[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1.
Im Rahmen der Herstellung von Zigaretten ist es bekannt, den Zigaretten Geschmacks-
und/oder Aromastoffe zuzusetzen, wie z.B aus dem Dokument
DE 10 2009 058 589 A1. Beispielsweise ist bekannt, bahnförmiges Material für eine (Innen-)Umhüllung einer
Zigarettenpackung bereits vor der Herstellung der Zigarettenpackungen mit einer Mentholschicht
zu versehen. Die Mentholschicht wird dabei auf diejenige Seite des bahnförmigen Umhüllungsmaterials
aufgebracht, die bei der späteren fertigen Zigarettenpackung nach innen zeigt und
die Zigarettengruppe dabei zumindest bereichsweise überdeckt. Das Menthol kann anschließend
von der Umhüllung in die Zigaretten strömen. Die Materialbahnen werden dabei von dem
Hersteller solcher Bahnen auf Bobinen gewickelt und anschließend an die Zigarettenproduzenten
geliefert. Letztere verwenden diese Bobinen im Rahmen der Fertigung der Zigarettenpackungen
und stellen diese als Ausgangsmaterial den Verpackungsmaschinen zu.
[0002] Nachteilig hierbei ist, dass durch das Aufwickeln der mit der Mentholschicht versehenen
Materialbahnen auf die Bobinen das Menthol häufig ungewollt von der beschichteten
Außenseite einer weiter innen angeordneten Wickellage auf die Innenseite der nächstfolgenden
Wickellage übertragen wird (oder ggf. umgekehrt). Mit anderen Worten werden hierdurch
die eigentlich unbeschichteten Seiten der Materialbahn mit Menthol kontaminiert. Im
Produktionsprozess der Zigarettenpackungen müssen die Mentholkristalle dann von der
"falschen" Materialbahnseite mühsam wieder entfernt werden, da ansonsten verschiedenste
Organe der jeweiligen Verpackungsmaschine durch die Mentholkristalle ungewollt verunreinigt
werden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen vorzuschlagen, mit der solche
Verunreinigungen der Verpackungsmaschine vermieden oder reduziert werden können.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0005] Es ist ein Verfahren vorgesehen zum Herstellen einer Verpackung für eine Gruppe von
rauchbaren Artikeln, insbesondere Zigaretten, mit einer Umhüllung aus dünnem Verpackungsmaterial,
bei dem eine Materialbahn des Verpackungsmaterials in einzelne Zuschnitte getrennt
wird, und bei dem die zu umhüllenden Artikelgruppen jeweils mit den einzelnen Zuschnitten
umhüllt werden. Auf die Verpackungsmaterialbahn werden Geschmacks- und/oder Aromastoffportionen
für die rauchbaren Artikel aufgebracht, die nach dem Aufbringen durch ein Bearbeitungsmittel
mindestens bereichsweise in ihrer Höhe reduziert werden, bevorzugt, indem sie durch
das Bearbeitungsmittel flachgestrichen und/oder flachgedrückt werden.
[0006] Demnach ist vorgesehen, die Geschmacks- und/oder Aromastoffportionen unmittelbar
im Verpackungsprozess auf die Verpackungsmaterialbahn aufzubringen und die einzelnen
aufgebrachten Portionen anschließend durch ein geeignetes Bearbeitungsmittel in ihrer
Höhe zu reduzieren bzw. flachzustreichen und/oder flachzudrücken, um hierdurch Verschmutzungen
der nachfolgenden Organe zu verhindern. Ohne dieses Flachstreichen und/oder Flachdrücken
derselben würde ansonsten die Gefahr bestehen, dass sämtliche nachfolgenden Aggregate
mit dem Geschmacks- und/oder Aromastoff belastet werden.
[0007] Dies gilt insbesondere für ein Trennorgan, mit dem die einzelnen Zuschnitte von der
fortlaufenden Materialbahn abgetrennt werden. Bei dem Trennorgan handelt es sich häufig
um eine Messerwalze, deren Messer ansonsten kontaminiert werden würden.
[0008] Bevorzugt ist das Bearbeitungsmittel daher stromauf des Trennorgan angeordnet, insbesondere
zwischen einem Auftragsorgan mit einem oder mehreren Auftragsventilen, mit dem die
Portionen auf die Materialbahn aufgebracht werden, und dem Trennorgan.
[0009] Zweckmäßigerweise werden die Portionen auf diejenige Seite der Verpackungsmaterialbahn
aufgebracht, die nach dem Umhüllungsvorgang nach innen in Richtung der Artikelgruppe
zeigt. Die Zigarettengruppe kann dabei teilweise oder vollständig von der Umhüllung
umhüllt sein. Die Umhüllung ist vorzugsweise eine Innenumhüllung aus Stanniol, Papier
oder Folie einer Zigarettenpackung, die zusätzlich noch eine entsprechende Außenumhüllung
bzw. -verpackung aufweist, in der die Innenumhüllung angeordnet ist.
[0010] Das Bearbeitungsmittel ist vorzugsweise eine stromab des Auftragsorgans angeordnete,
beheizte bzw. beheizbare Walze, insbesondere eine Umlenkwalze, entlang der die Materialbahn
nach dem Auftragen der Portionen zum Flachdrücken derselben geführt wird. Zu diesem
Zweck wird die Materialbahn bevorzugt unter leichter Spannung entlang eines Teilbereichs
des Umfangs der Walze geführt und dabei mindestens leicht umgelenkt.
[0011] Alternativ kann das Bearbeitungsmittel auch mindestens eine Leiste sein oder eine
solche Leiste umfassen, mit der die Portionen flachgestrichen, insbesondere glattgestrichen
werden. Die Leiste wird zweckmäßiger Weise parallel zu der Materialbahn geführt, natürlich
benachbart zu der Seite, auf der die Portionen aufgebracht werden. Vorzugsweise wird
die Materialbahn ähnlich wie bei der obigen Lösung mit Umlenkwalze unter leichter
Spannung entlang der Leiste geführt und dabei ebenfalls mindestens leicht umgelenkt.
[0012] Vorzugsweise bildet die Leiste dabei einen Teil einer Düse des Ventils des Auftragsorgans.
Bevorzugt wird eine an die Düsenöffnung angrenzende, stromab der Düsenöffnung angeordnete
Düseninnenfläche durch die Leiste bzw. durch eine Seite der Leiste gebildet.
[0013] Insofern das Auftragsorgan mehrere, quer zur Materialbahnförderrichtung nebeneinander
angeordnete Ventile umfasst, kann die entsprechende Düseninnenfläche jeder Düse jedes
Ventils in dieser Weise durch eine allen Ventilen gemeinsam zugeordnete Leiste gebildet
werden.
[0014] Gemäß einer weiteren wichtigen Besonderheit der Erfindung erfolgt das Auftragen der
Portionen auf die Materialbahn derart, dass die Gesamtmenge der pro Zuschnitt auf
die Materialbahn aufgebrachten Einzelportionen unabhängig von der Maschinengeschwindigkeit
der Vorrichtung und/oder der Materialbahngeschwindigkeit konstant bleibt. Dabei kann
vorgesehen sein, dass bei identischer Gesamtportionsmenge pro Zuschnitt die Anzahl
von Einzelportionen, die auf einen Zuschnitt aufgebracht werden, nach Maßgabe der
Maschinengeschwindigkeit und/oder der Materialbahngeschwindigkeit erfolgt. In weiterer
Ausbildung dieser Ausführungsform ist vorgesehen, dass bei identischer Gesamtportionsmenge
pro Zuschnitt bei einer ersten, niedrigeren Maschinen- und/oder Materialbahngeschwindigkeit
pro Zuschnitt mehr Einzelportionen auf die Materialbahn aufgebracht werden als bei
einer zweiten, höheren Geschwindigkeit.
[0015] Diese Maßnahmen haben insbesondere den Zweck zu verhindern, dass sich zu viel Geschmacks-
und/oder Aromastoffe bei beispielsweise (zu) langsamer Maschinengeschwindigkeit auf
ein und derselben Stelle anhäufen.
[0016] Weitere Besonderheiten der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten Unteransprüchen,
aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie aus den
beigefügten Zeichnungen.
[0017] Darin zeigt:
- Fig. 1
- eine Übersichtsskizze des Ablaufs des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem die Mentholportionen
auf eine Materialbahn aufgetragen werden,
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II aus Fig. 1,
- Fig. 3
- die schematische Darstellung einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens,
- Fig. 4
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie IV-IV in Fig. 3,
- Fig. 5
- die Einzelheit V aus Fig. 3 in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 6-8
- Draufsichten auf im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens mit Mentholportionen versehenen
Zuschnitten.
[0018] Die Zeichnungen befassen sich mit der Fertigung von Zigarettenpackungen, speziell
mit der Fertigung einer Innenumhüllung aus Stanniol, Papier oder Folie für die Zigarettenpackungen.
Vornehmlich Hinge-Lid-Packungen oder Weichbecherpackungen weisen derartige, von einer
Außenumhüllung umfasste Innenumhüllungen auf. Solche Zigarettenpackungen werden mit
Verpackungsmaschinen hergestellt, von denen nachfolgend nur ein Teil dargestellt ist,
nämlich der Bereich, in dem die einzelnen Zigarettengruppen in die Innnenumhüllungen
eingehüllt werden.
[0019] Die Fig. 6-8 zeigen Zuschnitte 10, bevor mit den Zuschnitten 10 die jeweiligen Zigarettengruppen
bzw. Zigarettenformationen 27 unter Bildung der Innenumhüllung eingehüllt werden.
Solche Zuschnitte 10, auch Innenliner-Zuschnitte genannt, sind an sich bekannt. Einzelheiten
derselben sind beispielsweise in der
EP 1 016 593 A1 offenbart, deren Inhalt in die vorliegende Anmeldung integriert wird.
[0020] Der Zuschnitt 10 verfügt über Bodenwand 11, Vorderwand 12, Rückwand 13, Stirnfaltlappen
14, 15, die eine gegenüberliegende, obere Stirnwand bilden, sowie Seitenfaltlappen
16 und 17, die schmale Seitenwände bilden. Im Bereich der Vorderwand 12 ist eine quergerichtete
Perforation 18 angebracht, die einen stirnseitigen Bereich des Zuschnitts 10 begrenzt
und als sogenannter Flap dient, der bei erstmaliger Ingebrauchnahme der Packung durch
Erfassen des Stirnwandlappens 14 abgezogen wird. Obwohl der Zuschnitt 10 aus dünnem
Verpackungsmaterial besteht, ist er mit Prägelinien versehen, nämlich mit zwei parallelen,
quergerichteten Querprägelinien 19, 20, die die Bodenwand 11 gegenüber Vorderwand
12 und Rückwand 13 begrenzen. Die Querprägelinien 19, 20 bilden bodenseitige Faltkanten.
Weiter sind in Längsrichtung des Zuschnitts 10 verlaufende Längsprägelinien 21 und
22 vorhanden, die die streifenförmigen Seitenfaltlappen 16 bzw. 17 gegenüber dem übrigen
Teil des Zuschnitts 10 abgrenzen. Auch die Längsprägelinien 21 und 22 dienen als Faltkanten.
Weiter weist der Zuschnitt 10 noch Bodenfaltlappen 24 auf und neben diesen angeordnete
Faltwickel 25. Diese sind voneinander durch Faltlinien 26 getrennt.
[0021] Die mit den Zuschnitten 10 zu umhüllenden Zigarettengruppen 27 werden mittels eines
Zigarettenförderers 28 mit in gleichen Abständen voneinander beabstandeten Mitnehmern
29 entlang eines Zuschnittaggregats 30 gefördert.
[0022] Im Bereich des Zuschnittaggregats 30 werden die Zuschnitte 10 nacheinander zugeführt
und zur Übernahme durch eine Zigarettengruppe 27 bereitgehalten. Die Zuschnitte 10
werden dabei von einer fortlaufenden Materialbahn 31 aus Papier, Stanniol oder anderem
Verpackungsmaterial durch ein Trennorgan 32 abgetrennt und in einer Position quer
zur Bewegungsrichtung der Zigarettengruppen 27 als "Vorhang" bereitgehalten.
[0023] Der Zuschnitt 10 wird im Bereich des Zuschnittaggregats 30 so positioniert, dass
die Zigarettengruppe 27 mit in Förderrichtung vorn liegenden Endflächen, im vorliegenden
Fall mit den filterfreien Zigarettenenden, den Zuschnitt 10 im Bereich seiner Bodenwand
11 erfassen, nämlich zwischen den beiden Querprägelinien 19, 20. Bei Fortsetzung der
Förderbewegung der Zigarettengruppe 27 wird der Zuschnitt U-förmig gefaltet. Im Bereich
des Zuschnittaggregats 30 ist zu diesem Zweck ein nicht dargestelltes Mundstück angeordnet
mit entsprechenden Führungen oberhalb und unterhalb der Bewegungsbahn der Zigarettengruppe
27.
[0024] Das Trennorgan 32 umfasst eine rotierend angetriebene Messerwalze 33, die mithilfe
eines auf deren Umfangsfläche angebrachten Trennmessers 34a, das mit einem ortsfesten
Trennmittel 34b zusammenwirkt, die fortlaufende Materialbahn 31 in die einzelnen Zuschnitte
10 trennt.
[0025] Mit einem Perforationsmesser 35 bringt die Messerwalze 33 die Perforationslinie 18
in den Zuschnitt 10 ein.
[0026] Zum Einbringen der Querprägelinien 19, 20 verfügt das Zuschnittaggregat 30 über eine
Prägewalze 36, auf deren Umfang die Prägewerkzeuge angebracht sind, nämlich zwei quergerichtete,
rippenartige Prägenoppen 37. Die Prägewalze 36 ist bezogen auf die Förderrichtung
stromab der Messerwalze 33 angeordnet. Entsprechend werden die Querprägelinien 19,
20 an der Materialbahn 31 angebracht, wobei während des Prägevorgangs eine Andrückwalze
38 als Gegendruckorgan am Umfang der Prägewalze 36 bzw. an der Materialbahn 31 anliegt.
[0027] Nicht gezeigt ist ein weiteres, stromauf angeordnetes Prägeaggregat, mit dem die
Längsprägelinien 21, 22 in die Materialbahn 31 angebracht werden.
[0028] Die von der Materialbahn 31 abgetrennten Zuschnitte 10 werden von der Messerwalze
33 an drehende Saugscheiben 39 übergeben. Die Saugscheiben 39 sind längs des Umfangs
mit Saugbohrungen 40 versehen und erfassen den Zuschnitt 10 an seitlichen Rändern.
Zur Führung des Zuschnitts während dieser Saug-/Dreh-Förderbewegung ist ein Leitorgan
41 vorgesehen, nämlich ein Leitblech, auf dem der Zuschnitt 10 mindestens bereichsweise
aufliegt. Die Zigarettengruppen 27 sind zwischen den Saugscheiben 39 hindurchförderbar,
wobei der Zuschnitt 10 im Bereich der Bodenwandung 11 von der Zigarettengruppe 27
erfasst und von den Saugscheiben 39 abgezogen wird.
[0029] Eine wichtige Besonderheit ist, dass auf die - kontinuierlich oder taktweise angetriebene
- Materialbahn 31 stromauf des Trennorgans 32 im vorliegenden Fall raupenförmige Aromastoffportionen
42 aufgebracht werden, im vorliegenden Fall Menthol.
[0030] Diese Aromastoffportionen 42 werden auf die nachfolgend als Innenseite 43 bezeichnete
Seite der Materialbahn 31 aufgebracht, die im späteren eingehüllten Zustand der Zigarettengruppe
27 nach innen zeigt, das heißt zur Zigarettengruppe 27. Hierdurch wird gewährleistet,
dass der (flüchtige) Aromastoff in die einzelnen Zigaretten der Zigarettengruppe 27
übergehen kann, während diese in der Zigarettenpackung angeordnet sind.
[0031] Zur Aufbringung der Aromastoffportionen 42 ist der Innenseite 43 der Materialbahn
31 ein Auftragsorgan 44 zugeordnet. Das Auftragsorgan 44 umfasst im vorliegenden Fall
mehrere (vier), nebeneinander angeordnete Ventile 45a-d mit Düsen 62 mit Ventil- bzw.
Düsenöffnungen 52, mit denen parallele Reihen bzw. Bahnen 46a-d von einzelnen Aromastoffportionen
42 aufgebracht werden können.
[0032] In den Fig. 3-5 ist eine besondere Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Die Unterschiede
betreffen insbesondere, aber nicht ausschließlich die Ausbildung der Ventile 45a-d
eines Auftragsorgans 44, die gegenüber den Ventilen 45a-d der Ausführungsform gemäß
Fig. 1, von denen nur das vordere Ventil 45a zu sehen ist, später noch näher erläuterte
Besonderheiten aufweisen.
[0033] Insofern nicht explizit auf Unterschiede der einzelnen Ausführungsformen eingegangen
wird, gelten die nachfolgenden Erläuterungen für beide Ausführungsformen.
[0034] Gemäß der Ausführungsform der Fig. 1, 2 sind die Leimventile 45a-d mit geringem Abstand
von der Materialbahn 31 angeordnet, vorliegend oberhalb derselben.
[0035] Um zu verhindern, dass die Aromastoffportionen 42 die nachfolgenden Aggregate verunreinigen,
insbesondere das Trennorgan 32, ist bei dieser Ausführungsform stromab des Auftragsorgans
44 ein Bearbeitungsmittel 47 angeordnet, in diesem Fall eine Umlenkwalze 47a.
[0036] Die Materialbahn 31 wird entlang dem Bearbeitungsmittel 47 geführt, nämlich derart,
dass deren Innenseite 43 mit den darauf aufgebrachten Aromastoffportionen 42 während
des Umlenkvorgangs an der Umfangsfläche der Umlenkwalze 47 anliegt. Die Breite der
Umlenkwalze bzw. der Umfangsfläche der Umlenkwalze 47 ist dabei derart an die Materialbahn
31 bzw. an das Auftragsbild der einzelnen Aromastoffportionen 42 auf der Materialbahn
31angepasst, dass sämtliche Portionen 42 bzw. sämtliche parallelen Reihen 46a-d von
Portionen 42, vgl. Fig. 6-8, durch die Umlenkwalze 47 flachgedrückt werden. Zu diesem
Zweck wird die Materialbahn 31 unter einer gewissen Spannung entlang der Umlenkwalze
47 geführt. Infolge des Flachdrückens der Portionen 42 verbreitern sich diese etwas
gegenüber dem Zustand vor dem Flachdrücken, vgl. Fig. 6.
[0037] Die Umfangslänge der rotierenden Umlenkwalze 47 ist an die Länge der jeweils von
der Materialbahn 31 abzutrennenden Zuschnitte 10 angepasst. Sie entspricht vorliegend
dieser Länge. Entsprechend berühren dieselben Bereiche der Walze 47 jeweils dieselben
Bereiche der jeweiligen Zuschnitte 10 bzw. der auf den Zuschnitten 10 angeordneten
Aromastoffportionen 42. Sollten sich von den Aromastoffportionen 42 gewisse Anteile
im Verlaufe der Produktion auf die Walze 47 übertragen, lagern sich diese nur an bestimmten
Positionen der Walze 47 ab. Mit anderen Worten würde jeder Zuschnitt 10, von dem sich
Aromastoffanteile auf die Walze 47 übertragen, seine Anteile auf dieselben Walzenbereiche
bzw. Walzenpositionen übertragen.
[0038] In der Folge würde die Walze 47 das auf ihrer Umfangsfläche entstehende Ablagerungsbild
immer auf dieselben Stellen der später folgenden Zuschnitte 10 der fortlaufenden Materialbahn
31 übertragen. Im Optimalfall wäre das Ablagerungsbild auf der Walze 47 derart, dass
die Übertragung der Ablagerungen auf die folgenden Zuschnitte 10 nur an denjenigen
Stellen des jeweiligen Zuschnitts 10 erfolgt, an denen sich ohnehin Aromastoffportionen
42 befinden.
[0039] Im Unterschied zu der Ausführungsform gemäß Fig. 1, 2 kann in der Ausführungsform
gemäß den Fig. 3, 4 und 5 auf die Verwendung einer Umlenkwalze als Bearbeitungsmittel
47 verzichtet werden. Anstelle der Umlenkwalze wird eine Leiste 61 verwendet, die
unmittelbar nach der Aufbringung der Portionen 42 die einzelnen Portionen 42 flachstreicht.
[0040] Die Leiste 61 erstreckt sich quer zur Materialbahn 31, und zwar wie bei der Lösung
mit Umlenkwalze 47 unter Erzeugung einer gewissen Materialbahnspannung, vgl. Fig.
5. Die Leiste 61 ist als Keramikleiste ausgebildet und beheizt, um Aromastoffablagerungen
an der Leiste zu verhindern. Im vorliegenden Fall ist sie unmittelbar an dem Auftragsorgan
44 angeordnet.
[0041] Genauer gesagt ist sie Teil jeder Austrittsdüse 62 jedes Ventils 45a-d. Die Leiste
61 bildet dabei eine Wandung 62a jeder Düse 62. Eine in Förderrichtung hintere Seite
64a der Leiste 61 bildet dabei jeweils eine der Innenseiten der die Düsenaustrittsöffnungen
52 begrenzenden Düsenwandungen. Eine der weiteren Düsenwandungen ist in Fig. 5 erkennbar,
nämlich die der Wandung 62a gegenüberliegende Düsenwandung 62b mit entsprechender
Innenseite 64b.
[0042] Im durch die Düsenwandungen bzw. durch deren entsprechende Innenseiten umschlossenen
Raum befindet sich der flüssige Aromastoff, bevor er auf die Materialbahn 31 aufgetragen
wird.
[0043] Schließlich ist vorgesehen, dass das Auftragsorgan 44 gemäß der Fig. 3-5 aus einer
Arbeitsstellung, in der die Kontaktleiste der Kontaktdüse 62 die Materialbahn 31 unter
Spannung berührt, in eine Ruhestellung verschwenkbar ist, vgl. den gestrichelten Umriss
des Auftragsorgans 44 in Fig. 3.
[0044] Bei beiden beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung entstammt der Aromastoff
(das Menthol), der mithilfe des Auftragsorgans 44 auf die Materialbahn 31 aufgetragen
wird, einem Aromastoffreservoir 48. Aus dem Reservoir 48 wird der flüssige Aromastoff
über eine oder mehrere Leitungen 49 (beispielsweise Schlauchleitungen) dem Auftragsorgan
44 zugeführt, insbesondere den Ventilen 45a-d desselben.
[0045] Die Signale, mit Hilfe derer das Auftragsorgan 44 zur Abgabe der einzelnen Portionen
42 gesteuert wird, entstammen einer Steuerung 50, an die das Auftragsorgan 44 mit
einer oder mehreren Signalleitungen 51 angeschlossen ist. Letztlich steuert die Steuerung
50 die Öffnung eines Verschlussorgans 51 in dem jeweiligen Ventil 45a-d, das im verschlossenen
Zustand des jeweiligen Ventils 45a-d die jeweilige Düsenöffnung 52 verschließt und
im geöffneten Zustand freigibt.
[0046] Die Erzeugung der einzelnen Portionen 42 erfolgt in besonderer Weise derart, dass
die Gesamtmenge der pro Zuschnitt 10 auf die Materialbahn 31 aufgebrachten Einzelportionen
42 unabhängig ist von der Maschinengeschwindigkeit der Vorrichtung bzw. von der Materialbahngeschwindigkeit.
Mit anderen Worten wird das Auftragsorgan 44 bzw. werden die einzelnen Ventile 45a-d
des Auftragsorgans 44 so gesteuert, dass jeweils die Gesamtmenge Aromastoff, der auf
den jeweiligen Zuschnitt 10 der Materialbahn 31 aufgebracht wird, unabhängig von der
Materialbahngeschwindigkeit/Maschinengeschwindigkeit konstant ist. Dies geschieht
in der Regel dadurch, dass die Öffnungszeiten der Ventile 45a-d an die jeweilige Maschinen-
bzw. Bahngeschwindigkeit angepasst werden.
[0047] Weiter ist vorgesehen, dass bei identischer Gesamtportionsmenge pro Zuschnitt 10
die Anzahl von Einzelportionen 42, die auf einen Zuschnitt 10 aufgebracht werden,
nach Maßgabe der Maschinengeschwindigkeit der Verpackungsmaschine und/oder der Materialbahngeschwindigkeit
eingestellt ist bzw. abhängig davon ist.
[0048] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass bei einer ersten, niedrigeren Maschinen-
und/oder Materialbahngeschwindigkeit pro Zuschnitt 10 mehr Einzelportionen auf die
Materialbahn 31 aufzubringen sind als bei einer zweiten, höheren Geschwindigkeit.
Hierdurch könnte eine zu große Anhäufung von Aromastoff auf ein und derselben Stelle
bei niedrigerer Maschinen- bzw. Materialbahngeschwindigkeit verhindert werden.
[0049] In Fig. 6 ist das Auftragsbild der einzelnen Aromaportionen 42 eines Zuschnitts 10
gezeigt. Dieses Auftragsbild entspricht einer zweiten, höheren Maschinen- und/oder
Bahngeschwindigkeit als das Auftragsbild des Zuschnitts 10 der Fig. 7.
[0050] In Fig. 8 ist ein Auftragsbild gezeigt, bei dem die Geschwindigkeit der Materialbahn
bzw. die Maschinengeschwindigkeit nochmals höher eingestellt ist
als bei der Variante der Fig. 6. Bei identischer Öffnungszeit der Ventile 45a-d des
Auftragsorgans 44 entstehen entsprechend längere Aromastoffportionen 42.
[0051] Eine weitere Besonderheit der Steuerung des Auftragsvorgangs ist, dass bevorzugt
die Bereiche des Zuschnitts 10 ausgespart, das heißt nicht mit Portionen 42 belegt
werden, die nach der späteren Umhüllung der Zigarettengruppen 27 die Filter der Zigaretten
von vorne, seitlich und von oben überdecken. In Fig. 6 bis 8 sind hierzu die Stirnfaltlappen
14, 15 ausgespart, die die Zigarettenfilter von oben bzw. endseitig überdecken. Weiter
sind die Bereiche ausgespart, die die Filter der Zigaretten vorne und seitlich überdecken.
[0052] Durch die Querlinien 53 in den Fig. 6-8 sind jeweils die Zeitpunkte visualisiert,
zu denen die jeweiligen Ventile 45a-d geöffnet werden. In der Variante der Fig. 7
werden zur Erzeugung der doppelten Anzahl von Portionen 42 die Ventile zusätzlich
zwischen zwei Zeitpunkte 53 ein weiteres Mal geöffnet.
[0053] Um die Materialbahngeschwindigkeit zu erfassen, ist der Messerwalze 33 ein Drehgeber
54 zugeordnet, der die Drehzahl der Messerwalze 33 erfasst. Die Signale des Drehgebers
54 werden über eine Signalleitung 55 an die Steuerung 50 übertragen. Aus den Drehzahlen
der Messerwalze 33 errechnet die Steuerung 50 die Materialbahngeschwindigkeit.
[0054] Um zu verhindern, dass sich auf einzelnen Organen, die mit dem Aromastoff in Berührung
kommen, Aromstoffablagerungen bilden, sind diese Organe gemäß einer weiteren Besonderheit
beheizt bzw. beheizbar.
[0055] So sind beispielsweise die Umlenkwalze 47, das Auftragsorgan 44 bzw. die einzelnen
Ventile 45a-d, das Reservoir 48 sowie die Leitungen 49 mit entsprechenden Heizorganen,
insbesondere Heizdrähten, ausgestattet, die über geeignete Stromleitungen 57 mit einem
zentralen Heizaggregat 58 verbunden sind. Das Heizaggregat 58 umfasst unter anderem
eine notwendige Spannungsquelle zur Versorgung der Heizorgane. Zum anderen umfasst
das Heizaggregat eine geeignete Heizregelung, die über eine Leitung 59 zudem mit der
Steuerung 50 verbunden ist.
[0056] Eine weitere Besonderheit ist ein Sensor 60, der über eine Signalleitung 55 mit der
Steuerung 50 verbunden ist. Mit Hilfe dieses Sensors 60 können ein oder mehrere charakteristische
Merkmale der auf die Materialbahn 31 aufgebrachten Portionen 42 erfasst und in der
Steuerung 50 zur Prüfung ausgewertet werden. Konkret handelt es sich im vorliegenden
Fall um einen Glanzsensor 60, der Glanzwerte der einzelnen Portionen 42 erfasst. Sollten
die erfassten Glanzwerte von bestimmten, vorgegebenen Sollwerten abweichen, wird in
der Steuerung 50 ein Fehlersignal erzeugt. Ggf. wird die Verpackungsmaschine abgeschaltet
werden.
1. Vorrichtung zum Herstellen einer Verpackung für eine Gruppe (27) von rauchbaren Artikel,
insbesondere Zigaretten, mit einer Umhüllung, bevorzugt Innenumhüllung, aus insbesondere
dünnem Verpackungsmaterial, wie Papier, Stanniol oder dergleichen, mit einem Trennorgan
(32), mit dem eine Materialbahn (31) des Verpackungsmaterials in einzelne Zuschnitte
(10) trennbar ist, sowie mit einem Zuschnittaggregats (30), in dessen Bereich die
Artikelgruppen (27) jeweils mit den einzelnen Zuschnitten (10) umhüllbar sind, gekennzeichnet durch ein stromauf des Trennorgans (32) angeordnetes Auftragsorgan (44), mit dem auf die
Verpackungsmaterialbahn Geschmacks- und/oder Aromastoffportionen für die rauchbaren
Artikel aufbringbar sind, sowie durch ein Bearbeitungsmittel (47), mit dem die Portionen
(42) nach dem Aufbringen mindestens bereichsweise in ihrer Höhe reduzierbar sind,
bevorzugt, indem sie durch das Bearbeitungsmittel (47) flachstreichbar und/oder flachdrückbar
sind, wobei das Bearbeitungsmittel (47) eine insbesondere parallel zur Materialbahn
(31) anordbare oder angeordnete Leiste (47b) ist, insbesondere eine beheizbare Leiste
(47b), entlang der die Materialbahn (31) nach dem Auftragen der Portionen zum Flachstreichen,
bevorzugt zum Glattstreichen, derselben geführt ist, wobei das Auftragsorgan (44)
mindestens ein Ventil (45a-d) mit Ventilöffnung (52) aufweist, aus der die Portionen
(42) einzeln ausgebbar sind, und wobei die Leiste (47b) stromab der Ventilöffnung
(52) an dem mindestens einen Ventil (45a-d) angeordnet ist, bevorzugt, indem die Leiste
(47b) bzw. eine Seite der Leiste (47b) eine stromab der Ventilöffnung (52) angeordnete
Innenseite einer die Ventilöffnung (52) umfassenden Austrittsdüse (62) des mindestens
einen Ventils (45a-d) bildet.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bearbeitungsmittel (47) in einer Arbeitsstellung insbesondere unter Spannung
an der an dem Bearbeitungsmittel (47) vorbeibewegten Materialbahn anliegt.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Auftragsorgan (44) mehrere nebeneinander, quer zur Förderrichtung der Materialbahn
(31) angeordnete Ventile (45a-d) aufweist, und dass die Leiste (47b) sämtlichen Ventilen
(45a-d) zugeordnet ist und sich ebenfalls quer zur Förderrichtung erstreckt, und dabei
einen Bestandteil sämtlicher Austrittsdüsen (62) sämtlicher Ventile (45a-d) bildet.
1. A device for manufacturing an item of packaging for a group (27) of smokable articles,
in particular cigarettes, having a wrapping, preferably an inner wrapping, of, in
particular, a thin packaging material, such as paper, tinfoil or the like, having
a severing element (32), with which a material web (31) of the packaging material
is severable into individual blanks (10), and having a blank subassembly (30), in
the region of which the article groups (27) are wrappable with the individual blanks
(10) in each case, characterized by an application element (44), which is arranged upstream of the severing element (32)
and with which flavouring and/or aromatic portions for the smokable articles can be
applied to the packaging-material web, and by a processing means (47) with which the
portions (42), after application, can be at least in regions reduced in their height,
preferably in that they can be spread flat and/or pressed flat by the processing means
(47), wherein the processing means (47) is an, in particular, heatable strip (47b)
which is, in particular, arrangeable or arranged parallel to the material web (31),
along which the material web (31), after application of the portions, is guided for
spreading flat, preferably for smoothing flat said portions, wherein the application
element (44) has at least one valve (45a-d) having a valve opening (52) from which
the portions (42) are individually dispensable, and wherein the strip (47b) is arranged
downstream of the valve opening (52) on the at least one valve (45a-d), preferably
in that the strip (47b), or one side of the strip (47b), forms an inner side which
is arranged downstream of the valve opening (52) of an outlet nozzle (62) which comprises
the valve opening (52) of the at least one valve (45a-d).
2. The device as claimed in claim 1, characterized in that the processing means (47), in an operating position, in particular under tension,
lies against the material web which is being moved past the processing means (47).
3. The device as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the application element (44) has a plurality of valves (45a-d) which are arranged
beside one another, transversely to the conveying direction of the material web (31),
and in that the strip (47b) is assigned to all valves (45a-d) and likewise extends transversely
to the conveying direction and here forms a component of all outlet nozzles (62) of
all valves (45a-d).