| (19) |
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(11) |
EP 2 762 667 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.01.2022 Patentblatt 2022/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.02.2014 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Antriebssystem und Verfahren zum Betrieb eines Antriebssystems
Drive system and method of operating a drive system
Système d'entraînement et méthode de fonctionnement d'un système d'entraînement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
04.02.2013 DE 202013100498 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.08.2014 Patentblatt 2014/32 |
| (73) |
Patentinhaber: Aumüller Aumatic GmbH |
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86672 Thierhaupten (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Aumüller, Reiner
86316 Friedberg (DE)
- Sopkowiak, Peter
86420 Diedorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Ernicke, Klaus Stefan et al |
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ERNICKE Patent- und Rechtsanwälte PartmbB
Beim Glaspalast 1 86153 Augsburg 86153 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 2 031 315 DE-A1- 19 507 407 DE-A1-102007 039 428
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DE-A1- 4 041 087 DE-A1- 19 713 240
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Antriebssystem und ein Verfahren zum Betrieb eines Antriebssystems
für bewegliche Flügel von Fenstern, Türen, Klappen oder dgl..
[0002] Aus der
DE 40 41 087 A1 ist ein Antriebssystem bekannt, bei dem eine zentrale Steuerschaltung mehrere Stellantriebe
beaufschlagt, die gemeinsam einen Klappenflügel heben und senken. Die Stellantriebe
werden von der Steuerschaltung direkt über einen Spannungssteller gesteuert und auf
Gleichlauf geregelt.
[0003] In der Praxis sind außerdem Antriebssysteme mit mehreren Stellantrieben bekannt,
welche jeweils eine eigene programmierbare Steuereinheit haben und untereinander über
einen Datenbus kommunizieren. Die Stellantriebe greifen gemeinsam an einem zu bewegenden
Flügel an und sind untereinander auf Gleichlauf geregelt, was über eine separate Steuerschaltung
oder über eine Master-Slave-Anordnung erreicht wird. Zur Identifikation tauschen die
Stellantriebe ihre eindeutige und für jeden Stellantrieb herstellerseitig fest vorgegebene
Seriennummer aus.
[0004] Die
DE 19 507 407 A1 offenbart ein Antriebssystem für Fensterflügel in einem Gebäude mit eine Steuereinheit
umfassenden Antriebseinheiten und einer Kontrolleinrichtung, wobei die digitalen Busadressen
der Teilnehmer über DIP-Schalter eingestellt werden.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Antriebstechnik aufzuzeigen.
[0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Produktanspruchs 1 bzw. des
Verfahrensanspruchs 10.
[0007] Das beanspruchte Antriebssystem und das Verfahren zu dessen Betrieb, haben den Vorteil
einer signifikanten Vereinfachung und Erleichterung des Systemaufbaus und der Inbetriebnahme.
Aufwändige Einstellungen und Programmierungen der Antriebseinheiten bei der Inbetriebnahme
sind entbehrlich.
[0008] Auch der Bau- und Steueraufwand sowie der Platzbedarf des Antriebssystems können
wesentlich verringert werden.
[0009] Die Antriebstechnik ermöglicht es, beliebige Antriebseinheiten miteinander zu koppeln
und über eine Steuerleitung zu vernetzen. Hierdurch können in einem Antriebssystem
verschiedene Antriebseinheiten mit unterschiedlichen Funktionen betrieben werden.
Auch deren Zahl kann variieren. Die Kontrolleinrichtung kann mit solchen unterschiedlichen
Antriebseinheiten verbunden werden.
[0010] Dabei generieren die Steuereinheiten der verschiedenen Antriebseinheiten für sich
jeweils eine eigene virtuelle Teilnehmerbezeichnung innerhalb des Antriebssystems
und identifizieren sich hierüber. Dies kann insbesondere eine fortlaufende Nummer
innerhalb der Gesamtzahl der Antriebseinheiten im Antriebssystem sein. Die Teilnehmerbezeichnung
kann eine einfache Struktur und einen sehr kleinen Datenumfang haben. Sie kann z.B.
nur aus einer einzelnen Nummer mit wenigen Stellen bestehen. Dies reduziert den Kommunikationsaufwand
und erlaubt den Einsatz von kostengünstigen und weniger aufwändigen Steuerleitungen.
[0011] Die fortlaufende Folge der Bezeichnungen, insbesondere Nummerierungen, ermöglicht
eine besonders einfache Überprüfung der Existenz und Funktionsfähigkeit der angeschlossenen
Antriebseinheiten. Dies kann z.B. durch die Kontrolleinrichtung geschehen, welche
das Prüfergebnis über eine Anzeige signalisieren und bei Fehlen einer Antriebseinheit
das Antriebssystem auch blockieren kann. Die Kontrolleinrichtung kann andererseits
einer Austausch-Antriebseinheit die virtuelle Teilnehmerbezeichnung der ersetzten
Antriebseinheit zuweisen, was den Aufwand für die erneute Inbetriebnahme zusätzlich
reduziert.
[0012] Die Antriebseinheiten können Standardeinheiten sein, die erst bei der Inbetriebnahme
eine virtuelle Teilnehmerbezeichnung erhalten und hierüber miteinander kommunizieren.
Dies erlaubt unterschiedlichste Systemkonfigurationen bei minimalem Planungs- und
Inbetriebnahmeaufwand. Zudem können standardisierte Antriebseinheiten vom Lager eingesetzt
werden.
[0013] Ein weiterer Vorteil besteht in der besonders einfachen Generierung einer Schließfolgesteuerung,
was besonders für das Zusammenwirken von funktional unterschiedlichen Antriebseinheiten,
insbesondere Stellantrieben und Verriegelungsantrieben, im Antriebssystem von Vorteil
ist. Beim Öffnen eines geschlossenen Flügels haben die Verriegelungsantriebe Vorrang
und blockieren die Stellantriebe bis sie ihre Entriegelungsstellung erreicht haben.
Beim Schließen eines offenen Flügels ist der Ablauf umgekehrt, wobei die Stellantriebe
die Verriegelungsantriebe blockieren, bis sie ihre Schließstellung erreicht haben
und der geschlossene Flügel anschließend verriegelt werden kann. Auch hierfür ist
der Aufwand für Installation, Programmierung und Steuerung minimal.
[0014] Erfindungsgemäß weisen die Kontrolleinrichtung und die Steuereinheiten jeweils einen
Mikrocontroller auf.
[0015] Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Steuerleitung(en) des Antriebssystems als getakteter
Bus ausgebildet ist/sind. Die Steuerleitung(en) des Antriebssystems kann/können jeweils
ein Kabel mit einer oder mehreren Adern, insbesondere mit drei Adern, aufweisen.
[0016] In einer Variante weisen eine oder alle Antriebseinheit(en) eine separate Energieversorgung,
insbesondere eine elektrische Stromversorgung, auf.
[0017] In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
[0018] Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielhaft und schematisch dargestellt. Im einzelnen
zeigt:
Figur 1: einen Schemaplan eines Antriebssystems.
[0019] Die Erfindung betrifft ein Antriebssystem 1 mit mehreren Antriebseinheiten (4-8).
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betrieb eines solchen Antriebssystems
(1). Dies schließt die Initialisierung des Antriebssystems (1) ein.
[0020] Figur 1 zeigt ein Antriebssystem (1) in einer Schemadarstellung. Es ist für bewegliche
Flügel (2) von Fenstern, Türen, Klappen oder dgl. Verschlusselementen vorgesehen.
Ein bevorzugter Anwendungsbereich sind Bauwerke, insbesondere Gebäude und Gebäudeverschlüsse.
[0021] Das in Figur 1 gezeigte Antriebssystem (1) weist mehrere Antriebseinheiten (4-8)
und eine programmierbare Kontrolleinrichtung (3) auf. Die Antriebseinheiten (4-8)
können funktional gleich oder unterschiedlich sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
sind fünf Antriebseinheiten vorhanden, wobei deren Zahl in einer anderen Ausführungsform
auch nach oben oder unten variieren kann.
[0022] Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Antriebseinheiten (4,5,6) als Stellantriebe
ausgebildet, die gemeinsam den Flügel (2) bewegen. Dies ist bevorzugt eine Schwenkbewegung,
kann aber auch eine andere Kinematik sein. Die Stellantriebe (4,5,6) greifen nebeneinander
am Flügel (2) an und bewegen diesen gemeinsam. Sie können dabei in ihren Bewegungen
aufeinander abgestimmt, insbesondere synchronisiert sein.
[0023] Die beiden anderen Antriebseinheiten (7,8) sind als Verriegelungsantriebe ausgebildet,
welche den Flügel (2) in seiner Schließstellung, z.B. an einem umgebenden stationären
Rahmen, verriegeln. Die Antriebseinheiten (4-8) sind untereinander und mit der Kontrolleinrichtung
(3) über eine Steuerleitung (13) verbunden. Sie können an diese z.B. parallel angeschlossen
sein.
[0024] Die Energieversorgung von ein oder mehreren Antriebseinheiten (4-8) kann über eine
separate Einrichtung (19) erfolgen, was z.B. beim Stellantrieb (4) schematisch dargestellt
ist und auch bei den anderen Antriebseinheiten eingesetzt werden kann. Die Energieversorgung
(19) kann z.B. eine elektrische Stromversorgung mit Gleich- oder Wechselspannung sein.
Ein Anschluss kann z.B. an das Gebäudestromnetz mit 230 V Wechselstrom oder an eine
Gleichstromversorgung mit 12 oder 24 V erfolgen. Alternativ kann die Energieversorgung
der Antriebseinheiten (4-8) über die Steuerleitung (13) geschehen.
[0025] Die Steuerleitung (13) kann drahtgebunden oder drahtlos sein. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist die Steuerleitung (13) als Kabel mit einer oder mehreren Adern, z.B. mit drei
Adern, ausgebildet. Die Steuerleitung (13) ist als getakteter Bus, insbesondere als
Datenbus, ausgebildet. Dies kann ein Bus mit dominantem und rezessivem Pegel sein.
Von den vorgenannten drei Adern kann eine Ader der Signal- und Datenübertragung dienen,
wobei die beiden anderen Adern eine elektrische Stromversorgung bilden und durch ihre
veränderliche Polung die Funktion, insbesondere die Öffnungs- und Schließrichtung
vorgeben.
[0026] Die Kontrolleinrichtung (3) kann mit einem oder mehreren Betätiger(n) (15) verbunden
sein. Dies kann z.B. ein Taster, eine Steuerschaltung, insbesondere eine RWA-Steuerung,
ein Alarmgeber, Wind- oder Regensensor oder dgl. sein. Mittels elektrischer Betätigungsleitungen
(17) sind der Betätiger (15) und die Kontrolleinrichtung (3) miteinander verbunden.
Die Zahl und Anordnung der Betätiger (15) kann auch anders als in Figur 1 ausgebildet
sein.
[0027] Die Kontrolleinrichtung (3) ist programmierbar und weist hierfür einen Mikrocontroller
mit einem Mikroprozessor und Peripherie, insbesondere Speichern für Daten und Programme,
auf. Letztere können z.B. Programme zum Prüfen, Initialisieren und Steuern des Antriebssystems
(1) und der angeschlossenen Antriebseinheiten (4-8) sein. Ferner kann die Kontrolleinrichtung
(3) eine Anzeige (14), z.B. eine optische und/oder akustische Anzeige, insbesondere
eine LED-Anzeige aufweisen. Die Kontrolleinrichtung (3) weist Kabelanschlüsse für
die Leitungen (13,17) und ein Interface für die bidirektionale Kommunikation über
die Steuerleitung (13) auf. Hierüber können Daten, insbesondere Meldungen und Befehle,
über tragen werden.
[0028] Die Kontrolleinrichtung (3) kann eine geringe Baugröße in Form einer kleinen Platine
mit den vorgenannten Komponenten haben, die an beliebiger Stelle sichtbar oder verborgen
untergebracht werden kann. Sie lässt sich z.B. in einer Schaltdose, am oder im Flügel
(2) oder dessen Rahmen oder in bzw. an einer Antriebseinheit (4-8) platzieren. Für
die Inbetriebnahme ist ein Sichtkontakt zur Anzeige (14) vorteilhaft.
[0029] Die Antriebseinheiten (4-8) weisen jeweils eine programmierbare Steuereinheit (12)
und ein Antriebsmittel (9) auf, welches von der Steuereinheit (12) gesteuert wird.
Das Antriebsmittel (9) kann kann konstruktiv in unterschiedlicher Weise ausgebildet
sein, vorzugsweise als elektrischer Antrieb.
[0030] Das Antriebsmittel (9) kann z.B. einen bevorzugt steuerbaren Motor (10), insbesondere
einen Elektromotor, und ein hiervon betätigtes Treibmittel (11) aufweisen, welches
nach außen und insbesondere auf den Flügel (2) wirkt. Zudem kann eine Sensorik (18)
vorhanden sein, welche ebenfalls mit der Steuereinheit (12) verbunden ist und der
Funktionsüberwachung der jeweiligen Antriebseinheit (4-8) dienen kann. Hierüber kann
z.B. die Position und/oder die Bewegung eines Treibelements (11) detektiert werden.
[0031] Bei den Stellantrieben (4,5,6) kann das Treibmittel (11) z.B. eine Schubkette sein.
Alternativ kann das Treibmittel (11) als Zahnstange, Gewindespindel, Lenkergetriebe
oder in beliebig anderer Art ausgebildet sein, um die Antriebsbewegung des Motors
(10) zum Öffnen und Schließen auf den Flügel (2) zu übetragen.
[0032] Bei den Verriegelungsantrieben (7,8) kann das Treibmittel (11) in anderer Weise,
z.B. als Verriegelungselement, ausgebildet sein. Falls eine Antriebseinheit zu anderen
als den vorgenannten Zwecken eingesetzt wird, kann das Antriebsmittel (9) entsprechend
anders ausgebildet und angepasst sein.
[0033] Die Steuereinheit (12) einer Antriebseinheit (4-8) weist ebenfalls einen Mikrokontroller
mit einem Mikroprozessor und Speicher mit Daten und Programmen auf. Sie ist über ein
Interface mit der Steuerleitung (13) für eine bidireaktionale Kommunikation mit Senden
und Empfangen von Daten verbunden. Außerdem besteht die erwähnte Steuerverbindung
zum Antriebsmittel (9). Die Steuereinheit (12), insbesondere der Mikrokontroller,
weist auch einen nicht flüchtigen und beschreibbaren Speicher für eine nachfolgend
erläuterte virtuelle Teilnehmerbezeichnung auf. Der Programmumfang beinhaltet Programme
zum Steuern des Antriebselements (9), zur Datenkommunikation, zur Initialisierung
und zur Auswertung der Signale von anderen Antriebseinheiten (4-8).
[0034] Ein Programm zur Generierung und Zuweisung einer individuellen Teilnehmerbezeichnung
ist gespeichert, mit dem jede Steuereinheit (12) innerhalb des Antriebssystems (1)
eine eigene virtuelle Teilnehmerbezeichnung generiert und sich selbst zuweist sowie
im nichtflüchtigen und wiederprogrammierbaren Speicher ablegt. Mit dieser virtuellen
Teilnehmerbezeichnung melden die Steuereinheiten (12) sich an der Kontrolleinrichtung
(3) an.
[0035] Die virtuellen Teilnehmerbezeichnungen der Antriebseinheiten (4-8) sind untereinander
unterschiedlich und identifizieren die jeweilige Antriebseinheit. Die virtuellen Teilnehmerbezeichnungen
können von beliebiger Art sein. Bevorzugt wird eine alphanummerische Nummerierung,
insbesondere in Form von Zahlen mit nur einer oder wenigen Stellen. Die virtuelle
Teilnehmerbezeichnung kann fortlaufend sein. Sie kann insbesondere mit der Nummer
oder Zahl 1 beginnen, wobei in der lückenlosen Folge die letzte Nummer die Gesamtzahl
der im Antriebssystem (1) vorhandenen und angeschlossenen Antreibseinheiten (4-8)
repräsentiert.
[0036] Bei der Inbetriebnahme des Antriebssystems (1) sendet die Kontrolleinrichtung (3)
ein Initialisierungssignal an die angeschlossenen Antriebseinheiten (4-8) und deren
Steuereinheiten (12). Diese generieren mittels des vorgenannten Programms jede für
sich eine virtuelle Teilnehmerbezeichnung beginnend mit der niedrigsten, insbesondere
der Nummer 1, und geben an die Steuerleitung (13) eine entsprechende Meldung aus.
Die Generierung und Meldung der Steuereinheiten (12) erfolgt zu unterschiedlichen
Zeiten, wobei die erste Meldung vor allen weiteren Vorrang hat und diese blockiert.
Wenn die erste bzw. schnellste Steuereinheit (12) wirksam die erste Nummer gemeldet
hat, weist sie sich diese Nummer als virtuelle Teilnehmerbezeichnung zu und speichert
sie ab. Die anderen Steuereinheiten (12) erfahren durch diese vorrangige Meldung,
dass es bereits eine erste virtuelle Teilnehmerbezeichnung gibt und dass ihre bisherige
Nummernannahme damit unzutreffend ist und sie im nächsten Zyklus eine nächsthöhere
Nummer wählen und melden müssen. Dieser iterative Zyklus kann mehrmals hintereinander
ablaufen, bis alle Antriebseinheiten (4-8) für sich eine eigene virtuelle Teilnehmerbezeichnung
zugewiesen und gespeichert haben.
[0037] Die virtuellen Teilnehmerbezeichnungen werden auch an die Kontrolleinrichtung (3)
gemeldet, die hieraus Erkenntnisse, zumindest über die Zahl der angeschlossenen Antriebseinheiten
(4-8) erhält. In der einfachsten Ausführungsform melden die Antriebseinheiten (4-8)
nur die virtuelle Teilnehmerbezeichnung, sodass die Kontrolleinrichtung (3) keine
weiteren Informationen über Art und Funktion sowie Anordnung der Antriebseinheiten
(4-8) im Antriebssystem (1) und am Flügel (2) hat. An der Anzeige (14) kann die Kontrolleinrichtung
(3) ein Quittungssignal und außerdem weitere Informationen, insbesondere über die
Zahl der angeschlossenen und angemeldeten Antriebseinheiten (4-8) ausgeben.
[0038] Die Ansteuerung der Antriebseinheiten (4-8) zum Auslösen von deren Funktion, insbesondere
zum Auslösen einer Öffnungs- oder Schließbewegung erfolgt über die Kontrolleinrichtung
(3), wobei z.B. die Polung auf den Adern der Steuerleitung (13) entsprechend eingestellt
wird. Auf dieses Ansteuersignal hin melden sich zunächst die Steuereinheiten (12)
der Antriebseinheiten (4-8) mit ihrer virtuellen Teilnehmerbezeichnung, wobei die
Kontrolleinrichtung (3) die Meldungen empfängt und auf Vollständigkeit überprüft.
Wenn eine virtuelle Teilnehmerbezeichnung wegen Ausfalls einer Antriebseinheit (4-8)
oder aus anderen Gründen fehlt, detektiert die Kontrolleinrichtung (3) eine Störung
und blockiert die Antriebseinheiten (4-8).
[0039] Im Störungsfall kann die Kontrolleinrichtung (3) über die Anzeige (14) eine Meldung
ausgeben. Außerdem kann die Kontrolleinrichtung (3) über die Betätigungsleitungen
(17) oder auf andere Weise z.B. durch eine Funkeinheit, eine Störungsmeldung nach
außen, z.B. an eine Wartungszentrale ausgeben.
[0040] Wenn eine fehlerhafte Antriebseinheit (4-8) bei einer Reparatur gegen eine neue Einheit
ausgetauscht wird, bedarf das Antriebssystem (1) einer erneuten Inbetriebnahme. Hierbei
kann die Initialisierungsphase verkürzt werden, indem die Kontrolleinrichtung (3)
der neuen Antriebseinheit (4-8) die frühere virtuelle Teilnehmerbezeichnung der ausgetauschten
Einheit für die Zuweisung und Speicherung übermittelt. Alternativ kann der vorbeschriebene
Initialisierungsprozess ablaufen, wobei die vorhanden virtuellen Teilnehmerbezeichnungen
der anderen Antriebseinheiten (4-8) gelöscht und dann neu generiert und zugewiesen
werden.
[0041] Wenn auf das vorgenannte Ansteuersignal alle Antriebseinheiten (4-8) Betriebsbereitschaft
melden, starten sie anschließend ihre Funktion, wobei über die Polung auf der Steuerleitung
(13) die Laufrichtung vorgegeben wird. Wenn mehrere Antriebseinheiten, insbesondere
die Stellantriebe (4-6), gemeinsam an einem Flügel (2) angreifen, kann eine Gleichlaufregelung
durchgeführt werden. Dies ist auf unterschiedlicher Weise möglich, z. B. über die
Kontrolleinrichtung (3) oder die Bestimmung eines der Stellantriebe (4-6) als Master
und der anderen Stellantriebe als Slave. Hierbei wird über die Sensoriken (18) die
Position und/oder Geschwindigkeit der Treibmittel (11) erfasst und ein Gleichlauf
durch Bremsen der schnelleren oder Beschleunigen der langsameren Stellantriebe (4-6)
erreicht. Über die virtuelle Teilnehmerbezeichnung ist hierbei eine Identifizierung
der Sensorsignale und auch eine gezielte Ansteuerung des jeweiligen Antriebsmittels
(9) möglich.
[0042] Das Antriebssystem (1) kann außerdem eine Schließfolgesteuerung haben. Bei einem
geschlossenen Flügel (2) werden zunächst die Verriegelungsantriebe (7,8) entriegelt,
wobei anschließend die Stellantriebe (4-6) den Flügel (2) öffnen können. Beim Schließen
eines offenen Flügels (2) ist der Vorgang umgekehrt, wobei die Stellantriebe (4-6)
zuerst den Flügel (2) schließen, der anschließend von den Verriegelungsantrieben (7,8)
verriegelt wird. Die Schließfolgesteuerung kann vom Ansteuersignal, insbesondere von
der Polung der Steuerleitung (13), abhängig sein. Die Steuereinheiten (12) der Antriebseinheiten
(4-8) können hierfür ein entsprechendes Programm gespeichert haben.
[0043] Bei einem öffnenden Ansteuersignal starten die Verriegelungsantriebe (7,8) sofort,
während die Stellantriebe (4-6) hierfür eine einprogrammierte Wartezeit haben. Sobald
eine Antriebseinheit (4-8) in Funktion ist und läuft, gibt sie eine entsprechende
Rückmeldung auf die Steuerleitung (13), die von der Kontrolleinrichtung (3) und von
allen anderen Antriebseinheiten (4-8) empfangen wird. Wenn ein Stellantrieb (4-6)
in der Wartezeit eine solche Meldung empfängt, verlängert die Steuereinheit (12) die
Wartephase, bis das Meldesignal verschwindet. Dies ist der Fall, wenn der Verriegelungsantrieb
(7,8) seine Endposition und Entriegelungsstellung erreicht hat. Erst dann beginnen
die Stellantriebe (4-6) zu laufen.
[0044] Falls das Ansteuersignal ein Schließsignal ist, haben die Verriegelungsantriebe (7,8)
hierfür eine einprogrammierte Wartezeit und warten ab, bis die sofort anlaufenden
Stellantriebe (4-6) das Erreichen ihrer Endposition und die Schließstellung des Flügels
(2) melden.
[0045] Falls das Öffnen eines Flügels (2) aus einer Zwischenstellung heraus erfolgen soll,
haben die Verriegelungsantriebe (7,8) bereits ihre entriegelnde Endstellung erreicht,
sodass sie keine blockierende Meldung auf der Steuerleitung (13) ausgeben. Die Stellantriebe
(4-6) können in diesem Fall sofort nach Ablauf ihrer einprogrammierten Wartezeit anlaufen.
Die Schließfolgesteuerung über Wartezeiten ist besonders einfach und kostengünstig.
[0046] Abwandlungen der gezeigten und beschriebenen Ausführungsform sind in verschiedener
Weise im Rahmen der durch die Ansprüche definierten Erfindung möglich. Das gezeigte
Antriebssystem (1) betrifft einen einzelnen Flügel (2). Es kann alternativ auch auf
mehrere Flügel ausgedehnt werden. Ferner ist es möglich, dass an einem Flügel (2)
nur ein einzelner Stellantrieb angreift. Im Antriebssystems (1) können in Abwandlung
des Ausführungsbeispiels nur gleichartige Antriebseinheiten, z.B. ausschließlich Stellantriebe,
angeordnet sein.
[0047] In einer anderen Ausgestaltung können die Eintriebseinheiten Antriebseinheiten (4-8)
eigene individuelle und vorgegebene Kennzeichnungen haben, die ggf. auch eine Information
über die Art und Funktion der jeweiligen Antriebseinheit beinhalten. In diesem Fall
kann die vorhandene Kennzeichnung anstelle einer virtuellen Teilnehmerbezeichnung
benutzt werden. Außerdem kann die Art, Zahl und Anordnung der Antriebseinheit variieren.
Diese können auch eine andere als die beschriebene Stell- und Verriegelungsfunktion
haben. Abwandlungen sind auch hinsichtlich der Steuerleitung (13) möglich, die drahtlos
realisiert werden kann, z.B. über eine Funkverbindung. Auch die Bustechnik kann variieren.
Ferner können die Antriebseinheiten (4-8) im Betrieb ein Signal aussenden, das ihre
jeweilige Art und Funktion kennzeichnet. Die Stell- und Verriegelungsantriebe emittieren
z.B. unterschiedliche Signale, die für die Schließfolgesteuerung in den Steuereinheiten
(12) empfangen und ausgewertet werden können.
[0048] Ferner sind konstruktive Abwandlungen der Komponenten des Antriebssystems (1) im
Rahmen der durch die Ansprüche definierten Erfindung möglich. Das gezeigte elektrische
Antriebsmittel (9) kann alternativ als fluidischer Antrieb mit entsprechend angepasster
Energieversorgung ausgestaltet sein. Ein elektrisches Antriebsmittel (9) kann ebenfalls
variiert und z.B. als Linearantrieb ausgeführt werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0049]
- 1
- Antriebssystem
- 2
- Flügel
- 3
- Kontrolleinrichtung
- 4
- Antriebseinheit, Stellantrieb
- 5
- Antriebseinheit, Stellantrieb
- 6
- Antriebseinheit, Stellantrieb
- 7
- Antriebseinheit, Verriegelungsantrieb
- 8
- Antriebseinheit, Verriegelungsantrieb
- 9
- Antriebsmittel
- 10
- Motor
- 11
- Treibelement, Kette, Riegelelement
- 12
- Steuereinheit
- 13
- Steuerleitung
- 14
- Anzeige
- 15
- Betätiger, Taster
- 16
- Anschluss
- 17
- Betätigungsleitung
- 18
- Sensorik
- 19
- Energieversorgung
1. Antriebssystem für bewegliche Flügel von Fenstern, Türen, Klappen oder dgl. von Bauwerken,
insbesondere Gebäuden, wobei das Antriebssystem (1) mehrere Antriebseinheiten (4-8)
und eine Kontrolleinrichtung (3) aufweist, wobei die Antriebseinheiten (4-8) jeweils
ein Antriebsmittel (9) und eine Steuereinheit (12) aufweist und wobei die Steuereinheiten
(12) untereinander und mit der Kontrolleinrichtung (3) über eine Steuerleitung (13)
verbunden sind, wobei die Kontrolleinrichtung (3) und die Steuereinheiten (12) programmierbar
sind und jeweils ein Interface zum Verbinden mit der Steuerleitung (13) und zum Senden
sowie Empfangen von Daten und einen Mikrokontroller aufweisen, wobei die Mikrokontroller
der Steuereinheiten (12) jeweils einen Mikroprozessor und Speicher mit Daten und Programmen
aufweisen, wobei der jeweilige Mikroprozessor eingerichtet ist, die jeweiligen Programme
zum Steuern des Antriebselements (9), zur Datenkommunikation, zur Initialisierung
und zur Auswertung der Signale von anderen Antriebseinheiten (4-8) auszuführen und
wobei die Steuereinheiten (12) ein Programm für die Generierung und Zuweisung einer
jeweils eigenen virtuellen Teilnehmerbezeichnung im Antriebssystem (1) und zur Anmeldung
und Identifizierung mit dieser Teilnehmerbezeichnung an der Kontrolleinrichtung (3)
sowie einen nichtflüchtigen Speicher für die virtuelle Teilnehmerbezeichnung aufweisen.
2. Antriebssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrolleinrichtung (3) eine Anzeige (14) und/oder einen Anschluss (16) für einen
Betätiger (15) aufweist.
3. Antriebssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebseinheit (4,5,6) als Stellantrieb für die Bewegung eines Flügels (2)
und/oder eine weitere Antriebseinheit (7,8) als Verriegelungsantrieb für einen Flügel
(2) ausgebildet ist.
4. Antriebssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheiten (4-8) eine Gleichlaufsteuerung und/oder eine Schließfolgesteuerung
aufweisen.
5. Antriebssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheiten (4-8) eine einprogrammierte und vom Ansteuersignal abhängige
Wartezeit aufweisen.
6. Antriebssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel (9) einen steuerbaren Motor (10) und ein Treibelement (11), insbesondere
eine Schubkette, einen Lenkertrieb oder ein Riegelelement, aufweist.
7. Antriebssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (4-8) eine Sensorik (18) für ihre Funktion, insbesondere, wenn
abhängig von Anspruch 6, für die Position und/oder Bewegung des Treibelements (11),
aufweist.
8. Antriebssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit(4-8) eine separate Energieversorgung (19), insbesondere eine
elektrische Stromversorgung, aufweist.
9. Antriebssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerleitung (13) als Bus, insbesondere als Bus mit dominantem und rezessivem
Pegel ausgebildet ist.
10. Verfahren zum Betrieb eines Antriebssystems (1) für bewegliche Flügel von Fenstern,
Türen, Klappen oder dgl. von Bauwerken, insbesondere Gebäuden, wobei das Antriebssystem
(1) mehrere Antriebseinheiten (4-8) und eine Kontrolleinrichtung (3) aufweist, wobei
die Antriebseinheiten (4-8) jeweils ein Antriebsmittel (9) und eine Steuereinheit
(12) aufweist und wobei die Steuereinheiten (12) untereinander und mit der Kontrolleinrichtung
(3) über eine Steuerleitung (13) verbunden sind, wobei die Kontrolleinrichtung (3)
und die Steuereinheiten (12) programmierbar sind und jeweils einen Mikrokontroller
und ein Interface zum Verbinden mit der Steuerleitung (13) und zum Senden sowie Empfangen
von Daten aufweisen, wobei die Mikrokontroller der Steuereinheiten (12) jeweils einen
Mikroprozessor und Speicher mit Daten und Programmen aufweisen, wobei der jeweilige
Mikroprozessor eingerichtet ist, die jeweiligen Programme zum Steuern des Antriebselements
(9), zur Datenkommunikation, zur Initialisierung und zur Auswertung der Signale von
anderen Antriebseinheiten (4-8) auszuführen und wobei die Steuereinheiten (12) mittels
eines Programms jeweils für sich eine eigene virtuelle Teilnehmerbezeichnung im Antriebssystem
(1) generieren und sich zuweisen sowie sich mit dieser Teilnehmerbezeichnung an der
Kontrolleinrichtung (3) anmelden und identifizieren sowie die virtuelle Teilnehmerbezeichnung
in einem nichtflüchtigen Speicher speichern.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die virtuellen Teilnehmerbezeichnungen als fortlaufende Bezeichnungen, insbesondere
Nummern, innerhalb der Gesamtzahl der Antriebseinheiten (4-8) im Antriebssystem (1)
generiert werden.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebssystem (1) mit einer Schließfolgesteuerung der verschiedenen Antriebseinheiten
(4-8) betrieben wird, wobei die Schließfolge von der Polung der bevorzugt mehradrigen
Steuerleitung (13) abhängig ist.
13. Verfahren nach Anspruch 10, 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheiten (4,5,6) auf Gleichlauf geregelt werden.
1. Drive system for movable wings of windows, doors, flaps or the like of structures,
in particular buildings, wherein the drive system (1) has a plurality of drive units
(4-8) and a monitoring device (3), wherein the drive units (4-8) each have a drive
means (9) and a control unit (12), and wherein the control units (12) are connected
to one another and to the monitoring device (3) via a control line (13), wherein the
monitoring device (3) and the control units (12) can be programmed and each have an
interface for connection to the control line (13) and for transmitting and receiving
data and a microcontroller, wherein the microcontrollers of the control units (12)
each have a microprocessor and a memory containing data and programs, wherein the
respective microprocessor is configured to execute the respective programs for controlling
the drive element (9), for data communication, for initialization and for evaluating
the signals from other drive units (4-8), and wherein the control units (12) have
a program for generating and assigning a respective dedicated virtual user identification
in the drive system (1) and for registration and identification using this user identification
at the monitoring device (3) as well as a non-volatile memory for the virtual user
identification.
2. Drive system according to Claim 1, characterized in that the monitoring device (3) has a display (14) and/or a connection (16) for an actuator
(15).
3. Drive system according to one of the preceding claims, characterized in that one drive unit (4, 5, 6) is in the form of an actuating drive for the movement of
a wing (2) and/or a further drive unit (7, 8) is in the form of a locking drive for
a wing (2) .
4. Drive system according to one of the preceding claims, characterized in that the drive units (4-8) have a synchronization controller and/or a closing-sequence
controller.
5. Drive system according to one of the preceding claims, characterized in that the drive units (4-8) have a programmed waiting time which is dependent on the actuation
signal.
6. Drive system according to one of the preceding claims, characterized in that the drive means (9) has a controllable motor (10) and a driving element (11), in
particular a push chain, a link drive or a latch element.
7. Drive system according to one of the preceding claims, characterized in that the drive unit (4-8) has a sensor system (18) for its function, in particular, if
dependent on claim 6, for the position and/or movement of the driving element (11)
.
8. Drive system according to one of the preceding claims, characterized in that the drive unit (4-8) has a separate energy supply (19), in particular an electrical
power supply.
9. Drive system according to one of the preceding claims, characterized in that the control line (13) is in the form of a bus, in particular a bus with a dominant
and a recessive level.
10. Method for operating a drive system (1) for movable wings of windows, doors, flaps
or the like of structures, in particular buildings, wherein the drive system (1) has
a plurality of drive units (4-8) and a monitoring device (3), wherein the drive units
(4-8) each have a drive means (9) and a control unit (12), and wherein the control
units (12) are connected to one another and to the monitoring device (3) via a control
line (13), wherein the monitoring device (3) and the control units (12) can be programmed
and each have a microcontroller and an interface for connection to the control line
(13) and for transmitting and receiving data, wherein the microcontrollers of the
control units (12) each have a microprocessor and a memory containing data and programs,
wherein the respective microprocessor is configured to execute the respective programs
for controlling the drive element (9), for data communication, for initialization
and for evaluating the signals from other drive units (4-8), and wherein the control
units (12) each use a program to generate and assign themselves a dedicated virtual
user identification in the drive system (1) and register and identify themselves using
this user identification at the monitoring device (3) and store the virtual user identification
in a non-volatile memory.
11. Method according to Claim 10, characterized in that the virtual user identifications are generated as consecutive identifications, in
particular numbers, within the total number of drive units (4-8) in the drive system
(1).
12. Method according to Claim 10 or 11, characterized in that the drive system (1) is operated using a closing-sequence controller of the different
drive units (4-8), wherein the closing sequence is dependent on the polarity of the
preferably multicore control line (13).
13. Method according to Claim 10, 11 or 12, characterized in that the drive units (4, 5, 6) are synchronized.
1. Système d'entraînement de battants mobiles de fenêtres, portes, volets ou analogues
de constructions, en particulier de bâtiments, le système d'entraînement (1) comportant
une pluralité d'unités d'entraînement (4-8) et un dispositif de contrôle (3), les
unités d'entraînement (4-8) comportant chacune un moyen d'entraînement (9) et une
unité de commande (12) et les unités de commande (12) étant reliées entre elles et
au dispositif de contrôle (3) par le biais d'une ligne de commande (13), le dispositif
de contrôle (3) et les unités de commande (12) étant programmables et comportant chacun
une interface de liaison à la ligne de commande (13) et d'émission et de réception
de données et un microcontrôleur, les microcontrôleurs des unités de commande (12)
comportant chacun un microprocesseur et des mémoires pourvues de données et de programmes,
le microprocesseur respectif étant conçu pour exécuter les programmes respectifs destinés
à la commande de l'élément d'entraînement (9), à la communication de données, à l'initialisation
et à l'évaluation des signaux provenant d'autres unités d'entraînement (4-8) et les
unités de commande (12) comportant un programme, destiné à générer et attribuer un
identificateur de périphérique virtuel propre dans le système d'entraînement (1) et
à s'annoncer et s'identifier avec cet identificateur de périphérique auprès du dispositif
de contrôle (3), ainsi qu'une mémoire non volatile destinée à l'identificateur de
périphérique virtuel.
2. Système d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de contrôle (3) comporte un afficheur (14) et/ou une connexion (16)
destinés à un actionneur (15).
3. Système d'entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une unité d'entraînement (4, 5, 6) est conçue comme un actionneur du mouvement d'un
battant (2) et/ou une autre unité d'entraînement (7, 8) est conçue comme un entraînement
de verrouillage d'un battant (2).
4. Système d'entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les unités d'entraînement (4-8) comportent une commande de synchronisation et/ou
une commande de séquence de fermeture.
5. Système d'entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les unités d'entraînement (4-8) ont un temps d'attente qui est programmé et qui dépend
du signal de commande.
6. Système d'entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen d'entraînement (9) comporte un moteur commandable (10) et un élément d'entraînement
(11), notamment une chaîne de poussée, un entraînement à maillons ou un élément de
verrouillage.
7. Système d'entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité d'entraînement (4-8) comporte un système de capteurs (18) destiné à son fonctionnement,
notamment si elle dépend de la revendication 6, à la position et/ou au mouvement de
l'élément d'entraînement (11).
8. Système d'entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité d'entraînement (4-8) comporte une alimentation en énergie distincte (19),
notamment une alimentation en courant électrique.
9. Système d'entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la ligne de commande (13) est conçue comme un bus, notamment comme un bus à niveau
dominant et niveau récessif.
10. Procédé d'exploitation d'un système d'entraînement (1) destiné à des battants mobiles
de fenêtres, portes, volets ou analogues de constructions, en particulier de bâtiments,
le système d'entraînement (1) comportant une pluralité d'unités d'entraînement (4-8)
et un dispositif de contrôle (3), les unités d'entraînement (4-8) comportant chacune
un moyen d'entraînement (9) et une unité de commande (12) et les unités de commande
(12) étant reliées entre elles et au dispositif de contrôle (3) par le biais d'une
ligne de commande (13), le dispositif de contrôle (3) et les unités de commande (12)
étant programmables et comportant chacun un microcontrôleur et une interface de liaison
à la ligne de commande (13) et d'émission et de réception de données, les microcontrôleurs
des unités de commande (12) comportant chacun un microprocesseur et des mémoires pourvues
de données et de programmes, le microprocesseur respectif étant conçu pour exécuter
les programmes respectifs destinés à la commande de l'élément d'entraînement (9),
à la communication de données, à l'initialisation et à l'évaluation des signaux provenant
d'autres unités d'entraînement (4-8) et les unités de commande (12) générant chacune
leur identificateur de périphérique virtuel propre dans le système d'entraînement
(1) au moyen d'un programme et s'assignant ainsi que s'annonçant et s'identifiant
avec cet identificateur de périphérique au dispositif de commande (3) et mémorisant
l'identificateur de périphérique dans une mémoire non volatile.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que les identificateurs de périphériques virtuels sont générés sous forme d'identificateurs
consécutifs, notamment de numéros, parmi un nombre total d'unités d'entraînement (4-8)
dans le système d'entraînement (1) .
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que le système d'entraînement (1) est exploité avec une commande de séquence de fermeture
des différentes unités d'entraînement (4-8), la séquence de fermeture dépendant de
la polarité de la ligne de commande de préférence multiconducteur (13).
13. Procédé selon la revendication 10, 11 ou 12, caractérisé en ce que les unités d'entraînement (4, 5, 6) sont régulées de manière synchronisée.

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