Abstreifer zum Einsatz kommen, um das aufgewickelte
Bindematerial von dem Wickelteller abzustreifen.
[0013] Zur weiteren Ausgestaltung wird auf weitere Unteransprüche, die nachfolgende Beschreibung
und die Zeichnung verwiesen.
[0014] In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1 -
- eine perspektivische Ansicht auf ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Entfernen
von Bindematerialien von Packgütern;
- Figur 2 -
- eine Ansicht von vorn auf die Transporteinheit und die Greif- und Schneidstation des
Ausführungsbeispiels nach Fig. 1;
- Figur 3 -
- eine perspektivische Darstellung auf die Schneidvorrichtung des Ausführungsbeispiels
nach Fig. 1;
- Figur 4 -
- ausschnittsweise vergrößert das Detail IV in Fig. 3;
- Figur 5 -
- eine perspektivische Ansicht auf eine Klemmvorrichtung des Ausführungsbeispiels nach
Fig. 1;
- Figur 6 -
- vergrößert das Detail VI in Fig. 5;
- Figur 7 -
- eine perspektivische Darstellung auf eine Wickelvorrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1, und
- Figur 8 -
- vergrößert die Einzelheit VIII in Fig. 7.
[0015] In der Zeichnung sind grundsätzlich übereinstimmende Teile mit übereinstimmenden
Bezugsziffern versehen.
[0016] In Fig. 1 ist allgemein mit 1 die Vorrichtung zum Entfernen von Bindematerialien
von Packgütern dargestellt. In dem Ausführungsbeispiel sind als Packgüter mit Bindedrähten
2 umhüllte Quaderballen 3 dargestellt, die über eine Transporteinheit 4 mit einem
endlos umlaufenden Transportband 5 einer Greif- und Schneidstation 6 zugeführt werden.
Die Schneid- und Greifstation 6 weist eine Schneidvorrichtung 7 und eine Klemmvorrichtung
8 auf sowie eine Wickelvorrichtung 9.
[0017] Zur weiteren Verdeutlichung zeigt dazu Fig. 2 eine Ansicht auf die Greif- und Schneidstation
6 in Richtung von vorn, d.h. von vorn auf die Transporteinheit 4.
[0018] In den Fig. 3 und 4 ist näher die Schneidvorrichtung 7 des Ausführungsbeispiels nach
den Fig. 1 und 2 dargestellt. Da in dem gezeigten Ausführungsbeispiel die Bindedrähte
2 als Bindematerialien des Packgutes 3 im Wesentlichen in horizontaler Richtung verlaufen,
ist die Schneidvorrichtung 7 in dem gezeigten Ausführungsbeispiel vertikal ausgerichtet,
und zwar als Schneidbalken 7.1, der mit mehreren, mit Abstand zueinander angeordneten
feststehenden Messerelementen 7.2 ausgerüstet ist.
[0019] Aufgrund des Abstandes der Messerelemente 7.2 zueinander ist zwischen den einzelnen
Messerelementen 7.2 ein Raum 7.3 vorgesehen. Zusätzlich zu den feststehenden Messerelementen
7.2 sind zahnförmig ausgebildete bewegliche Messer 7.4 vorhanden, die sich auf die
feststehenden Messer 7.2 zu und von diesen weg bewegen können. Dies ist aus der vergrößerten
Darstellung nach Fig. 4 näher zu ersehen. Der Messerbalken 7.1 ist insgesamt beweglich
in der Greif- und Schneidstation 6 geführt und kann auf den Transportballen 3 zu und
von diesem weg bewegt werden.
[0020] Gelangt ein Packgut 3 in die Greif- und Schneidstation 6, wird der Schneidbalken
7.1 auf das Packgut 3 zu bewegt, so dass die feststehenden Messerelemente 7.2 in das
Packgut 3 von der Seite her eindringen, und zwar so tief, dass in einem der Räume
7.3 von benachbarten Messern 7.2, die in den Fig. 1 und 2 dargestellten Bindedrähte
2 in diesen Räumen 7.3 gelegen sind. Werden dann die zahnförmigen beweglichen Messer
7.4 relativ zu den feststehenden Messerelementen 7.2 bewegt, durchtrennen sie das
Bindematerial 2.
[0021] Auf der gegenüberliegenden Seite des Packgutes 3 ist in der Greif- und Schneidstation
6 die Klemmvorrichtung 8 angeordnet. Auch diese ist, wie die Fig. 1 und 2 zeigen,
im Wesentlichen vertikal ausgerichtet. Auch die Klemmvorrichtung 8 weist einen Klemmbalken
8.1 auf und hat ihrerseits in analoger Weise wie der Schneidbalken 7.1 feststehende
Fixierelemente 8.2, wobei zwischen benachbarten Fixierelementen 8.2 wiederum ein Raum
8.3 zur Einführung des Bindematerials 2 vorgesehen ist. Diesen Fixierelementen 8.2
sind Klemmgreifer 8.4 zugeordnet, die relativ zu den Fixierelementen 8.2 bewegbar
sind.
[0022] Ist der Quaderballen 3 in der Greif- und Schneidstation 6, kann der Klemmbalken 8.1
auf das Packgut 3 zu bewegt werden, und zwar so tief in diesen hinein, dass die Fixierelemente
8.2 in das Packgut 3 eindringen und zunächst gemeinsam mit den Messerelementen 7.2
das Packgut 3 fixieren, wobei in den offenen Raum 8.3 die Bindedrähte 2 eindringen.
[0023] Wenn sich nun die Klemmgreifer 8.4 bewegen, werden die Durchtrittsräume 8.3 geschlossen
unter Festklemmung des Bindematerials 2.
[0024] Auf der gegenüberliegenden Seite können die Bindematerialien 2 von der Schneidvorrichtung
7 geschnitten werden, wonach die Klemmvorrichtung 8 die Bindematerialien 2 ingesamt
weiter festhält und von dem Packgut 3 weg bewegt.
[0025] Der Klemmvorrichtung 8 ist die Wickelvorrichtung 9 zugeordnet. Diese ist näher aus
den Fig. 7 und 8 ersichtlich. Diese hat mehrere übereinander angeordnete Wickelteller
9.1, die nebeneinander und übereinander auf Lücke versetzt zueinander angeordnet sind.
Diese haben jeweils zwei Rundbolzen 9.2 als Wickelelemente. Diese sind räumlich den
Räumen 8.3 der Klemmvorrichtung 8 so zugeordnet, dass bei einer Bewegung der Klemmvorrichtung
8 weg von dem Packgut 3 die geklemmten Bindematerialien 2 durch einander zugeordnete
Wickelrundbolzen 9.2 geführt werden.
[0026] Die Wickelteller 9.1 können in eine Drehbewegung versetzt werden, wonach sie das
Bindematerial 2 aufwickeln. Die Klemmvorrichtung 8 kann über ein Fixiermittel, beispielsweise
über einen Hydraulikzylinder in der Greif- und Schneidstation fixiert werden, aber
auch durch Öffnung dieses Ventils beweglich gestellt werden, so dass sie einer Aufwickelbewegung
des entsprechenden Wickeltellers 9.1 der Wickelvorrichtung folgen kann, um das Bindematerial
2 exakt aufzuwickeln. Es kann ein im Einzelnen nicht näher gezeigter Abstreifer aktiv
werden, um das aufgewickelte Bindematerial 2 von den Wickelelementen 9.2 weg zu bewegen.
1. Vorrichtung (1) zum Entfernen von Bindematerialien (2) von Packgütern (3), insbesondere
von Bindedrähten oder Bindeschnüren von Quaderballen als Packgüter, aufweisend eine
Greif- und Schneidstation (6) und eine Transporteinheit (4) zum Transportieren der
Packgüter (3) in die Greif- und Schneidstation (6), welche eine Klemmvorrichtung (8)
und eine Schneidvorrichtung (7) aufweist, die so angeordnet und ausgebildet ist, dass
Bindematerialien (2) durch die Klemmvorrichtung (8) ergriffen und durch die Schneidvorrichtung (7) durchtrennt werden können,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klemmvorrichtung (8) als Klemmbalken (8.1) ausgebildet ist, der nebeneinander
eine Mehrzahl von Fixierelementen (8.2) aufweist, denen jeweils bewegliche Klemm-greifer
(8.4) zugeordnet sind, wobei die Fixierelemente (8.2) in einer auf das Packgut (3)
weisenden Richtung gegenüber den Klemmgreifern (8.4) vorstehen, und wobei das Packgut
(3) auf einer Seite durch die Klemmvorrichtung (8) und auf dieser oder auf einer anderen
Seite des Packgutes (3) durch die Schneidvorrichtung fixiert ist.
2. Vorrichtung (1) zum Entfernen von Bindematerialien (2) von Packgütern (3), insbesondere
von Bindedrähten oder Bindeschnüren von Quaderballen als Packgüter, insbesondere nach
Anspruch 1, aufweisend eine Greif- und Schneidstation (6) und eine Transporteinheit
(4) zum Transportieren der Packgüter (3) in die Greif- und Schneidstation (6), welche
eine Klemmvorrichtung (8) und eine Schneidvorrichtung (7) aufweist, die so angeordnet
und ausgebildet ist, dass Bindematerialien (2) durch die Klemmvorrichtung (8) ergriffen
und durch die Schneidvorrichtung (7) durchtrennt werden können, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidvorrichtung (7) als Schneidbalken (7.1) ausgebildet ist mit mehreren mit
Abstand zueinander angeordneten feststehenden Messerelementen (7.2) und relativ zu
diesen beweglichen Messern (7.4), wobei die feststehenden Messerelemente (7.2) in
einer auf das Packgut (3) weisenden Richtung gegenüber den beweglichen Messern (7.4)
vorstehen, und wobei das Packgut (3) auf einer Seite durch die Klemmvorrichtung (8)
und auf dieser oder auf einer anderen Seite des Packgutes (3) durch die Schneidvorrichtung
fixiert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Klemmvorrichtung (8) eine Wickelvorrichtung (9) zugeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fixierelemente (8.2) jeweils mit Abstand zueinander angeordnet sind und dass
die Klemmgreifer (8.4) relativ zu den Fixierelementen (8.2) derart beweglich ausgebildet
sind, dass sie in einem Raum (8.3) zwischen benachbarten Fixierelementen (8.2) in
gelegenes Bindematerial (2) ergreifen und zusammen mit einem Fixierelement (8.2) festklemmen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klemmvorrichtung (8.1) in der Greif- und Schneidstation (6) von dem Packgut (3)
weg und zu diesem hin bewegbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3, 4 (wenn Anspruch 4 abhängig von Anspruch 3
ist) oder 5 (wenn Anspruch 4 abhängig von Anspruch 3 ist)
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wickelvorrichtung (9) mehrere übereinander und/ oder nebeneinander angeordnete
drehbewegliche Wickelteller (9.1) mit jeweils an diesem angeordneten Wickelelementen
(9.2) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wickelelemente (9.2) bolzenförmig ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand der Wickelelemente (9.2) derart gewählt ist, dass er mit einem Abstand
von zwei Fixierelementen (8.2) der Klemmvorrichtung (8) in etwa fluchtet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klemmvorrichtung (8) in einer Lage zum Packgut (3) fixierbar und aus dieser Fixierstellung
wieder lösbar ist, so dass beim Aufwickeln eines Bindematerials (2) durch einen Wickelteller
(9.1) die Klemmvorrichtung (8) mit geklemmten Bindematerial (2) auf die Wickelvorrichtung
(9) zu bewegbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wickelvorrichtung (9) ein Abstreifer zum Entfernen eines aufgewickelten Bindematerials
(2) zugeordnet ist.
1. Device (1) for removing binding materials (2) from packaged goods (3), in particular
binding wires or binding twines of square bales as packaged goods, having a gripping
and cutting station (6) and a transport unit (4) for transporting the packaged goods
(3) into the gripping and cutting station (6) which has a clamping device (8) and
a cutting device (7) which is arranged and designed so that binding materials (2)
can be gripped by the clamping device (8) and cut by the cutting device (7),
characterised in that
the clamping device (8) is formed as a clamping bar (8.1) which has a plurality of
fixing elements (8.2) one beside the other, to which movable clamping grippers (8.4)
are assigned, wherein the fixing elements (8.2) project in a direction, pointing towards
the packaged goods (3), opposite the clamping grippers (8.4), and wherein the packaged
goods (3) are fixed on one side by the clamping device (8) and on this or another
side of the packaged goods (3) by the cutting device.
2. Device (1) for removing binding materials (2) from packaged goods (3), in particular
binding wires or binding twines from square bales as packaged goods, in particular
according to claim 1, having a gripping and cutting station (6) and a transport unit
(4) for transporting the packaged goods (3) into the gripping and cutting station
(6) which has a clamping device (8) and a cutting device (7) which is arranged and
designed so that binding materials (2) can be gripped by the clamping device (8) and
cut by the cutting device (7),
characterised in that
the cutting device (7) is formed as a cutting bar (7.1) with a plurality of stationary
blade elements (7.2) arranged at a distance from each other and blades (7.4) movable
relative to them, wherein the stationary blade elements (7.2) project in a direction,
pointing towards the packaged goods (3), opposite to the movable blades (7.4), and
wherein the packaged goods (3) are fixed on one side by the clamping device (8) and
on this or another side of the packaged goods (3) by the cutting device.
3. Device according to claim 1 or 2,
characterised in that
a winding device (9) is assigned to the clamping device (8).
4. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the fixing elements (8.2) are each arranged at a distance from each other and the
clamping grippers (8.4) are designed to be movable relative to the fixing elements
(8.2) so that they grip in a space (8.3) between adjacent fixing elements (8.2) into
binding material (2) and clamp together with a fixing element (8.2).
5. Device according to one of claims 1 to 4,
characterised in that
the clamping device (8.1) can be moved in the gripping and cutting station (6) to
and away from the packaged goods (3).
6. Device according to one of claims 3, 4 (if claim 4 is dependent upon claim 3) or 5
(if claim 4 is dependent upon claim 3),
characterised in that
the winding device (9) has a plurality of winding reels (9.1) arranged one above the
other and / or one beside the other that can be moved in rotation and each having
winding elements (9.2) arranged thereon.
7. Device according to claim 6,
characterised in that
the winding elements (9.2) have a bolt-like form.
8. Device according to one of claims 6 or 7,
characterised in that
the distance of the winding elements (9.2) is selected so that it aligns with a distance
from two fixing elements (8.2) of the clamping device (8).
9. Device according to claim 8,
characterised in that
the clamping device (8) can be fixed in a position relative to the packaged goods
(3) and released again from this fixing position so that upon winding-up of a binding
material (2) by a winding reel (9.1) the clamping device (8) with clamped binding
material (2) can be moved onto the winding device (9).
10. Device according to one of claims 6 to 9,
characterised in that
a scraper to remove a wound-up binding material (2) is assigned to the winding device
(9).
1. Dispositif (1) d'élimination de matériaux de liage (2) sur des paquets (3), en particulier
de fils métalliques de liage ou des cordes de ficelage de ballots rectangulaires en
tant que paquets, lequel dispositif comprend une station de préhension et de coupe
(6) et une unité de transport (4) pour transporter les paquets (3) dans la station
de préhension et de coupe (6) qui est dotée d'un dispositif de serrage (8) et d'un
dispositif de coupe (7) qui sont disposés de telle manière que les matériaux de liage
(2) puissent être saisis par le dispositif de serrage (8) et sectionnés par le dispositif
de coupe (7),
caractérisé en ce que
le dispositif de serrage (8) est réalisé en forme de barre de serrage (8.1) dotée
d'une pluralité d'éléments de fixation (8.2), placés les uns à côté des autres, auxquels
des pinces (8.4) sont respectivement associées, sachant que les éléments de fixation
(8.2) sont en saillie des pinces (8.4) dans une direction orientée vers les paquets
(3), et sachant que les paquets (3) sont fixés, sur un côté, par le dispositif de
serrage (8) et, sur celui-ci ou sur un autre côté du paquets (3), par le dispositif
de coupe.
2. Dispositif (1) d'élimination de matériaux de liage (2) de paquets (3), en particulier
de fils métalliques de liage ou de cordes de ficelage de ballots rectangulaires en
tant que paquets, en particulier selon la revendication 1, lequel dispositif comprend
une station de préhension et de coupe (6) et une unité de transport (4) pour transporter
les paquets (3) dans la station de préhension et de coupe (6) qui est dotée d'un dispositif
de serrage (8) et d'un dispositif de coupe (7) qui sont disposés de telle manière
que les matériaux de liage (2) puissent être saisis par le dispositif de serrage (8)
et sectionnés par le dispositif de coupe (7),
caractérisé en ce que
le dispositif de coupe (7) est réalisé en tant que barre de coupe (7.1) avec plusieurs
éléments de coupe fixes (7.2), qui sont disposés à distance les uns des autres, et
plusieurs couteaux (7.4), qui peuvent être mus par rapport à ceux-ci, sachant que
les éléments de coupe fixes (7.2) sont en saillie des couteaux mobiles (7.4) dans
une direction orientée vers le paquet (3) et que le paquet (3) est fixé, sur un côté,
par le dispositif de serrage (8) et, sur ce côté ou sur un autre côté du paquet (3),
par le dispositif de coupe.
3. Dispositif selon revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que,
au dispositif de serrage (8), est associé un dispositif d'enroulement (9).
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les éléments de fixation (8.2) sont disposés à distance les uns des autres et que
les pinces (8.4) peuvent être déplacées par rapport aux éléments de fixation (8.2)
de telle manière qu'ils saisissent un matériau de liage (2), situé dans un espace
(8.3) entre des éléments de fixation (8.2) voisins, et le serre avec un élément de
fixation (8.2).
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que,
dans la station de préhension et de coupe (6), le dispositif de serrage (8.1) peut
être éloigné du paquet (3) ou amené vers celui-ci.
6. Dispositif selon l'une des revendications 3, 4 (si la revendication 4 est dépendante
de la revendication 3) ou 5 (si la revendication 4 est dépendante de la revendication
3),
caractérisé en ce que
le dispositif d'enroulement (9) présente plusieurs plateaux d'enroulement (9.1) mobiles
à rotation qui sont disposés au-dessus et/ou à côté les uns des autres, des éléments
s'enroulement (9.2) étant disposés sur chacun de ceux-ci.
7. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
les éléments d'enroulement (9.2) sont réalisés en forme de chevilles.
8. Dispositif selon l'une des revendications 6 ou 7,
caractérisé en ce que
l'intervalle des éléments d'enroulement (9.2) est choisi de telle manière qu'il soit
à peu près en alignement avec un intervalle entre deux éléments de fixation (8.2)
du dispositif de serrage (8).
9. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
le dispositif de serrage (8) peut être positionné fixement par rapport à l'emballage
(3) et être enlevé de nouveau de cette position de fixation, de telle manière que,
lors de l'enroulement du matériau de liage (2) par un plateau d'enroulement (9.1),
le dispositif de serrage (8) puisse être déplacé vers le dispositif d'enroulement
(9) avec le matériau de liage (2) serré.
10. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 9,
caractérisé en ce que,
au dispositif d'enroulement (9), est associé un racleur pour l'enlèvement de matériau
liant (2) enroulé.
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