| (19) |
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(11) |
EP 2 761 245 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.10.2017 Patentblatt 2017/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.08.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/003634 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/045015 (04.04.2013 Gazette 2013/14) |
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| (54) |
AKTIVES SCHUTZSYSTEM
ACTIVE PROTECTION SYSTEM
SYSTÈME DE PROTECTION ACTIF
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
30.09.2011 DE 102011114574
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.08.2014 Patentblatt 2014/32 |
| (73) |
Patentinhaber: Rheinmetall Waffe Munition GmbH |
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29345 Unterlüss (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KREBS, Michael
83454 Anger (DE)
- FEGG, Martin
83483 Bischofswiesen (DE)
- BORMANN, Christoph
83483 Bischofswiesen (DE)
- HEINE, Christoph
76131 Karlsruhe (DE)
- TIMMERMANN, Jenz
76131 Karlsruhe (DE)
- ZWICK, Thomas
76131 Karlsruhe (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dietrich, Barbara |
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Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH
Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 390 957 US-A- 3 938 151
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DE-A1- 10 016 781 US-A- 5 064 140
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung beschäftigt sich mit einem Schutzsystem, das aus zumindest einem aktiven
Scheinziel auf Grundlage von insbesondere van-Atta Arrays, zum Schutz von Objekten,
wie von Schiffen, Fahrzeugen, stationären Objekten etc., vor anfliegenden Radar gelenkten
(aktiven) Flugkörpern, gebildet wird. Dieses ist ein Off-Board-Schutzsystem, das weniger
als Störer sondern vielmehr als Scheinziel sich im Nahbereich von 10m bis zu einer
Entfernung von 10km bewährt. Dabei wird eine Radarkeule des anfliegenden Flugkörpers
direkt zur Generierung genutzt und an diesen zurückgestrahlt, ohne Änderung der Eigenschaften.
Eine Richtantennenanpassung oder Anpassung der Charakteristika ist nicht notwendig.
[0002] Zur Abwehr von aktiven Flugkörpern sind passive Täuschkörper (Düppel) bekannt. Diese
werden ausgebracht und reflektieren ein vom Flugkörper ausgestrahltes Signal in die
Richtung des anfliegenden Flugkörpers zurück. Ein passiver Radartäuschkörper wird
mit der
US 3,938,151 A1 beschrieben. Aus der
US 2,908,002 A1 ist ein passiver elektromagnetischer Reflektor bekannt.
[0003] Eine aktive Gegenmaßnahme unter Verwendung von passiven Täuschkörpern vor passiven
Flugkörpern schlägt die
DE 10 2006 017 107 A1 vor. Dabei werden die Täuschkörper vom bevorzugt eigenen Radar angestrahlt und diese
in die Richtung des Flugkörpers hin reflektiert. Diese Strahlung hat genau dieselbe
Charakteristik, wie die direkte Strahlung des Radars. Zwar kann der Flugkörper in
diesem Fall nicht unterscheiden, ob es sich um Täuschkörper oder das richtige Radar
handelt, doch sind Bestrebungen anhängig, dass die moderneren Flugkörper Täuschkörper
von echten Zielen unterscheiden können.
[0004] Alternative aktive Scheinziele, wie beispielsweise in der
DE 600 10 701 T2 angesprochen, werden in der Regel erst mit deren Verbringung aktiviert, sodass eine
gewisse Zeit einzuplanen ist, bis sich das Scheinziel voll entfaltet hat. Die
DE 100 16 781 A1 offenbart den Oberbegriff des Anspruchs 1. Hier stellt sich die Erfindung die Aufgabe,
ein aktives Scheinziel zum Schutz von Objekten, insbesondere von Schiffen, vor anfliegenden
radargelenkten Flugkörpern aufzuzeigen.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale der Patentansprüche 1, 9 bzw.11. Vorteilhafte
Ausführungen werden in den Unteransprüchen benannt.
[0006] Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, ein aktives Scheinziel durch den Einsatz eines
Retro-Reflektors bzw. einer retrodirektive Antenne, bevorzugt in Form eines van-Atta
Arrays oder durch wenigstens ein Backscatter-System zu schaffen, mit Mitteln also,
die ein Radarsignal aktiv genau in die Einfallsrichtung und damit an den Flugkörper
zurück senden können.
[0007] Der Internetseite
http://www.jpier.org/PIERL/pierl13/18.10020507.pdf ist der Aufbau eines Breitbandfrequenzversatzes eines van-Atta Arrays entnehmbar.
Ein flaches van-Atta Array wird auf
http://ir.lib.nctu.edu.tw/bitstream/987654321/22239/1/010337018.pdf offenbart. Die
GB 1 284 747 gibt eine Antennenvorrichtung mittels van-Atta Arrays an. Aus der
DE 10 2005 037 583 A1 ist die Nutzung einer retrodirektiven Antenne in Form eines van-Atta Arrays für das
Bereitstellen von RFID- Systeme bekannt.
[0008] Die Nutzung eines Retro-Reflektors als aktives Scheinziel hat den Vorteil, da dieses
als aktiver Retro-Reflektor einen großen Radarrückstreufrequenzquerschnitt (RCS) erzeugt,
was die Erzeugung eines großen RCS für beliebige Polarisationen des Flugkörpers ermöglicht.
[0009] Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass ein einzelnes van-Atta Array - eine einzige
retrodirektive Antenne - nicht in der Lage ist, die Richtung eines einfallenden Signals
zu bestimmen. Daher kann in der einfachsten Variante zusätzlich zu diesem Array ein
Sensor zur Ermittlung der Richtung des anfliegenden Flugkörpers in die Vorrichtung
eingebunden werden. Diese Information wird dann dazu ausgenutzt, das Array in diese
Richtung auszurichten.
[0010] In Weiterführung ist jedoch bevorzugt vorgesehen, dass mehrere Arrays zusammengeschaltet
werden, wodurch diese nicht nur einen breiten räumlichen Bereich abdecken, sondern
auch in die Lage versetzt werden, sich - beispielsweise mit Hilfe von Stellmotoren
etc. - auf den anfliegenden Flugkörper selbstständig ausrichten zu können. Dazu wird
durch die Arrays die Einfallsrichtung des anfliegenden Flugkörpers ermittelt und diese
Information an eine Lagerregelung gegeben, die auf Stellmotore etc. des Scheinzieles,
also der Arrays, einwirken, um das Scheinziel optimal auf den Flugkörper auszurichten.
[0011] Eine dual-polarisierte Realisierung ermöglicht durch Verwendung entsprechender Antennen
und deren Verschaltung den Einsatz des Reflektors bei beliebiger Polarisation des
Flugkörpers (Ausrichtung von Transversalwellen in einer Vorzugsrichtung). Für die
Richtungsschätzung werden die im van-Atta Array laufenden Signale an Verstärkern abgegriffen
und in eine elektromagnetische Linse, beispielsweise eine Rotman-Linse, gespeist.
Damit fungiert das Empfangsantennenarray sowohl als Teil des van-Atta Arrays als auch
für die Rotman-Linse. An den Ausgangsports der Rotman-Linse wird die Signalleistung
detektiert bzw. abgegriffen, sodass durch Vergleich der Leistung die Einfallsrichtung
der Signale und damit die Richtung des anfliegenden Flugkörpers ermittelt werden kann.
Diese Information wird dann verwendet, um eine Lageregelung zur Nachführung des Arrays
vornehmen zu können.
[0012] Anhand eines einfach dargestellten Ausführungsbeispiels soll die Idee näher erläutert
werden. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine skizzenhafte Darstellung eines aktiven Scheinzieles zur Flugkörperabwehr,
- Fig. 2
- eine erste vereinfacht dargestellte Variante des aktiven Scheinziels aus Fig. 1,
- Fig. 3
- eine weitere Variante des Scheinziels aus Fig. 1 in Form eines einfachen Schaltplans.
[0013] In Fig. 1 ist mit 20 ein in einer skizzenartigen Darstellung zum allgemeinen Verständnis
ein Schutzsystem aufgezeigt, dass ein aktives Scheinziel 1 zur Bedrohungsabwehr eines
Objektes 4 gegen einen radargelenkten Flugkörper 5 aufweist. Das aktive Scheinziel
1 umfasst wenigstens eine retrodirektive Antenne oder Retro-Reflektor 2, die zumindest
aus einer Empfangs- und Sendeantenne als Reflektor bzw. Reflexionsantenne aber auch
aus mehreren gebildet werden kann, um den vom Flugkörper 5 ausgesandten Radarstrahl
R
F genau in die Einfallsrichtung und damit an den Flugkörper 5 als Reflexions-Strahl
R
S zurückzusenden. Das aktive Schutzsystem 1 wird als Off-Board-Variante im Nichtgebrauch
auf oder am Objekt 4, hier ein Schiff, mitgeführt.
[0014] In einer einfachsten Variante (Fig. 2) ist im Schutzsystem 20 zudem ein Sensor 6
involviert, der zur Detektion der Richtung des Flugkörpers 5 dient und mit einer Stelleinheit
(nicht näher dargestellt) zusammenwirkt, durch die zumindest das Scheinziel 1 in die
entsprechende Position bzw. Richtung gebracht werden kann.
[0015] Dabei sind zwei verschiedene Funktionsmodes des Scheinziels 1 möglich. Der eine Mode
ist die Distraktion - wenn sich der Flugkörper 5 noch nicht auf das Objekt 4 aufgeschaltet
hat, der andere Mode ist die Seduktion, das Separieren des Scheinziels vom Echtziel,
eine Variante, wenn der Flugkörper 5 bereits das eigentliche Ziel (Objekt 4) aufgenommen
hat.
[0016] Im Falle der Einleitung der Distraktion wird der Flugkörper 5 als passiver Flugkörper
erkannt, der seinerseits ein Erwartungsgebiet überwacht. Es werden Richtung, Entfernung
und Geschwindigkeit des Flugkörpers 5 ermittelt. Danach wird anhand der eingehenden
Informationen das Scheinziel 1 bereits ausgebracht, um ein attraktiveres Ziel 4' in
einem Abstand vom eigentlichen Ziel 4 mit dem Scheinziel 1 zu schaffen. Dabei wird
auch berücksichtigt, welchen Suchablauf der detektierte Flugkörper 5 bevorzugt. Wenn
dann der Flugkörper 5 seine Radarkeule ausstrahlt, erfolgt dieses bereits in die Richtung
des Scheinzieles 1, bevorzugt noch bevor dieser das eigentliche Objekt 4 wahrgenommen
hat.
[0017] Bei der Seduktion, einem ebenfalls passiven Verfahren, wird durch weitere Detektoren,
beispielsweise einem aktiven Radar und Radarwarnern, die bevorzugt auf dem Objekt
4 angebracht sind, ein abgestrahltes Zielsignal detektiert. Dieses abgestrahlte Zielsignal
des Flugkörpers 5 wird vom Scheinziel 1 aufgenommen und verstärkt zum Flugkörper 5
zurück gestrahlt. Das Scheinziel 1 selbst bewegt sich während dessen in objektähnlicher
Geschwindigkeit vom Objekt 4 weg.
[0018] Das Scheinziel 1 kann sich fliegend, bevorzugt in maximaler Objekthöhe, vom Objekt
4 entfernen. Das trifft für Schiffe als auch andere sich bewegende Objekte 4, z. B.
Fahrzeuge, zu. Bei zu schützenden Schiffen kann das Scheinziel 1 schwimmend oder passiv
gezogen etc. fortbewegt werden. Ein selbstständiges Wegfahren oder Wegziehen ist auch
bei Fahrzeugen an Land möglich.
[0019] Die bevorzugte Ausführung des Scheinzieles 1 selbst wiederspiegelt die Fig. 3. Hierbei
besteht das Scheinziel 10 aus einer Antenne 11, die aus mehreren Empfangsantennen
11.1-11.3 (11.n) besteht, und einer Antenne 12, die aus mehreren, vorzugsweise gleichvielen
Sende-Antennen 12.1-12.3, 12.n besteht. Entsprechend der Anzahl der Antennen 11, 12
sind Verstärkerstufen V
1 - V
3, V
n zwischen beiden eingebunden.
[0020] Mit den Antennen 11.1-11. 3 kann neben der Aufnahme des Radarstrahls R
F auch die Einfallsrichtung des anfliegenden Flugkörpers 5 ermittelt werden. Für die
Richtungsschätzung werden die in der Antennengruppe 11 laufenden Signale an Verstärkern
V
1- V
3 abgegriffen und in eine elektromagnetische Linse 13, beispielsweise eine Rotman-Linse,
gespeist. Deren Ausgangsinformationen werden in einem Vergleicher 14 verglichen. Dazu
sind deren Ausgänge auf den Vergleicher bzw. eine Auswerteeinheit 14 geführt. Anhand
der abgegriffenen Signale wird nunmehr in der Auswerteeinheit 14 die Einfallsrichtung
der Signale und damit die Richtung des anfliegenden Flugkörpers 5 ermittelt. Hierbei
werden die Signalunterschiede der Antennen 11.1-11.3 ausgewertet. In Auswertung wird
dann ein Befehl an eine Lagerregelung 15 gegeben, die ihrerseits auf die Stellmotore
16 etc., d.h., der Stelleinheit des Scheinzieles 10 bzw. des Schutzsystems 20, einwirken,
um zumindest das Scheinziel 10 optimal auf den Flugkörper 5 auszurichten. Zur Kontrolle
kann aber auch hier zusätzlich ein Richtungssensor 6 mit in die Auswertung eingebunden
werden.
[0021] Die Antennen 11 und 12 sind bevorzugt in Form eines van-Atta Arrays ausgebildet.
1. Schutzsystem (20) zum Schutz eines Objektes (4) vor einem radargelenkten Flugkörper
(5), mit einem aktiven Scheinziel (1, 10), das durch zumindest einen Retro-Reflektor
oder eine retrodirektive Antenne (2, 11, 13) gebildet wird, die einen Radarstrahl
(R
F) als Reflexionsstrahl (R
S) genau in die Einfallsrichtung und damit an den Flugkörper (5) zurück senden können,
dadurch gekennzeichnet, dass
• das Scheinziel (10) aus einer Antenne (11) mit mehreren Empfangsantennen (11.1-11.
3, 11n) und einer Sendeantenne (12) mit mehreren Sendeantennen (12.1-12.3, 12.n) besteht,
wobei entsprechend der Anzahl der Antennen (11, 12) Verstärkerstufen (V1-V3, Vn) zwischen beiden eingebunden sind,
• für eine Richtungsschätzung die in den Empfangsantennen (11.1-11. 3, 11n) laufenden Signale an den Verstärkern (V1-V3, Vn) abgegriffen und in eine elektromagnetische Linse (13) gespeist werden, deren Ausgänge
auf einen Vergleicher (14) geführt sind, wobei
• der Vergleicher (14) mit einer Lageregelung (15) verschaltet ist, die ihrerseits
auf Stellmotore (16) des Scheinzieles (1, 10) und / oder des Schutzsystems (20) einwirken,
um zumindest das Scheinziel (1, 10) optimal auf den Flugkörper (5) auszurichten.
2. Schutzsystem (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektromagnetische Linse (13) eine Rotman-Linse ist.
3. Schutzsystem (20) nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass die retrodirektive Antenne (2) aus wenigstens einer Empfangs- und Reflektor- Antenne
besteht.
4. Schutzsystem (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dual-Polarisierung durch die Antennen (11, 12) realisiert wird.
5. Schutzsystem (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Scheinziel (1) durch Distraktion oder Seduktion sich auf den Flugkörper (5) aufschaltet.
6. Schutzsystem (20) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Seduktion weitere Detektoren, beispiefswese ein aktives Radar und Radarwarner,
bevorzugt auf dem Objekt (4) angebracht sind.
7. Schutzsystem (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Scheinziel (1, 10) fliegend, bevorzugt in maximaler Objekthöhe vom Objekt
(4) entfernen kann.
8. Schutzsystem (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Scheinziel (1, 10) schwimmend oder passiv gezogen fortbewegt werden kann.
9. Verfahren zum Schutz eines Objektes (4) vor einem radargelenkten Flugkörper (5) unter
Verwendung eines Schutzsystems (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
• Erkennen eines Flugkörpers (5) als passiven Flugkörper, der seinerseits ein Erwartungsgebiet
überwacht,
• Ermittlung der Richtung, Entfernung und Geschwindigkeit des Flugkörpers (5),
• Ausbringen des Scheinziels (1, 10) zur Schaffung eines attraktiven Ziels (4') in
einem Abstand vom eigentlichen Objekt (4), sodass
• wenn der Flugkörper (5) seine Radarkeule ausstrahlt, dieses bereits in die Richtung
des Scheinzieles (1, 10) erfolgt, bevorzugt noch bevor dieser das eigentliche Objekt
(4) wahrgenommen hat.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass auch berücksichtigt wird, welchen Suchablauf der detektierte Flugkörper (5) bevorzugt.
11. Verfahren zum Schutz eines Objektes (4) vor einem radargelenkten Flugkörper (5) unter
Verwendung eines Schutzsystems (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
• Detektieren eines abgestrahlten Zielsignals des Flugkörpers (5),
• Aufnehmen des abgestrahlten Zielsignals vom Scheinziel (1, 10),
• Zurückstrahlen des verstärkten abgestrahlten Zielsignals zum Flugkörper (5), wobei
• das Scheinziel (1, 10) sich während dessen in objektähnlicher Geschwindigkeit vom
Objekt (4) wegbewegt.
12. Objekt (4) mit einem Schutzsystem (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
13. Objekt (4) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Objekt sowohl um Schiffe als auch andere sich bewegende Objekte (4),
z. B. Fahrzeuge, handelt.
1. Protection system (20) for protecting an object (4) from a radar-guided missile (5),
comprising an active decoy target (1, 10), which is formed by at least one retro-reflector
or a retro-directive antenna (2, 11, 13), which can send a radar beam (R
F) back as a reflection beam (R
S) precisely in the direction of incidence, and consequently to the missile (5),
characterized in that
• the decoy target (10) consists of an antenna (11) with a number of receiving antennas
(11.1-11.3, 11n) and a transmitting antenna (12) with a number of transmitting antennas (12.1-12.3,
12.n), wherein, according to the number of antennas (11, 12), amplifier stages (V1-V3, Vn) are incorporated between the two,
• for an estimate of the direction, the signals running in the receiving antennas
(11.1 11.3, 11n) are picked off at the amplifiers (V1-V3, Vn) and fed into an electromagnetic lens (13), the outputs of which are passed to a
comparator (14), wherein
• the comparator (14) is interconnected with a position control (15), which for its
part acts on servomotors (16) of the decoy target (1, 10) and/or of the protection
system (20) in order at least to align the decoy target (1, 10) optimally with the
missile (5).
2. Protection system (20) according to Claim 1, characterized in that the electromagnetic lens (13) is a Rotman lens.
3. Protection system (20) according to Claim 1 or 2, characterized in that the retro-directive antenna (2) consists of at least one receiving and reflector
antenna.
4. Protection system (20) according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a dual polarization is realized by the antennas (11, 12).
5. Protection system (20) according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the decoy target (1) locks onto the missile (5) by distraction or seduction.
6. Protection system (20) according to Claim 5, characterized in that, for seduction, further detectors, for example an active radar and a radar warner,
are preferably provided on the object (4).
7. Protection system (20) according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the decoy target (1, 10) can remove itself from the object (4) by flying, preferably
at the maximum height of the object.
8. Protection system (20) according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the decoy target (1, 10) can be advanced by floating or being passively pulled.
9. Method for protecting an object (4) from a radar-guided missile (5) by using a protection
system (20) according to one of Claims 1 to 8,
characterized by the following steps:
• detecting a missile (5) as a passive missile, which for its part is monitoring an
expected area,
• determining the direction, distance and speed of the missile (5),
• deploying a decoy target (1, 10) to create an attractive target (4') at a distance
from the actual object (4), so that
• when the missile (5) emits its radar lobe, this already takes place in the direction
of the decoy target (1, 10), preferably even before it has perceived the actual object
(4).
10. Method according to Claim 9, characterized in that it is also taken into account which seeking procedure the detected missile (5) prefers.
11. Method for protecting an object (4) from a radar guided missile (5) by using a protection
system (20) according to one of Claims 1 to 8,
characterized by the following steps:
• detecting an emitted target signal of the missile (5),
• picking up the emitted target signal by the decoy target (1, 10),
• sending back the amplified emitted target signal to the missile (5), wherein
• the decoy target (1, 10) during that time moves away from the object (4) at a speed
similar to the object.
12. Object (4) with a protection system (20) according to one of Claims 1 to 8.
13. Object (4) according to Claim 12, characterized in that the object takes the form of ships and other moving objects (4), for example vehicles.
1. Système de protection (20) destiné à protéger un objet (4) contre un missile (5) guidé
par radar, comprenant un leurre actif (1, 10) qui est formé par au moins un dispositif
rétroréfléchissant ou une antenne rétrodirective (2, 11, 13), lesquels peuvent renvoyer
un faisceau radar (R
F) sous la forme d'un faisceau réfléchi (R
S) exactement dans la direction de l'incidence et ainsi vers le missile (5),
caractérisé en ce que
* le leurre (10) se compose d'une antenne (11) pourvue d'une pluralité d'antennes
de réception (11.1-11.3, 11n) et d'une antenne d'émission (12) pourvue d'une pluralité d'antennes d'émission (12.1-12.3,
12.n), des étages amplificateurs (V1-V3, Vn) dont le nombre correspond à celui des antennes (11, 12) étant intégrés entre les
deux,
* pour une estimation de la direction, les signaux qui se propagent dans les antennes
de réception (11.1-11.3, 11n) sont interceptés au niveau des étages amplificateurs (V1-V3, Vn) et injectés dans une lentille électromagnétique (13) dont les sorties sont acheminées
à un comparateur (14),
* le comparateur (14) étant interconnecté avec un régulateur de position (15) qui,
de son côté, agit sur des servomoteurs (16) du leurre (1, 10) et/ou du système de
protection (20) afin d'orienter au moins le leurre (1, 10) de manière optimale sur
le missile (5).
2. Système de protection (20) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la lentille électromagnétique (13) est une lentille de Rotman.
3. Système de protection (20) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'antenne rétrodirective (2) se compose d'au moins une antenne de réception et une
antenne à réflecteur.
4. Système de protection (20) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'une double polarisation est réalisée par les antennes (11, 12).
5. Système de protection (20) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le leurre (1) se connecte au missile (5) par distraction ou séduction.
6. Système de protection (20) selon la revendication 5, caractérisé en ce que des détecteurs supplémentaires, par exemple un radar actif et un détecteur de radar,
sont montés de préférence sur l'objet (4) en vue de la séduction.
7. Système de protection (20) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le leurre (1, 10) peut s'éloigner de l'objet (4) en volant, de préférence à la hauteur
maximale de l'objet.
8. Système de protection (20) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le leurre (1, 10) peut se déplacer de manière flottante ou par traction passive.
9. Procédé pour protéger un objet (4) contre un missile (5) guidé par radar en utilisant
un système de protection (20) selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé par les étapes suivantes :
* reconnaissance d'un missile (5) comme étant un missile passif qui, de son côté,
surveille une région attendue,
* détermination de la direction, de l'éloignement et de la vitesse du missile (5),
* lâché du leurre (1, 10) en vue de produire une cible (4') attrayante à une distance
donnée de l'objet (4) proprement dit, de sorte que
* lorsque le missile (5) émet son lobe radar, celui-ci a déjà lieu dans la direction
du leurre (1, 10), de préférence encore avant que celui-ci n'ait perçu l'objet (4)
proprement dit.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le déroulement de recherche préférentiel du missile (5) détecté est également pris
en compte.
11. Procédé pour protéger un objet (4) contre un missile (5) guidé par radar en utilisant
un système de protection (20) selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé par les étapes suivantes :
* détection d'un signal de visée émis depuis le missile (5),
* interception du signal de visée émis par le leurre (1, 10),
* renvoi du signal de visée émis amplifié vers le missile (5),
* le leurre (1, 10) s'éloignant pendant ce temps de l'objet (4) à une vitesse similaire
à celle de l'objet.
12. Objet (4) pourvu d'un système de protection (20) selon l'une des revendications 1
à 8.
13. Objet (4) selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'objet peut être aussi bien des navires que d'autres objets (4) qui se déplacent,
par exemple des véhicules.


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