[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Waschmaschine
mit Umfluteinrichtung und eine Waschmaschine.
[0002] Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer
Waschmaschine mit einem Laugenbehälter zur Aufnahme von Waschflüssigkeit zum Behandeln
von Wäsche und einer Umfluteinrichtung mit einer Umflutpumpe und einer Umflutleitung.
Das Verfahren umfasst die Durchführung eines Waschprogramms mit einer Waschphase und
zumindest einer Spülphase. Zumindest während der Waschphase und/oder einer der Spülphasen
wird die Umfluteinrichtung derart aktiviert, dass Waschflüssigkeit mittels der Umflutpumpe
aus einem ersten Bereich des Laugenbehälters durch die Umflutleitung in einen zweiten
Bereich des Laugenbehälters gefördert wird. Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise
aus der
EP 2 426 246 A1 bekannt.
[0003] Beim Waschen von Wäsche mit der Waschmaschine wird üblicherweise vom Benutzer ein
Waschprogramm ausgewählt, das mindestens eine Waschphase und mindestens eine Spülphase
ausführt, in denen der Wäsche Waschflüssigkeit wie Waschlauge in der Waschphase oder
Wasser in der Spülphase zugeführt wird. In der Waschphase wird die Wäsche in einer
drehenden Trommel, die Teil des Laugenbehälters ist, bewegt und mit Waschlauge benetzt
bzw. durchfeuchtet. Hierbei befindet sich Wasser in dem Laugenbehälter bzw. in der
Trommel der Waschmaschine und durch Bewegung der Wäsche wird der Schmutz ausgespült.
In der Spülphase wird nach Vollendung der Waschphase in der Wäsche verbleibende Waschflüssigkeit
durch Bewegen der Wäsche in Wasser anstelle von Waschlauge ausgespült. Mittels der
Umfluteinrichtung, die in der Lage ist, Waschflüssigkeit von einem ersten Bereich
des Laugenbehälters in einen zweiten Bereich des Laugenbehälters zu fördern, um die
Wäsche von dem zweiten Bereich aus mit Waschflüssigkeit zu kontaktieren, kann die
Wäsche besser mit Waschflüssigkeit durchmischt werden. Die Durchmischung der Wäsche
mit Waschflüssigkeit hängt jedoch auch von dem Volumenstrom an durch die Umfluteinrichtung
geförderter Waschflüssigkeit ab. Ist der Volumenstrom gering, ist die Wasch- oder
Spülwirkung gering. Ist der Volumenstrom hoch, erhitzen sich die beanspruchten mechanischen
Komponenten der Umfluteinrichtung und nehmen möglicherweise Schaden.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zum Betreiben einer
Waschmaschine sowie eine Waschmaschine bereitzustellen, mit dem bzw. der eine gute
Wasch- und/oder Spülwirkung von Wäsche bereitgestellt wird ohne die Umfluteinrichtung
zu schädigen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen nach Anspruch 1 und durch
eine Waschmaschine mit den Merkmalen nach Anspruch 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Volumenstrom der geförderten Waschflüssigkeit
variiert. Das heißt, die Umfluteinrichtung fördert in unterschiedlichen Zeitintervallen
unterschiedliche Mengen pro Zeiteinheit an Waschflüssigkeit von dem ersten Bereich
des Laugenbehälters in den zweiten Bereich des Laugenbehälters. In Zeitintervallen
mit Förderung größerer Mengen pro Zeiteinheit an Waschflüssigkeit wird eine verbesserte
Wasch- und /oder Spülwirkung erzielt, während in Zeitintervallen mit Förderung kleinerer
Mengen pro Zeiteinheit an Waschflüssigkeit die Umfluteinrichtung entlastet wird, um
keinen Schaden zu nehmen.
[0007] Der erste Bereich des Laugenbehälters ist vorzugsweise der untere Bereich des Laugenbehälters,
bezogen auf die betriebsgemäße Aufstellposition der Waschmaschine. In dem unteren
Bereich häuft sich aufgrund der Schwerkraft ebenfalls die zu waschende Wäsche. Der
zweite Bereich des Laugenbehälters ist vorzugsweise der seitliche und/oder obere Bereich
des Laugenbehälters, bezogen auf die betriebsgemäße Aufstellposition der Waschmaschine.
Durch Umfluten von Waschflüssigkeit aus dem unteren Bereich des Laugenbehälters in
den seitlichen und/oder oberen Bereich wird eine besonders gute Durchmischung von
Waschflüssigkeit und Wäsche erreicht.
[0008] In einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens wird der Volumenstrom mittels Variieren
einer Drehzahl der Umflutpumpe variiert. Je höher die Drehzahl der Umflutpumpe ist,
desto größer ist der Volumenstrom. Je größer der Volumenstrom ist, eine desto bessere
Wasch- und/oder Spülwirkung wird erzielt, weil desto intensiver die Faser der zu waschenden
Wäsche von einem zweiten Bereich des Laugenbehälters aus durchdrungen werden kann.
Durch Variieren des Volumenstroms in Abhängigkeit der Drehzahl der Umflutpumpe kann
erreicht werden, dass bei der Förderung größerer Mengen an Waschflüssigkeit eine verbesserte
Wasch- und/oder Spülwirkung erzielt wird, während bei der Förderung kleinerer Mengen
an Waschflüssigkeit die Umflutpumpe entlastet wird.
[0009] Bevorzugt wird der Volumenstrom in Abhängigkeit von einer Temperatur der Umflutpumpe
variiert. Bei längerer Betriebsdauer der Umflutpumpe bei erhöhter Drehzahl, kann das
Problem auftreten, dass sich ihre Temperatur bei längerer Betriebsdauer der Umflutpumpe
bei höherer Drehzahl erhöht und die Umflutpumpe bei Erreichen einer zu hohen Temperatur
Schaden nimmt. Durch Variieren des Volumenstroms in Abhängigkeit von der Temperatur
der Umflutpumpe können abwechselnd Zeitintervalle eingestellt werden, in denen ein
hoher Volumenstrom zur Erzielung einer verbesserten Wasch- und/oder Spülwirkung bereitgestellt
wird, und weiterhin Zeitintervalle eingestellt werden, in denen die Umflutpumpe durch
Einstellen eines niedrigen Volumenstroms entlastet wird, damit sie nicht aufgrund
Erreichens einer zu hohen Betriebstemperatur Schaden nimmt.
[0010] Die Temperatur der Umflutpumpe kann dabei zum Beispiel an deren Motor, an den Motorwicklungen
und/oder am Gehäuse gemessen werden.
[0011] In einer vorteilhaften Ausgestaltung wird die Umflutpumpe bei einer ersten Drehzahl,
die höher als eine vorbestimmte Schwelldrehzahl ist, vorzugsweise höher als ihre Nenndrehzahl
für Dauerbetrieb, wenn die Temperatur der Umflutpumpe unterhalb eines ersten vorbestimmten
Temperaturwerts liegt, und bei einer zweiten Drehzahl betrieben, die gleich oder niedriger
als die Schwelldrehzahl ist, vorzugsweise ihre Nenndrehzahl für Dauerbetrieb, wenn
die Temperatur der Umflutpumpe oberhalb eines zweiten vorbestimmten Temperaturwerts
liegt, wobei der erste vorbestimmte Temperaturwert niedriger oder gleich dem zweiten
vorbestimmten Temperaturwert ist. Bevorzugt liegt die erste vorbestimmte Temperatur
im Bereich zwischen 20 und 90 °C und die zweite vorbestimmte Temperatur im Bereich
zwischen 90 und 120 °C. Unter Nenndrehzahl bei Dauerbetrieb wird die Drehzahl verstanden,
bei der die Umflutpumpe im Dauerbetrieb die größtmögliche Leistung abgibt.
[0012] Bevorzugt weist das Verfahren die Schritte auf:
- Aktivieren der Umfluteinrichtung,
- Erfassen der Temperatur der Umflutpumpe,
- Einstellen der Drehzahl der Umflutpumpe in Abhängigkeit von ihrer erfassten Temperatur
zur Einstellung des Volumenstroms,
- weiteres Erfassen der Temperatur der Umflutpumpe, und
- weiteres Einstellen der Drehzahl der Umflutpumpe in Abhängigkeit von ihrer erfassten
Temperatur zur weiteren Einstellung des Volumenstroms.
[0013] Nach dem Aktivieren der Umfluteinrichtung wird die Temperatur der Umflutpumpe erfasst.
Die Drehzahl der Umflutpumpe wird in Abhängigkeit von der erfassten Temperatur zur
Einstellung des Volumenstroms eingestellt. Wenn die Temperatur der Umflutpumpe unterhalb
des ersten vorbestimmten Temperaturwerts liegt, wird eine erste Drehzahl eingestellt,
die höher als die Nenndrehzahl der Umflutpumpe für Dauerbetrieb ist. Wenn die Temperatur
der Umflutpumpe oberhalb des zweiten vorbestimmten Temperaturwerts liegt, wird die
Umflutpumpe bei einer zweiten Drehzahl betrieben, die gleich oder niedriger als ihre
Nenndrehzahl für Dauerbetrieb ist. Im Laufe des Verfahrens wird, solange die Umfluteinrichtung
aktiviert ist, weiterhin die Temperatur der Umflutpumpe erfasst und ihre Drehzahl
wie vorstehend beschrieben eingestellt. Auf diese Weise wird eine effektive Wasch-
und/oder Spülwirkung erzielt, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Umflutpumpe
keinen Schaden nimmt.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Verfahren die Schritte auf:
- Aktivieren der Umfluteinrichtung,
- erstes Einstellen der Drehzahl der Umflutpumpe auf einem vorbestimmten ersten Drehzahlwert,
der gleich oder kleiner ist als ihre Nenndrehzahl, für ein erstes vorbestimmtes Zeitintervall,
- zweites Einstellen der Drehzahl der Umflutpumpe auf einem vorbestimmten zweiten Drehzahlwert,
der größer ist als ihre Nenndrehzahl, für ein zweites vorbestimmtes Zeitintervall
und
- Abwechseln der Schritte erstes und zweites Einstellen der Drehzahl der Umflutpumpe,
während die Umfluteinrichtung aktiviert ist.
[0015] Vorzugweise liegt das erste vorbestimmte Zeitintervall im Bereich zwischen 30 und
75 Sekunden und liegt das zweite vorbestimmte Zeitintervall zwischen 90 und 150 Sekunden.
In dieser Ausführungsform muss nicht die Temperatur der Umflutpumpe während des Verfahrens
erfasst werden, weil die Drehzahl der Umflutpumpe zeitabhängig gesteuert wird. Die
Temperatur der Umflutpumpe kann aber auch bei diesem Verfahren erfasst werden und
dazu dienen, bei Überschreitung des vorstehend erwähnten zweiten Temperatursignals
ein Notsignal zu senden und/oder die Aktivierung der Umfluteinrichtung aus Sicherheitsgründen
zu beenden.
[0016] Bevorzugt wird der Volumenstrom der geförderten Waschflüssigkeit stufenförmig variiert.
Gleichermaßen wird die Drehzahl der Umflutpumpe ebenfalls stufenförmig variiert. Dass
heißt, dass der erste vorbestimmte Drehzahlwert beispielsweise im Wesentlichen abrupt
auf den zweiten vorbestimmten Drehzahlwert eingestellt wird und umgekehrt. Genauso
abrupt wird der eingestellte Volumenstrom variiert.
[0017] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin eine Waschmaschine mit einem Laugenbehälter
zur Aufnahme von Waschflüssigkeit im Laugenbehälter und einer Umfluteinrichtung. Die
Umfluteinrichtung weist eine drehzahlregelbare Umflutpumpe auf. Mittels der drehzahlregelbaren
Umflutpumpe kann der Volumenstrom variiert werden. Die drehzahlregelbare Umflutpumpe
ist vorzugsweise eine Dreiphasenpumpe.
[0018] In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Waschmaschine weiterhin eine Steuereinrichtung
zum Steuern der Umflutpumpe auf, wobei die Steuereinrichtung einen Frequenzumrichter
aufweist. Die Steuereinrichtung dient dazu, die Drehzahl der Umflutpumpe zeit- und/oder
umfluttemperaturabhängig zu steuern und dadurch den Volumenstrom zu variieren.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Querschnittsansicht einer Waschmaschine; und
Fig. 2 den zeitlichen Ablauf einer Einstellung eines Volumenstroms und einer Umflutpumpendrehzahl.
[0020] In Fig. 1 ist eine Querschnittsansicht einer Waschmaschine 1 gezeigt. Die Waschmaschine
1 weist einen Laugenbehälter 2 zur Aufnahme von Waschflüssigkeit 3 zum Behandeln von
Wäsche 8 auf, die in einem Gehäuse 4 angeordnet ist. Das Gehäuse 4 weist eine Tür
5 zum Be- und Entladen der Wäsche 8 aus dem Laugenbehälter 2 auf. Die Waschmaschine
1 weist weiterhin ein Einlassventil 6 zum Einlaufen von Wasser aus dem Versorgungsnetzwerk
in den Einspülkasten 7 auf, in den ggf. Waschmittel eingefüllt ist. Wasser aus dem
Einlassventil 6 und ggf. Waschmittel werden über das Verbindungsrohr 9 in den Laugenbehälter
2 geleitet, in dem sich die Wäsche 8 befindet. Das Wasser und ggf. Waschmittel bilden
die Waschflüssigkeit 3, die sich in einem ersten Bereich des Laugenbehälters 2, der
Schwerkraft zufolge im unteren Bereich des Laugenbehälters 2 ansammelt, in dem sich
ebenfalls die Wäsche 8 häuft. An dem Laugenbehälter 2 ist eine Ablaufeinrichtung 12
angeordnet, die bei Aktivierung verbrauchte Waschflüssigkeit aus dem Laugenbehälter
2 herausführt. Die Ablaufeinrichtung 12 weist eine Ablaufpumpe 12a beziehungsweise
Laugenpumpe auf, die bei Aktivierung Waschflüssigkeit aus dem Laugenbehälter 2 abpumpt,
indem sie diese aus einem Ablaufrohr 12b zu einer Ablaufleitung 12c leitet. Die Ablaufleitung
12c mündet in einen Abwasserkanal oder sonstigen Wasserabfluss. Das Ablaufrohr 12b
ist auch mit einer Umfluteinrichtung 11 verbunden, die eine Umflutpumpe 11a, eine
Umflutleitung 11 b und einen Auslass 11 c aufweist. Bei Aktivierung der Umfluteinrichtung
11 pumpt die Umflutpumpe 11a aus dem Ablaufrohr 12b bereitgestellte Waschflüssigkeit
durch die Umflutleitung 11b in einen zweiten, oberen Bereich des Laugenbehälters 2.
Dadurch wird die Waschflüssigkeit 3 von oben durch den Auslass 11 c wie beispielsweise
einer Düse auf die Wäsche 8 gesprüht und eine bessere Durchmischung von Wäsche 8 und
Waschflüssigkeit 3 erreicht.
[0021] Bei der Durchführung eines Waschprogramms mit einer Waschphase und zumindest einer
Spülphase wird während der Waschphase und/oder einer der Spülphasen die Umfluteinrichtung
11 derart aktiviert, dass Waschflüssigkeit 3 aus dem Laugenbehälter 2 durch das Ablaufrohr
12b und mittels der Umfluteinrichtung 11 mit der Umflutpumpe 11a durch die Umflutleitung
11 b in den oberen Bereich des Laugenbehälters 2 gefördert wird, wobei der Volumenstrom
der geförderten Waschflüssigkeit 3 variiert wird. Eine Steuereinrichtung 13 weist
einen Frequenzumrichter 14 auf und steuert die Drehzahl der Umflutpumpe 11a beispielsweise
in Abhängigkeit von der Temperatur der Umflutpumpe 11a oder in Abhängigkeit von festgelegten
Zeitintervallen. So ist es möglich, die Umflutpumpe derart zu steuern, dass sie in
einem ersten festgelegten Zeitintervall eine Drehzahl aufweist, die kleiner oder gleich
der Nenndrehzahl für Dauerbetrieb ist, und in einem zweiten Zeitintervall eine Drehzahl
aufweist, die größer als die Nenndrehzahl für Dauerbetrieb ist, wobei die Steuereinrichtung
13 den ersten festgelegten Zeitintervall und den zweiten festgelegten Zeitintervall
abwechselnd einstellt. Alternativ wird die Umflutpumpe 11a derart von der Steuereinrichtung
13 gesteuert, dass sie unterhalb einer ersten vorbestimmten Temperatur der Umflutpumpe
11a bei einer ersten Drehzahl, die größer als die Nenndrehzahl für Dauerbetrieb ist,
und oberhalb einer zweiten vorbestimmten Temperatur der Umflutpumpe 11a bei einer
zweiten Drehzahl betrieben wird, die kleiner oder gleich der Nenndrehzahl für Dauerbetrieb
ist.
[0022] Fig. 2 zeigt den zeitlichen Ablauf einer Einstellung eines Volumenstroms einer Umflutpumpendrehzahl.
Die Zeitachse der Wasch- oder Spülphase ist der Veranschaulichung halber willkürlich
auf 600 Sekunden gesetzt und kann länger oder kürzer andauern. Fig. 2 zeigt eine Variation
der Drehzahl der Umflutpumpe. 60 Sekunden-Zeitintervalle lang wird die Umflutpumpe
bei einer Drehzahl von 3000 Umdrehungen pro Minute (U/min) betrieben. Diese 60-Sekunden-Zeitintervalle
wechseln sich stufenförmig mit 120-Sekunden-Intervallen ab, in denen die Umflutpumpe
bei einer Drehzahl von 3500 U/min betrieben wird. Mit Variation der Umflutpumpendrehzahl
wird ebenfalls der Volumenstrom an geförderter Waschflüssigkeit variiert. In den 60-Sekunden-Zeitintervallen
beträgt der Volumenstrom 15 Liter pro Minute (l/min), und in den 120-Sekunden-Intervallen
beträgt der Volumenstrom 20 I/min. Die Umflutpumpe wird in den 120-Sekunden-Zeitintervallen
mit einer Drehzahl betrieben, die höher als ihre Nenndrehzahl für Dauerbetrieb ist
(Boostbetrieb). Im Boostbetrieb erhöht sich die Temperatur der Umflutpumpe. Durch
die Absenkung der Drehzahl der Umflutpumpe in den 60-Sekunden-Zeitintervallen auf
eine Drehzahl, die gleich oder niedriger als ihre Nenndrehzahl für Dauerbetrieb ist,
sinkt die Temperatur der Umflutpumpe. Wenn diese einen vorbestimmten Grenzwert unterschreitet,
wie in diesem Fall nach 60 Sekunden, wird der nächste Boostbetrieb gestartet, bis
zu erwarten ist, dass die Temperatur der Umflutpumpe so hoch wird, dass sie Schaden
nehmen könnte, wie in diesem Fall nach 120 Sekunden. Die 60-Sekunden-Zeitintervalle
und 120-Sekunden-Zeitintervalle wechseln sich im weiteren Verlauf der Wasch- oder
Spülphase ab. Diese Betriebsweise ermöglicht bei Volumenströmen von 20 l/min einerseits
eine hohe Durchmischung von Waschflüssigkeit und Wäsche. So kann die Waschflüssigkeit
in den Volumenstromspitzen Fasern der Wäschestücke intensiver durchdringen und erhöht
in der Waschphase die Waschwirkung und spült die Wäsche in den Spülphasen gründlicher
aus. Andererseits stellt diese Betriebsweise aber in den Zeitintervallen mit Volumenströmen
von 15 l/min sicher, dass die Umflutpumpe keinen Schaden nimmt, weil sie sich zu sehr
aufheizt.
Bezugszeichenliste:
[0023]
- 1
- Waschmaschine
- 2
- Laugenbehälter
- 3
- Waschflüssigkeit
- 4
- Gehäuse
- 5
- Tür
- 6
- Einlassventil
- 7
- Einspülkasten
- 8
- Wäsche
- 9
- Verbindungsrohr
- 11
- Umfluteinrichtung
- 11a
- Umflutpumpe
- 11 b
- Umflutleitung
- 11c
- Auslass
- 12
- Ablaufeinrichtung
- 12a
- Ablaufpumpe
- 12b
- Ablaufrohr
- 12c
- Ablaufleitung
- 13
- Steuereinrichtung
- 14
- Frequenzumrichter
1. Verfahren zum Betreiben einer Waschmaschine (1) mit einem Laugenbehälter (2) zur Aufnahme
von Waschflüssigkeit (3) zum Behandeln von Wäsche (8) und einer Umfluteinrichtung
(11) mit einer Umflutpumpe (11a) und einer Umflutleitung (11b), umfassend die Durchführung
eines Waschprogramms mit einer Waschphase und zumindest einer Spülphase, wobei zumindest
während einer der Wasch- oder Spülphasen die Umfluteinrichtung (11) derart aktiviert
wird, dass Waschflüssigkeit (3) mittels der Umflutpumpe (11a) aus einem ersten Bereich
des Laugenbehälters (2) durch die Umflutleitung (11 b) in einen zweiten Bereich des
Laugenbehälters (2) gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Volumenstrom der geförderten Waschflüssigkeit (3) variiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom mittels Variieren einer Drehzahl der Umflutpumpe (11a) variiert
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom in Abhängigkeit von einer Temperatur der Umflutpumpe (11a) variiert
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umflutpumpe (11a) bei einer ersten Drehzahl betrieben wird, die höher als ihre
Nenndrehzahl für Dauerbetrieb ist, wenn die Temperatur der Umflutpumpe (11a) unterhalb
eines ersten vorbestimmten Temperaturwerts liegt, und dass die Umflutpumpe (11a) bei
einer zweiten Drehzahl betrieben wird, die gleich oder niedriger als ihre Nenndrehzahl
für Dauerbetrieb ist, wenn die Temperatur der Umflutpumpe (11a) oberhalb eines zweiten
vorbestimmten Temperaturwerts liegt, wobei der erste vorbestimmte Temperaturwert niedriger
oder gleich dem zweiten vorbestimmten Temperaturwert ist.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste vorbestimmte Temperatur im Bereich zwischen 20 und 90 °C liegt und die
zweite vorbestimmte Temperatur im Bereich zwischen 90 und 120 °C liegt.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die Schritte
- Aktivieren der Umfluteinrichtung (11),
- Erfassen der Temperatur der Umflutpumpe (11a),
- Einstellen der Drehzahl der Umflutpumpe (11b) in Abhängigkeit von ihrer erfassten
Temperatur zur Einstellung des Volumenstroms,
- weiteres Erfassen der Temperatur der Umflutpumpe (11a) und
- weiteres Einstellen der Drehzahl der Umflutpumpe (11a) in Abhängigkeit von ihrer
erfassten Temperatur zur weiteren Einstellung des Volumenstroms.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die Schritte
- Aktivieren der Umfluteinrichtung (11),
- erstes Einstellen der Drehzahl der Umflutpumpe (11a) auf einem vorbestimmten ersten
Drehzahlwert, der gleich oder kleiner ist als ihre Nenndrehzahl, für ein erstes vorbestimmtes
Zeitintervall,
- zweites Einstellen der Drehzahl der Umflutpumpe (11b) auf einem vorbestimmten zweiten
Drehzahlwert, der größer ist als ihre Nenndrehzahl, für ein zweites vorbestimmtes
Zeitintervall und
- Abwechseln der Schritte erstes und zweites Einstellen der Drehzahl der Umflutpumpe
(11a), während die Umfluteinrichtung (11) aktiviert ist.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste vorbestimmte Zeitintervall im Bereich zwischen 30 und 75 Sekunden liegt
und das zweite vorbestimmte Zeitintervall zwischen 90 und 150 Sekunden liegt.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom der geförderten Waschflüssigkeit (3) stufenförmig variiert wird.
10. Waschmaschine (1) mit einem Laugenbehälter (2) zur Aufnahme von Waschflüssigkeit (3)
im Laugenbehälter (2) und einer Umfluteinrichtung (11), dadurch gekennzeichnet, dass die Umfluteinrichtung (11) eine drehzahlregelbare Umflutpumpe (11a) aufweist.
11. Waschmaschine nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung (13) zum Steuern der Umflutpumpe (11a), wobei die Steuereinrichtung
(13) einen Frequenzumrichter (14) aufweist.